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Aus Deutschland in die USA umziehen: Krankenversicherung und Gesundheit

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Krankenversicherung

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In keinem Land der Erde sind Gesundheitskosten so dramatisch hoch wie in den USA. Die Ursachen dafür liegen u. a. im Einsatz teurer Geräte und im inflationären Verordnen von Tests und Untersuchungen, mit denen die Ärzte sich vor Schadensersatzklagen (die in den USA extrem kostspielig sind) zu schützen versuchen. Eine gesetzliche Krankenversichungspflicht besteht seit Januar 2014 mit der Einführung des Affordable Care Act ("Obamacare"). Das Krankenversicherungswesen ist in vielen Bundesstaaten überwiegend in der Hand privater Versicherungsunternehmen. Rund 11 Prozent der amerikanischen Bevölkerung verfügen über keinerlei Krankenversicherungsschutz.

Reisekrankenversicherungen

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Wenn Sie nur vorübergehend – d. h. bis zu 24 Monate – in die USA gehen, reicht für Sie als Krankenversicherungsschutz möglicherweise eine Reisekrankenversicherung aus, die Sie in Deutschland abschließen. Eine preiswerte, maximal 2-jährige Auslandsreisekrankenversicherung bietet z. B. der ADAC an. Sie muss jedoch vor dem Umzug abgeschlossen werden. Die Policen unterscheiden sich erheblich, darum sollten Sie alle Angebote genau vergleichen. Ein besonders gründliches Studium der Versicherungsbedingungen empfiehlt sich für Paare, die den USA-Aufenthalt für ein Babyjahr nutzen wollen. Gynäkologische Leistungen sind in Reisekrankenversicherungen nämlich oft nicht enthalten. Da Reisekrankenversicherungen grundsätzlich nur im Ausland gelten, hat man bei vielen Anbietern auch während einer Besuchsreise nach Deutschland keinen Krankenversicherungsschutz. Es empfiehlt sich, für die deutsche gesetzliche Krankenversicherung eine Anwartschaft abzuschließen, um so nach der Rückkehr problemlos wieder in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen zu werden.

Amerikanische Krankenversicherung

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Wenn Sie für längere Zeit oder unbefristet in die USA umziehen, brauchen Sie auf jeden Fall eine amerikanische Krankenversicherung (health insurance). Oft kann Ihnen Ihr amerikanischer Arbeitgeber bzw. Ihre amerikanische Universität Auskunft darüber geben, welche Versicherungen für Sie in Frage kommen. Sie können auch Ihre künftigen Kollegen, die Sie beim Vorstellungsgespräch kennengelernt haben, um Empfehlungen bitten.

Nicht in Betracht kommen für Sie die beiden öffentlichen Krankenversicherungssysteme, Medicaid und Medicare. Ersteres ist ein Programm für sozial Schwache, letzteres versorgt Rentner und Behinderte. In Medicare zahlen Sie, wenn Sie bei einem amerikanischen Arbeitgeber beschäftigt sind, zwar Beiträge ein, Leistungen können Sie vorläufig jedoch noch nicht in Anspruch nehmen.

Die meisten amerikanischen Arbeitnehmer (und ihre Familien) sind durch Gruppenkrankenversicherungen abgesichert, die entweder gemeinsam von Arbeitgeber und Arbeitnehmer oder vom Arbeitnehmer allein getragen werden. Wichtige Sonderformen der Gruppenkrankenversicherung sind HMO und PPO. Hinter der Bezeichnung Health Maintenance Organizations (HMO) verbergen sich Netzwerke, die gleichzeitig Krankenversicherung sind und eigene Ärzte beschäftigen. Die Mitglieder zahlen eine feste Prämie und erhalten damit Anspruch, von den Ärzten des Netzwerks behandelt zu werden. Einen Alternativtyp mit wachsendem Marktanteil bilden die Preferred Provider Organizations (PPO), die es den Patienten erlauben, auch zu Ärzten zu gehen, die nicht dem Netzwerk angehören. Netzwerke wie HMOs und PPOs werden, da sie über reine Versicherungsleistungen weit hinausgehen, als Formen von Managed Care bezeichnet.

Vergleichen Sie genau die Policen und beachten Sie, dass Krankenversicherungen häufig keine zahnärztlichen Leistungen einschließen. Sie benötigen dann eine Extra-Versicherung (dental insurance).

Gesundheitsrisiken

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Die gesundheitlichen Risiken, denen man nach einem Umzug in die USA ausgesetzt ist, unterscheiden sich wenig von denen in Mitteleuropa. Das größte Problem ist meist die Ernährungsumstellung. Vertraute Grundlebensmittel und Zutaten sind oft nicht zu bekommen, und wer zudem den Verführungen der allgegenwärtigen Fastfood-Küche erliegt, nimmt leicht etliche Kilo zu. Die bewegungsarme Lebensweise in einem Land, in dem ohne PKW gar nichts geht, tut ein Übriges.

Giftefeu

Unangenehme Überraschungen können Europäer erleben, wenn sie sich in den USA ahnungslos in die Natur begeben. Während man sich in Deutschland bei einem Spaziergang im Grünen bestenfalls vor Mücken, Zecken oder Brennnesseln in Acht nehmen muss, birgt die amerikanische Flora und Fauna selbst im eigenen Garten Gefahren einer ganz anderen Größenordnung. Besonders perfide ist der fast in allen Regionen verbreitete Giftefeu (Poison Ivy), der bei Hautkontakt schwere Vergiftungen verursacht. Auch Giftschlangen und giftige Insekten sind in allen amerikanischen Bundesstaaten bis in große Städte hinein verbreitet. Da die Arten sich von Region zu Region stark unterscheiden, sollte man sich, um Harmloses von Gefährlichem unterscheiden zu können, beizeiten sachkundig machen, welche Risiken in der eigenen Gegend lauern. Selbst vertraute Plagen wie Mücken können ernsthafte Krankheitserreger (West Nile Virus) tragen.

Nicht unterschätzen sollte man in dem sonnenverwöhnten Land auch die gesundheitlichen Risiken, die von der UV-Strahlung ausgehen. Selbst eine so nördliche Metropole wie Seattle liegt immerhin auf demselben Breitengrad wie der Bodensee.

Arztbesuch

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Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit arbeiten amerikanische Ärzte häufiger als ihre deutschen Kollegen in Gemeinschaftspraxen zusammen. Für die Patienten bietet das u. a. den Vorteil großzügiger Sprechzeiten. Viele Praxen sind auch am Sonnabend Vormittag besetzt, und in manchen Praxen ist das Telefon selbst am Sonntag in die Privatwohnung einer der Ärzte durchgeschaltet. Da nicht alle Ärzte ständig im Einsatz sind, landet man, wenn man in dringenden Fällen kurzfristig einen Termin braucht, dann aber häufig bei einem Arzt, den man noch nicht kennt. Einen Arzt zu finden, der Hausbesuche (house calls) macht, ist in den USA übrigens praktisch unmöglich.

Eine weitere Besonderheit der amerikanischen Gesundheitversorgung sind Nurse practitioners. Darunter versteht man Krankenschwestern, die ein College-Studium absolviert haben und in Ärzte-Gemeinschaftspraxen eigene Sprechstunden abhalten. Nurse practitioners arbeiten vor allem mit Internisten, Frauenärzten und Kinderärzten zusammen. Da diese Frauen auf dem Gebiet „trivialer“ Erkrankungen wie Hals- oder Blasenentzündungen oft gründlicher ausgebildet sind als ihre promovierten Arztkollegen, sind sie diesen diagnostisch gelegentlich sogar überlegen. Generell sind in amerikanischen Arztpraxen mehr Krankenschwestern (nurses) als in Deutschland beschäftigt. Im Behandlungszimmer wird man, bevor der Arzt erscheint, immer erst von einer Krankenschwester empfangen, die grundlegende Daten aufnimmt, den Blutdruck misst, Abstriche nimmt, Spritzen gibt und Ähnliches.

Neu zugereiste Europäer wundern sich meist, wie viel Rücksicht auf die Scheu der Patienten, sich nackt zu zeigen, genommen wird. Die Schamschwelle ist in den USA deutlich höher als in Deutschland; bereits fünfjährigen Kindern ist es hochnotpeinlich, von Menschen, die nicht zur Familie gehören, in der Unterwäsche oder gar nackt gesehen zu werden. Wenn man sich für die Untersuchung ausziehen muss, erhält man einen Einweg-Kittel aus Papier, mit dem man sich züchtig bedeckt und der während der Untersuchung nicht ausgezogen wird. Dies gilt putzigerweise sogar dann, wenn der Arzt den Patienten, etwa bei einer hautärztlichen Untersuchung, buchstäblich von Kopf bis Fuß in Augenschein nimmt. Gewöhnungsbedürftig ist für viele Deutsche auch, dass Praxispersonal und Ärzte die Patienten mit dem Vornamen ansprechen (die angemessene Anrede für den Arzt ist trotzdem „Dr. ...“). Dahinter verbirgt sich nichts anderes als das Bemühen, dem Patienten, dem es vielleicht nicht gut geht, einen möglichst warmen Empfang zu bereiten. Unüblich jedoch ist es, den Arzt mit Handschlag zu begrüßen. Sie werden in den USA schnell merken, wie tief bei Deutschen der Reflex sitzt, einem Arzt die Hand zu schütteln. In Deutschland ist dieser Handschlag von Arzt und Patient ja eine wichtige Vertrauensgeste. Wenn Sie diesen Reflex einmal nicht unterdrücken können und dann das Gefühl haben, eine soziale Ungeschicklichkeit begangen zu haben, machen Sie einfach einen Witz über die kulturelle Herkunft Ihrer Geste. Für Ihren Arzt sind Praxissitten anderer Länder auch interessant.

In vielen Arztpraxen wird man, wenn man längere Zeit (z. B. mehr als 2 Jahre) keinen Termin mehr hatte, routinemäßig aus dem Patientenregister gelöscht. Wenn man dann wegen einer akuten Erkrankung einen Termin braucht, kann es passieren, dass man als „Neupatient“ mehrere Tage darauf warten muss. Wenn es Ihnen wirklich schlecht geht und Sie mit Ihrem Arzt zufrieden waren, sollten Sie in einem solchen Fall hartnäckig sein und immer wieder anrufen oder einfach ohne Terminvereinbarung in die Praxis fahren. Oder Sie wechseln gleich zur Konkurrenz. Einen Anbieter, bei dem Sie in dringenden Fällen am selben Tag noch einen Termin bekommen, finden Sie wahrscheinlich fast überall.

Verschreibungen

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Apotheken erkennt man in den USA am Rx-Symbol. „Rx“ bedeutet prescription (drug).

Wenn ein Medikament verschrieben wurde, begibt man sich mit dem Rezept in eine Apotheke seines Vertrauens und lässt sich dort als Neukunde aufnehmen. Zu beachten ist dabei, dass nicht jede Krankenversicherung mit jeder Apotheke zusammenarbeitet. Auch bieten einige Versicherungen den Versand von Medikamenten an, das ist meist deutlich billiger als zu einer Apotheke zu gehen mit der die Versicherung zusammenarbeitet. Das ist natürlich bei Medikamenten sinnvoll, die man regelmäßig einnimmt. Für solche Medikamente erhält man in den USA meistens Rezepte, die ein ganzes Jahr gelten. Zu den Mysterien der amerikanischen Gesundheitsversorgung gehört die Tatsache, dass die Pharmahersteller Medikamente nicht vorverpackt und in verschreibungsüblichen Mengen, sondern in Großhandelspackungen ausliefern. Nachdem der Apotheker das Rezept entgegengenommen hat, werden die verordneten Pillen von Hand in ein orangefarbenes Plastikdöschen abgezählt (nein, Verwechslungen können dabei nicht vorkommen, wo denken Sie hin…), das dem Kunden dann individuell etikettiert und nach einer halben Stunde Wartezeit ausgehändigt wird. Antibiotika für Kinder werden als Instantpulver geliefert, das man Ihnen erst aushändigt, nachdem der Apotheker dasselbe fachkundig in Wasser aufgelöst hat. Dafür hat er schließlich studiert, wundern Sie sich also nicht. Wundern Sie sich auch nicht, wenn Sie am Ausgabeschalter nach einer halben Stunde Wartezeit erfahren, dass Ihr Medikament noch nicht bereitsteht, dass der Apotheker, wenn Sie sich eine Minute gedulden möchten, es aber schnell für Sie fertig macht.

Je nachdem, inwieweit die Krankenversicherung zur Kostendeckung bereit ist, zahlen Sie in der Apotheke entweder nur eine Rezeptgebühr oder den vollen Kaufpreis.

Das amerikanische Verschreibungswesen hat nicht nur Nachteile. Möglich ist es den Ärzten und Labors z. B. auch, Medikamentenverordnungen telefonisch zu erteilen. Wenn eine Arztpraxis ein Labor mit der Analyse z. B. eines Halsabstrichs beauftragt, braucht der Patient anschließend nicht zu warten, bis die Arztpraxis wieder öffnet, den Laborbefund erhält und ein Rezept ausstellt. Stattdessen kann das Labor sich direkt mit der Apotheke in Verbindung setzen, und Sie verlieren keine Zeit.

Außerhalb großer Städte gibt es weder rund um die Uhr geöffnete Apotheken noch einen Apotheken-Notdienst. In den meisten Fällen ist das nicht schlimm, weil viele Medikamente, für die Sie in Deutschland zur Apotheke müssen, in den USA auch im Supermarkt erhältlich sind. Es gibt aber auch Medikamente die in Deutschland frei verkäuflich sind und in den USA verschreibungspflichtig sind. Und die Öffnungszeiten amerikanischer Apotheken sind auch recht großzügig. Falls Sie mit Notfällen rechnen (z. B. weil Sie chronisch krank sind), sollten Sie jedoch von vornherein einer Apotheke den Vorzug geben, die sich in einem möglichst guten, rund um die Uhr geöffneten Supermarkt befindet. Auch diese Apotheke ist zwar nachts geschlossen. Die Mitarbeiter des Supermarkts sind in wirklich dringenden Fällen jedoch gern bereit, den Apotheker – notfalls auch mitten in der Nacht – in die Niederlassung zu rufen, damit er Ihnen hilft.

Zahnärzte

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Der Funktion, die in einer normalen Arztpraxis der Nurse Practitioner zukommt, entspricht in einer Zahnarztpraxis die der Zahnhygienikerin (Dental Hygienist). Das ist eine medizinische Fachkraft mit College-Ausbildung, die in der Zahnarztpraxis meist fest angestellt ist. In den USA geht man nicht zur Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt vorbei, sondern zweimal jährlich zur Zahnreinigung. Die Zahnhygienikerin entfernt nicht nur Zahnstein und Beläge, sondern nimmt auch eine gründliche Untersuchung vor. In manchen Praxen bekommt man den Zahnarzt nur zu sehen, wenn die Zahnhygienikerin ein behandlungsbedürftiges Problem entdeckt oder wenn man ausdrücklich danach verlangt. Für Deutsche ist die starke Rolle, die die Zahnhygienikerin spielt, ungewohnt, sie entlastet den Arzt jedoch von Leistungen, die auch eine nicht approbierte Kraft erbringen kann, und die Patienten von vermeidbaren Kosten.

Für Kinderzahnheilkunde findet man in vielen Städten einen Spezialisten. Eine Adressensuche ist z. B. über die Website der American Academy of Pediatric Dentistry möglich. Ein Pediatric Dentist ist einem Family Dentist nicht in allen Fällen vorzuziehen, er geht aber meist geschickter mit Kindern um, kennt sich mit Kinderkiefern und -zähnen besser aus, verfügt über eine spezialisierte Geräte- und Praxisausstattung und ist in der Lage, ängstliche oder sehr junge Kinder für eventuell notwendige Behandlungen medikamentös schlafen zu legen.

Notfälle

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Allgemeine Krankenhäuser haben stets eine Notaufnahme (Emergency Room), in der man rund um die Uhr ärztliche Hilfe findet.

In medizinischen Notfällen – d. h. wenn der Hausarzt nicht erreichbar oder nicht der richtige Ansprechpartner ist – ruft man entweder über die Notrufnummer 911 einen Krankenwagen oder fährt den Patienten selbst zum Emergency Room (ER) des nächstgelegenen Krankenhauses. In vielen Städten kann auch die Notrufnummer 112 gewählt werden. Diese ermöglicht den Notruf selbst dann, wenn die SIM-Karte in Ihrem Mobiltelefon nicht funktioniert oder Sie Ihre PIN vergessen haben. Die Notrufnummer 112 kann in diesen Fällen direkt und ohne Eingabe der PIN gewählt werden.

Einen Notarzt, der zu Ihnen ins Haus kommt, werden Sie in den USA kaum finden. An Bord der Emergency Vehicles, die Sie per 911 oder 112 rufen können, arbeiten Rettungssanitäter, die zwar hervorragende Lebensretter mit entsprechender Geräteausstattung sind, ihre Patienten aber so schnell wie möglich zur Weiterbehandlung ins Krankenhaus zu bringen versuchen.

Für den telefonischen Notruf oder einen Besuch im Emergency Room sollten Sie sich nur in echten Notfällen entscheiden, oder wenn ein Arzt oder eine Nurse es Ihnen nahelegt. Die Erfahrung ist nämlich nicht schön, und teuer wird es für Sie auch. In der Praxis ist manchmal schwer zu entscheiden, wie dringend der Arztbesuch ist. Wenn Ihr Kind sich mitten in der Nacht plötzlich vor Bauchweh krümmt, könnte das natürlich auf eine Blinddarmentzündung hinweisen; es könnte aber auch daran liegen, dass das Kind schon seit vier Wochen hustet. Viele Krankenversicherungen bieten ihren Kunden eine Telefon-Hotline, über die man rund um die Uhr kostenlos mit einer Nurse sprechen kann. Falls Sie auf solchen Service Anspruch haben, empfiehlt es sich in Zweifelsfällen dringend, diesen zu nutzen, um sich eine erste Einschätzung zu holen.

Wenn Angehörige aus Deutschland während eines Besuchs in den USA krank werden, ist es meist kein Problem, auch für diese kurzfristig einen Arzttermin zu bekommen. Auch der Emergency Room steht immer offen. Alle Rechnungen müssen jedoch sofort bezahlt werden, und wenn der Betroffene keine Reisekrankenversicherung abgeschlossen hat, bleiben erhebliche Selbstkosten übrig, die im Rahmen der regulären Krankenversicherung nicht erstattet werden. Man kann deutschen Angehörigen kaum einen größeren Gefallen tun, als sie vor einer USA-Reise eindringlich daran zu erinnern, ausreichenden Auslandsreisekrankenversicherungsschutz mitzubringen.

An welche Adresse Sie sich in zahnärztlichen Notfällen wenden können, erfragen Sie bei Ihrem Zahnarzt, und zwar am besten, bevor ein solcher Fall eintritt. Im Internet finden Sie zwar Listen mit zahnärztlichen Notdiensten, vielleicht gibt es aber in Ihrer Stadt gar keinen.

Siehe auch