Gitarre: Melodiepicking - Wellerman

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Wellerman[Bearbeiten]


\version "2.16.1"
\header {
  title = "Soon May The Wellerman Come"
  composer = "T+M: trad. aus Neuseeland (um 1860)"
  arranger = "arr.: ccbysa Wikibooks (Mjchael)"
}

myChords = \chordmode {
  \set chordChanges = ##t
  s4 | a1:m | a:m | d:m | a:m |
  a:m | a:m | e2 e:7 | a1:m |
  f | c | d:m | a:m
  f | c | e2 e:7 | a2.:m |
}

Diskant = \relative c' {
  \partial 4
  \repeat volta 2 { e4 | 
  \omit StringNumber
  <e, a>4 a8 8 <e a>4 c' | 
  <a c e>4 e'4 <a, c e>4. e'8 | 
  <a, d f>4 d8 8 <a d>4 d8 f | 
  <c e a>8 a'8 e4\2 <c\3 e\2>4. e8\2 | \break
  <e, a>4 a <e a> c' | <a c e> e' <a, c e> e' | 
  <gis, b e> d' <e, gis c>8 c'8 b4 | <e, a>1 
  \bar "||" \break
  <a c f a>2 4. f'8\2 | 
  <g, c g'>8 g' e4  <g, c e>4. e'8 | 
  <a, d f>4 d4 <a d>8 e' f4 | 
  <c e a> e4\2 <c\3 e\2>2 | \break
  <c f\3 a\2>2 <c\4 f\3 a\2>4 f8\3 f8\3 | 
  <g, c g'>8 g'8 e4 <g, c e>4 e'4 | 
  <gis, b e> d' <e, gis c> b' | <e, a>2.
  }
}

Bass = \relative c {
  \voiceTwo
  \slurDown
  \partial 4
  \repeat volta 2 { s4 | 
  % unterdrücke Seitennummern in den Noten
  \omit StringNumber
  a1 | a | d  | a |
  a  | a | e  | a |
  f'\5 | c | d  | a |
  f'\5 | c | e, | a2. |
  }
}

Gitarre = << \Diskant \\ \Bass >>

\score {
  <<
    \new ChordNames { \myChords }
    \new Voice  { 
      \clef "treble_8" \time 4/4  
      \key c \major \tempo 4 = 140 
      \set Score.tempoHideNote = ##t
      \Gitarre 
    }
    \new TabStaff {
        \Gitarre
    }
  >>
  \layout { }
}

\score {
  <<
    \new Voice  { 
      \clef "treble_8" \time 4/4  
      \key c \major \tempo 4 = 144
      \set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
      \unfoldRepeats \Gitarre 
    }
  >>
  \midi { }
}

\paper {
  indent=0\mm
  line-width=180\mm
  oddFooterMarkup=##f
  oddHeaderMarkup=##f
  % bookTitleMarkup=##f
  scoreTitleMarkup=##f
}
Vollständiger Text mit Akkorden und ein paar Hintergrundinfos im Liederbuch (Wellerman)


Das Fingerstyle stützt sich nur auf die Melodie und den Akkorden, wie du sie möglicherweise schon bei den Mollakkorden im Folkdiplom gespielt hast. In diesem Fingerstyle sind die ursprünglichen Akkorde angegeben. Der Rhythmus orientiert sich an der Vortragsweise von Nathan Evans. Daher ist die Begleitung hier recht schlicht gehalten. Der Basston ist jeweils auf der 1. Weitere Akkordtöne sind auf der 1 und 3. Es ähnelt also einem sehr einfachem langsamen 4/4-Schlag. Die Begleittöne klingen einfach weiter in den nächsten Melodieton hinein. (Also erklingen sie länger als notiert.)


Die Melodie besteht zum großen Teil aus Akkordtönen. Grifftechnisch werden also keine Besonderheiten gefordert.

E-Dur + C und A-Moll mit hohem A[Bearbeiten]


<<
  \new ChordNames {
    \chordmode {
      \once \set additionalPitchPrefix = "add" %% default: ""
        e1:1.3.5.13- a:m a:m
     }
  }
  \new FretBoards {
    \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
    \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
    \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
    \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
        #'landscape
    < e,-0 b,-2 e-3 gis-1 c'-1 e'-0 >
    < a,-0 c'-2 e'-3 a'-4 > 
    < a,\6-1 c'-2 e'-3 a'-4 >
  }
>>
Eadd13b [1]

Beim E kann man mal kurz den Zeigefinger umlegen, um den Ton C zu erreichen, so wie man es beim kleinen F gelernt hat. Es ist dann kurzfristig ein Eadd13b. Aber wirklich merken musst du dir den Namen nicht. Wenn zu einem Akkord nur mal kurzfristig ein Melodieton hinzukommt, wird das üblicherweise nicht extra bezeichnet. Nur weil ich den Akkord hier als Diagramm darstelle, muss ich dem Kind einen Namen geben. Aber die schrägeren Akkordnamen werden erst beim Jazz genauer erläutert. Tatsächlich stand im ursprünglichen Liedblatt, ein E7 an der Stelle. Der Ton D, der eigentlich für den 7er Klang verantwortlich ist, ist aber schon eine Viertelnote vergangen und klingt im E7 nur nach.

Am mit hohem A in der Melodie

Schon in der vorangegangenen Lektion bei Joshua Fit The Battle Of Jericho wurde der vorgestellt. Du könntest hier auch einen vollständigen Am-Barré-Akkord im 5. Bund spielen, aber beide vorgestellten Griffweisen sind bequemer. Bei den meisten Akkorden in hoher Lage muss der Bass gegriffen werden. Da wir beim Am aber den Basston auch als leere Saite haben, vereinfacht sich der Akkord erheblich. Du könntest übrigens die drei Töne auch als kleinen Barré greifen, aber wenn du die Barrés der A-Form im Rockdiplom kennengelernt hast, wirst du vermutlich die 3-Finger-Variante bevorzugten.

F-Dur mit hohem A[Bearbeiten]

Einfach ist das Stück, mit einer Ausnahme: das hohe A auf der E-Saite im 5. Bund bereitet ein wenig Kopfzerbrechen. Daher muss man sich dafür Strategien zurechtlegen. Ich zeige dir 5 Möglichkeiten, den zu spielen.


<<
  \new ChordNames { \chordmode {
    f1 f f f f f:/a
  }}
  \new FretBoards {
    \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
    \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
    \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
    \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
        #'landscape
    <  f-1 c'-2 f'-4 a'-3 >
    <  f-1 c'-2\3  a'-4 > 
    < a,-1 f-4 a-3 c'-1 f'-2 a'-1 >
    < f-1\5 c'-2\4 f'-3\3 a'-4\2 >
    < f-1\5  f'-3\3 a'-4\2 >
    < a, c'-2 f'-4 a'-3 >
  }
>>
F in der D-Form

Der Akkord lässt sich zwar greifen, aber ehrlich gesagt ist das ein Fingerbrecher, den zumindest ich gerne meiden würde. Die D-Form eignet sich eher dafür, wenn leere Saiten für den Bass vorhanden sind. (s.u. bei F/A) Hier dient er nur für die Theorie, damit du dir den nächsten Vorschlag besser ableiten kannst.

F in der abgespeckten D_Form

Im vorherigen Akkord gab es zweimal den Ton F. (Überlege nochmal kurz, wo die Grundtöne des D-Dur-Akkordes liegen.) Auf einen kann man also verzichten und das Akkordmonster wird greifbar. Das dumme ist nur, dass der rausgeschmissene F gleich wieder in der Melodie gebraucht wird. Gut, man kann schnell zum normalen F wechseln. Aber man kann auch versuchen, ob es eine andere Môglichkeit gibt.

F in der C-Form

Man kann den F-Dur-Akkord in der C-Form im 5. Bund spielen. Es klingt ganz ordentlich, und man hat den F als Melodieton schon gegriffen, aber es ist grifftechnisch eine Herausforderung. Jedoch wird dieser Fingerbrecher tatsächlich verwendet, auch wenn er etwas Mühe kostet. Er wird beim Anfang des Refrains vorgeführt.

F in der A-Form

Alternativ kann man versuchen den F-Dur im 8. Bund in der A-Dur-Form zu greifen. Dann hätte man es nur mit einem recht weiten Sprung in die hohen Lagen zu tun, aber für alle, die Barrés können, ist diese Variante recht einfach. Das wird bei dem zweiten F vorgeführt.

F in einer abgespeckten A-Form

Alternativ könnte man den Mittelfinger auf der D-Saite weglassen, und diesen ähnlich wie einen Powerchord greifen. Wer die Powerchords schon kann, aber noch nicht die Barrés, kommt mit der Variante möglicherweise besser klar. Es ist aber kein Powerchord, denn gerade die Quinte (5) die den Powerchord ausmacht, fehlt hier. Die Quinte lässt sich aber zur Not verschmerzen.

F/A in der D-Form mit leerer Saite

Eine weitere Alternative ist, den D-Dur-Akkord in den 5. Bund zu verschieben. Im Bass spielt man anstelle eines F die leere A-Saite im Bass. Man hätte dann ein F/A. Das wäre ein gangbarer Kompromiss, wenn dir alle anderen Alternativen zu schwer sind. Die Variante wird im Tab nicht vorgeführt, aber du kennst die Griffweise bzw. die Akkordform schon vom G/D bei Should Auld Acquaintance in D. Probiere es ruhig mal aus und nutze es, bis du eine der anderen Alternativen kennengelernt hast.


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  1. Dank an das LilypondForum.de bei der Unterstützung mit dem Setzen der korrekten Akkordbezeichnung. :)