Wikijunior Europa/ Island

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Europa

Einleitung zu Europa
Die Europäische Union

Überblick

Landkarten
Hauptstädte, Sprachen
Europa in Zahlen
Staatliche Strukturen

Anhang

Glossar
Projektdefinition

Die Lage Islands im Nordatlantik.

Island ist ein Inselstaat im Nordwesten Europas im nördlichen Atlantik und hat deshalb keine Grenzen zu anderen Ländern.

Die Hauptstadt ist Reykjavík, wo über zwei Drittel der Bevölkerung leben. Währung ist die Isländische Krone.

Island ist Mitglied der NATO und hat den Beitritt zur Europäischen Union beantragt.

Die Flagge Islands.

Geschichte

Vermutlich seit dem 7. Jahrhundert wurde Island zunächst von Norwegen aus besiedelt, später auch von anderen skandinavischen Ländern und Irland aus.

Während sich im übrigen Europa Fürstentümer und Königreiche entwickelten, wurde auf Island das Althing als Parlament eines freien Staates gegründet. Es gilt damit als zweitältestes Parlament in Europa. Das Christentum wurde 1000 auf Beschluss des Althing eingeführt. 1262 brachte der „Alte Vertrag“ Island unter die norwegische Krone; seit 1397 wurde es von Dänemark regiert, als die Königreiche Norwegens und Dänemarks vereinigt wurden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde es im Mai 1940 von britischen Truppen besetzt, nachdem Dänemark von Deutschland besetzt worden war. Nach einer Volksabstimmung 1944 wurde es unabhängig.

Landschaft und Klima

Übersichtskarte

Islands Fläche beträgt ungefähr 103.000 km². Ungefähr 23.805 km2 sind Vegetation, 2.757 km2 sind Seen, und 11.922 km2 sind Gletscher. Es wird häufig die Insel des Eises und Feuers genannt und wird durch Gletscher und Vulkane ständig umgeformt.

Island liegt geologisch auf einem sogenannten „Hot-Spot“. Das bedeutet, dass ein Lavastrom aus dem Inneren der Erde unter Island liegt und einen Ausgang an die Erdoberfläche sucht. Zudem liegt die Insel über dem sogenannten Mittelatlantikgraben, wo es durch die Plattentektonik immer wieder zu Verwerfungen kommt. Dadurch ist die Insel geologisch äußerst aktiv. Es gibt viele aktive Vulkane und viele heiße Quellen und Geysire.

Das Klima ist ozeanisch kühl, geprägt von einem Teil des warmen Golfstroms an der Südküste und vom kalten Grönlandstrom an der Nordost- und Südwestküste. Die Niederschläge betragen bis zu 2000 mm im Jahr. Die Winter sind dadurch vergleichsweise mild und die Sommer eher kühl. Die Tagestemperaturen schwanken zwischen 0 und 3 °C im Winter und zwischen 12 und 15 °C im Sommer, wobei es im Landesinneren teils deutlich kühler sein kann.

Bevölkerung

Die Hauptstadt von Island: Reykjavík, wo mehr als zwei Drittel der isländischen Bevölkerung leben.

Island hat etwas mehr als 300.000 Einwohner, was ungefähr der Größe der Stadt Bonn entspricht. Es gibt nur etwa 3,5 % Ausländer, davon etwa ein Fünftel Polen.

Die Landessprache ist die isländische Sprache, die sich wie Färöisch, Norwegisch oder Schwedisch aus dem nördlichen Zweig des Germanischen entwickelt hat. Aber Isländisch hat die alte Grammatik weithin erhalten und (anders als alle anderen europäischen Sprachen) nicht vereinfacht; es benutzt auch besondere Schriftzeichen, darunter das aus dem Runen-Alphabet übernommene Þ. Anstelle von Fremdwörtern wird auch für moderne Begriffe ein isländisches Wort gebildet.

82 % der Bevölkerung gehören der evangelisch-lutherischen Isländischen Staatskirche an. Daneben gibt es verschiedene Minderheiten und Konfessionslose.

Durch den schlechten Boden, die Vulkanausbrüche und das schwierige Klima war Island eines der ärmsten Länder Europas, solange es fast völlig von der Landwirtschaft abhing. Inzwischen ist der Fischfang die Haupteinnahmequelle Islands, was auch auf die Industrialisierung des Fischereiwesens zurückzuführen ist. Den meisten Einwohnern stehen wegen der heißen Quellen und der zahlreichen Flüsse und Wasserfälle heißes Wasser und preiswerte Heizung zur Verfügung.

Sagen

Eine Seite vom Möðruvallabók, welcher Auszüge von Isländischen Sagen enthält.

Island ist berühmt für die Vielfalt seiner Sagen, die von Wikingern erzählen.

Weil das Isländische die alte Grammatik und viele Wörter erhalten hat, können Isländer noch das Alt-Skandinavisch verstehen, in dem ihre berühmten Sagen geschrieben sind. Die Sagen wurden um die Zeit der Ansiedlung der Insel geschrieben.

Bis zur Christianisierung Islands blieb viel traditioneller Wikinger-Glaube erhalten, dessen Reste heute noch vorhanden sind. Zum Beispiel glauben einige Isländer noch an Elfen.

Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

Siehe auch

Mit Hilfe von Wikipedia gibt es weitere Informationen über Island, beispielsweise: