Gitarre: Die Major-Patterns

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Mindest-Voraussetzungen
offene Akkorde
Die Dur-Pentatonik
Die Moll-Pentatonik
Verwandte Kapitel
Dur-Skalenformen als einzelne Lektionen
Weiterführende Kapitel
3-Notes-Per-String Skalen

Bei den Pentatonik-Patterns wurde bereits darauf hingewiesen, dass im Vergleich zu einer vollständigen Tonleiter bei der Pentatonik zwei Töne fehlen. Der Grund zunächst die Pentatoniken zu erlernen ist, dass sie sehr viel einfacher zu erlernen sind, als die kompletten Tonleitern.

Wer die Pentatoniken in allen fünf Lagen beherrscht, der kann nun dazu übergehen, die beiden fehlenden Töne einer Dur- bzw. Molltonleiter zu den Pentatonik-Griffmustern hinzuzufügen. Der Lernaufwand dafür hält sich in Grenzen, da ja schon fünf von sieben Noten bekannt sind und jetzt nur noch in die bekannten Pentatonik-Patterns eingefügt werden müssen. Dies ist zwar theoretisch sehr einfach, jedoch erfordert es dann doch einiges Geschick, sich die fünf daraus entstehenden Major-Pattern wieder zu merken um sie dann flüssig spielen zu können.

Die Hauptschwierigkeit liegt nun darin, dass die Major-Patterns nicht so gleichmäßig aufgebaut sind, wie die Pentatoniken. Bei den Pentatoniken liegen immer zwei Noten auf einer Saite, bei den Major-Patterns sind es zwei oder auch drei. Diese Anordnung der Noten ist zwar nicht besonders schwer zu lernen, aber es erfordert doch etwas mehr Konzentration bzw. Übung. Wer neben der reinen Improvisation noch mit Barré-Akkorden arbeitet, wird den Vorteil zu schätzen wissen, dass man mit den Griffkombinationen immer in der gleichen Bundlage bleibt (z.B. beim Jazz). Das schätzen vor allem Gitarristen, die sich an Akkordbildern und deren Grundtöne orientieren und sich damit innerhalb einer Skala orientieren.

Es gibt eine weitere Möglichkeiten, eine Tonleiter auf das Griffbrett aufzuteilen. An dieser Stelle seien vor allem die "3-Notes-Per-String"-Skalen erwähnt, bei denen jede Saite drei Noten enthält. Bei diesen Skalen bleibt man nicht in einer Lage, was für die Orientierung nicht ganz so einfach ist, aber andere Begleitmöglichkeiten zulässt. Mann kann diese "3-Notes-Per-String"-Skalen als eine Erweiterung der 5 Grundskalen sehen, daher werden diese etwas später behandelt.

Aufbau der fünf Major-Patterns[Bearbeiten]

In diesem Kapitel wird bewusst darauf verzichtet, diese Skalen für Dur und Moll getrennt zu behandeln. Da schon mehrmals erörtert wurde, dass C-Dur und A-Moll exakt die gleichen Töne beinhalten ist es nun an jedem selbst, die hier dargestellten Patterns in C-Dur selbst zu A-Moll umzuwandeln. Das gilt selbstverständlich ebenfalls für das Transponieren in andere Tonarten!

Trotzdem wollen wir hier noch mal kurz einen Blick darauf werfen, wie die Tonleitern C-Dur und A-Moll im Vergleich zueinander aufgebaut sind, ein wenig Übung kann ja nicht schaden:

C-DUR Tonleiter:
----------------
Stufe: I  - II  - III - IV  -  V  - VI  - VII
Note:  C  -  D  -  E  -  F  -  G  -  A  -  B 
A-MOLL Tonleiter:
-----------------
Stufe: I  - II  - III - IV  -  V  - VI  - VII
Note:  A  -  B  -  C  -  D  -  E  -  F  -  G 

VORSICHT: Wir sehen, dass wir es hier mit einer Tonleiter zu tun haben, die über sieben Stufen verfügt. Es stehen aber nur fünf Major-Patterns zur Verfügung, da wir sie auf Basis der fünf Pentatonik-Patterns aufbauen werden. Dies hat zur Folge, dass die Nummerierung der Major-Patterns von I bis V keinen Bezug zu den Stufen der Tonleiter herstellt! Man könnte sie auch getrost komplett weglassen, allerdings ist dann die Verwandtschaft zum entsprechenden Pentatonik-Pattern nicht so leicht erkennbar! Aus diesem Grund wird die Nummerierung von der jeweiligen Ursprungs-Pentatonik doch übernommen.

Jetzt kommen wir zu dem Punkt, an dem wir das erlernte Wissen auf das Griffbrett übertragen wollen. Wenn wir mal näher hinsehen, dann ist uns das folgende Bild eigentlich schon bekannt, denn alle ganzen Noten auf dem Griffbrett zusammen ergeben ja schon die C-Dur Tonleiter. Hier ist das Griffbrett nur als Skalendiagramm dargestellt, um die zur Pentatonik-Skala hinzugefügten Halbtonschritte zum besseren Verständnis in grau darstellen zu können.

Majorpattern_in_C-Dur.jpg

Wenn wir nun auch noch das altbekannte Schnittschema der Pentatonik-Skalen über dieses Notenmuster legen, dann bekommen wir schon ein ziemlich genaues Bild davon, was uns anschließend erwarten wird.

Majorpattern_in_C-Dur_schneiden.jpg

Etwas Vorsicht ist hier schon geboten, denn bei den Majorpattern liegen nicht alle Noten zwangsläufig innerhalb der roten Schnittlinien. Deshalb herrscht bei diesen Pattern auch manchmal etwas künstlerische Freiheit, wohin man die ein oder andere hinzugefügte Note nun haben möchte.

Da das Grundgerüst hier die Pentatonik-Patterns sind, sollte man diese Patterns auch nur mit den beiden neuen Noten (F und B) "auffüllen" statt die Majorpatterns komplett neu zu erlernen.

Intervalle C-Dur-Tonleiter Grund-Akkordform
Scala Form C-major.svg C-Dur Majorpattern III.jpg Crd Form C.svg
Scala Bb-Typ.svg C-Dur Majorpattern IV.jpg Crd Form A Bb.svg
Scala G-Typ.svg C-Dur Majorpattern V.jpg Crd Form G.svg
Scala F-Typ.svg C-Dur Majorpattern I.jpg Crd Form E F.svg
Scala D-Typ.svg C-Dur Majorpattern II.jpg Crd Form D.svg
siehe auch
Dur-Skalenformen als einzelne Lektionen