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Umgangsformen: Körperpflege

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Grundsätzlich sind Art und Intensivität der Körperpflege natürlich Ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Da jedoch eine ungepflegte äußere Erscheinung in vielen Situationen von Nachteil sein kann, empfiehlt es sich, einige gesellschaftlich akzeptierte Normen einzuhalten.

Aufdringlicher Körpergeruch kann eine Belästigung für Ihre Mitmenschen sein. Problematisch ist, dass man den eigenen Geruch gar nicht oder nur gedämpft selbst wahrnimmt. Meist schafft bereits eine einfache Seifenreinigung der Geruch bildenden Körperpartien – Achselhöhlen, Intimbereich, Füße – Abhilfe. Besser wirkt natürlich eine Dusche oder ein Bad, ein Übermaß ist hier jedoch schädlich für die Haut. Viele Menschen setzen eine tägliche Dusche voraus, falls keine besonderen Aktivitäten anfallen, genügt ein zwei- oder gar dreitägiges Intervall jedoch völlig.

Achten Sie auf jeden Fall auf ausreichende Reinigung, nachdem Sie Sport getrieben haben, mit unangenehm riechenden Chemikalien Kontakt hatten oder länger mit stark riechenden Lebensmitteln wie Fisch hantiert haben. Achten Sie auf jeden Fall auch auf ausreichende Reinigung nach sexueller Betätigung; die dabei entstehenden Gerüche mögen für Sie und Ihren Partner angenehm sein, können auf andere jedoch abstoßend wirken.

Entgegen von der Industrie propagierten Aussagen ist es keineswegs notwendig, auf künstliche Düfte wie Deodorant, Rasierwasser oder Parfüm zurückzugreifen, um einen angenehmen Körpergeruch zu erhalten. Schweißhemmer stören die natürliche und notwendige Respiration der Haut und sollten, wenn überhaupt, nur gelegentlich zu besonderen Anlässen verwendet werden.

Ein Zuviel an angenehmem Duft ist übrigens ebenso nachteilig wie ein Zuwenig. Verwenden Sie Eau de Toilette sparsam: Geben Sie je einen Tropfen unter die Achseln und verreiben Sie einen zusätzlichen Tropfen zwischen den Handgelenken und streichen Sie damit über die Seiten des Halses. Besonders ältere Menschen neigen dazu, viel zuviel dieser guten Mittelchen zu verwenden, weil ihr Geruchssinn mit dem Alter nachlässt und sie viel mehr Duftwasser benötigen, bis sie den Geruch überhaupt wahrnehmen. Schweben Sie in einer Parfümwolke durch den Tag, begegnen Ihnen Ihre Mitmenschen möglicherweise mit Widerwillen, wenn Sie Pech haben sogar mit Brechreiz und allergischen Asthmaanfällen.

Hände

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Fast alles, was Sie tun, tun Sie mit den Händen. Waschen Sie Ihre Hände, nachdem Sie unhygienische Dinge wie Klobrillen, Geld, Schuhe oder Schnürsenkel berührt haben. Sie tun damit Ihrer eigenen Gesundheit und der Gesundheit Ihrer Mitmenschen einen großen Gefallen. Die Höflichkeit gebietet es, dass Sie Ihre Hände auch nach dem Berühren der Geschlechtsteile waschen. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihr Gesprächspartner Ihnen direkt nach dem heimlichen Onanieren die ungewaschene Hand entgegenstreckt?

Eine vollwertige Maniküre ist keineswegs notwendig, ansehnlich geschnittene Fingernägel hinterlassen jedoch einen gepflegten optischen Eindruck. Schmutz unter den Fingernägeln sollten Sie möglichst entfernen. Versuchen Sie, sich das Nägelkauen abzugewöhnen; abgeknabberte Fingernägel sehen ungepflegt aus, das Kauen kann Ihre Zähne schädigen und verteilt Krankheitserreger direkt in Ihrem Mund. Versuchen Sie wenigstens, nicht vor anderen an den Nägeln zu kauen.

Haare

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Obwohl völlig natürlich, wird Körperbehaarung oft als unschön empfunden. Eine ordentliche Frisur mit gepflegten, nicht fettigen oder verfilzten Haaren gehört daher zum guten Ton. Falls Sie ein Freund der schnellen Unordnung sind, kann eventuell ein Griff zum Haargel ihre chaotische Frühmorgenhaarpracht zu einer modischen Jugendfrisur aufpeppen. Lassen Sie sich nicht drängen, graue Haare wegzufärben. Graue Haare sind auch in Langhaarfrisuren gesellschaftlich akzeptiert und können ihr Aussehen sogar um den Eindruck von Reife bereichern. Durch modische junge Vorbilder ist längst auch eine Glatze kein Tabu mehr. Hier ist es eher der Griff zum Toupet, der Kopfschütteln hervorruft.

Seit der Dreitagebart in Mode gekommen ist, gehört die tägliche Rasur nicht mehr zum Pflichtprogramm. Seien Sie sich bewusst, dass ein Bart Ihr Aussehen und damit Ihre Wirkung auf andere Menschen sehr stark beeinflussen kann. Jede Bartlänge sieht gepflegt aus, wenn sie an den Rändern ordentlich zurechtgestutzt ist: Ziehen Sie die Koteletten gerade und rasieren Sie am Hals eine klare, gerundete Linie, so nehmen Sie auch dem schlimmsten Dreitagebart seinen Schrecken.

Starke Brustbehaarung wird von manchen Menschen als unschön empfunden, stört andere gar nicht und ist in Szenen wie der Latinobewegung selbstverständlich. Wenn Sie sich unsicher sind, zu welcher Gruppe Ihre Mitmenschen gehören, knöpfen Sie das Hemd zu.

Achselhaare sind bei Frauen verpönt. Die Gesellschaft lässt Ihnen die Wahl zwischen Verstecken oder völliger Rasur. Als Mann sind Sie freier, doch auch hier achtet das kritische Auge der Damenwelt immer mehr auf die Länge der Haare. Männliche Models tragen meist nackte Achselhöhlen, durchweg akzeptabel sind jedoch auch Millimeterschnitte, wie sie sich mit einem Haarschneider erreichen lassen.

Durch jahrzehntelange Vorarbeit der Modeindustrie gelten heute bei Frauen glatte, unbehaarte Beine als erstrebenswert. Bei heller Haarfarbe stellt das kein Problem dar, denn die Haare sind nicht sichtbar, sondern nur tastbar und stören damit höchstens Ihren Partner. Bei dunkler Haarfarbe haben Sie die Wahl, offen gegen den Modewahn aufzubegehren, ihre Haare radikal zu entfernen oder unter geeigneter Kleidung wie Hosen, langen Kleidern und Strumpfhosen zu verstecken. Prinzipiell ist das Ihre Entscheidung, beachten Sie jedoch, dass bei vielen Arbeitsstellen ein streng konservatives Äußeres Pflicht ist. Seit der Radsport in allen Medien ist, ist es auch für Männer akzeptabel, sich die Beine zu enthaaren.

Anregungen für Ihre Intimbehaarung bekommen Sie in jeder zweitklassigen sexuell orientierten amerikanischen Serie; unser Rat hier: Fragen Sie lieber Ihren Partner oder Ihre Partnerin als Carrie Bradshaw aus Sex and the City.

Raucher

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Besondere Reinlichkeit müssen Raucher halten, denn leicht verbreiten sie den charakteristischen Rauchgeruch, ohne es selbst zu merken. Aber ihre Mitmenschen merken es. Hier muss auch auf Bärte geachtet werden und auf die Zähne, die durch Nikotin leicht eine Färbung annehmen.

Mundgeruch

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Auch Nichtraucher sollten aber darauf achten, Mundgeruch zu vermeiden. Dabei hilft besonders Zähneputzen nach jeder Mahlhzeit, Zahnseide und Reinigung der Zunge. Dazu gibt es in Apotheken und im gut sortierten Fachhandel spezielle Zungenschaber, mit denen der geruchsverursachende Belag vom hinteren Teil der Zunge entfernt werden kann. Dieser Belag, bestehend aus Bakterien und Lebensmittelrückständen, verursacht meistens Mundgeruch und kann außerdem das Kariesrisiko erhöhen. Mundsprays können das Zahnfleisch angreifen und ersetzen nicht das Zähneputzen! Beim gemeinschaftlichen Essen sollten Mundgeruch oder Blähungen verursachende Lebensmittel vermieden werden.


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