Körperverletzung mit Todesfolge

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Autor:innen: Jana Berberich

Notwendiges Vorwissen: OpenRewi/ Lehrbuch Strafrecht Besonderer Teil/ Nichtvermögensdelikte/ Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit/ Einfache Körperverletzung


Die Körperverletzung mit Todesfolge ist sowohl in der Praxis als auch in der juristischen Ausbildung von großer Bedeutung. Da eine Strafbarkeit nach § 227 StGB in der Praxis häufig als "Auffangtatbestand" in den Fällen dient, in denen kein Tötungsvorsatz nachgewiesen werden kann und dies zur einer umfangreichen Kasuistik geführt hat, bieten sich aktuelle Fälle und höchstrichterliche Urteile als Grundlage für eine strafrechtliche Klausur an. Hier können Studierende dann zum einen Systemverständnis beim richtigen Aufbau des erfolgsqualifizierten Delikts zeigen. Zum anderen lassen sich auch examensrelevante Schwierigkeiten einbauen, wenn der sogenannte erfolgsqualifizierte Versuch abgeprüft wird.

A. Rechtsgut und Deliktsstruktur[Bearbeiten]

§ 227 StGB regelt die Körperverletzung mit Todesfolge. Der Tatbestand umfasst eine vorsätzliche Körperverletzung, die eine schwere Folge (den Tod der verletzten Person) herbeigeführt hat. Es handelt sich somit um eine sog. Erfolgsqualifikation. Für erfolgsqualifizierte Delikte ist in § 18 StGB geregelt, dass die im Vergleich zum Grunddelikt erhöhte Strafe dem:der Täter:in nur zur Last fallen darf, wenn er:sie wenigstens fahrlässig hinsichtlich der schweren Folge gehandelt hat.[1] "Wenigstens fahrlässig" iSv § 18 StGB bedeutet zwar, dass auch vorsätzliches Handeln hinsichtlich der schweren Folge von der Strafbarkeit erfasst wird. Im Gegensatz zu der schweren Körperverletzung nach § 226 StGB spielt bei der Körperverletzung mit Todesfolge jedoch diese Vorsatz-Variante keine Rolle, da bei einem vorsätzlichen Handeln bezüglich der schweren Folge, also hinsichtlich dem Todeseintritt, automatisch ein vorsätzliches Tötungsdelikt vorläge und dieses dann vorrangig zu prüfen wäre.

Bei § 227 StGB handelt es sich also um eine Kombination aus einem Vorsatzdelikt (im Regelfall ist das der Grundtatbestand des § 223 StGB[2]) und einem Fahrlässigkeitsdelikt (das fahrlässige Herbeiführen des Todes). Dies führt zu einem besonderen Deliktsaufbau.

Neben der körperlichen Unversehrtheit und der physischen Gesundheit von Menschen wird auch das Rechtsgut Leben von § 227 StGB geschützt.

Weiterführendes Wissen

Die besondere Kombination aus einem Vorsatzdelikt und einem Fahrlässigkeitsdelikt und der dafür festgesetzte hohe Strafrahmen des § 227 StGB wird in der Literatur durchaus kritisch betrachtet. Rechtstatsächlich sei der § 227 StGB lediglich ein "Auffangtatbestand" für die Fälle, bei denen die Rechtsprechung keinen Tötungsvorsatz nachweisen und deshalb nicht wegen eines vorsätzlichen Tötungsdelikts verurteilen könne.[3] Für euch ist wichtig: Der hohe Strafrahmen des § 227 StGB gebietet grundsätzlich eine restriktive Auslegung des § 227 StGB in der Fallbearbeitung. Dies wird im Regelfall aber durch die erhöhten Anforderungen an den Zusammenhang zwischen dem Grundtatbestand und der schweren Folgen (sog. tatbestandsspezifischer Gefahrenzusammenhang) gewährleistet. Siehe hierfür: Verweis auf gefahrspezifischen Zusammenhang.

Beispiel: Das immer eingerückt wird.

B. Tatbestand[Bearbeiten]

I. Grunddelikt (vorsätzliche Körperverletzung)[Bearbeiten]

§ 227 StGB knüpft in seinem Absatz 1 an die Tatbestände §§ 223 bis 226a StGB an. Als mögliches Grunddelikt eignet sich also eines der aufgelisteten vorsätzlichen Delikte. Das Grunddelikt kann auch durch ein Unterlassen begangen werden,[4] wobei die Anforderungen an das konkrete Unterlassungsdelikt erhöht sind.[5]

Im Regelfall wird das in einer Klausur die einfache Körperverletzung nach § 223 Abs. 1 StGB bzw. die gefährliche Körperverletzung nach § 223 Abs. 1, 224 Abs. 1 StGB sein.[6] An dieser Stelle sollte die einfache Körperverletzung bzw. ggf. die gefährliche Körperverletzung in ihren Voraussetzungen im objektiven und subjektiven Tatbestand genau geprüft werden. Das heißt, es muss ein anderer Mensch körperlich misshandelt oder in seiner Gesundheit geschädigt worden sein. Der Erfolg muss kausal und objektiv zurechenbar sein und der:die Täter:in muss vorsätzlich gehandelt haben (der Aufbau zu § 223 kann hier gefunden werden: OpenRewi/ Lehrbuch Strafrecht Besonderer Teil/ Nichtvermögensdelikte/ Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit/ Einfache Körperverletzung). Wird die gefährliche Körperverletzung als Grunddelikt zugrunde gelegt, müssen selbstverständlich die weiteren Qualifikationsmerkmale des § 224 Abs. 1 StGB ebenfalls geprüft werden.

Sollte es bereits zu Problemen bei der Prüfung der vorsätzlichen einfachen bzw. gefährlichen Körperverletzung kommen, so ist jedenfalls für Klausuren in den ersten Semestern zu empfehlen, eine Strafbarkeit nach § 223 Abs. 1 StGB separat zu prüfen und erst bei Bejahung derselben mit der Körperverletzung mit Todesfolge fortzufahren. Bei der Prüfung einer Strafbarkeit nach § 227 Abs. 1 StGB kann die Prüfung des Grunddelikts entsprechend kurz gehalten und nach oben verwiesen werden.

Wichtig ist, bereits an dieser Stelle zu erwähnen, dass grundsätzlich auch eine versuchte Körperverletzung ein taugliches Grunddelikt darstellt. Dies wird relevant bei dem sogenannten erfolgsqualifizierten Versuch (ausführlich hierzu vgl. die Ausführungen unter E.).


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II. Eintritt der schweren Folge (Tod)[Bearbeiten]

Es muss der Tod der verletzten Person eintreten. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Zeitpunkt des Todes und der Verletzung zusammentreffen oder ob der Tod später eintrifft.[7]

Hier werden in der Klausur regelmäßig keine Probleme auftauchen. Es muss aber klar sein: Wenn keine Person verstorben ist, so kann auch keine Strafbarkeit nach § 227 StGB vorliegen. Der Tod kann auch, wie bereits im Grunddelikt (I.) angesprochen, durch ein Unterlassen hervorgerufen werden.

III. Kausalität & objektive Zurechnung[Bearbeiten]

Zwischen dem Grunddelikt, der Körperverletzung, und der schweren Folge, dem Tod, muss ein Kausalzusammenhang bestehen. Es gelten die allgemeinen Grundsätze und Fallgruppen der Äquivalenztheorie und der objektiven Zurechnung.[8]

IV. Tatbestandsspezifischer Gefahrenzusammenhang[Bearbeiten]

Der "normale" Kausalzusammenhang, wie in III. beschrieben, reicht jedoch für eine Strafbarkeit nach § 227 StGB noch nicht aus. Vielmehr bedarf es einer engeren Beziehung zwischen dem Grunddelikt und der schweren Folge.

Weiterführendes Wissen

Diese erhöhte Anforderung an den Kausalzusammenhang zwischen dem Grunddelikt und der schweren Folge liegt darin begründet, dass es sich bei § 227 StGB um ein Verbrechen mit einer, insbesondere im Vergleich zu § 223 StGB, hohen Strafandrohung handelt.[9] Damit wird ein besonders hoher Unrechtsgehalt ausgedrückt, der nur unter engeren Voraussetzungen als der allgemeine Kausalzusammenhang angenommen werden kann.[10]

Es werden nach ständiger Rechtsprechung nur solche Körperverletzungstaten erfasst, denen die spezifische Gefahr anhaftet, zum Tod des Opfers zu führen.[11] Diese dem Grunddelikt anhaftende, eigentümliche Gefahr muss sich im tödlichen Ausgang konkret verwirklicht haben.[12]

Umstritten ist, wie dieser tatbestandsspezifischer Gefahrenzusammenhang[13] genau ausgestaltet sein muss. Insbesondere wird diskutiert, welcher Anknüpfungspunkt im Grunddelikt dafür in Betracht kommt.

Hier wird regelmäßig der Schwerpunkt der Deliktsprüfung zu setzen sein, da es immer wieder zu Problemen und Einzelfällen kommt, bei denen entschieden werden muss, ob dem Grunddelikt eine solche spezifische Gefahr anhaftet. Vor allem wird es deshalb Prüfungsschwerpunkt sein, da an dieser Stelle in der Regel auf einen bekannten Streit eingegangen werden muss: Welcher Anknüpfungspunkt im Rahmen des Grunddelikts ist entscheidend hinsichtlich der Frage, ob eine spezifische Gefahr vorlag?

Die Rechtsprechung knüpft hierfür, neben dem Körperverletzungserfolg, an die Handlung des Grunddelikts an: Liegt bereits in der Handlung des Grunddelikts eine spezifische Gefahr, die den Tod herbeiführen könnte, so reicht dies aus, um den tatbestandsspezifischer Gefahrenzusammenhang zu bejahen. Es wird also auf die Gefährlichkeit des gesamten Vorgangs inklusive der Ausführungshandlung abgestellt.[14] Es ist also nicht notwendig, dass ein spezifischer Zusammenhang zwischen dem Körperverletzungserfolg und dem Todeseintritt besteht.[15] Vielmehr reicht für die Zurechnung ein genereller Verletzungsvorsatz sowie dass der Zusammenhang zwischen Vorsatz, Verletzung und schwerer Folge nicht außer jeder Lebenserfahrung liegt.[16]

Beispiel: Der Täter T schlägt mit einer geladenen Pistole auf den Kopf des Opfers. Dabei löst sich versehentlich ein Schuss, an dem das Opfer stirbt. Der Täter wollte das Opfer lediglich mit einem Schlag auf den Kopf zur Ruhe bringen. Sein Vorsatz bezog sich also auf den Körperverletzungserfolg "Beule durch Schlag mit hartem Gegenstand", dem nicht die spezifische Gefahr anhaftet, zum Tode zu führen. Vielmehr ist auf die Handlung, mit einer geladenen Pistole einer anderen Person auf den Kopf zu schlagen, abzustellen, der eine solche spezifische Gefahr innewohnt.

Als Argument für die Anknüfung an die Handlungsgefährlichkeit des Grunddelikts wird der Wortlaut der Vorschrift, die in Abs. 1 auf die "Körperverletzung" als Grunddelikt verweist, angeführt. Damit sei sowohl der Körperverletzungserfolg als auch die Körperverletzungshandlung umfasst.[17] Außerdem habe sich der Gesetzgeber bewusst entschieden, im Tatbestand des § 227 Abs. 1 StGB im Klammerzusatz auf die §§ 223–226a StGB zu verweisen. Es wird damit auch auf die Versuchsregelungen wie z.B. in § 223 Abs. 2 StGB verwiesen.[18] Wenn nun aber auch eine Versuchsstrafbarkeit als Grunddelikt ausreicht, dann kann denklogisch nur an die spezifische Gefährlichkeit der Handlung angeknüpft werden, da ein Körperverletzungserfolg ja in diesen Fällen gerade ausbleibt.

Genau an diesen Körperverletzungserfolg knüpfen viele Vertreter:innen in der Literatur an: Der tatbestandsspezifischer Gefahrenzusammenhang könne nur dann bejaht werden, wenn sich die spezifische Gefahr im Erfolg des Grunddelikts verwirklicht.[19] Also nur, wenn der Erfolg der Körperverletzung derart gefährlich ist, dass er den Tod der verletzten Person herbeiführen kann, ist ein tatbestandsspezifischer Gefahrenzusammenhang zu bejahen.

Beispiel: Der Täter T sticht mit einem scharfen Messer mehrmals in den Bauch- und die Brustgegend des Opfers. Da auch schwere Schäden an den Organen eintreten, verstirbt das Opfer kurze Zeit später an den Folgen seiner Verletzungen.

Als Argument für diese Ansicht wird ebenfalls der Wortlaut der Norm herangezogen: So wird in Abs. 1 des § 227 StGB der "Tod der verletzten Person" gefordert. Dies spreche nun dafür, dass eine Verletzung eingetreten sein muss, damit eine Strafbarkeit nach § 227 Abs. 1 StGB angenommen werden kann.[20] Zudem sei die Gefährlichkeit einer Körperverletzungshandlung bereits in § 224 Abs. 1 Nr. 5 StGB unter Strafe gestellt, sodass keine Strafbarkeitslücke und keine Notwendigkeit für eine weitere Strafbarkeit bestehe. Schließlich wird auf die hohe Strafandrohung des § 227 Abs. 1 StGB verwiesen, die aufgrund des Prinzips des schuldangemessenen Strafens (abgeleitet aus Art. 20 Abs. 3 GG) eine restriktive Auslegung gebietet.[21]

Sollte es auf diesen Streit ankommen, so ist unserer Ansicht nach nicht ganz so wichtig, wie sich in der Klausur entschieden wird, da der Streit selbst meist bereits den Schwerpunkt bildet. Wichtig ist, dass das Problem erkannt wird und die beiden Meinungen sauber voneinander getrennt dargestellt und insbesondere subsumiert werden. Dafür muss sich vor Augen geführt werden, worin genau der konkrete Erfolg des Grunddelikts liegt und ob diesem eine spezifische Gefahr, die zum Tode führen kann, anhaftet. Ist dies der Fall, ist ein Streitentscheid nicht notwendig.

V. wenigstens Fahrlässigkeit[Bearbeiten]

Die schwere Folge, der Tod, muss gemäß § 18 StGB "wenigstens fahrlässig" verursacht worden sein. Anhand der Gesetzesformulierung "wenigstens" ist erkennbar, dass bei erfolgsqualifizierten Delikten grundsätzlich auch vorsätzliches Handeln hinsichtlich der schweren Folge erfasst ist. Diese Konstellation kommt bei der Körperverletzung mit Todesfolge jedoch deshalb nicht in Betracht, da bei einem vorsätzlichem Handeln hinsichtlich der schweren Folge vorrangig immer ein Tötungsdelikt (§ 212 oder § 211 StGB) zu prüfen ist.

Fahrlässigkeit setzt wie gewohnt eine objektive Sorgfaltspflichtverletzung bei objektiver Vorhersehbarkeit voraus. Die objektive Sorgfaltspflichtverletzung liegt in aller Regel bereits in der Begehung des Grunddelikts.[22]

Für die Frage der objektiven Vorhersehbarkeit kommt es anschließend darauf an, ob die schwere Folge, also der Tod, vorhersehbar war. Dabei muss der Tod aus Sicht eines objektiven, verständigen Dritten nur im Ergebnis als Folge der Körperverletzung vorhersehbar gewesen sein; auf die Einzelheiten des Kausalverlaufs kommt es insofern nicht an.[23] Die konkrete Vorhersehbarkeit wird von der Rechtsprechung nur dann verneint, wenn der Todeserfolg so weit außerhalb der Lebenserfahrung lag, dass eine Zurechnung ausscheiden muss.[24]

Examenswissen: Sollte so dargestellt werden.

Für weiterführendes Wissen oder Kritik an der herrschenden Meinung gibt es diese schöne Box:

Weiterführendes Wissen

Hier steht euer kritischer Text, der ebenfalls formatiert oder mit Fußnoten [25] versehen werden kann.

C. Rechtswidrigkeit und Schuld[Bearbeiten]

D. Täterschaft und Teilnahme[Bearbeiten]

E. Versuch[Bearbeiten]

F. Konkurrenzen[Bearbeiten]

G. Aufbauschema[Bearbeiten]

I. Prozessuales / Wissen für die Zweite Juristische Prüfung[Bearbeiten]

Ebenso wichtig wie selbsterklärend! Denkbare Themen hier: Verjährung, Strafklageverbrauch, Strafantrag, Einziehung, besondere sachliche Zuständigkeiten, Verletztenrechte usw.

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Dieser Text wurde von der Initiative für eine offene Rechtswissenschaft OpenRewi erstellt. Wir setzen uns dafür ein, Open Educational Ressources für alle zugänglich zu machen. Folge uns bei Twitter oder trage dich auf unseren Newsletter ein.

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Inhaltsverzeichnis des Buches[Bearbeiten]

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Einführung zum Besonderen Teil

Erster Teil: Nichtvermögensdelikte

1. Kapitel: Straftaten gegen das Leben

§ 1: Mord und Totschlag, §§ 211, 212

§ 2: Tötung auf Verlangen, § 216

§ 3: Fahrlässige Tötung, § 222

§ 4: Aussetzung, § 221


2. Kapitel: Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit

§ 5: Einfache Körperverletzung, § 223

§ 6: Gefährliche und schwere Körperverletzung, §§ 224, 226

§ 7: Fahrlässige Körperverletzung, § 229

§ 8: Körperverletzung mit Todesfolge, § 227

§ 9: Beteiligung an einer Schlägerei, § 231

§ 10: Körperverletzung im Amt, § 340


3. Kapitel: Straftaten gegen die persönliche Freiheit

§ 11: Nötigung, § 240

§ 12: Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, §§ 113 ff.

§ 13: Freiheitsberaubung, § 239

§ 14: Erpresserischer Menschenraub und Geiselnahme, §§ 239a, 239b


4. Kapitel: Urkundendelikte

§ 15: Urkundenfälschung, § 267

§ 16: Fälschung technischer Aufzeichnungen und beweiserheblicher Daten, §§ 268, 269

§ 17: Mittelbare Falschbeurkundung, § 271

§ 18: Urkundenunterdrückung, § 274


5. Kapitel: Straßenverkehrsdelikte

§ 19: Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, § 315b

§ 20: Gefährdung des Straßenverkehrs, §§ 315c, 315d

§ 21: Trunkenheit im Verkehr, § 316

§ 22: Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, § 142


6. Kapitel: Brandstiftungsdelikte

§ 23: Einfache Brandstiftung, § 306

§ 24: Schwere und besonders schwere Brandstiftung, §§ 306a, 306b

§ 25: Brandstiftung mit Todesfolge, § 306c

§ 26: Fahrlässige Brandstiftung, § 306d

§ 27: Herbeiführen einer Brandgefahr, § 306f


7. Kapitel: Beleidigungsdelikte

§ 28: Beleidigung, § 185

§ 29: Üble Nachrede, § 186

§ 30: Verleumdung, § 187


8. Kapitel: Straftaten gegen die Rechtspflege

§ 31: Aussagedelikte, §§ 153ff

§ 32: Falsche Verdächtigung und Vortäuschen einer Straftat, §§ 164, 145d

§ 33: Strafvereitelung und Strafvereitelung im Amt, §§ 258, 258a


Zweiter Teil: Eigentums- und Vermögensdelikte

9. Kapitel: Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Diebstahl und Unterschlagung

§ 34: Sachbeschädigung, §§ 303 ff.

§ 35: Hausfriedensbruch, § 123

§ 36: Einfacher Diebstahl, § 242

§ 37: Besonders schwerer Fall des Diebstahls, § 243

§ 38: Qualifikationen des Diebstahls, §§ 244, 244a

§ 39: Unterschlagung, § 246


10. Kapitel: Betrug und Untreue

§ 40: Betrug, § 263

§ 41: Computerbetrug, § 263a

§ 42: Untreue, § 266

§ 43: Weitere examensrelevante Delikte des 22. Abschnitts, §§ 266b, 265a, 265


11. Kapitel: Raub und Räuberischer Diebstahl

§ 44: Einfacher Raub, § 249

§ 45: Schwerer Raub, § 250

§ 46: Raub mit Todesfolge, § 251

§ 47: Räuberischer Diebstahl, § 252

§ 48: Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer, § 316a


12. Kapitel: Erpressung und Räuberische Erpressung

§ 49: Erpressung, § 253

§ 50: Räuberische Erpressung, § 255


13. Kapitel: Anschlussstraftaten

§ 51: Begünstigung, § 257

§ 52: Hehlerei, § 259

§ 53: Geldwäsche; Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte, § 261


Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Hardtung, in: MüKo-StGB, Bd. IV, 3. Aufl. (2017), § 227 Rn. 1.
  2. Taugliche Grunddelikte sind neben § 223 StGB auch §§ 224-226a StGB, wie der Wortlaut des § 227 Abs. 1 StGB deutlich macht. Für die Fallbearbeitung empfehlen wir euch allerdings, auf eine "große Prüfung", die alle relevanten Tatbestände enthält, zu verzichten. Sollte also eine Strafbarkeit nach §§ 224-226a StGB in Betracht kommen, solltet ihr die getrennt von der Strafbarkeit nach §§ 223, 227 Abs. 1 StGB aufbauen und prüfen. In den meisten Fällen sorgt dies für mehr Übersicht und Struktur. Erst wenn ihr weiter fortgeschritten seid und eine Strafbarkeit nach §§ 223, 224 Abs. 1 StGB eindeutig zu bejahen ist, kann es sinnvoll sein, die Strafbarkeit nach §§ 223, 224 Abs. 1 StGB als Grundtatbestand zu prüfen.
  3. Vertiefend zur Kritik vgl. Paeffgen/Böse, in: NK-StGB, 5. Aufl. (2017), § 227 Rn. 2.
  4. BGH NJW 2017, 418 (Rn. 20); BGH NStZ 2006, 686; Hardtung, in MüKo-StGB, Bd. IV, 3. Aufl. (2017), § 227 Rn. 2.
  5. So muss laut BGH die durch das Unterlassen begangene Körperverletzung die Gefahr des Todes begründet haben, BGH NJW 1995, 3194 f. Insbesondere schwierig wird dies in der Konstellation, wenn das Unterlassen eine eigene Körperverletzung nicht bewirkt, sondern der Täter als Garant einen Dritten an der Begehung einer Körperverletzung nicht hindert. Hier muss zwischen der eigenen Körperverletzungs handlung und der Beihilfe durch Unterlassen unterschieden werden, vgl. Hardtung, in MüKo-StGB, Bd. IV, 4. Aufl. (2021), § 227 Rn. 24.
  6. Hinweise für einen sinnvollen Aufbau in der Klausur findet ihr in Fn. 2
  7. Eschelbach, in: BeckOK-StGB, 49. Ed. (Stand: 01.02.2021), § 227 Rn. 2.
  8. Sternberg-Lieben, in: Schönke/Schröder, 30. Aufl. (2019), § 227 Rn. 2.
  9. Wessels/Hettinger/Englänger, Strafrecht BT 1, 44. Aufl (2020), Rn. 261.
  10. Sternberg-Lieben, in: Schönke/Schröder, 30. Aufl. (2019), § 227 Rn. 3.
  11. BGH NStZ-RR 2009, 78; BGH NStZ 2008, 278.
  12. BGH NJW 95, 3194.
  13. Dieser hier tatbestandsspezifischer Gefahrenzusammmenhang genannte Zusammenhang hat in der Literatur verschiedene Bezeichnungen, wie beispielsweise "gefahrspezifischer Zusammenhang" oder "Umittelbarkeitszusammenhang". Davon sollte man sich nicht irritieren lassen, da dasselbe gemeint wird, nur bisher kein einheitlicher Begriff gefunden wurde.
  14. Wessels/Hettinger/Engländer, Strafrecht BT 1, 44. Aufl. (2020), Rn. 262.
  15. BGH NStZ 1995, 287 f.; NStZ 2008, 278; NStZ-RR 1998, 171. Anders Teile der Literatur, mitunter Kühl, in: LK-StGB, 29. Aufl. (2018), § 227 Rn. 2; Sternberg-Lieben, in: Schönke/Schröder, 30. Aufl. (2019), § 227 Rn. 5.
  16. BGH 31, 96, 101.
  17. BGHSt 31, 96 (99).
  18. Eschelbach, in: BeckOK-StGB, 49. Ed. (Stand: 01.02.2021), § 227 Rn. 5.
  19. Kühl, in: LK-StGB, 29. Aufl. (2018), § 227 Rn. 2; Sternberg-Lieben, in: Schönke/Schröder, 30. Aufl. (2019), § 227 Rn. 5.
  20. Eschelbach, in: BeckOK-StGB, 49. Ed. (Stand: 01.02.2021), § 227 Rn. 6; Kühl, in: Lackner/Kühl 29. Aufl. (2018), § 227 Rn. 2.
  21. Engländer, NStZ 2018, 135 (140).
  22. Eschelbach, in: BeckOK-StGB, 50. Ed. (Stand: 01.05.2021), § 227 Rn. 13; OLG Köln NJW 1963, 2381.
  23. Eschelbach, in: BeckOK-StGB, 50. Ed. (Stand: 01.05.2021), § 227 Rn. 14; BGH NStZ 2008, 686, 2017, 410.
  24. BGH 31, 96, 100; 51, 18, 21f.; NStZ 1997, 82 f.
  25. eine Fußnote aus der Klappbox