Gitarre: Lagerfeuerdiplom: Druckversion
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DRUCKVERSION des Wikibooks Gitarre: Lagerfeuerdiplom
Online unter: http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Lagerfeuerdiplom
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Einführung
- Bevor wir beginnen
- Lesen von Diagrammen, Tabulaturen und Noten
- Lagerung
- Grundhaltung der Gitarre
Lektionen
- Lektion 1a: Grundsätzliches zum Greifen der Akkorde
- Lektion 1b: Der Vier-Viertel-Schlag
- Liedbeispiel 1a
- Lektion 1c: Der Griffwechsel von D-Dur nach A-Dur
- Liedbeispiel 1b
- Liedbeispiel 1c
- Liedbeispiel 1d
- Lektion 2a: Der Griffwechsel von D-Dur nach G-Dur
- Lektion 2b: Die Dur-Kadenz - Das große Dreigestirn
- Lektion 2c: Eisenbahn und Westernschlag
- Exkurs: Der einfache Dreiviertel-Schlag
- Liedbeispiel 2a
- Liedbeispiel 2b
- Liedbeispiel 2c
- Liedbeispiel 2d
- Liedbeispiel 2e
- Lektion 3a: Griffwechsel G-C-D
- Lektion 3b: allgemeine Regeln zum Fingersatz
- Lektion 3c: Lagerfeuerschlag
- Liedbeispiel 3a
- Liedbeispiel 3b
- Liedbeispiel 3c
- Liedbeispiel 3d
- Liedbeispiel 3e
- Liedbeispiel 3f
- Liedbeispiel 3g
- Liedbeispiel 3h
- Liedbeispiel 3i
- Exkurs: Zur Gitarre singen
- Lektion 4 G Em C D
- Liedbeispiel 4a
- Liedbeispiel 4b
- Lektion 5a: schneller Griffwechsel
- Lektion 5b: Repertoire 1
- Liedbeispiel 5a
- Liedbeispiel 5b
- Liedbeispiel 5c
- Liedbeispiel 5d
- Liedbeispiel 5e
- Lektion 6: Griffwechsel C-Am
- Liedbeispiel 6a
- Liedbeispiel 6b
- Liedbeispiel 6c
- Liedbeispiel 6d
- Liedbeispiel 6e
- Liedbeispiel 6f
- Liedbeispiel 6g
- Lektion 7: Sprung Em D und Am G
- Liedbeispiel 7a
- Liedbeispiel 7b
- Liedbeispiel 7c
- Liedbeispiel 7d
- Liedbeispiel 7e
- Liedbeispiel 7f
- Liedbeispiel 7g
- Exkurs: C-Dur-Tonleiter Workshop
- Lektion 8: Lagerfeuerdiplom Liedbeispiele
Anhang
- Anhang Lagerfeuerdiplom
- Lage des Daumen
- G ohne kleinen Finger
- Stimmen
- Stimmen nach Stimmtönen
- Stimmen mit Bünden
- Stimmen mit Flageolett
- Musiklehre: Noten
- Transponiertabelle
- Lagerfeueranhang 1
- Lagerfeueranhang 3
- Lagerfeueranhang 4
- Typische Anfängerfehler
- Erfahrungsbericht Lagerfeuerdiplom
Vorwort
- Das Lagerfeuerdiplom hat 100%
(99,5%) erreicht. Es fehlen jetzt nur noch ein paar Lektorendienste zur Druckreife.
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Das Lagerfeuerdiplom
Das Lagerfeuerdiplom ist der erste Teil einer mehrbändigen Gitarrenschule im Buchprojekt Gitarre.
- Mit sechs Akkorden und vier Schlagmustern zum Lagerfeuerdiplom.
- Hier lernst du die elementaren Grundlagen der Liedbegleitung.
Es handelt sich um absolut notwendiges Handwerkszeug zum Gitarrespielen.
Lektionen
Eine Lektion ist für eine Unterrichtsstunde gedacht (die Zeit, um die Lektion zu üben und vertiefen, ist nicht mit eingerechnet). Also ist das Lagerfeuerdiplom auf knapp zwei Monate ausgelegt.[1]
- Hauptkapitel
Abschnitte: I. Einführung - II. Lektionen - III. Repertoire - IV. Liedbeispiele - V. Anhang
- Unterkapitel
Das Wichtigste zu Anfang
I. Einführung: zu Beginn | Akkorddiagramme - Tabulaturen | Zubehör | Lagerung
- Voranschreitende Lektionen
II. Lektionen: 1) Greifen | 4/4-Schlag | D-A 2) D-G | Durkadenz | Westernschlag | 3/4-Schlag 3) G-C-D | Fingersatz | Lagerfeuerschlag 4) G-Em-C-D 5) schn. Wechsel 6) C-Am 7) Sprünge Em-D / G-Am 8) Abschluss
- Wie kann man singen, was kann man singen
III. Repertoire: Zur Gitarre singen | Repertoire erweitern | Was ist schon spielbar
- Alle Übungsbeispiele nach Lektionen sortiert
(siehe auch: Liedbeispiele)
IV. Liedbeispiele: Übersicht 1. Lektion (D-A): A B C D E F 2. Lektion (D-G): A B C D 3. Lektion (G-C_D): A B C D E F G H I J 4. Lektion (G-Em-C-D): A B 5. Lektion (schn. Wechsel): A B C D E F 6. Lektion (C-Am): A B C D E F G H I 7. Lektion (Sprünge Em-D; G-Am): A B C D E F G H 8. Lektion (Abschluss): A B
- Weitere nützliche Informationen
V. Anhang: Grifftabelle | Stimmen (Übersicht) | ...nach Stimmtönen | ...mit Bünden | ... mit Flageolett | Saiten aufziehen | Pflege | Fingerübungen | Infos im Netz | Kapodaster | Anfängerfehler | Erfahrungsberichte | Das Diplom | für Ihn | für Sie
Was ist das „Lagerfeuerdiplom“?
In Anlehnung an das Bauerndiplom (nebst Turmdiplom und Königsdiplom) des Deutschen Schachbundes bieten die Diplome der Wikibooks (Lagerfeuerdiplom, Folkdiplom, Rockdiplom, Balladendiplom, u. a.) Anfängern die Möglichkeit, zu bekunden, dass sie ein bestimmtes Level des Gitarrespielens erreicht haben.
Man erreicht ein Diplom, indem man eine Sammlung von Liedern spielen kann, die alle Lernziele abdecken. Die Diplome können ohne Prüfung von jedem Gitarrenlehrer (auch ehrenamtliche) ausgestellt werden, der von einer öffentlichen Einrichtung oder Organisation (Gemeinden, Schulen, kirchlichen Einrichtungen, Musikschulen, Volkshochschulen o.ä.) den Auftrag dazu erhalten hat und der das Diplom mit einem Stempel der Organisation beglaubigen lassen kann. Die Lieder müssen weder auswendig gespielt werden noch muss alles 100 % fehlerfrei sein. Jedoch sollte man in puncto Rhythmus und Griffwechsel ein Mindestmaß an Sicherheit besitzen.
Mit dem „Lagerfeuerdiplom“[2] verfügt man über ausreichend Akkorde und Schlagtechniken, um weit über drei Stunden (am Lagerfeuer) Lieder zu begleiten, ohne sich zu wiederholen.
Man erreicht nicht irgendein Lagerfeuerdiplom sondern Das Lagerfeuerdiplom[3].
Von einer Idee zum Konzept
In einem Pfadfinderlager gab es folgende Regel: Wer nicht ein Mindestmaß an Fähigkeiten mitbrachte, der durfte keine Gitarre anfassen. Damit wollte man sowohl die Gitarren als auch die Nerven bzw. Ohren aller Beteiligten schonen. So ist die Idee zum Lagerfeuerdiplom entstanden. Dieser Kurs vermittelt solch ein Minimum an Wissen und Können.
Das Lagerfeuerdiplom stellt so etwas wie ein 'Freischwimmer des Gitarrespielens' dar. Das vermittelte Wissen ist ein „Muss“ für jeden Gitarristen. Dabei ist es unerheblich, ob man E-Gitarre, Westerngitarre oder klassische Gitarre spielen möchte.
Vom Konzept in die Praxis
Bevor das Lagerfeuerdiplom als Buch für Wikibooks eingeführt wurde, ist das Unterrichtskonzept schon mehrere Jahre eingesetzt, getestet und weiterentwickelt worden. Erzieherinnen, Lehrerinnen und Leiter von Jugendgruppen haben sich mit dem bestandenen Lagerfeuerdiplom getraut, ihre neu erworbenen Fähigkeiten in der Liedbegleitung bei ihren Gruppen in die Praxis umzusetzen. Zudem wird der Online-Kurs ständig durch Mitglieder aus verschiedenen Gitarrenforen gelesen und verbessert. Fehler, die auffallen, werden meist umgehend berichtigt.
Allen Schülern, die das Konzept getestet haben, allen Mitgliedern der www.wikibooks.de sowie des www.gitarrenboard.de und www.gitarre-spielen-lernen.de und auch allen Personen, die hier einen Diskussionsbeitrag geleistet haben oder eine E-Mail geschrieben haben - also allen, die mit konstruktiver Kritik, Korrekturen, Informationen, Rat und Tat dieses Konzept vorangebracht haben - sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.
Weitere Tipps
Die Kurse (Lagerfeuerdiplom und folgende) sind zwar für Selbstlernende gedacht und entsprechend ausführlich formuliert worden[4], Dennoch sollte erwähnt werden, dass man schneller lernt, wenn man jemandem über die Schulter schauen kann oder wenn man Tipps von einem geübten Gitarrenspieler bekommt.
Ebenfalls lohnt es sich, einen Blick in das eine oder andere Gitarrenbuch zu werfen. Bücher haben den Vorteil, dass man nicht vor dem PC sitzen muss, sondern dort, wo es einem beliebt. Zudem sind diese Bücher nicht auf copyright-freie Übungsbeispiele beschränkt, so dass sie eventuell eine größere Liederauswahl bieten. [5]
Wer mit den Beschreibungen hier Probleme haben sollte oder darüber hinaus noch Fragen hat, der sollte sich ruhig in einem Gitarrenforum anmelden.
- Beispiele
Beide Foren sind absolut kostenfrei und unverbindlich und sie enthalten keine störende (bzw. nur sehr dezente) Werbung.
- Weitere Online-Foren und interessante Link-Tipps findet ihr in der http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Inhaltsübersicht#Linkliste
Auch wenn Mjchael als Autor selbst Moderator in dem genannten Forum ist, und in diesem Forum engagierte Moderatoren darauf achten, dass keine jugendgefährdende Inhalte gepostet werden, distanzieren wir uns rein formell von allen Aussagen, die über Musikmachen und Gitarrespielen hinausgehen.
Lernziele
- 6 Akkorde: A-Dur, D-Dur, G-Dur, C-Dur, E-Moll, A-Moll.
- 4 Schlagrhythmen: 4/4-, Eisenbahn-, Western- und Lagerfeuerschlag.
- schneller Griffwechsel: Akkordwechsel innerhalb eines Taktes bzw. innerhalb eines Schlagmusters.
Trotz der Begrenzung des Lernstoffs bist du nach erfolgreichem Abschluss in der Lage, Hunderte von Liedern zu begleiten.
- Über 40 copyright-freie Lieder mit Texten und Akkorden
- und über 40 weitere Liedvorschläge (zwar ohne Text, aber mit Akkorden)
Du wirst in der Lage sein, neben den typischen Pfadfinderliedern auch richtig gute Songs zu singen,
(Vorausgesetzt natürlich, du hast die entsprechenden Liederbücher.)
- Breakfast at Tiffany's – Deep Blue Something
- American Pie – Don McLean
- Country Roads – John Denver
- Father and Son – Cat Stevens
- Just More – Wonderwall
- Knockin on Heavens Door – Bob Dylan
- Let It Be – Beatles
- Und, und, und ...
Durch das strenge Copyright ist es hier leider nicht möglich, populäre Liedtexte mit der entsprechenden Begleitung "zu drucken", diese Songs findest du in vielen Liederbüchern. Trotzdem können wir dir Tipps geben, mit welchen Akkorden du bekannte Lieder leicht begleiten kannst. Das ist besonders dann hilfreich, wenn die Bearbeitungen in den Liederbüchern nicht so günstig für den Gitarrenanfänger sind.
Was du hier lernst, wird dich dein ganzes Gitarristenleben lang begleiten. Auf diese elementaren Grundtechniken wirst du immer wieder zurückgreifen können.
- Fußnoten
- ↑ Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
- ↑ Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
- ↑ Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
- ↑ Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
- ↑ Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
Einführung
Bevor es losgeht, muss man sich als Selbstlernender um ein paar Dinge kümmern, die anderen Gitarrenschülern in der ersten Zeit vom Gitarrenlehrer abgenommen werden. Dazu gehört das Stimmen der Gitarre, das Lesen von Griffbildern, die Haltung der Gitarre und anderes mehr.
Bau der Gitarre
Die heutige Konzertgitarre hat sich aus der deutlich kleineren Gitarrenart des 19. Jh. entwickelt. Bahnbrechend für die aktuelle Form sind die Arbeiten des spanischen Gitarrenbauers Antonio de Torres.
Allgemeines
Einsatzgebiet und Klang
Für die klassische Gitarrenmusik wird bevorzugt die Konzertgitarre verwendet. Sie hat einen weichen und tragenden Klang. Die baulich sehr ähnliche Flamencogitarre hat einen härteren, durchsetzungsfähigeren Klang. Die Konzertgitarre wird bevorzugt mit den Fingern geschlagen oder gezupft.
Durch die Nylon-Saiten lässt sich ein Ton leichter modellieren als beispielsweise eine Westerngitarre mit Stahlseiten. Die gleiche Konzertgitarre kann sehr harfenartig weich klingen, wenn sie mehr in Richtung Griffbrett gespielt wird (12. Bund), oder perkussiver (härter), wenn man sie dicht am Steg anspielt. Durch leichtes Bewegen des Fingers auf dem Griffbrett kann man leichter einen Vibrato erzeugen, als bei einer Western- oder E-Gitarre. Gerade für Anfänger sind die Nylon-Saiten viel einfacher zu drücken, als Stahlsaiten einer Westerngitarre. Daher wird die Konzertgitarre sehr gerne für den "Hausgebrauch" eingesetzt. Beim Spielen in einer Gruppe tut sie ebenfalls gute Dienste. Eine Gitarre mit Stahlsaiten ist jedoch vorteilhafter, wenn es um die Lautstärke geht. Sie ist obertonreicher und klingt daher besser für die Begleitung.
Geschichte
Die jetzige Bauform der Konzertgitarre wurde in der Blütezeit der Gitarre von dem Gitarrenbauer Antonio Torres ca. 1870 geschaffen. Heutige Konzertgitarren unterscheiden sich kaum von den Torres-Gitarren, die man demnach als letzte Entwicklungsstufe (zumindest bis heute) des Konzert-Gitarrenbaus ansehen kann.
Typen der Konzertgitarre
Bei der klassischen Konzertgitarre gibt es in ihrer Bauform kaum Unterschiede. Die Hauptunterschiede liegen im Material (z.B. Vollholzdecke, Sperrholzdecke) und in der Größe. So gibt es kleinere Bauformen für Kinder oder Damen. Sollte man sich fragen, ob eine Gitarre vielleicht zu groß für einen sein sollte, dann soll man doch einfach den Zeigefinger quer über die Saiten legen (so wie man es bei einem Barré-Akkord tun würde). Wenn der Zeigefinger sowohl die obere als auch die untere E-Saite berührt, (und sei es bei heranwachsenden Jugendlichen auch nur gerade so,) dann ist die Gitarre nicht zu groß. Sollte dieses nicht gelingen, so kann man über ein etwas schmaleres Griffbrett nachdenken. Sollte aber auch das nicht ausreichen, dann geht man zu einer 3/4 oder sogar zu einer 1/2-Gitarre über.
Erwähnenswert ist die Variante mit einer leichten Aussparung (Cutaway) an der Unterseite des Korpus. Diese Bauform wurde von elektrischen Gitarren wie den Gibson- (Les Paul) oder Fender-Gitarren übernommen und soll das Spielen in den höheren Lagen erleichtern.
Teile der Konzertgitarre
| Nr. | Deutsch | Englisch |
| 1 | Kopf | Headstock |
| 2 | Obersattel | Nut |
| 3 | Stimmwirbel | Machine heads (or pegheads, tuning keys, tuning machines, tuners) |
| 4 | Bund(-stäbchen) | Frets |
| 7 | Hals | Neck |
| 8 | Halsfuß (Befestigung des Halses am Korpus) | Heel |
| 9 | Korpus | Body |
| 12 | Untersattel oder Stegeinlage | Saddle |
| 14 | Boden | Back |
| 15 | Decke | Soundboard (top) |
| 16 | Zarge | Body sides (ribs) |
| 17 | Schallloch mit Rosette (Verzierungen, Einlegearbeiten) | Sound hole, with Rosette inlay |
| 18 | Saiten | Strings |
| 19 | Steg, Brücke | Bridge |
| 20 | Griffbrett | Fretboard (or Fingerboard) |
Boden
Der Boden besteht aus Harthölzern wie beispielsweise Ahorn oder Palisander. Oft besteht er aus zwei zusammengeleimten, gespiegelten Brettern. Er hat weniger die Aufgabe den Klang zu formen, als vielmehr zusammen mit der Zarge für die Stabilität der Gitarre zu sorgen. Zur Erhöhung der Stabilität sind noch weitere Holzleisten auf dem Boden angebracht. Entweder verbindet eine biegsame oder eine steife, aber in die entsprechende Form gebrachte Leiste den Boden mit der Zarge.
Bund
Bünde bzw. Bundstäbchen sind zur Tonerhöhung nötig. Beim Drücken einer Saite kurz vor dem Bund verkürzt der Bund die Saite. Ursprünglich waren die Bünde nicht aus Metall, sondern sie wurden aus Darm, Kordel oder Draht (etc.) um den Steg gebunden und waren somit frei beweglich.
Decke
Die Decke ist maßgeblich für die Klangeigenschaften der Gitarre verantwortlich. Man unterscheidet 3 Arten von Gitarrendecken: Die einfachste und auch kostengünstigste besteht aus furniertem Sperrholz. Zwar ist die Klangqualität in der Regel geringer als bei Gitarren aus Massivhölzern, doch dafür ist sie weniger anfällig für Risse. Daher ist eine Sperrholzdecke eine geeignete Wahl für Anfängergitarren oder auch für Wandergitarren; also überall dort, wo man davon ausgehen kann, dass man nicht ganz so sorgsam mit der Gitarre umgehen wird. Die zweite Art von Gitarrendecken besteht aus massivem Holz (Fichte, Zeder). Mit Massivholzdecken erreicht man die besten Klangergebnisse. Nicht selten verzichtet man auf eine dicke Lackierung, da der Lack die Decke regelrecht versteift und damit den Klang verändert. Besonders farbig lackierte Instrumente sind die dritte Art der Gitarrendecken und bestehen meist aus Holz dritter Wahl. Der Lack kaschiert die Fehler im Holz.
Griffbrett
Das Griffbrett ist fest mit dem Hals verleimt. Es besteht aus besonders strapazierfähigem Hartholz. In regelmäßigen Abständen sind metallene Bundstäbchen angebracht, die das Griffbrett in Bünde aufteilen. Früher bestanden die Bünde tatsächlich aus Därmen, Drähten oder sonstigen Bändern, welche um den Hals gebunden wurden und so die Abstände vorgaben. So kommt es zu dem Namen. Diese Abstände konnte man bei Bedarf verschieben. Durch die gleichstufige Stimmung, die das Griffbrett in gleichmäßige Halbtonschritte aufteilt, ist ein "Nachstimmen" der Bünde jedoch nicht mehr nötig, da man inzwischen mit den festen Bünden jede Tonart spielen kann. Je näher man auf dem Griffbrett zum Schallloch kommt, desto enger werden die Bundabstände. Punkte auf dem Griffbrett erleichtern die Orientierung.
Hals
Der Hals der Konzertgitarre ist breiter als der von Western- oder E-Gitarren, dementsprechend liegen die Saiten weiter auseinander. Er kann aus Palisander oder Mahagoni oder anderen Hölzern bestehen. Das Griffbrett ist bei hochwertigen Modellen aus Ebenholz gefertigt, es kann bei minderen Qualitäten auch aus Palisander bestehen. Die schwingende Saitenlänge (Mensur) beträgt 65 cm, bei Kinder- oder Damengitarren weniger.
Halsfuß
Der Halsfuß ist das "Rückgrat" einer Konzertgitarre. Hier ist der Hals tragend mit dem Korpus verbunden, womit auf diesem Teil fast die gesamte Saitenspannung des Instruments lastet. Der Halsfuß ist bei Konzertgitarren seit jeher mit dem Korpus verleimt.
Kopf
Am Kopf befinden sich die Saitenmechaniken zum Stimmen des Instrumentes. Auffällig bei der Konzertgitarre ist dabei, dass die Mechaniken nach hinten zeigen, während sie bei Westerngitarren seitlich stehen. Entsprechend weist der Kopf einer Konzertgitarre zwei Langlöcher auf, in denen sich die Zylinder der Mechaniken befinden, während diese bei Westerngitarren nach vorn zeigen. Das Endstück der Kopfplatte weist je nach Gitarrenbauer ein unterschiedliches Profil auf, es ist sozusagen oft das Erkennungsmerkmal.
Korpus
Der Korpus guter Konzertgitarren weist zumeist Böden und Zargen aus Palisander auf. Die Decken bestanden früher bevorzugt aus Fichte, heute wird aber ebenso Zeder verbaut. Demgegenüber haben Flamencogitarren i.d.R. Böden und Zargen aus Zypresse und Decken ebenfalls aus Fichte oder Zeder. Die Decken und die Böden sind fast immer aus zwei Längsteilen zusammengesetzt. Der Zusammenstoß von Zarge und Decke bzw. Boden ist mit einem mehrteiligen Einlagestreifen aus verschiedenfarbigen Hölzern verziert. Das Griffbrett reicht bis auf den Korpus bis zum Schallloch. Es ist auf den Korpus aufgeleimt. Auf den Boden sind im Innern sog. Balken senkrecht zur Mittelfuge aufgeleimt. Sie reichen mit ihren Enden bis in die Zargenreifchen. Solche Balken befinden sich auch auf der Unterseite der Decke. Jedoch sind sie oft von Gitarrenbauer zu Gitarrenbauer unterschiedlich angeordnet. So wurde die simple "Senkrecht-zur-Mittelfuge"-Bebalkung von Torres mit einer Fächerbalkenkonstruktion unter dem Steg abgelöst. Auf diesem Gebiet wird auch heute noch experimentiert.
Obersattel
Der Sattel besteht im Regelfall aus einem Stück Kunststoff (bei teuren Gitarren aus Knochen), in dem die Saitenauflagen eingefräst sind. Er hält die Saitenabstände gleich und gibt die Saitenlage (Höhe bzw. Abstand) in den unteren Bünden vor. Dabei muss der Sattel so hoch sein, dass leer klingende Saiten die Bundstäbchen nicht berühren. Andererseits darf er aber auch nicht zu hoch sein, da die Saiten sich sonst besonders in den untersten Bünden nicht mehr sauber greifen lassen. Der Sattel selbst liegt in einer Nut und sollte allein durch die Saitenspannung festgehalten werden. Heutzutage wird der Sattel meist geklebt. Allerdings nur mit einem Leim, der sich wieder ohne grossen Aufwand lösen lässt. Das verhindert ein seitliches Verrutschen und Kippen in Griffbrettrichtung. Im Bedarfsfall kann man den Sattel recht leicht und rückstandsfrei entfernen, ohne den Hals bearbeiten zu müssen.
Schallloch
Das Schallloch in der Decke der Gitarre ermöglicht, dass sich die Schwingungen des Korpus als Schallwellen im Raum ausbreiten können. Oftmals ist das Schallloch mit einer Lackierung (der Rosette) besonders verziert. Mitunter kann es mit aufwändigen Einlegearbeiten aus Perlmutt oder Intarsien verziert sein. Bei Vollholzdecken verzichtet man gerne auf eine Rosette, um einen Blick auf die durchgehende Holzmaserung zu ermöglichen. Das Schallloch ermöglicht zudem einen Blick in das Innere der Gitarre. Meist sieht man auf der Innenseite des Gitarrenbodens ein rundes Schild, welches Angaben zur Marke und Modellreihe der Gitarre macht.
Saiten
Grundsätzlich kann man sagen, dass auf klassische Gitarren Nylonsaiten gehören und auf Wander-, Western- und E-Gitarren Stahlsaiten. Stahlsaiten haben eine stärkere Zugspannung und könnten klassische Gitarren beschädigen. Nylonsaiten haben einen viel zu schwachen Zug, um auf einer Wander- oder Westerngitarre laut genug zu klingen. Und auf einer E-Gitarre würde man gar nichts hören, da Nylonsaiten keine elektromagnetische Wirkung haben, so dass ein Tonabnehmer (englisch: pickup) die Schwingungen nicht abnehmen kann. Eine Gitarre hat in der Regel sechs Saiten. Jede Saite hat eine andere Stärke. Die dickeren Saiten besitzen einen inneren Draht, der von einem dünneren Draht umwickelt ist. Üblicherweise sind nur die oberen drei Saiten (Basssaiten) einer Gitarre umwunden, die unteren drei Melodie- bzw. Diskantsaiten nicht. Manchmal ist aber auch noch die vierte Saite von oben umwunden. Der Preis für einen Satz Saiten liegt ungefähr bei 8 bis 15 Euro, obgleich es nach oben hin keine Grenzen gibt. Saiten halten je nach Beanspruchung bis zu einem Jahr. Da eine Saite aber immer mal reißen kann, sollte man ein oder zwei Sätze in Reserve haben. Grundsätzlich verschlechtert sich der Klang einer Saite durch das Bespielen (Korrosion, Ablagerungen, Abrieb etc.), so daß manche Gitarrenhersteller empfehlen, die Saiten mehrmals im Jahr zu wechseln, aber sicher wird jeder Spieler für sich bald herausfinden, wann der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen ist. Mit einer mittleren Saitenstärke kann man für den Anfang nicht viel verkehrt machen. Ob man später doch lieber eine härtere Stärke für einen brillanteren, härteren Klang nimmt oder lieber weichere Saiten für einen wärmeren Ton, muss die eigene Erfahrung ergeben.
Steg mit Untersattel
Am Untersattel werden zum einen die Saiten, zum anderen der Steg befestigt. Beide Bauteile übertragen die Schwingungen der Saiten auf den Resonanzkörper. Der Untersattel ist aus Hartholz und fest an der Gitarrendecke verleimt. Heutzutage befindet sich recht häufig ein Piezo-Tonabnehmer darunter.
Der Steg (auch Brücke genannt) ist aus einem harten Kunststoff, oder etwas edler aus Knochen. Er wird sowohl bei Konzert- als auch bei Stahlsaitengitarren nur eingelegt. Die Stegeinlage findet in einer genau passenden Fräsung des Steges ihren Platz. Nur selten muss er wie der Obersattel angeleimt werden.
Er kann wie der Obersattel auch Führungsrillen für die Saiten haben. Es gibt unterschiedliche Höhen für den Steg, um damit die Saitenlage (der Abstand der Saiten zum Griffbrett) auszugleichen. Eine höhere Saitenlage kann das Schnarren der Saiten verhindern, wogegen eine niedrigere Saitenlage angenehmer und leichter zu greifen ist. Eine Feinabstimmung der Höhe erreicht man durch Feilen der Unterseite.
Stimmwirbel
Die Stimmwirbel einer Konzertgitarre sind stets nach hinten gerichtet. Jeder der sechs Wirbel ist über einen Schneckenradantrieb, der auf ein kleines Zahnrad wirkt, mit den Saitenaufnahmen verbunden. In der Mitte eines jeden Zahnrades befindet sich eine Schraube, mit der man die Schwergängigkeit der Mechanik beeinflussen kann. Die Schraube ist gerade so fest zu drehen, dass man die Stimmwirbel noch leicht drehen kann. Ist die Feststellschraube allerdings zu locker, so verstimmt sich die Gitarre aufgrund der Saitenspannung.
Beim Besaiten der Gitarre ist stets darauf zu achten, dass die Saite von oben her auf die Saitenaufnahme läuft. Außerdem sollten sich immer etwa drei Windungen auf der Saitenaufnahme befinden, so dass sich die Saiten nicht von selbst herausziehen können.
Zarge
Als Zarge bezeichnet man die Seitenwand der Gitarre. Sie besteht ebenfalls wie der Boden aus einem Hartholz und dient zur Versteifung des Korpus.
Siehe auch
| Commons: Akustische Gitarren – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
Stimmen der Gitarre
Jeder Gitarrenspieler muss sich das Stimmen der Gitarre aneignen. Eine verstimmte Gitarre kann den Spaß am Spielen verderben. Das Stimmen der Gitarre wird sowieso immer ein Thema sein. Mit dem Stimmen der Gitarre lernt man gleichzeitig ein paar Elemente der Harmonielehre, auf die man später wieder zurückgreifen kann und auf die man aufbauen kann.
Für Anfänger kommt nur die sog. Standard-Stimmung in Frage. Die Standardstimmung ist (von der tiefsten und dicksten Saite her) E A D G H E. Um sich diese Standardstimmung leichter einzuprägen, gibt es Merksätze wie
- „Ein Anfänger Der Gitarre Hat Eifer“.
Es gibt zwar auch andere Stimmungen, mit anderen Tönen für die Saiten, doch bevor man die Grundtechniken des Gitarrespielens beherrscht (praktisch das, was hier im Lagerfeuerdiplom und Folkdiplom vermittelt wird), lohnt es nicht, sich mit anderen Stimmungen auseinanderzusetzen.
Um das erste Mal eine Gitarre zu stimmen, orientiert man sich am besten an Stimmtönen von einer CD, einer Stimmpfeife o.ä. Es empfiehlt sich, vorher den Artikel über das Stimmen mit Stimmtönen durchzugehen.
Haltung der Gitarre
Klassische Haltung
In vielen Gitarrenschulen wird gezeigt, dass die Gitarre auf den linken Oberschenkel aufgelegt wird und der Hals weit angehoben wird. Oft benötigt man für diese Haltung noch ein kleines Fußbänkchen. Man möchte damit erreichen, dass die Hand bei aufwändigem Solospiel beweglich ist und dass sich der Klang der Gitarre möglichst gut im Raum ausbreiten kann. Die Zupfhand und die Greifhand können gerade gehalten werden. Besonders bei Zupftechniken kann man den Nagelanschlag besser kontrollieren und somit den Ton besser modulieren. Nicht zuletzt möchte man in einem Orchester mit dem Gitarrenhals nicht den Nachbarn stören. Leider hört man gelegentlich, dass diese Haltung unbequem sei, weil sich dabei der Rücken verspannen kann.
Normale Haltung
Die meisten Gitarrenspieler bevorzugen die Haltung, bei der die Gitarre auf dem rechten Oberschenkel aufgestützt wird. Der Oberkörper darf sich anlehnen, obwohl viele lieber mit aufrechtem Oberkörper spielen. Man sollte nur darauf achten, dass man nicht steif dasitzt. Dann lieber anlehnen. Der Oberarm liegt locker auf der Zarge, so dass der Unterarm frei schwingen kann. Die Schlaghand ist üblicherweise über dem Schallloch. Bei dieser Haltung sind keine Verspannungen zu befürchten und sie genügt den meisten Ansprüchen. Diese Haltung ist jedem Gitarrenanfänger zu empfehlen, der die Liedbegleitung mit Akkorden lernt. Sie eignet sich auch gut zum Singen in der Gruppe. Einfaches Zupfen und die meisten Gitarrentechniken lassen sich problemlos ausführen. Und nur, wenn man sich auf eine besondere Situation (wie ein Konzert) vorbereitet, ist zu überlegen, ob man die klassische Haltung verwendet oder lieber im Stehen mit einem Gitarrengurt spielt.
Die Rhythmushand rechts, die Greifhand links
Die meisten Gitarren sind für Rechtshänder ausgelegt. Das heißt, das Griffbrett zeigt nach links. Man geht davon aus, dass sich die rechte Hand beim Anschlag und bei Zupfmustern viel schneller bewegen und so die Saiten öfter und präziser treffen muss als die linke Hand. Ob das so gravierend ist, sei mal dahingestellt. Es gibt genügend Linkshänder, die aus praktischen Gründen lieber mit der Rechtshändergitarre spielen und die in ihrem Spiel den Rechtshändern in nichts nachstehen. Linkshänder, die eine Rechtshändergitarre gewöhnt sind, haben keine Probleme mit einem Gitarrentausch. Sie können auch eine fremde Gitarre greifen, wenn sie einen mal anlacht. Zudem sind Rechtshändergitarren günstiger, und es gibt eine viel größere Auswahl. Tabulatur und Akkordbilder sind leichter umsetzbar, da diese in der Literatur für Rechtshänder ausgelegt sind. Vermeintliche Nachteile in der Geschwindigkeit der Schlaghand gleichen sich später bei anspruchsvollen Grifftechniken wieder aus. Nur wenn man als Linkshänder überhaupt nicht mit einer normalen Gitarre zurechtkommt, lohnt sich eine Linkshändergitarre. Es gibt übrigens im Orchester keine Linkshänder-Geigen, obwohl es bestimmt einige Linkshänder unter den Geigern gibt. Beim Klavier ist es ja genau umgekehrt. Meist spielt anfangs die linke Hand mit dem Bass den Rhythmus und die rechte Hand die Melodie. Schlagzeuger müssen sowohl in der rechten als auch in der linken Hand Rhythmus haben. Flötenspieler müssen alle Finger für das Melodiespielen sicher beherrschen. Sekretärinnen, die Schreibmaschine mit dem 10-Finger-System lernen, müssen die rechte Hand genauso gut wie die linke Hand ausbilden. Die am häufigsten gebrauchten Buchstaben sind eher auf der linken Seite der Tastatur. Man sieht also, dass es für jeden möglich ist, beides zu lernen.
Akkorddiagramme
Es ist sehr einfach, Griffdiagramme zu lesen. Sie sind meist so gezeichnet, als ob man den Hals der Gitarre flach auf ein Blatt Papier legt und von oben darauf schaut. (So, wie man kopfüber auf seine Finger schaut.) Ein Griffdiagramm steht also scheinbar auf dem Kopf. Jeder schwarze Punkt entspricht einem Finger. Oft sind noch Informationen angegeben, welche Finger man am besten verwendet. Für Anfänger verwenden wir oft die Buchstaben ZMRK für Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger und kleine Finger. Doch dieses versteht man nur im deutschsprachigen Raum. Internationaler sind die Ziffern 1, 2, 3, 4 für Z, M, R, K (vergl. Bild). Ein X verrät, dass eine Saite nicht mit erklingen darf. Man dämpft sie entweder durch leichtes Berühren mit einem Nachbarfinger ab, oder man schlägt sie einfach nicht an. Sobald man weiß, dass die Akkorddiagramme eigentlich auf dem Kopf stehen, kann man sehr leicht sehen, in welchem Bund und auf welche Saite die Finger kommen. Römische Ziffern geben noch zusätzlich den Bund an. Dieses ist besonders für Akkorde gedacht, die weiter auf dem Griffbrett (in Richtung Schallloch) verschoben werden.
Manchmal sind die Noten der Saiten benannt, um sich besser zurechtfinden zu können. Es kommt auch vor, dass das Griffdiagramm um 90° Grad gedreht abgebildet wird. Dieses findet man oft in Notenausgaben, Tabulaturen oder Rhythmustabulaturen, weil man dort schlicht und ergreifend Platz sparen muss.
Die hier verwendeten Diagramme setzen eine Standard-Stimmung (E-A-D-G-H-E) voraus. Um es den Anfängern einfacher zu machen, wird oft auf Noten verzichtet. Zumindest wird alles so aufgeschrieben, dass man auch ohne Notenkenntnis zurechtkommen wird. Trotzdem wollen wir euch ermutigen, euch irgendwann in nächster Zeit auch diesem Thema zuzuwenden. Nur wird es hier keine Voraussetzung sein, um den Lektionen zu folgen.
Es kommt eher selten vor, dass der Daumen verwendet wird, um die tiefe E-Saite zu greifen. Wenn es irgend möglich ist, sollte man darauf verzichten. Aber man darf sich nicht wundern, dass einige Gitarristen (vor allem die mit sehr schmalem Griffbrett) auch mal den Daumen einsetzen. Der Daumen wird jedenfalls nicht mit einer Zahl, sondern mit dem Buchstaben "D" beziffert. Aber dieses sei nur am Rande erwähnt, wenn man es doch mal irgendwo auf einer Tabulatur finden sollte.
Liederbuch-Transkriptionen
Liederbücher haben den Zweck, die zu spielenden Akkorde möglichst einfach zu vermitteln. Dabei wird vor allem auf den Text und vielleicht auf die Melodie des Stückes Wert gelegt. Es wird dabei nicht angegeben, wie die einzelnen Akkorde gegriffen werden. Dies ist oft dadurch bedingt, dass die Stücke der Liederbücher nicht zwingend mit der Gitarre begleitet werden müssen, sondern auch die Möglichkeit offenlassen, sie mit anderen Instrumenten zu begleiten.
Wer schon einmal in einem Liederbuch geblättert hat, dem wird aufgefallen sein, dass hier kaum Griff-Diagramme verwendet werden. Meistens steht nur ein Buchstabe über dem Gesangstext, der den zu spielenden Akkord angibt. Dafür gibt es einige verschiedene Schreibweisen. Meistens wird der Dur-Akkord einfach nur als Großbuchstabe angegeben, ein "C" über dem Text heißt ganz einfach, dass an dieser Stelle ein C-Dur Akkord gespielt werden soll.
Für Moll-Akkorde sind dagegen zwei Schreibweisen üblich, nämlich ein einfacher Kleinbuchstabe (z. B. "a" für A-Moll) oder ein Großbuchstabe mit darauf folgendem "m" für Moll (z. B. Am für A-Moll), wobei die letztere Form die gebräuchlichere ist. Es gibt auch noch andere Akkordarten, die sich so beschreiben lassen (wie z. B. G7 für G-Dur 7), allerdings handelt es sich dabei um Akkorde, auf die erst in späteren Lektionen eingegangen werden soll.
Hier ist ein Ausschnitt aus dem Lied "House of the Rising Sun" abgebildet um zu zeigen, wie eine Liederbuch-Transkription in der Praxis aussehen kann. Die Dauer, wie lange ein Akkord ausgehalten wird, steht leider meist nicht mit dabei. Man kann nur anhand der Worte, die noch übrig sind abschätzen, wie lange ein Akkord noch ausgehalten wird.
Am C D F
There is a house in New Or-Leans
Am C E/H E(7)
They call the Rising Sun
Am C D F
And it's been the ruin of many a poor boy (girl)
Am E Am E/H (7)
And me oh Lord I'm one
Lesehilfen für Gitarrenschüler
Um es den Gitarrenschülern etwas einfacher zu machen, werden Taktgrenzen, bei denen man den Akkord weiter spielen soll, manchmal mit einem Hochkomma (') kenntlich gemacht. Es symbolisiert quasi einen Taktstrich.
- Jeder G Eseltreiber hat an ' Kugelschreiber, aber D unsereiner, der hat ' nix, aber...
Wenn innerhalb eines Taktes zwei Akkorde vorkommen, und man dort innerhalb des Taktes wechseln muss, so wird dieses hier mit Klammern (...) deutlich gemacht.
- G Guantanamera A guajira (D guantana G) mera A
Dabei gilt es besonders darauf zu achten, wenn ein Akkord eineinhalb Takte lang ausgehalten werden soll.
- D Alle Jahre ( wie- A) der
meint
- D Alle Jahre (D wie- A) der
Klammern als Lesehilfen findet man normalerweise nicht in den handelsüblichen Liederbüchern. Doch es kann durchaus nützlich sein, sich bei schweren Akkordaufteilungen solche Notizen mit Bleistift ins Liederblatt einzuzeichnen. Solche Hilfsmittel erübrigen sich, wenn man Liederbücher mit Noten hat, und sich an den Taktstrichen orientieren kann.
Weitere Angaben zu Tabulaturen
- Folgende Angaben werden nicht mehr für das Lagerfeuerdiplom benötigt, und sind nur eine Zugabe.
Vorerst wirst du nicht viel mehr Informationen für das Lagerfeuerdiplom benötigen, als du in den vorhergehenden Kapiteln gelesen hast. Und du musst dir alles noch nicht einmal so genau merken, denn es wird auch noch einmal alles in den einzelnen Lektionen wiederholt werden.
Da es aber inzwischen üblich geworden ist, sich im Internet in diversen Homepages und Gitarrenforen zu informieren, bieten dir die folgenden Angaben eine Hilfe, mit den Tabulatur- und Rhythmusangaben umzugehen, die du dort vorfinden wirst. Im Laufe der Diplome werden dir die einzelnen Symbole genauer vorgestellt. Doch die folgenden Angaben sollen dir zumindest mal eine Ahnung geben, was dir so an Notationen begegnen kann. Fürs Lagerfeuerdiplom benötigst du es jedoch vorerst nicht.
Die Rhythmus-Notation
Bei einer einfachen Liederbegleitung wird ein genaues Griffschema der Akkorde nur selten benötigt, es sei denn der Autor geht davon aus, dass ein bestimmter Akkord der Leserschaft möglicherweise unbekannt ist. Wie man bereits bei der Liederbuch-Transkription gesehen hat, reicht oft auch die Angabe der Akkorde in Buchstabenform.
Leider hat man so aber keinerlei Bezug zur Rhythmik des zu spielenden Stücks. So weiß man nicht, welches Schlagmuster man spielen soll. Oftmals kann man sich mit den bekannten Schlagmustern behelfen, die in diesem Buch noch vorgestellt werden.
Um ein Schlagmuster, das man als Begleitung vorschlagen möchte, aufzuschreiben, wurde die Rhythmus-Notation erfunden. Die Rhythmus-Notation ist an die normale Notenschreibweise angelehnt. Jedoch werden nur die Rhythmuswerte und Pausen angegeben, aber keine Angaben darüber, welche Noten, und wie viele Noten gleichzeitig gespielt werden. Eine Note steht als Ersatz für einen ganzen Akkord. In welcher Form man aber einen Akkord greifen soll, bleibt dem Gitarrenspieler selbst überlassen.
Diese Art der Notation füllt sozusagen die Lücke zwischen Tabulatur und einfacher Liederbuch-Transkription, ohne zu viel Kenntnis über das eigentliche Notenlesen vorauszusetzen.
Es gibt keinen festen Standard, wie man die Rhyhtmus-Notation darzustellen hat. Man findet diese Notation mit dem Hals nach oben, oder nach unten, mit einem ganzen Notensystem, mit nur einer Hilfslinie, oder auch ohne Linien.
Meist wird für Akkorde eine schräge Form der Notenköpfe verwendet. Genaue Angaben, wie man Akkorde tatsächlich umzusetzen hat, sind jedoch eher selten anzutreffen.
Anschlag-Notation
Oft wird bei der Rhythmus-Notation noch zusätzlich angegeben, ob es sich dabei um Abschläge oder Aufschläge handelt. Manchmal werden auch so genannte "Luftschläge" mit angegeben. Man führt zwar die Bewegung eines Auf- oder Abschlages aus, berührt dabei aber nicht die Saiten. Dadurch ist es viel einfacher den Rhythmus beizubehalten. Eine Anschlag-Notation kann für sich alleine stehen, doch meist ist sie eine Ergänzung einer Tabulatur oder einer einfachen Rhythmus-Notation.
| Abschlag |
Aufschlag |
Luftschlag abwärts |
Luftschlag aufwärts |
|---|---|---|---|
Das erste Rhythmusbeispiel vom vorhergehenden Kapitel nur als Anschlag-Notation: ![]()
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Die "Luftschläge" werden oft auch gar nicht mit angezeigt, und man muss sie sich mit hinzudenken.
Die Tabulatur
Wenn man nachschlagen möchte, wie ein Stück korrekt gespielt wird, dann kommt man um die so genannte "Tabulatur" nicht herum. Sie stellt eine Notation dar, mit der jede Bewegung auf dem Griffbrett angegeben werden kann. Im Gegensatz zu reinen Noten lassen sich Tabulaturen einfacher und unmittelbarer auf der Gitarre umsetzen. Bei Noten herrscht stets Unklarheit, in welcher Lage sie zu spielen sind. Wenn die Lage nicht eindeutig definiert wurde, gibt es für eine Note gleich mehrere Möglichkeiten bzw. Positionen auf dem Griffbrett. Zudem ist eine Tabulatur wesentlich einfacher zu erlernen, als das Noten-vom-Blatt-spielen. Daher erfreut sie sich bei Gitarristen großer Beliebtheit. Reine Noten werden eigentümlicherweise hauptsächlich von klassischen Gitarristen bevorzugt, obwohl in den Anfängen der Gitarren- und Lautenmusik meist Tabulaturen bevorzugt wurden.
Die einfache Tabulatur
Die einfache Tabulatur beschränkt sich auf die Angabe der Bünde, auf denen eine Note gegriffen wird. Es sind allerdings weder Notenschrift noch genaue Rhythmik angegeben und nur selten wird beschrieben, wie ein Ton anzuschlagen ist. Wenn nicht so genau unterschieden werden kann, ob eine Passage einzeln oder als Akkord gegriffen wird, dann kann auch ein kleines Akkorddiagramm über der Tabulatur stehen.
Wo nicht anders angegeben, verwendet eine Tabulatur die Standardstimmung E-A-D-G-H-E. Auch bei Abweichungen davon wird dies meist nur schriftlich am Kopf des Notenblattes erwähnt. Die tiefe (dicke) E-Saite erscheint in der Tabulatur unten, und die hohe (dünne) E-Saite erscheint in der Tabulatur oben. Die Tabulatur scheint auf dem Kopf zu stehen, doch sie entspricht der Ansicht, die man hat, wenn man mit dem Kopf über sein eigenes Griffbrett schaut. (Vergleiche oben das Griffdiagramm).
Seit Einführung des Internets gibt es dort zahllose Tabulaturen (auch "Tabs") für die verschiedensten Lieder. Diese sind oft als einfache .TXT-Dateien abgelegt und sind deshalb nicht ganz einfach zu lesen, da sie nur Schriftzeichen (ähnlich einer Schreibmaschine) verwenden, um die Tabulaturen darzustellen. Um sie betrachten zu können, braucht man einen Texteditor, in dem eine nicht proportionale Schriftart (so wie "Courier New" oder "Bitstream Vera Sans Mono") eingestellt sein muss. Das ganze sieht dann etwa so ähnlich aus:
D A V A V A V A V A
||--------------0-----------------------
||------1------1------------------------
||------|-----0-----------------4-5-7---
||------2----2------------3-5-7---------
||------3---3-------3-5-7---------------
||--3-----------------------------------
In Gitarren-Foren im Internet verwendet man sehr oft das "A" für einen Abschlag und das "V" für einen Aufschlag. Dabei symbolisiert das "A" sowie das "V" eine Pfeilspitze. Ein "A" ist mit einer deutschen Tastatur viel leichter darzustellen als ein "Λ" (griechisches "L" bzw. "Lambda").
In Anlehnung an die oben schon gezeigte Anschlag-Notation ist es ebenfalls üblich statt "A" ein "n" und statt dem großen "V" ein kleines "v" zu verwenden. Das Zeichen "n" leitet sich von dem Abschlag mit der Hand ab, wo man mehrere Finger verwendet (daher breit) während beim "v" bzw. dem Aufschlag üblicherweise nur der Daumen benutzt wird. Vergleiche dazu noch mal die Rhythmus-Notation.
Mitunter wird der Takt auch nur durchgezählt. (1 . 2 + . + 4 . ) Dabei wird im allgemeinen davon ausgegangen, dass alle Zahlen Abschläge sind, und alle "und" (kurz "+") Aufschläge. Ein "D" kann im deutschen einen einzelnen "D"aumen-Anschlag symbolisieren, wie er oft für Bassläufe gebraucht wird.
In englischsprachigen Schlagmusterangaben verwendet man oft "d" für down (abwärts) und "u" für up (aufwärts). Diese Bezeichnung sollte man jedoch dem englischen Sprachraum vorbehalten, damit das Lesen des Rhythmus nicht zusätzlich erschwert wird.
Ein X symbolisiert in jeder Schreibweise das Abdämpfen der Saiten.
Rhythmusangaben in ASCII-Notation
Bewährt hat sich eine Kombination aus Vorzählen und Symbolen (A V X -) eines Taktes wobei auch die Pausen (durch so genannten "Luftschläge" dargestellt) mit notiert werden. Um die Abstände visuell richtig darzustellen, sollte man eine nichtproportionale Schrift (z.B. Courier) verwenden.
- Beispiel
Jedes Schlagmuster wird vollständig durchgezählt. Das + steht für das Wort "und". Die Zahlen sind dafür gedacht, das in der Übungsphase das Schlagmusters auch wirklich laut und deutlich vom Schüler ausgezählt wird, bzw. vom Lehrer vorgezählt wird.
1 + 2 + 3 + 4 + für einen 4/4el-Takt 1 + 2 + 3 + für einen 3/4-Takt 1 2 3 4 5 6 für ein 6/8el Takt 1 + + 2 + + 3 + + 4 + + für einen Shuffle (gezählt: Ein-er-lei Zwei-er-lei...)
Schläge die nicht gemacht werden, werden durch einen Punkt ersetzt. Beispiel:
1 . 2 + . + 4 + 1 . 2 + 3 + 1 . 2 . 3 + 4 . 5 . 6 . 1 . + 2 . + 3 . + 4 . +
Abschläge lassen sich durch ein "A" (Abschlag; vgl. Pfeilspitze nach unten) darstellen. Aufschläge durch ein "V" und Luftschläge durch ein "-". Taktstriche können durch ein "|" dargestellt werden (AltGr-Taste + <)Beachte, dass die Schlagrichtung wie bei einer Tabulatur üblich auf dem Kopf stehen. Also eine Spitze nach oben (beim A) bedeutet ein Abschalg, und eine Spitze nach unten ein Aufschlag. Vergleiche dazu weiter oben noch einmal die Anschlag-Notation.
1 . . . 3 . . + | . + . + 3 . 4 . A - - - A - - V | - V - V A - A -
Bei mehrtaktigen Schlagmustern kann es sinnvoll sein, den Grundtakt einmal vorzuzählen.
( 1 + 2 + 3 + 4 + | 1 + 2 + 3 + 4 + ) 1 . 2 . 3 . . + | . + . + 3 + 4 + A - A - A - - V | - V - V A V A V
Diese Form der Notation ist auch in Foren relativ leicht nachzuvollziehen und bietet nur wenig Raum für Fehlinterpretationen. Dennoch empfiehlt es sich immer, die entsprechenden Symbole noch einmal zu beschreiben.
A = Abschlag; V = Aufschlag; - = Luftschlag; X = Abdämpfen
Am einfachsten stellt man sich das A und das V als Pfeilspitzen vor. Es gibt auch richtige Pfeile, aber die hat man nicht so schnell auf der Tastatur parat. A = ↑ V = ↓
A - A V - V A - ↑ - ↑ ↓ - ↓ ↑ -
Das "Vorzählen" empfiehlt sich auch bei Zupfmustern oder rhythmisch schwierigen Soli
Cmaj7 1 + 2 + . + 4 + |--3--0-5-7h8--7-5-0----| |--5--------------------| |--4--------------------| |-(5)-------------------| |-----------------------| |-----------------------|
Typische Symbole in ASCII-Notation
Leider gibt es keinen allgemeinen Standard für ASCII-Notationen, so dass du immer unbekannten Sachen und Fehlinterpretationen rechnen musst. Die Symbole der weit verbreiteten Tabulatur-Programme (s.u.) bilden zusammen genommen jedoch einen Quasi-Standard an den sich die meisten Tabulatur-Portale im Internet halten.
| Symbol | Allgemeine Angaben |
|---|---|
| Gtr I (E A D G B E) | Standard-Stimmung |
| 4/4 | Taktangabe |
| Gtr I | Gitarrenstimme |
|-------| |o-----o| |-------| |-------| |o-----o| |-------| |
Tabulatur (6 Saiten der Gitarre) o = entspricht einem Doppelpunkt (Wiederholungszeichen) |
| w/ ... | with bzw. mit + Angabe eines Effektes |
| w/o ... | without bzw. ohne Effektgerät |
| Symbol | Technik |
|---|---|
| n | meint hier eine Ziffer |
| h | Hammer-On (Aufschlagsbindung) |
| p | Pull-Off (Abzugsbindung) |
| b | Bending (Saitenziehen) |
| pb | Pre-Bend (erst Saite ziehen, dann erst anschlagen) |
| r | Bend Release (gezogene Saite entspannen, Ziffern entsprechen Ganztonschritten) |
| / \ | Slide (Glissando) Man rutscht (slidet) vom Ton X zum Ton Y rauf (/) bzw. runter (\) (auch mit unbestimmten Anfangs- und Ausgangston) |
| s | Slide (wie / oder \ jedoch meist kürzer - über weniger Bünde) |
| <n> | natural harmonic = natürlicher Oberton (Flageolett) mit leeren Saiten. |
| [n] | artificial harmonic = künstliche Obertöne (Flageolett) mit gegriffenen Saiten. |
| a.h. | artificial harmonic (alternative Darstellung) |
| p.h. | pinch harmonic = durch Dämpfen erzeugtes Flageolett |
| n(n) | tapped harmonic |
| v | Vibrato |
| ~~~ | Vibrato (alternative Darstellung) |
| tr | Triller |
| T | Tapping |
| TP | Tremolo Picking |
| PM | Palm Muting (leichtes Dämpfen der Saiten mit der Handkante der Schlaghand) |
| _ | Palm Muting (alternative Darstellung) |
| \n/ | Tremolo runterdrücken und wieder loslassen; n = Halbtonschritte |
| \n | Tremolo runterdrücken |
| n/ | Tremolo raufziehen |
| /n\ | Tremolo raufziehen und loslassen |
| = | gehaltener Bend (der oft noch mit Hammer-On oder Pull-Offs verziert wird) |
| <> | Lautstärke ändern (lauter werden = Crescendo; leiser werden = Decrescendo) |
| x | Gedämpfter Anschlag; Dead Note |
| (n) | Abgedämpfte Note; Ghost Note |
| ^ | Abschlag |
| v | Aufschlag |
| ---^--- ---^--- ---^--- |
Arpeggio abwärts |
| ---v--- ---v--- ---v--- |
Arpeggio aufwärts |
| o | Bei Rhythmus-Angaben ist eine einzelne Note gemeint |
| L | Legato (gebundene Noten (ohne erkennbare Pause zwischen den Tönen)) |
| ·/. | pick slide = Slide mit dem Plektrum |
| Symbol | Notendauer |
|---|---|
| W | 1/1-Note (whole) |
| H | 1/2-Note (half) |
| Q | 1/4-Note (quarter) |
| E | 1/8-Note (eighth) |
| S | 1/16-Note (sixteenth) |
| T | 1/32-Note (thirty-second) |
| X | 1/64-Note (sixty-fourth) |
| . | punktierte Note |
| |-n-| | Duolen, Triolen, Quartolen, ... |
Verkürzte Akkordnotation
Akkorde können in einem Akkorddiagramm dargestellt werden. Dieses ist vor allem für Anfänger am einfachsten zu lesen. Wenn man eine größere Akkordfolge hat, dann würden viele Akkordbilder enorm viel Platz rauben. Da ist es einfacher, die Akkorde in einer Tabulatur zu notieren. In einer Tabulatur werden üblicherweise keine Finger (ZMRK) mit angegeben, da man davon ausgeht, dass sich der Spieler selbst einen geeigneten Fingersatz heraussuchen kann. Die Angaben über die Saite und den Bund reichen aus, um einen Akkord eindeutig zu definieren. Meist wird der Akkord über der Tabulatur mit angegeben.
Akkorddiagramm Tabulatur
III C-Dur
A ||---|---|---|- ||---0---
K ||-Z-|---|---|- ||---1---
K ||---|---|---|- T ||---0---
O ||---|-M-|---|- A ||---2---
R ||---|---|-R-|- B ||---3---
D XX---|---|---|- ||-------
In einem Gitarrenforum, oder in einer Tabulatur kann es vorkommen, dass man die Akkorde in einer Kurzschreibweise angibt. Aus Platzgründen werden die Töne nicht von unten nach oben angezeigt, sondern von rechts nach links. Du siehst selbst, wie viel Platz dadurch gespart werden kann.
C-Dur = X32010
Das X zeigt an, dass die erste tiefe E-Saite nicht angeschlagen werden soll.
Die notierte Tabulatur
Da die einfache Tabulatur keinen Bezug zur Rhythmik aufweist, existiert noch die notierte Tabulatur. Sie beinhaltet sowohl die einfache Tabulatur, als auch die Transkription in reiner Notenform. Da man mit Hilfe der Notenschrift dazu in der Lage ist, auch Rhythmen zu erfassen, wird diese Art der Gitarrentranskription in allen professionellen Songbooks verwendet.
In Tabulaturen werden meist viele Information festgehalten, die dem Gitarristen helfen können, das Lied richtig zu interpretieren.
Die meisten Gitarristen bekommen das Lesen des Tabulatur-Teils leicht in den Griff. Anders verhält es sich meist mit dem notierten Teil. Es ist zwar nicht unbedingt erforderlich, die Noten bezüglich ihrer Position auf das Griffbrett umsetzen zu können, da der Tabulatur-Teil bereits die richtige Position der Finger diktiert. Leider stellt es aber für viele Gitarristen ein eben so großes Problem dar, die Rhythmuswerte der Noten richtig zu interpretieren.
Eine weitere übliche Darstellungsweise ist es, auf Noten zu verzichten und die Tabulatur mit Notenhälsen zu versehen. Gerade für Lead-Gitarristen hat sich die Tabulatur oft nützlicher erwiesen als die Notation, da letztere oft unübersichtlich ist. Noten geben nicht sofort an, auf welcher Saite der Ton gegriffen werden soll. Tabulaturen können leichter erlernt werden als Notenlesen, und Tabulaturen können meist unmittelbarer auf dem Griffbrett übertragen werden. Ein Nachteil ist, dass einem harmonische Zusammenhänge nicht sofort ins Auge springen.
Siehe auch
Skalendiagramme
Das Skalendiagramm unterscheidet sich nicht sehr stark vom bereits bekannten Akkorddiagramm. Der Hauptunterschied liegt darin, dass beim Akkorddiagramm alle markierten Bünde auch gegriffen werden. Das ist beim Skalendiagramm nicht der Fall, da es nur zur Darstellung der Lage von Tonleitern auf dem Griffbrett dienen soll. So müssen die zu spielenden Töne erst ausgewählt werden, um sie anschließend in einer bestimmten Reihenfolge anwenden zu können.
Um Tonleitern überhaupt erst erlernen zu können, braucht man eine visuelle Vorlage. Diese Forderung wird von einem Skalendiagramm perfekt erfüllt, denn sie zeigen einem alle Noten, die in der behandelten Tonleiter vorkommen. Das Skalendiagramm sagt aber nichts über die Rhythmik oder Reihenfolge der zu spielenden Noten aus, dafür ist die Tabulatur zuständig.
Die klassische Notation
Um die klassische Notation überhaupt auf das Griffbrett umsetzen zu können, bedarf es einiger Übung. Viele Gitarristen machen sich heute leider nicht mehr die Mühe, Noten lesen und vom Blatt auf der Gitarre spielen zu können.
Kann man auch ohne Noten Gitarre spielen?
Ja, es geht durchaus. Mit einer Tabulatur und ein paar Griffbildern hat man viel früher vorzeigbare Erfolge, und es scheint, dass man fast alle Stücke für Gitarre auch auf Tabulatur bekommt. Und da es viele durchaus erfolgreiche Gitarristen gibt, die keine Noten lesen können, scheint man auch ganz gut ohne Notenkenntnisse auszukommen.
Warum lohnt es sich dennoch Notenlesen zu lernen?
Als Musiker sollte man sich bewusst sein, dass Noten und nicht Tabulaturen die universelle Schriftsprache der Musik sind. Die Melodien in Liederbüchern, Lektionen in der Harmonielehre, einige Gitarrenwerke sind nur als Noten erhältlich. Viele Informationen gehen einem verloren, weil man mit den Notenbildern in den Harmonielehren nichts anfangen kann.
Das Umschreiben von Stücken auf Gitarre, die eigentlich für Klavier oder für andere Instrumente gesetzt sind, funktioniert ohne Notenkenntnisse nicht. Mal eben die ersten paar Noten als Hilfe für die Sänger anzuspielen, oder auch nur die Anfangstöne sicher zu treffen, funktioniert nicht, wenn man die Noten nicht lesen und auf Gitarre umsetzen kann. Viele Zusammenhänge aus der Harmonielehre werden einem erst klar, wenn man die Informationen in Noten umsetzen kann. Nicht zuletzt gibt es viele Musiker, bei denen die Gitarre nicht das einzige Instrument ist, das sie spielen. Und Gitarristen sollten nicht vergessen, dass sie mit anderen Musikern zusammenspielen, die mit einer Gitarrentabulatur überhaupt nichts anfangen können. Zumindest um sich mit den anderen Musikern zu verständigen, sollte man über ein Mindestmaß an Notenkenntnissen verfügen.
Hilfe bei der Notation
Eigentlich ist das Erlernen des Notenlesens gar nicht so schwer, wenn man einmal den Einstieg gepackt hat. Das Notenlesen erfordert auf der Gitarre etwas mehr Übung als z. B. auf dem Klavier, da die meisten Noten mehrfach auf dem Griffbrett vorhanden sind und eine Tonleiter über mehrere Saiten verteilt ist.
Es gibt einige Hilfestellungen für den Gitarristen
- Die Lage der Noten wird als römische Ziffer über das Notensystem geschrieben. Sie gibt an, ab welchem Bund man die Noten auf dem Griffbrett spielen soll.
- Die Finger der Zupfhand werden mit den spanisch/italienischen Buchstaben „pima“ abgekürzt
- p = Daumen
- i = Zeigefinger
- m = Mittelfinger
- a = Ringfinger
- Die Finger der Greifhand werden mit 1234 für ZMRK abgekürzt
- Eingekreiste Ziffern weisen auf die Saiten von unten nach oben gezählt hin.
Rechne mit Abweichungen von diesem Standard und schaue nach ob es eine Legende für die Notation gibt (z.B. am Buchanfang).
Muss man mit dem Notenlesen anfangen?
Wie schon oben erwähnt, ist es nicht notwendig mit Notenlesen anzufangen. Bei den "Diplomen" wird anfangs auf das Notenlesen verzichtet, und man wird auch eine lange Zeit ohne Notenlesen zurechtkommen, dennoch möchten wir jedem Gitarrenspieler raten, sich über kurz oder lang das Notenlesen beizubringen. Nach ein paar Lektionen Gitarre fällt einem das Lernen erfahrungsgemäß leichter, weil man schon eine Grundvorstellung von Notenwerten und Tonhöhen hat. Man beherrscht zudem die rein technische Seite des Gitarrenspielen, und weiß, wie man Finger aufsetzt und Saiten zupft bzw. anschlägt. Die Frage ist nur noch welche. Autodidakten sollten nicht auf das Notenlesen verzichten, sondern es höchstens auf einen etwas späteren Zeitraum verschieben.
Ein besonders guter Zeitpunkt für den Einstieg in das Notenlesen ist dann gekommen, wenn man genügend Zupfmuster oder Picking-Muster beherrscht, um einzelne Lieder melodisch zu begleiten. Ein Großteil der Begleitung funktioniert wie gehabt über Akkordbilder und Picking-Pattern (Zupfmuster). Die Melodien jedoch übernimmt man direkt aus einem Liederbuch mit Noten.
Wer einen Vorgeschmack auf das Melodie-Picking haben möchte, der sollte einmal in den Kurs "Einführung in das Melodie-Picking" hineinschnuppern.
- Beispiel
- Um einen kleinen Eindruck zu bekommen, wie so etwas klingen kann schaue man sich das PDF und die Tabulatur zu "Oh my Darling Clementine" an. Die Vorlage war ein Liederbuch mit Noten, das noch um ein paar Akkordtöne erweitert wurde.
- Weitere Beispiele findet man im Liederbuch in der "Kategorie Liederbuch/ Tabulatur"
Man könnte die klassische Notation aber auch als absoluter Anfänger, sozusagen von der Pieke auf lernen. Jedoch empfiehlt sich dazu ein Lehrer, der einem direkt zeigen kann, wie man Noten auf das Griffbrett umsetzen kann. So wird vor allem bei einer klassischen Ausbildung verfahren. Wenn man gleich von Anfang an die Noten mitlernt und dieses schrittweise erweitert, fällt es einem nicht wirklich schwer.
Wer später klassische Stücke vom Blatt weg spielen möchte, der kommt einfach nicht darum herum, diese Art der Notation zu erlernen. Obwohl man sehr lange ohne Noten zurecht kommt, bleibt zu hoffen, dass die Diplome als eine gute Vorarbeit zum Notenlesen verstanden werden.
Tabulatursoftware
In den einschlägigen Gitarren-Foren und -Homepages werden nicht nur Tabulaturen im ASCII-Format veröffentlicht, sondern daneben auch diverse Datei-Formate, die man mit einem speziellen Tabulatur-Programm öffnen kann. Das bekannteste kommerzielle Tabulaturprogramm dürfte Guitar Pro sein; die Dateiendungen sind *.gtp, *,gp3, *.gp4, *.gp5 und *.gpx. Die Software besitzt eine Abwärtskompatibilität. Die Stärke des Programms ist die Unterstützung verschiedener Tonspuren sowie sehr gute Exportergebnisse, wenn man die Kompositionen als MP3 speichern und in einem Sequenzer weiterverarbeiten will. Man kann die meisten Guitar-Pro-Dateien auch mit dem kostenlosen Open-Source-Tabulatur-Programm TuxGuitar öffnen und zu einem gewissen Grad auch nachbearbeiten. Das Programm funktioniert auf allen Betriebssystemen (Windows, Linux). TuxGuitar kann ebenfalls das Format Powertab abspielen. Powertab speichert in dem Format *.ptb. Es ist eine kostenlose Freeware unter Windows und steht Guitar-Pro im Funktionsumfang in nur Wenigem nach. Zudem ist es relativ leicht zu bedienen.
Diese drei Programme sind (was die Anzahl der Tabulaturen im Internet betrifft) die mit Abstand am häufigsten genutzten Tabulatur-Programme, und sie sind jedem Gitarrenspieler, der einen Computer und einen Internetzugang besitzt, durchaus zu empfehlen. Wer die Kosten einer kommerziellen Software scheut, und wer mit einer weniger optimalen Tonqualität zufrieden ist, sollte sich wenigstens mit den beiden Freeware-Programmen genauer auseinandersetzen.
Daneben gibt es noch einige andere Tabulatur-Programme, für die es oft einen Viewer gibt, mit dem man die entsprechenden Dateien zwar nicht nachbearbeiten, aber zumindest anhören und ausdrucken kann.
Für die Tabulatur-Programme sind die Kenntnisse über das Lesen von Tabulaturen Grundvoraussetzung.
Siehe auch
Musiklehre - Lern- und Lehrmaterialien
Linkliste für Gitarristen. Mit Suchmaschinen für Tabulaturen u.a.m
Die richtige Lagerung der Gitarre
Eine Gitarre fühlt sich bei normaler Zimmertemperatur und mittlerer Luftfeuchtigkeit am wohlsten. Daraus lässt sich eine einfache Grundregel ableiten: „Setze dein Instrument keinen klimatischen Bedingungen aus, in denen Du Dich selbst nicht wohl fühlen würdest!“. Wenn man diesen Satz beherzigt, liegt man im Allgemeinen schon ganz richtig.
Eine Gitarre besteht aus Holz, also aus einem lebendigen Material! Das bedeutet, dass das Holz arbeitet und daher auf äußere Umstände wie Licht, Temperatur und Feuchtigkeit reagiert. Dies gilt sowohl für akustische (klassische und Western-) Gitarren als auch für die E-Gitarre. Daher folgen hier ein paar Tipps, die man bei der Aufbewahrung beachten sollte.
Stoß und Schlagschutz
Eine Gitarre sollte immer dann, wenn sie längere Zeit nicht gebraucht wird, entweder in einer gepolsterten Tasche, einem Koffer oder zumindest auf einem Gitarrenständer aufbewahrt werden. Dieses schützt nicht nur vor Schlag und Schmutz, sondern wirkt auch plötzlichen Temperaturschwankungen (Kältezug bei offenem Fenster, Sonneneinstrahlung) entgegen.
Wenn man die Gitarre unmittelbar wieder braucht (Übung oder Konzert), oder wenn man die Gitarre kurz beiseite legen will, um Noten, Lieder oder ähnliches zu suchen, dann sollte sie wenn möglich an einem geschützten Ort wie der Couch, dem Bett oder dem Fußboden (am besten mit Teppich) oder auf die Gitarrentasche hingelegt werden.
Es gilt die simple aber dennoch gültige Regel: "Was liegt, kann nicht tiefer fallen".
Die meisten Schrammen bekommt eine Gitarre ab, weil man sie an einer Wand oder an einer Tischkante anlehnt, und sie dann bei der leichtesten Berührung oder bei einem Luftzug schlicht und ergreifend umkippt. Hätte man sie hingelegt, wäre dieses nicht passiert.
Wetter und Temperatur
Starke Luftfeuchteschwankungen sind zu vermeiden. Die optimale relative Luftfeuchtigkeit liegt bei ca. 55%. Darüber hinaus sollte die Temperatur des Raumes möglichst konstant sein und etwa bei 15-25 °C liegen. Holz ist als hygroskopischer Werkstoff bestrebt, stets eine Ausgleichsfeuchtigkeit mit der Umgebung zu erreichen. Dabei wird das in der Luft enthaltene Wasser in den Zellwänden eingelagert und dies kann zum Quellen des Holzes führen. Bei über 70% quillt das Holz zu sehr auf, was zur Lösung von Leimverbindungen führen kann. Bei starker Trockenheit gibt das Holz dann Feuchtigkeit an die Umgebung ab. Bei zu schneller Trocknung des Holzes können außerdem Spannungsrisse im Holz entstehen. Dieser Feuchtigkeits-bedingte Effekt wird als „Arbeiten des Holzes“ bezeichnet.
Die Temperatur-bedingte Ausdehnung des Holzes kann, entgegen weit verbreiteter Ansichten, vernachlässigt werden, da Holz zum einen mit 8,0 einen relativ niedrigen Wärme-Ausdehnkoeffizienten besitzt und zum anderen eine Erwärmung des Holzes meist für eine Trocknung des Holzes sorgt. Das dabei auftretende Schwinden des Holzes wirkt der Wärmeausdehnung entgegen, sodass im Normalfall keine Schäden am Instrument durch „normale“ Temperaturschwankungen zu erwarten sind. Die Stahl- und Nylonsaiten reagieren jedoch viel stärker auf die Temperatur, sodass sich die Gitarre leichter verstimmen kann, doch es führt zu keiner Beschädigung der Saiten.
Eine Zerstörung des Halsstabs (Truss Rod) durch zu starke Ausdehnung desselben ist in der Praxis bisher noch nicht beobachtet worden, sodass dieser auch zu den Mythen gehören dürfte. Dies erklärt sich dadurch, dass die dazu nötigen Spannungen nur bei sehr extremer Erhitzung des Instrumentes erreicht werden könnten. Vorher würden allerdings die Lack- und Leimstellen an der Gitarre Schäden aufweisen (sich zum Beispiel das Griffbrett vom Hals lösen, etc.).
Von einer dauerhaften Lagerung des Instrumentes bei hohen Temperaturen wird jedoch abgeraten, da diese das Holz über die Maßen austrocknen könnte. Meistens werden Instrumente jedoch durch eine zu trockene Lagerung in der Heizperiode beschädigt. Bei einer Luftfeuchtigkeit von unter 40% können sich Risse im massiven Tonholz bilden, die teure Reparaturen nach sich ziehen. Besonders bedachte Gitarristen verwenden bei zu trockenen Räumen einen Luftbefeuchter, bzw. bei zu feuchten Räumen einen Lufttrockner. Falls die Gitarre einmal falsch gelagert worden ist und sich der Hals verzogen hat, so kann man bei zu trockener Lagerung die Gitarre ohne größeren Aufwand wieder in den Ursprungszustand versetzen, indem das Instrument einem geeigneten Klima ausgesetzt wird. Eine Lagerung des Instrumentes in der Nähe einer Heizung oder unter direkter Sonneneinstrahlung ist daher tabu. UV-Strahlung der Sonne lässt viele Lacke verspröden und bleicht das Holz aus. Bei dauerhafter Sonnenbestrahlung erwärmt sich das Instrument sehr stark und das Holz wird zu weit heruntergetrocknet, sodass der Lack Spannungsrisse bekommt. Im Auto können durch Sonneneinstrahlung sogar Temperaturen bis 95°C und darüber entstehen.
Arten der Aufbewahrung
Gitarrenständer
In jedem Fachhandel gibt es Bodenständer in verschiedenen Ausführungen. Gerade bei E-Gitarren und Westerngitarren ist zu beachten, dass viele dieser Typen nicht den Maßen einer klassischen Gitarre entsprechen. Zum Beispiel hat eine Ovation einen sehr runden, bauchigen Korpus.
Bei diesen Typen sind die günstigen Standardständer nicht zu empfehlen. Es ist darauf zu achten, dass die Gitarren einen festen Halt haben. Sehr gut sind die Bühnenständer, bei denen die Gitarre auch am Hals fixiert und mit einer zusätzlichen Sicherungsschnalle festgehalten wird. Es könnte ein Problem mit den Gummis des Ständers auftreten, dies gilt auch für Wandhalter. Einige Gummis haben gewisse Unverträglichkeiten mit bestimmten Lacken und könnten ihn so schwer beschädigen, dass irreparable Verfärbungen und Druckstellen auftreten könnten. Das klingt vielleicht merkwürdig, aber derlei ist schon nachweislich geschehen. Viele Hersteller haben jedoch inzwischen reagiert und geben Unverträglichkeiten bei ihren Ständern/Halterungen an. Wenn man beim Kauf darauf achtet, kann eigentlich nicht viel schief gehen.
Beim Standort für den Ständer auch wieder auf das "Klima" achten.
Wandvorrichtungen
Es gibt im Fachhandel Gitarrenhalter, wie sie auch in Läden selber benutzt werden (ca. 10 EUR). Sie werden an die Wand geschraubt. Man braucht keine Angst vor dem Eigengewicht der Gitarren zu haben. Es hat keine Auswirkungen auf den Gitarrenkörper. Weder wird der Hals abbrechen, noch wird sich die Intonation eurer Gitarre verschlechtern. Der Saitenzug ist um ein vielfaches höher, als das Eigengewicht der Gitarre. Das einzige, worauf man achten muss, ist, an welche Wand die Gitarre kommt (siehe Wetter und Temperatur).
Gigbags
Einfache Gitarrentaschen sind eine günstige Art der Aufbewahrung. Sie schützen vor Staub und leichten Stößen, sind aber nur bedingt ein guter Schutz vor Temperaturschwankungen. Deutlich beliebter und immer noch erschwinglich sind Gigbags. Diese sind gut gepolsterte Gitarrentaschen mit Tragegurten. Optimalerweise hat ein Gigbag weitere Taschen für Liederbücher und Zubehör. Die Tragegurte ermöglichen sogar mit dem Fahrrad einen bequemen Transport. Ein zusätzlicher Plastik-Fuß am unteren Ende der Tasche gestattet auch mal ein kurzfristiges Absetzen auf feuchtem Boden (sollte es auf dem Weg zum Unterricht einmal regnen).
Gigbags in guter Qualität gibt es bereits ab etwa 25 EUR, als Zugabe zu einem Gitarrenkauf mitunter auch günstiger. Bei Westerngitarren (insb. Modelle wie die Ovation) muss man aufpassen, dass das Gigbag auch groß genug ist.
Koffer
Die beste Lösung, was die Sicherheit angeht, dürfte der Gitarrenkoffer sein. Die Größe des Koffers sollte optimal an die Form der Gitarre angepasst sein. Der Koffer schützt optimal sowohl vor Temperatureinflüssen, Feuchtigkeit, Staub und Stößen. Wenn die Gitarre im Koffer sicher verstaut wird, kann ihr nahezu nichts mehr passieren.
Bei gebrauchten Koffern muss man unbedingt darauf achten, dass die Gitarre auch wirklich hineinpasst und nicht an den Ecken vom Koffer "erdrückt" wird.
Der größte Nachteil eines Koffers dürfte jedoch seine Sperrigkeit sein. Doch für wertvolle Gitarren ist ein Koffer trotz des vielleicht etwas höheren Preises die erste Wahl.
Grundhaltung der Gitarre
Grundsätzlich gilt: Man kann die Gitarre halten, wie man will (manches ist nur einfach unpraktisch). Neben der Gitarre, die man spielt, hängt die Haltung natürlich von persönlichen Vorlieben und Hilfsmitteln ab, wie einem Gitarrengurt, mit dem man sich die Gitarre umhängen kann. Aus Platzgründen geht dieser Abschnitt auf die Haltung der Gitarre für Rechtshänder ein. Linkshänder nehmen die gleiche Haltung spiegelverkehrt ein.
| Wolf Biermann | Django Reinhard | Paco de Lucia | Manu Chao |
Haltung der Gitarre im Sitzen (Beispiele)
Die Haltung einer Gitarre im Sitzen hängt stark von der verwendeten Spielweise, der verwendeten Gitarre und der jeweiligen Situation ab.
Haltung 1: Die klassische Gitarre
Klassische Gitarren werden von Rechtshändern so gespielt, dass der Gitarrenhals nach links zeigt. Man nimmt auf der vorderen Hälfte eines Stuhls Platz, setzt sich entspannt hin, lehnt sich aber nicht an. Das linke Bein wird auf einer Fußstütze aufgesetzt, die ungefähr in Höhe des linken Stuhlbeins vor dem Stuhl steht. Fußstützen für Gitarristen sind in der Regel in der Höhe verstellbar, so dass sowohl groß gewachsene Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche mit der gleichen Fußstütze auskommen. Für den Anfang reicht auch ein ca. 20 cm hoher Bücherstapel. Die Gitarre wird so in die Hand genommen, dass der Gitarrenhals nach links zeigt und der Korpus mit der schlankeren Mitte auf dem linken Oberschenkel aufliegt. Das rechte Bein, das ungefähr auf der Höhe des rechten Stuhlbeins aufgesetzt wird, stützt sich mit dem Oberschenkel gegen den Korpus der Gitarre. Der Gitarrenhals zeigt nach schräg links oben. Anfänger halten die Gitarre gern flach vor sich, so dass sie in das Schallloch hineinsehen können. Dies ist falsch. Hilfreich ist es, sich vorzustellen, dass die Töne, die das Schallloch verlassen, geradewegs das gegenüber sitzende Publikum erreichen sollen, also nicht Richtung Zimmerdecke fliegen dürfen. Praxistipp: Die korrekte Haltung sollte man täglich vor einem Spiegel üben und dabei auch kontrollieren, ob man selbst noch gerade sitzt. Der Gitarrenhals endet ungefähr in Höhe der Schulter, was einem Winkel von etwa 45 Grad entspricht. Ausprobieren und mit der Haltung klassischer Gitarristen vergleichen.
Wer mit einer Fußstütze nicht zurechtkommt, hat die Möglichkeit, eine Klappstütze zu verwenden, die auf dem linken Oberschenkel aufgesetzt wird. Vor allem groß gewachsene Gitarristen schätzen diese Haltung als rückenfreundlich. Vor der Anschaffung einer solchen Klappstütze ausgiebig in einem guten Musikgeschäft testen!
Der Ellbogen des linken Arms sollte entspannt nach unten zeigen. Hilfreich ist die Vorstellung, dass am Ellbogen ein Gewicht angehängt ist. Anfänger neigen dazu, das Ellbogengelenk hoch- bzw. nach hinten zu ziehen, was zu Verkrampfungen führt. Praxistipp: Mit der rechten Hand den linken Oberarm und das Schultergelenk abtasten, um Verspannungen und Verkrampfungen zu kontrollieren. Im Idealfall sind Arm und Schulter locker. Der Daumen der linken Hand wird flach an der Unterseite des Gitarrenhalses aufgesetzt und zwar so, dass er die Mitte des Halses nicht überschreitet. Niemals so "einhängen", dass jemand, der gegenüber sitzt, den Daumen sehen kann, und darauf achten, dass der Daumen weder nach links noch nach rechts zeigt, sondern einen rechten Winkel zum Gitarrenhals bildet. Für die korrekte Haltung der übrigen Finger eine Trockenübung ohne Ton: Wir setzen auf der G-Saite den kleinen Finger auf und verschieben ihn, bis er kurz vor dem 10. Bund sitzt. Beide Fingergelenke sind gekrümmt, das Fingerende wird steil aufgesetzt, so dass der Finger keine Nachbarsaite berührt. Die Saite nicht spielen, das führt beim Ausprobieren der Haltung zu Verkrampfungen! Wir lassen den kleinen Finger, auch 4. Finger genannt, vor dem 10. Bund liegen, und nehmen den Ringfinger, also den 3. Finger, hinzu. Er wird auf der G-Saite im 9. Bund aufgesetzt. 4. und 3. Finger berühren sich nicht. An dieser Stelle kontrollieren wir unseren linken Daumen: Er liegt locker in der Mitte des Gitarrenhalses auf, und zwar flach. Anfänger knicken den Daumen gern ab, was wiederum zu Verkrampfungen führt. Den Daumen soweit verschieben, dass er in der Höhe des 8. Bundes liegt. Unsere Trockenübung geht weiter: Zum 4. und 3. Finger wird im 8. Bund der Mittelfinger, also der 2. Finger, aufgesetzt. Dieser Finger bildet ungefähr einen rechten Winkel zum Gitarrenhals, kippt also weder nach links noch nach rechts. Auch er berührt keinen der anderen Finger. Zuletzt wird der Zeigefinger, also der 1. Finger, aufgesetzt. Er kippt ein wenig nach links, berührt aber keine der anderen Saiten. Diese Haltung ist die korrekte (Anfangs-)Haltung für die klassische Gitarre. Praxistipp: Bilder klassischer Gitarristen ansehen.
Erfahrungsgemäß brauchen Anfänger mehrere Wochen, bis diese Haltung eingeübt ist. Es ist hilfreich, sich in dieser Zeit von einem Lehrer oder erfahrenen Gitarristen kontrollieren und verbessern zu lassen, denn Anfänger-Haltungsfehler lassen sich nur mühsam abgewöhnen.
Der rechte Oberarm liegt locker auf der Gitarre auf. Die Hand schwebt ungefähr in der Höhe des Schalllochs, wobei das Handgelenk grundsätzlich so weit von der Decke entfernt ist, dass ein Tennisball dazwischen passt. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass die Hand locker bleibt. Übung: Mit der Hand eine Faust bilden und mehrere Sekunden kräftig zudrücken. Dann loslassen und die Finger locker herunterhängen lassen. Wenn man von oben auf die entspannte rechte Hand blickt, befindet sich der Daumen links von den anderen Fingern, maximal zwei, drei Zentimeter entfernt. Dies ist die Grundhaltung der rechten Hand. Die Finger werden als P (Pollex, Daumen), I (Index, Zeigefinger), M (Medius, Mittelfinger) und A (Annularius, Ringfinger) bezeichnet. Diese Bezeichnungen sind lateinische Begriffe. Der kleine Finger wird für das klassische Spiel der Gitarre nicht benötigt.
Praxistipp: Die korrekte Haltung der linken Hand setzt kurze Fingernägel voraus. An der rechten Hand werden die Fingernägel üblicherweise etwas länger gelassen, sie sollten aber nicht mehr als einen Millimeter über die Fingerkuppe hinausragen. Scharfe Kanten abfeilen.
Haltung 2: die Westerngitarre oder E-Gitarre
Diese Gitarrentypen legt man normalerweise mit der Taille der Gitarre auf den rechten Oberschenkel. Der Hals zeigt dabei waagerecht bis leicht nach oben geneigt nach links. Ein Fußbänkchen, aber diesmal unter dem rechten Fuß, kann auch hier hilfreich sein. Manche Gitarristen/innen schlagen auch die Beine übereinander (rechts auf links). Auch im Sitzen kann man einen sehr kurz eingestellten Gitarrengurt verwenden, der das Wegrutschen z. B. einer E-Gitarre verhindert.
Haltung 3: die Lapsteelgitarre oder Hawaiigitarre
Bei diesen Bauformen wird die Gitarre mit den Saiten nach oben und dem Hals nach links über beide Oberschenkel gelegt. Die Saiten werden bei diesen Gitarren nicht mit den Fingern gegriffen. Man benutzt zur Änderung der Tonhöhe einen sogenannten Steelbar, der auf den Saiten quasi hin und her geschoben wird.
Achtung: Wichtig ist, um Haltungsschäden zu vermeiden, dass möglichst entspannt und ohne Anstrengung gespielt wird. Wenn man doch anfängt zu verkrampfen, dann sollte man lieber eine kleine Pause einlegen und später weitermachen, anstatt sich eine Sehnenscheidenentzündung zu holen.
Haltung der Gitarre im Stehen
Ohne Gitarrengurt kann auch im Stehen die Gitarre auf dem linken oder rechten Knie abgelegt werden (siehe Bild oben). Dazu ist jedoch ein Hocker oder ähnliches hilfreich. Ist ein Gurt vorhanden, wird er über den Kopf gelegt und so die Gitarre von der linken Schulter getragen. Viele Akustikgitarren haben einen Gurthalteknopf am hinteren Korpusende. Ist kein zweiter vorhanden, wird der Gurt direkt hinter dem Sattel an der Kopfplatte mit einer Kordel befestigt. Bei E-Gitarren wird der Gurt meist an zwei Gurthalteknöpfen direkt am Korpus befestigt. Die Installation eines zweiten Gurtknopfes lohnt sich in jedem Fall, und kann ohne weiteres von einer Fachwerkstatt ausgeführt werden. Die Länge des Gurts und damit die Position der Gitarre vor dem Körper hängt sehr von der Spielweise und den eigenen Vorlieben ab. Es gibt Profis, bei denen die Gitarre vor den Knien hängt, und es gibt Profis, die die Gitarre unter die Achseln schnallen. Beides ist nicht empfehlenswert! Am ergonomisch sinnvollsten ist es, wenn die Gitarre im Bereich um die Gürtelschnalle hängt. Ob drüber, drauf oder darunter, kommt es darauf an, wie man sich am wohlsten fühlt. Der Hals der Gitarre begibt sich meist von selbst in eine optimale Spielposition (leicht nach links oben). Bei zu kopflastigen Gitarren, die sich gern in eine waagerechte oder gar nach unten gerichtete Position begeben, schafft ein breiterer Gurt Abhilfe, der der Gitarre mehr Halt gibt.
Grundhaltung der Schlaghand
Da es sehr unterschiedliche Schlagtechniken gibt, die alle eine andere Schlaghand-Haltung erfordern, ist es zunächst ratsam, darüber nachzudenken, welche Art des Gitarrenspiels überhaupt erlernt werden soll. Vor allem ist die Schlaghand-Haltung aber vom zu spielenden Gitarrentyp abhängig, denn Konzertgitarren werden anders angeschlagen als Western- oder E-Gitarren.
Schlaghand-Haltung
Von größter Wichtigkeit für ein gutes Vorankommen auf dem Instrument ist die richtige Haltung der Schlaghand. Sie ist der Greifhand stets übergeordnet und gibt dabei den Takt an. Es ist unabdingbar, dass die Schlaghand stets locker ist; andernfalls hört sich auch das Spiel sehr verkrampft an.
Ohne Hilfsmittel
Die Hand sollte stets locker in Höhe des Schalllochs mit geradem Handgelenk über den Saiten "schweben" um jederzeit zum Anschlagen bereit zu sein. Dabei ist es nicht von Vorteil, sich mit dem kleinen Finger auf dem Korpus abzustützen, da dies die Hand leicht fixiert. Finger sowie Daumen können also nicht mehr auf allen Saiten mit der gleichen Bewegung anschlagen, da die Handstellung immer etwas geändert werden muss. Daraus ergeben sich bei technisch anspruchsvollen Läufen über mehrere Saiten unnötige Probleme. Eine weiterer Pluspunkt des Schwebens der Hand ist die Mobilität in Richtung Steg, Hals, ggf. Potis oder Schalter (für z.B. Klangveränderungen, Tapping, etc.).
Die Finger der Schlaghand sollten sich beim Zupfen aus den oberen Gelenken (Fingergrundgelenke) heraus zum Handballen bewegen, weshalb auch hier auf genügend Abstand zu den Saiten zu achten ist. Für das Akkordspiel ohne Plektrum ist es zweckmäßig, den Daumen(nagel) für Aufschläge und die Finger(nägel) für Abschläge zu verwenden. Dabei können ein beliebiger oder mehrere Finger benutzt werden.
Mit Plektrum
Das Plektrum ist so zu halten, dass es locker zwischen Zeigefinger und Daumen eingeklemmt ist. Dabei ist unbedingt zu vermeiden, dass man es zu fest oder zu locker hält. Es ist hilfreich, sich dabei vorzustellen, dass sich zwischen den Fingern ein kleiner Vogel befindet, den man nicht davonfliegen lassen, aber auch nicht erdrücken will.
Grundhaltung der Greifhand
Die Greifhand gibt an, welche Noten beim Anschlag überhaupt hörbar sind. Dabei hat sie nicht nur die Aufgabe, bestimmte Saiten sauber niederzudrücken. Sie muss auch in der Lage sein, die für bestimmte Akkorde nicht benötigten Saiten geschickt abzudämpfen. Diese Aufgaben sind bereits schwer genug zu bewerkstelligen, aber es kommt noch ein wichtiger Punkt dazu: eine lockere Greifhand! Um in der Greifhand locker zu bleiben, kann die richtige Haltung hilfreich und fördernd sein.
Der Daumen sollte auf der Rückseite des Griffbretts (zunächst) etwa in der Mitte aufgesetzt werden (während des Spiels kann diese Position natürlich variiert werden). Beim Greifen der Saiten ist in der Regel darauf zu achten, dass die Fingergelenke der Greifhand nicht durchgedrückt werden, also nicht entgegen ihrer natürlichen Abknickrichtung gedehnt werden. Diese für den Anfänger möglicherweise anstrengende Handhaltung kann durch etwas Übung leicht aufrecht erhalten werden, sie ist für ein präzises Spiel und viele Techniken der Greifhand von großem Vorteil. Beim Greifen eines "Barrégriffes", also beim Greifen mehrerer Saiten mit nur einem Finger, sollte der durchgestreckte Finger nahe am Bundstäbchen angesetzt werden.
Man greift eine Saite so nah wie möglich am Bundstäbchen, das auf der zur Spielhand zeigenden Seite liegt. Dies hat den Zweck, möglichst kraftarm und doch genau spielen zu können. Je näher man am Bundstäbchen greift, desto weniger Anstrengung kostet es, um die Saite sauber und ohne Schnurren klingen zu lassen.
Akkordhaltung
Bezeichnend für die Akkordhaltung ist die Tatsache, dass hier stets mehrere Saiten auf einmal niedergedrückt werden müssen. Dadurch erfordern Akkorde mehr Kraft. Durch regelmäßiges Üben werden die Muskeln so trainiert, dass ein sauberer Klang aller Saiten durch vollständiges Niederdrücken der Saiten gewährleistet ist.
Bei vielen Griffen ist es jedoch gewollt, dass bestimmte Saiten nicht klingen, sondern "gedämpft" angeschlagen werden. In einem solchen Fall dämpft meist einer der Finger auf einer benachbarten Saite die stumme Saite. Dies geschieht z. B. durch leichtes Anlehnen der Fingerkuppe an die abzudämpfende Saite.
In einigen Fällen braucht man den Daumen, um die tiefe E-Saite zu greifen. Da es bei einem solchen Griff nicht mehr möglich ist, den Daumen von hinten gegen das Griffbrett abzustützen, wird hier mit dem Daumen um den Hals herum gegriffen. Dies ist meistens nur bei E- oder Jazzgitarren möglich, da diese einen schmaleren Hals haben.
Melodiehaltung
Beim Melodiespiel ist nicht die fehlende Kraft des Anfängers das Problem, sondern vor allem die mangelnde Geschicklichkeit der Greifhand. Erst durch regelmäßige Übung werden die Finger dehnbar genug, um auch schnelle Notenwechsel sicher und sauber greifen zu können. Grundsätzlich differieren Melodiehaltung und Akkordhaltung in nur einem Punkt. Beim Melodiespiel wird nur eine einzelne Note gegriffen, während es beim Akkordspiel stets mehrere sind.
Lektionen
Grundsätzliches zum Greifen der Akkorde
Es gibt mehr als eine Möglichkeit, Akkorde, Griffe und Töne zu greifen. Ich stelle dir hier aber eine Methode vor, die sich besonders für einfache Akkorde in der Liedbegleitung eignet. Ziel ist es, alle Griffe bequem und mit wenig Kraftaufwand greifen zu können. Eine möglichst natürliche Haltung macht deine Finger flexibler und verhindert Verkrampfungen. Man möchte ja nicht schon nach dem ersten Lied k.o. sein.
Lage des Daumens
Der Daumen liegt bei den einfachen Griffen in der Regel gegenüber vom Mittelfinger, etwa auf der eingezeichneten Höhe. Praktisch bedeutet dies, dass dein Daumen in der ersten Zeit immer hinter dem zweiten Bund ist (siehe auch weiter unten bei: "Wohin mit den Fingern"). Dadurch ist es bei den Griffen, die über drei Bünde gehen, leichter, den ersten Finger in den ersten Bund zu bekommen, den zweiten Finger in den zweiten Bund und den dritten Finger in den dritten (vgl. C-Dur-Akkord in der 3. Unterrichtseinheit). Liegt der Daumen zu weit in Richtung Kopf, kommt man mit dem Ringfinger und dem kleinen Finger nicht mehr in den 3. Bund. Wenn der Daumen aber zu weit in Richtung Schallloch liegt, rutscht der Zeigefinger vom ersten Bund gerne in den zweiten.
Die linke Hand berührt das Griffbrett nur an zwei Punkten. So bleibt der Handteller beweglich.
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Die Hauptaufgabe des Daumens ist bei den einfachen Akkorden, die Hand am Herunterfallen zu hindern. Das mag banal klingen, aber viele Anfänger verwenden den Daumen wie eine Schraubzwinge, um einen Gegendruck zu den Fingern aufzubauen. Dies klappt zwar, aber dafür ist der Daumen eigentlich zu schwach und ermüdet schnell. Dann verkrampft die Hand und das Spielen macht keinen Spaß mehr.
Die Lösung? Der Druck auf die Saiten wird nicht mit dem Daumen erzeugt, sondern durch den Zug des Armes; fast so, als wollest du eine Schublade öffnen:
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Der Gegendruck wird durch den Ellbogen der Schlaghand erzeugt, indem dieser den Gitarrenkörper ein wenig andrückt und damit das Griffbrett nach vorne schiebt. Die Greifhand braucht nur das Griffbrett wieder zurückzuziehen und bringt gleichzeitig genügend Kraft für das Greifen der Akkorde auf.
Jede Anspannung oder Verspannung des Handtellers ist ein Zeichen dafür, dass du mehr Muskeln anspannst als notwendig. Natürlich soll man auch nicht so fest am Gitarrenhals reißen, dass sich der Ton dadurch verändert. Es wird viel weniger Kraft für das Greifen benötigt, als ihr vielleicht (jetzt noch) glaubt. Ziel ist es, so wenig Druck wie möglich auszuüben, aber gerade genug, dass die Saiten nicht schnarren. Wenn sich die Hand dabei nicht verkrampft, werden die Finger für Griffwechsel (und später für das Solospiel) viel lockerer und dadurch schneller.
| Tipp: |
(etwas, das man mal im Unterricht vorführen kann.)
Allerdings hakt man nicht wie bei der bayrischen Sportart die Finger ein, sondern man berührt sich nur mit einer oder mehreren Fingerkuppen.
Lernen, dass die Kraft zum Greifen aus dem Unterarm und nicht vom Daumen kommt.[1] |
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Viele Schüler können kaum glauben, dass sie mehr als genug Kraft in den Fingern haben, um die Akkorde sauber zu greifen, und dass das Hauptproblem die ungewohnte Haltung der Finger ist.
Übung
Auch wenn man beim Griffwechsel kaum auf den Daumen verzichten kann (allein schon wegen der Orientierung), ist es eine gute Übung, die ersten Griffe auch mal probeweise ohne Daumen zu spielen.
Für die Übung greifst du den Akkord zuerst mit Daumen, wie gewohnt. Aber dann, wenn der Akkord gut klingt, nimmst du während des Spielens den Daumen weg. Der Akkord sollte auch ohne Daumen voll und fehlerfrei klingen. Beim nächsten Akkordwechsel kann der Daumen natürlich wieder zur Orientierung hinzukommen.
- Ziel dieser Übung
Einen sauberen Fingersatz zu bekommen und zu erkennen, dass der Daumen keinen großen Druck aufbauen muss, damit der Akkord klingt. Wenn man erkennt, dass der Akkord auch ohne Daumen klingt, kann man auf einen "Schraubzwingengriff" verzichten. Die Finger finden auch ohne verkrampftes Greifen ihre Position. Ohne Daumen müssen sie vielleicht eine andere Haltung annehmen, um ihr Ziel zu erreichen. Oft sind diese Positionen bequemer oder eröffnen dem Gitarristen neue Haltungsmöglichkeiten, auf die er "mit Daumen" gar nicht gekommen wäre. Leider funktioniert eine verkrampfte Haltung ja schon irgendwie, daher kommt man nicht auf die Idee, dass es auch einfacher geht.
Man braucht ein bißchen Übung, um herauszufinden, wie viel Druck notwendig ist, um eine Saite nach unten zu drücken. Anfangs drückt man fast immer zu stark.
| Tipp: |
Manchmal hilft es, noch zwei Finger zwischen das Griffbrett und die Greifhand des Gitarrenschülers zu legen. Er muss dann zusätzlich um die Finger des Gitarrenlehrers herumgreifen, um seine Finger aufzusetzen.
Viele können anfangs nicht glauben, dass sie mehr Platz mit ihren Fingern haben als sie dachten. Bei den meisten Griffen hat man noch viel Luft und kommt trotzdem überall hin. Zuerst muss man aber die ungewohnte Haltung kennenlernen. |
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| Merke Die Handinnenfläche darf das Griffbrett nicht berühren! (Einzige Ausnahme: das Zeigefinger-Grundgelenk) |
Natürlich ist die hier gezeigte Griffweise nicht die einzig mögliche. Doch damit vermeidet man als Anfänger, dass sich die Finger unnötig verkrampfen. Später (beim Rockdiplom) zeigen wir dir für die Barrégriffe noch weitere Griffweisen, bei denen man den Daumen etwas tiefer ansetzt und auch etwas mehr Gegendruck als bei den einfachen Akkorden ausübt. Auch beim Zupfen und beim Solospiel hält man den Daumen gerne etwas tiefer, weil man dann beweglicher ist. Aber das heben wir uns auf, bis es so weit ist. Bei Lehrern, die zuerst die klassische Gitarre inklusive Notenlesen vermitteln, ist es oft verpönt, den Daumen im oberen Halsbereich anzusetzen. Doch ein hoher Daumenansatz ist erst dann wirklich ungünstig, wenn dadurch die Reichweite der Finger (insbesonders des 4. Fingers) beeinträchtigt wird. Für die ersten einfachen Akkorde kann man die bequeme Art wählen, auf die man immer wieder zurückgreifen kann, im wahrsten Sinne des Wortes zurückgreifen, wenn man seine Finger nach einem anstrengenden Solo entspannen möchte.
Weiterführendes
Wohin mit den Fingern
Jetzt wäre im Unterricht ein guter Zeitpunkt für ein kurzes Herumdrücken auf den Saiten. Mal kreuz und quer, oder nur auf einer Saite, und vielleicht eine einfache Melodie auf einer Saite.
Dir jetzt eine Melodie zu zeigen, die sofort spielbar ist, bringt allerdings nicht viel. Es würde jetzt zu lange dauern, bis alles aufgeschrieben ist, und (was wichtiger ist) bis dir erklärt wird, wie man das Aufgeschriebene liest. In dieser Zeit hast du schon ein oder zwei Lieder gelernt.
Wenn du aber selber ein wenig herumprobierst, wirst du feststellen, dass ab und zu die Saiten "schnarren". (Es könnte sein, das es sich um einen Baufehler der Gitarre handelt, weil die Saitenlage nicht stimmt. Der Steg könnte zu hoch sein, so dass die Saiten viel zu hoch sind. Dann müsstest du zu einem Profi, der dir da helfen kann ...) Gerade am Anfang liegt der Fehler jedoch oft darin, dass die Finger zwar genügend Druck ausüben, aber zu nah am Bund sind, oder zu weit weg.
Übrigens:
Der Name "Bund" kommt daher, dass man früher tatsächlich eine Kordel, einen Draht oder etwas Ähnliches um das Griffbrett "gebunden" hat, um die richtigen Abstände zu markieren.
Saiten nicht abwürgen
Ärgere dich nicht, wenn nicht alles auf Anhieb klappt. Bei den ersten Übungen darf es (wenn man keine groben Fehler macht) ruhig ein wenig daneben klingen, und da darf man drüber hinweg hören. Erfahrungsgemäß verschwinden solche Fehler nach ein paar Unterrichtsstunden.
Bemühe dich von Anfang an, die Saiten der Gitarre nur mit den Fingerkuppen zu berühren (wie in der ersten Abbildung). Der Finger liegt wie ein Hämmerchen auf der Saite. Die zweite Abbildung zeigt, wie der Finger die benachbarte Saite "abwürgt". Außerdem schaded eine solche Haltung den Fingergelenken. Um deine Gelenke zu schonen, solltest du die Finger nie durchdrücken.
Unnötiges Abspreizen der Finger vermeiden
| Versuch die Finger gerade zu halten, so gut es geht. Das heißt: halte die Finger beim Greifen möglichst geschlossen. | |
| Jedes Abspreizen der Finger führt zu Verkrampfungen, die vermeidbar sind. |
Der erste Akkord fürs erste Lied
Du erreichst die meisten Positionen auf dem Griffbrett durch einfaches Strecken und Beugen der Finger.
| lieber so: | als so: |
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Die meisten Akkorde kann man unverkrampft greifen. Der Handteller sollte dabei, wie oben beschrieben, beweglich bleiben und nicht am Gitarrenhals festkleben.
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Übrigens siehst du hier gleich, wie man Griffbilder zeichnet, nämlich auf dem Kopf! Genauso wie du es siehst, wenn du von oben auf deine Finger schaust. |
- Fußnoten
- ↑ Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
- ↑ Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
- ↑ Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
- ↑ Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
- ↑ Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
Einführung Schlagmuster
Einstieg in die Rhythmik
Gitarrengriffe sind wichtig. Um die Akkorde kümmert sich die linke Hand. Genau so wichtig ist der Rhythmus. Um den Rhythmus kümmert sich die rechte Hand.
Ein Musiker muss genauso aufmerksam auf die Rhythmik achten wie auf die Harmonie[2]. Du wirst hier im Lagerfeuerdiplom eine Hand voll Schlagmuster kennen lernen. Diese sollst du am Anfang genau so spielen, wie sie notiert sind. Sobald du einige Rhythmen richtig beherrschst, wirst du im Folkdiplom lernen, die Rhythmen ein wenig zu variieren.
Um einen ersten Einblick in die Grundlagen eines Rhythmus zu erhalten, empfehle ich an dieser Stelle einen Abstecher in das Kapitel Rhythmik des Buches Musiklehre zu machen,
Das einfachste Schlagmuster
Der einfachste Schlag sind vier Abschläge. Die meisten Lieder, die du in den handelsüblichen Liederbüchern findest, sind im 4/4-Takt geschrieben. Daher muss dir das "Zählen bis 4" durch ständiges Üben in Fleisch und Blut übergehen.
Obwohl die Pfeile in einigen Büchern auch andersherum gezeichnet werden, sind in dieser Grafik "oben" und "unten" nicht vertauscht! Die Saiten werden wie die Akkorde-Diagramme immer aus der Sicht des Spielers gezeigt! So, wie er von oben auf die Saiten schaut. Bei den Akkordbildern hast du es schon gesehen, und wenn du später dann eine Tabulatur kennen lernst, wirst du sehen, dass "auf dem Kopf stehende" Angaben der allgemeine Standard sind.
Bei jeder Zahl schlägst du mit den Fingernägeln deiner rechten Hand (2-3 Finger oder - wenn es etwas leiser sein soll - nur der Zeigefinger) von oben nach unten. Deine Fingernägel sind parallel zu den Saiten. Es schadet nicht wenn die Fingernägel einen halben Millimeter oder etwas mehr überstehen. Du verwendest die gleiche natürliche Bewegung, als wollest du ein paar Kuchenkrümel vom Hosenbein entfernen.
Daumen und Zeigefinger dürfen sich ruhig ein wenig berühren, sollten aber beweglich bleiben (fast als hätte man ein Knetkügelchen oder ähnliches zwischen den Fingern).
Alternativ dazu kannst du für den Anfang auch ein weiches Plektrum benutzen. Allerdings würde ich es nur dann empfehlen, wenn man Probleme mit den Fingernägeln haben sollte. Mit den Fingern bekommt man ein besseres Gefühl für das Instrument, während Plektren besser für lautes Spielen einzusetzen sind. Aber zum Üben musst du ja nicht unbedingt laut singen. Aber letztlich ist es reine Geschmacksache, ob man mit oder ohne Plektrum spielt. Man sollte jedoch zu beidem in der Lage sein. Probiere also beides aus, mit und ohne.
Die Schläge werden gleichmäßig ausgeführt, wie das Ticken einer Uhr. Diese Bewegung ist vollkommen unabhängig von der Melodie, die du gerade singst. Du fängst ja auch nicht an schneller oder langsamer zu gehen, wenn du dich bei einem Spaziergang mit jemandem unterhältst und dabei mal schneller und mal langsamer sprichst.
Aus dem Ellenbogen
Bei den einfachen Schlägen kommt die Bewegung nicht aus einer Drehung des Unterarms. Der Schlag kommt auch nicht aus dem Handgelenk (obwohl beides möglich ist). Später, wenn man einmal mit einem Plektrum (kleines Plastikplättchen) einzelne schnelle Melodiefolgen spielt, ist die Bewegung aus dem Handgelenk sinnvoll. Aber jetzt bei den ersten Akkorden verleitet dies nur zu einem unsauberen Takt. Die Bewegung für den Schlag kommt aus dem Ellenbogengelenk. Also hat der Oberarmmuskel relativ viel zu tun. Es ist zwar nicht möglich, extrem schnelle Schläge mit dieser Bewegung zu machen, aber dafür sind die Schläge viel gleichmäßiger. Und in den ersten Stunden ist ein gleichmäßiger Rhythmus das Wichtigste, was es (neben den ersten Akkorden) zu lernen gibt.
| Anmerkung Es ist durchaus möglich, dass verschiedene Gitarrenlehrer da anderer Meinung sind. Aber keine Angst. Das Lernen einer zusätzlichen schnelleren Anschlagart wird hinterher, wenn man einen sicheren Rhythmus hat, keine nennenswerten Probleme bereiten. |
Der 4/4 Schlag
| Noch besser klingt das Schlagmuster, wenn es leicht versetzt gespielt wird. Man versucht, bei der "1" und bei der "3" die oberen drei Bass-Saiten, bei der "2" und bei der "4" die unteren drei Melodie- bzw. Diskant-Saiten zu treffen. (Wenn Du mal vier statt drei Saiten triffst, wird das niemanden stören. Die gleichmäßige Auf- und Abwärtsbewegung ist hier viel wichtiger. ) Stoppe nicht irgendwo in der Mitte der Saiten, sondern bewege deinen Arm gleichmäßig auf und ab. Hole ruhig ein wenig weiter aus, so dass der Arm sich fast so weit auf und ab bewegt, wie die Gitarre breit ist. |
Beim D-Dur-Akkord die E-Saite freilassen
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Beim D-Dur-Akkord, also dem ersten Akkord, den du hier lernst, gibt es eine Kleinigkeit zu beachten. Die oberste dicke E-Saite darf nicht mitklingen. Du erkennst dieses am (X) im Akkord-Diagramm. Der Grund: Der Ton "E" passt nicht zum D-Dur-Akkord. Wie die übrigen Töne heißen, braucht uns im Moment noch nicht zu interessieren. Wir merken uns nur, dass die obere dicke E-Saite nicht zum D-Dur-Akkord passt. Dafür schlagen wir die nächsten beiden oder die nächsten drei Saiten an (wie oben schon gesagt, es kommt nicht so genau drauf an...) [3] Wir schlagen immer "oberhalb", "unterhalb", "oberhalb", "unterhalb". 1,2,3,4. |
Liedvorschläge
D-Dur-Akkord und 4/4-Schlag
- Bruder Jakob
- Kleiner Hai (Dam-Dam...) (Kinderlied)
- Fußnoten
- ↑ Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
- ↑ Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
- ↑ Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
- ↑ Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
- ↑ Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
Liedvorschlag für: 4/4el-Schlag und D-Dur-Akkord Text: franz. Volkslied Bearbeitet von Mjchael
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Frère Jacques
- //: D Frère Jacques ://
- //: D Dormez vous? ://
- //: D Sonnez les matines. ://
- //: D Ding, ding, dong. ://
- Bemerkung
Übrigens, du musst hier keine Noten lesen können. Es schadet nichts, wenn du es kannst, aber du brauchst es nicht. Trotzdem können einem die Noten helfen, eine ungefähre Vorstellung vom Melodieverlauf zu bekommen, Mit Hilfe der Taktstriche kannst du erkennen, wie lange ein Schlagmuster ausgehalten werden muss. Wichtiger als die Noten sind hier die Bemerkungen auf dem Liederblatt.
Lektion 1c
Der Griffwechsel von D-Dur nach A-Dur
Der erste Griffwechsel
Hier siehst du in Zeitlupe, wie von D nach A gewechselt wird. Versuche dich genau an die Reihenfolge zu halten. Was dir jetzt noch langsam vorkommt, wird mit der Zeit enorm schnell werden. Allein durch das Singen der Übungsbeispiele übst du immer wieder den richtigen Bewegungsablauf und deine Finger gewöhnen sich an die Position bei den einzelnen Akkorden. Die ersten Griffwechsel sind nicht extrem schnell. Geschwindigkeit braucht Zeit, und kommt mit der Übung.
| Merke Übe keine Griffe, sondern übe Griffwechsel! |
Wichtiger als den einzelnen Griff zu können, ist es den Griffwechsel sicher zu beherrschen. Die Akkorde lernst du dann von allein.
Der D-Dur-Akkord.
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In dem Griffdiagramm siehst du ein "d", das auf dem Kopf steht. Es ist für den Anfang eine kleine Eselsbrücke. Es ist ein "d" und kein "p". Du erinnerst dich noch daran, dass Akkordbilder auf dem Kopf gezeichnet werden, damit du nicht spiegelverkehrt denken musst.[4] |
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Der Zeigefinger geht eine Saite höher. |
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Der Mittelfinger geht zwei Saiten höher und kommt genau unter den Zeigefinger. |
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Der Ringfinger rutscht einen Bund zurück und kommt genau unter den Mittelfinger. Jetzt sind alle drei Finger untereinander im selben Bund. |
| Info Natürlich wirst du in der Praxis die Finger schon etwas früher anheben, damit sie schon alle in der Schwebe sind; doch es ist wichtig, dass du die Finger bei diesem Griffwechsel von D- nach A-Dur nacheinander aufsetzt. Zuerst Zeigefinger, dann Mittelfinger, dann Ringfinger. |
Der Griffwechsel von A-Dur nach D-Dur
Jetzt geht das ganze rückwärts.
Der Akkord A-Dur
und dann geht es wieder von D-Dur nach A-Dur
Abschließend
Ich wiederhole mich noch mal:
| Merke Übe keine Griffe, sondern übe Griffwechsel! |
Zuerst wird alles seeeehr laaaangsaaaam geübt!
Erst nach und nach kannst du mit dem Wechseln schneller werden.
Wichtig dabei ist es, richtig, d.h. in der richtigen Reihenfolge, zu wechseln. Ziel ist es, dass sich die Finger hinterher fließend auf das Griffbrett setzen. Wenn du "einfach so" die Finger auf das Griffbrett setzt, läufst du Gefahr, die Finger einzeln aufzusetzen, wobei jeder Finger seinen Platz noch suchen muss. Es ist dann keine fließende Bewegung, sondern drei abgehackte Bewegungen, die ungleich mehr Zeit brauchen.
Stelle dir dabei den Bewegungsfluss vor!
Von D nach A ![]() |
und von A nach D ![]() |
Das Ganze sieht in etwa so aus:

Was jetzt noch langsam nacheinander erfolgt, verfestigt sich nach einiger Zeit, sodass die Finger ihre Position schon so gut kennen, dass sie sich gegebenenfalls schon in der Luft sortieren. Nach ein paar Wochen kennen die Finger ihre Position, die sie einnehmen sollen, so gut, dass man bei bei kleineren oder größeren Akkordsprüngen (D-A; C-D / G-Am; Em-D) alle Finger gleichzeitig aufsetzen kann, ohne einmal aufs Griffbrett zu schauen.
Natürlich werden auch dann die Finger sortiert, doch das geschieht schon in der Luft. Dabei macht man genau den Bewegungsablauf, den du hier jetzt im Zeitlupentempo lernst.
Es wird noch klein wenig dauern, bis du Stücke spielen kannst, wo es auf einen extrem schnellen Griffwechsel ankommt. Doch das hat noch Zeit. Bei den ersten Schlagmustern, wo man immer zwischen der Bass-Saite und den Melodiesaiten hin und her wechselt, reicht es vollkommen aus, wenn man sich zuerst um die Finger der oberen drei Bass-Saiten kümmert. Denn die werden zuerst angeschlagen. Die Finger der Melodiesaiten haben also noch einen kleinen Tick Zeit.
Darüber brauchst du noch nicht einmal besonders nachzudenken, denn das ergibt sich automatisch. Lasse dir die Zeit und entwickle keinen falschen Ehrgeiz. Der wäre hier einfach fehl am Platz. Auch im Straßenverkehr schaltet man oftmals zuerst einen Gang zurück, bevor man überholt.
"Alle Finger gleichzeitig" ist kein Ziel des Lagerfeuerdiploms. Das lernst du etwas später.
Fingerstellung
Achte mal auf die Stellung von Mittel- und Ringfinger! Die eine oder die andere Stellung wird bei den nächsten 6 Akkorden fürs “Lagerfeuerdiplom” und bei 3 Akkorden für das “Folkdiplom” immer wieder auftauchen. Es lohnt sich, darauf zu achten.
"Bei D-Dur: ![]() |
"Bei A-Dur: ![]() |
Liedervorschläge
Suche dir wenigstens ein- oder zwei Lieder heraus, die du bis zur nächsten Unterrichtseinheit regelmäßig übst. Wenn du es nur zweimal am Tag schaffst, ein oder zwei Lieder durchzusingen, wirst du enorme Fortschritte machen. Und ärgere dich nicht, wenn es sich nicht gleich gut anhört. Das kommt mit der Zeit.
Griffwechsel D-A und 4/4-Schlag
- Er hält die ganze Welt in seiner Hand (!!!)
- (Sch*)Pudding auf dem Autodach (!!!)
- Rock My Soul
- Hänsel und Gretel
- Am Weihnachtsbaum die Lichter brennenl
- Sturzflug Bruttosozialprodukt (Geier Sturzflug) © D-A-
- Eisgekühlter Bommerlunder (Tote Hosen) © D - - A , A - - D (!!!)
- Kreuzberger Nächte sind Lang © D - - A , A - - D
- Lord of the Dance (T+M: Sidney Carter 1963 © Steiner & Bell Ltd. London) D D A A - D D A D -- D D D A - D D A D
- Das Lummerlandlied (Augsburger Puppenkiste) © D- A--- D-
- Fußnoten
- ↑ Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
- ↑ Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
- ↑ Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
- ↑ Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
- ↑ Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
Spiritual – bearbeitet von Mjchael
| Gitarre | 4/4-Schlag | Ukulele (gcea) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
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Das Lied ist eine freie Übersetzung des Gospels "He's Got the Whole World in His Hands". ![]()
- 1)
- Er hält die D ganze Welt, in seiner Hand.
- Er hält die A ganze Welt, in seiner Hand.
- Er hält die D ganze Welt, in seiner Hand.
- Gott hält die A ganze Welt in seiner D Hand.
- 2)
- Er hält das D winzig kleine Baby in seiner Hand.
- Er hält das A winzig kleine Baby in seiner Hand.
- Er hält das D winzig kleine Baby in seiner Hand.
- Gott hält die A ganze Welt in seiner D Hand.
3) Er hält die Mutter und die Tochter in seiner Hand. ...
4) Er hält den Sohn und den Vater in seiner Hand. ...
5) Er hält auch dich und mich ...
6) Er hält den Himmel und die Erde ...
7) die Sonne und den Mond...
8) die vielen kleinen Sterne ...
9) den Opa und die Oma ...
10) die Berge und die Flüsse ...
11) die Vögel und die Fische ...
12) ...
Der Auftakt
Die ersten drei Noten ("Er hält die") werden oftmals ohne ein Schlagmuster gesungen. Die Strophe fängt eigentlich erst mit dem Wort "ganze" richtig an. Die ersten drei Töne sind ein Auftakt. Wenn du die erste Strophe einmal durchgesungen hast, dann wirst du feststellen, dass der Auftakt eigentlich schon im letzten Akkord der vorhergehenden Strophe bzw. Refrains beginnt.
Achte also beim Singen auf das Wort "ganze" und fange da mit deinem Schlagmuster an!
Kinderlied – Text: mündlich überliefert, bearbeitet von Mjchael
| Gitarre | 4/4-Schlag | Ukulele (gcea) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
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Pudding auf dem Autodach
- Strophe
D Pudding auf dem Autodach - Heladi- A ladilo
A wird bei hundertachtzig flach. - Heladi- D ladilo
- Refrain
D Heladi- ladi - ladi - - Heladi- A ladilo
A Heladi- ladi - ladi - - Heladi- D ladilo
- Pudding auf dem Autodach - wird bei hundertachtzig flach.
- Pudding im Akkordeon - macht 'nen weichen sanften Ton.
- Pudding in der Aktentasche - schützt vor Stoß die Thermosflasche.
- Pudding unterm Autoreifen - macht beim Fahren braune Streifen.
- Pudding in der Badehose - gibt im Schwimmbad braune Sauce.
- Pudding auf Computerschirmen - tut den User arg erzürnen.
- Pudding in den Einkaufstaschen - hält die Kinder ab vom naschen.
- Pudding auf dem Fahrradreifen - gibt beim Bremsen braune Streifen.
- Pudding auf der Fahrradstange - sieht gut aus, doch hält nicht lange.
- Pudding auf dem Federkissen - wird man wohl entfernen müssen.
- Pudding auf der Friedhofsmauer - stört den Pfaffen (die Gäste, die Toten) bei der Trauer.
- Pudding an der Gartenpforte - vertreibt den Gast auch ohne Worte.
- Pudding durch´s Gewehr verschossen - gibt bei Allen Sommersprossen.
- Pudding auf dem Hinterreifen - gibt beim Bremsen bunte Streifen.
- Pudding in des Hutes Rand - fällt beim Grüssen in die Hand.
- Pudding im Kanonenrohr - kommt zum Glück nur selten vor.
- Pudding auf den Kinositzen - bringt die Reinmachfrau ins Schwitzen.
- Pudding auf der Kirchturmspitze - bröckelt ab bei grosser Hitze.
- Pudding auf der Kirchturmspitze - sieht schlecht aus und stinkt bei Hitze.
- Pudding auf der Kirchturmspitze - fällt dem Pfarrer auf die Mütze.
- Pudding in der Kuchenform - ändert den Geschmack enorm.
- Pudding in der Lampenschale - gibt gedämpftes Licht im Saale.
- Pudding in die Luft geschossen - gibt bei Regen Sommersprossen.
- Pudding in der Manteltasche - ist die neue Modemasche.
- Pudding auf dem Mädchenbusen - hält die Jungens ab vom Schmusen
- Pudding aus erwachsnen Mündern - hört man wieder von den Kindern.
- Pudding in der Puddingform - verändert den Geschmack enorm.
- Pudding durch ein Sieb geschossen - gibt die schönsten Sommersprossen.
- Pudding unterm Sofakissen - wird man wohl entfernen müssen
- Pudding auf dem Sofakissen - hält das Pärchen ab von küssen
- Pudding auf dem Sofakissen - lässt Gemütlichkeit vermissen.
- Pudding in der Tageszeitung - sorgt für weiteste Verbreitung.
- Pudding auf dem Tellerrand - wird als Senf nicht anerkannt.
- Pudding auf dem Tennisschläger - macht den Gegner schnell zum Neger.
- Pudding auf des Kollegen Tische - hält seine Aggressionen frisch.
- Pudding im Trompetenrohr - gibt Sommersprossen für den Chor.
- Pudding im Trompetenrohr - kommt auch nur ganz selten vor
- Pudding am Verkäuferkittel - ist kein gutes Werbemittel.
- Pudding in der Waschmaschine - ist ein Fall für Klementine.
- Pudding in der Wasserleitung - stört die Essenzubereitung.
Gospel (erste Hälfte 19.Jh.) – bearbeitet von Mjchael
Der Schoß Abrahams spielt auf "Das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus" an; eine biblische Erzählung aus dem neuen Testament. (siehe Lukas 16,19-31 (GNB)) Auf den Schoß eines Großvaters (sinnbildlich für den Stammvater Abrahams) dürfen eigentlich nur Kinder. Und dann sind es meist die Enkel und die nahe Verwandtschaft, die ein inniges Vertrauensverhältnis genießen. So drückt das Lied den tiefen Wunsch aus, eine solches Gottvertrauen auch selbst zu erleben.
Es gibt kaum einen Gospel-Chor, der nicht dieses Lied im Repertoire hätte. Der Text ist so leicht, dass er unmittelbar vom Publikum mitgesungen werden kann. Dieser Gospel wurde sehr gerne gecovert. Um nur einige zu nennen: Golden Gate Quartet (1938), Les Humphries Singers, Peter, Paul & Mary, Louis Armstrong , Nana Mouskouri, Elvis Presley u.v.a.m.
| Gitarre | Westernschlag | Ukulele (gcea) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Rock my Soul (in D-Dur)
- Verse 1
- D Rock my soul in the bosom of Abraham, A Rock my soul in the bosom of Abraham,
- D Rock my soul in the bosom of Abraham, A oh rock my D soul.
- Verse 2
- So D high, you can't get over it, so A low, you can't get under it,
- so D wide, you can't get round of it, A oh rock my D soul.
- Verse 3
D Rock - my - soul - A Rock - my - soul D Rock - my - soul - A oh rock my D soul.
Rock my Soul (in E-Dur)
| Gitarre | 4/4-Variante | Ukulele (adf#h) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Rock my Soul
- Verse 1
- E Rock my soul in the bosom of Abraham, B7 Rock my soul in the bosom of Abraham,
- E Rock my soul in the bosom of Abraham, B7 oh rock my E soul.
- Verse 2
- So E high, you can't get over it, so B7 low, you can't get under it,
- so E wide, you can't get round of it, B7 oh rock my E soul.
- Verse 3
E Rock - my - soul - B7 Rock - my - soul E Rock - my - soul - B7 oh rock my E soul.
Beachte: Im Englischen wird unser deutsches H7 als B7 geschrieben.
Lektion 2a
Der Griffwechsel zwischen D-Dur und G-Dur
von D-Dur nach G-Dur
Hörbeispiel:
Stützfinger
| Anmerkung Später einmal kann man den kleinen Finger auch etwas früher aufsetzen und ihn als Stützfinger zur Orientierung benutzen. Doch gerade am Anfang ist es nicht zu empfehlen. Der kleine Finger lernt es irgendwann, seinen Platz zu finden. Ring- und Mittelfinger müssen aber unbedingt zusammenbleiben. Wenn man sie trennt, verschwendet man wertvolle Zeit, die man braucht, um die Finger nacheinander aufzusetzen und dabei den Platz zu suchen. Solange man den G-Dur-Akkord noch nicht richtig in den Fingern hat, ist es erfahrungsgemäß wirklich einfacher, zuerst Ring- und Mittelfinger in der richtigen Position aufzusetzen und den kleinen Finger einzurollen. Wenn das sicher klappt, dann darf man den kleinen Finger als Stützfinger etwas früher aufsetzen. Ich habe meinen Schülern öfter mal angedroht, die beiden Finger mit einem Gummiband zusammenzubinden, so dass man sie gleichzeitig wechseln muss. Doch es ist immer nur bei einer Drohung geblieben. |
Von G-Dur nach D-Dur
Jetzt geht das ganze wieder rückwärts:
Hörbeispiel:
Auch hier sei nochmal gesagt:
| Merke Übe keine Griffe, sondern übe Griffwechsel. Der D-Dur-Akkord baut sich von A nach D anders auf als von G nach D. |
![]() |
Wenn du später immer noch große Schwierigkeiten mit dem kleinen Finger hast, dann ist es vielleicht eine Hilfe sich vorzustellen, man würde mit diesem etwas festhalten (wie hier den Schlüsselbund). Der kleine Finger muss sich erst einmal daran gewöhnen, dass er sich vollwertig, wie die anderen Finger bewegen kann. Und dieses kostet bei Leuten, die das nicht gewohnt sind, einiges an Übung und Gewohnheit. Vor dem gleichen Problem steht man übrigens auch, wenn man versucht, das 10-Finger-Blind-System für Schreibmaschine zu erlernen. Zum einen muss sich der kleine Finger an den Bewegungsablauf gewöhnen, und dann muss er sich noch an den Druck mit der Fingerkuppe gewöhnen, was er vorher vielleicht noch gar nicht in dem Maße getan hat. Gib nicht gleich auf, wenn es nicht auf Anhieb gelingt. Es ist tatsächlich nur Gewöhnungssache, und kann manchmal etwas Zeit brauchen (ein bis zwei Wochen sind gar nicht mal ungewöhnlich). Wenn die unterste Seite bei G-Dur mal nicht so voll klingt, darf man das fürs Erste ruhig mal überhören. Das gibt sich! Wirklich! Es ist schwierig. Für die einen mehr für die anderen weniger. Es liegt daran, dass sich der kleine Finger und der Ringfinger nicht völlig unabhängig voneinander bewegen können. Aber sie können es doch in so weit, dass man tatsächlich sowohl die obere als auch die untere G-Saite erreicht. Der Handteller sollte das Griffbrett möglichst nicht berühren, damit die Finger genügend Luft haben. Auch die Leute, denen es noch sehr schwer fällt, lernen es. Es dauert vielleicht ein wenig länger. Da helfen dann Fingergymnastik und Dehnungsübungen (unter Zuhilfenahme der Zupfhand). Der Griff mit dem kleinen Finger bringt tatsächlich viele Vorteile mit sich, so dass sich die Mühe lohnt. (siehe:G ohne kl. Finger) |
| Tipp: |
Zu Anfang übt man am besten nur Lieder mit den gelernten Griffwechseln.
Der Sprung von G-Dur nach A-Dur sollte erst etwas später drankommen. |
|---|
| Tipp: |
Es kann eine gute Hilfe sein, sich Mittel- und Ringfinger als den "Schwerpunkt" des Akkordes vorzustellen. Dann kann man sich die Position der Akkorde räumlich vorstellen. Man braucht dann als Gitarrenlehrer einen Akkord nicht mehr anzusagen, sondern kann ihn anzeigen, während man gleichzeitig z.B. das dazugehörige Lied singt. Man nutzt dann die räumliche Vorstellungskraft für die Akkorde bzw. für eine Akkordfolge. Oft zeichnet man mit solch einer Bewegungsfolge eine kleine Figur, die viel einfacher zu merken ist als eine Buchstabenfolge. Die rein semantische Fähigkeit, Buchstaben zu lesen und zuzuordnen, hebt man sich dann für den Liedtext auf. |
|---|
Mit welchem Kniff bzw. mit welcher Lernhilfe man letztendlich am besten zurecht kommt, hängt natürlich von jedem Einzelnen ab. Doch es lohnt sich, alle zu Gebote stehenden Hilfsmittel zu nutzen, die geeignet sind, sich eine Akkordfolge einzuprägen oder anderen zu vermitteln. Dabei nutzt man das lernpsychologische Phänomen: je mehr Sinne angesprochen werden, desto einfacher wird das Lernen.
Liedvorschläge
Griffwechsel D-G und Western-Schlag
Siehe auch: Durkadenz
- Ja wenn der Herr (Volkslied) (nur D+G)
- Bergvagabunden (Wenn wir erklimmen) (Volkslied)
- Jeder Eseltreiber mündlich überliefert (nur D+G) (Achtung 3/4-Takt)
- Sloop John B.
- Da hat das Hottepferd
- Follow Me (Uncle Kracker) © D (G A) D (G D)
- Still Haven't Found What I'm looking for (U2) © //: D - - - G - D - :// //: A G D - ://
- Der Nippel (Mike Krüger) © //: D G A D ://
- Walk of Life (Dire Straits) © (Original: Capo 2. Bund)
-
- Der Griffwechsel G-A bzw. A-G kann evtl. noch ein wenig warten (bis Lektion 7).
Lektion 2b
Die erste Dur-Kadenz oder "Das große Dreigestirn"
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Tonart D-Dur |
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Einleitung: ein wenig Harmonielehre
Du hast jetzt drei Akkorde gelernt: D-Dur, A-Dur und G-Dur. Und ob du es glaubst oder nicht, mit nur diesen drei Akkorden kann man schon hunderte Lieder begleiten.
Viele Lieder werden nur mit drei Dur-Akkorden gespielt. Die Reihenfolge der Akkorde kann recht unterschiedlich sein, aber innerhalb einer Tonart sind es immer die selben drei Akkorde, die man zusammen antrifft. Andere Dur-Akkorde kommen in der Tonart D-Dur nur sehr selten vor. Die Akkorde D G und A sind in der Tonart D-Dur die Regel, andere Dur-Akkorde sind die Ausnahme.
Spiele mal die Akkordfolge D G A D genau in dieser Reihenfolge! Diese Akkordfolge wird D-Dur-Kadenz genannt. Sie wird häufig zum Üben der D-Dur-Tonart gebraucht. Sie ist aber auch so etwas wie eine Formel. Sie steht stellvertretend für alle Lieder in D-Dur, die nur mit den drei Akkorden D G und A begleitet werden. Die D-Dur-Kadenz wird entweder für Beschreibungen in der Harmonielehre und auch für reine "Trockenübungen" verwendet.
Wenn du mehrere Lieder kennen lernst, dann wirst du wahrscheinlich irgendwann feststellen, dass bestimmte Dur-Akkorde meist zusammen auftauchen und andere Dur-Akkorde nur selten oder sogar fast nie zusammen anzutreffen sind. Im Quintenzirkel, den man früher oder später noch genauer kennenlernen wird, sind die Dur-Akkorde, die man häufig zusammen antrifft, als Nachbarn nebeneinander angeordnet (wie oben im Diagramm gezeigt). [5]
Selbst wenn später noch ein paar Mollakkorde dazukommen, bleibt das Dreigestirn der Dur-Kadenz meist erhalten.
Natürlich gibt es auch einige Ausnahmen, trotzdem halten sich die meisten Lieder, die wir hier im westeuropäisch geprägten Abendland kennen, an diese einfache 3er-Teilung.
Die drei Hauptstufen
- Die Akkordfunktionen der Dur-Akkorde
Die Tonika
auch Grundakkord genannt, gibt als einer der drei Akkorde (oder wie viele sonst in einem Lied vorhanden sind) gleichzeitig auch die Tonart des ganzen Musikstückes an. Zwar kann man sich nicht 100%ig darauf verlassen, aber meist beginnt und endet ein Stück mit diesem Grundakkord.
Als Faustformel kann man sich merken, dass ein Lied zumindest ganz am Schluss mit der Tonika enden sollte.
Hier zu diesem Zeitpunkt und mit den drei Akkorden, die du bis jetzt gelernt hast, ist die Tonika immer D-Dur. Beginne und beende deine "Trockenübungen" also immer mit D-Dur.
Der Grundakkord ist immer eine Art Ruhepol im Musikstück. Wie du zwischendrin wechselst, ist eigentlich egal. Hauptsache, du kommst wieder auf den Grundakkord D-Dur zurück.
Die drei Akkorde D, A und G gehören zu der D-Dur-Tonleiter.
- Töne der D-Dur-Tonleiter
- D=1; E=2; F#=3; G=4; A=5; H=6; C#=7; D=8=1
D ist die erste Note in der D-Dur-Tonleiter, und daher sagt man, dass der D-Dur-Akkord genau wie die Note D auf der ersten Stufe der Tonleiter steht.
Die Dominante
Ganz typisch bei einer Kadenz (formelhafte Akkordfolge) ist, dass einer der drei Akkorde für die Spannung zuständig ist. Hier in der D-Dur-Tonart ist es der A-Dur-Akkord.
Wenn du mal beim Singen darauf achtest, dann merkst du, dass der Melodieverlauf bei der Dominante häufig etwas spannungsreicher ist als bei den anderen beiden Akkorden. Das hilft dir vielleicht dabei, wenn du deine Lieder auswendig lernen möchtest. Die Spannung der Dominante kann noch gesteigert werden, wenn er als 7er-Akkord gespielt wird. Also als A7.
Zwar ist der A7 recht einfach zu greifen (du brauchst nur den Mittelfinger anzuheben), aber bis wir den A7 lernen und anwenden, merke dir Folgendes:
| Merke Ziffern bei Akkorden können meist ohne Probleme weggelassen werden! |
Wenn also in deinem Liederbuch ein A7 vorkommt, dann suche nicht lange in einer Grifftabelle herum, sondern spiele einfach ein A-Dur. Ob sich das Stück mit A7 besser anhören würde, sei mal dahingestellt. Fürs Erste reicht es, die Zahlen einfach wegzulassen (dadurch findest du auf Anhieb einige Lieder mehr in deinem Liederbuch). Aber keine Angst, die 7er-Akkorde wirst du noch alle kennen lernen. Sie werden nur etwas nach hinten verschoben.
Eine Dominante oder ein Dominant-Sept-Akkord (7er-Akkord) löst einen spannungsreichen Höreindruck aus, von dem wir gewohnt sind, dass er sich wieder zum Grundakkord, also zur Tonika hin auflöst.
A ist die fünfte Note in der D-Dur-Tonleiter (D E Fis G A), und daher sagt man, dass der A-Dur-Akkord genau wie die Note A auf der fünften Stufe der D-Dur-Tonleiter steht.
Die Subdominante
G-Dur ist bei unserer kleinen Akkordfolge der Dritte im Bunde. Er verbindet den ruhigen Grundakkord mit der spannungsgeladenen Dominante. Dabei ist es egal, ob das G von D-Dur nach A-Dur weiterleitet, oder ob G von A-Dur zurück zu D-Dur leitet (vergleiche die Hörbeispiele!). Die Subdominante (G-Dur) ist nicht so spannungsreich wie die Dominante (A-Dur), aber auch nicht ganz so ruhig wie die Tonika (D-Dur). Sie will normalerweise nicht aufgelöst werden, sondern nur weiterleiten. Dieser Akkord hat etwas schwebendes, vorantreibendes an sich.
G ist die vierte Note in der D-Dur-Tonleiter (D E Fis G), und daher sagt man, dass der G-Dur-Akkord genau wie die Note G auf der vierten Stufe der D-Dur-Tonleiter steht.
Typische Akkordfolge (Kadenz in D-Dur)
D - G - A(7) - D
- D-Dur ist der Start.
- G-Dur verbindet den Vorgänger mit dem Nachfolger.
- A(7) baut die Spannung auf, die sich aber wieder nach
- D-Dur als Schluss-Akkord auflösen möchte.
| Merke Tonika = Ruhe Subdominante = Weiterleitung Dominante = Spannung |
Noch eine Übung
Hier ein paar erklärende Beispiele, die du unbedingt nachspielen solltest.
(pro Akkord ein Takt)
Wenn G-Dur (die Subdominante) erklingt, dann kann man auch problemlos wieder zurück zum Grundton wandern. Der Subdominante ist es eigentlich egal, ob es zurück geht, oder doch weiter zu A-Dur leitet.
D G D
||-----2-----2--|----3-----3--|----2-----2--|-2--||
||o----3-----3--|----0-----0--|----3-----3--|-3-o||
||--2--2--2--2--|----0-----0--|-2--2--2--2--|-2--||
||--0-----0-----|-0-----0-----|-0-----0-----|-0--||
||o-0-----0-----|-2-----2-----|-0-----0-----|-0-o||
||--------------|-3-----3-----|-------------|----||
Du musst noch keine Tabulatur lesen können (kommt etwas später)[6]. Dieses ist einfach die Akkordfolge D-Dur, G-Dur und wieder D-Dur, wobei jeder Akkord genau einen Takt mit dem 4/4-Schlag begleitet wird. Es entspricht also genau dem folgenden Schlagmuster.
Hörbeispiel:
Lektion 2c: Zwei weitere einfache Schlagmuster
Die folgende Übung ist weniger etwas zum Nachspielen, sondern mehr etwas zum Verstehen.
Das Achtel-Feeling
| Alle weiteren Schlagmuster leiten sich aus dem nebenstehenden Muster ab. Wie du siehst, handelt es sich um eine gleichmäßige Auf- und Abwärtsbewegung. Diese Bewegung bleibt (bis auf sehr wenige Ausnahmen, auf die ich aber noch gesondert hinweisen werde) immer gleichmäßig erhalten. Wie das Pendel einer Uhr schlägt der rechte Arm auf und ab. Diese Bewegung lässt sich durch nichts stören. |
Alle Rhythmen entstehen dadurch, dass die Saiten der Gitarre mal berührt werden und mal nicht. Wenn die Saiten nicht berührt werden, wird die Auf- und Abwärtsbewegung des Armes nicht unterbrochen. In den folgenden Diagrammen wird dieses durch ausgegraute und gestrichelte Pfeile dargestellt. Diese sind die vorher schon erwähnten Luftschläge. Pro Takt werden jeweils 8 Schläge ausgeführt. Mal richtig, mal als Luftschlag, aber insgesamt sind es immer 8 Schläge. Daher fasst man die Schläge, die wir hier beim Lagerfeuer- und später beim Folkdiplom lernen, als Achtel-Feeling zusammen. Diesen Schlag könnte man 8/8-Schlag nennen. Allerdings ist dieser Schlag für sich alleine recht eintönig.
Man zählt übrigens nicht bis "8", auch wenn es 8 Schläge sind, sondern nur bis "4" und fügt nach jeder Zahl ein "und" ein: 1 und 2 und 3 und 4 und
| Merke JEDER Abschlag ist eine Zahl. JEDER Aufschlag ist ein "und"! |
Der Daumen wird beim Aufschlag einfach mit dem Daumennagel über die Saiten geführt. Man sollte es vermeiden, die Hand oder den Unterarm besonders stark zu verdrehen. Das ist gar nicht nötig. Wenn man sich vorstellt, man würde ein Knetkügelchen oder dergleichen zwischen den Fingern drehen, dann kommt man der Bewegung am nächsten, die zum Schlagen nötig ist. Der Daumen sollte auch ein wenig von den übrigen Fingern abstehen (einfach damit sie sich nicht ins Gehege kommen). Es sieht ein kleines bisschen wie beim Trampen aus.
Der Eisenbahnschlag
Diese Lektion dient eigentlich nur als Vorübung für den "Westernschlag" und muss zu diesem Zeitpunkt (Lernziel für die zweite Lektion) nicht unbedingt intensiv geübt werden. Man kann sich den Schlag auch für später (beispielsweise als Wiederholung bei der 6. bis 8. Lektion) aufheben. Der Grund: Der Eisenbahnschlag selbst eignet sich nicht so besonders, um viele Lieder zu begleiten. Er wird viel häufiger nur als Übergang oder für kurze Passagen (wie z.B. den Refrain) verwendet. Dennoch erklärt sich der "Westernschlag" viel leichter, wenn man vorher mal den "Eisenbahnschlag" vorgeschaltet hat. Nachdem du den Westernschlag geübt hast, wirst du feststellen, dass der Eisenbahnschlag später keine nennenswerten Probleme bereitet.
| Viel interessanter wird der 8/8-Schlag, wenn man auch hier genau wie oben beim 4/4-Schlag zwischen Bass-Saiten (die oberen drei) und Diskant-Saiten (die unteren drei) abwechselt. Bei "1-und" werden die oberen Saiten auf- und abgeschlagen, bei "2-und" die unteren Saiten; bei "3-und" wieder die oberen, und |
Der Schlag kann das ganze Lied über beibehalten werden (z.B. "Let's Twist Again"), oder er wird (was viel häufiger vorkommt) nur bei einem einzelnen Vers oder für eine Überleitung eingesetzt.
Wenn du den Schlag recht schnell ausführst, wirst du wahrscheinlich hören, wie er zu seinem Namen kam.
- Übungsvorschlag
- Eine Insel mit zwei Bergen (das Lummerlandlied) © D D A A - A A D D
Das Lied muss nicht die ganze Zeit über im Eisenbahnschlag gespielt werden, aber bei einer Wiederholung darf er ruhig mal auftauchen. Eine witzige Einleitung wäre es, das Lied mit einem ganz langsamen Eisenbahnschlag anzufangen und dabei "tsch-tsch" zu singen. Diesen Schlag dann schrittweise schneller werden lassen, bis man das richtige Singtempo hat, und dann mit der ersten Strophe einsetzen.
Ebenso kann das Lied so ausgeleitet werden, jedoch wird man immer schneller und leiser und imitiert so einen wegfahrenden Zug...
---
Wie ich oben schon sagte, dient der "Eisenbahnschlag" im Moment nur dazu, den Aufbau des folgenden Schlages zu erklären. Es reicht also, den "Eisenbahnschlag" mal kurz auszuprobieren; aber richtig üben kannst du ihn später mal. Der Schlag, auf den es in dieser Lektion ankommt ist der:
Der Westernschlag
Dieser Schlag ist schon ganz gut geeignet, um Lieder zu begleiten. Er passt nicht nur zu Cowboy-Liedern, sondern auch zu vielen anderen Volksliedern und Folk-Songs.
| Die hellen Pfeile nach oben sind bloß Luftschläge. Um den Takt zu zählen, übersieh die Luftschläge einfach! Dieser Schlag ähnelt sehr dem Eisenbahnschlag. Der Unterschied ist, dass beim Aufschlag nach der "1" sowie beim Aufschlag nach der "3" ein Luftschlag ausgeführt wird. Bei diesem Luftschlag muss der Arm wieder nach oben, damit er wieder für den nächsten Abschlag bereit ist. |
Häufiger Anfangsfehler: Der Arm wartet nach der "1" unten. Er macht dort unnötigerweise eine Pause und kommt nicht mehr rechtzeitig zur "2" nach oben. Die richtige Pause entsteht nach der "1" automatisch, wenn du einen Aufschlag machst, ohne dabei die Saiten zu berühren; eben einen Luftschlag.
Du musst dich aber hüten, "eins-zwei-und, drei-vier-und" zu zählen. Sonst hast du hinterher einen 3/4-Takt. Zähle besser:
- "Eins-ssa, Zwei-und, Drei-ja, Vier-und".
Dabei soll das -ssa und das -ja die Pause für dem Luftschlag akustisch untermalen.
Der Tipp mit dem Tapp
Tappe mit dem Fuß auf! Zähle dabei 1 2 3 4. Jedes Mal, wenn der Fuß auftappt, hast du eine Zahl. Jedes Mal, wenn der Fuß angehoben wird, hast du ein "und". Die Schlaghand bewegt sich parallel zum Fuß mit auf und ab. Du kannst es dir fast wie bei einer Marionette vorstellen. Du sprichst natürlich nur die Zahlen und die "und" laut aus, die du auch tatsächlich als Schläge ausführst. Die Luftschläge werden nicht laut mitgezählt. Die Bewegung von Fuß und Arm bleibt jedoch gleichmäßig wie bei einem Uhrwerk.
Der Westernschlag eignet sich übrigens gut dafür, wenn man zwei Akkorde in einem Takt spielen möchte. Obwohl es kein Standard in Liederbüchern ist, habe ich dort, wo zwei Akkorde in einem Takt vorkommen, diese einfach in Klammern gesetzt. Dieses wird dir die erste Zeit helfen, bis du von alleine heraushörst, wann ein Akkord gewechselt werden muss, und wann dieses innerhalb eines Taktes geschieht.
- Beispiel
- D Follow me and every- (G thing is all- A) right
- D I'll be the one to tuck you (G in at D) night
- Rhythmusbeispiel
Rhythmusbeispiel Westernschlag mit 2 Akkorden in einem Takt (info)
Wann nimmt man welchen Schlag?
Der 4/4-Schlag ist ein sehr einfacher Schlag, der an ein einfaches Marschtempo erinnert. Der Westernschlag kann fast immer dort eingesetzt werden, wo auch der 4/4-Schlag oder später der Lagerfeuerschlag passt. Er erinnert sehr an Country- und Westernlieder (daher der Spitzname). Wenn man Lieder hat, bei denen Akkorde oft und schnell hintereinander gewechselt werden, dann haben Anfänger etwas weniger Probleme, mitten im Takt den Akkord zu wechseln, als beim Lagerfeuerschlag, der als nächstes drankommt. Man kann sehr einfach bei der "1" und bei der "3" den Akkord wechseln. Jedoch bei einigen Liedern kann der sehr gleichmäßige Schlag etwas eintönig wirken.
Jetzt, zum Üben, musst du die Lieder mit den hier vorgeschlagenen Schlägen üben. Später wird dein eigener Geschmack entscheiden, welchen Schlag du bevorzugst. Im Augenblick kennst du zwar nur drei Schlagmuster, aber das wird sich früher oder später ändern.
Es gibt keine feste Regel, welchen Schlag man nimmt, solange nur der Takt stimmt. Es gibt eine Reihe von Schlagmustern, die sich für bestimmte Musikstile eignen. Und von jedem Schlagmuster gibt es zig Varianten. Es kommt sogar recht häufig vor, dass man in ein und demselben Lied gleich mehrere Schlagmuster oder Variationen eines Grundmusters verwendet. Du kannst dich bei der Wahl des Schlagmusters an dem Original orientieren, aber du musst es nicht. Es reicht wenn das Schlagmuster nur halbwegs zum Stück passt. Selbst die Original-Interpreten variieren von Auftritt zu Auftritt ihre Schlagmuster.
Du solltest dir mit der Zeit eine Handvoll Schlagmuster aneignen, und lernen wie man diese ein wenig variieren kann, bis man eine Version gefunden hat, die eurem Geschmack, oder sogar dem Original sehr nahe kommt. Du solltest auch in der Lage sein, ein Lied mit ganz unterschiedlichen Schlägen zu begleiten, sofern dieses im 4/4-Takt steht. Man probiert einfach mal aus, welcher Schlag einem besser gefällt. Dabei kann es sogar vorkommen, dass die Auswahl des Schlages von der eigenen Tagesstimmung abhängt. Wie schon gesagt, gibt es für die Auswahl eines Schlagmusters keine festgesetzten Regeln. Und es muss nicht immer ganz exakt wie das Original klingen!
Gleichmäßig wie ein Uhrwerk
Unverzichtbar ist aber, dass der Rhythmus (welchen man auch immer wählt) gleichmäßig ist. Bei jedem 4/4-Takt, den du übst, und bei jeder Pause, die du machst (wo du nicht singst, aber weiterhin das Schlagmuster ausführst), muss man immer genau bis 4 zählen können.
Du führst (solange du im 1/8-Feeling spielst) immer 4 Abschläge und 4 Aufschläge aus. Mal berührst du dabei die Saiten, mal nicht (so genannte Luftschläge). Es sind also insgesamt 8 Schläge. Keinen Schlag mehr und keinen weniger.[7]
Wenn man auch mal über anfängliche Griffunsauberkeiten hinweghören kann, so darf ein fehlender Schlag oder ein Schlag zu viel auf gar keinen Fall toleriert werden. Man darf nur bei denjenigen Pausen ein Auge zudrücken, die entstehen, weil man den neuen Griff noch nicht sicher beherrscht...
| Merke Ein falscher Ton zur richtigen Zeit ist nur halb verkehrt. Ein richtiger Ton zur falschen Zeit ist absolut verkehrt. |
Nichts haut eine Gruppe von Sängern oder Musikern mehr raus, als wenn der Takt nicht stimmt. Falsche Akkorde, unsaubere Griffe, schiefe Töne, ja selbst ein falscher Rhythmus (z.B. Samba anstelle von Rumba), all das wird oft gar nicht bemerkt. Das kann man immer wieder gerade biegen und man kann sich immer wieder reinpfuschen.
Also bloß kein Stoppen oder ein "Entschuldigung, ich wollte..." . Einfach weiterspielen. Oder wenn du am Üben bist, bringe wenigstens den Takt oder den Vers, den du singst, zu Ende. Dann lieber nochmal langsam ganz von vorne. Oder die schwierige Passage isoliert üben. Einen vergangenen Schlag zu berichtigen, bringt gar nichts. Das kannst du also auch beim nächsten Vers üben. Und Fehler gehören zum Lernen einfach dazu!
|
Über einige Unsauberkeiten wird der Lehrer einfach hinweghören (oder er sollte es zumindest). |
Wenn jedoch der Takt durch einen Schlag oder eine Pause zu viel oder zu wenig kaputt gemacht wird, dann bekommt das jeder mit. Man gerät einfach aus dem Tritt. Du kannst von Glück sagen, wenn die anderen es auf ihre eigene Unfähigkeit schieben. Wir wollen aber nicht so "taktlos" sein, und jedermann solche Peinlichkeiten ersparen.
Ein Tipp für die erste Liederauswahl
|
Suche am Anfang immer Lieder aus, bei denen ein Akkord mindestens zwei Takte lang ausgehalten werden muss. |
Neue Akkorde bzw. Akkordwechsel sind für den Anfänger nicht einfach, und bis man sie richtig beherrscht, kommt es automatisch zu Pausen. Das ist nicht weiter dramatisch. Jedoch muss man es irgendwie schaffen, dass man sich die Pausen nicht zu einer Gewohnheit macht, die man nachher wieder abtrainieren muss. Daher sollten die Akkorde immer zwei Takte ausgehalten werden. Denn wenigstens beim zweiten Takt braucht man keinen Griffwechsel und daher sollte da keine "Anfängerpause" nötig sein. Achte also darauf, dass die Takte nahtlos aneinander gespielt werden; wenigstens solange es zu keinem Akkordwechsel kommt.
- Für den Westernschlag
Beim Westernschlag darf man nicht nach der "4-und" aufhören zu spielen, sondern muss gleich mit der "1" weitermachen. Sonst hoppelt der Rhythmus.
- Also nicht
- Sondern zähle am besten
"Vier'uuuun -dEin ssa"
- Fußnoten
- ↑ Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
- ↑ Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
- ↑ Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
- ↑ Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
- ↑ Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
Der einfache 3/4-Schlag
Der 3/4-Schlag gehört nicht zum Lernumfang des Lagerfeuerdiploms. D.h. wenn der Lehrer in der ersten Zeit auf Lieder im 3/4-Takt verzichten möchte, kann dieser auch noch bis zum Folkdiplom warten. Sollte dir aber ein Lied im 3/4-Takt unterkommen, dann kannst du einfach folgenden Schlag verwenden.
Beim 3/4-Takt hat man einen anderen Rhythmus. Man muss immer bis 3 zählen und nicht bis 4. Erfahrungsgemäß hat man als Anfänger immer Probleme damit vom 4/4-Schlag auf den 3/4-Schlag umzuschalten und umgekehrt.
Ob es sich um einen 4/4-Takt oder einen 3/4-Takt handelt, das muss man einfach auszählen. Entweder funktioniert es, immer bis 4 zu zählen, oder es funktioniert immer bis 3 zu zählen.
Einfacher ist es, wenn man die Angaben im Lied selbst findet, oder wenn man die Taktangaben in dem Notensystem findet.
Zur Not lässt sich auch mal ein 6/8-Takt mit dem 3/4-Schlag begleiten, obgleich du später noch geeignetere Schlag- oder Zupfmuster für den 6/8-Schlag lernen wirst.
Gospel – Alternativtitel: "(Oh) When The Saints (Go Marching In)", bearbeitet von Mjchael
Das Lied ist eine freie Übersetzung des Gospels "When The Saints Go Marching In". Der Text bezieht sich auf einen Text des neuen Testamentes ("Die Offenbahrung des Johannes") und gibt der Hoffnung Ausdruck, dass am Ende aller Tage die Gläubigen in den Himmel kommen werden. ![]()
- 1)
- Ja, wenn der D Herr einst wieder kommt,
- ja, wenn der Herr einst wieder A kommt,
- ja, dann D lass mich auch da- G bei sein,
- ja, wenn der D Herr einst A wieder D kommt.
- 2)
- Und wenn die D Heil'gen aufersteh'n,
- und wenn die Heil'gen aufer- A steh'n,
- ja, dann D lass mich auch da- G bei sein,
- wenn die D Heil'gen A aufer- D steh'n,
3) Und wenn sie steh'n um deinen Thron, ...
4) Und wenn das Buch geöffnet wird, ...
5) Und wenn man singt: "Halleluja", ...
6) Und wenn die Welt wird wieder neu, ...
Liedvorschlag für: Gitarre: Der Griffwechsel von D-Dur nach G-Dur
Volkslied Bearbeitet von Mjchael
| Merke Ziffern bei Akkorden können meist ohne Probleme weggelassen werden! |
Bergvagabunden
1. Strophe D Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen, A7 steigen dem Gipfelkreuz D zu, In unser'm Herzen brennt eine Sehnsucht, A7 die läßt uns nimmer in D Ruh.
- Refrain:
- G Strahlende Berge, D sonnige Höhen, : A7 Bergvagabunden sind D wir, ja wir.
- G Herrliche Berge, D sonnige Höhen, : A7 Bergvagabunden D sind wir.
2. Strophe D Mit Seil und Haken, alles zu wagen, A7 Hängen wir in steiler D Wand. Herzen erglühen, Edelweiß blühen, A7 Vorwärts mit sicherer D Hand.
3. Strophe D Fels ist bezwungen, frei atmen Lungen, A7 Ach, wie so schön ist die D Welt! Handschlag, ein Lächeln, Mühen vergessen, A7 Alles auf's beste be- D stellt.
4. Strophe D Im Alpenglühen heimwärts wir ziehen, A7 Berge, sie leuchten so D rot. Wir kommen wieder, denn wir sind Brüder, A7 Brüder auf Leben und D Tod.
5. Strophe Lebt D wohl, ihr Berge, sonnige Höhn A7 Bergvagabunden sind treu, ja D treu Lebt wohl, ihr Berge, sonnige Höhn A7 Bergvagabunden sind D treu,
- Refrain:
- G Strahlende Berge, D sonnige Höhen, A7 Bergvagabunden sind D wir, ja wir.
- G Herrliche Berge, D sonnige Höhen, A7 Bergvagabunden D sind wir.
- alternativer Refrain:
- G Lebt wohl, ihr Berge, D sonnige Höhn A7 Bergvagabunden sind treu, ja D treu
- G Lebt wohl, ihr Berge, D sonnige Höhn A7 Bergvagabunden sind D treu,
- Begleitvorschlag
|
Rhythmus BB; der Westernschlag |
Weblinks
Liedvorschlag für: Gitarre: Der Griffwechsel von D-Dur nach G-Dur
mündlich überliefert Bearbeitet von Mjchael
Jeder Eseltreiber
- 1. Strophe
- Jeder G Eseltreiber hat an ' Kugelschreiber, aber
- D unsereiner, der hat ' nix, aber
- D7 unsereiner, der hat ' nix, aber
- G unsereiner, der hat nix.
- Jeder G Eseltreiber hat an ' Kugelschreiber, aber
- D unsereiner, der hat ' nix, aber
- D7 unsereiner, der hat ' nix, ja der hat
- G nix.
- Jeder Eseltreiber hat an Kugelschreiber, ...
- Jeder Südfranzose hat a Unterhose, ...
- Jeder Menschenfresser hat sein Taschenmesser, ...
- Jeder Zuluneger hat sein Bettvorleger, ...
- Jeder Beduine hat sei Waschmaschine, ...
- Jeder Bauernlackl hat ein Cadillacl, ...
- Jeder Hinterinder der hat zwanzig Kinder, ...
- Leute die was waren schreiben Memoiren, ...
- Jeder Egerländer hat sein Fahrradständer, ...
- Jeder Weichensteller hat sein Most im Keller, ...
- Jeder Bauernlackl hat sein Geld im Sack'l, ...
- Jeder Mulitreiber hat sein Kugelschreiber, ...
- Jeder Indianer hat sein Persianer, ...
- Jeder Automat der hat sein Nußschoklad, ...
- Jede Frau vom Fabrikanten hat ihre Diamanten, ...
- Jeder alte Dackl hat sein Anorakl, ...
- Jeder Asiate hat a Schnellkochplatte, ...
- Jeder Neuseeländer hat an Regnschirmständer, ...
- Jeder Kongoneger hat sein Hosenträger,...
- Jede Klosterschwester hat ihr Taschenmesser, ...
Volkslied aus dem kolonialen Westindien – Alternativtitel: John B. Sails, Text und Melodie: anonym: wird erstmals 1917 in einem Roman erwähnt.[8], bearbeitet von Mjchael
Der Originaltext handelt von zwei sich streitende angetrunkene Passdagiere, die den Hafen herbeisehnen. Der Schiffsname des Kutters "John B." bezieht sich vermutlich auf den Kapitän John Bethel, einem der ersten walisischen Siedler auf Eleuthera-Bahamas.
Neben Cover des Kingston Trio, Johnny Cash und vielen anderen wurde vor allem die Version der Beach Boys sehr populär.
Sloop John B.
- 1
- We D came on the Sloop D4 John D B., D4-3
- My D grandfather D4 and D me. D4
- A- D round Nas- D4 sau D town we did A roam, A4-3
- Drinking all D night, D4-3 - Got into a G fight, G4-3
- Well I D feel so break up, A I wanta go D home. D4-3
- Chorus
-
- So D hoist up the John D4 B. D sail, D4-3
- D See how the main- D4 -s'l D sets, D4-3
- D Call for the captain D4 a- D shore,let me go A home, A4-3
- Let me go D home, D4-3 - I wanta go G home, G4-3
- Well, I D feel so break up, - A I wanta go D home. D4-3
- 2
- D First Mate, he D4 got D drunk, D4-3
- D Broke up the peo- D4 ple's D trunk, D4
- D Constable D4 had to D4 come and take him a- A way. A4-3
- Sheriff John- D stone, D4-3 Why don't you leave me a- G lone? G4-3
- Well I D feel so break up, A I wanta go D home. D4-3
- 3
- The D poor cook D4 he caught the D fits, D4-3
- D Threw away all D4 my D grits,
- D Then he took D4 and D ate up all of my A corn. A4-3
- Let me go D home, D4-3 I wanta go G home, G4-3
- This D is the worst trip A I've ever been D on. D4-3
Begleitmuster(-vorschlag)
Ohne die Sus-Akkorde ließe sich das Lied auch für das Lagerfeuerdiplom nutzen.
Die Bezeichnung D4-3 ist eine Kurzschreibweise für D4 - D . Der Sus-Akkord erfolgt jeweils auf der "4" des Lagerfeuerschlages.
Weblinks
- Fußnoten
- ↑ Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
- ↑ Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
- ↑ Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
- ↑ Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
- ↑ Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
Lektion 3a: C-Dur-Akkord bzw. die G-Dur-Kadenz
Wir brauchen tatsächlich nur einen neuen Akkord, und schon haben wir eine neue Tonart gelernt. Diesmal ist es die Tonart G-Dur. Für diese Tonart lassen wir den A-Dur-Akkord hinter uns. A-Dur gehört nicht zur Tonart G-Dur und kommt dort höchstens mal als eine Ausnahme vor. Dafür gehört der Akkord C-Dur regelmäßig zur Tonart G-Dur. Die drei Dur-Akkkorde der G-Dur-Tonart sind G C und D.
Vergleich am Quintenzirkel[9]
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In der neuen Tonart G-Dur ist nun G die ruhige Tonika, C ist die verbindende Subdominante und D die spannungsreiche Dominante. In der Tonart G-Dur kommt die Dominante häufig als D7 vor, wobei wir jedoch am Anfang die 7 einfach ignorieren können. Gehe noch einmal die Übung mit der Durkadenz durch, und ersetze dort die Tonika D-Dur durch die neue Tonika G-Dur. Die alte Subdominante G wird durch C ersetzt, und die Dominante A durch D. So geht man auch vor, wenn man ein Lied in eine höhere oder tiefere Tonart umsetzen will.
Von G-Dur nach C-Dur und wieder zurück
Auch wenn es für das momentane Spielen noch nicht notwendig ist, möchte ich schon einmal auf die "schwarzen" Töne hinweisen. Diese Töne heißen genauso wie der Akkord. Es sind die Grundtöne des Akkordes. Später einmal werden wir diese Töne für das Zupfen gebrauchen und für besondere Anschlagübungen, bei denen man den Basston hervorheben soll. Im Moment braucht man sich aber noch nicht damit zu befassen. Die römische 3 (III) weist nur auf den 3. Bund hin. Da man bei Akkorden gerne mit Zahlen arbeitet, vermeidet man einige Verwechslungen, indem man die Bünde mit römischen Ziffern angibt.
Leider gibt es keine so einprägsame visuelle Merkhilfe für C-Dur, außer dass der Akkord irgendwo in der Mitte liegt.
Aber vielleicht hilft dir der (gesprochene) Satz:
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"C": (ausgesprochen: Zeh!) |
Neben der visuellen Lernhilfe (dem "G" auf dem Kopf) gibt es auch einen gesprochenen Merksatz:
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G (-Dur): |
Den Griffwechsel übt man am besten einige Male hintereinander.
Hörbeispiel:
Stützfinger: JA! Zeigefinger zuerst: NEIN!
Auch hier sei nochmal gesagt: der kleine Finger darf ruhig ein wenig zögern, bevor er seinen Platz verlässt. Er bleibt so lange als Stützfinger (zur Orientierung), bis Mittel- und Ringfinger ihren Platz erreicht haben. Aber noch bevor die beiden Finger dann richtig aufsetzen, verschwindet der kleine Finger.
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Es ist absolut wichtig, dass der Mittel- und Ringfinger gleichzeitig aufsetzen, und das muss unbedingt noch geschehen, bevor der Zeigefinger aufsetzt! |
Die Gefahr ist nämlich, dass der Zeigefinger zuerst aufgesetzt wird.
Das hört sich im ersten Moment gar nicht so schlimm an, doch man erlebt es gerade bei Anfängern immer wieder, dass dabei die gemeinsame Stellung von Mittel- und Ringfinger auseinander gerissen wird.
Der Zeigefinger hat zwar seinen Platz relativ schnell gefunden, aber der Mittelfinger sucht seinen Platz, und dann sucht der Ringfinger seinen Platz.
- Das sind drei einzelne Bewegungen, die viel Zeit kosten.
Wenn man es einmal geschafft hat, Ring- und Mittelfinger als eine Einheit zu sehen, und sie in ihrer Position, die ja schon richtig ist, einfach beibehält, und sie immer gleichzeitig bewegt, geht alles ganz fix, da es dann nur zwei einfache Bewegungen sind.
Es ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, dass der Ringfinger jetzt eine so wichtige "Zeige-" Funktion hat. Doch er muss unbedingt zuerst aufgesetzt werden. Die Bass-Saiten werden zuerst angeschlagen. Der Zeigefinger hat also ein bis zwei Schläge Zeit, bevor er drankommt. Aber da der Zeigefinger das Zeigen gewohnt ist, findet er auch etwas später sehr schnell seinen Platz.
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Also konzentriere dich auf den Ringfinger und bau den C-Dur Akkord nicht von hinten auf! |
Von C-Dur nach D-Dur und zurück
Auch den folgenden Griffwechsel sollte man einige Male alleine üben. Aber im Prinzip dürfte man damit keine größeren Schwierigkeiten haben.
Hörbeispiel
Einfache Akkordprogressionen
Eine "Akkordprogression" ist eigentlich nichts weiter als eine mehr oder weniger kurze "Akkordfolge". Nur hat man bei einer Akkordprogression eher den Eindruck, dass die Abfolge der einzelnen Akkorde genau so und nicht anders verlaufen muss. Es handelt sich meist um ein Klischee (anderes Wort für "Standard-Akkordfolge"), das man schon bei hunderten, wenn nicht tausenden von Liedern gehört hat. Um stets die richtigen "Grooves" auf Lager zu haben, empfiehlt es sich, möglichst viele dieser Akkordfolgen zu verinnerlichen. Noch besser ist es, wenn man gleich Lieder findet, welche die ganze Zeit nur mit solch einer Akkordfolge begleitet werden. Auch wenn man unbedingt ein besonderes Lied von der Gruppe XYZ spielen will, empfiehlt es sich doch, zuerst die einfachen Akkordfolgen zu üben, bevor man die etwas schwereren Akkordfolgen trainiert. Sobald man das Einfache beherrscht, fällt einem das gezielte Nachspielen von Liedern viel leichter; daher ist kaum eine andere Lernmethode sinnvoller.
einfache Akkordkombination:
Zählweise: Eins - Zwei und - Drei - Vier und ...
Akkordkombination G C D G mit Westernschlag (info)
So sieht der Westernschlag in einer Tabulatur aus. Wie diese gelesen wird, das wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
Aber achte mal auf die Noten. Jede Note, die nur einen Schlag hat (wenn man also eine Ziffer ohne ein nachfolgendes "und" zählt), hat auch nur einen Notenhals. Da ist kein weiteres Fähnchen oder kein weiterer Balken mit dabei. Wenn ein Doppelschlag ab- und aufwärts geschlagen wird, dann sind die Notenhälse meist durch einen Balken miteinander verbunden. Die erste Note ist meist der Abschlag, und die zweite, die mit dem Balken verbunden ist, das ist der Aufschlag, bzw. das "und".
Was ist eine Kadenz?
Eine besondere Akkordprogression ist die Akkordfolge G C D G. Also Tonika, Subdominante, Dominante, Tonika. Spiele diese Akkordfolge einmal nach. Start, Weiterleitung, Spannung, Auflösung.
Diese Akkordfolge wird genutzt, um eine Tonart (hier G-Dur) für Übungszwecke oder für Demonstrationszwecke zu definieren. Will man die Dur-Akkorde, die man für eine Tonart üblicherweise benötigt, einmal anspielen, so verwendet man meist genau diese Akkordfolge. Sie wird "Dur-Kadenz" genannt. Die Akkordfolge hilft einem geschulten Gehör, sich in einer Tonart zurechtzufinden. Bei vielen einfachen Liedern ist oftmals noch die Tonika dazwischen gesetzt. Also "G C G D G". Doch für die Definition einer Tonart reichen die vier Akkorde "G C D G" völlig aus. Also eine Dur-Kadenz ist eine Akkordfolge, welche formelhaft eine Tonart näher definiert.
Namen der Saiten
Falls du es nicht schon weißt oder noch nicht wo anders gelesen hast:
- Um sich die Reihenfolge der Saiten von oben nach unten einzuprägen, merke man sich entweder folgenden Spruch:
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Eine Alte Dame Ging Heringe Essen. (der Klassiker) |
oder den näherliegenden
Liedervorschläge
Griffwechsel G-C-D
- Hab ne Tante aus Marokko
- Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad
- oh, Susanna / Oh, Susanne
- Ihr Kinderlein Kommet
- Banana Boat Song (Day-O)
- Oh, Mary, don't you weep
- Down by the riverside
- In einen Harung
- Banks of the Ohio
- Oh My Darling Clementine
- Der Gammler (Arno & Andreas) © G - C G / D- C- (2x) G C G C für die Pause (Original in D-Dur)
- Leaving On A Jet Plane (John Denver) (!!!) © //: G C G C - G C D D :// (D D C D)
- Lord I Lift Your name On High (Rick Founds) © G C D C (6x) G / C D Em C/ D G C G
- Fußnoten
- ↑ Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
- ↑ Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
- ↑ Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
- ↑ Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
- ↑ Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
Lektion 3b: Die allgemeinen Fingersatzregeln
Die Fingersätze, die hier für die einzelnen Akkorde vermittelt werden, sind nicht durch Zufall entstanden. Ein Akkord sollte immer so gegriffen werden, dass sich die Finger beim Griffwechsel so wenig wie möglich bewegen müssen.
- Wo es möglich ist
-
- Zeigefinger erster Bund
- Mittelfinger zweiter Bund
- Ringfinger dritter Bund
- Kleiner Finger vierter Bund
- Müssen zwei oder mehrere Finger in einen Bund
-
- Zeigefinger kommt über den Mittelfinger
- Mittelfinger kommt über den Ringfinger
- Ringfinger kommt über den kleinen Finger
Vorteile des Standard-Fingersatz
- Bei dem Wechseln der 9 Akkorde C-, F-, G-, G7-, D-, E- und A-Dur sowie E- und A-Moll hat man immer die gleichen Fingersätze. Die Griffwechsel werden daher alle nach demselben Schema ablaufen.
- Der Grundton ist fast immer da, wo der Ringfinger ist. Später beim Folkdiplom, wenn man die ersten Zupfmuster lernt, weiß man immer, wo der Basston ist.
- Hat man erst mal einen Basslauf oder eine Picking-Figur gelernt (kommt im Folkdiplom), dann kann man diesen sehr einfach auf andere ähnlich gegriffene Akkorde übertragen.
- Griffwechsel werden in der Regel einfacher und schneller.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber die können getrost warten, bis man alle Standard-Akkorde mit den Standard-Fingersätzen kann und alle Lernvorteile der Standard-Griffweise mitgenommen hat.
Und wenn du es jetzt auch noch nicht glauben magst: mit nur wenigen "Eselsbrücken" findet man alle Töne der C-Dur Tonleiter in den ersten Bünden. Und du wirst nicht länger als eine Unterrichtsstunde brauchen, um das zu lernen.
Bevorzugte Positionen
Aus den allgemeinen Fingersatz-Regeln kann man für die einfachen Akkorde eine "Lieblingsposition" der Finger ableiten. Sollte ein Finger für einen bestimmten Akkord nicht gebraucht werden, so kann er sich aber schon einmal in der Schwebe über seiner Lieblingsposition auf die Lauer legen. Wahrscheinlich wird er dort schon bald wieder gebraucht.
Lieblingspositionen:
Zeigefinger Mittelfinger Ringfinger kleiner Finger ||-Z-|---|---| ||---|---|---| ||---|---|---| ||---|---|<K>| ||<Z>|---|---| ||---|---|---| ||---|---|---| ||---|---|-K-| ||-Z-|---|---| ||---|-M-|---| ||---|---|---| ||---|---|-K-| ||---|---|---| ||---|<M>|---| ||---|---|-R-| ||---|---|---| ||---|---|---| ||---|-M-|---| ||---|---|<R>| ||---|---|---| ||---|---|---| ||---|---|---| ||---|---|-R-| ||---|---|---|
Ebenso empfiehlt es sich, Ring- und Mittelfinger immer dicht beieinander zu halten (wie schon angesprochen), da sie höchstwahrscheinlich in einer dieser beiden Positionen gegriffen werden:
Tipp
Sollte man vorher schon einen Griff anders gelernt haben, dann sollte man den Standard-Fingersatz einfach wie einen neuen Akkord lernen und diesen für neue Lieder einsetzen. Sobald man gemerkt hat, welche Vorteile die Standard-Fingersätze mit sich bringen, wird man den "neuen" Griff auch bei den alten Liedern einsetzen.
- Für diejenigen, die den G-Dur-Akkord vielleicht anders gelernt haben
Lektion 3c: Der Lagerfeuerschlag
Mit dem „Westernschlag“ hatten wir eine gute Vorübung für den „Lagerfeuerschlag“, denn die erste Hälfte des „Westernschlags“ entspricht der ersten Hälfte des „Lagerfeuerschlags“:
Die zweite Takthälfte des Lagerfeuerschlags ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die "3" wird nicht durchgeführt! Statt dessen wird ein Luftschlag ausgeführt. Dadurch folgen also zwei „und“ bzw. zwei Aufschläge aufeinander:
Es ist absolut wichtig, dass die Auf- und Abschläge der Hand gleichmäßig ausgeführt werden. Denn die beiden hintereinander folgenden Aufschläge verleiten erfahrungsgemäß dazu, diese beiden Schläge zu schnell auszuführen.
Dieses führt zu einem unsauberen Rhythmus und einem falschen Takt. Diesen Fehler gilt es, unter allen Umständen zu vermeiden. Unsauber gegriffene Akkorde, nicht sauber ausgeführte Abschläge, ja sogar falsche Akkorde, alles kann man anfangs tolerieren, und auch mal drüber hinweg hören, denn das gibt sich alles mit genügender Übung. Wenn aber ein Takt nicht stimmt, also wenn er etwas kürzer oder länger ist, als er sein darf, dann bringt man alle, die mitsingen aus dem Takt.
- Tipp
Man kann der unerwünschten "Taktverkürzung" am ehesten dadurch entgegenwirken, dass man die Armbewegungen recht weit ausführt. Es hilft die Hand beim Anschlag wenigstens so weit anzuheben und zu senken, wie die Gitarre breit ist. Wenn man es schafft, diese etwas übertrieben weite Bewegung halbwegs gleichmäßig auszuführen, wird man recht schnell den richtigen Rhythmus raus haben. Sobald der Rhythmus stimmt, kann man wieder etwas dezentere Schlagbewegungen ausführen.
Es lohnt sich, zuerst eine Weile die zweite Hälfte des Lagerfeuerschlags isoliert zu üben. Die erste Hälfte des Schlags hat man ja schon mit dem Westernschlag geübt.
- | - u 4 - | - u 4 - | - u 4 - | - u 4 - |
Der Tipp mit dem Tapp
Nimm den Fuß zu Hilfe und tappe mit diesem den Takt. Jeder Tapp ist eine Zahl, jedes Anheben des Fußes ist ein „und“. Der Arm schlägt parallel mit jedem Tapp nach unten, bei jedem Anheben des Fußes geht auch der Arm nach oben. Selbst der Kopf kann diese Bewegung leicht mitmachen. Dabei ist es wiederum ganz egal, ob die Saiten berührt werden oder ob Luftschläge ausgeführt werden.
Und es wird beim Üben laut und deutlich gezählt.
- „Eins – Zwei und – und Vier“ – „Eins – Zwei und – und Vier“
- Beim Lagerfeuerschlag sieht es wie folgt aus
- Tipp
Wenn man eine Gruppe mit der Gitarre begleitet, dann kann der Schlagarm mitunter auch den Taktstock eines Dirigenten ersetzen. Daher braucht man keine Angst zu haben, wenn die Bewegungen anfangs etwas übertrieben deutlich ausführt. Stelle dir einfach vor, du dirigierst mit der Schlaghand gleichzeitig einen Chor.
- Hörbeispiel
Lagerfeuerschlag mit GG CC DD CC und G C D C (info)
Interessantes am Rande
Eine Besonderheit gibt es über den Lagerfeuerschlag noch zu sagen. Bei kaum einem anderen Schlagmuster wird die „1“ so gut hervorgehoben wie bei diesem Schlagmuster. Selbst wenn der Sänger mal den Faden verloren hat, findet er beim Lagerfeuerschlag schnell die „1“ wieder. Bei anderen Schlagmustern fällt das nicht so leicht.
Schaue dir das Schlagmuster einmal ohne Taktstriche an. Du findest die alleinstehende „1“ relativ einfach heraus. So ähnlich geht es auch deinem Gehör, wenn es den Lagerfeuerschlag hört. Auch das Ohr hört recht schnell die alleinstehende „1“ heraus. Daher ist der Lagerfeuerschlag sehr gut geeignet, um eine Gruppe beim Singen zu begleiten.
Liedvorschlag für: Gitarre: Griffwechsel G-C-D
Text: mündlich überliefert Bearbeitet von Mjchael
Hab ne Tante aus Marokko
1. Hab’ 'ne G Tante aus Marokko wenn sie | kommt… HIPP, HOPP
Hab’ 'ne | Tante aus Marokko, wenn sie D kommt… HIPP, HOPP
Hab’ 'ne G Tante aus Marokko,
Hab’ 'ne C Tante aus Marokko,
Hab’ 'ne D Tante aus Marokko, wenn sie G kommt… HIPP, HOPP
- Singen: G Ja- Ja- Jippi Jippi | Jä … HIPP, HOPP
- Singen: | Ja- Ja- Jippi Jippi Jä … D HIPP, HOPP
- Singen: G Ja- Ja- Jippi Jippi … C Ja- Ja- Jippi Jippi…
- D Ja- Ja- Jippi Jippi G Jä … HIPP, HOPP
2. Und sie G kommt auf zwei Kamelen,
wenn sie | kommt… HOPPEL-POPPEL
Und sie | kommt auf zwei Kamelen,
wenn sie D kommt… HOPPEL-POPPEL
Und sie G kommt auf zwei Kamelen,
Und sie C kommt auf zwei Kamelen,
Und sie D kommt auf zwei Kamelen,
wenn sie G kommt * HOPPEL-POPPEL
- Singen: G Ja- Ja- Jippi Jippi | Jä … HIPP, HOPP… HOPPEL-POPPEL
- Singen: G Ja- Ja- Jippi Jippi D Jä … HIPP, HOPP… HOPPEL-POPPEL
- Singen: G Ja- Ja- Jippi Jippi … C Ja- Ja- Jippi Jippi…
- D Ja- Ja- Jippi Jippi G Jä … HIPP, HOPP… HOPPEL-POPPEL
- 3. Und sie schießt auf zwei Pistolen, wenn sie kommt… PIFF-PAFF
- 4. Und dann trinken wir 'ne Cola, wenn sie kommt… GLUCK-GLUCK…..
- 5. Und dann braten wir ein Ferkel, wenn sie kommt… OINK-OINK
- 6. Und dann kriegen wir 'nen Brief, dass sie nicht kommt… OOoohhhhhh……
Singen: | Ja- Ja- Jippi Jippi | Jä … HIPP, HOPP; - HOPPEL-POPPEL; - PIFF-PAFF; - GLUCK-GLUCK; - OINK-OINK…OOooooooooooooooooooooooohhhhhhhhhhhh
Anfangstöne ------------------------------------------------------ ------------------------------------------------------ ---------0--0--0--0---------------0------------------- ---0-0----------------2-0-----0----------------------- ----------------------------2------------------------- ------------------------------------------------------
Ein | dient als Platzhalter für den Akkord. Es ist als Anfang eine Hilfe wie lange ein Akkord ausgehalten werden muss, und lehnt sich an die Taktstriche der Noten an. Der Refrain wächst mit jeder Strophe um einen Ausdruck! Wenn man will auch die letzte Zeile jeder Strophe….
- Begleitvorschlag
- Lagerfeuerschlag
Liedvorschlag für: Gitarre: Griffwechsel G-C-D
Melodie: Robert Steidl (*1865 †1927); Text:(ursprünglich) Robert Steidl (*1865 †1927) [10]
diverse Strophen anonym bzw. mündlich überliefert Bearbeitet von Mjchael
Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad
- 1. Strophe
Meine G Oma fährt im C Hühnerstall Mo-
G tooooor- rad Mo- D toooooor- rad, Mo- G tooooor- rad,
Meine G Oma fährt im C Hühnerstall Mo- G toooooooor- rad
meine C Oma ist 'ne D ganz patente G Frau
- Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad ...
- Meine Oma hat im Backenzahn ein Radio ...
- Meine Oma hat 'nen Bandwurm, der gibt Pfötchen ...
- Meine Oma hat 'ne Brille mit Gardinen ...
- Meine Oma hat 'nen Dackel, der trägt Höschen ...
- Meine Oma tötet Fliegen mit Kanonen ...
- Meine Oma hat 'ne Glatze mit Geländer ...
- Meine Oma hat 'nen Goldfisch, der raucht Pfeife ...
- Meine Oma lernt im Gurkenglasl tauchen...
- Meine Oma hat ein Himmelbett mit Brause ...
- Meine Oma spielt in Hollywood nen Cowboy ...
- Meine Oma mahlt den Kaffee mit Atomkraft ...
- Meine Oma hat Klosettpapier mit Blümchen ...
- Meine Oma hat 'nen Kochtopf mit 'nem Lenkrad ...
- Meine Oma hat 'nen Krückstock mit 'nem Rücklicht ...
- Meine Oma hat im Küchenschrank Kaninchen ...
- Meine Oma bäckt im Kühlschrank eine Torte ...
- Meine Oma hat 'nen Löffel mit Propeller ...
- Meine Oma hat 'nen Nachttopf mit Beleuchtung ...
- Meine Oma fährt im Panzer zum Finanzamt ...
- Meine Oma hat 'nen Papagei mit Bluejeans ...
- Meine Oma hat 'nen Petticoat aus Wellblech ...
- Meine Oma hat ´nen Schlüsselbund mit Kompass ...
- Meine Oma lernt im Suppenteller schwimmen ...
- Meine Oma fährt im Suppenteller U-Boot ...
- Meine Oma hat im Strumpfband ´nen Revolver ...
- Meine Oma hat nen Sturzhelm mit Antenne ...
- Meine Oma guckt die Tagesschau mit `m Fernrohr ...
- Meine Oma hat ´ne Teekanne mit Schutzblech ...
- Meine Oma hat 'ne Unterhos mit Auspuff ...
- Meine Oma hat ein Waschbecken mit Sprungbrett ...
- Begleitvorschlag
Dieses Werk (Bild, Ton, Film, Text...) wurde entweder
Das Werk ist damit gemeinfrei („public domain“). |
- Fußnoten
- ↑ Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
- ↑ Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
- ↑ Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
- ↑ Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
- ↑ Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
amerikanischer Folksong – Alternativtitel: With My Banjo On My Knee, Text und Melodie: Stepen Foster (1848 publ.), bearbeitet von Mjchael
Stephen Collins Foster (*1826 - †1864) war seinerzeit der bekannteste Songwriter in den USA. Viele seiner Lieder, sind 150 Jahre nach ihrer Entstehung immer noch bekannt. Das Lied „Oh Susanna“ ist Stephen Foster's größter Hit.
| Gitarre | Ukulele (gcea) | Ukulele (adf#h) | |||||||||||||||||
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Oh! Susanna
- Strophe 1
- I G came from Alabama, with my banjo on my D knee,
- I'm G going to Louisiana, my D true love ' for to G see;
- It G rain'd all night the day I left, the weather it was D dry,
- The G sun so hot, I froze to death, Su- D sanna ' don't you G cry.
- Ref.
- O- C -oh! Susanna, oh G don't you cry for D me,
- I've G come from Alabama with my D banjo ' on my G knee.
- Strophe 2
- I G had a dream the other night when every thing was D still,
- I G thought I saw Susanna a D coming ' down the G hill;
- The G buck-wheat cake was in her mouth, the tear was in her D eye;
- Says G I, "I'm coming from the South. Oh, Su- D sanna ' don't you G cry."
- Strophe 3
- I G soon will be in New Orleans, and then I'll look D around,
- And G when I find Susanna, I will D fall up- ' on the G ground.
- And G if I do not find her, this darkey'll surely D die,
- And G when I'm dead and buried. Oh, Su- D sanna, ' don't you G cry.
Oh Susanne
- Deutsche Nachdichtung von Bernd Hannemann, Januar 2009
- Strophe 1
- Ich G kam aus Alabama mit dem Banjo auf dem D Knie.
- Ich G wollt' nach Louisiana, um die D Liebste ' dort zu G seh'n.
- Im G Regen ließ ich sie zurück, bei größter Trocken- D heit.
- Fror G mich zu Tod' im Sonnenlicht. Su- D sanne, ' wein doch G nicht!
- Ref.
- O- C -oh! Susanne oh G bitte weine D nie,
- ich G komm' aus Alabama mit dem D Banjo ' auf dem G Knie.
- Strophe 2
- In G einer leisen, dunklen Nacht, da träumte ich von D ihr,
- wie G sie die Berge runterjagd. Sie D kam di- ' rekt zu G mir.
- Sie G aß ein Keks und sprach kein Wort, eine Träne glänzte D feucht.
- Sag G ich zu ihr: "Ich geh nach Nord. Oh, Su- D sanne ' wein doch G nicht."
- Strophe 3
- Nun G bin ich bald in New Orleans und wage einen D Blick.
- Viel- G leicht seh' ich Susanne dort und D find bei ' ihr mein G Glück.
- Lebt G sie in einer andern Stadt, dann tröstet mich das D nicht.
- Ich G fiel glatt um und bliebe tot. Oh, Su- D sanne ' wein doch G nicht.
| by-sa | Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen | [http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de Version 2.0] | siehe auch Hinweis auf der Benutzerseite |
- Begleitvorschlag
- (Bearbeitet von Mjchael)
Diese Akkorde bzw. der Rhythmus wurden für Anfänger vereinfacht. Der D-Dur-Akkord wird in der vereinfachten Version etwas früher als nötig gespielt, was die Begleitung vereinfacht.
Besser hört sich das Lied (meines Erachtens) an, wenn D-Dur einen halben Takt später spielst. Dafür benötigt man einen schnellen Griffwechsel welcher in der Lektion 5 des Lagerfeuerdiploms beschrieben wird. Die "spätere" Version des D-Dur-Akkords ist durch einen Hochkomma gekennzeichen.
Liedvorschlag für: Gitarre: Griffwechsel G-C-D
Text: volkstümliches Weihnachtslied Bearbeitet von Mjchael
Ihr Kinderlein kommet
T.:Christoph von Schmid - M.: J. P. A. Schulz, (1794)
- Strophe 1[11]
- Ihr G Kinderlein ' kommet, o D kommet doch G all,
- zur ' Krippe her ' kommet in D Bethlehems G Stall,
- und D seht, was in D7 [12] dieser hoch- G heiligen C Nacht
- der G Vater im ' Himmel für (D Freu- D7) [13] de uns G macht.
- Strophe 2
- O G seht in der Krippe im D nächtlichen G Stall,
- seht hier bei des Lichtleins hell- D glänzendem G Strahl
- den D lieblichen D7 Knaben, das G himmlische C Kind,
- viel G schöner und holder als D Eng- 7 [14] elein G sind.
- Strophe 3
- Da G liegt es, ihr Kinder, auf D Heu und auf G Stroh, Ma-
- ria und Joseph be- D trachten es G froh;
- die D redlichen 7 Hirten knien G betend C davor,
- hoch G oben schwebt jubelnd der D himm- 7 lische G Chor.
- Strophe 4
- O G beugt wie die Hirten an- D betend die G Knie, er-
- hebet die Händlein und D danket wie G sie,
- stimm D freudig, ihr 7 Kinder, wer G wollt sich nicht C freu'n,
- stimmt G freudig zum Jubel der D Eng- 7 el mit G ein!
- Fußnoten
- ↑ Diese Übung mit dem Fingerhakeln ist als Demonstration gedacht, weniger als ein Krafttraining.
- ↑ Wenn mehr als ein Ton gleichzeitig erklingt (wie bei einem Akkord), spricht man von Harmonie. Folgen die Töne nur nacheinander, dann spricht man von Melodie.
- ↑ Entgegen einiger falscher Behauptungen ist es beim D-Dur-Akkord nicht verboten, die 2. Saite von oben mit anzuschlagen. Der Ton A (das ist die zweite Saite von oben) gehört mit zum D-Dur-Akkord. Es mag ja sein, dass sich einige Stücke besser anhören, wenn man den Basston D (die dritte Saite von oben) als tiefsten Ton hat und die A-Saite meidet, doch es ist generell nicht verkehrt, wenn das A (versehentlich oder absichtlich) doch mal mitklingt. Und bei der einfachen Liedbegleitung in der Tonart D-Dur fällt es so gut wie keinem Zuhörer auf, dass der Ton A im Bass liegt und nicht, wie es meist bei Zupfmustern angestrebt ist, der Ton D. Beim Folkdiplom werden wir mit den Zupfmustern viel mehr auf die Basstöne eingehen, und dann stellt sich automatisch ein besseres Gefühl für den Basston ein. Ein D-Dur-Akkord mit einem A im Bass kennen Klavierspieler als eine Umkehrung der Grundstellung. In der Tonart G-Dur (die wir ab der 3. Lektion lernen) stört eine solche Umkehrung überhaupt nicht. Bei Zupfmustern mit einem Wechselbass wird meist der Basston D zuerst angeschlagen. Doch der tiefere Basston A wird oftmal beim zweiten Mal als Wechselbass angeschlagen. A als Basston beim D-Dur-Akkord zu meiden ist völlig unnötig und letztlich hinderlich für das Üben der Anschläge.
- ↑ Richtiger wäre es bei diesem Griffbild ein großes "D" einzuzeichnen, weil es ein D-Dur und kein D-Moll ist, und man Dur-Akkorde üblicherweise groß schreibt und nur Mollakkorde klein. Problem: Dadurch würden die Finger nicht mehr so schön in den Buchstaben hineinpassen und die schöne Eselsbrücke wäre hin.
Für den Anfang wird man aber gut mit dem kleinen Schönheitsfehler leben können. - ↑ Die Kreise hier im Quintenzirkel entsprechen je einem Ton. Es wird ein langfristiges Ziel sein, zu jedem Ton des Quintenzirkels je einen Dur-, einen Moll- und einen 7er-Akkord spielen zu können.
Ein mittelfristiges Ziel (Lagerfeuer- und Folkdiplom) ist es, zu jedem Ton entweder einen Dur-Akkord oder zumindest einen Dur7-Akkord greifen zu können, soweit dazu keine Barré-Akkorde nötig sind. Da Töne mit Vorzeichen fast ausnahmslos Barré-Akkorde ergeben, müssen diese zu einem späteren Zeitpunkt (ab Rockdiplom) gelernt werden. Damit das mittelfristige Ziel besser vor Augen ist, sind die "Barré-Akkorde" vorerst durchgestrichen.
Da es nur wenige Moll-Akkorde gibt, die man ohne Barré greifen kann, werden diese für den Quintenzirkel nur am Rande beachtet. - ↑ Wenn es dich aber jetzt schon interessiert, wie man eine Tabulatur liest dann schaue dir noch einmal das Kapitel Lesen von Diagrammen, Tabulaturen und Noten in der Einleitung genauer an. Da wird es beschrieben.
- ↑ Es gibt zwar einige wenige Lieder, die ihren besonderen Reiz erst durch eine Unregelmäßigkeit im Takt erhalten (zu denken wäre da unter anderem an einige Kirchenlieder), aber die kann man sich wirklich aufheben, bis ein gleichmäßiger und regelmäßiger Takt und Rhythmus gar kein Problem mehr darstellt. Solche Lieder, die mitten drin von einem 4/4-Takt abweichen (egal ob es innerhalb eines Verses oder während einer Pause ist), sollte man zumindest am Anfang erst gar nicht lernen. Man darf den Rhythmus selbst variieren (mehr oder weniger Luftschläge, Lautstärke, Anzahl der Saiten, Gesamttempo...), jedoch muss bei einem 4/4-Takt ohne Ausnahme immer bis 4 gezählt werden können. Das muss einfach in Fleisch und Blut übergehen. Und bis es so weit ist: Zählen, zählen, zählen...
- ps.
- Beim 3/4-Takt, den wir um einiges später üben, wird natürlich bis 3 gezählt, beim 6/8-Takt bis 6, und so weiter ...
- ↑ Pieces of Eight von Richard Le Gallienne (Kapitel 4 Seite 6 ": „Ihr Jungs, könnt Ihr nicht einen Song singen? Wie wär’s mit John B. Sails?“")
- ↑ Der Quintenzirkel ist ein nützliches "Werkzeug" um sich Akkorde, die üblicherweise zusammen gehören einzuprägen.
Daneben kann man noch viele Informationen viel leichter aus dem Quintenzirkel ableiten (weil die zusammengehörenden Töne meist nebeneinander stehen), als sie mühsam an der (chromatischen) Tonleiter abzuzählen. Dennoch muss er zu diesem Zeitpunkt weder verstanden noch gelernt werden. Da aber Lagerfeuer-, Folk-, Rock- und später noch das Rockballadendiplom sich in ihrem Aufbau sehr eng am Quintenzirkel orientieren, wird sich hoffentlich bald auch so intuitiv ein "wähnendes Erahnen" einstellen. Die eigentliche Systematik, die hinter dem Ganzen steht, kann dann später durch die richtigen Fakten ergänzt werden.
Im Gitarrenunterricht fließen solche Bruchstücke evtl. durch Randbemerkungen wie "E-Dur hat - (Geh Du Alter Esel) - vier Kreuze, D-Dur hat - (Geh Du) - zwei Kreuze" ein und ergeben erst nach und nach für den Schüler einen Sinn.
Jetzt zu diesem Zeitpunkt hat der Quintenzirkel eher die Funktion eines Adventskalenders, bei dem jeder neue Akkord so etwas wie ein neues Türchen im Quintenzirkel-Kalender darstellt. - ↑ Der Schlager hatte ursprünglich. den Titel „Wir versaufen unsrer Oma ihr klein Häuschen“; Die Veröffentlichungsjahr und Autoren der umgesungenen Version sind nicht mehr feststellbar. Die Schutzdauer endet bei anonymen Werken 70 Jahre nach der ersten Veröffentlichung.
- ↑ Die erste Strophe enthält als zusätzliche Hilfe noch Hochkomma um einen neuen Takt anzudeuten.
- ↑ D7 kann durch ein einfaches D ausgetauscht werden
- ↑ Anstelle (D-D7) mit schnellem Griffwechsel kann auch ein einfaches D7 oder nur ein D gespielt werden.
- ↑ D ... 7 ist eine Kurzschreibweise für den Wechsel D ... D7. Es ist zwar kein Standard, aber doch oft anzutreffen.
Jamaikanisches Volkslied – Alternativtitel: Day-O, bearbeitet von Mjchael
Der Banana Boat Song ("Bananenboot-Lied") ist ein Calypso, dessen bekannteste Version von Harry Belafonte gesungen wurde.
| Gitarre | Ukulele (gcea) | |||||||
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Banana Boat Song (Day-O)
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- Chorus
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- C Day-O! G7 Day- C O!
-
- Daylight come, and I G7 wanna go C home
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- C Day-O! G7 Day- C O!
-
- Daylight come, and I G7 wanna go C home
- 1st Verse
- C Come, Mr. Tallyman, G7 tally me banana
- C Daylight come, and I G7 wanna go C home
- C Come, Mr. Tallyman, G7 tally me banana
- C Daylight come, and I G7 wanna go C home
- 2nd Verse
- Heave C six foot, seven foot, eight foot bunch
- C Daylight come, and I G7 wanna go C home
- Heave C six foot, seven foot, eight foot bunch
- C Daylight come, and I G7 wanna go C home
- 3rd Verse
- A C clerk man a check but him check with caution
- C Daylight come, and I G7 wanna go C home
- A C clerk man a check but him check with caution
- C Daylight come, and I G7 wanna go C home
Begleitvorschlag
| Der Westernschlag |
einfacher Calypsoschlag |
Weblinks
- [http://www.youtube.com/results?search_type=&search_query=Banana+Boat+Song Videos bei YouTube]
Gospel) Liedvorschlag für: Griffwechsel G-C-D Bearbeitung: Mjchael
Oh, Mary, don't you weep
- CHORUS
- G Oh, Mary, don't you D weep, don't mourn;
- D7 Oh, Mary, don't you G weep, don't mourn;
- C Pharaoh's army got G drowned,
- Oh, D Mary, don't you G weep.
- Strophe 1
- G Well if I could I surely D would,
- D7 Stand on the rock where G Moses stood.
- C Pharaoh's army got G drowned,
- Oh, D Mary, don't you G weep.
- Strophe 2
- G One of these morns about D twelve o' clock
- D7 This old world is going to G reel and rock
- C Pharaoh's army got G drowned,
- Oh, D Mary, don't you G weep.
Weblinks
- Liedvorschlag für: Griffwechsel G-C-D und Gitarre: D7 Akkord
- Gospel Bearbeitet von Mjchael


Down by the riverside
- G Gonna lay down my sword and shield
- Down by the riverside
- D Down by the riverside
- G Down by the riverside
- Gonna lay down my sword and shield
- Down by the riverside
- D Down by the D7 river- G side
- refrain
-
- I ain't gonna C study war no more,
- I ain't gonna G study war no more,
- I ain't gonna D study D7 war no G more.
- I ain't gonna C study war no more,
- I ain't gonna G study war no more,
- I ain't gonna D study D7 war no G more.
- G Gonna walk with the Prince of Peace
- Down by the riverside
- D Down by the riverside
- G Down by the riverside
- Gonna walk with the Prince of Peace
- Down by the riverside
- D Down by the D7 river- G side
- refrain...
- G Gonna put on my long white robe;
- Down by the riverside
- D Down by the riverside
- G Down by the riverside
- Gonna put on my long white robe;
- Down by the riverside
- D Down by the D7 river- G side
- refrain...
- G Gonna lay down my sword and shield
- Down by the riverside
- D Down by the riverside
- G Down by the riverside
- Gonna lay down my sword and shield
- Down by the riverside
- D Down by the D7 river- G side
- refrain...
»Text«:Liedvorschlag für: Gitarre: D7 Akkord
In einen Harung
- 1.
- In einen G Harung, jung und D schlank, - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
- Der auf dem Meeresgrunde D schwamm - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
- Ver- A liebte sich, o G Wunder, ´ne olle D7 Flunder, ´ne olle G Flunder
- Ver- A liebte sich, o G Wunder, ´ne olle D Flu- D7 (hu-) n- G der.
- 2.
- Der Harung G sprach: "Du bist ver- D rück! - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
- Du bist mir viel zu platt ge- D drückt. - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
- Rutsch A mir den Buckel G runter, du olle (D Flunder, D7) du olle G Flunder!
- Rutsch A mir den Buckel G runter, du olle (D Flu- D7) (hu-) n- G der.!"
- 3.
- Da stieß die G Flunder auf den D Sand, - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
- Wo sie 'nen goldnen Rubel D fand. - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
- Ein A Goldstück von zehn G Rubel, o welch ein (D Jubel, D7) oh welch ein G Jubel.
- Ein A Goldstück von zehn G Rubel, o welch ein (D Ju- D7) (hu-) G bel.
- 4.
- Da war die G olle Schrulle D reich. - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
- Da nimmt der Harung sie so- D gleich. - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
- Denn A so ein alter G Harung, der hat Er- (D fahrung, D7) der hat Er- G fahrung
- Denn A so ein alter G Harung, der hat Er- (D fah- D7) (ha-) G rung.
- 5.
- Und die Mo- G ral von der Ge- D schicht? - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
- Verlieb dich in nen Harung D nicht! - zwo, drei, vier, D7 ß-ta-ta, ti G ral-la-la,
- Denn A so ein alter G Harung, der hat Er- (D fahrung, D7) der hat Er- G fahrung
- Denn A so ein alter G Harung, der hat Er- (D fah- D7) (ha-) G rung.
Bevor das Lied gespielt wird, sollte der Griffwechsel zwischen D-Dur und D7 einzeln und mit dem schnellen Griffwechsel geübt werden. Zur Not kann man den schnellen Griffwechsel auch umgehen, indem man nur den D7-Akkord spielt.
Folksong Liedvorschlag für: Griffwechsel G-C-D und D7-Akkord Bearbeitung: Mjchael
Banks of the Ohio
- Strophe 1
- I asked my G love to take a D walk
- Just to D7 walk a little G way
- As we walked along we C talked
- All about G our D wedding G day
- Chorus
-
- And only G say that you'll be D mine
-
- And our D7 home will happy G be
-
- Down beside where the waters C flow
-
- Down on the G banks of the D Ohio G
- Strophe 2
- I took her G by her lily white D hand
- Led her D7 down where the waters G stand
- There I pushed her in to C drown
- And watched G as she D floated G down
- Strophe 3
- I started G home tween twelve and D one
- I cried, "My D7 God, what have I G done."
- I murdered the only woman I C loved
- Because she G would not D marry G me.
- Strophe 4
- The very next G morning about half-past D four
- the sheriff came knocking on my G door
- He said, "Young man, come with me and C go
- Down to the G banks of the D Ohio. G "
Weblinks
Singen kann jeder
Ich weiß nicht, wie gut du schon singen kannst. Es mag sein, dass es für dich das natürlichste der Welt ist. Vielleicht hat schon eure Mutter mit euch gesungen, oder ihr hattet einen guten Musiklehrer oder singt sogar in einem Chor mit.
Euch brauche ich nicht viel zum Singen zu sagen. Man kann zwar immer noch irgendetwas besser machen, aber darum soll es hier nicht gehen. Hier geht es mehr um die grundsätzlichen Tipps für den Anfänger. Man kann seine Stimme auch richtig schulen lassen (was allerdings nicht in jedem Fall notwendig ist), aber das Thema Gesangsausbildung bietet Stoff genug für ein eigenes Buch.[1] Jedoch will nicht jeder ein Popstar werden. Vielen genügt es, wenn sie für sich selbst nur so mit Spaß an der Freude singen.
Niemand soll sich zu schnell einreden lassen, er könne nicht singen. Solange er sprechen kann, kann er auch singen.[2] Es fehlt höchstens die Übung. Am besten lernt man das Singen, indem man es immer und immer wieder übt, und sich auch einmal mit den Themen wie Tonhöhe, Intervalle und Rhythmus zu beschäftigen. Manchmal liegt es einfach daran, dass die Leute zwar gut singen KÖNNEN wollen, aber nicht singen LERNEN wollen. (Das gilt übrigens auch fürs Gitarrespielen.)
Wie kann man zur Gitarre singen?
Wer gleichzeitig singt und Gitarre spielt, kommt am Anfang schnell durcheinander. Was kann man da tun?
Bekannte einfache Lieder
Es empfiehlt sich, mit einfachen und bekannten Liedern zu beginnen. Lieder, bei denen man nicht über Worte und Melodie nachdenken muss. Lieder, die so einfach sind, dass man sie auch ohne Konzentration noch singen kann. Vielleicht findet man auch Lieder, in denen immer bei einem bestimmten Wort ein Akkordwechsel vorkommt, so dass man sich nicht sehr darauf konzentrieren muss. Oder Lieder, die man so in- und auswendig kennt, dass man sie automatisch abspulen kann. Einfache Lieder, die man aber nicht auswendig kann, sind weniger zu empfehlen. Doch sie sind allemal besser, als sich gleichzeitig mit einem schweren Text, mit der Akkordfolge und dem Rhythmus zu beschäftigen. Man sollte für das Üben auch Kinderlieder und Volks- oder Weihnachtslieder nicht verachten, wenn man diese auswendig kann. Sie mögen vielleicht nicht die angestrebte Musikrichtung sein, aber für das Erlernen der Spieltechnik sind sie anfangs eine gute Möglichkeit, überhaupt das Singen zur Gitarre zu üben.
Mitsummen
Selbst das bloße Mitsummen der Melodie bringt einen näher dazu, sich selbst mit der Gitarre zu begleiten. Und selbst dann, wenn man den Eindruck hat, die eigene Stimme eigne sich nicht für die Bühne, sollte man dennoch üben, zur Gitarre zu singen. Man entwickelt viel eher ein natürliches Gefühl für Melodie, Rhythmus, Dynamik und Geschwindigkeit. Und man kann sich leichter in den Sänger hineindenken, den man begleiten möchte.
Einfache Akkordfolge
Eine andere Methode ist, nur Lieder auszuwählen, die eine gleichbleibende Akkordfolge haben. Diese Akkordfolge übt man zuerst so lange, bis man sie in- und auswendig kann. Wenn diese Akkordfolge dann fast von alleine abläuft, bleibt genug Konzentration für den Gesang übrig. Natürlich sollte man keine Akkorde wählen, die zu schwer sind. Lieber mit etwas Leichtem anfangen.
Einfache Schlagmuster
Man beginnt mit einfachen Begleitmustern. Bei einem einfachen Schlagmuster bewegt sich der Arm so gleichmäßig auf und ab, dass der Rhythmus vorgegeben wird, ähnlich einem Dirigenten, der beim Chor den Taktstock schwingt. Erst wenn man mit den einfachen Schlagmustern klarkommt und damit Erfahrung hat, geht man daran, auch zu schwierigeren Gitarrenbegleitungen zu singen.
Musik mitlaufen lassen
Wenn man Probleme hat, sich an den Text, den Rhythmus, die Melodie und die Akkordfolge zu erinnern, dann hilft es, einfach das Lied im Hintergrund mitlaufen zu lassen. Dadurch wird das Gehirn entlastet, wenn es mal den Faden verliert.
Allerdings müssen diese Lieder auch in der Tonlage sein, in der man sie spielen möchte; sie dürfen nicht zu schnell sein. Dazu einige Tipps:
- Viele Gitarrenlehrbücher haben CDs mit Übungsbeispielen.
- Einige Musikprogramme können Originalstücke langsamer abspielen lassen und sogar in der Tonart verändern.
- Midi-Files gibt es oft auch als Karaoke-Version, bei denen man sich mit einem geeigneten Programm auch den Text anzeigen lassen kann. Daneben kann man oftmals auch die Geschwindigkeit und die Tonhöhe anpassen.
Musik hören
Es lohnt sich, die Lieder, die man für ein bestimmtes Gitarrenlevel gebrauchen kann, als Hörbeispiele zu sammeln und bei jeder sich bietenden Gelegenheit anzuhören. Dafür kann man Liedersammlungen erstellen und diese auf CD brennen oder auf einem MP3-Player speichern. Allerdings ist man als Anfänger für die Auswahl dieser Lieder auf die Empfehlung eines Gitarrenlehrers angewiesen, der weiß, welche Lieder für welches Level geeignet sind. Ein paar Vorschläge findest Du bei den Liedbeispielen.
Sollte dieses nicht gleich klappen, gilt:
| Merke Das sollst du nicht können, das sollst du lernen! |
Allgemeine Tipps zum Singen
Summe bei jeder sich bietenden Gelegenheit
Man sollte es sich zu einer Angewohnheit machen, regelmäßig eine Melodie zu summen. Gerade wenn man allein ist, kann man die Zeit gut dafür nutzen. Selbst ein leises Mitsummen, wenn das Radio im Hintergrund läuft, bringt einiges.
Die Stimmbänder hängen an Muskeln, und diese können und müssen trainiert werden.
Nimm die Zähne auseinander
Der Ton bildet sich an den Stimmbändern. Aber der Ton muss auch irgendwie raus. Wenn man die Zähne, Lippen und Zunge nicht auseinander bekommt, bleibt jeder Ton im wahrsten Sinne des Wortes im Halse stecken.
Knödel nicht
Viele Anfänger füllen mit ihrer Zunge fast den ganzen Mund aus. Es klingt dann alles sehr gepresst. Die Zunge sollte bei den Vokalen A, O und U ganz locker im Mund liegen, der Kiefer sollte ebenfalls locker sein, so dass die Luft und damit der Ton ungehindert nach außen entweichen kann. Beim I und Ü, etwas weniger beim Ä und Ö, wird die Zunge etwas angehoben. Aber sie muss bei den Vokalen A, O und U wieder locker werden. Der Kiefer soll immer regelrecht nach unten fallen.
Versuche nicht, englisch zu klingen
Verfremde deine Stimme nicht. Das hört sich meist lächerlich und gekünstelt an. Sing mit deiner normalen Stimme. Wenn du bei deinem normalen Englisch keinen Akzent hast, dann verwende beim Singen keinen künstlichen Akzent, nur um wie ein bestimmter Sänger zu klingen. Mach niemand nach, du bist selbst ein Original!
Hole Luft
Ohne Luft bekommst du keinen Ton heraus. Gerade am Ende einer längeren Zeile muss man noch genug Luft haben, dass auch noch die letzte Silbe voll und rund klingt. Am einfachsten gelingt es mit der Bauchatmung. Das Zwerchfell sackt nach unten und man hat genug Luft für ein paar Sätze. Achte auf Gesangspausen und nutze sie zum Luftholen.
Viele Anfänger verstümmeln die letzten Silben bei einem Vers oder schaffen die höheren Töne nicht, weil sie einfach nicht genug Luft haben, um bis zum Schluss den Gesangsdruck aufrecht zu erhalten. Es muss nichts gepresst werden, aber es darf auch nicht wie ein schlaffer Luftballon sein, dem die Luft ausgeht. A propos Luftballon: Wenn man den piepsen lässt, hat man einen guten Vergleich. Mann muss den Luftballon nicht bis zum Bersten aufpusten, aber wenn zu wenig Luft drin ist, klingt das zu dünn.
- Eine Übung
Um die Bauchatmung zu üben, atmet man langsam und tief ein, wobei sich die Bauchdecke deutlich nach außen wölben sollte. Die Schultern sind nicht angehoben, und der Brustkorb ist nicht extra angehoben. Zwar würde man dadurch etwas mehr Luft in die Lungen bekommen, aber dieses Mehr an Luft lässt sich für das Singen nicht nutzen.[3] Wichtig ist, dies langsam zu üben. Es kann hilfreich sein, anfangs beim Einatmen bis 3 zu zählen, später bis 5. Dann die Luft für einen Moment anhalten, schließlich langsam und gleichmäßig ausatmen. Man bekommt ein besseres Gefühl für das Ausatmen, wenn man auf ein "f", "s" oder "sch" ausatmet. Später lässt sich das auch mit Vokalen praktizieren. Du wirst feststellen, dass du mit einigen Vokalen besser zurechtkommst als mit anderen. Die Bauchdecke geht während des Ausatmens automatisch wieder zurück und wird wieder flach. Das Zwerchfell muss sich dafür nicht anstrengen. Wichtig ist, sich bei dieser Übung zu entspannen. Die Übung ist prinzipiell in jeder Lage machbar, aber auf dem Rücken liegend mit leicht angewinkelten Beinen fällt das Entspannen erfahrungsgemäß am leichtesten. Auf diese Weise schafft man es, die Zeit für das Ausatmen auf einem Zischlaut oder einem Ton immer weiter zu verlängern. Manche schaffen es nach einigen Wochen und Monaten, über 1 Minute langsam und gleichmäßig auszuatmen. Irgendwann hört man dann auf, auf die Uhr zu schauen. Da diese Übung gleichzeitig die Atmung und die Sauerstoffversorgung des Körpers (und nicht zuletzt auch des Gehirns) verbessert, kann man dies einfach weiter üben, nur so aus Spaß.
Sing laut
Aus voller Kehle oder aus dem Bauch heraus. Sei mutig und denk nicht immer darüber nach, was die anderen wohl denken. Wenn es zu Hause nicht gelingt, dann such dir Freiräume, wo du nach Herzenslust singen kannst.
Sing dynamisch
Wenn du es schaffst laut zu singen, kannst du als Nächstes üben, mit der Lautstärke zu spielen. Das Ziel sollte sein, dass du sowohl leise als auch bei normaler Lautstärke und bei vollem Stimmeinsatz einen guten Ton herausbekommst.
Achte auf deine Aussprache
Der Text soll verstanden werden. Auch bei einem Rocksong, bei Punk und Heavy-Metal hat es noch keiner Band geschadet, wenn man verstehen kann, was sie singen. Dazu gehört auch ein bisschen Training der Aussprache.
- Tipp
- Es gibt eine einfache Übung, welche die Aussprache enorm verbessern kann. Dazu nimmt man einen Weinkorken oder etwas, das dieser Größe entspricht, und steckt es zwischen die Zähne. Nun spricht oder singt man einen Text und versucht, immer noch deutlich zu sprechen und nicht zu nuscheln. Dadurch werden Zunge und Kiefer sowie der gesamte Mund-Rachen-Raum beweglicher, und die Aussprache wird deutlich besser.
Singe auf einem Gesangston
Bei Anfängern reißt der Ton oft zu früh ab und ist auch im Einzelnen zu kurz. Versuch dir vorzustellen, du singst ganze Sätze (bis zum Ende des Taktes) mit nur einem Ton auf den Vokalen, der nur durch ein paar Konsonanten modelliert wird. Wenn du mal einen Dudelsack gehört hast, dann bekommst du eine Vorstellung von so einem Ton, der nicht abreißt. Gerade gegen Ende der Verse muss der Ton oft länger gehalten werden und immer noch klar klingen.
Achte auf den Takt
Gitarrespielen hilft dir, einen gescheiten 4/4- oder 3/4-Takt zu spielen und diesen beizubehalten. Die Schlagmuster kannst du überall auch ohne Gitarre (z.B. an der Naht deiner Hose) üben, um den Takt zu halten. Du kannst aber auch lernen, einen 4/4-Takt zu dirigieren, so dass du auch dann einen 4/4-Takt halten kannst, wenn du keine Gitarre zur Hand hast. Kleine Ungenauigkeiten kann man verzeihen, aber die 1 muss schon auf der 1 kommen - nicht früher und nicht später. Ein 4/4-Takt muss unter allen Umständen ein 4/4-Takt bleiben. Bau keine Pausen ein, die nicht da sind, und kürze nicht einfach die Notenwerte.
Achte auf die Pausen
Pausen gehören zum Lied wie die Noten. Einzelne Verse haben oft eine 4er-Einteilung. Ist der Satz früher zu Ende, muss manchmal ein ganzer Takt Pause eingehalten werden. Anfänger neigen dazu, einen ganzen Takt wegzulassen. Orientiere dich an den Taktstrichen im Notenheft (auch wenn du NOCH keine Noten lesen kannst).
- Beispiel
Refrain: "When you say nothing at all" von Ronan Keating (Auszug)
- " C Catch me wherever I D fall (C (Pause) D) (Pause) C You say it best (Pause) D when..."
"Über den Wolken" von Reinhard Mey (Auszug)
- G Wind Nord- G ost Startbahn 0- Am 3 (Pause) Am (Pause) D - bis hier hin D hör ich die Mo- G toren (Pause) G (Pause)
G Wie ein G Pfeil zieht sie vor- Am bei (Pause) Am (Pause) D und es D dröhnt in meinen G Ohren (Pause) G ...
Finde deine Stimmlage
Jeder Mensch hat eine Stimmlage, bei der er mit minimalem Aufwand die maximale Lautstärke herausbringt. Meist ist dies die Tonlage, in der er auch spricht. Von dieser mittleren Tonlage aus singt man immer tiefer und versucht den Bereich zu ermitteln, bei dem sich die Stimme gerade noch gut anhört. Dasselbe versucht man dann für die Höhen. In diesem Sektrum gibt es einen Bereich der Stimme, in dem es leicht fällt, leise zu singen, aber immer noch wohlklingend. Und es gibt einen Bereich, in dem man besonders laut und immer noch klar und deutlich singen kann. Diese Bereiche sind von Mensch zu Mensch verschieden. Das kann dir helfen, die richtigen Lieder in den richtigen Tonarten für dich herauszufinden.
Finde deine Registergrenzen
Wenn du recht tief singst, vibriert dein Brustkorb. Das kannst du mit der Hand auf der Brust herausfinden. In der mittleren Tonlage vibriert der Hals und bei hohen Tönen der Kopf. Auch dies lässt sich mit einer Hand an Hals und am Kopf nachvollziehen. Bei den Übergangen der hohen Stimmlage zur mittleren und zur tiefen ändert sich meist der Stimmansatz. Wenn man lernt, diese Übergänge in jedem Register zu erweitern, schafft man einen fließenden Übergang zwischen Brust-, Hals- und Kopfregister. Weiterhin gelingt es mit einiger Übung, die Resonanzräume des eigenen Körpers besser zu nutzen, so dass die eigene Stimme voller klingt.
Achte auf Resonanzen
Einige Räume hallen besser als andere. Das gekachelte Badezimmer hat z.B. meist eine gute Resonanz. Hier lassen sich Tonleitern gut üben. In einem bestimmten Frequenzspektrum klingen alle Töne einer Tonleiter durch die Resonanz des Raumes auch mit wenig Stimme laut und klar. Der Ton wird weiter getragen. Wenn man den Ton nicht triftt, versackt er, und das kann man selbst gut hören. So bekommt man ein Gefühl für Intervalle und Tonleitern.
Lerne Tonleitern und Intervalle
Mach dich mit Tonabständen einer Tonleiter vertraut und übe diese. Ein wenig Harmonielehre schadet auch nicht, es hilft dir bei jedem Lied. Je besser du dich damit auskennst, desto einfacher wird dir das Singen fallen. Um die Töne zu treffen hilft es, auf einer Gitarre oder einem Klavier einen Ton zu spielen und diesen Ton in der gleichen Höhe nachzusingen. Ob du den Ton triffst, kannst du mit ein bisschen Übung selbst hören. Wenn du jemand mit einem guten Gehör kennst, kann er dabei helfen.
Sing in einem Chor mit
Wenn du die Möglichkeit hast, dann sing in einem Chor mit. Oft gibt es Projektchöre, die für einen bestimmten Anlass gegründet werden, bei denen man aber hinterher keine weiteren Verpflichtungen hat. Wenn der Chorleiter einigermaßen gut ist, wird er dir einiges beibringen können.
- Fußnoten
- ↑ Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
- ↑ Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
- ↑ Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
- ↑ Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
- ↑ Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
Lektion 4: Griffwechsel G-Em-C-D
Die Mollparallele
Der Wechsel von G-Dur nach E-moll (und umgekehrt) ist besonders einfach. Mit dieser Lektion präge man sich gleichzeitig ein, dass E-Moll (kurz "Em" geschrieben) die Mollparallele von G-Dur ist.
In vielen Liedern muss man nicht unbedingt zur Mollparallele wechseln, sondern man kann auch den Dur-Akkord einfach weiterspielen. Der etwas weicher klingende Moll-Akkord kann aber auch den Dur-Akkord ersetzen. Moll-Akkorde dienen häufig dazu, bestimmte Takte etwas weicher klingen zu lassen. Landläufig sagt man, dass ein Moll-Akkord traurig klingt. Es stimmt zwar, dass man mit Moll-Akkorden relativ leicht traurig klingende Lieder schreiben kann, aber es gibt auch traurig klingende Lieder die überwiegend aus Dur-Akkorden bestehen. Hier bei den meisten unserer Liedbeispiele dient der Moll-Akkord vielmehr dazu, Schwung zu holen, für den nächsten Dur-Akkord. Dadurch kann das Lied viel temperamentvoller gestaltet werden. Später im Folkdiplom wirst du noch Lieder kennenlernen, die ganz in Moll geschrieben sind. Merke dir aber, dass Em die Mollparallele von G-Dur ist.
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Tonart G-Dur |
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Griffwechsel G - Em - G und Em - C - Em im Schaubild
Auch wenn hier die einzelnen Griffwechsel recht dicht beieinander stehen, sollte man immer zuerst nur den Wechsel zwischen zwei Akkorden üben. Sobald die obere Hälfte des Schaubildes funktioniert, kann man sich an den unteren Wechsel begeben. Die Pfeile zeichnen also zwei Kreisläufe vor, die zuerst getrennt, dann später hintereinander geübt werden.
Erläuterungen
- Dieses ist keine richtige Übung, sondern es dient nur der Veranschaulichung.
Es dient also nicht dem Nachspielen, sondern einzig dem Verständnis, welches gedruckt leider nicht so leicht aufzuschreiben ist, als wenn ein Gitarrenlehrer dem Schüler gegenüber sitzt und es mal eben vormacht. Trotz der "umständlichen" Zeichnung bleibt zu hoffen, dass dadurch der Bewegungsablauf deutlicher wird, und die Gemeinsamkeiten der Griffwechsel zwischen G-Dur und E-Moll sowie C-Dur und E-Moll deutlicher hervorgehoben werden.
Wenn man den Wechsel zwischen E-Moll und C-Dur mit dem Wechsel von E-Moll nach G-Dur vergleicht, stellt man vielleicht fest, dass beide Fingerwechsel sehr ähnlich ablaufen.
Eigentlich muss man dafür den Mittelfinger (nebst Ringfinger) zuerst nur eine Saitenlage tiefer verschieben.
Um von E-Moll nach C-Dur zu wechseln, verschiebt man zuerst den Mittelfinger (nebst Ringfinger) eine Saitenlage tiefer (dass dabei schon etwas vom Wechsel zum Akkord A-Moll vorweggenommen wird, interessiert nur am Rande). Daraufhin wird der Ringfinger (wie vorher bei G-Dur geübt) schräg nach oben gebracht.
Um wieder zurück nach E-Moll zu wechseln, verschiebt man Mittel- und Ringfinger gleichzeitig nach oben, um dann wie bei G-Dur den Ringfinger unter den Mittelfinger zu bringen.
Rein theoretisch könnte man also zuerst nach G-Dur wechseln (sei es auch nur mit Ring- und Mittelfinger) und erst dann nach E-Moll. In der Praxis kürzt man das natürlich etwas ab, wie oben gezeigt.
Wichtig bei dieser Darstellung ist, dass man beim ganzen Wechsel auf die Stellung von Mittel- und Ringfinger achtet und sich darauf konzentriert. Durch die vielen Gemeinsamkeiten werden hinterher die Griffwechsel wesentlich flüssiger und "automatisieren" sich.
Auch wenn die Bezeichnung nicht ganz korrekt ist, kann man folgende Fingerstellung die Dur-Stellung nennen.
Und diese Stellung ist die Moll-Stellung.[4]
Akkordwechsel G-Em-C-D
- Ein richtiger Schu-bi-du-ba
Es empfiehlt sich, den Wechsel G - Em - G getrennt zu üben, bis dieser flüssig klappt. Erst etwas später übt man C - Em - C, bis auch dieser fehlerlos klappt. Und erst wenn beide Griffwechsel einwandfrei klappen, übt man die Kombination G-Em-C-D (jedoch braucht man für alle drei Übungen inkl. ein oder zwei Übungslieder erfahrungsgemäß nur eine Unterrichtsstunde).
Auch hier ist es wieder sinnvoll, sich Ring- und Mittelfinger als "Schwerpunkt" des Akkords vorzustellen. Somit hat der Lehrer keine Probleme, die Akkorde einfach anzuzeigen, ohne sie extra ansagen zu müssen (da bleibt mehr Zeit für das Singen oder andere Korrekturen). G ist oben, D ist unten, Em ist rechts oben (vom Spieler aus gesehen) und C ist irgendwo in der Mitte (da es für C mal sinnvoll ist, etwas links oder etwas rechts von der Mitte angezeigt zu werden; vgl. D C G).
Die Akkordkombination ist ein regelrechter Kreislauf, der sehr leicht einzuprägen und damit sehr leicht zu lernen ist.
Hörbeispiel:
Liedervorschläge
Es empfiehlt sich, nur Lieder auszuwählen, welche die Akkordkombination G-Em-C-D haben. Und am besten sollte jeder Akkord zwei Takte lang ausgehalten werden. Nach sehr kurzer Zeit automatisiert sich dann der Wechsel und man kann sich mehr dem Spaß am Singen zuwenden. Die gleichmäßige Grifffolge erleichtert (sobald sie automatisiert ist) das Erlernen des schnellen Griffwechsels
Griffwechsel G Em C D
- Spanish Lady (irisches Volkslied / Irish Folk)
- Whiskey in the Jar
- Laudato Si o mio signore (!!!) © G G Em Em - C C D D (christliches Liedgut)
- Love the Lord © G G Em Em - C C D D (christliche Jugendarbeit)
- Reihenfolge der Akkorde bleibt gleich, aber die Dauer variiert.
- Stand By Me (Ben E. King) © //: G G Em Em - C D G G ://
- Let's Twist again (Chubby Checker) © //: G G Em Em - C C D D | G G Em Em - C D(7) G G | C C G G C C D D(7) ://
- Hey Hey Baby (Refrain) © G G Em Em - C D G G
- Die Popformel G D Em C
- Zusammengesetzte Akkordfolgen mit G Em C D und/oder G D Em C
- Father and Son (Cat Stevens) © //G D Em C / G Em C D// nur am ende vom "Sohn" (C D) G C G C
- Let it Be (Beatles) © G D Em C / G D C G // Em D C G / D D C G
- Country Roads (John Denver) © G- Em- D- C G (2x) G- D- Em- C- / G- D- C- G-
- andere mit Em
- 99 Luftballons (Nena) © D Em G A (Evtl. mit Capo im 2. Bund; evtl. zwischen den Strophen ein zusätzliches A)
- Lady in Black (Uriah Heep) © Em--- D- Em-
- Dieser Weg (Xavier Naidoo) © G D Em Em (Original ist einen Halbton tiefer)
- Viva La Vida (Coldplay) © (!!!) //: C C D D G G Em Em :// (statt Bm im Original einfach G spielen)
Begleitvorschlag: 4/4- + Lagerfeuerschlag
1 . 2 . 3 . 4 . | 1 . 2 + . + 4 . A - A - A - A - | A - A V - V A -
- Original
1 . 2 . 3 . 4 + | . + . + 3 . 4 . A - A - A - A V | - V - V A - A -
- Walking in Memphis (Marc Cohn/Cher) //: C C D D G G Em Em :// (deutlich höher als das Original gesetzt)
- Fußnoten
- ↑ Die zwei Monate sind nur ein Mittelwert. Besonders eifrige Schüler können das Lernziel auch schneller erreichen (wenn sie z. B. Ferien und viel Zeit zum Üben haben, oder schon ein anderes Instrument spielen). Es kann auch sein, dass man beruflich oder familiär bedingt mehr Zeit braucht. Dabei ist es jedoch interessant, dass viele Schüler, die nicht zu den besten Lernenden gehören, aber am Ball geblieben sind, langfristig gesehen die „Schnell-Lerner“ überholt haben. Nicht die schnelle Auffassungsgabe zählt, sondern Ausdauer und Kontinuität sowie der Spaß am Singen.
- ↑ Die Akademiker unter euch mögen mir verzeihen, dass der Begriff Diplom verwendet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich nur den Studierten vorbehalten ist. Dieser Kurs verleiht natürlich keinen akademischen Grad, sondern das bestandene „Lagerfeuerdiplom“ ist eigentlich ein Zertifikat – aber „Lagerfeuerzertifikat“ hört sich - ehrlich gesagt - blöd an.
- ↑ Der Begriff Lagerfeuerdiplom sowie die weiteren Diplome sind Wortneuschöpfungen vom Autor Mjchael und wurden speziell für die Wikibooks übernommen. Jede Verwendung dieses Begriffes bezieht sich von daher auf die hier vermittelten Lerninhalte und Lernziele. Jeder Gitarrenlehrer darf gerne mit dem Begriff "Lagerfeuerdiplom" werben, sofern er sich auf diesen Wikibooks-Lehrgang bezieht, und als Quelle einen gut lesbaren Link zum Lagerfeuerdiplom, oder zumindest des Gitarrenbuches mit angibt, so dass klar wird, dass es sich um ein Buch der Wikibooks handelt.
- ↑ Vor allem in den ersten Lektionen wird es viel Lesestoff für euch geben. Leider sitze ich euch nicht gegenüber und kann euch nicht zeigen, wie das eine oder andere gemeint ist. Fortgeschrittene Gitarrenspieler mögen mir verzeihen, wenn ich an einigen Stellen Themen, die möglicherweise trivial erscheinen, ausführlich erkläre. Bitte bedenkt, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen ihr für Hilfe dankbar wart. Aus den Reaktionen und Diskussionen der Leser weiß ich, dass sie zwar von der Faszination der Gitarre angesteckt worden sind, aber sich aus Zeitmangel und vielleicht auch aus Geldmangel keinen Lehrer leisten können, oder dass in ihrer Nähe kein geeigneter Lehrer zu finden ist. Im Forum des www.Gitarrenboard.de sowie www.Gitarre-spielen-lernen.de kann man sehen, dass selbst die einfachsten Themen für Anfänger ein Problem darstellen können. Also gebe ich auf alle üblichen Fragen und Probleme, die bei meinen Schülern immer wieder aufgetaucht sind, eine hoffentlich leicht verständliche Antwort. Die Bemerkungen, die während eines Unterrichts kommen, habe ich jeweils in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich, wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass du (wie ich am Anfang auch) alle Fehler machst, die man anfangs machen kann. Solltest du jedoch ein Naturtalent sein und weniger oder gar keine Fehler machen, dann sieh die vielleicht zu ausführlichen Darstellungen als Tipp oder Hilfe an, wenn du selbst einem Normalsterblichen Gitarrenunterricht geben willst. Also nur nicht abschrecken lassen, wenn irgendwo vieeel steht. Das heißt nicht unbedingt, dass es auch schwer ist.
- ↑ Gezielte Buchempfehlungen wollen wir hier in den Wikibooks aber nicht geben. Zum einen sind die Autoren nicht in der Lage, alle Bücher zu kaufen, zum anderen können sie nicht auf alle Neuerscheinungen eingehen. Daher empfehle ich, in Gitarrenforen wie den oben genannten nach Buchempfehlungen zu suchen.
Irish-Folk – Text und Melodie: trad. seit 17. Jh. in England / seit 1883 in den USA publiziert, bearbeitet von Mjchael
In der 4. Strophe des Original-Textes dieses alten Folksongs wird auf historische Orte und Figuren Bezug genommen, die Ende des 18. Jahrhunderts lebten und zur ersten revolutionären Bewegung in der Geschichte Irlands gehörten. Das Lied hat rein gar nichts mit der ebenfalls als "Spanische Lady" bezeichneten Grippewelle von 1918/20 zu tun, die in 17 Monaten 25 Millionen Menschen tötete.
| Gitarre | Ukulele (gcea) | |||||||||||||
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Spanish Lady
- 1st Verse
- As G I came down through Em Dublin City C at the hour of D twelve at night
- G Who should I see but a Em Spanish lady C washing her feet by D candle light
- G First she washed them, Em then she dried them G over a fire of D amber coal
- In G all my life I Em never did see a C maid so sweet a- D bout the sole
-
- Chorus
-
- G Whack for the toora Em loora laddy, C whack for the toora D loora lay
-
- G Whack for the toora Em loora laddy, C whack for the toora D loora lay
- 2nd Verse
- As G I came back through Em Dublin city C at the hour of D half past eight
- G Who should I spy but the Em Spanish lady C brushing her hair in D broad daylight
- G First she tossed it, Em then she brushed it G on her lap was a D silver comb
- In G all my life I Em never did see a C maid so fair since D I did roam (Chorus)
- 3rd Verse
- As G I went back through Em Dublin city C as the sun be- D gan to set
- G Who should I spy but the Em Spanish lady C catching a moth in a D golden net
- G When she saw me Em then she fled me G lifting her petticoat D over her knee
- In G all my life I Em never did see a C maid so shy as the D Spanish lady (Chorus)
- 4th Verse
- I’ve G wandered north and I’ve Em wandered south through C Stonybatter and D Patrick’s Close
- G Up and around the Em Glouster diamond and C back by Napper D Tandy’s house
- G Old age has her Em hand laid on me, G cold as a fire of D ashy coals
- But in G all my life I Em never did see a C maid so sweet as the D Spanish lady (Chorus)
Spanische Lady
- Deutsche Nachdichtung von Bernd Hannemann, 2006
- Strophe 1
- Ich G kam zurück nach Em Dublin City,
- C Mitternacht war D schon in Sicht.
- G Nichts gab’s zu seh’n, doch 'ne Em spanische Lady
- C wusch sich die Füße im D Kerzenlicht.
- G Erst gewaschen, Em dann getrocknet
- G über glüh'nden Kohlen, D warm und schön.
- Mein G ganzes Leben lang Em hab ich noch nie
- C solch eine süße D Maid geseh’n.
-
- Refrain
-
- G Whack for the toora Em loora laddy
- G Whack for the toora Em loora laddy
-
- C whack for the toora D looralay. (2x)
- Strophe 2
- G Ich kam wieder nach Em Dublin City,
- der C Tag versank im D Abendlicht.
- Von G Weitem sah ich die Em spanische Lady,
- sie C pflegt ihr Haar, dass das D Licht sich bricht.
- Sie G wirft es hoch und Em bürstet es,
- ein G Kamm aus Silber liegt D ihr im Schoß.
- Mein G ganzes Leben lang Em frag ich seit- C dem:
- "Wie machte D sie das bloß?"
-
- Refrain
- Strophe 3
- G Wieder kam ich nach Em Dublin City.
- Die C Sonne grüßt den D neuen Tag.
- Mit G goldenem Netz macht die Em spanische Lady
- C auf einen Nacht- D falter Jagd.
- G Sie sieht mich und Em nimmt gleich Reißaus,
- G rafft den Rock bis D übers Knie.
- Noch G nie zuvor hab Em ich gesehen
- C eine Frau so D scheu wie sie.
-
- Refrain
- Strophe 4
- Ich G ging nach Norden Em und nach Süden,
- C hab die ganze D Welt geseh’n.
- Im G Herzen trag ich Em viele Namen
- von C Frauen, jung und D wunderschön.
- Die G Jahre zogen Em ihre Spur.
- Meiner G Jugend Feuer ist D lange her.
- Ich G sah mein ganzes Em Leben lang
- die C spanische Lady nie D wieder mehr.
-
- Refrain
| by-sa | Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen | [http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de Version 2.0] | siehe auch Hinweis auf der Benutzerseite |
Hinweise zum Üben und Vortragen
Dieses Lied wird am besten sehr schwungvoll wie zu einer Polka vorgetragen. Die "1" bei jedem Takt wird sowohl beim Anschlag als auch beim Singen deutlich betont. Leider wird die Akkordfolge G-Em-C-D nicht durchgehend eingehalten, so dass man immer ein wenig aufpassen muss, wo man anstelle des C der Standard-Akkordkombination ein G gespielt werden muss. Aber sollte man dieses einmal vergessen, wird es kaum jemanden auffallen.
Da die Ortschaften der vierten Strophe außerhalb von Irland nicht so bekannt sind, und auch der Text nicht leicht zu deuten ist (erinnert sich ein alter Mann an eine hübsche Spanische Frau, hat er sie geheiratet, oder ist seine einst heiße Glut inzwischen erloschen?) lässt man diese gerne weg.
- Vorsicht bei Pausen
Das D in dieser Zeile hat auch eine kleine Tücke. Das Ende dieses vorletzten Durchgangs verleitet dazu, ein wenig länger auszuhalten. Sollte man das vorhaben, dann spiele man an dieser Stelle am besten einen vollständigen Takt. Gefährlicher wird es, wenn man eine so genannte Fermate einfügt (ein Ausdehnen eines Tones oder Pause über die normale Länge eines Schlages hinaus) muss man sehr genau wissen, wann der Einsatz wieder kommen soll. Dieses gelingt nur bei einem Solovortrag. Andernfalls kommen die Leute mit Sicherheit aus dem Tritt (Takt).
Irish-Folk – Text und Melodie: Anonym aus dem 17. oder 18. Jahrhundert., bearbeitet von Mjchael
| Gitarre | Ukulele (gcea) | |||||||||
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"Whiskey in the Jar" ist ein berühmtes, traditionelles irisches Volkslied, das von einem Strauchdieb aus den Cork oder Kerry Bergen erzählt, welcher von seiner Frau oder seiner Geliebten verraten wurde. Wie in den meisten irischen Trinkliedern gibt es bei dem Liedtext keinen einheitlichen Standard. Die bekanntesten Covers dieses Liedes dürften von den Rockgruppen Thin Lizzy und Metallica sein.
Whiskey In The Jar
- 1st Verse
- As G I was going over the Em far famed Kerry mountains
- I C met with captain Farrell and his G money he was Em counting.
- I G first produced my pistol, and Em then produced my rapier.
- C Said stand and deliver, for I G am a bold Em deceiver,
- Chorus
- //: musha D ring dumma do damma da
- G whack for the daddy 'ol
- C whack for the daddy 'ol
- (G there's whiskey D) in the G jar ://
- 2nd Verse
- I G counted out his money, and it Em made a pretty penny.
- I C put it in my pocket and I G took it home to Em Jenny.
- She G said and she swore, that she Em never would deceive me,
- but the C devil take the women, for they G never can be Em easy
- 3rd Verse
- I G went into my chamber, Em all for to take a slumber,
- I C dreamt of gold and jewels and for G sure it was no Em wonder.
- But G Jenny took my charges and she Em filled them up with water,
- Then C sent for captain Farrel to be G ready for the Em slaughter.
- 4th Verse
- It was G early in the morning, as Em I rose up for travel,
- The C guards were all around me and like- G wise captain Em Farrel.
- I G first produced my pistol, for she Em stole away my rapier,
- But I C couldn't shoot the water so a G prisoner I was Em taken.
- 5th Verse
- If G anyone can aid me, it's my Em brother in the army,
- If C I can find his station down in G Cork or in Kil- Em -larney.
- And G if he'll come and save me, we'll go Em roving near Kilkenny,
- And I C swear he'll treat me better than me G darling sportling Em Jenny
- 6th Verse
- Now G some men take delight in the Em drinking and the roving,
- But C others take delight in the G gambling and the Em smoking.
- But G I take delight in the Em juice of the barley,
- And C courting pretty fair maids in the G morning bright and Em early
Hörbeispiel
| Hörbeispiel PDF dazu im Melodiepiking-Workshop |
Hinweise zum Üben
- Die zwei Schrägstriche mit dem Doppelpunkt //: vor dem Refrain sagen, dass der folgende Abschnitt wiederholt werden soll. Die Wiederholung endet mit ://. Es heißt also nichts weiter, als den Refrain zweimal hintereinander zu singen.
- Die eingeklammerten Akkorde (G...D) bedeuten, dass innerhalb eines Taktes gewechselt werden muss. Wie man dieses macht, ohne den Lagerfeuerschlag zu unterbrechen wird der Stoff der nächsten Lektion sein. Jedoch kann man sich auch hier behelfen, indem man den Westernschlag spielt.
G D 1 . 2 + 3 . 4 + A - A V A - A V A = Abschlag, V = Aufschlag
Lektion 5: Schneller Griffwechsel
In manchen Liedern muss man innerhalb eines Taktes den Akkord wechseln. Dies erkennt man bei Liedern mit Noten daran, dass mehr als ein Akkord zwischen zwei Taktstrichen steht.
Auch wenn man (noch) keine Noten lesen kann, empfiehlt es sich auch Liederbücher mit Noten zu kaufen. Man kann sich bei den Noten immer an den Taktstrichen orientieren. Man sieht an den Taktstrichen, wie lange ein Akkord ausgehalten werden muss, und wo die "1" für den nächsten Schlag (bzw. Takt) beginnt. Man erkennt Pausen, die der Anfänger gerne auslässt, oder man sieht wie hier im oberen Beispiel, dass im ersten und im dritten Takt die Akkorde G-Dur und C-Dur innerhalb eines Taktes gewechselt werden.
Wie es funktioniert, zwei Akkorde in einem Takt zu spielen, ohne dass der gleichmäßige Rhythmus verloren geht oder man auf ein anderes Schlagmuster (z.B. Westernschlag) zurückgreifen muss, ist Thema dieser Lektion.
Beachte: Beim "Lagerfeuerschlag" wechselt man nicht genau in der Mitte des Taktes, also nicht auf der "drei", wie man es in der Regel bei dem “Eisenbahn-”, dem “Western-” oder bei dem “4/4 Schlag” tun würde; sondern man wechselt schon eine Achtelnote früher, also auf dem "und" bei dem Aufschlag.
- Man zählt " 1, 2 " ... - und noch bevor man den nächsten Aufschlag tätigt,
wird der Akkord gewechselt.
- Beim nächsten "und", also gleich nach der "2", sollte schon der neue Akkord erklingen.
Dieser "schnelle Griffwechsel" sollte am Anfang sehr langsam geübt werden. Das "schnell" bezieht sich nur auf die Anzahl der Akkordwechsel während eines Taktes, nicht aber auf die Schnelligkeit des Taktes selbst. Nur weil man schneller[5] wechseln muss, braucht man im Tempo nicht schneller zu werden.
Man sollte nur allmählich das Tempo steigern.
- Und das Zählen nicht vergessen!!!!!!!!!!!!!
Laut und deutlich: "Eins --- Zwei und --- und Vier ---"!
Vielleicht möchte man auch folgendermaßen zählen:
- 1 - 2 “Wechsel” u 4 , 1 - 2 “Wechsel” u 4 .....
Übung 1
Hörbeispiel:
Hörbeispiel(schneller):
Übung 2
Übung 3
Übung 4
Akkordfolge G-Em-C-D mit schnellem Griffwechsel
Wenn man alle oberen Beispiele sicher beherrscht, dann kann man die Beispiele 1 und 3 direkt hintereinander spielen. Die Akkordfolge dürfte noch aus der letzten Lektion bekannt sein.
Schlussbemerkung
Man denke jetzt nicht: "Die Übung 2 und 4 hätte ich mir ja eigentlich schenken können."
Es wurde mit der Übung 4 nicht primär der Wechsel zwischen C und Em geübt, sondern den Wechsel zwischen Em am Ende des Taktes und C am Anfang des nächsten Taktes. Also genau das, was für diese Akkordreihenfolge gebraucht wird.
Ebenso verhält es sich natürlich mit Übung 2. Es wurde nicht G und D sondern Ende-D und Anfang-G geübt.
Hier ein Beispiel mit den 4 Einzelübungen und dann in der Kombination. Inkl. ein paar bekannteren Melodiefragmenten...
Lektion 5b: Repertoire erweitern
Du wirst es zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch nicht glauben, aber dir stehen allein mit den vier Akkorden G - Em - C - D nun Hunderte von Liedern offen, so dass man langsam anfangen kann, sich ein Repertoire an Liedern für jede Gelegenheit anzueignen.
Es lohnt sich also, sein Liederbuch aufzuschlagen und nach Liedern zu suchen, die man vielleicht schon spielen kann.
Für das Aneignen von neuen Liedern hier noch ein paar Tipps:
- Viele Bibliotheken führen Liederhefte, die nur auf Akkordspiel abzielen (und oftmals stehen dort auch Kopierer günstig zur Verfügung).
- Erkundigt euch bei euren Freunden und Bekannten, es gibt garantiert viele Gitarrenspieler unter ihnen.
- Nutzt das Internet, eine Suche nach einem beliebigen Liedtitel + "Chords" ergibt viele Ergebnisse.
- Durchstöbert Musikgeschäfte. Es gibt inzwischen sehr viele sehr gute Bücher, so dass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Bücher sind oft handlicher, als eine lose-Zettel-Sammlung. Noch dazu findet man viele neue Stücke, auf die man von selbst nicht gekommen wäre. Und das Layout der Bücher übertrifft die Internetausdrucke bei weitem. Und wenn man einmal den Zeitaufwand und die Druckerkosten gegenrechnet, ist ein Liederbuch kaum teurer als alles aus dem Internet zu kopieren. Zudem ist die Qualität der Bearbeitungen in den meisten Fällen besser, als die Quellen aus dem Internet.
Notenbücher bevorzugen
Auch wenn es hervorragende Liedersammlungen nur mit Text und Akkorden gibt, empfiehlt es sich als Anfänger, auch Liederbücher mit Noten zu kaufen. Selbst wenn man "noch" keine Noten lesen kann, helfen einem die Taktstriche dabei zu erkennen, wie lange ein Schlagmuster ausgehalten werden muss, und wann man den Akkord wechseln muss. Und selbst diejenigen, die noch überhaupt nichts mit Noten anfangen können, sind in der Lage von Taktstrich zu Taktstrich zu schauen. Jeder Taktstrich entspricht einem vollen Schlagmuster (in manchen Liedern auch zwei Schlagmuster, wenn ein Schlagmuster viel zu langsam wäre).
Durch die Taktstriche findet man auch Stolpersteine, wie zum Beispiel einen schnellen Griffwechsel oder lange Pausen, viel einfacher heraus. Selbst sehr eingeschränkte Notenkenntnisse können einem helfen, wenigstens schon mal den Anfangston eines Liedes richtig auf der Gitarre zu bestimmen.
Selbst ein wähnendes Erahnen von Noten, bei der man nur erkennt, das eine Melodie um so höher werden muss, je höher die Noten in den Notenlinien stehen, hilft einem Orientierungen für den Melodieverlauf zu bekommen. Oftmals reichen auch recht eingeschränkte Fähigkeiten im Notenlesen aus, um zumindest Anfangstöne von Liedern zu finden oder bei schwierigeren Stellen einen Anhaltspunkt, wie es weitergehen muss.
Es ist also wirklich sinnvoll, sich bei der nächsten Gelegenheit einmal intensiver mit Noten zu befassen.
An Vorzeichen orientieren
Eine Gemeinsamkeit von Dur- und Mollparallelen ist, dass die entsprechenden Tonleitern die gleichen Vorzeichen haben. An den Vorzeichen, den “Kreuzen” oder den “Bes“ in den Notenlinien, kann man erkennen, um was für eine Tonleiter es sich handelt.
- Wenn ein Lied am Anfang der Notenzeile ein Kreuz aufweist, dann ist es entweder G-Dur, oder die Parallele E-Moll.
- Wenn es zwei Kreuze sind, dann ist es entweder die Tonart D-Dur oder die Parallele H-Moll.
- Wenn es gar keine Kreuze hat, dann ist es entweder die Tonart C-Dur oder aber die Parallele A-Moll. Die Tonart C-Dur wird recht bald beim Folkdiplom erobert.
Akkorde eingrenzen =
Eine Tonleiter mit zwei Kreuzen ist entweder D-Dur oder die Mollparallele H-Moll. Damit weiß man meistens auch, welche Akkorde in einem Musikstück zu erwarten sind (G, D, A, Em, Hm, F#m und gelegentlich F#). Andere Akkorde als diese 7 kommen bei zwei Kreuzen viel seltener vor. Dieses ist eine Methode, um Liederbücher mit Noten nach geeignetem Liedgut zu durchforsten. Du suchst dir einfach erst einmal nur die Lieder mit einem oder mit zwei Kreuzen raus, und schaust nach ob du alle Akkorde davon kannst. Denn es kommt nicht selten vor, dass die Akkorde Hm und F#m in dem Lied gar nicht gebraucht werden. Sollte doch mal ein Hm (Bm in englischen Liedern) vorkommt, versuchst du einfach mal, ob du diesen durch ein D-Dur umgehen kannst. Das klappt nicht immer, aber oft genug, dass sich ein Versuch lohnt.
Bei der Tonart G-Dur oder die Parallele E-Moll hat nur ein Kreuz. Bei den Liedern erwartet man die Akkorde (C G D Am Em Hm und gelegentlich H7). Hier brauchst du also nur zu schauen, ob kein Hm oder H7 vorkommt. Wenn doch ein Hm mit dabei ist, versuchst du es wieder durch D-Dur zu ersetzen.
Also suche bei deinem Liederbuch zuerst mal nach solchen Liedern, bei denen ein Kreuz oder zwei Kreuze vorkommen.
Bei den möglichen Akkorden, die am häufigsten in einer Tonart zu erwarten sind, gibt es natürlich auch einige Ausnahmen. Dieser Überblick zeigt nur, was man am häufigsten in den gängigen Liederbüchern findet. Es mögen auch in den anderen Tonarten ein paar Lieder dabei sein, die du jetzt schon spielen kannst, aber die meisten wirst du wohl bei denen mit einem oder zwei Kreuzen finden. Du wirst staunen, wie viele Lieder sich so schon in spielbarer Reichweite befinden.
Lieder im Original hören
Viele Lieder werden nicht exakt nach dem Original gespielt. Sie werden vereinfacht oder auf eine besser sing- und spielbare Tonart transponiert. Trotzdem lernt man Pausen und Rhythmus viel einfacher durch simples Zuhören.
Lieder vereinfachen
- Gerade am Anfang empfiehlt es sich, nur Lieder mit einfachen Akkordfolgen zu spielen. Dafür kann man ruhig versuchen, einige Sachen zu vereinfachen.
- Sehr oft kann man einige schnelle Griffwechsel dadurch umgehen, dass man einen der beiden Akkorde einfach weglässt. Welchen man weglässt, ermittelt man durch Versuch und Irrtum. Es klappt nicht immer, aber oft genug, um es einfach mal auszuprobieren.
- Viele Ziffern, die bei Akkorden stehen, können meist problemlos weggelassen werden. Es mag zwar sein, dass sich die Version mit den Ziffern wesentlich besser anhört, doch für den Hausgebrauch ist die vereinfachte Version oft ausreichend. Sobald man dann ein paar "Diplome" aufgestiegen ist, wird man die Akkorde mit Ziffern oder die schnelleren Griffwechsel ohne Probleme meistern. Doch bis es so weit ist, kann man anstelle eines D7 oder eines D4 oder eines D6 einfach ein D-Dur spielen.
- Wenn der Barré-Akkord Hm (bzw.Bm) auftaucht, dann kann man versuchen, diesen durch seine Durparallele D-Dur zu ersetzen (substituieren). Es klappt nicht immer, aber oft genug.
- Ein A-Moll könnte man auch durch ein C-Dur auszutauschen versuchen, doch ehrlich gesagt lohnt sich diese Mühe nur selten. Hier spielt der eigene Geschmack bzw. das eigene Ohr die größere Rolle.
Achte auf Wiederholungen
Bei vielen Liedern taucht über längere Zeit der gleiche Griffwechsel auf. Solche typischen Griffwechsel sind schon bei den Liedbeispielen aufgetaucht.
Wenn beim Lied Leaving On A Jet Plane (John Denver) © folgende Akkordfolge auftaucht
so lässt sich das ganze Stück viel leichter lernen, wenn man beobachtet, das sich meist G und C abwechseln..
Wenn man dann beobachtet, dass D-Dur oft am Ende eines Satzes auftaucht und länger ausgehalten wird.
Und wenn man dann noch weiß, dass Lieder oft in 4er oder 8er-Gruppen eingeteilt sind,
dann lässt sich das Lied in überschaubare Sinnabschnitte einteilen.
Trotz aller Regelmäßigkeiten auf die Ausnahmen achten
Beim Lied Danke für diesen Guten Morgen © oder beim Lied Stay (just a little bit longer) © wird fast ausschließlich die folgende Akkordfolge mit schnellem Griffwechsel (hier durch Klammern angedeutet) verwendet.
Man muss um so genauer auf die Schlusswendungen des Liedes achten, damit man nicht einfach die Akkordfolge so weiterspielt. Es schadet nichts, wenn man die Ausnahmen ein paar Mal isoliert übt, bis sie ebenso automatisch ablaufen wie die gleichmäßige Akkordfolge.
Bei dem Lied Danke ist es die Schlusswendung (G-D) G wobei das letzte G einen Takt lang ausgehalten wird.
Bei dem Lied Stay sind es nur die beiden Akkorde C und D, die jeweils einen Takt ausgehalten werden.
Übrigens ist das Lied Stay ein hervorragendes Zwischenstück für ein Medley aus Liedern in G-Dur.
Achte auf Standard-Akkordfolgen
Was genau eine Standard-Akkordfolge ist, kann man gar nicht so einfach sagen. Es reicht, wenn bestimmte Akkordfolgen häufiger vorkommen.
- So taucht die "Schlusswendung" G-D(7)-G oft am Abschluss eines Liedes auf.
- Natürlich ist auch der "Schubiduba" G-Em-C-D eine typische Standard-Akkordfolge.
- G-D-Em-C kommt auch sehr häufig vor.
- Auch den so genannten "Kirchenschluss" G-C-G hat man öfter nach einer Strophe oder Refrain, also in einer Pause.
Der Vorteil solcher "Standards" ist, dass bestimmte Akkordfolgen als Einheit gesehen und gespielt werden. Man hangelt sich dann nicht mehr von Akkord zu Akkord, sondern spielt immer gleich 3 bis 4 Akkorde als eine Einheit. Solche Wiederholungen erkennt man nach einer Weile auch durch bloßes Zuhören wieder. Es sind kleine Module, die man beim Spielen wie Bausteine aneinandersetzen kann. Lieder teilen sich nach einiger Spielpraxis in bekannte Akkordfolgen und Ausnahmen auf. Je mehr Übung man bekommt, auf Standard-Akkordfolgen zu achten, desto einfacher fällt es einem auch, auf Akkordfolgen zu achten, die (noch) nicht in ein bekanntes Schema passen.
- Beispiele (nur Auszugsweise)
Father & Son © lässt sich sehr leicht mit zwei Standard-Akkordfolgen begleiten:
- It's not G time to make a D change, just re- Em lax and take it C easy
- You're still G young that's your Em fault, there's so C much you have to D know
Die erste Zeile G-D-Em-C ist eigentlich keine besondere Akkordfolge. Es gibt keine augenfällige Ordnung in der Abfolge (Tonleiter rauf, Tonleiter runter, Quintenkette...). Doch man kann diese Folge bei mehreren Popsongs wiederentdecken, so dass diese Akkordfolge die "Popformel" genannt wird. Das, was man häufig gebraucht, wird zu einer Standard-Akkordfolge.
Der "Schubiduba" G-Em-C-D wiederum ist eine sehr beliebte Akkordfolge, die man schon 1000 Mal gehört hat. Es gibt sogar viele Lieder, die fast ausschließlich aus dieser Akkordfolge bestehen (ein paar hast du in den letzten Lektionen kennengelernt).
Im Refrain von "Country Roads" © entdeckt man die erste Akkordfolge von "Father & Son" wieder:
- Country G roads, take me D home, To the Em place, I be- C long
- West vir- G ginia, mountain D momma Take me C home, country G roads
Die "Schlussformel" G-D-G wird in der zweiten Zeile durch das eingeschobene C etwas hinausgezögert, so dass es fast so wie der "Kirchenschluss" G-C-G klingt.
Ein und dieselbe Akkordfolge zuerst mit dem Schubiduba, dann mit der verzögerten Schlussformel passt auch bei "Let It Be" ©
- When I G find myself in D times of trouble Em Mother Mary C comes to me,
- G speaking words of D wisdom, Let It C Be G .
Es kann sehr gut sein, dass bei den einzelnen Liedern auch andere Akkorde passen können. Wenn man die Wahl hat, lohnt es sich am Anfang auf ein Klischee (hier: anderes Wort für Standard-Akkordfolge) zurückzugreifen. Der Grund, ein Klischee zu bevorzugen, ist schlicht, weil man es sich einfacher merken kann. Zuerst sollte man das normale Handwerkzeug der Harmonielehre und der Kompositionstechnik kennen lernen, bevor man sich mit dem Experimentieren beschäftigt. Natürlich klappt es nicht immer, eine Standard-Akkordfolge zu finden, aber wenn man schon mal drei oder vier Akkorde zu einer Einheit zusammengefasst hat, braucht man sich nur noch auf die Ausnahmen zu konzentrieren. Einen Teil kann man ja durch die einfache Dur- oder Mollkadenz ableiten, andere Klischees wird man auch noch später kennen lernen, dann bleiben nur noch wenige Akkordfolgen übrig, die man völlig neu und speziell nur für ein Lied lernen muss.
Auf Melodie und Text achten
Manchmal gibt die Akkordfolge selbst keine nennenswerten Hilfen. Aber oft tritt eine Ausnahme immer bei einem bestimmten Wort auf (insbesondere bei Refrains). So wurde beim Lied Er hält die ganze Welt in seiner Hand fast immer beim Wort "ganze" gewechselt.
Beim Lied "Über den Wolken" (nächste Lektion) wird die Akkordfolge erst bei dem Wort "und dann" unterbrochen. Also merke man sich: "und dann" kommt C
Manchmal hilft einem auch die veränderte Melodieführung, auf Ausnahmen zu achten. Z.B. wird das Lied When You Say Nothing At All (Ronan Keating) © hauptsächlich mit dieser Akkordfolge begleitet:
Das Zupfmuster des Originals darf ruhig durch den Lagerfeuerschlag mit schnellem Griffwechsel ersetzt werden.
Erst bei der Liedzeile " C Try as I may I can D never explain " verlässt man den schnellen Griffwechsel.
Und auch beim Refrain " C catch me wherever I D fall (C pause D) pause C You say it best D when..."
wird der schnelle Griffwechsel kurz unterbrochen, bis es wieder im gleichen Trott weitergeht.
Wenn man darauf achtet stellt man fest, dass sich die Melodieführung während dieser Passagen etwas ändert (der Melodieverlauf wird etwas "weicher" "fließender" was zur Subdominante C-Dur passt...). Aber selbst wenn man es nicht gleich merkt, so redet man es sich jedes Mal, wenn man über diese Stelle stolpert, so lange ein, dass sich die Melodie geändert haben muss, bis man es dann auch hört (wäre dem nicht so, dann wären eigentlich auch keine anderen Akkorde notwendig).
Hierbei geht es aber gar nicht so um die Feinheiten der Harmonie und Formenlehre, sondern um eine recht grobe Möglichkeit, sich die Akkordfolge irgendwie zu merken. Sollte man falsch mit seiner Vermutung liegen, so hat man aber wenigstens die Akkordfolge gemeistert. Wenn einem das eigene Ohr oder die Harmonielehre einen Verdacht nahe legt, so darf man diesem erst mal unbesehen glauben. Zum jetzigen Zeitpunkt kennt man vielleicht nur "das große Dreigestirn" Tonika-Subdominante-Dominante und ein oder zwei Standard-Akkordfolgen (G-Em-C-D, G-D-Em-C). Aber später lernt man mehr. Vielleicht werden euch weitere Erfahrungen später eines Besseren belehren. Doch mit den kleinen Fehlinterpretationen, die einem als Anfänger zustehen, kann man ganz gut leben. Das Erfolgserlebnis setzt dann ein, wenn man mit seinen Vermutungen immer häufiger ins Schwarze trifft. Wenn sich die eigenen Vermutungen dann noch mit dem decken, was man in der Harmonielehre gelernt hat, dann ist man nicht mehr weit davon entfernt, Lieder frei nach dem Gehör (und nach Erfahrung) richtig zu begleiten.
Textmarker
Wenn aber alle Stricke reißen, und einem das Gehör, die Worte und auch sonst nichts hilft, sich bestimmte Akkordfolgen zu merken, so schrecke man nicht davor zurück, einen Textmarker oder ähnliche Hilfsmittel zu verwenden. Aus der Bemerkung des Lehrers: "Achtung, hier kommt der schnelle Griffwechsel D-G)" wird ein "Achtung, Gelb", was einen erstaunlichen Lernerfolg nach sich ziehen kann. Dazu zählt auch, dass man Akkorde, bei denen ein schneller Griffwechsel vorkommt, in Klammern setzt.
Auf Pausen achten
Was schon beim letzten Beispiel angedeutet worden ist: auf Pausen zu achten. Auch diese gehören mit zum Stück und dürfen auf gar keinen Fall gekürzt werden. Oft macht man sonst eine schöne Vierer-Teilung des Taktes kaputt. Zum Üben des Liedes kann man ruhig das "Pause" laut aussprechen (wie es oben schon gezeigt wurde). Wenn man es dann vorführt, macht man es dann automatisch richtig.
Ebenso sollte man immer noch einen extra Takt für die Pausen sowie den Schluss des Liedes mit einplanen, obwohl der Schlussakkord vielleicht vergessen wurde aufzuschreiben. In den allermeisten Fällen endet man mit dem Akkord, in dessen Tonart auch das ganze Lied steht.
Auch hier hilft wieder, was eingangs gesagt wurde: an Noten orientieren und das Original anhören.
Zusammenfassung
Also bei jedem neuen Lied schauen:
- Kenne ich die Tonart (Akkorde)?
- Kann ich unbekannte Akkorde durch einfachere ersetzen?
- Gibt es Wiederholungen?
- Ist das Lied irgendwie gegliedert?
- Finde ich im Stück Standard-Akkordfolgen?
- Kann ich mir die Besonderheiten durch Text oder Melodie leichter merken?
- Muss ich bestimmte Passagen extra markieren oder isoliert lernen?
- Ziel
Aus den vielen Einzel-Akkorden und Einzelversen in einem Lied werden wenige Blöcke, die man sich im Zusammenhang leichter merken kann.
Gitarre: Folkslieder und Folksongs Liedvorschlag für: Gitarre:_schneller_Griffwechsel
Guantanamera
kubanisches Volkslied Bearbeitet von Mjchael
- Dichter: José Julián Martí y Pérez (* 28. Januar 1853 in Havanna, Kuba; † 19. Mai 1895 in Dos Ríos, Kuba)
Guantanamera
- Refrain
- G Guantanamera A guajira
- (D guantana- G) mera A
- (D uantana- G) mera A guajira
- (D guantana- G) mera A
- Strophe 1
- ... A Yo soy un
- (D hombre sin- G) cero A - De donde
- (D crece la G) palma A - Yo soy un
- (D hombre sin- G) cero A - De donde
- (D crece la G) palma A - Y antes de
- (D morirme G) quiero A - echar mis
- (D versos del G) al- A ma -
- Refrain ...
- Strophe 2
- ... A Mi verso es de
- (D un verde G) claro A - Y de un car-
- (D mín encen- G) dido A Mi verso es de
- (D un verde G) claro A - Y de un car-
- (D mín encen- G) dido A Mi verso es
- (D un ciervo G) herido A - Que busca en
- (D el monte G) am- A paro -
- Refrain ...
- Strophe 3
- ... A - Por los po-
- (D bres de la G) tierra A - Quiero yo
- (D mi suerte G) echar A - Con los po-
- (D bres de la G) tierra A - Quiero yo
- (D mi suerte G) echar A - El arro-
- (D yo de la G) cierra A - Me com-
- (D place más que G) el mar A -
Begleitmuster(-vorschlag)
Weblinks
- Liedvorschlag für: Gitarre:_schneller_Griffwechsel
- Gospel Bearbeitet von Mjchael
Kumbayah my Lord
- Kum-ba- D yah my Lord (D - G) kumba- D yah D
Kum-ba- D yah my Lord (D - G) kumba- A yah A
Kum-ba- D yah my Lord (D - G) kumba- D yah}
(D - G) Oh D Lord (Em - A(7)) Kumba D yah D
- Someone’s D laughing, Lord (D - G) kumba- D yah D ..
- Someone’s D crying, Lord (D - G) kumba- D yah D ...
- Someone’s D praying, Lord (D - G) kumba- D yah D ...
- Someone’s D singing, Lord (D - G) kumba- D yah D ...
Rhythmusprobleme
Die besondere Schwierigkeit für Anfänger ist, dass der erste Akkordwechsel mitten im Takt erfolgt. Man beginnt mit einem Auftakt. Dann spielt man noch einen ganzen Takt lang den D-Dur-Akkord. Danach spielt man noch einmal einen halben Takt lang den D-Dur-Akkord, bevor man in der zweiten Takthälfte erst zum G-Dur wechselt. Es ist normalerweise nicht üblich, einen Akkord ohne Griffwechsel noch einmal zu wiederholen. Ebenso ist es bei den normalen Liederbüchern auch nicht üblich, einen schnellen Griffwechsel durch Klammern anzuzeigen. Um eineinhalb Takte lang einen Akkord zu spielen und dann erst mitten im Takt zum nächsten Akkord zu wechseln, dazu muss man sich noch einmal alles ins Gedächtnis rufen, was man über den schnellen Griffwechsel gelernt hat, und es bei diesem Lied anwenden.
Weihnachtslied – Text: 1837 Johann Wilhelm Hey, Melodie: Ernst Anschütz, bearbeitet von Mjchael
Alle Jahre wieder
- 1. Strophe
- D Alle Jahre ( wie- A) der (D kommt das G) Christus- A kind
- D auf die Erde (G nie- A) der, (D wo wir A) Menschen D sind.
- 2. Strophe
- D Kehrt mit seinem ( Se- A) gen (D ein in G) jedes A Haus,
- D geht auf allen (G We- A) gen (D mit uns A) ein und D aus.
- 3. Strophe
- D Steht auch mir zur ( Sei- A) te, (D still und G) uner- A kannt,
- D dass es treu mich (G lei- A) te (D an der A) }}lieben D Hand.
- 4. Strophe
- D Sagt den Menschen ( al- A) len, (D dass ein G) Vater A ist,
- D dem sie wohlge- (G fal- A) len, (D der sie A) nicht ver- D gisst.
- siehe auch
"Alle Jahre wieder" bei der Wikipedia
mündlich überliefert Liedvorschlag für: den schnellen Griffwechsel Bearbeitung: aggi und mjchael
Mein Haus muss sauber sein
- G Mein Em Haus, C mein Haus muss D sauber sein
- G Mein Em Haus, C mein Haus muss sauber D sein
- Ich G spül den Dreck ins Em Meer hinein, das C Meer ist groß mein D Haus ist klein.
- G Wischen Wischen Em Wischen Wischen C Wischen Wischen D Wischen Wischen
I like the flowers
- G I like the Em flowers, C I like the D daffodils
- G I like the Em mountains, C I like the D rolling hills
- G I like the Em fireplace, C when the light D is low.
- G Dumdidiadi, Em dumdidiadi, C dumdidiadi, D dumdidiadi...
Hinweise zum Üben und Vortragen
Dieses Lied macht immer mehr Spaß, je schneller man die Akkorde wechseln kann. Man kann dieses Lied auch mit schnellem Griffwechsel spielen (G Em)-(C D). Der Text ist so einfach, dass man man ihn schnell auswendig lernen kann, und sich so ganz auf den Griffwechsel konzentrieren kann.
- Das Lied funktioniert übrigens sehr gut als ein Kanon.
mündlich überliefert – Melodie: nach dem Folksong "I Like The Flowers", bearbeitet von aggi und Mjchael
| Gitarre | Ukulele (gcea) | |||||||||||||
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|
|
Zwei kleine Wölfe
- 1. Strophe
- G zwei kleine Em Wölfe, gehn C des Nachts im D Dunkeln
- G Man hört den Em einen C zu dem andern D munkeln:
- Wa- G rum gehn wir denn Em immer nur des C Nachts her- D um?
- Man G tritt sich an der Em Wurzel ja die C Pfoten D krum.
- Wenn's G nur schon heller wär Em (pfeifen) C (pfeifen) D -
- Wenn G nur der Wald mit Em Sternenlicht be- C leuchtet D wär.
- Ostinato
- G Dumdidum Em Dumdidum C Dumdidum D Dumdidum
- 2. Strophe
- G Zwei kleine Em Schlangen winden C sich im D Gras.
- Die G eine sagt zur Em andern ich er- C zähl dir D was.
- Ich G wünschte ich hätt' Em Beine einen C Meter D lang,
- da- G mit ich endlich Em auch mal etwas C sehen D kann
- Wenn G ich nur höher wär Em (pfeifen) C (pfeifen) D
- dann G wüsst ich, dass ich Em zu den großen C Tieren ge- D hör
- 3. Strophe
- G Zwei kleine Em Affen sitzen C auf dem D Baum.
- Der G eine sagt zum Em anderen man C glaubt es D kaum.
- Wa- G rum läufst du mit Em solchen ries'gen C Ohren D rum?
- Da G wird ja die Ba- Em nane von al- C leine D krum
- Wen G sie nur kleiner Em wär'n, C (pfeifen) D
- Dann G hätten dich be- Em stimmt bald alle C Affendamen D gern
Hinweise zum Üben und Vortragen
Man könnte den C-Dur-Akkord auch durch die Parallele A-Moll austauschen, und aus dem D ein D7 machen. Doch mit C und einfachem D funktioniert das Lied ebenso gut.
Hier passt sowohl der Westernschlag als auch der Lagerfeuerschlag mit dem schnellen Griffwechsel.
| Westernschlag | Lagerfeuerschlag |
|---|---|
Weblinks
Lektion 6: Mollparallele A-Moll
Der Wechsel zwischen C-Dur und A-Moll (kurz Am) ist sogar einfacher als der zwischen G-Dur und E-Moll.
Diesen kann man sich vorher noch einmal ins Gedächtnis und in die Finger rufen.
Zwischen C-Dur und A-Moll wird bloß ein Finger bewegt.
Somit kann man sich auch hier sehr einfach merken, dass A-Moll die Mollparallele von C-Dur ist.
|
Tonart G-Dur |
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Von C-Dur nach A-Moll und zurück
Weiteres über die MollparalleleDu wirst noch einige weitere Tonarten kennenlernen. Einige Akkorde tauchen gerne zusammen auf, andere Akkorde tauchen äußerst selten miteinander auf. In einer bestimmten Tonart gehören einige Akkorde zusammen. In D-Dur sind es die Akkorde D G und A und in der Tonart G-Dur sind es die Akkorde G C und D. Andere Dur-Akkorde kommen nur in Ausnahmefälle in der Tonart vor. In der Tonart D-Dur passt der A-Dur Akkord zu den D und G, aber in der nächsten Tonart G-Dur passt der A-Dur-Akkord nicht (oder nur in Ausnahmefällen) dazu. Es gibt dazu gewisse Regelmäßigkeiten, welche Akkorde gut zusammenpassen, und welche eher weniger. Es gibt aber Akkordpaare, die passen jeder Tonart gut zusammen. Ein solches Akkordpaar haben wir schon kennengelernt. G-Dur und Em (die Mollparallele von G-Dur) passen in jeder Tonart zusammen. Und ebenso passen auch C-Dur und Am in jeder Tonart zusammen.
Akkordfolgen vereinfachenRein praktisch gesehen, kann man oftmals eine Dur- oder Moll-Parallele gegeneinander austauschen. Bei den Parallelen C-Dur und A-Moll lohnt es sich allerdings kaum, da diese doch sehr einfach zu greifen sind. Manchmal, wenn nur ein Dur-Akkord da steht, erhält man durch den Austausch mit der Moll-Parallele eine geschmeidigere Akkordfolge, die sich leichter lernen lässt. Bei anderen Parallelen liegt die Sache aber schon ganz anders. H-Moll (kurz Hm) ist die Mollparallele von D-Dur. (Hm ist einen Ton höher als Am und D ist einen Ton höher als C.) Der H-Moll-Akkord ist allerdings ein Barré-Griff ( siehe Grifftabelle). Barré-Akkkorde sind für Anfänger nicht ganz so einfach zu greifen wie die Akkorde, die bis zum Lagerfeuerdiplom und bis zum Folkdiplom lernen werden. Nun gut, auch die Hürde mit den Barré-Akkorden lässt sich früher oder später meistern; aber bis es so weit ist, reicht es oft aus, den Barré-Akkord H-Moll (in englischen Liederbüchern auch Bm genannt) durch seine Durparallele D-Dur zu ersetzen. Das klappt zwar nicht immer, aber einen Versuch ist es auf alle Fälle wert. Ebenso gelingt es zum Beispiel oft, den Barré-Griff Fis-Moll (F#m) durch A-Dur auszutauschen (A-Dur und Fis-Moll sind ebenfalls Parallelen). Das Ergebnis mag vielleicht nicht ganz so gut klingen, wie mit dem Moll-Akkord, aber oft ist das Ergebnis gut genug, um ein Lied doch noch mit in sein Anfänger-Repertoire zu übernehmen. Die 2-5-1-VerbindungIn der Tonart G-Dur ist der Akkord C-Dur die Subdominante. Am ist die Mollparallele von C-Dur, also ist Am die Subdominantenparallele. Die Subdominantenparallele kann sehr gut als Ankündiger ("Herold") der spannungsreichen Dominante eingesetzt werden. Angenommen in einem Lied kommt die Akkordfolge D(7) G (Dominante - Tonika) vor. Sehr oft kündigt in so einem Fall die Subdominantenparallele Am die Dominante D(7) an. Man holt sozusagen mit dem Am Schwung zum D(7), um dann wieder bei G zu landen. Also Am D(7) G. Wenn man die G-Dur-Tonleiter durchzählt 1 2 3 4 5 6 7 8(=1) G A H C D E F# G dann sieht man, dass G auf der ersten Stufe, A (bzw. Am) auf der zweiten und D auf der fünften Stufe steht. Die Akkordfolge Am D(7) G ist also eine II-V-I-Akkordverbindung (2-5-1 in römischen Ziffern). Diese Akkordverbindung kommt sehr häufig vor. Sie wird auch besonders gerne als Schlusswendung am Ende eines Verses, einer Strophe oder am Ende eines Liedes verwendet, oder als Übergang vom Ende eines Verses mit Am D zum Anfang des nächsten Verses wieder mit der Tonika G. So eine Wendung, die durch die Akkordfolge wieder zurück zur Tonika leitet wird auch gerne als "Turnaround" bezeichnet. Du siehst, es lohnt sich darauf zu achten. Es ist immer einfacher sich eine ganze Standard-Akkordverbindung zu merken, als drei einzelne scheinbar voneinander unabhängige Akkorde. Nach einiger Zeit wirst du diese II-V-I-Verbindung auch alleine erkennen und heraushören. Aber hier mal ein paar Beispiele:
In den letzten Lektionen hast du doch die Akkordfolge G-Em-C-D kennengelernt. Du hast hier weiterhin gelernt, dass man C-Dur manchmal durch Am austauschen kann. Und du hast gelernt, das Am die Dominante D ankündigen kann. Also versuche einfach mal die Akkordfolge G-Em-C-D durch die Akkordfolge G-Em-Am-D auszutauschen. Du wirst feststellen, es klappt in den meisten Fällen problemlos, so dass es später mal eine reine Geschmackssache sein wird, ob du die eine oder andere Variante nimmst. auch wenn der Griffwechsel Em Am nicht extra geübt worden ist, sollte dieser Wechsel dennoch keine nennenswerten Probleme machen. Zur Not vorher 2 bis 3 mal isoliert üben:
LiedervorschlägeGriffwechsel C-Am
Liedvorschlag für: Akkord Am Ehekrach (zu Karneval) (Parodie zu Knocking on Heavens Door)Autor: Mjchael
G Huu D Huu Am Huuuu G Huu D Huu C Huuuu
G Bitte D lass mich wieder Am rein G ich will D auch ganz artig C sein G Es ist so D kalt im Treppen- Am flur G Och bitte D sei doch nicht so C stur
G Ich verspech D dass ich nicht mehr Am rauch, G Sport treibe D gegen meinen C Bauch G Nach andern D Frauen mich nicht mehr Am umdreh. G und mit dem D Hund auch Gassi C geh.
G In die D Kneipe werd ich nicht mehr Am gehn G Auch dem D Schnaps dem bleib ich C fern G Den Jack D Daniels lass ich Am stehn ... und werd G auch nicht mehr so D tief ins Bierglas C sehn...
G Huu D Huu Am Huuuu G Huu D Huu C Huuuu
Die Tür geht auf, 'ne Oma steht vor mir
Na ein Glück, dass das nicht meine Frau gehört hat...
Weblinks
500 Miles (Hedy West)1.Strophe If you G miss the train I'm Em on, you will Am know that I am C gone, you can Am hear the whistle C blow a hundred D miles. D7
Lord, I'm G one, Lord, I'm Em two, Lord, I'm Am three, Lord, I'm C four, Lord, I'm Am five hundred C miles a way from D home. D7
Not a G shirt on my Em back, not a Am penny to my C name. Lord, I Am can't go back C home this-a- D way. D7
If you G miss the train (G/F#) I'm Em on, you will Am know that I (C/B) am C gone, you (C/B) can Am hear the whist- (C/B) le C blow a hundred D miles. D7
Beim Spielen den Bass betonen AnmerkungenDer D7-Akkord kann zur Not auch ganz weggelassen werden. Bei der Akkordkombination C D7 G wechseln die ersten beiden Akkorde innerhalb eines Taktes. Zur Not kann hier das C-Dur durch ein D-Dur ersetzt werden, und der Schluss ohne schnellem Griffwechsel gespielt werden. Wer mit den Griffen keine Probleme mehr hat, der sollte mal alle Varianten ausprobieren.
Bei der letzten Strophe (der Wiederholung der ersten Strophe) wurde noch zusätzlich ein kleiner Basslauf mit integriert. Er kann ins Schlag- oder ins Zupfmuster mit eingebaut werden. In wie weit man diesen Basslauf auch für die anderen Strophen übernimmt, oder ob man ihn ganz weglässt, bleibt jedem Interpreten selbst überlassen. Wem das alles mit den Bassläufen (noch) zu viel sein sollte, der schaut einfach wieder auf die erste Strophe. Folk-Song aus Nord Carolina (19. Jahrh.) – Text und Melodie: Trad. versch. Textquellen, bearbeitet von Mjchael Tom DooleyTraditional Folksong aus North Carolina
Ein wenig HarmonielehreAm und D7 können zur Not (bis man sie kann) weggelassen werden. Beide Akkorde werden dann durch ein einfaches D ersetzt. Mit Am erhält man eine so genannte II-V-I-Verbindung. Am ist der zweite Stufenakkord der Tonart G-Dur, D ist der fünfte Stufenakkord, und G ist natürlich der erste Stufenakkord der Tonart G-Dur. II-V-I-Verbindungen sind eine häufig anzutreffende Standard-Akkordfolge. Dieses Klischee (anderes Wort für Standard-Akkordfolge) taucht in sehr vielen Liedern auf. Es lohnt sich darauf zu achten. WeblinksLiedvorschlag für: Griffwechsel C-Am Text: schwäbisches Volkslied Bearbeitet von Mjchael Auf der schwäbschen Eisenbahne
Liedvorschlag für: Akkord Am - bearbeitet von: Mjchael Die LeinweberText und Melodie: mündlich überliefertes Volkslied; vor 1833
Das Bürgerlied
Hinweise zum ÜbenDer Takt dieses Liedes stellt eine richtige Herausforderung dar. Er hält sich nämlich nicht wirklich an ein durchgehendes Taktmuster. Es wechselt zwischen einem 2/4-Takt und einem 4/4-Takt. Ursprünglich war er wohl im 3/4-Takt notiert[7]. Spätere Autoren notieren den Takt als einen „krummen“ 5/4-Takt, der zwischen Achtelnoten, Viertelnoten und punktierten Viertelnoten wechselt[8]. Modernere Interpreten verwenden einen sehr freien Umgang mit dem Takt, wobei sie gerne zwischen 4/4 und 2/4 Schlag- und Zupfmuster wechseln. Dieses gibt den jeweiligen Interpreten eine gewisse Freiheit, aber auch eine Herausforderung jeweils den Taktschwerpunkt zu finden. Weblinks
Der Text dieses Liedes stammt ursprünglich aus der Anti-Alkoholiker-Bewegung Mitte des 19. Jahrhundert. Ironischerweise wird es gerade gerne in einer geselligen Kneipenrunde gesungen.
The Wild Rover
Melodie
Lektion 7: Größere Sprünge zwischen AkkordenBis zu diesem Zeitpunkt wurde möglichst darauf verzichtet, dass die Finger größere Sprünge machen mussten. Bei solchen Sprüngen besteht für einen Anfänger (der du ja langsam nicht mehr bist) immer ein wenig die Gefahr, dass man nicht mehr genau weiß, wo man auf dem Griffbrett ist, und wertvolle Zeit mit dem Sortieren der Finger verbraucht. Darum ist es immer gut, wenn man neue Akkorde zuerst mit Griffwechseln ohne größere Sprünge übt. Jetzt, nachdem man mit den Griffen einigermaßen vertraut ist, dürfte der Wechsel zwischen den Akkorden G-Dur und A-Moll, sowie der Wechsel zwischen E-Moll und D-Dur eigentlich keine größeren Problem mehr bereiten. Es hat sich jedoch als günstig erwiesen, diese "Sprünge" vor dem ersten Einsatz bei Liedern vorher einmal einzeln zu üben. Dabei können Lieder hilfreich sein, die gehäuft den etwas schwierigeren Griffwechsel aufweisen. Dadurch werden dann solche Akkordkombinationen schnell zu geläufigen Standard-Griffwechseln, die einem später keine Kopfschmerzen mehr bereiten. Dennoch wird es immer wieder Griffwechsel geben, die man bei einem neuen Lied lieber einmal isoliert üben sollte, bis sie einem flüssig von der Hand gehen. Sprung zwischen G und AmVon G-Dur nach A-moll: - Kleiner Finger weg - Ring- und Mittelfinger anheben - Mittelfinger eins tiefer - Ringfinger unter den Mittelfinger - Zeigefinger wie bei C-DurWenn man nur einzelne Griffe üben würde, dann läuft man schnell Gefahr, dass man einen Griff immer nach der gleichen Methode aufbaut, obwohl bei einem anderen Griffwechsel eine andere Reihenfolge angebrachter wäre. Der Akkord ist nicht das Wichtigste, was es zu lernen gibt, sondern der Wechsel von einem Akkord zum nächsten. Dort gilt es die Gemeinsamkeiten zu suchen. Das lässt sich gut im nächsten Griffwechsel veranschaulichen Sprung zwischen Em und DWenn man erkennt, dass dieser Griffwechsel ähnlich abläuft wie der Griffwechsel von A-Dur nach D-Dur, mit dem wir den Kurs gestartet haben, sich aber alles nur ein paar Saiten höher abspielt, dann ist schon sehr viel gewonnen. Bei allen 6 Akkorden aus diesem Lagerfeuerdiplom gibt es für Ring- und Mittelfinger praktisch nur zwei Stellungen.
Ring- und Mittelfinger bilden eine Einheit. Diese Fingerstellung werden wir noch bei drei weiteren Akkorden aus dem Folkdiplom wiederentdecken. Lediglich die Höhe variiert. Nach dieser Lektion dürfte auch der Wechsel zwischen A-Dur und G-Dur keine Probleme mehr bereiten. Die Pop-KadenzBei den nachfolgenden Liedvorschlägen wird dir vielleicht des öfteren die Akkordfolge G D Em C auffallen. Dieses ist eine I V VI IV-Verbindung (1-5-6-4). In Bands ruft man sich manchmal die Akkordfolge als "ein 15-64er in G" zu, was aber auch nichts anderes als "eine 1-5-6-4-Akkordverbindung in der Tonart G-Dur" heißt. Bei einer I V VI IV-Verbindung (1-5-6-4) in G-Dur ist Diese Akkordfolge taucht bei extrem vielen Popsongs auf, so dass man sie auch "Pop-Formeln" nennt, obwohl man wohl richtiger von einer Pop-Progression bzw. von einer Pop-Kadenz sprechen sollte. Dieses ist wieder eine Akkordfolge, die du dir merken solltest. Ein paar Beispiele:
Bei den letzten beiden musst du vielleicht ein Kapodaster benutzen, um eine bessere Tonart bzw. Tonhöhe zu bekommen. Wie man den aber benutzt, wird erst im Folkdiplom näher erläutert. Höre dir für die Pop-Formel unbedingt mal Axis of Awesome - 4 Four Chord Song an! LiedervorschlägeSprung Em-D und Am-GWer Probleme beim Sprung von Em nach D oder von Am nach G hat, kann das hier nochmal üben.
Gitarre: Folkslieder und Folksongs Liedvorschlag für: Sprung Em D
Hejo spannt den Wagen an
WeblinksIrish Folk – Text und Melodie: Michael Considine (ca. *1850 - †1873), bearbeitet von Mjchael Das Lied beschreibt das Heimweh eines Irland-Auswanderers in Amerika. Die Geschichte selbst, und die Orte sind jedoch erfunden. Spancil Hill
Weblinks
MelodieThe Star Of The County Down
Weblinks
Liedbeispiel für Gitarre: Sprung Em D und Am G Carrickfergus
Weblinks
Jingle Bells
Jingle Bells bei der Wikipedia MY BONNIE
'Folk-Song aus den USA – Alternativtitel: Ox-Driver Song, Text und Melodie: Jimmie Driftwood (*1907–†1998), bearbeitet von Mjchael
Ox-Driving Song
Sinn dieses WorkshopsEgal, ob man Barré-Akkorde, erweiterte Akkorde oder Slash-Akkorde spielen möchte, Bassläufe, Tonleitern und Pentatoniken lernen möchte oder auch nur die Anfangstöne für eine Melodie ermitteln will, man benötigt die Kenntnis, wo auf der Gitarre welche Töne sind. Um einfach Lieder mit der Gitarre nach Akkorden zu begleiten muss man nicht unbedingt Noten können. Wenn man jedoch im Spielen weiterkommen möchte und auch die Zusammenhänge der Harmonielehre verstehen möchte, dann sollte man damit anfangen die C-Dur-Tonleiter auf der Gitarre zu lernen. Wann man mit der C-Dur-Tonleiter anfangen soll, und wann man diese wieder einmal wiederholen sollte, kann man gar nicht so genau sagen.
Daher wurde die "C-Dur-Tonleiter auf den ersten drei Bünden" in einen winzigen Workshop gepackt, der bei entsprechender Gelegenheit immer wieder hervorgeholt werden kann. Voraussetzung für diesen Workshop ist, dass man die Grundakkorde nach dem allgemeinen Regeln zum Fingersatz greifen kann, oder zumindest weiß, wie sie standardmäßig gegriffen werden sollten. (Was nicht heißt, dass es nicht auch alternative Griffweisen gibt.)
C-Dur-Tonleiter in den ersten drei Bünden (ohne Noten)
Intervalle Fingersatz
3 ||-4-|---|-5-| 0 ||-Z-|---|-R-|
7 ||<1>|---|-2-| 0 ||-Z-|---|-R-|
5 ||---|(6)|---| 0 ||---|-M-|---|
2 ||---|-3-|-4-| 0 ||---|-M-|-R-|
(6)||---|-7-|<1>| 0 ||---|-M-|-R-|
3 ||-4-|---|-5-| 0 ||-Z-|---|-R-|
Vier Regeln für das Finden der Töne auf GitarreRegel 1: Die Namen der "leeren Saite"Lerne die Namen der 6 Saiten einer Gitarre auswendig. Entweder:
Regel 2: die Ringfinger-RegelBei 6 Grund-Akkorden befindet sich der Grundton des Akkords genau unter dem Ringfinger. Anders ausgedrückt:
Voraussetzung für diese Regel ist, dass Akkorde nach einem Standardfingersatz gegriffen werden. Regel 3: Markante Akkordtöne3 Töne die sich nicht über den Ringfinger ableiten lassen, kann man aber trotzdem gut über markante Akkordtöne lernen.
Nur diese drei Töne muss man "richtig" lernen. Alle andern Töne kann man mit den einfachen Eselsbrücken sehr schnell ableiten. Regel 4: Beide E-Saiten sind gleichDie letzte Regel besagt, dass jeder Ton, der auf der oberen E-Saite ist, im selben Bund auch auf der unteren E-Saite (zwei Oktaven höher) ist.
NutzenDieses Wissen reicht noch nicht ganz aus, um vollständige Melodien frei vom Blatt zu spielen. Doch man kann schon mal jede einzelne Noten benennen. Und sofern man schon Noten lesen kann, so kann man relativ einfach die Anfangstöne von Melodien und Liedern ermitteln. Oder man kann den Basston einiger so genannter Slash-Akkorde finden, oder einen Basslauf genauer beschreiben. Und natürlich ist dieses auch eine sehr gute Vorbereitung für all diejenigen, die das "Noten vom Blatt spielen" mit der Gitarre noch lernen wollen. Die Töne der ersten drei bis vier Bünde reichen für die einfachen Akkorde völlig aus. Später wenn man anfängt nach Noten zu spielen, oder wenn man einfache Stücke picken will (Melodie und Zupfmuster gemeinsam), dann kommt man mit den Noten schon ziemlich weit. Es gibt hunderte von Stücken, die sich auf die ersten Bünde der Gitarre beschränken. Das übrige Griffbrett kann noch ein wenig warten. Man erobert sich dieses am besten mit (oder spätestens nach) den einfachen Barré-Akkorden und Powerchords.
Versuche die komplette Tonleiter rauf und runter zu wandern, und überprüfe, ob du über die Akkorde die Noten finden kannst. Benenne jede einzelne Note und sage warum diese Note so heißt.
Töne/Akkorde E F G A H C D E F G a H C D E F G
|-----------------------------0-1-3-|
|-----------------------0-1-3-------|
|-------------------0-2-------------|
|-------------0-2-3-----------------|
|-------0-2-3-----------------------|
|-0-1-3-----------------------------|
Regeln 1 4 2 1 3 2 1 2 2 1 2 1 3 2 1 3 4
1= leere Saite; 2= Ringfinger; 3= Akkordton; 4 = Oben/Unten
E = Saitenname; F = Akkordton + oben wie unten; G = Ringfinger; A = Saitenname; H = Akkordton; C = Ringfinger usw.
Versuche von jedem gelernten und später auch von jedem neuen Akkord die Bezeichnung der einzelnen Töne zu bestimmen. Sobald man diese C-Dur Skala kann, findet man auch alle Noten mit Vorzeichen. Die Töne mit Vorzeichen liegen genau einen Bund bzw. Halbtonschritt vor (beim "b") oder nach (beim "#") den Stammtönen. Noten und TabulaturbeispielDiese Zusammenfassung habe ich mit dem Freeware-Programm Powertab hergestellt. Leider kann das Programm nur das englische "B" und bietet keinen Ersatz für unser deutsches "H" an. Doch es wird alles noch mit Noten dargestellt, und ein paar Tipps für das Notenlesen gegeben.
SchlussbemerkungWenn einem dieser Workshop ausreicht, sollte man sich dennoch die Schlussbemerkung aus dem Note-Lokation-Workshop durchlesen.
Lektion 8: Abschluss-Lektion
In diesem Anhang folgen Übungsbeispiele aus dem Liederbuch der Wikibooks und bekannte Lieder, die man in vielen handelsüblichen Liederbüchern findet. Diese Liedersammlung der Wikibooks ersetzt jedoch kein eigenes Liederbuch. Damit dieser Gitarrenlehrgang weiterhin kostenlos im Internet zur Verfügung gestellt werden kann (von den allgemeinen Druckkosten einmal abgesehen), und günstig als Buch gedruckt werden kann, verzichtet man bei den Wikibooks darauf, Lieder zu verwenden, welche unter einem Copyright stehen. Dennoch soll mit dieser kleinen Zusammenstellung gezeigt werden, dass man mit nur 6 Akkorden und einer Hand voll Schlagmustern (mit schnellem Griffwechsel) ein abendfüllendes Programm zusammenstellen kann. Allein mit den folgenden Beispielen und den Liedern aus dem Anhang sind schon um die 50 Liedvorschläge zusammengestellt, welche alle im Bereich des Möglichen liegen (allein 7 Lieder nur für die ersten beiden Akkorde). Daneben werden noch einige Vorschläge von recht bekannten populären Liedern gegeben. Bei denen können jedoch nur die reinen Akkordfolgen angegeben werden. Text und Melodie muss man dann in einem Liederbuch nachschlagen. Alle Akkordvorschläge sind zum Teil recht vereinfacht worden. Oft wird anstelle einer vermeintlichen Originalbegleitung einer Standard-Akkordkombination der Vorzug gegeben. Die ersten beiden Akkorde D und AD-Dur-Akkord und 4/4-Schlag
Griffwechsel D-A und 4/4-Schlag
Der G-Dur-AkkordGriffwechsel D-G und Western-SchlagSiehe auch: Durkadenz
Der C-Dur-AkkordGriffwechsel G-C-D
Der Em-AkkordGriffwechsel G Em C D
1 . 2 . 3 . 4 . | 1 . 2 + . + 4 . A - A - A - A - | A - A V - V A -
1 . 2 . 3 . 4 + | . + . + 3 . 4 . A - A - A - A V | - V - V A - A -
Zwei Akkorde pro TaktSchneller Griffwechsel
Der Am-AkkordGriffwechsel C-Am
SprüngeSprung Em-D und Am-GWer Probleme beim Sprung von Em nach D oder von Am nach G hat, kann das hier nochmal üben.
AbschlussAbschluss-Stücke für das Lagerfeuerdiplom
Mit diesen Stücken verlässt man den Anfängerstatus. Im einzelnen sind die Lieder nicht besonders schwer. Doch sie enthalten alle wesentlichen Lerninhalte des Lagerfeurerdiploms. (6 Akkorde G D C Em Am A Lagerfeuerschlag und der schnelle Griffwechsel)
Mit Tricks schon spielbar
Und das sind bei weitem noch nicht alle Lieder, die man jetzt schon spielen kann. Wie man sieht, kann man selbst mit dem einfachen Lagerfeuerschlag, 6 Akkorden und dem "Schnellen Griffwechsel" ohne Probleme ein abendfüllendes Programm gestalten. Anhänge
Lieder fürs Lagerfeuerdiplomsiehe auch
Weiterführende Ergänzung für das Lagerfeuerdiplom (Position des Daumen) Diese Zusammenstellung ist nicht der Weisheit letzter Schluss, doch es soll den Lesern die Möglichkeit geben, Entscheidungen, die für die Kurse hier in im Gitarrenkurs: Lagerfeuerdiplom gemacht worden sind, nachzuvollziehen.
Randbemerkung zum FingersatzDieser Artikel ist nur für die Gitarrenspieler gedacht, die schon etwas Gitarre gelernt haben und vielleicht einen Griff (insbesondere G-Dur) mit einem anderen Fingersatz gelernt haben. Leider haben „Umlerner“ häufig Probleme, G-Dur mit dem kleinen Finger zu greifen (den habe ich schon immer so gegriffen, warum soll ich den anders greifen...). „Neu-Lerner“ haben dagegen deutlich weniger Probleme, den G-Dur mit kleinem Finger zu lernen. Für sie ist so oder so jeder Akkord schwer. Da fällt es gar nicht auf, dass der G-Dur schwerer sein sollte als irgend ein anderer Akkord. Er stellt zwar eine kleine Hürde dar, und man muss sich vielleicht ein paar Tage mit einem etwas unsauberen Akkord zufrieden geben, doch es dauert selten länger als zwei Wochen (bzw. zwei Unterrichtseinheiten), bis G-Dur sitzt. Und nach 3 Wochen wird man sich fragen, wo eigentlich das Problem war. Sobald man dann aber G-Dur mit kleinem Finger gemeistert hat, kann ich garantieren, dass man das Lagerfeuer- und auch das Folkdiplom bestehen wird. Auch zukünftige Lektionen (unter anderem Melodiepicking, Solospiel, andere Akkorde mit kl. Finger) werden leichter, da der kleine Finger schon von Anfang an trainiert wurde. Unnötige Völkerwanderung mit dem ZMR-GWer schon etwas Gitarre spielen kann, hat vielleicht in andere Bücher hineingeschaut und mitbekommen, dass man den G-Dur-Akkord auch auf eine andere Weise greifen könnte. Es wird öfter vorkommen, dass irgend ein Buch oder irgend ein Gitarrenspieler einen Griff anders spielt, als er hier im Kurs vermittelt wird. Der G-Dur-Akkord kann auch ohne kleinen Finger gegriffen werden. Es bleibt zu hoffen, dass niemand jetzt denkt „Warum wurde das nicht gleich gesagt, das geht doch viel einfacher!“. Dieser Griff mag vielleicht die erste Zeit einfacher zu greifen sein, aber man erkauft sich diese vermeintliche Bequemlichkeit zu einem hohen Preis. Wer den G-Dur-Akkord auf die etwas weniger elegante Variante (also ohne kleinen Finger) gelernt haben sollte, der soll einmal folgenden Versuch machen:
Beim ersten, vorteilhafteren Griffwechsel müssen sich die Finger nur wenig bewegen. Bei der zweiten, angeblich „einfacheren“ Griffart entsteht jedoch eine Art Völkerwanderung. Vorteile des MRK-GZwar „funktionieren“ die Griffe mit den vermeintlich bequemeren Fingersätzen für die erste Zeit, aber früher oder später wird man einfach nicht mehr weiterkommen und auf einem bescheidenen Niveau stehen bleiben, weil man die eigene Geschwindigkeit beim Wechseln nicht mehr steigern kann. Doch selbst wenn man schnell genug wechseln kann, wird es für diesen Kurs viel schwerer, den Lektionen folgen zu können. Denn vieles baut schlicht und ergreifend aufeinander auf. Vorteile bei einem einheitlicheren GriffwechselDer Wechsel zu anderen Griffen mit der RMK-Variante in der Mehrzahl der Fälle ergonomischer und daher einfacher, schneller und flüssiger. Es gibt eine Fingerstellung von Mittelfinger und Ringfinger, die man gleich bei 4 Akkorden (und einigen Varianten) antreffen kann: Diese passen für: Dem gegenüber steht eine zweit typische Stellung von Mittel- und Ringfinger: für die Akkorde Beim Wechseln der Akkorde kommt eine typische Bewegung zustande: Diese Gemeinsamkeiten machen das Lernen der Grundakkorde einfacher. Hinterher fällt es auch viel leichter Begriffe wie "Dur-Terz" und "Quarte" zu lernen, da man diese ja schon irgendwie in den Fingern hat. Ohne nennenswerte Mühe lernt man mit wenigen Kniffen alle Töne der C-Dur Tonleiter. Wenn man die 6 leeren Saiten kann, dann muss man nur wissen, wo bei einem der oben genannten Akkorde der Grundton ist, um weitere 6 Töne zu haben. Denn der Grundton liegt ist fast immer unter dem Ringfinger des gleichnamigen Akkord. (Ausnahme A-Dur, aber dafür gibt es ja auch die alternative Griffweise, die beim Wechsel zwischen E A und H7 im nachfolgenden Folkdiplom vorgestellt wird. Wie ihr seht, gibt es generell nichts gegen Varianten bei Akkorden auszusetzen. Aber nicht jede Variante, die greifbar ist, ist letztlich auch günstig. Vorteile beim Lernen der C-Dur-TonleiterUm alle Töne auf dem Griffbrett zu finden, hilft die Standardgriffweise. Für die einfache "Ringfinger-Regel" benötigt man G-Dur mit kleinem Finger.
Bei einfachen Bassläufen in C-Dur reicht es einen Basslauf zu lernen, um diesen dann einfach auf die anderen Akkorde zu übertragen. Der Ringfinger bleibt immer im 3. Bund, und der Mittelfinger bleibt im 2. Bund. Und so hat man ganz schnell einen Teil der C-Dur-Tonleiter gelernt. Das Zurufen einzelner Basstöne geht meiner Erfahrung nach einfacher, wenn man diese sich mit durch die "Leere Saite-Regel" und "Ringfingerregel" schnell vom Akkord ableiten kann. Vorteile bei den ersten TechnikübungenWenn man einen Basslauf in C-Dur gelernt hat, kann man diesen ohne größeres Üben auf die Akkorde G-Dur und F-Dur übertragen. Das gleiche gilt für das Pull-Off oder Hammer-On Es ist beim ersten Lernen vom Hammering viel einfacher, wenn man sich vorerst nur auf den Mittelfinger konzentrieren muss. Erste Western-Begleitungen lernen sich so viel leichter Auf all die Lernvorteile müsste ich verzichten, wenn ich ein G folgendermaßen greife: E ||---|---|-R-|- H ||---|---|---|- G ||---|---|---|- D ||---|---|---|- A ||---|-Z-|---|- E ||---|---|-M-|- Vorteile beim Wechsel auf ähnliche AkkordeVon dem Standard-G lassen sich andere Akkorde leichter ableiten: Vorteile für andere Akkorde mit kleinem FingerWenn man von Anfang an den kleinen Finger trainiert, hat man es hinterher bei anderen Akkorden wie bei denen man nicht auf den kleinen Finger verzichten kann (H7, E7, A7 usw.) viel leichter Vorteile für das spätere MelodiespielenSpätestens beim Melodie-Picking erweist sich die G-Dur-Variante ohne kleinen Finger als hinderlich. Viele Stücke aus dem Melodiepicking und aus der einfachen Klassik lassen sich mit der ZMR-Variante vom G erst gar nicht spielen.
Die ZMRK-VarianteAber nicht, dass man mich falsch versteht: solange das Ergebnis stimmt, ist eigentlich keine Griffweise an und für sich falsch. Es mag sogar sein, dass es für einen bestimmten Effekt sinnvoll ist, von einer Standard-Griffweise abzuweichen, damit andere Griffe einfacher zu erreichen sind. Solange ein deutlicher Vorteil durch eine Griffweise erzielt werden kann, kann man durchaus versuchen, sowohl die eine als auch die andere Griffweise zu lernen und sie je nach Bedarf einzusetzen. So beispielsweise folgende Variante des G-Dur-Akkordes: E ||---|---|-K-|- H ||---|---|-R-|- G ||---|---|---|- D ||---|---|---|- A ||---|-Z-|---|- E ||---|---|-M-|- Diese möchte ich als eine Alternative für später im Balladendiplom aufheben, um diese mit Akkorden wie Cadd9 (x32033), Dsus4 (xx0233), Em7 (022033) und/oder A7us4 (x02233) zu kombinieren. Doch die erweiterten Akkorde sind hier in diesem Kurs erst Stoff für später, nachdem man die Grundlagen beherrscht. Bei solchen Griffkombinationen (die aber oft nur in einer einzigen Tonart und für wenige Lieder funktonieren) lohnt es sich eine Variante zu lernen. Jedoch ist dringend davon abzuraten, „nur“ wegen der Bequemlichkeit eine Fingerstellung zu bevorzugen, wenn man sich später diese Bequemlichkeit durch Geschwindigkeitseinbußen beim Wechseln erkaufen muss. Ich hoffe du hast erkannt, dass der G-Dur-Akkord mit kleinem Finger, in der Summe deutlich mehr Vorteile mit sich bringt, als die Variante ohne kleinen Finger. Es stimmt schon, dass man in den ersten Tagen etwas mehr Probleme hat, den Griff sauber hinzubekommen. Doch dieses wird auch später noch bei anderen Griffen der Fall sein. Auch bei Barré-Griffen wird man erfahrungsgemäß einige Tage bis Wochen brauchen, bis sie richtig sitzen. Man sollte gleich von Anfang an die Erfahrung machen, dass sich die anfängliche Mühe lohnt. Falscher Ehrgeiz, dass alles immer sofort perfekt klappen muss, ist Gift für das Gitarre-Lernen. Wer G-Dur nun anders gelernt haben sollte, der lerne G-Dur mit kleinem Finger einfach als einen neuen Akkord, und setze diesen für alle neuen Lieder ein. Viele haben auch Jahre später noch umgelernt, weil sie eingesehen haben, dass es sich lohnt. Ich weiß, dass man den G mit der ZMR-Variante in ein bis zwei Tagen drauf hat, und dass man für die RMK-Variante ein bis zwei Wochen braucht, bis der wirklich richtig sitzt. Aber der Mehraufwand an Arbeit holt man hinterher durch die vielen Lernvorteile sehr schnell wieder rein. Die RMK-Variante ist meines Erachtens die weitaus bessere Vorbereitung auf das Gitarrespielen als die ZMR-Variante. Den kleinen Finger gleich von Anfang an trainierenUnd wenn man hier bei G-Dur schon anfängt, den vermeintlich bequemeren Weg zu gehen, werden auch andere Griffe gemieden, die anfangs etwas umständlicher erscheinen. Doch spätestens beim H7 (Folkdiplom) wird der kleine Finger unbedingt gebraucht. Ganz zu schweigen von den Barré-Akkorden (Rockdiplom)... Warum sollte man dann den kleinen Finger nicht gleich von Anfang an trainieren? Die Fingersätze, die hier im Kurs beigebracht werden, sind gut durchdacht, systematisch aufgebaut und haben sich gut in der Praxis bewährt, und werden deswegen auch von den meisten Gitarrenspielern genau so gespielt. Wer dennoch auf seinem G-Dur-Ohne-Kleinen-Finger beharrt, der sollte sich einen anderen Kurs bzw. einen anderen Lehrer suchen.
Für ein Klavier wird ein Stimmer bestellt – eine Gitarre stimmt man selbst!(Nur die ganz Großen lassen das von Roadies erledigen.) Gerade bei neu gekauften oder neu aufgezogenen Saiten verstimmt sich die Gitarre besonders schnell, bis sich die Saiten an die neue Spannung „gewöhnt“ haben. Und es kommt auch öfter vor, dass sich eine Gitarre schon durch das normale Spielen oder Temperaturschwankungen leicht verstimmt. Manchmal ist es sogar erforderlich, das Instrument während des Spielens leicht nachzustimmen. Daher ist es schon für den Anfänger ratsam, sich das Stimmen möglichst früh bestmöglich anzueignen - es wird sehr häufig benötigt. Je häufiger man die Gitarre nach Gehör stimmt, desto besser hört man die feinen Unterschiede und desto schneller hat man eine Gitarre gestimmt. Auch wenn aller Anfang schwer ist: Das Verkehrteste was man beim Stimmen machen kann, ist, es gar nicht erst zu versuchen. Die Standard-StimmungDie Saiten werden bei der Standard-Stimmung auf folgende Töne gestimmt: E – A – d – g – b – e' Zum einfachen Merken der Saiten gibt es Merksätze:
( längeres Midibeispiel bei den Referenztönen )
Die zweite Saite von unten wird im deutschen Sprachraum meist mit dem Buchstaben "H" bezeichnet. Im englischen Sprachraum verwendet man für denselben Ton die Bezeichnung "B". Wer an das "H" gewöhnt ist, wird feststellen, dass es so gut wie keine "H"-Saiten zu kaufen gibt, sondern nur "B"-Saiten. Und wer Lieder nachspielen möchte, wird auch feststellen, dass bei den Akkorden bei englischen Liedern nur selten die Bezeichnung H Verwendung findet. Da also beide Varianten in der Literatur vorkommen, bieten wir hier ebenso die deutsche Variante der Merksätze an:
Für deutschsprachige Musiker (nicht nur für die Gitarrenspieler) führt diese doppelte Bezeichnung noch zu einer anderen größeren Verwirrung. Der Halbton unter dem H wird im deutschen Sprachraum als B bezeichnet. Also könnte man den Ton B verwechseln, wenn man nicht weiß, ob es das deutsche B oder das englischsprachige, welches einen Halbton höher liegt. Unser deutsches B wird im englischen Sprachraum mit "Bb" (gesprochen: "B flat") bezeichnet. Sobald die Akkorde H7 (B7) oder der Barré-Griff Hm (Bm) oder B-Dur (Bb) vorkommt, werden wir noch einmal auf diesen Umstand hinweisen. Es hilft leider nichts, wir müssen uns einprägen, dass es beim Ton Bb, B und H unterschiedliche Traditionen gibt, und wir beim B immer prüfen müssen, ob es sich um das tiefere deutsche B handelt oder um das englischsprachige höhere B. Auch wenn es beim Lesen zu Verwirrungen kommen kann, wird uns unser Ohr sehr schnell sagen, welche der beiden Varianten die richtige ist. Stimmen nach GehörReferenztöneDas Stimmen nach Referenztönen ist wohl das einfachste Verfahren. Dieses Verfahren wird oft für Übungs-CDs und -DVDs eingesetzt, da mit diesem Verfahren auch ohne größere Technik gestimmt werden kann. Das Gehör und der CD-Player oder eine andere schon gestimmte Gitarre reichen hier! Natürlich darf man da auch nicht die gute alte Stimmpfeife vergessen, die noch nicht einmal Strom benötigt. Daher ist diese Methode besonders gut für „blutige“ Anfänger geeignet. Natürlich verwenden auch erfahrene Gitarrenspieler Vergleichstöne; besonders wenn sie mit anderen Musikern zusammenspielen wollen. Wenn man mit anderen Instrumenten spielt, die man nicht so leicht umstimmen kann (z.B. Klavier oder Flöte), dann richtet sich die Gitarre natürlich an diesen Instrumenten aus und nimmt von denen die Stimmtöne ab. Für Einzelspieler reicht es in vielen Fällen aus, wenn die Töne nur relativ zueinander stimmen. Dann ist jeder Ton der Gitarre etwas höher oder tiefer als ein nach dem Kammerton „A“ gestimmtes Instrument. Jedoch stimmen die einzelnen Saiten relativ gesehen „exakt“ zueinander. Wenn man nur eine Gitarre hat und keine andere Stimmhilfe, wird einfach eine der Saiten als Orientierung benutzt und die anderen danach gestimmt. Welche Saite man als Stimmton nimmt, entscheidet häufig das Ausschlussverfahren. Wenn die tiefe E-Saite und die A-Saite relativ zueinander stimmen, aber die D-Saite stark von der A-Saite abweicht, dann wird wohl eher die D-Saite verstimmt sein, als die E- und A-Saite gleichzeitig. Oftmals reicht aber nur ein einziger Ton (z.B. von der Stimmgabel) aus, um die Gitarre richtig zu stimmen. Früher sind Gitarrenspieler auch einfach zu einem Telefon gegangen und haben den Hörer abgehoben. Das Tut-Signal, das aus dem Hörer kam, war genau auf 440 Hertz [2] gestimmt, und war in vielen Fällen ein guter Ersatz für eine Stimmgabel. Leider kennt man solches in den Zeiten der Handys so gut wie nicht mehr, außerdem ist der entsprechende Ton heute mehr ein Gis als ein A. Den Themenbereich Stimmen nach Stimmtönen vertiefen...
Stimmen mit BündenEine einfache Methode, Saiten miteinander zu vergleichen, ist, eine ungestimmte Saite mit einer gestimmten zu vergleichen. Dies eignet sich sehr gut, um schnell eine einzelne ungestimmte Saite ausfindig zu machen und die Gitarre grob zu stimmen. Ebenso kann man sehr gut eine andere Stimmung überprüfen. Gerade Stimmgeräte können einen durch Obertonschwingungen ganz schön in die Irre führen.
Fast alle Saiten werden in reinen Quarten (Viertonabstand) zueinander gestimmt. Die obere Saite wird dazu im 5. Bund gegriffen, und mit der unteren leer angeschlagenen verglichen. Lediglich der Abstand zwischen der G-und der H- (bzw. B)-Saite ist eine große Terz (Dreitonabstand). Dort muss die G-Saite im 4. Bund gegriffen werden. Diese Eigenheit sollte man sich gut einprägen, denn dieses Wissen kann beim Lernen der Improvisationsskalen sehr nützlich sein. [3] Den Themenbereich Stimmen mit Bünden vertiefen...
Stimmen mit Obertönen (Flageolett)Eine sehr gute Möglichkeit ist es, das Instrument mit Hilfe von Obertönen (Flageolett-Tönen) zu stimmen. Ein Flageolett-Ton wird dann erzeugt, wenn an einer bestimmten Stelle der Saite ein Finger locker aufgelegt wird (also ohne die Saite herunter zu drücken – nur berühren!). Wenn der Berührungspunkt z. B. genau in der Mitte der Saite liegt (= 1/2 Saitenlänge), schwingt sie nach dem Anzupfen mit der doppelten Frequenz ihrer Stimmung. Entsprechender Effekt ergibt sich bei 1/3 der Saitenlänge und bei 1/4 und so fort. Die Saite schwingt auch dann weiter, wenn die Berührung aufhört. Und (auch) deswegen ist damit ein Vergleich zwischen den Tönen verschiedener Saiten nach Gehör leicht möglich. Ein weiterer Grund ist: Unterschiedliche Saiten haben die gleichen Flageolett-Töne – nur an verschiedenen Berührungspunkten (für die Standard-Stimmung siehe rechts)! Die gezeigten Stellen lassen sich leicht mit dem Zeigefinger und Ringfinger nacheinander berühren. Weil die Saite weiterschwingt, lässt sie sich stimmen, während sie schwingt: während am Wirbel gedreht wird, kann gleichzeitig mit dem Gehör verglichen werden! Zum Beispiel lässt sich die E-Saite (Flageolett-Ton auf dem 5. Bundstäbchen) mit der A-Saite (Flageolett-Ton auf dem 7. Bundstäbchen) vergleichen und so stimmen (im Bild ganz links). Die A-Saite im 5. Bund stimmt mit der D-Saite im 7. Bund überein. Die D-Saite im 5. Bund wiederum läßt sich mit der G-Saite im 7. Bund vergleichen. Die leer gezupfte B-Saite lässt sich mit der E-Saite im 7. Bund vergleichen und die Hohe E-Saite mit der A-Saite im 7. Bund. Der hohe Ton der E-Saite lässt sich also auch mit der A (7. Bund) und mit der tiefen E-Saite (5. Bund) darstellen, so dass man mit einem Vergleichston die halbe Gitarre gestimmt hat (was besonders bei größeren Gruppen von Vorteil sein kann).
(vgl. Gesamtübersicht der Flageolett-Stimmtöne rechts [4]
(Flageolett im 4. Bund ist sehr schwierig)
Praxis-TippWenn mehrere Gitarrenspieler gleichzeitig ihre Gitarre stimmen, kann mit einem richtig gestimmten hohen E jede andere hohe E-Saite, die tiefe E-Saite mit Flageolett im 5. Bund und die A-Saite mit Flageolette im 7. Bund gestimmt werden. Somit hat man mit einem Referenz-Ton die Hälfte aller Gitarrensaiten gestimmt. SchwebungDas Stimmen lässt sich durch die Kontrolle dieses Effekts extrem beschleunigen! Wenn nämlich ein solcher Flageolett-Ton auf zwei Saiten gleichzeitig schwingt, kann man feine Unterschiede der Stimmung über Lautstärkeschwankungen (Schwebungen) aufspüren. Bei einer aufgedrehten E-Gitarre ist die Schwebung besonders beeindruckend spürbar: wenn die Töne voneinander abweichen, ist ein mehr oder weniger schnelles Auf- und Absteigen der Lautstärke zu hören (z. B. 5–10 Hz bei 1/2 Umdrehung des Wirbel; bei der Konzertgitarre ist nur etwas mehr Aufmerksamkeit nötig.) Je kleiner die Frequenz der Schwebungen ist, desto näher liegen die Töne beieinander – bei korrekter Stimmung verschwinden diese Lautstärkeschwankungen und die Schwingungen beider Saiten verstärken sich dauerhaft gegenseitig. Es ist darauf zu achten, immer nur die ungestimmten Saiten zu verstellen. Zum Schluss müssen alle o. g. Intervalle sauber klingen. Beim Anschlagen des e-moll Akkordes hört sich am leichtesten, ob das Instrument noch verstimmt ist. Als Test, ob richtig gestimmt wurde kann die oben beschriebene Methode (Stimmen nach Bünden) zu Hilfe genommen werden. Siehe auch:
Den Themenbereich Stimmen mit Flageolett vertiefen...
Hilfsmittel zum StimmenUm eine Gitarre richtig stimmen zu können, kann man sich verschiedener Hilfsmittel bedienen. Die Stimmpfeife wurde wegen ihrer Einfachheit schon bei den Referenztönen erwähnt. Oft verwenden Gitarristen heute dazu ein elektronisches Stimmgerät, wie es von zahlreichen Herstellern angeboten wird. StimmgabelNeben elektronischen Hilfsmitteln gibt es auch noch die gute, alte Stimmgabel. Sie ist genau, einfach zu handhaben, unverwüstlich, klein, günstig und unabhängig von jeglicher Stromversorgung. Sie wird vor allem bei Konzertgitarren eingesetzt, und gehört wie Capodaster, Plectrum, Saitenaufzieher und Gitarrenhülle schon fast zur Standardausrüstung. Eine Stimmgabel, welche auf 440 Hz geeicht ist, erzeugt den Kammerton „A“. Man halte die Stimmgabel am unteren Ende, schlage mit einem "Zinken" der Stimmgabel am Knie (o.a.) an und setze das untere Ende der Stimmgabel mit der rechten Hand an den Korpus der Gitarre, so dass der Ton deutlich zu hören ist. Dann wird mit der linken Hand die A-Saite gezupft und während beide Töne schwingen wird die Saite auf den Ton gestimmt. Wenn die A-Saite dem Ton der Stimmgabel entspricht, werden die anderen Saiten nach ihr gestimmt. Es gibt auch Stimmgabeln, die auf 329,6 Hz also genau die Tonhöhe der 1. e' Saite gestimmt sind. Jedoch klingt die A-Saite mit 110 Hz zwei Oktaven tiefer als die Stimmgabel.[5] Dennoch lassen sich die Töne gut miteinander vergleichen. Nachdem die Gitarre gestimmt ist, kann man noch einmal die G-Saite im 2. Bund überprüfen. Dort erklingt das A mit 220 Hz (also nur eine Oktave Unterschied). Der 5. Bund der hohen E-Saite entspricht genau dem A mit 440 Hz! Nachdem man das Stimmen mit Flageolette beherrscht, kann man das A auch an der D-Saite im 7. Bund als auch bei der A-Saite im 5. Bund überprüfen (beide als Flagolette gegriffen) womit man schon ein drittel der Saiten richtig gestimmt hat. Man kann sogar die Stimmgabel auf die „A“-Flageolettpunkte aufsetzen und deutlich hören, wie die Saiten lauter mitschwingen, sobald sie richtig gestimmt sind. Bei einer E-Gitarre wählt man am Verstärker einen stark verzerrten Klang, schlägt die Stimmgabel und die A-Saite an. Wenn man die Stimmgabel in die Nähe des aktiven Pickups bringt, hört man eine Schwebung. Die A-Saite wird so abgestimmt, dass die Schwebung möglichst langsam wird. StimmgerätEs gibt zwei Sorten von elektronischen Stimmgeräten: *Chromatische Stimmgeräte: „Chromatisch“ bedeutet, dass dieses Gerät jeden beliebigen Ton erkennt und dadurch für fast alle Instrumente und Stimmungen verwendet werden kann.
In Multieffektgeräten ist häufig auch ein Stimmgerät eingebaut.
Manchmal lohnt es sich, eine Saite als Flageolette im 12 Bund anzuschlagen, da dann das Gerät genauer mit der Anzeige wird. Der Grund hierfür liegt darin begründet, daß so keine fremden Obertöne mehr von der schwingenden Saite erzeugt werden. Es klingt auf diese Art ausschließlich die Oktave der Saite als Oberton, nicht aber andere Obertöne die beim niederdrücken einer Saite während des Anschlags entstehen. ComputerZuhause und unterwegs kann man mit Hilfe entsprechender Software auch sehr gut mit dem Computer die Töne justieren. Eine akustische Gitarre wird über ein (evtl. zusätzliches) Mikrofon eingestellt, das mit dem entsprechenden Eingang auf der Soundkarte verbunden wird. Das Stimmen mit Hilfe des Computers erfolgt fast genau so wie bei einem elektronischen Stimmgerät. Die Vorteile: erheblich größere Anzeige und entsprechend genauere Einstellmöglichkeiten. Stimmsoftware kommt praktischerweise dann in Frage, wenn sowieso gerade über den PC Aufnahmen gemacht werden. Es erspart einem bei elektrischen Gitarren das Einschleifen eines Stimmgeräts. Im übrigen ist Stimm-Software auch für Pocket-PC und Palm verfügbar, so dass auch die meisten Taschen-Computer zum Stimmen verwendet werden können. Weiterführendes
Lektionsübersicht Lagerfeuerdiplom neue Saiten verstimmen sich oftBei ganz neuen Gitarren oder neu besaiteten Gitarren wirst du gerade als Anfänger nicht drum herum kommen, die Gitarre recht häufig zu stimmen, denn neue Saiten haben die Eigenschaft, dass sie sich recht häufig verziehen. Dieses gibt sich mit der Zeit, und du musst die Gitarre dann immer seltener Stimmen. Es empfielt sich den Tipp beim Aufziehen neuer Saiten noch einmal durchzulesen. Aber man wird nicht drum herum kommen: das Üben wie man eine Gitarre stimmt, gehört einfach zum Anfängerunterricht dazu. Stimmen mit VergleichstönenDer wohl einfachste Weg, eine Gitarre zu Stimmen, ist, wenn man die einzelnen Gitarrensaiten mit einem gestimmten Ton eines Klaviers, einer Flöte oder einer anderen gestimmten Gitarre vergleicht. Sehr oft gibt es auf Übungs-CD's einen Track mit den Stimmtönen oder man findet auf Internetseiten die Stimm-Töne als Midifile.
Beachte beim StimmenWenn du eine Gitarrensaite stimmst, solltest du auf folgendes achten:
Somit kann man sofort den Erfolg seiner Aktionen überprüfen. Der Ton ändert sich gleichzeitig mit dem Drehen des Knopfes. Anderenfalls kann es leicht passieren, dass man viel zu weit dreht. Sollte sich der Ton der Saite nicht merklich ändern:
Welche Saite muss gedreht werden?
Übliche Anordnung der Saiten
Wie herum wird ein Wirbel gedrehtRechts herum, links herum, im und gegen den Uhrzeigersinn führt leider oft zu Verwirrungen, da die Wirbel je nach Bauart unterschiedlich angeordnet und ausgerichtet sein können, und man sich nie einigen kann, ob man von oben, unten oder von der Seite zu schauen hat.
Stellt euch jedes Mal vor, ihr habt ein Gummiband in der Hand, das über den Daumen läuft. (Fast so als wolle man das Gummiband wegflitschen lassen)
Früher konnte es vorkommen, dass jemand ohne Stimmgerät, Stimmtöne von CD oder Midifiles einfach zum Telefon gegriffen hat. Das Freizeichenton eines Telefons entspricht dem Kammerton A einer Stimmgabel. Leider sind nicht mehr alle neuen Telefone und kaum ein Handy auf A gestimmt, aber trotzdem lohnt sich der Versuch. Wie man damit die Gitarre stimmt, kann man den Artikel über die Stimmgabel nachlesen. Man kann sogar die eigene Gitarre nehmen, wenn diese vorher schon mal gestimmt war, und sich nur einzelne Saiten verstimmt haben. Für Einzelspieler reicht es in vielen Fällen aus, wenn die Töne nur relativ zueinander stimmen. Dann ist jeder Ton der Gitarre etwas höher oder tiefer als ein nach nach dem Kammerton "A" gestimmtes Instrument. Jedoch stimmen die einzelnen Saiten relativ gesehen "exakt" zueinander. Wenn man nur eine Gitarre hat und keine andere Stimmhilfe, wird einfach eine der Saiten als Orientierung benutzt und die anderen danach gestimmt. Welche Saite man als Stimmton nimmt, entscheidet häufig das Ausschlussverfahren. Wenn die tiefe E-Saite und die A-Saite relativ zueinander stimmen, aber die D-Saite stark von der A-Saite abweicht, dann wird wohl eher die D-Saite verstimmt sein, als die E- und A-Saite gleichzeitig. Die Namen der Gitarrensaiten (E A D G H E) sollten jedem Gitarrenspieler bekannt sein. Ein brauchbarer Merkspruch für die Saiten der Gitarre ist:
A heißt nicht nur die E-Saite im fünften Bund, sondern auch die nächste Saite. Also müsste doch die E-Saite im fünften Bund gedrückt, genau so klingen wie die leere A-Seite. Eine Saite korrigierenWenn die Töne dieser beiden Saiten nicht überein stimmen, dann muss eine von den beiden Saiten entsprechend nachgestimmt werden. Die untere Saite nachstimmenWenn wir wissen, dass die obere E-Saite stimmt (weil wir diesen Ton z.B. von einer gestimmten Gitarre übernommen haben), dann muss die A-Saite korrigiert werden.
Die obere Saite nachstimmenEs kann natürlich auch sein, dass die A-Saite stimmt, weil wir diese mit einer Stimmgabel überprüft haben.
Die Saiten von oben nach unten zu stimmen, ist also etwas einfacher als umgekehrt. die 5-0-MetodeDie nächsten beiden Saiten werden genau nach der gleichen Methode gestimmt. E-Saite im 5.Bund = A-Saite leer gegriffen A-Saite im 5.Bund = D-Saite leer gegriffen D-Saite im 5.Bund = G-Saite leer gegriffen Der Übergang zwischen der G- und der H-SaiteFast alle Saiten der Gitarre haben einen Quarten-Abstand zueinander. Das ist jeweils der Abstand von vier Tönen in einer Tonleiter.
Nur zwischen der dritten und vierten Saite von oben ist es keine Quarte (das wäre ein C ) sondern eine Terz (der Abstand von nur drei Tönen, also ein H). Das H ist demnach ein Bund vorher, also im vierten Bund, zu greifen. Diesen Abstand zwischen der G- und der H-Saite sollte man sich ganz genau merken. Später einmal, wenn man mit Tonleitern und Improvisationsskalen umgeht, dann stimmt der Abstand zwischen zwei Tönen auf der G- und der H-Saite nicht mit dem Abstand der übrigen Saiten überein. Jetzt am Anfang des Gitarrelernens mag dieses noch uninteressant sein, aber später wird man noch einmal darauf zurückkommen müssen. Übrigens: Wie heißt die Saite nun? H oder B?Im englischen Sprachraum und in einigen anderen Ländern kennt man für Notennamen kein "H". Unser deutsches "H" heißt dort "B". Dagegen heißt unser deutsches "B", welches einen halben Ton tiefer als das "H" erklingt (G-Saite, 3. Bund), im englischen "Bb" (gesprochen B-flat). Bei H weiß man immer, dass es unser deutsches H ist (leere H-Saite). Bei Bb weiß man immer, dass er einen Halbton tiefer klingen muss. Nur bei "B" muss man immer mit beidem rechnen. Am liebsten würden wir bei den Gitarrenkursen auf eine Unterscheidung verzichten und uns auf nur eine Schreibung einigen. Doch in der Gitarrenliteratur gibt es beide Varianten und man muss einfach mit beiden rechnen. Wegen der Popularität englischsprachiger Lieder tendieren Gitarrenspieler eher zu der Variante B/Bb als zu H/B. die letzten beiden SaitenDie letzten beiden Saiten werden aber wieder mit der 5-0-Methode gestimmt. Zusammenfassung
Zu guter Letzt noch eine Bemerkung:
Das Stimmen mit Flageolett lernt man erfahrungsgemäß nicht an einem Tag. Man benötigt einiges an Übung. Im praktischen Gitarrenunterricht kann sich das Lernen über mehrere Unterrichtsstunden verteilen. Es bietet sich an, jeweils zu Beginn einer Unterrichtseinheit ein wenig Zeit darauf zu verwenden, da man dann in der Regel so und so die Gitarren stimmen oder zumindest überprüfen muss. Man könnte sich vornehmen, in jeder Unterrichtsstunde jeweils sich einen Absatz vorzunehmen, und sich das Ziel setzen innerhalb von einem Monat oder so nebenbei (zu den sonstigen Lektionen) das Stimmen mit Flageolett zu lernen. Die Berechnungen und die genauen Schwingungen braucht man nicht extra zu lernen. Es reicht, wenn man nachvollziehen kann, was passiert und warum. Nur dass der Kammerton "A" (der Ton der Stimmgabel) auf 440 Hz geeicht worden ist, gehört zur Allgemeinbildung. Wie erzeugt man einen Flageoletton
Ausgangspunkt soll die A-Saite sein, welche über einen Referenzton (z.B. Stimmgabel) gestimmt worden ist. Zupft man diese gestimmte Saite an, so schwingt sie mit 110 Hz. ( Hz: gesprochen „Hertz“[2] = Schwingungen pro Sekunde (vgl. Bild oben Nr.1). Drückt man diese Saite auf dem 12. Bund herunter so erhält man ebenfalls einen Ton „A“ welcher mit 220 Hz genau doppelt so schnell schwingt, und eine Oktave[3] höher klingt. (Nr.2). Es gibt eine weitere Möglichkeit, das höhere „A“ zu erzeugen. Wenn man die A-Saite nicht herunterdrückt, sondern über dem 12. Bund gerade so leicht berührt, dass sich die Saite an dieser Stelle nicht bewegen kann, dann erklingt ebenfalls das „A“ mit 220 Hz. Der Finger muss ganz exakt über dem 12. Bundstäbchen liegen (Nr.3: beachte blauen Strich). Er liegt also etwas weiter als die gedrückte Variante. Würde man den Teil vor dem 12. Bund mit dem Teil dahinter vergleichen, so würde man feststellen, dass beide Teile gleich lang sind. Also hat man die Saite genau in der Hälfte geteilt. BesonderheitDer Flageolett-Ton hat zwar die gleiche Tonhöhe wie die heruntergedrückte Variante, doch er klingt viel "weicher" als die gegriffene Variante von Nr. 2. Zudem klingt die Saite bei einem Flageolett-Ton noch nach, wenn man den Finger entfernt. Bei der gegriffenen Variante verschwindet der Ton. Wenn man die Mechanik dreht, während noch der Flageolett-Ton erklingt, kann man den Erfolg seiner Bemühungen unmittelbar hören. So etwas ist bei der gegriffenen Variante nicht möglich. Dieses ist auch einer der Hauptvorteile des Stimmen mit der Flageolett-Methode. Erste Übungen
Diese drei Flageolett-Töne zusammen ergeben den Akkord E-Moll. Dieser Flageolett-Akkord eignet sich sehr gut, um ein Lied mit E-Moll stimmungsvoll zu beenden, oder eine Pause auszufüllen. (Populäres Beispiel: die Gruppe Metallica setzt den E-Moll mit Flageolett-Tönen in ihrem Intro von „Nothing else Matters” ein.) Die Quinte
Der nächste Flageolett lässt sich erfahrungsgemäß ein klein wenig schwerer erzeugen als der Flageolett im 12. Bund, da er etwas genauer getroffen werden muss. Aber im Prinzip funktioniert er genauso. Doch zuerst greife man die A-Saite im 7. Bund. Der Ton lässt sich leicht abzählen: A Ais H C Cis D Dis E. Es erklingt also der Ton „E“ mit 165 Hz (Nr.4). "E" ist von "A" aus gesehen die Quinte[4]. Berührt man diese Saite genau über dem 7. Bund, so wird die Saite gedrittelt. Sie schwingt dreimal so schnell wie die leere A-Saite (Nr.1). Die gedrittelte A-Saite mit einem Flageolett im 7. Bund erklingt also mit 330 Hz (Nr.5). zweite Übung
die doppelte Oktave
Drückt man die A-Saite im 5. Bund, dann erklingt der Ton D. Dieses sollte noch vom Stimmen mit Hilfe der Bünde bekannt sein. (Nr.6) Dass dieses D mit 146,66 Hz schwingt braucht nicht wirklich zu interessieren. Erzeugt man jedoch ein Flageolett über den 5. Bund so erklingt kein D sondern wiederum ein A. Im 5. Bund wird die A-Saite geviertelt. Bei Nr.3 wurde die Saite halbiert (Frequenz verdoppelt) und es erklang die Oktave. Da die Nr.7 gegenüber der Nr.3 wiederum halbiert worden ist, hat man erneut eine Oktave erzeugt, die doppelte Oktave vom Ton „A“ aus. Dieser Ton erklingt mit 440 Hz. Diese Hertzzahl ist die einzige Frequenz, die man sich wirklich merken sollte, denn es handelt sich um den Kammerton A[5], den wir von der Stimmgabel her kennen. dritte Übung
Die hohe E-Saite soll genau zwei Oktaven höher klingen als die tiefe E-Saite. Der Flageolett im 5. Bund der tiefen E-Saite soll ebenfalls zwei Oktaven höher erklingen. Also sollten sich diese beiden Töne gleich anhören. Falls nicht: Nachstimmen! PraxistippWenn man mit einer Gruppe von Gitarrenspielern zusammen ist, reicht es, wenn ein Gitarrenspieler ein hohes (gestimmtes) "E" erklingen lässt. Mit diesem Referenzton lassen sich drei Saiten vergleichen.
Also kann man mit einem Referenzton (gestimmter Vergleichston) die Hälfte aller Gitarrensaiten stimmen.
<5> + <7>So wie man die tiefe E-Saite mit einem Flageolett im 5. Bund und eine A-Saite mit einem Flageolett im 7. Bund vergleichen kann, so kann man auch die nächsten Saiten miteinander vergleichen.
G- H-Saiten-ÜbergangVersucht man jetzt auch die H- mit der G-Saite zu vergleichen, dann gelingt es nicht mehr. Um dies zu begründen, muss man noch einmal einen Rückblick auf das Stimmen mit Bünden machen.
Daher klappt für diesen Vergleich nicht die 5-7-Methode. Man kann jetzt versuchen, die H-Saite über die hohe E-Saite zu vergleichen. Die geviertelte H-Saite ist wieder ein H, wenn auch ein recht hohes. Daher ist eine E-Saite im 7. Bund gedrittelt ebenfalls ein H. Da dieser Flageolett relativ hoch ist, sind Unterschiede gar nicht mal so leicht herauszuhören. Wenn aber die hohe E-Saite gedrittelt ein H ergibt, so muss ja auch die tiefe E-Saite gedrittelt ein H ergeben. Und dieses H entspricht genau der leeren H-Saite. Dieses ist übrigens dasselbe Verhältnis, wie die A-Saite zur hohen E-Saite hat. Also entspricht die E-Saite im Flageolett 7. Bund der leeren H-Saite, genau wie die A-Saite im 7. Bund der hohen leeren E-Saite entspricht. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass man das hohe H ebenfalls durch Greifen der G-Saite kurz vor dem 4. Bund dargestellt werden kann. Dies ist jedoch nur interessant, wenn man ein wenig mit Flageolett-Tönen herumspielen will. [6] Der Ton H lässt sich auf 5-Fache Weise darstellen: Zusammenfassung für die PraxisDies war eine komplette Darstellung, mit ein wenig zusätzlichem Hintergrundwissen. Das Hintergrundwissen kann einem später für die Harmonielehre noch von Nutzen sein. Für die Praxis, also das alltägliche Gitarrenstimmen, werden nicht alle Feinheiten benötigt, sondern es reichen drei Arbeitsschritte.
Diese Methode ist für den täglichen Gebrauch sehr genau, und man ist nach einiger Übung sehr schnell; oft schneller als mit einem Stimmgerät. Auch wenn ein Stimmgerät praktisch ist, sollte man sich nicht ausschließlich auf das Gerät verlassen. Es lohnt sich in jedem Fall, ein Stimmgerät nur für den Startton (die hohe E-Saite) einzusetzen, dann die übrigen Saiten mit Flageolett zu stimmen und erst am Schluss das Ergebnis noch einmal mit dem Stimmgerät zu überprüfen. Nur anfangs braucht man mit dieser Methode länger als mit dem Stimmgerät allein. Das Stimmen lernt man nur durch Übung, und auch wenn anfangs noch kein Unterschied feststellbar ist, wird man doch mit der Zeit immer besser. Von manchen wird es innerhalb weniger Tage erlernt, andere brauchen Wochen, bis es gelingt. Den größten Fehler, den man beim Flageolett-Stimmen machen kann, ist, es gar nicht erst zu versuchen.
NotenNoten sind Symbole mit denen man Musik notiert. Ihre äussere Gestalt bezeichnet die Tondauer bzw. den Notenwert. Noten werden auf eine Notenzeile platziert, wobei die Höhe auf der Notenzeile (zusammen mit einem Schlüssel und Vorzeichen) bestimmt, wie die Höhe des zu spielenden Tons und dessen Name ist. Ausser Noten gibt es noch andere Symbole in der Notenschrift um das Festlegen von Musik zu ermöglichen. Note und TonObwohl eine Note eigentlich nur ein Symbol ist um Musik zu notieren, und eine Note selbst keine Tonhöhe hat, wird oft der Ton der von der Note bestimmt wird, auch als Note bezeichnet. Dauer der TöneSo wie es im Morsealphabet lange und kurze Zeichen gibt, so gibt es auch in der Musik lange und kurze Töne. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass es in der Musik auch ganz kurze, mittellange oder ganz lange Töne gibt. Während die Tonhöhe, wie wir später besprechen werden, bestimmt wird durch die Plazierung der Noten auf der unterschiedlichen Notenlinien, wird die Tondauer durch die Note selbst, durch ihre Länge, bestimmt. Die Länge der Noten aber wird relativ angegeben, relativ zur Länge eines Schlages. D. h. wenn man weiß wie lange einen Schlag dauert, da weiß man wie lange eine Viertelnote dauert. Schlag ist das, was man hört, wenn ein Schlagzeuger ganz einfach den Rhythmus spielt ohne irgend welche Verzierungen. Genaueres dazu folgt später im Kapitel über den Takt. Fürs Erste soll als Definition folgendes herhalten: Ein Schlag dauert so lang wie man braucht, um in die Hände zu klatschen ohne sich besonders anzustrengen, wenn zu Anfang die Arme links und rechts vom Körper weggestreckt sind ("Verkehrspolizisten-Stop-Position").
Eine gute Übersicht über die Verhältnisse der Notenlängen erhält man, wenn man sich die sog. Notenpyramide anschaut (siehe Bild). Jede der Zeilen dauert gleich lang. Dort ist auch eine weitere Besonderheit zu sehen, die die Achtel-Note und kürzere Noten betrifft: Hier können die Notenhälse (das sind die Striche, die von dem runden Teil der Note weggehen) über die Fahnen (das sind die komischen Haken) miteinander verbunden werden. Außerdem gibt es noch eine weitere Möglichkeit, Noten zu verlängern, die sog. punktierten Noten. Dabei wird hinter den Notenkopf (der runde Teil der Note) ein Punkt gemacht. Ein Punkt verlängert eine Note um die Hälfte ihres Wertes, also ist ein punktierte halbe Note so lang wie drei Viertel-Noten. Ganz selten sieht man auch doppelt punktierte Noten. Mit dem zweiten Punkt wird die Note noch einmal um ein Viertel ihres (ursprünglichen) Wertes verlängert. Dauer der PausenNicht an jeder Stelle eines Stückes soll das Instrument einen Ton von sich geben. Um dies erkennbar zu machen, wurden parallel zu den Notensymbolen die Pausensymbole erfunden. Die Einteilung der Pausen wird dabei nach dem selben System vorgenommen, wie es bei den Noten der Fall ist. Somit gibt es parallel zu jeder Note auch die entsprechende Pause. Tonhöhe der NotenDas 5-Linien SystemAll das würde aber noch relativ wenig bringen, denn was haben wir von Musik ohne unterschiedliche Tonhöhen? Deshalb werden die Noten nicht einfach auf Karopapier notiert sondern in sogenannte Notenzeilen. Das sind Liniensysteme mit mehreren Linien. Das für die allermeisten Instrumente verwendete Liniensystem ist das 5-Linien System (Ausnahmen bilden meines Wissens nur noch das 1-Linien-System für Schlaginstrumente und eines mit mehr Linien für Harfe). Die Linien dienen dem Zweck, die Tonhöhe der Noten genau einordnen zu können. Grundsätzlich gilt:
Noten können dabei entweder zwischen zwei Linien oder genau auf einer Linie (so dass der Kopf quasi durchgestrichen ist) notiert werden. Notensysteme werden von links nach rechts und von oben nach unten gelesen, genau wie unsere Schrift. Die Notenschrift ist nichts weiter als eine andere Art des Schreibens, in der es nicht um das Festhalten von Sprache geht, sondern um die Niederschrift von Musik. Dementsprechend ist auch das Aneignen der Notenschrift sehr gut vergleichbar mit dem Erlernen von Lesen und Schreiben. Hier macht ganz klar nur Übung den Meister! Akkorde Transponieren
Die Tonarten C#, G#, D# und A# werden in der Praxis so gut wie gar nicht werwendet. Statt dessen werden die Bb-Tonarten bevorzugt. Es kämen sonst neben dem schon recht merkwürdigen E#m und dem Cb zu noch seltsameren Tönen, die man sich in der weiterführenden Tabelle anschauen kann. Für den allgemeinen Hausgebrauch meidet man sie einfach. Also anstelle einer C# Dur-Tonleiter nimmt man besser eine Db-Dur-Tonleiter. Statt G#-Dur nimmt man Ab-Dur, statt D#-Dur nimmt man Eb-Dur und statt einer A#-Dur-Tonleiter nimmt man eine Bb-Dur-Tonleiter. Nur wer tatsächlich solche schrägen Tonarten gebrauchen sollte, der kann sich in den Aufbau der Quintenzirkel-Tabelle vertiefen.
Akkorde für das Lagerfeuer- und FolkdiplomErklärungen zu den Akkordsymbolen
Diese Liste enthält eine Reihe der am häufigsten gebrauchten Akkorde für den "Gitarren-Alltag". Diese Akkorde sind in den gängigen Liederbüchern die mit Abstand am häufigsten gebrauchten Akkorde . Die Akkorde werden in der Reihenfolge vorgestellt, wie sie auch in den Kursen vermittelt werden.
Mit diesen 12 Akkorden kann man schon eine große Menge von Liedern begleiten.
Pflege des KorpusDer Korpus kann mit einem Liter warmen Wassers unter Beigabe von ein- bis zwei Tropfen Spülmittel gereinigt werden. Dabei sollte man einen weichen Lappen verwenden, der keine Kratzer im Lack hinterlässt. Sofern das Holz lackiert ist, kann man nicht viel falsch machen, denn das Wasser kann dann nicht in das Holz eindringen. Bei unbehandelten oder lasierten Oberflächen sollte man etwas vorsichtiger sein! Vor allem sollte man dort auf Mittelchen verzichten, die öl- oder silikonhaltig sind, da sie Haarrisse verdecken und bei Oberflächenrissen verhindern, dass man diese wieder zusammenleimen kann. Nach erfolgter Reinigung muss der Korpus unbedingt trocken sein, denn bei einer Überfeuchtung holt man keinen Ton mehr aus dem Instrument; außerdem sollte man die Mechaniken anschließend ölen, um so dem Rost zuvor zu kommen! Um den Lack wieder wie neu glänzen zu lassen, kann man ihn nach erfolgter Reinigung auch mit handelsüblicher Möbelpolitur einreiben. So erhält die Gitarre wieder ein neuwertiges Aussehen. Vorsicht ist bei hochwertigen Instrumenten (oft im Bereich der Klassik-Gitarren) geboten, bei denen eine Politur mit Schellack verwendet wurde, um das Holz zu versiegeln. Dieser extrem dünne und empfindliche Lack kann durch Reinigungsmittel aller Art sehr schnell abgetragen und beschädigt werden, selbst durch Schweiß kann Schellack angelöst werden und verliert seinen Glanz. Oft ist die Folge einer unsachgemäßen Behandlung von Schellack-Oberflächen eine teure Überarbeitung beim Gitarrenbaumeister. Schellack-Polierte Instrumente sollte man pfleglich behandeln und maximal mit einem trockenen weichen Baumwoll-Tuch vorsichtig abwischen. Der Einsatz jeglicher Möbelpolituren oder Reinigungsmittel ist schädlich für diesen Lack. Pflege des HalsesDie Pflege des Halses ist wichtig, wenn man lange etwas davon haben will. Am einfachsten ist es natürlich, wenn alle Saiten entfernt sind. Jedoch sollte man hier berücksichtigen, dass die Spannung der Gitarrensaiten die Bundreinheit der Gitarre beeinflusst - die Einstellung des Halses muss danach unter Umständen korrigiert werden. Die Bundstäbchen werden mit feiner Stahlwolle (Stärke: .0000) sanft von Schmutz und anderen Resten befreit. Bei dieser Tätigkeit kann man auch wunderbar die Bündstäbchen auf Kanten, Scharten, Beschädigungen und Abnutzungsmerkmalen untersuchen. Falls die Stäbchen extrem beschädigt sind müssen diese von einem Profi ausgetauscht werden. Kleine Kanten etc können mit der Stahlwolle beseitigt werden. Diese Kontrolle ist wichtig, weil die Saiten unter scharfen Kanten etc leiden und schneller verschleißen. Bei der Bundpflege ist zu unterscheiden, ob das Griffbrett lackiert oder nicht lackiert ist. Bei lackierten Griffbrettern ist ein spezieller Reiniger aus dem Fachhandel zu empfehlen (zwischen 6 und 10 EUR z. B. von Jim Dunlop) Unlackierte Griffbretter können mit handelsüblichem Waffenöl (z. B. im Baumarkt erhältlich, ca. 2,50 EUR) oder Zitronenöl behandelt werden. Die Vorgehensweise ist die gleiche. Mit einem fusselfreien Tuch den Reiniger auf dem Griffbrett einreiben und einziehen lassen. Mit dem Lappen auch über die Bundstäbchen gehen und evtl. Reste der Stahlwolle entfernen. Nicht zuviel Reiniger verwenden, und nur sanft einreiben. Das Waffenöl verleiht dem Holz auch wieder einen schönen Glanz und sorgt dafür, dass das Holz länger "frisch" bleibt. Das GriffbrettDas Griffbrett ist meist aus unbehandeltem Holz. Man muss es von Zeit zu Zeit von Schweiß- und Hautrückständen befreien, was am besten stets nach dem Spielen geschehen sollte. Dafür genügt schon das Abreiben mit einem sauberen Tuch, das die gröbsten Verschmutzungen aufnimmt. Leider dringt der säurehaltige Schweiß mit der Zeit recht tief in das Holz ein, sodass eine Reinigung bei montierten Saiten oft nicht mehr vollständig möglich ist. Darum sollte man das Griffbrett bei einem Saitenwechsel besonders gründlich reinigen. Dafür verwendet man Zitronenöl (Lemon Oil), das in verschiedenen Versionen im Fachhandel erhältlich ist oder Waffenöl. Dabei werden einige Tropfen Öl auf das Griffbrett gegeben, um dann die Verschmutzungen mit einem weichen Baumwolltuch zu entfernen. Zusätzliche Reiniger oder Möbelpolituren sind bei offenporigem (unbehandeltem) Holz nicht empfehlenswert oder notwendig. Die Anwendung von Griffbrettöl ersetzt dabei in keinem Fall die Einhaltung eines guten Raumklimas, da das so behandelte Holz immer noch Feuchtigkeit verlieren kann, wodurch Risse oder Verformungen auftreten können. SaitenpflegeEin Saitensatz verschleißt wesentlich langsamer, wenn er gut gepflegt wird. Da sich beim Spielen Haut- und Schweißablagerungen auf den Saiten bilden, sind diese am besten umgehend nach dem Gebrauch der Gitarre zu entfernen. Vernachlässigt man die Reinigung, so werden die Saiten aufgrund der Schweißeinwirkung schnell rosten! Durch die Reinigung der Saiten wird übrigens ebenfalls der Verschleiß der Bundstäbchen erheblich verringert, da sich Ablagerungen und Rost vor allem auf der Rückseite der Saiten bilden und den Draht sehr rau werden lassen. Dieser Dreck wirkt dann auf die weichen Bundstäbchen wie Schmirgel, deshalb trägt auch die Saitenreinigung entscheidend zur Werterhaltung des Instrumentes bei! Es gibt viele verschiedene Produkte, die speziell für das Saitenreinigen gedacht sind. Man kann jedoch auch handelsübliches Fensterputzmittel verwenden, um die Saiten vom Schweiß zu befreien. Am besten tränkt man ein festes Tuch leicht mit Fensterreiniger und legt es anschließend um eine einzelne Saite, um diese dann auf ihrer vollen Länge abzureiben. Dieser Vorgang ist für alle Saiten einzeln zu wiederholen, bis alle restlos sauber sind. Ob eine Saite richtig sauber geworden ist sieht man übrigens sofort an der Färbung des Reinigungstuchs, denn saubere Saiten hinterlassen keine schwarzen Streifen mehr beim Abreiben. Außerdem ist natürlich dafür zu sorgen, dass keine Reinigungsmittel-Rückstände bleiben, deshalb empfiehlt es sich, nochmal trocken nachzureiben. Am besten kann man sich in einem Fachgeschäft einfach einen Saitenreiniger bzw. Griffbrettreiniger kaufen, der um die 12€ kostet. Damit dann nach dem Spielen über die Saiten wischen, und fertig ist die Säuberung. Pflege der MechanikDie Gitarrenmechaniken sind meist aus verchromtem, eloxiertem oder brüniertem Stahl. Dies bringt die Tatsache mit sich, dass die Metallteile mitunter rosten können. Dies liegt vor allem daran, dass sie mit Schweiß in Berührung kommen, was das Oxidieren noch kräftig fördert. Um dem Rost zu entgehen empfiehlt es sich, die Metallteile regelmäßig zu reinigen und zu ölen. Für die Mechanik verwendet man handelsübliches (Näh-) Maschinen- oder Waffenöl. Ebenfalls tut klares Baby-Öl oder Vaseline gute Dienste. Wichtig ist, das man damit nur sparsam umgeht. Ein, zwei Tropfen auf die Mechanik reichen völlig aus. Dabei sollte man den Kontakt zum Holz und natürlich zur Elektrik vermeiden. Manche Hölzer quittieren den Kontakt mit Öl durch Flecken, besonders wenn sie nicht lackiert oder nur lasiert sind. Elektrische Bauteile (z. B. Schalter, Buchsen und Potis) können einen "Wackelkontakt" bekommen, wenn Öl in sie eindringt. Ballistol eignet sich sowohl für die Mechanik, als auch für das Holz, zur Reinigung und Pflege. Der Nachteil für die Mechanik: Es verfliegt schneller als die oben genannten Alternativen, so dass sich auch die Schmiereigenschaften schneller verflüchtigen. Wer die Mechaniken sorgfältig ölt, der gewährleistet neben langer Haltbarkeit natürlich auch eine gute Leichtgängigkeit. Dies ist für ein unbeschwertes Spiel unabdingbar, außerdem erhält es den Wert des Instrumentes. PflegemittelZur Pflege einer E-Gitarre gibt es im Handel unzählige Reinigungsmittel, Polituren, Öle usw., die speziell hierfür entwickelt wurden. Es gibt allerdings auch einige eher unübliche Mittel. Hier also eine Auflistung von Pflegemitteln, deren Anwendung und Wirkungsweise: GlasreinigerHandelsüblicher Glasreiniger kann sehr gut zur Vorreinigung von Lackoberflächen und Metallteilen verwendet werden. Besonders Fettschmutz und Staub als Überbleibsel nach einem Gig werden so leicht und schonend entfernt. Man nimmt ein weiches Tuch, benetzt dieses mit dem Glasreiniger und wischt damit die lackierten Flächen sowie die Metallteile ab. Bitte nicht den Reiniger direkt auf das Instrument sprühen, das wäre dann schon zuviel des Guten. (Auch keinen Allzweckreiniger verwenden, da dieser zu scharf ist und die Oberflächen angreift.) BallistolBallistol ist sehr gut zur Pflege unlackierter Holzoberflächen geeignet. Auch Metallteile können damit gereinigt und wieder gängig gemacht werden. Bei unlackierten Griffbrettern kann man mit Ballistol das Griffbrett reinigen, konservieren und somit vor Austrocknung schützen. Das Öl wird auf ein Tuch gegeben und die Oberfläche damit behandelt. Nach ein paar Minuten Einwirkzeit entfernt man das überschüssige Öl mit einem weiteren Lappen und poliert ein wenig nach, so dass ein seidig, matter Glanz entsteht. Nur das Waffenöl Ballistol (aus reinem Tannenöl) eignet sich für Gitarren! Es ist leicht alkalisch (im Gegensatz zu Mineralölprodukten und vielen anderen Pflanzenölen, die säurehaltig sind), und greift deshalb die Oberflächen nicht an. Zudem neutralisiert es säurehaltige Schweißrückstände, sodass es hervorragend zur Gitarrenpflege geeignet ist! Selbst auf den Saiten erzeugt es ein angenehmes "Feeling", was man von vielen speziellen Ölen für die Gitarrenpflege (z.B. Zitronenöl) nicht behaupten kann. Bei der Verwendung von Ballistol auf Metallteilen sollte man jedoch Vorsicht walten lassen, da Ballistol auf Kupfer und Messing eine leicht oxidierende Wirkung hat. Kupfer ist sowohl in Saiten aus Bronze wie auch in Bundstäbchen aus Neusilber enthalten, da beides Legierungen aus Kupfer und anderen Metallen sind. MöbelpoliturWas für das Holz von Möbeln gut ist, erfüllt auch bei dem Holz unseres Instrumentes seinen Zweck! Möbelpolitur ist im Gegensatz zu vielen anderen Spezialpflegemitteln enorm billig, denn bereits ein paar Tropfen reichen aus, um eine Gitarre komplett damit zu behandeln. Lieber etwas weniger auftragen und dieses bei Bedarf noch einmal wiederholen. Besonders für lackierte Oberflächen ist Möbelpolitur das Pflegemittel der ersten Wahl. Dieses ist eine Zusammenstellung einzelner Beiträge aus Gitarrenforen[1] und stellt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Fingerübungen für Gitarre
Viele Anfänger haben Probleme, weil man es nicht richtig schafft, die Fingerkuppen aufzusetzen und mit ihnen den richtigen Druck auf die Saiten auszuüben. Da könnte man ein wenig "Krafttraining" machen.
Daumen und die einzelnen Finger. Laus zerquetschenMit Daumen und nacheinander Zeige-, Mittel- etc ...Finger eine imaginäre Laus zerquetschen. Hilfreich könnte auch Kirschkerne schnippen sein, ist aber kein Muss.
Pinzettengriff mit Daumen und irgendeinem Finger, Daumen dabei so weit wegbewegen, bis sich der Finger fast streckt und nur das oberste Gelenk im 90° Winkel steht.
Die Hämmerchenstellung des Fingers verhindert Abwürgen der Nachbarsaiten. FingerhakelnJeweils ein Finger der rechten Hand und ein Finger der linken Hand haken sich ein, wobei sie sich nur an den Fingerkuppen berühren dürfen. (Erinnert ein wenig an Fassadenklettern. Es sollte also nicht so geübt werden wie das originale Fingerhakeln in Bayern.) In der Gruppe auch mal gegeneinander.
Die eigentliche Kraft zum Greifen der Akkorde kommt aus dem Zug durch den Unterarm und nicht aus dem Gegendruck des Daumens. Die ungewohnte Haltung der Finger (insbesondere des kleinen Fingers) kann so ein wenig ohne Gitarre trainiert werden. Finger anhebenHand flach auflegen und nacheinander die einzelnen Finger heben.
Alle Finger auf den Zeigefinger der anderen Hand auflegen und dann einzeln jeweils einen Finger zum nächst höheren Mittelfinger (später Ring- und kleinen Finger) bewegen. Finger dehnenMan streckt beide Hände, und spreizt ganz leicht die Finger. Dann führt man beide Hände zusammen, berührt sich aber nur mit den Fingerkuppen.
Man drückt beide Hände gegeneinander, so dass die Finger dadurch gespreizt werden.
Man führt jeweils die beiden kleinen Finger (später die beiden Ringfinger u.s.w.) so weit wie möglich nach unten, während die anderen Finger gestreckt bleiben. Dabei werden die Finger an ihren Fingergrundgelenken gedehnt.
Man kann die Übung dadurch steigern, dass man jeweils zwei Finger nach unten bewegt, während die anderen gestreckt bleiben. (K+R; K+M; K+Z, K+D; R+M, R+Z...) Kinderspiel"Lirum larum Löffelstiel, wer das nicht kann, der kann nicht viel..." Linken Zeigefinger auf den rechten Daumen legen und solange zusammenhalten, bis man den rechten Zeigefinger auf den linken Daumen gelegt hat. Wenn man beide über Kreuz gegriffen hat, werden die unteren beiden Finger nach oben gebracht. "Lieber Gott, ich bin nicht dumm, ich kann das Ganze auch andersrum" ... die oberen beiden nach unten bringen Die HosennahtDie Hosennaht einer Jeans kann als Ersatz für Gitarrensaiten dienen. So kann man auch an den unmöglichsten Orten (Bus, Schule bei einem langweiligen Fach, vor dem Fernseher...) Zupf-, Picking- und Schlagmuster üben. Chinesische QigongkugelnDas einzige Übungsgerät, das meiner Erfahrung nach wirklich etwas für die Koordination der Finger bringt, sind die chinesischen Qi-Gong-Kugeln. Eine für die Übung gleichwertige Alternative sind zwei riesige Murmeln aus dem Spielwarengeschäft für insgesamt ca. 2,50 Euro, welche als Nebeneffekt auch nicht "bimmeln". Beide Kugeln in der Handfläche gegeneinander kreisen lassen, ohne dass sich die zwei Kugeln berühren. Das bringt einiges für die Beweglichkeit, Koordination und auch die nötige Kraft... Stock wirbelnEine kleine Übung aus dem Kampfsport oder von den Cheerleadern
Besenstiel (o.ä.) und viel freier Raum Stock mit einer Hand mittig fassen. Mit dem Ende, das Richtung kleiner Finger zeigt eine flach liegende 8 zeichnen (geht erfahrungsgemäß einfacher, als mit dem anderen Ende auf der Daumenseite). Dabei geht das Ende des Stockes einmal an der einen, dann an der anderen Körperseite vorbei.
Das Gewicht und das Drehmoment erfordern einiges an Kraft. Trotzdem muss man einen Punkt erwischen, wo dieser Kraftaufwand minimal ist. Die ständig ändernde Lage, die Ausweichbewegungen (sonst gibt es was auf die Nuss) schulen die Koordination aller Muskelgruppen des Armes ungemein. Verspannte Schultern und Rücken lockern sich und das Spielen wird leichter. GyroTwisterÄhnlichen Trainingseffekt wie beim Stockwirbeln hat der GyroTwister. Zudem braucht der GyroTwister nicht so viel Platz
Erste (Selbst-)Hilfe bei Schulter-Nacken-VerspannungNicht unbedingt eine Fingerübung, aber aus Fragen in Gitarrenforen wie das Acoustic Guitar Forum oder dem Gitarre-spielen-lernen.de-Forum kann man sehen, dass man diese Übungen dennoch ganz brauchbar findet. [2] Üblicherweise muss man mit keinerlei Verspannungen beim Gitarrespielen rechnen. Aber es kann bei Anfängern immer mal vorkommen, dass man es doch ein wenig übertreibt, oder dass man durch eine ungünstige Kopfhaltung (weil man immer auf das Griffbrett schaut) doch mal eine Verspannung insbesondere im Nacken-Schulterbereich bekommt. Des weiteren kann es auch einfach sein, dass man noch eine Altlast aus dem Berufsalltag mit in die Übungsstunde nimmt. Für solche Gelegenheiten sind diese Übung gedacht. Schultermuskel passiv dehnen (Übung 1)
Schultermuskel passiv dehnen (Übung 2)*Du legst die Hand der "verspannten" Seite auf die "gesunde Schulter" und greifst mit der anderen Hand deinen Ellenbogen.
Schultermuskel kneten
Schlussbemerkungen
Typische AnfängerfehlerVorwortAlle Fehler, die man als Anfänger machen kann, hier aufzuschreiben, würde ein eigenes Buch ergeben. Dennoch möchten wir hier versuchen, ein paar typische Fehler aufzuzeigen. Diese Liste wurden von Mitgliedern des Gitarrenforums www.gitarre-spielen-lernen.de zusammengetragen und bietet keinerlei Garantie auf Vollständigkeit. Allen Mitautoren sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für eure Mitarbeit gesagt. Ihr werdet hier ein paar Fehler finden, mit denen ihr noch gar nichts anfangen könnt. Aber dieses soll euch nur zeigen, dass eine richtig gelernte Grundlage auch später noch enorm viele Vorteile bringt. Allgemeines
Alle Fehler kann man wieder austrainieren. Aber wer nichts übt, der wird auch nichts lernen.
Also braucht man einfach nur Geduld. (Je nach Typ etwas mehr oder weniger).
Nichts muss perfekt sein. Und schon gar nicht am Anfang. Schnarrende Saiten und alles geht mit der Zeit von alleine weg. Man muss sich nur etwas Zeit lassen. Während einer Übungsstunde darf man ruhig auch einmal 5 gerade sein lassen. Es wird ja auf Dauer nicht so bleiben. Alles, was man übt, soll langsam geübt werden. Die Geschwindigkeit kommt mit der Übung (also mit der Zeit).
Natürlich gibt es auch einige Sachen, die sehr schnell gespielt werden. Aber auch hier ist es ein Fehler, schnell zu üben. Man sollte das angestrebte Solo zuerst langsam üben. Und erst, wenn man das sauber und fehlerfrei hinbekommt, kann man das Tempo etwas erhöhen. Dabei ist auf die richtige Griffweise, aber auch auf den richtigen Rhythmus zu achten. Erst kommt die saubere Spieltechnik, dann die Geschwindigkeit.
Bei irgendwelchen Liedern wird kein Fehler korrigiert. Eine falsche Note ist falsch. Ein falscher Schlag ist falsch. Da kann man hinterher nichts mehr verändern. Man korrigiert einen Fehler beim nächsten Durchgang. Aber nicht sofort beim Spielen. Man kommt immer mal raus. Da ist es wichtiger, sich wieder reinzupfuschen, als Fehler zu korrigieren.
Ach ja, noch was: Man entschuldigt sich nicht beim Lehrer, sondern hört zu, und macht es beim nächsten mal besser. Kein "Ähm", "Ich wollte..." Das nervt nur und stört den Spielfluss. Du bist so und so am Lernen und machst Fehler. Das ist normal und sollte auch normal bleiben. Daher ist es kein Drama, wenn etwas falsch ist. Mit dem Ärgern über die Dinge, die nicht klappen, verschwendest du nur wertvolle Konzentration, Kraft und Zeit, die du für die Konzentration zum Lernen bzw. zum Lösen der Probleme brauchst.
Wenn man liest, dass man nicht auf seine eigenen Fehler bestehen soll, dann klingt das ganz logisch. Aber wehe jemand sagt euch, das machst du falsch, das kann man besser machen. Aber auch die Profis bestehen gerne auf ihre Methode. Aber gerade, wer schon einiges kann, sollte dennoch offen sein für andere Möglichkeiten. Rockgitarristen, Lagerfeuerspieler, Klassikspieler etc. alle haben bestimmte Angewohnheiten, die für bestimmte Spielsituationen sogar ganz nützlich sind und auf die sie nicht gerne verzichten wollen. Dabei kann jeder Spieler auch von anderen etwas lernen, dass ihm bei bestimmten Spielsituationen weiterhilft.
Man sollte sich eingestehen, dass es für einige Sachen Gewöhnung braucht. Auch wenn man etwas beim ersten Durchlesen meint, verstanden zu haben, bedeutet das noch lange nicht, dass man es in Zukunft auch umsetzt. Und auch, wenn man etwas nicht gleich verstanden hat, dann sollte man es dennoch immer wieder mal durchlesen. Manchmal stellt sich erst später mit weiterem Hintergrundwissen oder einfach mehr Spielerfahrung der "Aha-Effekt" ein. Es reicht durchaus, wenn man etwas erst nach dem zehnten Mal durchlesen oder nach der hundertsten Wiederholung klappt. Plane daher viel mehr Wiederholungen des Übungsstoffes ein. Nicht nur die praktischen Übungen, sondern auch die theoretischen Lektionen. Rechne damit, dass du bestimmte Übungen, die nicht gleich funktionieren, etwas nach hinten verschieben musst und stattdessen vorher ein paar Grundlagen lernen bzw. auffrischen solltest. Aufgeschoben heißt nicht aufgehoben. Nehme Lieder in dein ständiges Repertoire auf, mit denen du allein durch das Singen und Begleiten die Grundlagen wiederholst. Also nicht gleich aufgeben, wenn etwas nicht sofort klappt!
Wer lange dafür braucht, aber am Ball bleibt, wird hinterher jeden Schnelllerner überholen, wenn diesem hinterher das Durchhaltevermögen fehlt. Gitarre lernt man sein Leben lang. Also sollte man das Lernen selbst als etwas Entspannendes ansehen. Wer aufhört zu lernen und zu üben, der hört auf, Gitarre zu spielen.
Mangelnde WiederholungenDu hast was gelernt, es klappt ganz gut - und du lässt es in die Schublade versinken. Das ist die beste Methode etwas nicht zu können.
Rette alles was du auswendig lernen möchtest erst mal über die 2 Minuten Hürde. Sonst wird es im Kurzzeitgedächtnis wieder gelöscht. Also wiederhole jedes Fachwort aus der Musiklehre incl. seiner Bedeutung spätestens nach 2 Minuten noch mal aus dem Gedächtnis (ohne noch mal irgendwo etwas abzulesen.)
Gerade wenn man etwas aufführen möchte ist es ein riesiger Fehler etwas vorzuführen, was man erst vor kurzem gelernt hat. Der Fehler wird leider auch von Lehrern oft gemacht. Es kann mal gut gehen, aber dass man sich bei den Sachen gehen bei dem Lampenfieber oft daneben, die noch nicht hundertprozentig in Fleisch und Blut übergegangen. Spiele bei solchen Gelegenheiten lieber die Sachen, die du als einfach empfindest.
Fehler der Greifhand
Schlechter Anschlag
Zu viel auf einmal lernenEs kann ein großes Hindernis sein, wenn man ein Fan ist, und unbedingt die Lieder von seiner Lieblingsgruppe spielen will, ohne die notwendigen Grundlagen zu können. Bei vielen tollen Solos, die man unbedingt spielen will (z.B. das Intro von "Nothing Else Matters"), kann es Monate dauern, bis man es richtig kann. Das liegt aber nicht daran, dass jedes dieser Solos unheimlich schwer ist, sondern dass du die Grundlagen einfach noch nicht beherrscht. Wenn die Lernschritte kleiner wären, hätte man viel schneller einen Erfolg. Wenn man zuerst die Akkorde übt (und mit jedem neuen Akkord mindestens zwei oder drei Lieder), dann die Zupfmuster (ebenfalls mit entsprechenden Liedern), dann beispielsweise das Intro von "Dust In The Wind", dann die Barré-Akkorde (incl. Liedern) dann vielleicht noch ein paar Hammerin-On und Pulling-Off-Techniken, dann das gar nicht mal so extrem schwere Intro von "Stairway To Heaven" und dann noch als Vorübung den ersten Teil der "Spanischen Romanze", dann kann es gut sein, dass man die Grundzüge von "Nothing Else Matters" in einer oder zwei Unterrichtseinheiten drin hat, und es nach weiteren zwei Wochen Übung einigermaßen fließend spielen kann. Zwar dauert es etwa ein oder zwei Monate länger, bis du endlich "Nothing Else Matters" spielen kannst, aber unterwegs hast du noch zig andere Stücke gelernt. Und du hast gleich mehrere Erfolgserlebnisse gehabt. Sie mögen zwar im einzelnen kleiner sein, als das erstrebte Solo, aber du willst ja auch Gitarre lernen, und nicht nur ein einziges Stück spielen können. Bei einem gut durchdachten Lehrplan wachsen die Fähigkeiten kontinuierlich, und durch die kleineren Lernstufen hält sich der Frust, etwas noch nicht zu können, sehr in Grenzen. Ein gutes Lehrbuch und ein halbwegs guter Lehrer können da eine große Hilfe sein.
Es ist besser drei mal am Tag eine viertel Stunde zu üben, als einmal am Tag eine Stunde. Es ist besser jeden Tag 5 minuten bis zu einer halben Stunde zu üben, als nur einmal in der Woche drei Stunden am Stück. Die Wiederholung macht es. Sobald etwas schmerzt, sollte man eine Pause einlegen. Am Anfang können die Fingerkuppen weh tun. Dagegen lässt sich kaum etwas machen. Aber man sollte es nicht übertreiben, und lieber mehrere kleinere Portionen spielen.
Es macht gar nichts, mal ein Stück anzuspielen, und dann beiseite zu legen, um es irgendwann später mal wieder herauszuholen. Gerade bei sehr schweren Sachen ist es durchaus eine zulässige Methode, sich dem Stück zu nähern. Jedoch sollte man immer einen Lehrplan vor Augen haben, was man unbedingt kontinuierlich lernt, bis man es richtig kann. Seien es die Grund-Akkorde, die Anschläge, das Zupfen, Verzierungstechniken wie Dämpfen, Hammerin-On und Pull-Off, Bassläufe, Pentatoniken, Skalen etc. Man sollte sich Gitarrenstücke heraussuchen, die einen näher an das zu erreichende Ziel bringen. Die Wikibooks bieten mit ihren "Diplomen" solche Zielvorgaben an, und geben auch viele Übungsbeispiele, die einem helfen, das Diplom zu erreichen. Hinterher hat man eine genaue Vorstellung von dem, was man kann, und was man damit machen kann. Haltungsfehler
Wer Gitarre spielen kann, der kann fast in jeder Lage spielen. Sei es im Schneidersitz, stehend mit einem Fuß auf dem Stuhl oder im liegen im Bett. Doch für den Anfänger ist so etwas nicht zu empfehlen. Bei jeder ungewohnten Haltung muss man vieles kompensieren. Geübten Gitarrenspielern gelingt das ohne weiteres, weil sie gleichzeitig wissen, wie es auch richtig geht. Sitze locker und aufrecht; weder steif, noch zu gebeugt. Eine Rückenlehne ist sinnvoll. Die Gitarre braucht nicht besonders zu dir hingedreht zu werden. Es reicht, wenn du gerade so das Griffbrett sehen kannst. Bei völligen Anfängern kann man mal ein Auge zudrücken, aber beim normalen Spielen hält man die Gitarre gerade.
Das verhindert, dass man genügend Zug für die Akkorde aufbringen kann. Zudem wird die Beweglichkeit der Greifhand eingeschränkt. Der Druck muss dann mit ungünstigen Handstellungen kompensiert werden. Die Arme sollten in etwa genauso locker an der Seite anliegen, wie man es vom Essen her gewohnt ist.
TempofehlerViele werden beim Singen und Spielen zu schnell. Die häufigste Ursache ist Übermotivation. Man muss sich wirklich zusammenreißen und Geduld haben. Man muss es lernen, langsam zu spielen. Man muss es lernen, in verschiedenen Tempi zu spielen. Mal langsam, mal enorm schnell, mal mäßig, mal Zeitlupe, mal zügig. Lieder, die ganz langsam anfangen und dann immer schneller werden sind eine gute Übung. Aber ebenso das Tempo zufällig zu wählen. Dann hilft es, laut mitzusingen. Dabei sollte man nie schneller singen, als die eigene Zunge mitkommt. Es lohnt sich mitunter, sich ein Metronom zuzulegen.
EquipmentMitunter ist man versucht, zu Beginn fehlendes Können durch Equipment auszugleichen. Doch durch einen besseren Verstärker oder eine bessere Gitarre wird man kein besserer Gitarrist. Es ist etwas anderes, wenn man eine schlechte Gitarre mit einem miserablen Ton durch eine brauchbarere ersetzt. Aber eine einfache Gitarre reicht allemal aus. Wenn man ein halbwegs brauchbares Equipment hat, dann haut man natürlich ordentlich Gain rein! Damit kann man garantiert die Nachbarschaft ordentlich beeindrucken. Aber mal Spaß beiseite. Mit zu vielen Effekten kommt man nicht zu einem sauberen Spiel. Zum Üben mit einer E-Gitarre sollte der Ton beim Verstärker auf "Clean" eingestellt sein. Dann hörst du besser, was du spielst. Die Gain-Einstellung überdeckt vieles. Aber verzerrte Sachen hört sich viel besser an wenn du das gleiche Stück auch ohne Gain also Clean beherrscht. Mitunter ist es sowieso besser, anstelle des Gain evtl. den Hall einzusetzen. TimingEin weiterer Anfängerfehler ist falsches Tempo beim Anschlag. Das setzt sich dann meist auch später noch durch, wenn man Techniken wie Tappen und Hammering übt. Anfänger spielen vieles, das sie gerade erst gelernt haben, oft viel zu schnell, weil sie meinen, dieses würde sich besser anhören. Aber manche merken dabei nicht, dass der Rhythmus und das Timing einfach nicht hinhaut. Töne werden unterschiedlich laut und werden unterschiedlich lang gehalten. Etwas zu schnell zu spielen hört sich einfach nur miserabel an. Also den Merksatz von oben beherzigen: Nie etwas schneller spielen, als man es technisch bewältigen kann. Und dazu gehört nicht nur die Töne zu treffen, sondern auch das richtige Gefühl für den Rhythmus und das richtige Tempo zu haben. Deshalb übt Anschläge und später Hammerings und Tappings immer erst langsam und versucht, jeden Akkord und jeden Ton gleich lang zu "halten". Dabei sollte jeder Ton erst mal gleichlaut klingen. Später lässt sich die Lautstärke noch variieren, aber das soll gezielt und gewollt und vor allem sauber klingen. Ein Metronom kann da eine sehr gute Hilfe sein. Rhythmus bzw. Timing ist neben der Melodie und der Harmonie ein wichtiger Grundpfeiler der Musik. Daher soll man dieses auch täglich üben. Harmonielehre verachten
Viele Anfänger wollen sich nicht mit Theorie befassen. Das klingt zu sehr nach Schule. Dabei ist die Theorie meist gar nicht so schwer. Wer von Anfang an in kleinen überschaubaren Schritten die Grundlagen der Theorie mitlernt, für den sind die Fachworte nicht schwerer als "Multiplikation", "Verb", "Laptop" usw. Es steckt oftmals nicht so viel hinter den Fachwörtern. Aber man braucht sie um genau sagen zu können was man meint. Es bringt einiges an Zeitersparnis wenn man etwas in die Theorie investiert.
Zu viel Theorie ist natürlich auch verkehrt. Man sollte nicht mehr Theorie büffeln, als man zum Erreichen seiner Ziele braucht. Sich mit Kirchentonarten zu befassen bringt gar nichts, wenn man noch nicht einmal die normalen Dur- und Molltonleitern einigermaßen beherrscht. Zu guter LetztTheorie, Technik, Akkorde und Rhythmusübungen bringen gar nichts, wenn man sich damit kein Repertoire aufbaut, das man selbst gerne singen möchte. Gitarre lernen dient letztlich dem Singen bzw. dem Begleiten von Musikern. Es bringt absolut gar nichts, wenn man 50 Riffs und Akkordfolgen oder so was lernt, aber wenn es darauf ankommt, etwas vorzuspielen noch nicht mal 3 Lieder vollständig zusammenbringt. Jede neue Lektion fordert einen heraus und man hat den Eindruck, dass man sich einen mühsamen Trampelpfad durch einen undurchsichtigen Dschungel schlägt. Man übersieht, dass man sich mit dem vorher Gelernten eine Lichtung geschaffen hat, auf der man viel Spaß haben kann. Lieder mit einfachen Akkorden, die man schon im Schlafe spielen kann machen ebenso viel Spaß, wie aufwendige Solostücke. Lieder sind nicht schlechter, nur weil sie einfach sind. Du könntest in ein paar Jahren so weit sein, dass du wieder genau die Kinderlieder benötigst, von denen du jetzt nichts mehr wissen willst. Sei es, dass du heiratest, oder dass du dich in der Jugend- und Kinderarbeit mit einbringst.
Einen Vorteil hat das Fehlermachen. Auch wenn man einen Fehler erst wieder austrainieren muss und damit mehr Zeit verbraucht, als wenn man es gleich richtig lernt, entdeckt man solche Fehler schneller bei anderen und kann denen helfen diese zu vermeiden. Später, wenn man vielleicht selbst einmal Gitarrenunterricht gibt, ist man dann ein wenig umsichtiger mit den Schülern. Es muss ja nicht gleich beruflich sein, sondern es kann auch sein, dass man einem neuen Bandmitglied unter die Arme greift.
LagerfeuerdiplomVorbemerkung: Offensichtliche Rechtschreib- und Grammatikfehler wurden behoben. Der Stil wurde zugunsten einer leichteren Lesbarkeit gegebenenfalls sehr dezent angepasst (,da beispielsweise einige Leser die entsprechenden Foren nicht kennen.). Sofern es durch diese kleinen Anpassungen zu keinerlei inhaltlichen Veränderung kam, wurden dieses nicht ausdrücklich als eine Änderung des Zitates gekennzeichnet. -------- Original-Nachricht -------- Datum: Mon, 12 Mar 2007 21:38:48 +0100 Von: "A. E." a...e...@...de (Anm.: Persönliche Daten gekürzt) An: mjchael@gmx.de Betreff: Lagerfeuerdiplom Hallo Mjchael, ich habe mit Hilfe des Lagerfeuerdiploms bei Wikibooks Gitarre spielen gelernt. Ich bin begeistert von diesem Artikel. Man benötigt keine großen musischen Vorkenntnisse. Es wird Schritt für Schritt erklärt wie die Akkorde zu greifen sind. Und ich kann jetzt Dschingis Kahn begleiten. Ein großes Lob an den Autor. Freue mich schon auf das Folkdiplom. Gruß Alexander Wikibooks ist mein erst 'lebendiges Lehrbuch'
G.G. hat mit seinen Antworten sehr treffend das ausgedrückt, was für mich die Wikibooks ausmacht.
-------- Original-Nachricht -------- Datum: Wed, 28 Feb 2007 00:52:13 +0100 Von: D.D. (Anm.: Persönliche Daten gekürzt) An: mjchael@gmx.de CC: Betreff: RE: Webspace für Hörbeispiele zum Wiki-Gitarrenkurs > Übrigens bei deinem Beispiel ist ein Aufschlag nach der 4 zuviel. Ja das habe ich heute auch festgestellt und war dabei das neu und 'berichtigt' aufzunehmen. Nur ist es nicht zu einer fertigen Aufnahme gekommen, weil andere Dinge dazwischen gekommen sind... > > Das Beispiel kann man aber sehr gut für Variationen des Lagerfeuerschlag > gebrauchen, dass kommt aber erst beim Folkdiplom. <Grinz> wie ich grad sehe, hast du auch mein 'anderes' Beispiel geschickt mit eingewoben. Du hast echt Talent zum Lehrbuch schreiben. Nicht zu viel und nicht zu wenig und die 'Bröckchen' die so ab und an aus den weiten des Netzes dazu fliegen werden geschickt eingearbeitet. Und überhaupt WikiBook ist mein erst 'lebendiges Lehrbuch'. > > Habe mal ein Hörbeispiel geliefert. Allerdings als Midi-File. Wow cool genau das hab ich beabsichtigt. Doch entgegen der deutschen 'Klagementalität' (man könnte, das müsste, es währe schön wenn...) wollte mal nicht mit Klagen sondern mit Tun anfangen. Und einen Anfang machen (und nicht noch eine weitere Problemstellung) Neben bei hat's mir auch geholfen, weil man sich dadurch intensiver damit befasst. Man will's ja nach besten Wissen, Gewissen und Können machen. > > Schau dir mal den entsprechenden Eintrag und die Änderungen an! > > Aber lass dich auf keinen Fall entmutigen! Keine Sorge, ich bin nicht von Stolze, asiatischen Ehrgeiz, übersteigerter Ich-Zentriertheit, oder wie auch immer man das nennen will, geplagt, was Ursache für solche eine Reaktion sein könnte. Feel free to do what you like! > Ich werde deinen Beitrag bei > Gelegenheit an die richtige Stelle verschieben, und vielleicht lieferst du > ja eine korrekte Fassung für diesen Beitrag nach. (Das ist übrigens ein > guter Test für mich, ob ich alles verständlich geschrieben habe...) Nun denn - da werde ich morgen (oder übermorgen, überübermorgen, ähm also ' mañana' :) noch mal das Mikro scharf schalten. Und diesmal speichere ich es als Vobis-ogg. > Gruß Mjchael Von mir auch ganz Liebe Grüsse.
------- Original-Nachricht -------- Datum: Fri, 06 Jul 2007 16:59:58 +0200 Von: "J. B." <j.b@---.de> (Anm.: Persönliche Daten gekürzt) An: mjchael@gmx.de Betreff: (kein Betreff) Hallo Mjchael, ich habe mir kürzlich zu meinem 50 Geburtstag eine E-Gitarre zugelegt (mein erstes Instrument) und kann mittlerweile etwas Power-Chords und Melodiespiel.. Mit Akkordwechseln klappte es überhaupt nicht. In meinen (zahlreichen) Lehrbüchern steht nur, dass man schnellen Akkordwechsel üben soll - aber nicht wie! Dein "Lagerfeuerdiplom" ist für mich daher eine Offenbarung - endlich jemand der sich seitenlang und mit guten Graphiken über die notwendigen Fingerbewegungen auslässt.: Vielen Dank für Dein liebevolles, sehr detailliertes und heiteres "Lagerfeuerdiplom"!!!!!!!!!!! Ich habe Anfang dieses Monats einfach mit dem Lagerfeuerdiplom angefangen, obwohl es anscheinen noch nicht fertig ist. Bietest Du noch weiterführende "Diplome" an ? PS: - bei der Ergänzung "Lage des Daumens": Was ist Punkt 3b ? ( Anm.: 4a!) - "Daumenpoition wie beim Trampen". sollte der Daumen nicht zum Sattel / Kopfplatte weisen?. Mit lieben Grüßen J. B.
Von: "P. A." <p.a.@t-online.de> (Anm.: Persönliche Daten gekürzt) An: '''mjchael@gmx.de''' Betreff: fuer Uebungen nutzbare deutsche Lieder Datum: Wed, 05. Dec 2007 22:34:54 +0100 Hallo, ich bin Rentner und habe nun endlich begonnen, ernsthaft auf meiner inzwischen betagten Gitarre zu klimpern. Niemals werde ich die Fähigkeit haben, anderen Menschen erträglich vorzuspielen aber ich habe schon erfüllte Stunden mit meiner Gitarre und Ihrer Hilfe im Internet genossen und solange meine Katze nicht fortläuft… J Ihre Beschreibung, die Finger wie Hämmer auf die Saiten zu stellen, machen mich neidisch: Sie wollen es nicht mehr mitmachen und erinnern da schon eher an Geierkrallen. Die Saiten dennoch klingen zu lassen, ist allein schon ein Kunststück oder reines Glück. Die Spielart des Herrn May mag ich und seine Texte finde ich auch sehr gut. Wegen ihrer Suche nach Übungsliedern dachte ich sofort an den Künstler und suchte Infos im Netz. Dem Link folgend, ganz am Schluss unter „F A Q“ Sind Texte, die unter vernünftigen Voraussetzungen eine kostenlose Verbreitung seiner Lieder erlauben. Ich bin den Menschen wie Ihnen sehr dankbar, denn ich hätte mir einen Unterricht von meiner Rente nicht erlauben können und schon ein Liederbuch schlägt eine deutliche Lücke in meine Geldbörse. Mit den besten Wünschen für Ihre Zukunft P. A. Sehr geehrter Herr P.A., leider kann ich nicht sagen, ob eine Nutzung der Lieder von Herrn Reinhard Mey auch für den Unterricht in den Wikibooks möglich ist. Ich finde die freundliche Genehmigung, die Herr Mey für seine Lieder gibt, überaus lobenswert. Doch das Wikibooks-Projekt ist ein wenig größer als der Umfang einer privaten Homepage. Bevor wir von den Wikibooks die Freundlichkeit von Herrn Mey überstrapazieren, möchten wir uns vorher mit ihm in Verbindung setzen, um im Einzelfall zu klären, in wie weit die Nutzung einzelner Lieder von Herrn Mey für den Gitarrenunterricht der Wikibooks möglich ist. Ich bedanke mich noch einmal für Ihren Linktipp, den bestimmt viele andere Internetuser wie z.B. das [www.gitarrenboard.de] zu schätzen wissen. Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen --mjchael 10:57, 6. Dez. 2007 (CET) Forumsantwort 1Original Message: ------------- von: FrankNrw-1 (Member des www.gitarrenboard.de) (Forumsinternes wurde herausgekürzt)
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»Danke! Hilft mir weiter. Ich werde es üben üben üben... Und danke für die viele Mühe mit dem Wikibooks an Mjchael. Es ist super! Ich habe keine Grundkenntnisse und verstehe es dennoch sehr gut. Meinen Kindern gefällt's schon wenn Mama spielt.« Ein Gruß über Youtube
Guten Tag Mjchael, einen schönen Gruß zurück. Nochmals vielen Dank für deine tolle Arbeit. Das von dir und deinen Co-Autoren erstellte WIKIBOOK Gitarre ist unschlagbar. Noch nie zuvor hatte ich solche Lernfortschritte. So macht das Lernen richtig Spaß. Bis bald mal. Vielleicht im Forum, oder hier bei YouTube, oder vielleicht mal bei einem Forums-Treffen. Danke. vom: 08.10.2009 22:45 von A d. M. (persönliche Daten gekürzt) Hallo Mjchael, vor einigen Tagen habe ich Ihr Wiki-Book entdeckt und muss es jetzt einfach mal loswerden: Ich bin total begeistert, es ist didaktisch und inhaltlich einfach ganz große Klasse! Habe schon einiges an Gitarrenbüchern, Harmonielehren usw. gelesen, aber noch nie so eine Fülle an Stilen und so gut aufbereitetes und nachspielbares Material gefunden. Vor allem Jazzer scheinen es unter ihrer Würde zu finden, auch nur zwei verständliche Sätze am Stück zu formulieren - Ihr Book da eine absolute Ausnahme. Ich freue mich sehr auf die vielen Lektionen, die noch vor mir liegen. Vielen Dank für die unglaubliche Arbeit, die Sie da reingesteckt haben! Mit schönen Grüßen, A. d. M. ForumsdiskussionEine Diskussion über das Lagerfeuerdiplom könnt ihr im Forum von www.Fingerpicker.de nachverfolgen. Der Name der Autorin gekürzt Am 28.03.2011 20:53, schrieb I. Lieber Mjchael!!!! Mein Name ist I. , ich bin schon ein etwas älteres "Mädchen" (Jahrgang 59) und habe vor knapp 4 Monaten mit dem Gitarren-Spiel begonnen. Es war immer mein Traum, vor 15 Jahren hab ich mal kurz (3 Monate gespielt) und mußte dann aus gesundheitlichen Gründen wieder aufhören. Da ich Rheuma und Arthrose habe, dachte ich das wird nix mehr Nun endlich zu Dir Ich bin halt auch ein totaler "Lerntyp" will heißen ich kann nie genug bekommen, wenn mich etwas interessiert. Und der gute Peter bleibt oft sehr oberflächlich. Das wird mir aber erst jetzt richtig bewußt, seit ich Deinen Kurs "aufsauge". Ich finde es unglaublich was Du uns da schenkst und ich bedanke mich tausendfach auf das Aller- Allerherzlichste. Vielen lieben Dank für Deine Arbeit, Deine Mühe, Deine Zeit und Deine Kompetenz! Viele liebe Grüße I.
LizenzPermission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later version published by the Free Software Foundation; with no Invariant Sections, with no Front-Cover Texts, and with no Back-Cover Texts. A copy of the license is included in the section entitled "GNU Free Documentation License". Kopieren, Verbreiten und/oder Verändern ist unter den Bedingungen der GNU Free Documentation License, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, erlaubt. Es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen Umschlagtext und keinen hinteren Umschlagtext. Eine Kopie des Lizenztextes ist hier zu entnehmen: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:GNU_Free_Documentation_License . Eine inoffizielle deutsche Übersetzung der GNU Free Documentation License findet sich hier: http://www.giese-online.de/gnufdl-de.html . Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Lizenzbestimmungen . Referenzfehler: <ref>-Tags existieren, jedoch wurde kein <references />-Tag gefunden. |
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