Elektrokardiographie: Myo- und Perikarditis

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Perikarditis[Bearbeiten]

Ursachen:

  • Trauma, Operationen
  • nach Myokardinfarkt (Dressler-Syndrom)
  • idiopathisch/viral (78%), bakteriell (4%), Tbc (5%), (Pilze)
  • Kollagenosen, Vaskulitis, Systemerkrankungen
  • bei Pneumonie, Pleuritis, Lungenembolie
  • maligne Erkrankungen

Kompl.: Perikarditis constriktiva mit diastolischer Füllungsstörung

Klinik:

  • thorakale Schmerzen, verstärkt durch Inspiration, Husten oder Schlucken
  • Fieber
  • Schluckstörungen (Nachbarschaft zum Ösophagus)
  • trockner Husten

EKG: ST-Hebungen in allen Ableitungen (Es kann also kein Infarkt sein, ein "Paninfarkt" würde nicht überlebt werden.)

Echo: Meist findet man einen gewissen Perikarderguß, selten eine fibrinöse Perikarditis mit sägezahnartig begrenzter Epikardgrenze.

DD: Myokardinfarkt - Perikarditis


Myokardinfarkt Perikarditis
ST-Hebung hoch gering
ST-Form konvex konkav
Lokalisation der ST-Hebung betroffener Bezirk überall
R oft klein normal
R/ST klein groß
Q im Verlauf groß normal
ST-Abgang vom absteigenden R ausgehend vom aufsteigenden S ausgehend
Alter älter jünger
Schmerzlokalisation retrosternal Herzregion
Schmerzcharakter lang atemabhängig
Perikardreiben selten meist vorhanden
Herzenzyme stark erhöht leicht erhöht oder normal

Myokarditis[Bearbeiten]

Die  Myokarditis ist eine klinische Diagnose, es gibt keine typischen EKG-Veränderungen.

Mögliche unspezifische Veränderungen können sein:

  • AV-Block
  • passagerer Schenkelblock
  • ST-Hebung
  • T-Abflachung und negative T-Wellen





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