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Traktorenlexikon: Fiatagri

Aus Wikibooks

Fiat Traktoren wurden 1984 zu Fiatagri umbenannt. Hier sollen nur die Modelle der Fiatagri-Aera stehen. Links zu Fiat und den Nachfolgemodellen mit der Marke New Holland habt ihr hier ja.

Traktorenlexikon Hersteller-/Markenübersicht

Geschichte

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1984 wird aus Fiat Trattori die Fiatagri als Holding für den Landmaschinenbereich im Fiat-Konzern gegründet. Im gleichen Jahr übernimmt Fiatagri über die Tochter Laverda 75% des französischen Erntemaschinenherstellers Braud.

1988 Fiat-Allis und Fiatagri werden zu FiatGeotech zusammengefasst. Die Tochterfirma Braud schließt sich mit dem Erntemaschinenhersteller Hesston zusammen.

1991 Fiat übernimmt den Konkurrenten Ford New Holland, daraus entsteht das neue Unternehmen New Holland Geotech.

1999 Ab etwa 1999 steht auf den Motorhauben bei den Baureihen, die weiter produziert wurden, auch New Holland drauf.

2003 NH Geotech nennt sich neu New Holland. Später wird Case-Steyr übernommen und das Unternehmen heisst: CNH Case New Holland.

Typen

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Hier solltet ihr die bis 1984 gebauten Fiat finden.

Nastro D'Oro 450

Fiatagri

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Hier folgen die ab 1984 als Fiatagri gebauten Modelle:

Serie 86

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Die ersten, 1992, als Fiatagri vorgestellten Schmalspurversionen (Obst- und Weinbau): Frutteto & Vignetto

Ab 1999 steht New Holland auf der leicht modifizierten Motorhaube.


Serie 66 S

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Die Fiatagri Serie 66S (S für „Special“ oder „Super“) war eine Weiterentwicklung der bewährten Serie 66 und wurde ab den frühen 1990er Jahren produziert. Sie stellte eine modernisierte Version der kompakten Allround-Traktoren dar und war für kleine bis mittlere Betriebe sowie für Sonderkulturen konzipiert. Die Baureihe umfasste Modelle wie den 45-66S, 55-66S, 60-66S, 65-66S, 70-66S und 80-66S.

Technisch basierte die Serie 66S auf den robusten 3- und 4-Zylinder-Dieselmotoren von Iveco, die eine Nennleistung von etwa 33 kW (45 PS) bis 59 kW (80 PS) erreichten. Im Vergleich zum Vorgänger wurde die S-Baureihe durch eine aufgewertete Ausstattung und modernisierte Getriebeoptionen optimiert. Serienmäßig verfügten die Maschinen meist über ein 12/12-Wendegetriebe oder ein 12/4-Getriebe, wobei optional auch Varianten mit 20/8 Gängen (inklusive Kriechgängen) erhältlich waren. Viele Modelle erreichten nun eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h und waren mit einer separaten Vorderachsbremse ausgestattet.

Die Kabine wurde in Sachen Komfort und Ergonomie leicht verbessert, blieb jedoch kompakt, um die Wendigkeit des Schleppers beizubehalten. Die Serie wurde sowohl mit Hinterradantrieb als auch mit Allradantrieb (DT) angeboten. Aufgrund ihrer einfachen, rein mechanischen Technik und der hohen Zuverlässigkeit gilt die Serie 66S bis heute als wertbeständig und ist in der Landwirtschaft, im Gartenbau und im Kommunaldienst weit verbreitet. Nach der Umstrukturierung des Konzerns flossen die Merkmale dieser Serie in die ersten Baureihen von New Holland ein.

1992-1996

Serie 88

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Fiatagri 80-88DT

Die Fiatagri Serie 88, oft auch als „Serie Elevata“ bezeichnet, war eine Traktorenbaureihe des italienischen Herstellers Fiatagri, die Ende 1989 als preisgünstige Alternative zu den mittelgroßen Schleppern der Serie 90 auf den Markt kam. Die Baureihe deckte das mittlere Leistungssegment ab und nutzte weitgehend identische Motoren wie die Serie 90, überwiegend robuste 3- und 4-Zylinder-Dieselaggregate von Fiat-Iveco mit einem Spektrum von etwa 40 kW (55 PS) bis 59 kW (80 PS). Im Vergleich zur Serie 90 wiesen die Modelle der Serie 88 jedoch ein geringeres Eigengewicht sowie eine kleinere Bereifung auf.

Die Kraftübertragung erfolgte serienmäßig über ein synchronisiertes 12/12-Gang-Getriebe, während optional eine Variante mit 20/8 Gängen zur Verfügung stand. Damit waren eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h sowie eine Vierradbremse serienmäßig integriert. Das Design folgte der kantigen Linienführung der Epoche, wobei die Kabine bereits im Standard niedriger gebaut war als bei der Serie 90; für spezielle Einsätze wurde zudem eine optionale Niedrigkabine angeboten. Aufgrund ihrer zuverlässigen, mechanischen Bauweise ohne komplexe Elektronik fand die Serie 88, die Modelle wie den 55-88 bis 80-88 umfasste, breite Anwendung in der Landwirtschaft. Nach der Fusion von Fiatagri und Ford New Holland ging die Baureihe schließlich im Portfolio von New Holland auf.

1989-1993

Serie 90

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Fiatagri 180-90 DT
Fiatagri 70-90 DT

Die Fiatagri Serie 90 war eine der bedeutendsten und langlebigsten Traktorenbaureihen des italienischen Herstellers Fiatagri, die im Jahr 1984 eingeführt wurde und teilweise bis in die frühen 2000er Jahre in Produktion blieb. Die Baureihe unterteilte sich in eine kleine, mittlere und schwere Fraktion, wobei das Leistungsspektrum von etwa 40 kW (55 PS) bei den Dreizylindermodellen bis hin zu 132 kW (180 PS) bei den turboaufgeladenen Sechszylinder-Spitzenmodellen reichte. Als Antrieb dienten durchweg robuste Dieselmotoren von Iveco, die für ihre Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit bekannt waren. Ein markantes Merkmal der Serie war das funktionale, eckige Design in Kombination mit der für damalige Verhältnisse hochmodernen „Supercomfort“-Kabine, die einen neuen Standard in Sachen Ergonomie und Rundumsicht setzte.

Die Kraftübertragung wurde über eine Vielzahl von Getriebevarianten realisiert, die von klassischen synchronisierten 12/12-Wendegetrieben bis hin zu modernen Powershift-Lastschaltgetrieben in den größeren Modellen reichten. Viele Ausführungen waren bereits für eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h ausgelegt und verfügten über das Fiat-typische „Lift-O-Matic“-System zur schnellen Steuerung der Heckhydraulik. Die Traktoren wurden weltweit sowohl mit Hinterrad- als auch mit Allradantrieb vertrieben und erlangten aufgrund ihrer massiven Bauweise und der weitgehenden Abwesenheit komplexer Elektronik einen legendären Ruf für Zuverlässigkeit. Während die kleineren Modelle später durch die Serien 66 und 88 ergänzt wurden, blieben die schweren Sechszylindermodelle über Jahrzehnte das Rückgrat vieler Betriebe. Nach der Fusion mit Ford New Holland bildete die bewährte Technik der Serie 90 die fundamentale Basis für die ersten Traktorengenerationen der Marke New Holland.

1984-1994

Serie 56

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Serie 93

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Die Fiatagri Serie 93 war eine Traktorenbaureihe, die technisch unmittelbar auf der Serie 94 basierte, jedoch für spezifische Märkte außerhalb Deutschlands konzipiert wurde. Da für diese Serie keine geschlossene Kabine zur Verfügung stand, wurden die Modelle stattdessen ausschließlich mit einem Sonnendach oder als offene Plattformversionen angeboten. Während die technische Basis, einschließlich der Motorisierung und des Antriebsstrangs, identisch mit der Serie 94 war, unterschied sich die Serie 93 optisch durch ein modifiziertes Design der Motorhaube, das stark an die Gestaltung der Serie 66S angelehnt war.

Wie die Schwesterserie nutzte auch die Serie 93 robuste Drei- und Vierzylinder-Dieselmotoren von Iveco und verfügte über die wesentlichen technischen Neuerungen dieser Generation, wie den elektrohydraulisch betätigten Allradantrieb und die verstärkten Hinterradbremsen. Durch den Verzicht auf eine feste Kabine war die Serie 93 besonders für den Einsatz in Regionen mit warmem Klima oder für landwirtschaftliche Betriebe vorgesehen, die eine kompakte und übersichtliche Bauweise ohne geschlossenen Aufbau bevorzugten. Innerhalb der Modellhierarchie von Fiatagri stellte sie somit die offene Variante der modernen Mittelklasse dar, bevor die Marke vollständig in der neuen New Holland-Struktur aufging.

1993-1996
  • 60-93/60-93 DT (anlegen) 44kW (60PS)
  • 66-93/65-93 DT (anlegen) 48kW (65PS)
  • 72-93/72-93 DT (anlegen) 52kW (70PS)
  • 82-93/82-93 DT (anlegen) 59kW (80PS)
  • 88-93/88-93 DT (anlegen) 63kW (85PS)

Serie 94

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Fiatgari 88-94 DT

Die Fiatagri Serie 94 wurde 1993 eingeführt und löste die kleineren Modelle der Serie 90 ab, nachdem deren mittlere Baureihe bereits Anfang 1990 durch die Serie Winner ersetzt worden war. Optisch übernahm die Serie 94 das modernisierte Design der Motorhaube von der Serie Winner, während die Kabine strukturell von der Serie 90 stammte, jedoch eine neue Lackierung erhielt. Die Baureihe umfasste Modelle wie den 60-94 bis 82-94, deren Motorleistung auf Basis der bewährten Iveco-Aggregate im Vergleich zu den Vorgängern unverändert blieb.

Technisch bot die Serie weiterhin verschiedene Getriebevarianten, wobei das praktische Wendegetriebe ab dem Modell 72-94 zur Serienausstattung gehörte. Zu den wesentlichen mechanischen Verbesserungen zählten größer dimensionierte Hinterradbremsen sowie ein nun elektrohydraulisch betätigter Allradantrieb. Optional konnten die Schlepper mit einem Bordcomputer und einer 750er Zapfwelle ausgestattet werden, was die Vielseitigkeit im Einsatz erhöhte. Auf Basis der Baureihe 94 wurde in einigen Ländern zudem die Serie 93 angeboten, die sich technisch identisch präsentierte, jedoch ausschließlich mit einem Sonnendach anstelle einer geschlossenen Kabine erhältlich war. Mit der fortschreitenden Konsolidierung innerhalb des CNH-Konzerns bildete die Serie 94 schließlich die direkte technologische Grundlage für die späteren New Holland Baureihen der L- und TL-Serie.

1993-1996

Serie Winner

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Fiatagri Winner F100 DT

Die Fiatagri Serie Winner (intern als Baureihe F bezeichnet) wurde 1990 als moderne Oberklasse-Traktorenserie eingeführt und markierte den Übergang von der rein mechanischen Ära der Serie 90 hin zu einem technologisch anspruchsvolleren Segment. Die Baureihe wurde in zwei Generationen (F100 bis F140) produziert und war darauf ausgelegt, hohe Leistung mit gesteigertem Fahrkomfort und fortschrittlicher Elektronik zu verbinden. Optisch setzte sich die Serie durch eine deutlich abgerundete Kabine und eine modernere Linienführung von den Vorgängermodellen ab, wobei die markante orangefarbene Lackierung beibehalten wurde.

Technisch basierten die Traktoren auf 6-Zylinder-Saug- und Turbomotoren von Iveco mit einem Hubraum von 5,9 Litern, die ein Leistungsspektrum von 74 kW (100 PS) bis 103 kW (140 PS) abdeckten. Ein zentrales Merkmal der Serie Winner war das neu entwickelte Getriebe, das in verschiedenen Konfigurationen erhältlich war, darunter Varianten mit vier Lastschaltstufen (Hi-Lo oder Agri-Shift) und einer Wendeschaltung. Damit erreichten die Maschinen eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h. Zudem wurde die Serie mit einer elektrohydraulischen Hubwerksregelung (EHR) und einer verbesserten Zapfwellensteuerung ausgestattet, was die Präzision bei der Feldarbeit erhöhte. Die neue „Hi-Comfort“-Kabine bot eine deutlich verbesserte Schalldämmung, eine leistungsstarke Klimatisierung und eine ergonomische Anordnung der Bedienelemente auf einer Seitenkonsole. Trotz ihrer fortschrittlichen Ansätze galt die erste Generation (1990–1993) in einigen Bereichen als technisch anfällig, was mit der überarbeiteten zweiten Generation (1993–1995) korrigiert wurde. Mit der Gründung von CNH ging die Serie Winner schließlich in der New Holland M-Serie (später TM-Serie) auf, wobei viele technische Komponenten als Basis für die Nachfolgegenerationen dienten.

1990-1993 1993-1996

L-Baureihe

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M-Baureihe

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G-Baureihe

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TS-Baureihe

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TL-Baureihe

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TN-Baureihe

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New Holland

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Ab 1993 werden die Traktoren, nachdem 1991 Fiat und Ford unter der Regie von Fiat fusioniert wurden, New Holland genannt.

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Wikipedia: Fiatagri – enzyklopädische Informationen


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