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Gitarre: CAGED-Skala C-Dur-Form

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Notiz
Falls du zuerst die C-Dur-Form angeklickt hast, um die CAGED-Skalen zu lernen, beginne lieber mit der D-Form, wo sich der Lagewechsel des 3. Fingersatz noch nicht mit dem Lagewechsel zwischen der G-und H-Saite aufhebt. Wir folgen im Unterricht nicht der CAGED-Reihenfolge, sondern sinnigerweise dem Quintenzirkel.

Die C-Dur-Form[Bearbeiten]

Intervalle C-Dur-Tonleiter Subdominante Dominante
Grundakkordform Moll­parallele Subdominanten­ parallele Dominanten­parallele
Zugrundeliegende Dur-Tonleiter

mit ihren Hauptakkorden


Aufgabe

Versuche die 6 Akkorde der Tonleiter in den Skalen zu entdecken. Sowohl die einfachen Akkorde in der C-Dur-Tonleiter, als auch die Barré-Formen in der Skala der C-Dur- bzw. Am-Form.

F-Dur-Tonleiter in der C-Dur-Form[Bearbeiten]

spiele dieses Pattern im 5. Bund

Die Skala beginnt mit der zweiten Hälfte des ersten Fingersatz. Darauf folgt der zweite Fingersatz. Fange deine ersten Übungen am besten auf der A-Saite an. Dort ist die '1' für den Grundton der Durtonleiter oder die '6' für die Molltonleiter. Der zweite Fingersatz geht in den dritten Fingersatz über. Hier hebt sich der Lagewechsel des 3. Fingersatz mit dem Übergang der G- und H-Saite auf, so dass kein Bund gewechselt werden muss. Das klingt im ersten Moment komliziert, reduziert aber das Lernen auf die 3 Fingersätze und den Lagewechsel zwischen der G- und G-Saite. Die Skala endet mit dem ersten Fingersatz.


\version "2.20.0"
\header {
  title = "F-Dur in der C-Form"
  subtitle = "reine Skala"
}

Melody =  {
  \set Staff.midiInstrument = "electric guitar (clean)"
  \repeat volta 2 {  
    \stemUp
    \set TabStaff.minimumFret = #5
    \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
 a,8 bes, c d e f g a |
 bes8 c' d' e' f' g' a' bes' |
 \break
 c''8 bes' a' g' f' e' d' c' | 
 bes8 a g f e d c bes, | a,1 |
 } 
 
}

Gitarre =  \Melody

\score {
  <<
    \new Voice  { 
      \clef "treble_8" \time 4/4  
      \tempo 4 = 100 \key f \major 
      \set Score.tempoHideNote = ##t
      \Gitarre 
    }
   \new TabStaff { \Gitarre }
  >>
  \layout { }
}
\score {
  <<
    \new Voice  { 
      \clef "treble_8" \time 4/4  
      \tempo 4 = 100 \key c \major 
      \unfoldRepeats \Gitarre 
    }
  >>
  \midi { }
}

\paper {
  indent=0\mm
  line-width=120\mm
  oddFooterMarkup=##f
  oddHeaderMarkup=##f
  % bookTitleMarkup=##f
  scoreTitleMarkup=##f
}

Die C-Dur-Akkordform ist nicht gerade ein leichter Barré. Von daher kommt die Skala vielleicht nicht unbedingt als erste Wahl bei Stücken in Dur in den Sinn. Doch die Skala geht leicht von der Hand und wenn du schon etwas Erfahrung mit der einfachen C-Dur-Tonleiter in den ersten drei Bünden gemacht hast, findest du dich schnell in der Skala zurecht.

Angenehm ist, dass der Barré-Finger der C/Am-Form auch gleichzeitig die Lage der Skala angibt, was bei anderen Salenformen nicht immer der Fall ist.

Wenn du die C-Barré-Form nicht greifen kannst, dann stelle dir nur im Kopf vor, wohin die Finger hin sollten, um die Grundtöne zu haben.

Anwendungsmöglichkeit[Bearbeiten]

Du weißt, dass A-Moll die Mollparallele von C-Dur ist, und genau die gleichen Töne hat. Der Barré der A-Moll-Form ist dagegen verhältnismäßig leicht zu greifen. Von daher ist die Skala wohl die erste Wahl, für Stücke in Moll.

Du kannst dir auch über die Moll-Form die Durform ableiten. Angenommen, du willst ein Lied in G-Dur mit dieser Skala begleiten. G-Dur in der C-Form ist schwer zu greifen. (x.10.9.7.8.7) Die Mollparallele Em lässt sich dagegen sehr einfach im 7. Bund greifen. x79987. Also schiebst du die Skala der C-Form einfach in den 7. Bund, und improvisierst dort über die G-Dur-Tonleiter. Versuche es mal mit "American Pie" von Don McLean.

Am-Form

Die Skala eignet sich gut für die Leute, die keine Probleme mit dem Barré in der C-Dur-Form haben. Einfacher wird aber wohl ein Lied im natürlichen Moll sein, dessen Grundakkord ein Barré in der Am-Form ist.

Sequenzen[Bearbeiten]


\version "2.20.0"
\header {
  title="G-Dur in der C-Form"
  subtitle="Halbtaktige Sequenzen"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c' {
  \set TabStaff.minimumFret = #7
  \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
  \key g \major
  d'8 b c d 
  c a b c
  b g a b
  a fis g a
  g e fis g 
  fis d e fis \break
  e c d e 
  d b c d 
  c a b c 
  b g a b
  a fis g a 
  g e fis g \break
  fis d e fis
  e c d e 
  d b c d 
  e4 fis
  g1 
  <g b d>1^\markup { \bold {G5} }
  \bar "|."
}

%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
  <<
    \new Voice  { 
      \clef "treble_8" 
      \time 4/4  
      \tempo 4 = 120 
      \set Score.tempoHideNote = ##t
      \Diskant 
    }
    \new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
  >>
  \layout {}
}

%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
  <<
    \unfoldRepeats {
      \new Staff  <<
        \tempo 4 = 120
        \time 4/4
        \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
        \clef "G_8"
        \Diskant
      >>
    }
  >>
  \midi {}
}
%% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
  indent=0\mm
  %% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
  line-width=180\mm
  oddFooterMarkup=##f
  oddHeaderMarkup=##f
  % bookTitleMarkup=##f
  scoreTitleMarkup=##f
}

Klassische Übung[Bearbeiten]


\version "2.20.0"
\header {
  title = "Klassische Übung"
  subtitle = "E-Dur im 4. Bund (C-Form)"
  composer = "frei nach Matteo Carcassi"
}

Melody =  {
  \set Staff.midiInstrument = "electric guitar (clean)"
  \repeat volta 2 {  
    \stemUp
    \set TabStaff.minimumFret = #4
    \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
 e8 gis, a, b, cis dis e fis |
 gis b, cis dis e fis gis a |
 b e fis gis a b cis' dis' |
 e' gis a b cis' dis' e' fis' | 
 gis' b cis' dis' e' fis' gis' a'|
 b' a' gis' fis' e' dis' cis' b |
 e' dis' cis' b a gis fis e |
 fis' e' dis' cis' b a gis fis |
 a gis fis e dis cis b, a, |
 gis, b, cis dis  <e gis b e'>2 | <e gis b e'>2 r2
 } 
 
}

Gitarre =  \Melody

\score {
  <<
    \new Voice  { 
      \clef "treble_8" \time 4/4  
      \tempo 4 = 100 \key e \major 
      \set Score.tempoHideNote = ##t
      \Gitarre 
    }
   \new TabStaff { \Gitarre }
  >>
  \layout { }
}
\score {
  <<
    \new Voice  { 
      \clef "treble_8" \time 4/4  
      \tempo 4 = 100 \key e \major 
      \unfoldRepeats \Gitarre 
    }
  >>
  \midi { }
}

\paper {
  indent=0\mm
  line-width=120\mm
  oddFooterMarkup=##f
  oddHeaderMarkup=##f
  % bookTitleMarkup=##f
  scoreTitleMarkup=##f
}


Asturias - Teil. 1 (Ausschnitt)[Bearbeiten]

Ausschnitt aus der Klavier-Suite "Española Op. 47" als Transkription für Gitarre Alternativtitel: Leyenda  •  Melodie: Isaac Albéniz (*1860 - †1909) bearbeitet von Mjchael 

Das folgende Klassikstücks für Gitarre ist ein nettes Übungsstück für die Greifhand, um den oberen Teil der C-Form in die Finger zu bekommen. Der erste Abschnitt stellt noch keine allzu große Herausforderung dar, bringt aber einiges für die Greifhand. Die Übung hat extrem viele Wiederholungen, so das es wirklich nicht besonders schwer zu lernen ist. Zumindest gilt dies für den ersten hier angegebenen Abschnitt. Das komplette Stück dauert über 6 Minuten und die weiteren Teile gehen schon ganz schön ins Eingemachte. Das komplette Stück ist in seiner vollen Länge etwas für die Meisterklasse. Dennoch lohnt es sich auch für einen Hobbygitarristen wenigstens die ersten 14 Takte zu üben. Auch in der stark gekürzten Form wirkt das Stück sehr gut als Vorzeigestückchen auf der Western- oder E-Gitarre.

Die Melodie liegt im Bass und wird durchweg mit dem Daumen (p) gespielt. Für den ersten Durchgang kannst du aber auch die Melodie nur mit Plektrum alleine üben. Die leere H-Saite wird mit einem durchgehenden Wechselschlag gespielt. Zeigefinger (i) und Mittelfinger (m) der Zupfhand wechseln sich ständig ab. Das Abwechseln von Zeige und Mittelfinger entlastet natürlich jeden einzelnen Finger, da die nur die Hälfte anschlagen müssen. Es ist eine Vorübung für den gezupften Wechselschlag (nicht zu verwechseln mit dem Wechselschlag beim Plektrum). Zudem wird später im kompletten Stück noch ein Tremolo benötigt, wo du pro Taktschlag gleich zwei mal (pro Melodienote) die Diskantsaite anschlagen musst, und etwas später sogar gleich dreimal.


\version "2.16.1"
\header {
  title = "Asturias (Leyenda)"
  subtitle = "aus der 'Suite Espanola - Preludio Nr. 5' (Ausschnitt)"
  composer = "Isaac Albéniz (1860 – 1909)"
  opus = "Op.47"
  source = "using different sources"
  arranger = "ccbysa Wikibooks (Mjchael)"
  copyright = "ccbysa de.wikibooks.org/wiki/gitarre"
}

Diskant = {
  \voiceOne
  \slurUp
  \set TabStaff.minimumFret = #7
  \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
  % \key g \major
    \repeat percent 3 { 
    e16 b\2 b b\2 c' b\2 a b\2 b b\2 g b\2 
  } a b\2 fis b\2 g b\2 a b\2 fis b\2 g b\2 | \break
  \repeat percent 3 { 
    e16 b\2 b b\2 c' b\2 a b\2 b b\2 g b\2
  } a b\2 fis b\2 g b\2 e b\2 d b\2 c b\2 | \break
 \repeat percent 2 { 
    b,16 b\2 b b\2 c' b\2 a b\2 b b\2 fis b\2
  } b, b\2 fis b\2 a b\2 b b\2 c' b\2 d' b\2 |
    b b\2 c' b\2 a b\2 b b\2 g b\2 fis b\2 | \break
  \repeat percent 2 { 
    b,16 b\2 b b\2 c' b\2 a b\2 b b\2 fis b\2
  } b, b\2 fis b\2 a b\2 b b\2 c' b\2 d' b\2 |
    b b\2 c' b\2 a b\2 b b\2 g b\2 fis b\2 | \break
  \repeat percent 3 { 
    <b, fis b d' fis' b'>8^\markup\small { \italic Ras. } % \rasgueado 
  b16 b\2 c' b\2 a b\2 b b\2 g b\2 
  } a b\2 fis b\2 g b\2 a b\2 fis b\2 g b\2^\markup\small { \italic sim. } | 
  \bar ".|"
}

Bass = {
  \voiceTwo
  \set TabStaff.minimumFret = #7
  \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
  % \key g \major
  \repeat percent 3 { 
    e8 b c' a b g
  } a fis g a fis g | \break
  \repeat percent 3 { 
    e8 b c' a b g
  } a fis g e d c | \break
 \repeat percent 2 { 
    b,8 b c' a b fis-2
  } b, fis a b c' d' |
    b c' a b g fis | \break
  \repeat percent 2 { 
    b,8 b c' a b fis-2 
  } b, fis a b c' d' |
    b c' a b g fis | \break
  \repeat percent 3 { 
    s8 b c' a b g
  } a fis g a fis g | \break
  \bar ".|"
}


Gitarre = << \Diskant \\ \Bass >>

\score {
  <<
    \new Voice  { 
      \clef "treble_8" \time 6/8  
      \key g \major \tempo 4 = 72 
      \set Score.tempoHideNote = ##t
      \Gitarre 
    }
    \new TabStaff {
        \Gitarre
    }
  >>
  \layout {  \omit Voice.StringNumber }
}

\score {
  <<
    \new Voice  { 
      \clef "treble_8" \time 6/8  
      \key g \major 
      \tempo 4 = 72 
      \set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
      \unfoldRepeats \Gitarre 
    }
  >>
  \midi { }
}

\paper {
  indent=0\mm
  line-width=180\mm
  oddFooterMarkup=##f
  oddHeaderMarkup=##f
  % bookTitleMarkup=##f
  scoreTitleMarkup=##f
}
Beachte!

Das % (bzw. der Faulenzer) bedeutet, dass du den vorhergehenden Takt wiederholst.

Im Takt 9 und 13 wird der Ton F# auf der A-Saite mit dem Mittelfinger gegriffen, damit der Ringfinger nicht springen muss. Der Mittelfinger wird durch die 2 unter der Note angezeigt. (Z=1, M=2, R=3, K=4)

Im Takt 17 wird der Bm als Barré gegriffen und als Rasgueado (ras) (schnelles Arpeggio mit mehreren Fingern) gespielt. Das schaust du dir besser als YouTube-Tutorial an. Alternativ kannst du auch ein schnelles Arpeggio spielen.

Simile (sim.) im letzten Takt bedeutet, dass du in gleicher Weise weitermachen sollst. D.h. hier den ersten Teil mit Rasgueados oder Arpeggios zu wiederholt. Falls du noch keine Barrés kannst, beende das Stück mit der allerersten Note E (A-Saite 7. Bund).

Wenn du magst, kannst du dir nach und nach einen weiteren Abschnitt des Stückes aneignen. Sobald es dann zu schwierig wird, kannst du recht einfach in ein Barré-Rasguado-Spiel abgleiten. Dazu spielt man einfach zuerst die Akkordfolge Hm A G F und dann einen Ton tiefer Am G F E. Oder aber ein langsames Arpeggio über den E-Dur Akkord, und dann Rasgueados über die Akkordfolge E F G F E. Es mag nicht die eleganteste Weiterführung sein, aber du kannst so recht einfach in einen Malaguena überleiten.

Hilfen für Fingersatz und Zupfhand
E----------------------------|
B----0---0----0---0---0----0-|
G----------------------------|
D------9---10---7---9--------|
A--7--------------------10---|
E----------------------------|
   p i p m  p i p m p i  p m
   Z   R    K   Z   R    K

...


(info)

Die Gitarristin Sharon Isbin spielt Isaac Albeniz’s Asturias im Weißen Haus am Abend der klassischen Musik am 04.11.2009.

Weblinks[Bearbeiten]

Jesus bleibet meine Freude[Bearbeiten]

Zu Übungszwecken wurde die bekannte Begleitung des Bach-Chorals, die oft zu Hochzeiten gespielt wird, in die C-Form verschoben. Bis zum vorletzten Takt gibt es keine besonderen Schwierigkeiten. Dort, wo zwei Töne im gleichen Bund sind, muss man von dem allgemeinen Fingersatz abweichen. Ich überlasse es dir, ob du im 7. Bund ein Minibarré spielst, oder beim 2. Ton den Mittelfinger greifst und eine kleine Überstreckung in Kauf nimmst, die in den hohen Lagen leicht zu bewältigen ist. Probiere beide Varianten aus. Für den 10. Bund erinnere dich nochmal daran, wie man einen C/G greift ( C/G = 332010 ).


\version "2.20.0"
\header {
  title="Jesus bleibet meine Freude (Ausschnitt)"
  subtitle="G-Dur in der C-Form"
  composer = "J.S. Bach (1685-1750) BWV Nr. 147"
  encoder="mjchael"
}

Melodie = \relative c' {
  r8 g( a)     b( d c)      c( e d)
  d( g fis)   g( d b )     g( a b) \break
  c( d e)     d( c b)      a( b g)
  fis( g a)   d,( fis a)   c( b a) \break
  b( g a)     b( d c)      c( e d)
  d( g fis)   g( d b)      g( a b) \break
  a( d c)     b( a g)      d( g fis)
  <g b d g>2.
  \bar "|."
}

% Layout
\score {
  <<
    {
      %Noten
      \new Staff  <<
        \tempo 4 = 120
        \set Score.tempoHideNote = ##t
        \time 9/8
        \key g \major
        \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
        \clef "G_8"
        \Melodie
      >>
    }
    % Tabulatur
    \new TabStaff {
      \set TabStaff.minimumFret = #7
      \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
      \tabFullNotation
      \Melodie
    }
  >>
  \layout {}
}

% Midiausgabe
\score {
  <<
    \unfoldRepeats {
      \new Staff  <<
        \tempo 4 = 120
        \time 9/8
        \key g \major
        \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
        \clef "G_8"
        \Melodie
      >>
    }
  >>
  \midi {}
}
% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
  indent=0\mm
  % DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
  line-width=180\mm
  oddFooterMarkup=##f
  oddHeaderMarkup=##f
  % bookTitleMarkup=##f
  scoreTitleMarkup=##f
}

Dreiklänge[Bearbeiten]

Die Übung ist eher für Fortgeschrittene, die sich schon gut in der C-Form auskennen. Es kommen Überstreckungen und kleinere Lagewechsel vor, die erst einmal bewältigt werden wollen. Mit der Pachelbel Akkordfolge lässt sich nach einer kleinen Modifikation alle 7 Stufenakkorde einer Tonleiter darstellen. Das zweite C aus dem Original wurde durch ein Am ausgetauscht. Lasse dich von dem F#dim nicht allzu sehr irritieren. Das ist ein D7 ohne den Grundton D, und erfüllt hier die selbe Funktion, wie der vollständige Dominantseptakkord.

Allerdings müssen wir einmal bei der roten Note die Skala kurzfristig verlassen, um noch das 'A' im 5. Bund zu erwischen. Das ist eigentlich ein Vorgriff auf eine weiterführende Lektion. (Slidemodul oder Erweitern der Skala um 2 nach links oder rechts). Da die Übung aber eh für Fortgeschrittene gedacht ist, soll uns der kleine Schönheitsfehler nicht weiter stören.

Die Übung wurde vom Klavier auf die Gitarre übertragen. Doch was auf der Tastatur eine einfache Übung ist, das ist auf dem Griffbrett eine richtige Herausforderung. Du lernst hier alle Akkordumkehrungen in der Skala kennen.


\version "2.20.0"
\header {
  title="Dreiklänge in G-Dur (C-Form)"
  subtitle="Pachelble-Akkordfolge"
  arranger = "CC-BY-SA Wikibooks (mjchael)"
}
%% Für Skalen wird nur eine Melodie gebraucht.
Melody =  {
  \set Staff.midiInstrument = #"electric guitar (clean)"
  \set minimumFret = #7
  \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
  \stemUp
  \repeat  volta 2{
   b,8^\markup { \bold {G} } g d b,
   \once  \override NoteHead #'color = #red
    a,\6^\markup { \bold {D} } fis d
   \once  \override NoteHead #'color = #red
    a,\6 | % G D
   b,^\markup { \bold {Em} } g e b, b,^\markup { \bold {Bm} } fis d b, | % Em Bm
   c^\markup { \bold {C} } g e c b,^\markup { \bold {G} } g d b, | % C G
   c^\markup { \bold {Am} } a e c c^\markup { \bold {"F#dim"} } a fis c | % Am F#° (~D7)
    \break
   d8^\markup { \bold {G} } b g d d^\markup { \bold {D} } a fis d | % G D
   e^\markup { \bold {Em} } b g e d^\markup { \bold {Bm} } b fis d | % Em Bm
   e^\markup { \bold {C} } c' g e d^\markup { \bold {G} } b g d | % C G
   e^\markup { \bold {Am} } c' a e fis^\markup { \bold {"F#dim"} } c' a fis| % Am F#° (~D7)
   \break
  g8^\markup { \bold {G} } d' b g fis^\markup { \bold {D} } d' a fis | % G D
  g^\markup { \bold {Em} } e' b g fis^\markup { \bold {Bm} } d' b fis | % Em Bm
  g^\markup { \bold {C} } e' c'  g g^\markup { \bold {G} } d' b g | % C G
  a^\markup { \bold {Am} } e' c' a  a^\markup { \bold {"F#dim"} } fis' c' a | % Am F#° (~D7)
   \break
   b^\markup { \bold {G} } g' d' b a^\markup { \bold {D} } fis' d' a | % G D
   b^\markup { \bold {Em} } g' e' b b^\markup { \bold {Bm} } fis' d' b | % Em Bm
   c'^\markup { \bold {C} } g' e' c' b^\markup { \bold {G} } g' d' b | % C G
   c'^\markup { \bold {Am} } a' e' c' c'^\markup { \bold {"F#dim"} }  a' fis' c' | % Am F#° (~D7)
    \break
   d'8^\markup { \bold {G} } b' g' d' d'^\markup { \bold {D} } a' fis' d' | % G D
   e'^\markup { \bold {Em} } b' g' e' d'^\markup { \bold {Bm} } b' fis' d' | % Em Bm
   e'^\markup { \bold {C} } c'' g' e' d'^\markup { \bold {G} } b' g' d' | % C G
   e'^\markup { \bold {Am} } c'' a' e' fis'^\markup { \bold {"F#dim"} }  c'' a' fis'| % Am F#° (~D7)
   %%
    < g b d' g' b' >1^\markup { \bold {G} } 
  }
  % \bar "|." |
}

Gitarre = \Melody

%% Layout = Noten mit Tab
\score {
  <<
    %% Noten
    \new Voice {
      \tempo 4 = 120
      %Tempo ausblenden
      \set Score.tempoHideNote = ##t
      \clef "G_8" \time 4/4 \key g \major
      \Gitarre
    }
    %% Tabulatur
    \new TabStaff {
      \tabFullNotation
      \Gitarre
    }
  >>
  \layout { \omit Voice.StringNumber }
}
%% Midiausgabe
\score {
  <<
    \unfoldRepeats {
      \new Staff <<
        \tempo 4 = 120
        %% Tempo ausblenden
        \set Score.tempoHideNote = ##t
        \clef "G_8" \time 4/4 \key d \major
        \Gitarre
      >>
    }
  >>
  \midi {}
}
%& unterdrückt im raw="1"-Modus das DinA4-Format.
\paper {
  indent=0\mm
  %& DinA4 0 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm
  line-width=180\mm
  oddFooterMarkup=##f
  oddHeaderMarkup=##f
  % bookTitleMarkup=##f
  scoreTitleMarkup=##f
}

Spanische Romanze[Bearbeiten]


\version "2.20.0"
\header {
  title="Spanische Romanze"
  subtitle="in Em (Am-Form)"
}
%% Diskant- bzw. Melodiesaiten
Diskant = \relative c {
  \set TabStaff.minimumFret = #7
  \set TabStaff.restrainOpenStrings = ##t
  \key e \minor
b'4-3 4 4 | b a g |
g fis e | e g b |
e4-4 4 4  | e d-1 c |
c b a   | a b c |
b c b   | 
\once  \override NoteHead #'color = #red
dis c b |
b a g   | g fis e |
fis4 4 4 | fis g fis |
fis e4 4 | e2.
\bar "|."
}

%% Layout- bzw. Bildausgabe
\score {
  <<
    \new Voice  { 
      \clef "treble_8" 
      \time 3/4  
      \tempo 4 = 120 
      \set Score.tempoHideNote = ##t
      \Diskant 
    }
    \new TabStaff { \tabFullNotation \Diskant }
  >>
  \layout {}
}

%% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde
\score {
  <<
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Üblicherweise kennt man das Stück auf der hohen E-Saite gespielt. Doch wenn man das Stück einstimmig spielt, so kann man auf die Lagewechsel verzichten.

Du siehst das Kreuz (#) ? Bekomme keine Panik. Der Ton D, der vorher im 7. Bund auf der G-Saite gespielt wurde, muss als D# einen Bund weitergeschoben werden.

Spiele das Stück mal mit Capo im 7. Bund. Dort wurde es mit Am Dm und E gespielt. Der schräge Ton kommt von der Dur-Terz G# des E-Dur-Akkord, wenn du mit Capo spielst. Ohne Capo wäre es die Dur-Terz D# des H-Dur-Barré im 7. Bund gegriffen. Das Kreuz kommt also von der Dominante der Moll-Tonart. Es hat also harmonische Gründe. Daher nennt man dieses harmonisches Moll.

Übungsvorschlag für die Improvisation in F-Dur[Bearbeiten]

Verwende die Skala der C-Form im 5. Bund. (Würdest du deinen Capo in den 5. Bund setzen, und dort ein C greifen, dann hättest du den C-Akkord nach F transponiert. )

Typische Akkordfolge in F-Dur im 5.Bund
   F     Dm   Bb    C     F     Dm  Gm7   C7
|--5--|--5--|-6--|--8-||--5--|--5--|-3-|--3--|
|--6--|--6--|-6--|--8-||--6--|--6--|-3-|--5--|
|--5--|--7--|-7--|--9-||--5--|--7--|-3-|--3--|
|--7--|--7--|-8--|-10-||--7--|--7--|-3-|--5--|
|--8--|--5--|-8--|-10-||--8--|--5--|-5-|--3--|
|-(5)-|-(5)-|-6--|--8-||-(5)-|-(5)-|-3-|-(3)-|
  • YT   Flake (Jack Johnson) © 2002 aus dem Album "Brushfire Fairytales"
    'Dm ,F ,Bb ,F (3x) 'Dm ,F ,Bb ,C | F ,C 'Dm ,A | ,Bb ,C ,F C7 auch spielbar: 'Dm ,F 'Bb ,F ... ,F C7 ...[1]
  • YT   Why Do Fools Fall in Love (The Beach Boys u.a.m.) © ein Schubiduba-Song von 1956
    F 'Dm ,Gm7 'C7 (x) F ,B F ,C7 | 'Bb ,F ,F7 ,G7 ,Gm7 'C7 (Andere Interpreten verwenden mitunter eine andere Tonart, so dass man die Skala ein paar Bünde verschieben muss.)

Übungsvorschlag für ein Stück in C#m[Bearbeiten]

Setze den Capo in den 4. Bund setzen, dann kannst du die folgenden Akkorde der C#m-Tonleiter vereinfachen.

aus
A E B F#m C#m G#m
wird
F C G Dm Am Em

Wende das mal als eine einfache Akkordbegleitung bei folgendem Lied an.

Begleite es mit Am F C Em und Capo im 4. Bund.

Nimm dann den Capo weg und improvisiere mit der Skala der Am-Form ( entspricht C-Form) im 4. Bund. Versuche bei der Improvisation die Akkorde Am F C Em zu visualisieren. Sei dir bewusst, dass du diese Akkorde oder besser ihre Barré-Entsprechungen C#m A E G#m bei deiner Improvisation umspielst.


  1. Im Anfängerunterricht wurde im Lagerfeuerdiplom gezeigt, dass man die einfachen Akkorde einfach anzuzeigen kann, ohne sie auszusprechen, weil man beispielsweise mit dem Singen oder Zählen beschäftigt ist. Ein G-Dur zeigt man üblicherweise rechts-oben an, ein E(m) links-oben, ein A(m) links-unten und ein D(m) rechts-unten. Ein C wird irgendwo in der Mitte angezeigt, also etwa da, wo sich der Grundton des Akkordes befindet.

    Diese Methode kann man sich zunutze machen, um bei Akkorden anzuzeigen, welche Form dieser Akkord haben soll. Ein vorangestelltes Komma übernimmt die Aufgabe, die E-Form anzuzeigen (genau wie vorher der Zeigefinger). A-Form = vorangestelltes Hochkomma; D-Form = nachgestelltes Hochkomma; G-Form = nachgestelltes Komma; C- bzw. Hm7-Form ist ohne Kennzeichnung. Analog zur Tabulaturschreibweise werden die Akkorde "auf dem Kopf" angezeigt.