Pharmakologie und Toxikologie: Säure-Basen-Haushalt

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 Metabolische Azidose[Bearbeiten]

Die metabolische Azidose ist eine der häufigsten therapiebedürftigen Störungen des Säurebasenhaushaltes. Man erkennt sie am niedrigen pH ( pH < 7,4) und dem negativen  Baseexcess ( BE < -5)

Therapie[Bearbeiten]

 Metabolische Alkalose[Bearbeiten]

  • Ausgleich von Elektrolytstörungen beispielsweise eines Natrium und Chloridmangels.
  • Argininhydrochlorid
  • HCl

Therapeutisch steht die Korrektur der in der Regel starken Elektrolytstörung im Vordergrund . Bei ausgeprägter Alkalose wird auch  Argininhydrochlorid intravenös verwendet. Über einen zentralen Katheter können auch kleine Mengen  Salzsäure gegeben werden.

 Respiratorische Azidose[Bearbeiten]

Es wird zu wenig geatmet, deswegen kommt es zu einem Anstieg des Kohlendioxidspiegels im Blut. Dies nennt man auch  Hyperkapnie. Die ausgeprägte respiratorische Azidose muß meist mechanisch durch Verbesserung der Atmung ( beispielsweise auch eine  Beatmung) behandelt werden. Medikamentös kann man die Gabe von Theophyllinen und Beta Sympathikomimetika versuchen. Vorsicht ist bei der alleinigen Gabe von Sauerstoff geboten, da dabei die Hyperkapnie noch verstärkt werden kann.

Vorsicht ist bei der Gabe von Sedativa und Opiaten geboten, da sie die Atmung noch weiter verschlechtern. Im Gegenteil kann man versuchen, durch die Gabe von Flumazenil oder Naloxon eine möglicherweise vorliegende Überdosierung solcher Stoffe zu beheben.

 Respiratorische Alkalose[Bearbeiten]

Meist ist sie durch eine Hyperventilation bedingt. Dies kann man durch eine Sedierung oder eine Rückatmung in einen Plastikbeutel beheben.

Die Sedierung erfolgt am besten durch  Lorazepam sublingual oder  Midazolam intravenös.

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