Gitarre: Lagerfeuerdiplom: Druckversion

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DRUCKVERSION des Wikibooks Gitarre: Lagerfeuerdiplom

Online unter: http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Lagerfeuerdiplom


Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Einführung

Bevor wir beginnen
Lesen von Diagrammen, Tabulaturen und Noten
Lagerung
Grundhaltung der Gitarre

Lektionen

Lektion 1a: Grundsätzliches zum Greifen der Akkorde
Lektion 1b: Der Vier-Viertel-Schlag
Liedbeispiel 1a
Lektion 1c: Der Griffwechsel von D-Dur nach A-Dur
Liedbeispiel 1b
Liedbeispiel 1c
Liedbeispiel 1d
Lektion 2a: Der Griffwechsel von D-Dur nach G-Dur
Lektion 2b: Die Dur-Kadenz - Das große Dreigestirn
Lektion 2c: Eisenbahn und Westernschlag
Exkurs: Der einfache Dreiviertel-Schlag
Liedbeispiel 2a
Liedbeispiel 2b
Liedbeispiel 2c
Liedbeispiel 2d
Liedbeispiel 2e
Lektion 3a: Griffwechsel G-C-D
Lektion 3b: allgemeine Regeln zum Fingersatz
Lektion 3c: Lagerfeuerschlag
Liedbeispiel 3a
Liedbeispiel 3b
Liedbeispiel 3c
Liedbeispiel 3d
Liedbeispiel 3e
Liedbeispiel 3f
Liedbeispiel 3g
Liedbeispiel 3h
Liedbeispiel 3i
Exkurs: Zur Gitarre singen
Lektion 4 G Em C D
Liedbeispiel 4a
Liedbeispiel 4b
Lektion 5a: schneller Griffwechsel
Lektion 5b: Repertoire 1
Liedbeispiel 5a
Liedbeispiel 5b
Liedbeispiel 5c
Liedbeispiel 5d
Liedbeispiel 5e
Lektion 6: Griffwechsel C-Am
Liedbeispiel 6a
Liedbeispiel 6b
Liedbeispiel 6c
Liedbeispiel 6d
Liedbeispiel 6e
Liedbeispiel 6f
Liedbeispiel 6g
Lektion 7: Sprung Em D und Am G
Liedbeispiel 7a
Liedbeispiel 7b
Liedbeispiel 7c
Liedbeispiel 7d
Liedbeispiel 7e
Liedbeispiel 7f
Liedbeispiel 7g
Exkurs: C-Dur-Tonleiter Workshop
Lektion 8: Lagerfeuerdiplom Liedbeispiele

Anhang

Anhang Lagerfeuerdiplom
Lage des Daumen
G ohne kleinen Finger
Stimmen
Stimmen nach Stimmtönen
Stimmen mit Bünden
Stimmen mit Flageolett
Musiklehre: Noten
Transponiertabelle
Lagerfeueranhang 1
Lagerfeueranhang 3
Lagerfeueranhang 4
Typische Anfängerfehler
Erfahrungsbericht Lagerfeuerdiplom


Vorwort

  • Das Lagerfeuerdiplom hat 100% 100% fertig (99,5%) erreicht. Es fehlen jetzt nur noch ein paar Lektorendienste zur Druckreife.
Qsicon Achtung Orange.svg Bitte hilf mit, dieses Buch zu verbessern, indem du Rechtschreib- und Grammatikfehler korrigierst. Das vordringlichste Ziel ist, die Lesbarkeit des Textes zu erhöhen.
Buch durchsuchen
Siehe: Todo-Liste für das Lagerfeuerdiplom

Inhaltsverzeichnis

Das Lagerfeuerdiplom

Das Lagerfeuerdiplom ist der erste Teil einer mehrbändigen Gitarrenschule im Buchprojekt Gitarre.

  • Mit sechs Akkorden und vier Schlagmustern zum Lagerfeuerdiplom.
  • Hier lernst du die elementaren Grundlagen der Liedbegleitung.

Es handelt sich um absolut notwendiges Handwerkszeug zum Gitarrespielen.

Lies dir am besten vorher noch einmal die "Gebrauchsanleitung" zu diesem Gitarrenbuch durch

Lektionen

Eine Lektion ist für eine Unterrichtsstunde gedacht (die Zeit, um die Lektion zu üben und vertiefen, ist nicht mit eingerechnet). Also ist das Lagerfeuerdiplom auf knapp zwei Monate ausgelegt.[1]

Hauptkapitel

Abschnitte:   I. Einführung   -   II. Lektionen   -   III. Repertoire   -   IV. Liedbeispiele   -   V. Anhang  

Unterkapitel

Das Wichtigste zu Anfang
I. Einführung:   zu Beginn  | Akkorddiagramme - Tabulaturen  | Zubehör  | Lagerung

Voranschreitende Lektionen

II. Lektionen:     1) Greifen  | 4/4-Schlag  | D-A  2) D-G  | Durkadenz  | Westernschlag  | 3/4-Schlag  3) G-C-D  | Fingersatz  | Lagerfeuerschlag  4) G-Em-C-D  5) schn. Wechsel  6) C-Am  7) Sprünge Em-D / G-Am  8) Abschluss

Wie kann man singen, was kann man singen

III. Repertoire:     Zur Gitarre singen  | Repertoire erweitern  | Was ist schon spielbar

Alle Übungsbeispiele nach Lektionen sortiert

(siehe auch: Liedbeispiele)
IV. Liedbeispiele:   Übersicht   1. Lektion (D-A):  A    B    C    D    E    F   2. Lektion (D-G):  A    B    C    D   3. Lektion (G-C_D):  A    B    C    D    E    F    G    H    I    J   4. Lektion (G-Em-C-D):  A    B   5. Lektion (schn. Wechsel):  A    B    C    D    E    F   6. Lektion (C-Am):  A    B    C    D    E    F    G    H    I   7. Lektion (Sprünge Em-D; G-Am):  A    B    C    D    E    F    G    H   8. Lektion (Abschluss):  A    B  

Weitere nützliche Informationen

V. Anhang:   Grifftabelle |   Stimmen (Übersicht) |   ...nach Stimmtönen |   ...mit Bünden |   ... mit Flageolett |   Saiten aufziehen |   Pflege |   Fingerübungen |   Infos im Netz |   Kapodaster |   Anfängerfehler |   Erfahrungsberichte |   Das Diplom |   für Ihn |   für Sie

Was ist das „Lagerfeuerdiplom“?

In Anlehnung an das Bauerndiplom (nebst Turmdiplom und Königsdiplom) des Deutschen Schachbundes bieten die Diplome der Wikibooks (Lagerfeuerdiplom, Folkdiplom, Rockdiplom, Balladendiplom, u. a.) Anfängern die Möglichkeit, zu bekunden, dass sie ein bestimmtes Level des Gitarrespielens erreicht haben.

Man erreicht ein Diplom, indem man eine Sammlung von Liedern spielen kann, die alle Lernziele abdecken. Die Diplome können ohne Prüfung von jedem Gitarrenlehrer (auch ehrenamtliche) ausgestellt werden, der von einer öffentlichen Einrichtung oder Organisation (Gemeinden, Schulen, kirchlichen Einrichtungen, Musikschulen, Volkshochschulen o.ä.) den Auftrag dazu erhalten hat und der das Diplom mit einem Stempel der Organisation beglaubigen lassen kann. Die Lieder müssen weder auswendig gespielt werden noch muss alles 100 % fehlerfrei sein. Jedoch sollte man in puncto Rhythmus und Griffwechsel ein Mindestmaß an Sicherheit besitzen.

Mit dem „Lagerfeuerdiplom“[2] verfügt man über ausreichend Akkorde und Schlagtechniken, um weit über drei Stunden (am Lagerfeuer) Lieder zu begleiten, ohne sich zu wiederholen.

Man erreicht nicht irgendein Lagerfeuerdiplom sondern Das Lagerfeuerdiplom[3].

Von einer Idee zum Konzept

In einem Pfadfinderlager gab es folgende Regel: Wer nicht ein Mindestmaß an Fähigkeiten mitbrachte, der durfte keine Gitarre anfassen. Damit wollte man sowohl die Gitarren als auch die Nerven bzw. Ohren aller Beteiligten schonen. So ist die Idee zum Lagerfeuerdiplom entstanden. Dieser Kurs vermittelt solch ein Minimum an Wissen und Können.

Das Lagerfeuerdiplom stellt so etwas wie ein 'Freischwimmer des Gitarrespielens' dar. Das vermittelte Wissen ist ein „Muss“ für jeden Gitarristen. Dabei ist es unerheblich, ob man E-Gitarre, Westerngitarre oder klassische Gitarre spielen möchte.

Vom Konzept in die Praxis

Bevor das Lagerfeuerdiplom als Buch für Wikibooks eingeführt wurde, ist das Unterrichtskonzept schon mehrere Jahre eingesetzt, getestet und weiterentwickelt worden. Erzieherinnen, Lehrerinnen und Leiter von Jugendgruppen haben sich mit dem bestandenen Lagerfeuerdiplom getraut, ihre neu erworbenen Fähigkeiten in der Liedbegleitung bei ihren Gruppen in die Praxis umzusetzen. Zudem wird der Online-Kurs ständig durch Mitglieder aus verschiedenen Gitarrenforen gelesen und verbessert. Fehler, die auffallen, werden meist umgehend berichtigt.

Allen Schülern, die das Konzept getestet haben, allen Mitgliedern der www.wikibooks.de sowie des www.gitarrenboard.de und www.gitarre-spielen-lernen.de und auch allen Personen, die hier einen Diskussionsbeitrag geleistet haben oder eine E-Mail geschrieben haben - also allen, die mit konstruktiver Kritik, Korrekturen, Informationen, Rat und Tat dieses Konzept vorangebracht haben - sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.

Weitere Tipps

Die Kurse (Lagerfeuerdiplom und folgende) sind zwar für Selbstlernende gedacht und entsprechend ausführlich formuliert worden[4], Dennoch sollte erwähnt werden, dass man schneller lernt, wenn man jemandem über die Schulter schauen kann oder wenn man Tipps von einem geübten Gitarrenspieler bekommt.

Ebenfalls lohnt es sich, einen Blick in das eine oder andere Gitarrenbuch zu werfen. Bücher haben den Vorteil, dass man nicht vor dem PC sitzen muss, sondern dort, wo es einem beliebt. Zudem sind diese Bücher nicht auf copyright-freie Übungsbeispiele beschränkt, so dass sie eventuell eine größere Liederauswahl bieten. [5]

Wer mit den Beschreibungen hier Probleme haben sollte oder darüber hinaus noch Fragen hat, der sollte sich ruhig in einem Gitarrenforum anmelden.

Beispiele

Beide Foren sind absolut kostenfrei und unverbindlich und sie enthalten keine störende (bzw. nur sehr dezente) Werbung.

Auch wenn Mjchael als Autor selbst Moderator in dem genannten Forum ist, und in diesem Forum engagierte Moderatoren darauf achten, dass keine jugendgefährdende Inhalte gepostet werden, distanzieren wir uns rein formell von allen Aussagen, die über Musikmachen und Gitarrespielen hinausgehen.

Lernziele

  • 6 Akkorde: A-Dur, D-Dur, G-Dur, C-Dur, E-Moll, A-Moll.
  • 4 Schlagrhythmen: 4/4-, Eisenbahn-, Western- und Lagerfeuerschlag.
  • schneller Griffwechsel: Akkordwechsel innerhalb eines Taktes bzw. innerhalb eines Schlagmusters.

Trotz der Begrenzung des Lernstoffs bist du nach erfolgreichem Abschluss in der Lage, Hunderte von Liedern zu begleiten.

  • Über 40 copyright-freie Lieder mit Texten und Akkorden
  • und über 40 weitere Liedvorschläge (zwar ohne Text, aber mit Akkorden und Links zu Youtube)

Du wirst in der Lage sein, neben den typischen Pfadfinderliedern auch richtig gute Songs zu singen,
(Vorausgesetzt natürlich, du hast die entsprechenden Liederbücher.)

  • Breakfast at Tiffany's – Deep Blue Something
  • American Pie – Don McLean
  • Country Roads – John Denver
  • Father and Son – Cat Stevens
  • Just More – Wonderwall
  • Knockin on Heavens Door – Bob Dylan
  • Let It Be – Beatles
  • Und, und, und ...

Durch das strenge Copyright ist es hier leider nicht möglich, populäre Liedtexte mit der entsprechenden Begleitung "zu drucken", diese Songs findest du in vielen Liederbüchern. Trotzdem können wir dir Tipps geben, mit welchen Akkorden du bekannte Lieder leicht begleiten kannst. Das ist besonders dann hilfreich, wenn die Bearbeitungen in den Liederbüchern nicht so günstig für den Gitarrenanfänger sind.

Was du hier lernst, wird dich dein ganzes Gitarristenleben lang begleiten. Auf diese elementaren Grundtechniken wirst du immer wieder zurückgreifen können.


Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.

Derzeit vorhandene Übungsbeispiele aus dem Liederbuch

Dieser Abschnitt wird nicht mit ausgedruckt

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Einführung

Bevor es losgeht, muss man sich als Selbstlernender um ein paar Dinge kümmern, die anderen Gitarrenschülern in der ersten Zeit vom Gitarrenlehrer abgenommen werden. Dazu gehört das Stimmen der Gitarre, das Lesen von Griffbildern, die Haltung der Gitarre und anderes mehr.



Bau der Gitarre

Konzertgitarren

Die heutige Konzertgitarre hat sich aus der deutlich kleineren Gitarrenart des 19. Jh. entwickelt. Bahnbrechend für die aktuelle Form sind die Arbeiten des spanischen Gitarrenbauers Antonio de Torres.

Allgemeines

Einsatzgebiet und Klang

Für die klassische Gitarrenmusik wird bevorzugt die Konzertgitarre verwendet. Sie hat einen weichen und tragenden Klang. Die baulich sehr ähnliche Flamencogitarre hat einen härteren, durchsetzungsfähigeren Klang. Die Konzertgitarre wird bevorzugt mit den Fingern geschlagen oder gezupft.

Durch die Nylon-Saiten lässt sich ein Ton leichter modellieren als beispielsweise eine Westerngitarre mit Stahlseiten. Die gleiche Konzertgitarre kann sehr harfenartig weich klingen, wenn sie mehr in Richtung Griffbrett gespielt wird (12. Bund), oder perkussiver (härter), wenn man sie dicht am Steg anspielt. Durch leichtes Bewegen des Fingers auf dem Griffbrett kann man leichter einen Vibrato erzeugen, als bei einer Western- oder E-Gitarre. Gerade für Anfänger sind die Nylon-Saiten viel einfacher zu drücken, als Stahlsaiten einer Westerngitarre. Daher wird die Konzertgitarre sehr gerne für den "Hausgebrauch" eingesetzt. Beim Spielen in einer Gruppe tut sie ebenfalls gute Dienste. Eine Gitarre mit Stahlsaiten ist jedoch vorteilhafter, wenn es um die Lautstärke geht. Sie ist obertonreicher und klingt daher besser für die Begleitung.

Geschichte

Die jetzige Bauform der Konzertgitarre wurde in der Blütezeit der Gitarre von dem Gitarrenbauer Antonio Torres ca. 1870 geschaffen. Heutige Konzertgitarren unterscheiden sich kaum von den Torres-Gitarren, die man demnach als letzte Entwicklungsstufe (zumindest bis heute) des Konzert-Gitarrenbaus ansehen kann.

Typen der Konzertgitarre

End of Guitar.jpg

Bei der klassischen Konzertgitarre gibt es in ihrer Bauform kaum Unterschiede. Die Hauptunterschiede liegen im Material (z.B. Vollholzdecke, Sperrholzdecke) und in der Größe. So gibt es kleinere Bauformen für Kinder oder Damen. Sollte man sich fragen, ob eine Gitarre vielleicht zu groß für einen sein sollte, dann soll man doch einfach den Zeigefinger quer über die Saiten legen (so wie man es bei einem Barré-Akkord tun würde). Wenn der Zeigefinger sowohl die obere als auch die untere E-Saite berührt, (und sei es bei heranwachsenden Jugendlichen auch nur gerade so,) dann ist die Gitarre nicht zu groß. Sollte dieses nicht gelingen, so kann man über ein etwas schmaleres Griffbrett nachdenken. Sollte aber auch das nicht ausreichen, dann geht man zu einer 3/4 oder sogar zu einer 1/2-Gitarre über.

Erwähnenswert ist die Variante mit einer leichten Aussparung (Cutaway) an der Unterseite des Korpus. Diese Bauform wurde von elektrischen Gitarren wie den Gibson- (Les Paul) oder Fender-Gitarren übernommen und soll das Spielen in den höheren Lagen erleichtern.

Teile der Konzertgitarre

Teile der Konzertgitarre
Nr. Deutsch Englisch
1 Kopf Headstock
2 Obersattel Nut
3 Stimmwirbel Machine heads
(or pegheads, tuning keys, tuning machines, tuners)
4 Bund(-stäbchen) Frets
7 Hals Neck
8 Halsfuß (Befestigung des Halses am Korpus) Heel
9 Korpus Body
12 Untersattel oder Stegeinlage Saddle
14 Boden Back
15 Decke Soundboard (top)
16 Zarge Body sides (ribs)
17 Schallloch mit Rosette (Verzierungen, Einlegearbeiten) Sound hole, with Rosette inlay
18 Saiten Strings
19 Steg, Brücke Bridge
20 Griffbrett Fretboard (or Fingerboard)


Boden

Der Boden besteht aus Harthölzern wie beispielsweise Ahorn oder Palisander. Oft besteht er aus zwei zusammengeleimten, gespiegelten Brettern. Er hat weniger die Aufgabe den Klang zu formen, als vielmehr zusammen mit der Zarge für die Stabilität der Gitarre zu sorgen. Zur Erhöhung der Stabilität sind noch weitere Holzleisten auf dem Boden angebracht. Entweder verbindet eine biegsame oder eine steife, aber in die entsprechende Form gebrachte Leiste den Boden mit der Zarge.

Bund

Bünde bzw. Bundstäbchen sind zur Tonerhöhung nötig. Beim Drücken einer Saite kurz vor dem Bund verkürzt der Bund die Saite. Ursprünglich waren die Bünde nicht aus Metall, sondern sie wurden aus Darm, Kordel oder Draht (etc.) um den Steg gebunden und waren somit frei beweglich.

Decke

Die Decke ist maßgeblich für die Klangeigenschaften der Gitarre verantwortlich. Man unterscheidet 3 Arten von Gitarrendecken: Die einfachste und auch kostengünstigste besteht aus furniertem Sperrholz. Zwar ist die Klangqualität in der Regel geringer als bei Gitarren aus Massivhölzern, doch dafür ist sie weniger anfällig für Risse. Daher ist eine Sperrholzdecke eine geeignete Wahl für Anfängergitarren oder auch für Wandergitarren; also überall dort, wo man davon ausgehen kann, dass man nicht ganz so sorgsam mit der Gitarre umgehen wird. Die zweite Art von Gitarrendecken besteht aus massivem Holz (Fichte, Zeder). Mit Massivholzdecken erreicht man die besten Klangergebnisse. Nicht selten verzichtet man auf eine dicke Lackierung, da der Lack die Decke regelrecht versteift und damit den Klang verändert. Besonders farbig lackierte Instrumente sind die dritte Art der Gitarrendecken und bestehen meist aus Holz dritter Wahl. Der Lack kaschiert die Fehler im Holz.

Griffbrett

Das Griffbrett ist fest mit dem Hals verleimt. Es besteht aus besonders strapazierfähigem Hartholz. In regelmäßigen Abständen sind metallene Bundstäbchen angebracht, die das Griffbrett in Bünde aufteilen. Früher bestanden die Bünde tatsächlich aus Därmen, Drähten oder sonstigen Bändern, welche um den Hals gebunden wurden und so die Abstände vorgaben. So kommt es zu dem Namen. Diese Abstände konnte man bei Bedarf verschieben. Durch die gleichstufige Stimmung, die das Griffbrett in gleichmäßige Halbtonschritte aufteilt, ist ein "Nachstimmen" der Bünde jedoch nicht mehr nötig, da man inzwischen mit den festen Bünden jede Tonart spielen kann. Je näher man auf dem Griffbrett zum Schallloch kommt, desto enger werden die Bundabstände. Punkte auf dem Griffbrett erleichtern die Orientierung.

Hals

Der Hals der Konzertgitarre ist breiter als der von Western- oder E-Gitarren, dementsprechend liegen die Saiten weiter auseinander. Er kann aus Palisander oder Mahagoni oder anderen Hölzern bestehen. Das Griffbrett ist bei hochwertigen Modellen aus Ebenholz gefertigt, es kann bei minderen Qualitäten auch aus Palisander bestehen. Die schwingende Saitenlänge (Mensur) beträgt 65 cm, bei Kinder- oder Damengitarren weniger.

Halsfuß

Der Halsfuß ist das "Rückgrat" einer Konzertgitarre. Hier ist der Hals tragend mit dem Korpus verbunden, womit auf diesem Teil fast die gesamte Saitenspannung des Instruments lastet. Der Halsfuß ist bei Konzertgitarren seit jeher mit dem Korpus verleimt.

Kopf

Am Kopf befinden sich die Saitenmechaniken zum Stimmen des Instrumentes. Auffällig bei der Konzertgitarre ist dabei, dass die Mechaniken nach hinten zeigen, während sie bei Westerngitarren seitlich stehen. Entsprechend weist der Kopf einer Konzertgitarre zwei Langlöcher auf, in denen sich die Zylinder der Mechaniken befinden, während diese bei Westerngitarren nach vorn zeigen. Das Endstück der Kopfplatte weist je nach Gitarrenbauer ein unterschiedliches Profil auf, es ist sozusagen oft das Erkennungsmerkmal.

Korpus

Der Korpus guter Konzertgitarren weist zumeist Böden und Zargen aus Palisander auf. Die Decken bestanden früher bevorzugt aus Fichte, heute wird aber ebenso Zeder verbaut. Demgegenüber haben Flamencogitarren i.d.R. Böden und Zargen aus Zypresse und Decken ebenfalls aus Fichte oder Zeder. Die Decken und die Böden sind fast immer aus zwei Längsteilen zusammengesetzt. Der Zusammenstoß von Zarge und Decke bzw. Boden ist mit einem mehrteiligen Einlagestreifen aus verschiedenfarbigen Hölzern verziert. Das Griffbrett reicht bis auf den Korpus bis zum Schallloch. Es ist auf den Korpus aufgeleimt. Auf den Boden sind im Innern sog. Balken senkrecht zur Mittelfuge aufgeleimt. Sie reichen mit ihren Enden bis in die Zargenreifchen. Solche Balken befinden sich auch auf der Unterseite der Decke. Jedoch sind sie oft von Gitarrenbauer zu Gitarrenbauer unterschiedlich angeordnet. So wurde die simple "Senkrecht-zur-Mittelfuge"-Bebalkung von Torres mit einer Fächerbalkenkonstruktion unter dem Steg abgelöst. Auf diesem Gebiet wird auch heute noch experimentiert.

Obersattel

demontierter Sattel

Der Sattel besteht im Regelfall aus einem Stück Kunststoff (bei teuren Gitarren aus Knochen), in dem die Saitenauflagen eingefräst sind. Er hält die Saitenabstände gleich und gibt die Saitenlage (Höhe bzw. Abstand) in den unteren Bünden vor. Dabei muss der Sattel so hoch sein, dass leer klingende Saiten die Bundstäbchen nicht berühren. Andererseits darf er aber auch nicht zu hoch sein, da die Saiten sich sonst besonders in den untersten Bünden nicht mehr sauber greifen lassen. Der Sattel selbst liegt in einer Nut und sollte allein durch die Saitenspannung festgehalten werden. Heutzutage wird der Sattel meist geklebt. Allerdings nur mit einem Leim, der sich wieder ohne grossen Aufwand lösen lässt. Das verhindert ein seitliches Verrutschen und Kippen in Griffbrettrichtung. Im Bedarfsfall kann man den Sattel recht leicht und rückstandsfrei entfernen, ohne den Hals bearbeiten zu müssen.

Schallloch

Das Schallloch in der Decke der Gitarre ermöglicht, dass sich die Schwingungen des Korpus als Schallwellen im Raum ausbreiten können. Oftmals ist das Schallloch mit einer Lackierung (der Rosette) besonders verziert. Mitunter kann es mit aufwändigen Einlegearbeiten aus Perlmutt oder Intarsien verziert sein. Bei Vollholzdecken verzichtet man gerne auf eine Rosette, um einen Blick auf die durchgehende Holzmaserung zu ermöglichen. Das Schallloch ermöglicht zudem einen Blick in das Innere der Gitarre. Meist sieht man auf der Innenseite des Gitarrenbodens ein rundes Schild, welches Angaben zur Marke und Modellreihe der Gitarre macht.

Saiten

Grundsätzlich kann man sagen, dass auf klassische Gitarren Nylonsaiten gehören und auf Wander-, Western- und E-Gitarren Stahlsaiten. Stahlsaiten haben eine stärkere Zugspannung und könnten klassische Gitarren beschädigen. Nylonsaiten haben einen viel zu schwachen Zug, um auf einer Wander- oder Westerngitarre laut genug zu klingen. Und auf einer E-Gitarre würde man gar nichts hören, da Nylonsaiten keine elektromagnetische Wirkung haben, so dass ein Tonabnehmer (englisch: pickup) die Schwingungen nicht abnehmen kann. Eine Gitarre hat in der Regel sechs Saiten. Jede Saite hat eine andere Stärke. Die dickeren Saiten besitzen einen inneren Draht, der von einem dünneren Draht umwickelt ist. Üblicherweise sind nur die oberen drei Saiten (Basssaiten) einer Gitarre umwunden, die unteren drei Melodie- bzw. Diskantsaiten nicht. Manchmal ist aber auch noch die vierte Saite von oben umwunden. Der Preis für einen Satz Saiten liegt ungefähr bei 8 bis 15 Euro, obgleich es nach oben hin keine Grenzen gibt. Saiten halten je nach Beanspruchung bis zu einem Jahr. Da eine Saite aber immer mal reißen kann, sollte man ein oder zwei Sätze in Reserve haben. Grundsätzlich verschlechtert sich der Klang einer Saite durch das Bespielen (Korrosion, Ablagerungen, Abrieb etc.), so daß manche Gitarrenhersteller empfehlen, die Saiten mehrmals im Jahr zu wechseln, aber sicher wird jeder Spieler für sich bald herausfinden, wann der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen ist. Mit einer mittleren Saitenstärke kann man für den Anfang nicht viel verkehrt machen. Ob man später doch lieber eine härtere Stärke für einen brillanteren, härteren Klang nimmt oder lieber weichere Saiten für einen wärmeren Ton, muss die eigene Erfahrung ergeben.

Steg mit Untersattel

Saitenbefestigung am Steg
Steg

Am Untersattel werden zum einen die Saiten, zum anderen der Steg befestigt. Beide Bauteile übertragen die Schwingungen der Saiten auf den Resonanzkörper. Der Untersattel ist aus Hartholz und fest an der Gitarrendecke verleimt. Heutzutage befindet sich recht häufig ein Piezo-Tonabnehmer darunter.

Der Steg (auch Brücke genannt) ist aus einem harten Kunststoff, oder etwas edler aus Knochen. Er wird sowohl bei Konzert- als auch bei Stahlsaitengitarren nur eingelegt. Die Stegeinlage findet in einer genau passenden Fräsung des Steges ihren Platz. Nur selten muss er wie der Obersattel angeleimt werden.

Er kann wie der Obersattel auch Führungsrillen für die Saiten haben. Es gibt unterschiedliche Höhen für den Steg, um damit die Saitenlage (der Abstand der Saiten zum Griffbrett) auszugleichen. Eine höhere Saitenlage kann das Schnarren der Saiten verhindern, wogegen eine niedrigere Saitenlage angenehmer und leichter zu greifen ist. Eine Feinabstimmung der Höhe erreicht man durch Feilen der Unterseite.

Stimmwirbel

Stimmwirbel einer Konzertgitarre

Die Stimmwirbel einer Konzertgitarre sind stets nach hinten gerichtet. Jeder der sechs Wirbel ist über einen Schneckenradantrieb, der auf ein kleines Zahnrad wirkt, mit den Saitenaufnahmen verbunden. In der Mitte eines jeden Zahnrades befindet sich eine Schraube, mit der man die Schwergängigkeit der Mechanik beeinflussen kann. Die Schraube ist gerade so fest zu drehen, dass man die Stimmwirbel noch leicht drehen kann. Ist die Feststellschraube allerdings zu locker, so verstimmt sich die Gitarre aufgrund der Saitenspannung.

Beim Besaiten der Gitarre ist stets darauf zu achten, dass die Saite von oben her auf die Saitenaufnahme läuft. Außerdem sollten sich immer etwa drei Windungen auf der Saitenaufnahme befinden, so dass sich die Saiten nicht von selbst herausziehen können.

Zarge

Als Zarge bezeichnet man die Seitenwand der Gitarre. Sie besteht ebenfalls wie der Boden aus einem Hartholz und dient zur Versteifung des Korpus.

Siehe auch

Commons: Akustische Gitarren – Bilder, Videos und/oder Audiodateien



Stimmen der Gitarre

Jeder Gitarrenspieler muss sich das Stimmen der Gitarre aneignen. Eine verstimmte Gitarre kann den Spaß am Spielen verderben. Das Stimmen der Gitarre wird sowieso immer ein Thema sein. Mit dem Stimmen der Gitarre lernt man gleichzeitig ein paar Elemente der Harmonielehre, auf die man später wieder zurückgreifen kann und auf die man aufbauen kann.

Für Anfänger kommt nur die sog. Standard-Stimmung in Frage. Die Standardstimmung ist (von der tiefsten und dicksten Saite her) E A D G H E. Um sich diese Standardstimmung leichter einzuprägen, gibt es Merksätze wie

Ein Anfänger Der Gitarre Hat Eifer“.

Es gibt zwar auch andere Stimmungen, mit anderen Tönen für die Saiten, doch bevor man die Grundtechniken des Gitarrespielens beherrscht (praktisch das, was hier im Lagerfeuerdiplom und Folkdiplom vermittelt wird), lohnt es nicht, sich mit anderen Stimmungen auseinanderzusetzen.

Um das erste Mal eine Gitarre zu stimmen, orientiert man sich am besten an Stimmtönen von einer CD, einer Stimmpfeife o.ä. Es empfiehlt sich, vorher den Artikel über das Stimmen mit Stimmtönen durchzugehen. Dort findest du auch Stimmtöne als Midi.


Haltung der Gitarre

Klassische Haltung

klassische Haltung

In vielen Gitarrenschulen wird gezeigt, dass die Gitarre auf den linken Oberschenkel aufgelegt wird und der Hals weit angehoben wird. Oft benötigt man für diese Haltung noch ein kleines Fußbänkchen. Man möchte damit erreichen, dass die Hand bei aufwändigem Solospiel beweglich ist und dass sich der Klang der Gitarre möglichst gut im Raum ausbreiten kann. Die Zupfhand und die Greifhand können gerade gehalten werden. Besonders bei Zupftechniken kann man den Nagelanschlag besser kontrollieren und somit den Ton besser modulieren. Nicht zuletzt möchte man in einem Orchester mit dem Gitarrenhals nicht den Nachbarn stören. Leider hört man gelegentlich, dass diese Haltung unbequem sei, weil sich dabei der Rücken verspannen kann.

Normale Haltung

"normale" Haltung

Die meisten Gitarrenspieler bevorzugen die Haltung, bei der die Gitarre auf dem rechten Oberschenkel aufgestützt wird. Der Oberkörper darf sich anlehnen, obwohl viele lieber mit aufrechtem Oberkörper spielen. Man sollte nur darauf achten, dass man nicht steif dasitzt. Dann lieber anlehnen. Der Oberarm liegt locker auf der Zarge, so dass der Unterarm frei schwingen kann. Die Schlaghand ist üblicherweise über dem Schallloch. Bei dieser Haltung sind keine Verspannungen zu befürchten und sie genügt den meisten Ansprüchen. Diese Haltung ist jedem Gitarrenanfänger zu empfehlen, der die Liedbegleitung mit Akkorden lernt. Sie eignet sich auch gut zum Singen in der Gruppe. Einfaches Zupfen und die meisten Gitarrentechniken lassen sich problemlos ausführen. Und nur, wenn man sich auf eine besondere Situation (wie ein Konzert) vorbereitet, ist zu überlegen, ob man die klassische Haltung verwendet oder lieber im Stehen mit einem Gitarrengurt spielt.


Die Rhythmushand rechts, die Greifhand links

Die meisten Gitarren sind für Rechtshänder ausgelegt. Das heißt, das Griffbrett zeigt nach links. Man geht davon aus, dass sich die rechte Hand beim Anschlag und bei Zupfmustern viel schneller bewegen und so die Saiten öfter und präziser treffen muss als die linke Hand. Ob das so gravierend ist, sei mal dahingestellt. Es gibt genügend Linkshänder, die aus praktischen Gründen lieber mit der Rechtshändergitarre spielen und die in ihrem Spiel den Rechtshändern in nichts nachstehen. Linkshänder, die eine Rechtshändergitarre gewöhnt sind, haben keine Probleme mit einem Gitarrentausch. Sie können auch eine fremde Gitarre greifen, wenn sie einen mal anlacht. Zudem sind Rechtshändergitarren günstiger, und es gibt eine viel größere Auswahl. Tabulatur und Akkordbilder sind leichter umsetzbar, da diese in der Literatur für Rechtshänder ausgelegt sind. Vermeintliche Nachteile in der Geschwindigkeit der Schlaghand gleichen sich später bei anspruchsvollen Grifftechniken wieder aus. Nur wenn man als Linkshänder überhaupt nicht mit einer normalen Gitarre zurechtkommt, lohnt sich eine Linkshändergitarre. Es gibt übrigens im Orchester keine Linkshänder-Geigen, obwohl es bestimmt einige Linkshänder unter den Geigern gibt. Beim Klavier ist es ja genau umgekehrt. Meist spielt anfangs die linke Hand mit dem Bass den Rhythmus und die rechte Hand die Melodie. Schlagzeuger müssen sowohl in der rechten als auch in der linken Hand Rhythmus haben. Flötenspieler müssen alle Finger für das Melodiespielen sicher beherrschen. Sekretärinnen, die Schreibmaschine mit dem 10-Finger-System lernen, müssen die rechte Hand genauso gut wie die linke Hand ausbilden. Die am häufigsten gebrauchten Buchstaben sind eher auf der linken Seite der Tastatur. Man sieht also, dass es für jeden möglich ist, beides zu lernen.



Akkorddiagramme

Legende der Grifftabulatur

Es ist sehr einfach, Griffdiagramme zu lesen. Sie sind meist so gezeichnet, als ob man den Hals der Gitarre flach auf ein Blatt Papier legt und von oben darauf schaut. (So, wie man kopfüber auf seine Finger schaut.) Ein Griffdiagramm steht also scheinbar auf dem Kopf. Jeder schwarze Punkt entspricht einem Finger. Oft sind noch Informationen angegeben, welche Finger man am besten verwendet. Für Anfänger verwenden wir oft die Buchstaben ZMRK für Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger und kleine Finger. Doch dieses versteht man nur im deutschsprachigen Raum. Internationaler sind die Ziffern 1, 2, 3, 4 für Z, M, R, K (vergl. Bild). Ein X verrät, dass eine Saite nicht mit erklingen darf. Man dämpft sie entweder durch leichtes Berühren mit einem Nachbarfinger ab, oder man schlägt sie einfach nicht an. Sobald man weiß, dass die Akkorddiagramme eigentlich auf dem Kopf stehen, kann man sehr leicht sehen, in welchem Bund und auf welche Saite die Finger kommen. Römische Ziffern geben noch zusätzlich den Bund an. Dieses ist besonders für Akkorde gedacht, die weiter auf dem Griffbrett (in Richtung Schallloch) verschoben werden.

Manchmal sind die Noten der Saiten benannt, um sich besser zurechtfinden zu können. Es kommt auch vor, dass das Griffdiagramm um 90° Grad gedreht abgebildet wird. Dieses findet man oft in Notenausgaben, Tabulaturen oder Rhythmustabulaturen, weil man dort schlicht und ergreifend Platz sparen muss.

Die hier verwendeten Diagramme setzen eine Standard-Stimmung (E-A-D-G-H-E) voraus. Um es den Anfängern einfacher zu machen, wird oft auf Noten verzichtet. Zumindest wird alles so aufgeschrieben, dass man auch ohne Notenkenntnis zurechtkommen wird. Trotzdem wollen wir euch ermutigen, euch irgendwann in nächster Zeit auch diesem Thema zuzuwenden. Nur wird es hier keine Voraussetzung sein, um den Lektionen zu folgen.

Es kommt eher selten vor, dass der Daumen verwendet wird, um die tiefe E-Saite zu greifen. Wenn es irgend möglich ist, sollte man darauf verzichten. Aber man darf sich nicht wundern, dass einige Gitarristen (vor allem die mit sehr schmalem Griffbrett) auch mal den Daumen einsetzen. Der Daumen wird jedenfalls nicht mit einer Zahl, sondern mit dem Buchstaben "D" beziffert. Aber dieses sei nur am Rande erwähnt, wenn man es doch mal irgendwo auf einer Tabulatur finden sollte.

Liederbuch-Transkriptionen

Liederbücher haben den Zweck, die zu spielenden Akkorde möglichst einfach zu vermitteln. Dabei wird vor allem auf den Text und vielleicht auf die Melodie des Stückes Wert gelegt. Es wird dabei nicht angegeben, wie die einzelnen Akkorde gegriffen werden. Dies ist oft dadurch bedingt, dass die Stücke der Liederbücher nicht zwingend mit der Gitarre begleitet werden müssen, sondern auch die Möglichkeit offenlassen, sie mit anderen Instrumenten zu begleiten.


Wer schon einmal in einem Liederbuch geblättert hat, dem wird aufgefallen sein, dass hier kaum Griff-Diagramme verwendet werden. Meistens steht nur ein Buchstabe über dem Gesangstext, der den zu spielenden Akkord angibt. Dafür gibt es einige verschiedene Schreibweisen. Meistens wird der Dur-Akkord einfach nur als Großbuchstabe angegeben, ein "C" über dem Text heißt ganz einfach, dass an dieser Stelle ein C-Dur Akkord gespielt werden soll.

Für Moll-Akkorde sind dagegen zwei Schreibweisen üblich, nämlich ein einfacher Kleinbuchstabe (z. B. "a" für A-Moll) oder ein Großbuchstabe mit darauf folgendem "m" für Moll (z. B. Am für A-Moll), wobei die letztere Form die gebräuchlichere ist. Es gibt auch noch andere Akkordarten, die sich so beschreiben lassen (wie z. B. G7 für G-Dur 7), allerdings handelt es sich dabei um Akkorde, auf die erst in späteren Lektionen eingegangen werden soll.

Hier ist ein Ausschnitt aus dem Lied "House of the Rising Sun" abgebildet um zu zeigen, wie eine Liederbuch-Transkription in der Praxis aussehen kann. Die Dauer, wie lange ein Akkord ausgehalten wird, steht leider meist nicht mit dabei. Man kann nur anhand der Worte, die noch übrig sind abschätzen, wie lange ein Akkord noch ausgehalten wird.

  Am         C         D      F
There is a   house in  New Or-Leans

     Am        C      E/H    E(7)
They call the  Rising Sun

         Am       C       D           F
And it's been the ruin of many a poor boy (girl)  

    Am    E    Am        E/H (7)
And me oh Lord I'm one

Lesehilfen für Gitarrenschüler

Um es den Gitarrenschülern etwas einfacher zu machen, werden Taktgrenzen, bei denen man den Akkord weiter spielen soll, manchmal mit einem Hochkomma (') kenntlich gemacht. Es symbolisiert quasi einen Taktstrich.

  • Jeder G Eseltreiber hat an ' Kugelschreiber, aber D unsereiner, der hat ' nix, aber...

Wenn innerhalb eines Taktes zwei Akkorde vorkommen, und man dort innerhalb des Taktes wechseln muss, so wird dieses hier mit Klammern (...) deutlich gemacht.

  • G Guantanamera A guajira (D guantana G) mera A

Dabei gilt es besonders darauf zu achten, wenn ein Akkord eineinhalb Takte lang ausgehalten werden soll.

  • D Alle Jahre ( wie- A) der

meint

  • D Alle Jahre (D wie- A) der

Klammern als Lesehilfen findet man normalerweise nicht in den handelsüblichen Liederbüchern. Doch es kann durchaus nützlich sein, sich bei schweren Akkordaufteilungen solche Notizen mit Bleistift ins Liederblatt einzuzeichnen. Solche Hilfsmittel erübrigen sich, wenn man Liederbücher mit Noten hat, und sich an den Taktstrichen orientieren kann.

Weitere Angaben zu Tabulaturen

Folgende Angaben werden nicht mehr für das Lagerfeuerdiplom benötigt, und sind nur eine Zugabe.

Vorerst wirst du nicht viel mehr Informationen für das Lagerfeuerdiplom benötigen, als du in den vorhergehenden Kapiteln gelesen hast. Und du musst dir alles noch nicht einmal so genau merken, denn es wird auch noch einmal alles in den einzelnen Lektionen wiederholt werden.

Da es aber inzwischen üblich geworden ist, sich im Internet in diversen Homepages und Gitarrenforen zu informieren, bieten dir die folgenden Angaben eine Hilfe, mit den Tabulatur- und Rhythmusangaben umzugehen, die du dort vorfinden wirst. Im Laufe der Diplome werden dir die einzelnen Symbole genauer vorgestellt. Doch die folgenden Angaben sollen dir zumindest mal eine Ahnung geben, was dir so an Notationen begegnen kann. Fürs Lagerfeuerdiplom benötigst du es jedoch vorerst nicht.

Die Rhythmus-Notation

Bei einer einfachen Liederbegleitung wird ein genaues Griffschema der Akkorde nur selten benötigt, es sei denn der Autor geht davon aus, dass ein bestimmter Akkord der Leserschaft möglicherweise unbekannt ist. Wie man bereits bei der Liederbuch-Transkription gesehen hat, reicht oft auch die Angabe der Akkorde in Buchstabenform.

Leider hat man so aber keinerlei Bezug zur Rhythmik des zu spielenden Stücks. So weiß man nicht, welches Schlagmuster man spielen soll. Oftmals kann man sich mit den bekannten Schlagmustern behelfen, die in diesem Buch noch vorgestellt werden.

Um ein Schlagmuster, das man als Begleitung vorschlagen möchte, aufzuschreiben, wurde die Rhythmus-Notation erfunden. Die Rhythmus-Notation ist an die normale Notenschreibweise angelehnt. Jedoch werden nur die Rhythmuswerte und Pausen angegeben, aber keine Angaben darüber, welche Noten, und wie viele Noten gleichzeitig gespielt werden. Eine Note steht als Ersatz für einen ganzen Akkord. In welcher Form man aber einen Akkord greifen soll, bleibt dem Gitarrenspieler selbst überlassen.

Diese Art der Notation füllt sozusagen die Lücke zwischen Tabulatur und einfacher Liederbuch-Transkription, ohne zu viel Kenntnis über das eigentliche Notenlesen vorauszusetzen.

Es gibt keinen festen Standard, wie man die Rhyhtmus-Notation darzustellen hat. Man findet diese Notation mit dem Hals nach oben, oder nach unten, mit einem ganzen Notensystem, mit nur einer Hilfslinie, oder auch ohne Linien.

Morlamrhythm.png - Clapping music pattern.png - Mazur rytm.png

Meist wird für Akkorde eine schräge Form der Notenköpfe verwendet. Genaue Angaben, wie man Akkorde tatsächlich umzusetzen hat, sind jedoch eher selten anzutreffen.

Rhythmusnotation.jpg

Anschlag-Notation

Oft wird bei der Rhythmus-Notation noch zusätzlich angegeben, ob es sich dabei um Abschläge oder Aufschläge handelt. Manchmal werden auch so genannte "Luftschläge" mit angegeben. Man führt zwar die Bewegung eines Auf- oder Abschlages aus, berührt dabei aber nicht die Saiten. Dadurch ist es viel einfacher den Rhythmus beizubehalten. Eine Anschlag-Notation kann für sich alleine stehen, doch meist ist sie eine Ergänzung einer Tabulatur oder einer einfachen Rhythmus-Notation.

Abschlag
 
Aufschlag
 
Luftschlag
abwärts
Luftschlag
aufwärts
GuitarNotationMediatorDn.svg GuitarNotationMediatorUp.svg GuitarNotationMediatorDn 0.svg GuitarNotationMediatorUp 0.svg

Das erste Rhythmusbeispiel vom vorhergehenden Kapitel nur als Anschlag-Notation: GuitarNotationMediatorDn.svgGuitarNotationMediatorUp 0.svg GuitarNotationMediatorDn 0.svgGuitarNotationMediatorUp.svg GuitarNotationMediatorDn.svgGuitarNotationMediatorUp 0.svg GuitarNotationMediatorDn.svgGuitarNotationMediatorUp 0.svg


Die "Luftschläge" werden oft auch gar nicht mit angezeigt, und man muss sie sich mit hinzudenken.

Backbeat chop.png

Die Tabulatur

Wenn man nachschlagen möchte, wie ein Stück korrekt gespielt wird, dann kommt man um die so genannte "Tabulatur" nicht herum. Sie stellt eine Notation dar, mit der jede Bewegung auf dem Griffbrett angegeben werden kann. Im Gegensatz zu reinen Noten lassen sich Tabulaturen einfacher und unmittelbarer auf der Gitarre umsetzen. Bei Noten herrscht stets Unklarheit, in welcher Lage sie zu spielen sind. Wenn die Lage nicht eindeutig definiert wurde, gibt es für eine Note gleich mehrere Möglichkeiten bzw. Positionen auf dem Griffbrett. Zudem ist eine Tabulatur wesentlich einfacher zu erlernen, als das Noten-vom-Blatt-spielen. Daher erfreut sie sich bei Gitarristen großer Beliebtheit. Reine Noten werden eigentümlicherweise hauptsächlich von klassischen Gitarristen bevorzugt, obwohl in den Anfängen der Gitarren- und Lautenmusik meist Tabulaturen bevorzugt wurden.

Die einfache Tabulatur

Die einfache Tabulatur beschränkt sich auf die Angabe der Bünde, auf denen eine Note gegriffen wird. Es sind allerdings weder Notenschrift noch genaue Rhythmik angegeben und nur selten wird beschrieben, wie ein Ton anzuschlagen ist. Wenn nicht so genau unterschieden werden kann, ob eine Passage einzeln oder als Akkord gegriffen wird, dann kann auch ein kleines Akkorddiagramm über der Tabulatur stehen.

Wo nicht anders angegeben, verwendet eine Tabulatur die Standardstimmung E-A-D-G-H-E. Auch bei Abweichungen davon wird dies meist nur schriftlich am Kopf des Notenblattes erwähnt. Die tiefe (dicke) E-Saite erscheint in der Tabulatur unten, und die hohe (dünne) E-Saite erscheint in der Tabulatur oben. Die Tabulatur scheint auf dem Kopf zu stehen, doch sie entspricht der Ansicht, die man hat, wenn man mit dem Kopf über sein eigenes Griffbrett schaut. (Vergleiche oben das Griffdiagramm).

Legende der einfachen Tabulatur

Seit Einführung des Internets gibt es dort zahllose Tabulaturen (auch "Tabs") für die verschiedensten Lieder. Diese sind oft als einfache .TXT-Dateien abgelegt und sind deshalb nicht ganz einfach zu lesen, da sie nur Schriftzeichen (ähnlich einer Schreibmaschine) verwenden, um die Tabulaturen darzustellen. Um sie betrachten zu können, braucht man einen Texteditor, in dem eine nicht proportionale Schriftart (so wie "Courier New" oder "Bitstream Vera Sans Mono") eingestellt sein muss. Das ganze sieht dann etwa so ähnlich aus:

             D               A V A V A V A V A
         ||--------------0-----------------------
         ||------1------1------------------------
         ||------|-----0-----------------4-5-7---
         ||------2----2------------3-5-7---------
         ||------3---3-------3-5-7---------------
         ||--3-----------------------------------

In Gitarren-Foren im Internet verwendet man sehr oft das "A" für einen Abschlag und das "V" für einen Aufschlag. Dabei symbolisiert das "A" sowie das "V" eine Pfeilspitze. Ein "A" ist mit einer deutschen Tastatur viel leichter darzustellen als ein "Λ" (griechisches "L" bzw. "Lambda").

In Anlehnung an die oben schon gezeigte Anschlag-Notation ist es ebenfalls üblich statt "A" ein "n" und statt dem großen "V" ein kleines "v" zu verwenden. Das Zeichen "n" leitet sich von dem Abschlag mit der Hand ab, wo man mehrere Finger verwendet (daher breit) während beim "v" bzw. dem Aufschlag üblicherweise nur der Daumen benutzt wird. Vergleiche dazu noch mal die Rhythmus-Notation.

Mitunter wird der Takt auch nur durchgezählt. (1 . 2 + . + 4 . ) Dabei wird im allgemeinen davon ausgegangen, dass alle Zahlen Abschläge sind, und alle "und" (kurz "+") Aufschläge. Ein "D" kann im deutschen einen einzelnen "D"aumen-Anschlag symbolisieren, wie er oft für Bassläufe gebraucht wird.

In englischsprachigen Schlagmusterangaben verwendet man oft "d" für down (abwärts) und "u" für up (aufwärts). Diese Bezeichnung sollte man jedoch dem englischen Sprachraum vorbehalten, damit das Lesen des Rhythmus nicht zusätzlich erschwert wird.

Ein X symbolisiert in jeder Schreibweise das Abdämpfen der Saiten.

Rhythmusangaben in ASCII-Notation

Bewährt hat sich eine Kombination aus Vorzählen und Symbolen (A V X -) eines Taktes wobei auch die Pausen (durch so genannten "Luftschläge" dargestellt) mit notiert werden. Um die Abstände visuell richtig darzustellen, sollte man eine nichtproportionale Schrift (z.B. Courier) verwenden.

Beispiel

Jedes Schlagmuster wird vollständig durchgezählt. Das + steht für das Wort "und". Die Zahlen sind dafür gedacht, das in der Übungsphase das Schlagmusters auch wirklich laut und deutlich vom Schüler ausgezählt wird, bzw. vom Lehrer vorgezählt wird.

1 + 2 + 3 + 4 +          für einen 4/4el-Takt
1 + 2 + 3 +              für einen 3/4-Takt
1 2 3 4 5 6              für ein 6/8el Takt
1 + + 2 + + 3 + + 4 + +  für einen Shuffle (gezählt: Ein-er-lei Zwei-er-lei...)

Schläge die nicht gemacht werden, werden durch einen Punkt ersetzt. Beispiel:

1 . 2 + . + 4 +
1 . 2 + 3 + 
1 . 2 . 3 +  4 . 5 . 6 .
1 . + 2 . + 3 . + 4 . +

Abschläge lassen sich durch ein "A" (Abschlag; vgl. Pfeilspitze nach unten) darstellen. Aufschläge durch ein "V" und Luftschläge durch ein "-". Taktstriche können durch ein "|" dargestellt werden (AltGr-Taste  + <)Beachte, dass die Schlagrichtung wie bei einer Tabulatur üblich auf dem Kopf stehen. Also eine Spitze nach oben (beim A) bedeutet ein Abschalg, und eine Spitze nach unten ein Aufschlag. Vergleiche dazu weiter oben noch einmal die Anschlag-Notation.

1 . . . 3 . . + | . + . + 3 . 4 .
A - - - A - - V | - V - V A - A -

Bei mehrtaktigen Schlagmustern kann es sinnvoll sein, den Grundtakt einmal vorzuzählen.

( 1 + 2 + 3 + 4 + | 1 + 2 + 3 + 4 + )
  1 . 2 . 3 . . + | . + . + 3 + 4 +
  A - A - A - - V | - V - V A V A V

Diese Form der Notation ist auch in Foren relativ leicht nachzuvollziehen und bietet nur wenig Raum für Fehlinterpretationen. Dennoch empfiehlt es sich immer, die entsprechenden Symbole noch einmal zu beschreiben.

A = Abschlag; V = Aufschlag; - = Luftschlag; X = Abdämpfen

Am einfachsten stellt man sich das A und das V als Pfeilspitzen vor. Es gibt auch richtige Pfeile, aber die hat man nicht so schnell auf der Tastatur parat. A = ↑ V = ↓

A - A V - V A -
↑ - ↑ ↓ - ↓ ↑ -

Das "Vorzählen" empfiehlt sich auch bei Zupfmustern oder rhythmisch schwierigen Soli

  Cmaj7
   1  + 2 +  . + 4 +
|--3--0-5-7h8--7-5-0----|
|--5--------------------|
|--4--------------------|
|-(5)-------------------|
|-----------------------|
|-----------------------|

Typische Symbole in ASCII-Notation

Leider gibt es keinen allgemeinen Standard für ASCII-Notationen, so dass du immer unbekannten Sachen und Fehlinterpretationen rechnen musst. Die Symbole der weit verbreiteten Tabulatur-Programme (s.u.) bilden zusammen genommen jedoch einen Quasi-Standard an den sich die meisten Tabulatur-Portale im Internet halten.

Symbol Allgemeine Angaben
Gtr I (E A D G B E) Standard-Stimmung
4/4 Taktangabe
Gtr I Gitarrenstimme
 |-------|
 |o-----o|
 |-------|
 |-------|
 |o-----o|
 |-------|
Tabulatur (6 Saiten der Gitarre)
o = entspricht einem Doppelpunkt
(Wiederholungszeichen)
w/ ... with bzw. mit + Angabe eines Effektes
w/o ... without bzw. ohne Effektgerät
Symbol Technik
n meint hier eine Ziffer
h Hammer-On (Aufschlagsbindung)
p Pull-Off (Abzugsbindung)
b Bending (Saitenziehen)
pb Pre-Bend (erst Saite ziehen, dann erst anschlagen)
r Bend Release (gezogene Saite entspannen, Ziffern entsprechen Ganztonschritten)
/ \ Slide (Glissando) Man rutscht (slidet) vom Ton X zum Ton Y rauf (/) bzw. runter (\)
(auch mit unbestimmten Anfangs- und Ausgangston)
s Slide (wie / oder \ jedoch meist kürzer - über weniger Bünde)
<n> natural harmonic = natürlicher Oberton (Flageolett) mit leeren Saiten.
[n] artificial harmonic = künstliche Obertöne (Flageolett) mit gegriffenen Saiten.
a.h. artificial harmonic (alternative Darstellung)
p.h. pinch harmonic = durch Dämpfen erzeugtes Flageolett
n(n) tapped harmonic
v Vibrato
~~~ Vibrato (alternative Darstellung)
tr Triller
T Tapping
TP Tremolo Picking
PM Palm Muting (leichtes Dämpfen der Saiten mit der Handkante der Schlaghand)
_ Palm Muting (alternative Darstellung)
\n/ Tremolo runterdrücken und wieder loslassen; n = Halbtonschritte
\n Tremolo runterdrücken
n/ Tremolo raufziehen
/n\ Tremolo raufziehen und loslassen
= gehaltener Bend (der oft noch mit Hammer-On oder Pull-Offs verziert wird)
<> Lautstärke ändern (lauter werden = Crescendo; leiser werden = Decrescendo)
x Gedämpfter Anschlag; Dead Note
(n) Abgedämpfte Note; Ghost Note
^ Abschlag
v Aufschlag
---^---
---^---
---^---
Arpeggio abwärts
---v---
---v---
---v---
Arpeggio aufwärts
o Bei Rhythmus-Angaben ist eine einzelne Note gemeint
L Legato (gebundene Noten (ohne erkennbare Pause zwischen den Tönen))
·/. pick slide = Slide mit dem Plektrum
Symbol Notendauer
W 1/1-Note (whole)
H 1/2-Note (half)
Q 1/4-Note (quarter)
E 1/8-Note (eighth)
S 1/16-Note (sixteenth)
T 1/32-Note (thirty-second)
X 1/64-Note (sixty-fourth)
. punktierte Note
|-n-| Duolen, Triolen, Quartolen, ...

Verkürzte Akkordnotation

Akkorde können in einem Akkorddiagramm dargestellt werden. Dieses ist vor allem für Anfänger am einfachsten zu lesen. Wenn man eine größere Akkordfolge hat, dann würden viele Akkordbilder enorm viel Platz rauben. Da ist es einfacher, die Akkorde in einer Tabulatur zu notieren. In einer Tabulatur werden üblicherweise keine Finger (ZMRK) mit angegeben, da man davon ausgeht, dass sich der Spieler selbst einen geeigneten Fingersatz heraussuchen kann. Die Angaben über die Saite und den Bund reichen aus, um einen Akkord eindeutig zu definieren. Meist wird der Akkord über der Tabulatur mit angegeben.

 Akkorddiagramm       Tabulatur
            III           C-Dur
A ||---|---|---|-     ||---0---
K ||-Z-|---|---|-     ||---1---
K ||---|---|---|-   T ||---0---
O ||---|-M-|---|-   A ||---2---
R ||---|---|-R-|-   B ||---3---
D XX---|---|---|-     ||-------

In einem Gitarrenforum, oder in einer Tabulatur kann es vorkommen, dass man die Akkorde in einer Kurzschreibweise angibt. Aus Platzgründen werden die Töne nicht von unten nach oben angezeigt, sondern von rechts nach links. Du siehst selbst, wie viel Platz dadurch gespart werden kann.

C-Dur = X32010

Das X zeigt an, dass die erste tiefe E-Saite nicht angeschlagen werden soll.

Die notierte Tabulatur

Wikipedia
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

Da die einfache Tabulatur keinen Bezug zur Rhythmik aufweist, existiert noch die notierte Tabulatur. Sie beinhaltet sowohl die einfache Tabulatur, als auch die Transkription in reiner Notenform. Da man mit Hilfe der Notenschrift dazu in der Lage ist, auch Rhythmen zu erfassen, wird diese Art der Gitarrentranskription in allen professionellen Songbooks verwendet.

In Tabulaturen werden meist viele Information festgehalten, die dem Gitarristen helfen können, das Lied richtig zu interpretieren.

Legende der notierten Tabulatur

Die meisten Gitarristen bekommen das Lesen des Tabulatur-Teils leicht in den Griff. Anders verhält es sich meist mit dem notierten Teil. Es ist zwar nicht unbedingt erforderlich, die Noten bezüglich ihrer Position auf das Griffbrett umsetzen zu können, da der Tabulatur-Teil bereits die richtige Position der Finger diktiert. Leider stellt es aber für viele Gitarristen ein eben so großes Problem dar, die Rhythmuswerte der Noten richtig zu interpretieren.

Eine weitere übliche Darstellungsweise ist es, auf Noten zu verzichten und die Tabulatur mit Notenhälsen zu versehen. Gerade für Lead-Gitarristen hat sich die Tabulatur oft nützlicher erwiesen als die Notation, da letztere oft unübersichtlich ist. Noten geben nicht sofort an, auf welcher Saite der Ton gegriffen werden soll. Tabulaturen können leichter erlernt werden als Notenlesen, und Tabulaturen können meist unmittelbarer auf dem Griffbrett übertragen werden. Ein Nachteil ist, dass einem harmonische Zusammenhänge nicht sofort ins Auge springen.

Tabulatur mit Notenhälsen

Siehe auch

Skalendiagramme

Legende der Skalentabulatur (Skalen-Diagramm)

Das Skalendiagramm unterscheidet sich nicht sehr stark vom bereits bekannten Akkorddiagramm. Der Hauptunterschied liegt darin, dass beim Akkorddiagramm alle markierten Bünde auch gegriffen werden. Das ist beim Skalendiagramm nicht der Fall, da es nur zur Darstellung der Lage von Tonleitern auf dem Griffbrett dienen soll. So müssen die zu spielenden Töne erst ausgewählt werden, um sie anschließend in einer bestimmten Reihenfolge anwenden zu können.

Um Tonleitern überhaupt erst erlernen zu können, braucht man eine visuelle Vorlage. Diese Forderung wird von einem Skalendiagramm perfekt erfüllt, denn sie zeigen einem alle Noten, die in der behandelten Tonleiter vorkommen. Das Skalendiagramm sagt aber nichts über die Rhythmik oder Reihenfolge der zu spielenden Noten aus, dafür ist die Tabulatur zuständig.

Die klassische Notation

Accord guitare.jpg

Um die klassische Notation überhaupt auf das Griffbrett umsetzen zu können, bedarf es einiger Übung. Viele Gitarristen machen sich heute leider nicht mehr die Mühe, Noten lesen und vom Blatt auf der Gitarre spielen zu können.

Kann man auch ohne Noten Gitarre spielen?

Ja, es geht durchaus. Mit einer Tabulatur und ein paar Griffbildern hat man viel früher vorzeigbare Erfolge, und es scheint, dass man fast alle Stücke für Gitarre auch auf Tabulatur bekommt. Und da es viele durchaus erfolgreiche Gitarristen gibt, die keine Noten lesen können, scheint man auch ganz gut ohne Notenkenntnisse auszukommen.

Warum lohnt es sich dennoch Notenlesen zu lernen?

Als Musiker sollte man sich bewusst sein, dass Noten und nicht Tabulaturen die universelle Schriftsprache der Musik sind. Die Melodien in Liederbüchern, Lektionen in der Harmonielehre, einige Gitarrenwerke sind nur als Noten erhältlich. Viele Informationen gehen einem verloren, weil man mit den Notenbildern in den Harmonielehren nichts anfangen kann.

GuitarNotesSample1.svg

Das Umschreiben von Stücken auf Gitarre, die eigentlich für Klavier oder für andere Instrumente gesetzt sind, funktioniert ohne Notenkenntnisse nicht. Mal eben die ersten paar Noten als Hilfe für die Sänger anzuspielen, oder auch nur die Anfangstöne sicher zu treffen, funktioniert nicht, wenn man die Noten nicht lesen und auf Gitarre umsetzen kann. Viele Zusammenhänge aus der Harmonielehre werden einem erst klar, wenn man die Informationen in Noten umsetzen kann. Nicht zuletzt gibt es viele Musiker, bei denen die Gitarre nicht das einzige Instrument ist, das sie spielen. Und Gitarristen sollten nicht vergessen, dass sie mit anderen Musikern zusammenspielen, die mit einer Gitarrentabulatur überhaupt nichts anfangen können. Zumindest um sich mit den anderen Musikern zu verständigen, sollte man über ein Mindestmaß an Notenkenntnissen verfügen.

Hilfe bei der Notation

Eigentlich ist das Erlernen des Notenlesens gar nicht so schwer, wenn man einmal den Einstieg gepackt hat. Das Notenlesen erfordert auf der Gitarre etwas mehr Übung als z. B. auf dem Klavier, da die meisten Noten mehrfach auf dem Griffbrett vorhanden sind und eine Tonleiter über mehrere Saiten verteilt ist.
Es gibt einige Hilfestellungen für den Gitarristen

  • Die Lage der Noten wird als römische Ziffer über das Notensystem geschrieben. Sie gibt an, ab welchem Bund man die Noten auf dem Griffbrett spielen soll.
  • Die Finger der Zupfhand werden mit den spanisch/italienischen Buchstaben „pima“ abgekürzt
    • p = Daumen
    • i = Zeigefinger
    • m = Mittelfinger
    • a = Ringfinger
  • Die Finger der Greifhand werden mit 1234 für ZMRK abgekürzt
  • Eingekreiste Ziffern weisen auf die Saiten von unten nach oben gezählt hin.

Rechne mit Abweichungen von diesem Standard und schaue nach ob es eine Legende für die Notation gibt (z.B. am Buchanfang).

Muss man mit dem Notenlesen anfangen?

GuitarNotesSample2.svg

Wie schon oben erwähnt, ist es nicht notwendig mit Notenlesen anzufangen. Bei den "Diplomen" wird anfangs auf das Notenlesen verzichtet, und man wird auch eine lange Zeit ohne Notenlesen zurechtkommen, dennoch möchten wir jedem Gitarrenspieler raten, sich über kurz oder lang das Notenlesen beizubringen. Nach ein paar Lektionen Gitarre fällt einem das Lernen erfahrungsgemäß leichter, weil man schon eine Grundvorstellung von Notenwerten und Tonhöhen hat. Man beherrscht zudem die rein technische Seite des Gitarrenspielen, und weiß, wie man Finger aufsetzt und Saiten zupft bzw. anschlägt. Die Frage ist nur noch welche. Autodidakten sollten nicht auf das Notenlesen verzichten, sondern es höchstens auf einen etwas späteren Zeitraum verschieben.

Guitar Tabulature.png

Ein besonders guter Zeitpunkt für den Einstieg in das Notenlesen ist dann gekommen, wenn man genügend Zupfmuster oder Picking-Muster beherrscht, um einzelne Lieder melodisch zu begleiten. Ein Großteil der Begleitung funktioniert wie gehabt über Akkordbilder und Picking-Pattern (Zupfmuster). Die Melodien jedoch übernimmt man direkt aus einem Liederbuch mit Noten.

Wer einen Vorgeschmack auf das Melodie-Picking haben möchte, der sollte einmal in den Kurs "Einführung in das Melodie-Picking" hineinschnuppern.

Beispiel
Um einen kleinen Eindruck zu bekommen, wie so etwas klingen kann schaue man sich das PDF und die Tabulatur zu "Oh my Darling Clementine" an. Die Vorlage war ein Liederbuch mit Noten, das noch um ein paar Akkordtöne erweitert wurde.
Weitere Beispiele findet man im Liederbuch in der "Kategorie Liederbuch/ Tabulatur"

Man könnte die klassische Notation aber auch als absoluter Anfänger, sozusagen von der Pieke auf lernen. Jedoch empfiehlt sich dazu ein Lehrer, der einem direkt zeigen kann, wie man Noten auf das Griffbrett umsetzen kann. So wird vor allem bei einer klassischen Ausbildung verfahren. Wenn man gleich von Anfang an die Noten mitlernt und dieses schrittweise erweitert, fällt es einem nicht wirklich schwer.

Wer später klassische Stücke vom Blatt weg spielen möchte, der kommt einfach nicht darum herum, diese Art der Notation zu erlernen. Obwohl man sehr lange ohne Noten zurecht kommt, bleibt zu hoffen, dass die Diplome als eine gute Vorarbeit zum Notenlesen verstanden werden.

Tabulatursoftware

In den einschlägigen Gitarren-Foren und -Homepages werden nicht nur Tabulaturen im ASCII-Format veröffentlicht, sondern daneben auch diverse Datei-Formate, die man mit einem speziellen Tabulatur-Programm öffnen kann. Das bekannteste kommerzielle Tabulaturprogramm dürfte Guitar Pro sein; die Dateiendungen sind *.gtp, *,gp3, *.gp4, *.gp5 und *.gpx. Die Software besitzt eine Abwärtskompatibilität. Die Stärke des Programms ist die Unterstützung verschiedener Tonspuren sowie sehr gute Exportergebnisse, wenn man die Kompositionen als MP3 speichern und in einem Sequenzer weiterverarbeiten will. Man kann die meisten Guitar-Pro-Dateien auch mit dem kostenlosen Open-Source-Tabulatur-Programm TuxGuitar öffnen und zu einem gewissen Grad auch nachbearbeiten. Das Programm funktioniert auf allen Betriebssystemen (Windows, Linux). TuxGuitar kann ebenfalls das Format Powertab abspielen. Powertab speichert in dem Format *.ptb. Es ist eine kostenlose Freeware unter Windows und steht Guitar-Pro im Funktionsumfang in nur Wenigem nach. Zudem ist es relativ leicht zu bedienen.

Diese drei Programme sind (was die Anzahl der Tabulaturen im Internet betrifft) die mit Abstand am häufigsten genutzten Tabulatur-Programme, und sie sind jedem Gitarrenspieler, der einen Computer und einen Internetzugang besitzt, durchaus zu empfehlen. Wer die Kosten einer kommerziellen Software scheut, und wer mit einer weniger optimalen Tonqualität zufrieden ist, sollte sich wenigstens mit den beiden Freeware-Programmen genauer auseinandersetzen.

Daneben gibt es noch einige andere Tabulatur-Programme, für die es oft einen Viewer gibt, mit dem man die entsprechenden Dateien zwar nicht nachbearbeiten, aber zumindest anhören und ausdrucken kann.

Für die Tabulatur-Programme sind die Kenntnisse über das Lesen von Tabulaturen Grundvoraussetzung.

Siehe auch


Linkliste für Gitarristen. Mit Suchmaschinen für Tabulaturen u.a.m

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Die richtige Lagerung der Gitarre

Eine Gitarre fühlt sich bei normaler Zimmertemperatur und mittlerer Luftfeuchtigkeit am wohlsten. Daraus lässt sich eine einfache Grundregel ableiten: „Setze dein Instrument keinen klimatischen Bedingungen aus, in denen Du Dich selbst nicht wohl fühlen würdest!“. Wenn man diesen Satz beherzigt, liegt man im Allgemeinen schon ganz richtig.

Eine Gitarre besteht aus Holz, also aus einem lebendigen Material! Das bedeutet, dass das Holz arbeitet und daher auf äußere Umstände wie Licht, Temperatur und Feuchtigkeit reagiert. Dies gilt sowohl für akustische (klassische und Western-) Gitarren als auch für die E-Gitarre. Daher folgen hier ein paar Tipps, die man bei der Aufbewahrung beachten sollte.

Stoß und Schlagschutz

Eine Gitarre sollte immer dann, wenn sie längere Zeit nicht gebraucht wird, entweder in einer gepolsterten Tasche, einem Koffer oder zumindest auf einem Gitarrenständer aufbewahrt werden. Dieses schützt nicht nur vor Schlag und Schmutz, sondern wirkt auch plötzlichen Temperaturschwankungen (Kältezug bei offenem Fenster, Sonneneinstrahlung) entgegen.

Wenn man die Gitarre unmittelbar wieder braucht (Übung oder Konzert), oder wenn man die Gitarre kurz beiseite legen will, um Noten, Lieder oder ähnliches zu suchen, dann sollte sie wenn möglich an einem geschützten Ort wie der Couch, dem Bett oder dem Fußboden (am besten mit Teppich) oder auf die Gitarrentasche hingelegt werden.

Es gilt die simple aber dennoch gültige Regel: "Was liegt, kann nicht tiefer fallen".

Die meisten Schrammen bekommt eine Gitarre ab, weil man sie an einer Wand oder an einer Tischkante anlehnt, und sie dann bei der leichtesten Berührung oder bei einem Luftzug schlicht und ergreifend umkippt. Hätte man sie hingelegt, wäre dieses nicht passiert.

Wetter und Temperatur

Starke Luftfeuchteschwankungen sind zu vermeiden. Die optimale relative Luftfeuchtigkeit liegt bei ca. 55%. Darüber hinaus sollte die Temperatur des Raumes möglichst konstant sein und etwa bei 15-25 °C liegen. Holz ist als hygroskopischer Werkstoff bestrebt, stets eine Ausgleichsfeuchtigkeit mit der Umgebung zu erreichen. Dabei wird das in der Luft enthaltene Wasser in den Zellwänden eingelagert und dies kann zum Quellen des Holzes führen. Bei über 70% quillt das Holz zu sehr auf, was zur Lösung von Leimverbindungen führen kann. Bei starker Trockenheit gibt das Holz dann Feuchtigkeit an die Umgebung ab. Bei zu schneller Trocknung des Holzes können außerdem Spannungsrisse im Holz entstehen. Dieser Feuchtigkeits-bedingte Effekt wird als „Arbeiten des Holzes“ bezeichnet.

Die Temperatur-bedingte Ausdehnung des Holzes kann, entgegen weit verbreiteter Ansichten, vernachlässigt werden, da Holz zum einen mit 8,0 einen relativ niedrigen Wärme-Ausdehnkoeffizienten besitzt und zum anderen eine Erwärmung des Holzes meist für eine Trocknung des Holzes sorgt. Das dabei auftretende Schwinden des Holzes wirkt der Wärmeausdehnung entgegen, sodass im Normalfall keine Schäden am Instrument durch „normale“ Temperaturschwankungen zu erwarten sind. Die Stahl- und Nylonsaiten reagieren jedoch viel stärker auf die Temperatur, sodass sich die Gitarre leichter verstimmen kann, doch es führt zu keiner Beschädigung der Saiten.

Eine Zerstörung des Halsstabs (Truss Rod) durch zu starke Ausdehnung desselben ist in der Praxis bisher noch nicht beobachtet worden, sodass dieser auch zu den Mythen gehören dürfte. Dies erklärt sich dadurch, dass die dazu nötigen Spannungen nur bei sehr extremer Erhitzung des Instrumentes erreicht werden könnten. Vorher würden allerdings die Lack- und Leimstellen an der Gitarre Schäden aufweisen (sich zum Beispiel das Griffbrett vom Hals lösen, etc.).

Von einer dauerhaften Lagerung des Instrumentes bei hohen Temperaturen wird jedoch abgeraten, da diese das Holz über die Maßen austrocknen könnte. Meistens werden Instrumente jedoch durch eine zu trockene Lagerung in der Heizperiode beschädigt. Bei einer Luftfeuchtigkeit von unter 40% können sich Risse im massiven Tonholz bilden, die teure Reparaturen nach sich ziehen. Besonders bedachte Gitarristen verwenden bei zu trockenen Räumen einen Luftbefeuchter, bzw. bei zu feuchten Räumen einen Lufttrockner. Falls die Gitarre einmal falsch gelagert worden ist und sich der Hals verzogen hat, so kann man bei zu trockener Lagerung die Gitarre ohne größeren Aufwand wieder in den Ursprungszustand versetzen, indem das Instrument einem geeigneten Klima ausgesetzt wird. Eine Lagerung des Instrumentes in der Nähe einer Heizung oder unter direkter Sonneneinstrahlung ist daher tabu. UV-Strahlung der Sonne lässt viele Lacke verspröden und bleicht das Holz aus. Bei dauerhafter Sonnenbestrahlung erwärmt sich das Instrument sehr stark und das Holz wird zu weit heruntergetrocknet, sodass der Lack Spannungsrisse bekommt. Im Auto können durch Sonneneinstrahlung sogar Temperaturen bis 95°C und darüber entstehen.

Arten der Aufbewahrung

Gitarrenständer

Gitarrenständer

In jedem Fachhandel gibt es Bodenständer in verschiedenen Ausführungen. Gerade bei E-Gitarren und Westerngitarren ist zu beachten, dass viele dieser Typen nicht den Maßen einer klassischen Gitarre entsprechen. Zum Beispiel hat eine Ovation einen sehr runden, bauchigen Korpus.

Bei diesen Typen sind die günstigen Standardständer nicht zu empfehlen. Es ist darauf zu achten, dass die Gitarren einen festen Halt haben. Sehr gut sind die Bühnenständer, bei denen die Gitarre auch am Hals fixiert und mit einer zusätzlichen Sicherungsschnalle festgehalten wird. Es könnte ein Problem mit den Gummis des Ständers auftreten, dies gilt auch für Wandhalter. Einige Gummis haben gewisse Unverträglichkeiten mit bestimmten Lacken und könnten ihn so schwer beschädigen, dass irreparable Verfärbungen und Druckstellen auftreten könnten. Das klingt vielleicht merkwürdig, aber derlei ist schon nachweislich geschehen. Viele Hersteller haben jedoch inzwischen reagiert und geben Unverträglichkeiten bei ihren Ständern/Halterungen an. Wenn man beim Kauf darauf achtet, kann eigentlich nicht viel schief gehen.

Beim Standort für den Ständer auch wieder auf das "Klima" achten.

Wandvorrichtungen

Gitarrenhalter

Es gibt im Fachhandel Gitarrenhalter, wie sie auch in Läden selber benutzt werden (ca. 10 EUR). Sie werden an die Wand geschraubt. Man braucht keine Angst vor dem Eigengewicht der Gitarren zu haben. Es hat keine Auswirkungen auf den Gitarrenkörper. Weder wird der Hals abbrechen, noch wird sich die Intonation eurer Gitarre verschlechtern. Der Saitenzug ist um ein vielfaches höher, als das Eigengewicht der Gitarre. Das einzige, worauf man achten muss, ist, an welche Wand die Gitarre kommt (siehe Wetter und Temperatur).

Gigbags

Gigbag und Gitarrenkoffer

Einfache Gitarrentaschen sind eine günstige Art der Aufbewahrung. Sie schützen vor Staub und leichten Stößen, sind aber nur bedingt ein guter Schutz vor Temperaturschwankungen. Deutlich beliebter und immer noch erschwinglich sind Gigbags. Diese sind gut gepolsterte Gitarrentaschen mit Tragegurten. Optimalerweise hat ein Gigbag weitere Taschen für Liederbücher und Zubehör. Die Tragegurte ermöglichen sogar mit dem Fahrrad einen bequemen Transport. Ein zusätzlicher Plastik-Fuß am unteren Ende der Tasche gestattet auch mal ein kurzfristiges Absetzen auf feuchtem Boden (sollte es auf dem Weg zum Unterricht einmal regnen).

Gigbags in guter Qualität gibt es bereits ab etwa 25 EUR, als Zugabe zu einem Gitarrenkauf mitunter auch günstiger. Bei Westerngitarren (insb. Modelle wie die Ovation) muss man aufpassen, dass das Gigbag auch groß genug ist.

Koffer

Gitarrenkoffer

Die beste Lösung, was die Sicherheit angeht, dürfte der Gitarrenkoffer sein. Die Größe des Koffers sollte optimal an die Form der Gitarre angepasst sein. Der Koffer schützt optimal sowohl vor Temperatureinflüssen, Feuchtigkeit, Staub und Stößen. Wenn die Gitarre im Koffer sicher verstaut wird, kann ihr nahezu nichts mehr passieren.

Bei gebrauchten Koffern muss man unbedingt darauf achten, dass die Gitarre auch wirklich hineinpasst und nicht an den Ecken vom Koffer "erdrückt" wird.

Der größte Nachteil eines Koffers dürfte jedoch seine Sperrigkeit sein. Doch für wertvolle Gitarren ist ein Koffer trotz des vielleicht etwas höheren Preises die erste Wahl.

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Grundhaltung der Gitarre

Grundsätzlich gilt: Man kann die Gitarre halten, wie man will (manches ist nur einfach unpraktisch). Neben der Gitarre, die man spielt, hängt die Haltung natürlich von persönlichen Vorlieben und Hilfsmitteln ab, wie einem Gitarrengurt, mit dem man sich die Gitarre umhängen kann. Aus Platzgründen geht dieser Abschnitt auf die Haltung der Gitarre für Rechtshänder ein. Linkshänder nehmen die gleiche Haltung spiegelverkehrt ein.

Bildbeispiele
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Gitarrenhaltungd.gif
Wolf Biermann Django Reinhard Paco de Lucia Manu Chao


Haltung der Gitarre im Sitzen (Beispiele)

Die Haltung einer Gitarre im Sitzen hängt stark von der verwendeten Spielweise, der verwendeten Gitarre und der jeweiligen Situation ab.

Haltung 1: Die klassische Gitarre

klassische Haltung

Klassische Gitarren werden von Rechtshändern so gespielt, dass der Gitarrenhals nach links zeigt. Man nimmt auf der vorderen Hälfte eines Stuhls Platz, setzt sich entspannt hin, lehnt sich aber nicht an. Das linke Bein wird auf einer Fußstütze aufgesetzt, die ungefähr in Höhe des linken Stuhlbeins vor dem Stuhl steht. Fußstützen für Gitarristen sind in der Regel in der Höhe verstellbar, so dass sowohl groß gewachsene Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche mit der gleichen Fußstütze auskommen. Für den Anfang reicht auch ein ca. 20 cm hoher Bücherstapel. Die Gitarre wird so in die Hand genommen, dass der Gitarrenhals nach links zeigt und der Korpus mit der schlankeren Mitte auf dem linken Oberschenkel aufliegt. Das rechte Bein, das ungefähr auf der Höhe des rechten Stuhlbeins aufgesetzt wird, stützt sich mit dem Oberschenkel gegen den Korpus der Gitarre. Der Gitarrenhals zeigt nach schräg links oben. Anfänger halten die Gitarre gern flach vor sich, so dass sie in das Schallloch hineinsehen können. Dies ist falsch. Hilfreich ist es, sich vorzustellen, dass die Töne, die das Schallloch verlassen, geradewegs das gegenüber sitzende Publikum erreichen sollen, also nicht Richtung Zimmerdecke fliegen dürfen. Praxistipp: Die korrekte Haltung sollte man täglich vor einem Spiegel üben und dabei auch kontrollieren, ob man selbst noch gerade sitzt. Der Gitarrenhals endet ungefähr in Höhe der Schulter, was einem Winkel von etwa 45 Grad entspricht. Ausprobieren und mit der Haltung klassischer Gitarristen vergleichen.

Wer mit einer Fußstütze nicht zurechtkommt, hat die Möglichkeit, eine Klappstütze zu verwenden, die auf dem linken Oberschenkel aufgesetzt wird. Vor allem groß gewachsene Gitarristen schätzen diese Haltung als rückenfreundlich. Vor der Anschaffung einer solchen Klappstütze ausgiebig in einem guten Musikgeschäft testen!

Der Ellbogen des linken Arms sollte entspannt nach unten zeigen. Hilfreich ist die Vorstellung, dass am Ellbogen ein Gewicht angehängt ist. Anfänger neigen dazu, das Ellbogengelenk hoch- bzw. nach hinten zu ziehen, was zu Verkrampfungen führt. Praxistipp: Mit der rechten Hand den linken Oberarm und das Schultergelenk abtasten, um Verspannungen und Verkrampfungen zu kontrollieren. Im Idealfall sind Arm und Schulter locker. Der Daumen der linken Hand wird flach an der Unterseite des Gitarrenhalses aufgesetzt und zwar so, dass er die Mitte des Halses nicht überschreitet. Niemals so "einhängen", dass jemand, der gegenüber sitzt, den Daumen sehen kann, und darauf achten, dass der Daumen weder nach links noch nach rechts zeigt, sondern einen rechten Winkel zum Gitarrenhals bildet. Für die korrekte Haltung der übrigen Finger eine Trockenübung ohne Ton: Wir setzen auf der G-Saite den kleinen Finger auf und verschieben ihn, bis er kurz vor dem 10. Bund sitzt. Beide Fingergelenke sind gekrümmt, das Fingerende wird steil aufgesetzt, so dass der Finger keine Nachbarsaite berührt. Die Saite nicht spielen, das führt beim Ausprobieren der Haltung zu Verkrampfungen! Wir lassen den kleinen Finger, auch 4. Finger genannt, vor dem 10. Bund liegen, und nehmen den Ringfinger, also den 3. Finger, hinzu. Er wird auf der G-Saite im 9. Bund aufgesetzt. 4. und 3. Finger berühren sich nicht. An dieser Stelle kontrollieren wir unseren linken Daumen: Er liegt locker in der Mitte des Gitarrenhalses auf, und zwar flach. Anfänger knicken den Daumen gern ab, was wiederum zu Verkrampfungen führt. Den Daumen soweit verschieben, dass er in der Höhe des 8. Bundes liegt. Unsere Trockenübung geht weiter: Zum 4. und 3. Finger wird im 8. Bund der Mittelfinger, also der 2. Finger, aufgesetzt. Dieser Finger bildet ungefähr einen rechten Winkel zum Gitarrenhals, kippt also weder nach links noch nach rechts. Auch er berührt keinen der anderen Finger. Zuletzt wird der Zeigefinger, also der 1. Finger, aufgesetzt. Er kippt ein wenig nach links, berührt aber keine der anderen Saiten. Diese Haltung ist die korrekte (Anfangs-)Haltung für die klassische Gitarre. Praxistipp: Bilder klassischer Gitarristen ansehen.

Erfahrungsgemäß brauchen Anfänger mehrere Wochen, bis diese Haltung eingeübt ist. Es ist hilfreich, sich in dieser Zeit von einem Lehrer oder erfahrenen Gitarristen kontrollieren und verbessern zu lassen, denn Anfänger-Haltungsfehler lassen sich nur mühsam abgewöhnen.

Der rechte Oberarm liegt locker auf der Gitarre auf. Die Hand schwebt ungefähr in der Höhe des Schalllochs, wobei das Handgelenk grundsätzlich so weit von der Decke entfernt ist, dass ein Tennisball dazwischen passt. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass die Hand locker bleibt. Übung: Mit der Hand eine Faust bilden und mehrere Sekunden kräftig zudrücken. Dann loslassen und die Finger locker herunterhängen lassen. Wenn man von oben auf die entspannte rechte Hand blickt, befindet sich der Daumen links von den anderen Fingern, maximal zwei, drei Zentimeter entfernt. Dies ist die Grundhaltung der rechten Hand. Die Finger werden als P (Pollex, Daumen), I (Index, Zeigefinger), M (Medius, Mittelfinger) und A (Annularius, Ringfinger) bezeichnet. Diese Bezeichnungen sind lateinische Begriffe. Der kleine Finger wird für das klassische Spiel der Gitarre nicht benötigt.

Praxistipp: Die korrekte Haltung der linken Hand setzt kurze Fingernägel voraus. An der rechten Hand werden die Fingernägel üblicherweise etwas länger gelassen, sie sollten aber nicht mehr als einen Millimeter über die Fingerkuppe hinausragen. Scharfe Kanten abfeilen.

Haltung 2: die Westerngitarre oder E-Gitarre

"normale" Haltung

Diese Gitarrentypen legt man normalerweise mit der Taille der Gitarre auf den rechten Oberschenkel. Der Hals zeigt dabei waagerecht bis leicht nach oben geneigt nach links. Ein Fußbänkchen, aber diesmal unter dem rechten Fuß, kann auch hier hilfreich sein. Manche Gitarristen/innen schlagen auch die Beine übereinander (rechts auf links). Auch im Sitzen kann man einen sehr kurz eingestellten Gitarrengurt verwenden, der das Wegrutschen z. B. einer E-Gitarre verhindert.

Haltung 3: die Lapsteelgitarre oder Hawaiigitarre

Bei diesen Bauformen wird die Gitarre mit den Saiten nach oben und dem Hals nach links über beide Oberschenkel gelegt. Die Saiten werden bei diesen Gitarren nicht mit den Fingern gegriffen. Man benutzt zur Änderung der Tonhöhe einen sogenannten Steelbar, der auf den Saiten quasi hin und her geschoben wird.

Achtung: Wichtig ist, um Haltungsschäden zu vermeiden, dass möglichst entspannt und ohne Anstrengung gespielt wird. Wenn man doch anfängt zu verkrampfen, dann sollte man lieber eine kleine Pause einlegen und später weitermachen, anstatt sich eine Sehnenscheidenentzündung zu holen.

Haltung der Gitarre im Stehen

Ohne Gitarrengurt kann auch im Stehen die Gitarre auf dem linken oder rechten Knie abgelegt werden (siehe Bild oben). Dazu ist jedoch ein Hocker oder ähnliches hilfreich. Ist ein Gurt vorhanden, wird er über den Kopf gelegt und so die Gitarre von der linken Schulter getragen. Viele Akustikgitarren haben einen Gurthalteknopf am hinteren Korpusende. Ist kein zweiter vorhanden, wird der Gurt direkt hinter dem Sattel an der Kopfplatte mit einer Kordel befestigt. Bei E-Gitarren wird der Gurt meist an zwei Gurthalteknöpfen direkt am Korpus befestigt. Die Installation eines zweiten Gurtknopfes lohnt sich in jedem Fall, und kann ohne weiteres von einer Fachwerkstatt ausgeführt werden. Die Länge des Gurts und damit die Position der Gitarre vor dem Körper hängt sehr von der Spielweise und den eigenen Vorlieben ab. Es gibt Profis, bei denen die Gitarre vor den Knien hängt, und es gibt Profis, die die Gitarre unter die Achseln schnallen. Beides ist nicht empfehlenswert! Am ergonomisch sinnvollsten ist es, wenn die Gitarre im Bereich um die Gürtelschnalle hängt. Ob drüber, drauf oder darunter, kommt es darauf an, wie man sich am wohlsten fühlt. Der Hals der Gitarre begibt sich meist von selbst in eine optimale Spielposition (leicht nach links oben). Bei zu kopflastigen Gitarren, die sich gern in eine waagerechte oder gar nach unten gerichtete Position begeben, schafft ein breiterer Gurt Abhilfe, der der Gitarre mehr Halt gibt.

Grundhaltung der Schlaghand

Da es sehr unterschiedliche Schlagtechniken gibt, die alle eine andere Schlaghand-Haltung erfordern, ist es zunächst ratsam, darüber nachzudenken, welche Art des Gitarrenspiels überhaupt erlernt werden soll. Vor allem ist die Schlaghand-Haltung aber vom zu spielenden Gitarrentyp abhängig, denn Konzertgitarren werden anders angeschlagen als Western- oder E-Gitarren.

Schlaghand-Haltung

Von größter Wichtigkeit für ein gutes Vorankommen auf dem Instrument ist die richtige Haltung der Schlaghand. Sie ist der Greifhand stets übergeordnet und gibt dabei den Takt an. Es ist unabdingbar, dass die Schlaghand stets locker ist; andernfalls hört sich auch das Spiel sehr verkrampft an.

Ohne Hilfsmittel

Die Hand sollte stets locker in Höhe des Schalllochs mit geradem Handgelenk über den Saiten "schweben" um jederzeit zum Anschlagen bereit zu sein. Dabei ist es nicht von Vorteil, sich mit dem kleinen Finger auf dem Korpus abzustützen, da dies die Hand leicht fixiert. Finger sowie Daumen können also nicht mehr auf allen Saiten mit der gleichen Bewegung anschlagen, da die Handstellung immer etwas geändert werden muss. Daraus ergeben sich bei technisch anspruchsvollen Läufen über mehrere Saiten unnötige Probleme. Eine weiterer Pluspunkt des Schwebens der Hand ist die Mobilität in Richtung Steg, Hals, ggf. Potis oder Schalter (für z.B. Klangveränderungen, Tapping, etc.).

Die Finger der Schlaghand sollten sich beim Zupfen aus den oberen Gelenken (Fingergrundgelenke) heraus zum Handballen bewegen, weshalb auch hier auf genügend Abstand zu den Saiten zu achten ist. Für das Akkordspiel ohne Plektrum ist es zweckmäßig, den Daumen(nagel) für Aufschläge und die Finger(nägel) für Abschläge zu verwenden. Dabei können ein beliebiger oder mehrere Finger benutzt werden.

Mit Plektrum

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Das Plektrum ist so zu halten, dass es locker zwischen Zeigefinger und Daumen eingeklemmt ist. Dabei ist unbedingt zu vermeiden, dass man es zu fest oder zu locker hält. Es ist hilfreich, sich dabei vorzustellen, dass sich zwischen den Fingern ein kleiner Vogel befindet, den man nicht davonfliegen lassen, aber auch nicht erdrücken will.

Grundhaltung der Greifhand

Die Greifhand gibt an, welche Noten beim Anschlag überhaupt hörbar sind. Dabei hat sie nicht nur die Aufgabe, bestimmte Saiten sauber niederzudrücken. Sie muss auch in der Lage sein, die für bestimmte Akkorde nicht benötigten Saiten geschickt abzudämpfen. Diese Aufgaben sind bereits schwer genug zu bewerkstelligen, aber es kommt noch ein wichtiger Punkt dazu: eine lockere Greifhand! Um in der Greifhand locker zu bleiben, kann die richtige Haltung hilfreich und fördernd sein.

Der Daumen sollte auf der Rückseite des Griffbretts (zunächst) etwa in der Mitte aufgesetzt werden (während des Spiels kann diese Position natürlich variiert werden). Beim Greifen der Saiten ist in der Regel darauf zu achten, dass die Fingergelenke der Greifhand nicht durchgedrückt werden, also nicht entgegen ihrer natürlichen Abknickrichtung gedehnt werden. Diese für den Anfänger möglicherweise anstrengende Handhaltung kann durch etwas Übung leicht aufrecht erhalten werden, sie ist für ein präzises Spiel und viele Techniken der Greifhand von großem Vorteil. Beim Greifen eines "Barrégriffes", also beim Greifen mehrerer Saiten mit nur einem Finger, sollte der durchgestreckte Finger nahe am Bundstäbchen angesetzt werden.

Man greift eine Saite so nah wie möglich am Bundstäbchen, das auf der zur Spielhand zeigenden Seite liegt. Dies hat den Zweck, möglichst kraftarm und doch genau spielen zu können. Je näher man am Bundstäbchen greift, desto weniger Anstrengung kostet es, um die Saite sauber und ohne Schnurren klingen zu lassen.

Akkordhaltung

Bezeichnend für die Akkordhaltung ist die Tatsache, dass hier stets mehrere Saiten auf einmal niedergedrückt werden müssen. Dadurch erfordern Akkorde mehr Kraft. Durch regelmäßiges Üben werden die Muskeln so trainiert, dass ein sauberer Klang aller Saiten durch vollständiges Niederdrücken der Saiten gewährleistet ist.

Bei vielen Griffen ist es jedoch gewollt, dass bestimmte Saiten nicht klingen, sondern "gedämpft" angeschlagen werden. In einem solchen Fall dämpft meist einer der Finger auf einer benachbarten Saite die stumme Saite. Dies geschieht z. B. durch leichtes Anlehnen der Fingerkuppe an die abzudämpfende Saite.

In einigen Fällen braucht man den Daumen, um die tiefe E-Saite zu greifen. Da es bei einem solchen Griff nicht mehr möglich ist, den Daumen von hinten gegen das Griffbrett abzustützen, wird hier mit dem Daumen um den Hals herum gegriffen. Dies ist meistens nur bei E- oder Jazzgitarren möglich, da diese einen schmaleren Hals haben.

Melodiehaltung

Beim Melodiespiel ist nicht die fehlende Kraft des Anfängers das Problem, sondern vor allem die mangelnde Geschicklichkeit der Greifhand. Erst durch regelmäßige Übung werden die Finger dehnbar genug, um auch schnelle Notenwechsel sicher und sauber greifen zu können. Grundsätzlich differieren Melodiehaltung und Akkordhaltung in nur einem Punkt. Beim Melodiespiel wird nur eine einzelne Note gegriffen, während es beim Akkordspiel stets mehrere sind.


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Lektionen

Grundsätzliches zum Greifen der Akkorde

Es gibt mehr als eine Möglichkeit, Akkorde, Griffe und Töne zu greifen. Ich stelle dir hier aber eine Methode vor, die sich besonders für einfache Akkorde in der Liedbegleitung eignet. Ziel ist es, alle Griffe bequem und mit wenig Kraftaufwand greifen zu können. Eine möglichst natürliche Haltung macht deine Finger flexibler und verhindert Verkrampfungen. Man möchte ja nicht schon nach dem ersten Lied k.o. sein.

Lage des Daumens

Der Daumen liegt bei den einfachen Griffen in der Regel gegenüber vom Mittelfinger, etwa auf der eingezeichneten Höhe. Praktisch bedeutet dies, dass dein Daumen in der ersten Zeit immer hinter dem zweiten Bund ist (siehe auch weiter unten bei: "Wohin mit den Fingern"). Dadurch ist es bei den Griffen, die über drei Bünde gehen, leichter, den ersten Finger in den ersten Bund zu bekommen, den zweiten Finger in den zweiten Bund und den dritten Finger in den dritten (vgl. C-Dur-Akkord in der 3. Unterrichtseinheit). Liegt der Daumen zu weit in Richtung Kopf, kommt man mit dem Ringfinger und dem kleinen Finger nicht mehr in den 3. Bund. Wenn der Daumen aber zu weit in Richtung Schallloch liegt, rutscht der Zeigefinger vom ersten Bund gerne in den zweiten.

Die linke Hand berührt das Griffbrett nur an zwei Punkten. So bleibt der Handteller beweglich.

Guitar-hand on the neck.svg Guitar-contact points on the neck.svg Guitar-palm do not touch the neck.svg
Die Hauptaufgabe des Daumens ist bei den einfachen Akkorden, die Hand am Herunterfallen zu hindern. Das mag banal klingen, aber viele Anfänger verwenden den Daumen wie eine Schraubzwinge, um einen Gegendruck zu den Fingern aufzubauen. Dies klappt zwar, aber dafür ist der Daumen eigentlich zu schwach und ermüdet schnell. Dann verkrampft die Hand und das Spielen macht keinen Spaß mehr.

Die Lösung? Der Druck auf die Saiten wird nicht mit dem Daumen erzeugt, sondern durch den Zug des Armes; fast so, als wollest du eine Schublade öffnen:
Guitar-like opening a drawer.svg
Der Gegendruck wird durch den Ellbogen der Schlaghand erzeugt, indem dieser den Gitarrenkörper ein wenig andrückt und damit das Griffbrett nach vorne schiebt. Die Greifhand braucht nur das Griffbrett wieder zurückzuziehen und bringt gleichzeitig genügend Kraft für das Greifen der Akkorde auf.

Jede Anspannung oder Verspannung des Handtellers ist ein Zeichen dafür, dass du mehr Muskeln anspannst als notwendig. Natürlich soll man auch nicht so fest am Gitarrenhals reißen, dass sich der Ton dadurch verändert. Es wird viel weniger Kraft für das Greifen benötigt, als ihr vielleicht (jetzt noch) glaubt. Ziel ist es, so wenig Druck wie möglich auszuüben, aber gerade genug, dass die Saiten nicht schnarren. Wenn sich die Hand dabei nicht verkrampft, werden die Finger für Griffwechsel (und später für das Solospiel) viel lockerer und dadurch schneller.

Tipp:

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Tipps für Gitarrenlehrer

(etwas, das man mal im Unterricht vorführen kann.)

Lege deinen Arm locker auf den Tisch, die Finger der leicht geöffneten Hand zeigen zur Decke. Greif nun mit der anderen Hand deinen Unterarm und drücke leicht zu ...
... die Finger werden sich automatisch schließen.

Hebe einen schweren Koffer (oder ähnliches) hoch.
Wieviel Kraft wendest du dabei mit dem Daumen auf? (fast keine)
Woher kommt die Kraft der Finger? (Aus den Unterarmmuskeln)

Schau dir Freeclimbing an ...
Woher kommt die Kraft, um den ganzen Körper zu heben?

Noch eine Demonstration
Fingerhakeln

Allerdings hakt man nicht wie bei der bayrischen Sportart die Finger ein, sondern man berührt sich nur mit einer oder mehreren Fingerkuppen.

Ziel der Übung

Lernen, dass die Kraft zum Greifen aus dem Unterarm und nicht vom Daumen kommt.[1]

Viele Schüler können kaum glauben, dass sie mehr als genug Kraft in den Fingern haben, um die Akkorde sauber zu greifen, und dass das Hauptproblem die ungewohnte Haltung der Finger ist.

Übung

Auch wenn man beim Griffwechsel kaum auf den Daumen verzichten kann (allein schon wegen der Orientierung), ist es eine gute Übung, die ersten Griffe auch mal probeweise ohne Daumen zu spielen.

Für die Übung greifst du den Akkord zuerst mit Daumen, wie gewohnt. Aber dann, wenn der Akkord gut klingt, nimmst du während des Spielens den Daumen weg. Der Akkord sollte auch ohne Daumen voll und fehlerfrei klingen. Beim nächsten Akkordwechsel kann der Daumen natürlich wieder zur Orientierung hinzukommen.

Ziel dieser Übung

Einen sauberen Fingersatz zu bekommen und zu erkennen, dass der Daumen keinen großen Druck aufbauen muss, damit der Akkord klingt. Wenn man erkennt, dass der Akkord auch ohne Daumen klingt, kann man auf einen "Schraubzwingengriff" verzichten. Die Finger finden auch ohne verkrampftes Greifen ihre Position. Ohne Daumen müssen sie vielleicht eine andere Haltung annehmen, um ihr Ziel zu erreichen. Oft sind diese Positionen bequemer oder eröffnen dem Gitarristen neue Haltungsmöglichkeiten, auf die er "mit Daumen" gar nicht gekommen wäre. Leider funktioniert eine verkrampfte Haltung ja schon irgendwie, daher kommt man nicht auf die Idee, dass es auch einfacher geht.

Man braucht ein bißchen Übung, um herauszufinden, wie viel Druck notwendig ist, um eine Saite nach unten zu drücken. Anfangs drückt man fast immer zu stark.

Tipp:

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Tipps für Gitarrenlehrer

Manchmal hilft es, noch zwei Finger zwischen das Griffbrett und die Greifhand des Gitarrenschülers zu legen. Er muss dann zusätzlich um die Finger des Gitarrenlehrers herumgreifen, um seine Finger aufzusetzen.

Ziel der Übungen

Viele können anfangs nicht glauben, dass sie mehr Platz mit ihren Fingern haben als sie dachten. Bei den meisten Griffen hat man noch viel Luft und kommt trotzdem überall hin. Zuerst muss man aber die ungewohnte Haltung kennenlernen.


Attention green.svg

Merke
Die Handinnenfläche darf das Griffbrett nicht berühren!
(Einzige Ausnahme: das Zeigefinger-Grundgelenk)


Natürlich ist die hier gezeigte Griffweise nicht die einzig mögliche. Doch damit vermeidet man als Anfänger, dass sich die Finger unnötig verkrampfen. Später (beim Rockdiplom) zeigen wir dir für die Barrégriffe noch weitere Griffweisen, bei denen man den Daumen etwas tiefer ansetzt und auch etwas mehr Gegendruck als bei den einfachen Akkorden ausübt. Auch beim Zupfen und beim Solospiel hält man den Daumen gerne etwas tiefer, weil man dann beweglicher ist. Aber das heben wir uns auf, bis es so weit ist. Bei Lehrern, die zuerst die klassische Gitarre inklusive Notenlesen vermitteln, ist es oft verpönt, den Daumen im oberen Halsbereich anzusetzen. Doch ein hoher Daumenansatz ist erst dann wirklich ungünstig, wenn dadurch die Reichweite der Finger (insbesonders des 4. Fingers) beeinträchtigt wird. Für die ersten einfachen Akkorde kann man die bequeme Art wählen, auf die man immer wieder zurückgreifen kann, im wahrsten Sinne des Wortes zurückgreifen, wenn man seine Finger nach einem anstrengenden Solo entspannen möchte.

Weiterführendes

Den Themenbereich Diskussion: Wo gehört der Daumen hin? vertiefen...


Wohin mit den Fingern

Jetzt wäre im Unterricht ein guter Zeitpunkt für ein kurzes Herumdrücken auf den Saiten. Mal kreuz und quer, oder nur auf einer Saite, und vielleicht eine einfache Melodie auf einer Saite.

Dir jetzt eine Melodie zu zeigen, die sofort spielbar ist, bringt allerdings nicht viel. Es würde jetzt zu lange dauern, bis alles aufgeschrieben ist, und (was wichtiger ist) bis dir erklärt wird, wie man das Aufgeschriebene liest. In dieser Zeit hast du schon ein oder zwei Lieder gelernt.

Wenn du aber selber ein wenig herumprobierst, wirst du feststellen, dass ab und zu die Saiten "schnarren". (Es könnte sein, das es sich um einen Baufehler der Gitarre handelt, weil die Saitenlage nicht stimmt. Der Steg könnte zu hoch sein, so dass die Saiten viel zu hoch sind. Dann müsstest du zu einem Profi, der dir da helfen kann ...) Gerade am Anfang liegt der Fehler jedoch oft darin, dass die Finger zwar genügend Druck ausüben, aber zu nah am Bund sind, oder zu weit weg.

Druck zu weit.gif Wenn ein Finger zu weit weg vom Bundstäbchen ist, kann es sein, dass der Druck nicht ausreicht, die Saite ganz auf den Bund zu drücken. Die Saite liegt dann nicht richtig auf dem Bundstäbchen auf und schnarrt. Häufiger Grund für diesen Fehler: der Daumen ist zu weit in Richtung Steg und nicht mehr über dem zweiten Bund. Vor allem der Ringfinger erreicht dann nicht mehr den dritten Bund. Versuch dich daran zu erinnern, wenn du beim C-Dur-Akkord Probleme hast, mit dem Ringfinger den dritten Bund zu erreichen.
Druck mittig.gif Die optimale Position ist kurz vor dem Bundstäbchen. Versuch also, wenn möglich, die Finger im letzten Drittel des Bundes zu halten. Das wird dir nicht immer gelingen, weil du noch Platz für die anderen Finger brauchst (spätestens beim A-Dur-Akkord wirst du das merken ...). Versuch trotzdem, so dicht wie möglich an die Bundstäbchen zu kommen.
Druck zu dicht.gif Natürlich darf man nicht zu dicht am Bundstäbchen sein, sonst drückt man aus Versehen die Saite schon auf das übernächste Bundstäbchen. Häufiger Grund für diesen Fehler: der Daumen liegt nicht über dem zweiten Bund, sondern eher im dritten (siehe oben).

Übrigens:
Der Name "Bund" kommt daher, dass man früher tatsächlich eine Kordel, einen Draht oder etwas Ähnliches um das Griffbrett "gebunden" hat, um die richtigen Abstände zu markieren.

Saiten nicht abwürgen

Ärgere dich nicht, wenn nicht alles auf Anhieb klappt. Bei den ersten Übungen darf es (wenn man keine groben Fehler macht) ruhig ein wenig daneben klingen, und da darf man drüber hinweg hören. Erfahrungsgemäß verschwinden solche Fehler nach ein paar Unterrichtsstunden.

Guitar-hammer-pose of the finger.svg

Bemühe dich von Anfang an, die Saiten der Gitarre nur mit den Fingerkuppen zu berühren (wie in der ersten Abbildung). Der Finger liegt wie ein Hämmerchen auf der Saite. Die zweite Abbildung zeigt, wie der Finger die benachbarte Saite "abwürgt". Außerdem schaded eine solche Haltung den Fingergelenken. Um deine Gelenke zu schonen, solltest du die Finger nie durchdrücken.

Unnötiges Abspreizen der Finger vermeiden

Guitar-closed fingers.svg Versuch die Finger gerade zu halten, so gut es geht. Das heißt: halte die Finger beim Greifen möglichst geschlossen.
Guitar-do not spreading fingers.svg Jedes Abspreizen der Finger führt zu Verkrampfungen, die vermeidbar sind.

Der erste Akkord fürs erste Lied

Du erreichst die meisten Positionen auf dem Griffbrett durch einfaches Strecken und Beugen der Finger.

lieber so: als so:
00.01.D.1.gif 00.01.D.2.gif

Die meisten Akkorde kann man unverkrampft greifen. Der Handteller sollte dabei, wie oben beschrieben, beweglich bleiben und nicht am Gitarrenhals festkleben.

01.01.D A1.gif Übrigens siehst du hier gleich, wie man Griffbilder zeichnet, nämlich auf dem Kopf! Genauso wie du es siehst, wenn du von oben auf deine Finger schaust.

Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
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Einführung Schlagmuster

Einstieg in die Rhythmik

Gitarrengriffe sind wichtig. Um die Akkorde kümmert sich die linke Hand. Genau so wichtig ist der Rhythmus. Um den Rhythmus kümmert sich die rechte Hand.

Ein Musiker muss genauso aufmerksam auf die Rhythmik achten wie auf die Harmonie[2]. Du wirst hier im Lagerfeuerdiplom eine Hand voll Schlagmuster kennen lernen. Diese sollst du am Anfang genau so spielen, wie sie notiert sind. Sobald du einige Rhythmen richtig beherrschst, wirst du im Folkdiplom lernen, die Rhythmen ein wenig zu variieren.

Um einen ersten Einblick in die Grundlagen eines Rhythmus zu erhalten, empfehle ich an dieser Stelle einen Abstecher in das Kapitel Rhythmik des Buches Musiklehre zu machen,

Den Themenbereich Rhythmik vertiefen...


Das einfachste Schlagmuster

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab 0.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact eadgbe.svgTact0 u.svgTact eadgbe.svgTact0 u.svgTact eadgbe.svgTact0 u.svgTact eadgbe.svgTact0 u.svgTab end.svg


Der einfachste Schlag sind vier Abschläge. Die meisten Lieder, die du in den handelsüblichen Liederbüchern findest, sind im 4/4-Takt geschrieben. Daher muss dir das "Zählen bis 4" durch ständiges Üben in Fleisch und Blut übergehen.

Obwohl die Pfeile in einigen Büchern auch andersherum gezeichnet werden, sind in dieser Grafik "oben" und "unten" nicht vertauscht! Die Saiten werden wie die Akkorde-Diagramme immer aus der Sicht des Spielers gezeigt! So, wie er von oben auf die Saiten schaut. Bei den Akkordbildern hast du es schon gesehen, und wenn du später dann eine Tabulatur kennen lernst, wirst du sehen, dass "auf dem Kopf stehende" Angaben der allgemeine Standard sind.

Bei jeder Zahl schlägst du mit den Fingernägeln deiner rechten Hand (2-3 Finger oder - wenn es etwas leiser sein soll - nur der Zeigefinger) von oben nach unten. Deine Fingernägel sind parallel zu den Saiten. Es schadet nicht wenn die Fingernägel einen halben Millimeter oder etwas mehr überstehen. Du verwendest die gleiche natürliche Bewegung, als wollest du ein paar Kuchenkrümel vom Hosenbein entfernen.

Daumen und Zeigefinger dürfen sich ruhig ein wenig berühren, sollten aber beweglich bleiben (fast als hätte man ein Knetkügelchen oder ähnliches zwischen den Fingern).

Down stroke 1.jpg Spacer.gifDown stroke 2.jpg

Alternativ dazu kannst du für den Anfang auch ein weiches Plektrum benutzen. Allerdings würde ich es nur dann empfehlen, wenn man Probleme mit den Fingernägeln haben sollte. Mit den Fingern bekommt man ein besseres Gefühl für das Instrument, während Plektren besser für lautes Spielen einzusetzen sind. Aber zum Üben musst du ja nicht unbedingt laut singen. Aber letztlich ist es reine Geschmacksache, ob man mit oder ohne Plektrum spielt. Man sollte jedoch zu beidem in der Lage sein. Probiere also beides aus, mit und ohne.


Die Schläge werden gleichmäßig ausgeführt, wie das Ticken einer Uhr. Diese Bewegung ist vollkommen unabhängig von der Melodie, die du gerade singst. Du fängst ja auch nicht an schneller oder langsamer zu gehen, wenn du dich bei einem Spaziergang mit jemandem unterhältst und dabei mal schneller und mal langsamer sprichst.

Aus dem Ellenbogen

Bei den einfachen Schlägen kommt die Bewegung nicht aus einer Drehung des Unterarms. Der Schlag kommt auch nicht aus dem Handgelenk (obwohl beides möglich ist). Später, wenn man einmal mit einem Plektrum (kleines Plastikplättchen) einzelne schnelle Melodiefolgen spielt, ist die Bewegung aus dem Handgelenk sinnvoll. Aber jetzt bei den ersten Akkorden verleitet dies nur zu einem unsauberen Takt. Die Bewegung für den Schlag kommt aus dem Ellenbogengelenk. Also hat der Oberarmmuskel relativ viel zu tun. Es ist zwar nicht möglich, extrem schnelle Schläge mit dieser Bewegung zu machen, aber dafür sind die Schläge viel gleichmäßiger. Und in den ersten Stunden ist ein gleichmäßiger Rhythmus das Wichtigste, was es (neben den ersten Akkorden) zu lernen gibt.

Attention green.svg

Anmerkung
Es ist durchaus möglich, dass verschiedene Gitarrenlehrer da anderer Meinung sind.
Aber keine Angst. Das Lernen einer zusätzlichen schnelleren Anschlagart wird hinterher,
wenn man einen sicheren Rhythmus hat, keine nennenswerten Probleme bereiten.


Der 4/4 Schlag

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab 0.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg
Noch besser klingt das Schlagmuster, wenn es leicht versetzt gespielt wird. Man versucht, bei der "1" und bei der "3" die oberen drei Bass-Saiten, bei der "2" und bei der "4" die unteren drei Melodie- bzw. Diskant-Saiten zu treffen. (Wenn Du mal vier statt drei Saiten triffst, wird das niemanden stören. Die gleichmäßige Auf- und Abwärtsbewegung ist hier viel wichtiger. ) Stoppe nicht irgendwo in der Mitte der Saiten, sondern bewege deinen Arm gleichmäßig auf und ab. Hole ruhig ein wenig weiter aus, so dass der Arm sich fast so weit auf und ab bewegt, wie die Gitarre breit ist.

Beim D-Dur-Akkord die E-Saite freilassen

01.01.D A1.gif Beim D-Dur-Akkord, also dem ersten Akkord, den du hier lernst, gibt es eine Kleinigkeit zu beachten. Die oberste dicke E-Saite darf nicht mitklingen. Du erkennst dieses am (X) im Akkord-Diagramm. Der Grund: Der Ton "E" passt nicht zum D-Dur-Akkord. Wie die übrigen Töne heißen, braucht uns im Moment noch nicht zu interessieren.

Wir merken uns nur, dass die obere dicke E-Saite nicht zum D-Dur-Akkord passt. Dafür schlagen wir die nächsten beiden oder die nächsten drei Saiten an (wie oben schon gesagt, es kommt nicht so genau drauf an...) [3]

Wir schlagen immer "oberhalb", "unterhalb", "oberhalb", "unterhalb". 1,2,3,4.

Liedvorschläge

D-Dur-Akkord und 4/4-Schlag



Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
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Liedvorschlag für: 4/4el-Schlag und D-Dur-Akkord Text: franz. Volkslied       Bearbeitet von Mjchael
Bruder Jakob.svg

Frère Jacques

//: D Frère Jacques ://
//: D Dormez vous? ://
//: D Sonnez les matines. ://
//: D Ding, ding, dong. ://


Bemerkung

Übrigens, du musst hier keine Noten lesen können. Es schadet nichts, wenn du es kannst, aber du brauchst es nicht. Trotzdem können einem die Noten helfen, eine ungefähre Vorstellung vom Melodieverlauf zu bekommen, Mit Hilfe der Taktstriche kannst du erkennen, wie lange ein Schlagmuster ausgehalten werden muss. Wichtiger als die Noten sind hier die Bemerkungen auf dem Liederblatt.

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Lektion 1c
Der Griffwechsel von D-Dur nach A-Dur

Der erste Griffwechsel

Hier siehst du in Zeitlupe, wie von D nach A gewechselt wird. Versuche dich genau an die Reihenfolge zu halten. Was dir jetzt noch langsam vorkommt, wird mit der Zeit enorm schnell werden. Allein durch das Singen der Übungsbeispiele übst du immer wieder den richtigen Bewegungsablauf und deine Finger gewöhnen sich an die Position bei den einzelnen Akkorden. Die ersten Griffwechsel sind nicht extrem schnell. Geschwindigkeit braucht Zeit, und kommt mit der Übung.

Attention green.svg

Merke
Übe keine Griffe, sondern übe Griffwechsel!

Wichtiger als den einzelnen Griff zu können, ist es den Griffwechsel sicher zu beherrschen. Die Akkorde lernst du dann von allein.

Der D-Dur-Akkord.

01.01.D A1.gif In dem Griffdiagramm siehst du ein "d", das auf dem Kopf steht. Es ist für den Anfang eine kleine Eselsbrücke.
Es ist ein "d" und kein "p". Du erinnerst dich noch daran, dass Akkordbilder auf dem Kopf gezeichnet werden, damit du nicht spiegelverkehrt denken musst.[4]
01.01.D A2.gif Der Zeigefinger geht eine Saite höher.
01.01.D A3.gif Der Mittelfinger geht zwei Saiten höher und kommt genau unter den Zeigefinger.
01.01.D A4.gif Der Ringfinger rutscht einen Bund zurück und kommt genau unter den Mittelfinger. Jetzt sind alle drei Finger untereinander im selben Bund.
Hörbeispiel:
D-A-Dur

Attention green.svg

Info
Natürlich wirst du in der Praxis die Finger schon etwas früher anheben, damit sie schon alle in der Schwebe sind;
doch es ist wichtig, dass du die Finger bei diesem Griffwechsel von D- nach A-Dur nacheinander aufsetzt.

Zuerst Zeigefinger, dann Mittelfinger, dann Ringfinger.


Der Griffwechsel von A-Dur nach D-Dur

Jetzt geht das ganze rückwärts.

Der Akkord A-Dur

01.01.D A5.gif An diesem Bild kannst du sehen, dass die Finger in der Praxis nicht ganz exakt untereinander liegen, sondern etwa so wie hier ein wenig schräg zueinander sind. So kommt man besser mit den Fingern hin. Der Zeigefinger kommt nicht ganz so dicht an das Bundstäbchen heran, wie es eigentlich angestrebt wird. Aber es wird auch so ausreichen.
01.01.D A6.gif Zuerst hebst du alle Finger an und setzt dann den Zeigefinger eine Saite tiefer. Die anderen beiden Finger hast du dabei schon mitgenommen, aber sie bleiben in der Schwebe...
01.01.D A7.gif Danach kommt der Mittelfinger zwei Saiten tiefer. (Er dürfte aber schon mit dem Zeigefinger zusammen die Hälfte des Weges zurückgelegt haben.)
01.01.D A8.gif Zum Schluss rutscht der Ringfinger “um die Ecke”.
Das heißt: er kommt einen Bund weiter auf die zweite Saite von unten.
Hörbeispiel:
A-D-Dur

und dann geht es wieder von D-Dur nach A-Dur

Abschließend

Ich wiederhole mich noch mal:

Attention green.svg

Merke
Übe keine Griffe, sondern übe Griffwechsel!


Zuerst wird alles seeeehr laaaangsaaaam geübt!
Erst nach und nach kannst du mit dem Wechseln schneller werden.
Wichtig dabei ist es, richtig, d.h. in der richtigen Reihenfolge, zu wechseln. Ziel ist es, dass sich die Finger hinterher fließend auf das Griffbrett setzen. Wenn du "einfach so" die Finger auf das Griffbrett setzt, läufst du Gefahr, die Finger einzeln aufzusetzen, wobei jeder Finger seinen Platz noch suchen muss. Es ist dann keine fließende Bewegung, sondern drei abgehackte Bewegungen, die ungleich mehr Zeit brauchen.

Stelle dir dabei den Bewegungsfluss vor!

Von D nach A 01.01.D A91.gif und von A nach D 01.01.D A92.gif

Das Ganze sieht in etwa so aus:
D-A animiert.gif

Was jetzt noch langsam nacheinander erfolgt, verfestigt sich nach einiger Zeit, sodass die Finger ihre Position schon so gut kennen, dass sie sich gegebenenfalls schon in der Luft sortieren. Nach ein paar Wochen kennen die Finger ihre Position, die sie einnehmen sollen, so gut, dass man bei bei kleineren oder größeren Akkordsprüngen (D-A; C-D / G-Am; Em-D) alle Finger gleichzeitig aufsetzen kann, ohne einmal aufs Griffbrett zu schauen.

Natürlich werden auch dann die Finger sortiert, doch das geschieht schon in der Luft. Dabei macht man genau den Bewegungsablauf, den du hier jetzt im Zeitlupentempo lernst.

Es wird noch klein wenig dauern, bis du Stücke spielen kannst, wo es auf einen extrem schnellen Griffwechsel ankommt. Doch das hat noch Zeit. Bei den ersten Schlagmustern, wo man immer zwischen der Bass-Saite und den Melodiesaiten hin und her wechselt, reicht es vollkommen aus, wenn man sich zuerst um die Finger der oberen drei Bass-Saiten kümmert. Denn die werden zuerst angeschlagen. Die Finger der Melodiesaiten haben also noch einen kleinen Tick Zeit.

Darüber brauchst du noch nicht einmal besonders nachzudenken, denn das ergibt sich automatisch. Lasse dir die Zeit und entwickle keinen falschen Ehrgeiz. Der wäre hier einfach fehl am Platz. Auch im Straßenverkehr schaltet man oftmals zuerst einen Gang zurück, bevor man überholt.

"Alle Finger gleichzeitig" ist kein Ziel des Lagerfeuerdiploms. Das lernst du etwas später.

Fingerstellung

Achte mal auf die Stellung von Mittel- und Ringfinger! Die eine oder die andere Stellung wird bei den nächsten 6 Akkorden fürs “Lagerfeuerdiplom” und bei 3 Akkorden für das “Folkdiplom” immer wieder auftauchen. Es lohnt sich, darauf zu achten.

"Bei D-Dur: MR Durstellung.gif "Bei A-Dur: MR Mollstellung.gif

Liedervorschläge

Suche dir wenigstens ein- oder zwei Lieder heraus, die du bis zur nächsten Unterrichtseinheit regelmäßig übst. Wenn du es nur zweimal am Tag schaffst, ein oder zwei Lieder durchzusingen, wirst du enorme Fortschritte machen. Und ärgere dich nicht, wenn es sich nicht gleich gut anhört. Das kommt mit der Zeit.

Griffwechsel D-A und 4/4-Schlag



Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
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< Liederbuch

One wikibook.svg Lagerfeuerdiplom Wikibooks buchseite.svg 4/4-SchlagWikibooks buchseite.svg D-A


Spiritual – bearbeitet von Mjchael 

Gitarre 4/4-Schlag Ukulele (gcea)

Crd D.svg Crd A ZMR.svg

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab 0.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

D A
Uke2220.svg Uke2100.svg

Das Lied ist eine freie Übersetzung des Gospels "He's Got the Whole World in His Hands". Er haelt die ganze Welt.svg

1)
Er hält die D ganze Welt, in seiner Hand.
Er hält die A ganze Welt, in seiner Hand.
Er hält die D ganze Welt, in seiner Hand.
Gott hält die A ganze Welt in seiner D Hand.
2)
Er hält das D winzig kleine Baby in seiner Hand.
Er hält das A winzig kleine Baby in seiner Hand.
Er hält das D winzig kleine Baby in seiner Hand.
Gott hält die A ganze Welt in seiner D Hand.

3)   Er hält die Mutter und die Tochter in seiner Hand. ...
4)   Er hält den Sohn und den Vater in seiner Hand. ...
5)   Er hält auch dich und mich ...
6)   Er hält den Himmel und die Erde ...
7)   die Sonne und den Mond...
8)   die vielen kleinen Sterne ...
9)   den Opa und die Oma ...
10)   die Berge und die Flüsse ...
11)   die Vögel und die Fische ...
12)   ...

Cc-pd-new white.svg Der Autor ist schon über siebzig Jahre tot. Daher bestehen keine Urheberrechtsansprüche mehr an diesem Werk.

Der Auftakt

Die ersten drei Noten ("Er hält die") werden oftmals ohne ein Schlagmuster gesungen. Die Strophe fängt eigentlich erst mit dem Wort "ganze" richtig an. Die ersten drei Töne sind ein Auftakt. Wenn du die erste Strophe einmal durchgesungen hast, dann wirst du feststellen, dass der Auftakt eigentlich schon im letzten Akkord der vorhergehenden Strophe bzw. Refrains beginnt.

Achte also beim Singen auf das Wort "ganze" und fange da mit deinem Schlagmuster an!

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< Liederbuch

One wikibook.svg Lagerfeuerdiplom Wikibooks buchseite.svg D-A


Kinderlied – Text: mündlich überliefert, bearbeitet von Mjchael 

Gitarre 4/4-Schlag Ukulele (gcea)

Crd D.svg Crd A ZMR.svg

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab 0.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

D A
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Pudding auf dem Autodach

Strophe

D Pudding auf dem Autodach - Heladi- A ladilo

A wird bei hundertachtzig flach. - Heladi- D ladilo

Refrain

D Heladi- ladi - ladi - - Heladi- A ladilo

A Heladi- ladi - ladi - - Heladi- D ladilo


  1. Pudding auf dem Autodach - wird bei hundertachtzig flach.
  2. Pudding im Akkordeon - macht 'nen weichen sanften Ton.
  3. Pudding in der Aktentasche - schützt vor Stoß die Thermosflasche.
  4. Pudding unterm Autoreifen - macht beim Fahren braune Streifen.
  5. Pudding in der Badehose - gibt im Schwimmbad braune Sauce.
  6. Pudding auf Computerschirmen - tut den User arg erzürnen.
  7. Pudding in den Einkaufstaschen - hält die Kinder ab vom naschen.
  8. Pudding auf dem Fahrradreifen - gibt beim Bremsen braune Streifen.
  9. Pudding auf der Fahrradstange - sieht gut aus, doch hält nicht lange.
  10. Pudding auf dem Federkissen - wird man wohl entfernen müssen.
  11. Pudding auf der Friedhofsmauer - stört den Pfaffen (die Gäste, die Toten) bei der Trauer.
  12. Pudding an der Gartenpforte - vertreibt den Gast auch ohne Worte.
  13. Pudding durch´s Gewehr verschossen - gibt bei Allen Sommersprossen.
  14. Pudding auf dem Hinterreifen - gibt beim Bremsen bunte Streifen.
  15. Pudding in des Hutes Rand - fällt beim Grüssen in die Hand.
  16. Pudding im Kanonenrohr - kommt zum Glück nur selten vor.
  17. Pudding auf den Kinositzen - bringt die Reinmachfrau ins Schwitzen.
  18. Pudding auf der Kirchturmspitze - bröckelt ab bei grosser Hitze.
  19. Pudding auf der Kirchturmspitze - sieht schlecht aus und stinkt bei Hitze.
  20. Pudding auf der Kirchturmspitze - fällt dem Pfarrer auf die Mütze.
  21. Pudding in der Kuchenform - ändert den Geschmack enorm.
  22. Pudding in der Lampenschale - gibt gedämpftes Licht im Saale.
  23. Pudding in die Luft geschossen - gibt bei Regen Sommersprossen.
  24. Pudding in der Manteltasche - ist die neue Modemasche.
  25. Pudding auf dem Mädchenbusen - hält die Jungens ab vom Schmusen
  26. Pudding aus erwachsnen Mündern - hört man wieder von den Kindern.
  27. Pudding in der Puddingform - verändert den Geschmack enorm.
  28. Pudding durch ein Sieb geschossen - gibt die schönsten Sommersprossen.
  29. Pudding unterm Sofakissen - wird man wohl entfernen müssen
  30. Pudding auf dem Sofakissen - hält das Pärchen ab von küssen
  31. Pudding auf dem Sofakissen - lässt Gemütlichkeit vermissen.
  32. Pudding in der Tageszeitung - sorgt für weiteste Verbreitung.
  33. Pudding auf dem Tellerrand - wird als Senf nicht anerkannt.
  34. Pudding auf dem Tennisschläger - macht den Gegner schnell zum Neger.
  35. Pudding auf des Kollegen Tische - hält seine Aggressionen frisch.
  36. Pudding im Trompetenrohr - gibt Sommersprossen für den Chor.
  37. Pudding im Trompetenrohr - kommt auch nur ganz selten vor
  38. Pudding am Verkäuferkittel - ist kein gutes Werbemittel.
  39. Pudding in der Waschmaschine - ist ein Fall für Klementine.
  40. Pudding in der Wasserleitung - stört die Essenzubereitung.


Hörbeispiel

mit leicht verzögertem Griffwechsel (mitten im Takt, nicht am Taktbeginn). Man kann aber auch einfach am Taktbeginn wechseln.


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< Liederbuch

One wikibook.svg Lagerfeuerdiplom und Folkdiplom Wikibooks buchseite.svg 4/4-SchlagWikibooks buchseite.svg D-AWikibooks buchseite.svg H7-Akkord


Gospel (erste Hälfte 19.Jh.) – bearbeitet von Mjchael 

Der Schoß Abrahams spielt auf "Das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus" an; eine biblische Erzählung aus dem neuen Testament. (siehe Lukas 16,19-31 (GNB)) Auf den Schoß eines Großvaters (sinnbildlich für den Stammvater Abrahams) dürfen eigentlich nur Kinder. Und dann sind es meist die Enkel und die nahe Verwandtschaft, die ein inniges Vertrauensverhältnis genießen. So drückt das Lied den tiefen Wunsch aus, eine solches Gottvertrauen auch selbst zu erleben.

Es gibt kaum einen Gospel-Chor, der nicht dieses Lied im Repertoire hätte. Der Text ist so leicht, dass er unmittelbar vom Publikum mitgesungen werden kann. Dieser Gospel wurde sehr gerne gecovert. Um nur einige zu nennen: Golden Gate Quartet (1938), Les Humphries Singers, Peter, Paul & Mary, Louis Armstrong , Nana Mouskouri, Elvis Presley u.v.a.m.

Gitarre Westernschlag Ukulele (gcea)

Crd D.svg Crd A.svg

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTab end.svg

D A
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Rock my Soul (in D-Dur)

Verse 1
D Rock my soul in the bosom of Abraham, A Rock my soul in the bosom of Abraham,
D Rock my soul in the bosom of Abraham, A oh rock my D soul.
Verse 2
So D high, you can't get over it, so A low, you can't get under it,
so D wide, you can't get round of it, A oh rock my D soul.
Verse 3

D Rock - my - soul - A Rock - my - soul D Rock - my - soul - A oh rock my D soul.



Rock my Soul (in E-Dur)

Gitarre 4/4-Variante Ukulele (adf#h)

Crd E.svg Crd H7.svg

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab 0.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTab end.svg

E H7
Uke2220.svg Uke2100.svg

Rock my Soul

Verse 1
E Rock my soul in the bosom of Abraham, B7 Rock my soul in the bosom of Abraham,
E Rock my soul in the bosom of Abraham, B7 oh rock my E soul.
Verse 2
So E high, you can't get over it, so B7 low, you can't get under it,
so E wide, you can't get round of it, B7 oh rock my E soul.
Verse 3

E Rock - my - soul - B7 Rock - my - soul E Rock - my - soul - B7 oh rock my E soul.


Beachte: Im Englischen wird unser deutsches H7 als B7 geschrieben.

Cc-pd-new white.svg Der Autor ist schon über siebzig Jahre tot. Daher bestehen keine Urheberrechtsansprüche mehr an diesem Werk.

Weblinks

Eingefügt aus: Liederbuch: Rock My Soul
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Lektion 2a
Der Griffwechsel zwischen D-Dur und G-Dur

von D-Dur nach G-Dur

02.01.G.gif MR Durstellung.gif 02.01.D.gif
Wenn du dir den D-Dur-Akkord und den G-Dur-Akkord anschaust, entdeckst du eine Fingerstellung wieder, auf die schon in Lektion 1.3 aufmerksam gemacht wurde. Wie du siehst, ist die Stellung zwischen Mittelfinger und Ringfinger in beiden Griffen gleich, nur dass sie ein paar Saiten höher bzw. tiefer ist. Also wäre es doch das Beste, diese Stellung bliebe auch den gesamten Wechsel über in derselben Position.
02.01.D.gif Wieder derselbe Akkord, den wir schon hatten.

Dieses Mal achte besonders auf die Stellung von Ring- und Mittelfinger.

02.01.DG1.gif zuerst: Zeigefinger weg!
02.01.DG2.gif Mittel- und Ringfinger werden gleichzeitig nach oben verschoben. Der Mittelfinger bleibt im zweiten Bund und der Ringfinger im dritten. Die Stellung zueinander wird beim Verschieben nicht verändert. Konzentriere dich auf den Ringfinger! Der kommt ganz nach oben.

Wechsle die beiden Finger gleichzeitig!

Ich wiederhole noch einmal: Die Finger werden nicht nacheinander sondern gleichzeitig verschoben und aufgesetzt! (Fast so, als ob sie festgeklebt seien.)
02.01.DG3.gif Der kleine Finger "rollt" sich jetzt auf seinen Platz. Ungewohnt ist es vielleicht, die runde Saite mit der Fingerspitze runterzudrücken, aber er wird genauso aufgesetzt wie die anderen Finger. Er wird auf keinen Fall abgeknickt. Erinnere dich an die "Hämmerchen-Stellung".

Das ist am Anfang ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Wenn die untere Saite sich etwas dumpf anhört oder schnarrt, weil man noch nicht den richtigen Dreh raus hat, dann darf man das ruhig mal überhören. So nach dem zwanzigsten bis zweihundertsten Mal gewöhnt man sich daran, gerade genug Druck mit dem kleinen Finger auszuüben, dass der Ton richtig klingt.

02.01.G.gif Fertig ist der Griffwechsel.
Auch hier dient das eingezeichnete "G” (auf dem Kopf) als Merkhilfe.
Eine weitere kleine Merkhilfe:

G (-Dur): Ganz oben (Ringfinger) Ganz unten (kleiner Finger)

Hörbeispiel:

D-G-Dur

Stützfinger

Attention green.svg

Anmerkung

Später einmal kann man den kleinen Finger auch etwas früher aufsetzen und ihn als Stützfinger zur Orientierung benutzen. Doch gerade am Anfang ist es nicht zu empfehlen. Der kleine Finger lernt es irgendwann, seinen Platz zu finden. Ring- und Mittelfinger müssen aber unbedingt zusammenbleiben. Wenn man sie trennt, verschwendet man wertvolle Zeit, die man braucht, um die Finger nacheinander aufzusetzen und dabei den Platz zu suchen. Solange man den G-Dur-Akkord noch nicht richtig in den Fingern hat, ist es erfahrungsgemäß wirklich einfacher, zuerst Ring- und Mittelfinger in der richtigen Position aufzusetzen und den kleinen Finger einzurollen. Wenn das sicher klappt, dann darf man den kleinen Finger als Stützfinger etwas früher aufsetzen. Ich habe meinen Schülern öfter mal angedroht, die beiden Finger mit einem Gummiband zusammenzubinden, so dass man sie gleichzeitig wechseln muss. Doch es ist immer nur bei einer Drohung geblieben.


Von G-Dur nach D-Dur

Jetzt geht das ganze wieder rückwärts:

02.01.G.gif Der Akkord G-Dur
Zuerst:
Der kleine Finger kommt weg.
02.01.DG2.gif Jetzt wechsle die beiden Finger wieder von oben nach unten.
Und ich wiederhole mich noch einmal:
Die Finger wechseln gleichzeitig, ohne dabei die Stellung zueinander zu wechseln.
Konzentriere dich hier auf den Mittelfinger! Der kommt ganz nach unten.
02.01.DG1.gif Der Zeigefinger kam beim Wechsel von A-Dur nach D-Dur zuerst auf seinen Platz. Hier jedoch kommt er zum Schluss auf seinen Platz.
02.01.D.gif Fertig ist der Griffwechsel.

Hörbeispiel:

G-D-Dur

Auch hier sei nochmal gesagt:

Attention green.svg

Merke
Übe keine Griffe, sondern übe Griffwechsel.

Der D-Dur-Akkord baut sich von A nach D anders auf als von G nach D.


02.01.G Schluessel.gif Wenn du später immer noch große Schwierigkeiten mit dem kleinen Finger hast, dann ist es vielleicht eine Hilfe sich vorzustellen, man würde mit diesem etwas festhalten (wie hier den Schlüsselbund). Der kleine Finger muss sich erst einmal daran gewöhnen, dass er sich vollwertig, wie die anderen Finger bewegen kann. Und dieses kostet bei Leuten, die das nicht gewohnt sind, einiges an Übung und Gewohnheit. Vor dem gleichen Problem steht man übrigens auch, wenn man versucht, das 10-Finger-Blind-System für Schreibmaschine zu erlernen. Zum einen muss sich der kleine Finger an den Bewegungsablauf gewöhnen, und dann muss er sich noch an den Druck mit der Fingerkuppe gewöhnen, was er vorher vielleicht noch gar nicht in dem Maße getan hat.
Gib nicht gleich auf, wenn es nicht auf Anhieb gelingt. Es ist tatsächlich nur Gewöhnungssache, und kann manchmal etwas Zeit brauchen (ein bis zwei Wochen sind gar nicht mal ungewöhnlich). Wenn die unterste Seite bei G-Dur mal nicht so voll klingt, darf man das fürs Erste ruhig mal überhören. Das gibt sich! Wirklich!
Es ist schwierig. Für die einen mehr für die anderen weniger. Es liegt daran, dass sich der kleine Finger und der Ringfinger nicht völlig unabhängig voneinander bewegen können. Aber sie können es doch in so weit, dass man tatsächlich sowohl die obere als auch die untere G-Saite erreicht. Der Handteller sollte das Griffbrett möglichst nicht berühren, damit die Finger genügend Luft haben. Auch die Leute, denen es noch sehr schwer fällt, lernen es. Es dauert vielleicht ein wenig länger. Da helfen dann Fingergymnastik und Dehnungsübungen (unter Zuhilfenahme der Zupfhand). Der Griff mit dem kleinen Finger bringt tatsächlich viele Vorteile mit sich, so dass sich die Mühe lohnt. (siehe:G ohne kl. Finger)
Tipp:

Info bulb.png

(nicht nur) für den Gitarrenlehrer

Zu Anfang übt man am besten nur Lieder mit den gelernten Griffwechseln.

D-G-D und D-A-D

Der Sprung von G-Dur nach A-Dur sollte erst etwas später drankommen.

Tipp:

Info bulb.png

DGA animiert.gif

Es kann eine gute Hilfe sein, sich Mittel- und Ringfinger als den "Schwerpunkt" des Akkordes vorzustellen. Dann kann man sich die Position der Akkorde räumlich vorstellen. Man braucht dann als Gitarrenlehrer einen Akkord nicht mehr anzusagen, sondern kann ihn anzeigen, während man gleichzeitig z.B. das dazugehörige Lied singt.

Man nutzt dann die räumliche Vorstellungskraft für die Akkorde bzw. für eine Akkordfolge. Oft zeichnet man mit solch einer Bewegungsfolge eine kleine Figur, die viel einfacher zu merken ist als eine Buchstabenfolge. Die rein semantische Fähigkeit, Buchstaben zu lesen und zuzuordnen, hebt man sich dann für den Liedtext auf.


Mit welchem Kniff bzw. mit welcher Lernhilfe man letztendlich am besten zurecht kommt, hängt natürlich von jedem Einzelnen ab. Doch es lohnt sich, alle zu Gebote stehenden Hilfsmittel zu nutzen, die geeignet sind, sich eine Akkordfolge einzuprägen oder anderen zu vermitteln. Dabei nutzt man das lernpsychologische Phänomen: je mehr Sinne angesprochen werden, desto einfacher wird das Lernen.

Liedvorschläge

Griffwechsel D-G und Western-Schlag

Siehe auch: Durkadenz

Der Griffwechsel G-A bzw. A-G kann evtl. noch ein wenig warten (bis Lektion 7).


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Lektion 2b
Die erste Dur-Kadenz oder "Das große Dreigestirn"

Spacer.gif Kreisxx.svg Kreisxx.svg KreisG.svg Spacer.gif
KreisX2.svg

Tonart D-Dur
im Quintenzirkel

KreisD.svg
KreisX2.svg KreisA.svg
KreisX2.svg Kreisxx.svg
Spacer.gif KreisX2.svg KreisX2.svg Kreisxx.svg Spacer.gif


Einleitung: ein wenig Harmonielehre

Du hast jetzt drei Akkorde gelernt: D-Dur, A-Dur und G-Dur. Und ob du es glaubst oder nicht, mit nur diesen drei Akkorden kann man schon hunderte Lieder begleiten.

Viele Lieder werden nur mit drei Dur-Akkorden gespielt. Die Reihenfolge der Akkorde kann recht unterschiedlich sein, aber innerhalb einer Tonart sind es immer die selben drei Akkorde, die man zusammen antrifft. Andere Dur-Akkorde kommen in der Tonart D-Dur nur sehr selten vor. Die Akkorde D G und A sind in der Tonart D-Dur die Regel, andere Dur-Akkorde sind die Ausnahme.

Spiele mal die Akkordfolge D G A D genau in dieser Reihenfolge! Diese Akkordfolge wird D-Dur-Kadenz genannt. Sie wird häufig zum Üben der D-Dur-Tonart gebraucht. Sie ist aber auch so etwas wie eine Formel. Sie steht stellvertretend für alle Lieder in D-Dur, die nur mit den drei Akkorden D G und A begleitet werden. Die D-Dur-Kadenz wird entweder für Beschreibungen in der Harmonielehre und auch für reine "Trockenübungen" verwendet.

Wenn du mehrere Lieder kennen lernst, dann wirst du wahrscheinlich irgendwann feststellen, dass bestimmte Dur-Akkorde meist zusammen auftauchen und andere Dur-Akkorde nur selten oder sogar fast nie zusammen anzutreffen sind. Im Quintenzirkel, den man früher oder später noch genauer kennenlernen wird, sind die Dur-Akkorde, die man häufig zusammen antrifft, als Nachbarn nebeneinander angeordnet (wie oben im Diagramm gezeigt). [5]

Selbst wenn später noch ein paar Mollakkorde dazukommen, bleibt das Dreigestirn der Dur-Kadenz meist erhalten.

Natürlich gibt es auch einige Ausnahmen, trotzdem halten sich die meisten Lieder, die wir hier im westeuropäisch geprägten Abendland kennen, an diese einfache 3er-Teilung.

Die drei Hauptstufen

Die Akkordfunktionen der Dur-Akkorde

Die Tonika

auch Grundakkord genannt, gibt als einer der drei Akkorde (oder wie viele sonst in einem Lied vorhanden sind) gleichzeitig auch die Tonart des ganzen Musikstückes an. Zwar kann man sich nicht 100%ig darauf verlassen, aber meist beginnt und endet ein Stück mit diesem Grundakkord.

Als Faustformel kann man sich merken, dass ein Lied zumindest ganz am Schluss mit der Tonika enden sollte.

Hier zu diesem Zeitpunkt und mit den drei Akkorden, die du bis jetzt gelernt hast, ist die Tonika immer D-Dur. Beginne und beende deine "Trockenübungen" also immer mit D-Dur.

Der Grundakkord ist immer eine Art Ruhepol im Musikstück. Wie du zwischendrin wechselst, ist eigentlich egal. Hauptsache, du kommst wieder auf den Grundakkord D-Dur zurück.

Die drei Akkorde D, A und G gehören zu der D-Dur-Tonleiter.

Töne der D-Dur-Tonleiter
D=1; E=2; F#=3; G=4; A=5; H=6; C#=7; D=8=1

D ist die erste Note in der D-Dur-Tonleiter, und daher sagt man, dass der D-Dur-Akkord genau wie die Note D auf der ersten Stufe der Tonleiter steht.

Die Dominante

Ganz typisch bei einer Kadenz (formelhafte Akkordfolge) ist, dass einer der drei Akkorde für die Spannung zuständig ist. Hier in der D-Dur-Tonart ist es der A-Dur-Akkord.

Wenn du mal beim Singen darauf achtest, dann merkst du, dass der Melodieverlauf bei der Dominante häufig etwas spannungsreicher ist als bei den anderen beiden Akkorden. Das hilft dir vielleicht dabei, wenn du deine Lieder auswendig lernen möchtest. Die Spannung der Dominante kann noch gesteigert werden, wenn er als 7er-Akkord gespielt wird. Also als A7.

Zwar ist der A7 recht einfach zu greifen (du brauchst nur den Mittelfinger anzuheben), aber bis wir den A7 lernen und anwenden, merke dir Folgendes:

Attention green.svg

Merke
Ziffern bei Akkorden können meist ohne Probleme weggelassen werden!

Wenn also in deinem Liederbuch ein A7 vorkommt, dann suche nicht lange in einer Grifftabelle herum, sondern spiele einfach ein A-Dur. Ob sich das Stück mit A7 besser anhören würde, sei mal dahingestellt. Fürs Erste reicht es, die Zahlen einfach wegzulassen (dadurch findest du auf Anhieb einige Lieder mehr in deinem Liederbuch). Aber keine Angst, die 7er-Akkorde wirst du noch alle kennen lernen. Sie werden nur etwas nach hinten verschoben.

Eine Dominante oder ein Dominant-Sept-Akkord (7er-Akkord) löst einen spannungsreichen Höreindruck aus, von dem wir gewohnt sind, dass er sich wieder zum Grundakkord, also zur Tonika hin auflöst.

A ist die fünfte Note in der D-Dur-Tonleiter (D E Fis G A), und daher sagt man, dass der A-Dur-Akkord genau wie die Note A auf der fünften Stufe der D-Dur-Tonleiter steht.

Die Subdominante

G-Dur ist bei unserer kleinen Akkordfolge der Dritte im Bunde. Er verbindet den ruhigen Grundakkord mit der spannungsgeladenen Dominante. Dabei ist es egal, ob das G von D-Dur nach A-Dur weiterleitet, oder ob G von A-Dur zurück zu D-Dur leitet (vergleiche die Hörbeispiele!). Die Subdominante (G-Dur) ist nicht so spannungsreich wie die Dominante (A-Dur), aber auch nicht ganz so ruhig wie die Tonika (D-Dur). Sie will normalerweise nicht aufgelöst werden, sondern nur weiterleiten. Dieser Akkord hat etwas schwebendes, vorantreibendes an sich.

G ist die vierte Note in der D-Dur-Tonleiter (D E Fis G), und daher sagt man, dass der G-Dur-Akkord genau wie die Note G auf der vierten Stufe der D-Dur-Tonleiter steht.

Typische Akkordfolge (Kadenz in D-Dur)

D - G - A(7) - D

  • D-Dur ist der Start.
  • G-Dur verbindet den Vorgänger mit dem Nachfolger.
  • A(7) baut die Spannung auf, die sich aber wieder nach
  • D-Dur als Schluss-Akkord auflösen möchte.

Attention green.svg

Merke
Tonika = Ruhe
Subdominante = Weiterleitung
Dominante = Spannung


Noch eine Übung

Hier ein paar erklärende Beispiele, die du unbedingt nachspielen solltest.

(pro Akkord ein Takt)

Wenn G-Dur (die Subdominante) erklingt, dann kann man auch problemlos wieder zurück zum Grundton wandern. Der Subdominante ist es eigentlich egal, ob es zurück geht, oder doch weiter zu A-Dur leitet.

    D             G             D
||-----2-----2--|----3-----3--|----2-----2--|-2--||
||o----3-----3--|----0-----0--|----3-----3--|-3-o||
||--2--2--2--2--|----0-----0--|-2--2--2--2--|-2--||
||--0-----0-----|-0-----0-----|-0-----0-----|-0--||
||o-0-----0-----|-2-----2-----|-0-----0-----|-0-o||
||--------------|-3-----3-----|-------------|----||

Du musst noch keine Tabulatur lesen können (kommt etwas später)[6]. Dieses ist einfach die Akkordfolge D-Dur, G-Dur und wieder D-Dur, wobei jeder Akkord genau einen Takt mit dem 4/4-Schlag begleitet wird. Es entspricht also genau dem folgenden Schlagmuster.

Hörbeispiel:

D-G-Kadenz

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab 0.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg


Lektion 2c: Zwei weitere einfache Schlagmuster

Die folgende Übung ist weniger etwas zum Nachspielen, sondern mehr etwas zum Verstehen.

Das Achtel-Feeling

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab 0.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact eadgbe.svgTact ebgdae.svgTact eadgbe.svgTact ebgdae.svgTact eadgbe.svgTact ebgdae.svgTact eadgbe.svgTact ebgdae.svgTab end.svg
Alle weiteren Schlagmuster leiten sich aus dem nebenstehenden Muster ab. Wie du siehst, handelt es sich um eine gleichmäßige Auf- und Abwärtsbewegung.
Diese Bewegung bleibt (bis auf sehr wenige Ausnahmen, auf die ich aber noch gesondert hinweisen werde) immer gleichmäßig erhalten. Wie das Pendel einer Uhr schlägt der rechte Arm auf und ab. Diese Bewegung lässt sich durch nichts stören.

Alle Rhythmen entstehen dadurch, dass die Saiten der Gitarre mal berührt werden und mal nicht. Wenn die Saiten nicht berührt werden, wird die Auf- und Abwärtsbewegung des Armes nicht unterbrochen. In den folgenden Diagrammen wird dieses durch ausgegraute und gestrichelte Pfeile dargestellt. Diese sind die vorher schon erwähnten Luftschläge. Pro Takt werden jeweils 8 Schläge ausgeführt. Mal richtig, mal als Luftschlag, aber insgesamt sind es immer 8 Schläge. Daher fasst man die Schläge, die wir hier beim Lagerfeuer- und später beim Folkdiplom lernen, als Achtel-Feeling zusammen. Diesen Schlag könnte man 8/8-Schlag nennen. Allerdings ist dieser Schlag für sich alleine recht eintönig.

Man zählt übrigens nicht bis "8", auch wenn es 8 Schläge sind, sondern nur bis "4" und fügt nach jeder Zahl ein "und" ein: 1 und 2 und 3 und 4 und

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Merke
JEDER Abschlag ist eine Zahl. JEDER Aufschlag ist ein "und"!

Up stroke 1.jpg Spacer.gif Up stroke 2.jpg

Der Daumen wird beim Aufschlag einfach mit dem Daumennagel über die Saiten geführt. Man sollte es vermeiden, die Hand oder den Unterarm besonders stark zu verdrehen. Das ist gar nicht nötig. Wenn man sich vorstellt, man würde ein Knetkügelchen oder dergleichen zwischen den Fingern drehen, dann kommt man der Bewegung am nächsten, die zum Schlagen nötig ist. Der Daumen sollte auch ein wenig von den übrigen Fingern abstehen (einfach damit sie sich nicht ins Gehege kommen). Es sieht ein kleines bisschen wie beim Trampen aus.

Der Eisenbahnschlag

Diese Lektion dient eigentlich nur als Vorübung für den "Westernschlag" und muss zu diesem Zeitpunkt (Lernziel für die zweite Lektion) nicht unbedingt intensiv geübt werden. Man kann sich den Schlag auch für später (beispielsweise als Wiederholung bei der 6. bis 8. Lektion) aufheben. Der Grund: Der Eisenbahnschlag selbst eignet sich nicht so besonders, um viele Lieder zu begleiten. Er wird viel häufiger nur als Übergang oder für kurze Passagen (wie z.B. den Refrain) verwendet. Dennoch erklärt sich der "Westernschlag" viel leichter, wenn man vorher mal den "Eisenbahnschlag" vorgeschaltet hat. Nachdem du den Westernschlag geübt hast, wirst du feststellen, dass der Eisenbahnschlag später keine nennenswerten Probleme bereitet.

Tab spacer.svgTab 1.svgTab plus.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab plus.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact dae.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact ead.svgTact dae.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTab end.svg
Viel interessanter wird der 8/8-Schlag, wenn man auch hier genau wie oben beim 4/4-Schlag zwischen Bass-Saiten (die oberen drei) und Diskant-Saiten (die unteren drei) abwechselt.
Bei "1-und" werden die oberen Saiten auf- und abgeschlagen,
bei "2-und" die unteren Saiten;

bei "3-und" wieder die oberen, und
bei "4-und" wieder die unteren.
Gezählt wird "ober-halb, unter-halb, ober-halb, unter-halb"
bzw. "1-und, 2-und, 3-und, 4-und".

Der Schlag kann das ganze Lied über beibehalten werden (z.B. "Let's Twist Again"), oder er wird (was viel häufiger vorkommt) nur bei einem einzelnen Vers oder für eine Überleitung eingesetzt.

Wenn du den Schlag recht schnell ausführst, wirst du wahrscheinlich hören, wie er zu seinem Namen kam.

Übungsvorschlag 
Eine Insel mit zwei Bergen (das Lummerlandlied) © D D A A - A A D D [Melodie+Text]


Das Lied muss nicht die ganze Zeit über im Eisenbahnschlag gespielt werden, aber bei einer Wiederholung darf er ruhig mal auftauchen. Eine witzige Einleitung wäre es, das Lied mit einem ganz langsamen Eisenbahnschlag anzufangen und dabei "tsch-tsch" zu singen. Diesen Schlag dann schrittweise schneller werden lassen, bis man das richtige Singtempo hat, und dann mit der ersten Strophe einsetzen.

Ebenso kann das Lied so ausgeleitet werden, jedoch wird man immer schneller und leiser und imitiert so einen wegfahrenden Zug...

---

Wie ich oben schon sagte, dient der "Eisenbahnschlag" im Moment nur dazu, den Aufbau des folgenden Schlages zu erklären. Es reicht also, den "Eisenbahnschlag" mal kurz auszuprobieren; aber richtig üben kannst du ihn später mal. Der Schlag, auf den es in dieser Lektion ankommt ist der:

Der Westernschlag

Dieser Schlag ist schon ganz gut geeignet, um Lieder zu begleiten. Er passt nicht nur zu Cowboy-Liedern, sondern auch zu vielen anderen Volksliedern und Folk-Songs.

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 dae.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact ead.svgTact0 dae.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTab end.svg
Die hellen Pfeile nach oben sind bloß Luftschläge. Um den Takt zu zählen, übersieh die Luftschläge einfach! Dieser Schlag ähnelt sehr dem Eisenbahnschlag. Der Unterschied ist, dass beim Aufschlag nach der "1" sowie beim Aufschlag nach der "3" ein Luftschlag ausgeführt wird.
Bei diesem Luftschlag muss der Arm wieder nach oben, damit er wieder für den nächsten Abschlag bereit ist.

Häufiger Anfangsfehler: Der Arm wartet nach der "1" unten. Er macht dort unnötigerweise eine Pause und kommt nicht mehr rechtzeitig zur "2" nach oben. Die richtige Pause entsteht nach der "1" automatisch, wenn du einen Aufschlag machst, ohne dabei die Saiten zu berühren; eben einen Luftschlag.

Du musst dich aber hüten, "eins-zwei-und, drei-vier-und" zu zählen. Sonst hast du hinterher einen 3/4-Takt. Zähle besser:

"Eins-ssa, Zwei-und, Drei-ja, Vier-und".

Dabei soll das -ssa und das -ja die Pause für dem Luftschlag akustisch untermalen.

Der Tipp mit dem Tapp

Tappe mit dem Fuß auf! Zähle dabei 1 2 3 4. Jedes Mal, wenn der Fuß auftappt, hast du eine Zahl. Jedes Mal, wenn der Fuß angehoben wird, hast du ein "und". Die Schlaghand bewegt sich parallel zum Fuß mit auf und ab. Du kannst es dir fast wie bei einer Marionette vorstellen. Du sprichst natürlich nur die Zahlen und die "und" laut aus, die du auch tatsächlich als Schläge ausführst. Die Luftschläge werden nicht laut mitgezählt. Die Bewegung von Fuß und Arm bleibt jedoch gleichmäßig wie bei einem Uhrwerk.

Der Westernschlag eignet sich übrigens gut dafür, wenn man zwei Akkorde in einem Takt spielen möchte. Obwohl es kein Standard in Liederbüchern ist, habe ich dort, wo zwei Akkorde in einem Takt vorkommen, diese einfach in Klammern gesetzt. Dieses wird dir die erste Zeit helfen, bis du von alleine heraushörst, wann ein Akkord gewechselt werden muss, und wann dieses innerhalb eines Taktes geschieht.

Beispiel
D Follow me and every- (G thing is all- A) right
D I'll be the one to tuck you (G in at D) night
Rhythmusbeispiel

Wann nimmt man welchen Schlag?

Der 4/4-Schlag ist ein sehr einfacher Schlag, der an ein einfaches Marschtempo erinnert. Der Westernschlag kann fast immer dort eingesetzt werden, wo auch der 4/4-Schlag oder später der Lagerfeuerschlag passt. Er erinnert sehr an Country- und Westernlieder (daher der Spitzname). Wenn man Lieder hat, bei denen Akkorde oft und schnell hintereinander gewechselt werden, dann haben Anfänger etwas weniger Probleme, mitten im Takt den Akkord zu wechseln, als beim Lagerfeuerschlag, der als nächstes drankommt. Man kann sehr einfach bei der "1" und bei der "3" den Akkord wechseln. Jedoch bei einigen Liedern kann der sehr gleichmäßige Schlag etwas eintönig wirken.

Jetzt, zum Üben, musst du die Lieder mit den hier vorgeschlagenen Schlägen üben. Später wird dein eigener Geschmack entscheiden, welchen Schlag du bevorzugst. Im Augenblick kennst du zwar nur drei Schlagmuster, aber das wird sich früher oder später ändern.

Es gibt keine feste Regel, welchen Schlag man nimmt, solange nur der Takt stimmt. Es gibt eine Reihe von Schlagmustern, die sich für bestimmte Musikstile eignen. Und von jedem Schlagmuster gibt es zig Varianten. Es kommt sogar recht häufig vor, dass man in ein und demselben Lied gleich mehrere Schlagmuster oder Variationen eines Grundmusters verwendet. Du kannst dich bei der Wahl des Schlagmusters an dem Original orientieren, aber du musst es nicht. Es reicht wenn das Schlagmuster nur halbwegs zum Stück passt. Selbst die Original-Interpreten variieren von Auftritt zu Auftritt ihre Schlagmuster.

Du solltest dir mit der Zeit eine Handvoll Schlagmuster aneignen, und lernen wie man diese ein wenig variieren kann, bis man eine Version gefunden hat, die eurem Geschmack, oder sogar dem Original sehr nahe kommt. Du solltest auch in der Lage sein, ein Lied mit ganz unterschiedlichen Schlägen zu begleiten, sofern dieses im 4/4-Takt steht. Man probiert einfach mal aus, welcher Schlag einem besser gefällt. Dabei kann es sogar vorkommen, dass die Auswahl des Schlages von der eigenen Tagesstimmung abhängt. Wie schon gesagt, gibt es für die Auswahl eines Schlagmusters keine festgesetzten Regeln. Und es muss nicht immer ganz exakt wie das Original klingen!

Gleichmäßig wie ein Uhrwerk

Unverzichtbar ist aber, dass der Rhythmus (welchen man auch immer wählt) gleichmäßig ist. Bei jedem 4/4-Takt, den du übst, und bei jeder Pause, die du machst (wo du nicht singst, aber weiterhin das Schlagmuster ausführst), muss man immer genau bis 4 zählen können.

Du führst (solange du im 1/8-Feeling spielst) immer 4 Abschläge und 4 Aufschläge aus. Mal berührst du dabei die Saiten, mal nicht (so genannte Luftschläge). Es sind also insgesamt 8 Schläge. Keinen Schlag mehr und keinen weniger.[7]

Wenn man auch mal über anfängliche Griffunsauberkeiten hinweghören kann, so darf ein fehlender Schlag oder ein Schlag zu viel auf gar keinen Fall toleriert werden. Man darf nur bei denjenigen Pausen ein Auge zudrücken, die entstehen, weil man den neuen Griff noch nicht sicher beherrscht...

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Merke
Ein falscher Ton zur richtigen Zeit ist nur halb verkehrt.

Ein richtiger Ton zur falschen Zeit ist absolut verkehrt.

Nichts haut eine Gruppe von Sängern oder Musikern mehr raus, als wenn der Takt nicht stimmt. Falsche Akkorde, unsaubere Griffe, schiefe Töne, ja selbst ein falscher Rhythmus (z.B. Samba anstelle von Rumba), all das wird oft gar nicht bemerkt. Das kann man immer wieder gerade biegen und man kann sich immer wieder reinpfuschen.

Also bloß kein Stoppen oder ein "Entschuldigung, ich wollte..." . Einfach weiterspielen. Oder wenn du am Üben bist, bringe wenigstens den Takt oder den Vers, den du singst, zu Ende. Dann lieber nochmal langsam ganz von vorne. Oder die schwierige Passage isoliert üben. Einen vergangenen Schlag zu berichtigen, bringt gar nichts. Das kannst du also auch beim nächsten Vers üben. Und Fehler gehören zum Lernen einfach dazu!

Glasbutton Tipp.svg

Über einige Unsauberkeiten wird der Lehrer einfach hinweghören (oder er sollte es zumindest).
Beim nächsten, übernächsten oder überüberüberüberübernächsten Mal wird es besser.


Wenn jedoch der Takt durch einen Schlag oder eine Pause zu viel oder zu wenig kaputt gemacht wird, dann bekommt das jeder mit. Man gerät einfach aus dem Tritt. Du kannst von Glück sagen, wenn die anderen es auf ihre eigene Unfähigkeit schieben. Wir wollen aber nicht so "taktlos" sein, und jedermann solche Peinlichkeiten ersparen.

Ein Tipp für die erste Liederauswahl

Glasbutton Tipp.svg

Suche am Anfang immer Lieder aus, bei denen ein Akkord mindestens zwei Takte lang ausgehalten werden muss.

Neue Akkorde bzw. Akkordwechsel sind für den Anfänger nicht einfach, und bis man sie richtig beherrscht, kommt es automatisch zu Pausen. Das ist nicht weiter dramatisch. Jedoch muss man es irgendwie schaffen, dass man sich die Pausen nicht zu einer Gewohnheit macht, die man nachher wieder abtrainieren muss. Daher sollten die Akkorde immer zwei Takte ausgehalten werden. Denn wenigstens beim zweiten Takt braucht man keinen Griffwechsel und daher sollte da keine "Anfängerpause" nötig sein. Achte also darauf, dass die Takte nahtlos aneinander gespielt werden; wenigstens solange es zu keinem Akkordwechsel kommt.

Für den Westernschlag

Beim Westernschlag darf man nicht nach der "4-und" aufhören zu spielen, sondern muss gleich mit der "1" weitermachen. Sonst hoppelt der Rhythmus.

Also nicht

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svgTab spacer.svgTab spacer.svgTab spacer.svgTab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svgTab spacer.svgTab spacer.svgTab spacer.svgTab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTab bar.svgTab.svgTab.svgTab.svgTab.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTab bar.svgTab.svgTab.svgTab.svgTab.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTab end.svg

Sondern zähle am besten

"Vier'uuuun -dEin ssa"

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTab bar.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTab bar.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTab end.svg


Hörbeispiel in der nächsten Lektion.

Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
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Der einfache 3/4-Schlag

Der 3/4-Schlag gehört nicht zum Lernumfang des Lagerfeuerdiploms. D.h. wenn der Lehrer in der ersten Zeit auf Lieder im 3/4-Takt verzichten möchte, kann dieser auch noch bis zum Folkdiplom warten. Sollte dir aber ein Lied im 3/4-Takt unterkommen, dann kannst du einfach folgenden Schlag verwenden.

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab 0.svgTab 3.svgTab 0.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

Beim 3/4-Takt hat man einen anderen Rhythmus. Man muss immer bis 3 zählen und nicht bis 4. Erfahrungsgemäß hat man als Anfänger immer Probleme damit vom 4/4-Schlag auf den 3/4-Schlag umzuschalten und umgekehrt.

Ob es sich um einen 4/4-Takt oder einen 3/4-Takt handelt, das muss man einfach auszählen. Entweder funktioniert es, immer bis 4 zu zählen, oder es funktioniert immer bis 3 zu zählen.

Einfacher ist es, wenn man die Angaben im Lied selbst findet, oder wenn man die Taktangaben in dem Notensystem findet.

  • Der 3/4-Takt Music ClefG+2.svgMusic 34.svgMusic Staff.svgMusic End.svg
  • Der 4/4-Takt Music ClefG+2.svgMusic 44.svgMusic Staff.svgMusic End.svg oder Music ClefG+2.svgMusic 44c.svgMusic Staff.svgMusic End.svg

Zur Not lässt sich auch mal ein 6/8-Takt mit dem 3/4-Schlag begleiten, obgleich du später noch geeignetere Schlag- oder Zupfmuster für den 6/8-Schlag lernen wirst.

  • Der 6/8-Takt Music ClefG+2.svgMusic 68.svgMusic Staff.svgMusic End.svg
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Gospel – Alternativtitel: "(Oh) When The Saints (Go Marching In)", bearbeitet von Mjchael 

Crd A ZMR.svg Crd D.svg Crd G.svg

Das Lied ist eine freie Übersetzung des Gospels "When The Saints Go Marching In". Der Text bezieht sich auf einen Text des neuen Testamentes ("Die Offenbahrung des Johannes") und gibt der Hoffnung Ausdruck, dass am Ende aller Tage die Gläubigen in den Himmel kommen werden. Ja wenn der Herr.svg

1)
Ja, wenn der D Herr einst wieder kommt,
ja, wenn der Herr einst wieder A kommt,
ja, dann D lass mich auch da- G bei sein,
ja, wenn der D Herr einst A wieder D kommt.
2)
Und wenn die D Heil'gen aufersteh'n,
und wenn die Heil'gen aufer- A steh'n,
ja, dann D lass mich auch da- G bei sein,
wenn die D Heil'gen A aufer- D steh'n,


3)   Und wenn sie steh'n um deinen Thron, ...
4)   Und wenn das Buch geöffnet wird, ...
5)   Und wenn man singt: "Halleluja", ...
6)   Und wenn die Welt wird wieder neu, ...

Cc-pd-new white.svg Der Autor ist schon über siebzig Jahre tot. Daher bestehen keine Urheberrechtsansprüche mehr an diesem Werk.
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Liedvorschlag für: Gitarre: Der Griffwechsel von D-Dur nach G-Dur

Volkslied Bearbeitet von Mjchael

Crd A ZMR.svg Crd D.svg Crd G.svg

Attention green.svg

Merke
Ziffern bei Akkorden können meist ohne Probleme weggelassen werden!


Melodie
Melodie+Begleitung

Bergvagabunden

1. Strophe D Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen, A7 steigen dem Gipfelkreuz D zu, In unser'm Herzen   brennt eine Sehnsucht, A7 die läßt uns nimmer in D Ruh.

Refrain:
G Strahlende Berge, D sonnige Höhen, : A7 Bergvagabunden sind D wir, ja wir.
G Herrliche Berge, D sonnige Höhen, : A7 Bergvagabunden D sind wir.

2. Strophe D Mit Seil und Haken, alles zu wagen, A7 Hängen wir in steiler D Wand. Herzen erglühen, Edelweiß blühen, A7 Vorwärts mit sicherer D Hand.

3. Strophe D Fels ist bezwungen, frei atmen Lungen, A7 Ach, wie so schön ist die D Welt! Handschlag, ein Lächeln, Mühen vergessen, A7 Alles auf's beste be- D stellt.

4. Strophe D Im Alpenglühen heimwärts wir ziehen, A7 Berge, sie leuchten so D rot. Wir kommen wieder, denn wir sind Brüder, A7 Brüder auf Leben und D Tod.

5. Strophe Lebt D wohl, ihr Berge, sonnige Höhn A7 Bergvagabunden sind treu, ja D treu Lebt wohl, ihr Berge, sonnige Höhn A7 Bergvagabunden sind D treu,

Refrain:
G Strahlende Berge, D sonnige Höhen, A7 Bergvagabunden sind D wir, ja wir.
G Herrliche Berge, D sonnige Höhen, A7 Bergvagabunden D sind wir.
alternativer Refrain:
G Lebt wohl, ihr Berge, D sonnige Höhn A7 Bergvagabunden sind treu, ja D treu
G Lebt wohl, ihr Berge, D sonnige Höhn A7 Bergvagabunden sind D treu,
Begleitvorschlag

Rhythmus AA; der 4/4-Schlag
Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab 0.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

             

Rhythmus BB; der Westernschlag
Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svg
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Weblinks


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Liedvorschlag für: Gitarre: Der Griffwechsel von D-Dur nach G-Dur

mündlich überliefert Bearbeitet von Mjchael

Crd D.svg Crd G.svg

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab 0.svgTab 3.svgTab 0.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

Jeder Eseltreiber

1. Strophe
Jeder G Eseltreiber hat an ' Kugelschreiber, aber
D unsereiner, der hat ' nix, aber
D7 unsereiner, der hat ' nix, aber
G unsereiner, der hat nix.
Jeder G Eseltreiber hat an ' Kugelschreiber, aber
D unsereiner, der hat ' nix, aber
D7 unsereiner, der hat ' nix, ja der hat
G nix.


  • Jeder Eseltreiber hat an Kugelschreiber, ...
  • Jeder Südfranzose hat a Unterhose, ...
  • Jeder Menschenfresser hat sein Taschenmesser, ...
  • Jeder Zuluneger hat sein Bettvorleger, ...
  • Jeder Beduine hat sei Waschmaschine, ...
  • Jeder Bauernlackl hat ein Cadillacl, ...
  • Jeder Hinterinder der hat zwanzig Kinder, ...
  • Leute die was waren schreiben Memoiren, ...
  • Jeder Egerländer hat sein Fahrradständer, ...
  • Jeder Weichensteller hat sein Most im Keller, ...
  • Jeder Bauernlackl hat sein Geld im Sack'l, ...
  • Jeder Mulitreiber hat sein Kugelschreiber, ...
  • Jeder Indianer hat sein Persianer, ...
  • Jeder Automat der hat sein Nußschoklad, ...
  • Jede Frau vom Fabrikanten hat ihre Diamanten, ...
  • Jeder alte Dackl hat sein Anorakl, ...
  • Jeder Asiate hat a Schnellkochplatte, ...
  • Jeder Neuseeländer hat an Regnschirmständer, ...
  • Jeder Kongoneger hat sein Hosenträger,...
  • Jede Klosterschwester hat ihr Taschenmesser, ...


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Volkslied aus dem kolonialen Westindien – Alternativtitel: John B. Sails, Text und Melodie: anonym: wird erstmals 1917 in einem Roman erwähnt.[8]bearbeitet von Mjchael 

Der Originaltext handelt von zwei sich streitende angetrunkene Passdagiere, die den Hafen herbeisehnen. Der Schiffsname des Kutters "John B." bezieht sich vermutlich auf den Kapitän John Bethel, einem der ersten walisischen Siedler auf Eleuthera-Bahamas.

Neben Cover des Kingston Trio, Johnny Cash und vielen anderen wurde vor allem die Version der Beach Boys sehr populär.

Sloop John B.

1
We D came on the Sloop D4 John D B., D4-3
My D grandfather D4 and D me. D4
A- D round Nas- D4 sau D town we did A roam, A4-3
Drinking all D night, D4-3 - Got into a G fight, G4-3
Well I D feel so break up, A I wanta go D home. D4-3
Chorus
So D hoist up the John D4 B. D sail, D4-3
D See how the main- D4 -s'l D sets, D4-3
D Call for the captain D4 a- D shore,let me go A home, A4-3
Let me go D home, D4-3 - I wanta go G home, G4-3
Well, I D feel so break up, - A I wanta go D home. D4-3
2
D First Mate, he D4 got D drunk, D4-3
D Broke up the peo- D4 ple's D trunk, D4
D Constable D4 had to D4 come and take him a- A way. A4-3
Sheriff John- D stone, D4-3 Why don't you leave me a- G lone? G4-3
Well I D feel so break up, A I wanta go D home. D4-3
3
The D poor cook D4 he caught the D fits, D4-3
D Threw away all D4 my D grits,
D Then he took D4 and D ate up all of my A corn. A4-3
Let me go D home, D4-3 I wanta go G home, G4-3
This D is the worst trip A I've ever been D on. D4-3

Begleitmuster(-vorschlag)

Ohne die Sus-Akkorde ließe sich das Lied auch für das Lagerfeuerdiplom nutzen.
Die Bezeichnung D4-3 ist eine Kurzschreibweise für D4 - D . Der Sus-Akkord erfolgt jeweils auf der "4" des Lagerfeuerschlages.

Crd Dsus4 x00233.svg

KreisD.svgTab spacer.svgTab spacer.svgTab spacer.svgKreis4.svgTab spacer.svgKreis3.svgTab spacer.svgTab spacer.svgTab spacer.svgKreis4.svg
Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab spacer.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab spacer.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTab break.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab bar.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTab break.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

Cc-pd-new white.svg Der Autor ist schon über siebzig Jahre tot. Daher bestehen keine Urheberrechtsansprüche mehr an diesem Werk.

Weblinks

Wikipedia
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
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Gitarre: Liedbeispiel 2e


Lektion 3a: C-Dur-Akkord bzw. die G-Dur-Kadenz

Wir brauchen tatsächlich nur einen neuen Akkord, und schon haben wir eine neue Tonart gelernt. Diesmal ist es die Tonart G-Dur. Für diese Tonart lassen wir den A-Dur-Akkord hinter uns. A-Dur gehört nicht zur Tonart G-Dur und kommt dort höchstens mal als eine Ausnahme vor. Dafür gehört der Akkord C-Dur regelmäßig zur Tonart G-Dur. Die drei Dur-Akkkorde der G-Dur-Tonart sind G C und D.

Vergleich am Quintenzirkel[9]

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Kreisxx.svg

Tonart D-Dur
im Quintenzirkel

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Tonart G-Dur
im Quintenzirkel

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In der neuen Tonart G-Dur ist nun G die ruhige Tonika, C ist die verbindende Subdominante und D die spannungsreiche Dominante. In der Tonart G-Dur kommt die Dominante häufig als D7 vor, wobei wir jedoch am Anfang die 7 einfach ignorieren können. Gehe noch einmal die Übung mit der Durkadenz durch, und ersetze dort die Tonika D-Dur durch die neue Tonika G-Dur. Die alte Subdominante G wird durch C ersetzt, und die Dominante A durch D. So geht man auch vor, wenn man ein Lied in eine höhere oder tiefere Tonart umsetzen will.

Von G-Dur nach C-Dur und wieder zurück

Auch wenn es für das momentane Spielen noch nicht notwendig ist, möchte ich schon einmal auf die "schwarzen" Töne hinweisen. Diese Töne heißen genauso wie der Akkord. Es sind die Grundtöne des Akkordes. Später einmal werden wir diese Töne für das Zupfen gebrauchen und für besondere Anschlagübungen, bei denen man den Basston hervorheben soll. Im Moment braucht man sich aber noch nicht damit zu befassen. Die römische 3 (III) weist nur auf den 3. Bund hin. Da man bei Akkorden gerne mit Zahlen arbeitet, vermeidet man einige Verwechslungen, indem man die Bünde mit römischen Ziffern angibt.

Pfeil OS.svg Crd G.svg Pfeil SW.svg
Von G-Dur nach C-Dur
  1. Kleiner Finger weg
  2. Ring- und Mittelfinger gleichzeitig
    eine Saitenlage tiefer.
    Der Ringfinger kommt auf die
    "Z"weite Saite von oben
  3. Zeigefinger erster Bund
    "Z"weite Saite von unten
03.01.G C.gif Von C-Dur nach G-Dur
  1. Zeigefinger weg
  2. Ring- und Mittelfinger gleichzeitig
    eine Saitenlage höher
    "G"anz nach oben
  3. Kleiner Finger “rollt” sich
    "G"anz nach unten
    auf seinen Platz


Ja ich weiß, ich wiederhole mich:
Die Finger werden nicht nacheinander,
sondern gleichzeitig verschoben.

Pfeil NO.svg Crd C.svg Pfeil WN.svg

Leider gibt es keine so einprägsame visuelle Merkhilfe für C-Dur, außer dass der Akkord irgendwo in der Mitte liegt.

Aber vielleicht hilft dir der (gesprochene) Satz:

"C": (ausgesprochen: Zeh!)
Zweiter von oben (Ringfinger)
Zweiter von unten (Zeigefinger)

Neben der visuellen Lernhilfe (dem "G" auf dem Kopf) gibt es auch einen gesprochenen Merksatz:

G (-Dur):
Ganz oben (Ringfinger)
Ganz unten (kleiner Finger)

Den Griffwechsel übt man am besten einige Male hintereinander.

Hörbeispiel:

C-G-Dur

Stützfinger: JA! Zeigefinger zuerst: NEIN!

Auch hier sei nochmal gesagt: der kleine Finger darf ruhig ein wenig zögern, bevor er seinen Platz verlässt. Er bleibt so lange als Stützfinger (zur Orientierung), bis Mittel- und Ringfinger ihren Platz erreicht haben. Aber noch bevor die beiden Finger dann richtig aufsetzen, verschwindet der kleine Finger.

Es ist absolut wichtig, dass der Mittel- und Ringfinger gleichzeitig aufsetzen, und das muss unbedingt noch geschehen, bevor der Zeigefinger aufsetzt!

Die Gefahr ist nämlich, dass der Zeigefinger zuerst aufgesetzt wird.
Das hört sich im ersten Moment gar nicht so schlimm an, doch man erlebt es gerade bei Anfängern immer wieder, dass dabei die gemeinsame Stellung von Mittel- und Ringfinger auseinander gerissen wird.

Der Zeigefinger hat zwar seinen Platz relativ schnell gefunden, aber der Mittelfinger sucht seinen Platz, und dann sucht der Ringfinger seinen Platz.

Das sind drei einzelne Bewegungen, die viel Zeit kosten.

Wenn man es einmal geschafft hat, Ring- und Mittelfinger als eine Einheit zu sehen, und sie in ihrer Position, die ja schon richtig ist, einfach beibehält, und sie immer gleichzeitig bewegt, geht alles ganz fix, da es dann nur zwei einfache Bewegungen sind.

Es ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, dass der Ringfinger jetzt eine so wichtige "Zeige-" Funktion hat. Doch er muss unbedingt zuerst aufgesetzt werden. Die Bass-Saiten werden zuerst angeschlagen. Der Zeigefinger hat also ein bis zwei Schläge Zeit, bevor er drankommt. Aber da der Zeigefinger das Zeigen gewohnt ist, findet er auch etwas später sehr schnell seinen Platz.

Also konzentriere dich auf den Ringfinger und bau den C-Dur Akkord nicht von hinten auf!

Von C-Dur nach D-Dur und zurück

Auch den folgenden Griffwechsel sollte man einige Male alleine üben. Aber im Prinzip dürfte man damit keine größeren Schwierigkeiten haben.

Pfeil OS.svg Crd C.svg Pfeil SW.svg
von C-Dur nach D-Dur
  1. Zeigefinger weg
  2. Wie bei G-Dur wechseln
    die beiden Finger wieder gleichzeitig
    von oben nach unten.
    Konzentriere dich hier aber auf den
    Mittelfinger! Der kommt ganz nach unten.
  3. Und genau wie beim G-D-Wechsel
    kommt zum Schluss der
    Zeigefinger auf seinen Platz.
Kreis1.svg 03.01.D C.gif Kreis2.svg

Kreis2.svg 02.01.DG1.gif Kreis1.svg

 

Von D-Dur nach C-Dur
  1. Zeigefinger weg
  2. Ring- und Mittelfinger gleichzeitig auf die
    "z"weite von oben.
  3. Zeigefinger auf die
    "z"weite von unten

Natürlich muss man die Bilder in

umgekehrter Reihenfolge lesen.
Pfeil NO.svg Crd D.svg Pfeil WN.svg
Hörbeispiel:
C-D-Dur

Animierter Griffwechsel

C G D animiert.gif

Der Griffwechsel verläuft wie ein Fahrstuhl immer oben (G-Dur) mitte (C-Dur) unten (D-Dur) mitte (C-Dur) oben (G-Dur).

Hörbeispiel

Einfache Akkordprogressionen

Eine "Akkordprogression" ist eigentlich nichts weiter als eine mehr oder weniger kurze "Akkordfolge". Nur hat man bei einer Akkordprogression eher den Eindruck, dass die Abfolge der einzelnen Akkorde genau so und nicht anders verlaufen muss. Es handelt sich meist um ein Klischee (anderes Wort für "Standard-Akkordfolge"), das man schon bei hunderten, wenn nicht tausenden von Liedern gehört hat. Um stets die richtigen "Grooves" auf Lager zu haben, empfiehlt es sich, möglichst viele dieser Akkordfolgen zu verinnerlichen. Noch besser ist es, wenn man gleich Lieder findet, welche die ganze Zeit nur mit solch einer Akkordfolge begleitet werden. Auch wenn man unbedingt ein besonderes Lied von der Gruppe XYZ spielen will, empfiehlt es sich doch, zuerst die einfachen Akkordfolgen zu üben, bevor man die etwas schwereren Akkordfolgen trainiert. Sobald man das Einfache beherrscht, fällt einem das gezielte Nachspielen von Liedern viel leichter; daher ist kaum eine andere Lernmethode sinnvoller.

einfache Akkordkombination:
Zählweise: Eins - Zwei und - Drei - Vier und ...

Progression Nr. 1 (G-Dur)

So sieht der Westernschlag in einer Tabulatur aus. Wie diese gelesen wird, das wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Aber achte mal auf die Noten. Jede Note, die nur einen Schlag hat (wenn man also eine Ziffer ohne ein nachfolgendes "und" zählt), hat auch nur einen Notenhals. Da ist kein weiteres Fähnchen oder kein weiterer Balken mit dabei. Wenn ein Doppelschlag ab- und aufwärts geschlagen wird, dann sind die Notenhälse meist durch einen Balken miteinander verbunden. Die erste Note ist meist der Abschlag, und die zweite, die mit dem Balken verbunden ist, das ist der Aufschlag, bzw. das "und".

Was ist eine Kadenz?

Eine besondere Akkordprogression ist die Akkordfolge G C D G. Also Tonika, Subdominante, Dominante, Tonika. Spiele diese Akkordfolge einmal nach. Start, Weiterleitung, Spannung, Auflösung.

Diese Akkordfolge wird genutzt, um eine Tonart (hier G-Dur) für Übungszwecke oder für Demonstrationszwecke zu definieren. Will man die Dur-Akkorde, die man für eine Tonart üblicherweise benötigt, einmal anspielen, so verwendet man meist genau diese Akkordfolge. Sie wird "Dur-Kadenz" genannt. Die Akkordfolge hilft einem geschulten Gehör, sich in einer Tonart zurechtzufinden. Bei vielen einfachen Liedern ist oftmals noch die Tonika dazwischen gesetzt. Also "G C G D G". Doch für die Definition einer Tonart reichen die vier Akkorde "G C D G" völlig aus. Also eine Dur-Kadenz ist eine Akkordfolge, welche formelhaft eine Tonart näher definiert.

Namen der Saiten

Falls du es nicht schon weißt oder noch nicht wo anders gelesen hast:

Um sich die Reihenfolge der Saiten von oben nach unten einzuprägen, merke man sich entweder folgenden Spruch:

Eine Alte Dame Ging Heringe Essen. (der Klassiker)

oder den näherliegenden

Ein Anfänger der Gitarre hat Eifer

Liedervorschläge

Griffwechsel G-C-D



Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
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Lektion 3b: Die allgemeinen Fingersatzregeln

Die Fingersätze, die hier für die einzelnen Akkorde vermittelt werden, sind nicht durch Zufall entstanden. Ein Akkord sollte immer so gegriffen werden, dass sich die Finger beim Griffwechsel so wenig wie möglich bewegen müssen.

Wo es möglich ist
  1. Zeigefinger erster Bund
  2. Mittelfinger zweiter Bund
  3. Ringfinger dritter Bund
  4. Kleiner Finger vierter Bund
Müssen zwei oder mehrere Finger in einen Bund
  • Zeigefinger kommt über den Mittelfinger
  • Mittelfinger kommt über den Ringfinger
  • Ringfinger kommt über den kleinen Finger

Vorteile des Standard-Fingersatz

  1. Bei dem Wechseln der 9 Akkorde C-, F-, G-, G7-, D-, E- und A-Dur sowie E- und A-Moll hat man immer die gleichen Fingersätze. Die Griffwechsel werden daher alle nach demselben Schema ablaufen.
  2. Der Grundton ist fast immer da, wo der Ringfinger ist. Später beim Folkdiplom, wenn man die ersten Zupfmuster lernt, weiß man immer, wo der Basston ist.
  3. Hat man erst mal einen Basslauf oder eine Picking-Figur gelernt (kommt im Folkdiplom), dann kann man diesen sehr einfach auf andere ähnlich gegriffene Akkorde übertragen.
  4. Griffwechsel werden in der Regel einfacher und schneller.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber die können getrost warten, bis man alle Standard-Akkorde mit den Standard-Fingersätzen kann und alle Lernvorteile der Standard-Griffweise mitgenommen hat.

Und wenn du es jetzt auch noch nicht glauben magst: mit nur wenigen "Eselsbrücken" findet man alle Töne der C-Dur Tonleiter in den ersten Bünden. Und du wirst nicht länger als eine Unterrichtsstunde brauchen, um das zu lernen.

Bevorzugte Positionen

Aus den allgemeinen Fingersatz-Regeln kann man für die einfachen Akkorde eine "Lieblingsposition" der Finger ableiten. Sollte ein Finger für einen bestimmten Akkord nicht gebraucht werden, so kann er sich aber schon einmal in der Schwebe über seiner Lieblingsposition auf die Lauer legen. Wahrscheinlich wird er dort schon bald wieder gebraucht.

Lieblingspositionen:

Zeigefinger        Mittelfinger        Ringfinger        kleiner Finger 
||-Z-|---|---|     ||---|---|---|      ||---|---|---|    ||---|---|<K>|   
||<Z>|---|---|     ||---|---|---|      ||---|---|---|    ||---|---|-K-|  
||-Z-|---|---|     ||---|-M-|---|      ||---|---|---|    ||---|---|-K-|  
||---|---|---|     ||---|<M>|---|      ||---|---|-R-|    ||---|---|---|  
||---|---|---|     ||---|-M-|---|      ||---|---|<R>|    ||---|---|---|  
||---|---|---|     ||---|---|---|      ||---|---|-R-|    ||---|---|---|   

Ebenso empfiehlt es sich, Ring- und Mittelfinger immer dicht beieinander zu halten (wie schon angesprochen), da sie höchstwahrscheinlich in einer dieser beiden Positionen gegriffen werden:

MR Durstellung.gif - MR Mollstellung.gif

Tipp

Sollte man vorher schon einen Griff anders gelernt haben, dann sollte man den Standard-Fingersatz einfach wie einen neuen Akkord lernen und diesen für neue Lieder einsetzen. Sobald man gemerkt hat, welche Vorteile die Standard-Fingersätze mit sich bringen, wird man den "neuen" Griff auch bei den alten Liedern einsetzen.


Für diejenigen, die den G-Dur-Akkord vielleicht anders gelernt haben

G ohne kleinen Finger?

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Lektion 3c: Der Lagerfeuerschlag

Mit dem „Westernschlag“ hatten wir eine gute Vorübung für den „Lagerfeuerschlag“, denn die erste Hälfte des „Westernschlags“ entspricht der ersten Hälfte des „Lagerfeuerschlags“:

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTab end.svg

Tab spacer.svgTab 1.svgTab plus.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 0.svgTab 0.svgTab 0.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact0.svgTact0 u.svgTact0.svgTact0 u.svgTab end.svg

Die zweite Takthälfte des Lagerfeuerschlags ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die "3" wird nicht durchgeführt! Statt dessen wird ein Luftschlag ausgeführt. Dadurch folgen also zwei „und“ bzw. zwei Aufschläge aufeinander:

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact0 gbe.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 ebg.svgTab end.svg

Es ist absolut wichtig, dass die Auf- und Abschläge der Hand gleichmäßig ausgeführt werden. Denn die beiden hintereinander folgenden Aufschläge verleiten erfahrungsgemäß dazu, diese beiden Schläge zu schnell auszuführen.

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 2.svgTab spacer.svgTab plus.svgTab plus.svgTab spacer.svgTab 4.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact gbe.svgTab.svgTact ebg.svgTact ebg.svgTab.svgTact gbe.svgTab end.svg


Dieses führt zu einem unsauberen Rhythmus und einem falschen Takt. Diesen Fehler gilt es, unter allen Umständen zu vermeiden. Unsauber gegriffene Akkorde, nicht sauber ausgeführte Abschläge, ja sogar falsche Akkorde, alles kann man anfangs tolerieren, und auch mal drüber hinweg hören, denn das gibt sich alles mit genügender Übung. Wenn aber ein Takt nicht stimmt, also wenn er etwas kürzer oder länger ist, als er sein darf, dann bringt man alle, die mitsingen aus dem Takt.

Tipp

Man kann der unerwünschten "Taktverkürzung" am ehesten dadurch entgegenwirken, dass man die Armbewegungen recht weit ausführt. Es hilft die Hand beim Anschlag wenigstens so weit anzuheben und zu senken, wie die Gitarre breit ist. Wenn man es schafft, diese etwas übertrieben weite Bewegung halbwegs gleichmäßig auszuführen, wird man recht schnell den richtigen Rhythmus raus haben. Sobald der Rhythmus stimmt, kann man wieder etwas dezentere Schlagbewegungen ausführen.

Es lohnt sich, zuerst eine Weile die zweite Hälfte des Lagerfeuerschlags isoliert zu üben. Die erste Hälfte des Schlags hat man ja schon mit dem Westernschlag geübt.

| - u 4 - | - u 4 - | - u 4 - | - u 4 - |

Der Tipp mit dem Tapp

Nimm den Fuß zu Hilfe und tappe mit diesem den Takt. Jeder Tapp ist eine Zahl, jedes Anheben des Fußes ist ein „und“. Der Arm schlägt parallel mit jedem Tapp nach unten, bei jedem Anheben des Fußes geht auch der Arm nach oben. Selbst der Kopf kann diese Bewegung leicht mitmachen. Dabei ist es wiederum ganz egal, ob die Saiten berührt werden oder ob Luftschläge ausgeführt werden.

Und es wird beim Üben laut und deutlich gezählt.

„Eins – Zwei und – und Vier“ – „Eins – Zwei und – und Vier“
Beim Lagerfeuerschlag sieht es wie folgt aus

Lagerfeuerschlag 2Takte.png

Tipp

Wenn man eine Gruppe mit der Gitarre begleitet, dann kann der Schlagarm mitunter auch den Taktstock eines Dirigenten ersetzen. Daher braucht man keine Angst zu haben, wenn die Bewegungen anfangs etwas übertrieben deutlich ausführt. Stelle dir einfach vor, du dirigierst mit der Schlaghand gleichzeitig einen Chor.

Hörbeispiel

Interessantes am Rande

Eine Besonderheit gibt es über den Lagerfeuerschlag noch zu sagen. Bei kaum einem anderen Schlagmuster wird die „1“ so gut hervorgehoben wie bei diesem Schlagmuster. Selbst wenn der Sänger mal den Faden verloren hat, findet er beim Lagerfeuerschlag schnell die „1“ wieder. Bei anderen Schlagmustern fällt das nicht so leicht.

Schaue dir das Schlagmuster einmal ohne Taktstriche an. Du findest die alleinstehende „1“ relativ einfach heraus. So ähnlich geht es auch deinem Gehör, wenn es den Lagerfeuerschlag hört. Auch das Ohr hört recht schnell die alleinstehende „1“ heraus. Daher ist der Lagerfeuerschlag sehr gut geeignet, um eine Gruppe beim Singen zu begleiten.

Tact eadgbe.svgTab.svgTact eadgbe.svgTact ebgdae.svgTab.svgTact ebgdae.svgTact eadgbe.svgTab.svgTact eadgbe.svgTab.svgTact eadgbe.svgTact ebgdae.svgTab.svgTact ebgdae.svgTact eadgbe.svgTab.svgTact eadgbe.svgTab.svgTact eadgbe.svgTact ebgdae.svgTab.svgTact ebgdae.svgTact eadgbe.svgTab.svgTact eadgbe.svgTab.svgTact eadgbe.svgTact ebgdae.svgTab.svgTact ebgdae.svgTact eadgbe.svgTab.svgTact eadgbe.svgTab.svgTact eadgbe.svgTact ebgdae.svgTab.svgTact ebgdae.svgTact eadgbe.svgTab.svg


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Liedvorschlag für: Gitarre: Griffwechsel G-C-D

Text: mündlich überliefert       Bearbeitet von Mjchael

Crd D.svg Crd G.svg Crd C.svg

Hab ne Tante aus Marokko

1. Hab’ 'ne G Tante aus Marokko wenn sie | kommt… HIPP, HOPP

Hab’ 'ne | Tante aus Marokko, wenn sie D kommt… HIPP, HOPP

Hab’ 'ne G Tante aus Marokko,

Hab’ 'ne C Tante aus Marokko,

Hab’ 'ne D Tante aus Marokko, wenn sie G kommt… HIPP, HOPP


Singen: G Ja- Ja- Jippi Jippi | Jä … HIPP, HOPP
Singen: | Ja- Ja- Jippi Jippi Jä … D HIPP, HOPP
Singen: G Ja- Ja- Jippi Jippi … C Ja- Ja- Jippi Jippi…
D Ja- Ja- Jippi Jippi G Jä … HIPP, HOPP


2. Und sie G kommt auf zwei Kamelen,

wenn sie | kommt… HOPPEL-POPPEL

Und sie | kommt auf zwei Kamelen,

wenn sie D kommt… HOPPEL-POPPEL

Und sie G kommt auf zwei Kamelen,

Und sie C kommt auf zwei Kamelen,

Und sie D kommt auf zwei Kamelen,

wenn sie G kommt * HOPPEL-POPPEL


Singen: G Ja- Ja- Jippi Jippi | Jä … HIPP, HOPP… HOPPEL-POPPEL
Singen: G Ja- Ja- Jippi Jippi D Jä … HIPP, HOPP… HOPPEL-POPPEL
Singen: G Ja- Ja- Jippi Jippi … C Ja- Ja- Jippi Jippi…
D Ja- Ja- Jippi Jippi G Jä … HIPP, HOPP… HOPPEL-POPPEL


  • 3. Und sie schießt auf zwei Pistolen, wenn sie kommt… PIFF-PAFF
  • 4. Und dann trinken wir 'ne Cola, wenn sie kommt… GLUCK-GLUCK…..
  • 5. Und dann braten wir ein Ferkel, wenn sie kommt… OINK-OINK
  • 6. Und dann kriegen wir 'nen Brief, dass sie nicht kommt… OOoohhhhhh……

Singen: | Ja- Ja- Jippi Jippi | Jä … HIPP, HOPP; - HOPPEL-POPPEL; - PIFF-PAFF; - GLUCK-GLUCK; - OINK-OINK…OOooooooooooooooooooooooohhhhhhhhhhhh

Anfangstöne                                           
------------------------------------------------------
------------------------------------------------------
---------0--0--0--0---------------0-------------------
---0-0----------------2-0-----0-----------------------
----------------------------2-------------------------
------------------------------------------------------

Ein | dient als Platzhalter für den Akkord. Es ist als Anfang eine Hilfe wie lange ein Akkord ausgehalten werden muss, und lehnt sich an die Taktstriche der Noten an. Der Refrain wächst mit jeder Strophe um einen Ausdruck! Wenn man will auch die letzte Zeile jeder Strophe….


Begleitvorschlag
Lagerfeuerschlag

Tab spacer.svgTab 1.svgTab plus.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab plus.svgTab 4.svgTab plus.svg Tab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg


Eingefügt aus: Hab ne Tante aus Marokko
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Liedvorschlag für: Gitarre: Griffwechsel G-C-D

Melodie: Robert Steidl (*1865 †1927); Text:(ursprünglich) Robert Steidl (*1865 †1927) [10]

diverse Strophen anonym bzw. mündlich überliefert       Bearbeitet von Mjchael

Crd D.svg Crd G.svg Crd C.svg

Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad

1. Strophe

Meine G Oma fährt im C Hühnerstall Mo-

G tooooor- rad Mo- D toooooor- rad, Mo- G tooooor- rad,

Meine G Oma fährt im C Hühnerstall Mo- G toooooooor- rad

meine C Oma ist 'ne D ganz patente G Frau


  1. Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad ...

  2. Meine Oma hat im Backenzahn ein Radio ...

  3. Meine Oma hat 'nen Bandwurm, der gibt Pfötchen ...

  4. Meine Oma hat 'ne Brille mit Gardinen ...

  5. Meine Oma hat 'nen Dackel, der trägt Höschen ...

  6. Meine Oma tötet Fliegen mit Kanonen ...

  7. Meine Oma hat 'ne Glatze mit Geländer ...

  8. Meine Oma hat 'nen Goldfisch, der raucht Pfeife ...

  9. Meine Oma lernt im Gurkenglasl tauchen...

  10. Meine Oma hat ein Himmelbett mit Brause ...

  11. Meine Oma spielt in Hollywood nen Cowboy ...

  12. Meine Oma mahlt den Kaffee mit Atomkraft ...

  13. Meine Oma hat Klosettpapier mit Blümchen ...

  14. Meine Oma hat 'nen Kochtopf mit 'nem Lenkrad ...

  15. Meine Oma hat 'nen Krückstock mit 'nem Rücklicht ...

  16. Meine Oma hat im Küchenschrank Kaninchen ...

  17. Meine Oma bäckt im Kühlschrank eine Torte ...

  18. Meine Oma hat 'nen Löffel mit Propeller ...

  19. Meine Oma hat 'nen Nachttopf mit Beleuchtung ...

  20. Meine Oma fährt im Panzer zum Finanzamt ...

  21. Meine Oma hat 'nen Papagei mit Bluejeans ...

  22. Meine Oma hat 'nen Petticoat aus Wellblech ...

  23. Meine Oma hat ´nen Schlüsselbund mit Kompass ...

  24. Meine Oma lernt im Suppenteller schwimmen ...

  25. Meine Oma fährt im Suppenteller U-Boot ...

  26. Meine Oma hat im Strumpfband ´nen Revolver ...

  27. Meine Oma hat nen Sturzhelm mit Antenne ...

  28. Meine Oma guckt die Tagesschau mit `m Fernrohr ...

  29. Meine Oma hat ´ne Teekanne mit Schutzblech ...

  30. Meine Oma hat 'ne Unterhos mit Auspuff ...

  31. Meine Oma hat ein Waschbecken mit Sprungbrett ...


Begleitvorschlag

Tab spacer.svgTab 1.svgTab plus.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab plus.svgTab 4.svgTab plus.svg Tab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

gemeinfrei
Dieses Werk (Bild, Ton, Film, Text...) wurde entweder
  • von seinem Urheber zur uneingeschränkten Nutzung freigegeben oder
  • erreicht nicht die nötige Schöpfungshöhe, um geschützt zu sein, oder
  • hat ein abgelaufenes Copyright in den Vereinigten Staaten und den Ländern mit einem Urheberrecht über die Lebenszeit des Autors plus 70 Jahren oder weniger.
  • Urheber ist anonym, und das Werk wurde erstmalig vor 70 oder mehr Jahren veröffentlicht.

Das Werk ist damit gemeinfrei („public domain“).


Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
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< Liederbuch

One wikibook.svg Gitarre Wikibooks buchseite.svg Griffwechsel G-C-D


amerikanischer Folksong – Alternativtitel: With My Banjo On My Knee, Text und Melodie: Stepen Foster (1848 publ.), bearbeitet von Mjchael 

Stephen Collins Foster (*1826 - †1864) war seinerzeit der bekannteste Songwriter in den USA. Viele seiner Lieder, sind 150 Jahre nach ihrer Entstehung immer noch bekannt. Das Lied „Oh Susanna“ ist Stephen Foster's größter Hit.

Gitarre Ukulele (gcea) Ukulele (adf#h)
Crd G.svg Crd C.svg Crd D.svg
G C D
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G C D
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Oh! Susanna

Wikipedia
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:
Wikipedia
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:
Stephen Foster
Strophe 1
I G came from Alabama, with my banjo on my D knee,
I'm G going to Louisiana, my D true love ' for to G see;
It G rain'd all night the day I left, the weather it was D dry,
The G sun so hot, I froze to death, Su- D sanna ' don't you G cry.
Ref.
O- C -oh! Susanna, oh G don't you cry for D me,
I've G come from Alabama with my D banjo ' on my G knee.
Strophe 2
I G had a dream the other night when every thing was D still,
I G thought I saw Susanna a D coming ' down the G hill;
The G buck-wheat cake was in her mouth, the tear was in her D eye;
Says G I, "I'm coming from the South. Oh, Su- D sanna ' don't you G cry."
Strophe 3
I G soon will be in New Orleans, and then I'll look D around,
And G when I find Susanna, I will D fall up- ' on the G ground.
And G if I do not find her, this darkey'll surely D die,
And G when I'm dead and buried. Oh, Su- D sanna, ' don't you G cry.

Oh Susanne

Deutsche Nachdichtung von Bernd Hannemann, Januar 2009
Strophe 1
Ich G kam aus Alabama mit dem Banjo auf dem D Knie.
Ich G wollt' nach Louisiana, um die D Liebste ' dort zu G seh'n.
Im G Regen ließ ich sie zurück, bei größter Trocken- D heit.
Fror G mich zu Tod' im Sonnenlicht. Su- D sanne, ' wein doch G nicht!
Ref.
O- C -oh! Susanne oh G bitte weine D nie,
ich G komm' aus Alabama mit dem D Banjo ' auf dem G Knie.
Strophe 2
In G einer leisen, dunklen Nacht, da träumte ich von D ihr,
wie G sie die Berge runterjagd. Sie D kam di- ' rekt zu G mir.
Sie G aß ein Keks und sprach kein Wort, eine Träne glänzte D feucht.
Sag G ich zu ihr: "Ich geh nach Nord. Oh, Su- D sanne ' wein doch G nicht."
Strophe 3
Nun G bin ich bald in New Orleans und wage einen D Blick.
Viel- G leicht seh' ich Susanne dort und D find bei ' ihr mein G Glück.
Lebt G sie in einer andern Stadt, dann tröstet mich das D nicht.
Ich G fiel glatt um und bliebe tot. Oh, Su- D sanne ' wein doch G nicht.
    by-sa Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen [http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de Version 2.0] siehe auch Hinweis auf der Benutzerseite

Begleitvorschlag
(Bearbeitet von Mjchael)

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg

Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

Diese Akkorde bzw. der Rhythmus wurden für Anfänger vereinfacht. Der D-Dur-Akkord wird in der vereinfachten Version etwas früher als nötig gespielt, was die Begleitung vereinfacht.

Besser hört sich das Lied (meines Erachtens) an, wenn D-Dur einen halben Takt später spielst. Dafür benötigt man einen schnellen Griffwechsel welcher in der Lektion 5 des Lagerfeuerdiploms beschrieben wird. Die "spätere" Version des D-Dur-Akkords ist durch einen Hochkomma gekennzeichen.

Eingefügt aus: Liederbuch: Oh Susanna
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Liedvorschlag für: Gitarre: Griffwechsel G-C-D

Text: volkstümliches Weihnachtslied       Bearbeitet von Mjchael

Crd D.svg Crd G.svg Crd C.svg

Ihr Kinderlein kommet

T.:Christoph von Schmid - M.: J. P. A. Schulz, (1794)

Strophe 1[11]
Ihr G Kinderlein ' kommet, o D kommet doch G all,
zur ' Krippe her ' kommet in D Bethlehems G Stall,
und D seht, was in D7 [12] dieser hoch- G heiligen C Nacht
der G Vater im ' Himmel für (D Freu- D7) [13] de uns G macht.


Strophe 2
O G seht in der Krippe im D nächtlichen G Stall,
seht hier bei des Lichtleins hell- D glänzendem G Strahl
den D lieblichen D7 Knaben, das G himmlische C Kind,
viel G schöner und holder als D Eng- 7 [14] elein G sind.


Strophe 3
Da G liegt es, ihr Kinder, auf D Heu und auf G Stroh, Ma-
ria und Joseph be- D trachten es G froh;
die D redlichen 7 Hirten knien G betend C davor,
hoch G oben schwebt jubelnd der D himm- 7 lische G Chor.


Strophe 4
O G beugt wie die Hirten an- D betend die G Knie, er-
hebet die Händlein und D danket wie G sie,
stimm D freudig, ihr 7 Kinder, wer G wollt sich nicht C freu'n,
stimmt G freudig zum Jubel der D Eng- 7 el mit G ein!

Fußnoten
  1. Diese Übung mit dem Fingerhakeln ist als Demonstration gedacht, weniger als ein Krafttraining.
  2. Wenn mehr als ein Ton gleichzeitig erklingt (wie bei einem Akkord), spricht man von Harmonie. Folgen die Töne nur nacheinander, dann spricht man von Melodie.
  3. Entgegen einiger falscher Behauptungen ist es beim D-Dur-Akkord nicht verboten, die 2. Saite von oben mit anzuschlagen. Der Ton A (das ist die zweite Saite von oben) gehört mit zum D-Dur-Akkord. Es mag ja sein, dass sich einige Stücke besser anhören, wenn man den Basston D (die dritte Saite von oben) als tiefsten Ton hat und die A-Saite meidet, doch es ist generell nicht verkehrt, wenn das A (versehentlich oder absichtlich) doch mal mitklingt. Und bei der einfachen Liedbegleitung in der Tonart D-Dur fällt es so gut wie keinem Zuhörer auf, dass der Ton A im Bass liegt und nicht, wie es meist bei Zupfmustern angestrebt ist, der Ton D. Beim Folkdiplom werden wir mit den Zupfmustern viel mehr auf die Basstöne eingehen, und dann stellt sich automatisch ein besseres Gefühl für den Basston ein. Ein D-Dur-Akkord mit einem A im Bass kennen Klavierspieler als eine Umkehrung der Grundstellung. In der Tonart G-Dur (die wir ab der 3. Lektion lernen) stört eine solche Umkehrung überhaupt nicht. Bei Zupfmustern mit einem Wechselbass wird meist der Basston D zuerst angeschlagen. Doch der tiefere Basston A wird oftmal beim zweiten Mal als Wechselbass angeschlagen. A als Basston beim D-Dur-Akkord zu meiden ist völlig unnötig und letztlich hinderlich für das Üben der Anschläge.
  4. Richtiger wäre es bei diesem Griffbild ein großes "D" einzuzeichnen, weil es ein D-Dur und kein D-Moll ist, und man Dur-Akkorde üblicherweise groß schreibt und nur Mollakkorde klein. Problem: Dadurch würden die Finger nicht mehr so schön in den Buchstaben hineinpassen und die schöne Eselsbrücke wäre hin.
    Für den Anfang wird man aber gut mit dem kleinen Schönheitsfehler leben können.
  5. Die Kreise hier im Quintenzirkel entsprechen je einem Ton. Es wird ein langfristiges Ziel sein, zu jedem Ton des Quintenzirkels je einen Dur-, einen Moll- und einen 7er-Akkord spielen zu können.
    Ein mittelfristiges Ziel (Lagerfeuer- und Folkdiplom) ist es, zu jedem Ton entweder einen Dur-Akkord oder zumindest einen Dur7-Akkord greifen zu können, soweit dazu keine Barré-Akkorde nötig sind. Da Töne mit Vorzeichen fast ausnahmslos Barré-Akkorde ergeben, müssen diese zu einem späteren Zeitpunkt (ab Rockdiplom) gelernt werden. Damit das mittelfristige Ziel besser vor Augen ist, sind die "Barré-Akkorde" vorerst durchgestrichen.
    Da es nur wenige Moll-Akkorde gibt, die man ohne Barré greifen kann, werden diese für den Quintenzirkel nur am Rande beachtet.
  6. Wenn es dich aber jetzt schon interessiert, wie man eine Tabulatur liest dann schaue dir noch einmal das Kapitel Lesen von Diagrammen, Tabulaturen und Noten in der Einleitung genauer an. Da wird es beschrieben.
  7. Es gibt zwar einige wenige Lieder, die ihren besonderen Reiz erst durch eine Unregelmäßigkeit im Takt erhalten (zu denken wäre da unter anderem an einige Kirchenlieder), aber die kann man sich wirklich aufheben, bis ein gleichmäßiger und regelmäßiger Takt und Rhythmus gar kein Problem mehr darstellt. Solche Lieder, die mitten drin von einem 4/4-Takt abweichen (egal ob es innerhalb eines Verses oder während einer Pause ist), sollte man zumindest am Anfang erst gar nicht lernen. Man darf den Rhythmus selbst variieren (mehr oder weniger Luftschläge, Lautstärke, Anzahl der Saiten, Gesamttempo...), jedoch muss bei einem 4/4-Takt ohne Ausnahme immer bis 4 gezählt werden können. Das muss einfach in Fleisch und Blut übergehen. Und bis es so weit ist: Zählen, zählen, zählen...
    ps.
    Beim 3/4-Takt, den wir um einiges später üben, wird natürlich bis 3 gezählt, beim 6/8-Takt bis 6, und so weiter ...
  8. Pieces of Eight von Richard Le Gallienne (Kapitel 4 Seite 6 ": „Ihr Jungs, könnt Ihr nicht einen Song singen? Wie wär’s mit John B. Sails?“")
  9. Der Quintenzirkel ist ein nützliches "Werkzeug" um sich Akkorde, die üblicherweise zusammen gehören einzuprägen.
    Daneben kann man noch viele Informationen viel leichter aus dem Quintenzirkel ableiten (weil die zusammengehörenden Töne meist nebeneinander stehen), als sie mühsam an der (chromatischen) Tonleiter abzuzählen. Dennoch muss er zu diesem Zeitpunkt weder verstanden noch gelernt werden. Da aber Lagerfeuer-, Folk-, Rock- und später noch das Rockballadendiplom sich in ihrem Aufbau sehr eng am Quintenzirkel orientieren, wird sich hoffentlich bald auch so intuitiv ein "wähnendes Erahnen" einstellen. Die eigentliche Systematik, die hinter dem Ganzen steht, kann dann später durch die richtigen Fakten ergänzt werden.
    Im Gitarrenunterricht fließen solche Bruchstücke evtl. durch Randbemerkungen wie "E-Dur hat - (Geh Du Alter Esel) - vier Kreuze, D-Dur hat - (Geh Du) - zwei Kreuze" ein und ergeben erst nach und nach für den Schüler einen Sinn.
    Jetzt zu diesem Zeitpunkt hat der Quintenzirkel eher die Funktion eines Adventskalenders, bei dem jeder neue Akkord so etwas wie ein neues Türchen im Quintenzirkel-Kalender darstellt.
  10. Der Schlager hatte ursprünglich. den Titel „Wir versaufen unsrer Oma ihr klein Häuschen“; Die Veröffentlichungsjahr und Autoren der umgesungenen Version sind nicht mehr feststellbar. Die Schutzdauer endet bei anonymen Werken 70 Jahre nach der ersten Veröffentlichung.
  11. Die erste Strophe enthält als zusätzliche Hilfe noch Hochkomma um einen neuen Takt anzudeuten.
  12. D7 kann durch ein einfaches D ausgetauscht werden
  13. Anstelle (D-D7) mit schnellem Griffwechsel kann auch ein einfaches D7 oder nur ein D gespielt werden.
  14. D ... 7 ist eine Kurzschreibweise für den Wechsel D ... D7. Es ist zwar kein Standard, aber doch oft anzutreffen.


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Jamaikanisches Volkslied – Alternativtitel: Day-O, bearbeitet von Mjchael 

Der Banana Boat Song ("Bananenboot-Lied") ist ein Calypso, dessen bekannteste Version von Harry Belafonte gesungen wurde.

Gitarre Ukulele (gcea)
Crd C.svg Crd G7.svg
C G7
Uke0003.svg Uke0212.svg

Banana Boat Song (Day-O)

Wikipedia
Wikipedia hat einen Artikel zu den Themen:
Chorus
C Day-O! G7 Day- C O!
Daylight come, and I G7 wanna go C home
C Day-O! G7 Day- C O!
Daylight come, and I G7 wanna go C home
1st Verse
C Come, Mr. Tallyman, G7 tally me banana
C Daylight come, and I G7 wanna go C home
C Come, Mr. Tallyman, G7 tally me banana
C Daylight come, and I G7 wanna go C home
2nd Verse
Heave C six foot, seven foot, eight foot bunch
C Daylight come, and I G7 wanna go C home
Heave C six foot, seven foot, eight foot bunch
C Daylight come, and I G7 wanna go C home
3rd Verse
A C clerk man a check but him check with caution
C Daylight come, and I G7 wanna go C home
A C clerk man a check but him check with caution
C Daylight come, and I G7 wanna go C home

Begleitvorschlag

Der Westernschlag

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab spacer.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact eadgbe.svgTact0 u.svgTact eadgbe.svgTact ebgdae.svgTab break.svgTact eadgbe.svgTact0 u.svgTact eadgbe.svgTact ebgdae.svgTab end.svg
einfacher Calypsoschlag

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab spacer.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact eadgbe.svgTact0 u.svgTactx.svgTact ebgdae.svgTab break.svgTact eadgbe.svgTact0 u.svgTactx.svgTact ebgdae.svgTab end.svg

Weblinks


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Gospel)   Liedvorschlag für: Griffwechsel G-C-D Bearbeitung: Mjchael

Crd G.svg Crd C.svgCrd D.svg

Oh, Mary, don't you weep

CHORUS
G Oh, Mary, don't you D weep, don't mourn;
D7 Oh, Mary, don't you G weep, don't mourn;
C Pharaoh's army got G drowned,
Oh, D Mary, don't you G weep.


Strophe 1
G Well if I could I surely D would,
D7 Stand on the rock where G Moses stood.
C Pharaoh's army got G drowned,
Oh, D Mary, don't you G weep.
Strophe 2
G One of these morns about D twelve o' clock
D7 This old world is going to G reel and rock
C Pharaoh's army got G drowned,
Oh, D Mary, don't you G weep.

Weblinks


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Liedvorschlag für: Griffwechsel G-C-D und Gitarre: D7 Akkord
Gospel Bearbeitet von Mjchael
Crd G.svg Crd D.svg Crd D7.svgCrd C.svg

Down by the riverside

G Gonna lay down my sword and shield
Down by the riverside
D Down by the riverside
G Down by the riverside
Gonna lay down my sword and shield
Down by the riverside
D Down by the D7 river- G side
refrain
I ain't gonna C study war no more,
I ain't gonna G study war no more,
I ain't gonna D study D7 war no G more.
I ain't gonna C study war no more,
I ain't gonna G study war no more,
I ain't gonna D study D7 war no G more.
G Gonna walk with the Prince of Peace
Down by the riverside
D Down by the riverside
G Down by the riverside
Gonna walk with the Prince of Peace
Down by the riverside
D Down by the D7 river- G side
refrain...
G Gonna put on my long white robe;
Down by the riverside
D Down by the riverside
G Down by the riverside
Gonna put on my long white robe;
Down by the riverside
D Down by the D7 river- G side
refrain...
G Gonna lay down my sword and shield
Down by the riverside
D Down by the riverside
G Down by the riverside
Gonna lay down my sword and shield
Down by the riverside
D Down by the D7 river- G side
refrain...
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»Text«:Liedvorschlag für: Gitarre: D7 Akkord

Volkslied Bearbeitet von Mjchael
Crd G.svg Crd D.svg Crd D7.svgCrd C.svg

In einen Harung

1.
In einen G Harung, jung und D schlank, - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
Der auf dem Meeresgrunde D schwamm - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
Ver- A liebte sich, o G Wunder, ´ne olle D7 Flunder, ´ne olle G Flunder
Ver- A liebte sich, o G Wunder, ´ne olle D Flu- D7 (hu-) n- G der.
2.
Der Harung G sprach: "Du bist ver- D rück! - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
Du bist mir viel zu platt ge- D drückt. - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
Rutsch A mir den Buckel G runter, du olle (D Flunder, D7) du olle G Flunder!
Rutsch A mir den Buckel G runter, du olle (D Flu- D7) (hu-) n- G der.!"
3.
Da stieß die G Flunder auf den D Sand, - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
Wo sie 'nen goldnen Rubel D fand. - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
Ein A Goldstück von zehn G Rubel, o welch ein (D Jubel, D7) oh welch ein G Jubel.
Ein A Goldstück von zehn G Rubel, o welch ein (D Ju- D7) (hu-) G bel.
4.
Da war die G olle Schrulle D reich. - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
Da nimmt der Harung sie so- D gleich. - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
Denn A so ein alter G Harung, der hat Er- (D fahrung, D7) der hat Er- G fahrung
Denn A so ein alter G Harung, der hat Er- (D fah- D7) (ha-) G rung.
5.
Und die Mo- G ral von der Ge- D schicht? - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
Verlieb dich in nen Harung D nicht! - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
Denn A so ein alter G Harung, der hat Er- (D fahrung, D7) der hat Er- G fahrung
Denn A so ein alter G Harung, der hat Er- (D fah- D7) (ha-) G rung.

Bevor das Lied gespielt wird, sollte der Griffwechsel zwischen D-Dur und D7 einzeln und mit dem schnellen Griffwechsel geübt werden. Zur Not kann man den schnellen Griffwechsel auch umgehen, indem man nur den D7-Akkord spielt.


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Folksong   Liedvorschlag für: Griffwechsel G-C-D und D7-Akkord Bearbeitung: Mjchael

Crd G.svg Crd C.svg Crd D.svg Crd D7.svg

Banks of the Ohio

Strophe 1
I asked my G love to take a D walk
Just to D7 walk a little G way
As we walked along we C talked
All about G our D wedding G day
Chorus
And only G say that you'll be D mine
And our D7 home will happy G be
Down beside where the waters C flow
Down on the G banks of the D Ohio G
Strophe 2
I took her G by her lily white D hand
Led her D7 down where the waters G stand
There I pushed her in to C drown
And watched G as she D floated G down
Strophe 3
I started G home tween twelve and D one
I cried, "My D7 God, what have I G done."
I murdered the only woman I C loved
Because she G would not D marry G me.
Strophe 4
The very next G morning about half-past D four
the sheriff came knocking on my G door
He said, "Young man, come with me and C go
Down to the G banks of the D Ohio. G "

Weblinks


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Singen kann jeder

Ich weiß nicht, wie gut du schon singen kannst. Es mag sein, dass es für dich das natürlichste der Welt ist. Vielleicht hat schon eure Mutter mit euch gesungen, oder ihr hattet einen guten Musiklehrer oder singt sogar in einem Chor mit.

Euch brauche ich nicht viel zum Singen zu sagen. Man kann zwar immer noch irgendetwas besser machen, aber darum soll es hier nicht gehen. Hier geht es mehr um die grundsätzlichen Tipps für den Anfänger. Man kann seine Stimme auch richtig schulen lassen (was allerdings nicht in jedem Fall notwendig ist), aber das Thema Gesangsausbildung bietet Stoff genug für ein eigenes Buch.[1] Jedoch will nicht jeder ein Popstar werden. Vielen genügt es, wenn sie für sich selbst nur so mit Spaß an der Freude singen.

Niemand soll sich zu schnell einreden lassen, er könne nicht singen. Solange er sprechen kann, kann er auch singen.[2] Es fehlt höchstens die Übung. Am besten lernt man das Singen, indem man es immer und immer wieder übt, und sich auch einmal mit den Themen wie Tonhöhe, Intervalle und Rhythmus zu beschäftigen. Manchmal liegt es einfach daran, dass die Leute zwar gut singen KÖNNEN wollen, aber nicht singen LERNEN wollen. (Das gilt übrigens auch fürs Gitarrespielen.)

Wie kann man zur Gitarre singen?

Wer gleichzeitig singt und Gitarre spielt, kommt am Anfang schnell durcheinander. Was kann man da tun?

Bekannte einfache Lieder

Es empfiehlt sich, mit einfachen und bekannten Liedern zu beginnen. Lieder, bei denen man nicht über Worte und Melodie nachdenken muss. Lieder, die so einfach sind, dass man sie auch ohne Konzentration noch singen kann. Vielleicht findet man auch Lieder, in denen immer bei einem bestimmten Wort ein Akkordwechsel vorkommt, so dass man sich nicht sehr darauf konzentrieren muss. Oder Lieder, die man so in- und auswendig kennt, dass man sie automatisch abspulen kann. Einfache Lieder, die man aber nicht auswendig kann, sind weniger zu empfehlen. Doch sie sind allemal besser, als sich gleichzeitig mit einem schweren Text, mit der Akkordfolge und dem Rhythmus zu beschäftigen. Man sollte für das Üben auch Kinderlieder und Volks- oder Weihnachtslieder nicht verachten, wenn man diese auswendig kann. Sie mögen vielleicht nicht die angestrebte Musikrichtung sein, aber für das Erlernen der Spieltechnik sind sie anfangs eine gute Möglichkeit, überhaupt das Singen zur Gitarre zu üben.

Mitsummen

Selbst das bloße Mitsummen der Melodie bringt einen näher dazu, sich selbst mit der Gitarre zu begleiten. Und selbst dann, wenn man den Eindruck hat, die eigene Stimme eigne sich nicht für die Bühne, sollte man dennoch üben, zur Gitarre zu singen. Man entwickelt viel eher ein natürliches Gefühl für Melodie, Rhythmus, Dynamik und Geschwindigkeit. Und man kann sich leichter in den Sänger hineindenken, den man begleiten möchte.

Einfache Akkordfolge

Eine andere Methode ist, nur Lieder auszuwählen, die eine gleichbleibende Akkordfolge haben. Diese Akkordfolge übt man zuerst so lange, bis man sie in- und auswendig kann. Wenn diese Akkordfolge dann fast von alleine abläuft, bleibt genug Konzentration für den Gesang übrig. Natürlich sollte man keine Akkorde wählen, die zu schwer sind. Lieber mit etwas Leichtem anfangen.

Einfache Schlagmuster

Man beginnt mit einfachen Begleitmustern. Bei einem einfachen Schlagmuster bewegt sich der Arm so gleichmäßig auf und ab, dass der Rhythmus vorgegeben wird, ähnlich einem Dirigenten, der beim Chor den Taktstock schwingt. Erst wenn man mit den einfachen Schlagmustern klarkommt und damit Erfahrung hat, geht man daran, auch zu schwierigeren Gitarrenbegleitungen zu singen.

Musik mitlaufen lassen

Wenn man Probleme hat, sich an den Text, den Rhythmus, die Melodie und die Akkordfolge zu erinnern, dann hilft es, einfach das Lied im Hintergrund mitlaufen zu lassen. Dadurch wird das Gehirn entlastet, wenn es mal den Faden verliert.

Allerdings müssen diese Lieder auch in der Tonlage sein, in der man sie spielen möchte; sie dürfen nicht zu schnell sein. Dazu einige Tipps:

  • Viele Gitarrenlehrbücher haben CDs mit Übungsbeispielen.
  • Einige Musikprogramme können Originalstücke langsamer abspielen lassen und sogar in der Tonart verändern.
  • Midi-Files gibt es oft auch als Karaoke-Version, bei denen man sich mit einem geeigneten Programm auch den Text anzeigen lassen kann. Daneben kann man oftmals auch die Geschwindigkeit und die Tonhöhe anpassen. Hier lohnt sich ein Blick in die Freeware für Gitarristen.

Musik hören

Es lohnt sich, die Lieder, die man für ein bestimmtes Gitarrenlevel gebrauchen kann, als Hörbeispiele zu sammeln und bei jeder sich bietenden Gelegenheit anzuhören. Dafür kann man Liedersammlungen erstellen und diese auf CD brennen oder auf einem MP3-Player speichern. Allerdings ist man als Anfänger für die Auswahl dieser Lieder auf die Empfehlung eines Gitarrenlehrers angewiesen, der weiß, welche Lieder für welches Level geeignet sind. Ein paar Vorschläge findest Du bei den Liedbeispielen.

Sollte dieses nicht gleich klappen, gilt:

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Merke
Das sollst du nicht können, das sollst du lernen!


Allgemeine Tipps zum Singen

Summe bei jeder sich bietenden Gelegenheit

Man sollte es sich zu einer Angewohnheit machen, regelmäßig eine Melodie zu summen. Gerade wenn man allein ist, kann man die Zeit gut dafür nutzen. Selbst ein leises Mitsummen, wenn das Radio im Hintergrund läuft, bringt einiges.

Die Stimmbänder hängen an Muskeln, und diese können und müssen trainiert werden.

Nimm die Zähne auseinander

Der Ton bildet sich an den Stimmbändern. Aber der Ton muss auch irgendwie raus. Wenn man die Zähne, Lippen und Zunge nicht auseinander bekommt, bleibt jeder Ton im wahrsten Sinne des Wortes im Halse stecken.

Knödel nicht

Viele Anfänger füllen mit ihrer Zunge fast den ganzen Mund aus. Es klingt dann alles sehr gepresst. Die Zunge sollte bei den Vokalen A, O und U ganz locker im Mund liegen, der Kiefer sollte ebenfalls locker sein, so dass die Luft und damit der Ton ungehindert nach außen entweichen kann. Beim I und Ü, etwas weniger beim Ä und Ö, wird die Zunge etwas angehoben. Aber sie muss bei den Vokalen A, O und U wieder locker werden. Der Kiefer soll immer regelrecht nach unten fallen.

Versuche nicht, englisch zu klingen

Verfremde deine Stimme nicht. Das hört sich meist lächerlich und gekünstelt an. Sing mit deiner normalen Stimme. Wenn du bei deinem normalen Englisch keinen Akzent hast, dann verwende beim Singen keinen künstlichen Akzent, nur um wie ein bestimmter Sänger zu klingen. Mach niemand nach, du bist selbst ein Original!

Hole Luft

Ohne Luft bekommst du keinen Ton heraus. Gerade am Ende einer längeren Zeile muss man noch genug Luft haben, dass auch noch die letzte Silbe voll und rund klingt. Am einfachsten gelingt es mit der Bauchatmung. Das Zwerchfell sackt nach unten und man hat genug Luft für ein paar Sätze. Achte auf Gesangspausen und nutze sie zum Luftholen.

Viele Anfänger verstümmeln die letzten Silben bei einem Vers oder schaffen die höheren Töne nicht, weil sie einfach nicht genug Luft haben, um bis zum Schluss den Gesangsdruck aufrecht zu erhalten. Es muss nichts gepresst werden, aber es darf auch nicht wie ein schlaffer Luftballon sein, dem die Luft ausgeht. A propos Luftballon: Wenn man den piepsen lässt, hat man einen guten Vergleich. Mann muss den Luftballon nicht bis zum Bersten aufpusten, aber wenn zu wenig Luft drin ist, klingt das zu dünn.

Eine Übung

Um die Bauchatmung zu üben, atmet man langsam und tief ein, wobei sich die Bauchdecke deutlich nach außen wölben sollte. Die Schultern sind nicht angehoben, und der Brustkorb ist nicht extra angehoben. Zwar würde man dadurch etwas mehr Luft in die Lungen bekommen, aber dieses Mehr an Luft lässt sich für das Singen nicht nutzen.[3] Wichtig ist, dies langsam zu üben. Es kann hilfreich sein, anfangs beim Einatmen bis 3 zu zählen, später bis 5. Dann die Luft für einen Moment anhalten, schließlich langsam und gleichmäßig ausatmen. Man bekommt ein besseres Gefühl für das Ausatmen, wenn man auf ein "f", "s" oder "sch" ausatmet. Später lässt sich das auch mit Vokalen praktizieren. Du wirst feststellen, dass du mit einigen Vokalen besser zurechtkommst als mit anderen. Die Bauchdecke geht während des Ausatmens automatisch wieder zurück und wird wieder flach. Das Zwerchfell muss sich dafür nicht anstrengen. Wichtig ist, sich bei dieser Übung zu entspannen. Die Übung ist prinzipiell in jeder Lage machbar, aber auf dem Rücken liegend mit leicht angewinkelten Beinen fällt das Entspannen erfahrungsgemäß am leichtesten. Auf diese Weise schafft man es, die Zeit für das Ausatmen auf einem Zischlaut oder einem Ton immer weiter zu verlängern. Manche schaffen es nach einigen Wochen und Monaten, über 1 Minute langsam und gleichmäßig auszuatmen. Irgendwann hört man dann auf, auf die Uhr zu schauen. Da diese Übung gleichzeitig die Atmung und die Sauerstoffversorgung des Körpers (und nicht zuletzt auch des Gehirns) verbessert, kann man dies einfach weiter üben, nur so aus Spaß.

Sing laut

Aus voller Kehle oder aus dem Bauch heraus. Sei mutig und denk nicht immer darüber nach, was die anderen wohl denken. Wenn es zu Hause nicht gelingt, dann such dir Freiräume, wo du nach Herzenslust singen kannst.

Sing dynamisch

Wenn du es schaffst laut zu singen, kannst du als Nächstes üben, mit der Lautstärke zu spielen. Das Ziel sollte sein, dass du sowohl leise als auch bei normaler Lautstärke und bei vollem Stimmeinsatz einen guten Ton herausbekommst.

Achte auf deine Aussprache

Der Text soll verstanden werden. Auch bei einem Rocksong, bei Punk und Heavy-Metal hat es noch keiner Band geschadet, wenn man verstehen kann, was sie singen. Dazu gehört auch ein bisschen Training der Aussprache.

Tipp
Es gibt eine einfache Übung, welche die Aussprache enorm verbessern kann. Dazu nimmt man einen Weinkorken oder etwas, das dieser Größe entspricht, und steckt es zwischen die Zähne. Nun spricht oder singt man einen Text und versucht, immer noch deutlich zu sprechen und nicht zu nuscheln. Dadurch werden Zunge und Kiefer sowie der gesamte Mund-Rachen-Raum beweglicher, und die Aussprache wird deutlich besser.

Singe auf einem Gesangston

Bei Anfängern reißt der Ton oft zu früh ab und ist auch im Einzelnen zu kurz. Versuch dir vorzustellen, du singst ganze Sätze (bis zum Ende des Taktes) mit nur einem Ton auf den Vokalen, der nur durch ein paar Konsonanten modelliert wird. Wenn du mal einen Dudelsack gehört hast, dann bekommst du eine Vorstellung von so einem Ton, der nicht abreißt. Gerade gegen Ende der Verse muss der Ton oft länger gehalten werden und immer noch klar klingen.

Achte auf den Takt

4/4-Takt dirigieren
3/4-Takt dirigieren

Gitarrespielen hilft dir, einen gescheiten 4/4- oder 3/4-Takt zu spielen und diesen beizubehalten. Die Schlagmuster kannst du überall auch ohne Gitarre (z.B. an der Naht deiner Hose) üben, um den Takt zu halten. Du kannst aber auch lernen, einen 4/4-Takt zu dirigieren, so dass du auch dann einen 4/4-Takt halten kannst, wenn du keine Gitarre zur Hand hast. Kleine Ungenauigkeiten kann man verzeihen, aber die 1 muss schon auf der 1 kommen - nicht früher und nicht später. Ein 4/4-Takt muss unter allen Umständen ein 4/4-Takt bleiben. Bau keine Pausen ein, die nicht da sind, und kürze nicht einfach die Notenwerte.

Achte auf die Pausen

Pausen gehören zum Lied wie die Noten. Einzelne Verse haben oft eine 4er-Einteilung. Ist der Satz früher zu Ende, muss manchmal ein ganzer Takt Pause eingehalten werden. Anfänger neigen dazu, einen ganzen Takt wegzulassen. Orientiere dich an den Taktstrichen im Notenheft (auch wenn du NOCH keine Noten lesen kannst).

Beispiel

Refrain: "When you say nothing at all" von Ronan Keating (Auszug)

  • " C Catch me wherever I D fall (C (Pause) D) (Pause) C You say it best (Pause) D when..."

"Über den Wolken" von Reinhard Mey (Auszug)

  • G Wind Nord- G ost Startbahn 0- Am 3 (Pause) Am (Pause) D - bis hier hin D hör ich die Mo- G toren (Pause) G (Pause)

G Wie ein G Pfeil zieht sie vor- Am bei (Pause) Am (Pause) D und es D dröhnt in meinen G Ohren (Pause) G ...

Finde deine Stimmlage

Jeder Mensch hat eine Stimmlage, bei der er mit minimalem Aufwand die maximale Lautstärke herausbringt. Meist ist dies die Tonlage, in der er auch spricht. Von dieser mittleren Tonlage aus singt man immer tiefer und versucht den Bereich zu ermitteln, bei dem sich die Stimme gerade noch gut anhört. Dasselbe versucht man dann für die Höhen. In diesem Sektrum gibt es einen Bereich der Stimme, in dem es leicht fällt, leise zu singen, aber immer noch wohlklingend. Und es gibt einen Bereich, in dem man besonders laut und immer noch klar und deutlich singen kann. Diese Bereiche sind von Mensch zu Mensch verschieden. Das kann dir helfen, die richtigen Lieder in den richtigen Tonarten für dich herauszufinden.

Finde deine Registergrenzen

Wenn du recht tief singst, vibriert dein Brustkorb. Das kannst du mit der Hand auf der Brust herausfinden. In der mittleren Tonlage vibriert der Hals und bei hohen Tönen der Kopf. Auch dies lässt sich mit einer Hand an Hals und am Kopf nachvollziehen. Bei den Übergangen der hohen Stimmlage zur mittleren und zur tiefen ändert sich meist der Stimmansatz. Wenn man lernt, diese Übergänge in jedem Register zu erweitern, schafft man einen fließenden Übergang zwischen Brust-, Hals- und Kopfregister. Weiterhin gelingt es mit einiger Übung, die Resonanzräume des eigenen Körpers besser zu nutzen, so dass die eigene Stimme voller klingt.

Achte auf Resonanzen

Einige Räume hallen besser als andere. Das gekachelte Badezimmer hat z.B. meist eine gute Resonanz. Hier lassen sich Tonleitern gut üben. In einem bestimmten Frequenzspektrum klingen alle Töne einer Tonleiter durch die Resonanz des Raumes auch mit wenig Stimme laut und klar. Der Ton wird weiter getragen. Wenn man den Ton nicht triftt, versackt er, und das kann man selbst gut hören. So bekommt man ein Gefühl für Intervalle und Tonleitern.

Lerne Tonleitern und Intervalle

Mach dich mit Tonabständen einer Tonleiter vertraut und übe diese. Ein wenig Harmonielehre schadet auch nicht, es hilft dir bei jedem Lied. Je besser du dich damit auskennst, desto einfacher wird dir das Singen fallen. Um die Töne zu treffen hilft es, auf einer Gitarre oder einem Klavier einen Ton zu spielen und diesen Ton in der gleichen Höhe nachzusingen. Ob du den Ton triffst, kannst du mit ein bisschen Übung selbst hören. Wenn du jemand mit einem guten Gehör kennst, kann er dabei helfen.

Sing in einem Chor mit

Wenn du die Möglichkeit hast, dann sing in einem Chor mit. Oft gibt es Projektchöre, die für einen bestimmten Anlass gegründet werden, bei denen man aber hinterher keine weiteren Verpflichtungen hat. Wenn der Chorleiter einigermaßen gut ist, wird er dir einiges beibringen können.



Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
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Lektion 4: Griffwechsel G-Em-C-D

Die Mollparallele

Der Wechsel von G-Dur nach E-moll (und umgekehrt) ist besonders einfach. Mit dieser Lektion präge man sich gleichzeitig ein, dass E-Moll (kurz "Em" geschrieben) die Mollparallele von G-Dur ist.

In vielen Liedern muss man nicht unbedingt zur Mollparallele wechseln, sondern man kann auch den Dur-Akkord einfach weiterspielen. Der etwas weicher klingende Moll-Akkord kann aber auch den Dur-Akkord ersetzen. Moll-Akkorde dienen häufig dazu, bestimmte Takte etwas weicher klingen zu lassen. Landläufig sagt man, dass ein Moll-Akkord traurig klingt. Es stimmt zwar, dass man mit Moll-Akkorden relativ leicht traurig klingende Lieder schreiben kann, aber es gibt auch traurig klingende Lieder die überwiegend aus Dur-Akkorden bestehen. Hier bei den meisten unserer Liedbeispiele dient der Moll-Akkord vielmehr dazu, Schwung zu holen, für den nächsten Dur-Akkord. Dadurch kann das Lied viel temperamentvoller gestaltet werden. Später im Folkdiplom wirst du noch Lieder kennenlernen, die ganz in Moll geschrieben sind. Merke dir aber, dass Em die Mollparallele von G-Dur ist.


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Tonart G-Dur
mit Mollparallele

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Griffwechsel G - Em - G und Em - C - Em im Schaubild

Auch wenn hier die einzelnen Griffwechsel recht dicht beieinander stehen, sollte man immer zuerst nur den Wechsel zwischen zwei Akkorden üben. Sobald die obere Hälfte des Schaubildes funktioniert, kann man sich an den unteren Wechsel begeben. Die Pfeile zeichnen also zwei Kreisläufe vor, die zuerst getrennt, dann später hintereinander geübt werden.

Pfeil OS.svg Crd G.svg Pfeil SW.svg
von G-Dur nach E-Moll
  1. Mittelfinger bleibt an seinem Platz
  2. Kleiner Finger weg
  3. Ringfinger unter den Mittelfinger
Fertig!
G Em G.svg Von E-Moll nach G-Dur
  1. Mittelfinger bleibt am Platz
  2. Ringfinger schräg nach oben
  3. Kleiner Finger “rollt” sich auf seinen Platz
Pfeil NO.svg Crd Em.svg Pfeil WN.svg
von E-Moll nach C-Dur: von C-Dur nach E-Moll:
Pfeil OS.svg Pfeil SW.svg
  1. Ring- und Mittelfinger anheben
  2. Mittelfinger geht eine Seite nach
    unten und nimmt den Ringfinger mit.
    Dieser wartet aber hier in
    Lauerstellung, bis...
  3. ...der Ringfinger (wie vorher bei G-Dur)
    auf seinen Platz geht.
  4. Zeigefinger auf seinen Platz
Konzentriere dich hier auf den Mittelfinger
C Em C.svg
  1. Zeigefinger weg
  2. Ring- und Mittelfinger anheben
  3. Mittelfinger eins höher
  4. Ringfinger unter den Mittelfinger
Konzentriere dich auch hier auf den Mittelfinger
Pfeil NO.svg Crd C.svg Pfeil WN.svg

Erläuterungen

Dieses ist keine richtige Übung, sondern es dient nur der Veranschaulichung.

Es dient also nicht dem Nachspielen, sondern einzig dem Verständnis, welches gedruckt leider nicht so leicht aufzuschreiben ist, als wenn ein Gitarrenlehrer dem Schüler gegenüber sitzt und es mal eben vormacht. Trotz der "umständlichen" Zeichnung bleibt zu hoffen, dass dadurch der Bewegungsablauf deutlicher wird, und die Gemeinsamkeiten der Griffwechsel zwischen G-Dur und E-Moll sowie C-Dur und E-Moll deutlicher hervorgehoben werden.

Wenn man den Wechsel zwischen E-Moll und C-Dur mit dem Wechsel von E-Moll nach G-Dur vergleicht, stellt man vielleicht fest, dass beide Fingerwechsel sehr ähnlich ablaufen.
Eigentlich muss man dafür den Mittelfinger (nebst Ringfinger) zuerst nur eine Saitenlage tiefer verschieben.

Um von E-Moll nach C-Dur zu wechseln, verschiebt man zuerst den Mittelfinger (nebst Ringfinger) eine Saitenlage tiefer (dass dabei schon etwas vom Wechsel zum Akkord A-Moll vorweggenommen wird, interessiert nur am Rande). Daraufhin wird der Ringfinger (wie vorher bei G-Dur geübt) schräg nach oben gebracht.

Crd Em.svg 1.)Em-Am-Em-MR.svg 2.)C-Am-C-MR.svg 3.)Crd C.svg

Um wieder zurück nach E-Moll zu wechseln, verschiebt man Mittel- und Ringfinger gleichzeitig nach oben, um dann wie bei G-Dur den Ringfinger unter den Mittelfinger zu bringen.

Crd C.svg 1.)C-G-C MR.svg 2.)G-Em-G MR.svg 3.)Crd Em.svg

Rein theoretisch könnte man also zuerst nach G-Dur wechseln (sei es auch nur mit Ring- und Mittelfinger) und erst dann nach E-Moll. In der Praxis kürzt man das natürlich etwas ab, wie oben gezeigt.

Wichtig bei dieser Darstellung ist, dass man beim ganzen Wechsel auf die Stellung von Mittel- und Ringfinger achtet und sich darauf konzentriert. Durch die vielen Gemeinsamkeiten werden hinterher die Griffwechsel wesentlich flüssiger und "automatisieren" sich.

Auch wenn die Bezeichnung nicht ganz korrekt ist, kann man folgende Fingerstellung die Dur-Stellung nennen.

MR Durstellung.gif

Und diese Stellung ist die Moll-Stellung.[4]

MR Mollstellung.gif

Akkordwechsel G-Em-C-D

Ein richtiger Schu-bi-du-ba

Es empfiehlt sich, den Wechsel G - Em - G getrennt zu üben, bis dieser flüssig klappt. Erst etwas später übt man C - Em - C, bis auch dieser fehlerlos klappt. Und erst wenn beide Griffwechsel einwandfrei klappen, übt man die Kombination G-Em-C-D (jedoch braucht man für alle drei Übungen inkl. ein oder zwei Übungslieder erfahrungsgemäß nur eine Unterrichtsstunde).

Crd G.svgCrd Em.svgCrd C.svgCrd D.svg

Auch hier ist es wieder sinnvoll, sich Ring- und Mittelfinger als "Schwerpunkt" des Akkords vorzustellen. Somit hat der Lehrer keine Probleme, die Akkorde einfach anzuzeigen, ohne sie extra ansagen zu müssen (da bleibt mehr Zeit für das Singen oder andere Korrekturen). G ist oben, D ist unten, Em ist rechts oben (vom Spieler aus gesehen) und C ist irgendwo in der Mitte (da es für C mal sinnvoll ist, etwas links oder etwas rechts von der Mitte angezeigt zu werden; vgl. D C G).

Die Akkordkombination ist ein regelrechter Kreislauf, der sehr leicht einzuprägen und damit sehr leicht zu lernen ist.

GEmCDanimiert.gif

Hörbeispiel:

G-Em-C-D-Dur

Liedervorschläge

Es empfiehlt sich, nur Lieder auszuwählen, welche die Akkordkombination G-Em-C-D haben. Und am besten sollte jeder Akkord zwei Takte lang ausgehalten werden. Nach sehr kurzer Zeit automatisiert sich dann der Wechsel und man kann sich mehr dem Spaß am Singen zuwenden. Die gleichmäßige Grifffolge erleichtert (sobald sie automatisiert ist) das Erlernen des schnellen Griffwechsels

Griffwechsel G Em C D

Reihenfolge der Akkorde bleibt gleich, aber die Dauer variiert.
Die Popformel G D Em C
Zusammengesetzte Akkordfolgen mit G Em C D und/oder G D Em C
andere mit Em
1 . 2 . 3 . 4 . | 1 . 2 + . + 4 .
A - A - A - A - | A - A V - V A -
Original
1 . 2 . 3 . 4 + | . + . + 3 . 4 .
A - A - A - A V | - V - V A - A -



Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
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< Liederbuch

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Irish-Folk – Text und Melodie: trad. seit 17. Jh. in England / seit 1883 in den USA publiziert, bearbeitet von Mjchael 

In der 4. Strophe des Original-Textes dieses alten Folksongs wird auf historische Orte und Figuren Bezug genommen, die Ende des 18. Jahrhunderts lebten und zur ersten revolutionären Bewegung in der Geschichte Irlands gehörten. Das Lied hat rein gar nichts mit der ebenfalls als "Spanische Lady" bezeichneten Grippewelle von 1918/20 zu tun, die in 17 Monaten 25 Millionen Menschen tötete.

Gitarre Ukulele (gcea)
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G Em C D
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Spanish Lady

Wikipedia
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:
1st Verse
As G I came down through Em Dublin City C at the hour of D twelve at night
G Who should I see but a Em Spanish lady C washing her feet by D candle light
G First she washed them, Em then she dried them G over a fire of D amber coal
In G all my life I Em never did see a C maid so sweet a- D bout the sole
Chorus
G Whack for the toora Em loora laddy, C whack for the toora D loora lay
G Whack for the toora Em loora laddy, C whack for the toora D loora lay
2nd Verse
As G I came back through Em Dublin city C at the hour of D half past eight
G Who should I spy but the Em Spanish lady C brushing her hair in D broad daylight
G First she tossed it, Em then she brushed it G on her lap was a D silver comb
In G all my life I Em never did see a C maid so fair since D I did roam   (Chorus)
3rd Verse
As G I went back through Em Dublin city C as the sun be- D gan to set
G Who should I spy but the Em Spanish lady C catching a moth in a D golden net
G When she saw me Em then she fled me G lifting her petticoat D over her knee
In G all my life I Em never did see a C maid so shy as the D Spanish lady   (Chorus)
4th Verse
I’ve G wandered north and I’ve Em wandered south through C Stonybatter and D Patrick’s Close
G Up and around the Em Glouster diamond and C back by Napper D Tandy’s house
G Old age has her Em hand laid on me, G cold as a fire of D ashy coals
But in G all my life I Em never did see a C maid so sweet as the D Spanish lady   (Chorus)

Spanische Lady

Deutsche Nachdichtung von Bernd Hannemann, 2006
Strophe 1
Ich G kam zurück nach Em Dublin City,
C Mitternacht war D schon in Sicht.
G Nichts gab’s zu seh’n, doch 'ne Em spanische Lady
C wusch sich die Füße im D Kerzenlicht.
G Erst gewaschen, Em dann getrocknet
G über glüh'nden Kohlen, D warm und schön.
Mein G ganzes Leben lang Em hab ich noch nie
C solch eine süße D Maid geseh’n.
Refrain
G Whack for the toora Em loora laddy
C whack for the toora D looralay. (2x)
Strophe 2
G Ich kam wieder nach Em Dublin City,
der C Tag versank im D Abendlicht.
Von G Weitem sah ich die Em spanische Lady,
sie C pflegt ihr Haar, dass das D Licht sich bricht.
Sie G wirft es hoch und Em bürstet es,
ein G Kamm aus Silber liegt D ihr im Schoß.
Mein G ganzes Leben lang Em frag ich seit- C dem:
"Wie machte D sie das bloß?"
Refrain
Strophe 3
G Wieder kam ich nach Em Dublin City.
Die C Sonne grüßt den D neuen Tag.
Mit G goldenem Netz macht die Em spanische Lady
C auf einen Nacht- D falter Jagd.
G Sie sieht mich und Em nimmt gleich Reißaus,
G rafft den Rock bis D übers Knie.
Noch G nie zuvor hab Em ich gesehen
C eine Frau so D scheu wie sie.
Refrain
Strophe 4
Ich G ging nach Norden Em und nach Süden,
C hab die ganze D Welt geseh’n.
Im G Herzen trag ich Em viele Namen
von C Frauen, jung und D wunderschön.
Die G Jahre zogen Em ihre Spur.
Meiner G Jugend Feuer ist D lange her.
Ich G sah mein ganzes Em Leben lang
die C spanische Lady nie D wieder mehr.
Refrain
    by-sa Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen [http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de Version 2.0] siehe auch Hinweis auf der Benutzerseite

Hinweise zum Üben und Vortragen

Dieses Lied wird am besten sehr schwungvoll wie zu einer Polka vorgetragen. Die "1" bei jedem Takt wird sowohl beim Anschlag als auch beim Singen deutlich betont. Leider wird die Akkordfolge G-Em-C-D nicht durchgehend eingehalten, so dass man immer ein wenig aufpassen muss, wo man anstelle des C der Standard-Akkordkombination ein G gespielt werden muss. Aber sollte man dieses einmal vergessen, wird es kaum jemanden auffallen.

Da die Ortschaften der vierten Strophe außerhalb von Irland nicht so bekannt sind, und auch der Text nicht leicht zu deuten ist (erinnert sich ein alter Mann an eine hübsche Spanische Frau, hat er sie geheiratet, oder ist seine einst heiße Glut inzwischen erloschen?) lässt man diese gerne weg.

Vorsicht bei Pausen

Das D in dieser Zeile hat auch eine kleine Tücke. Das Ende dieses vorletzten Durchgangs verleitet dazu, ein wenig länger auszuhalten. Sollte man das vorhaben, dann spiele man an dieser Stelle am besten einen vollständigen Takt. Gefährlicher wird es, wenn man eine so genannte Fermate einfügt (ein Ausdehnen eines Tones oder Pause über die normale Länge eines Schlages hinaus) muss man sehr genau wissen, wann der Einsatz wieder kommen soll. Dieses gelingt nur bei einem Solovortrag. Andernfalls kommen die Leute mit Sicherheit aus dem Tritt (Takt).

Weblinks

Eingefügt aus: Liederbuch: Spanish Lady
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< Liederbuch

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Irish-Folk – Text und Melodie: Anonym aus dem 17. oder 18. Jahrhundert., bearbeitet von Mjchael 

Gitarre   Ukulele (gcea)
Crd G.svg Crd Em.svg Crd C.svg Crd D.svg  
G Em C D
Uke0232.svg Uke0432.svg Uke0003.svg Uke2220.svg

"Whiskey in the Jar" ist ein berühmtes, traditionelles irisches Volkslied, das von einem Strauchdieb aus den Cork oder Kerry Bergen erzählt, welcher von seiner Frau oder seiner Geliebten verraten wurde. Wie in den meisten irischen Trinkliedern gibt es bei dem Liedtext keinen einheitlichen Standard. Die bekanntesten Covers dieses Liedes dürften von den Rockgruppen Thin Lizzy und Metallica sein.

Whiskey In The Jar

Wikipedia
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:
1st Verse
As G I was going over the Em far famed Kerry mountains
I C met with captain Farrell and his G money he was Em counting.
I G first produced my pistol, and Em then produced my rapier.
C Said stand and deliver, for I G am a bold Em deceiver,
Chorus
//: musha D ring dumma do damma da
G whack for the daddy 'ol
C whack for the daddy 'ol
(G there's whiskey D) in the G jar ://
2nd Verse
I G counted out his money, and it Em made a pretty penny.
I C put it in my pocket and I G took it home to Em Jenny.
She G said and she swore, that she Em never would deceive me,
but the C devil take the women, for they G never can be Em easy
3rd Verse
I G went into my chamber, Em all for to take a slumber,
I C dreamt of gold and jewels and for G sure it was no Em wonder.
But G Jenny took my charges and she Em filled them up with water,
Then C sent for captain Farrel to be G ready for the Em slaughter.
4th Verse
It was G early in the morning, as Em I rose up for travel,
The C guards were all around me and like- G wise captain Em Farrel.
I G first produced my pistol, for she Em stole away my rapier,
But I C couldn't shoot the water so a G prisoner I was Em taken.
5th Verse
If G anyone can aid me, it's my Em brother in the army,
If C I can find his station down in G Cork or in Kil- Em -larney.
And G if he'll come and save me, we'll go Em roving near Kilkenny,
And I C swear he'll treat me better than me G darling sportling Em Jenny
6th Verse
Now G some men take delight in the Em drinking and the roving,
But C others take delight in the G gambling and the Em smoking.
But G I take delight in the Em juice of the barley,
And C courting pretty fair maids in the G morning bright and Em early
Cc-pd-new white.svg Der Autor ist schon über siebzig Jahre tot. Daher bestehen keine Urheberrechtsansprüche mehr an diesem Werk.

Hörbeispiel

Attention green.svg

Hörbeispiel

PDF dazu im Melodiepiking-Workshop

Weblinks


Hinweise zum Üben

  • Die zwei Schrägstriche mit dem Doppelpunkt //: vor dem Refrain sagen, dass der folgende Abschnitt wiederholt werden soll. Die Wiederholung endet mit ://. Es heißt also nichts weiter, als den Refrain zweimal hintereinander zu singen.
  • Die eingeklammerten Akkorde (G...D) bedeuten, dass innerhalb eines Taktes gewechselt werden muss. Wie man dieses macht, ohne den Lagerfeuerschlag zu unterbrechen wird der Stoff der nächsten Lektion sein. Jedoch kann man sich auch hier behelfen, indem man den Westernschlag spielt.
G       D 
1 . 2 + 3 . 4 + 
A - A V A - A V
A = Abschlag, V = Aufschlag
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Lektion 5: Schneller Griffwechsel

In manchen Liedern muss man innerhalb eines Taktes den Akkord wechseln. Dies erkennt man bei Liedern mit Noten daran, dass mehr als ein Akkord zwischen zwei Taktstrichen steht.

La La Bamba La La Bamba.svg

Auch wenn man (noch) keine Noten lesen kann, empfiehlt es sich auch Liederbücher mit Noten zu kaufen. Man kann sich bei den Noten immer an den Taktstrichen orientieren. Man sieht an den Taktstrichen, wie lange ein Akkord ausgehalten werden muss, und wo die "1" für den nächsten Schlag (bzw. Takt) beginnt. Man erkennt Pausen, die der Anfänger gerne auslässt, oder man sieht wie hier im oberen Beispiel, dass im ersten und im dritten Takt die Akkorde G-Dur und C-Dur innerhalb eines Taktes gewechselt werden.

Wie es funktioniert, zwei Akkorde in einem Takt zu spielen, ohne dass der gleichmäßige Rhythmus verloren geht oder man auf ein anderes Schlagmuster (z.B. Westernschlag) zurückgreifen muss, ist Thema dieser Lektion.

Beachte: Beim "Lagerfeuerschlag" wechselt man nicht genau in der Mitte des Taktes, also nicht auf der "drei", wie man es in der Regel bei dem “Eisenbahn-”, dem “Western-” oder bei dem “4/4 Schlag” tun würde; sondern man wechselt schon eine Achtelnote früher, also auf dem "und" bei dem Aufschlag.

KreisG.svgTab spacer.svgTab spacer.svgKreisEm.svg
Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab spacer.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTab break.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

  • Man zählt " 1, 2 " ... - und noch bevor man den nächsten Aufschlag tätigt,

wird der Akkord gewechselt.

  • Beim nächsten "und", also gleich nach der "2", sollte schon der neue Akkord erklingen.

Dieser "schnelle Griffwechsel" sollte am Anfang sehr langsam geübt werden. Das "schnell" bezieht sich nur auf die Anzahl der Akkordwechsel während eines Taktes, nicht aber auf die Schnelligkeit des Taktes selbst. Nur weil man schneller[5] wechseln muss, braucht man im Tempo nicht schneller zu werden.

Man sollte nur allmählich das Tempo steigern.

Und das Zählen nicht vergessen!!!!!!!!!!!!!

Laut und deutlich: "Eins --- Zwei und --- und Vier ---"!

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab spacer.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg-Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab spacer.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg


Vielleicht möchte man auch folgendermaßen zählen:

1 - 2 “Wechsel” u 4 , 1 - 2 “Wechsel” u 4 .....

Übung 1

KreisG.svgTab spacer.svgTab spacer.svgKreisEm.svg
Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab spacer.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTab break.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

Hörbeispiel:

G-Em

Hörbeispiel(schneller):

G-Em faster

Übung 2

KreisG.svgTab spacer.svgTab spacer.svgKreisD.svg
Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab spacer.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTab break.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

Übung 3

KreisC.svgTab spacer.svgTab spacer.svgKreisD.svg
Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab spacer.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTab break.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

Übung 4

KreisC.svgTab spacer.svgTab spacer.svgKreisEm.svg
Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab spacer.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTab break.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

Akkordfolge G-Em-C-D mit schnellem Griffwechsel

Wenn man alle oberen Beispiele sicher beherrscht, dann kann man die Beispiele 1 und 3 direkt hintereinander spielen. Die Akkordfolge dürfte noch aus der letzten Lektion bekannt sein.

KreisG.svgTab spacer.svgTab spacer.svgKreisEm.svgTab spacer.svgTab spacer.svgTab spacer.svgTab spacer.svgKreisC.svgTab spacer.svgTab spacer.svgKreisD.svg
Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab spacer.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab spacer.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTab break.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab bar.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTab break.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

Schlussbemerkung

Man denke jetzt nicht: "Die Übung 2 und 4 hätte ich mir ja eigentlich schenken können."

Es wurde mit der Übung 4 nicht primär der Wechsel zwischen C und Em geübt, sondern den Wechsel zwischen Em am Ende des Taktes und C am Anfang des nächsten Taktes. Also genau das, was für diese Akkordreihenfolge gebraucht wird.

Ebenso verhält es sich natürlich mit Übung 2. Es wurde nicht G und D sondern Ende-D und Anfang-G geübt.

Hier ein Beispiel mit den 4 Einzelübungen und dann in der Kombination. Inkl. ein paar bekannteren Melodiefragmenten...


Lektion 5b: Repertoire erweitern

Du wirst es zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch nicht glauben, aber dir stehen allein mit den vier Akkorden G - Em - C - D nun Hunderte von Liedern offen, so dass man langsam anfangen kann, sich ein Repertoire an Liedern für jede Gelegenheit anzueignen.

Es lohnt sich also, sein Liederbuch aufzuschlagen und nach Liedern zu suchen, die man vielleicht schon spielen kann.

Für das Aneignen von neuen Liedern hier noch ein paar Tipps:

  • Viele Bibliotheken führen Liederhefte, die nur auf Akkordspiel abzielen (und oftmals stehen dort auch Kopierer günstig zur Verfügung).
  • Erkundigt euch bei euren Freunden und Bekannten, es gibt garantiert viele Gitarrenspieler unter ihnen.
  • Nutzt das Internet, eine Suche nach einem beliebigen Liedtitel + "Chords" ergibt viele Ergebnisse.
  • Durchstöbert Musikgeschäfte. Es gibt inzwischen sehr viele sehr gute Bücher, so dass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Bücher sind oft handlicher, als eine lose-Zettel-Sammlung. Noch dazu findet man viele neue Stücke, auf die man von selbst nicht gekommen wäre. Und das Layout der Bücher übertrifft die Internetausdrucke bei weitem. Und wenn man einmal den Zeitaufwand und die Druckerkosten gegenrechnet, ist ein Liederbuch kaum teurer als alles aus dem Internet zu kopieren. Zudem ist die Qualität der Bearbeitungen in den meisten Fällen besser, als die Quellen aus dem Internet.

Notenbücher bevorzugen

Auch wenn es hervorragende Liedersammlungen nur mit Text und Akkorden gibt, empfiehlt es sich als Anfänger, auch Liederbücher mit Noten zu kaufen. Selbst wenn man "noch" keine Noten lesen kann, helfen einem die Taktstriche dabei zu erkennen, wie lange ein Schlagmuster ausgehalten werden muss, und wann man den Akkord wechseln muss. Und selbst diejenigen, die noch überhaupt nichts mit Noten anfangen können, sind in der Lage von Taktstrich zu Taktstrich zu schauen. Jeder Taktstrich entspricht einem vollen Schlagmuster (in manchen Liedern auch zwei Schlagmuster, wenn ein Schlagmuster viel zu langsam wäre).

Old MC Donald Takte.gif

Durch die Taktstriche findet man auch Stolpersteine, wie zum Beispiel einen schnellen Griffwechsel oder lange Pausen, viel einfacher heraus. Selbst sehr eingeschränkte Notenkenntnisse können einem helfen, wenigstens schon mal den Anfangston eines Liedes richtig auf der Gitarre zu bestimmen.

La La Bamba La La Bamba.svg

Selbst ein wähnendes Erahnen von Noten, bei der man nur erkennt, das eine Melodie um so höher werden muss, je höher die Noten in den Notenlinien stehen, hilft einem Orientierungen für den Melodieverlauf zu bekommen. Oftmals reichen auch recht eingeschränkte Fähigkeiten im Notenlesen aus, um zumindest Anfangstöne von Liedern zu finden oder bei schwierigeren Stellen einen Anhaltspunkt, wie es weitergehen muss.

Es ist also wirklich sinnvoll, sich bei der nächsten Gelegenheit einmal intensiver mit Noten zu befassen.

Den Themenbereich C-Dur-Tonleiter in den ersten drei Bünden vertiefen...


An Vorzeichen orientieren

Eine Gemeinsamkeit von Dur- und Mollparallelen ist, dass die entsprechenden Tonleitern die gleichen Vorzeichen haben. An den Vorzeichen, den “Kreuzen” oder den “Bes“ in den Notenlinien, kann man erkennen, um was für eine Tonleiter es sich handelt.

  • Wenn ein Lied am Anfang der Notenzeile ein Kreuz aufweist, dann ist es entweder G-Dur, oder die Parallele E-Moll.
  • Wenn es zwei Kreuze sind, dann ist es entweder die Tonart D-Dur oder die Parallele H-Moll.
  • Wenn es gar keine Kreuze hat, dann ist es entweder die Tonart C-Dur oder aber die Parallele A-Moll. Die Tonart C-Dur wird recht bald beim Folkdiplom erobert.

Akkorde eingrenzen =

D-major h-minor.svg

Eine Tonleiter mit zwei Kreuzen ist entweder D-Dur oder die Mollparallele H-Moll. Damit weiß man meistens auch, welche Akkorde in einem Musikstück zu erwarten sind (G, D, A, Em, Hm, F#m und gelegentlich F#). Andere Akkorde als diese 7 kommen bei zwei Kreuzen viel seltener vor. Dieses ist eine Methode, um Liederbücher mit Noten nach geeignetem Liedgut zu durchforsten. Du suchst dir einfach erst einmal nur die Lieder mit einem oder mit zwei Kreuzen raus, und schaust nach ob du alle Akkorde davon kannst. Denn es kommt nicht selten vor, dass die Akkorde Hm und F#m in dem Lied gar nicht gebraucht werden. Sollte doch mal ein Hm (Bm in englischen Liedern) vorkommt, versuchst du einfach mal, ob du diesen durch ein D-Dur umgehen kannst. Das klappt nicht immer, aber oft genug, dass sich ein Versuch lohnt.

G-major e-minor.svg

Bei der Tonart G-Dur oder die Parallele E-Moll hat nur ein Kreuz. Bei den Liedern erwartet man die Akkorde (C G D Am Em Hm und gelegentlich H7). Hier brauchst du also nur zu schauen, ob kein Hm oder H7 vorkommt. Wenn doch ein Hm mit dabei ist, versuchst du es wieder durch D-Dur zu ersetzen.

Also suche bei deinem Liederbuch zuerst mal nach solchen Liedern, bei denen ein Kreuz oder zwei Kreuze vorkommen.

Bei den möglichen Akkorden, die am häufigsten in einer Tonart zu erwarten sind, gibt es natürlich auch einige Ausnahmen. Dieser Überblick zeigt nur, was man am häufigsten in den gängigen Liederbüchern findet. Es mögen auch in den anderen Tonarten ein paar Lieder dabei sein, die du jetzt schon spielen kannst, aber die meisten wirst du wohl bei denen mit einem oder zwei Kreuzen finden. Du wirst staunen, wie viele Lieder sich so schon in spielbarer Reichweite befinden.

Lieder im Original hören

Viele Lieder werden nicht exakt nach dem Original gespielt. Sie werden vereinfacht oder auf eine besser sing- und spielbare Tonart transponiert. Trotzdem lernt man Pausen und Rhythmus viel einfacher durch simples Zuhören.

Lieder vereinfachen

  • Gerade am Anfang empfiehlt es sich, nur Lieder mit einfachen Akkordfolgen zu spielen. Dafür kann man ruhig versuchen, einige Sachen zu vereinfachen.
  • Sehr oft kann man einige schnelle Griffwechsel dadurch umgehen, dass man einen der beiden Akkorde einfach weglässt. Welchen man weglässt, ermittelt man durch Versuch und Irrtum. Es klappt nicht immer, aber oft genug, um es einfach mal auszuprobieren.
  • Viele Ziffern, die bei Akkorden stehen, können meist problemlos weggelassen werden. Es mag zwar sein, dass sich die Version mit den Ziffern wesentlich besser anhört, doch für den Hausgebrauch ist die vereinfachte Version oft ausreichend. Sobald man dann ein paar "Diplome" aufgestiegen ist, wird man die Akkorde mit Ziffern oder die schnelleren Griffwechsel ohne Probleme meistern. Doch bis es so weit ist, kann man anstelle eines D7 oder eines D4 oder eines D6 einfach ein D-Dur spielen.
  • Wenn der Barré-Akkord Hm (bzw.Bm) auftaucht, dann kann man versuchen, diesen durch seine Durparallele D-Dur zu ersetzen (substituieren). Es klappt nicht immer, aber oft genug.
  • Ein A-Moll könnte man auch durch ein C-Dur auszutauschen versuchen, doch ehrlich gesagt lohnt sich diese Mühe nur selten. Hier spielt der eigene Geschmack bzw. das eigene Ohr die größere Rolle.

Achte auf Wiederholungen

Bei vielen Liedern taucht über längere Zeit der gleiche Griffwechsel auf. Solche typischen Griffwechsel sind schon bei den Liedbeispielen aufgetaucht.

Wenn beim Lied Leaving On A Jet Plane (John Denver) © folgende Akkordfolge auftaucht

KreisG.svgKreisC.svgKreisG.svgKreisC.svgKreisG.svgKreisC.svgKreisD.svgKreisG.svgKreisC.svgKreisG.svgKreisC.svgKreisG.svgKreisC.svgKreisD.svg

so lässt sich das ganze Stück viel leichter lernen, wenn man beobachtet, das sich meist G und C abwechseln..

KreisG.svgKreisC.svg - KreisG.svgKreisC.svg - KreisG.svgKreisC.svg - KreisD.svg - KreisG.svgKreisC.svg - KreisG.svgKreisC.svg - KreisG.svgKreisC.svg - KreisD.svg

Wenn man dann beobachtet, dass D-Dur oft am Ende eines Satzes auftaucht und länger ausgehalten wird.
Und wenn man dann noch weiß, dass Lieder oft in 4er oder 8er-Gruppen eingeteilt sind,
dann lässt sich das Lied in überschaubare Sinnabschnitte einteilen.

KreisG.svgKreisC.svg - KreisG.svgKreisC.svg - KreisG.svgKreisC.svg - KreisD.svgKreisD.svg
KreisG.svgKreisC.svg - KreisG.svgKreisC.svg - KreisG.svgKreisC.svg - KreisD.svgKreisD.svg

video (nur für die Melodie; die Variante hier ist etwas tiefer gesetzt)

Trotz aller Regelmäßigkeiten auf die Ausnahmen achten

Beim Lied Danke für diesen Guten Morgen © oder beim Lied Stay (just a little bit longer) © wird fast ausschließlich die folgende Akkordfolge mit schnellem Griffwechsel (hier durch Klammern angedeutet) verwendet.

( KreisG.svgKreisEm.svg ) - ( KreisC.svgKreisD.svg )

Man muss um so genauer auf die Schlusswendungen des Liedes achten, damit man nicht einfach die Akkordfolge so weiterspielt. Es schadet nichts, wenn man die Ausnahmen ein paar Mal isoliert übt, bis sie ebenso automatisch ablaufen wie die gleichmäßige Akkordfolge.

Bei dem Lied Danke ist es die Schlusswendung (G-D) G wobei das letzte G einen Takt lang ausgehalten wird.

( KreisG.svgKreisD.svg ) - KreisG.svg

Bei dem Lied Stay sind es nur die beiden Akkorde C und D, die jeweils einen Takt ausgehalten werden.

KreisC.svg - KreisD.svg

Übrigens ist das Lied Stay ein hervorragendes Zwischenstück für ein Medley aus Liedern in G-Dur.

Achte auf Standard-Akkordfolgen

Was genau eine Standard-Akkordfolge ist, kann man gar nicht so einfach sagen. Es reicht, wenn bestimmte Akkordfolgen häufiger vorkommen.

  • So taucht die "Schlusswendung" G-D(7)-G oft am Abschluss eines Liedes auf.
  • Natürlich ist auch der "Schubiduba" G-Em-C-D eine typische Standard-Akkordfolge.
  • G-D-Em-C kommt auch sehr häufig vor.
  • Auch den so genannten "Kirchenschluss" G-C-G hat man öfter nach einer Strophe oder Refrain, also in einer Pause.

Der Vorteil solcher "Standards" ist, dass bestimmte Akkordfolgen als Einheit gesehen und gespielt werden. Man hangelt sich dann nicht mehr von Akkord zu Akkord, sondern spielt immer gleich 3 bis 4 Akkorde als eine Einheit. Solche Wiederholungen erkennt man nach einer Weile auch durch bloßes Zuhören wieder. Es sind kleine Module, die man beim Spielen wie Bausteine aneinandersetzen kann. Lieder teilen sich nach einiger Spielpraxis in bekannte Akkordfolgen und Ausnahmen auf. Je mehr Übung man bekommt, auf Standard-Akkordfolgen zu achten, desto einfacher fällt es einem auch, auf Akkordfolgen zu achten, die (noch) nicht in ein bekanntes Schema passen.

Beispiele (nur Auszugsweise)

Father & Son © lässt sich sehr leicht mit zwei Standard-Akkordfolgen begleiten:

It's not G time to make a D change, just re- Em lax and take it C easy
You're still G young that's your Em fault, there's so C much you have to D know

Die erste Zeile G-D-Em-C ist eigentlich keine besondere Akkordfolge. Es gibt keine augenfällige Ordnung in der Abfolge (Tonleiter rauf, Tonleiter runter, Quintenkette...). Doch man kann diese Folge bei mehreren Popsongs wiederentdecken, so dass diese Akkordfolge die "Popformel" genannt wird. Das, was man häufig gebraucht, wird zu einer Standard-Akkordfolge.

Der "Schubiduba" G-Em-C-D wiederum ist eine sehr beliebte Akkordfolge, die man schon 1000 Mal gehört hat. Es gibt sogar viele Lieder, die fast ausschließlich aus dieser Akkordfolge bestehen (ein paar hast du in den letzten Lektionen kennengelernt).

Im Refrain von "Country Roads" © entdeckt man die erste Akkordfolge von "Father & Son" wieder:

Country G roads, take me D home, To the Em place, I be- C long
West vir- G ginia, mountain D momma Take me C home, country G roads

Die "Schlussformel" G-D-G wird in der zweiten Zeile durch das eingeschobene C etwas hinausgezögert, so dass es fast so wie der "Kirchenschluss" G-C-G klingt.

Ein und dieselbe Akkordfolge zuerst mit dem Schubiduba, dann mit der verzögerten Schlussformel passt auch bei "Let It Be" ©

When I G find myself in D times of trouble Em Mother Mary C comes to me,
G speaking words of D wisdom, Let It C Be G .

Es kann sehr gut sein, dass bei den einzelnen Liedern auch andere Akkorde passen können. Wenn man die Wahl hat, lohnt es sich am Anfang auf ein Klischee (hier: anderes Wort für Standard-Akkordfolge) zurückzugreifen. Der Grund, ein Klischee zu bevorzugen, ist schlicht, weil man es sich einfacher merken kann. Zuerst sollte man das normale Handwerkzeug der Harmonielehre und der Kompositionstechnik kennen lernen, bevor man sich mit dem Experimentieren beschäftigt. Natürlich klappt es nicht immer, eine Standard-Akkordfolge zu finden, aber wenn man schon mal drei oder vier Akkorde zu einer Einheit zusammengefasst hat, braucht man sich nur noch auf die Ausnahmen zu konzentrieren. Einen Teil kann man ja durch die einfache Dur- oder Mollkadenz ableiten, andere Klischees wird man auch noch später kennen lernen, dann bleiben nur noch wenige Akkordfolgen übrig, die man völlig neu und speziell nur für ein Lied lernen muss.

Auf Melodie und Text achten

Manchmal gibt die Akkordfolge selbst keine nennenswerten Hilfen. Aber oft tritt eine Ausnahme immer bei einem bestimmten Wort auf (insbesondere bei Refrains). So wurde beim Lied Er hält die ganze Welt in seiner Hand fast immer beim Wort "ganze" gewechselt.

Beim Lied "Über den Wolken" (nächste Lektion) wird die Akkordfolge erst bei dem Wort "und dann" unterbrochen. Also merke man sich: "und dann" kommt C

Manchmal hilft einem auch die veränderte Melodieführung, auf Ausnahmen zu achten. Z.B. wird das Lied When You Say Nothing At All (Ronan Keating) © hauptsächlich mit dieser Akkordfolge begleitet:

( KreisG.svgKreisD.svg ) - ( KreisC.svgKreisD.svg )

Das Zupfmuster des Originals darf ruhig durch den Lagerfeuerschlag mit schnellem Griffwechsel ersetzt werden.

Erst bei der Liedzeile " C Try as I may I can D never explain " verlässt man den schnellen Griffwechsel.

Und auch beim Refrain " C catch me wherever I D fall (C pause D) pause C You say it best D when..."

wird der schnelle Griffwechsel kurz unterbrochen, bis es wieder im gleichen Trott weitergeht.

Wenn man darauf achtet stellt man fest, dass sich die Melodieführung während dieser Passagen etwas ändert (der Melodieverlauf wird etwas "weicher" "fließender" was zur Subdominante C-Dur passt...). Aber selbst wenn man es nicht gleich merkt, so redet man es sich jedes Mal, wenn man über diese Stelle stolpert, so lange ein, dass sich die Melodie geändert haben muss, bis man es dann auch hört (wäre dem nicht so, dann wären eigentlich auch keine anderen Akkorde notwendig).

Hierbei geht es aber gar nicht so um die Feinheiten der Harmonie und Formenlehre, sondern um eine recht grobe Möglichkeit, sich die Akkordfolge irgendwie zu merken. Sollte man falsch mit seiner Vermutung liegen, so hat man aber wenigstens die Akkordfolge gemeistert. Wenn einem das eigene Ohr oder die Harmonielehre einen Verdacht nahe legt, so darf man diesem erst mal unbesehen glauben. Zum jetzigen Zeitpunkt kennt man vielleicht nur "das große Dreigestirn" Tonika-Subdominante-Dominante und ein oder zwei Standard-Akkordfolgen (G-Em-C-D, G-D-Em-C). Aber später lernt man mehr. Vielleicht werden euch weitere Erfahrungen später eines Besseren belehren. Doch mit den kleinen Fehlinterpretationen, die einem als Anfänger zustehen, kann man ganz gut leben. Das Erfolgserlebnis setzt dann ein, wenn man mit seinen Vermutungen immer häufiger ins Schwarze trifft. Wenn sich die eigenen Vermutungen dann noch mit dem decken, was man in der Harmonielehre gelernt hat, dann ist man nicht mehr weit davon entfernt, Lieder frei nach dem Gehör (und nach Erfahrung) richtig zu begleiten.

Textmarker

Wenn aber alle Stricke reißen, und einem das Gehör, die Worte und auch sonst nichts hilft, sich bestimmte Akkordfolgen zu merken, so schrecke man nicht davor zurück, einen Textmarker oder ähnliche Hilfsmittel zu verwenden. Aus der Bemerkung des Lehrers: "Achtung, hier kommt der schnelle Griffwechsel D-G)" wird ein "Achtung, Gelb", was einen erstaunlichen Lernerfolg nach sich ziehen kann. Dazu zählt auch, dass man Akkorde, bei denen ein schneller Griffwechsel vorkommt, in Klammern setzt.

Auf Pausen achten

Was schon beim letzten Beispiel angedeutet worden ist: auf Pausen zu achten. Auch diese gehören mit zum Stück und dürfen auf gar keinen Fall gekürzt werden. Oft macht man sonst eine schöne Vierer-Teilung des Taktes kaputt. Zum Üben des Liedes kann man ruhig das "Pause" laut aussprechen (wie es oben schon gezeigt wurde). Wenn man es dann vorführt, macht man es dann automatisch richtig.

Ebenso sollte man immer noch einen extra Takt für die Pausen sowie den Schluss des Liedes mit einplanen, obwohl der Schlussakkord vielleicht vergessen wurde aufzuschreiben. In den allermeisten Fällen endet man mit dem Akkord, in dessen Tonart auch das ganze Lied steht.

Auch hier hilft wieder, was eingangs gesagt wurde: an Noten orientieren und das Original anhören.

Zusammenfassung

Also bei jedem neuen Lied schauen:

  • Kenne ich die Tonart (Akkorde)?
  • Kann ich unbekannte Akkorde durch einfachere ersetzen?
  • Gibt es Wiederholungen?
  • Ist das Lied irgendwie gegliedert?
  • Finde ich im Stück Standard-Akkordfolgen?
  • Kann ich mir die Besonderheiten durch Text oder Melodie leichter merken?
  • Muss ich bestimmte Passagen extra markieren oder isoliert lernen?
Ziel

Aus den vielen Einzel-Akkorden und Einzelversen in einem Lied werden wenige Blöcke, die man sich im Zusammenhang leichter merken kann.

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Gitarre: Folkslieder und Folksongs Liedvorschlag für: Gitarre:_schneller_Griffwechsel

Guantanamera

kubanisches Volkslied Bearbeitet von Mjchael

Dichter: José Julián Martí y Pérez (* 28. Januar 1853 in Havanna, Kuba; † 19. Mai 1895 in Dos Ríos, Kuba)
Crd D.svg Crd G.svg Crd A ZMR.svg

Guantanamera

Refrain
G Guantanamera A guajira
(D guantana- G) mera A
(D uantana- G) mera A guajira
(D guantana- G) mera A
Strophe 1
... A Yo soy un
(D hombre sin- G) cero A - De donde
(D crece la G) palma A - Yo soy un
(D hombre sin- G) cero A - De donde
(D crece la G) palma A - Y antes de
(D morirme G) quiero A - echar mis
(D versos del G) al- A ma -
Refrain ...
Strophe 2
... A Mi verso es de
(D un verde G) claro A - Y de un car-
(D mín encen- G) dido A Mi verso es de
(D un verde G) claro A - Y de un car-
(D mín encen- G) dido A Mi verso es
(D un ciervo G) herido A - Que busca en
(D el monte G) am- A paro -
Refrain ...
Strophe 3
... A - Por los po-
(D bres de la G) tierra A - Quiero yo
(D mi suerte G) echar A - Con los po-
(D bres de la G) tierra A - Quiero yo
(D mi suerte G) echar A - El arro-
(D yo de la G) cierra A - Me com-
(D place más que G) el mar A -

Begleitmuster(-vorschlag)

KreisD.svgTab spacer.svgTab spacer.svgKreisG.svgTab spacer.svgTab spacer.svgTab spacer.svgTab spacer.svgKreisA.svg
Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab spacer.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab spacer.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTab break.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab bar.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTab break.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

Weblinks


Eingefügt aus: Liederbuch: Guantanamera
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Liedvorschlag für: Gitarre:_schneller_Griffwechsel
Gospel Bearbeitet von Mjchael
Crd D.svg Crd G.svg Crd A.svg Crd Em.svg

Kumbayah my Lord

  1. Kum-ba- D yah my Lord (D - G) kumba- D yah D
    Kum-ba- D yah my Lord (D - G) kumba- A yah A
    Kum-ba- D yah my Lord (D - G) kumba- D yah}
    (D - G) Oh D Lord (Em - A(7)) Kumba D yah D

  2. Someone’s D laughing, Lord (D - G) kumba- D yah D ..
  3. Someone’s D crying, Lord (D - G) kumba- D yah D ...
  4. Someone’s D praying, Lord (D - G) kumba- D yah D ...
  5. Someone’s D singing, Lord (D - G) kumba- D yah D ...

Rhythmusprobleme

Die besondere Schwierigkeit für Anfänger ist, dass der erste Akkordwechsel mitten im Takt erfolgt. Man beginnt mit einem Auftakt. Dann spielt man noch einen ganzen Takt lang den D-Dur-Akkord. Danach spielt man noch einmal einen halben Takt lang den D-Dur-Akkord, bevor man in der zweiten Takthälfte erst zum G-Dur wechselt. Es ist normalerweise nicht üblich, einen Akkord ohne Griffwechsel noch einmal zu wiederholen. Ebenso ist es bei den normalen Liederbüchern auch nicht üblich, einen schnellen Griffwechsel durch Klammern anzuzeigen. Um eineinhalb Takte lang einen Akkord zu spielen und dann erst mitten im Takt zum nächsten Akkord zu wechseln, dazu muss man sich noch einmal alles ins Gedächtnis rufen, was man über den schnellen Griffwechsel gelernt hat, und es bei diesem Lied anwenden.


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< Liederbuch

One wikibook.svg Gitarre Wikibooks buchseite.svg schneller Griffwechsel


Weihnachtslied – Text: 1837 Johann Wilhelm Hey, Melodie: Ernst Anschütz, bearbeitet von Mjchael 

Crd A.svg Crd D.svg Crd G.svg

Alle Jahre wieder

1. Strophe
D Alle Jahre ( wie- A) der (D kommt das G) Christus- A kind
D auf die Erde (G nie- A) der, (D wo wir A) Menschen D sind.
2. Strophe
D Kehrt mit seinem ( Se- A) gen (D ein in G) jedes A Haus,
D geht auf allen (G We- A) gen (D mit uns A) ein und D aus.
3. Strophe
D Steht auch mir zur ( Sei- A) te, (D still und G) uner- A kannt,
D dass es treu mich (G lei- A) te (D an der A) }}lieben D Hand.
4. Strophe
D Sagt den Menschen ( al- A) len, (D dass ein G) Vater A ist,
D dem sie wohlge- (G fal- A) len, (D der sie A) nicht ver- D gisst.
Cc-pd-new white.svg Der Autor ist schon über siebzig Jahre tot. Daher bestehen keine Urheberrechtsansprüche mehr an diesem Werk.
siehe auch

"Alle Jahre wieder" bei der Wikipedia

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mündlich überliefert   Liedvorschlag für: den schnellen Griffwechsel Bearbeitung: aggi und mjchael

Crd G.svg Crd Em.svg Crd C.svgCrd D.svg

Mein Haus muss sauber sein

G Mein Em Haus, C mein Haus muss D sauber sein
G Mein Em Haus, C mein Haus muss sauber D sein
Ich G spül den Dreck ins Em Meer hinein, das C Meer ist groß mein D Haus ist klein.
G Wischen Wischen Em Wischen Wischen C Wischen Wischen D Wischen Wischen

I like the flowers

G I like the Em flowers, C I like the D daffodils
G I like the Em mountains, C I like the D rolling hills
G I like the Em fireplace, C when the light D is low.
G Dumdidiadi, Em dumdidiadi, C dumdidiadi, D dumdidiadi...


Hinweise zum Üben und Vortragen

Dieses Lied macht immer mehr Spaß, je schneller man die Akkorde wechseln kann. Man kann dieses Lied auch mit schnellem Griffwechsel spielen (G Em)-(C D). Der Text ist so einfach, dass man man ihn schnell auswendig lernen kann, und sich so ganz auf den Griffwechsel konzentrieren kann.

  • Das Lied funktioniert übrigens sehr gut als ein Kanon.
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< Liederbuch

One wikibook.svg Gitarre Wikibooks buchseite.svg Schneller Griffwechsel


mündlich überliefert – Melodie: nach dem Folksong "I Like The Flowers"bearbeitet von aggi und Mjchael 

Gitarre   Ukulele (gcea)
Crd G.svg Crd Em.svg Crd C.svg Crd D.svg
 
G Em C D
Uke0232.svg Uke0432.svg Uke0003.svg Uke2220.svg

Zwei kleine Wölfe

1. Strophe
G zwei kleine Em Wölfe, gehn C des Nachts im D Dunkeln
G Man hört den Em einen C zu dem andern D munkeln:
Wa- G rum gehn wir denn Em immer nur des C Nachts her- D um?
Man G tritt sich an der Em Wurzel ja die C Pfoten D krum.
Wenn's G nur schon heller wär Em (pfeifen) C (pfeifen) D -
Wenn G nur der Wald mit Em Sternenlicht be- C leuchtet D wär.
Ostinato
G Dumdidum Em Dumdidum C Dumdidum D Dumdidum
2. Strophe
G Zwei kleine Em Schlangen winden C sich im D Gras.
Die G eine sagt zur Em andern ich er- C zähl dir D was.
Ich G wünschte ich hätt' Em Beine einen C Meter D lang,
da- G mit ich endlich Em auch mal etwas C sehen D kann
Wenn G ich nur höher wär Em (pfeifen) C (pfeifen) D
dann G wüsst ich, dass ich Em zu den großen C Tieren ge- D hör
3. Strophe
G Zwei kleine Em Affen sitzen C auf dem D Baum.
Der G eine sagt zum Em anderen man C glaubt es D kaum.
Wa- G rum läufst du mit Em solchen ries'gen C Ohren D rum?
Da G wird ja die Ba- Em nane von al- C leine D krum
Wen G sie nur kleiner Em wär'n, C (pfeifen) D
Dann G hätten dich be- Em stimmt bald alle C Affendamen D gern


Hinweise zum Üben und Vortragen

Man könnte den C-Dur-Akkord auch durch die Parallele A-Moll austauschen, und aus dem D ein D7 machen. Doch mit C und einfachem D funktioniert das Lied ebenso gut.

Hier passt sowohl der Westernschlag als auch der Lagerfeuerschlag mit dem schnellen Griffwechsel.

Westernschlag Lagerfeuerschlag
Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab 0.svgTab 4.svgTab plus.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTab end.svg
Tab spacer.svgTab 1.svgTab plus.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 0.svgTab plus.svgTab 4.svgTab 0.svgTab spacer.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact0.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg
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Lektion 6: Mollparallele A-Moll

Der Wechsel zwischen C-Dur und A-Moll (kurz Am) ist sogar einfacher als der zwischen G-Dur und E-Moll.
Diesen kann man sich vorher noch einmal ins Gedächtnis und in die Finger rufen.
Zwischen C-Dur und A-Moll wird bloß ein Finger bewegt.
Somit kann man sich auch hier sehr einfach merken, dass A-Moll die Mollparallele von C-Dur ist.

Spacer.gif Kreisxx.svg KreisC.svg KreisG.svg Spacer.gif
KreisX2.svg

Tonart G-Dur
mit 2 Mollparallelen
im Quintenzirkel

KreisD.svg
KreisX2.svg KreisAm.svg
KreisX2.svg KreisEm.svg
Spacer.gif KreisX2.svg KreisX2.svg Kreisxx.svg Spacer.gif
       


Von C-Dur nach A-Moll und zurück

Pfeil OS.svg Crd C.svg Pfeil SW.svg
von C-Dur nach A-Moll
  1. Zeige- und Mittelfinger
    bleiben am Platz
  2. Ring- unter Mittelfinger
  3. Fertig!
C-Am-C.svg Von A-Moll nach C-Dur
  1. Zeige- und Mittelfinger
    bleiben am Platz
  2. Ringfinger schräg nach oben
  3. Fertig!
Pfeil NO.svg Crd Am.svg Pfeil WN.svg

Weiteres über die Mollparallele

Du wirst noch einige weitere Tonarten kennenlernen. Einige Akkorde tauchen gerne zusammen auf, andere Akkorde tauchen äußerst selten miteinander auf. In einer bestimmten Tonart gehören einige Akkorde zusammen. In D-Dur sind es die Akkorde D G und A und in der Tonart G-Dur sind es die Akkorde G C und D. Andere Dur-Akkorde kommen nur in Ausnahmefälle in der Tonart vor. In der Tonart D-Dur passt der A-Dur Akkord zu den D und G, aber in der nächsten Tonart G-Dur passt der A-Dur-Akkord nicht (oder nur in Ausnahmefällen) dazu. Es gibt dazu gewisse Regelmäßigkeiten, welche Akkorde gut zusammenpassen, und welche eher weniger. Es gibt aber Akkordpaare, die passen jeder Tonart gut zusammen. Ein solches Akkordpaar haben wir schon kennengelernt. G-Dur und Em (die Mollparallele von G-Dur) passen in jeder Tonart zusammen. Und ebenso passen auch C-Dur und Am in jeder Tonart zusammen.

  • G-Dur ist die Durparallele von E-Moll, und E-Moll ist die Mollparallele von G-Dur.
  • C-Dur ist die Durparallele von A-Moll, und A-Moll ist die Mollparallele von C-Dur.

Akkordfolgen vereinfachen

Rein praktisch gesehen, kann man oftmals eine Dur- oder Moll-Parallele gegeneinander austauschen. Bei den Parallelen C-Dur und A-Moll lohnt es sich allerdings kaum, da diese doch sehr einfach zu greifen sind. Manchmal, wenn nur ein Dur-Akkord da steht, erhält man durch den Austausch mit der Moll-Parallele eine geschmeidigere Akkordfolge, die sich leichter lernen lässt.

Bei anderen Parallelen liegt die Sache aber schon ganz anders. H-Moll (kurz Hm) ist die Mollparallele von D-Dur. (Hm ist einen Ton höher als Am und D ist einen Ton höher als C.) Der H-Moll-Akkord ist allerdings ein Barré-Griff ( siehe Grifftabelle). Barré-Akkkorde sind für Anfänger nicht ganz so einfach zu greifen wie die Akkorde, die bis zum Lagerfeuerdiplom und bis zum Folkdiplom lernen werden.

Nun gut, auch die Hürde mit den Barré-Akkorden lässt sich früher oder später meistern; aber bis es so weit ist, reicht es oft aus, den Barré-Akkord H-Moll (in englischen Liederbüchern auch Bm genannt) durch seine Durparallele D-Dur zu ersetzen. Das klappt zwar nicht immer, aber einen Versuch ist es auf alle Fälle wert.

Ebenso gelingt es zum Beispiel oft, den Barré-Griff Fis-Moll (F#m) durch A-Dur auszutauschen (A-Dur und Fis-Moll sind ebenfalls Parallelen). Das Ergebnis mag vielleicht nicht ganz so gut klingen, wie mit dem Moll-Akkord, aber oft ist das Ergebnis gut genug, um ein Lied doch noch mit in sein Anfänger-Repertoire zu übernehmen.

Die 2-5-1-Verbindung

In der Tonart G-Dur ist der Akkord C-Dur die Subdominante. Am ist die Mollparallele von C-Dur, also ist Am die Subdominantenparallele.

Die Subdominantenparallele kann sehr gut als Ankündiger ("Herold") der spannungsreichen Dominante eingesetzt werden.

Angenommen in einem Lied kommt die Akkordfolge D(7) G (Dominante - Tonika) vor. Sehr oft kündigt in so einem Fall die Subdominantenparallele Am die Dominante D(7) an. Man holt sozusagen mit dem Am Schwung zum D(7), um dann wieder bei G zu landen. Also Am D(7) G.

Wenn man die G-Dur-Tonleiter durchzählt

1 2 3 4 5 6 7  8(=1)
G A H C D E F# G

dann sieht man, dass G auf der ersten Stufe, A (bzw. Am) auf der zweiten und D auf der fünften Stufe steht. Die Akkordfolge Am D(7) G ist also eine II-V-I-Akkordverbindung (2-5-1 in römischen Ziffern). Diese Akkordverbindung kommt sehr häufig vor. Sie wird auch besonders gerne als Schlusswendung am Ende eines Verses, einer Strophe oder am Ende eines Liedes verwendet, oder als Übergang vom Ende eines Verses mit Am D zum Anfang des nächsten Verses wieder mit der Tonika G. So eine Wendung, die durch die Akkordfolge wieder zurück zur Tonika leitet wird auch gerne als "Turnaround" bezeichnet. Du siehst, es lohnt sich darauf zu achten. Es ist immer einfacher sich eine ganze Standard-Akkordverbindung zu merken, als drei einzelne scheinbar voneinander unabhängige Akkorde. Nach einiger Zeit wirst du diese II-V-I-Verbindung auch alleine erkennen und heraushören.

Aber hier mal ein paar Beispiele:

  • Killed Am poor Laura D Foster. - You know you're bound to G die. (Tom Dooley)
  • G Auf der schwäbschen Eisenbahne C gibt’s gar viele Am Haltstatione D Schtuegart, Ulm und G Biberach...
  • Am harum di D dscharum di G schrum,(Die Leinweber)
  • And I G never will Am play THE WILD D ROVER no G more
  • ' Stiefel Am tragen oder D Schuh; ' Oder G ob... (Das Bürgerlied)
  • Am Ich will zu- D rück nach WESTER- G LAND
  • Am saying SOMETHING D STUPID like I G love you
  • and I Am mean it from the D bottom of my G heart (I just call to say I love you)
  • DON'T Am WORRY, D BE G HAPPY
  • G Wind Nordost Startbahn 0- Am 3 - D - bis hier hin hör ich die Mo- G toren (Über den Wolken)

In den letzten Lektionen hast du doch die Akkordfolge G-Em-C-D kennengelernt. Du hast hier weiterhin gelernt, dass man C-Dur manchmal durch Am austauschen kann. Und du hast gelernt, das Am die Dominante D ankündigen kann. Also versuche einfach mal die Akkordfolge G-Em-C-D durch die Akkordfolge G-Em-Am-D auszutauschen. Du wirst feststellen, es klappt in den meisten Fällen problemlos, so dass es später mal eine reine Geschmackssache sein wird, ob du die eine oder andere Variante nimmst.

auch wenn der Griffwechsel Em Am nicht extra geübt worden ist, sollte dieser Wechsel dennoch keine nennenswerten Probleme machen. Zur Not vorher 2 bis 3 mal isoliert üben:

  1. Alle Finger anheben
  2. Beide Finger gleichzeitig einen Bund runter
  3. Zeigefinger an die richtige Position (wie beim C-Dur)

Liedervorschläge

Griffwechsel C-Am



Liedvorschlag für: Akkord Am

Ehekrach (zu Karneval) (Parodie zu Knocking on Heavens Door)

Autor: Mjchael

Crd G.svg Crd D.svg Crd Am.svg Crd C.svg

Intro

G Huu D Huu Am Huuuu

G Huu D Huu C Huuuu


Strophe 1

G Bitte D lass mich wieder Am rein

G ich will D auch ganz artig C sein

G Es ist so D kalt im Treppen- Am flur

G Och bitte D sei doch nicht so C stur


Refrain
und ich
G Klopf, klopf, D klopfe an der Wohnungs- Am tür - und ich
G Klopf, klopf, D klopfe an der Wohnungs- C tür
G Klopf, klopf, D klopfe an der Wohnungs- Am tür
G Klopf, klopf, D klopfe an der Wohnungs- C tür


Strophe 2

G Ich verspech D dass ich nicht mehr Am rauch,

G Sport treibe D gegen meinen C Bauch

G Nach andern D Frauen mich nicht mehr Am umdreh.

G und mit dem D Hund auch Gassi C geh.


Refrain
und ich
G Klopf, klopf, D klopfe an der Wohnungs- Am tür - und ich
G Klopf, klopf, D klopfe an der Wohnungs- C tür
G Klopf, klopf, D klopfe an der Wohnungs- Am tür
G Klopf, klopf, D klopfe an der Wohnungs- C tür


Strophe 3

G In die D Kneipe werd ich nicht mehr Am gehn

G Auch dem D Schnaps dem bleib ich C fern

G Den Jack D Daniels lass ich Am stehn ... und werd

G auch nicht mehr so D tief ins Bierglas C sehn...


Outro

G Huu D Huu Am Huuuu

G Huu D Huu C Huuuu


Schluss (gesprochen oder als Commedy gespielt)

Die Tür geht auf, 'ne Oma steht vor mir

was wecken Sie mich mitten in der Nacht
Das hier ist ist Hausnummer acht.
Sie müssen noch zwei Straßen weiter gehn
Mensch es ist bald halb drei:
wenn sie nicht bald Ruhe geben
rufe ich die Polizei.

Na ein Glück, dass das nicht meine Frau gehört hat...


      by-nc-nd Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung Version 3.0 siehe auch Hinweis auf der Benutzerseite

Weblinks


Eingefügt aus: Liederbuch: Ehekrach



Folksong – Text und Melodie: Hedy West (*1938 - †2005), bearbeitet von Mjchael 

Crd D.svg Crd G.svg Crd C.svg Crd Em.svgCrd Am.svg Crd D7.svg

500 Miles (Hedy West)

1.Strophe

If you G miss the train I'm Em on, you will Am know that I am C gone,

you can Am hear the whistle C blow a hundred D miles. D7

A hundred G miles, a hundred Em miles,
a hundred Am miles, a hundred C miles,
you can Am hear the whistle (C blow a D7) hundred miles. G


2.Strophe

Lord, I'm G one, Lord, I'm Em two, Lord, I'm Am three, Lord, I'm C four, Lord,

I'm Am five hundred C miles a way from D home. D7

Away from G home, away from Em home,
away from Am home, away from C home,
Lord, I'm Am five hundred (C miles a- D7) way from G home.


3.Strophe

Not a G shirt on my Em back, not a Am penny to my C name.

Lord, I Am can't go back C home this-a- D way. D7

This-a- G way, this-a- Em way,
this-a- Am way, this-a- C way,
Lord, I Am can't go back (C home D7) this-a- G way.


4.Strophe (=1.Strophe)

If you G miss the train (G/F#) I'm Em on, you will Am know that I (C/B) am C gone,

you (C/B) can Am hear the whist- (C/B) le C blow a hundred D miles. D7

A hundred G miles, a hun- (G/F#) dred Em miles,
a hundred Am miles, a hun- (C/B) dred C miles,
you (C/B) can Am hear the whis- (C/B) tle (C blow a D7) hundred miles. G


unbekannte Akkorde
Crd C B.svg Crd G Fis.svg
Basslauf
  1. Crd C.svgCrd C B.svgCrd Am.svg
  2. Crd G.svgCrd G Fis.svgCrd Em.svg

Beim Spielen den Bass betonen

Anmerkungen

Der D7-Akkord kann zur Not auch ganz weggelassen werden.

Bei der Akkordkombination C D7 G wechseln die ersten beiden Akkorde innerhalb eines Taktes. Zur Not kann hier das C-Dur durch ein D-Dur ersetzt werden, und der Schluss ohne schnellem Griffwechsel gespielt werden. Wer mit den Griffen keine Probleme mehr hat, der sollte mal alle Varianten ausprobieren.

für die Profis

Bei der letzten Strophe (der Wiederholung der ersten Strophe) wurde noch zusätzlich ein kleiner Basslauf mit integriert. Er kann ins Schlag- oder ins Zupfmuster mit eingebaut werden. In wie weit man diesen Basslauf auch für die anderen Strophen übernimmt, oder ob man ihn ganz weglässt, bleibt jedem Interpreten selbst überlassen. Wem das alles mit den Bassläufen (noch) zu viel sein sollte, der schaut einfach wieder auf die erste Strophe.

Weblinks



Folk-Song aus Nord Carolina (19. Jahrh.) – Text und Melodie: Trad. versch. Textquellen, bearbeitet von Mjchael 
Das Lied basiert auf einen Mord an der Frau Laura Foster aus Nord Carolina im Jahre 1866. Thomas C. Dula beteuerte bis zu seiner Hinrichtung seine Unschuld. Das Kingsten Trio verkaufte 1958 über 3.000.000 Single-Schalplatten mit diesem Titel.

Crd G.svg Crd D.svg Crd Am.svgCrd D7.svg

Tom Dooley

Traditional Folksong aus North Carolina

1
G Hang down your head, Tom Dooley. - Hang down your Am head and D cry
Killed Am poor Laura D Foster. - You know you're D7 bound to G die
2
G You took her on the hillside, - as God al- Am mighty D knows
You Am took her on the D hillside - and there you D7 hid her G clothes
3
G You took her by the roadside - where you Am begged to be ex- D cused
You Am took her by the D roadside - where there you D7 hid her G shoes
4
G You took her on the hillside - to make Am her your D wife
You Am took her on the D hillside - where there you D7 took her G life
5
G Take down my old violin - and play it Am as you D please
At Am this time to- D morrow, - it'll be no D7 use to G me
6
G I dug a grave four foot long, - I dug it Am three feet D deep
And Am throwed the cold clay D o'er her - and tramped it D7 with my G feet
7
G This world and one more then where do you Am reckon I'd D be
If Am it hadn't been for D Grayson, - I'd a- D7 been in Tennes- G see
Cc-pd-new white.svg Der Autor ist schon über siebzig Jahre tot. Daher bestehen keine Urheberrechtsansprüche mehr an diesem Werk.

Ein wenig Harmonielehre

Am und D7 können zur Not (bis man sie kann) weggelassen werden. Beide Akkorde werden dann durch ein einfaches D ersetzt. Mit Am erhält man eine so genannte II-V-I-Verbindung. Am ist der zweite Stufenakkord der Tonart G-Dur, D ist der fünfte Stufenakkord, und G ist natürlich der erste Stufenakkord der Tonart G-Dur. II-V-I-Verbindungen sind eine häufig anzutreffende Standard-Akkordfolge. Dieses Klischee (anderes Wort für Standard-Akkordfolge) taucht in sehr vielen Liedern auf. Es lohnt sich darauf zu achten.

Weblinks

Wikipedia
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:
Eingefügt aus: Liederbuch: Tom Dooley


Liedvorschlag für: Griffwechsel C-Am

Text: schwäbisches Volkslied       Bearbeitet von Mjchael

Crd G.svg Crd D.svg Crd C.svg Crd Am.svg

Auf der schwäbschen Eisenbahne

1
G Auf der schwäbschen Eisenbahne C gibt’s gar viele Am Haltstatione
D Schtuegart, Ulm und G Biberach D Mekkebeure, G Durlesbach
G Trulla trulla trulla la C Trulla trulla Am trulla la
D Schtuegart, Ulm und G Biberach D Mekkebeure, G Durlesbach
2
G Auf der schwäbschen Eisenbahne C dürfet Küh und Am Öchsle fahre
D Bube, Mädle G Weib und Ma, D kurzum alls, was G zahle ka.
G Trulla trulla trulla la C Trulla trulla Am trulla la
D Bube, Mädle, G Weib und Ma, D kurzum alls was G zahle ka.
3
G Auf der schwäbsche Eisenbahne C wollt a mal a Am Bäuerle fahre.
D Goht an Schalter, G lüpft de Huet: D "Oi Biletle, G send so gut".
4
G Einen Bock hat er sich kaufet, C und da er ihm Am net verlaufet,
D bindet ihn der G gute Ma D an die hintre G Wagen na.
5
G Wie der Bauer isch am Ziel C und sei Böckle Am hole will,
D findt er bloß G Kopf und Seil D an dem hintre G Wagenteil.
6
G Und der Bauer, voller Zorne, C nimmt den Kopf bei Am beiden Horne;
D schmeisst ihn, was er G schmeissen ka D Konduktör an G Ranzen na.
7
G "Warum bischt so gschwind gfahre? C Du muscht jetzt de Am Schade zahle"
D Du alloi bischt G Schuld do dran, D dass i jetzt kei G Bock mehr han.
8
G So, jetzt wär dies Liedle gsunge. C Hat euch recht in Am d’ Ohre klunge.
D Stosst mit eure G Gläser an! D Prost der G schwäbschen Eisenbahn!


Liedvorschlag für: Akkord Am - bearbeitet von: Mjchael

Crd G.svg Crd C.svg Crd D.svg Crd Em.svg Crd Am.svg Crd D7.svg

Die Leinweber

Text und Melodie: mündlich überliefertes Volkslied; vor 1833

1.)
Die G Leineweber C haben 'ne D saubere G Zunft,
Am harum di D7 dscharum di G schrum, schrum, schrum!
Mit G Fasten halten C sie Zu- D sammen- G kunft,
Am harum di D7 dscharum di G schrum, schrum, schrum!
Refrain
X Aschegraue dunkelblaue, schrum, schrum, schrum,[6]
X mir ein Viertel, dir ein Viertel, schrum, schrum, schrum.
//: G Fein oder C grob, ge- D gessem wer'n se G doch
mit der Em Julle, mit der Am Spulle, mit der D7 Schrum, Schrum, G Schrum. ://
2.)
Die G Leineweber C nehmen keinen D Lehrjungen G an,
Am harum di D7 dscharum di G schrum, schrum, schrum!
der G nicht sechs C Wochen lang D fasten G kann.
Am harum di D7 dscharum di G schrum, schrum, schrum!
3.)
Die G Leineweber C schlachten alle D Jahr zwei G Schwein, Am harum …
das G eine ist ge- C stohlen, und das D andre ist nicht G sein, Am harum...
4.)
Die G Leineweber C haben ein D Schifflein G klein, ...
da G setzen sie C Wanzen und die D Flöhe hin- G ein, ...
5.)
Die G Leineweber C haben alle D Jahr zwei G Kind, …
das G eine, das ist C scheel, und das D andre G blind, ...
6.)
Die G Leineweber C machen eine saubere Mu- G sik, …
wie G wenn zwölf C Müllerwagen fahren D über die G Brück, ...

Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.



Text: Adalbert Harnisch (*1815 – †1889); Melodie: "Prinz Eugen, der edle Ritter" (vor 1719)
Liedvorschlag für: Akkord Am - bearbeitet von: Mjchael

Crd G.svg Crd D.svg Crd Am.svgCrd D7.svg

Das Bürgerlied

1.)
' Ob wir G rote, gelbe Kragen, ' Helme G oder Hüte tragen,
' Stiefel Am tragen oder D7 Schuh; '
' Oder G ob wir C Röcke nähen
' ob zu Am Schuhen D7 Drähte drehen,
' Das tut, G das tut D' nichts da- G zu.
2.)
' Ob wir G können präsidieren, ' oder G müssen Akten schmieren
' ohne Am Rast und ohne D7 Ruh; '
' Ob wir G just Col- C legia lesen,
' oder Am aber D7 binden Besen,
' Das tut, G das tut D' nichts da- G zu.
3.)
' Ob wir G hoch zu Rosse reiten, ' oder G ob zu Fuß wir schreiten
' fürbaß Am unserm Ziele D7 zu; '
' Ob uns G Kreuze C vorne schmücken,
' oder Am Kreuze D7 hinten drücken,
' Das tut, G das tut D' nichts da- G zu.
4.)
' Aber G ob wir Neues bauen, ' oder G Altes nur verdauen,
' Wie das Am Gras verdaut die D Kuh; '
' Ob wir G in der C Welt was schaffen,
' oder Am nur die D7 Welt begaffen,
' Das tut, G das tut D' was da- G zu. '
5.)
' Ob wir G rüstig und geschäftig, ' wo es G gilt zu wirken kräftig,
' Immer Am tapfer greifen D7 zu; '
' Oder G ob wir C schläfrig denken
' "Gott wird's Am schon im D7 Schlafe schenken",
' Das tut, G das tut D' was da- G zu. '
6.)
' Ob im G Kopfe etwas Grütze und im Herzen Licht und Hitze,
' dass es Am brennt in einem D7 Nu; '
' Oder G ob wir C hinter Mauern
' stet's im Am Dunkeln D7 träge kauern:
' Das tut, G das tut D' was da- G zu. '
7.)
' Drum, ihr G Bürger, drum, ihr Brüder, alle eines Bundes Glieder,
' was ein Am jeder von euch D7 tu! '
' Alle, G die dies C Lied gesungen,
' so die Am Alten, D7 wie die jungen,
' Tun wir, G tun wir D7' was da- G zu! '

Hinweise zum Üben

Der Takt dieses Liedes stellt eine richtige Herausforderung dar. Er hält sich nämlich nicht wirklich an ein durchgehendes Taktmuster. Es wechselt zwischen einem 2/4-Takt und einem 4/4-Takt. Ursprünglich war er wohl im 3/4-Takt notiert[7]. Spätere Autoren notieren den Takt als einen „krummen“ 5/4-Takt, der zwischen Achtelnoten, Viertelnoten und punktierten Viertelnoten wechselt[8]. Modernere Interpreten verwenden einen sehr freien Umgang mit dem Takt, wobei sie gerne zwischen 4/4 und 2/4 Schlag- und Zupfmuster wechseln. Dieses gibt den jeweiligen Interpreten eine gewisse Freiheit, aber auch eine Herausforderung jeweils den Taktschwerpunkt zu finden.

Weblinks

Own YouTube logo.svg   Das Bürgerlied (Hannes Wader)


Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.




Irisches Trink- und Volkslied im ¾-Takt – Text: anonym (nach 1829), Melodie: unbekannt, bearbeitet von Paniolo und Mjchael 

Der Text dieses Liedes stammt ursprünglich aus der Anti-Alkoholiker-Bewegung Mitte des 19. Jahrhundert. Ironischerweise wird es gerade gerne in einer geselligen Kneipenrunde gesungen.

Gitarre   Ukulele (gcea)
Crd G.svg Crd C.svg Crd Am.svg Crd D.svg Crd D7.svg  
G C Am D D7 D7
Uke0232.svg Uke0003.svg Uke2000.svg Uke2220.svg Uke2020.svg Uke2223.svg
3/4-Schlag
Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab 0.svgTab 3.svgTab 0.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg
2.Variante
Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab plus.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTab end.svg
3.Variante
Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab plus.svgTab 3.svgTab 0.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg
  Ukulele (adf#h)
G C Am D D7
Uke2010.svg Uke3211.svg Uke0231.svg Uke0003.svg Uke0001.svg

The Wild Rover

Wikipedia
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:
1st Verse
I've G been a wild rover[9], for many a C year
And I've G spent all me Am money on D7 whiskey and G beer
But G now I'm returning with gold in great C store
And I G never will Am play the wild D7 rover no G more
Chorus
And it's D no, nay, never D7 *** * [10]
G No, nay, never, no C more
Will I G play the wild Am rover
No, nay, D7 never, no G more
2nd Verse
I G went to an alehouse I used to fre C quent
And I G told the land- Am lady me D7 money was G spent
I G asked her for credit, she answered my C "nay
Such a G custom as Am yours I can D7 get any G day"   (Chorus)
3rd Verse
I G took from my pocket ten souvereigns C bright
And the G landlady's Am eyes opened D7 wide with de G light
She G said "I have whiskeys and wines of the C best
And the G words that I Am told you were D7 only in G jest"   (Chorus)
4th Verse
I'll go G home to my parents, confess what I've C done
And I'll G ask them to Am pardon their D7 prodigal G son
And G if they caress me, as oftimes be C fore
Sure I G never will Am play the wild D7 rover no G more   (Chorus)
Cc-pd-new white.svg Der Autor ist schon über siebzig Jahre tot. Daher bestehen keine Urheberrechtsansprüche mehr an diesem Werk.

Melodie


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todo
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Weblinks


Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
Eingefügt aus: Liederbuch: Wild Rover


Lektion 7: Größere Sprünge zwischen Akkorden

Bis zu diesem Zeitpunkt wurde möglichst darauf verzichtet, dass die Finger größere Sprünge machen mussten. Bei solchen Sprüngen besteht für einen Anfänger (der du ja langsam nicht mehr bist) immer ein wenig die Gefahr, dass man nicht mehr genau weiß, wo man auf dem Griffbrett ist, und wertvolle Zeit mit dem Sortieren der Finger verbraucht. Darum ist es immer gut, wenn man neue Akkorde zuerst mit Griffwechseln ohne größere Sprünge übt.

Jetzt, nachdem man mit den Griffen einigermaßen vertraut ist, dürfte der Wechsel zwischen den Akkorden G-Dur und A-Moll, sowie der Wechsel zwischen E-Moll und D-Dur eigentlich keine größeren Problem mehr bereiten. Es hat sich jedoch als günstig erwiesen, diese "Sprünge" vor dem ersten Einsatz bei Liedern vorher einmal einzeln zu üben. Dabei können Lieder hilfreich sein, die gehäuft den etwas schwierigeren Griffwechsel aufweisen. Dadurch werden dann solche Akkordkombinationen schnell zu geläufigen Standard-Griffwechseln, die einem später keine Kopfschmerzen mehr bereiten.

Dennoch wird es immer wieder Griffwechsel geben, die man bei einem neuen Lied lieber einmal isoliert üben sollte, bis sie einem flüssig von der Hand gehen.

Sprung zwischen G und Am

Von G-Dur nach A-moll: - Kleiner Finger weg - Ring- und Mittelfinger anheben - Mittelfinger eins tiefer - Ringfinger unter den Mittelfinger - Zeigefinger wie bei C-Dur
Pfeil OS.svg Crd G.svg Pfeil SW.svg
von G-Dur nach A-Moll
  1. Kleiner Finger weg
  2. Ring- und Mittel-
    finger anheben
  3. Mittelfinger eine
    Saitenlage tiefer.
  4. Der Ringfinger kommt
    genau wie bei C-Dur
    unter den Mittelfinger
  5. Zeigefinger aufsetzen
G Am G.svg Von A-Moll nach G-Dur
  1. Zeigefinger anheben
  2. Ring- und Mittelfinger anheben
  3. Mittelfinger eins nach oben
  4. wie vorher bei E-moll geht der
    Ringfinger auf seinen Platz
  5. Der kleine Finger “rollt” sich ein
Pfeil NO.svg Crd Am.svg Pfeil WN.svg

Wenn man nur einzelne Griffe üben würde, dann läuft man schnell Gefahr, dass man einen Griff immer nach der gleichen Methode aufbaut, obwohl bei einem anderen Griffwechsel eine andere Reihenfolge angebrachter wäre.

Der Akkord ist nicht das Wichtigste, was es zu lernen gibt, sondern der Wechsel von einem Akkord zum nächsten. Dort gilt es die Gemeinsamkeiten zu suchen. Das lässt sich gut im nächsten Griffwechsel veranschaulichen

Sprung zwischen Em und D

Pfeil OS.svg Crd Em.svg Pfeil SW.svg
Von E-Moll nach D-Dur
  1. Mittel- und Ringfinger anheben
  2. Mittelfinger ganz nach unten
  3. Ringfinger auf seinen Platz
  4. Zeigefinger auf seinen Platz
Dur-Moll-Dur.svg Von D-Dur nach e-moll
  1. Zeigefinger weg
  2. Mittel- und Ringfinger anheben
  3. Mittelfinger rauf bis zur A-Saite
  4. Ringfinger unter den Mittelfinger
Pfeil NO.svg Crd D.svg Pfeil WN.svg

Wenn man erkennt, dass dieser Griffwechsel ähnlich abläuft wie der Griffwechsel von A-Dur nach D-Dur, mit dem wir den Kurs gestartet haben, sich aber alles nur ein paar Saiten höher abspielt, dann ist schon sehr viel gewonnen.

Bei allen 6 Akkorden aus diesem Lagerfeuerdiplom gibt es für Ring- und Mittelfinger praktisch nur zwei Stellungen.

"Bei D-Dur: MR Durstellung.gif "Bei A-Dur: MR Mollstellung.gif

Ring- und Mittelfinger bilden eine Einheit. Diese Fingerstellung werden wir noch bei drei weiteren Akkorden aus dem Folkdiplom wiederentdecken. Lediglich die Höhe variiert.

Nach dieser Lektion dürfte auch der Wechsel zwischen A-Dur und G-Dur keine Probleme mehr bereiten.

Die Pop-Kadenz

Bei den nachfolgenden Liedvorschlägen wird dir vielleicht des öfteren die Akkordfolge G D Em C auffallen. Dieses ist eine I V VI IV-Verbindung (1-5-6-4). In Bands ruft man sich manchmal die Akkordfolge als "ein 15-64er in G" zu, was aber auch nichts anderes als "eine 1-5-6-4-Akkordverbindung in der Tonart G-Dur" heißt.

Bei einer I V VI IV-Verbindung (1-5-6-4) in G-Dur ist
I - G der 1. Ton in der G-Dur-Tonleiter und damit ist G-Dur die 1. Akkordstufe.
V - D der 5. Ton in der G-Dur-Tonleiter und damit ist D-Dur die 5. Akkordstufe.
VI- E der 6. Ton in der G-Dur-Tonleiter und damit ist E-Moll die 6. Akkordstufe.
IV- C der 4. Ton in der G-Dur-Tonleiter und damit ist C-Dur die 4. Akkordstufe.

Diese Akkordfolge taucht bei extrem vielen Popsongs auf, so dass man sie auch "Pop-Formeln" nennt, obwohl man wohl richtiger von einer Pop-Progression bzw. von einer Pop-Kadenz sprechen sollte. Dieses ist wieder eine Akkordfolge, die du dir merken solltest.

Ein paar Beispiele:

  • Its not G time to make a D change, just re- Em lax and take it C easy
  • When G I find myself in D times of trouble, Em mother Mary C comes to me (Let it be)
  • COUNTRY G ROADS, take me D home to the Em place I be- C long
  • G Oh ich D hab solche Em Sehnsucht C (Westerland)
  • G I won't hesi- D tate no more No Em more, it cannot C wait I’M YOURS
  • And G I D - Em Will C Always Love G You

Bei den letzten beiden musst du vielleicht ein Kapodaster benutzen, um eine bessere Tonart bzw. Tonhöhe zu bekommen. Wie man den aber benutzt, wird erst im Folkdiplom näher erläutert.

Höre dir für die Pop-Formel unbedingt mal Own YouTube logo.svg   Axis of Awesome - 4 Four Chord Song an!

Liedervorschläge

Sprung Em-D und Am-G

Wer Probleme beim Sprung von Em nach D oder von Am nach G hat, kann das hier nochmal üben.

Vermehrt "Sprünge" und nicht mehr so gleichmäßige Akkordfolgen



Gitarre: Folkslieder und Folksongs Liedvorschlag für: Sprung Em D

Volkslied       Bearbeitung Mjchael

Crd Em.svg Crd D.svg

Kanon zu 3 Stimmen

Hejo spannt den Wagen an

  1. Em He- D jo! Em Spannt den Wagen D an,

  2. Em Denn der D Wind treibt Em Regen über's D Land!

  3. Em Holt die goldnen D Garben, Em Holt die goldnen D Garben!

Weblinks




Irish Folk – Text und Melodie: Michael Considine (ca. *1850 - †1873), bearbeitet von Mjchael 

Das Lied beschreibt das Heimweh eines Irland-Auswanderers in Amerika. Die Geschichte selbst, und die Orte sind jedoch erfunden.

Crd Am.svg Crd G.svg Crd C.svg - Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTact gbe.svgTact ebg.svgTab end.svg Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

Spancil Hill

Last Am night as I lay G dreaming, of pleasant days gone Am by,
Me mind being bent on rambling, to C Ireland I did G fly,[11]
I Am stepped on board a vision, and C followed with a G will,
Till the Am first I came to G anchor at the cross at Spancil Am Hill,
2
T'was on Am the twenty G third of June, the day before the Am fair,
When Ireland's sons and daughters, and C friends assembled G there,
The Am young the old the brave the bold, their C duty to full G fill,
At the Am parish Church near G Clooney, a mile from Spancil Am Hill.
3
De- Am lighted by the G novelty, enchanted by the Am scene.
Where in me early boyhood where C often I had G been.
I Am thought I heard a murmur. I C think I hear it G still.
It's the Am little stream of G water that flows down Spancil Am Hill.
4
To a- Am muse a passing G fancy, I laid down on the Am ground.
And all my school companions, they C shortly gathered G round.
When Am we were home returning, we C danced with bright good G will
To Am Martin Monahan's G music, at the cross at Spancil Am Hill.
5
I Am went to see me G neighbours to see what they might Am say,
The old one's were all dead and gone, the C young one's turning G grey,
I Am met with tailor Quigley, he's as C bold as ever G still,
Sure he Am used to make me G britches when I lived in Spancil Am Hill.
6
I Am paid a flying G visit to my first and only Am love,
She's as fair as any lilly as C gently as a G dove,
She Am threw her arms around me saying C Johnny I love ye G still,
She was Am Meg the farmer's G daughter, the pride of Spaincil Am Hill.
7
I Am dreamt I knelt and G kissed her as in the days of Am yore
Ah, Johnny you're only joking as C many the time be- G fore
Then the Am cock he crew in the morning, he C crew both loud and G shrill
I a- Am woke in Cali- G fornia, many miles from Spancil Am Hill
Cc-pd-new white.svg Der Autor ist schon über siebzig Jahre tot. Daher bestehen keine Urheberrechtsansprüche mehr an diesem Werk.

Weblinks

Wikipedia
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:
Eingefügt aus: Liederbuch: Spancil Hill


< Liederbuch


Alte irische Ballade – Text: Cathal Garvey (1866-1927), Melodie: trad., bearbeitet von Mjchael und Paniolo 

Gitarre Ukulele (gcea) Ukulele (adf#h)
Crd Em.svg Crd C.svg Crd G.svg Crd D.svg
Em C G D
Uke0432.svg Uke0003.svg Uke0232.svg Uke2220.svg
Em C G D
Uke2210.svg Uke3211.svg Uke2010.svg Uke0003.svg

Melodie


Star Of The County Down Em 44 Lead.svg

The Star Of The County Down

1st Verse
Near Em Banbridge C town in the G County D Down
One Em mornin' last Ju- D ly,
Down a Em boreen C green came a G sweet col- D leen
And she Em smiled as she C passed D me Em by.[12]
She G looked so sweet from her D two bare feet
To the Em sheen of her C nut-brown D hair.
Such a Em coaxin' C elf, sure I G shook my D self
For to Em see if I was C real- D ly Em there.
Chorus
From G Bantry Bay up to D Derry Quay
And from Em Galway to C Dublin D town,
No Em maid I've C seen like the G brown col- D leen[13]
That I Em met in the C Coun- D ty Em Down.
2nd Verse
As she Em onward C sped, sure I G scratched my D head
And I Em looked with a C feelin' D rare.
And I Em says, says C I, to a G passer- D by
"Who's the Em maid with the C nut D brown Em hair?"
He G smiled at me and D then, says he,
"That's the Em gem of the C Ireland's D crown,
Young Em Rosie Mc- C Cann from the G banks of the D Bann.
She's the Em Star of the C Coun- D ty Em Down."   (Chorus)
3rd Verse
She'd a Em soft brown C eye and a G look so D shy
And a Em smile like the C rose in D June.
And you Em hung on each C note from her G lily-white D throat
As she Em lilted an C I- D rish Em tune.
At the G pattern dance, you were D held in a trance
As she Em tripped through a C reel or a D jig.
And when her Em eyes she'd C roll, she'd coax up- G on my D soul
A Em spud from a C hung- D ry Em pig   (Chorus)
4th Verse
I've Em traveled a C bit, but G never was D hit
Since my Em roving C career be- D gan.
But Em fair and C square I sur- G rendered D there
To the Em charm of young C Ro- D sie Mc- Em Cann.
With a G heart to let and no D tenant yet
Did I Em meet within C shawl or D gown,
But Em in she C went and I G asked no D rent
From the Em Star of the C Coun- D ty Em Down   (Chorus)
5th Verse
At the Em Harvest C Faire she'll be G surely D there,
So I'll Em dress in my C Sunday D clothes.
With my Em shoes shone C bright and my G hat cocked D right,
For a Em smile from my C nut- D brown Em rose.
No G pipe I'll smoke; no D horse I'll yoke
'Til my Em plow is a C rust-colored D brown,
'Til my Em smilin' C bride by my G own fire- D side
Sits the Em Star of the C Coun- D ty Em Down   (Chorus)
Cc-pd-new white.svg Der Autor ist schon über siebzig Jahre tot. Daher bestehen keine Urheberrechtsansprüche mehr an diesem Werk.

Weblinks

Wikipedia
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.


Liedbeispiel für Gitarre: Sprung Em D und Am G

Carrickfergus

Verse 1
G I wish I Am was D in Carrick- G fergus /F# Em [14]
Only for Am nights (D in C) Bally- G grant,
G I would swim Am over D the deepest G ocean, /F# Em
Only for Am nights (D in C) Bally- G grant,
But the sea is G wide and I cannot cross D over
And neither Em have I C the wings to D fly
I wish I could Am meet D a handsome G boatsman, /F# Em
To ferry me Am over, (D my C) love to G find.
Verse 2
G But in Kil- Am kenny, D it is re- G ported, /F# Em ,
On marble Am stones there (D as C }black as G ink.
G With gold and Am silver D I would sup- G port her, /F# Em
But I´ll sing no Am more now (D till I C) get a G drink,
For I'm drunk to- G day, and I'm seldom D sober,
A handsome Em rover C from town to D town,
Ah, but I'm Am sick now, D my days are G numbered, /F# Em
Come all you Am young men D and C lay me G down.
Cc-pd-new white.svg Der Autor ist schon über siebzig Jahre tot. Daher bestehen keine Urheberrechtsansprüche mehr an diesem Werk.

Weblinks


Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.



Jingle Bells

Chorus
D Jingle bells, ' jingle bells, ' jingle all the 7 way,
G Oh what fun it D is to ride in a (Em one-horse E7) open A sleigh, 7 hey,
D Jingle bells, ' jingle bells, ' jingle all the 7 way,
G Oh what fun it D is to ride in a (A one-horse 7) open D sleigh.
Verses
D Dashing through the ' snow, in a ' one-horse o-pen G sleigh,
O'er the fields we A go, 7 laughing all the D way,
D Bells on bobtails ring, making spirits G bright,
What fun it is to A ride and sing a 7 sleighing song to- D night, oh
Hörbeispiel

siehe auch

Jingle Bells bei der Wikipedia


Eingefügt aus: Liederbuch: Jingle Bells


< Liederbuch

Crd D.svg Crd G.svg Crd A.svg Crd Em.svg

Tab spacer.svgTab 1.svgTab 0.svgTab 2.svgTab 0.svgTab 3.svgTab 0.svg
Tab start.svgTact ead.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTact gbe.svgTact0 u.svgTab end.svg

MY BONNIE

1 (einfache Dur-Kadenz)
My D Bonnie is G over the D ocean, my Bonnie is G over the A sea,
my D Bonnie is G over the D ocean, O G bring back my A Bonnie to D me.
Refrain
D Bring back, G bring back, O A bring back, my A7 Bonnie to D me, to me,
Bring back, G bring back, O A7 bring back my Bonnie to D me.
2 (mit Mollparallelen)
D O blow ye G winds over the D ocean, O blow ye Em winds over the A sea, A7
D O blow ye G winds over the D ocean, and Em bring back my A Bonnie to D me.
Refrain
D Bring back, Em bring back, O A bring back, my A7 Bonnie to D me, to me,
Bring back, Em bring back, O A7 bring back my Bonnie to D me.
3 (mit Zwischendominanten)
Last D night as I G lay on my D pillow, last night as I E7 lay on my A bed, A7
last D night as I G lay on my D pillow, I E7 dreamed that A7 my Bonnie was D dead.
Refrain
D Bring back, E7 bring back, O A bring back, my A7 Bonnie to D me, to me,
Bring back, E7 bring back, O A7 bring back my Bonnie to D me.
4 (mit Wechselbass und Basslauf)
The D winds have blown G over the D ocean, A
the winds have E7 blown over the A sea, /A /B /C#
the D winds have G blown over the D ocean, A
and Em brought back my /A /B /C# Bonnie to D me.
Refrain
D/A brought D back, Em/B brought Em back, O A brought back, my /A /B /C# Bonnie to D me, to D/F# me,
D/A brought D back, Em/B brought Em back, O A brought back, my /A /B /C# Bonnie to D me.


Eingefügt aus: Liederbuch: My Bonny



'Folk-Song aus den USA – Alternativtitel: Ox-Driver Song, Text und Melodie: Jimmie Driftwood (*1907–†1998), bearbeitet von Mjchael 


Gitarre Ukulele (gcea)
Crd Am.svg Crd G.svg
Am G
Uke2000.svg Uke0232.svg

Ox-Driving Song

1
Am Pop my whip and I bring the blood
I G make the leaders take the mud;
We grab the Am wheels and we turn them around
One G long, long pull and we're Am on hard ground.
Chorus
To me Am rol, to me rol, to my rideo
To me G rol, to me rol, to my rideo
To my ride- Am o, to my rudeo
To me G rol, to me rol, to my Am rideo
2
On the Am fourteenth day of October-o
I G hitched my team in order-o
To drive the Am hills of Saludio
To me G rol, to me rol, to my Am rideo
3
When Am I got there the hills were steep,
'Twould G make any tender-hearted person weep
To hear me Am cuss and pop my whip
And G see my oxen Am pull and slip.
4
When I Am get home I'll have revenge,
I'll G land my family among my friends.
I'll bid ad- Am ieu to the whip and line
And G drive no more in the Am wintertime.



Sinn dieses Workshops

Egal, ob man Barré-Akkorde, erweiterte Akkorde oder Slash-Akkorde spielen möchte, Bassläufe, Tonleitern und Pentatoniken lernen möchte oder auch nur die Anfangstöne für eine Melodie ermitteln will, man benötigt die Kenntnis, wo auf der Gitarre welche Töne sind.

Um einfach Lieder mit der Gitarre nach Akkorden zu begleiten muss man nicht unbedingt Noten können.

Wenn man jedoch im Spielen weiterkommen möchte und auch die Zusammenhänge der Harmonielehre verstehen möchte, dann sollte man damit anfangen die C-Dur-Tonleiter auf der Gitarre zu lernen.

Wann man mit der C-Dur-Tonleiter anfangen soll, und wann man diese wieder einmal wiederholen sollte, kann man gar nicht so genau sagen.

  • nicht unbedingt am Anfang
  • doch so früh wie möglich
  • günstiger Beginn: Mitte Folkdiplom beim Zupfen, nachdem man alle Grundakkorde kann
  • und so oft wie möglich wiederholen

Daher wurde die "C-Dur-Tonleiter auf den ersten drei Bünden" in einen winzigen Workshop gepackt, der bei entsprechender Gelegenheit immer wieder hervorgeholt werden kann.

Voraussetzung für diesen Workshop ist, dass man die Grundakkorde nach dem allgemeinen Regeln zum Fingersatz greifen kann, oder zumindest weiß, wie sie standardmäßig gegriffen werden sollten. (Was nicht heißt, dass es nicht auch alternative Griffweisen gibt.)


Aber zuerst mal die Übersicht:

C-Dur-Tonleiter in den ersten drei Bünden (ohne Noten)

C Am Tonleiter.gif

     Intervalle        Fingersatz
 3 ||-4-|---|-5-|  0 ||-Z-|---|-R-|
 7 ||<1>|---|-2-|  0 ||-Z-|---|-R-|
 5 ||---|(6)|---|  0 ||---|-M-|---|
 2 ||---|-3-|-4-|  0 ||---|-M-|-R-|
(6)||---|-7-|<1>|  0 ||---|-M-|-R-|
 3 ||-4-|---|-5-|  0 ||-Z-|---|-R-|

Vier Regeln für das Finden der Töne auf Gitarre

Regel 1: Die Namen der "leeren Saite"

Lerne die Namen der 6 Saiten einer Gitarre auswendig.
Dazu hilft ein Merkspruch:

Entweder:

Attention green.svg

Merke
Eine alte Dame ging Heringe essen;[15]

Eine alte deutsche Gitarre hält ewig;


oder der klassische Merkvers für die Gitarre:

EADGHE.gif;[16]


vgl. die obere (schwarze) Basssaite vgl. die zweite (schwarze) Basssaite vgl. die dritte (schwarze) Basssaite vgl. die dritte (schwarze) Melodiesaite von unten vgl. die zweite (schwarze) Melodiesaite von unten vgl. die unterste (schwarze) Melodiesaite

Attention green.svg

Beachte
Vergleiche die leeren Saitennamen der entsprechenden Akkorde. Diese sind mit einem schwarzen Punkt hervorgehoben.


Regel 2: die Ringfinger-Regel

Bei 6 Grund-Akkorden befindet sich der Grundton des Akkords genau unter dem Ringfinger.

Anders ausgedrückt:

  • Wenn man G-Dur greift ist unter dem Ringfinger der Ton G
  • Wenn man C-Dur greift ist unter dem Ringfinger der Ton C
  • Wenn man F-Dur greift ist unter dem Ringfinger der Ton F
  • Wenn man D-Dur greift ist unter dem Ringfinger der Ton D
  • Wenn man E-Dur greift ist unter dem Ringfinger der Ton E
  • Wenn man A-Moll greift ist unter dem Ringfinger der Ton A
  • oder wenn man A-Dur mit dem alternativen Fingersatz greift, ist der Ton A auch unter dem Ringfinger


Crd G.svg Crd C.svg Crd F ZMR.svg Crd D.svg Crd E.svg Crd Am.svg Crd A MRK.svg

Voraussetzung für diese Regel ist, dass Akkorde nach einem Standardfingersatz gegriffen werden.

Regel 3: Markante Akkordtöne

3 Töne die sich nicht über den Ringfinger ableiten lassen, kann man aber trotzdem gut über markante Akkordtöne lernen.

HCF.gif

vgl. Zeigefinger vgl. untere Saite des umgelegten Zeigefingers vgl. Mitterlfinger

  • Wenn man C-Dur greift ist unter dem Zeigefinger der Ton C
  • Wenn man F-Dur greift ist die unterste Saite, die noch mit dem Zeigefinger umgelegt wird der Ton F
  • Wenn man H7 greift ist unter dem Mittelfinger der Ton H
  • Der Ton H lässt sich auch gut mit dem Basslauf C C/H Am lernen.

Nur diese drei Töne muss man "richtig" lernen. Alle andern Töne kann man mit den einfachen Eselsbrücken sehr schnell ableiten.

Regel 4: Beide E-Saiten sind gleich

Die letzte Regel besagt, dass jeder Ton, der auf der oberen E-Saite ist, im selben Bund auch auf der unteren E-Saite (zwei Oktaven höher) ist.

vgl. obere und untere leere Saite vgl. obere und untere Saite des Barré-Fingers vgl. Ring- und kleine Finger

  • parallel zur ersten Regel heißt beim E-Dur-Akkord die obere und die untere Saite E
  • Nicht nur die untere E-Saite im ersten Bund gegriffen heißt F (vergleiche 3. Regel mit F-Dur-Akkord) sondern auch die obere E-Saite im ersten Bund gegriffen ist ein F.
  • Beim G-Dur-Akkord heißt der Ton unter dem Kleinen Finger "G", genau wie der Ton unter dem Ringfinger
  • (Sobald man Barré-Akkorde kann, kann man die letzte Regel auch auf alle Barré-Akkorde anwenden, die wie F-Dur oder Fm gegriffen werden.)

Nutzen

Dieses Wissen reicht noch nicht ganz aus, um vollständige Melodien frei vom Blatt zu spielen. Doch man kann schon mal jede einzelne Noten benennen. Und sofern man schon Noten lesen kann, so kann man relativ einfach die Anfangstöne von Melodien und Liedern ermitteln. Oder man kann den Basston einiger so genannter Slash-Akkorde finden, oder einen Basslauf genauer beschreiben. Und natürlich ist dieses auch eine sehr gute Vorbereitung für all diejenigen, die das "Noten vom Blatt spielen" mit der Gitarre noch lernen wollen. Die Töne der ersten drei bis vier Bünde reichen für die einfachen Akkorde völlig aus. Später wenn man anfängt nach Noten zu spielen, oder wenn man einfache Stücke picken will (Melodie und Zupfmuster gemeinsam), dann kommt man mit den Noten schon ziemlich weit. Es gibt hunderte von Stücken, die sich auf die ersten Bünde der Gitarre beschränken. Das übrige Griffbrett kann noch ein wenig warten. Man erobert sich dieses am besten mit (oder spätestens nach) den einfachen Barré-Akkorden und Powerchords.


Übung 1

Versuche die komplette Tonleiter rauf und runter zu wandern, und überprüfe, ob du über die Akkorde die Noten finden kannst. Benenne jede einzelne Note und sage warum diese Note so heißt.

Töne/Akkorde  E F G A H C D E F G a H C D E F G
            |-----------------------------0-1-3-|
            |-----------------------0-1-3-------|
            |-------------------0-2-------------|
            |-------------0-2-3-----------------|
            |-------0-2-3-----------------------|
            |-0-1-3-----------------------------|
Regeln        1 4 2 1 3 2 1 2 2 1 2 1 3 2 1 3 4
1= leere Saite; 2= Ringfinger; 3= Akkordton; 4 = Oben/Unten
Beispiel für die ersten Töne

E = Saitenname; F = Akkordton + oben wie unten; G = Ringfinger; A = Saitenname; H = Akkordton; C = Ringfinger usw.

Übung 2

Versuche von jedem gelernten und später auch von jedem neuen Akkord die Bezeichnung der einzelnen Töne zu bestimmen.

Sobald man diese C-Dur Skala kann, findet man auch alle Noten mit Vorzeichen. Die Töne mit Vorzeichen liegen genau einen Bund bzw. Halbtonschritt vor (beim "b") oder nach (beim "#") den Stammtönen.

die C-Dur-Tonleiter auf dem Griffbrett Halbtonschritte I.gif
Den Themenbereich Lektion: Vom Basslauf zur C-Dur-Tonleiter vertiefen...

Noten und Tabulaturbeispiel

Diese Zusammenfassung habe ich mit dem Freeware-Programm Powertab hergestellt. Leider kann das Programm nur das englische "B" und bietet keinen Ersatz für unser deutsches "H" an. Doch es wird alles noch mit Noten dargestellt, und ein paar Tipps für das Notenlesen gegeben.


Wer noch Probleme hat, überhaupt Noten zu erkennen, für den habe ich hier eine kleine Hilfe geschrieben.


Schlussbemerkung

Wenn einem dieser Workshop ausreicht, sollte man sich dennoch die Schlussbemerkung aus dem Note-Lokation-Workshop durchlesen.


Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.


Lektion 8: Abschluss-Lektion

Was kann man schon alles mit dem Lagerfeuerdiplom spielen

In diesem Anhang folgen Übungsbeispiele aus dem Liederbuch der Wikibooks und bekannte Lieder, die man in vielen handelsüblichen Liederbüchern findet. Diese Liedersammlung der Wikibooks ersetzt jedoch kein eigenes Liederbuch. Damit dieser Gitarrenlehrgang weiterhin kostenlos im Internet zur Verfügung gestellt werden kann (von den allgemeinen Druckkosten einmal abgesehen), und günstig als Buch gedruckt werden kann, verzichtet man bei den Wikibooks darauf, Lieder zu verwenden, welche unter einem Copyright stehen. Dennoch soll mit dieser kleinen Zusammenstellung gezeigt werden, dass man mit nur 6 Akkorden und einer Hand voll Schlagmustern (mit schnellem Griffwechsel) ein abendfüllendes Programm zusammenstellen kann. Allein mit den folgenden Beispielen und den Liedern aus dem Anhang sind schon um die 50 Liedvorschläge zusammengestellt, welche alle im Bereich des Möglichen liegen (allein 7 Lieder nur für die ersten beiden Akkorde). Daneben werden noch einige Vorschläge von recht bekannten populären Liedern gegeben. Bei denen können jedoch nur die reinen Akkordfolgen angegeben werden. Text und Melodie muss man dann in einem Liederbuch nachschlagen.

Alle Akkordvorschläge sind zum Teil recht vereinfacht worden. Oft wird anstelle einer vermeintlichen Originalbegleitung einer Standard-Akkordkombination der Vorzug gegeben.

(Wird nicht gedruckt) Veränderungen an der Begleitung bitte nur bei groben Fehlern oder bei berechtigten Vereinfachungen vornehmen. Nicht aber, weil die Akkorde in irgendeinem Buch oder in irgendeinem angeblichen Original anders stehen sollten. Besser ist es, Vorschläge für eine andere Begleitung auf der entsprechenden Diskussionsseite anzugeben.

Die ersten beiden Akkorde D und A

D-Dur-Akkord und 4/4-Schlag

Griffwechsel D-A und 4/4-Schlag

Der G-Dur-Akkord

Griffwechsel D-G und Western-Schlag

Siehe auch: Durkadenz

Der Griffwechsel G-A bzw. A-G kann evtl. noch ein wenig warten (bis Lektion 7).

Der C-Dur-Akkord

Griffwechsel G-C-D

Der Em-Akkord

Griffwechsel G Em C D

Reihenfolge der Akkorde bleibt gleich, aber die Dauer variiert.
Die Popformel G D Em C
Zusammengesetzte Akkordfolgen mit G Em C D und/oder G D Em C
andere mit Em
1 . 2 . 3 . 4 . | 1 . 2 + . + 4 .
A - A - A - A - | A - A V - V A -
Original
1 . 2 . 3 . 4 + | . + . + 3 . 4 .
A - A - A - A V | - V - V A - A -

Zwei Akkorde pro Takt

Schneller Griffwechsel

leichte Akkorde mit schnellem Griffwechsel (zwei Akkorde in einem Takt)
Ref: (G D)(C D)2x (G D) C D - - (C D) C D (G D)(C D)


Der Am-Akkord

Griffwechsel C-Am


Sprünge

Sprung Em-D und Am-G

Wer Probleme beim Sprung von Em nach D oder von Am nach G hat, kann das hier nochmal üben.

Vermehrt "Sprünge" und nicht mehr so gleichmäßige Akkordfolgen

Abschluss

Abschluss-Stücke für das Lagerfeuerdiplom

Folgende Lieder enthalten fast den ganzen Übungsstoff des Lagerfeuerdiploms

Mit diesen Stücken verlässt man den Anfängerstatus. Im einzelnen sind die Lieder nicht besonders schwer. Doch sie enthalten alle wesentlichen Lerninhalte des Lagerfeurerdiploms. (6 Akkorde G D C Em Am A Lagerfeuerschlag und der schnelle Griffwechsel)

  • Ein Mann der sich Columbus nannt
  • Hoch auf dem gelben Wagen
  • Own YouTube logo.svg   American Pie (Don McLean) ©
    Sehr anspruchsvoll und ohne Textvorlage fast nicht zu spielen.
    (G D) Em Am C Em D -
    (G D) Em Am C Em C D -
    Em Am Em Am
    (C G) Am C D
    (G D)Em C D
    (G D) Em C D (G C)(G D)
    Ref:(G C)(G D)3x
    Em A Em D
    Strophe 2: G Am C Am Em D
    (G D) Em Am C Em A D -
    Em D Em D
    (C G) A C D
    (G D) Em C D Am C
    (G D) Em C D (G C)(G D)
    Wenn man vor diesem Lied "When you say nothing at all" geübt hat, dann geht der Refrain sehr einfach. Die Akkordfolge (G-D)-Em sowie (C-G)-Am bzw. (C-G)-A sollte man vorher zig mal hintereinander üben, bis man diese Akkordfolge mit schnellem Griffwechsel auswendig kann.

Mit Tricks schon spielbar

einzelne Akkorde müssen vereinfacht werden
  • Own YouTube logo.svg   Boulevard of broken Dreams (Green Day) © Em G D A (mehrmals) Refrain C G D A (3x) C G H7- (H7 kann man zur Not auch mal als D ohne Ringfinger spielen, wenn dabei nur die unteren 3 Saiten angeschlagen werden). Beim C im Refrain nur zwei Abschläge ausführen und erst bei "shadow" wieder den Lagerfeuerschlag spielen.



Und das sind bei weitem noch nicht alle Lieder, die man jetzt schon spielen kann. Wie man sieht, kann man selbst mit dem einfachen Lagerfeuerschlag, 6 Akkorden und dem "Schnellen Griffwechsel" ohne Probleme ein abendfüllendes Programm gestalten.



Anhänge

wird nicht gedruckt

Die nachfolgenden Seiten betreffen nicht nur das Lagerfeuerdiplom, sondern sie können auch in anderen Diplomen oder Themengebieten zur Gitarre wieder auftauchen. Daher werden sie hier in den Anhängen zusammengefasst.


Lieder fürs Lagerfeuerdiplom


siehe auch

Wikibooks-Einzelbuch.png Musiklehre - weiterführende Lehrmaterialien

Weiterführende Ergänzung für das Lagerfeuerdiplom (Position des Daumen)

Diese Zusammenstellung ist nicht der Weisheit letzter Schluss, doch es soll den Lesern die Möglichkeit geben, Entscheidungen, die für die Kurse hier in im Gitarrenkurs: Lagerfeuerdiplom gemacht worden sind, nachzuvollziehen.


  Pro Contra  
1. über dem Griffbrett: man kann die E und sogar die A-Saite abdämpfen und sogar drücken. (Als Ersatz für Barré-Akkorde.) Funktioniert nur bei sehr schmalem Griffbrett,

Übrige Finger verlieren an Beweglichkeit

Verkrampfte Handhaltung
Eigentlich wenig zu empfehlen. Doch es gibt einige, die gerade beim Spielen im Stehen gut damit klar kommen. Einige Gitarrenspieler verwenden es allerhöchstens mal als kurzfristige Notlösung, falls die obere Saite schnarrt. Dann schiebe ich den Daumen gerade so weit übers Griffbrett, dass die E-Saite gerade so berührt und damit abdämpft wird.
2. recht weit oben, (aber nicht drüber) Bequeme kraftsparende Haltung bei Schlaggitarre bei einfachen Akkorden. Gut geeignet für langes Spielen. Bei aufwendigen Soli oder bei klassischen Stücken reicht die Beweglichkeit nicht aus. Barré-Akkorden sind anstrengend. Der Daumen sollte hier wie im Kurs beschrieben kein Druck ausüben, sondern nur die Position halten. Eignet sich für fast alle Akkorde aus den ersten drei Bünden, inkl. Bassläufe, Hammering und Pullof. Man sollte nur bereit sein, bei aufwendigeren Soli, klassischen Stücken oder Barré-Akkorden eine andere Haltung zu verwenden.
3a. Griffbrettmitte oder kurz darüber Die Finger sind recht beweglich. Man kann sehr leicht mal einige Lagen vor und zurückrutschen ohne die Daumenposition zu ändern. Somit hat man immer einen guten Orientierungspunkt. Der Arm muss die ganze Zeit über angehoben werden. Bei vollen Akkorden und bei Barré-Akkorden reicht die Kraft oft nicht aus oder der Handteller verkrampft sich. Funktioniert schlecht im Stehen. Bei Soli und bei klassischen Stücken gibt es kaum eine Alternative. Sobald aber wieder einfachere Akkorde und Begleitungen folgen, dann kann man sich mit einer anderen Haltung wieder entspannen.
3b. kann als Widerlager für Akkorde dienen. Der Druck würde dann wie bei einer Schraubzwinge mit dem Daumen ausgeübt. Wie oben. Zudem sehr anstrengend. Beweglichkeit der Finger geht verloren, da sie sich meist reflektorisch mit verspannen. Sollte man meines Erachtens nur dann anwenden, wenn man mit den anderen einfacheren Griffarten nicht zum Erfolg kommt. z.B. bei Barré-Griffen mit spieltechnischen Verzierungen...
4a. deutlich unterhalb der Mittellinie, Daumen zeigt in Richtung Gitarrenkopf. Natürliche Handhaltung (Vergleiche Griff beim Rudern oder Kehren mit dem Besen) Kann als Hebel für Barré-Griffe dienen. Kräfteschonend. Beweglichkeit der Finger ist eingeschränkt. Gut für Barré-Griffe und Power-Cords geeignet, wenn keine besonderen Solo-Einlagen mit dabei sind. Der Daumen sollte allerdings recht weit zum Steg hin zeigen, damit er seine Hebelkraft entfalten kann. (Sieht fast wie beim Trampen aus.)
4b. wie 4a. nur Daumen ist gegenüber des Mittelfingers verwende ich praktisch nur für Soli auf den unteren beiden Seiten... Man erreicht schlecht die oberen Seiten und die Orientierung  geht verloren. Greifen wird umständlich. Eigentlich nur für Solos auf den unteren drei Saiten zu empfehlen. Und meist nur dann, wenn dabei ein halber Barré mit benötigt wird. Die meiste Flexibilität hat der Daumen in der mittleren Position.
Resümee: auch wenn hier noch nicht alle Möglichkeiten aufgezeigt worden sind,  wird doch klar, das jede Griffweise ihr Für und Wider hat. Man sollte sich nicht auf eine alleinige Haltung versteifen, sondern immer die Haltung heraussuchen, die für die gerade geforderte Spielsituation am geeignetsten erscheint. Und es schadet nichts, gegebenenfalls beim Stück die Daumenposition anzupassen. Also flexibel bleiben und ein wenig herumexperimentieren, sonst hat jede Greiftechnik die du lernst irgendwo einen Fehler!
vergleiche
Beispiel für Nr.2
Lagerfeuerdiplom: Position des Daumen
Beispiel für Nr.3a
Anmerkungen zur Spanischen Romanze
Beispiel für Nr.3a, 3b und 4a
Rockdiplom: Erste Barree-Akkorde

Randbemerkung zum Fingersatz

Dieser Artikel ist nur für die Gitarrenspieler gedacht, die schon etwas Gitarre gelernt haben und vielleicht einen Griff (insbesondere G-Dur) mit einem anderen Fingersatz gelernt haben.

Leider haben „Umlerner“ häufig Probleme, G-Dur mit dem kleinen Finger zu greifen (den habe ich schon immer so gegriffen, warum soll ich den anders greifen...).

„Neu-Lerner“ haben dagegen deutlich weniger Probleme, den G-Dur mit kleinem Finger zu lernen. Für sie ist so oder so jeder Akkord schwer. Da fällt es gar nicht auf, dass der G-Dur schwerer sein sollte als irgend ein anderer Akkord. Er stellt zwar eine kleine Hürde dar, und man muss sich vielleicht ein paar Tage mit einem etwas unsauberen Akkord zufrieden geben, doch es dauert selten länger als zwei Wochen (bzw. zwei Unterrichtseinheiten), bis G-Dur sitzt. Und nach 3 Wochen wird man sich fragen, wo eigentlich das Problem war. Sobald man dann aber G-Dur mit kleinem Finger gemeistert hat, kann ich garantieren, dass man das Lagerfeuer- und auch das Folkdiplom bestehen wird. Auch zukünftige Lektionen (unter anderem Melodiepicking, Solospiel, andere Akkorde mit kl. Finger) werden leichter, da der kleine Finger schon von Anfang an trainiert wurde.

Unnötige Völkerwanderung mit dem ZMR-G

Wer schon etwas Gitarre spielen kann, hat vielleicht in andere Bücher hineingeschaut und mitbekommen, dass man den G-Dur-Akkord auch auf eine andere Weise greifen könnte. Es wird öfter vorkommen, dass irgend ein Buch oder irgend ein Gitarrenspieler einen Griff anders spielt, als er hier im Kurs vermittelt wird.

Der G-Dur-Akkord kann auch ohne kleinen Finger gegriffen werden. Es bleibt zu hoffen, dass niemand jetzt denkt „Warum wurde das nicht gleich gesagt, das geht doch viel einfacher!“. Dieser Griff mag vielleicht die erste Zeit einfacher zu greifen sein, aber man erkauft sich diese vermeintliche Bequemlichkeit zu einem hohen Preis.

Wer den G-Dur-Akkord auf die etwas weniger elegante Variante (also ohne kleinen Finger) gelernt haben sollte, der soll einmal folgenden Versuch machen:

Wechsle nacheinander vom Griff G-Dur zu den Akkorden C-, D- und später F-Dur sowie E- und A-Moll.
Bei einigen Griffwechseln wird man keinen nennenswerten Vor- oder Nachteil feststellen können. Doch bei vielen anderen Griffwechseln wird sich der Nachteil sehr stark bemerkbar machen. Der Wechsel zwischen G-Dur und C-Dur soll im Folgenden mal mit der einen und mal mit der anderen Griffweise dargestellt werden.
Crd C.svg G-C-G.svg Crd C.svg G C G unfavorable.svg Crd G.svg

Beim ersten, vorteilhafteren Griffwechsel müssen sich die Finger nur wenig bewegen. Bei der zweiten, angeblich „einfacheren“ Griffart entsteht jedoch eine Art Völkerwanderung.

Vorteile des MRK-G

Zwar „funktionieren“ die Griffe mit den vermeintlich bequemeren Fingersätzen für die erste Zeit, aber früher oder später wird man einfach nicht mehr weiterkommen und auf einem bescheidenen Niveau stehen bleiben, weil man die eigene Geschwindigkeit beim Wechseln nicht mehr steigern kann. Doch selbst wenn man schnell genug wechseln kann, wird es für diesen Kurs viel schwerer, den Lektionen folgen zu können. Denn vieles baut schlicht und ergreifend aufeinander auf.

Vorteile bei einem einheitlicheren Griffwechsel

Der Wechsel zu anderen Griffen mit der RMK-Variante in der Mehrzahl der Fälle ergonomischer und daher einfacher, schneller und flüssiger.

Es gibt eine Fingerstellung von Mittelfinger und Ringfinger, die man gleich bei 4 Akkorden (und einigen Varianten) antreffen kann:

Durstellung1 4.gif

Diese passen für:

Crd G.svgCrd G7.svg Crd C.svg Crd F ZMR.svgCrd D.svg Crd Gadd2 3x0203.svg

Crd Gadd4 320010.svg

Dem gegenüber steht eine zweit typische Stellung von Mittel- und Ringfinger:

Mollstellung1 3.gif

für die Akkorde

Crd E.svgCrd Em.svgCrd A MRK.svgCrd Am.svgCrd A ZMR.svg

Beim Wechseln der Akkorde kommt eine typische Bewegung zustande:

Dur-Moll-Dur.svg

Diese Gemeinsamkeiten machen das Lernen der Grundakkorde einfacher. Hinterher fällt es auch viel leichter Begriffe wie "Dur-Terz" und "Quarte" zu lernen, da man diese ja schon irgendwie in den Fingern hat.

Ohne nennenswerte Mühe lernt man mit wenigen Kniffen alle Töne der C-Dur Tonleiter. Wenn man die 6 leeren Saiten kann, dann muss man nur wissen, wo bei einem der oben genannten Akkorde der Grundton ist, um weitere 6 Töne zu haben. Denn der Grundton liegt ist fast immer unter dem Ringfinger des gleichnamigen Akkord. (Ausnahme A-Dur, aber dafür gibt es ja auch die alternative Griffweise, die beim Wechsel zwischen E A und H7 im nachfolgenden Folkdiplom vorgestellt wird.

Crd A MRK.svg

Wie ihr seht, gibt es generell nichts gegen Varianten bei Akkorden auszusetzen. Aber nicht jede Variante, die greifbar ist, ist letztlich auch günstig.

Animation

An dieser Animation kannst du sehen, dass viele Akkordwechsel relativ ähnlich ablaufen, wenn man für alle Akkorde einen ähnlichen Fingersatz verwendet. Durch diese Gemeinsamkeiten wird der Geriffwechsel bei den ersten Akkorden, die man lernt, viel flüssiger.

Griffwechsel Zusammenfassung animiert.gif

Vorteile beim Lernen der C-Dur-Tonleiter

Um alle Töne auf dem Griffbrett zu finden, hilft die Standardgriffweise. Für die einfache "Ringfinger-Regel" benötigt man G-Dur mit kleinem Finger.

Töne der C-Dur-Tonleiter auf den ersten 3 Bünden

C Dur Eselsbruecken.svg

Bei einfachen Bassläufen in C-Dur reicht es einen Basslauf zu lernen, um diesen dann einfach auf die anderen Akkorde zu übertragen.

C Dur Basslauf 3er-Takt.svg

Der Ringfinger bleibt immer im 3. Bund, und der Mittelfinger bleibt im 2. Bund.

Und so hat man ganz schnell einen Teil der C-Dur-Tonleiter gelernt.

C Dur Basslauf isoliert.svg

Das Zurufen einzelner Basstöne geht meiner Erfahrung nach einfacher, wenn man diese sich mit durch die "Leere Saite-Regel" und "Ringfingerregel" schnell vom Akkord ableiten kann.

Vorteile bei den ersten Technikübungen

Wenn man einen Basslauf in C-Dur gelernt hat, kann man diesen ohne größeres Üben auf die Akkorde G-Dur und F-Dur übertragen. Das gleiche gilt für das Pull-Off oder Hammer-On

Es ist beim ersten Lernen vom Hammering viel einfacher, wenn man sich vorerst nur auf den Mittelfinger konzentrieren muss.

Hammering On First Level.svg

Erste Western-Begleitungen lernen sich so viel leichter

Gitarre Bassline Hammering C G.svg

Auf all die Lernvorteile müsste ich verzichten, wenn ich ein G folgendermaßen greife:

E ||---|---|-R-|-
H ||---|---|---|-
G ||---|---|---|-
D ||---|---|---|-
A ||---|-Z-|---|-
E ||---|---|-M-|-

Vorteile beim Wechsel auf ähnliche Akkorde

Von dem Standard-G lassen sich andere Akkorde leichter ableiten:

Crd G.svgCrd G7.svgCrd Gadd2 3x0203.svgCrd Gadd4 320010.svgCrd G Fis.svg

Vorteile für andere Akkorde mit kleinem Finger

Wenn man von Anfang an den kleinen Finger trainiert, hat man es hinterher bei anderen Akkorden wie bei denen man nicht auf den kleinen Finger verzichten kann (H7, E7, A7 usw.) viel leichter

Crd Asus4 002230.svg Crd A6 002222.svg Crd A7 002223.svg Crd C7 032310.svg Crd Cadd9 032030.svg Crd Dsus4 x00233.svg Crd Esus4 022200.svg Crd E6 022120.svg Crd E7 022130.svg Crd Eadd9 022102.svg Crd Fadd9 x03213.svg Crd Gm7 3x333x.svg Crd Hm7 x20202.svg Crd Hm7b5 x2323x.svg

Vorteile für das spätere Melodiespielen

Spätestens beim Melodie-Picking erweist sich die G-Dur-Variante ohne kleinen Finger als hinderlich. Viele Stücke aus dem Melodiepicking und aus der einfachen Klassik lassen sich mit der ZMR-Variante vom G erst gar nicht spielen.

Beispiel
Freight-Train

Die ZMRK-Variante

Aber nicht, dass man mich falsch versteht: solange das Ergebnis stimmt, ist eigentlich keine Griffweise an und für sich falsch. Es mag sogar sein, dass es für einen bestimmten Effekt sinnvoll ist, von einer Standard-Griffweise abzuweichen, damit andere Griffe einfacher zu erreichen sind.

Solange ein deutlicher Vorteil durch eine Griffweise erzielt werden kann, kann man durchaus versuchen, sowohl die eine als auch die andere Griffweise zu lernen und sie je nach Bedarf einzusetzen.

So beispielsweise folgende Variante des G-Dur-Akkordes:

E ||---|---|-K-|-
H ||---|---|-R-|-
G ||---|---|---|-
D ||---|---|---|-
A ||---|-Z-|---|-
E ||---|---|-M-|-

Diese möchte ich als eine Alternative für später im Balladendiplom aufheben, um diese mit Akkorden wie Cadd9 (x32033), Dsus4 (xx0233), Em7 (022033) und/oder A7us4 (x02233) zu kombinieren. Doch die erweiterten Akkorde sind hier in diesem Kurs erst Stoff für später, nachdem man die Grundlagen beherrscht.

Bei solchen Griffkombinationen (die aber oft nur in einer einzigen Tonart und für wenige Lieder funktonieren) lohnt es sich eine Variante zu lernen.

Jedoch ist dringend davon abzuraten, „nur“ wegen der Bequemlichkeit eine Fingerstellung zu bevorzugen, wenn man sich später diese Bequemlichkeit durch Geschwindigkeitseinbußen beim Wechseln erkaufen muss. Ich hoffe du hast erkannt, dass der G-Dur-Akkord mit kleinem Finger, in der Summe deutlich mehr Vorteile mit sich bringt, als die Variante ohne kleinen Finger.

Es stimmt schon, dass man in den ersten Tagen etwas mehr Probleme hat, den Griff sauber hinzubekommen. Doch dieses wird auch später noch bei anderen Griffen der Fall sein. Auch bei Barré-Griffen wird man erfahrungsgemäß einige Tage bis Wochen brauchen, bis sie richtig sitzen. Man sollte gleich von Anfang an die Erfahrung machen, dass sich die anfängliche Mühe lohnt. Falscher Ehrgeiz, dass alles immer sofort perfekt klappen muss, ist Gift für das Gitarre-Lernen.

Wer G-Dur nun anders gelernt haben sollte, der lerne G-Dur mit kleinem Finger einfach als einen neuen Akkord, und setze diesen für alle neuen Lieder ein. Viele haben auch Jahre später noch umgelernt, weil sie eingesehen haben, dass es sich lohnt.

Ich weiß, dass man den G mit der ZMR-Variante in ein bis zwei Tagen drauf hat, und dass man für die RMK-Variante ein bis zwei Wochen braucht, bis der wirklich richtig sitzt. Aber der Mehraufwand an Arbeit holt man hinterher durch die vielen Lernvorteile sehr schnell wieder rein.

Die RMK-Variante ist meines Erachtens die weitaus bessere Vorbereitung auf das Gitarrespielen als die ZMR-Variante.

Den kleinen Finger gleich von Anfang an trainieren

Und wenn man hier bei G-Dur schon anfängt, den vermeintlich bequemeren Weg zu gehen, werden auch andere Griffe gemieden, die anfangs etwas umständlicher erscheinen. Doch spätestens beim H7 (Folkdiplom) wird der kleine Finger unbedingt gebraucht. Ganz zu schweigen von den Barré-Akkorden (Rockdiplom)...

Warum sollte man dann den kleinen Finger nicht gleich von Anfang an trainieren?

Die Fingersätze, die hier im Kurs beigebracht werden, sind gut durchdacht, systematisch aufgebaut und haben sich gut in der Praxis bewährt, und werden deswegen auch von den meisten Gitarrenspielern genau so gespielt. Wer dennoch auf seinem G-Dur-Ohne-Kleinen-Finger beharrt, der sollte sich einen anderen Kurs bzw. einen anderen Lehrer suchen.


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Stimmena.jpg
Eine Übersicht
Einzelne Absätze reißen ein Thema nur an, und werden in eigenen Artikeln noch einmal vertieft.

Für ein Klavier wird ein Stimmer bestellt – eine Gitarre stimmt man selbst!

(Nur die ganz Großen lassen das von Roadies erledigen.)

Gerade bei neu gekauften oder neu aufgezogenen Saiten verstimmt sich die Gitarre besonders schnell, bis sich die Saiten an die neue Spannung „gewöhnt“ haben. Und es kommt auch öfter vor, dass sich eine Gitarre schon durch das normale Spielen oder Temperaturschwankungen leicht verstimmt. Manchmal ist es sogar erforderlich, das Instrument während des Spielens leicht nachzustimmen. Daher ist es schon für den Anfänger ratsam, sich das Stimmen möglichst früh bestmöglich anzueignen - es wird sehr häufig benötigt. Je häufiger man die Gitarre nach Gehör stimmt, desto besser hört man die feinen Unterschiede und desto schneller hat man eine Gitarre gestimmt. Auch wenn aller Anfang schwer ist: Das Verkehrteste was man beim Stimmen machen kann, ist, es gar nicht erst zu versuchen.

Die Standard-Stimmung

Standard Guitar Tuning.svg

Die Saiten werden bei der Standard-Stimmung auf folgende Töne gestimmt: E – A – d – g – b – e'
(siehe rechts, Frequenzen unter [1]):

Zum einfachen Merken der Saiten gibt es Merksätze:

  • Eine alte Dame ging Brötchen essen.
  • Ein Anfänger der Gitarre braucht Eifer.
  • (u.a.m.)


E A d g b e'

( längeres Midibeispiel bei den Referenztönen )


Anmerkung

Die zweite Saite von unten wird im deutschen Sprachraum meist mit dem Buchstaben "H" bezeichnet. Im englischen Sprachraum verwendet man für denselben Ton die Bezeichnung "B". Wer an das "H" gewöhnt ist, wird feststellen, dass es so gut wie keine "H"-Saiten zu kaufen gibt, sondern nur "B"-Saiten. Und wer Lieder nachspielen möchte, wird auch feststellen, dass bei den Akkorden bei englischen Liedern nur selten die Bezeichnung H Verwendung findet. Da also beide Varianten in der Literatur vorkommen, bieten wir hier ebenso die deutsche Variante der Merksätze an:

  • „(E)in (A)nfänger (d)er (G)itarre (h)at (E)ifer“,
  • „(E)ine (a)lte (d)eutsche (G)itarre (h)ält (e)wig.“
  • (u.v.a.m.)

Für deutschsprachige Musiker (nicht nur für die Gitarrenspieler) führt diese doppelte Bezeichnung noch zu einer anderen größeren Verwirrung. Der Halbton unter dem H wird im deutschen Sprachraum als B bezeichnet. Also könnte man den Ton B verwechseln, wenn man nicht weiß, ob es das deutsche B oder das englischsprachige, welches einen Halbton höher liegt. Unser deutsches B wird im englischen Sprachraum mit "Bb" (gesprochen: "B flat") bezeichnet. Sobald die Akkorde H7 (B7) oder der Barré-Griff Hm (Bm) oder B-Dur (Bb) vorkommt, werden wir noch einmal auf diesen Umstand hinweisen.

Es hilft leider nichts, wir müssen uns einprägen, dass es beim Ton Bb, B und H unterschiedliche Traditionen gibt, und wir beim B immer prüfen müssen, ob es sich um das tiefere deutsche B handelt oder um das englischsprachige höhere B. Auch wenn es beim Lesen zu Verwirrungen kommen kann, wird uns unser Ohr sehr schnell sagen, welche der beiden Varianten die richtige ist.

Stimmen nach Gehör

Referenztöne

Das Stimmen nach Referenztönen ist wohl das einfachste Verfahren. Dieses Verfahren wird oft für Übungs-CDs und -DVDs eingesetzt, da mit diesem Verfahren auch ohne größere Technik gestimmt werden kann. Das Gehör und der CD-Player oder eine andere schon gestimmte Gitarre reichen hier! Natürlich darf man da auch nicht die gute alte Stimmpfeife vergessen, die noch nicht einmal Strom benötigt. Daher ist diese Methode besonders gut für „blutige“ Anfänger geeignet.

Natürlich verwenden auch erfahrene Gitarrenspieler Vergleichstöne; besonders wenn sie mit anderen Musikern zusammenspielen wollen. Wenn man mit anderen Instrumenten spielt, die man nicht so leicht umstimmen kann (z.B. Klavier oder Flöte), dann richtet sich die Gitarre natürlich an diesen Instrumenten aus und nimmt von denen die Stimmtöne ab.

Für Einzelspieler reicht es in vielen Fällen aus, wenn die Töne nur relativ zueinander stimmen. Dann ist jeder Ton der Gitarre etwas höher oder tiefer als ein nach dem Kammerton „A“ gestimmtes Instrument. Jedoch stimmen die einzelnen Saiten relativ gesehen „exakt“ zueinander. Wenn man nur eine Gitarre hat und keine andere Stimmhilfe, wird einfach eine der Saiten als Orientierung benutzt und die anderen danach gestimmt. Welche Saite man als Stimmton nimmt, entscheidet häufig das Ausschlussverfahren. Wenn die tiefe E-Saite und die A-Saite relativ zueinander stimmen, aber die D-Saite stark von der A-Saite abweicht, dann wird wohl eher die D-Saite verstimmt sein, als die E- und A-Saite gleichzeitig. Oftmals reicht aber nur ein einziger Ton (z.B. von der Stimmgabel) aus, um die Gitarre richtig zu stimmen.

Früher sind Gitarrenspieler auch einfach zu einem Telefon gegangen und haben den Hörer abgehoben. Das Tut-Signal, das aus dem Hörer kam, war genau auf 440 Hertz [2] gestimmt, und war in vielen Fällen ein guter Ersatz für eine Stimmgabel. Leider kennt man solches in den Zeiten der Handys so gut wie nicht mehr, außerdem ist der entsprechende Ton heute mehr ein Gis als ein A.

Den Themenbereich Stimmen nach Stimmtönen vertiefen...


Stimmen mit Bünden

Tuning ADGBE5 ADGBE0.svg

Eine einfache Methode, Saiten miteinander zu vergleichen, ist, eine ungestimmte Saite mit einer gestimmten zu vergleichen. Dies eignet sich sehr gut, um schnell eine einzelne ungestimmte Saite ausfindig zu machen und die Gitarre grob zu stimmen. Ebenso kann man sehr gut eine andere Stimmung überprüfen. Gerade Stimmgeräte können einen durch Obertonschwingungen ganz schön in die Irre führen.
Ebenso kann es bei Verstärkeranlagen zu Übersteuerungen kommen, sodass man mit der einfachen 5-0-Methode (oft verwendete Abkürzung für „Stimmen mit Bünden“) einfacher zurecht kommt.

Kurzanleitung

Fast alle Saiten werden in reinen Quarten (Viertonabstand) zueinander gestimmt. Die obere Saite wird dazu im 5. Bund gegriffen, und mit der unteren leer angeschlagenen verglichen. Lediglich der Abstand zwischen der G-und der H- (bzw. B)-Saite ist eine große Terz (Dreitonabstand). Dort muss die G-Saite im 4. Bund gegriffen werden. Diese Eigenheit sollte man sich gut einprägen, denn dieses Wissen kann beim Lernen der Improvisationsskalen sehr nützlich sein. [3]
Der große Nachteil dieser Methode ist, dass es von der tiefen E-Saite fünf Arbeitsschritte bis zur hohen E-Saite sind, und sich kleine Ungenauigkeiten schnell aufsummieren können. Daher wird von den meisten fortgeschrittenen Gitarrenspielern eine der folgende Methode bevorzugt.

Den Themenbereich Stimmen mit Bünden vertiefen...



Stimmen mit Obertönen (Flageolett)

Tuning flageolet.svg
Tuning EADB 570.svg

Eine sehr gute Möglichkeit ist es, das Instrument mit Hilfe von Obertönen (Flageolett-Tönen) zu stimmen. Ein Flageolett-Ton wird dann erzeugt, wenn an einer bestimmten Stelle der Saite ein Finger locker aufgelegt wird (also ohne die Saite herunter zu drücken – nur berühren!). Wenn der Berührungspunkt z. B. genau in der Mitte der Saite liegt (= 1/2 Saitenlänge), schwingt sie nach dem Anzupfen mit der doppelten Frequenz ihrer Stimmung. Entsprechender Effekt ergibt sich bei 1/3 der Saitenlänge und bei 1/4 und so fort.

Die Saite schwingt auch dann weiter, wenn die Berührung aufhört. Und (auch) deswegen ist damit ein Vergleich zwischen den Tönen verschiedener Saiten nach Gehör leicht möglich. Ein weiterer Grund ist: Unterschiedliche Saiten haben die gleichen Flageolett-Töne – nur an verschiedenen Berührungspunkten (für die Standard-Stimmung siehe rechts)! Die gezeigten Stellen lassen sich leicht mit dem Zeigefinger und Ringfinger nacheinander berühren. Weil die Saite weiterschwingt, lässt sie sich stimmen, während sie schwingt: während am Wirbel gedreht wird, kann gleichzeitig mit dem Gehör verglichen werden! Zum Beispiel lässt sich die E-Saite (Flageolett-Ton auf dem 5. Bundstäbchen) mit der A-Saite (Flageolett-Ton auf dem 7. Bundstäbchen) vergleichen und so stimmen (im Bild ganz links). Die A-Saite im 5. Bund stimmt mit der D-Saite im 7. Bund überein. Die D-Saite im 5. Bund wiederum läßt sich mit der G-Saite im 7. Bund vergleichen. Die leer gezupfte B-Saite lässt sich mit der E-Saite im 7. Bund vergleichen und die Hohe E-Saite mit der A-Saite im 7. Bund. Der hohe Ton der E-Saite lässt sich also auch mit der A (7. Bund) und mit der tiefen E-Saite (5. Bund) darstellen, so dass man mit einem Vergleichston die halbe Gitarre gestimmt hat (was besonders bei größeren Gruppen von Vorteil sein kann).

Weitere Tonpaare (Standard-Stimmung)

(vgl. Gesamtübersicht der Flageolett-Stimmtöne rechts [4]

  • Flageolett 7. Bund A-Saite – leere e-Saite,
  • Flageolett 7. Bund E-Saite – leere B-Saite,
  • Flageolett 4. Bund G-Saite – Flageolett 5. Bund B-Saite – Flageolett 7. Bund e-Saite

(Flageolett im 4. Bund ist sehr schwierig)


Die Stimmung mit Flageolett-Tönen unterscheidet sich ein wenig von der Stimmung mit einem gebräuchlichen Stimmgerät. Man bevorzugt heute die gleichtönigen Stimmung. In dieser Stimmung klingen alle Intervalle ein klein wenig unsauber, jedoch ist diese Unsauberkeit so gering, dass sie kaum auffällt. In dieser Stimmung klingt jede Tonart gleich gut. Bei einer Stimmung mit Flageolett verwendet man eine reine Quinte. Dieses hat den Vorteil, dass einige Tonarten etwas klarer klingen, als die heute gebräuchliche gleichtönige Stimmung. Andere Tonarten jedoch klingen etwas unsauber. Dennoch ist das Stimmen mit Flageolett den meisten Stimmmethoden ohne Stimmgerät überlegen, und nach einiger Übung ist diese sogar schneller als mit einem Stimmgerät. Für die meisten praktischen Anwendungen genügt eine Flageolett-Stimmung den Anforderungen.

Praxis-Tipp

Wenn mehrere Gitarrenspieler gleichzeitig ihre Gitarre stimmen, kann mit einem richtig gestimmten hohen E jede andere hohe E-Saite, die tiefe E-Saite mit Flageolett im 5. Bund und die A-Saite mit Flageolette im 7. Bund gestimmt werden. Somit hat man mit einem Referenz-Ton die Hälfte aller Gitarrensaiten gestimmt.

Schwebung

Das Stimmen lässt sich durch die Kontrolle dieses Effekts extrem beschleunigen! Wenn nämlich ein solcher Flageolett-Ton auf zwei Saiten gleichzeitig schwingt, kann man feine Unterschiede der Stimmung über Lautstärkeschwankungen (Schwebungen) aufspüren. Bei einer aufgedrehten E-Gitarre ist die Schwebung besonders beeindruckend spürbar: wenn die Töne voneinander abweichen, ist ein mehr oder weniger schnelles Auf- und Absteigen der Lautstärke zu hören (z. B. 5–10 Hz bei 1/2 Umdrehung des Wirbel; bei der Konzertgitarre ist nur etwas mehr Aufmerksamkeit nötig.) Je kleiner die Frequenz der Schwebungen ist, desto näher liegen die Töne beieinander – bei korrekter Stimmung verschwinden diese Lautstärkeschwankungen und die Schwingungen beider Saiten verstärken sich dauerhaft gegenseitig.

Es ist darauf zu achten, immer nur die ungestimmten Saiten zu verstellen. Zum Schluss müssen alle o. g. Intervalle sauber klingen. Beim Anschlagen des e-moll Akkordes hört sich am leichtesten, ob das Instrument noch verstimmt ist. Als Test, ob richtig gestimmt wurde kann die oben beschriebene Methode (Stimmen nach Bünden) zu Hilfe genommen werden.

Siehe auch:

Schwebung - Klangbeispiel + physikalischer Hintergrund
Den Themenbereich Stimmen mit Flageolett vertiefen...



Hilfsmittel zum Stimmen

Um eine Gitarre richtig stimmen zu können, kann man sich verschiedener Hilfsmittel bedienen. Die Stimmpfeife wurde wegen ihrer Einfachheit schon bei den Referenztönen erwähnt. Oft verwenden Gitarristen heute dazu ein elektronisches Stimmgerät, wie es von zahlreichen Herstellern angeboten wird.

Stimmgabel

Wikipedia
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

Neben elektronischen Hilfsmitteln gibt es auch noch die gute, alte Stimmgabel. Sie ist genau, einfach zu handhaben, unverwüstlich, klein, günstig und unabhängig von jeglicher Stromversorgung. Sie wird vor allem bei Konzertgitarren eingesetzt, und gehört wie Capodaster, Plectrum, Saitenaufzieher und Gitarrenhülle schon fast zur Standardausrüstung.

Stimmgabel.jpg

Eine Stimmgabel, welche auf 440 Hz geeicht ist, erzeugt den Kammerton „A“. Man halte die Stimmgabel am unteren Ende, schlage mit einem "Zinken" der Stimmgabel am Knie (o.a.) an und setze das untere Ende der Stimmgabel mit der rechten Hand an den Korpus der Gitarre, so dass der Ton deutlich zu hören ist. Dann wird mit der linken Hand die A-Saite gezupft und während beide Töne schwingen wird die Saite auf den Ton gestimmt. Wenn die A-Saite dem Ton der Stimmgabel entspricht, werden die anderen Saiten nach ihr gestimmt. Es gibt auch Stimmgabeln, die auf 329,6 Hz also genau die Tonhöhe der 1. e' Saite gestimmt sind.

Jedoch klingt die A-Saite mit 110 Hz zwei Oktaven tiefer als die Stimmgabel.[5] Dennoch lassen sich die Töne gut miteinander vergleichen. Nachdem die Gitarre gestimmt ist, kann man noch einmal die G-Saite im 2. Bund überprüfen. Dort erklingt das A mit 220 Hz (also nur eine Oktave Unterschied). Der 5. Bund der hohen E-Saite entspricht genau dem A mit 440 Hz!

Nachdem man das Stimmen mit Flageolette beherrscht, kann man das A auch an der D-Saite im 7. Bund als auch bei der A-Saite im 5. Bund überprüfen (beide als Flagolette gegriffen) womit man schon ein drittel der Saiten richtig gestimmt hat. Man kann sogar die Stimmgabel auf die „A“-Flageolettpunkte aufsetzen und deutlich hören, wie die Saiten lauter mitschwingen, sobald sie richtig gestimmt sind.

Bei einer E-Gitarre wählt man am Verstärker einen stark verzerrten Klang, schlägt die Stimmgabel und die A-Saite an. Wenn man die Stimmgabel in die Nähe des aktiven Pickups bringt, hört man eine Schwebung. Die A-Saite wird so abgestimmt, dass die Schwebung möglichst langsam wird.

Stimmgerät

Wikipedia
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

Es gibt zwei Sorten von elektronischen Stimmgeräten:

chromatisches Stimmgerät
*Chromatische Stimmgeräte: „Chromatisch“ bedeutet, dass dieses Gerät jeden beliebigen Ton erkennt und dadurch für fast alle Instrumente und Stimmungen verwendet werden kann.
  • Einfache Gitarrenstimmgeräte: Es existieren auch Geräte, die nur die Töne der Standard-Stimmung (E-A-d-g-b-e') erkennen können. Sie sind in der Regel günstiger als chromatische Stimmgeräte, jedoch kann man sie auch nur für die Gitarre in Standard-Stimmung einsetzen.
Ssttimmgerät.jpg
Die neueren Stimmgeräte messen den Ton nicht mehr über ein eingebautes Mikrofon (wie das zum Stimmen von Akustik-Gitarren bisher üblich war): die Schwingung wird von der Klemmvorrichtung in das Gerät direkt übertragen. Bei einigen Stimmgeräten ist eine Eingangs-Buchse vorhanden, an die sich elektrische Gitarren (oder akustische Gitarren mit elektrischem Tonabnehmer) anschließen lassen (manchmal existieren sogar zwei Buchsen, so dass das Signal von der Gitarre über das Stimmgerät zum Verstärker durchgeschleift werden kann; damit die Gitarre zum Stimmen nicht vom Verstärker getrennt werden muss). Die neueren Stimmgeräte haben den Vorteil, dass auch bei Umgebungsgeräuschen (z.B. wenn in einem Gitarrenkurs alle Teilnehmer ihre Gitarren stimmen) gestimmt werden kann.
Sstimmgerät.jpg
Die Anzeige eines elektronischen Stimmgeräts besteht z. B. aus einem Display, auf dem ein Zeiger abgebildet ist. Zusätzlich wird z.B. eine Notenbezeichnung angezeigt. Beim Stimmen wird der Zeiger möglichst in eine senkrechte Position gebracht - dann entspricht die Stimmung der Saite fast genau der entsprechenden Note. Befindet sich der Zeiger links von der Mitte, wird die Saite stärker gespannt, wenn der Zeiger nach rechts ausschlägt wird sie gelockert. Auch über LED-Anzeige (manchmal zusätzlich) kann kontrolliert werden, ob der Ton stimmt.

In Multieffektgeräten ist häufig auch ein Stimmgerät eingebaut.

Achtung
  • Bei chromatischen Stimmgeräten mit Pegelanzeige unbedingt darauf achten, dass auch die angezeigte Note mit der für die Saite bestimmten Note übereinstimmt! Wenn z. B. die E-Saite gestimmt wird, darauf achten, dass auch E angezeigt wird (und nicht Eb oder F).
  • Es gibt Geräte, die eine Umstellung auf Bass-Saiten-Stimmung oder andere Stimmungen erlauben. Die Statusanzeige beachten!
  • Stimmgeräte reagieren recht empfindlich auf Obertonschwingungen. So kann es durchaus vorkommen, dass ein völlig anderer Ton (nämlich ein Oberton) angezeigt wird. Dann alle Saiten dämpfen, das Gerät zur Ruhe kommen lassen und noch einmal probieren. Zur Not noch einmal mit einer einfachen Methode nach Gehör überprüfen.
Tipp

Manchmal lohnt es sich, eine Saite als Flageolette im 12 Bund anzuschlagen, da dann das Gerät genauer mit der Anzeige wird. Der Grund hierfür liegt darin begründet, daß so keine fremden Obertöne mehr von der schwingenden Saite erzeugt werden. Es klingt auf diese Art ausschließlich die Oktave der Saite als Oberton, nicht aber andere Obertöne die beim niederdrücken einer Saite während des Anschlags entstehen.

Computer

TuningSoftware.jpg

Zuhause und unterwegs kann man mit Hilfe entsprechender Software auch sehr gut mit dem Computer die Töne justieren. Eine akustische Gitarre wird über ein (evtl. zusätzliches) Mikrofon eingestellt, das mit dem entsprechenden Eingang auf der Soundkarte verbunden wird.

Das Stimmen mit Hilfe des Computers erfolgt fast genau so wie bei einem elektronischen Stimmgerät. Die Vorteile: erheblich größere Anzeige und entsprechend genauere Einstellmöglichkeiten. Stimmsoftware kommt praktischerweise dann in Frage, wenn sowieso gerade über den PC Aufnahmen gemacht werden. Es erspart einem bei elektrischen Gitarren das Einschleifen eines Stimmgeräts. Im übrigen ist Stimm-Software auch für Pocket-PC und Palm verfügbar, so dass auch die meisten Taschen-Computer zum Stimmen verwendet werden können.

Weiterführendes


Fußnoten
  1. Frequenzen: E: 82,4 Hz – A: 110 Hz – D: 146,8 Hz – G: 196 Hz – B: 246,92 Hz – E: 329,6 Hz
  2. Hertz wird tatsächlich mit „TZ“ geschrieben, denn es handelt sich tatsächlich um einen Herrn namens Hertz, und nicht um einen Herzschlag.
  3. Entsprechender Artikel ist schon in Planung
  4. ein vertiefender Titel ist in Vorbereitung
  5. Die Gitarre klingt eine Oktave tiefer, als sie in den Noten notiert wird.



Lektionsübersicht Lagerfeuerdiplom

neue Saiten verstimmen sich oft

Bei ganz neuen Gitarren oder neu besaiteten Gitarren wirst du gerade als Anfänger nicht drum herum kommen, die Gitarre recht häufig zu stimmen, denn neue Saiten haben die Eigenschaft, dass sie sich recht häufig verziehen. Dieses gibt sich mit der Zeit, und du musst die Gitarre dann immer seltener Stimmen. Es empfielt sich den Tipp beim Aufziehen neuer Saiten noch einmal durchzulesen. Aber man wird nicht drum herum kommen: das Üben wie man eine Gitarre stimmt, gehört einfach zum Anfängerunterricht dazu.

Stimmen mit Vergleichstönen

Der wohl einfachste Weg, eine Gitarre zu Stimmen, ist, wenn man die einzelnen Gitarrensaiten mit einem gestimmten Ton eines Klaviers, einer Flöte oder einer anderen gestimmten Gitarre vergleicht. Sehr oft gibt es auf Übungs-CD's einen Track mit den Stimmtönen oder man findet auf Internetseiten die Stimm-Töne als Midifile.

Stimmtöne als Midi

Wird nicht gedruckt!

  • Du hörst zuerst die 6 Stimmtöne (wie die Gitarre klingen soll
  • dann die hohe E-Saite (6 Takte lang))[1]
  • weiter alle anderen Saiten jeweils 6 Takte lang
  • Dann nochmal alle Stimmtöne
  • und zum Abschluss die Akkorde D A Em und G

Beachte beim Stimmen

Wenn du eine Gitarrensaite stimmst, solltest du auf folgendes achten:

  • Drehe an keinem Knopf, ohne gleichzeitig auch die entsprechende Saite zu hören.
  • Ein großer Fehler ist es, an einem Knopf herumzudrehen und erst danach zu überprüfen, wie weit man überhaupt gedreht hat.
  • Richtig ist es, die zu stimmende Saite anzuschlagen, und während die Saite klingt, die Knöpfe der Mechanik zu drehen.

Somit kann man sofort den Erfolg seiner Aktionen überprüfen. Der Ton ändert sich gleichzeitig mit dem Drehen des Knopfes.

Anderenfalls kann es leicht passieren, dass man viel zu weit dreht.

Sollte sich der Ton der Saite nicht merklich ändern:

Sofort aufhören zu drehen!
Am besten den entsprechenden Knopf wieder genau soweit zurückdrehen, wie man ihn vorgedreht hat.
Dann: erst einmal überprüfen, ob man den richtigen Drehknopf für die richtige Saite erwischt hat.

Welche Saite muss gedreht werden?

Aus Erfahrung beim Unterricht als Gitarrenlehrer:
Nicht raten! Einfach hinschauen!
Dem Verlauf einer Saite folgen und nachschauen, an welchem Drehknopf sie endet.

Übliche Anordnung der Saiten

Arrow north.svg D

A

E
Clavijero Epiphone.jpg G

B

E
Arrow south.svg   E - A - D - G - B - E
Squier2.jpg

Wie herum wird ein Wirbel gedreht

Rechts herum, links herum, im und gegen den Uhrzeigersinn führt leider oft zu Verwirrungen, da die Wirbel je nach Bauart unterschiedlich angeordnet und ausgerichtet sein können, und man sich nie einigen kann, ob man von oben, unten oder von der Seite zu schauen hat.

Daher ein Tipp

Stellt euch jedes Mal vor, ihr habt ein Gummiband in der Hand, das über den Daumen läuft. (Fast so als wolle man das Gummiband wegflitschen lassen)

  • Wenn man das imaginäre Gummi beim Drehen des Gitarrenwirbels spannt, dann spannt man auch die Gitarrensaite, und dann wird die Saite höher gestimmt.
  • Lässt man das imaginäre Gummi beim Drehen des Gitarrenwirbels lockerer werden, dann wird auch die Gitarrensaite entspannt und die Saite wird tiefer gestimmt.
Meist gilt
  • so wie eine Flasche aufgedreht wird, wird die Saite gespannt
  • so wie eine Flasche zugedreht wird, wird die Saite entspannt

Teil1 = Stimmen nach Stimmtönen
Teil2 = Stimmen mit Bünden
Teil3 = Stimmen mit Flageolett
vergleiche auch: Stimmen (Übersicht)

Fußnoten
  1. Da bei vielen Profigitarristen das Stimmen nach Flageolette sehr beliebt ist, ist es praktischer immer wieder mit dem hohen E neu zu starten. Mit dem hohen E kann man gleich drei Saiten auf der Gitarre stimmen. Näheres Dazu bei Gitarre: Stimmen mit Flageolett.


Um eine Gitarre nach Bünden zu Stimmen, benötigt man wenigstens einen Vergleichston. Dieser kann von einer Stimmgabel, einer anderen gestimmten Gitarre oder sonst einem Instrument kommen.

Früher konnte es vorkommen, dass jemand ohne Stimmgerät, Stimmtöne von CD oder Midifiles einfach zum Telefon gegriffen hat. Das Freizeichenton eines Telefons entspricht dem Kammerton A einer Stimmgabel. Leider sind nicht mehr alle neuen Telefone und kaum ein Handy auf A gestimmt, aber trotzdem lohnt sich der Versuch. Wie man damit die Gitarre stimmt, kann man den Artikel über die Stimmgabel nachlesen.

Man kann sogar die eigene Gitarre nehmen, wenn diese vorher schon mal gestimmt war, und sich nur einzelne Saiten verstimmt haben.

Für Einzelspieler reicht es in vielen Fällen aus, wenn die Töne nur relativ zueinander stimmen. Dann ist jeder Ton der Gitarre etwas höher oder tiefer als ein nach nach dem Kammerton "A" gestimmtes Instrument. Jedoch stimmen die einzelnen Saiten relativ gesehen "exakt" zueinander. Wenn man nur eine Gitarre hat und keine andere Stimmhilfe, wird einfach eine der Saiten als Orientierung benutzt und die anderen danach gestimmt. Welche Saite man als Stimmton nimmt, entscheidet häufig das Ausschlussverfahren. Wenn die tiefe E-Saite und die A-Saite relativ zueinander stimmen, aber die D-Saite stark von der A-Saite abweicht, dann wird wohl eher die D-Saite verstimmt sein, als die E- und A-Saite gleichzeitig.

Die Namen der Gitarrensaiten (E A D G H E) sollten jedem Gitarrenspieler bekannt sein. Ein brauchbarer Merkspruch für die Saiten der Gitarre ist:

Arrow north.svg D

A

E
Clavijero Epiphone.jpg G

B

E
Arrow south.svg   EADGHE.gif   E - A - D - G - B - E
Squier2.jpg


Wenn man auf der ersten tiefen E-Saite nacheinander jeden Bund einmal drückt und anzupft, dann wandert man die Tonleiter chromatisch (d.h. in Halbtonschritten) aufwärts. Die leere E-Saite, das wissen wir von dem Merkspruch, heißt E. Der Ton auf dem ersten Bund heißt F, der nächste Bund heißt Fis, der dritte Bund heißt G, der vierte Gis und der fünfte heißt A.

E - F - F# - G - G# - A

A heißt nicht nur die E-Saite im fünften Bund, sondern auch die nächste Saite. Also müsste doch die E-Saite im fünften Bund gedrückt, genau so klingen wie die leere A-Seite.

Tuning A5 A0.svg

Eine Saite korrigieren

Wenn die Töne dieser beiden Saiten nicht überein stimmen, dann muss eine von den beiden Saiten entsprechend nachgestimmt werden.

Die untere Saite nachstimmen

Wenn wir wissen, dass die obere E-Saite stimmt (weil wir diesen Ton z.B. von einer gestimmten Gitarre übernommen haben), dann muss die A-Saite korrigiert werden.

Tuning A5 A0.svg
  1. Die E-Saite wird im 5. Bund gegriffen und gezupft. Diesen Ton muss man sich merken. Diesen Ton darf man nicht mehr aus den Augen, nein besser aus den Ohren verlieren. Man kann auch versuchen, ihn zu summen.
  2. Die A-Saite wird angezupft und der Unterschied zum gestimmten E-Ton wird abgeschätzt.
  3. Das darf ruhig mehrmals erfolgen, bis man sich sicher ist.
  4. Noch während die A-Saite erklingt (zur Not nochmal anschlagen), wird der entsprechende Knopf gedreht (dann kann man gleich hören, wie sich der Ton verändert), bis sich der Ton genau so anhört wie unser Ton, den wir uns von der E-Saite im 5. Bund gemerkt haben.
  5. Sollten wir den gestimmten Ton wieder aus den Ohren verloren haben, noch einmal überprüfen.
  6. Dieser Ton wird wieder und wieder überprüft, bis man keinen Unterschied mehr feststellen kann.

Die obere Saite nachstimmen

Es kann natürlich auch sein, dass die A-Saite stimmt, weil wir diese mit einer Stimmgabel überprüft haben.

Tuning A5 A0.svg
  1. Dieses mal muss man den Ton von der leeren A-Saite im Ohr behalten, und der Ton der E-Saite im 5. Bund wird überprüft.
  2. Ein Problem ergibt sich, sobald man die E-Saite loslässt, um die Saite zu stimmen. Denn dann ist der Ton weg.
  3. Man muss die tiefe E-Saite verstimmen, ohne den eigentlichen Vergleichston im Ohr zu haben. Man kann zwar die E-Saite anzupfen und dann den Ton E so viel höher oder tiefer stimmen, wie der Unterschied zwischen der A-Saite und der gedrückten E-Saite im 5. Bund war.
  4. Dieses ist natürlich um einiges schwieriger als die untere Saite nachzustimmen.
  5. Es hilft nichts, man muss die E-Saite im 5.Bund immer wieder mit der leeren A-Saite überprüfen, bis kein Unterschied mehr festzustellen ist.

Die Saiten von oben nach unten zu stimmen, ist also etwas einfacher als umgekehrt.

die 5-0-Metode

Die nächsten beiden Saiten werden genau nach der gleichen Methode gestimmt.

E-Saite im 5.Bund = A-Saite leer gegriffen

Tuning A5 A0.svg

A-Saite im 5.Bund = D-Saite leer gegriffen

Tuning D5 D0.svg

D-Saite im 5.Bund = G-Saite leer gegriffen

Tuning G5 G0.svg

Der Übergang zwischen der G- und der H-Saite

Fast alle Saiten der Gitarre haben einen Quarten-Abstand zueinander. Das ist jeweils der Abstand von vier Tönen in einer Tonleiter.

E-F-G-A
A-H-C-D
D-E-F-G
G-A-H-C

Nur zwischen der dritten und vierten Saite von oben ist es keine Quarte (das wäre ein C ) sondern eine Terz (der Abstand von nur drei Tönen, also ein H).

Tuning C5 H0.svg

Das H ist demnach ein Bund vorher, also im vierten Bund, zu greifen.

Tuning H4 H0.svg

Diesen Abstand zwischen der G- und der H-Saite sollte man sich ganz genau merken. Später einmal, wenn man mit Tonleitern und Improvisationsskalen umgeht, dann stimmt der Abstand zwischen zwei Tönen auf der G- und der H-Saite nicht mit dem Abstand der übrigen Saiten überein.

Jetzt am Anfang des Gitarrelernens mag dieses noch uninteressant sein, aber später wird man noch einmal darauf zurückkommen müssen.

Übrigens: Wie heißt die Saite nun? H oder B?

Im englischen Sprachraum und in einigen anderen Ländern kennt man für Notennamen kein "H". Unser deutsches "H" heißt dort "B". Dagegen heißt unser deutsches "B", welches einen halben Ton tiefer als das "H" erklingt (G-Saite, 3. Bund), im englischen "Bb" (gesprochen B-flat).

Bei H weiß man immer, dass es unser deutsches H ist (leere H-Saite). Bei Bb weiß man immer, dass er einen Halbton tiefer klingen muss. Nur bei "B" muss man immer mit beidem rechnen. Am liebsten würden wir bei den Gitarrenkursen auf eine Unterscheidung verzichten und uns auf nur eine Schreibung einigen. Doch in der Gitarrenliteratur gibt es beide Varianten und man muss einfach mit beiden rechnen. Wegen der Popularität englischsprachiger Lieder tendieren Gitarrenspieler eher zu der Variante B/Bb als zu H/B.

Tuning B4 B0.svg(englische Variante)

die letzten beiden Saiten

Die letzten beiden Saiten werden aber wieder mit der 5-0-Methode gestimmt.

Tuning E5 E0.svg

Zusammenfassung

50 50 50 40 50
deutsche Variante mit H     englische Variante mit B
Tuning ADGHE5 ADGHE0.svg Tuning ADGBE5 ADGBE0.svg

Zu guter Letzt noch eine Bemerkung:
Wenn man zwischen der obersten E und A-Seite eine kleine Ungenauigkeit hat, dann wird dieses bei einer ansonsten gestimmten Gitarre kaum auffallen. Wenn aber zwischen der A- und D-Seite und dann noch zwischen D und G sowie zwischen G und H und zuletzt zwischen H und E auch eine kleine Ungenauigkeit ist, dann kann sich dieses schnell aufsummieren. Es schadet am Anfang nichts, das Ergebnis mit anderen Stimmtönen (oder einer zweiten gestimmten Gitarre) zu üben.



Fußnoten


Eine ausführliche Anleitung

Das Stimmen mit Flageolett lernt man erfahrungsgemäß nicht an einem Tag. Man benötigt einiges an Übung. Im praktischen Gitarrenunterricht kann sich das Lernen über mehrere Unterrichtsstunden verteilen. Es bietet sich an, jeweils zu Beginn einer Unterrichtseinheit ein wenig Zeit darauf zu verwenden, da man dann in der Regel so und so die Gitarren stimmen oder zumindest überprüfen muss. Man könnte sich vornehmen, in jeder Unterrichtsstunde jeweils sich einen Absatz vorzunehmen, und sich das Ziel setzen innerhalb von einem Monat oder so nebenbei (zu den sonstigen Lektionen) das Stimmen mit Flageolett zu lernen.

Die Berechnungen und die genauen Schwingungen braucht man nicht extra zu lernen. Es reicht, wenn man nachvollziehen kann, was passiert und warum. Nur dass der Kammerton "A" (der Ton der Stimmgabel) auf 440 Hz geeicht worden ist, gehört zur Allgemeinbildung.


Flageolette.svg
[1]

Wie erzeugt man einen Flageoletton

Die Saiten halbieren

Ausgangspunkt soll die A-Saite sein, welche über einen Referenzton (z.B. Stimmgabel) gestimmt worden ist. Zupft man diese gestimmte Saite an, so schwingt sie mit 110 Hz. ( Hz: gesprochen „Hertz“[2] = Schwingungen pro Sekunde (vgl. Bild oben Nr.1).

Drückt man diese Saite auf dem 12. Bund herunter so erhält man ebenfalls einen Ton „A“ welcher mit 220 Hz genau doppelt so schnell schwingt, und eine Oktave[3] höher klingt. (Nr.2).

Es gibt eine weitere Möglichkeit, das höhere „A“ zu erzeugen. Wenn man die A-Saite nicht herunterdrückt, sondern über dem 12. Bund gerade so leicht berührt, dass sich die Saite an dieser Stelle nicht bewegen kann, dann erklingt ebenfalls das „A“ mit 220 Hz. Der Finger muss ganz exakt über dem 12. Bundstäbchen liegen (Nr.3: beachte blauen Strich). Er liegt also etwas weiter als die gedrückte Variante. Würde man den Teil vor dem 12. Bund mit dem Teil dahinter vergleichen, so würde man feststellen, dass beide Teile gleich lang sind. Also hat man die Saite genau in der Hälfte geteilt.

Besonderheit

Der Flageolett-Ton hat zwar die gleiche Tonhöhe wie die heruntergedrückte Variante, doch er klingt viel "weicher" als die gegriffene Variante von Nr. 2. Zudem klingt die Saite bei einem Flageolett-Ton noch nach, wenn man den Finger entfernt. Bei der gegriffenen Variante verschwindet der Ton. Wenn man die Mechanik dreht, während noch der Flageolett-Ton erklingt, kann man den Erfolg seiner Bemühungen unmittelbar hören. So etwas ist bei der gegriffenen Variante nicht möglich. Dieses ist auch einer der Hauptvorteile des Stimmen mit der Flageolett-Methode.

Erste Übungen

  • Versuche jede Saite durch ein Flageolett im 12. Bund um eine Oktave höher klingen zu lassen.
  • Versuche die drei hohen Saiten gleichzeitig (z.B. mit dem kl. Finger quer gelegt) als Flageolett erklingen zu lassen.

Diese drei Flageolett-Töne zusammen ergeben den Akkord E-Moll. Dieser Flageolett-Akkord eignet sich sehr gut, um ein Lied mit E-Moll stimmungsvoll zu beenden, oder eine Pause auszufüllen. (Populäres Beispiel: die Gruppe Metallica setzt den E-Moll mit Flageolett-Tönen in ihrem Intro von „Nothing else Matters” ein.)

Die Quinte

die Saite dritteln

Der nächste Flageolett lässt sich erfahrungsgemäß ein klein wenig schwerer erzeugen als der Flageolett im 12. Bund, da er etwas genauer getroffen werden muss. Aber im Prinzip funktioniert er genauso.

Doch zuerst greife man die A-Saite im 7. Bund. Der Ton lässt sich leicht abzählen: A Ais H C Cis D Dis E. Es erklingt also der Ton „E“ mit 165 Hz (Nr.4). "E" ist von "A" aus gesehen die Quinte[4].

Berührt man diese Saite genau über dem 7. Bund, so wird die Saite gedrittelt. Sie schwingt dreimal so schnell wie die leere A-Saite (Nr.1). Die gedrittelte A-Saite mit einem Flageolett im 7. Bund erklingt also mit 330 Hz (Nr.5).

zweite Übung

  • Der erste Versuch, bei dem es richtig ums Stimmen geht:
    vergleiche die gedrittelte A-Saite mit der leeren hohen E-Saite. Die beiden Töne sollten gleich klingen. Falls nicht, muss nachgestimmt werden.
    :Tuning E5 E7 E0.svg
    3 mal kann das Hohe E dargestellt werden. Zwei davon wurden in diesem Kapitel beschrieben, die dritte folgt weiter unten.
  • Auch hier versuche man bei jeder Saite den Flageolett im 7. Bund erzeugen.
  • Wie heißt die Quinte von der D-Saite? (7. Bund von der D-Saite abzählen!)

die doppelte Oktave

die Seite vierteln

Drückt man die A-Saite im 5. Bund, dann erklingt der Ton D. Dieses sollte noch vom Stimmen mit Hilfe der Bünde bekannt sein. (Nr.6) Dass dieses D mit 146,66 Hz schwingt braucht nicht wirklich zu interessieren.

Erzeugt man jedoch ein Flageolett über den 5. Bund so erklingt kein D sondern wiederum ein A. Im 5. Bund wird die A-Saite geviertelt. Bei Nr.3 wurde die Saite halbiert (Frequenz verdoppelt) und es erklang die Oktave. Da die Nr.7 gegenüber der Nr.3 wiederum halbiert worden ist, hat man erneut eine Oktave erzeugt, die doppelte Oktave vom Ton „A“ aus. Dieser Ton erklingt mit 440 Hz. Diese Hertzzahl ist die einzige Frequenz, die man sich wirklich merken sollte, denn es handelt sich um den Kammerton A[5], den wir von der Stimmgabel her kennen.

dritte Übung

  • versuche von jeder Saite ein Flageolett im 5. Bund zu erzeugen.
  • vergleiche den Flageolett der tiefen E-Saite im 5. Bund mit der leeren hohen E-Saite

Die hohe E-Saite soll genau zwei Oktaven höher klingen als die tiefe E-Saite. Der Flageolett im 5. Bund der tiefen E-Saite soll ebenfalls zwei Oktaven höher erklingen. Also sollten sich diese beiden Töne gleich anhören. Falls nicht: Nachstimmen!

Praxistipp

Wenn man mit einer Gruppe von Gitarrenspielern zusammen ist, reicht es, wenn ein Gitarrenspieler ein hohes (gestimmtes) "E" erklingen lässt. Mit diesem Referenzton lassen sich drei Saiten vergleichen.

  • die hohe E-Saite leer gegriffen
  • die A-Saite mit einem Flageolett im 7.Bund
  • die tiefe E-Saite mit einem Flageolett im 5. Bund

Also kann man mit einem Referenzton (gestimmter Vergleichston) die Hälfte aller Gitarrensaiten stimmen.

Tuning E5 E7 E0.svg
Nebenbei
Flageolett-Töne werden im Notensystem und in Tabulaturen sehr oft mit Rauten dargestellt. Vermutlich möchte man mit der Raute die Berührung an nur einem Punkt symbolisieren. In Tabulaturen die den ASCII-Code verwenden (wie er oft bei Foren o.ä. verwendet wird) verwendet man oft eckige Klammern.

      <5> + <7>

So wie man die tiefe E-Saite mit einem Flageolett im 5. Bund und eine A-Saite mit einem Flageolett im 7. Bund vergleichen kann, so kann man auch die nächsten Saiten miteinander vergleichen.

  • E mit Flageolett im 5. = A mit Flageolett im 7. Bund
  • A mit Flageolett im 5. = D mit Flageolett im 7. Bund
  • D mit Flageolett im 5. = G mit Flageolett im 7. Bund

Tuning E5 E7 E0.svgTuning A5 A7.svgTuning D5 D7.svg

G- H-Saiten-Übergang

Versucht man jetzt auch die H- mit der G-Saite zu vergleichen, dann gelingt es nicht mehr.

Tuning G5 Gis7.svg

Um dies zu begründen, muss man noch einmal einen Rückblick auf das Stimmen mit Bünden machen.

Tuning C5 H0.svg Tuning H4 H0.svg
Die H-Saite wird nicht wie die übrigen Saiten mit dem fünften Bund der Vorgängersaite verglichen, sondern im vierten Bund.

Daher klappt für diesen Vergleich nicht die 5-7-Methode.

Man kann jetzt versuchen, die H-Saite über die hohe E-Saite zu vergleichen. Die geviertelte H-Saite ist wieder ein H, wenn auch ein recht hohes. Daher ist eine E-Saite im 7. Bund gedrittelt ebenfalls ein H. Da dieser Flageolett relativ hoch ist, sind Unterschiede gar nicht mal so leicht herauszuhören.

Tuning H5 H7.svg

Wenn aber die hohe E-Saite gedrittelt ein H ergibt, so muss ja auch die tiefe E-Saite gedrittelt ein H ergeben. Und dieses H entspricht genau der leeren H-Saite. Dieses ist übrigens dasselbe Verhältnis, wie die A-Saite zur hohen E-Saite hat. Also entspricht die E-Saite im Flageolett 7. Bund der leeren H-Saite, genau wie die A-Saite im 7. Bund der hohen leeren E-Saite entspricht.

Tuning HE7 HE0.svg

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass man das hohe H ebenfalls durch Greifen der G-Saite kurz vor dem 4. Bund dargestellt werden kann. Dies ist jedoch nur interessant, wenn man ein wenig mit Flageolett-Tönen herumspielen will. [6] Der Ton H lässt sich auf 5-Fache Weise darstellen:

Tuning H 4570.svg

Zusammenfassung für die Praxis

Dies war eine komplette Darstellung, mit ein wenig zusätzlichem Hintergrundwissen. Das Hintergrundwissen kann einem später für die Harmonielehre noch von Nutzen sein. Für die Praxis, also das alltägliche Gitarrenstimmen, werden nicht alle Feinheiten benötigt, sondern es reichen drei Arbeitsschritte.

  1. Tuning E5 E7 E0.svg 3 x das E (5-7-0)
  2. Tuning EADB5 EADB7.svg 3 x 5-7 [7]
  3. Tuning H7 H0.svg H-Saite 7 - 0

Diese Methode ist für den täglichen Gebrauch sehr genau, und man ist nach einiger Übung sehr schnell; oft schneller als mit einem Stimmgerät.

Auch wenn ein Stimmgerät praktisch ist, sollte man sich nicht ausschließlich auf das Gerät verlassen. Es lohnt sich in jedem Fall, ein Stimmgerät nur für den Startton (die hohe E-Saite) einzusetzen, dann die übrigen Saiten mit Flageolett zu stimmen und erst am Schluss das Ergebnis noch einmal mit dem Stimmgerät zu überprüfen. Nur anfangs braucht man mit dieser Methode länger als mit dem Stimmgerät allein. Das Stimmen lernt man nur durch Übung, und auch wenn anfangs noch kein Unterschied feststellbar ist, wird man doch mit der Zeit immer besser. Von manchen wird es innerhalb weniger Tage erlernt, andere brauchen Wochen, bis es gelingt. Den größten Fehler, den man beim Flageolett-Stimmen machen kann, ist, es gar nicht erst zu versuchen.


Teil1 = Stimmen nach Stimmtönen
Teil2 = Stimmen mit Bünden
Teil3 = Stimmen mit Flageolett
vergleiche auch: Stimmen (Übersicht)



Fußnoten
  1. Die "Berechnungen" sind formal gesehen nicht richtig aufgeschrieben, sondern stellen lediglich eine vereinfachte Kurzschrift dar.
    Additionen beziehen sich hier auf Bünde und Divisionen auf das Teilungsverhältnis der Saite.
    8 und 8 weisen auf Oktavsprünge hin.
  2. Die Einheit Hz wurde nach dem deutschen Physiker Heinrich Rudof Hertz (sic!) benannt.
  3. Oktave: (seltener: „Oktav“, v. lat. octavus: „der achte“) bezeichnet hier den den achten Ton nach dem A.
    A=1; B=2; C=3; D=4; E=5; F=6; G=7; A=8;
    (Die Vorzeichen müssen hier der Einfachheit halber nicht beachtet werden.)
  4. Quinte(seltener: „Quint“, v. lat. quintus: „der fünfte“) bezeichnet hier E als den 5. Ton nach dem A. vgl. Fußnote zur Oktave
  5. Der Kammerton ist ein gemeinsamer Ton nach dem Musikinstrumente eingestimmt werden. 1939 wurde die Frequenz für den Kammerton in London auf 440 Hz festgelegt.
  6. Dieses H ergibt sich aus einer gefünftelten G-Saite. Diese Terz entspricht einer Terz. Jedoch unterscheidet sich diese Terz einen Tick von der anderen Terz. Diese kleine Differenz ist ein Problem, mit dem sich besonders Klavierstimmer herumschlagen müssen.
  7. Nur die oberen drei 5-7-Vergleiche sind für die Praxis interessant.
Eine Achtelnote:
1 = Fähnchen,
2 = Notenhals,
3 = Notenkopf

Noten

Noten sind Symbole mit denen man Musik notiert. Ihre äussere Gestalt bezeichnet die Tondauer bzw. den Notenwert. Noten werden auf eine Notenzeile platziert, wobei die Höhe auf der Notenzeile (zusammen mit einem Schlüssel und Vorzeichen) bestimmt, wie die Höhe des zu spielenden Tons und dessen Name ist. Ausser Noten gibt es noch andere Symbole in der Notenschrift um das Festlegen von Musik zu ermöglichen.

Note und Ton

Obwohl eine Note eigentlich nur ein Symbol ist um Musik zu notieren, und eine Note selbst keine Tonhöhe hat, wird oft der Ton der von der Note bestimmt wird, auch als Note bezeichnet.

Dauer der Töne

So wie es im Morsealphabet lange und kurze Zeichen gibt, so gibt es auch in der Musik lange und kurze Töne. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass es in der Musik auch ganz kurze, mittellange oder ganz lange Töne gibt. Während die Tonhöhe, wie wir später besprechen werden, bestimmt wird durch die Plazierung der Noten auf der unterschiedlichen Notenlinien, wird die Tondauer durch die Note selbst, durch ihre Länge, bestimmt. Die Länge der Noten aber wird relativ angegeben, relativ zur Länge eines Schlages. D. h. wenn man weiß wie lange einen Schlag dauert, da weiß man wie lange eine Viertelnote dauert. Schlag ist das, was man hört, wenn ein Schlagzeuger ganz einfach den Rhythmus spielt ohne irgend welche Verzierungen. Genaueres dazu folgt später im Kapitel über den Takt. Fürs Erste soll als Definition folgendes herhalten:

Ein Schlag dauert so lang wie man braucht, um in die Hände zu klatschen ohne sich besonders anzustrengen, wenn zu Anfang die Arme links und rechts vom Körper weggestreckt sind ("Verkehrspolizisten-Stop-Position").

Eine Note, die genau einen Schlag lang dauert, nennt man "Viertel-Note" (gilt nur für Musik im Vierteltakt). Music-quarternote.png
Wenn man die Zeitdauer verdoppelt, dann dauert eine Note präzise zwei Schläge. Diese Note nennt man dann folgerichtig "Halbe Note". (s.o.) Music-halfnote.png
Eine Note, die vier Schläge dauert und damit doppelt so lang wie die halbe Note ist, heißt "Ganze Note". (s.o.)
(Warum sie als ganze Note bezeichnet wird, werden wir später feststellen.)
Music-wholenote.png


Natürlich gibt es auch kürzere Noten als die Viertel-Note!

Wenn man die Viertel-Note halbiert, dann erhält man die "Achtel-Note". Sie dauert nur einen halben Schlag lang. Music-eighthnote.png
Die Zeitdauer kann man nochmals halbieren. Diese Note wird dann "Sechzehntel-Note" genannt und dauert einen viertel Schlag lang. Music-sixteenthnote.png
Halbieren wir nun die Zeit nochmals, erhalten wir die "Zweiunddreißigstel-Note". Music-thirtysecondnote.png
Wenn wir die Dauer nochmals halbieren, dann stoßen wir mit der "Vierundsechzigstel-Note" an die Grenze. Music-sixtyfourthnote.png


Notenpyramide

Eine gute Übersicht über die Verhältnisse der Notenlängen erhält man, wenn man sich die sog. Notenpyramide anschaut (siehe Bild). Jede der Zeilen dauert gleich lang. Dort ist auch eine weitere Besonderheit zu sehen, die die Achtel-Note und kürzere Noten betrifft: Hier können die Notenhälse (das sind die Striche, die von dem runden Teil der Note weggehen) über die Fahnen (das sind die komischen Haken) miteinander verbunden werden.

Außerdem gibt es noch eine weitere Möglichkeit, Noten zu verlängern, die sog. punktierten Noten. Dabei wird hinter den Notenkopf (der runde Teil der Note) ein Punkt gemacht. Ein Punkt verlängert eine Note um die Hälfte ihres Wertes, also ist ein punktierte halbe Note so lang wie drei Viertel-Noten. Ganz selten sieht man auch doppelt punktierte Noten. Mit dem zweiten Punkt wird die Note noch einmal um ein Viertel ihres (ursprünglichen) Wertes verlängert.

Dauer der Pausen

Nicht an jeder Stelle eines Stückes soll das Instrument einen Ton von sich geben. Um dies erkennbar zu machen, wurden parallel zu den Notensymbolen die Pausensymbole erfunden. Die Einteilung der Pausen wird dabei nach dem selben System vorgenommen, wie es bei den Noten der Fall ist. Somit gibt es parallel zu jeder Note auch die entsprechende Pause.

Die "Ganze Note" Music-wholenote.png Die "Ganze Pause" Music-wholerest.png
Die "Halbe Note" Music-halfnote.png Die "Halbe Pause" Music-halfrest.png
Die "Viertel-Note" Music-quarternote.png Die "Viertel-Pause" Music-quarterrest.png
Die "Achtel-Note" Music-eighthnote.png Die "Achtel-Pause" Music-eighthrest.png
Die "Sechzehntel-Note" Music-sixteenthnote.png Die "Sechzehntel-Pause" Music-sixteenthrest.png
Die "Zweiunddreißigstel-Note". Music-thirtysecondnote.png Die "Zweiunddreißigstel-Pause" Music-thirtysecondrest.png
Die "Vierundsechzigstel-Note" Music-sixtyfourthnote.png Die "Vierundsechzigstel-Pause" Music-sixtyfourthrest.png

Tonhöhe der Noten

Das 5-Linien System

All das würde aber noch relativ wenig bringen, denn was haben wir von Musik ohne unterschiedliche Tonhöhen? Deshalb werden die Noten nicht einfach auf Karopapier notiert sondern in sogenannte Notenzeilen. Das sind Liniensysteme mit mehreren Linien. Das für die allermeisten Instrumente verwendete Liniensystem ist das 5-Linien System (Ausnahmen bilden meines Wissens nur noch das 1-Linien-System für Schlaginstrumente und eines mit mehr Linien für Harfe). Die Linien dienen dem Zweck, die Tonhöhe der Noten genau einordnen zu können. Grundsätzlich gilt:

  • Je weiter eine Note oben steht, desto höher ist der zu spielende Ton.
  • Je weiter eine Note unten steht, desto tiefer ist der zu spielende Ton.
Das 5-Linien System

Noten können dabei entweder zwischen zwei Linien oder genau auf einer Linie (so dass der Kopf quasi durchgestrichen ist) notiert werden. Notensysteme werden von links nach rechts und von oben nach unten gelesen, genau wie unsere Schrift. Die Notenschrift ist nichts weiter als eine andere Art des Schreibens, in der es nicht um das Festhalten von Sprache geht, sondern um die Niederschrift von Musik. Dementsprechend ist auch das Aneignen der Notenschrift sehr gut vergleichbar mit dem Erlernen von Lesen und Schreiben. Hier macht ganz klar nur Übung den Meister!




Akkorde Transponieren

  • In der ersten Spalte siehst du die Dur-Tonart und die parallele Molltonart.
  • In der nächsten Dreiergruppe siehst du die Dur-Akkorde, die üblicherweise in der Dur-Tonleiter vorkommen.
  • In der nächsten Dreiergruppe siehst du die Moll-Akkorde die üblicherweise in der Dur- bzw. in der Molltonart vorkommen.
  • In der nächsten Zweiergruppe siehst du zuerst einen Dur-Akkord welcher oft bei Moll-Tonarten als (Zwischen-)Dominante gebraucht wird.
  • Der nächste Akkord ist für Jazzer eher interessant.
  • Die nachfolgenden Vorzeichen können eine weitere Orientierung sein.
  1. Wähle dir eine Tonart aus (oder schlicht eine Reihe, in der alle deine Akkorde vorkommen);
  2. Zahlen und Zusätze wie sus und add lässt man der Einfachheit halber weg (sie werden hinterher einfach wieder angefügt);
  3. dann wähle dir eine Zieltonart aus und tausche jeden Akkord der einen Reihe durch den Akkord der anderen Reihe (der in der selben Spalte steht) aus.
Gb-Dur/Ebm   Cb (!) Gb Db(7)   Abm Ebm Bbm   Bb7 Fm7b5   bbbbbb(6)
Db-Dur/Bbm   Gb Db Ab(7)   Ebm Bbm Fm   F7 Cm7b5   bbbbb(5)
Ab-Dur/Fm   Db Ab Eb(7)   Bbm Fm Cm   C7 Gm7b5   bbbb(4)
Eb-Dur/Cm   Ab Eb Bb(7)   Fm Cm Gm   G7 Dm7b5   bbb(3)
Bb-Dur/Gm   Eb Bb F(7)   Cm Gm Dm   D7 Am7b5   bb(2)
F-Dur/Dm   Bb F C(7)   Gm Dm Am   A7 Em7b5   b(1)
C-Dur/Am   F C G(7)   Dm Am Em   E7 Hm7b5   0b 0#
G-Dur/Em   C G D(7)   Am Em Hm   H7 F#m7b5   # (1)
D-Dur/Hm   G D A(7)   Em Hm F#m   F#7 C#m7b5   ##(2)
A-Dur/F#m   D A E(7)   Hm F#m C#m   C#7 G#m7b5   ###(3)
E-Dur/C#m   A E H(7)   F#m C#m G#m   G#7 D#m7b5   ####(4)
H-Dur/G#m   E H F#(7)   C#m G#m D#m   D#7 A#m7b5   #####(5)
F#-Dur/D#m   H F# C#(7)   G#m D#m A#m   A#7 E#m7b5 (!)   ######(6)

Die Tonarten C#, G#, D# und A# werden in der Praxis so gut wie gar nicht werwendet. Statt dessen werden die Bb-Tonarten bevorzugt. Es kämen sonst neben dem schon recht merkwürdigen E#m und dem Cb zu noch seltsameren Tönen, die man sich in der weiterführenden Tabelle anschauen kann.

Für den allgemeinen Hausgebrauch meidet man sie einfach.

Also anstelle einer C# Dur-Tonleiter nimmt man besser eine Db-Dur-Tonleiter. Statt G#-Dur nimmt man Ab-Dur, statt D#-Dur nimmt man Eb-Dur und statt einer A#-Dur-Tonleiter nimmt man eine Bb-Dur-Tonleiter.

Nur wer tatsächlich solche schrägen Tonarten gebrauchen sollte, der kann sich in den Aufbau der Quintenzirkel-Tabelle vertiefen.


Eingefügt aus Musiklehre: einfache Transponiertabelle

Siehe auch
Gitarre: Kapodaster


Akkorde für das Lagerfeuer- und Folkdiplom

Erklärungen zu den Akkordsymbolen

  • Die hier angegebenen Akkorde werden mit einem Standardfingersatz dargestellt.
    • Z = Zeigefinger = 1
    • M = Mittelfinger = 2
    • R = Ringfinger = 3
    • K = kleiner Finger = 4
  • Die Grundtöne der Akkorde werden schwarz dargestellt, die Akkordtöne (Terz und Quinte) weiß, die Septime der Dur7-Akkorde in orange.
  • Saiten, die nicht angeschlagen werden, sind durch ein X gekennzeichnet.
  • Da ein deutscher Fingersatz (Z-M-R-K) vorliegt, wird auch die deutsche Bezeichnung für den Ton/Akkord "H" gewählt (international "B").
  • Bünde werden durch römische Ziffern dargestellt. (z.B. III für den 3. Bund)

Diese Liste enthält eine Reihe der am häufigsten gebrauchten Akkorde für den "Gitarren-Alltag". Diese Akkorde sind in den gängigen Liederbüchern die mit Abstand am häufigsten gebrauchten Akkorde . Die Akkorde werden in der Reihenfolge vorgestellt, wie sie auch in den Kursen vermittelt werden.


die 12 wichtigsten Akkorde
Crd A ZMR.svg Crd D.svg Crd G.svg Crd C.svg
Crd Em.svg Crd Am.svg Crd F ZMR.svg Crd Dm.svg
Crd E.svg Crd H7.svg Crd G7.svg Crd D7.svg
Crd A MRK.svg
Für den A-Dur-Akkord gibt es zwei alternative
Fingersätze, je nachdem ob der Akkord mit
G und D zusammen gespielt wird (siehe oben)
oder aber mit E und H7 (links).

Mit diesen 12 Akkorden kann man schon eine große Menge von Liedern begleiten.

Noch einige Tipps
  • Zahlen, die in den Liederbüchern evtl. noch bei den Akkorden stehen, lässt man vorerst einfach weg.
  • Ein Hm (bzw. Bm bei englischen Liedern) versucht man durch ein D zu ersetzen und ein F#m durch ein A-Dur. Das klappt nicht immer, aber doch oft genug, dass sich ein Versuch lohnt.
  • Bei anderen Liedern behilft man sich mit einer Transponiertabelle.


Pflege des Korpus

Der Korpus kann mit einem Liter warmen Wassers unter Beigabe von ein- bis zwei Tropfen Spülmittel gereinigt werden. Dabei sollte man einen weichen Lappen verwenden, der keine Kratzer im Lack hinterlässt. Sofern das Holz lackiert ist, kann man nicht viel falsch machen, denn das Wasser kann dann nicht in das Holz eindringen.

Bei unbehandelten oder lasierten Oberflächen sollte man etwas vorsichtiger sein! Vor allem sollte man dort auf Mittelchen verzichten, die öl- oder silikonhaltig sind, da sie Haarrisse verdecken und bei Oberflächenrissen verhindern, dass man diese wieder zusammenleimen kann.

Nach erfolgter Reinigung muss der Korpus unbedingt trocken sein, denn bei einer Überfeuchtung holt man keinen Ton mehr aus dem Instrument; außerdem sollte man die Mechaniken anschließend ölen, um so dem Rost zuvor zu kommen! Um den Lack wieder wie neu glänzen zu lassen, kann man ihn nach erfolgter Reinigung auch mit handelsüblicher Möbelpolitur einreiben. So erhält die Gitarre wieder ein neuwertiges Aussehen.

Vorsicht ist bei hochwertigen Instrumenten (oft im Bereich der Klassik-Gitarren) geboten, bei denen eine Politur mit Schellack verwendet wurde, um das Holz zu versiegeln. Dieser extrem dünne und empfindliche Lack kann durch Reinigungsmittel aller Art sehr schnell abgetragen und beschädigt werden, selbst durch Schweiß kann Schellack angelöst werden und verliert seinen Glanz. Oft ist die Folge einer unsachgemäßen Behandlung von Schellack-Oberflächen eine teure Überarbeitung beim Gitarrenbaumeister. Schellack-Polierte Instrumente sollte man pfleglich behandeln und maximal mit einem trockenen weichen Baumwoll-Tuch vorsichtig abwischen. Der Einsatz jeglicher Möbelpolituren oder Reinigungsmittel ist schädlich für diesen Lack.

Pflege des Halses

Die Pflege des Halses ist wichtig, wenn man lange etwas davon haben will. Am einfachsten ist es natürlich, wenn alle Saiten entfernt sind. Jedoch sollte man hier berücksichtigen, dass die Spannung der Gitarrensaiten die Bundreinheit der Gitarre beeinflusst - die Einstellung des Halses muss danach unter Umständen korrigiert werden.

Die Bundstäbchen werden mit feiner Stahlwolle (Stärke: .0000) sanft von Schmutz und anderen Resten befreit. Bei dieser Tätigkeit kann man auch wunderbar die Bündstäbchen auf Kanten, Scharten, Beschädigungen und Abnutzungsmerkmalen untersuchen. Falls die Stäbchen extrem beschädigt sind müssen diese von einem Profi ausgetauscht werden. Kleine Kanten etc können mit der Stahlwolle beseitigt werden. Diese Kontrolle ist wichtig, weil die Saiten unter scharfen Kanten etc leiden und schneller verschleißen.

Bei der Bundpflege ist zu unterscheiden, ob das Griffbrett lackiert oder nicht lackiert ist. Bei lackierten Griffbrettern ist ein spezieller Reiniger aus dem Fachhandel zu empfehlen (zwischen 6 und 10 EUR z. B. von Jim Dunlop) Unlackierte Griffbretter können mit handelsüblichem Waffenöl (z. B. im Baumarkt erhältlich, ca. 2,50 EUR) oder Zitronenöl behandelt werden.

Die Vorgehensweise ist die gleiche. Mit einem fusselfreien Tuch den Reiniger auf dem Griffbrett einreiben und einziehen lassen. Mit dem Lappen auch über die Bundstäbchen gehen und evtl. Reste der Stahlwolle entfernen. Nicht zuviel Reiniger verwenden, und nur sanft einreiben. Das Waffenöl verleiht dem Holz auch wieder einen schönen Glanz und sorgt dafür, dass das Holz länger "frisch" bleibt.

Das Griffbrett

Das Griffbrett ist meist aus unbehandeltem Holz. Man muss es von Zeit zu Zeit von Schweiß- und Hautrückständen befreien, was am besten stets nach dem Spielen geschehen sollte. Dafür genügt schon das Abreiben mit einem sauberen Tuch, das die gröbsten Verschmutzungen aufnimmt.

Leider dringt der säurehaltige Schweiß mit der Zeit recht tief in das Holz ein, sodass eine Reinigung bei montierten Saiten oft nicht mehr vollständig möglich ist. Darum sollte man das Griffbrett bei einem Saitenwechsel besonders gründlich reinigen. Dafür verwendet man Zitronenöl (Lemon Oil), das in verschiedenen Versionen im Fachhandel erhältlich ist oder Waffenöl. Dabei werden einige Tropfen Öl auf das Griffbrett gegeben, um dann die Verschmutzungen mit einem weichen Baumwolltuch zu entfernen.

Zusätzliche Reiniger oder Möbelpolituren sind bei offenporigem (unbehandeltem) Holz nicht empfehlenswert oder notwendig. Die Anwendung von Griffbrettöl ersetzt dabei in keinem Fall die Einhaltung eines guten Raumklimas, da das so behandelte Holz immer noch Feuchtigkeit verlieren kann, wodurch Risse oder Verformungen auftreten können.

Saitenpflege

Ein Saitensatz verschleißt wesentlich langsamer, wenn er gut gepflegt wird. Da sich beim Spielen Haut- und Schweißablagerungen auf den Saiten bilden, sind diese am besten umgehend nach dem Gebrauch der Gitarre zu entfernen. Vernachlässigt man die Reinigung, so werden die Saiten aufgrund der Schweißeinwirkung schnell rosten!

Durch die Reinigung der Saiten wird übrigens ebenfalls der Verschleiß der Bundstäbchen erheblich verringert, da sich Ablagerungen und Rost vor allem auf der Rückseite der Saiten bilden und den Draht sehr rau werden lassen. Dieser Dreck wirkt dann auf die weichen Bundstäbchen wie Schmirgel, deshalb trägt auch die Saitenreinigung entscheidend zur Werterhaltung des Instrumentes bei!

Es gibt viele verschiedene Produkte, die speziell für das Saitenreinigen gedacht sind. Man kann jedoch auch handelsübliches Fensterputzmittel verwenden, um die Saiten vom Schweiß zu befreien. Am besten tränkt man ein festes Tuch leicht mit Fensterreiniger und legt es anschließend um eine einzelne Saite, um diese dann auf ihrer vollen Länge abzureiben. Dieser Vorgang ist für alle Saiten einzeln zu wiederholen, bis alle restlos sauber sind.

Ob eine Saite richtig sauber geworden ist sieht man übrigens sofort an der Färbung des Reinigungstuchs, denn saubere Saiten hinterlassen keine schwarzen Streifen mehr beim Abreiben. Außerdem ist natürlich dafür zu sorgen, dass keine Reinigungsmittel-Rückstände bleiben, deshalb empfiehlt es sich, nochmal trocken nachzureiben.

Am besten kann man sich in einem Fachgeschäft einfach einen Saitenreiniger bzw. Griffbrettreiniger kaufen, der um die 12€ kostet. Damit dann nach dem Spielen über die Saiten wischen, und fertig ist die Säuberung.

Pflege der Mechanik

Die Gitarrenmechaniken sind meist aus verchromtem, eloxiertem oder brüniertem Stahl. Dies bringt die Tatsache mit sich, dass die Metallteile mitunter rosten können. Dies liegt vor allem daran, dass sie mit Schweiß in Berührung kommen, was das Oxidieren noch kräftig fördert.

Um dem Rost zu entgehen empfiehlt es sich, die Metallteile regelmäßig zu reinigen und zu ölen. Für die Mechanik verwendet man handelsübliches (Näh-) Maschinen- oder Waffenöl. Ebenfalls tut klares Baby-Öl oder Vaseline gute Dienste. Wichtig ist, das man damit nur sparsam umgeht. Ein, zwei Tropfen auf die Mechanik reichen völlig aus. Dabei sollte man den Kontakt zum Holz und natürlich zur Elektrik vermeiden. Manche Hölzer quittieren den Kontakt mit Öl durch Flecken, besonders wenn sie nicht lackiert oder nur lasiert sind. Elektrische Bauteile (z. B. Schalter, Buchsen und Potis) können einen "Wackelkontakt" bekommen, wenn Öl in sie eindringt.

Ballistol eignet sich sowohl für die Mechanik, als auch für das Holz, zur Reinigung und Pflege. Der Nachteil für die Mechanik: Es verfliegt schneller als die oben genannten Alternativen, so dass sich auch die Schmiereigenschaften schneller verflüchtigen.

Wer die Mechaniken sorgfältig ölt, der gewährleistet neben langer Haltbarkeit natürlich auch eine gute Leichtgängigkeit. Dies ist für ein unbeschwertes Spiel unabdingbar, außerdem erhält es den Wert des Instrumentes.

Pflegemittel

Zur Pflege einer E-Gitarre gibt es im Handel unzählige Reinigungsmittel, Polituren, Öle usw., die speziell hierfür entwickelt wurden. Es gibt allerdings auch einige eher unübliche Mittel. Hier also eine Auflistung von Pflegemitteln, deren Anwendung und Wirkungsweise:

Glasreiniger

Handelsüblicher Glasreiniger kann sehr gut zur Vorreinigung von Lackoberflächen und Metallteilen verwendet werden. Besonders Fettschmutz und Staub als Überbleibsel nach einem Gig werden so leicht und schonend entfernt. Man nimmt ein weiches Tuch, benetzt dieses mit dem Glasreiniger und wischt damit die lackierten Flächen sowie die Metallteile ab. Bitte nicht den Reiniger direkt auf das Instrument sprühen, das wäre dann schon zuviel des Guten. (Auch keinen Allzweckreiniger verwenden, da dieser zu scharf ist und die Oberflächen angreift.)

Ballistol

Ballistol

Ballistol ist sehr gut zur Pflege unlackierter Holzoberflächen geeignet. Auch Metallteile können damit gereinigt und wieder gängig gemacht werden. Bei unlackierten Griffbrettern kann man mit Ballistol das Griffbrett reinigen, konservieren und somit vor Austrocknung schützen. Das Öl wird auf ein Tuch gegeben und die Oberfläche damit behandelt. Nach ein paar Minuten Einwirkzeit entfernt man das überschüssige Öl mit einem weiteren Lappen und poliert ein wenig nach, so dass ein seidig, matter Glanz entsteht.

Nur das Waffenöl Ballistol (aus reinem Tannenöl) eignet sich für Gitarren! Es ist leicht alkalisch (im Gegensatz zu Mineralölprodukten und vielen anderen Pflanzenölen, die säurehaltig sind), und greift deshalb die Oberflächen nicht an. Zudem neutralisiert es säurehaltige Schweißrückstände, sodass es hervorragend zur Gitarrenpflege geeignet ist! Selbst auf den Saiten erzeugt es ein angenehmes "Feeling", was man von vielen speziellen Ölen für die Gitarrenpflege (z.B. Zitronenöl) nicht behaupten kann.

Bei der Verwendung von Ballistol auf Metallteilen sollte man jedoch Vorsicht walten lassen, da Ballistol auf Kupfer und Messing eine leicht oxidierende Wirkung hat. Kupfer ist sowohl in Saiten aus Bronze wie auch in Bundstäbchen aus Neusilber enthalten, da beides Legierungen aus Kupfer und anderen Metallen sind.

Möbelpolitur

Was für das Holz von Möbeln gut ist, erfüllt auch bei dem Holz unseres Instrumentes seinen Zweck! Möbelpolitur ist im Gegensatz zu vielen anderen Spezialpflegemitteln enorm billig, denn bereits ein paar Tropfen reichen aus, um eine Gitarre komplett damit zu behandeln. Lieber etwas weniger auftragen und dieses bei Bedarf noch einmal wiederholen. Besonders für lackierte Oberflächen ist Möbelpolitur das Pflegemittel der ersten Wahl.




Dieses ist eine Zusammenstellung einzelner Beiträge aus Gitarrenforen[1] und stellt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.

Fingerübungen für Gitarre

Einzelne Übungen, die man auch ohne Gitarre ausüben kann

Viele Anfänger haben Probleme, weil man es nicht richtig schafft, die Fingerkuppen aufzusetzen und mit ihnen den richtigen Druck auf die Saiten auszuüben.

Da könnte man ein wenig "Krafttraining" machen.

Übungsgeräte

Daumen und die einzelnen Finger.

Laus zerquetschen

Mit Daumen und nacheinander Zeige-, Mittel- etc ...Finger eine imaginäre Laus zerquetschen. Hilfreich könnte auch Kirschkerne schnippen sein, ist aber kein Muss.

Variante zur Lauszerquetschung

Pinzettengriff mit Daumen und irgendeinem Finger, Daumen dabei so weit wegbewegen, bis sich der Finger fast streckt und nur das oberste Gelenk im 90° Winkel steht.

Ziel

Die Hämmerchenstellung des Fingers verhindert Abwürgen der Nachbarsaiten.

Fingerhakeln

Jeweils ein Finger der rechten Hand und ein Finger der linken Hand haken sich ein, wobei sie sich nur an den Fingerkuppen berühren dürfen. (Erinnert ein wenig an Fassadenklettern. Es sollte also nicht so geübt werden wie das originale Fingerhakeln in Bayern.) In der Gruppe auch mal gegeneinander.

Ziel

Die eigentliche Kraft zum Greifen der Akkorde kommt aus dem Zug durch den Unterarm und nicht aus dem Gegendruck des Daumens. Die ungewohnte Haltung der Finger (insbesondere des kleinen Fingers) kann so ein wenig ohne Gitarre trainiert werden.

Finger anheben

Hand flach auflegen und nacheinander die einzelnen Finger heben.

Variante

Alle Finger auf den Zeigefinger der anderen Hand auflegen und dann einzeln jeweils einen Finger zum nächst höheren Mittelfinger (später Ring- und kleinen Finger) bewegen.

Finger dehnen

Man streckt beide Hände, und spreizt ganz leicht die Finger. Dann führt man beide Hände zusammen, berührt sich aber nur mit den Fingerkuppen.

1

Man drückt beide Hände gegeneinander, so dass die Finger dadurch gespreizt werden.

2

Man führt jeweils die beiden kleinen Finger (später die beiden Ringfinger u.s.w.) so weit wie möglich nach unten, während die anderen Finger gestreckt bleiben. Dabei werden die Finger an ihren Fingergrundgelenken gedehnt.

3

Man kann die Übung dadurch steigern, dass man jeweils zwei Finger nach unten bewegt, während die anderen gestreckt bleiben. (K+R; K+M; K+Z, K+D; R+M, R+Z...)

Kinderspiel

"Lirum larum Löffelstiel, wer das nicht kann, der kann nicht viel..."

Linken Zeigefinger auf den rechten Daumen legen und solange zusammenhalten, bis man den rechten Zeigefinger auf den linken Daumen gelegt hat. Wenn man beide über Kreuz gegriffen hat, werden die unteren beiden Finger nach oben gebracht.

"Lieber Gott, ich bin nicht dumm, ich kann das Ganze auch andersrum"

... die oberen beiden nach unten bringen

Die Hosennaht

Die Hosennaht einer Jeans kann als Ersatz für Gitarrensaiten dienen. So kann man auch an den unmöglichsten Orten (Bus, Schule bei einem langweiligen Fach, vor dem Fernseher...) Zupf-, Picking- und Schlagmuster üben.

Chinesische Qigongkugeln

Qi Gong-Kugeln

Das einzige Übungsgerät, das meiner Erfahrung nach wirklich etwas für die Koordination der Finger bringt, sind die chinesischen Qi-Gong-Kugeln. Eine für die Übung gleichwertige Alternative sind zwei riesige Murmeln aus dem Spielwarengeschäft für insgesamt ca. 2,50 Euro, welche als Nebeneffekt auch nicht "bimmeln".

Beide Kugeln in der Handfläche gegeneinander kreisen lassen, ohne dass sich die zwei Kugeln berühren. Das bringt einiges für die Beweglichkeit, Koordination und auch die nötige Kraft...


Stock wirbeln

Eine kleine Übung aus dem Kampfsport oder von den Cheerleadern

Übungsgerät

Besenstiel (o.ä.) und viel freier Raum

Stock mit einer Hand mittig fassen. Mit dem Ende, das Richtung kleiner Finger zeigt eine flach liegende 8 zeichnen (geht erfahrungsgemäß einfacher, als mit dem anderen Ende auf der Daumenseite). Dabei geht das Ende des Stockes einmal an der einen, dann an der anderen Körperseite vorbei.

Einfacher, aber nicht so effektvoll
  • eine 0 zeichnen.
Ziel

Das Gewicht und das Drehmoment erfordern einiges an Kraft. Trotzdem muss man einen Punkt erwischen, wo dieser Kraftaufwand minimal ist. Die ständig ändernde Lage, die Ausweichbewegungen (sonst gibt es was auf die Nuss) schulen die Koordination aller Muskelgruppen des Armes ungemein. Verspannte Schultern und Rücken lockern sich und das Spielen wird leichter.

GyroTwister

Gyrotwister in der klassischen Farbkombination. Der schwarze Gummiring um den „Äquator“, der die Griffigkeit erhöht, fehlt.

Ähnlichen Trainingseffekt wie beim Stockwirbeln hat der GyroTwister. Zudem braucht der GyroTwister nicht so viel Platz

Auch dieser hat für die Gitarre den Effekt, dass die Bewegungen besser koordiniert und damit mit einem minimalen Kraftaufwand ausgeübt werden.

Erste (Selbst-)Hilfe bei Schulter-Nacken-Verspannung

Nicht unbedingt eine Fingerübung, aber aus Fragen in Gitarrenforen wie das Acoustic Guitar Forum oder dem Gitarre-spielen-lernen.de-Forum kann man sehen, dass man diese Übungen dennoch ganz brauchbar findet. [2]

Üblicherweise muss man mit keinerlei Verspannungen beim Gitarrespielen rechnen. Aber es kann bei Anfängern immer mal vorkommen, dass man es doch ein wenig übertreibt, oder dass man durch eine ungünstige Kopfhaltung (weil man immer auf das Griffbrett schaut) doch mal eine Verspannung insbesondere im Nacken-Schulterbereich bekommt. Des weiteren kann es auch einfach sein, dass man noch eine Altlast aus dem Berufsalltag mit in die Übungsstunde nimmt. Für solche Gelegenheiten sind diese Übung gedacht.

Schultermuskel passiv dehnen (Übung 1)

  • Du stellst dich gerade hin, und lässt die Arme so wie die Schultern hängen.
  • Du neigst den Kopf auf die "gesunde" Seite.
    • schmerzt es rechts, neigst du den Kopf auf die linke Seite
    • schmerzt es links, neigst du den Kopf auf die rechte Seite
  • Die Hand der "gesunden Seite" greift hinter dem Rücken den Unterarm der anderen Seite.
  • Der Arm der an der "verspannten" Schulter/Nachenmuskulatur hängt wird gestreckt wie er ist ein wenig nach unten gezogen, und ein wenig auf die andere Seite gezogen.
  • Du hast Erfolg mit deinen Bemühungen, wenn du ein deutliches Ziehen an deinem verspannten Nacken spürst. Dann werden nämlich die verspannten Muskeln passiv gedehnt.

Schultermuskel passiv dehnen (Übung 2)

Deltamuskel dehnen bzw. massieren
*Du legst die Hand der "verspannten" Seite auf die "gesunde Schulter" und greifst mit der anderen Hand deinen Ellenbogen.
  • Drücke den Ellenbogen nun sanft weiter in die Richtung, bis du ein leichtes Ziehen in der verspannten Schulter spürst.

Schultermuskel kneten

  • Du machst die gleiche Übung auf der "gesunden" Seite, aber jetzt greifst du mit den Fingern unterhalb des Schmerzpunktes beim Deltamuskel (wenn du dran kommst) und hältst den verspannten Deltamuskel unter sanftem Druck fest. Nun lässt du den Muskel ganz langsam unter den Fingern herausgleiten.

Schlussbemerkungen

  • Üblicherweise macht man natürlich die Übungen beidseitig.
  • Man bleibt immer unterhalb der Schmerzgrenze.
  • Noch besser hat es natürlich der oder diejenige, welche einen anderen findet, der gut den Nacken und die Schulter massieren kann. Aber den findet man selten, wenn man gerade am Gitarrespielen ist.



Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.


Typische Anfängerfehler

Vorwort

Alle Fehler, die man als Anfänger machen kann, hier aufzuschreiben, würde ein eigenes Buch ergeben. Dennoch möchten wir hier versuchen, ein paar typische Fehler aufzuzeigen. Diese Liste wurden von Mitgliedern des Gitarrenforums www.gitarre-spielen-lernen.de zusammengetragen und bietet keinerlei Garantie auf Vollständigkeit.

Allen Mitautoren sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für eure Mitarbeit gesagt.

Ihr werdet hier ein paar Fehler finden, mit denen ihr noch gar nichts anfangen könnt. Aber dieses soll euch nur zeigen, dass eine richtig gelernte Grundlage auch später noch enorm viele Vorteile bringt.

Allgemeines

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Merke
Der absolut allergrößte Fehler, den man beim Gitarrespielen machen kann, ist es, "Nicht zu spielen".

Alle Fehler kann man wieder austrainieren. Aber wer nichts übt, der wird auch nichts lernen.

  • Alles, was man lernen will, ist nur eine Frage der Zeit.

Also braucht man einfach nur Geduld. (Je nach Typ etwas mehr oder weniger).

Ein typischer Anfängerfehler ist Ungeduld.
  • Alles muss perfekt sein
  • Alles muss schnell sein
  • Jeder Fehler muss sofort korrigiert werden

Nichts muss perfekt sein. Und schon gar nicht am Anfang. Schnarrende Saiten und alles geht mit der Zeit von alleine weg. Man muss sich nur etwas Zeit lassen. Während einer Übungsstunde darf man ruhig auch einmal 5 gerade sein lassen. Es wird ja auf Dauer nicht so bleiben.

Alles, was man übt, soll langsam geübt werden. Die Geschwindigkeit kommt mit der Übung (also mit der Zeit).

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Merke
Nie schneller spielen, als man es einigermaßen fehlerfrei spielen kann.

Natürlich gibt es auch einige Sachen, die sehr schnell gespielt werden. Aber auch hier ist es ein Fehler, schnell zu üben. Man sollte das angestrebte Solo zuerst langsam üben. Und erst, wenn man das sauber und fehlerfrei hinbekommt, kann man das Tempo etwas erhöhen. Dabei ist auf die richtige Griffweise, aber auch auf den richtigen Rhythmus zu achten. Erst kommt die saubere Spieltechnik, dann die Geschwindigkeit.

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Merke
Wer länger langsam spielt, spielt schneller schnell

Bei irgendwelchen Liedern wird kein Fehler korrigiert. Eine falsche Note ist falsch. Ein falscher Schlag ist falsch. Da kann man hinterher nichts mehr verändern. Man korrigiert einen Fehler beim nächsten Durchgang. Aber nicht sofort beim Spielen. Man kommt immer mal raus. Da ist es wichtiger, sich wieder reinzupfuschen, als Fehler zu korrigieren.

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Merke
Ein falscher Ton zur richtigen Zeit ist nur halb verkehrt.
Ein richtiger Ton zur falschen Zeit ist absolut verkehrt.


Für Fehler entschuldigen

Ach ja, noch was: Man entschuldigt sich nicht beim Lehrer, sondern hört zu, und macht es beim nächsten mal besser. Kein "Ähm", "Ich wollte..."

Das nervt nur und stört den Spielfluss. Du bist so und so am Lernen und machst Fehler. Das ist normal und sollte auch normal bleiben. Daher ist es kein Drama, wenn etwas falsch ist. Mit dem Ärgern über die Dinge, die nicht klappen, verschwendest du nur wertvolle Konzentration, Kraft und Zeit, die du für die Konzentration zum Lernen bzw. zum Lösen der Probleme brauchst.

Auf seine Fehler und Macken zu bestehen

Wenn man liest, dass man nicht auf seine eigenen Fehler bestehen soll, dann klingt das ganz logisch. Aber wehe jemand sagt euch, das machst du falsch, das kann man besser machen. Aber auch die Profis bestehen gerne auf ihre Methode. Aber gerade, wer schon einiges kann, sollte dennoch offen sein für andere Möglichkeiten. Rockgitarristen, Lagerfeuerspieler, Klassikspieler etc. alle haben bestimmte Angewohnheiten, die für bestimmte Spielsituationen sogar ganz nützlich sind und auf die sie nicht gerne verzichten wollen. Dabei kann jeder Spieler auch von anderen etwas lernen, dass ihm bei bestimmten Spielsituationen weiterhilft.

Keine Wiederholungen einplanen

Man sollte sich eingestehen, dass es für einige Sachen Gewöhnung braucht. Auch wenn man etwas beim ersten Durchlesen meint, verstanden zu haben, bedeutet das noch lange nicht, dass man es in Zukunft auch umsetzt. Und auch, wenn man etwas nicht gleich verstanden hat, dann sollte man es dennoch immer wieder mal durchlesen. Manchmal stellt sich erst später mit weiterem Hintergrundwissen oder einfach mehr Spielerfahrung der "Aha-Effekt" ein. Es reicht durchaus, wenn man etwas erst nach dem zehnten Mal durchlesen oder nach der hundertsten Wiederholung klappt. Plane daher viel mehr Wiederholungen des Übungsstoffes ein. Nicht nur die praktischen Übungen, sondern auch die theoretischen Lektionen. Rechne damit, dass du bestimmte Übungen, die nicht gleich funktionieren, etwas nach hinten verschieben musst und stattdessen vorher ein paar Grundlagen lernen bzw. auffrischen solltest. Aufgeschoben heißt nicht aufgehoben. Nehme Lieder in dein ständiges Repertoire auf, mit denen du allein durch das Singen und Begleiten die Grundlagen wiederholst. Also nicht gleich aufgeben, wenn etwas nicht sofort klappt!

Absolut wichtig

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Durchhaltespruch:
Das sollst du nicht können,
das sollst du lernen!


Es haben schon ganz andere Stümper (mich eingeschlossen) Gitarre spielen gelernt. Wie lange man für ein Stück gebraucht hat, interessiert hinterher niemanden.

Wer lange dafür braucht, aber am Ball bleibt, wird hinterher jeden Schnelllerner überholen, wenn diesem hinterher das Durchhaltevermögen fehlt.

Gitarre lernt man sein Leben lang. Also sollte man das Lernen selbst als etwas Entspannendes ansehen. Wer aufhört zu lernen und zu üben, der hört auf, Gitarre zu spielen.

Fehler, die keine Fehler sind
  • Manche Sachen sind für Anfänger einfach noch schwer. Es nicht sofort zu können, ist kein Zeichen von Unbegabtheit, sondern von fehlender Übung und Gewöhnung.
  • Anfänger können sich schlecht auf beide Hände gleichzeitig konzentrieren. Entweder klappen die Akkorde gut und man vermasselt den Rhythmus oder der Rhythmus sitzt, aber man greift bei den Akkorden daneben. Keine Angst, das gibt sich. Man sollte aber immer nur eine neue Sache lernen. Entweder einen neuen Akkord, oder einen neuen Rhythmus. Nur wenn mal beides (Akkord wie Rhythmus) sehr einfach sind, kann man mal beides zusammen üben. Aber nicht direkt in einer Stunde. In der ersten Hälfte übt man nur den Griff, in der zweiten übt man nur das Zupfmuster, und erst gegen Ende versucht man, beides zusammen zu bringen. Neue Griffe kann man viel besser mit bekannten Schlag- und Zupfmuster üben, die einem schon in Fleisch und Blut übergegangen sind. Und neue Rhythmen kann man mit alten Standard-Akkordfolgen trainieren. Oft ist alles nur eine Frage der richtigen Liederauswahl, damit nicht zu viel auf einmal zusammenkommt.

Mangelnde Wiederholungen

Du hast was gelernt, es klappt ganz gut - und du lässt es in die Schublade versinken. Das ist die beste Methode etwas nicht zu können.

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Merke
Wiederholen, wiederholen, wiederholen

Rette alles was du auswendig lernen möchtest erst mal über die 2 Minuten Hürde. Sonst wird es im Kurzzeitgedächtnis wieder gelöscht. Also wiederhole jedes Fachwort aus der Musiklehre incl. seiner Bedeutung spätestens nach 2 Minuten noch mal aus dem Gedächtnis (ohne noch mal irgendwo etwas abzulesen.)

  • Dann wiederhole es nach 10 Minuten und nach einer Stunde noch einmal.
  • Spiele ein neues Lied öfter am Tag. Lieber 3 mal eine viertel Stunde am Tag, als einmal eine ganze. Die Wiederholung machts.
  • Übe eine neue Sache die erste Woche täglich; danach den ersten Monat wöchentlich und frische dein Standard-Repertoire (was du für Lagerfeuer oder für die Bühne parat haben willst) wenigstens einmal pro Monat auf (damit sind die Sachen gemeint, die du schon in und auswendig kannst).

Gerade wenn man etwas aufführen möchte ist es ein riesiger Fehler etwas vorzuführen, was man erst vor kurzem gelernt hat. Der Fehler wird leider auch von Lehrern oft gemacht. Es kann mal gut gehen, aber dass man sich bei den Sachen gehen bei dem Lampenfieber oft daneben, die noch nicht hundertprozentig in Fleisch und Blut übergegangen. Spiele bei solchen Gelegenheiten lieber die Sachen, die du als einfach empfindest.

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Merke
Spiele das, was du kannst - übe das, was du nicht kannst.

Fehler der Greifhand

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Zu fester Druck
  • Anfänger greifen oftmals viel zu fest (Umklammern des Gitarrenhals, Daumen zu fest aufdrücken), bekommen aber den Druck nicht dort hin, wo er gebraucht wird (Fingerspitzen). Jeder Akkord darf nur so fest gegriffen werden, wie unbedingt notwendig ist. Auf eine günstige Hand und Fingerstellung wie sie im Lagerfeuerdiplom vermittelt wird, ist stets zu achten. Lediglich der Daumen, die Fingerkuppen oder Barré-Finger und das Zeigefingergrundgelenk berühren das Griffbrett.

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Merke
Die Handinnenfläche darf das Griffbrett nicht berühren.


Falsche Lage des Daumen
  • Bei einfachen Akkorden ist der Daumen zu weit unten, und nicht gegenüber des Mittelfingers.
    Die Hand ermüdet schnell und es kann bis zu Krämpfen kommen.
  • Die Greifhand sitzt zu weit hinter dem Hals und der Daumen liegt beim Griff zu weit rechts. Dadurch umgreift man den Hals (siehe oben) und wendet viel mehr Kraft als nötig auf. Als Resultat ermüdet die Hand sehr schnell und es gibt evtl. sogar Krämpfe. Die Reichweite der Finger reicht für Stücke, die über 4 Bünde gehen nicht mehr richtig aus.
  • Eine einzige Daumenhaltung für alle Situationen ist ebenfalls verkehrt. Die Lage muss sich immer der Spielsituation anpassen. Wo ein hoher Daumen vielleicht das bequeme Umgreifen erleichtert, hat man anderswo nicht die ausreichende Reichweite. Während ein tiefer Daumen bei klassischen Stücken die Beweglichkeit erweitert, hält man es mit derselben Fingerstellung keine Viertelstunde an einem Lagerfeuer aus.
Schlechter Fingersatz
  • Die Finger haben nicht die "Hämmerchenstellung" und berühren ungewollt die Nachbarsaiten. Es gibt ein gewolltes Berühren der Nachbarsaiten (so genanntes "Mute"), doch das ist etwas für erfahrenere Gitarristen. Anfänger sollten zuerst lernen, dass jede Saite eines Akkordes (z.B. beim D7) klar klingt.
  • Man beachtet nicht den Fingersatz und die Saitenlage. Manches kann einfacher gegriffen werden, wenn man nicht alles auf einer Saite spielen will.
  • Man übt Blues-Skalen in den ersten Bünden, obwohl die viel breiter sind, als die ab dem 5. Bund.
  • Man übt Akkorde mit einem ungünstigen oder besser einem seltenen Fingersatz. Bestimmte populäre Lieder lassen sich mit Fingersätzen begleiten, die man nicht als Standard-Fingersatz zählen kann, da sie in gar nicht so vielen Liedern gebraucht werden. Der schnelle Effekt für ein einziges Lied ist zwar gegeben, aber für die meisten andere Lieder und Spiel-Situationen wäre ein Standard-Griff mit einem Standard-Fingersatz viel vorteilhafter. Zudem würde das Repertoire viel schneller anwachsen.
Powerchords nur mit Mini-Barré zu spielen
  • Noch ein Fehler ist es, Powerchords (z.B. 577xxx oder x577xx) nur mit ZRR (Zeigefinger+Ringfinger quergelegt) zu spielen. Das sollte man sich abgewöhnen. Man sollte standardmäßig den Fingersatz ZRK verwenden. Beim Übergang von Powerchords in Solis z.B. bei tut die ZRR-Variante auf die Dauer weh. Mit der ZRK-Variante hätte man einen schnelleren Fingerwechsel. Nebenbei lernt man um so leichter die Barré-Griffe, weil man schon den richtigen Fingersatz kennt.
G-Dur ohne kleinen Finger spielen wollen.
  • Es geht auch ohne kleinen Finger. Es ist nicht grundsätzlich verkehrt, aber ein systematischer Akkordwechsel, ein systematischer Basslauf, systematisches Hammering und Pull-offs sind nicht mehr möglich. Das Melodiepicking funktioniert gar nicht und der kleine Finger wird unterfordert, obwohl dieser bei vielen anderen Akkorden ebenfalls gebraucht wird. Warum also nicht gleich von Anfang an die etwas höhere Hürde mit dem kleinen Finger nehmen, um dann aber hinterher um ein Vielfaches schneller beim Lernen zu sein.

Schlechter Anschlag

  • Auf eine gute Anschlaghaltung ist zu achten. Was anfangs noch gut aussehen mag, wird bei einem schnellem 16tel-Takt zur Qual
  • Falscher Auf- und Abschlag (Up n Down´s) durch zu lockere oder zu steife Plektrumhaltung.
  • Nur Abschläge spielen, obwohl sich der Arm mit Auf- und Abschlägen nur halb so oft bewegen müsste.
  • Falsche Unterarmarbeit führt zu ungleichmäßigem Rhythmus. Oftmals dreht man nur den Unterarm, wo eine lockere Bewegung aus dem Ellenbogengelenk sinnvoller und Kräfte schonender wäre.
  • Sehr schnelle Schläge (32el) können jedoch nicht mit dem Arm ausgeführt werden. Diese müssen mit einer Drehung des Unterarms erfolgen. Aber erst dann, wenn es gebraucht wird, denn es ist recht anstrengend.
  • Gemächliches Tempo = Ellenbogengelenk, schnelles Tempo = Unterarmdrehung.
  • Aber übe nie eine schnelle Schlagfolge, bevor du nicht in der Lage bist, einen einfachen Rhythmus zu halten.
  • Der falsche Winkel des Plättchen oder auch der Hand führt zu einem unschönen Klang und zum Ermüden der Hand.

Zu viel auf einmal lernen

Es kann ein großes Hindernis sein, wenn man ein Fan ist, und unbedingt die Lieder von seiner Lieblingsgruppe spielen will, ohne die notwendigen Grundlagen zu können.

Bei vielen tollen Solos, die man unbedingt spielen will (z.B. das Intro von "Nothing Else Matters"), kann es Monate dauern, bis man es richtig kann.

Das liegt aber nicht daran, dass jedes dieser Solos unheimlich schwer ist, sondern dass du die Grundlagen einfach noch nicht beherrscht. Wenn die Lernschritte kleiner wären, hätte man viel schneller einen Erfolg.

Wenn man zuerst die Akkorde übt (und mit jedem neuen Akkord mindestens zwei oder drei Lieder), dann die Zupfmuster (ebenfalls mit entsprechenden Liedern), dann beispielsweise das Intro von "Dust In The Wind", dann die Barré-Akkorde (incl. Liedern) dann vielleicht noch ein paar Hammerin-On und Pulling-Off-Techniken, dann das gar nicht mal so extrem schwere Intro von "Stairway To Heaven" und dann noch als Vorübung den ersten Teil der "Spanischen Romanze", dann kann es gut sein, dass man die Grundzüge von "Nothing Else Matters" in einer oder zwei Unterrichtseinheiten drin hat, und es nach weiteren zwei Wochen Übung einigermaßen fließend spielen kann.

Zwar dauert es etwa ein oder zwei Monate länger, bis du endlich "Nothing Else Matters" spielen kannst, aber unterwegs hast du noch zig andere Stücke gelernt. Und du hast gleich mehrere Erfolgserlebnisse gehabt. Sie mögen zwar im einzelnen kleiner sein, als das erstrebte Solo, aber du willst ja auch Gitarre lernen, und nicht nur ein einziges Stück spielen können.

Bei einem gut durchdachten Lehrplan wachsen die Fähigkeiten kontinuierlich, und durch die kleineren Lernstufen hält sich der Frust, etwas noch nicht zu können, sehr in Grenzen. Ein gutes Lehrbuch und ein halbwegs guter Lehrer können da eine große Hilfe sein.

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Sprichwort aus dem Bergwandern
Mit kurzen Schritten, weichen Knie
kommst den Berg rauf, weißt nicht wie.


Nicht zu lange üben!

Es ist besser drei mal am Tag eine viertel Stunde zu üben, als einmal am Tag eine Stunde. Es ist besser jeden Tag 5 minuten bis zu einer halben Stunde zu üben, als nur einmal in der Woche drei Stunden am Stück. Die Wiederholung macht es.

Sobald etwas schmerzt, sollte man eine Pause einlegen. Am Anfang können die Fingerkuppen weh tun. Dagegen lässt sich kaum etwas machen. Aber man sollte es nicht übertreiben, und lieber mehrere kleinere Portionen spielen.

Sich nicht verzetteln

Es macht gar nichts, mal ein Stück anzuspielen, und dann beiseite zu legen, um es irgendwann später mal wieder herauszuholen. Gerade bei sehr schweren Sachen ist es durchaus eine zulässige Methode, sich dem Stück zu nähern. Jedoch sollte man immer einen Lehrplan vor Augen haben, was man unbedingt kontinuierlich lernt, bis man es richtig kann. Seien es die Grund-Akkorde, die Anschläge, das Zupfen, Verzierungstechniken wie Dämpfen, Hammerin-On und Pull-Off, Bassläufe, Pentatoniken, Skalen etc. Man sollte sich Gitarrenstücke heraussuchen, die einen näher an das zu erreichende Ziel bringen. Die Wikibooks bieten mit ihren "Diplomen" solche Zielvorgaben an, und geben auch viele Übungsbeispiele, die einem helfen, das Diplom zu erreichen. Hinterher hat man eine genaue Vorstellung von dem, was man kann, und was man damit machen kann.

Haltungsfehler

  • Fallen oftmals anfangs gar nicht auf.
Folgen
  • Schmerzen in Fingern, Handgelenken, Armen, Schulter
  • Sehnenscheidenentzündung

Wer Gitarre spielen kann, der kann fast in jeder Lage spielen. Sei es im Schneidersitz, stehend mit einem Fuß auf dem Stuhl oder im liegen im Bett. Doch für den Anfänger ist so etwas nicht zu empfehlen. Bei jeder ungewohnten Haltung muss man vieles kompensieren. Geübten Gitarrenspielern gelingt das ohne weiteres, weil sie gleichzeitig wissen, wie es auch richtig geht. Sitze locker und aufrecht; weder steif, noch zu gebeugt. Eine Rückenlehne ist sinnvoll. Die Gitarre braucht nicht besonders zu dir hingedreht zu werden. Es reicht, wenn du gerade so das Griffbrett sehen kannst. Bei völligen Anfängern kann man mal ein Auge zudrücken, aber beim normalen Spielen hält man die Gitarre gerade.

  • Den Ellenbogen der Greifhand an der Hüfte aufstützen

Das verhindert, dass man genügend Zug für die Akkorde aufbringen kann. Zudem wird die Beweglichkeit der Greifhand eingeschränkt. Der Druck muss dann mit ungünstigen Handstellungen kompensiert werden. Die Arme sollten in etwa genauso locker an der Seite anliegen, wie man es vom Essen her gewohnt ist.

Tipp
  • vorm Spiegel üben
  • sich von anderen (Lehrer, Freunden, ...) korrigieren lassen

Tempofehler

Viele werden beim Singen und Spielen zu schnell. Die häufigste Ursache ist Übermotivation. Man muss sich wirklich zusammenreißen und Geduld haben. Man muss es lernen, langsam zu spielen. Man muss es lernen, in verschiedenen Tempi zu spielen. Mal langsam, mal enorm schnell, mal mäßig, mal Zeitlupe, mal zügig. Lieder, die ganz langsam anfangen und dann immer schneller werden sind eine gute Übung. Aber ebenso das Tempo zufällig zu wählen. Dann hilft es, laut mitzusingen. Dabei sollte man nie schneller singen, als die eigene Zunge mitkommt. Es lohnt sich mitunter, sich ein Metronom zuzulegen.

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Merke
Übe Rhythmen immer so, dass du dabei laut mitzählst


Es gibt keine bessere und einfachere Methode, ein Gefühl für den Rhythmus zu bekommen, als sich diesen laut vorzuzählen. Nach einiger Zeit geht er in Fleisch und Blut über, aber zum Üben und zum Vorzählen in einer Band muss man den Rhythmus durchzählen können. Und zwar laut!

Equipment

Mitunter ist man versucht, zu Beginn fehlendes Können durch Equipment auszugleichen. Doch durch einen besseren Verstärker oder eine bessere Gitarre wird man kein besserer Gitarrist. Es ist etwas anderes, wenn man eine schlechte Gitarre mit einem miserablen Ton durch eine brauchbarere ersetzt. Aber eine einfache Gitarre reicht allemal aus.

Wenn man ein halbwegs brauchbares Equipment hat, dann haut man natürlich ordentlich Gain rein! Damit kann man garantiert die Nachbarschaft ordentlich beeindrucken.

Aber mal Spaß beiseite. Mit zu vielen Effekten kommt man nicht zu einem sauberen Spiel. Zum Üben mit einer E-Gitarre sollte der Ton beim Verstärker auf "Clean" eingestellt sein. Dann hörst du besser, was du spielst. Die Gain-Einstellung überdeckt vieles. Aber verzerrte Sachen hört sich viel besser an wenn du das gleiche Stück auch ohne Gain also Clean beherrscht. Mitunter ist es sowieso besser, anstelle des Gain evtl. den Hall einzusetzen.

Timing

Ein weiterer Anfängerfehler ist falsches Tempo beim Anschlag. Das setzt sich dann meist auch später noch durch, wenn man Techniken wie Tappen und Hammering übt. Anfänger spielen vieles, das sie gerade erst gelernt haben, oft viel zu schnell, weil sie meinen, dieses würde sich besser anhören. Aber manche merken dabei nicht, dass der Rhythmus und das Timing einfach nicht hinhaut.

Töne werden unterschiedlich laut und werden unterschiedlich lang gehalten. Etwas zu schnell zu spielen hört sich einfach nur miserabel an. Also den Merksatz von oben beherzigen: Nie etwas schneller spielen, als man es technisch bewältigen kann. Und dazu gehört nicht nur die Töne zu treffen, sondern auch das richtige Gefühl für den Rhythmus und das richtige Tempo zu haben.

Deshalb übt Anschläge und später Hammerings und Tappings immer erst langsam und versucht, jeden Akkord und jeden Ton gleich lang zu "halten". Dabei sollte jeder Ton erst mal gleichlaut klingen. Später lässt sich die Lautstärke noch variieren, aber das soll gezielt und gewollt und vor allem sauber klingen. Ein Metronom kann da eine sehr gute Hilfe sein.

Rhythmus bzw. Timing ist neben der Melodie und der Harmonie ein wichtiger Grundpfeiler der Musik. Daher soll man dieses auch täglich üben.

Harmonielehre verachten

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Merke
Ohne Basics kein Rock'n'Roll

Viele Anfänger wollen sich nicht mit Theorie befassen. Das klingt zu sehr nach Schule. Dabei ist die Theorie meist gar nicht so schwer. Wer von Anfang an in kleinen überschaubaren Schritten die Grundlagen der Theorie mitlernt, für den sind die Fachworte nicht schwerer als "Multiplikation", "Verb", "Laptop" usw. Es steckt oftmals nicht so viel hinter den Fachwörtern. Aber man braucht sie um genau sagen zu können was man meint.

Es bringt einiges an Zeitersparnis wenn man etwas in die Theorie investiert.

  • Wer lernt, welche Akkorde üblicherweise zusammengehören spart sich hinterher enorm viel Zeit, die er mit dem Suchen der richtigen Akkorde verschwendet.
  • Wer Tonleitern und Intervalle lernt, muss nicht übermäßig viele Griffe auswendig lernen, sondern kann auf einfache Griffe zurückgreifen und ergänzt dort nur einzelne Töne.
  • Wer sich mit Stufenakkorden auskennt, der wird schnell in jeder Tonart Standard-Akkordfolgen entdecken und wird sich das Auswendiglernen der Akkorde immer dadurch erleichtern 4 bis 8 Akkorde als eine zusammenhängende Einheit zu sehen, die sich auch auf andere Tonarten umsetzen lassen.
  • Wer es lernt, die Gitarre richtig (auch ohne Stimmgerät) zu stimmen wird am Anfang vielleicht lange dafür brauchen. Doch mit etwas Übung ist man mit dem Selbst-Stimmen bald schneller als andere mit einem Stimmgerät. Gleichzeitig wird das Ohr geschult, auf die richtigen Intervalle zu achten.

Zu viel Theorie ist natürlich auch verkehrt. Man sollte nicht mehr Theorie büffeln, als man zum Erreichen seiner Ziele braucht. Sich mit Kirchentonarten zu befassen bringt gar nichts, wenn man noch nicht einmal die normalen Dur- und Molltonleitern einigermaßen beherrscht.

Zu guter Letzt

Theorie, Technik, Akkorde und Rhythmusübungen bringen gar nichts, wenn man sich damit kein Repertoire aufbaut, das man selbst gerne singen möchte. Gitarre lernen dient letztlich dem Singen bzw. dem Begleiten von Musikern. Es bringt absolut gar nichts, wenn man 50 Riffs und Akkordfolgen oder so was lernt, aber wenn es darauf ankommt, etwas vorzuspielen noch nicht mal 3 Lieder vollständig zusammenbringt. Jede neue Lektion fordert einen heraus und man hat den Eindruck, dass man sich einen mühsamen Trampelpfad durch einen undurchsichtigen Dschungel schlägt. Man übersieht, dass man sich mit dem vorher Gelernten eine Lichtung geschaffen hat, auf der man viel Spaß haben kann. Lieder mit einfachen Akkorden, die man schon im Schlafe spielen kann machen ebenso viel Spaß, wie aufwendige Solostücke. Lieder sind nicht schlechter, nur weil sie einfach sind. Du könntest in ein paar Jahren so weit sein, dass du wieder genau die Kinderlieder benötigst, von denen du jetzt nichts mehr wissen willst. Sei es, dass du heiratest, oder dass du dich in der Jugend- und Kinderarbeit mit einbringst.

Keine Angst vor Fehlern

Einen Vorteil hat das Fehlermachen. Auch wenn man einen Fehler erst wieder austrainieren muss und damit mehr Zeit verbraucht, als wenn man es gleich richtig lernt, entdeckt man solche Fehler schneller bei anderen und kann denen helfen diese zu vermeiden. Später, wenn man vielleicht selbst einmal Gitarrenunterricht gibt, ist man dann ein wenig umsichtiger mit den Schülern. Es muss ja nicht gleich beruflich sein, sondern es kann auch sein, dass man einem neuen Bandmitglied unter die Arme greift.

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Noch ein guter Rat
Lerne alles immer so gut, dass du es auch einem anderen Anfänger beibringen könntest.



Lagerfeuerdiplom

Vorbemerkung: Offensichtliche Rechtschreib- und Grammatikfehler wurden behoben. Der Stil wurde zugunsten einer leichteren Lesbarkeit gegebenenfalls sehr dezent angepasst (,da beispielsweise einige Leser die entsprechenden Foren nicht kennen.). Sofern es durch diese kleinen Anpassungen zu keinerlei inhaltlichen Veränderung kam, wurden dieses nicht ausdrücklich als eine Änderung des Zitates gekennzeichnet.

E-Mail

-------- Original-Nachricht --------
Datum: Mon, 12 Mar 2007 21:38:48 +0100
Von: "A. E." a...e...@...de  (Anm.: Persönliche Daten gekürzt)
An: mjchael@gmx.de
Betreff: Lagerfeuerdiplom

Hallo Mjchael,

ich habe mit Hilfe des Lagerfeuerdiploms bei Wikibooks Gitarre spielen gelernt. 
Ich bin begeistert von diesem Artikel. Man benötigt keine großen musischen  
Vorkenntnisse. Es wird Schritt für Schritt erklärt wie die Akkorde zu greifen sind. 
Und  ich kann jetzt Dschingis Kahn begleiten. Ein großes Lob an den Autor.
Freue mich schon auf das Folkdiplom.

Gruß Alexander

Wikibooks ist mein erst 'lebendiges Lehrbuch'

Auszug aus einer E-Mail-Konversation
Für mich ein schönes Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Hauptautor und Leser mit Eigenbeiträgen.
Diese steht stellvertretend für viele kurze E-Mails, kurze Forenbeiträge,
Antworten auch dem Chat (www.lyricsarchiv.de bzw. www.gitarrenboard.de) und Beiträgen hier in dem Wikibooks.

G.G. hat mit seinen Antworten sehr treffend das ausgedrückt, was für mich die Wikibooks ausmacht.

Zitat
(Unterstreichungen sind jedoch von Mjchael)
-------- Original-Nachricht --------
Datum: Wed, 28 Feb 2007 00:52:13 +0100
Von: D.D.   (Anm.: Persönliche Daten gekürzt)
An: mjchael@gmx.de
CC: 
Betreff: RE: Webspace für Hörbeispiele zum Wiki-Gitarrenkurs
> Übrigens bei deinem Beispiel ist ein Aufschlag nach der 4 zuviel.
Ja das habe ich heute auch festgestellt und war dabei das neu und
'berichtigt' aufzunehmen. Nur ist es nicht zu einer fertigen Aufnahme
gekommen, weil andere Dinge dazwischen gekommen sind...
> 
> Das Beispiel kann man aber sehr gut für Variationen des Lagerfeuerschlag
> gebrauchen, dass kommt aber erst beim Folkdiplom.
<Grinz> wie ich grad sehe, hast du auch mein 'anderes' Beispiel geschickt
mit eingewoben. Du hast echt Talent zum Lehrbuch schreiben. Nicht zu viel
und nicht zu wenig und die 'Bröckchen' die so ab und an aus den weiten des
Netzes dazu fliegen werden geschickt eingearbeitet.
Und überhaupt WikiBook ist mein erst 'lebendiges Lehrbuch'.
> 
> Habe mal ein Hörbeispiel geliefert. Allerdings als Midi-File.
Wow cool genau das hab ich beabsichtigt. Doch entgegen der deutschen
'Klagementalität' (man könnte, das müsste, es währe schön wenn...) wollte
mal nicht mit Klagen sondern mit Tun anfangen. Und einen Anfang machen (und
nicht noch eine weitere Problemstellung)
Neben bei hat's mir auch geholfen, weil man sich dadurch intensiver damit
befasst. Man will's ja nach besten Wissen, Gewissen und Können machen.
> 
> Schau dir mal den entsprechenden Eintrag und die Änderungen an!
> 
> Aber lass dich auf keinen Fall entmutigen! 
Keine Sorge, ich bin nicht von Stolze, asiatischen Ehrgeiz, übersteigerter
Ich-Zentriertheit, oder wie auch immer man das nennen will, geplagt, was
Ursache für solche eine Reaktion sein könnte.
Feel free to do what you like!

> Ich werde deinen Beitrag bei
> Gelegenheit an die richtige Stelle verschieben, und vielleicht lieferst du
> ja eine korrekte Fassung für diesen Beitrag nach. (Das ist übrigens ein
> guter Test für mich, ob ich alles verständlich geschrieben habe...)
Nun denn - da werde ich morgen (oder übermorgen, überübermorgen, ähm also '
mañana' :) noch mal das Mikro scharf schalten.
Und diesmal speichere ich es als Vobis-ogg.

> Gruß Mjchael
Von mir auch ganz Liebe Grüsse.

E-Mail

Zitat
(Unterstreichungen und folgende Anmerkungen sind von mjchael
------- Original-Nachricht --------
Datum: Fri, 06 Jul 2007 16:59:58 +0200
Von: "J. B." <j.b@---.de>  (Anm.: Persönliche Daten gekürzt)
An: mjchael@gmx.de
Betreff: (kein Betreff)

 Hallo Mjchael,
 
 ich habe mir kürzlich zu meinem 50 Geburtstag eine E-Gitarre zugelegt 
 (mein erstes Instrument) und kann mittlerweile etwas Power-Chords und 
 Melodiespiel..
 Mit Akkordwechseln klappte es überhaupt nicht.
 In meinen (zahlreichen) Lehrbüchern steht nur, dass man schnellen 
 Akkordwechsel üben soll - aber nicht wie!
 Dein "Lagerfeuerdiplom" ist für mich daher eine Offenbarung - endlich 
 jemand der sich seitenlang und mit guten Graphiken über die notwendigen 
 Fingerbewegungen auslässt.:
 Vielen Dank für Dein liebevolles, sehr detailliertes und heiteres 
 "Lagerfeuerdiplom"!!!!!!!!!!!
 
 Ich habe Anfang dieses Monats einfach mit dem Lagerfeuerdiplom 
 angefangen, obwohl es anscheinen noch nicht fertig ist.
 Bietest Du noch weiterführende "Diplome" an ?

 PS:
 - bei der Ergänzung "Lage des Daumens": Was ist Punkt 3b ? ( Anm.: 4a!)
 - "Daumenpoition wie beim Trampen". sollte der Daumen nicht zum Sattel / 
 Kopfplatte weisen?.
 
 Mit lieben Grüßen
 J. B.
Anmerkungen

E-Mail

 Von: "P. A." <p.a.@t-online.de> (Anm.: Persönliche Daten gekürzt)
 An:   '''mjchael@gmx.de'''

 Betreff: fuer Uebungen nutzbare deutsche Lieder
 Datum: Wed, 05. Dec 2007 22:34:54 +0100
http://www.reinhard-mey.de/index.php?w=1280]
 Hallo,
 
 ich bin Rentner und habe nun endlich begonnen, ernsthaft auf meiner inzwischen 
 betagten Gitarre zu klimpern. Niemals werde ich die Fähigkeit haben, anderen Menschen 
 erträglich vorzuspielen aber ich habe schon erfüllte Stunden mit meiner Gitarre und 
 Ihrer Hilfe im Internet genossen und solange meine Katze nicht fortläuft… J Ihre Beschreibung, 
 die Finger wie Hämmer auf die Saiten zu stellen, machen mich neidisch: Sie wollen es nicht mehr 
 mitmachen und erinnern da schon eher an Geierkrallen. Die Saiten dennoch klingen zu lassen, ist 
 allein schon ein Kunststück oder reines Glück.    
 
 Die Spielart des Herrn May mag ich und seine Texte finde ich auch sehr gut. Wegen ihrer Suche nach 
 Übungsliedern dachte ich sofort an den Künstler und suchte Infos im Netz. Dem Link folgend, ganz 
 am Schluss unter „F A Q“ Sind Texte, die unter vernünftigen Voraussetzungen eine kostenlose Verbreitung 
 seiner Lieder erlauben.
  
 Ich bin den Menschen wie Ihnen sehr dankbar, denn ich hätte mir einen Unterricht von meiner Rente 
 nicht erlauben können und schon ein Liederbuch schlägt eine deutliche Lücke in meine Geldbörse.
  
 Mit den besten Wünschen für Ihre Zukunft
 
 P. A.

Sehr geehrter Herr P.A.,

leider kann ich nicht sagen, ob eine Nutzung der Lieder von Herrn Reinhard Mey auch für den Unterricht in den Wikibooks möglich ist. Ich finde die freundliche Genehmigung, die Herr Mey für seine Lieder gibt, überaus lobenswert. Doch das Wikibooks-Projekt ist ein wenig größer als der Umfang einer privaten Homepage. Bevor wir von den Wikibooks die Freundlichkeit von Herrn Mey überstrapazieren, möchten wir uns vorher mit ihm in Verbindung setzen, um im Einzelfall zu klären, in wie weit die Nutzung einzelner Lieder von Herrn Mey für den Gitarrenunterricht der Wikibooks möglich ist. Ich bedanke mich noch einmal für Ihren Linktipp, den bestimmt viele andere Internetuser wie z.B. das [www.gitarrenboard.de] zu schätzen wissen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen --mjchael 10:57, 6. Dez. 2007 (CET)

Forumsantwort 1


Original Message: -------------

von: FrankNrw-1 (Member des www.gitarrenboard.de) (Forumsinternes wurde herausgekürzt)

Hallo Mjchael,
seit einiger Zeit stöbere ich immer mal wieder wenn es meine Familie und meine Zeit erlaubt in deinem Wiki-Book. Denn nach gut 15 Jahren der aktiven musikalischen Enthaltsamkeit, möchte ich jetzt wieder lernen Gitarre zu spielen. Hierzu hat mir das Wiki-Book schon gute Dienste geleistet. Ich will soweit kommen, dass ich die Diplome einzeln durcharbeite.
Daher nutze ich mal rasch die Gelegenheit und gratuliere dir zu deiner hervorragenden Arbeit. Du und RedRooster haben da ein tolles Werk geschaffen. Ebenso deine Co-Autoren und die weiteren Mitstreiter.
Sehr hilfreich zum Klampfen war deine Liedersammlung Liederbuch. [ ... ]
Schöne Grüße aus Essen.
Frank
  • @Frank: Vielen Dank für deine aufmunternden Worte. Deinen Dank gebe ich hiermit an meine Kollegen und Mitstreiter weiter.

Forumsantwort 2

von Industrial (Forumsmitglied www.gitarre-spielen-lernen.de)
Neuer Beitrag Verfasst am: 12.04.2008, 10:19
Vielen herzlichen Dank, du hast mir sehr geholfen Face-smile.svg.
In der Liste gibts paar gute Lieder für Anfänger, freue mich schon auf LET’S TWIST AGAIN oder Knocking on heavens door.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende
EDIT: Deine Links sind sehr informativ und interessant. Wie du z.b. die Harmonielehre erklärt hast, war einfach genial und leicht verständlich für die Anfänger. Und allgemein sind die Abbildungen und Übungen klasse.
Vielen Dank dafür: Industrial

Forumsantwort 3

von Volucris (Forumsmitglied www.gitarre-spielen-lernen.de)
Verfasst am: 13.06.2009, 13:42
(...)
Mjchael und Red Rooster, ihr habt da echt etwas richtig geiles auf die Beine gestellt mit dem Wikibuch "Gitarre"! Ich muss sagen, besser kann man Dinge nicht erklären - vor allem die hilfreichen Midis sind echt super klasse! Hat mich nun wirklich schon gut weiter geholfen und nun spiel ich wieder wieder wesentlich mehr am Stück xD (die letzten Tage warens nur noch 3 - 5x 10 Minuten den Tag über verteilt).
Macht weiter so!
Gruß Volucris

Forumsantwort 4

von Gramsbams (Forumsmitglied www.gitarre-spielen-lernen.de)
Verfasst am: 27.04.2010, 14:15

»Danke! Hilft mir weiter. Ich werde es üben üben üben...

Und danke für die viele Mühe mit dem Wikibooks an Mjchael. Es ist super! Ich habe keine Grundkenntnisse und verstehe es dennoch sehr gut. Meinen Kindern gefällt's schon wenn Mama spielt.«

Ein Gruß über Youtube

von FrankNrw11

Guten Tag Mjchael, einen schönen Gruß zurück. Nochmals vielen Dank für deine tolle Arbeit. Das von dir und deinen Co-Autoren erstellte WIKIBOOK Gitarre ist unschlagbar. Noch nie zuvor hatte ich solche Lernfortschritte. So macht das Lernen richtig Spaß. Bis bald mal. Vielleicht im Forum, oder hier bei YouTube, oder vielleicht mal bei einem Forums-Treffen. Danke.

E-Mail

vom: 08.10.2009 22:45 von A d. M. (persönliche Daten gekürzt)
Betreff: Wiki-Book Gitarre

Hallo Mjchael,

vor einigen Tagen habe ich Ihr Wiki-Book entdeckt und muss es jetzt einfach mal loswerden:

Ich bin total begeistert, es ist didaktisch und inhaltlich einfach ganz große Klasse!

Habe schon einiges an Gitarrenbüchern, Harmonielehren usw. gelesen, aber noch nie so eine Fülle an Stilen und so gut aufbereitetes und nachspielbares Material gefunden. Vor allem Jazzer scheinen es unter ihrer Würde zu finden, auch nur zwei verständliche Sätze am Stück zu formulieren - Ihr Book da eine absolute Ausnahme.

Ich freue mich sehr auf die vielen Lektionen, die noch vor mir liegen.

Vielen Dank für die unglaubliche Arbeit, die Sie da reingesteckt haben!

Mit schönen Grüßen,

A. d. M.

Forumsdiskussion

Eine Diskussion über das Lagerfeuerdiplom könnt ihr im Forum von www.Fingerpicker.de nachverfolgen.

URL = http://www.fingerpicker.de/forum/viewtopic.php?p=88505

E-Mail

Der Name der Autorin gekürzt

Am 28.03.2011 20:53, schrieb I.

Lieber Mjchael!!!!

Mein Name ist I. , ich bin schon ein etwas älteres "Mädchen" (Jahrgang 59) und habe vor knapp 4 Monaten mit dem Gitarren-Spiel begonnen. Es war immer mein Traum, vor 15 Jahren hab ich mal kurz (3 Monate gespielt) und mußte dann aus gesundheitlichen Gründen wieder aufhören.

Da ich Rheuma und Arthrose habe, dachte ich das wird nix mehr Face-sad.svg , aber seit ein paar Monaten geht es mir mit Medis doch einigermaßen und so habe ich den Mut gefaßt und mit vielen Peter Bursch Büchern und CDs den Anfang gewagt. Leicht fällt es mir nicht, aber neben meiner Familie und meinen Viechern, ist es das tollste in meinem Leben!! Es macht soooo viel Spaß.

Nun endlich zu Dir Face-smile.svg: Beim Stöbern in diversen Foren bin ich auf den Hinweis zu Deinem Lagerfeuerdiplom gestoßen und hab es mir angesehen. Ich war spontan total begeistert und habe mir alles ausgedruckt (ich hoffe das ist erlaubt! Aber so kann ich auch im Bett oder auf der Couch darin lesen und lernen). Ich war bisher ja schon von meinem "Freund" Bursch sehr begeistert. Aber was Du da geschaffen hast und auch noch kostenlos zur Verfügung stellst, ist so affengeil, dass ich Dir umgehend schreiben mußte.

Ich bin halt auch ein totaler "Lerntyp" will heißen ich kann nie genug bekommen, wenn mich etwas interessiert. Und der gute Peter bleibt oft sehr oberflächlich. Das wird mir aber erst jetzt richtig bewußt, seit ich Deinen Kurs "aufsauge".

Ich finde es unglaublich was Du uns da schenkst und ich bedanke mich tausendfach auf das Aller- Allerherzlichste.

Vielen lieben Dank für Deine Arbeit, Deine Mühe, Deine Zeit und Deine Kompetenz!

Viele liebe Grüße

I.



Fußnoten
  1. Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
  2. Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
  3. Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
  4. Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
  5. Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.


Lizenz

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Eine inoffizielle deutsche Übersetzung der GNU Free Documentation License findet sich hier: http://www.giese-online.de/gnufdl-de.html .

Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Lizenzbestimmungen .



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