Wikijunior Europa/ Irland

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Europa

Einleitung zu Europa
Die Europäische Union

Überblick

Landkarten
Hauptstädte, Sprachen
Europa in Zahlen
Staatliche Strukturen

Anhang

Glossar
Projektdefinition

Die Lage der Republik Irland im Nordwesten Europas.

Die Republik Irland umfasst den größten Teil der Insel Irland im Nordwesten Europas. Sie grenzt im Norden an das zum Vereinigten Königreich gehörende Nordirland und ist im Osten von der Irischen See und im Westen und Süden vom Atlantik umgeben.

Die Hauptstadt ist Dublin. Die einzige weitere Großstadt ist Cork. Die Währung ist der Euro.

Die Republik Irland ist Mitglied der Europäischen Union.

Die Flagge der Republik Irland.

Geschichte

Seit etwa 300 v.Chr. besiedeln Kelten die irische Insel; die Iren sind teilweise deren Nachfahren. Im Laufe der Geschichte gibt es eine Reihe von Königreichen und Fürstentümern in Irland. Im Jahr 1169 wird die Insel von England aus erobert. Die Eroberer enteignen die irischen Landbesitzer und vertreiben sie in den unfruchtbaren Westen der Insel. Das Königreich Irland (ab 1541) ist tatsächlich kein Königreich von Iren, sondern Besitz der englischen Könige.

Die Provinzen Irlands.
  •  Ulster
  •  Connacht
  •  Leinster
  •  Munster
  • Die Politik der englischen Großgrundbesitzer in Irland führt zusammen mit der Kartoffelfäule zur Hungersnot von 1845–1849. Bis zu 1,5 Millionen Iren verhungern, und viele wandern nach Amerika aus. Britische Behörden verschleppen bewusst Maßnahmen zur Eindämmung der Hungersnot.

    Erst nach mehreren Aufständen der irischen Bevölkerung – vor allem dem Osteraufstand 1916 – erhält Irland eine größere Eigenständigkeit. 1922 bilden die Provinzen Leinster, Munster und Connacht sowie Teile von Ulster den Irischen Freistaat (ab 1937 Éire). Ab 1949 nennt er sich Republik Irland; mit dem Ausscheiden aus dem britischen Commonwealth hört die britische Vorherrschaft über Irland endgültig auf. Seit 1973 ist Irland Teil der Europäischen Union, und es gehört zu den ersten Ländern, die den Euro einführen.

    Die restlichen Grafschaften der Provinz Ulster verbleiben beim Vereinigten Königreich. Die Spannungen innerhalb der dortigen Bevölkerung („Nordirlandkonflikt“) sind teilweise religiöse Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten, aber vor allem Folge der Unterdrückung der Iren durch die Engländer. Zwar gibt es noch Gedanken zur Vereinigung der Provinzen in einem gemeinsamen Staat; aber seit 1998 zeichnet sich eine Entspannung in Nordirland ab.

    Landschaft und Klima

    Übersichtskarte.

    Die Insel Irland liegt nordwestlich des europäischen Festlands und ist die zweitgrößte der Britischen Inseln. Die Republik Irland umfasst 70.182 km². Im Landesinneren finden sich überwiegend Ebenen, die außen von hügeligem Gebiet eingeschlossen sind. Der höchste Berg ist der Carrantuohill mit 1.041 m.

    Der Carrantuohill ist der höchste Berg Irlands.

    Der Fluss Shannon, der von Norden nach Süden verläuft, ist mit etwa 370 km der längste der Insel. In den Ebenen liegen zahlreiche Seen, welche die Landschaft maßgeblich prägen.

    Das ozeanische Klima (milde Winter, kühle Sommer) ist sehr niederschlagsreich und begünstigt den verbreiteten Graswuchs; nur ein geringer Teil des Landes ist mit Wald bedeckt. Der westlich von Irland verlaufende Golfstrom begünstigt eine mediterrane Vegetation (im Südwesten gibt es z.B. Palmen).

    Bevölkerung

    Die Republik Irland hat etwa 4,4 Mio. Einwohner. Die Bevölkerungsdichte von 60 Einwohnern pro km² entspricht etwa dem europäischen Durchschnitt.

    Amtssprachen sind Irisch und Englisch. Offiziell wird Irisch bevorzugt, wie bei Gesetzestexten, Regierung, Parlament, Post, Bus und Bahn. Im Alltag wird dagegen meistens Englisch benutzt. Alle Schüler müssen Irisch lernen, aber in den meisten Schulen wird der sonstige Unterricht auf Englisch durchgeführt.

    Die Bevölkerung bekennt sich zu weit über 80 % zum römisch-katholischen Glauben. Der Einfluss der Kirche auf Alltag und Politik wird erst in den letzten Jahren etwas zurückgedrängt. Beispielsweise ist Ehescheidung erst seit 1995 möglich.

    Sehenswürdigkeiten

    Irland ist kein Ziel von Massentourismus, bietet aber eine Reihe interessanter Ziele. Die Landschaft mit einer Reihe von Nationalparks lädt zur ruhigen Erholung ein. Burgen, Ruinen, Kirchen und Klöster geben Einblick in die irische Kultur.

    Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

    Siehe auch

    Mit Hilfe von Wikipedia gibt es weitere Informationen über Irland, beispielsweise: