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Gitarre: Melodiepicking - Should Auld Acquaintance

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Should Auld Acquaintance

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Bei beiden folgenden Varianten in D-Dur und A-Dur gibt es zupftechnisch gesehen keine besonderen Schwierigkeiten.

Der Melodieton auf der 1 und auf der 3 wird zusammen mit dem Akkord als Arpeggio gespielt. Dabei greifst du den Akkord, setzt alle Finger der Zupfhand auf und zieht sie schnell hintereinander ab. Der Bewegungsablauf erfolgt wie beim Pima-Zupfmuster, nur viel schneller, so dass ein harfenartiger Klang entsteht. Achte beim PDF-Dokument auf die gewellten Linien. Der Daume streicht dabei meist über 2 Saiten statt nur den Basston zu zupfen.

Die Melodie wird mit dem Mittelfinger gespielt und meist mit dem Zeigefinger unterstützt. Der Zeigefinger spielt dabei einen zusätzlichen Füllton, der sich aus dem gerade gegriffenen Akkord ergibt. Melodie- und Begleittin, die man syncron auf benachbarten Saiten spielt, nennt man auch Doublestopps. Daume, Zeige- und Mittelfinger werden gleichzeitig aufgesetzt, und dann . Der Daume spielt meistens Halbe Noten ohne Wechselbass.

Die Begleitung ist sehr sparsam. Es steht dir frei, diese nach Belieben zu ergänzen.


A-Dur-Variante

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Schaue dir die Akkorde Amaj7 (Aj7) Esus4 (E4) und E6 am besten noch einmal bei den entsprechenden Lektionen oder in der Akkordtabelle des Balladendiploms an.

Von E6 zum E (2. 6. und 14. Takt) spielst du eine Abzugsbindung ( = Pull-Off ). Zupfe den E6 und ziehe kurz danach den kleinen Finger nach unten hin ab. Du lässt die H-Saite also flitschen. Dieses klingt meines Erachtens und geht leichter von der Hand, als jeden Ton einzeln zu zupfen.

Im Lied kommt der Ton F# (D-Saite, 4.Bund) vor. Wenn man diesen F# mit dem kleinen Finger greift, hat man kein D als Bass-Ton zur Verfügung. Allein mit dem A im Bass (so ganz ohne D) klingt der F# nicht überzeugend.

Daher greift man hier den Ton D im Bass im 5. Bund. (Vergleiche noch mal das Stimmen mit Bünden!) Dann kann man auch noch das A mit im Bass nehmen (E-Saite, 5.Bund).

In dem PDF-Dokument sieht man, dass das erste A eingeklammert ist. Das heißt aber nur, dass dieser schon gegriffen, aber noch nicht gespielt wird. Man hat eine so genannte Umkehrung des D-Dur-Akkordes. Eine Umkehrung hat man, wenn ein anderer Akkordton als der Grundton im Bass ist.

Die D-Dur-Variante

Die Akkorde Dj7, Asus4 und A6 schaut man sich wie oben schon erwähnt im Balladendiplom nochmal an.

Interessant sind hier die Varianten des D-Dur-Akkord und die des G-Dur-Akkordes, die man greifen muss, um die hohen Töne der Melodie spielen zu können.

Beim D-Dur-Akkord muss man mit dem Melodieton rauf bis zum A (E-Saite 5.Bund). Wenn man den Zeigefinger quer über die drei unteren Saiten im 2. Bund legt und mit dem Mittelfinger das D (H-Saite 3.Bund) greift, kann man ebenfalls einen D-Dur-Akkord greifen. Man hat dann kleinen Halb-Barré im 2. Bund. Nun hat man keine größeren Probleme mehr, mit dem kleinen Finger noch das hohe A zu erwischen.

In der Tabulatur steht für diese Griff-Variante D mit einer römischen II für den 2. Bund.

Die 5 hat übrigens beim D5(II) (der Akkord mit dem hohen A-Ton) keine tiefere Bedeutung.

Da der Ton F# nicht mehr zu hören ist (wegen dem hohen A auf der selben Saite), fehlt die Dur-Terz. Unser D besteht aus nur den Tönen D-A-D-A. Ein Akkord ohne Dur- oder Mollterz (der nur aus dem Grundton und der Quinte besteht) ist eigentlich einen Powerchord. Dies kommt aber nur durch einen grifftechnischen Kompromiss zustande. Man kann nicht gleichzeitig das F# und das A greifen (außer man würde einen schwereren Barré-Akkord greifen). Es hat keine harmonische Funktion, bzw. es war keine Absicht, dass das F# unter den Tisch fiel, so dass ein Powerchord daraus geworden ist.

Wie dem auch sei - , wenn man beim D-Dur-Akkord das hohe A erwischen will, dann greift man möglichst den ganzen Takt über die Variante mit dem Halb-Barré, auch wenn vorher oder nachher ein einfaches D genügen würde. Man erspart sich damit unnötige Griffwechsel.

Wenn man den einfachen D-Dur-Akkord so wie er ist in den 7. Bund verschiebt (achte auf die röm. VII), dann erhält man einen G-Dur-Akkord mit einem D im Bass (G/D). mit dieser Griffvariante erhält man eine Umkehrung vom G-Dur-Akkord, mit der man noch den hohen Ton H erwischt. Diese Variante ist zudem ziemlich leicht zu greifen.

Der Akkord G-Dur kann als einfacher Akkord auch mit einem hohen D gespielt werden. (H-Saite, 3.Bund, meist mit kleinem Finger gespielt). Da der Ton D ein Akkord-Ton ist, erhält G-Dur in dieser Variante normalerweise keine besonderen Kennzeichnungen. In der Tabulatur sieht man die Variante als Typ2. Typ2 hat aber keinen besonderen Aussagewert, außer, dass es vom G-Dur-Akkord hier im Lied 2 unterschiedliche Griffmöglichkeiten gibt. Die letzten drei Akkorde sind Em A D. Em ist in der Tonart D-Dur die 2. Stufe, A ist die 5. Stufe und D ist die erste Stufe. Für die Stufen braucht man sich nur die Töne der D-Dur-Tonleiter durchzuzählen.

1  2  3  4  5  6  7  8(=1)
D  E  F# G  A  H  C# D

Eine 2-5-1-Verbindung (II-V-I) ist eine beliebte Akkordkombination, um ein Musikstück zu beenden. In der A-Dur-Variante des Stückes wurde keine II-V-I-Verbindung verwand, weil man dazu einen Bm-Akkord, also einen Barré gebraucht hätte. (Bm ist die 2. Akkord-Stufe in der A-Dur-Tonleiter). Aber auf ein weiteres Barré können wir bei dieser Übung ruhig mal verzichten.

Auld Lang Syne

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schottisches Volkslied Text und Melodie: trad. bearbeitet von Mjchael 


X:1
T:Auld Lang Syne
C:schottisches Volkslied
M:4/4
L:1/4
Q: 1/4=120
K:C
G,| "C"C>B, C E | "G"D>C D E/D/ | "C"C>C  E  G | "F"A3 
w:Should auld a-cquain-tance be for-got and_ ne-ver brought to mind?
A | "C"G>E  E C | "G"D>C D E/D/ | "C"C>A, "Am"A, G,| "C"C3
w:Should auld a-cquain-tance be for-got and_ days of auld lang syne?
"F"A | "C"G>E  E C | "G"D>C D "F"A    | "C"G>E  E  G | "F"A3 
w: For auld_ lang_ syne, my dear For auld_ lang_ syne
A | "C"G>E  E C | "G"D>C D E/D/ | "C"C>A, "Am"A, G,| "C"C3||
w:We'll take a cup o' kind-ness yet for_ auld_ lang_ syne

Auld Lang Syne (alte Form von „old long since„ = „längst vergangene Zeit„ oder sinngemäß: "auf alte Zeiten") ist der Titel eines der bekanntesten Lieder im englischsprachigen Raum. Oft wird auch die erste Zeile "Should auld acquaintance be forgot" (Sollte alte Freundschaft schon vergessen sein) als Titel angegeben. Es wird traditionsgemäß zum Jahreswechsel gesungen, um der im abgelaufenen Jahr Verstorbenen zu gedenken.

Das Lied basiert auf einer alten schottischen Weise und wurde von dem Dichter Robert Burns niedergeschrieben und veröffentlicht. Mittlerweile gibt es aber schon unzählige Versionen von dem Lied.

Dem deutschen Pfadfinderlied "Nehmt Abschied Brüder" von Claus Ludwig Laue liegt dieselbe Melodie zu Grunde. Das Copyright liegt beim Georgs-Verlag ©

To-Do:

Abklären, ob man den deutschen Text mit in die Wikibooks aufnehmen kann.

Die französische Version ist unter dem Titel «Ce n'est qu'un au revoir» bekannt. An der University of Virginia, in Charlottesville (USA) ist die zugrunde gelegte Melodie für den inoffiziellen Universitäts-Song benutzt worden. Diese Version heißt "The Good Old Song" und wird jeweils zu Beginn und Ende eines Football-Spiels der Collegemannschaft, sowie nach jedem Touchdown gesungen.

Auld Lang Syne

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Verse 1

Should [C]auld acquaintance [G]be forgot
And [C]never brought to [F]mind?
Should [C]auld acquaintance [G]be forgot
And [(C]days of [Am)]auld lang [C]syne? (= long ago)

Chorus

['F']For [C]auld lang [G]syne, my dear
['F']For [C]auld lang [F]syne
We'll [C]take a cup o'[G]kindness yet
For [(C]auld [Am)]lang [C]syne

Verse 2

And [C]surely you’ll buy [G]your pint cup!
and [C]surely I’ll buy [F]mine !
And we'll [C]take a cup of [G]kindness yet,
for [(C]auld [Am)]lang [C]syne.

Verse 3

We [C]twa hae paidl'd [G]in the burn
Frae [C]morning sun till [F]dine ( = dinner time )
But [C] seas between us [G]braid hae roar'd ( = broad )
Sin' [(C]auld [Am)] lang[C)] syne.

Verse 4

And [C]there's a hand, my [G]trusty feire ( = frend)
And [C]gie's a hand o' [F]thine
And [C]we'll tak a [G]right gude ( or: willie waught )
For [(C]auld [Am)]lang [C)]syne.

Verse 5

And [C]surely ye'll be your [G]pint-stowp
And [C]surely I'll be [F] mine
And [C]we'll tak a cup o'[G]kindness yet
For [(C]auld [Am)]lang [C)]syne.

Verse 6

We [C]twa hae run a-[G] bout the braes
And [C]pou'd the gowans [F]fine ( = pulled daisies)
But we've [C]wander'd mony a [G]weary fitt (= foot)
Sin' [(C]auld [Am)]lang [C)]syne.

Hinweise für das Spielen

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Eine Besonderheit bei dem Stück ist das erste F-Dur im Refrain. Dieser Akkord wird nur einmal für das erste Wort beim Auftakt angeschlagen und dann wird sofort mit C-Dur weitergemacht. C wird dann ganz normal angeschlagen. Das F wird auf die letzte 4 des Pausentaktes angeschlagen.

C           F   | C
1 . 2 u . u 4 . | 1 . 2 u . u 4
         Should | auld acquaintance
          Nehmt | Abschied Brüder


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