Wikijunior Europa/ Moldawien

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Europa

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Anhang

Glossar
Projektdefinition

Die Lage Moldawiens zwischen Rumänien und Ukraine.

Moldawien oder Moldau ist ein kleineres Land im Süden Osteuropas. Es liegt zwischen Rumänien und der Ukraine.

Die Hauptstadt ist Chișinău (deutsch auch Kischinau genannt). Andere wichtige Städte sind Tiraspol oder Bălţi. Die Währung ist der Moldauische Leu.

Moldawien ist mit der Europäischen Union durch die „Östliche Partnerschaft“ verbunden.

Die Flagge Moldawiens.

Geschichte

Das Gebiet Moldawiens wird wie Rumänien während der Völkerwanderung von germanischen und slawischen Stämmen sowie Magyaren (Ungarn) und Hunnen besiedelt. Wie sich aus den verschiedenen Völkern das rumänische Volk entwickelt hat, ist unter Historikern umstritten; die rumänische Sprache hat sich ebenso wie andere romanische Sprachen (Italienisch, Spanisch, Französisch) aus dem Lateinischen entwickelt.

Seit dem Mittelalter gibt es ein rumänisches Fürstentum Moldau. Dies steht unter Einfluss des Osmanischen Reiches; später nimmt auch das Russische Reich Einfluss. Die östliche Hälfte des Fürstentums Moldau gehört ab 1878 als Bessarabien zum Russischen Reich. Nach der russischen Revolution 1917 und der Gründung der Sowjetunion sowie im Zweiten Weltkrieg ändern sich die Grenzen zwischen Rumänien, Bessarabien und der Ukraine mehrfach. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird der Fluss Pruth zur Grenze zwischen Rumänien und der Sowjetunion. Aus Bessarabien wird endgültig die „Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik“ als Teil der Sowjetunion.

1991 wird Moldawien eine unabhängige Republik und Rumänisch zur Amtssprache erklärt (1994 umbenannt in Moldauisch). Seitdem gibt es immer wieder Verhandlungen über eine Wiedervereinigung mit Rumänien, die aber wegen einer starken russischen Minderheit nicht zu Stande kommt. Vor allem im Gebiet östlich des Flusses Dnister („Transnistrien“), in dem zurzeit russische Armeeeinheiten stationiert sind, gibt es Bestrebungen für einen eigenen Staat.

Landschaft und Klima

Übersichtskarte.

Moldawien ist mit 33.843 km² eher klein. Es befindet sich weitgehend zwischen den Flüssen Pruth, einem Nebenfluss der Donau, und Dnister, der in das Schwarze Meer fließt. Die Landschaft ist flachwellig (30 bis 429 m) und überwiegend fruchtbar. Der zentrale Teil hat viele Eichen- und Buchenwälder. Im Norden ziehen sich hügelige Ebenen mit lichten Eichenwäldern und Baumsteppen. Die höchste Erhebung ist der Dealul Bălănești.

Das warme, trockene Klima ermöglicht Wein- und Obstbau in großem Maßstab.

Bevölkerung

Moldawien hat etwa 3,3 Millionen Einwohner und damit eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte von 98 Einwohner pro km². Die größte Gruppe sind rumänische Moldauer (etwa 65 %). Fast gleichgroß sind die Anteile der Ukrainer (14 %) und der Russen (13 %). In Transnistrien sind Moldauer, Ukrainer und Russen etwa gleichstark vertreten. Hinzu kommen Minderheiten u.a. von Gagausen, Bulgaren und Juden.

Die Amtssprache wird als Moldauisch bezeichnet, unterscheidet sich aber nur wenig von Rumänisch. Verbreitet wird auch Russisch verstanden; regional sind Russisch, Ukrainisch und Gagausisch als Amtssprachen anerkannt.

Die am stärksten vertretenen Religionsgemeinschaften sind verschiedene orthodoxe Kirchen. Zu den Minderheiten gehören die Römisch-Katholische Kirche, Juden, die Zeugen Jehovas und Muslime. Während der Zugehörigkeit zur Sowjetunion haben sich Glauben und religiöse Riten vor allem auf dem Lande erhalten.

Sehenswürdigkeiten

Vor allem Kirchen und Klöster, die teilweise wie Burgen gebaut sind, sind sehenswerte Reiseziele.

Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

Siehe auch

Mit Hilfe von Wikipedia gibt es weitere Informationen über Moldawien, beispielsweise: