Räuberische Erpressung

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Autor:innen: Louisa Zech

Notwendiges Vorwissen: Erpressung § 253; Raub § 249 StGB; Raubqualifikationen §§ 250 ff. StGB; Betrug § 263 StGB

A. Allgemeines und Rechtsgut[Bearbeiten]

Die Räuberische Erpressung stellt die Qualifikation der einfachen Erpressung gem. § 253 StGB dar. Im Vergleich zur Erpressung sieht die Räuberische Erpressung die Anwendung eines qualifizierten Nötigungsmittels vor: Gewalt gegen eine Person oder die Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben. Dadurch kommt der Räuberischen Erpressung im Vergleich zur ihrem Grundtatbestand ein deutlich weiterer Anwendungsbereich zu (→ siehe § 253 StGB). Der Wortlaut der Norm "wird gleich einem Räuber bestraft", eröffnet zudem die Anwendung der Qualifikationstatbestände des Raubes gem. §§ 250 ff. StGB.[1]

Wie bereits im Abschnitt zur Erpressung angesprochen, ist das Verhältnis der Räuberischen Erpressung nach §§ 253, 255 StGB zum Raubtatbestand § 249 StGB umstritten und stellt einen absoluten Klassiker in Strafrechtsklausuren dar. Dabei wird einerseits von einer gewissen Strukturähnlichkeit zwischen dem Betrug gem. § 263 StGB und der Erpressung ausgegangen und somit auch die Räuberische Erpressung als Selbstschädigungsdelikt eingeordnet. Dadurch werden der Raub und die Räuberische Erpressung in ein Verhältnis der Exklusivität gesetzt. Ein solches Exklusivitätsverhältnis zwischen Fremd- und Selbstschädigungsdelikten ist bereits aus der Abgrenzung zwischen dem Betrug, § 263 StGB und dem Diebstahl § 242 StGB bekannt (→ siehe hierzu den Abschnitt zum Betrug § 263 StGB). Andererseits geht insbesondere die Rechtsprechung[2] im Verhältnis von Raub und der Räuberischen Erpressung von einem Spezialitätsverhältnis aus, wobei der Raub die Qualifikation zur Räuberischen Erpressung darstellt. In jedem Raub steckt somit auch gleichzeitig eine Räuberische Erpressung. Wie die beiden Ansichten jeweils argumentativ hergeleitet werden und wie sie im einzelnen die Räuberische Erpressung und den Raub voneinander abgrenzen, wird im Abschnitt "Nötigungserfolg" genauer erörtert.

Weiterführendes Wissen

Klausurhinweis: Es empfiehlt sich in Fällen, in denen sowohl der Raub als auch die Räuberische Erpressung in Betracht kommt, immer zunächst mit der Prüfung des Raubes zu beginnen.[3] Es kann auch Fallkonstellationen geben, in denen auf den Raub nicht - bzw nur sehr knapp - eingegangen werden muss, entweder weil das Tatobjekt keine fremde bewegliche Sache darstellt oder weil lediglich eine einfache Drohung mit einem empfindlichen Übel stattfindet, also Leib oder Leben nicht bedroht sind.[4]

B. Tatbestand[Bearbeiten]

I. Objektiver Tatbestand[Bearbeiten]

1. Qualifiziertes Nötigungsmittel[Bearbeiten]

Die qualifizierten Nötigungsmittel entsprechen weitgehend dem Raubtatbestand gem. § 249 StGB, weshalb an dieser Stelle auf das entsprechende Kapitel (→ § 249) verwiesen wird. Im Folgenden werden vor allem die Besonderheiten für die Räuberische Erpressung hervorgehoben.

a. Gewalt gegen eine Person[Bearbeiten]

Für den Gewaltbegriff im Rahmen der Räuberischen Erpressung nach §§ 253, 255 StGB gilt das bereits zur Erpressung (§ 253 StGB) und der Nötigung (§ 240 StGB) Gesagte und soll an dieser Stelle nicht ausführlich wiederholt werden. Die Gewalt muss sich, da es sich um ein qualifiziertes Nötigungsmittel handelt, unmittelbar oder mittelbar gegen den Körper eines Menschen richten.[5] Im Gegensatz zu der Drohungsalternative muss die Gewalt hierbei nicht zu einer Gefahr für Leib oder Leben des Opfers führen.[6] Auf Grund der unterschiedlichen Ansichten zur Struktur der Räuberischen Erpressung ist bereits an dieser Stelle des Gutachtens auf den Streit zwischen Literatur und Rechtsprechung zu achten. Wird nämlich der überwiegenden Ansicht in der Literatur gefolgt, die von der Räuberischen Erpressung als Selbstschädigungsdelikt ausgeht, so kann die Gewalt nicht in Form von vis absoluta vorliegen, da die willensbrechende Gewalt eine Vermögensverfügung durch das Opfer und somit eine Selbstschädigung denklogisch ausschließt.

Weiterführendes Wissen

Klausurhinweis: In der Prüfung ist es nicht erforderlich an dieser Stelle bereits in einen ausführlichen Streit zur Abgrenzung zwischen Raub und Räuberischer Erpressung einzusteigen. Es sollte aber in einem Fall der vis absoluta zumindest darauf verwiesen werden, dass diese nach der Literaturansicht ausgeschlossen ist und die entsprechenden Gründe genannt werden. In jedem Fall muss das Gutachten konsequent sein, wenn im Rahmen der Gewalt gegen eine Person vis absoluta bejaht wird, so kann beim Nötigungserfolg nicht der Literaturansicht gefolgt und eine Vermögensverfügung vorausgesetzt werden.

b. Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben[Bearbeiten]

Die Drohung ist das Inaussichtsstellen einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben des Opfers, auf die der:die Täter:in Einfluss zu haben vorgibt. Besondere Bedeutung erlangt im Rahmen der Räuberischen Erpressung die Gegenwärtigkeit der Gefahr für Leib oder Leben des Opfers. Nicht selten ist die angedrohte Gefahr für Leib oder Leben für den erfolglosen Ablauf einer Frist angekündigt, innerhalb derer das Opfer der Forderung der drohenden Person nachkommen soll.[7] Es ist in derartigen Sachverhaltskonstellationen umstritten, bis zu welchem Zeitpunkt noch von einer Gegenwärtigkeit der Gefahr ausgegangen werden kann.

Beispiel 1: A schüchtert den B mit einer geladenen Pistole ein und droht ihm, diese bei seinem nächsten Besuch in zwei Tagen zu benutzen, wenn der B ihm nicht bis dahin 500€ überwiesen hat. Beispiel 2: In einer Kaufhauskette werden durch T mehrere Sprengsätze gezündet. T kündigt die Zündung weiterer Sprengsätze in Filialen der Kaufhauskette an, wenn ihm nicht alsbald 1 Mio. € gezahlt werden.

Nach weit verbreiteter Ansicht, ist eine Gefahr dann gegenwärtig, wenn der Eintritt des angedrohten schädigenden Ereignisses unmittelbar bevorsteht oder wenn bei natürlicher Weiterentwicklung der Dinge der Schadenseintritt als sicher oder zumindest wahrscheinlich zu erwarten ist, wenn nicht alsbald Abwehrmaßnahmen ergriffen werden. Eine sog. Dauergefahr, die sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, ist also auch gegenwärtig, wenn sie zu einem ungewissen Zeitpunkt in eine Verletzung umschlagen kann.[8] Eine exakte zeitliche Grenze kann nicht bestimmt werden, sondern muss sich an den Umständen des Einzelfalls orientieren. Um einen umfassenden Schutz durch §§ 253, 255 StGB zu gewährleisten sollten die Anforderungen an die Gegenwärtigkeit der Gefahr allerdings nicht allzu hoch angesetzt werden.[9]

2. Nötigungserfolg[Bearbeiten]

Im Rahmen des Nötigungserfolgs ist es, wie bei der einfachen Erpressung, umstritten, ob jedes beliebige Verhalten des Opfers tatbestandsmäßig sein kann, also auch die Duldung der Wegnahme, oder ob es einer Vermögensverfügung durch das Opfer bedarf.

Die Rechtsprechung[10] sowie Teile der Literatur[11] - auch als Spezialitätsthese bezeichnet - geht davon aus, dass jedes Handeln, Dulden oder Unterlassen genüge und es einer Vermögensverfügung nicht bedürfe. Dementsprechend kann auch die Duldung einer Wegnahme tatsbestandsmäßig iSv §§ 253, 255 StGB sein. Die Wegnahme iSv § 249 StGB stellt somit eine spezielle Form der Räuberischen Erpressung dar und die §§ 253, 255 StGB fungieren als Auffangtatbestände. Ein Argument für diese Lösung liegt insbesondere in angenommenen Strafbarkeitslücken, in Fällen, in denen Gewalt gegen das Opfer in Form von vis absoluta ausgeführt wird, allerdings keine Zueignungsabsicht des:der Täter:in vorliegt sowie in Fällen, in denen das Tatobjekt keine Sache, sondern eine Forderung darstellt (sog. Forderungserpressung).

Beispiel 1 A schlägt O bewusstlos um sich Os Buch zu nehmen, fertigt aber lediglich Kopien davon an und gibt es im Anschluss zurück. Beispiel 2 A schlägt den Taxifahrer T mit einer Eisenstange nieder, um die Taxifahrt nicht bezahlen zu müssen.[12]

In dem Beispiel 1 hatte A keinen Vorsatz bezüglich der dauerhaften Enteignung von O und handelte somit ohne Zueignungsabischt, weshalb ein Raub gem. § 249 StGB ausscheidet. Da die Rechtsprechung nun von dem §§ 253, 255 StGB als eine Art Auffangtatbestand ausgeht, liegt aber eine Strafbarkeit von A wegen Räuberischer Erpressung vor. In der Literaturansicht, die auf eine Vermögensverfügung des Opfers abstellt und daher die Gewalt in Form von vis absoluta im Rahmen der Räuberischen Erpressung ablehnt, hätte A sich lediglich wegen § 223 und § 240 StGB strafbar gemacht und es läge keine Straftat mit Verbrechenscharakter mehr vor. Nach der hL werde also privilegiert, wer in der oftmals - allerdings nicht immer - schwereren Form der Gewalt agiert. In dem benannten Beispiel 2 scheitert der Raub mangels Vorliegens einer fremden beweglichen Sache. Auch hier käme nach der hL keine Bestrafung nach §§ 253 255 StGB in Betracht und auch für den Qualifikationstatbestand gem. § 250 StGB besteht kein Raum. Besonders deutlich wird dieser Wertungswiderspruch, wenn angenommen wird A hätte T nicht niedergeschlagen, sondern lediglich gedroht, ihn mit der Eisenstange zu schlagen. In diesem Fall läge auch nach der Verfügungstheorie eine Strafbarkeit wegen §§ 253, 255 StGB vor.[13] Als weiteres Argument dient der Wortlaut der Norm, in der explizit von einer Nötigung zu einer "Handlung, Duldung oder Unterlassung" die Rede ist. Damit ist die Erpressung identisch mit dem Nötigungstatbestand gem. § 240 StGB, in dessen Anwendungsbereich auch die Gewalt in Form der vis absoluta fällt.

Die sog. Verfügungstheorie[14] fordert eine willensgetragene Vermögensverfügung durch das Opfer. Unter einer Vermögensverfügung wird ein willentliches Verhalten des Opfers verstanden, wodurch es bewusst sein Vermögen mindert.[15] Eine solche willensgetragene Vermögensverfügung kann bei der Duldung der Wegnahme nicht gegeben sein, da kein willentliches Verhalten des Opfers vorliegt, wodurch es bewusst eine Vermögensminderung herbeiführt. Grundlage für diese Theorie bildet die Annahme, dass eine Strukturänlichkeit zwischen der Erpressung und dem Betrug gem. § 263 StGB bestünde und die Erpressung demnach ein Selbstschädigungsdelikt darstelle. Für die Verfügungstheorie spricht die Gesetzessystematik im 20. Abschnitt, welche die Überschrift "Raub und Erpressung" trägt und damit schon beide Tatbestände als eigenständig klassifiziert. Zudem wäre der Spezialitätsthese folgend der Tatbestand des Raubes überflüssig, denn jeder Raub wäre auch als Räuberische Erpressung zu bewerten, der § 249 StGB sieht aber keinen anderen Strafrahmen als § 255 StGB vor.[16] Bezüglich des Strafrahmens verweist der § 255 StGB auf den Raub. In der Gesetzessystematik ist es allerdings sehr unüblich, dass der Grundtatbestand auf den Strafrahmen des Qualifikationstatbestandes verweist. Argumentiert wird auch, dass beide Tatbestände unterschiedliche Rechtsgüter schützen würden, was ebenfalls gegen ein Spezialitätsverhältnis spreche. So schütze der Raub das Eigentum, während die (räuberische) Erpressung das Vermögen schütze. Nur mit der hL sei demnach eine klare Abgrenzung zwischen Eigentums- und Vermögensdelikten möglich.[17] Zwar ist nur nach der Spezialitätsthese eine Gebrauchsanmaßung unter Anwendung von vis absoluta als Verbrechen zu bestrafen, allerdings wird dabei verkannt, dass eine gesetzliche Privilegierung der Wegnahme ohne Zueignungsabsicht vom Gesetzgeber gewollt sei.[18] Innerhalb der Verfügungstheorie ist umstritten, wie genau die Vermögensverfügung definiert wird (siehe dazu ausführlicher → § 49 "Nötigungserfolg).

Weiterführendes Wissen

Klausurhinweis: In der Klausur muss also, wenn sowohl der Raub als auch die Räuberische Erpressung in Betracht kommen, darauf geachtet werden, zwei Meinungsstreitigkeiten darzustellen. Das erste Problem ergibt sich im Raub für den sog. Gewahrsamsbruch im Rahmen der Wegnahme. Gewahrsamsbruch bedeutet die Verschiebung des Gewahrsams gegen oder ohne den Willen des Opfers. Da der:die Täter:in mitunter das Opfer zum Gewahrsamswechsel mittels qualifizierter Nötigungsmittel erzwingt, kann nicht ohne Weiteres von einer Gewahrsamsverschiebung gegen bzw. ohne den Willen des Opfers gesprochen werden. . Die Rechtsprechung und Literatur wenden hier unterschiedliche Maßstäbe an. Während die Rechtsprechung auf das äußere Erscheinungsbild abstellt, beurteilt die Literatur den Sachverhalt anhand der "inneren Willensrichtung" des Opfers. Das zweite Problem, welches sich im Rahmen der Räuberischen Erpressung stellt, ist die Frage, ob es einer Verfügung durch das Opfer bedurfte.[19]

3. Vermögensnachteil[Bearbeiten]

Als dritte Voraussetzung im objektiven Tatbestand muss ein Vermögensnachteil beim Opfer entstanden sein. Zu den Voraussetzungen siehe bereits die Erläuterungen zur Erpressung (→ § 49).

II. Subjektiver Tatbestand[Bearbeiten]

Im Rahmen des subjektiven Tatbestandes muss zunächst Vorsatz bzgl. aller objektiven Tatbestandmerkmale vorliegen. Daneben bedarf es auch die Absicht der stoffgleichen und rechtswidrigen Bereicherung. Auch hier kann auf den entsprechenden Abschnitt der Erpressung nach § 253 StGB verwiesen werden.

C. Rechtswidrigkeit[Bearbeiten]

Eine Verwerflichkeitsprüfung nach § 253 Abs. 2 StGB ist im Rahmend er Räuberischen Erpressung auf Grund der schwere des Delikts nicht mehr erforderlich, mit Vorliegen des Tatbestandes ist die Rechtswidrigkeit somit indiziert.[20] Es müssen daher nur die allgemeinen Rechtfertigungsgründe geprüft werden.

D. Schuld[Bearbeiten]

Für die Schuld ergeben sich keine Besonderheiten. An dieser Stelle wird das Vorliegen der allgemeinen Entschuldigungs- und Schuldausschließungsgründe geprüft.

E. (Ggf.) Qualifikation nach §§ 250 ff. StGB[Bearbeiten]

Da der § 255 StGB die Formulierung "wird gleich einem Räuber" bestraft, sind in der Prüfung der Räuberischen Erpressung unbedingt die Qualifikationstatbestände nach §§ 250 ff. StGB zu beachten. Die dort (→ § 45 und § 46) behandelten Probleme müssen, falls sie einschlägig sind, hier entsprechend diskutiert werden. Vom Klausuraufbau her sind zwei Varianten möglich: Zum einen können die Qualifkationen inzident bereits im Rahmen des objektiven Tatbestands der §§ 253, 255 StGB greprüft werden, dann müssen die Normen entsprechend in den Obersatz. Zum anderen kann jeweils ein neue Tatbestansprüfung begonnen werden und auf die §§ 253, 255 StGB nach oben hin verwiesen werden. Die beiden Aufbauvarianten haben jeweils Vor- und Nachteile. Der inzidente Aufbau ist oftmals fehleranfälliger, das viele Gliederungspunkte innerhalb einer Prüfung abgearbeitet werden müssen, während die zweite Variante zeitraubender ist.

F. Konkurrenzen[Bearbeiten]

Der oben benannte Streit um die Abgrenzung zwischen dem Raub und der Räuberischen Erpressung wirkt sich auch auf die Konkurrenzebene aus. Hier ist unbedingt darauf zu achten in der Prüfung konsequent zu bleiben. Wird sich für die Rechtsprechungsansicht entschieden, so können der Raub und die Räuberische Erpressung nebeneinander vorliegen, wobei der Raub, falls dieser bejaht wird, die Räuberische Erpressung im Wege der Spezialität verdrängt. Demgegenüber stehen der Raub und die Räuberische Erpressung in einem Exklusivitätsverhältnis, wenn der Verfügungstheorie gefolgt wird. Das heißt, bei Vorliegen eines Raubes, kann die Räuberische Erpressung schon tatbestandsmäßig nicht vorliegen.

G. Prüfungsschema[Bearbeiten]

A. Tatbestand

I. Objektiver Tatbestand

1. Qualifiziertes Nötigungsmittel: Gewalt gegen eine Person oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben

a. Gewalt gegen eine Person

P! Gewaltbegriff

P! Vis absoluta oder ausschließlich vis compulsiva?

b. Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben

P! Gegenwärtigkeit der Drohung

2. Nötigungserfolg: Handeln, Dulden oder Unterlassen

P! Jedes Handeln, Dulden oder Unterlassen oder Vermögensverfügung erforderlich?

(Problemkreis: Abgrenzung Raub/Räuberische Erpressung)

P! Dreieckserpressung

3. Taterfolg: Vermögensnachteil

II. Subjektiver Tatbestand

1. Vorsatz

2. Bereicherungsabsicht

B. Rechtswidrigkeit

C. Schuld

(Ggf.) Qualifikationen gem. §§ 250, 251 StGB

Weiterführende Studienliteratur[Bearbeiten]

  • Schladitz, Die verschiedenen Problemdimensionen der "Abgrenzung von Raub und (räuberischer) Erpressung", JA 2022, 89.
  • Rönnau, Abgrenzung von Raub und räuberischer (Sach-) Erpressung, JuS 2012, 888.
  • Bode, Die Abgrenzung von Raub und räuberischer Erpressung in der Fallbearbeitung, JA 2017, 110.
  • Brand, Die Abgrenzung von Raub und räuberischer Erpressung am Beispiel der Forderungserpressung, JuS 2009, 899.

Zusammenfassung: Die wichtigsten Punkte[Bearbeiten]

  • das haben wir gelernt
  • und das haben wir gelernt
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Inhaltsverzeichnis des Buches[Bearbeiten]

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Einführung zum Besonderen Teil

Erster Teil: Nichtvermögensdelikte

1. Kapitel: Straftaten gegen das Leben

§ 1: Mord und Totschlag, §§ 211, 212

§ 2: Tötung auf Verlangen, § 216

§ 3: Fahrlässige Tötung, § 222

§ 4: Aussetzung, § 221


2. Kapitel: Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit

§ 5: Einfache Körperverletzung, § 223

§ 6: Gefährliche und schwere Körperverletzung, §§ 224, 226

§ 7: Fahrlässige Körperverletzung, § 229

§ 8: Körperverletzung mit Todesfolge, § 227

§ 9: Beteiligung an einer Schlägerei, § 231

§ 10: Körperverletzung im Amt, § 340


3. Kapitel: Straftaten gegen die persönliche Freiheit

§ 11: Nötigung, § 240

§ 12: Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, §§ 113 ff.

§ 13: Freiheitsberaubung, § 239

§ 14: Erpresserischer Menschenraub und Geiselnahme, §§ 239a, 239b


4. Kapitel: Urkundendelikte

§ 15: Urkundenfälschung, § 267

§ 16: Fälschung technischer Aufzeichnungen und beweiserheblicher Daten, §§ 268, 269

§ 17: Mittelbare Falschbeurkundung, § 271

§ 18: Urkundenunterdrückung, § 274


5. Kapitel: Straßenverkehrsdelikte

§ 19: Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, § 315b

§ 20: Gefährdung des Straßenverkehrs, §§ 315c, 315d

§ 21: Trunkenheit im Verkehr, § 316

§ 22: Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, § 142


6. Kapitel: Brandstiftungsdelikte

§ 23: Einfache Brandstiftung, § 306

§ 24: Schwere und besonders schwere Brandstiftung, §§ 306a, 306b

§ 25: Brandstiftung mit Todesfolge, § 306c

§ 26: Fahrlässige Brandstiftung, § 306d

§ 27: Herbeiführen einer Brandgefahr, § 306f


7. Kapitel: Beleidigungsdelikte

§ 28: Beleidigung, § 185

§ 29: Üble Nachrede, § 186

§ 30: Verleumdung, § 187


8. Kapitel: Straftaten gegen die Rechtspflege

§ 31: Aussagedelikte, §§ 153ff

§ 32: Falsche Verdächtigung und Vortäuschen einer Straftat, §§ 164, 145d

§ 33: Strafvereitelung und Strafvereitelung im Amt, §§ 258, 258a


Zweiter Teil: Eigentums- und Vermögensdelikte

9. Kapitel: Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Diebstahl und Unterschlagung

§ 34: Sachbeschädigung, §§ 303 ff.

§ 35: Hausfriedensbruch, § 123

§ 36: Einfacher Diebstahl, § 242

§ 37: Besonders schwerer Fall des Diebstahls, § 243

§ 38: Qualifikationen des Diebstahls, §§ 244, 244a

§ 39: Unterschlagung, § 246


10. Kapitel: Betrug und Untreue

§ 40: Betrug, § 263

§ 41: Computerbetrug, § 263a

§ 42: Untreue, § 266

§ 43: Weitere examensrelevante Delikte des 22. Abschnitts, §§ 266b, 265a, 265


11. Kapitel: Raub und Räuberischer Diebstahl

§ 44: Einfacher Raub, § 249

§ 45: Schwerer Raub, § 250

§ 46: Raub mit Todesfolge, § 251

§ 47: Räuberischer Diebstahl, § 252

§ 48: Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer, § 316a


12. Kapitel: Erpressung und Räuberische Erpressung

§ 49: Erpressung, § 253

§ 50: Räuberische Erpressung, § 255


13. Kapitel: Anschlussstraftaten

§ 51: Begünstigung, § 257

§ 52: Hehlerei, § 259

§ 53: Geldwäsche; Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte, § 261


Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Wittig, in: BeckOK-StGB, 49. Edition (Stand: 01.02.2021), § 255, Rn. 1.
  2. BGH BeckRS 2021, 28048, Rn. 12; BGH NStZ 2013, 648; BGH NStZ 2002, 31 (32);BGH NJW 1960, 1729 (1730); Küfer/Zopfs Strafrecht Besonderer Teil, 10. Aufl (2018), Rn. 693.
  3. So jedenfalls Schladitz, JA 2022, 89; Bode, JA 2017, 110 (112); Rönnau, JuS 2012, 888 (891).
  4. Schladitz, JA 2022, 89 (90).
  5. Bosch, in: Schönke/Schröder, 30. Aufl. (2019), § 255, Rn. 2.
  6. Kindhäuser, in: NK-StGB, 5. Aufl. (2017), § 255, Rn. 2; Kühl, in: Lackner-Kühl, 29. Aufl. (2018), § 255, Rn. 1.
  7. Sander, in: MüKo-StGB, 4. Aufl. (2020), § 255, Rn. 5.
  8. BGH, NStZ 2015, 36; Sander, in: MüKo-StGB, 4. Aufl. (2020); Wessels/Hillenkamp/Schuhr, Strafrecht Besonderer Teil 2, 2020 (43. Aufl.), Rn. 726, m.w.N.
  9. BGH NStZ 2015, 36; Sander, in: MüKo-StGB, 4. Aufl. (2020), § 255, Rn. 7; Wittig, in: BeckOK-StGB, 49. Edition (Stand: 01.02.2021), § 255, Rn. 2.1.
  10. BGH BeckRS 2021, 28048, Rn. 12; BGH NJW 2018, 245; BGH NStZ 2002, 31 (32); BGH NJW 1960, 1729; BGH NJW 1973, 2072.
  11. Kudlich, in: SSW-StGB, 5. Aufl. (2021), Vor § 249 Rn. 7; Seier JA 1984, 441.
  12. Beispiel aus: Brand, JuS 2009, 899 (900).
  13. Siehe dazu Brand, JuS 2009, 899 (900). Dieser plädiert sodann für eine vermittelnde Lösung, in welcher die Vermögensverfügung lediglich für die sog. Sacherpressung angenommen werden soll, nicht aber für die Forderungserpressung (S. 901).
  14. Kühl, in: Lackner/Kühl, 29. Aufl. (2018), § 253 Rn. 3; Bosch, in: Schönke/Schröder, 30. Aufl. (2019), § 253 Rn. 8; Fischer, StGB, 67. Aufl. (2020), § 253 Rn. 14; Wessels/Hillenkamp/Schuhr, Strafrecht BT 2, 44. Aufl. (2021), Rn. 750, 772.
  15. Schladitz, JA 2022, 89 (93).
  16. Sander, in: MüKo-StGB, 4. Aufl. (2021), § 253 Rn. 16.
  17. Schladitz, JA 2022, 89 (93).
  18. Sander, in: MüKo-StGB, 4. Aufl. (2021), § 253 Rn. 18.
  19. Eine gute Übersicht über die beiden Problemfelder bietet Schladitz, JA 2022, 89
  20. Sander, in: MüKo-StGB, 4. Aufl. (2021), § 255, Rn. 1.