Wikijunior Alte Zivilisationen/ Khmer

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Wer waren sie und in welchem Land lebten sie?[Bearbeiten]

Die Bewohner von Kambodscha werden Khmer genannt. Es ist nur wenig über ihren Ursprung und ihre Herkunft bekannt. Einer Legende zufolge lebte in Ostindien, dem heutigen Bangladesh, ein Volk, das Mon-Khmer genannt wurde. Spuren der Khmerkultur und -sprache findet man noch in Bengali, der Amtssprache des heutigen Bangladesh. Später siedelten sich die Khmer in Kambodscha an. Die älteste Khmersiedlung in Kambodscha entstand um das Jahr 1000 vor Christus.

Die Geschichte der Khmer besteht aus drei großen Abschnitten oder Perioden. Zwischen dem ersten und dem sechsten Jahrhundert gehörte Kambodscha zum südasiatischen Königreich Funan. Das erste Königreich der Khmer wurde durch König Jayavarman II. errichtet, dessen Sohn Jayavarman III. ihm später auf den Thron folgte. Unter diesem Königsgeschlecht entstand das große Königreich Angkor in Kambodscha. Im Jahre 1431 wurde Angkor vom thailändischen König Audhya eingenommen und zerstört. In den folgenden Jahrhunderten erlebte Kambodscha die französische Kolonialherrschaft, seine Unabhängigkeit und verschiedene Rückfälle in Anarchie und Feudalismus.

Was aßen sie?[Bearbeiten]

Reis

Archäologische Funde beweisen, dass die Khmer sich im Jahr 1000 vor Christus von Fisch und Reis ernährten. Heutzutage enthält eine kambodschanische Mahlzeit fast immer eine Suppe, die mit den anderen Gängen gegessen wird. Fisch ist das Nationalgericht, und gegrillter Süßwasserfisch - eingewickelt in Salat- oder Spinatblätter und eingetunkt in eine pikante Fischsoße - ist eine besondere Spezialität. Salate werden mit Koriander, Minze und Zitronengras gewürzt - drei Gewürzrichtungen, die in vielen kambodschanischen Gerichten enthalten sind. Der französische Einfluss zeigt sich am Brot, gebratenen Schildkröten und Froschschenkeln, die auf den Märkten verkauft werden. Süßspeisen sind unter anderem Kuchen aus klebrigem Reis und Pudding aus einer Art Brotfrucht. Das beliebteste Getränk ist Selterswasser mit einem Spritzer Zitrone.

Wie sahen ihre Gebäude aus?[Bearbeiten]

Ursprünglich wohnten die Khmer in Häusern aus Bambus und Holz. Während der Zeit des Königreichs von Angkor entstanden großartige Stufenpyramiden, die als Tempel dienten und beweisen, dass die Khmer tieferes Wissen über Architektur besaßen.

Der König Suryavarnam II. ließ von 1113 bis 1150 Angkor Wat, die „Stadt der Tempel“, mitten im Urwald Kambodschas errichten. Für die größte Tempelanlage der Welt wurden mehr Steine als für die ägyptische Cheops-Pyramide verwendet.

Viele Beispiele der großartigen Khmerskulpturen können im Kambodschanischen Nationalmuseum in Phnom Penh besichtigt werden.


Literatur[Bearbeiten]

Der Text wurde aus dem englischen Projekt [1] übernommen, Autoren siehe dort.

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