Umgangsformen: Vom Umgang der Geschlechter

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Umgangsformen

Vorwort
Warum überhaupt?
Grundkonzepte
Anrede
Arbeitsplatz
Ball

Begrüßen
Kleidung
Sitzordnung
Tanzen

Behinderung
Bildung
Essen
Familie
Familienfeste
Gottesdienst
Grüßen und Vorstellen
Internet
Kleidung
Korrespondenz

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Vom Umgang der Geschlechter

Wir leben in einer Zeit, in der Frauen und Männer in vielen Ländern gleichgestellt sind – zumindest was den gesellschaftlichen Umgang betrifft.

Dennoch haben sich einige gesellschaftliche Umgangsformen bewahrt, bei denen sich Unterschiede zwischen Frauen und Männern zeigen. Viele dieser Umgangsformen schreiben vor, dass Damen besonders höflich und zuvorkommend von Männern behandelt werden sollen und dass sie als Herr einer Dame in vielen Situationen behilflich sein sollen. Es besteht die Gefahr, dass sich Damen dadurch diskriminiert fühlen, da natürlich jede Dame auch alleine und ohne Hilfe eines Mannes ihren Mantel anziehen kann.

Seien Sie daher vor allem als Mann höflich, ohne herablassend zu sein. Handeln Sie in erster Linie als Mensch, nicht als Mann, der dem „schwachen Geschlecht“ zu Hilfe eilen muss. Seien Sie unaufdringlich und deuten Sie in jedem Fall an, dass Sie wissen, was sich gehört. Mit etwas Feinfühligkeit werden Sie merken, ob sich eine Dame in den Mantel helfen lassen möchte oder ob sie Ihnen den Mantel aus der Hand nimmt und selber hineinschlüpfen will.

Im Gegenzug dazu wird sich niemand beschweren, wenn Sie als Dame einem Herrn den Regenschirm reichen oder sein verlorenes Eurostück aufheben. Ebenso wird niemand merkwürdig schauen, wenn Sie einem Mann die Tür aufhalten oder dem jungen Vater mit dem Kinderwagen in die U-Bahn helfen.

Beachten Sie auch, dass „Ladies first“ in allen beruflichen Situationen längst überholt ist, hier wird streng nach Hierarchie entschieden, wer z. B. wen zuerst grüßt oder begrüßt wird. So reichen Sie z. B. dem Abteilungsleiter zuerst die Hand, auch wenn eine Mitarbeiterin älter ist.

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