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Inhalt

Vorworte

Einleitung

Kapitel  1. Alphabet – Vokale – Konsonanten – Namen der Buchstaben – Diphthonge – Kombinationen von Konsonanten – Silbentrennung – Betonung

Kapitel  2. Substantive – Der Artikel – Adjektive – Das attributive Adjektiv – Die Gegenwart des Verbes

Kapitel  3. Der Plural – Prädikatives Adjektiv und Substantiv

Kapitel  4. Transitive Verben – Der Akkusativ – Die Konjunktion „kaj“ – Die Negation „ne“

Kapitel  5. Der Infinitiv – Entscheidungsfrage mit „ĉu“ – Die Konjunktion „nek“

Kapitel  6. Die Personalpronomen – Übereinstimmung mit Pronomen – Beugung der Verben

Kapitel  7. Die Vergangenheitsform – Die Präpositionen – Personalpronomen im Akkusativ

Kapitel  8. Die Reflexivpronomen – Reflexivverben

Kapitel  9. Anwendbarkeit der dritten Personalpronomen – Possessivpronomen (adjektivisch) – Possessivpronomen (prädikativ) – „La kato kaj la pasero“

Kapitel 10. Der Akkusativ der Richtung – Artikel kontra Possessivpronomen – „La arabo kaj la kamelo“

Kapitel 11. Der Genitiv – „es“ als Lückenfüller – Satzeinleitende Verben – Subjektlose Sätze – Nebenordnende Bindewörter – „La arabo en la dezerto“

Kapitel 12. Indirekte Aussagen – Das unbestimmte Personalpronomen „oni“ – Die Zeitform der Zukunft – „La ventoflago“

Kapitel 13. Das Demonstrativ-Pronomen „tiu“ – Bildung von weiblichen Substantiven – „En la parko“

Kapitel 14. Das Demonstrativ-Pronomen „ĉi tiu“ – Die Partikel „ĉi“ – Das besitzanzeigende Demonstrativpronomen – Das Suffix „-il-“ – Die Präposition „per“ – „La manĝo“

Kapitel 15. Das Demonstrativpronomen „tia“ – Adverbien: Definition und Unterteilung – Bildung des Gegenteiles – „La ruza juna viro“

Kapitel 16. Das demonstrative Adverb des Ortes – Begleitung – Das Adverb „for“ – Die Bedeutung von „povi“ – „Malamikoj en la dezerto“

Kapitel 17. Das demonstrative temporale Adverb – Vergleich von Adjektiven – Adverbielle Ausdrücke der Art und Weise oder Charakteristik eingeleitet durch „mit“ – „diri“, „paroli“ und „rakonti“ – „Frederiko Granda kaj la juna servisto“

Kapitel 18. Das kausale demonstrative Adverb – Ableitung von Adverbien – „malpli“ und „malplej“ – Vergleichen von Wörtern, die eine Menge ausdrücken – Vergleiche mit „ol“ – Kausale Nebensätze – „Pri la sezonoj“

Kapitel 19. „ju“ und „des“ in Vergleichen – Das Verhältniswort „inter“ – Die Präposition „pro“ – Präpositionen vor Adverbien oder anderen Präpositionen – „La aŭtuno kaj la vintro“

Kapitel 20. Das demonstrative Adverb der Art und des Grades – Präpositionen zur Ausdrückung von Zeitverhältnissen – „En septembro“

Kapitel 21. Der zeitliche Akkusativ – Adverbien und der zeitliche Akkusativ – Die Präposition „por“ – „La sezonoj kaj la mondo“

Kapitel 22. Sätze, die eine Zeitdauer mit „dum“ ausdrücken – Sätze, die Vorangegangenes mit „antaŭ ol“ ausdrücken – Der Infinitiv mit „anstataŭ“, „por“, „antaŭ ol“ – Ausdrücken eines Teiles einer Ganzheit mit „da“ – „Diogeno kaj Aleksandro Granda“

Kapitel 23. Adverbien zur Beschreibung von Teilmengen mit „da“ – Das demonstrative Adverb „tiom“ zur Mengenangabe – Konsekutivsätze – „En la butiko“

Kapitel 24. Die Fragepronomen „kiu“ und „kies“ – Das Partizip Präsens Aktiv mit „-anta“ – Zusammengesetzte Verbformen – Die Verlaufsform des Präsens – Das Suffix „-ej-“ – „En nia domo“

Kapitel 25. Das interrogative Adjektiv – Die Verlaufsform der Vergangenheit – Die Verlaufsform der Vergangenheit – Begrüßungen und Ausrufe – Wortbildung – „koni“ und „scii“ – „La nepo vizitas la avinon“

Kapitel 26. Das interrogative Adverb des Ortes – Partizip Perfekt Aktiv – Von Adverbien abgeleitete Präpositionen – Adverbien zur Beschreibung der Bewegungsrichtung – Das Suffix „-eg-“ – „La pluvego“

Kapitel 27. Das interrogative Adverb der Zeit – Das Perfekt – Die Präposition „ĉe“ – Das Suffix „-ar-“ – Orthografie bei Eigennamen – „Roberto Bruce kaj la araneo“

Kapitel 28. Das Interrogativ-Adverb des Grundes – Der Infinitiv als Subjekt – Gegenwärtige Handlung mit vergangenem Ursprung – Das Suffix „-ul-“ – „loĝi“ und „vivi“ – „Pri la avo kaj la avino“

Kapitel 29. Das Interrogativ-Adverb der Art und des Grades – Das Plusquamperfekt – Die Kardinalzahlen – Der Akkusativ des Maßes – „Nia familio“

Kapitel 30. Das Interrogativ-Adverb zur Mengenangabe – Adverbien bei unpersönlichen Ausdrücken – Bildung der Kardinalzahlen – Das Suffix „-an-“ – „Leciono pri aritmetiko“

Kapitel 31. Das Relativpronomen – Futur II – Ordinalzahlen – „Alfredo Granda kaj la libro“

Kapitel 32. „Kia“ als Relativum – „Kie“ als Relativum – Das Partizip Futur Aktiv – Umschreibende Futur-Formen – Das Suffix „-ind-“ – „Alfredo Granda kaj la kukoj“

Kapitel 33. „Kiam“ als relatives Adverb – „Kiel“ als relatives Adverb – Numerische Nomen und Adverbien – Wortableitungen von Präpositionen – „La invito“

Kapitel 34. Präposition als Präfix – Das Suffix „-ebl-“ – Das Höchstmögliche – Titel und Anrede – „Ĉe la festo“

Kapitel 35. „Kiom“ als Relativum – Partizip Präsens Passiv – Brüche – Zusammengesetzte Wörter mit Adjektiven/Adverbien – „La ĉinoj“

Kapitel 36. Das Präsens Passiv – Der Gebrauch von „de“ zur Bezeichnung des Urhebers – Die allgemeine Bedeutung von „de“ – Wortableitung von ursprünglichen Adverbien – Das Suffix „-ist-“ – „Antikva respubliko“

Kapitel 37. Das Distributiv-Pronomen – Die Präposition „po“ – Abhängige Zusammensetzungen – „La ĉapelo sur la stango“

Kapitel 38. Das distributive Adjektiv – Das Passiv der Vergangenheit – Zusammengesetzte Zeitformen von impersonellen Verben – Reziproke Ausdrücke – Das Suffix „-uj-“ – „Vilhelmo Tell kaj la pomo“

Kapitel 39. Das distributive Adverb des Ortes – Das Passiv des Futurs – Possessive Compounds – Tageszeiten – Das Suffix „-obl-“ – „En la stacidomo“

Kapitel 40. Das distributive Adverb der Zeit – Das distributive Adverb „Ĉial“ – Das Partizip Passiv Perfekt – Das passive Perfekt – Die Präposition „Laŭ“ – Das Suffix „-em-“ – „La perdita infano“

Kapitel 41. Das distributive Adverb „Ĉiel“ – Das distributive Adverb „Ĉiom“ – Der passive Plusquamperfekt – Das passive Futur II – Der Ausdruck des Materials – Das Suffix „-et-“ – „La donaco“

Kapitel 42. Das Futur-Perfekt-Partizip – Umschreibende Futur-Passiv-Formen – Der generische Artikel – Das Suffix „-ec-“ – „Sur la vaporŝipo“

Kapitel 43. Das unbestimmte Pronomen „iu“ – Partizipiale Substantive – Das Präfix „Ek-“ – Das Suffix „-id-“ – „La nesto sur la tendo“

Kapitel 44. Das unbestimmte Adjektiv „ia“ – Das unbestimmte Adverb des Ortes „ie“ – Adjektive als Prädikate von Objekten – „La ĉevalo kaj la sonorilo“

Kapitel 45. Das unbestimmte zeitliche Adverb „iam“ – Das unbestimmte Adverb „ial“ – Das Kausativ-Suffix „-ig-“ – Betonung mittels „ja“ – „Ĉe la malnova ponto“

Kapitel 46. Das unbestimmte Adverb „iel“ – Das unbestimmte Adverb „iom“ – Das Suffix „-ad-“ – Die Benutzung von „mem“ – „Arĥimedo kaj la kronoj“

Kapitel 47. Das negative Pronomen – Der adverbielle Gebrauch des Partizips – Das Präfix „re-“ – „La filozofo Arĥimedo“

Kapitel 48. Das negative Adjektiv „nenia“ – Das negative Adverb des Ortes „nenie“ – Das negative zeitliche Adverb „neniam“ – Das Suffix „-aĵ-“ – Das Adverb „jen“ – „Du artkonkursoj“

Kapitel 49. Die negativen Adverbien „nenial“, „neniel“, „neniom“ – Das Suffix „-iĝ-“ – „La arepusko“

Kapitel 50. Die Pronomen auf „-o“ – Die Tabellwörter – Die Benutzung von „ajn“ – Das Suffix „-ing-“ – „La gordia ligaĵo“

Kapitel 51. Das Pronomen „ambaŭ“ – Wortbildungen mit „-ig-“ und „-iĝ-“ – einfache Bedingungssätze – „La monaĥoj kaj la azeno“

Kapitel 52. Der konditionale Modus – Zusammengesetzte Zeiten des konditionalen Modus – Verknüpfung von Annahme und fiktivem Ereignis – Die unabhängige Benutzung des Konditionals – Das Präfix „Dis-“ – „Pri la gravitado“

Kapitel 53. Annahmen entgegen den Tatsachen – Das Verb „devi“ – Die Präposition „sen“ – „La filozofo Sokrato“

Kapitel 54. Zusammenfassung zum Konditional – Sätze des fantasievollen Vergleichs – Benutzung von „al“ um eine Referenz auszudrücken – Das Suffix „-estr-“ – „La ostracismo de Aristejdo“

Kapitel 55. Der Imperativ – Entschlossenheit und Ermahnung – Befehle und Erlaubnisse – Der weniger kategorische Imperativ – Die Benutzung von „moŝto“ – „La glavo de Damoklo“

Kapitel 56. Der Imperativ in Nebensätzen – Die Präposition „je“ – Das Suffix „-op-“ – „La marŝado de la dekmil grekoj“

Kapitel 57. Nebensätze des Zweckes – Weitere Benutzungsmöglichkeiten des Akkusativs – Zusammenfassung der Verb-Konjugation – Das Suffix „-um-“ – „La reirado de la dekmilo“

Kapitel 58. Möglichkeit und Erlaubnis – Das Präfix „ge-“ – Das Suffix „-aĉ-“ – Interjektionen – „Aleksandro Granda“

Kapitel 59. Die Stellung nicht betonter Pronomen – Einige intransitive Verben – Das Suffix „-er-“ – Die Präfixe „bo-“ und „duon-“ – Korrespondenz – „Kelkaj leteroj“

Kapitel 60. Einige transitive Verben – Elision – Das Präfix „eks-“ – Das Präfix „pra-“ – Die Suffixe „-ĉj-“ und „-nj-“ – Gewichte und Maße – Das internationale Geldsystem – Abkürzungen – „Pri la kamero“

Übersetzungen der Leseübungen: Kap. 1Kap. 2Kap. 3Kap. 4Kap. 5Kap. 6Kap. 7Kap. 8Kap. 9Kap. 10Kap. 11Kap. 12Kap. 13Kap. 14Kap. 15Kap. 16Kap. 17Kap. 18Kap. 19Kap. 20Kap. 21Kap. 22Kap. 23Kap. 24Kap. 25Kap. 26Kap. 27Kap. 28Kap. 29Kap. 30Kap. 31Kap. 32Kap. 33Kap. 34Kap. 35Kap. 36Kap. 37Kap. 57Kap. 58Kap. 59

Lösungen der Übersetzungsübungen: Kap. 1Kap. 2Kap. 3Kap. 4Kap. 5Kap. 6Kap. 7Kap. 8Kap. 9Kap. 10Kap. 11Kap. 12Kap. 13Kap. 14Kap. 15Kap. 16Kap. 17Kap. 18Kap. 19Kap. 20Kap. 21Kap. 22Kap. 23Kap. 24Kap. 25Kap. 26Kap. 27Kap. 28Kap. 29Kap. 30Kap. 31Kap. 32Kap. 33Kap. 34

Vokabular: Esperanto–Deutsch

Vokabular: Deutsch–Esperanto

Index

Vorwort der Übersetzer

Das folgende Buch ist die ergänzte deutsche Übersetzung des englischen Buches „A Complete Grammar of Esperanto“ von Ivy Kellerman, A.M., Ph.D. aus dem Jahr 1910, grundsätzlich zu finden beim internationalen Gutenberg-Projekt, dessen Produkte allerdings seit März 2018 von deutschen Internet-Adressen nicht mehr erreichbar sind.[1]

Ergänzungen wurden eingebaut, um weitere Erklärungen über linguistische oder sprachliche Themen zu liefern, sie stammen zum größten Teil aus anderen Ecken des Wiki-Universums. Notwendig waren auch einige Veränderungen, zum einen, um modernen Gegebenheiten Rechnung zu tragen, zum anderen, da der englische Originaltext auf einige Besonderheiten der Übersetzung englischer Texte ins Esperanto einging, die bei deutschen Muttersprachlern unnötig sind. Solltest du auf altertümlich und umständlich Anmutendes stoßen, bitten wir um Verständnis; die Überarbeitung ist noch nicht abgeschlossen. Mitarbeit an diesem Buch ist natürlich auch sehr willkommen.

Wenn du Esperanto interaktiv am Computer lernen möchtest: Einen guten Esperanto-Kurs zum Herunterladen findest du hier.

Vorwort

Dieses Vorwort ist eine gekürzte Übersetzung des Buchs „A Complete Grammar of Esperanto“.

Dieses Werk wurde vorbereitet, um zweierlei Nutzen zu erzielen. Zum einen wurde die Präsentation der Internationalen Sprache ein dringendes Bedürfnis. Solch eine Darstellung, inklusive einer vollständigen und akkuraten Grammatik, einfach zu benutzenden Lektionen mit angepassten Texten zum Übersetzen ist bisher (Anmerkung des Übersetzers: im Jahr 1910) nicht verfügbar gewesen.

Die hier gebotene Verknüpfung von Grammatik und Textauswahl ist daher einzigartig. Sie soll nicht nur eine Einführung ins Esperanto oder ein flüchtiges Kennenlernen gewähren, sondern vielmehr zu echtem Sprachverständnis und sicherer Anwendung führen, ohne Rückgriff auf zusätzliche Lesebücher und dergleichen. Mit anderen Worten: Dieser eine Band ermöglicht eine vollständige Kenntnis des Esperanto und leistet so das gleiche wie das mehrjährige Studium eines Grammatikbuchs und diverser Lehrbücher beim Erlernen einer Ethnosprache. Flexion, Wortbildung und Satzbau werden klar und bündig dargestellt, und zwar in einer bisher nie gebotenen Vollständigkeit und Systematik.

Ein grundsätzlicher und offensichtlicher Vorteil ist, dass neue Formen und Strukturen fast ausnahmslos durch bereits vertraute Wörter oder Wortstämme veranschaulicht werden. Ebenso tauchen neue Wörter oder Wortstämme mindestens einmal in der nächsten Lektion wieder auf und gewöhnlich auch in einigen nachfolgenden. Jede Leseübung bietet nicht nur eine gründliche Anwendung der grammatischen Grundlagen der Lektion, sondern auch einen Rückblick auf jene der vorangegangenen Lektionen, und es werden keine Wörter oder Strukturen verwendet, die nicht bereits erklärt wurden. Aufgrund der relativen Einfachheit der Sprache, durch die das Einstudieren von Deklinations- und Konjugationsmustern überflüssig wird, konnten die Leseübungen lang genug gestaltet werden, um dem Lernenden ein echtes Erfolgserlebnis vermitteln zu können. Diese Übungen sind insofern einzigartig, als dass ab der fünften jede von ihnen erzählenden Charakter hat und jede für sich eine interessante Geschichte darstellt. Sie entsprechen vom Anspruch her den Leseübungen zu einer Ethnosprache im ersten und zweiten Lernjahr. (Die Titel stehen im Inhaltsverzeichnis.) Der zweite Anspruch, dem dieser Band gerecht zu werden sucht, ist die Darstellung des Esperanto nicht als Einzelgegenstand, sondern in einer Form, die sich anbietet als Einführung in Ethnosprachen.

Als Einstieg sowohl in alte wie neue Sprachen kann Esperanto unschätzbare Hilfe leisten und den Weg ebnen zur Überwindung von Schwierigkeiten, sowohl von denen, welchen sich der Lehrer, als auch von denjenigen, denen sich der Lernende gegenüber sieht.

Dank Esperanto kann sich die Mühe beim Erwerb dieser Sprachen in ebensolchem Maße verringern, wie gleichzeitig das Lernen amüsanter und gründlicher wird.

Ivy Kellerman

Washington, D. C.,
3. August 1910

Hinweis

  1. Siehe zunächst die Autorenseite bei Gutenberg, dazu die Information über Block Access from Germany mit dem Gerichtsurteil (PDF) aus Frankfurt am Main.


Einleitung

Was ist Esperanto

Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

Esperanto ist eine Sprache, aber nicht die eines Landes oder einer ethnischen Gruppe – es ist eine neutrale, internationale Sprache. Seine Grundlagen wurden entworfen, es ist also eine konstruierte Sprache – oft wird auch der Begriff Kunstsprache genutzt, jedoch ist Esperanto nicht künstlich, es lebt und entwickelt sich weiter, wie andere Sprachen auch.

Dr. Zamenhof, der Begründer von Esperanto

Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

Zamenhof erlebte seine Jugend in der Stadt Białystok (heute in Polen), in der damals Angehörige mehrerer Völker lebten und Streitigkeiten unter ihnen keine Seltenheit war. Deshalb kam in ihm der Wunsch auf, eine neue Sprache zu schaffen, die als Brücke zwischen den verschiedenen Sprachgruppen fungieren könnte. Während seiner Jugendzeit beschäftigte er sich viel mit seinem Sprachprojekt und als 27-Jähriger veröffentlichte er es unter dem Pseudonym „Doktoro Esperanto“. Zamenhof war Jude, arbeitete als Augenarzt und hatte eine Familie mit mehreren Kindern.

Hinweise zur Wiedergabe der Esperanto-Überzeichen

Das Esperanto-Alphabet besteht insgesamt aus 28 Buchstaben und basiert auf dem lateinischen Alphabet – wobei „Q“, „W“, „X“ und „Y“ nicht verwendet werden, dafür aber sechs andere Buchstaben mit Hilfe diakritischer Zeichen. Diese Buchstaben sind „Ĉ“, „Ĝ“, „Ĥ“, „Ĵ“ und „Ŝ“ mit einem Zirkumflex (oder „mit Hut“, wie manche Esperantisten sie bezeichnen), sowie „Ŭ“ mit einem Breve. Zamenhof schlug vor, diese mit einem „h“ zu kennzeichnen, wenn sie problematisch darstellbar sind. Eine reine ASCII-Textdatei ist ein Beispiel dafür, denn es existiert kein ASCII-Code für Esperanto.

Aber Zamenhofs „H-Methode“ führt zu Problemen. So kann man keinen Unterschied zwischen „u“ und „u mit Breve“ herstellen und manchmal kann man nicht erkennen, ob das „h“ zu einem diakritischen Buchstaben gehört oder ob es selbständig ist. Daher fand im Laufe der Jahre die sogenannte „X-Methode“ sehr starken Zuspruch – die diakritischen Zeichen werden durch ein nachgestelltes „x“ angezeigt. Da es im Esperanto-Alphabet kein „x“ gibt, ist diese Variante eindeutiger und macht auch die automatische Umwandlung durch Software möglich.


Kapitel 1

Alphabet und Aussprache

1. Das Alphabet besteht aus insgesamt 28 Buchstaben, von denen sechs typisch für Esperanto sind.

A/a B/b C/c Ĉ/ĉ D/d E/e F/f
G/g Ĝ/ĝ H/h Ĥ/ĥ I/i J/j Ĵ/ĵ
K/k L/l M/m N/n O/o P/p R/r
S/s Ŝ/ŝ T/t U/u Ŭ/ŭ V/v Z/z

In der Theorie wird jeder Buchstabe für sich in allen Kombinationen immer genau gleich ausgesprochen. Den Konsonanten wird bei der Aussprache ein o angehängt, so dass man das Alphabet als a, bo, co, ĉo, do, e, fo, ... aufsagt.

Jeder Buchstabe des Esperanto stellt eine bedeutungsunterscheidende Einheit dar. Beispiel:

buso – Bus
buŝo – Mund

Vokale

2. Die Vokale in Esperanto werden folgendermaßen ausgesprochen:

a ist /a/ wie in Arbeit
e ist /ε/ wie in Ende
i ist /i/ wie in Igel
o ist /ɔ/ wie in Osten
u ist /u/ wie in Uhr

Wie man sieht, hat es der deutsche Muttersprachler nicht besonders schwer.

Konsonanten

3. Die Konsonanten werden wie folgt ausgesprochen:

Esperanto IPA Deutsch Beispiel Hinweise
b /b/ b Berta
c /ts/ z Zitrone
ĉ /tʃ/ tsch Tschechien
d /d/ d Demütigung
f /f/ f Fahrenheit
g /g/ g gut
ĝ /dʒ/ dsch Dschungel d + stimmhaftes sch
h /h/ h Hamburg
ĥ /x/ ch Bach
j /j/ j Junge
ĵ /ʒ/ j Journal, Gelee stimmhaftes sch
k /k/ k Kanone
Esperanto IPA Deutsch Beispiel Hinweise
l /l/ l Lampe
m /m/ m Mutter
n /n/ n Norden
p /p/ p Peter
r /r/ r Rollen gerolltes R, Zungen-R
s /s/ ß Straße
ŝ /ʃ/ sch Schule
t /t/ t Taler
ŭ /w/ u Auto
v /v/ w Winter
z /z/ s Rose stimmhaftes s

Auch hier kann man wieder eine starke Verwandtschaft zur deutschen Aussprache erkennen.

Namen der Buchstaben

4. Die Namen der Vokale lauten gleich ihrer Aussprache. Die Namen der Buchstaben sind a, bo, co, ĉo, do, e, fo, go, ĝo, ho, ĥo, i, jo, ĵo, ko, lo, mo, no, o, po, ro, so, ŝo, to, u, ŭo, vo, zo.

Benutzt werden sie bei Abkürzungen wie ko to po für k. t. p. (= usw.) und beim Buchstabieren bo, i, ro, do, o für birdo.

Diphthonge

5. Diphthonge sind Kombinationen zweier Vokale, die als ein einzelner Ton ausgesprochen werden. Die Diphthonge in Esperanto enthalten ein i oder u als zweites Element. Damit es aber nicht zu Verwechslungen mit Vokalkombinationen kommt, die keine Diphthonge darstellen, werden sie stattdessen mit j oder ŭ geschrieben. Ausgesprochen werden sie wie folgt:

aj wie ai in Mai oder Ei
ej wie ey in Hey
oj wie eu in Heu
uj wie ui in Pfui
ist e+u, wie Europa auf Spanisch, nicht das deutsche eu (siehe oben)
wie au in Tau

Alle anderen Vokalkombinationen werden getrennt gesprochen, wie zum Beispiel Aida (A-ida)

Kombinationen von Konsonanten

6. Jeder Konsonant, der in einer Kombination mehrerer Konsonanten auftaucht, wird mit seinem vollen Wert ausgesprochen, ob mitten in einem Wort oder am Anfang. Stumme Buchstaben gibt es nicht.

  • Problemlos funktioniert dies in den Gruppen kn, kv, gv, sv, wie in den Wörtern knabo, kvin, gvidi, sviso.
  • Die Kombination kz, wie in ekzisti, ekzameno, darf nicht in ein gs oder ks (vergleichbar zum x in Fax, Text) geändert werden. Das z muss als stimmhaftes s ausgesprochen werden.
  • Die Kombination sc, wie in escepte, scias, wird wie sz in Aszendent, also s-ts gesprochen. Das s in einem Wort, das mit sc beginnt, darf gesprochen werden, als ob es an das vokalische Ende des vorhergehenden Wortes gehöre: vis-cias für vi scias.
  • n und g werden in der Kombination ng getrennt (ohne Nasal) gesprochen, wie in angenommen. Beispiele sind die Wörter lingvo oder angulo.
  • n und k werden ebenfalls getrennt, wie in ankommen (also an-kommen). Ein Beispiel ist ankoraŭ
  • Jeder von zwei gleichen Buchstaben wird klar ausgesprochen, zum Beispiel interrilato, ellasi, wie Pfarr-Reihe und hell lachend. Doppelkonsonanten können nur durch Wortzusammensetzungen entstehen (inter+rilato, el+lasi in diesen Beispielen); Doppelkonsonanten wie in den deutschen Worten Mitte, Halle oder Ebbe gibt es in Esperanto nicht.

Silbentrennung

7. Jedes Wort im Esperanto hat genau soviele Silben, wie es Vokale oder Diphthonge besitzt. Die Trennung der Silben geschieht wie folgt.

  • Der einfachste Fall ist der, bei dem ein einfacher Konsonant mit dem folgenden einfachen Vokal verbunden ist, wie bei pa-no, be-la, a-e-ro.
  • Wenn einem Konsonanten ein l oder r folgt, wird er mit diesem zusammen getrennt, wie bei ta-blo, a-kra, a-gra-bla.
  • Ansonsten wird die Silbe vor dem letzten Konsonanten der Gruppe getrennt, wie bei sus-pek-ti, sank-ta, deks-tra.
  • Präfixe werden vom Stammwort getrennt, zu dem sie gehören, wie bei dis-meti, mal-akra. Wortkombinationen werden in ihre Bestandteile zerlegt, wie bei ĉef-urbo, sun-ombrelo.

Betonung

8. Wörter, die aus mehr als einer Silbe bestehen, werden grundsätzlich auf der vorletzten Silbe betont. Die Länge des Vokals bleibt davon unberührt.

La lernanto parolas strange.
Ok homoj estis amikaj.

Besonders beachten sollte man, dass Wörter mit einem i ebenfalls auf der vorletzten Silbe betont werden. Die folgenden Wörter werden also auf dem i betont.

familio radio versio medioj

Leseübung

  1. afero, trairi, najbaro, aero, hodiaŭ
  2. pacienco, centono, ĉielo, eĉ, samideano
  3. treege, obei, obeu, Eŭropo, gvidi
  4. ĝojo, ĉiujn, justa, ĝuste, juĝi
  5. ĵaŭdo, lingvo, knabo, larĝa, pagi
  6. kvieteco, ekzemplo, ellerni, fojo, krajono
  7. forrajdi, kuirejo, ĉevalejo, sankteco, scio
  8. nescio, edzo, meze, duobla, ŝipo
  9. ŝarĝi, poŝo, svingi, sklavo, palaj
  10. ŝafaĵo, atmosfero, monaĥo, geometrio, laŭdi
  11. vasta, eksplodi, senĉesa, sensencaĵo, malluma
  12. arbaranoj, manĝo, freŝa, aŭskulti, daŭri



Kapitel 2

Substantive

1. Definition: Ein Substantiv ist in der Grammatik eine Wortart zur Andeutung eines Lebewesens, Gegenstands oder einer Sache. Ein Substantiv kann Gegenständliches und Nichtgegenständliches bezeichnen. [1]

In Esperanto enden alle Substantive auf -o:

knabo – Junge
ĉevalo – Pferd
pomo – Apfel
tablo – Tisch

Der Artikel

2. Definition: Zur Wortart Artikel zählen Wörter, die in Verbindung mit einem Nomen stehen und dieses näher bestimmen. [2]

Im Esperanto gibt es nur einen einzigen Artikel: la. Es wird also nicht unterschieden zwischen männlich, weiblich oder sächlich, auch nicht zwischen Einzahl oder Mehrzahl.

la knabo – der Junge
la knabino – das Mädchen

Ebenfalls nicht vorhanden ist die Unterscheidung zwischen einem unbestimmten oder keinem Artikel.

la knabo – der Junge
knabo – Junge und/oder ein Junge

Um die Anzahl 1 (eins) anzugeben, wird das Zahlwort unu verwendet. (Man kann unu auch verwenden, um von jemandem oder von etwas zu sprechen, das man selbst zwar kennt, aber der Angesprochene noch nicht.)

unu knabo – ein Junge (/ ein Junge, den ich kenne, aber du noch nicht)

Adjektive

3. Definition: Das Adjektiv (deutsch Eigenschaftswort oder Beiwort) ist die Wortart, welche die Beschaffenheit oder eine Beziehung eines Dinges oder einer Sache beschreibt.

Das Adjektiv kann in drei Verwendungen vorkommen:

  • als Attribut (Beifügung zu einem Substantiv): Sie hat blaue Augen.
  • prädikativ (in Verbindung mit sein, werden, bleiben und wenigen ähnlichen Verben): Er war neugierig. Er blieb immer freundlich.
  • als Adverbiale (Beifügung zu einem Verb oder einem weiteren Adjektiv): Sie hatte ihn ganz sehnsüchtig erwartet.[3]

Die Adjektive im Esperanto erkennt man anhand der Endung -a:

bela – schön
flava – gelb
granda – groß
forta – stark

Das attributive Adjektiv

4. Wie oben bereits erwähnt, kann ein Adjektiv die Qualität eines Substantives verändern. Wenn es dem Substantiv direkt vorangeht oder folgt, nennt man es ein attributives Adjektiv.

la granda ĉevalo – das große Pferd
bela birdo – ein schöner Vogel
flava floro – eine gelbe Blume
forta knabo – ein starker Junge

Die Gegenwartsform des Verbs

5. Wörter, die eine Tätigkeit oder eine Bedingung zum Ausdruck bringen, werden Verben genannt. Wenn eine Tätigkeit oder eine Bedingung eine Tatsache darstellt oder die Gegenwart behandelt, wird das Präsens verwendet. Die Endung aller Esperanto-Verben im Präsens ist -as:

kuras – laufen
flugas – fliegen
brilas – scheinen
dormas – schlafen

Genauer steht etwa kuras für alle gebeugten Präsensformen, also laufe, läufst, läuft, laufen, lauft, laufen. Für den Infinitiv laufen gibt es auch in Esperanto eine besondere Form, die in Kapitel 5 eingeführt wird.

6. Eine Person oder eine Sache, die die Tätigkeit oder den Zustand ausdrückt, wird Subjekt des Verbs genannt:

La suno brilas. – Die Sonne scheint. Subjekt: suno
Knabo kuras. – Ein Junge läuft. Subjekt: knabo

Vokabeln

bela – schön
birdo – Vogel
blanka – weiß
bona – gut
brilas – scheinen
ĉevalo – Pferd
dormas – schlafen
flava – gelb
floro – Blume
flugas – fliegen
forta – stark, kräftig
granda – groß
iras – gehen
kaj – und
kantas – singen
knabo – Junge
kuras – laufen
la – der, die, das
luno – Mond
pomo – Apfel
suno – Sonne
tablo – Tisch
violo – Veilchen
viro – Mann

Leseübung

  1. Bona viro.
  2. La granda tablo.
  3. Blanka floro.
  4. Flava birdo.
  5. La bela birdo kantas.
  6. Forta knabo kuras.
  7. La bona viro iras.
  8. La bela ĉevalo kuras.
  9. La suno brilas.
  10. Birdo flugas kaj knabo kuras.
  11. Blanka ĉevalo iras.
  12. La bela luno brilas.
  13. La knabo kantas kaj la viro dormas.
  14. Bela granda pomo.
  15. La bona knabo kantas.
  16. La granda ĉevalo dormas.
  17. La suno brilas kaj la luno brilas.
  18. Granda forta tablo.
  19. Flava violo.
  20. La bona flava pomo.


Übersetzungsübung

  1. Eine schöne Blume.
  2. Ein guter großer Tisch.
  3. Ein gelbes Veilchen und ein weißes Veilchen.
  4. Der Mond scheint.
  5. Der gute Junge läuft.
  6. Der schöne gelbe Vogel fliegt.
  7. Der starke Mann schläft.
  8. Der weiße Vogel singt.
  9. Ein starkes Pferd läuft, und ein Mann geht.
  10. Die Sonne scheint, und der Junge singt.
  11. Der große gelbe Apfel.
  12. Ein Apfel groß und gut.


Hinweise

  1. Definition entlehnt aus der deutschen Wikipedia, Stand: 2010-09-17, 18:26
  2. Definition aus der deutschen Wikipedia, Stand: 2010-09-17, 18:26
  3. Definition entlehnt aus der deutschen Wikipedia, Stand: 2004-08-14, 11:50


Kapitel 3

Der Plural

1. Der Plural (Mehrzahl) eines Substantives wird im Esperanto durch das Anhängen eines -j an die Grundform gebildet.

viro – Mann
viroj – Männer
tablo – Tisch
tabloj – Tische

Dabei wird oj wie „eu“ in „neu“ gesprochen.

2. Ein Adjektiv, welches sich auf ein Substantiv bezieht, stimmt mit diesem in der Zahl überein.

bela floro – schöne Blume
belaj floroj – schöne Blumen

Die Aussprache von aj entspricht dem deutschen Wort „Ei“.

Bezieht sich ein Adjektiv auf zwei oder mehr Substantive, so steht es in der Mehrzahl, auch dann wenn jedes der Substantive in der Einzahl steht.

belaj birdo kaj floro (bela birdo kaj bela floro) – schöner Vogel und schöne Blume

3. Der Artikel ist unveränderlich. Er ändert seine Form nicht, wenn er mit Hauptwörtern im Plural benutzt wird. Also: la viro (der Mann), la viroj (die Männer). Ebenso bleibt die Form des Verbs unverändert:

La viroj iras. – Die Männer gehen.
La suno kaj la luno brilas. – Die Sonne und der Mond scheinen.
La viro estas granda. – Der Mann ist groß.
La viroj estas grandaj. – Die Männer sind groß.

Prädikatives Adjektiv und Substantiv

4. Wenn ein Adjektiv (Eigenschaftswort) Teil dessen ist, was über das Subjekt ausgesagt wird, also als Prädikat verwendet wird, wie mit den Verben sein und scheinen, heißt es prädikatives Adjektiv:

La birdo estas bela. – Der Vogel ist schön.
La knabo ŝajnas bona. – Der Junge scheint gut (zu sein).
La viroj estas fortaj. – Die Männer sind stark.

5. Ein Substantiv kann auch als Teil des Prädikats verwendet werden und heißt dann prädikatives Substantiv:

Violoj estas floroj. – Veilchen sind Blumen.
La kolombo estas birdo. – Die Taube ist ein Vogel.

6. Prädikative Substantive und Adjektive stimmen in der Anzahl (Numerus) mit dem Wort oder den Wörtern überein, die sie prädikativ bestimmen:

Rozoj estas belaj. – Rosen sind schön.
La knabo kaj la viro ŝajnas fortaj. – Der Junge und der Mann scheinen stark (zu sein).

Vokabeln

alta – hoch, groß
arbo – Baum
ĉambro – Zimmer
domo – Haus
en – in
estas – ist, sind
folio – Blatt
freŝa – frisch
ĝardeno – Garten
kampo – Feld
kolombo – Taube
kuŝas – liegt, liegen
longa – lang
rozo – Rose
ruĝa – rot
seĝo – Stuhl
sidas – sitzt, sitzen
sur – auf
ŝajnas – scheint, scheinen (zu sein)
verda – grün

Leseübung

  1. La alta viro estas en la ĝardeno.
  2. Blanka ĉevalo estas sur la kampo.
  3. Belaj birdoj sidas sur la verda arbo.
  4. La bonaj knaboj estas en la domo.
  5. La ĉambroj en la bela domo estas grandaj.
  6. Freŝaj floroj kuŝas sur la tablo.
  7. La violoj en la kampo estas belaj.
  8. La luno kaj la suno ŝajnas grandaj.
  9. La kolomboj estas belaj birdoj.
  10. La knaboj ŝajnas fortaj.
  11. Ruĝaj pomoj estas sur la tablo en la ĉambro.
  12. La fortaj viroj sidas sur seĝoj en la longa ĉambro.
  13. La arboj estas altaj kaj verdaj.
  14. La kolomboj sur la arboj kantas.
  15. Fortaj ĉevaloj iras kaj kuras en la verdaj kampoj.
  16. La knaboj dormas en la granda domo.
  17. Ruĝaj, flavaj, kaj verdaj folioj estas en la ĝardeno.
  18. Longa tablo estas en la domo.
  19. Belaj birdoj flugas kaj kantas en la kampo.
  20. Freŝaj rozoj ŝajnas belaj.
  21. La folioj estas verdaj kaj ruĝaj.


Übersetzungsübung

  1. Die Bäume im Garten sind groß und grün.
  2. Die Zimmer im Haus sind lang.
  3. Die Blumen auf dem Tisch sind rot, gelb und weiß.
  4. Die Blätter sind lang und grün.
  5. Die Männer sitzen auf Stühlen im Garten.
  6. Im Garten sind gelbe Rosen.
  7. Die Vögel im Feld sind Tauben.
  8. Die Jungen im Zimmer im Haus scheinen groß (zu sein).
  9. Frische Veilchen sind schöne Blumen.
  10. Die Pferde in den grünen Feldern scheinen stark (zu sein).
  11. Tauben singen im Garten.
  12. Die Männer schlafen in dem großen Haus.
  13. Das Haus ist lang und hoch, und die Zimmer in dem Haus sind groß.
  14. Rote und gelbe Äpfel liegen auf dem großen Tisch.
  15. Grüne Blätter sind auf den Bäumen in dem großen Garten.



Kapitel 4

Transitive Verben

1. Die bisher vorgestellten Verben waren ungerichtete (intransitive) Verben, die einen Zustand ausdrücken oder eine Handlung, die keine andere Person oder Sache direkt beeinflussen, wie zum Beispiel la sportisto kuras (der Sportler läuft).

Im Gegensatz dazu drückt ein gerichtetes (transitives) Verb eine Handlung aus, die auf eine Person oder eine Sache einwirkt: la teknikisto riparas fotoaparaton ... (der Techniker repariert einen Fotoapparat).

Die Endung „-n“ als Kennzeichen eines direkten Objekts

2. Eine Person oder Sache, die unmittelbar Gegenstand einer Handlung ist, wird durch die Endung -n markiert. Mit anderen Worten: die Endung -n kennzeichnet das direkte Objekt eines transitiven Verbs. (Im Gegensatz dazu sorgt bei einem indirekten Objekt ein drittes Wort für die Vermittlung des Sinnzusammenhangs zwischen Verb und Objekt, zum Beispiel eine Präposition.)

La viro havas seĝon. – Der Mann hat einen Stuhl.
La knabo trovas florojn. – Der Junge findet Blumen.

Anmerkung: Die Endung -n folgt der Endung -j, falls das Wort, das in den Akkusativ gesetzt werden soll, im Plural steht.

3. Ein attributives Adjektiv, das ein Substantiv im Akkusativ näher bestimmt, stimmt mit dem Substantiv im Kasus überein, indem es ebenfalls die Akkusativendung -n erhält. Dies vermeidet Zweifelsfälle, welches von mehreren Substantiven im Satz durch das Adjektiv bestimmt wird, und ermöglicht verschiedene Wortstellungen:

La knabo trovas belan floron. – Der Junge findet eine schöne Blume.
Florojn belajn la viro havas. – Schöne Blumen hat der Mann.
La viro havas grandan seĝon. – Der Mann hat einen großen Stuhl.
Ruĝan rozon la knabo havas. – Eine rote Rose hat der Junge.

4. Ein prädikatives Adjektiv oder Substantiv (Kap. 3 #4) steht niemals im Akkusativ. Auch wird die Akkusativendung nie an den Artikel gehängt, der unveränderbar ist wie in Kap. 3 #3 erwähnt.

Die Konjunktion „kaj“

5. Bei dem Ausdruck „sowohl ... als auch“ wird die Konjunktion kaj für beide Wörter verwendet, indem sie einfach wiederholt wird:

La viro kaj iras kaj kuras. – Der Mann geht sowohl als auch dass er läuft.
La ĉevalo estas kaj granda kaj forta. – Das Pferd ist sowohl groß als auch stark.
La knabo havas kaj rozojn kaj violojn. – Der Junge hat sowohl Rosen als auch Veilchen.
Kaj la knabo kaj la viro estas altaj. – Sowohl der Junge als auch der Mann sind groß.

Die Negation „ne“

6. Das Verneinungswort mit der Bedeutung nicht, wenn es Teil eines Satzes ist, und mit Nein, wenn es Antwort auf eine Frage ist, heißt ne. Wenn es zur Verneinung des Satzes dient, steht es in der Regel vor dem Verb. Zur betonten Verneinung eines anderen Wortes als des Verbs kann es dem betonten Wort vorangehen:

Violoj ne estas ruĝaj. – Veilchen sind nicht rot.
La viroj ne sidas sur seĝoj. – Die Männer sitzen nicht auf Stühlen.
La kolombo kantas, ne flugas. – Die Taube singt, (und) fliegt nicht.
La domo estas blanka, ne verda. – Das Haus ist weiß, nicht grün.

Vergleiche Kap. 5 #4: Die Konjunktion nek.

Vokabeln

apud – neben, bei
benko – Bank
branĉo – Ast
diversa – verschieden/e
feliĉa – glücklich
frukto – Obst, Frucht
havas – haben, hat
herbo – Gras
ili – sie (3. Person Plural)
kolektas – sammeln, sammelt
koloro – Farbe
larĝa – weit, breit
manĝas – essen, isst
mola – weich
nigra – schwarz
ne – nicht, nein
rompas – zerbrechen, zerbricht
sed – aber
trovas – finden, findet
vidas – sehen, sieht

Leseübung

  1. La knaboj ne estas en la ĉambro en la blanka domo.
  2. Ili estas en la granda ĝardeno.
  3. La ĝardeno ŝajnas kaj longa kaj larĝa.
  4. La feliĉaj knaboj vidas la belan ĝardenon.
  5. Ili vidas florojn apud alta arbo.
  6. La floroj havas diversajn kolorojn.
  7. La knaboj kolektas kaj ruĝajn kaj flavajn florojn.
  8. Sed ili ne trovas fruktojn en la ĝardeno.
  9. Florojn blankajn ili ne vidas.
  10. La alta arbo havas verdajn foliojn sur la branĉoj.
  11. La knaboj rompas branĉon, kaj kolektas la fruktojn.
  12. Ili vidas florojn sur la branĉoj, sed la florojn ili ne kolektas.
  13. La knaboj ne sidas sur benkoj en la ĝardeno, sed kuŝas sur la mola herbo.
  14. La kolomboj sidas sur la arboj, kaj ili estas feliĉaj.
  15. La knaboj vidas la belajn birdojn.
  16. Fortaj nigraj ĉevaloj manĝas la herbon en la kampo.
  17. La knaboj vidas la ĉevalojn, sed la ĉevaloj ne vidas la knabojn.
  18. La ĉevaloj ne dormas, ili manĝas.
  19. La freŝa herbo estas verda kaj mola.
  20. Feliĉaj estas kaj la knaboj kaj la ĉevaloj.
  21. La pomo estas bona frukto.


Übersetzungsübung

  1. Grüne Blätter sind auf den Bäumen.
  2. Die Jungen zerbrechen Äste und sammeln Äpfel.
  3. Sie sind neben dem hohen Baum in dem Garten.
  4. Sie finden Blätter auf dem Baum, aber sie sehen nicht die Frucht.
  5. Das Haus ist lang, breit und hoch.
  6. Die Zimmer in dem Haus sind sowohl lang als auch breit.
  7. Die Männer haben starke schwarze Pferde.
  8. Die Pferde essen frisches grünes Gras in dem Feld.
  9. Die Männer sitzen auf Bänken im Garten.
  10. Die Jungen schlafen nicht, sondern (aber) sie liegen auf dem weichen Gras.
  11. Sie sehen sowohl die Vögel als auch die Blumen, und sie scheinen glücklich (zu sein).
  12. Die Blumen haben verschiedene Farben, aber das Gras ist grün.
  13. Die Tauben sitzen nicht auf dem Baum, sie fliegen neben den Bäumen.
  14. Schöne rote Rosen liegen auf dem Tisch im Haus.
  15. Die großen roten Äpfel sind neben den gelben Rosen.



Kapitel 5

Der Infinitiv

1. Der Infinitiv ist eine Form des Verbs, die nur die allgemeine Idee der Handlung oder des Zustands bezeichnet, und hat einige Eigenschaften des Substantivs. Die Endung des Infinitivs ist -i, wie kuri (laufen, rennen), esti (sein), havi (haben).

2. Ein Infinitiv, der verwendet wird, um die Bedeutung eines anderen Verbs zu vervollständigen, indem er als direktes Objekt eines transitiven Verbs wirkt, heißt komplementärer Infinitiv (ergänzender Infinitiv). Falls der komplementäre Infinitiv selbst von einem transitiven Verb ist, kann er auch ein direktes Objekt haben:

La knabo volas kuri. – Der Junge will laufen.
Birdoj ŝatas kanti. – Vögel mögen es zu singen.
La knabo volas havi ĉevalon. – Der Junge will ein Pferd haben.
Ili volas trovi florojn. – Sie wollen Blumen finden.

Entscheidungsfrage mit „ĉu“

3. Ein Interrogativsatz ist ein Fragesatz. Wenn kein direktes Fragewort verwendet wird (wie beispielsweise wo, wann, warum), wird aus einem einfachen Satz mit Hilfe des Wortes ĉu ein Fragesatz. Diese Interrogativpartikel wird an den Anfang des Satzes gestellt, die Wortstellung bleibt gleich wie im Aussagesatz.

Ĉu la knabo estas bona? – Ist der Junge gut?
Ĉu ili havas florojn? – Haben sie Blumen?
Ĉu la kolomboj kantas? – Singen die Tauben?

Die Konjunktion „nek“

4. Im Ausdruck „weder ... noch ...“ werden beide Wörter durch die Konjunktion nek wiedergegeben. Da ein Adjektiv, das zwei oder mehr Wörter, die durch nek verbunden sind, jedes für sich bestimmt, bleibt das Adjektiv im Singular:

Ili nek iras nek kuras. – Sie gehen weder, noch laufen sie.
La viro havas nek domon nek ĝardenon. – Der Mann hat weder ein Haus noch einen Garten.
Nek la rozo nek la violo estas verda. – Weder die Rose noch das Veilchen ist grün.

Vokabeln

Verben werden von nun an im Infinitiv (-i) angegeben.

bruna – braun
ĉerizo – Kirsche
ĉu – (Kap. 5 #3)
dolĉa – süß
gusto – Geschmack
ĝi – es
Gertrudo – Gertrud
knabino – Mädchen
matura – reif
Mario – Maria
nek – weder, noch
persiko – Pfirsich
jes – ja
preferi – bevorzugen, lieber wollen
ŝati – mögen
voli – wollen

Leseübung

  1. Ĉu persiko estas ruĝa?
  2. Jes, ĝi estas kaj ruĝa kaj dolĉa.
  3. Ĉu ĉerizoj estas brunaj?
  4. Ne, ili estas nek brunaj nek nigraj, sed flavaj.
  5. Ĉu la pomo estas frukto? Jes, ĝi estas bona frukto.
  6. Ĉu la viro kaj la knabo havas pomojn?
  7. Ne, ili havas nek pomojn nek persikojn.
  8. Ĉu Mario havas la maturan frukton?
  9. Mario kaj Gertrudo havas la frukton.
  10. Ili estas en la domo, kaj manĝas la maturan frukton.
  11. La persikoj havas dolĉan guston.
  12. La knabinoj volas havi florojn, sed la knaboj preferas kolekti diversajn fruktojn.
  13. Ili volas trovi maturajn ĉerizojn kaj flavajn persikojn.
  14. La ĉerizoj havas belan ruĝan koloron.
  15. La persikoj ŝajnas molaj kaj bonaj.
  16. Mario rompas branĉon, kaj vidas ĉerizojn sur la branĉoj.
  17. Gertrudo estas feliĉa, kaj volas havi la belan frukton.
  18. Gertrudo estas alta, bela knabino.
  19. Mario ŝatas ĉerizojn.
  20. La knaboj kaj knabinoj sidas sur la verda herbo, kaj manĝas la ĉerizojn.
  21. Ili ne volas manĝi pomojn, ili preferas la dolĉajn ĉerizojn.
  22. La folioj apud la ĉerizoj estas nek larĝaj nek longaj.


Übersetzungsübung

  1. Haben die Mädchen schöne Blumen?
  2. Nein, sie haben frische Früchte.
  3. Die Jungen wollen nicht Blumen sammeln.
  4. Sie bevorzugen, Zweige zu zerbrechen und süße Kirschen zu finden.
  5. Gertrud will Äpfel essen, aber Maria hat weder Äpfel noch Pfirsiche.
  6. Sitzen die Mädchen im Haus und essen Früchte?
  7. Ja, Sie mögen es im Haus zu sitzen, aber sie bevorzugen, im Feld (spazieren) zu gehen.
  8. Sind reife Pfirsiche braun?
  9. Nein, sie sind rot und gelb.
  10. Hat der Pfirsich einen süßen Geschmack?
  11. Sehen die Mädchen die schönen schwarzen Pferde in den Feldern?
  12. Ja, sie sehen die Pferde, aber die Pferde scheinen die Mädchen nicht zu sehen.
  13. Maria sitzt auf dem weichen grünen Gras und isst reife Früchte.



Kapitel 6

Die Personalpronomen

1. Wörter, die an Stelle von Substantiven stehen wie du, er, wer und welches, heißen Pronomen (Fürwörter). Pronomen, die sich auf den Sprecher (ich, wir), den Angesprochenen (du, ihr, Sie) oder eine Person oder Sache, über die gesprochen wird (er, sie, es, sie), beziehen, heißen Personalpronomen (persönliche Fürwörter). Sie gelten als Singular oder Plural, je nachdem, ob sie sich auf eine oder mehrere Personen beziehen. Da die Personalpronomen schon die Anzahl bezeichnen, wird niemals eine Pluralendung angefügt. Die Personalpronomen sind:

Singular Plural
erste Person: mi – ich ni – wir
zweite Person: vi, ci – du vi – ihr, Sie
dritte Person: li – er
ŝi – sie
ĝi – es
ili – sie

Anmerkung: Es gibt ein weiteres Pronomen ci (du), zur Bezeichnung der zweiten Person Singular, die in getragenem Stil, etwa in der Bibel, in Gedichten und auch als familiäre Anrede wie Deutsch du oder Französisch tu verwendet werden kann.

Übereinstimmung mit Pronomen

2. Substantive in prädikativer Beziehung zu Pronomen oder Adjektiven, die solche Pronomen näher bestimmen, stimmen in der Zahl mit ihnen überein:

Ni estas bonaj kaj feliĉaj. – Wir sind gut und glücklich.
Rozoj estas floroj, ili ne estas fruktoj. – Rosen sind Blumen, sie sind keine Früchte.
Gertrudo, vi estas bona. – Gertrud, Sie sind gut.
Knabinoj, ĉu estas vi feliĉaj? – Mädchen, seid ihr glücklich?

Beugung der Verben

3. Jedes Pronomen kann in Beziehung zu einem Verb stehen. Alle Möglichkeiten, ein Personalpronomen mit dem anschließenden Verb zu verknüpfen, werden als Beugung (Konjugation) des Verbs verstanden. Während im Deutschen die Endung des Verbs von dem dazugehörigen Personalpronomen abhängt, gibt es auf Esperanto keine solche Konjugation. Nachfolgend die Konjugation von esti (sein) und vidi (sehen) in der Gegenwartsform (Präsens):

mi estas – ich bin
ci estas – du bist
li (ŝi, ĝi) estas – er (sie, es) ist
ni estas – wir sind
vi estas – ihr seid, Sie sind
ili estas – sie sind
mi vidas – ich sehe
ci vidas – du siehst
li (ŝi, ĝi) vidas – er (sie, es) sieht
ni vidas – wir sehen
vi vidas – ihr seht, Sie sehen
ili vidas – sie sehen

Vokabeln

al – zu, in Richtung
Arturo – Arthur
– oder
aŭ ... aŭ ... – entweder ... oder ...
ĉar – da, weil
doni – geben
fali – fallen
fenestro – Fenster
Heleno – Helena
hodiaŭ – heute
kudri – nähen
Roberto – Robert
skui – schütteln, erschüttern
stari – stehen
sub – unter(halb)
virino – Frau

Leseübung

  1. Knabiĉoj, ĉu volas vi sidi en la domo aŭ en la ĝardeno?
  2. Ni preferas sidi hodiaŭ en la ĝardeno, sub la granda arbo.
  3. Ĉu havas vi pomojn aŭ ĉerizojn?
  4. Ni havas nek pomojn nek ĉerizojn, sed ni havas dolĉajn persikojn.
  5. Arturo donas al vi la maturajn persikojn, ĉar al li kolekti fruktojn plaĉas.
  6. Arturo, ĉu rompas ci la branĉojn?
  7. Ne, sed mi skuas branĉon, kaj la persikoj falas.
  8. Mi staras sub la arbo, kaj kolektas la dolĉan frukton.
  9. La frukton mi donas al Mario kaj Gertrudo.
  10. Mi volas doni persikon al Heleno, sed hodiaŭ ŝi estas en la domo.
  11. Ŝi sidas apud la fenestro kaj kudras.
  12. Ŝi preferas kudri, kaj volas nek iri nek sidi en la ĝardeno.
  13. Kaj ŝi kaj la virino apud ŝi volas kudri hodiaŭ.
  14. Ili estas feliĉaj, ĉar ili la birdojn en la arbo apud la fenestro vidas.
  15. La birdoj estas kolomboj, kaj sidas sur la arbo.
  16. Sub la arboj en la kampo staras ĉevaloj, kaj ili manĝas la verdan molan herbon.
  17. Ni donas pomojn al ili, ĉar al ili pomoj plaĉas.
  18. Ni estas feliĉaj, ĉar ni belajn persikojn maturajn kaj bonajn havas.
  19. Roberto, ci estas alta, sed vi, knabinoj, ne estas altaj.


Übersetzungsübung

  1. Bricht Arthur den Ast und sammelt die Äpfel?
  2. Nein, er schüttelt den Ast, und die Äpfel fallen.
  3. Sie sind reif und süß.
  4. Robert, möchtest du unter dem Baum stehen?
  5. Nein, ich möchte nicht unter ihm stehen, sondern (aber) daneben (neben ihm).
  6. Ich möchte sowohl die Pfirsiche als auch die Äpfel der Frau geben.
  7. Sie sitzt im Haus neben dem Fenster.
  8. Maria sitzt auf einem Stuhl neben ihr.
  9. Sowohl Maria als auch die Frau nähen.
  10. Sie bevorzugen es zu nähen und möchten heute nicht im Garten gehen.
  11. Sie sind glücklich, weil sie es gerne haben zu nähen.
  12. Sie möchten nicht Blumen sammeln, (spazieren) gehen oder die Vögel sehen.
  13. Sie haben sowohl Äpfel als auch Pfirsiche, aber sie möchten nicht essen.
  14. Sie geben die Früchte den Jungen und Mädchen.
  15. Sie laufen entweder zu den schwarzen Pferden oder zum großen Baum.
  16. Weder Äpfel noch Pfirsiche liegen im Gras.



Kapitel 7

Die Vergangenheitsform

1. Die Vergangenheitsform des Verbes drückt eine Handlung aus, die in der Vergangenheit begann und endete. Verben der Vergangenheitsform enden auf -is, beispielsweise kuris (lief), flugis (flog) und brilis (schien). Die Beugung der Verben fällt wie im Präsens gleich aus.

esti – sein
mi estis – ich war
vi estis – du warst
li estis – er war
ŝi estis – sie war
ĝi estis – es war
ni estis – wir waren
vi estis – ihr wart
ili estis – sie waren
vidi – sehen
mi vidis – ich sah
vi vidis – du sahst
li vidis – er sah
ŝi vidis – sie sah
ĝi vidis – es sah
ni vidis – wir sahen
vi vidis – ihr saht
ili vidis – sie sahen

Die Präpositionen

2. Präpositionen (Wörter wie etwa in oder auf) sind den Nomen oder Pronomen vorangestellt, um gewisse Beziehungen zu anderen Wörtern anzuzeigen. Man sagt, die Präposition regiert das Nomen oder Pronomen, und diese werden Komplement der Präposition genannt. Im Deutschen steht das Komplement im Dativ (in mir, auf mir). In Esperanto verändert eine Präposition nicht die Form des Komplements, sodass es von der Form her im Nominativ steht.

La arbo estas en la ĝardeno. – Der Baum ist im Garten.
Bonaj pomoj estas sur ĝi. – Gute Äpfel sind auf ihm.
Mi donis ĉerizojn al li. – Ich gab ihm Kirschen.
La knabo estas apud mi. – Der Junge ist neben mir.
Sub la arbo staris ĉevalo. – Unter dem Baum stand ein Pferd.

Personalpronomen im Akkusativ

3. Wird das Pronomen als Objekt eines Verbes gebraucht, wird es in den Akkusativ gesetzt, indem die entsprechende Endung -n angehängt wird (Kap. 4 #2).

La viro vidis vin kaj min. – Der Mann sah dich und mich.
Li vidis ilin kaj nin. – Er sah sie und uns.
Mi vidis nek lin nek ŝin. – Ich sah weder ihn noch sie.
Ni volas havi ĝin. – Wir wollen es haben.

Vokabeln

agrabla – angenehm
bildo – Bild
blua – blau
danki – danken
de – von/aus (Ort)
diri – sagen
infano – Kind
interesa – interessant
luma – leuchtend, hell
muro – Mauer
nun – nun, jetzt
planko – Fußboden
pordo – Tür
rigardi – anschauen, schauen
tapiŝo – Teppich
tra – (hin)durch

Leseübung

  1. Hodiaŭ la knaboj kaj knabinoj estas en la granda domo.
  2. Ili staras apud la tablo, en agrabla luma ĉambro.
  3. Ĝi havas altajn larĝajn fenestrojn.
  4. Sub la tablo kaj seĝoj, mola tapiŝo kuŝas sur la planko.
  5. La tapiŝo havas belajn kolorojn, ruĝan, bluan, flavan, kaj verdan.
  6. Virino iris tra la pordo, kaj staris apud la tablo.
  7. Ŝi havis interesajn bildojn, kaj donis ilin al la knaboj kaj la knabinoj.
  8. Ŝi diris: „Ĉu vi volas rigardi la bildojn?“
  9. „Jes, ni dankas vin,“ diris la infanoj, kaj ŝi donis al ili la bildojn.
  10. Granda bildo falis de la tablo kaj Arturo nun havas ĝin.
  11. Li donas ĝin al Mario, ŝi dankas lin, kaj donas ĝin al Roberto.
  12. Li volis doni ĝin al Gertrudo, sed ŝi diris: „Ne, mi dankas vin, mi ne ŝatas rigardi bildojn.“
  13. Ŝi iris de la tablo al la fenestro kaj diris: „Mi preferas kudri.“
  14. Ŝi volis sidi en granda seĝo apud la fenestro.
  15. La virino rigardis ŝin kaj diris: „Mi donis la bildojn al vi, knaboj kaj knabinoj, ĉar ili estas interesaj bildoj.“
  16. Gertrudo diris: „Vi estas bona al ni, sed mi volas sidi apud la pordo aŭ la fenestro.“
  17. „Mi kolektis bluajn violojn en la ĝardeno, kaj nun mi volas rigardi la belajn florojn, kaj kudri.“


Übersetzungsübung

  1. Wollen die Jungen und Mädchen gut sein?
  2. Sie sammelten frische Blumen und gaben sie (zu) der Frau.
  3. Die glücklichen Kinder waren im Garten, aber jetzt sind sie im Haus.
  4. Die Räume in dem Haus sind hell, weil sie große, breite Fenster haben.
  5. Die Türen in dem Raum sind breit und hoch.
  6. Die Teppiche auf dem Boden scheinen weich (zu sein) und haben verschiedene schöne Farben.
  7. Ein großer fester (starker) Tisch stand neben der Tür.
  8. Wir mögen es, neben dem Tisch zu sitzen und durch das Fenster zu schauen.
  9. Gertrud schaute die verschiedenen Bilder an.
  10. Sie schaute auf sie (Plural) und scheint glücklich zu sein.
  11. Sie gab mir ein Bild, und ich dankte ihr.
  12. Helen ging an den Tisch und schüttelte ihn.
  13. Arthur sah nicht die Bilder, weil sie auf dem Boden lagen.
  14. Er schaute auf die Bilder an der Mauer, aber sie waren weder interessant noch schön.
  15. Robert schaute durch das Fenster und sah uns in dem angenehmen Garten.



Kapitel 8

Die Reflexivpronomen

1. Ein Pronomen ist reflexiv beziehungsweise heißt Reflexivpronomen (rückbezügliches Fürwort), wenn es sich innerhalb des Satzes auf dieselbe Person oder dasselbe Ding wie das Subjekt bezieht ohne selbst Subjekt zu sein.

Anmerkung: Im Deutschen kann es streng genommen nur in der dritten Person Reflexivpronomen geben, allerdings werden gerne auch die Pronomen der ersten und zweiten Person als reflexiv bezeichnet (mich, dich, uns, euch).

2. Die Personalpronomen der ersten und zweiten Person mi, ni und vi werden als Reflexivpronomen der ersten und zweiten Person verwendet. Dabei ist unmissverständlich festgelegt, dass das Reflexivpronomen der ersten Person sich nur auf den/die Sprecher und das der zweiten Person sich nur auf die angesprochene(n) Person(en) beziehen kann.

Mi vidas min. – Ich sehe mich. Die erste Person Singular sieht und sie wird gesehen (von sich selbst).
Vi diras al vi. – Du sprichst zu dir. Die zweite Person Singular spricht und wird angesprochen (von sich selbst).
Ni amuzas nin. – Wir amüsieren uns. Die erste Person Plural amüsiert und wird amüsiert (von sich selbst).

Anmerkung: Ins Deutsche übersetzt wird aus dem Reflexivpronomen ein Personalpronomen im Dativ, wenn eine Präposition das Pronomen einleitet.

3. Wenn ein Verb in der dritten Person steht, kann ein Pronomen der dritten Person sich auf das Subjekt beziehen oder auch nicht. Zum Beispiel: Er sieht einen Vogel nahe ihm – entweder ist der Vogel nahe dem Seher (Subjekt) oder einer anderen Person. Wenn solch ein Pronomen der dritten Person sich auf das Subjekt des Verbes bezieht, benutzt man im Esperanto ein spezielles reflexives Pronomen si (Akkusativ sin), welches sich (selbst) bedeutet.

Li amuzas sin. – Er amüsiert sich.
Arturo vidis birdon apud si. – Arthur sah einen Vogel neben sich.
Ŝi trovas florojn apud si. – Sie findet Blumen neben sich.
La tapiŝo havas diversajn kolorojn en si. – Der Teppich hat verschiedene Farben in sich.
La birdo kaŝas sin sub la folioj. – Der Vogel versteckt sich unter den Blättern.
Ili amuzas sin. – Sie amüsieren sich.
La viroj havas seĝojn apud si. – Die Männer haben Stühle neben sich.
La virinoj trovas florojn apud si. – Die Frauen finden Blumen neben sich.
Sub si la infanoj trovis molan tapiŝon. – Unter sich fanden die Kinder einen weichen Teppich.

Anmerkung: Aus der Tatsache, dass si sich immer auf das Subjekt des Verbes bezieht, folgt, dass es niemals selber Subjekt oder Teil des Subjektes des Verbes sein kann.

Reflexivverben

4. Ein Verb mit einem Reflexivpronomen als direktes Objekt wird zuweilen Reflexivverb genannt aufgrund der Tatsache, dass einige Sprachen eine reflexive Form oder Zwischenform von Verben hatten oder noch immer haben, um eine auf sich selbst gerichtete Handlung des Subjekts auszudrücken, oder aber sie haben gewisse Verben, die hauptsächlich oder ausschließlich reflexiv benutzt werden.

Anmerkung: Beispielsweise in Griechisch etraponto (sie drehten sich selbst), Latein execeor (ich übe mich), Englisch I beware (ich hüte mich), Spanisch me alegro (ich freue mich), Französisch il s'arrête (er hält [sich an]), ...

Die reflexive Beugung eines Verbes ist deshalb wie folgend:

mi amuzas min (mi min amuzas) – ich amüsiere mich
vi amuzas vin (vi vin amuzas) – du amüsierst dich
li (ŝi, ĝi) amuzas sin (sin amuzas) – er (sie, es) amüsiert sich
ni amuzas nin (ni nin amuzas) – wir amüsieren uns
vi amuzas vin (vi vin amuzas) – ihr amüsiert euch
ili amuzas sin (ili sin amuzas) – sie amüsieren sich

Vokabeln

Alfredo – Alfred
amuzi – amüsieren, unterhalten
antaŭ – vor, bevor (örtlich und zeitlich)
aparteni – angehören, gehören zu
griza – grau
marŝi – marschieren
Johano – Johann, Johannes
kaŝi – verstecken
komenci – beginnen, anfangen
laŭdi – loben
legi – lesen
libro – Buch
perdi – verlieren
skatolo – Schachtel, Box
strato – Straße
si – sich (Reflexivpronomen)

Leseübung

  1. Johano kaj Alfredo amuzis sin en la ĝardeno.
  2. Johano kaŝis sin, kaj Alfredo trovis Johanon.
  3. Alfredo sin kaŝis en alta arbo, kaj Johano trovis Alfredon.
  4. Mario kaj Gertrudo sin kaŝis apud la floroj, kaj la knaboj trovis la knabinojn.
  5. La knabinoj ne volas perdi sin en la agrabla kampo.
  6. Johano komencis amuzi sin en luma ĉambro en la domo.
  7. La muro havas interesajn bildojn sur si.
  8. Tra la fenestro antaŭ si Johano rigardas la virojn kaj la virinojn sur la strato.
  9. Li havas molan grizan tapiŝon sub si, kaj ne volas seĝon.
  10. Li kaj Alfredo volis iri al la strato kaj amuzi sin.
  11. Ili iris al la pordo, kaj trovis ruĝan skatolon antaŭ si.
  12. En la skatolo estis libro, kaj Johano diris al si: „La libro ne apartenas al mi.“
  13. Li diris al Alfredo: „Ĉar ni trovis ĝin, mi volas legi la libron.“
  14. Virino antaŭ pordo komencis rigardi la knabojn, kaj ili diris al ŝi: „Ĉu la libro apartenas al vi? Ni trovis ĝin en skatolo.“
  15. La virino diris: „Jes, ni perdis ĝin, kaj mi dankas vin, ĉar vi donas al mi la skatolon kaj la libron.“
  16. Ŝi iris al la strato, kaj la knaboj iris al la domo.


Übersetzungsübung

  1. Das Buch in der grauen Schachtel gehört mir nicht.
  2. Ich fand es vor mir, neben der Tür.
  3. Du begannst dich zu loben, aber ich lobe mich nicht (selbst).
  4. Sie versteckten sich, und ich stand nahe ihnen.
  5. Die Vögel sitzen auf den Baum, weil er reife Kirschen auf sich hat. (..., weil er reife Kirschen trägt.)
  6. Alfred amüsiert sich auf der Straße, wir aber mögen es, uns im Haus zu amüsieren.
  7. Die Bäume haben gute Früchte auf sich.
  8. Sie fand sich in einem schönen, hellen Raum (wieder).
  9. Der Teppich auf dem Boden hatte verschiedene Farben an sich, und die hohe Wand hatte Bilder an sich.
  10. Die Bilder haben Jungen und Mädchen in sich. (Die Bilder zeigen Jungen und Mädchen.)
  11. Das Buch gehört ihr, aber es fiel von der Schachtel.
  12. Der Tisch hat rote, blaue und gelbe Blumen auf sich. (Auf dem Tisch stehen...)
  13. Sahst du die Tauben neben den Blumen vor dir?
  14. Die Vögel sahen die Frucht auf dem Baum vor sich und flogen zu den Zweigen.
  15. Ich saß auf der Bank im Garten und fing an, ein interessantes Buch zu lesen.
  16. Sie versteckten sich in den Blättern und fingen an zu singen.
  17. Das Kind ist in einem angenehmen Raum.



Kapitel 9

Anwendbarkeit der dritten Personalpronomen

1. Da sich das spezielle Reflexivpronomen si auf das Subjekt des Verbs bezieht, beziehen sich die Personalpronomen der dritten Person (li, ŝi, ĝi und ili) niemals auf das Subjekt des Verbs, sondern immer auf etwas anderes oder jemand anderen:

La knabo laŭdas lin. – Der Junge lobt ihn (einen anderen).
Ŝi donas pomojn al ŝi. – Sie gibt ihr Äpfel (einer anderen).
La birdo vidis ĝin. – Der Vogel hat es gesehen (etwas anderes).
La knaboj kaŝis ilin. – Die Jungen haben sie versteckt (andere Dinge oder Menschen).
Ili trovis ilin apud si. – Sie haben sie (andere Dinge oder Menschen) neben sich (selbst) gefunden.
La birdoj flugis al ili. – Die Vögel flogen zu ihnen.

Possessivpronomen (adjektivisch)

2. Wörter wie mein, dein, sein, welche ein Besitzverhältnis anzeigen, werden Possessivpronomen genannt. In Verbindungen wie meine Bücher oder deine Schwester werden sie adjektivische Possessivpronomen genannt, weil sie wie Adjektive verwendet werden. Possessivpronomen werden von den Personalpronomen abgeleitet, indem die Adjektivendung -a angehängt wird, wie in mia – mein, via – dein, euer, lia – sein, ŝia – ihr, ĝia – sein (sächlich), nia – unser, cia – dein (familiär) und ilia – ihr (Plural). Die Anwendbarkeit der dritten Personalpronomen überträgt sich auch auf die entsprechenden Possessivpronomen:

Mia domo kaj miaj ĝardenoj estas grandaj. – Mein Haus und meine Gärten sind groß.
Johano sidas sur via seĝo. – Johann sitzt auf deinem Stuhl.
Li havas lian ĉevalon. – Er hat sein (eines anderen) Pferd.
Ĉu vi legis ŝiajn librojn? – Hast du ihre Bücher gelesen?

3. Ebenso wie das Reflexivpronomen si – er, sie, es, sie (Plural) bezieht sich das von ihm abgeleitete reflexive Possessivpronomen sia – sein, ihr, sein (sächlich), ihr (Plural) auf das Subjekt des Verbs in einem Satz. Für die erste und zweite Person spielt es keine Rolle, ob das Possessivpronomen reflexiv ist oder nicht, ebensowenig wie bei den Personalpronomen der ersten und zweiten Person:

Mi havas miajn librojn sur mia tablo. – Ich habe meine Bücher auf meinem Tisch (stehen).
Johano perdis siajn librojn. – Johann hat seine (eigenen) Bücher verloren.
Mario estas en sia ĉambro. – Mario ist in seinem (eigenen) Zimmer.
La birdoj flugis al sia arbo. – Die Vögel flogen zu ihrem (eigenen) Baum.

Possessivpronomen (prädikativ)

4. Possessivpronomen können außerdem noch prädikativ benutzt werden, wie in das Buch ist mein(s) oder adjektivisch ohne ausgedrücktes Substantiv, wie in seins ist bunter (sein Buch).

La granda libro estas la mia. – Das große Buch ist meins.
La via estas granda, la miaj estas belaj. – Deins ist groß, meine sind schön.
Ili havas la sian, sed ne la lian. – Sie haben ihrs (ihr eigenes), aber nicht seins.
La iliaj ŝajnas esti bonaj. – Ihre scheinen gut zu sein.

Vokabeln

diro – Äußerung, Sagen
ĝis – bis
hieraŭ – gestern
juna – jung
kapti – fangen
kato – Katze
kolera – verärgert, wütend
lavi – waschen
manĝo – Essen, Mahlzeit
nesto – Nest
pasero – Spatz, Sperling
patro – Vater
post – nach, hinter
surprizi – (jemanden) überraschen
teni – halten
vizaĝo – Gesicht

Leseübung

In Sätzen

  1. Hieraŭ mi perdis mian grizan katon.
  2. Ilia kato kaptis nian birdon.
  3. Via kolera diro surprizis mian patron.
  4. Ĉu la granda kampo apartenas al ŝia patro?
  5. Ne, ĝi ne estas la lia.
  6. La lia estas bela, sed mi preferas la mian.
  7. Ĉu vi ŝatas vian libron aŭ la ilian?
  8. Li havas nek siajn ĉevalojn nek la iliajn.
  9. La knabinoj ŝajnas esti koleraj.
  10. Ili komencis legi siajn librojn.
  11. La viro kaptis kaj tenis siajn ĉevalojn, sed li ne trovis iliajn ĉevalojn.
  12. Ŝia libro kuŝas sur la planko, post ŝia seĝo.
  13. Ŝi ne trovis ilian libron, sed la junaj infanoj trovis la nian.

La kato kaj la pasero

Griza kato iris de la domo ĝis la strato. Ĝi vidis paseron antaŭ si, kaj volis manĝi ĝin. La kato staris post granda arbo, kaj kaptis la paseron. La pasero diris: „Bona kato lavas sin antaŭ sia manĝo, sed vi ne lavis vian vizaĝon.“ La interesa diro surprizis la katon. La kato ne tenis la paseron, sed komencis lavi sian vizaĝon. La pasero flugis de la kato ĝis la arbo. La kolera kato diris: „Mi perdis mian manĝon, ĉar mi komencis lavi min antaŭ la manĝo!“

Nun la katoj ne lavas sin antaŭ la manĝoj. Ili havas siajn manĝojn, kaj post la manĝoj ili lavas la vizaĝojn. La paseroj ne surprizas ilin nun, sed ili tenas la paserojn. La katoj estas feliĉaj, sed la paseroj ne estas feliĉaj. La junaj paseroj volas flugi al la nestoj en la arboj.


Übersetzungsübung

  1. Die Jungen sind nicht in ihrem (eigenen) Haus, aber sie sind in seinem.
  2. Ist das große, schöne Haus deins?
  3. Die Frau ging durch die Tür von ihrem (deren) Haus, bis zu ihrem (eigenen) Zimmer.
  4. Im Zimmer gibt es interessante Bilder an den Wänden.
  5. Wir haben die Blumen gestern bewundert (gelobt), und sie haben sie uns gegeben.
  6. Die Bücher sind in ihrer (der Bücher) Kiste.
  7. Sie liegen auf ihrem (der Jungen) Tisch.
  8. Die graue Katze war verärgert, weil sie den Vogel nicht hielt.
  9. Der Spatz hat sie überrascht, und sie fing an, ihr Gesicht zu waschen.
  10. Der Spatz wollte bis zum großen Baum fliegen, aber die Katze hat ihn festgehalten.
  11. Der Spatz sagte: „Eine gute Katze wäscht ihr Gesicht, aber du bist keine gute Katze.“
  12. Der Spatz war verärgert, weil die Katze ihn fing und festhielt.
  13. Der Vogel hat sein Essen nicht verloren, aber die verärgerte Katze verlor ihr Essen.
  14. Siehst du ihre Katze oder seine?
  15. Ich sehe sowohl seine als auch ihre, aber unsere ist nicht in unserem Garten.
  16. Mein Vater ist ein großer, kräftiger Mann.
  17. Ich sehe ihn gerne an.
  18. Die Kinder haben die jungen Vögel im Nest gesehen.



Kapitel 10

Der Akkusativ der Richtung

Bewegungsverb und Akkusativobjekt

1. Verben der Bewegung bilden im Deutschen ihr Perfekt normalerweise mit dem Hilfsverb sein, sie sind dadurch intransitiv und können auf kein Akkusativobjekt zielen. Bei Bewegungen zu ein Zielobjekt können Verben in Esperanto auch transitiv gebraucht werden, also mit direkten Objekt ohne einleitende Präposition. Das Zielobjekt der Bewegung erhält die Akkusativendung -n. Meist kann das Akkusativobjekt in eine mit zu eingeleitete Präpositionalgruppe übersetzt werden.

Li iris ĝardenon. – Er ging zum Garten.
La knabo kuris straton. – Der Junge lief zur Straße.
La kato saltas tablon. – Die Katze springt zum Tisch (nicht auf den Tisch).

Gelegentlich lässt sich ein direktes Objekt auch durch ein Adverb mit -wärts ersetzen.

Mi iras valon. – Ich gehe talwärts.
La kolomboj flugis sudon. – Die Tauben flogen südwärts.

Einige Zielobjekte erfordern eine andere Präposition oder sind dadurch eleganter übersetzbar.

La viro iras Bostonon. – Der Mann geht nach Boston.
La birdo flugis sudon. – Der Vogel flog in den Süden (statt zum Süden, südwärts).
La folio falas fundon. – Das Blatt fällt auf den Boden (oder zu Boden).
La infano kuris ĉambron. – Das Kind lief ins Zimmer (statt zum Zimmer).

Durch den transitiven Gebrauch von Bewegungsverben wird aber eigentlich nur ausgedrückt, dass sich das Subjekt in Richtung des Akkusativobjekts bewegt, nicht dass das Objekt erreicht wird. Die Übersetzung mit Präpositionen wie in oder auf ist sinngemäß oft möglich, modifiziert die eigentliche Satzaussage aber immer etwas und kann durch den Kontext auch völlig ausgeschlossen werden.

La infano kuris ĉambron. La pordo estis fermita. – Das Kind lief zum (nicht ins) Zimmer. Die Tür war verschlossen.

Bewegungsverb und Präpositionalgruppe

2. Da die meisten Bewegungsverben in Verbindung mit einer Präpositionalgruppe sowohl eine Bewegung in die Richtung eines Objektes als auch eine Bewegung am Ort des Objekts selbst ausdrücken können, wird bei einer gerichteten Bewegung auf ein Ziel zu das Zielobjekt ebenfalls durch die Akkusativendung -n gekennzeichnet.

Mi kuras en la domo. Mi kuras en la domon. – Ich laufe im Haus. Ich laufe in das Haus.
Ili promenas en la arbaro. Ili promenas en la arbaron. – Sie spazieren im Wald. Sie spazieren in den Wald.
La kato saltis sur la tablon. La kato saltis sur la tablo. – Die Katze sprang auf den Tisch. Die Katze sprang auf dem Tisch.
Ĝi ne estas sur la tablo, ĝi falis sur la plankon. – Es ist nicht auf dem Tisch, es fiel auf den Fußboden.

Präpositionen, wie zum Beispiel al (zu), de (von), el (aus), ĝis (bis), sind dagegen nicht zweideutig und schließen die auf ein Zielobjekt gerichtete Bewegung mit ein, damit entfällt die nicht mehr benötigte Akkusativendung.

Mi iris al la domo en mian ĉambron. – Ich ging zu dem Haus in mein Zimmer.
Ili falis ĝis la planko. – Sie fielen bis auf den Fußboden.

Artikel kontra Possessivpronomen

3. Im Deutschen wird oft in Sätzen, in denen das Zugehörigkeitsverhältnis eines Objekts bereits hinreichend feststeht, statt des Objektartikels ein adjektivisch gebrauchtes Possessivpronomen benutzt. In manchen Fällen kann auch beides entfallen. Esperanto benutzt statt dessen immer den Artikel, außer wenn das Besitzverhältnis nochmal besonders hervorgehoben werden soll.

Mi lavas la vizaĝon. – Ich wasche mein (das) Gesicht.
Li skuas la kapon. – Er schüttelt seinen (den) Kopf.
La patro estas alta. – (Mein) Vater ist groß.
Mi donas ĝin al la patro. – Ich gebe es (meinem) Vater.

Vokabeln

arabo – Araber
arbaro – Wald
baldaŭ – bald
Bostono – Boston
frato – Bruder
fundo – Boden
kamelo – Kamel
kapo – Kopf
kolo – Hals
Kolonjo – Köln
korpo – Körper
meti – legen, setzen, stellen
nazo – Nase
nur – nur
puŝi – schieben, stoßen
salti – springen
sudo – Süden
trans – jenseits, über
tuta – ganz, vollständig
urbo – Stadt
varma – warm
valo – Tal

La arabo kaj la kamelo (Leseübung)

Arabo sidis en sia domo en la urbo. Apud domo trans la strato li vidis kamelon. La kamelo iris trans la straton ĝis la pordo, kaj diris al la arabo: „Frato, mi ne estas varma, mi volas meti nur la nazon en vian varman domon.“ La arabo skuis la kapon, sed la kamelo metis la nazon tra la pordo en la ĉambron. La kamelo komencis puŝi sian tutan vizaĝon en la domon. Baldaŭ li havis la kapon ĝis la kolo en la domo. Post la kapo iris la kolo en ĝin, kaj baldaŭ la tuta korpo estis en la domo.

La arabo estis kolera, ĉar li ne volis havi tutan kamelon en sia domo. Li kuris al la kamelo, kaptis lin, tenis lin, kaj diris: „Frato, vi volis meti nur la nazon en mian domon. La ĉambro ne estas granda sed ĝi estas la mia, kaj mi preferas sidi en ĝi.“ „Via diro estas bona,“ diris la kamelo, „via domo ne estas granda, sed ĝi estas varma, kaj mi ŝatas stari en ĝi. Mi preferas stari kaj kuŝi en ĝi, kaj mi donas al vi mian arbon trans la strato. Ĉu vi ne volas iri sub la arbon?“ Kaj la kamelo puŝis la arabon de lia domo en la straton de la urbo. La kamelo nun trovis sin en varma ĉambro, sed la juna arabo staris trans la strato kaj ne estis varma.


Übersetzungsübung

  1. Die Katze lief über die Straße.
  2. Jenseits der Straße fand sie einen Spatz.
  3. Sie fing den Vogel, aber sie fing an, ihr Gesicht zu waschen, und der Spatz flog zum Nest.
  4. Ich ging in den Garten bis zu dem großen Baum.
  5. Ich hielt mein Buch nicht (fest), und es fiel auf den Fußboden.
  6. Es begann unter den Tisch zu fallen, aber ich fing es auf.
  7. Mein Bruder schob die Bücher in ihre Kiste und stellte sie auf den Tisch.
  8. Wir gingen gestern in ein schönes Haus in der Stadt Köln.
  9. Der Araber schüttelte den Kopf und sagte: „Nein“.
  10. Aber das Kamel begann durch die Tür zu gehen.
  11. Seine Bemerkung schien das Kamel nicht zu überraschen.
  12. Das Kamel schob Kopf und Hals und bald seinen ganzen Körper in das warme Haus.
  13. Es wollte nur seine Nase hineinstecken (in es stecken).
  14. Der Araber war verärgert, weil es sich ins Haus schob.
  15. Er sagte: „Bruder, das ist mein Haus, und ich will dich nicht darin haben.“
  16. Aber bald nach der Bemerkung war das ganze Kamel im Haus.
  17. Es schob den jungen Araber auf die Straße.
  18. Er ging über die Straße und stand auf dem Gras unter dem Baum.



Kapitel 11

Der Genitiv mit „de“

1. Die Präposition de wird benutzt, um ein Besitz- oder Zugehörigkeitsverhältnis auszudrücken, was ja auch im Deutschen mit der Präposition von möglich ist. Ein eigener Genitivfall, zum Beispiel Die Tür des Hauses, existiert dagegen nicht. Manche Genitivkonstruktion lässt sich auch als zusammengesetztes Substantiv übersetzen, zum Beispiel Die Haustür.

La muroj de la domo. – Die Wände des Hauses. / Die Wände von dem Haus. / Die Hauswände.
La koloroj de la floroj. – Die Farben der Blumen. / Die Farben von den Blumen. / Die Blumenfarben.
La libro de la knabo. – Das Buch des Jungen. / Das Buch von dem Jungen.
Branĉo de la arbo. – Ein Ast des Baumes. / Ein Ast von dem Baum.
La ĝardeno de la viroj. – Der Garten der Männer. / Der Garten von den Männern. / Der Männergarten.

„es“ als Lückenfüller

2. Neben seiner Rolle als Pronomen dient das deutsche es dem Füllen von Strukturlücken, die alleinstehende Verben im Satzbau aufreißen. Alleinstehende Verben im Esperanto sind dagegen kein Problem, ein Füllpartikel damit nicht nötig. Eine Übersetzung mit dem Pronomen ĝi, einem reinen Stellvertreter von sächlichen Substantiven, darf also in den beiden folgenden Fällen nicht geschehen:

Subjektlose Sätze

3. Oft findet sich in deutschen Sätzen ein „ominöses“ es, das sich nicht gegen ein Substantiv austauschen lässt, weil es dieses es eigentlich gar nicht gibt. Es regnet und es donnert. – Was genau regnet und donnert denn da? Genauso ist es in Sätzen wie: Es ist heiß., Es trug ihn aus der Kurve., Es friert mich. oder Es darf geschaut werden.. Wenn kein handelndes Subjekt vorhanden ist, hat in Esperanto auch das ĝi nichts verloren.

Pluvas. – Es regnet.
Neĝis hieraŭ. – Gestern hat es geschneit.
Estis mi. – Ich war es.

Satzeinleitende Verben

4. Ein Verb am Satzanfang und fertig ist der deutsche Fragesatz. Soll das aber nicht so sein, wird ein es als bedeutungsloses Füllwort (Expletiv) davorgesetzt. Dieses es steht nicht stellvertretend für ein Substantiv, nach einem Umstellen der Satzglieder verschwindet es automatisch oder darf zumindest getilgt werden. („Es wurde bis nach Mitternacht getanzt.“ → „Bis nach Mitternacht wurde getanzt.“ / „Es macht mich traurig, dass du nicht studierst.“ → „Dass du nicht studierst, macht mich traurig.“)

Estas floroj sur la tablo. – Es sind Blumen auf dem Tisch.
Estas domo en la kampo. – Es ist ein Haus auf dem Feld.

Nebenordnende Bindewörter

5. Wörter wie kaj (und), (oder), aŭ ... aŭ (ausschließendes oder), sed (aber), nek (und auch nicht) verbinden Wörter, Wortgruppen, Teilsätze und Sätze, die grammatisch gleichrangig nebeneinander stehen. Sie werden deshalb beiordnende Bindewörter oder Konjunktionen genannt.

Ŝi iris, kaj ni estis feliĉaj. – Sie ging und wir waren glücklich. Kaj verbindet die Teilsätze.
Ĉu vi marŝas aŭ kuras? – Maschierst du oder läufst du? verbindet die beiden Fragen.
Aŭ li aŭ ŝi perdis la libron. – Entweder er oder sie verlor das Buch. Aŭ ... aŭ verbindet zwei Pronomen.
Ĝi falis sur la seĝon, sed ne sur la plankon. – Es fiel auf den Stuhl, aber nicht auf den Boden. Sed verbindet die Wortgruppen.
Mi ne skribis al li nek volis. – Ich schrieb ihm nicht und wollte es auch nicht. Nek verbindet die Verben.
Nek vi nek mi vidis ĝin. – Weder du noch ich sahen es. Nek ... nek verbindet die Pronomen.
Li ne ŝatis ĝin. Tamen li tenis ĝin. – Er mochte es nicht. Dennoch hielt er es (fest). Tamen verknüpft zwei Sätze.

Anmerkung: Eine Phrase ist ein Wortgruppe, die einen Ausdruck ohne Verb bildet wie durch das Haus, des Mannes, vor mir etc.

Anmerkung: Nebenordnende Bindewörter können weiter unterschieden werden nach ihrer Bedeutung: ist unterbrechend, verbindet Alternativen und drückt Trennung aus. Kaj ist verbindend und drückt Einheit aus. Nek ist unterbrechend und drückt Trennung und auch Verneinung aus. Sed ist gegensätzlich, es drückt Gegensatz, Kontrast oder Veränderung der vorigen Aussage aus. Tamen ist gegensätzlich und bestätigt etwas trotz eines vorherigen Einwands oder Zugeständnisses. Do (so, denn, folglich) ist begründend und drückt eine logische Schlussfolgerung oder ein Ergebnis im Gespräch aus.

Vokabeln

akvo – Wasser
amiko – Freund
ankaŭ – auch
bezoni – brauchen, benötigen
dezerto – Wüste
fidela – treu
mono – Geld
neĝi – schneien
pluvi – regnen
porti – tragen
riĉa – reich
sablo – Sand
sako – Sack, Beutel
seka – trocken
tamen – trotzdem
trinki – trinken
veni – kommen
vojo – Weg, Strecke

La arabo en la dezerto (Leseübung)

Arabo iris trans grandan sekan dezerton. Kamelo, lia fidela amiko, portis lin. La kamelo ankaŭ portis belajn tapiŝojn, ĉar la arabo estis riĉa viro. La arabo havis ne nur tapiŝojn, sed ankaŭ sakojn. En la sakoj estis akvo, ĉar en la dezerto nek pluvas nek neĝas. La viro trinkis akvon, kaj ankaŭ donis akvon al sia kamelo.

La kamelo marŝis kaj marŝis, sed ne venis al la domo de la arabo, ĉar ili perdis la vojon. La suno brilis, kaj la sablo de la dezerto ŝajnis varma. La arabo ne trovis la vojon, kaj baldaŭ li ne havis akvon. Tamen la kamelo marŝis kaj marŝis, kaj baldaŭ la arabo vidis sakon antaŭ si, sur la seka sablo. Li estis feliĉa kaj diris al si: „Ĉu estas akvo en ĝi? Mi volas trinki, kaj volas doni akvon al mia fidela kamelo.“ Li ankaŭ volis lavi la tutan vizaĝon en la akvo, ĉar li estis varma.

Post sia diro li kaptis la sakon, kaj komencis rigardi en ĝin. Li metis la nazon en ĝin, sed ne trovis akvon en la sako. Nek li nek lia fidela kamelo havis akvon, ĉar estis nur mono en la sako. La arabo estis kolera, ĉar li ne volis monon, li bezonis akvon. Li havis monon en sia domo en la urbo, kaj volis trovi akvon. Ĉu li tamen metis la sakon trans la kolon de sia kamelo? Ne, li ne volis meti ĝin sur sian kamelon, ĉar li estis kolera. Li ne tenis la sakon, sed ĝi falis sur la sablon, kaj kuŝis apud li. La sako nun kuŝas sur la sablo de la granda dezerto, kaj la mono estas en ĝi.


Übersetzungsübung

  1. Heute regnet es, aber gestern hat es geschneit.
  2. Hat dein Freund Johann den Stuhl ins Haus getragen?
  3. Ich habe deine guten Freunde auf dem Weg in die Stadt gesehen.
  4. Gehört der große Sack hinter der Tür ihnen? (wörtlich: Ist er ihrer?)
  5. Entweder sie oder ihr großer Bruder hat die ganze Stadt gesehen.
  6. Sie gingen nach Boston und haben sich verlaufen.
  7. Auf der anderen Straßenseite gibt es interessante Häuser.
  8. Der Körper des Kamels ist groß, und sein Hals ist lang.
  9. Das Kamel steckte seinen Kopf in das Haus des Arabers, und er war wütend.
  10. Auf dem Wüstensand liegt ein Sack.
  11. Im Sack war Geld.
  12. Dem Araber war warm, und er wollte Wasser trinken.
  13. Er wollte auch dem treuen Kamel Wasser geben.
  14. Dennoch fand er nur Geld in dem Sack.
  15. Er war wütend und hat den Sack nicht behalten.
  16. Gestern wollte er Geld finden, doch heute hätte er lieber Wasser. (wörtlich: bevorzugt er Wasser)
  17. Trotzdem gibt es nur Sand in der Wüste.
  18. Er wünschte sich, aus der trockenen Wüste zum Haus eines treuen Freundes zu gelangen.
  19. Sowohl er als auch seine Freunde sind reich.
  20. Sie gingen gestern in sein Haus und kamen heute in ihres (Plural).
  21. Sie brauchen das Geld nicht.



Kapitel 12

Indirekte Aussagen mit „ke“

1. Eine Aussage kann mit Hilfe eines Gliedsatzes, der Wörter wie sagen, denken oder wissen enthält, indirekt gemacht werden. Dann wird sie indirekte Aussage genannt. Eine indirekte Aussage wird mit dem Hauptverb oder Hauptsatz durch die unterordnende Konjunktion ke (dass) verbunden.

Der Zeitpunkt der Handlung wird durch den Hauptsatz definiert. Der Gliedsatz hingegen nimmt die im Hauptsatz definierte Zeit als Gegenwart an und orientiert sich neu von diesem Zeitpunkt aus. Dies steht im Gegensatz zur deutschen Sprache, in welcher der Tempus auch im Nebensatz ändert. Siehe dazu die beiden letzten Beispielsätze.

Beispiele:

Johano diras ke vi venis hieraŭ. – Johann sagt, dass du gestern kamst.
Ŝi opinias ke estas mono en la sako. – Sie denkt, dass Geld in dem Beutel ist.
Ŝi ne sciis ke li dormas en la ĉambro. – Sie wusste nicht, dass er im Zimmer schlief.
Ŝi ne sciis ke li dormis en la ĉambro. – Sie wusste nicht, dass er im Zimmer geschlafen hatte.

Anmerkung: Ein Gliedsatz ist eine Gruppe von Wörtern einschließlich eines Verbs, die abhängig ist von einem Hauptverb oder -satz. Beispiele: dass er kam, als er ging, dass er gut ist

Das unbestimmte Personalpronomen „oni“

2. Wenn ein unbestimmtes Personalpronomen bei Bedeutungen wie man weiß oder man sagt verwendet werden soll, wird oni verwendet. Es kann auch benutzt werden um Ausdrücke wie Es wird gesagt oder Es wird erzählt zu übersetzen.

Beispiele:

Oni diras ke li estas riĉa. – Man sagt, dass er reich ist.
Oni vidas ke ili estas amikoj. – Man sieht, dass sie Freunde sind.
Mi opinias ke oni ŝatas lin. – Ich denke, dass man ihn mag.
Oni diris al mi ke estas sablo en la dezerto. – Mir wurde erzählt, dass es in der Wüste Sand gibt.
Oni opinias ke ŝi estas feliĉa. – Es wird angenommen, (man denkt), dass sie glücklich ist.
Ĉu oni vidis nin en la ĝardeno? – Hat man uns im Garten gesehen?
Oni ŝatas agrablajn infanojn. – Man mag angenehme Kinder.

Die Zeitform der Zukunft

3. Die Zukunftszeitform des Verbes (Futur) beschreibt eine Handlung oder einen Zustand, der im Begriff ist zu passieren oder dies zukünftig tun wird. Die Endung dieser Zeitform ist -os. Beispiele: kuros (wird rennen), flugos (wird fliegen), brilos (wird scheinen). Esti und vidi werden in dieser Zeitform wie folgt konjugiert:

mi estos – ich werde sein
vi estos – du wirst sein
li (ŝi, ĝi) estos – er (sie, es) wird sein
ni estos – wir werden sein
vi estos – ihr werdet sein
ili estos – sie werden sein
mi vidos – ich werde sehen
vi vidos – du wirst sehen
li (ŝi, ĝi) vidos – er (sie, es) wird sehen
ni vidos – wir werden sehen
vi vidos – ihr werdet sehen
ili vidos – sie werden sehen

Vokabeln

aŭdi – hören
blovi – blasen, wehen
greno – Getreide (Weizen, Mais etc.)
ke – dass (Konjunktion)
kontraŭ – gegen
montri – zeigen, darlegen
norda – nördlich, nordisch
nova – neu
okcidenta – westlich, abendländisch
oni – man (Kap. 12 #2)
opinii – denken, meinen
orienta – östlich, orientalisch
pluvo – Regen
suda – südlich, Süd-
velki – welken
vento – Wind
ventoflago – Wetterfahne, Wetterhahn
vetero – Wetter

La ventoflago (Leseübung)

Estis varma vetero, la suno brilis, kaj suda vento blovis. Tamen la nova ventoflago sur la domo diris al si: „La sudan venton mi ne ŝatas. Mi preferas orientan venton.“

La vento orienta aŭdis la diron kaj ĝi venis kontraŭ la ventoflagon. Pluvis kaj pluvis, kaj oni estis kolera kontraŭ la ventoflago, ĉar ĝi montris orientan venton. Ĝi diris: „Pluvas nun, sed la greno en la kampoj bezonos sekan veteron. Oni estos kolera kontraŭ mi, ĉar mi montras orientan venton.“

La okcidenta vento aŭdis la ventoflagon, kaj baldaŭ venis. Ĝi ne estis forta, sed ĝi estis seka kaj agrabla vento, kaj ne portis pluvon. La viroj, virinoj, kaj junaj infanoj volis trinki, sed ili ne havis akvon. La greno kaj la floroj velkis, kaj la fruktoj ankaŭ falis. La nova ventoflago diris: „Oni estos kolera kontraŭ mi, ĉar ne pluvas. Oni opinios ke, ĉar mi montras okcidentan venton, la fruktoj falas, kaj la greno kaj floroj velkas. Mi ŝatas montri nek okcidentan nek orientan venton!“

La norda vento aŭdis kaj venis al la ventoflago. La vetero ne estis agrabla, kaj la virinoj kaj la junaj infanoj ne estis varmaj. Neĝis, kaj oni estis kolera. Oni diris „La greno kaj la fruktoj bezonas varman veteron, sed hodiaŭ neĝas. Ni preferas la sudan venton. Ni havis ĝin, antaŭ la orienta, la okcidenta, kaj la norda ventoj. La ventoflago ne estas fidela amiko al ni. Ĝi ne montras bonajn ventojn, kaj ni volas rompi ĝin!“ Oni kuris al la domo, kaptis la novan ventoflagon, kaj ankaŭ rompis ĝin. Ĝi falis, kaj kuŝis sur la vojo antaŭ la domo.


Übersetzungsübung

  1. Man kann sehen, dass die Wetterfahne den Wind (an)zeigt.
  2. Man sagt, dass der Westwind ein trockener Wind sein wird.
  3. Die Wetterfahne zeigt nun, dass ein angenehmer Südwind bläst.
  4. Man wird wütend über (gegen) die Wetterfahne sein, weil sie einen Nordwind anzeigt.
  5. Ein Nordwind ist nicht warm, Getreide und Früchte werden aber einen warmen Wind brauchen.
  6. Es schneite, und den jungen Kindern war kalt (nicht warm), weil der Nordwind blies.
  7. Man wird einen Südwind mögen, aber ein Ostwind wird Regen bringen.
  8. Kann man Geld in der Wüste finden?
  9. Denkst du, dass er im Haus ist?
  10. Man sagt, er sei auf der Straße.
  11. Man denkt, dass ein Kamel ein treuer Freund ist.
  12. Mir wird erzählt, dass das Kamel einen großen Körper und einen langen Hals hat.
  13. Man sieht, dass es nicht schön ist.
  14. Die Menschen mögen kein warmes Wasser.
  15. Dennoch werden wir warmes Wasser in der Stadt trinken.
  16. Es war gutes Wetter gestern, aber heute werden wir auch gutes Wetter haben.
  17. Ich denke, dass bald ein warmer Wind blasen wird.
  18. Mein Freund hat ein schönes neues Haus.



Kapitel 13

Das Demonstrativpronomen „tiu“

1. Das Demonstrativpronomen (hinweisendes Fürwort) tiu weist auf eine Person oder eine bereits bekannte Sache hin, die dem Sprecher räumlich oder zeitlich nahe ist. Die Pluralform lautet tiuj.

Tiu estas la via libro, kaj mi volas tiun. – Dies ist dein Buch und ich möchte es.
Tiuj estos koleraj kontraŭ vi. – Die werden wütend auf dich sein.
Li aŭdis tiujn. – Er hörte dies (diese Sachen, diese Leute).

2. Das Pronomen kann nicht nur als Stellvertreter einer Person oder einer Sache gebraucht werden, sondern darf auch, als Pronominaladjektiv, ein Substantiv begleiten.

Mi vidas tiun ventoflagon. – Ich sehe diese Wetterfahne.
Tiuj infanoj estas junaj. – Diese Kinder sind jung.
Mi trovas tiujn librojn. – Ich finde diese Bücher.
Tiu vento estos varma. – Dieser Wind wird warm sein.

Bildung von weiblichen Substantiven

3. Alle Substantive, die Personen, Verwandtschaft, Berufe und Tiere bezeichnen, lassen sich durch Anhängen des Suffix -in- in die jeweilige weibliche Form umwandeln. Das Substantiv ohne -in- ist automatisch männlich oder, wenn das Geschlecht keine Rolle spielt, die allgemeine geschlechtsneutrale Form. La kato ist also eine geschlechtsneutrale Katze oder der Kater, die gezielt weibliche Katze heißt folglich la katino. Folgen dem Substantiv mehrere Suffixe, steht -in- immer am Schluss.

fratino – Schwester (von frato – Bruder)
knabino – Mädchen (von knabo – Junge)
ŝipestrino – Kapitänin (von ŝipestro – Kapitän)
patrino – Mutter (von patro – Vater)
virino – Frau (von viro – Mann)
porkino – Sau (von porko – Schwein oder Eber)

Anmerkung: Im Deutschen wird die weibliche Form auch oft in ähnlicher Weise gebildet – Königin, von König; Löwin, von Löwe usw.

Vokabeln

almenaŭ – mindestens, wenigstens
ĉapelo – Hut
ĉielo – Himmel
filo – Sohn
konstrui – errichten, konstruieren
miri – sich wundern
morgaŭ – morgen
nubo – Wolke
ombrelo – Regenschirm
paroli – reden, sprechen
parko – Park
preskaŭ – fast
pri – betreffend, über
promeni – spazieren
super – oberhalb, über (örtlich)
timi – befürchten, sich ängstigen
tiu – diese, dieses, dieser, jene, jener, jenes (Kap. 13 #1)
zorga – sorgfältig, sorgsam

En la parko (Leseübung)

Miaj junaj amiko kaj amikino, kaj ankaŭ ilia patrino, iris hieraŭ al la parko. La infanoj diris al la patrino ke la parko estas agrabla, kaj ke ili volas promeni en ĝi. La knabino parolis al sia frato pri la belaj floroj. Ŝi diris al li ke la floroj velkas, kaj ke la herbo en preskaŭ la tuta parko bezonas pluvon. La knabo diris hodiaŭ al mi ke hieraŭ li kaj lia fratino aŭdis la birdojn en la arboj super siaj kapoj. Li diris ke li miris pri tiuj birdoj, tamen li opinias ke la birdoj baldaŭ konstruos siajn nestojn en tiuj arboj.

La infanoj promenis, kaj baldaŭ ili vidis ke grizaj nuboj venas sur la ĉielon, kaj mia juna amikino timis ke pluvos. Ŝi parolis al la patrino pri la nuboj kaj la pluvo, montris al ŝi la grizajn nubojn, kaj diris ke ŝi volas iri al la domo. Ili komencis marŝi al la strato, kaj preskaŭ kuris, ĉar ili ne havis ombrelon. Tra la fenestroj de la domoj oni rigardis ilin, kaj la knabo miris ĉu li kaj liaj patrino kaj fratino amuzas tiujn virojn kaj virinojn. Tamen la patrino diris ke ŝi ne timas ke ŝi amuzos tiujn, sed ke ŝi timas la pluvon.

Ŝi kaj la filino volas esti zorgaj pri almenaŭ la novaj ĉapeloj. La filo diris al ŝi ke li ankaŭ estas zorga, sed ke li opinias ke ne pluvos. Baldaŭ la patro venis al ili, kaj portis ombrelojn, ĉar li ankaŭ timis la pluvon. Li miris ĉu la infanoj kaj ilia patrino havas ombrelojn. Baldaŭ pluvis, sed ili estis sekaj, ĉar ili havis la ombrelojn. Morgaŭ ili ne promenos en la parko, sed iros al la urbo.


Übersetzungsübung

  1. Der Ostwind ist trocken, und der Südwind wird zu warm sein.
  2. Ein Westwind blies gegen den Wetterhahn, aber das Getreide brauchte einen Südwind.
  3. Ein Nordwind weht, und ich denke, dass es bald schneien wird.
  4. Es (Kap. 11 #4) wird morgen schönes Wetter geben, da jetzt ein angenehmer Wind weht.
  5. Die Blumen werden welken, weil jene Kinder sie gepflückt haben.
  6. Sie sprechen über jenen Park, aber ich will nicht spazieren gehen, weil es Wolken am Himmel gibt.
  7. Wir nehmen wenigstens einen Regenschirm mit, und mein Bruder wird ihn über unsere Köpfe halten.
  8. Meine Schwester sagt: „Mutter und ich befürchten, dass es regnen wird.“
  9. Meine junge Schwester wird vorsichtig mit jenem neuen Regenschirm umgehen. (wörtlich: sein)
  10. Ich frage mich, ob sie morgen spazieren gehen wird.
  11. Jener Park ist angenehm, und das Gras ist weich und grün.
  12. Die Vögel bauen jetzt ihr Nest in jenen Zweigen über unseren Köpfen.
  13. Der Himmel über uns ist blau, und ein Westwind fängt an zu wehen.
  14. Ich kann jenen Wetterhahn sehen, auf jenem großen Haus in der Nähe des Parks.
  15. Mutter sagt, dass meine Schwester morgen einen neuen Hut haben wird.
  16. Sie wird vorsichtig mit jenem Hut umgehen. (wörtlich: sein)
  17. Der Freund meines Vaters passt sehr auf seinen Sohn auf.
  18. Man sieht, dass er kein starker Junge ist.



Kapitel 14

Das Demonstrativpronomen „ĉi tiu“

1. Um ein größeres Maß an Nähe auszudrücken, kann das hinweisende Fürwort tiu (Kap. 12 #2) zusammen mit der Partikel ĉi benützt werden. Die Partikel darf dem Pronomen folgen oder ihm vorausgehen (tiu ĉi oder ĉi tiu). Tiu und ĉi tiu stehen ungefähr im gleichen Verhältnis zueinander wie im Deutschen die Pronomenpaare dieses dortdieses hier oder auch jenesdieses.

Tiu estas la via, tiu ĉi estas la mia. Jenes dort ist deines, dieses hier ist meins.
Ĉu vi volas tiujn ĉi? Du möchtest diese hier?
Ĉi tiu knabino estas mia fratino. Dieses Mädchen hier ist meine Schwester.
Mi vidis ĉi tiujn ĉapelojn. Ich sah diese Hüte.
Ĉi tiuj amikoj promenos. Diese Freunde hier werden spazieren gehen.

2. Die Pronomen tiu und ĉi tiu können auch benützt werden, um zwischen Personen und Dingen zu unterscheiden, die kürzlich oder gerade eben erwähnt wurden:

Linda kaj Gerda estas en la parko. Linda und Gerda sind im Park.
Tiu rigardas la florojn, ĉi tiu kolektas ilin. Die Erste (Jene) betrachtet die Blumen, die Letztere (diese) pflückt sie.

Die Partikel „ĉi“

3. Die oben angesprochene Partikel ĉi weist auf das „Näherliegende“ hin, taucht aber niemals einzeln auf, sondern in der Regel als Begleiter eines Pronomens. Eine Verbindung durch einen Bindestrich (ĉi-tiu, tiu-ĉi) ist zwar möglich, aber nicht nötig und wird auch nicht empfohlen.

tiu (jener dort) – tiu ĉi, ĉi tiu (dieser hier)
tie (dort) – tie ĉi, ĉi tie (hier)
tien (dorthin) – tien ĉi, ĉi tien (hierhin)

Eine Verschmelzung mit einem zugehörigen Adjektiv oder Adverb ist möglich. Dabei entfällt das eigentliche Pronomen, die Partikel wird dann aber mit einem Bindestrich ans Bezugswort gekoppelt.

la rikolto de ĉi tiu jaro (die Ernte von diesem Jahr) – ĉi-jara rikolto (diesjährige Ernte)
kun tio ĉi (mit diesem hier) – ĉi-kune (hiermit)
ĉi tie sube (hierunter) – ĉi-sube (hierunter)

Eine Verbindung mit einem Substantiv, zum Beispiel ĉi-homo (dieser Mensch), findet man zwar gelegentlich, besser ist in diesen Fällen aber die normale Form ĉi tiu homo.

Das besitzanzeigende Demonstrativpronomen „ties“

4. Entsprechend dem deutschen Pronomen dessen weist ties auf den Besitzer eines Objektes hin: La domo de la patro. Ties domo estas ... (Das Haus des Vaters. Dessen Haus ist ...). Es existiert ebenfalls eine „näherliegende“ Variante ĉi ties, welches im Deutschen keine so rechte Entsprechung hat. Die Benutzung von ties und ĉi ties ist ähnlich wie die von tiu und ĉi tiu und bedeutet der Besitz des Ersteren beziehungsweise der Besitz des Letzteren.

Mi iris al ties domo. Ich ging zu dessen Haus.
Ĉi ties filoj estas junaj. Dessen Söhne sind jung.
Mi ŝatas ties koloron, sed preferas ĉi tiun floron. Mir gefallen deren Farben, aber ich ziehe diese Blume vor.
La patro kaj lia amiko parolas pri siaj domoj. Mein Vater und sein Freund unterhalten sich über ihre Häuser.
Ties estas nova, sed ĉi ties ŝajnas bela. Das Haus des Ersteren ist neuer, aber das des Letzteren scheint schön (zu sein).

Possessivpronomen und besitzanzeigendes Demonstrativpronomen haben eine recht ähnliche Bedeutung und können oft gegeneinander ausgewechselt werden.

Mi iris al ties domo. und Mi iris al lia domo. Ich ging zu seinem Haus.

Das Suffix „-il-“

5. Aus Verben, die eine Tätigkeit ausdrücken, können Namen für Werkzeuge, Instrumente oder Utensilien gebildet werden, die nötig sind, um ebenjene Tätigkeiten auszuführen. Dazu wird dem Wortstamm des Verbs einfach das Suffix -il- angefügt. Ilo selbst ist dann auch konsequenterweise das Esperantowort für Werkzeug.

um etwas zu fangen „kapti – benötigt man eine Falle „kaptilo
um zu nähen „kudri – eine Nadel „kudrilo
um zu fliegen „flugi – einen Flügel „flugilo
um auf etwas zu zeigen „montri – einen Zeiger „montrilo
um auf etwas zu schießen „pafi – eine Pistole „pafilo

Mit diesem Wissen fällt es nicht schwer zu schlussfolgern, dass ein Gerät, mit dem man Pfeifen (fajfi) kann, fajfilo heißen wird oder ein tenilo etwas zum festhalten (teni), also ein Griff oder Stiel, sein muss. Nicht alle Werkzeuge tragen das Suffix -il-, sondern nur die aus Verben abgeleiteten. Während also für Löffel (kulero) und Gabel (forko) eigenständige Wörter existieren, ist das Messer (tranĉilo) ein Werkzeug zum Schneiden (tranĉi).

Die Präposition „per“

6. Ein Werkzeug, Mittel oder Sache mittels dessen eine bestimmte Tätigkeit ausgeführt werden kann wird durch die Präposition per eingeleitet. Lässt sich in einem deutschen Satz eine Präposition durch mittels ersetzen, ist die Präposition durch per zu übersetzen.

Oni kudras per kudrilo. – Man näht mittels einer Nadel.
La birdoj flugas per flugiloj. – Die Vögel fliegen kraft ihrer Flügel.
Li amuzas sin per tiuj bildoj. – Er amüsiert sich über diese Bilder.
Mi trovis ĝin per via helpo. – Ich fand ihn durch deine Hilfe.
Ni veturas per trajno. – Wir fahren mit dem Zug.

Vokabeln

akra – scharf
buŝo – Mund
dekstre – rechts
ĉi – hier (Kap. 14 #1)
forko – Gabel
helpo – Hilfe
kafo – Kaffee
kulero – Löffel
mano – Hand
najbaro – Nachbar
per – per, mittels (Kap. 14 #6)
supo – Suppe
telero – Teller
terpomo – Kartoffel
ties – deren, dessen (Kap. 14 #4)
tranĉi – schneiden, tranchieren
tre – sehr
viando – Fleisch (Nahrungsmittel)

La manĝo (Leseübung)

Hieraŭ mi miris ĉu mi havos bonan manĝon en la domo de mia amiko. Sed mi opiniis ke mi havos tre bonan manĝon, ĉar mia amiko ŝatas doni bonajn manĝojn al siaj amikoj. Oni metis tre bonan supon antaŭ mi, kaj mi manĝis tiun per granda kulero. Post la supo mi havis viandon. Ĉi tiun mi tenis per forko, kaj tranĉis per akra tranĉilo. La forko, tranĉilo kaj kulero estas manĝiloj. Mi havis ne nur viandon, sed ankaŭ novajn terpomojn. Mi tranĉis tiujn ĉi per la tranĉilo, sed mi metis ilin en la buŝon per forko. Mi tenis la forkon en la dekstra mano, kaj metis la tranĉilon trans mian teleron. Oni bezonas akran tranĉilon, sed oni ne bezonas tre akran forkon.

Post la viando kaj la terpomoj, oni donis al mi freŝajn maturajn ĉerizojn. Ili kuŝis sur granda telero, kaj havis belan koloron. Ilia gusto estis ankaŭ bona. Mi preskaŭ ne diris ke mi ankaŭ havis kafon. Mi parolos morgaŭ al mia amiko pri lia kafo, kaj laŭdos ĝin.

Post la manĝo, najbaro de mia amiko venis en ĉi ties domon, kaj ili parolis al mi pri siaj novaj domoj. Per la helpo de sia patro, mia amiko konstruos grandan domon. Lia najbaro volas konstrui belan sed ne tre grandan domon. Ties nova domo estos bela, sed mi opinias ke mi preferos ĉi ties domon. Mia amiko volis doni almenaŭ kafon al sia najbaro, sed li diris ke li ne volas trinki kafon. Tamen li volis persikon. Li tenis tiun en la mano, kaj manĝis tiun.


Übersetzungsübung

  1. Die Vögel haben sehr starke Flügel an ihren Körpern, aber sie haben keine Hände.
  2. Sie werden ihre Nester bauen und über die jungen Vögel singen.
  3. Jene Kinder redeten gestern mit mir über ihre Katze.
  4. Sie sagen, dass sie gerne Spatzen fängt und isst.
  5. Morgen wird sie sich hinter einem Baum verstecken und wird einen jungen Spatzen fangen.
  6. Die Kinder werden in dessen Garten Pfirsiche sammeln und werden sie auf einen Teller legen.
  7. Sie werden den gesamten Baum mittels eines Zweiges schütteln.
  8. Die süße Frucht über ihnen wird auf das weiche grüne Gras fallen.
  9. Die Kinder wunderten sich, ob die Kirschen reif waren.
  10. Sie scheinen schon fast reif zu sein und morgen werden die Kinder sie mit der Hilfe ihres Vaters sammeln.
  11. Es wird gesagt (Kap. 12 #2), dass das Getreide in dessen Feld sehr [dringend] Regen braucht.
  12. Man denkt auch, dass die Blumen verwelken werden, weil es weder gestern noch heute geregnet hat.
  13. Mein sorgfältiger junger Freund wird morgen einen Regenschirm in seiner Hand tragen, weil er Angst vor Regen hat. (wörtlich: sich vor Regen fürchtet)
  14. Er sieht jene grauen Wolken im Himmel.
  15. Er hält den Regenschirm an seinem Griff.
  16. Der Wetterhahn ist ein Indikator bezüglich des Wetters.
  17. Man isst Fleisch mit einer Gabel und Suppe mit einem Löffel.
  18. Man hält den Löffel in der rechten Hand.
  19. Ein Messer ist scharf, aber man braucht keine scharfe Gabel.
  20. Wir werden ein sehr gutes Essen und auch einen sehr guten Kaffee haben.



Kapitel 15

Das Demonstrativpronomen „tia“

1. Alle Adjektive enden in Esperanto auf den Buchstaben -a, folgerichtig lautet das auf eine bestimmte Eigenschaft hinweisende Demonstrativpronomen tia. Mit tia floro (Solch eine Blume) wird also nicht auf irgendeine Blume hingewiesen, die sich zufällig in der Nähe befindet, das würde dann tiu floro (Diese Blume) heißen, sondern auf die besondere Eigenschaft dieser Blume (zum Beispiel deren Schönheit).

Tia floro estas bela. – Solch eine Blume ist wunderschön.
Mi ŝatas tian viandon. – Ich genieße ein solches Fleisch.
Tiaj najbaroj estas agrablaj. – Solche Nachbarn sind angenehm.
Mi volas aŭdi tiajn birdojn. – Solche Vögel möchte ich hören.

Das Adverb

2. Das Adverb als Wortklasse lässt sich nur schwer definieren, werden doch im Grunde alle Wörter, die sich nicht anderen Wortklassen zuordnen lassen, in diese Gruppe abgeschoben. Die Grenze zu anderen Wortarten wie Konjunktionen und Pronomen ist auch nicht immer leicht zu ziehen.

In der Hauptsache sind diese Wörter dennoch, wie es der Name auch andeutet, Begleiter eines Verbs, genauer gesagt Begleiter eines Nicht-Substantivs, da sie sich auch an Adjektive oder andere Adverbien, niemals jedoch an ein Substantiv binden können. Wie ein Adjektiv ein Substantiv genauer beschreibt, so präzisiert und modifiziert ein Adverb das begleitete Wort. Der Einsatz eines Adverbs erlaubt es dann nicht nur einfach zum Beispiel zu laufen, sondern es lässt sich vor oder zurück, rauf oder runter, langsam oder schnell, links oder rechts oder auf noch ganz andere Art und Weise laufen.

Zusammengefasst ist ein Adverb ein Wort, das die Aussage eines Verbs, Adjektivs, eines anderen Adverbs oder eines ganzen Satzes ändert. Es kann die Art und Weise, die Zeit, den Grad, eine Verneinung usw. ausdrücken. Es gibt ursprüngliche Adverbien (wie zum Beispiel „sehr“) und abgeleitete (zum Beispiel [Das Auto fährt] „schnell“ vom Adjektiv). Die reinen Adverbien in Esperanto können wie folgt unterteilt werden:

Adverbien der Zeit

baldaŭ – bald
hieraŭ – gestern
hodiaŭ – heute
morgaŭ – morgen
nun – nun, jetzt
tuj – sofort

Adverbien des Grades

almenaŭ – wenigstens
nur – nur, lediglich
preskaŭ – fast
tre – sehr

Restliche Adverbien

Verbindung: ankaŭ – auch
Vergleich: kvazaŭ – als ob (Kap. 54 #2)
Nähe: ĉi – (Kap. 14 #1)
Betonung: – sogar
Bejahung: jes – ja
Verneinung: ne – nicht, nein, (Kap. 4 #6)

Position eines Adverbs

3. Ein Adverb steht normalerweise vor dem Wort, dessen Bedeutung es verändert, kann aber auch dahinter stehen. Es muss so platziert werden, dass kein Zweifel besteht, auf welches von zwei Wörtern es sich beziehen soll. So heißt Mi preskaŭ volis havi tiun eindeutig Ich wünschte fast, das zu haben. Mi volis preskaŭ havi tiun kann aber sowohl meinen Ich wünschte fast, das zu haben, als auch Ich wünschte, das fast zu haben. Ein Beispiel wo Variationen bei der Adverb-Stellung zulässig sind, ist bei Fragen, auf die man eine positive Antwort erwartet. Solche Fragen kann man wie eine Aussage formulieren und hinten ĉu ne anhängen, anstatt ĉu am Satzanfang und ne an der normalen Stelle:

Li venos, ĉu ne? – Er wird (doch) kommen, oder?
La vetero estas bela, ĉu ne? – Es ist schönes Wetter, nicht?
Vi aŭdis tiun diron, ĉu ne? – Du hast diese Anmerkung (schon) gehört, oder?

Bildung des Gegenteils mit „mal“

4. Wenn ein Wort ein direktes Gegenteil haben kann, wird dies mit der Vorsilbe mal- gebildet:

malalta – niedrig (von alta, hoch).
malamiko – Feind (von amiko, Freund).
maldekstra – links (von dekstra, rechts).
malhelpi – hindern (von helpi, helfen).
maljuna – alt (von juna, jung).
malnova – alt, nicht mehr neu (von nova, neu).

Anmerkung: mal- entspricht nicht der deutschen Vorsilbe un; denn mal bildet das logische Gegenteil, während un dafür steht, dass etwas nicht ist. Beispiel: schön = bela, häßlich = malbela, aber unschön = nebela.

Vokabeln

dum – während
– sogar
gardi – bewachen, beschützen
helpi – helfen
honti – sich schämen
kara – lieb
kontenta – zufrieden
kuraĝa – mutig
nokto – Nacht
povi – können
preni – nehmen
propono – Vorschlag
respondi – antworten
ruza – schlau, listig
ŝteli – stehlen
tia – so ein, solch (Kap. 15 #1)
tuj – sofort
voĉo – Stimme

La ruza juna viro (Leseübung)

Ruza juna viro kaj bona maljuna viro iris trans dezerton. Tiu havis nigran ĉevalon, ĉi tiu havis blankan ĉevalon. „Vi gardos niajn ĉevalojn dum la nokto, ĉu ne?“ diris la juna viro per dolĉa voĉo al sia amiko, „Ĉar dum la nokto oni ne povos vidi mian nigran ĉevalon, sed malamikoj povos tuj vidi vian blankan ĉevalon. Oni povos ŝteli tian ĉevalon, ĉar vi estas maljuna kaj malforta, kaj ne povos malhelpi malamikojn.“

Tia propono ne ŝajnis agrabla al la maljuna viro. Li ne estis kontenta, tamen li ne volis perdi sian ĉevalon, ĉar li estis malriĉa. Li diris al si ke li donos sian blankan ĉevalon al la juna viro, kaj prenos ties nigran ĉevalon. Tuj li diris al ĉi tiu: „Sed per via helpo mi ne perdos mian ĉevalon: Mi donos la mian al vi, kaj prenos vian ĉevalon. La via estas malbela, sed ĝi estas almenaŭ nigra; vi donos ĝin al mi, ĉu ne?“ – „Jes,“ respondis la ruza juna viro, kaj li donis sian nigran ĉevalon al tiu, kaj prenis la blankan ĉevalon.

„Nun,“ diris la maljuna viro, „Vi estas kuraĝa kaj forta, kaj vi gardos la ĉevalojn, ĉu ne? Vi povos malhelpi malamikojn per tiu granda akra tranĉilo, kaj oni ne povos ŝteli vian blankan ĉevalon.“ La ruza juna viro ne hontis. Li respondis: „Mia kara amiko, mi nun dormos, ĉar oni ne ŝtelos blankan ĉevalon. Mi povos vidi tian ĉevalon dum la nokto, kaj malhelpi malamikojn. Sed tiu ĉevalo via havas la koloron de la nokto, kaj eĉ nun oni povas ŝteli ĝin.“ La malkontenta maljuna viro diris per kolera voĉo: „Ĉu vi ne hontas pri tia propono?“ Tamen la ruza juna viro tuj komencis dormi, kaj la maljuna viro gardis la ĉevalojn dum la tuta nokto.


Übersetzungsübung

Kursive Wörter müssen mit einem Gegenteil mit „mal-“ gebildet werden.

  1. Isst man Kartoffeln und Fleisch mit einer Gabel oder einem Löffel?
  2. Man steckt Suppe in den Mund mithilfe eines Löffels.
  3. Man schneidet Früchte mit einem Messer und stellt die Früchte auf einen Teller.
  4. Der Kaffee war kalt und ich war sehr unzufrieden.
  5. Mein Messer war stumpf, trotzdem schnitt ich mir fast sofort in die linke Hand.
  6. Ich schämte mich, aber ich denke, dass der Griff dieses Messers sehr kurz war.
  7. Das Gras ist nass heute und ich fürchte, dass wir nicht spazieren gehen können, nicht einmal in diesem kleinen Park.
  8. Ich mag nicht spazieren gehen auf diesen harten Straßen.
  9. Der mutige junge Mann und sein alter Freund sprachen über ihre Feinde.
  10. Sie wollten sorgfältig mit ihren Pferden umgehen (sein).
  11. Der junge Mann war sehr schlau und wollte die Nacht über schlafen.
  12. Er sagte, dass man während der dunklen Nacht ein Pferd stehlen könne.
  13. Er sagte, dass entweder (aŭ) er oder der alte Mann die Pferde bewachen werde.
  14. Der alte Mann antwortete, er gebe ihm sein (eigenes) weißes Pferd.
  15. Er nahm dessen schwarzes Pferd.
  16. Er schämte sich und war sehr wütend auf seinen untreuen Freund.
  17. Aber er blieb wach (in einem Wort) und passte auf die Pferde auf.



Kapitel 16

Das demonstrative Adverb des Ortes „tie“

1. Wie tiu und ĉi tiu für Personen oder bezeichnete Dinge gibt es ein (adverbiales) Demonstrativum für den Ort: tie bedeutet da, dort und ĉi tie bedeutet hier:

La telero estas tie. – Der Teller ist dort drüben.
La libroj kuŝas ĉi tie. – Die Bücher liegen hier.
Mi trovis vin tie kaj lin tie ĉi. – Ich fand dich dort und ihn hier.
Tie la vetero ŝajnas tre agrabla. – Dort scheint das Wetter sehr angenehm zu sein.

2. Bei einem Verb der Bewegung (zum Ort, den tie oder ĉi tie bezeichnet), wird -n ans Adverb angehängt, um die Richtung statt dem Ort auszudrücken. Also: tien = dorthin, ĉi tien = hierher:

Li iros tien. – Er wird dorthin gehen.
Mi venis ĉi tien. – Ich kam hierher.
Ni estis tie, kaj venis ĉi tien. – Wir waren dort und kamen hierher.

Begleitung mit „kun“

3. Begleitung oder Verbindung wird ausgedrückt mit der Präposition kun (mit):

La viro venis kun sia amiko. – Der Mann kam mit seinem Freund.
Mi promenos kun vi. – Ich werde mit dir spazieren gehen.
La knabo kun tiu viro estas lia frato. – Der Junge, der diesen Mann begleitet, ist sein Bruder.

Nach kun steht nie der Akkusativ (-n), wie man vielleicht vom Deutschen, wo ja auf mit der Dativ folgt, in Versuchung kommen könnte, das nachfolgende Wort zu deklinieren.

Anmerkung: kun darf man nicht verwechseln mit per (durch, mit, mittels) – siehe Kap. 14 #6. Dies kann Probleme machen, weil wir mit im Deutschen für zwei verschiedene Situationen gebrauchen:

  • „Ich ging mit ihm spazieren“ (in Begleitung von, zusammen mit) wird übersetzt: „Mi promenis kun li.“
  • „Ich öffnete die Tür mit der Hand“ (durch, mittels, mit Hilfe von) wird übersetzt: „Mi malfermis la pordon per la mano.“

Das Adverb „for“

4. Das Adverb for kann man alleine gebrauchen, zum Beispiel in Li iris for de mi (Er ging weg von mir), dann bedeutet es einfach fort, weg. Öfters anzutreffen ist es jedoch als Präfix (Vorsilbe), um die Bedeutung von Aufbruch mit einfließen zu lassen.

foriri – weggehen, abreisen
forkuri – wegrennen
forlasi – verlassen
formanĝi – wegessen, aufessen
forpreni – wegnehmen
fortrinki – wegtrinken, auftrinken

Als Präfix kommt for- dem Deutschen weg-, fort- gleich.

Die Bedeutung von „povi“

5. Povi bedeutet können:

Mi povas paroli. – Ich kann sprechen.
Vi povis paroli. – Du konntest sprechen.
Ili povos paroli. – Sie werden sprechen können.

Vokabeln

el – aus, von
ĉirkaŭ – etwa, um ... herum
for – fort, weg (Kap. 16 #4)
frua – früh
glavo – Schwert
horo – Stunde
kun – mit (Kap. 16 #3)
lasi – lassen
peli – antreiben, hetzen
poŝo – Tasche (in Kleidungsstücken)
rajdi – reiten
rapidi – eilen, sich beeilen
resti – bleiben, verharren, übrig bleiben
saĝa – weise
tie – dort (Kap. 16 #1)
voki – rufen

Malamikoj en la dezerto (Leseübung)

Juna viro kaj lia saĝa patro volis iri trans la dezerton, kun siaj amikoj. La amikoj estis fortaj, kaj la juna viro estis tre kuraĝa. Ili restis en malgranda urbo dum la nokto, kaj forrajdis kun tiuj amikoj. La patro kaj la filo opiniis ke la amikoj kun ili povos helpi per siaj akraj glavoj. Ili opiniis ke ili povos forpeli la malamikojn. Eĉ en la dezerto oni trovas malamikojn. Tiaj malamikoj forprenas la monon de bonaj viroj. La juna viro estis kontenta, ĉar li estis kun la amikoj. La maljuna viro estis kontenta ĉar li estis kun sia filo.

Baldaŭ la nokto venis. Estis tre malluma tie en la dezerto, kaj ili preskaŭ ne povis vidi. Dum la fruaj horoj de la nokto la patro aŭdis voĉojn, kaj preskaŭ tuj li vidis la malamikojn. La ruzaj malbonaj viroj rapidis tien, kaj vokis la maljunan viron. La malkuraĝaj amikoj de la patro kaj filo nek restis tie, nek helpis forpeli la malamikojn. Ili tuj forkuris. La malamikoj staris ĉirkaŭ la patro, kaj forpuŝis lin de lia ĉevalo. La filo volis malhelpi ilin, sed li ne povis. Li povis nur resti kun la patro, kaj gardi lin tie kontraŭ la glavoj de la malamikoj.

Baldaŭ la malamikoj komencis forpreni la monon el la poŝoj de la saĝa maljuna viro. La kolera filo diris per maldolĉa (bitter) voĉo: „Ĉu vi ne hontas? Ĉu vi lasos al ni nek la ĉevalojn nek nian monon?“ Sed la malamikoj respondis: „Ne, ni lasos al vi nek la ĉevalojn nek la monon. Ni ne estas malsaĝaj.“ Post tiu diro ili tuj forrapidis, kaj prenis kun si la ĉevalojn.


Übersetzungsübung

  1. Die dummen Freunde des jungen Mannes und dessen alter Vater verweilten nicht mit ihnen.
  2. Sie halfen ihnen nicht mit ihren Schwertern sondern rannten sofort (tuj) weg und schämten sich nicht.
  3. Der alte Mann hörte unangenehme Stimmen hinter ihm und bald sah er die Feinde.
  4. Der Feind rief sie und eilte dorthin.
  5. Jene schlauen, schlechten Männer nahmen das Geld aus den Taschen des mutigen jungen Mannes.
  6. Sie standen um ihn herum und auch um seinen Vater.
  7. Der Vater und der Sohn konnten nicht einmal ihre Pferde schützen.
  8. Der Feind ließ (zu) ihnen nicht einmal die Pferde, sondern nahm beides, die Pferde und das Geld.
  9. Bald ritt der Feind weg, während den späten Stunden der Nacht.
  10. Der Vater und der Sohn waren wütend und unzufrieden.
  11. Sie sagten: „Wir fürchten solche Menschen und mögen sie nicht.“
  12. Der Vater sagte: „Mit der Hilfe unserer Nachbarn werden wir diese bösen Männer finden und sie aus der Wüste wegbringen können.“
  13. Der Sohn antwortete: „Lieber Vater, so ein Vorschlag tönt (scheint) gut und ich werde helfen mit meinem langen, scharfen Schwert.
  14. Aber jetzt sind wir in der Wüste und der Weg zur Stadt ist lang.
  15. Wir können nicht dorthin reiten, wir können nur (zu Fuß) gehen.
  16. Kannst du dich nicht beeilen mit meiner Hilfe?“
  17. Der weise alte Mann antwortete: „Ja, mein Sohn, mit solcher Hilfe kann ich dorthin (zu Fuß) gehen.“



Kapitel 17

Das demonstrative temporale Adverb „tiam“

1. Das demonstrative temporale Adverb, bezogen auf das Demonstrativpronomen tiu ist tiam (dann, damals, zu jener Zeit):

Tiam li rajdos al la urbo. – Dann wird er in die Stadt fahren.
Nun ili estas saĝaj, sed tiam ili estis malsaĝaj. – Jetzt sind sie weise, aber damals waren sie dumm.

Vergleich von Adjektiven

2. Ein Adjektiv kann drei Steigerungen haben, Positiv, Komparativ und Superlativ. Im Deutschen werden die Steigerungsformen durch die Suffixe -er, -st gebildet, zum Beispiel zufrieden – zufriedener – am zufriedensten. In anderen Sprachen wie Französisch, Spanisch, Italienisch oder Englisch gibt es eine andere Methode: man stellt einfach mehr oder am meisten vor das Adjektiv, zum Beispiel content – more content – most content. So funktioniert es auch im Esperanto: Der Komparativ wird mit pli (mehr), der Superlativ mit plej (am meisten) gebildet:

Positiv Komparativ Superlativ
bela – schön pli bela – schöner plej bela – am schönsten
bona – gut pli bona – besser plej bona – am besten
malbona – schlecht  pli malbona – schlechter  plej malbona – am schlechtesten
saĝa – weise pli saĝa – weiser plej saĝa – am weisesten

3. Die Präposition el (eigentlich aus, in diesem Falle übersetzt mit von) wird benutzt, um die Gruppe von Dingen zu bezeichnen, von denen das mit dem Superlativ beschriebene Wort das größte/beste/tollste ist:

Li estas la plej juna el tiuj. – Er ist der Jüngste von allen.
Vi estas la plej feliĉa el ni. – Du bist der/die Glücklichste von uns.
Tiu estis la plej ruza el la viroj. – Der da war der Schlauste von den Männern.

Anmerkung: In einem solchen Fall, wird jemand/etwas eindeutiges bezeichnet. Deswegen braucht man den bestimmten Artikel la. Wenn jedoch von irgendjemandem/irgendetwas gesprochen wird, lässt man im Esperanto den Artikel weg: La reĝo legis plej interesan novan libron. Wir wissen nicht welches Buch es ist, es kann irgendeines sein.

Adverbielle Ausdrücke der Art und Weise oder Charakteristik eingeleitet durch „kun“

4. Die Aktionen oder Gefühle, die mit einem Geschehen oder Zustand verbunden sind, oder eine (ständige) Charakteristik können ausgedrückt werden mit einem Substantiv, eingeleitet durch die Präposition kun:

Li prenis ĝin kun la plej granda zorgo. – Er nahm es mit größter Sorge.
Mi aŭdis lin kun intereso kaj plezuro. – Ich hörte ihm mit Interesse und Freude zu.
Ŝi estas virino kun bona gusto. – Sie ist eine Frau mit gutem Geschmack.
Mi havas ĉevalon kun forta korpo – Ich habe ein Pferd mit einem starken Körper.

Manchmal kann die Art und Weise einer Aktion ausgedrückt werden als Instrument, mit der Präposition per und einem Substantiv mit einem Adjektiv: Li kantis per dolĉa voĉo (Er sang mit süßer Stimme). Vi puŝis min per forta mano (Du hast mich mit einer starken Hand gestoßen).

„diri“, „paroli“ und „rakonti“

5. Die Verben diri (sagen), paroli (sprechen) und rakonti (erzählen) muss man auseinanderhalten, obwohl sie eine ähnliche Bedeutung haben:

Mi diris al vi ke pluvas. – Ich sagte (zu) dir, dass es regne.
Mi diris ĝin al vi. – Ich sagte es dir.
Mi parolis al vi pri ĝi. – Ich sprach mit dir darüber.
Mi rakontis ĝin al vi. – Ich erzählte es dir.

Vokabeln

ami – lieben
ekster – außer, außerhalb
Frederiko – Friedrich
gratuli – gratulieren
intereso – Interesse
letero – Brief
plej – am meisten (Kap. 17 #2)
plezuro – Vergnügen, Freude
pli – mehr (Kap. 17 #2)
plumo – Schreibfeder, Vogelfeder
rakonti – erzählen (Kap. 17 #5)
reĝo – König
servisto – Bediensteter, Diener
skribi – schreiben
tiam – dann, einst (Kap. 17 #1)
zorgo – Sorge

Frederiko la Granda kaj la juna servisto (Leseübung)

Hieraŭ mi legis interesan libron pri Frederiko la Granda („der Große“). En ĝi oni rakontas ke la reĝo kun plezuro legis aŭ skribis per sia plumo, dum malfruaj horoj de la nokto. Agrabla juna knabo, la plej juna el la servistoj, tiam restis ekster la pordo. Ĉar la reĝo legis plej interesan novan libron, li ne opiniis ke la horo estas malfrua. Li vokis sian malgrandan serviston, sed la knabo, nek venis nek respondis. La reĝo iris tien, kaj trovis la knabon ekster la pordo. Li vidis ke la knabo dormas sur malalta seĝo. Tiam Frederiko la Granda ne estis kolera, sed hontis ĉar li vokis la infanon.

La reĝo Frederiko vidis leteron en la poŝo de la knabo. Tuj li prenis la leteron el lia poŝo, kaj rigardis ĝin. Ĝi estis letero al la servisto, de lia patrino. Ŝi ne estis riĉa virino, ŝi ŝajnis esti tre malriĉa. En ĉi tiu letero la patrino diris per la plumo ke ŝi amas la filon. Ŝi dankis al li, ĉar li skribis al ŝi longan leteron. Ŝi ankaŭ dankis al li, ĉar li donis al ŝi monon. La reĝo volis esti tre bona al tia filo. Kun la plej granda zorgo li metis monon el sia poŝo kun la letero kaj tiam lasis la leteron en ties poŝo.

Tiam li formarŝis al sia ĉambro, kaj vokis la malgrandan serviston. La knabo tuj aŭdis, kaj rapidis tra la pordo. Li kuris tra la ĉambro, kaj staris antaŭ la reĝo. „Ĉu vi dormis?“ diris Frederiko Granda. „Jes, mi timas ke mi preskaŭ dormis,“ respondis la knabo, „kaj mi tre hontas.“ Tiam li metis la manon en la poŝon, kaj trovis la monon. Li ŝajnis malfeliĉa kaj diris kun granda timo „Malamiko metis ĉi tiun monon en mian poŝon! Oni opinios ke mi ŝtelis ĝin! Oni malamos min, kaj forpelos min!“ Frederiko respondis, „Ne, mi donis ĝin al vi, ĉar mi ŝatas bonajn knabojn. Mi gratulas al via patrino, ĉar ŝi havas tian filon.“


Übersetzungsübung

  1. Man erzählt eine interessante Geschichte über Friedrich den Großen.
  2. Sein jüngster Diener blieb außen an der Tür.
  3. Der König rief ihn und er eilte dorthin und stand vor ihn hin.
  4. Gestern hörte er den König nicht.
  5. Der König rief ihn, aber er antwortete nicht.
  6. Der König dachte, der Junge sei mit den älteren Dienern weggegangen und war verärgert.
  7. Er ließ sein Buch auf dem Tisch und ging zur Tür.
  8. Dann sah er, dass der kleine Junge dort schlief.
  9. Er sah ihn mit größerem Interesse an und sah einen Brief in seiner Hosentasche.
  10. Der Brief war von der Mutter des Jungen.
  11. Er hatte ihr einen Brief geschrieben mit seiner Schreibfeder und seiner Mutter Geld gegeben, weil sie arm war.
  12. Er schrieb längere Briefe mit Freude, er war der treueste Sohn.
  13. Der König gratulierte der Mutter des Jungen, weil sie so einen treuen Sohn hatte.
  14. Der König Friedrich wollte besser zum Jungen sein.
  15. Er legte sein Buch auf den Tisch neben sein Schwert und sprach mit seinem kleinen Diener.
  16. Dann kamen ältere Diener und standen um den König herum.
  17. Sie gingen mit größter Sorge, aber der jüngere Diener hörte sie nicht.
  18. Sie liebten den jungen Knaben und wollten ihm helfen.



Kapitel 18

Das kausale demonstrative Adverb „tial“

1. Wie das Demonstrativpronomen tiu (diese, dieses, dieser) gibt es ein Demonstrativum des Grundes: tial (darum, deswegen, deshalb)

Tial la servisto foriris. – Aus diesem Grunde ging der Diener (weg).
Tial mi gratulis lin. – Darum gratulierte ich ihm.
Tial oni forpelis lin. – Deshalb brachte man ihn weg.

Ableitung von Adverbien

2. Adverbien können von jeder Wortwurzel (Adjektive, Substantive, ...) ganz einfach abgeleitet werden, indem man die Adverb-Endung -e anhängt. Die Steigerung funktioniert gleich wie bei Adjektiven.

Li estas bona servisto. – Er ist ein guter Diener.
Li povas kanti bone. – Er kann gut singen.
Sed ŝi kantas pli bone. – Aber sie singt besser.

Vom Deutschen her ist man den Unterschied von Adjektiven und Adverbien nicht gewöhnt, da anders als in anderen Sprachen keine Adverb-Endung existiert (zum Beispiel -ly im Englischen oder -ment im Französischen), aber in Esperanto muss man Adjektive und Adverbien klar unterscheiden!

„malpli“ und „malplej“

3. Zu pli und plej existieren die Gegenstücke malpli (weniger) und malplej (am wenigsten). Sie werden wie pli und plej benutzt:

Li estas malpli kuraĝa. – Er ist weniger mutig.
Tiuj estis malplej akra. – Diese waren am wenigsten scharf.
La vento blovis malpli forte. – Der Wind wehte weniger stark.
Li skribis malplej zorge. – Er schrieb am unsorgfältigsten (am wenigsten sorgfältig).
Mi malpli timas ilin. – Ich fürchte sie weniger.
Vi malplej bezonos helpon. – Du wirst Hilfe am wenigsten benötigen.

Vergleichen von Wörtern, die eine Menge ausdrücken, mit „multe“

4. Während (mal)pli und (mal)plej im engeren Sinne ja den Grad von etwas ausdrücken, wird durch multe (viel, sehr) eine quantitative Aussage gemacht, mit dem gewünschten Steigerungsgrad:

multe (viel, sehr) pli multe (mehr) plej multe (am meisten)
malmulte (wenig)  pli malmulte = malpli multe (weniger)  plej malmulte = malplej multe (am wenigsten)

Vergleiche mit „ol“

5. In einem Vergleich, der (mal)pli beinhaltet, muss nach ol der gleiche Fall stehen, in dem das Wort steht, auf das man Bezug nimmt, damit keine Missverständnisse geschehen:

Mi amas vin pli multe ol ŝin. – Ich liebe dich mehr als ich sie liebe.
Mi amas vin pli multe ol ŝi. – Ich liebe dich mehr als sie dich liebt.
Vi helpis la viron malpli multe ol la knabo. – Du halfst dem Mann weniger als der Knabe (ihm half).
Vi helpis la viron malpli multe ol la knabon. – Du halfst dem Mann weniger als (du) dem Knaben (halfst).

Kausale Nebensätze mit „ĉar“

6. Ein Nebensatz, der einen Grund angibt, wird eingeleitet durch ĉar (weil, denn) oder tial ke („aus dem Grunde, dass“, denn, weil):

Mi venis frue, ĉar mi volis vidi vin. – Ich kam früh, weil ich dich sehen wollte.
La floroj velkis tial, ke ne pluvis. – Die Blumen welkten darum, weil es nicht geregnet hatte.

Vokabeln

anstataŭ – anstatt
aprilo – April
aŭgusto – August
jaro – Jahr
junio – Juni
julio – Juli
majo – Mai
marto – März
monato – Monat
multa – viel (multaj – viele)
ofta – häufig, oftmals
ol – als (Kap. 18 #5)
printempo – Frühling
tago – Tag
sezono – Jahreszeit
somero – Sommer
tial – deshalb (Kap. 18 #1)
vintro – Winter

Pri la sezonoj (Leseübung)

La vintro estas la malplej agrabla sezono el la tuta jaro. Neĝas tre multe, kaj tial oni nur malofte promenas, ĉar la stratoj estas tro malsekaj. Oni marŝas kun granda zorgo, kaj malrapide, tial ke oni ne volas fali kaj preskaŭ rompi la kolon. Oni zorge gardas sin tiam kontraŭ la malvarmaj nordaj ventoj. La manojn oni metas en la poŝojn, sed la vizaĝon oni ne povas bone gardi. Mi ne ŝatas resti ekster la domo dum tia vetero. Mi multe preferas sidi en varma luma ĉambro, kaj skribi leterojn per bona plumo.

La monatoj de la printempo estas marto, aprilo kaj majo. La bela printempo ŝajnas pli agrabla ol la vintro. Ĝiaj tagoj estas pli longaj kaj pli varmaj, ĝiaj ventoj blovas malpli forte. En ĉi tiu sezono la kampoj kaj arboj frue komencas montri plej belajn kolorojn. La birdoj konstruas siajn nestojn, kaj dolĉe kantas. Oni povas promeni sur la mola herbo, anstataŭ sur malsekaj malagrablaj stratoj. Pluvas pli multe en aprilo, tamen post la pluvo la herbo ŝajnas pli verda, kaj la nuboj baldaŭ forflugas de la blua ĉielo. Dum majo oni trovas violojn, kaj en junio oni vidas tre multajn rozojn.

Sed la plej agrabla el la sezonoj estas la somero. Anstataŭ malvarmaj ventoj la somero havas la plej belan veteron, kun suda aŭ okcidenta ventoj. La longaj tagoj estas varmaj, sed la noktoj estas tute agrablaj. Tiam oni havas pli bonajn fruktojn ol dum la printempo. La monatoj de la somero estas junio, julio kaj aŭgusto. Mi plej ŝatas junion. Ĉu vi ŝatas ĝin pli multe ol mi? Ĉu vi ŝatas aŭguston pli multe ol julion?


Übersetzungsübung

  1. Ich las ein sehr interessantes Buch über Friedrich den Großen.
  2. Es erzählt, dass er oft wach blieb und während den späteren Stunden der Nacht mit großem Interesse las.
  3. Sein jüngster Diener war ein kleiner Junge.
  4. Der König liebte diesen Jungen mehr als die anderen Diener.
  5. Der Winter ist eine weniger angenehme Jahreszeit als der Frühling, aber der Sommer ist angenehmer als jene Jahreszeit.
  6. Während des Märzes bläst der Ostwind am stärksten und schüttelt die Bäume sehr fest.
  7. Im April braucht man seinen Regenschirm, weil es oft Wolken am Himmel hat und sehr viel regnet.
  8. Die Straßen sind sehr nass, aber das Wasser scheint sie nicht zu waschen.
  9. Im Mai beginnt man, schöne Veilchen zu finden und die Vögel in den Bäumen über unseren Köpfen singen sehr schön.
  10. Im Juni sieht man die schönsten Rosen.
  11. Juli und August sind die wärmsten Monate des ganzen Jahres.
  12. Die Tage sind länger als die Nächte und der Wetterhahn zeigt West- und Südwinde statt jenen unangenehmen Nord- und Ostwinden.
  13. Man bleibt dann draußen (außerhalb des Hauses) mit größerer Freude und geht spazieren in den Parks.
  14. Ich denke, dass ich den Sommer mehr liebe als du.
  15. Deshalb rühme ich den Sommer mehr als du.
  16. Dennoch lobe ich dich mehr als deinen jüngeren Bruder.
  17. Er ist weniger schlau als du.



Kapitel 19

„ju“ und „des“ bei Vergleichen

1. Beim Vergleich von zwei Gegenständen, Handlungen oder Zuständen wird die deutsche Satzkonstruktion je ... umso (beziehungsweise je ... desto) mit den Adverbien ju und des ausgedrückt:

Ju pli bona li estas, des pli feliĉa li estos. – Je besser er ist, umso glücklicher wird er.
Ju pli ofte mi rigardas, des pli mi volas rigardi. – Je öfter ich schaue, umso mehr möchte ich schauen.
Ju pli bele la luno brilas, des pli oni ŝatas la nokton. – Je schöner der Mond scheint, umso mehr liebt man die Nacht.
Ju malpli pluvas, des pli la floroj velkas. – Je weniger es regnet, umso mehr verblühen die Blumen.
Ju malpli multe vi helpas, des malpli multe mi laŭdos vin. – Je weniger du hilfst, umso weniger werde ich dich loben.
Ĉar vi helpis, mi des pli multe laŭdos vin. – Weil du halfst, werde ich dich umso mehr loben.

Das Verhältniswort „inter“

2. Im Deutschen wird das Verhältniswort zwischen benutzt, um eine Position relativ zu zwei anderen Personen oder Dingen auszudrücken. Eine Position relativ zu drei oder mehr anderen Personen oder Dingen wird dagegen durch das Verhältniswort inmitten ausgedrückt. Da dies jedoch keinen essenziellen Unterschied in der Bedeutung macht, wird in Esperanto für beide Fälle das Verhältniswort inter verwendet:

Li sidas inter vi kaj mi. – Er sitzt zwischen dir und mir.
Li sidas inter siaj amikoj. – Er sitzt inmitten seiner Freunde.
La monato majo estas inter aprilo kaj junio. – Der Monat Mai ist zwischen April und Juni.
Inter tiuj libroj estas tre interesa libro. – Inmitten dieser Bücher befindet sich ein sehr interessantes Buch.

Die Präposition „pro“

3. Einen Grund kann man nicht nur mit einem Adverb (Kap. 18 #1) oder Nebensatz (Kap. 18 #6) ausdrücken, sondern auch mit der Präposition pro (nicht zu verwechseln mit por!), wegen. Damit liegt der Fokus nicht mehr auf dem Grund, sondern auf der Wirkung:

La floroj velkas pro la seka vetero. – Die Blumen welken wegen des trockenen Wetters.
Mi skribis la leteron pro vi. – Ich habe den Brief deinetwegen geschrieben.
Pro tiuj nuboj mi timas ke pluvos. – Wegen dieser Wolken fürchte ich, es wird (beginnen zu) regnen.
Oni ŝatas ĉerizojn pro la dolĉa gusto. – Man mag Kirschen wegen des süßen Geschmacks.

Präpositionen vor Adverbien oder anderen Präpositionen

4. Präpositionen können mit Adverbien oder anderen Präpositionen verknüpft werden, vorausgesetzt es ergibt Sinn:

La kato kuris el sub la tablo. – Die Katze rannte weg von unter dem Tisch.
Li venos el tie. – Er wird von dort wegkommen.
De nun li estos zorga. – Von jetzt an wird er sorgfältig sein.
Li staris dekstre de la vojo. – Er stand rechts von der Straße.
Mi iros for de ĉi tie. – Ich werde von hier weggehen.

Vokabeln

aŭtuno – Herbst
decembro – Dezember
des – desto (siehe Kap. 19 #1)
februaro – Februar
glacio – Eis
inter – mitten unter, zwischen (Kap. 19 #2)
januaro – Januar
ju – je (siehe Kap. 19 #1)
kovri – abdecken, bedecken
neĝo – Schnee
novembro – November
nuda – nackt, unbedeckt
oktobro – Oktober
pro – wegen (Kap. 19 #3)
rikolti – ernten
rivero – Fluss
septembro – September
tero – Erdboden, Erde

La aŭtuno kaj la vintro (Leseübung)

La sezonoj de la jaro estas la vintro, la printempo, la somero, kaj la aŭtuno. La aŭtuno estas inter la somero kaj la vintro. Ĝiaj monatoj estas septembro, oktobro kaj novembro. En septembro oni povas kolekti maturajn fruktojn. Tiam ankaŭ oni rikoltas la flavan grenon de la kampoj. Dum ĉi tiu monato kaj dum oktobro la folioj sur la branĉoj komencas esti ruĝaj kaj flavaj, anstataŭ verdaj. La herbo velkas, kaj bruna tapiŝo ŝajnas kovri la teron. Baldaŭ la folioj falas al la tero, kaj en novembro la arboj estas tute nudaj.

Pli aŭ malpli frue neĝas. La glacio ofte kovras la akvon en la riveroj, kaj restas sur la stratoj kaj la vojoj. La mola blanka neĝo kovras la teron, kaj kuŝas sur la branĉoj de la arboj. Tiam, pro la fortaj ventoj, ĝi falas de la branĉoj al la tero. La birdoj frue lasas tian veteron, kaj flugas de ĉi tie al pli sudaj kampoj kaj arboj. Ili ne povas resti, pro la malvarmaj tagoj kaj noktoj. Ili malŝatas la neĝon kaj la glacion pli multe ol ni.

Ju pli multe neĝas; des pli malofte ni volas promeni. Ni preferas resti en la domo, anstataŭ ekster ĝi. Ju pli ni rigardas la nudajn branĉojn de la arboj, des pli malagrabla ŝajnas la vintro. Tamen la junaj infanoj tre ŝatas tian veteron, kaj ju pli neĝas, kaj ju pli forte la norda vento blovas, des malpli ili estas kontentaj en la domo. Ili volas kuri sur la neĝo, ĉirkaŭ la arboj kaj inter ili, kun siaj junaj amikoj. Ili povas bone amuzi sin per la neĝo. La monatoj de la vintro estas decembro, januaro kaj februaro. Ĝi estas la plej malvarma sezono.


Übersetzungsübung

  1. September, Oktober und November sind die Herbstmonate.
  2. In diesen Monaten erntet man das gelbe Getreide und sammelt verschiedene Früchte.
  3. Die Blätter auf den Bäumen um uns herum sind rot und gelb.
  4. Sie beginnen, von den Ästen zu fallen und liegen auf dem Boden.
  5. Je stärker der kalte Nordwind durch die Äste bläst, desto eher fallen die Blätter hinunter.
  6. Sie liegen unter den kahlen Bäumen zusammen mit dem braunen Gras.
  7. Je eher es schneit, desto eher wird es scheinen, der Boden habe einen weißen Teppich.
  8. Der Schnee wird das Gras gänzlich bedecken während den Wintermonaten.
  9. Diese Monate sind Dezember, Januar und Februar.
  10. Ab dann werden Eis und Schnee die Straße bedecken und sie ganz verstecken.
  11. Es wird oft Eis auf dem Wasser des Flusses sein.
  12. Wir mögen diese Jahreszeit mehr als März, April und Mai.
  13. Wir mögen sie sogar mehr als den Sommer.
  14. Die Monate von letzterem (Kap. 14 #4) sind Juni, Juli und August.
  15. Der Sommer ist die wärmste Jahreszeit des ganzen Jahres.
  16. Darum sagen wir oft, der Sommer sei die angenehmste Jahreszeit.
  17. Wegen seiner vielen Freuden ist mir der Sommer lieb.
  18. Er ist zwischen dem Frühling und dem Herbst.



Kapitel 20

Das demonstrative Adverb der Art und des Grades „tiel“

1. Tiu bedeutet ja dieser; gleichermaßen ist tiel (auf diese Weise, so) auch hinweisend, allerdings bezieht es sich nicht auf Personen, sondern auf die Art und Weise. Bei Adjektiven und Adverbien bezeichnet es den Grad.

Ĉu oni tiel helpas amikon? – Hilft man so einem Freund?
Mi ĝin skribis tiel. – Ich habe es so geschrieben.
La vetero estas tiel bela! – Das Wetter ist so schön!
Tiel mallonge li parolis. – Er sprach so kurz.
Mi trovis tiel belan floron. – Ich fand eine so schöne Blume.
Li prenis tiel multe. – Er nahm so viel.

Präpositionen zum Ausdruck von Zeitverhältnissen

2. Die Verhältnisse, die Präpositionen ausdrücken, können verschiedener Art sein. Wie im Deutschen können bestimmte Präpositionen sowohl örtliche als auch zeitliche Umstände ausdrücken:

Präpositionen
ĉirkaŭ – etwa, ungefähr
de – seit, ab, von ... an
en – in, während
ĝis – bis
inter – zwischen
je – um, an, (zu)
post – nach
dum – während
antaŭ – vor
Einige Beispiele
Mi foriros ĉirkaŭ junio. – Ich werde etwa im Juni weggehen.
De tiu horo mi estis via amiko. – Von dieser Stunde an war ich dein Freund.
En la tuta monato neĝis. – Es schneite den (im) ganzen Monat.
Ĝis nun li ne vidis vin. – Bis jetzt hat er dich nicht gesehen.
Inter marto kaj junio mi iros tien. – Ich werde zwischen März und Juni dorthin gehen.
Je malfrua horo li foriris. – Er ging weg zu einer späten Stunde.
Ŝi ne restis tie post julio. – Sie blieb nicht nach Juli (länger als bis im Juli).
Mi iris tien dum pluvis . – Ich ging dorthin während es regnete.
Antaŭ ne longe mi vokis vin. – Vor nicht all zu langer Zeit rief ich dich an.

3. Genau wie im Deutschen (aber anders als in vielen anderen Sprachen) kann antaŭ heißen vor, im Sinne von bevor (wenn ein Zeitpunkt folgt) oder im Sinne von „es ist soundsolange her, dass ...“ (wenn eine Zeitspanne folgt und das Verb in der Vergangenheitsform [-is] ist). Da wir jedoch – wie erwähnt – im Deutschen auch keinen Unterschied machen, kann man das getrost wieder vergessen. Zum besseren Verständnis trotzdem noch einige Beispiele:

Antaŭ dimanĉo mi foriros. – Ich werde vor Sonntag weggehen. (Zeitpunkt)
Mi vidis lin antaŭ tiu tago. – Ich sah ihn vor diesem Tag. (Zeitpunkt)
Antaŭ multaj jaroj mi trovis ĝin. – Ich fand es vor vielen Jahre (Zeitspanne)
Mi rompis ĝin antaŭ longa tempo. – Ich machte es vor langer Zeit kaputt. (Zeitspanne)
Li venis antaŭ ne longe. – Er kam vor kurzer Zeit. (Zeitspanne)

Vokabeln

dimanĉo – Sonntag
energia – energisch, entschlossen
frosto – Frost
je – an, von (siehe Kap. 20 #2)
kota – dreckig, schmutzig
labori – arbeiten
laca – müde
lundo – Montag
mardo – Dienstag
mateno – Morgen
promeno – Spaziergang
rakonto – Erzählung, Geschichte
ripozi – (sich) ausruhen, rasten
semajno – Woche
tempo – Zeit
tiel – so, derart (siehe Kap. 20 #1)
tro – zu, zu sehr
vespero – Abend

En septembro (Leseübung)

Antaŭ multaj jaroj ni preferis resti en nia malgranda domo trans la rivero, dum la tuta aŭtuno. Sed nun ni restas tie nur ĝis oktobro. De aŭgusto ĝis oktobro la vetero estas tre agrabla tie, sed baldaŭ post tiu monato la fortaj ventoj blovas, kaj la folioj komencas fali. La frosto kovras la teron, kaj baldaŭ neĝas tre ofte. Ju pli nudaj estas la arboj, des pli malbelaj ili ŝajnas. La vetero antaŭ novembro ne estas tro malvarma, sed post tiu monato ni opinias ke la urbo estas pli agrabla ol domo inter kampoj kaj arboj, trans larĝa rivero.

La frosto, neĝo kaj glacio kovras la teron en decembro, januaro kaj februaro. Sed la monato septembro ŝajnas tre agrabla, pro siaj multaj plezuroj. La viroj laboras energie en la kampoj, de la mateno ĝis la vespero. Ili rikoltas la flavan grenon, kaj kolektas la fruktojn. Sed je dimanĉo oni ne laboras tiel energie, sed dormas ĝis malfrua horo, tial ke je tiu tago oni ripozas. Je lundo oni komencas labori tre frue, kaj je mardo oni ankaŭ laboras energie.

En septembro la vojoj ne estas tro kotaj, kaj longaj promenoj estas ofte agrablaj. Ju pli ofte mi promenas kun miaj amikoj, des pli multe mi ŝatas tiajn promenojn. Sed hieraŭ mi estis tre laca post la promeno, tial mi ripozis sur granda mola seĝo. Antaŭ ne longe la patro promenis kun mi, sed ni ne estis tiel lacaj je tiu tago. Ŝajnas ke ju pli ofte ni promenas, des malpli lacaj ni estas post la promenoj. Post ne longe mi estos pli forta.


Übersetzungsübung

  1. Vor vielen Jahren hatten wir ein kleines Haus jenseits des Flusses.
  2. Wir blieben nicht dort während des ganzen Jahres, sondern nur in den wärmeren Sommermonaten.
  3. Oft blieben wir bis September oder sogar bis Oktober.
  4. Meine jüngeren Brüder und Schwestern amüsierten sich dort sehr gut von Morgen bis Abend.
  5. Sie amüsierten sich inmitten der Blumen und Bäume oder gingen von dort in die großen Felder.
  6. Hier arbeiten die Leute hart und ernten das reife gelbe Getreide.
  7. Nur am Sonntag ruhen sie sich aus, weil man an diesem Tag nicht arbeitet.
  8. Zwischen August und November arbeiten die Leute mehr als im Winter.
  9. Im Dezember und nach diesem Monat ruhen sie sich aus, da ab dieser Zeit Frost, Eis und Schnee den Boden bedecken.
  10. Wegen des Schnees am Boden sind lange Spaziergänge nicht angenehm im Winter.
  11. Vor kurzer Zeit gingen wir im Park gegenüber dem Fluss spazieren, aber wir waren so müde nach diesem Spaziergang.
  12. Je länger der Spaziergang ist, desto balder will man sich ausruhen.
  13. Am Montag regnete es, deshalb lasen wir Geschichten und schrieben Briefe in einem angenehmen Raum in unserem Haus.
  14. Vor dem Abend schien dennoch die Sonne und die Straßen waren nicht so schmutzig.
  15. Am Dienstag waren diese Straßen fast trocken und bald werden die Straßen in der Nähe des Flusses und zwischen den Feldern auch trocken sein.
  16. Vor wenigen Jahren waren diese Straßen sehr gut.



Kapitel 21

Der zeitliche Akkusativ

1. Zeitliche Dauer und Zeitpunkte können nicht nur durch den Gebrauch der Präpositionen dum (während) und je (um, bei, an, am) ausgedrückt werden, sondern auch ohne den Gebrauch jeglicher Präposition. Wird keine verwendet, so wird das Wort oder die Worte, die die Zeit festlegen, in den Akkusativ gesetzt:

Li restis tie la tutan semajnon (dum la tuta semajno). – Er blieb die ganze Woche da (während der ganzen Woche).
Ŝi estis feliĉa longan tempon (dum longa tempo). – Sie war eine lange Zeit glücklich (für lange Zeit).
Ni rajdos tagon kaj nokton (dum tago kaj nokto). – Wir werden Tag und Nacht reiten (während Tag und Nacht).
Mi venis dimanĉon (je dimanĉo). – Ich kam Sonntag (am Sonntag).
Tiun horon (je tiu horo) li forkuris. – Zu dieser Stunde (in dieser Stunde) entkam er.

2. Obwohl sie im allgemeinen vorzuziehen ist, muss eine Akkusativ-Konstruktion vorsichtig verwendet, wenn nicht sogar ganz vermieden werden, falls Verwechslung mit anderen Akkusativ-Konstruktionen (die Bewegungsrichtungen, direkte Objekte usw. ausdrücken) droht:

Mi volas iri Bostonon je lundo. – Ich will diesen Montag nach Boston gehen.
Mi volas iri al Bostono lundon. – Ich will Montag nach Boston gehen.
Lundon mi volas iri Bostonon. – Montag will ich nach Boston gehen.

Adverbien und der zeitliche Akkusativ

3. Ein zeitlicher Akkusativ, wie auch ein zeitliches Adverb, können einen weiteren zeitlichen Ausdruck näher definieren oder durch ihn näher definiert werden:

Li venis longan tempon antaŭ tiu horo. – Er kam lange Zeit vor dieser Stunde.
Jaron post jaro ili restis tie. – Jahr um Jahr blieben sie dort.
hodiaŭ matene – heute Morgen
hodiaŭ vespere – heute Abend
hodiaŭ nokte – heute Nacht
hieraŭ vespere – letzten Abend
hieraŭ nokte – letzte Nacht
dimanĉon matene – Sonntag Morgen
lundon vespere – Montag Abend
mardon nokte – Dienstag Nacht

4. Ein zeitlicher Akkusativ muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass die betreffende Handlung oder der betreffende Zustand öfter auftritt, als der erwähnte Fall. Ein Adverb des selben Stammes hingegen beschreibt gewöhnlich eine Häufigkeit, etwas Wiederkehrendes:

Li iros al ilia domo dimanĉon. – (Am) Sonntag wird er zu ihrem Haus gehen.
Li iras al ilia domo dimanĉe. – Sonntags geht er zu ihrem Haus.
Li laboris tagon kaj nokton. – Er arbeitete einen Tag und eine Nacht.
Li laboras tage kaj nokte. – Er arbeitet Tag und Nacht.

Die Präposition „por“

5. Ziel oder Zweck einer Handlung oder eine Voraussetzung wird ausgedrückt mit der Präposition por (für).

Mi ne havas la tempon por tiel longa promeno. – Ich habe nicht die Zeit für solch einen langen Spaziergang.
Ili faris ĝin por via plezuro. – Sie taten es zu deinem Vergnügen.
Por skribi leteron, oni bezonas plumon. – Um einen Brief zu schreiben, braucht man einen Füller.

Die Präposition por sollte nicht mit pro (wegen, siehe Kap. 19 #3) verwechselt werden, welches eine Ursache beschreibt:

Mi havas libron por vi. – Ich habe ein Buch für dich.
Mi havas libron pro vi. – Deinetwegen habe ich ein Buch.

Vokabeln

brila – glänzend, strahlend
Dio – Gott
dividi – aufteilen, dividieren
fari – tun, machen
forgesi – vergessen
ĝojo – Freude
konstanta – konstant
kvieta – still, ruhig
lando – Land, Staat
merkredo – Mittwoch
mezo – Mitte
mondo – Welt
paci – in Frieden leben
por – für, um zu (siehe Kap. 21 #5)
plori – weinen
preta – bereit, fertig
ridi – lachen
riproĉi – tadeln, rügen

La sezonoj kaj la mondo (Leseübung)

Antaŭ tre longa tempo Dio faris la mondon. Li vidis ke la floroj havas belajn kolorojn, ke la arboj estas altaj kaj verdaj. Tiam li vokis la sezonojn kaj diris „Belan mondon mi faris por vi. Ĉu vi gardos ĝin tage kaj nokte, kaj estos tre zorgaj pri ĝi?“ La sezonoj respondis „Jes,“ kaj ridis pro ĝojo.

Mallongan tempon ili ŝajnis esti tre feliĉaj inter la arboj kaj floroj de la nova mondo. Sed ne multajn semajnojn ili tiel zorge gardis la mondon. Ili komencis malpaci („streiten“) inter si, de la mateno ĝis la vespero, kaj ofte forgesis la arbojn kaj florojn. Ju pli ili malpacis, des malpli zorge ili gardis la mondon. La malkonstanta printempo ne ŝatis la kvietan vintron, kaj ploris pri la malvarma neĝo. La varma brila somero diris ke la aŭtuno estas tro malbrila. La laca aŭtuno volis ripozi, kaj riproĉis la malkonstantan printempon pri ĉi ties kota vetero.

Pli kaj pli multe ili malpacis, kaj post ne longe ili tute ne restis amikoj. Tiam la aŭtuno diris „Mi ne povas pli longan tempon labori kun vi pro la mondo. Niaj gustoj estas tro diversaj. Tial hodiaŭ matene ni dividos la mondon inter ni.“ La vintro respondis „Bone! Mi estas preta,“ kaj la somero kaj la printempo ridis pro ĝojo. Tiun tagon ili dividis la mondon inter si.

La vintro konstruis sian domon en la plej nordaj kaj sudaj landoj. Tie la frosto, neĝo kaj glacio kovras la tutan landon, dum la tuta jaro. La brila energia somero prenis por si la mezon de la mondo. Tial la vetero tie estas plej varma kaj brila. La aŭtuno kaj la printempo prenis por si la landojn inter la vintro kaj la somero. Tial la vetero estas nek tro varma nek tro malvarma en ĉi tiuj landoj. Tiam la sezonoj rakontis al Dio ke ili tiel dividis la mondon inter si.


Übersetzungsübung

  1. (Am) Dienstag hörte mein Bruder eine interessante Geschichte und Mittwoch Abend, nach einem vergnüglichen Spaziergang, erzählte er sie mir.
  2. Die Geschichte ist, dass vor vielen Jahren Gott die schöne, neue Welt schuf und sie dann den Jahreszeiten gab.
  3. Diese lachten vor Freude und sagten, dass sie gut auf sie Acht geben würden.
  4. Sie waren bereit zur Freude und wollten auch entschlossen für das Wohl [Gute] der jungen Welt arbeiten.
  5. Für fast ein Jahr waren sie glücklich, doch diese Jahreszeiten waren zu verschieden und konnten nicht lange Freunde bleiben.
  6. Der strahlende Sommer weinte und tadelte den müden Herbst.
  7. Der Herbst zog es vor sich auszuruhen und mochte das dreckige Wetter des unbeständigen Frühlings nicht.
  8. Der stille Winter verbarg sich unter dem Frost und dem zarten, weißen Schnee und wollte schlafen.
  9. Je länger sie die Welt gemeinsam bewachten, desto mehr stritten sie.
  10. Bald machte der Herbst den Vorschlag: „Wir werden die Welt teilen.“
  11. Sogleich an diesem Morgen teilten die Jahreszeiten die Welt unter sich auf.
  12. Die nördlichen und südlichen Länder gehören nun dem Winter und die Mitte der Welt gehört dem Sommer.
  13. Der Frühling und der Herbst nahmen die Länder zwischen Winter und Sommer für sich.



Kapitel 22

Sätze, die eine Zeitdauer mit „dum“ ausdrücken

1. Die Zeit, während der eine Handlung passiert oder eine Bedingung andauert kann nicht nur durch ein Adverb, einen zeitlichen Akkusativ (Kap. 21 #1) oder den Gebrauch der Präposition dum ausgedrückt werden, sondern auch durch einen Satz, der mit dum beginnt:

Li venis dum vi forestis. – Er kam während deiner Abwesenheit.
Dum la sezonoj malpacis, ili forgesis pri la mondo. – Während die Jahreszeiten stritten, vergaßen sie die Welt.
Ni ridas pro ĝojo dum neĝas. – Wir lachen vor Freude, während es schneit.

Sätze, die Vorangegangenes mit „antaŭ ol“ ausdrücken

2. Ein Satz, der eine Handlung oder Bedingung beschreibt, die der des Hauptverbs vorangeht, wird durch antaŭ ol eingeleitet:

Mi foriros antaŭ ol vi venos. – Ich werde weggehen noch bevor du kommst (/ kommen wirst).
Antaŭ ol vi riproĉis lin, li ne ploris. – Bevor du ihm Vorwürfe machtest, hat er nicht geweint.
Ŝi ploris antaŭ ol vi ridis. – Sie weinte, bevor du lachtest.

Der Infinitiv mit „anstataŭ“, „por“ und „antaŭ ol“

3. Ein Infinitiv kann durch anstataŭ substantiviert werden, um einen Ersatz, mit por um einen Vorsatz und mit antaŭ ol um Erwartung auszudrücken. Normalerweise ergibt sich so in der deutschen Übersetzung der Infinitiv angeführt von dem Wörtchen zu:

Anstataŭ resti li foriris. – Anstatt zu bleiben ging er weg.
Vi malhelpas anstataŭ helpi min. – Du behinderst anstatt mir zu helfen.
Ni venis por helpi vin. – Wir kamen, um dir zu helfen.
Mi estas preta por iri merkredon. – Ich bin bereit, am Mittwoch zu gehen.
Li havos tro multe por fari. – Er wird zuviel zu tun haben.
Mi laboros antaŭ ol ripozi. – Ich werde arbeiten, bevor ich ruhe.
Antaŭ ol foriri, li dankis min. – Bevor er ging, dankte er mir.
Dio faris la mondon antaŭ ol doni ĝin al la sezonoj. – Gott schuf die Welt, bevor er sie den Jahreszeiten übergab.

Anmerkung: Substantiv ist der allgemeine Name des Nomens und seines Pronomens, also von Worten, die Personen, Dinge und dergleichen beschreiben. Es kann als Subjekt oder Objekt eines Verbs, als Ergänzung einer Präposition usw. verwendet werden.

Anmerkung: Der Infinitiv kann mit antaŭ ol benutzt werden, wenn er sich auf das gleiche Subjekt wie das Hauptverbs bezieht. Trifft dies nicht zu, so muss die in Kap. 22 #2 beschriebene Konstruktion verwendet werden.

Ausdrücken eines Teiles einer Ganzheit mit „da“

4. Nach Nomen, die eine Menge oder einen Teil eines unbestimmten Ganzen bezeichnen, wird die Präposition da verwendet um das Substantiv, welches das unbestimmte Ganze beschreibt, einzuleiten:

Estas skatolo da ĉerizoj tie. – Es gibt dort eine Kiste mit Kirschen.
Mi trovis grandan sakon da mono. – Ich fand einen großen Beutel Geldes.
Li havas teleron da viando. – Er hat einen Teller voll Fleisch.
Post horoj da ĝojo ofte venas horoj da malĝojo. – Nach Stunden der Freude kommen oft Stunden der Traurigkeit.

5. Die Präposition da darf nicht benutzt werden, wenn eine Anzahl oder ein Teil eines bestimmten oder begrenzten Ganzen ausgedrückt wird. Dies ist der Fall wenn das Wort, das das Ganze bezeichnet, mit dem bestimmten Artikel la angeführt ist. Dann wird de verwendet:

telero de la maturaj pomoj – ein Teller der reifen Äpfel
sako de la bona kafo – ein Sack von dem guten Kaffee

Vokabeln

Aleksandro – Alexander
barelo – Fass, Tonne
bruo – Geräusch, Lärm
da – etwas von (Kap. 22 #4)
demandi – fragen
Diogeno – Diogenes
greka – griechisch
kelkaj – manche, mehrere
kvankam – obwohl
ĉifono – Lumpen
koni – kennen
laŭta – laut
lito – Bett
loĝi – wohnen
nombro – Anzahl
pura – rein
sufiĉa – genügend, ausreichend
veki – (jemanden) wecken
viziti – besuchen
vesto – Kleidung, Kleidungsstück

Diogeno kaj Aleksandro la Granda (Leseübung)

Antaŭ multaj jaroj saĝa greka viro, Diogeno, loĝis en granda urbo. Li opiniis, ke ju pli malmulte oni bezonas, des pli feliĉa oni estas. Por montri al la mondo, ke li ne bezonas multe, kaj ke tial li havas sufiĉe por esti feliĉa, li loĝis en granda malnova barelo, anstataŭ havi domon. Anstataŭ kuŝi nokte sur lito aŭ almenaŭ sur mola tapiŝo, li eĉ dormis en tiu barelo. Oni multe parolis pri Diogeno en la urbo, ne nur ĉar li tiel loĝis, sed ankaŭ pro liaj saĝaj diroj.

Post kelke da tempo la reĝo Aleksandro la Granda venis tien por viziti la urbon. Dum li estis tie, li aŭdis pri Diogeno, kaj demandis pri li: „Ĉu li loĝas en la urbo?“

Aleksandro diris: „Kvankam mi ne konas lin, mi opinias ke mi volas vidi tian viron.“ Oni respondis „Diogeno estas saĝa viro, sed anstataŭ loĝi en domo, li preferas sidi la tutan tempon en malnova barelo. Anstataŭ porti purajn vestojn, li portas nur malpurajn ĉifonojn, ĉar li opinias, ke ju pli malmulte li bezonas, des pli feliĉa li estas. Aleksandro diris:„Antaŭ ol foriri de via lando mi vizitos tiun viron.“

Antaŭ ol li foriris de la urbo, Aleksandro iris kun kelkaj amikoj por viziti Diogenon, kaj trovis lin en lia barelo. „Ĉu tiu viro volas paroli al mi?“ demandis Diogeno per laŭta voĉo. Aleksandro la Granda respondis: „Mi estas la reĝo Aleksandro, kaj mi volas ekkoni vin. Mi vidas, ke vi estas tre malriĉa, kvankam vi estas saĝa. Ĉu vi ne volas kelkajn novajn vestojn anstataŭ tiuj malpuraj ĉifonoj?“ Diogeno tuj diris: „Antaŭ ol vi venis kaj staris inter mi kaj la suno, ĉi tiu tre varme brilis sur min. Ĉu vi venis por fari bruon kaj por veki min?“ Aleksandro ridis kaj diris: „Mi vidas ke vi havas sufiĉe por esti feliĉa. Tial mi estas preta por foriri.“


Übersetzungsübung

  1. Diogenes war ein weiser Mann und lebte vor vielen Jahren in einer griechischen Stadt .
  2. Um der unbeständigen Welt zu zeigen, dass man nicht viel braucht, um glücklich zu sein, hatte er nichteinmal ein Haus oder ein Bett.
  3. Er verweilte Tag und Nacht in einer großen Tonne anstatt in einem Haus zu wohnen.
  4. Er zog es vor alte Lumpen zu tragen an Stelle von guten, sauberen Kleidern.
  5. Er sagte: „Je weniger man braucht, desto glücklicher wird man sein.”
  6. Während Alexander der Große diese Stadt besuchte, erzählten die Leute ihm von Diogenes.
  7. Sie fragten: „Kennst du den weisen Mann?”
  8. Bald ging der König mit einigen Freunden zu der großen Tonne dieses Mannes in der Mitte der Stadt.
  9. Diogenes schlief, aber das Geräusch der lauten Stimmen weckte ihn und er sagte ärgerlich: „Du stehst vor der Sonne! Wirst Du nicht sofort weggehen?”
  10. Obwohl einige der Leute lachten, sagte Alexander: „Wir sind nicht gekommen, um mit Dir zu streiten.”
  11. „Ich sehe, dass du genug hast, um glücklich zu sein, also werden wir dich sofort wieder (ver-)lassen, anstatt zu reden und Krach zu machen.”
  12. Bevor Diogenes antworten konnte, war Alexander still fortgegangen.



Kapitel 23

Adverbien zur Beschreibung von Teilmengen mit „da“

1. Nach Adverbien, die gebraucht werden, um eine Menge eines unbestimmten Ganzen zu bezeichnen, wie auch nach Nomen mit einer solchen Bedeutung, wird da gebraucht. Darauf folgt die unbestimmte Menge:

multe da bruo – viel Lärm
tiel malmulte da tempo – so wenig Zeit
kelke da pomoj – ein paar Äpfel

2. Verben können ergänzt werden mit einem Adverb und einem präpositionalen Ausdruck, eingeleitet mit da (Partitative Konstruktion):

Li trinkis malmulte da akvo. – Er trank wenig Wasser.
Estas multe da sablo en la dezerto. – Es gibt viel Sand in der Wüste.
Ju pli neĝas, des pli multe da neĝo kuŝas sur la vojoj. – Je mehr es schneit, desto mehr Schnee liegt auf den Straßen.

3. Aus den obigen Beispielen ist ersichtlich, dass bei einem Adverb gefolgt von da eher die Masse betont wird, die aus ähnlichen oder gleichen Dingen besteht. Ein Adjektiv mit einer Mengenangabe dagegen betont mehr die verschiedenartigen Dinge, aus denen diese Masse besteht:

En urbo oni havas multe da bruo. – In einer Stadt hat man viel Lärm.
Ni aŭdis multajn bruojn. – Wir hörten viele (nicht weiter spezifizierte) Geräusche.
Tie oni havas multe da plezuro. – Dort hat man viel Vergnügen.
Oni havas multajn plezurojn tie. – Man hat dort viele (verschiedene) Vergnügen.

Das demonstrative Adverb „tiom“ zur Mengenangabe

4. So viel oder auch so viele (also für unbestimmte und bestimmte Mengen) heißt tiom, meist gefolgt vom Teilungsartikel da, den wir ja bereits kennen gelernt haben:

Mi donis tiom da mono al vi. – Ich gab dir so viel Geld.
Mi aĉetis tiom da viando. – Ich habe so viel Fleisch gekauft.
Tiom da libroj mi legis. – Ich habe so viele Bücher gelesen.
Tiom de la libroj mi legis. – Ich habe so viele der Bücher gelesen.

Konsekutivsätze

5. Konsekutive Nebensätze drücken eine Folge einer Aktion aus, die im Hauptsatz steht. In Esperanto werden solche Nebensätze mit ke eingeleitet, wobei im Hauptsatz ein Adverb der Art und Weise, des Grades oder der Menge vorausgeht:

Diogeno estis tiel saĝa greka viro ke Aleksandro laŭdis lin. – Diogenes war ein so weiser Grieche, dass Alexander ihn lobte.
Mi havis tiom da plezuro ke mi tre ridis. – Ich hatte so viel Freude, dass ich laut lachte.

Vokabeln

aĉeti – kaufen
asparago – Spargel
brasiko – Kohl
butiko – Geschäft, Laden
frago – Erdbeere
funto – Pfund
glaso – Trinkglas, Becher
ĵaŭdo – Donnerstag
kremo – Sahne
kutime – gewöhnlich
kontuzo – Prellung, Quetschung
lakto – Milch
legomo – Gemüse
ovo – Ei
pizo – Erbse
sabato – Samstag
sukero – Zucker
tiom – soviel (Kap. 23 #4)
vendredo – Freitag
vilaĝo – Dorf

En la butiko (Leseübung)

Hodiaŭ matene mi iris kun la patrino al la plej granda butiko en nia vilaĝo. Tie ŝi aĉetis tiom da legomoj kaj fruktoj ke ni tute ne povis porti ilin. Tial juna knabo venis kun ni, kaj portis kelke da ili por ni. La patrino ne aĉetis tiel multe je vendredo, sed hodiaŭ estas sabato, kaj ŝi volis aĉeti legomojn por dimanĉo, ĉar dimanĉe oni ne povas iri en la butikojn. Tial sabate oni kutime aĉetas sufiĉe por la manĝoj de sabato kaj dimanĉo.

Meze de la butiko staras multe da bareloj. En ĉi tiuj oni trovas grandan nombron da freŝaj puraj legomoj. La patrino aĉetis tiel multe da asparago kaj novaj pizoj, kaj tiel grandan sakon da terpomoj, ke la tablo restis preskaŭ nuda. Mi vidis brasikon tie, sed tiun legomon mi malŝatas, kvankam oni diras ke ĝi estas tre bona legomo.

Antaŭ ol foriri de la butiko la patrino aĉetis kelke da ovoj, kaj rigardis la fruktojn en bareloj apud la pordo. Ili ŝajnis tiel bonaj ke ŝi aĉetis kelkajn maturajn pomojn kaj skatolon da fragoj. Dum oni donis al ŝi la fruktojn, mi aĉetis kelkajn funtojn da sukero. Tiam ni estis pretaj por foriri el la butiko.

Sur la vojo ni aŭdis tiel grandan bruon ke mi lasis la patrinon kaj kuris trans la straton. Mi trovis tie infanon,la filon de nia najbaro. Li faris la bruon, ĉar li falis de la arbo antaŭ sia domo, kaj tre laŭte ploris. Li diris al mi ke li havas multajn kontuzojn sur la kapo. Ĉar mi bone konas la infanon, mi demandis „Ĉu vi volas grandan ruĝan pomon? Mi havas tian pomon por vi.“ Li tuj kaptis la pomon, kaj mi foriris. Tiam la patrino kaj mi iris al la domo.


Übersetzungsübung

  1. Ich werde heute mit meiner jüngeren Schwester ins Dorf gehen.
  2. Wir wollen ein paar Eier, Gemüse und Früchte für Mutter kaufen.
  3. Mutter zieht es vor im Haus zu bleiben, denn es regnet.
  4. Es regnete am Donnerstag und am Freitag, aber heute regnet es nicht sehr (fest).
  5. Der Regen ist warm und angenehm und wir werden Regenschirme mit uns tragen.
  6. Wir werden neue Erbsen, ein Körbchen Erdbeeren und ein paar Pfunde Zucker kaufen.
  7. So werden wir genug haben für die Mahlzeiten am Samstag und Sonntag.
  8. Ich frage mich, ob wir solche Spargeln und solchen Kohl sehen werden.
  9. Obwohl ich nicht oft solche Gemüse esse, mögen Mutter und Vater sie, Kohl und Spargeln.
  10. Wir werden auch genug Milch für mehrere Gläser Milch kaufen und wir werden viel Schlagsahne für die Erdbeeren brauchen.
  11. Es scheint, dass wir so viele Gemüse kaufen werden, dass wir es nicht werden tragen können.
  12. Während wir bei der Tür standen, bereit um ins Dorf zu gehen, hörten wir eine laute Stimme.
  13. Ein Kind stand auf der Straße und weinte.
  14. Er wollte mit seiner Mutter mitgehen um ein paar Freunde zu besuchen.
  15. Ich denke, dass ein Lärm von der Straße ihn weckte und er nicht im Bett bleiben wollte.



Kapitel 24

Die Fragepronomen „kiu“ und „kies“

1. Das Interrogativpronomen ist kiu (wer, welcher). Ein Fragesatz, der mit kiu eingeleitet wird, braucht keine Fragepartikel (ĉu) mehr:

Kiu vokas vin? – Wer ruft dich?
Kiun vi vokas? – Wen rufst du?
Kiuj el vi vokis nin? – Wer (Plural) von euch rief uns?
Kiujn li helpis? – Welchen (wem) half er?
Kiun tagon vi venos? – An welchem Tag wirst du kommen?
Kiujn legomojn vi preferas? – Welche Gemüse hast du gerne?
Mi miras kiun libron vi aĉetis? – Ich frage mich, welches Buch du kauftest?

2. Das Fragepronomen gibt es auch im Genitiv:

En kies domo vi loĝas? – In wessen Haus wohnst du?
Kies amikojn vi vizitis? – Wessen (Plural!) Freunde besuchtest du?

Das Partizip Präsens Aktiv mit „-anta“

3. Ein Partizip ist ein „Verbaladjektiv“. Es ist eine von einem Verb abgeleitete Form, die jedoch wie ein Adjektiv benutzt und somit auch dekliniert (!) wird. Es kann einen Akkusativ nach sich ziehen, wenn das ursprüngliche Verb auch einen Akkusativ als Ergänzung hat. Das Partizip Präsens (das heißt eigentlich gleichzeitig) Aktiv, im Deutschen auch Partizip I genannt, endet auf -anta: „vidanta“ (sehend), „iranta“ (gehend) usw.

La ploranta infano volas dormi. – Das weinende Kind will schlafen.
Mi vidas la falantajn foliojn. – Ich sehe die herunterfallenden Blätter.

Auf Esperanto können auch Partizipkonstruktionen verwendet werden, wie man sie von anderen Sprachen wie Englisch oder Französisch kennt, was jedoch im Deutschen eher unüblich ist. Die Partizipien werden dann mit einem Nebensatz übersetzt:

Kiu estas la virino aĉetanta ovojn? – Wer ist die Frau, die Eier kauft? (wörtlich: Wer ist die Eier kaufende Frau?)
Mi parolis al la viroj irantaj vilaĝon. – Ich sprach mit den Männern, die ins Dorf gingen. (wörtlich: mit den ins Dorf gehenden Männern)

Zusammengesetzte Verbformen

4. Partizipien kann man prädikativ mit einer konjugierten Form von „esti“ verwenden:

Mi estas demandanta. – Ich frage (jetzt gerade).
Vi estis aĉetanta pomojn. – Du kauftest Äpfel.

Diese zusammengesetzten Zeitformen werden jedoch nicht oft gebraucht. Einfache Zeitformen, die aus einem Wort bestehen, werden vorgezogen.

Die Verlaufsform des Präsens

5. Die Verlaufsform des Präsens wird gebildet mit dem Partizip Präsens Aktiv und dem Präsens von esti. Sie beschreibt einen Vorgang, der gerade im Gange ist. Sie kommt jedoch nicht so häufig wie im Englischen vor, in der gesprochenen Sprache ist sie selten.

mi estas vidanta – ich sehe (gerade)
vi estas vidanta – du siehst (gerade)
li/ŝi/ĝi estas vidanta – er/sie/es sieht (gerade)
ni estas vidantaj – wir sehen (gerade)
vi estas vidantaj – ihr seht (gerade)
ili estas vidantaj – sie sehen (gerade)

Das Suffix „-ej-“

6. Um einen Ort anzugeben, fügt man nach der Wortwurzel (Aktion oder Objekt) -ej- ein und darauf die Endung:

ĉevalejo – Stall ĉevalo – Pferd
dormejo – Schlafzimmer dormi – schlafen
herbejo – Wiese, Weide herbo – Gras
loĝejo – Wohnhaus, Unterkunft  loĝi – wohnen

Im Deutschen ist das Äquivalent zu -ej- -ei: Bäckerei, Druckerei. Im Englischen -y: bakery, grocery. Im Französischen -ie: pâtisserie, imprimerie.

Vokabeln

alia – anderer, anders
baki – backen
dika – dick
facila – einfach
familio – Familie
kanapo – Kanapee, Sofa
kies – wessen (Kap. 24 #2)
kiu – welcher, welches, wer (Kap. 24 #1)
kuiri – kochen
kurteno – Gardine, Vorhang
kutimo – Gepflogenheit, Gewohnheit
leciono – Lektion, Lehraufgabe
lerni – lernen
pano – Brot
persono – Person
salono – Salon

En nia domo (Leseübung)

Oni ofte miras kies domo en nia vilaĝo estas plej bela, kaj kiu domo estas la plej agrabla loĝejo. Nia domo ne estas tre granda, sed ĝi estas nova kaj ni multe ŝatas ĝin. Ĝia salono estas granda, kun belaj puraj kurtenoj kovrantaj la fenestrojn, kaj mola dika tapiŝo kovranta la plankon. Ĉi tie estas kelkaj seĝoj, malgranda tablo, kaj longa kanapo. Personoj vizitantaj nin kutime sidas en ĉi tiu ĉambro, kaj dum ni estas sidantaj tie ni nur parolas, anstataŭ skribi aŭ legi.

Alia ĉambro en la domo estas tre luma kaj agrabla, sed malpli granda. Ĉi tie staras tablo sufiĉe granda por nia tuta familio, kaj en tiu ĉambro oni manĝas. Ofte ni restas tie longan tempon post la manĝo, ĉar la patro rakontas interesajn rakontojn al ni, kaj ni multe ridas, kaj demandas pri tiuj rakontoj, kaj tiel bone amuzas nin ke mi preskaŭ forgesas pri miaj lecionoj. Tamen mi havas multe da lecionoj por lerni, kaj ili tute ne estas facilaj.

Je tre frua horo matene mi iras al la lernejo, kun miaj fratoj kaj fratinoj. Nur sabate kaj dimanĉe ni ne iras tien. La lernejo estas malnova kaj malgranda, sed oni estas nun konstruanta novan pli grandan lernejon apud nia domo. Dum la infanoj estas lernantaj siajn lecionojn tie, la patrino kutime iras al la bakejon, por aĉeti sufiĉe da pano, por la manĝoj de la tago. Ofte ŝi iras ankaŭ al aliaj butikoj.

Ĵaŭdon ŝi aĉetis kelke da novaj fungoj, kaj da asparago. Vendredon ŝi aĉetis kelkajn funtojn da sukero, skatolon da fragoj, kaj sufiĉe da kremo kaj lakto. Hodiaŭ ŝi estas aĉetanta brasikon kaj sakon da terpomoj. Ŝi volas kuiri tre bonan manĝon, tamen ŝi havas tro multe por fari en la kuirejo, ĉar ŝi ne havas servistinon.


Übersetzungsübung

  1. Wer ist die Frau, die gerade auf dem Sofa im Salon sitzt (Kap. 24 #3)?
  2. Ich kann sie nicht leicht erkennen, aber ich höre ihre Stimme.
  3. Ich frage mich wessen Stimme das ist.
  4. Jedoch denke ich, dass es die Stimme einer Freundin von Mutter ist.
  5. Jetzt kann ich sie sehen, obwohl sie mich nicht sieht.
  6. Ich kenne sie gut.
  7. Sie ist eine Freundin unserer ganzen Familie und ist gerade einen Nachbarn von uns („najbaron nian“) in dieser Stadt besuchen (Kap. 24 #5).
  8. Meine Schwester sitzt gerade auf dem Sofa in einem anderen Zimmer und lernt ihre Lektionen. (Kap. 24 #5)
  9. Bald wird sie in die Schule gehen.
  10. Wessen Buch liest sie gerade (Kap. 24 #5)?
  11. Jenes dicke Buch ist meins, aber die anderen Bücher auf dem Tisch bei ihr sind ihre.
  12. Sie sitzt lieber im Nähzimmer um zu lesen oder zu schreiben, weil die Vorhänge vor den Fenstern nicht zu dick sind und daher der Raum sehr hell und angenehm ist.
  13. Sie mag es auch dem fallenden (Kap. 24 #3) Schnee zuzuschauen und den Männern und Frauen [in einem Wort], die gerade auf der dreckigen Straße gehen (Kap. 24 #3).
  14. Wegen des kalten Wetters tragen die Leute gerade dicke Kleider (Kap. 24 #5).
  15. Die Männer und Knaben lassen ihre Hände beim Gehen in den Taschen.
  16. Die Mädchen, die zur Schule gehen (Kap. 24 #3), sind Freundinnen meiner Schwester.
  17. In dieser Schule lernen sie kochen. Bald werden sie Brot backen oder sogar eine ganze Mahlzeit kochen können.
  18. Ich denke, so eine Fähigkeit ist sehr gut.
  19. Viele Personen können nicht gut genug kochen.



Kapitel 25

Das interrogative Adjektiv „kia“

1. In dieser Lektion lernen wir kia (was für ein) kennen. Es wird benutzt, um nach der Beschaffenheit von etwas zu fragen.

Kiajn vestojn li portis? – Was für Kleider trug er?
Kian panon vi preferas? – Was für Brot hast du am liebsten?
Mi miras kia persono li estas. – Ich wundere mich, was für eine Person er ist.
Kia vetero estas? – Was für Wetter ist es?
Kia plezuro! – Was für eine Freude!

Die Verlaufsform der Vergangenheit

2. Die zusammengesetzte Zeitform, die mit dem Partizip Präsens Aktiv und der Vergangenheitsform von „esti“ gebildet wird, drückt eine Handlung oder eine Bedingung aus, die in der Vergangenheit begann und noch nicht beendet ist. Diese Zeitform heißt Imperfekt. Die Konjugation von „vidi“ in dieser Zeitform ist folgendermaßen:

Mi estis vidanta. – Ich sah gerade. (Ich war gerade dabei, zu sehen, als..., Ich war beim Sehen..)
Vi estis vidanta. – Du sahst gerade.
Li (ŝi, ĝi) estis vidanta. – Er (sie, es) sah gerade.
Ni estis vidantaj. – Wir haben gerade gesehen.
Vi estis vidantaj. – Ihr habt gerade gesehen.
Ili estis vidantaj. – Sie haben gerade gesehen.

Die Verlaufsform des Futurs

3. Die zusammengesetzte Zeitform, die aus dem Partizip Präsens Aktiv und mit dem Futur von „esti“ gebildet wird, stellt eine Handlung im Verlauf dar oder einen Zustand, der andauert – und zwar zu einer zukünftigen Zeit. Diese Zeitform heißt Verlaufsform des Futurs. Die Beugung von „vidi“ lautet:

mi estos vidanta. – Ich werde beim/am Sehen sein. (Ich werde dabei sein zu sehen. Ich werde dann gerade sehen.)
vi estos vidanta. – Du wirst beim Sehen sein.
li (ŝi, ĝi) estos vidanta. – Er (sie, es)wird dann gerade sehen.
ni estos vidantaj. – Wir werden dabei sein, zu sehen.
vi estos vidantaj. – Ihr werdet beim Sehen sein.
ili estos vidantaj. – Sie werden am Sehen sein.

Begrüßungen und Ausrufe

4. Ausrufe stehen im Akkusativ, weil sie Akkusativ-Objekte wären, wenn das Verb nicht weggelassen würde (Ich wünsche dir/Ihnen ...). Im Deutschen ist das übrigens auch so: Wir sagen guten Tag, nicht guter Tag.

Bonan matenon! – Guten Morgen!
Bonan nokton! – Gute Nacht!
Multajn salutojn al via patro! – Viele Grüße an deinen Vater!

Wortbildung

5. Aus den meisten Wortwurzeln kann man mehrere Wortarten bilden, indem man die Endungen für Verben, Nomen, Adjektive oder Adverbien benutzt. Nachfolgend einige Wörter, die man nur durch austauschen der Endung aus bereits bekannten Wörtern bilden kann:

Verb Nomen Adjektiv Adverb
brili brilo brila brile
scheinen das Scheinen, Glanz  glänzend glänzend
flori floro flora flore
blühen Blume, Blüte blumig blumig
ĝoji ĝojo ĝoja ĝoje
Freude haben  Freude freudig gern
tuto tuta tute
das Ganze ganz, alles  völlig

„koni“ und „scii“

6. Koni bedeutet kennen und scii bedeutet wissen. Es ist die gleiche Unterscheidung wie im Deutschen:

Ĉu vi konas tiun personon? – Kennst du diese Person?
Mi scias ke li estas nia najbaro. – Ich weiß, dass er unser Nachbar ist.
Mi bone konas Bostonon. – Ich kenne Boston gut.
Mi ne scias ĉu li konas vin. – Ich weiß nicht, ob er dich kennt.

Vokabeln

avo – Großvater
bukedo – Bukett, Blumenstrauß
ekzameno – Prüfung, Examen
fermi – schließen
frapi – klopfen, pochen
geometrio – Geometrie
germana – deutsch
hejmo – Heimat, Zuhause
kia – was für ein (Kap. 25 #1)
lingvo – Sprache
nepo – Enkel
nu! – na, nunwohl
papero – Papier
saluti – grüßen
scii – wissen (Kap. 25 #6)
studi – studieren

La nepo vizitas la avinon (Leseübung)

Hieraŭ matene mi vizitis la avinon. Ŝia hejmo estas apud la granda nova bakejo. Mi vidis ŝin tra la fenestro, ĉar la kurtenoj kovrantaj ĝin estas tre maldikaj. Ŝi estis sidanta sur la kanapo, kaj skribanta per plumo sur granda papero. Antaŭ ol frapi sur la pordo mi vokis ŝin kaj diris „Bonan matenon, kara avino!“ Tuj ŝi demandis „Kiu estas tie? Kies voĉon mi aŭdas?“ Mi respondis „Estas via nepo. Ĉu vi ne konas mian voĉon?“

Antaŭ ol ŝi povis veni al la pordo mi estis malfermanta ĝin. Mi iris en la salonon kaj donis al la avino bukedon da floroj. „La patrino donas ĉi tiujn al vi, kun siaj plej bonaj salutoj“, mi diris. La avino respondis „Nu, kia plezuro! Multan dankon al ŝi pro la bela bukedo, kaj ankaŭ al vi, ĉar vi portis ĝin ĉi tien por mi!“ Dum ŝi estis metanta la florojn en glason da akvo la avino diris „Nu, kiajn lecionojn vi havis hodiaŭ en la lernejo?“ Mi respondis ke mi bone konis la lecionojn, ĉar mi zorge studis ilin. „Ni estas lernantaj la germanan lingvon“, mi diris, „kaj ju pli longe ni studas ĝin, des pli multe mi ĝin ŝatas, kvankam ĝi estas tre malfacila.“

Mi rakontis ankaŭ pri la lecionoj de geometrio, kaj aliaj lecionoj, sed diris ke la ekzamenoj estos baldaŭ komencantaj. „Je tiu tempo“, mi diris, „mi estos skribanta la respondojn al la ekzamenoj, preskaŭ la tutan semajnon.“ La avino demandis kun intereso „Ĉu la demandoj de la ekzamenoj estos malfacilaj?“ Mi respondis „Mi ne scias, sed mi timas ke ni estos tre lacaj post tiom da laboro.“ Post kelke da aliaj demandoj kaj respondoj, mi opiniis ke estas la horo por foriri. Dum mi estis foriranta, la avino diris „Multajn salutojn al la tuta familio!“ Mi dankis ŝin, diris „Bonan tagon!“ kaj tiam foriris.


Übersetzungsübung

  1. Was für ein Geräusch höre ich draußen vor der Tür?
  2. Sind einige meiner Freunde am klopfen?
  3. Wir haben uns gestern über die Prüfungen in unserer Schule unterhalten und diese Knaben kommen zu mir nach Hause, um mit mir zu lernen.
  4. Ich werde zur Tür gehen um sie zu öffnen und um meine Freunde zu begrüßen.
  5. Guten Morgen! Seid ihr gekommen um Geometrie oder die deutsche Sprache zu lernen?
  6. Welche von diesen ist gewöhnlich schwerer und in welcher wird die Prüfung länger sein?
  7. Na, wir brachten unsere Deutschbücher mit, weil wir es vorziehen dies zu lernen.
  8. Wir wollen diese Sprache gründlich (ganz) kennen.
  9. Wir werden in den Schreibraum gehen (Kap. 24 #6), weil (Kap. 18 #6) einige Freunde meiner Großmutter in der Stube sind.
  10. Wir können ihre Stimmen hier hören und wir können nicht sehr gut lernen, während sie am sprechen sind.
  11. Sie trugen gerade viele Blumen und gaben meiner Großmutter einen schönen Strauß.
  12. Sie sagte: „Vielen Dank für (Kap. 19 #3) die schönen Veilchen! In wessen Garten haben sie geblüht?“
  13. Die Enkelin ihres Freundes ist eine Freundin von meiner jüngsten Schwester.
  14. Na, werden wir mit dem Lernen anfangen? Hast du genug Papier und hast du einen guten Schreiber?
  15. Ich werde die andere Tür schließen, weil sie in der Küche Brot backen und Fleisch kochen.
  16. Wir werden die Stimmen von so vielen Personen hören, dass ich weiß, dass wir nicht werden lernen können.



Kapitel 26

Das Interrogativ-Adjektiv des Ortes „kie“

1. Das mit kiu (wer) verwandte Fragewort für den Ort heißt kie (wo). Wenn der Satz ein Verb der Bewegung hat (gehen, laufen, ...), wird -n angehängt (siehe Akkusativ der Richtung Kap. 10 #1) und es entsteht kien (wohin).

Kie li estis kaj kien oni forpelis lin? – Wo war er und wohin hat man ihn vertrieben?
Li miros kie lia nepo estas. – Er wird sich wundern, wo sein Enkel ist.
Mi ne scias kien li kuris. – Ich weiß nicht, wohin er rannte.

Partizip Perfekt Aktiv mit „-inta“

2. Das vorzeitige, aktive Partizip drückt eine schon geschehene Handlung aus, die vom Subjekt des Satzes ausgeführt wurde. Es wird mit dem Suffix -inta gebildet, zum Beispiel vidinta, „gesehen haben“.

La falintaj folioj estas brunaj. – Die heruntergefallenen Blätter sind braun.
Kiu estas la viro salutinta nin? – Wer ist der Mann, der uns begrüßte?
Oni forgesas la foririntajn personojn. – Man vergisst die weggegangen Personen.

Von Adverbien abgeleitete Präpositionen

3. Adverbien können durch anhängen der Adverb-Endung -e von Präpositionen abgeleitet werden, wenn es Sinn ergibt:

Antaŭe li studis la geometrion. – Vorher studierte er Geometrie.
Poste li studis la germanan. – Später studierte er Deutsch.
Li iris antaŭe, ne malantaŭe. – Er ging vorne, nicht hinten.
Dume la viroj staris ĉirkaŭe. – Währenddessen standen die Männer rundherum.
Ili venis kune kaj sidis apude. – Sie kamen zusammen und saßen beieinander.

Adverbien zur Beschreibung der Bewegungsrichtung

4. Nach einem Verb der Bewegung bekommt ein Adverb die Endung -en, um auszudrücken wohin die Bewegung geht:

Ĉu li rajdis norden aŭ suden? – Ritt er nach Süden oder nach Norden?
Ni kuris antaŭen, ne malantaŭen. – Wir rannten vorwärts, nicht rückwärts.
La bukedo falis eksteren kaj suben. – Das Bouquet fiel nach draußen und hinunter.
Li estis iranta hejmen. – Er lief gerade nach Hause.

Anmerkung: Das Adverb kann nach dem Verb stehen oder auch mit ihm verbunden werden, wenn es nicht zu lange ist: hejmeniri (heimgehen), antaŭeniri („vorgehen“), La bukedo subenfalis. (Das Bouquet fiel hinunter.)

Das Suffix „-eg-“

5. Das Suffix -eg- bedeutet Vergrößerung oder Intensivierung.

bona schön bonega vortrefflich
malbona schlecht  malbonega elend, schlimm
domo Haus domego Villa, großes Haus
ridi lachen ridegi schallend lachen
tre (=ege) sehr treege überaus

Vokabeln

aero – Luft
danci – tanzen
fulmo – Blitz
guto – Tropfen
kie – wo (Kap. 26 #1)
okazi – geschehen, stattfinden
okulo – Auge
peco – Teil (eines Ganzen)
peza – schwer
polvo – Staub
sekvi – folgen
serĉi – suchen
silenta – ruhig, still
subita – jäh, plötzlich
tegmento – Dach
tondro – Donner

La pluvego (Leseübung)

Nu, kia pluvego okazis hieraŭ vespere! Post kvieta varmega mateno, subite multaj nuboj kovris la ĉielon. La aero ŝajnis peza, kaj estis tute silenta kelkan tempon. Tiam forte blovanta vento frapegis la arbojn, kaj komencis fortege skui la branĉojn. Multege da polvo kaj malgrandaj pecoj da papero dancis en la aero kaj flugis ankaŭ ĉielen. Falis tiam kelkaj grandaj gutoj da pluvo, kaj ni sciis ke baldaŭ pluvegos.

Ni malfermis niajn (pluv)ombrelojn, kaj kuris antaŭen, por veni hejmen antaŭ ol falos multe da pluvo. La fulmo tiel ofte brilis ke ni fermis la okulojn pro ĝi, kaj treege ĝin timis. Preskaŭ tuj la tondro sekvis ĝin. Tondris tiom kaj tiel laŭtege ke la bruo ŝajnis frapi kontraŭ niajn kapojn. Tiam subite ekis pluvego, sed je tiu tempo ni estis jam preskaŭ sub la tegmento de nia domo. Dume la vento blovis pli kaj pli, kaj ju pli forte ĝi blovis, des pli pezaj pluvogutoj falis teren. Mi opinias ke mi antaŭe malofte vidis tian pluvegon.

La sekvan tagon mi promenis tre frue, kaj vidis ke la pordego al la ĝardeno de mia avo kuŝas sur la tero. Apude mi vidis ventoflagon falintan de la tegmento de granda ĉevalejo. Velkintaj floroj kuŝis sur la tero ĉirkaŭ mi, kaj inter ili kuŝis branĉoj. Eĉ ilin forrompis la grandega forto de la vento, tiel ke ili falis de la arboj. Sur malgranda branĉo restis nesto, sed kie estis la birdoj? Mi serĉis la junajn birdojn, sed tute ne povis trovi ilin, tial mi opinias, ke ili forflugis antaŭ ol la ventoj forrompis de la arbo ilian malgrandan hejmon. Mi ne scias kien ili flugis, sed mi opinias ke ili flugis suden al la arboj en tiu granda kampo trans la rivero.


Übersetzungsübung

  1. Als wir gestern von der Schule nach Hause gingen, begann es plötzlich zu regnen.
  2. Was für ein Sturm (Kap. 26 #5) das war!
  3. Wir sprachen über die letzte Geometriestunde und schauten (uns) die Bücher über die deutsche Sprache an.
  4. Darum sahen wir die Wolken am Himmel nicht.
  5. Wir vergaßen die Prüfungen und fingen an, uns zu fragen, wohin wir gehen sollten.
  6. Wir wussten nicht ob die Zeit reicht, um zu Großvaters Haus zu rennen, bevor es regnen würde.
  7. Der Wind erfasste viele (Papier-)Blätter, die aus den Büchern gefallen waren.
  8. Der Wind blies sie weg von uns und sie schienen ringsum in der Luft zu tanzen.
  9. Dennoch fingen wir sie leicht wieder ein und dann rannten wir vorwärts.
  10. Plötzlich donnerte es sehr laut und wir sahen den sehr hellen Blitz am Himmel.
  11. Wir schlossen fast unsere Augen wegen des Blitzes.
  12. Große Regentropfen fielen auf den Staub der Erde.
  13. Die Luft war schwer und still und den letzten Regentropfen folgte plötzlich ein Sturm (Kap. 26 #5).
  14. Wir hasteten (Kap. 26 #5) über die Straße und rannten schneller und schneller.
  15. Wir waren todmüde (Kap. 26 #5) und unsere Kleider waren ganz nass bevor wir ins Haus gingen.
  16. Der Regen tropfte vom Dach, aber wir rannten durch ihn hindurch und klopften an die Tür
  17. Wir blieben einige Zeit dort bevor wir heimgingen.



Kapitel 27

Das interrogative Adverb der Zeit „kiam“

1. Das Fragewort für die Zeit heißt kiam (wann):

Kiam li serĉos min? – Wann wird er mich suchen?
Oni miras kiam li venos. – Man fragt sich, wann er kommen wird.
Kiam falis tiuj gutoj da pluvo? – Wann fielen diese Regentropfen?

Das Perfekt

2. Das Perfekt wird gebildet mit dem Partizip Perfekt Aktiv (Endung -inta) und einer konjugierten Form von esti. Das Perfekt drückt eine beendete Aktion aus und wird vor allem in der Literatur verwendet. In der gesprochenen Sprache wird die normale Vergangenheit (Endung -is) verwendet.

mi estas vidinta – ich habe gesehen
vi estas vidinta – du hast gesehen / ihr habt gesehen
li/ŝi/ĝi estas vidinta – er/sie/es hat gesehen
...

Die Präposition „ĉe“

3. Ĉe hat die Grundbedeutung bei:

Li staris silente ĉe la pordego. – Er stand ruhig beim Tor.
Li loĝas ĉe mia avo. – Er wohnt bei meinem Großvater.
Ili estas ĉe la lernejo. – Sie sind in der Schule.
Li restos ĉe amikoj. – Er wird bei Freunden bleiben.
Li vizitos ĉe ni morgaŭ. – Er wird morgen bei uns vorbeikommen.

Das Suffix „-ar-“

4. Ausdrücke für eine Gruppe oder Ansammlung von ähnlichen Personen oder Dingen wie zum Beispiel Wald (eine Ansammlung von Bäumen) oder Armee (eine Gruppe von Soldaten) usw. kann man mit dem Suffix -ar- bilden:

arbaro – Wald
ĉevalaro – Pferdeherde
libraro – Buchsammlung
amikaro – Freundeskreis

Wörter, die mit dem Suffix -ar- gebildet werden, nennt man Kollektivbegriffe. Aus der Wortwurzel lassen sich folgende Wörter ableiten: aro (Gruppe und Ähnliches), are (als Gruppe, scharenweise etc.)

„tempo“ und „fojo“

5. Das allgemeine Wort für Zeit im Sinne einer Dauer oder einer passenden Zeit ist tempo. Das Wort fojo bezieht sich auf ein Vorkommen eines Ereignisses oder eine Wiederholung desselben Ereignisses (wie etwa französisch fois) und kann mit Mal übersetzt werden.

Mi ne havas multe da tempo. – Ich habe nicht viel Zeit.
Li venis multajn fojojn, kaj la lastan fojon li restis longan tempon. – Er kam viele Male (sehr oft) und das letzte Mal ist er lange (Zeit) geblieben.
Kelkajn fojojn laŭte tondris. – Einige Male (Ein paarmal) donnerte es laut.
Multe da fojoj ni fermis la okulojn pro la fulmo. – Viele Male schlossen wir die Augen wegen des Blitzes.

Orthografie bei Eigennamen

6. Eigennamen, also Namen von Personen, Städten, Ländern usw. werden in der Esperanto-Schreibweise geschrieben, wenn es sich um Namen von Kontinenten, Ländern, großen oder bekannten Städten oder um (christliche) Vornamen handelt. Ein paar Beispiele:

Azio – Asien
Skotlando – Schottland
Bostono – Boston
Mario – Maria, Marie, Mario, Marius
Luko – Lukas, Luc, Lucca

Übernamen und Namen von weniger bekannten Ortschaften werden oft in der Schreibweise der Landessprache übernommen. Die Aussprache kann in Klammern angegeben werden, zum Beispiel Chemnitz („Kemnic“), Roberto Bruce („Brus“), usw.

Vokabeln

araneo – Spinne
Azio – Asien
ĉe – an, bei (Kap. 27 #3)
fino – Ende, Abschluss
fojo – Mal (Kap. 27 #5)
kiam – wann (Kap. 27 #1)
pacienco – Ausdauer, Geduld
piedo – Fuß
plafono – Zimmerdecke
rampi – kriechen
rekta – direkt, unmittelbar
rimarki – anmerken
sendi – senden
Skotlando – Schottland
soldato – Soldat
sukcesi – erfolgreich sein
supre – oben, oberhalb
venki – besiegen

Roberto Bruce kaj la araneo (Leseübung)

Oni rakontas la sekvantan interesan rakonton pri Roberto Bruce, reĝo en Skotlando antaŭ multaj jaroj. Okazis ke li rigardis de la fenestro de granda ĉevalejo la soldataron de siaj malamikoj. Por povi rigardi plej facile, kaj ankaŭ por sin kaŝi, li forsendis siajn soldatojn kaj restis la tutan tagon sub tiu tegmento. Kvankam la ĉevalejo estis granda ĝi estis malnova, kaj li opiniis ke la malamikoj ne serĉos lin tie. Je la fino de la tago li subite rimarkis araneon sur la muro apud si.

La araneo estis rampanta supren, sed baldaŭ ĝi falis en la polvon ĉe liaj piedoj. Tuj la falinta araneo komencis alian fojon supren rampi. Alian fojon ĝi falis teren, sed post ne longe ĝi komencis rampi alian fojon. „Kia pacienco!“ diris la reĝo al si. „Mi ne sciis ke la araneo havas tiel multe da pacienco! Sed kien ĝi nun estas falinta?“ Li rigardis ĉirkaŭen kaj fine li vidis la falintan araneon. Kun granda surprizo li rimarkis ke ĝi komencas rampi supren. Multajn fojojn ĝi supren rampis, kaj tiom da fojoj ĝi falis malsupren. Fine, ĝi tamen sukcese rampis ĝis la plafono.

La reĝo malfermis la buŝon pro surprizo, kaj diris al si „Kiam antaŭe mi vidis tiom da pacienco? Mi opinias ke la fina sukceso de tiu malgranda araneo donas al mi bonegan lecionon. Mi ofte estas malsukcesa, sed malpli ofte ol tiu araneo sur la muro. Mi perdis multe da soldatoj, kaj la malamikoj venkis multajn fojojn, ĉar ili havas multe pli grandan nombron da soldatoj. Tamen, mi estos pacienca, ĉar oni ne scias kiu fine sukcesos.“ La sekvan tagon, la reĝo Roberto Bruce komencis treege labori kontraŭ siaj malamikoj. Post mallonga tempo li bone sukcesis, kaj tute venkis la malamikojn en granda venko ĉe Bannockburn (Banokb'rn).


Übersetzungsübung

  1. Obwohl die Feinde von Robert Bruce ihn viele Male besiegten, besiegte er sie schließlich in Schottland, da er geduldig und sehr mutig war.
  2. Er saß in einem großen Pferdestall um sich zu verstecken und auch um direkt von seinem Dach das Militär der Gegner kommen zu sehen.
  3. Am Ende des Tages bemerkte er eine Spinne, die die Wand aufwärts kroch.
  4. Plötzlich fiel die Spinne in den Dreck und lag bei den Füßen des Königs, aber bald begann sie hochzukriechen.
  5. „Wohin will sie gehen?“ sagte der König zu sich selbst.
  6. „Wie viel Geduld sie zeigt! Sie ist viele Male hinaufgekrabbelt und heruntergefallen.“
  7. Schließlich gelang es der Spinne und sie kroch bis hinauf zur Decke.
  8. Der König sagte, dass er eine Lektion gelernt habe von der geduldigen Spinne.
  9. Er sagte: „Obwohl die Feinde viele Male siegten, weil sie eine größere Anzahl Soldaten haben, werde ich sie schlussendlich besiegen.“
  10. Bald geschah es, dass der Wind sehr stark blies und es stark regnete.
  11. Der Wind schüttelte das Laub (Kap. 27 #4) auf den Bäumen und brach viele kleine Äste ab.
  12. Eine Gruppe Soldaten rannte direkt auf den Stall zu und Robert Bruce hatte große Angst, dass sie ihn finden würden.
  13. Aber sie stahlen nur die Pferde und ritten davon.



Kapitel 28

Das Interrogativ-Adverb des Grundes „kial“

1. Das Fragewort für den Grund oder das Motiv ist kial (warum, weshalb, weswegen, aus welchem Grund):

Kial la araneo supren rampis? – Warum kroch die Spinne hinauf?
Mi demandos kial li rimarkis ĝin. – Ich werde fragen, weshalb er es bemerkt hat.

Der Infinitiv als Subjekt

2. Ein Infinitiv kann das Subjekt eines Satzes darstellen:

Promeni estas granda plezuro. – Spazieren ist ein großes Vergnügen.
Ĉu estas facile rigardi la plafonon? – Ist es einfach, an die Decke zu schauen?
Estas bone sin helpi. – Es ist gut, sich zu helfen.
Paroli al si estas malsaĝe. – Mit sich (selbst) zu sprechen ist dumm.

Gegenwärtige Handlung mit vergangenem Ursprung

3. Eine gegenwärtige Handlung oder ein gegenwärtiger Zustand welche(r) ihr/sein Ursprung in der Vergangenheit hat, wird (wie im Deutschen, aber nicht im Englischen) durch die Gegenwart ausgedrückt.

Mi estas ĉi tie de lundo – Ich bin seit Montag hier.
De Marto mi studas tiun lingvon – Seit März lerne ich diese Sprache.
Ili estas amikoj de tiu tago – Seit diesem Tage sind sie Freunde.
Ni loĝas tie de antaŭ kelkaj monatoj – Wir wohnen hier seit einigen Monaten.

Anmerkung: Vergleiche Deutsch „er ist schon lange hier“, Englisch „he has already been here a long time“, Französisch „il est déjà ici depuis longtemps“.

Das Suffix „-ul-“

4. Ein Substantiv mit dem Suffix -ul- bezeichnet eine Person, welche die Eigenschaft hat, die im Wortstamm vorkommt:

juna – jung junulo – ein junger Mann
bela – schön belulino – eine schöne Frau
maljuna – betagt maljunulo – ein alter Mann
saĝa – weise saĝulo – ein Weiser
malriĉa – arm malriĉulino – eine Arme

„loĝi“ und „vivi“

5. Vivi bedeutet leben im Sinne von am Leben sein. Wohnen (an einem Ort leben) hingegen heißt loĝi.

Li loĝas apude. – Er wohnt nebenan.
Li vivis longan tempon. – Er lebte lange.
Vivi feliĉe estas pli bone ol loĝi riĉe. – Glücklich leben ist besser als reich wohnen.

Vokabeln

afabla – angenehm, nett
afero – Angelegenheit, Ding, Sache
balanci – balancieren, wiegen
barbo – Bart
batalo – Kampf, Schlacht
brovo – Augenbraue
buklo – Haarlocke
haro – Haar (einzelnes)
kial – weshalb (Kap. 28 #1)
kilometro – Kilometer
okulharo – Augenwimper, Wimper
okulvitroj – Augengläser, Brille
pensi – denken
vango – Backe, Wange
verando – Veranda
vivi – leben (Kap. 28 #5)

Pri la avo kaj la avino (Leseübung)

Mia avo estas tre afabla persono. Li estas maljunulo kun blankaj haroj kaj blanka barbo. Li havas bluajn okulojn, kaj la brovoj super ili estas eĉ pli blankaj ol liaj haroj. Kvankam li loĝas en nia vilaĝo de antaŭ kelkaj jaroj, li antaŭe loĝis en Skotlando. Antaŭ multaj jaroj li estis soldato, kaj li ofte parolas al mi pri la bataloj kaj venkoj de tiu tempo. Sidi kviete sur la verando kaj rakonti tiajn rakontojn al la nepo ŝajne donas al li multe da plezuro. Multajn fojojn je la fino de la tago li sidas tie, kaj parolas pri tiaj aferoj ĝis malfrua horo de la vespero. Sidi ĉe liaj piedoj kaj aŭdi liajn rakontojn estas tre interese al mi.

Komence, dum mi estas ĉe li, mi kutime demandas „Ĉu oni sukcesis en tiu batalo?“ Tuj li balancas la kapon kaj komencas pacience rakonti pri la venkoj kaj malvenkoj („Niederlagen“). Li malofte respondas „Mi ne scias,“ al miaj demandoj „Kiam,“ kaj „Kial.“ Kelkajn fojojn li diras „Mi havas tiun opinion, sed mi ne bone scias pri la tuta afero, kaj mi miras ĉu aliaj personoj scias pli bone.“ Ĉar li estas multe studinta kaj pensinta, liaj opinioj estas treege interesaj. Li ĝojas tial ke mi demandas pri aferoj okazintaj, ĉar tiaj demandoj montras ke mi ankaŭ pensas pri ili.

Mia avino estas malgranda, kun belaj bukloj da tute blankaj haroj. Ŝi havas belajn brunajn okulojn, kun longaj nigraj okulharoj. Oni diras ke antaŭ multaj jaroj ŝi estis belulino. Eĉ nun estas plezure rigardi ŝin, kaj vidi ŝiajn ruĝajn vangojn. De antaŭ kelkaj jaroj ŝi portas okulvitrojn por legi, skribi aŭ kudri, kaj ŝi bezonas ripozon post malmulte da laboro. Promeno de eĉ kilometro estas tro longa nun por la avino. Oni diras ke ŝi ne vivos tre longan tempon, kaj tia penso donas malĝojon al ni, ĉar ni treege amas la afablan paciencan avinon.


Übersetzungsübung

  1. Unser Großvater ist ein alter Mann und sie sagen, dass er nicht mehr lange leben werde.
  2. Er ist nicht sehr stark und kann keine langen Spaziergänge machen.
  3. Der Kilometer zwischen seinem und unserem Haus scheint jetzt zu lange für ihn.
  4. Er zieht es vor, ruhig im Haus oder auf der Veranda zu sitzen und nachzudenken, den ganzen Tag.
  5. Er ist sehr angenehm und kann äußerst interessante Geschichten erzählen über Siege und Niederlagen, die sich vor vielen Jahren ereigneten.
  6. Ich denke, solche Dinge sind schlimm und ich bin froh, dass heutzutage keine solchen Schlachten stattfinden.
  7. Großvater hat einen langen, weißen Bart und viel weißes Haar.
  8. Es ist sehr interessant, seine Geschichten zu hören und auch, ihn direkt anzusehen während er sie erzählt.
  9. Er erzählt solche Geschichten mit großer Freude.
  10. Obwohl er seit Februar bei uns lebt kennt er nicht viele Nachbarn oder andere Leute, die nahe wohnen.
  11. Großmutter hat blaue Augen, rote Backen und weiche, weiße Locken.
  12. Sie spricht langsam, mit einer süßen Stimme und ist sehr geduldig.
  13. Heute sagte sie zu mir: „Guten Morgen, mein Lieber, ich habe meine Brille verloren. Suchst du sie für mich?“ Ich nickte (den Kopf) und bald fand ich die Brille.



Kapitel 29

Das Interrogativ-Adverb der Art und des Grades „kiel“

1. Das Fragewort, mit dem man nach der Beschaffenheit oder dem Ausmaß fragt, heißt kiel (wie, „auf welche Art“, „in welchem Ausmaß“):

Kiel oni vivas en tia aero? – Wie kann man in so einer Luft leben?
Kiel afabla ŝi estas! – Wie freundlich sie ist!
Mi miras kiel la batalo okazis. – Ich frage mich, wie sich die Schlacht ereignet hat.
Kiel longe li pensis pri ĝi? – Wie lange dachte er darüber nach?

Das Plusquamperfekt

2. Man kann auch in Esperanto Formen im Plusquamperfekt bilden, wenn eine Vorzeitigkeit zu einer Handlung oder einer Tatsache in der Vergangenheit besteht. Dieses Tempus wird jedoch äußerst selten in der Umgangssprache benutzt und wird eher in der Literatur gefunden.

mi estis vidinta – ich hatte gesehen
vi estis vidinta – du hattest gesehen
usw.
ili estis vidintaj – sie hatten gesehen

Die Kardinalzahlen

3. Die Kardinalzahlen sind die „normalen“ Zahlen, mit denen man zählen kann oder die Menge, in der etwas vorhanden ist, angibt:

unu – eins
du – zwei
tri – drei
kvar – vier
kvin – fünf
ses – sechs
sep – sieben
ok – acht
naŭ – neun
dek – zehn

4. Außer „unu“ kann keine dieser Zahlen die Pluralendung -j oder Akkusativendung -n erhalten. Unuj heißt einige im Gegensatz zu aliaj (andere):

Unuj iris, aliaj kuris. – Einzelne gingen, andere rannten.
Mi prenis unujn kaj lasis la aliajn. – Ich nahm einige und ließ die anderen.

5. Die Präposition el wird nach Kardinalzahlen gebraucht, wenn ausgedrückt werden soll, dass es sich um eine Anzahl aus einer größeren Menge handelt:

Ses el la knaboj venis. – Sechs von den Knaben kamen.
Ok el tiuj libroj estas la miaj. – Acht von diesen Büchern sind meine.
El tiuj ĉapeloj mi ŝatas nur unu. – Von diesen Hüten gefällt mir nur einer.

Der Akkusativ des Maßes

6. Ein Substantiv im Akkusativ kann — statt eines präpositionalen Ausdrucks oder eines Adverbs — nicht nur gebraucht werden, um eine Zeitdauer auszudrücken, sondern auch für das Ausmaß eines Gewichtes, Preises, einer Länge etc.:

Li marŝis dek kilometrojn. – Er ging zehn Kilometer.
La parko estas larĝa tri kilometrojn, kaj longa kvar kilometrojn. – Der Park ist drei Kilometer breit und vier Kilometer lang.
La tablo pezas ses kilogramojn. – Der Tisch ist sechs Kilogramm schwer.

Nia familio (Leseübung)

Mi rakontos al vi kian familion ni havas. Ni estas ses personoj kaj ni loĝas en ĉi tiu domo de antaŭ preskaŭ kvar jaroj. Antaŭ ol veni ĉi tien al la urbo, ni estis loĝintaj tri jarojn en kvieta vilaĝo en la kamparo. Mia patro estas alta, kun grizaj haroj kaj griza barbo. Kvankam li ne estas riĉulo, li tamen havas sufiĉe da mono por vivi kontente kaj feliĉe. Li ŝatas marŝi, kaj ofte li estas marŝinta kvin aŭ ses kilometrojn por unu promeno. Unu fojon mi demandis „Kiel vi povas marŝi tiel multe?“ Li respondis „Dum mi estis junulo mi estis soldato, kaj tiam mi estis tre multe marŝanta. Tial mi ne forgesas la plezurojn de longaj promenoj.“

La patrino estas malpli alta ol mi, kaj kiel bluajn okulojn ŝi havas, sub nigraj okulharoj kaj nigraj brovoj! Ŝiaj haroj estas nigraj kaj buklaj, kaj ŝiaj vangoj estas ruĝaj. Ŝi havas dolĉan voĉon, kaj estas plezuro aŭdi ŝiajn kantojn. Por legi aŭ skribi ŝi kutime portas okulvitrojn. Mi havas du fratojn kaj unu fratinon. La fratino havas dek unu jarojn. (Wie zum Beispiel auch im Französischen sagt man auf Esperanto „ich habe 11 Jahre“, nicht „ich bin 11 Jahre [alt]“.)

Unu el la fratoj havas ok jarojn, la alia havas dek du jarojn. Ili povas bonege kuri, rajdi, kaj fari aliajn interesajn aferojn. Ili lernis siajn lecionojn en la lernejo tiel bone ke ses fojojn en unu monato oni laŭdis ilin. Ni multe ĝojis pri tiom da laŭdo por la fratoj. La fratino estas malpli forta, tamen ŝi ofte promenas kun ni eĉ du aŭ tri kilometrojn. La avino ankaŭ loĝas ĉe ni de antaŭ sep aŭ ok jaroj. Unu el ni kutime restas ĉe la hejmo kun ŝi, dum la aliaj promenas, ĉar ŝi ne estas sufiĉe forta por marŝi eĉ unu kilometron. Mi ofte miras kial ŝi preferas sidi sur la verando, kaj mi demandas al ŝi „Ĉu vi estas tro laca por marŝi?“ Ŝi kutime balancas la kapon kaj diras „Jes, mia nepo, mi estas tro laca.“


Übersetzungsübung

  1. 3 + 4 = 7
  2. 2 + 6 = 8
  3. 1 + 5 = 6
  4. 2 + 7 = 9
  5. Ich studiere Geometrie seit fünf Monaten und lerne Deutsch seit Januar.
  6. Ich habe schon drei Bücher auf Englisch gelesen, aber ich werde noch nicht in dieser Sprache sprechen können bis nach August.
  7. Es ist schwierig, eine solche Sprache zu lernen.
  8. Neun von den Kindern an unserer Schule lernen jetzt Englisch mit mir.
  9. Manche lernen es leicht, andere haben es nicht gern.
  10. Drei von den Knaben und zwei von den Mädchen in dieser Schule sind von England.
  11. Sie hatten zehn Jahre in einer großen Stadt gewohnt, aber ich denke, sie leben zufriedener in unserem ruhigen Dorf.
  12. Sie können nicht sehr gut mit uns sprechen, sondern nicken nur wenn wir mit ihnen sprechen.
  13. Ich hatte sie nicht gesehen, bevor sie zur Schule kamen, obwohl sie Nachbarn von uns sind.
  14. Sie sind freundliche Kinder, mit blauen Augen, roten Backen und gelbem Haar.
  15. Sie können sehr gut reiten und oft reiten sie acht oder zehn Kilometer in einem Tag.
  16. Sie reiten normalerweise in einem Park, der drei Kilometer breit und vier Kilometer lang ist, wo es nur wenig Staub hat.



Kapitel 30

Das Interrogativ-Adverb zur Mengenangabe „kiom“

1. Kiom bedeutet wie viel oder wie viele:

Kiom da tempo vi ripozis? – Wie lange hast du geruht?
Kiom da sukero kaj kiom da fragoj vi aĉetis? – Wieviel Zucker und wieviel Erdbeeren hast du gekauft?
Ni miras kiom da mono li havos. – Wir fragen uns, wieviel Geld er haben wird.
Kiom de la leciono vi lernis? – Wieviel von der Lektion hast du gelernt?

Adverbien bei unpersönlichen Ausdrücken

2. Bei unpersönlichen Ausdrücken wie es ist kalt und unpersönlichen Einleitungen wie es ist gut, dass ... benutzt man zur näheren Beschreibung kein Adjektiv, sondern ein Adverb:

Estas varme en la domo. – Es ist warm im Haus.
Estos malvarme morgaŭ. – Es wird morgen kalt sein.
Estas bone ke li venis. – Es ist gut, dass er kam.
Estas amuze ke ni forgesis lin. – Es ist amüsant, dass wir ihn vergaßen.
Ke vi venis estis tre saĝe. – Dass du kamst war sehr klug.
Estos pli agrable en la salono. – Es wird angenehmer sein im Salon.

Bildung der Kardinalzahlen

3. Zehner, Hunderter und Tausender können ganz leicht gebildet werden, ausgegangen von den Zahlwörtern für zwei bis neun:

Zehner -dek
dudek – zwanzig
tridek – dreißig
kvardek – vierzig
kvindek – fünfzig
sesdek – sechzig
sepdek – siebzig
okdek – achtzig
naŭdek – neunzig
Hunderter -cent
ducent – zweihundert
tricent – dreihundert
usw.
naŭcent – neunhundert
Tausender -mil
du mil – zweitausend
tri mil – dreitausend
usw.
naŭ mil – neuntausend

4. Dieses Baukastensystem wird noch weitergeführt, indem man die Tausender, Hunderter, Zehner und Einer kombiniert, um alle möglichen Zahlen zu bilden. Einige Beispiele:

dek unu – elf
tridek kvin – fünfunddreißig
cent tridek kvin – Einhundertfunfünddreißig (135)
kvarcent sep – Vierhundertsieben (407)
mil okdek – Eintausendachtzig (1080)
okmil naucent kvindek du – Achttausend-neunhundert-zweiundfünfzig (8952)

Das Suffix „-an-“

5. Das Suffix -an- wird gebraucht, um Sammelbegriffe einer Menschenmenge zu bilden, wobei der Wortstamm den Ort angibt. Die „Menschenmenge“ hat etwas gemeinsam, zum Beispiel sind sie alle Bewohner eines Landes, Mitglieder einer Organisation etc. Beispiele:

bostonano – Einwohner von Boston
domano – Hausbewohner
kamparano – Landwirt, Bauer
vilaĝano – Dorfbewohner
ano – Mitglied

Übrigens: Im Deutschen gibt es dieses Suffix auch, beispielsweise in Republikanerin, Mohammedaner, Amerikanerin etc.

Vokabeln

aritmetiko – Arithmetik
cent – hundert (Kap. 30 #3)
eraro – Fehler, Irrtum
grado – Grad
kalkuli – kalkulieren
kiom – wieviele (Kap. 30 #1)
memori – erinnern
mil – tausend (Kap. 30 #3)
minuto – Minute
ricevi – empfangen, erhalten
sekundo – Sekunde
superjaro – Schaltjahr

Leciono pri aritmetiko (Leseübung)

Estas malvarme hodiaŭ, kaj tute ne agrable ekster la domo. La urbanoj ne estas promenantaj en la parko, ĉar ili preferas resti en la domoj. Mi ankaŭ restis en la domo, kaj parolis al mia juna frato. Mi helpis lin pri la leciono en aritmetiko, tial ke li baldaŭ havos ekzamenojn, kaj li volas esti preta por skribi tre bonajn respondojn. Mi demandis al li „Kiom faras dek tri kaj dek kvar?“ Li respondis ke tiuj faras dudek sep. Tiam mi demandis kiom faras dudek unu kaj tridek kvar. Li kalkulis kvin aŭ ses sekundojn, per mallaŭta voĉo, kaj diris „Ili faras kvindek kvin.“

Mi demandis kiom faras ducent tri kaj sepcent ok, kaj li respondis ke ili faras naŭcent dek unu. Li tute ne faris erarojn al mi, kaj fine mi diris al li ke li povas bonege kalkuli. Mi opinias ke li ricevos bonan gradon en la ekzamenoj. Post kelkaj minutoj ni komencis paroli pri aliaj aferoj. Mi demandis „Kiom da tagoj havas en la monato septembro?“ La frato respondis „Septembro, novembro, aprilo kaj junio havas tridek tagojn. Kvankam tiuj monatoj havas tiom da tagoj, la aliaj monatoj havas tridek unu tagojn. Sed la monato februaro havas nur dudek ok tagojn.“

Estas interese lerni pri ĉi tiu monato februaro. Dum tri jaroj ĝi havas dudek ok tagojn, sed en la sekvanta jaro ĝi havas dudek naŭ tagojn. La jaro havanta tian februaron estas la „superjaro.“ Mi rakontis tiun interesan aferon al la frato, kaj li diris ke li bone memoros ĝin. Li diris ke li ne antaŭe sciis pri la superjaro. Li ne sciis ke la superjaro havas tricent sesdek ses tagojn, kvankam la aliaj jaroj havas nur tricent sesdek kvin tagojn. Li diris ke li ankaŭ memoros pri la nombro da tagoj en la superjaro, kaj ke li rakontos la aferon al la aliaj knaboj.


Übersetzungsübung

  1. Wie heißen folgende Zahlen auf Esperanto? 14, 18, 42, 86, 79, 236, 431, 687, 788, 1240, 1885, 9872, 4500, 2006
  2. Es gibt zwölf Monate in einem Jahr und die meisten der Monate haben 31 Tage.
  3. Es hat nur dreißig Tage in den Monaten April, Juni, September und November.
  4. Es gibt sieben Tage in der Woche und vierundzwanzig Stunden am Tag.
  5. Zwölf dieser Stunden machen den Tag und die anderen machen die Nacht.
  6. Eine Stunde hat sechzig Minuten und eine Minute sechzig Sekunden.
  7. Ein Monat hat vier Wochen und noch zwei oder drei Tage.
  8. Ein Jahr hat 52 Wochen.
  9. Wie viele Wochen gibt es in zehn Jahren?
  10. Mindestens ein Jahr in zehn Jahren ist ein Schaltjahr.
  11. In einem Schaltjahr gibt es 366 Tage statt 365.
  12. Weise Männer rechneten vor vielen Jahren „über diese Frage“.
  13. Es ist gut für uns, dass sie gerne Arithmetik studierten.
  14. Ich habe oft gute Grade in Arithmetik bekommen.
  15. Ich kann mich gut daran erinnern und mache nur selten Fehler.



Kapitel 31

Das Relativpronomen

1. Ein Relativpronomen bezieht sich auf etwas im vorhergehenden (oder auch folgenden) Satz genanntes, zum Beispiel: Er ist ein Mitarbeiter, den wir sehr schätzen.

Auf Esperanto ist das Relativpronomen gleich dem Fragepronomen. Es passt sich im Numerus (Singular oder Plural) an das Wort an, auf das Bezug genommen wird, und im Kasus (Nominativ oder Akkusativ) an seine Funktion im Relativsatz. Dies funktioniert im Deutschen genau gleich und sollte daher kein Problem sein. Ein paar Beispiele zum besseren Verständnis:

La junuloj, kiuj venis, estis afablaj. – Die jungen Leute, die kamen, waren freundlich. (Nominativ Plural)
La personoj, kiujn li vidos, estas amikoj miaj. – Die Personen, die er sehen wird, sind Freunde von mir. (Akkusativ Plural)
Mi kalkulis la gradon, kiun li ricevos. – Ich habe die Note ausgerechnet, die er bekommen wird. (Akkusativ Singular)
Mi memoras tiun aferon, pri kiu vi parolas. – Ich erinnere mich an diese Sache, von der du sprichst. (Relativpronomen mit Präposition, Singular)

2. Das Genitiv-Relativpronomen dessen/deren wird übersetzt mit kies:

Mi estas la viro, kies filino malaperis. – Ich bin der Mann, dessen Tochter verschwunden ist.
Ŝi estas la virino, kies libron vi trovis. – Sie ist die Frau, deren Buch du fandst.
Mi konas la infanojn, kies patro estas amiko via. – Ich kenne die Kinder, deren Vater ein Freund von dir ist.

Futur II

3. Um etwas auszudrücken, das in der Zukunft abgeschlossen sein wird, benutzt man das Futur II. Es wird aber — wie im Deutschen — sehr selten gebraucht und wenn, dann in geschriebenen Texten. Gebildet wird es mit Partizip Perfekt Aktiv und einer im Futur konjugierten Form von esti (aus -os):

Mi estos vidinta. – Ich werde gesehen haben. (ganz wörtlich: Ich werden gesehen-habend sein.)
...
Ili estos vidintaj. – Sie werden gesehen haben.

Ordinalzahlen

4. Ordinalzahlen geben Antwort auf die Frage „der/die/das wievielte?“. Sie werden gebildet, indem man ans letzte Wort einer Kardinalzahl (einer „normalen“ Zahl) die Adjektiv-Endung -a(n) hängt. Wenn die Zahl aus mehreren Wörtern besteht, wird sie mit Bindestrichen geschrieben. Einige Beispiele:

unua – erste(r/s)
tria – dirtte(r/s)
dek-unua – elfte(r/s)
kvardek-sesa – 46te
cent-okdek-kvina – 185te
sesmil-okcent-sepdek-kvara – 6874te

Abgekürzt schreibt man keinen Punkt wie im Deutschen hinter die Ziffern, sondern a oder an für den Akkusativ: 4a, 567a, li ricevis lian 2an gitaron (er erhielt seine zweite Gitarre).

Vokabeln

angla – englisch
deziri – wünschen
dolaro – Dollar
gajni – verdienen, gewinnen
kosti – kosten
lasta – letzter, letztes
latina – lateinisch
maro – Meer
mejlo – Meile
necesa – erforderlich, notwendig
noto – Note
pafi – feuern, schießen
pafarko – Schießbogen (als Schusswaffe)
parto – Teil
peni – sich bemühen, sich anstrengen
traduki – übersetzen
sago – Pfeil
sama – gleich

Alfredo la Granda kaj la libro (Leseübung)

Antaŭ pli multe ol mil jaroj vivis Alfredo la Granda, unu el la plej interesaj personoj pri kiuj ni estas aŭdintaj. Li estis la unua angla reĝo, kiu deziris legi librojn. Li estis ankaŭ la lasta, kiu povis legi ilin, ĝis post multaj jaroj. Unu tagon, dum li estis malgranda knabo kun flavaj buklaj haroj, lia patrino, tre saĝa reĝino, montris al li kaj al liaj fratoj belegan libron. Ŝi diris ke la libro kostis multe da mono en lando trans la maro, kaj ke ĝi nun apartenas al ŝi. Si diris „Miaj filoj, mi donos ĉi tiun libron al tiu el vi, kiu lernos legi ĝin. Kiu el vi estos la unua, kiu povos legi? Tiu ricevos la libron.“

Nu, Alfredo komencis studi, kaj post ne longe li gajnis la belegan libron. Liaj fratoj eĉ ne penis gajni ĝin. Tiam oni tre malmulte pensis pri libroj. La reĝoj kaj iliaj filoj nur malofte povis legi, kaj treege malofte povis skribi. Oni laŭdis nur personojn, kiuj bone rajdis kaj batalis per sagoj kaj pafarkoj. Sed oni opiniis ke tute ne estis necese scii pri la aferoj, kiujn la libroj rakontas. Tial Alfredo ne ricevis laŭdon pro sia deziro por legi.

La sesan aŭ sepan jaron post sia ricevo de la libro, Alfredo volis lerni la latinan lingvon, ĉar tiam oni skribis latine („auf Latein“) la librojn, kiuj estis plej bonaj. Oni serĉis ĝis la finoj de la lando, kaj iris multajn mejlojn, sed preskaŭ ne povis trovi personon, kiu eĉ estis aŭdinta pri tia lingvo. Fine oni trovis personon por helpi Alfredon, kiu tiam lernis la latinan lingvon. Tiu sama Alfredo estis reĝo multajn jarojn, kaj estis unu el la plej bonaj reĝoj, kiujn la angla lando estas havinta. Alfredo skribis librojn en la latina lingvo, kaj ankaŭ tradukis latinajn librojn en la anglan lingvon.


Übersetzungsübung

  1. 37ste, 59ste, 73ste, 92ste, 846ste, 119te, 1274ste, 1910te, 14.235ste
  2. Bevor mein Freund diese Villa fertig gebaut haben wird, wird es 20.000 Dollar gekostet haben.
  3. Bevor ich dich besuche, werde ich zwölf Meilen auf meinem Pferd geritten sein.
  4. Die Note, die du bald nach dem ersten März bekommen haben wirst, wird ausgezeichnet sein.
  5. Du machst nicht oft Fehler in den Lektionen.
  6. Ich werde in ein paar Minuten versuchen, dieses Lateinbuch zu übersetzen, weil es interessant (zu sein) scheint.
  7. Es ist notwendig, Latein zu lernen, denn ich wünsche die Geschichten zu lesen, die in meinem Lateinbuch sind.
  8. Das 1904. Jahr war ein Schaltjahr.
  9. Das 4. Jahr nach jenem war auch ein Schaltjahr.
  10. Das 2012. Jahr wird ein Schaltjahr sein.
  11. Es hat 366 Tage in so einem Jahr.
  12. Alfred gewann das Buch, das seine Mutter gekauft hatte.
  13. So ein Buch kostet 400 oder 500 Dollar.
  14. Alfred der Große war der letzte König bis viele Jahre später, der lesen und schreiben konnte.
  15. Er war der erste König in diesem Land, der sogar wünschte Bücher lesen zu können.
  16. Wir reden oft über den selben König Alfred und sagen, er sei der Vater der englischen Sprache gewesen.
  17. Er ist jener, dessen Bücher du im neunten Schuljahr gelesen hast.



Kapitel 32

„Kia“ als Relativum

1. Das Fragewort kia („was für ein“) wird auch zur Einleitung eines Relativsatzes gebraucht. Es bezieht sich auf ein vorhergehendes tia, sama etc. und kann mit „wie“ oder als „normaler“ Relativsatz übersetzt werden.

Mi havas tian libron, kian mi volas. – Ich habe so ein Buch, wie ich will.
Tiaj amikoj, kiajn vi havas, estas afablaj. – Solche Freunde wie du hast sind liebenswürdig.
Li deziras tian ĉapelon, kia kostas ses dolarojn. – Er möchte so eine Mütze, die sechs Dollar kostet.
Mi havas la saman deziron, kian vi. – Ich habe den gleichen Wunsch wie du (den du hast).

Zusammengefasst kann gesagt werden: Auf tia (und andere qualitativen Ausdrücke) folgt kia.

„Kie“ als Relativum

2. Auch das Fragewort kie(n) (kie = wo; kien = wohin) kann zur Einleitung eines Relativsatzes gebraucht werden, in dem der vorher genannte Ort wieder aufgenommen wird. Am besten verständlich wird dies mit einigen Beispielen:

Mi iros tien, kie vi estas. – Ich werde dorthin gehen, wo du bist.
Mi estis tie, kien vi iros. – Ich war dort, wohin du gehen wirst.
Mi trovis lin en la urbo, kie li loĝas. – Ich find ihn in der Stadt, wo (in der) er wohnt.
Ĉu vi venos ĉi tien, kie ni estas? – Wirst du hierher kommen, wo wir sind?

Das Partizip Futur Aktiv

3. Das Partizip Aktiv für nachfolgende, in der Zukunft stattfindende Aktionen endet auf -onta. Wörtlich heißt zum Beispiel vidonta „ein(e) sehen-werdende(r)“, eine gute Übersetzungsmöglichkeit ist „im Begriff, zu sehen“.

La virino salutonta vin estas tre afabla. – Die Frau, die dich gleich grüßen wird, ist sehr nett.
La venonta monato estas marto. – Der kommende Monat ist März.

Wie alle zusammengesetzten Formen ist diese nicht gebräuchlich in der gesprochenen Sprache.

Umschreibende Futur-Aktiv-Formen

4. Mit Hilfe einer konjugierten Form von esti in der Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft und dem Partizip Futur Aktiv (oder Passiv, siehe Kapitel 42), kann etwas ausgedrückt werden, das im Begriff zu geschehen war/ist/sein wird. So kann man sehr genaue Zeitabfolgen beschreiben.

Umschreibendes Futur im Präsens
mi estas vidonta
ich bin im Begriff, zu sehen
Umschreibendes Futur im Imperfekt
vi estis vidonta
du warst im Begriff, zu sehen
Umschreibendes Futur der Zukunft
ni estos vidontaj,
wir werden im Begriff sein, zu sehen

Das Suffix „-ind-“

5. Das Suffix -ind- entspricht dem deutschen „-wert“ oder „-würdig“:

dezirinda – wünschenswert
rimarkinda – bemerkenswert
laŭdinda – lobenswert
ridinda – lächerlich („lachwürdig“)
mallaŭdinda – tadelnswert
tradukinda – wert, zu übersetzen

Direkt vom Wortstamm abgeleitet werden folgende Wörter: inda (wert), malinda (nicht wert), indo (Wert), usw.

Vokabeln

ankoraŭ – noch
ataki – angreifen, attackieren
bati – schlagen
certa – bestimmt, gewiss
defendi – abwehren, verteidigen
difekti – beschädigen
edzo – Ehemann
fajro – Feuer
flari – riechen
gasto – Gast
ho! – Oh!
krii – schreien
kruela – grausam
kuko – Kuchen
ligno – Holz
suspekti – verdächtigen, befürchten

Alfredo la Granda kaj la kukoj (Leseübung)

Unu fojon antaŭ pli multe ol mil jaroj, soldatoj venis de trans la maro por ataki la anglan reĝon Alfredon la Grandan. Ili nek konis nek malamis lin, sed ili sciis ke li estas persono kies landon ili deziras gajni. Ĉi tiuj malamikoj estis venintaj tiel subite ke Alfredo ne estis preta por defendi sian landon kontraŭ ili. Tial li forkuris kelkajn mejlojn de la urbo, kaj sin kaŝis en granda arbaro malantaŭ vilaĝo. Anstataŭ porti reĝajn vestojn li aĉetis tiajn ĉifonojn kiajn kamparanoj kaj malriĉuloj portas.

Li loĝis ĉe malriĉa sed laŭdinda kamparano, kiu ne konis la reĝon, kaj tute ne suspektis kia persono lia gasto estas. Unu memorindan tagon Alfredo estis sidanta apud la fajro, kaj estis rigardanta siajn sagojn kaj pafarkon dum li pensis malĝoje pri sia lando. La edzino de la arbarano demandis „Ĉu vi ankoraŭ sidos tie dekkvin aŭ dudek minutojn?“ „Jes,“ respondis la reĝo. Ŝi diris „Nu, estos necese fari pli varmegan fajron por tiaj kukoj kiajn mi nun estas bakonta. Ĉu vi gardos tiujn kukojn kiuj nun estas super la fajro, dum mi kolektos pli multe da ligno?“ Alfredo respondis „Certe mi gardos ilin kontraŭ la fajro.“

La virino serĉonta lignon foriris en alian parton de la arbaro, kie estis multe da ligno, kaj la reĝo penis zorgi pri la kukoj. Sed baldaŭ li forgesis ilin, kaj la fajro ilin difektis. Kiam la virino venis kaj flaris la kukojn ŝi kriis „ho, vi riproĉinda viro! Kvankam vi ankoraŭ sidas tie, vi ne pensas pri la kukoj, kaj la fajro estas difektinta ilin!“ Ŝi estis kruele batonta la reĝon, kiam li diris al ŝi kiu li estas, kaj kial li forgesis la kukojn. Tiam ŝi tre hontis, kaj anstataŭ mallaŭdi lin ŝi volis esti ankoraŭ pli bona al li.


Übersetzungsübung

  1. Alfred der Große war ein lobenswerter König, der vor mehr als tausend Jahren lebte.
  2. Die Leute reden noch von ihm, weil er nicht nur viele Bücher aus dem Lateinischen auf Englisch übersetzte, sondern auch auf Englisch schrieb.
  3. Er wollte den armen Bauern (Landbewohner) noch mehr helfen.
  4. Aber Feinde griffen ihn oft an und schließlich besiegten sie seine Soldaten.
  5. Dann beeilten sie sich dorthin, wo Alfred war.
  6. Sie waren im Begriff ihn anzugreifen als er heimlich (kaŝe) wegritt in einen großen Wald.
  7. Dort verharrte er einige Zeit im Hause eines armen Waldbewohners.
  8. Er trug solche Klamotten wie ein Landbewohner normalerweise trägt und sagte dem Förster nicht, wer er ist.
  9. Eines Tages saß er beim Feuer und fragte sich: „Wird der Feind meine Soldaten nächste Woche besiegt haben?“
  10. Die Frau des Försters fragte: „Werden Sie noch einige Minuten dort sitzen und auf diese Kuchen aufpassen? Ich gehe (bin im Begriff zu) mehr Holz sammeln.“
  11. Er antwortete: „Sicher, ich werde versuchen, Ihnen zu helfen.“
  12. Aber als die Frau nach ein paar Minuten die Kuchen roch, wusste sie, dass das Feuer sie beschädigt hatte.
  13. Sie rief aus: „Oh, was für ein tadelnswerter Mann!“
  14. Sie begann, den König grausam zu schlagen, aber er verteidigte sich nicht.
  15. Aber er sagte ihr, wer er war.



Kapitel 33

„Kiam“ als relatives Adverb

1. Das zeitliche Fragewort kiam (Kap. 27 #1) wird auch als temporales Relativum gebraucht. Im Satz, auf den sich der von kiam eingeleitete Nebensatz bezieht, steht tiam oder eine andere zeitliche Angabe. Übersetzen kann man kiam mit wenn oder als:

Li defendis sin tiam, kiam oni atakis lin. – Er verteidigte sich dann, als er angegriffen wurde.
Mi ankoraŭ sidos tie ĝis kiam vi venos. – Ich werde noch da sitzen bis („wenn“) du kommst.
Post kiam li tiel laŭte kriis, li komencis plori. – Nachdem er so laut schrie, begann er zu weinen.

Kiam steht auch nach Präpositionen wie post, ĝis etc. wenn sie als zeitliche Konjunktionen gebraucht werden.

„Kiel“ als relatives Adverb

2. Das Fragewort kiel (Kap. 29 #1) wird auch gebraucht, um einen Relativsatz einzuleiten. Davor steht ein Adverb der Art und Weise, wie zum Beispiel tiel oder same. Kiel wird wie gewohnt mit wie übersetzt:

Mi defendis min tiel, kiel li defendis sin. – Ich verteidigte mich so wie er sich verteidigte.
Vi ne estas tiel kruela kiel li. – Du bist nicht so gemein wie er.
Ili batis lin same kiel vi. – Sie schlugen ihn gleich wie du.
Ili batis lin same kiel vin. – Sie schlugen ihn gleich wie dich.
Kiel mi diris al li, mi estas feliĉa. – Wie ich ihm sagte, bin ich glücklich.
Li parolis tiel mallaŭte kiel antaŭe. – Er sprach so leise wie zuvor.
Ŝi estas tiel bona kiel ŝi estas bela. – Sie ist so gut wie sie schön ist.

Numerische Nomen und Adverbien

3. Aus den Kardinalzahlen können Nomen geformt werden, indem man die Nomen-Endung -o anhängt. Nach solchen Nomen werden die Präpositionen da oder de benutzt.

unuo – eine Eins
kvaro – ein Quartett
trio – ein Trio
dekduo – ein Dutzend
cento – ein Hunderter
milo – ein Tausender

Anmerkung: Die Präpositionen „da“ und „de“ folgen Nomen (Kap. 22 #4, Kap. 22 #5) oder Adverbien (Kap. 23 #1), während „el“ Adjektiven in der Superlativsteigerung (Kap. 17 #3), Kardinalzahlen (Kap. 29 #5) und den Pronomen tiu, kiu (Kap. 24 #1) folgt. Zum Beispiel: „dekduo da ovoj“ – ein Dutzend Eier. „Dekduo de la ovoj“ – ein Dutzend der Eier. „Dek du el tiuj ovoj“ – zwölf von diesen Eiern. „Kiu el la ovoj?“ – Welches der Eier? „Kiu el la ovoj?“ – Welches von diesen Eiern? „Tiu el la ovoj“ – dieses dort der Eier. „La plej freŝa el la ovoj“ – das frischste der Eier.

4. Auch Zahl-Adverbien kann man einfach bilden, indem man -e an die Kardinalzahl anhängt:

unue – zuerst, erstens
due – zweitens
okdek-kvare – vierundachtzigstens

Wortableitungen von Präpositionen

5. Adjektive, Verben, Nomen und Adverbien können auch von Präpositionen abgeleitet werden, indem man die Endung für die jeweilige Wortart anhängt. Dazwischen kann auch noch ein Suffix stehen.

anstataŭi – ersetzen, einen Platz einnehmen
anstataŭulo – Ersatz(mann)
antaŭa – vorherig, vorangehend
apuda – nahe
ĉirkaŭi – umgeben
ĉirkaŭo – Umkreis, Bezirk
kontraŭa – gegenteilig, gegenüber, entgegengesetzt
kontraŭulo – Gegner
kunulo – Bekannter
superi – übertreffen, höher sein
superege – außerordentlich

Vokabeln

adiaŭ – ade, tschüss
akcepti – akzeptieren
elekti – auswählen
festi – feiern, festlich begehen
ganto – Handschuh
ĝentila – höflich
inviti – einladen
ĵus – just, geradeeben
kuzo – Cousin, Vetter
malgraŭ – trotz, ungeachtet
paro – Paar
pendi – hängen
prezo – Preis
renkonti – treffen
ŝuo – Schuh
uzi – benutzen

Anmerkung: Das Adverb „ĵus“ bedeutet das Verstreichen einer sehr kurzen Zeitspanne seit einer Handlung oder Bedingung oder zwischen zwei Handlungen oder Bedingungen. „Ni ĵus venis“ – wir kamen gerade eben (wir kamen vor nur einem Moment). „Mi havas la saman opinion kian vi ĵus diris“ – Ich habe die selbe Meinung, die Du eben gesagt hast. „Mi vidis lin ĵus kiam li estis forironta“ – Ich sah ihn als er eben im Begriff war zu gehen. „Ĵus kiam vi venis li foriris“ – Eben als Du kamst ging er fort.

La invito (Leseübung)

Hieraŭ matene mia kuzo vizitis ĉe ni, kaj invitis min al malgranda festo kiu okazos morgaŭ vespere. Tiam li festos la lastan tagon de la jaro. Li diris ke la gastoj sidos ĉirkaŭ la fajrejo kaj rakontos rakontojn ĝis malfrua horo. Mi akceptis lian ĝentilan inviton, kaj diris ke mi certe venos. Mia kuzo loĝas en la sama urbo kie nia familio loĝas, sed en alia parto. Lia hejmo estas preskaŭ du mejlojn de la nia. Tamen, ni estas bonaj kunuloj, kaj ofte promenas kune. Ĵus kiam li estis elironta el la pordo hieraŭ, mi uzis la okazon („Gelegenheit“) por proponi mallongan promenon. Li respondis ke li ĝoje promenos kun mi, malgraŭ la neĝa vetero. Tial ni formarŝis tien, kie la stratoj estis malplej kotaj. La kuzo havas dek ok jarojn, sed mi estas preskaŭ tiel alta kiel li. Mi estas certa ke mi estas ankaŭ tiel forta kiel li. Ni parolis pri multaj interesaj aferoj, kaj bonege nin amuzis, ĝis kiam estis necese hejmen iri. La kuzo diris „adiaŭ,“ kaj iris rekte hejmen, sed mi iris al granda butiko. Unue, mi volis aĉeti paron da novaj gantoj, por anstataŭi la malnovajn gantojn kiujn mi ankoraŭ estis portanta, kvankam mi aĉetis ilin antaŭ tri monatoj. Due, mi bezonis paron da novaj ŝuoj. Mi iris en la butikon kie pendis tiaj gantoj, kiajn mi ŝatas, kaj oni tuj venis por renkonti min, kaj demandis „Kiajn vestojn vi volas aĉeti?“ Oni montris al mi preskaŭ dudekon da paroj da gantoj. Mi elektis tre bonan paron, kaj estis ĵus aĉetonta ilin, malgraŭ la tro granda prezo, kiam mi vidis alian pli belan paron. Tial mi aĉetis ĉi tiun, kaj poste mi rigardis la ŝuojn. Mi trovis rimarkinde bonan paron, ĉar estas centoj da ŝuoj en tiu butiko. Mi tuj aĉetis tiun paron, kaj tiam hejmen iris.


Übersetzungsübung

  1. Mein Freund lebt gerne in der Stadt, aber seine Frau lebt lieber in ihrem Holzhaus auf dem Land.
  2. Dort kann sie die Blumen sehen und riechen und sie kann lange Spaziergänge machen im nahen Wald.
  3. Es hat oft hunderte von Personen in einem Dorf, aber in einer Stadt hat es tausende.
  4. Je größer eine Stadt ist, desto besser sind ihre Läden.
  5. Zweitens kann man in der Stadt besseres Brot, Gemüse und Kuchen kaufen.
  6. Drittens kann man dort auch bessere Handschuhe, Hüte und Schuhe finden und der Preis ist oft tiefer.
  7. Darum nutze ich die Gelegenheit wenn ich in die Stadt gehe und kaufe normalerweise ein neues Paar Handschuhe.
  8. Ich trage immer noch ein Paar Handschuhe, die der Regen kaputt gemacht hat.
  9. Trotz ihrer hässlichen Farbe sind sie noch dick und gut.
  10. Aber bald werde ich solch ein Paar kaufen, wie es im Schaufenster dieses Ladens hängt.
  11. Der Preis ist tief und ich brauche jetzt ein neues Paar, weil mein Cousin mich zu einer kleinen Feier (festo) in sein Haus eingeladen hat.
  12. Ich akzeptierte seine Einladung höflich und sagte, ich wäre gern sein Gast.
  13. Wir sind gute Bekannte, obwohl er jünger als ich ist.
  14. Meine Cousine, seine Schwester, ist älter als er, aber er ist so groß wie sie.
  15. Ich war gerade im Begriff, ihm einen Brief zu senden in der Minute als er an die Tür klopfte.
  16. Sein Besuch wird meinen Brief ersetzen.
  17. Als er wegging, sagte ich Tschüss zu ihm und sagte, dass ich ihn morgen im Park sehen würde.
  18. Ich denke, wir werden einen angenehmen Spaziergang haben, obwohl das Wetter immer noch ziemlich kalt ist, so wie vor zwei oder drei Monaten.



Kapitel 34

Präposition als Präfix

1. Jede Präposition kann als Präfix (Vorsilbe) für ein Verb dienen, vorausgesetzt die Zusammensetzung ist klar verständlich. Hier einige Beispiele (die Vorsilben sind bei den Übersetzungen zur Verdeutlichung abgetrennt):

alveni – an-kommen
aldoni – hinzu-geben
antaŭdiri – voraus-sagen
ĉirkaŭpreni – um-fassen
ĉeesti – da sein
dependi – ab-hängen
depreni – weg-nehmen, ab-ziehen
enhavi – bein-halten
eliri – hinaus-gehen
interparoli – sich unter-halten
kontraŭdiri – wider-sprechen
kunveni – zusammen-kommen
priskribi – be-schreiben
subteni – unter-stützen
surmeti – darauf-stellen
traguti – durch-tropfen, durch-dringen
travidi – hindurch-sehen
transiri – über-queren

Von den Verben können natürlich auch Adjektive, Nomen und Adverbien abgeleitet werden (siehe Wortbildung Kap. 25 #5).

Anmerkung: Wie im Deutschen hat die Präposition el als Präfix auch die Bedeutung von fertig, beispielsweise eltroviherausfinden, ellerniauslernen, eluziaufbrauchen.

Das Suffix „-ebl-“

2. Mit dem Suffix -ebl- Kann man Adjektive, Adverbien, usw. bilden, die eine Möglichkeit ausdrücken, gleich dem Deutschen -bar oder -lich.

rompebla – zerbrechlich
legebla – lesbar, leserlich
videbla – sichtbar
manĝebla – essbar
travidebla – transparent, durchsichtig

ebl- kann auch als eigener Stamm gebraucht werden:

ebla – möglich
eble – möglicherweise, eventuell, vielleicht
ebleco – Möglichkeit

Das Höchstmögliche

3. Das Adverb plej („am meisten“, siehe Vergleich von Adjektiven Kap. 17 #2) drückt zusammen mit kiel eble („wie möglich“) den höchstmöglichen Grad aus:

Ĝi estas kiel eble plej bona. – Es ist das Bestmögliche.
Ni estos kiel eble plej saĝaj. – Wir werden so weise wie möglich sein.
Li uzis kiel eble plej malmulte. – Er brauchte so wenig wie möglich.
Mi skribis kiel eble plej legeble. – Ich schrieb so leserlich wie möglich.

Titel und Anrede

4. sinjor(in)o, Herr beziehungsweise Frau, werden wie im Deutschen dem Nachnamen vorangestellt. Sie können aber auch wie zum Beispiel im Französischen Bonjour, madame alleinstehend gebraucht werden.

Sinjorino B., ĉu vi konas tiun sinjoron kun Sinjorino C.? – Frau B., kennen Sie diesen Herrn mit Frau C.?
Mi ne konas tiun sinjoron. – Ich kenne diesen Herrn nicht.
Kien vi volas iri, sinjorino? – Wohin wollen Sie gehen, meine Dame?

Vokabeln

atenta – aufmerksam
aŭskulti – anhören, zuhören
babili – plaudern
doktoro – Doktor
fraŭlo – Junggeselle
gaja – fröhlich, heiter
grupo – Gruppe
onklo – Onkel
sana – gesund
senti – fühlen, empfinden
sinjoro – Herr
ŝtupo – Stufe
taso – Tasse
vojaĝo – Reise

Ĉe la festo (Leseübung)

Hieraŭ vespere mi iris al la hejmo de mia kuzo, kiu estis invitinta min al malgranda festo ĉe li. Ĉar mi deziris alveni kiel eble plej frue, mi foriris de mia loĝejo kiel eble plej baldaŭ, malgraŭ la neĝa vetero. Mi estis surmetinta paron da dikaj gantoj, kaj mi portis dikajn ŝuojn. Mi ankaŭ havis mian ombrelon, kvankam pro la vento mi ne povis uzi tiun. Tuj kiam mi supreniris la ŝtuparon ĉe la hejmo de la kuzo, li aŭdis min, kaj venis por malfermi la pordon kaj akcepti min. „Bonan vesperon, kia estas via sano?“ li diris. Mi respondis „Mi sanas bonege, dankon,“ kaj eniris la domon kun li. Ni supren iris per granda ŝtuparo al ĉambro kie mi lasis la ĉapelon, gantojn kaj ombrelon, tiam ni malsupren venis kaj eniris la salonon. Mi salutis la onklinon, kiu afable parolis al mi, kaj ankaŭ la du kuzinojn. Unu kuzino estis ĵus priskribonta interesan libron, kiun ŝi antaŭ ne longe tralegis, kiam la aliaj gastoj komencis alveni. Sinjoro B. ĉeestis, kaj Doktoro C., kun sia filino sinjorino Maria, kaj multaj aliaj sinjoroj kaj sinjorinoj. La gastoj sidis aŭ staris en malgrandaj grupoj, kaj interparolis kun videbla plezuro. Unu rakontis pri vojaĝo, kaj tiam oni komencis priparoli la prezojn en aliaj landoj. Mi atente aŭskultis kelkajn minutojn, kaj poste foriris al alia grupo, kie oni gaje babilis pri estontaj (zukünftige) promenoj kaj festoj. Post unu aŭ du horoj, la servistinoj alportis al ni bonan malgrandan manĝon, kune kun bonega kafo. Fine, je malfrua horo ni ĝentile dankis al la familio de mia kuzo, kaj diris „adiaŭ“. Tiam ni foriris hejmen, kun sentoj de granda plezuro pro la agrabla festo.


Übersetzungsübung

  1. Es gibt dutzende von essbaren Früchten, aber die Früchte von hunderten von Bäumen überhaupt sind nicht essbar.
  2. Die durchsichtige Kanne auf dem Tablett ist sehr zerbrechlich.
  3. Ich sage voraus, dass du sie zerbrechen wirst, sobald du danach greifst.
  4. Dieser Brief ist lesenswert.
  5. Aber er ist schwierig zu lesen, er ist nicht sehr lesbar.
  6. Er ist von meinem Onkel, der so früh wie möglich zu uns kommen will.
  7. Er ist noch in der Stadt, aber bald wird er hier sein, die Stufen hinaufsteigen und an die Tür klopfen.
  8. Es gibt sehr wenige Leute, die seinen Ansichten widersprechen.
  9. Seine Ansichten sind jedenfalls „beachtenswürdig“ und normalerweise höre ich höflich zu wenn er spricht.
  10. Jetzt aber höre ich lieber der Gruppe von Damen im nebenanliegenden Zimmer zu.
  11. Sie schwatzen fröhlich und hören der jungen Dame zu, die im Begriff ist, zu singen.
  12. Meine Dame, spüren Sie den Wind? Ich beobachte, dass er die Vorhänge, die vor diesem Fenster hängen, wegbläst.
  13. Ich werde das Fenster schließen, denn mir geht es heute nicht sehr gut („ich bin heute nicht sehr gesund“).
  14. Ist dieser Herr dort drüben ein Autor (aŭtoro)?
  15. Ja. Er beschreibt gerade eine Reise und die Leute die er getroffen hat.



Kapitel 35

„kiom“ als Relativum

1. Das Fragewort kiom (siehe Kap. 30 #1) wird auch gebraucht als Relativ-Adverb der Menge. Wenn im Hauptsatz tiom steht, muss man auch zur Einleitung des Nebensatzes ein Relativum auf -iom verwenden, also kiom (wörtlich: so viel, wie viel). Im Deutschen wird dies dagegen mit so viel wie ausgedrückt:

La taso enhavis tiom da kafo, kiom mi povis trinki. – In der Tasse hatte es so viel Kaffee, wie ich trinken konnte.
Mi havos tiom da tempo, kiom mi bezonos. – Ich werde so viel Zeit haben, wie ich brauche.
Li sendis tiom, kiom vi volis. – Er sendete so viel (wie) du wolltest.

Partizip Präsens Passiv

2. Das Partizip Präsens Passiv (Präsens Aktiv siehe Kap. 24 #3) ist eine Form, die im Deutschen nicht existiert. Sie bezeichnet etwas, womit gerade etwas passiert. Sie endet auf -ata.

La laŭdata knabo estas feliĉa. – Der gelobte Junge ist glücklich.
Mi serĉos la deziratan libron. – Ich werde das gewünschte Buch suchen.
La vestoj farataj por vi estas belaj. – Die Kleider, die für dich gemacht werden, sind schön.
Hundo amata. – Ein Hund, der geliebt wird. / Ein geliebter Hund.

Brüche

3. Mathematische Brüche werden gebildet, indem man -ono an die Kardinalzahlen anhängt: dekono, ein Zehntel.

La duono de ses estas tri. – Die Hälfte von sechs ist drei.
Li estis nur duone atenta. – Er war nur halb anwesend.
La triona parto de ses estas du. – Ein Drittel von sechs ist zwei.
Dek unu dekduonoj – Elf Zwölftel
Mi dudekone finis la laboron. – Ich habe die Arbeit zu einem Zwanzigstel beendet.

Zusammengesetzte Wörter mit Adjektiven/Adverbien

4. Die Endung (-a oder -e) kann weggelassen werden, wenn das zusammengesetzte Wort dadurch nicht seltsam klingt oder schwierig auszusprechen ist. Solche zusammengesetzte Wörter lassen sich in drei Gruppen gliedern:

a) Adverb plus Adverb oder Adjektiv (als Adverbien gelten hier alle unveränderlichen Wörter):

multekosta – teuer
duonkolere – halb wütend
nevidebla – unsichtbar
nevole – ungewollt
ruĝflava (ruĝeflava) – rötlich gelb
survoje – unterwegs
antaŭhieraŭ – vorgestern
postmorgaŭ – übermorgen

b) Adjektiv plus von einem Nomen abgeleitetes Adverb oder Adjektiv:

samtempa – gleichzeitig
unufoje – einmal
trifoje – dreimal
unutaga – „eintäglich“
unuataga – „ersttäglich“
frutempe – zu früher Stunde

c) Nomen als zweiter Teil: (Das zusammengesetzte Wort hat eine etwas andere Bedeutung als Nomen mit vorangestelltem Adjektiv.)

bonveno – Willkommen (≠bona veno, gutes Kommen)
libertempo – Ferien, Freizeit (≠libera tempo, freie Zeit)
superjaro – Schaltjahr (≠super jaro, über ein Jahr)
bondeziroj – beste Wünsche, Glückwünsche (≠bonaj deziroj, gute Wünsche)
plimulto – Mehrheit

Vokabeln

ĉino – Chinese
jam – schon
klera – aufgeklärt, gebildet
komerco – Handel
lanco – Lanze, Speer
libera – frei
metodo – Methode
nacio – Nation
paĝo – Seite
presi – abdrucken, prägen
pulvo – Schießpulver
ŝanĝi – ändern
teo – Tee
teda – lästig, überdrüssig

Anmerkung: Das Adverb jam bezeichnet einen Wechsel von einem vorhergehenden Zustand (oder einer Aktion) zu einem unterschiedlichen neuem Zustand. Der neue Zustand wird in dem Satz, Gliedsatz oder Ausdruck beschrieben, welcher das Wort jam enthält. Dies kann meist mit „bereits“ oder „schon“ übersetzt werden. Mi jam vidis lin: Ich habe ihn bereits gesehen. Ĉu vi jam trovis ĝin? Ne, mi ankoraŭ ne trovis ĝin: Hast du es schon gefunden? Nein, ich habe es noch nicht gefunden. Li jam ne vivas: Er ist schon verstorben (er lebt bereits nicht mehr). Jam ne neĝas: Es hat aufgehört zu schneien.

La ĉinoj (Leseübung)

Antaŭ miloj da jaroj la ĉinoj estis la plej klera nacio en la mondo. Dum aliaj nacioj ankoraŭ ne konis metodojn por presi librojn, kaj ankoraŭ faris ilin skribe, la samtempaj ĉinoj jam estis forlasintaj tiun multekostan kaj tedan metodon. Ili jam estis presantaj la paĝojn de miloj da libroj. Aliaj nacioj tiam estis batalantaj kiel eble plej kruele, per sago kaj pafarko, kaj per lanco. Sed ili ankoraŭ ne havis pafilojn, ĉar pulvo estis tute nekonata al ili. Tamen la ĉinoj jam bone konis metodojn por fari kaj por uzi pulvon, kaj faris tiajn amuzajn flavruĝajn fajrojn, kiajn ni ankoraŭ hodiaŭ aĉetas de ili, por uzi je festaj tagoj. Sed la ĉinoj ne multe ŝatis la komercon, kaj ne deziris aĉeti aŭ lerni de aliaj nacioj. Ili ankoraŭ nun havas la samajn metodojn por presi librojn kaj por fari pulvon, kiajn ili havis antaŭ mil jaroj. Ili malofte ŝanĝas siajn kutimojn. Tial la aliaj nacioj, kiuj antaŭe ne estis tiel kleraj, antaŭeniras pli rapide ol la ĉinoj. La lando de la ĉinoj enhavas tiom da personoj, kiom tri aŭ kvar aliaj nacioj. Granda parto de tiu lando estas ankoraŭ nekonata al okcidentaj nacioj, kvankam plej multe da nia teo elvenas el la ĉina lando. Oni diras ke la parolata lingvo kaj la skribata lingvo de la ĉinoj estas du tre malsamaj aferoj. La lingvo estas almenaŭ treege malfacila, kaj post kiam oni estas longe studinta ĝin, oni tamen estas nur duone lerninta ĝin. Mi ĝojas tial ke la lingvoj studataj en la lernejoj de nia lando ne estas tiel malfacilaj kiel la ĉina lingvo. La latina kaj germana lingvoj estas sufiĉe malfacilaj, kvankam ili estas tre interesaj kaj ankaŭ konataj de la kleruloj en multaj landoj. La latina lingvo jam ne estas parolata lingvo.


Übersetzungsübung

  1. Warum lachen und reden die Personen in dieser fröhlichen Gruppe anstatt Herrn B. zuzuhören?
  2. Ich denke, dass der Doktor Geschichten über einen Junggesellen erzählt, der einst ein guter Freund von ihm war.
  3. Der Herr, über den gesprochen wird, [Partizipkonstruktion] wird uns vielleicht heute Abend besuchen.
  4. Meine Tante und mein Cousin werden herkommen und sich mit ihm unterhalten.
  5. Wir werden so viele Tassen Kaffee oder Tee trinken wie wir wollen.
  6. Er wird sagen „Wie steht es um ihre Gesundheit, gnädige Frau?“ und meine Tante wird halb-verärgert antworten, dass sie selten krank sei.
  7. Wir werden auf der Veranda sitzen, weil die Sonne immer noch scheint, obwohl sie schon untergeht.
  8. Diese junge Dame, die mit Frau C. kam, erzähl die bestmöglichen Geschichten.
  9. Sie sagt, dass die Chinesen schon eine aufgeklärte Nation gewesen seien vor Hunderten von Jahren, während andere Nationen immer noch grausam kämpften.
  10. Eine Methode um Bücher zu drucken, anstatt sie zu schreiben war eine Entdeckung der Chinesen.
  11. Sie druckten Bücher in ihren Druckereien vor tausend Jahren.
  12. Sie kannten auch Schießpulver, das sie herstellten und für solche Feiern wie wir an unseren Nationalfeiertagen benutzen, wenn wir Freizeit haben und uns amüsieren wollen.
  13. Aber die Chinesen haben diese Methoden nicht verändert.
  14. Ihre Wege des Handels, der Arbeit und der Freizeit sind dieselben wie schon vor langer Zeit.
  15. Solche eine Nation macht keine schnellen Fortschritte, auch wenn ihr Leben sehr lang ist.



Kapitel 36

Das Präsens Passiv

1. Das Präsens Passiv, das sich aus einer im Präsens konjugierten Form von esti (estas) und dem Partizip Präsens Passiv (auf -ata) zusammensetzt, bezeichnet eine Handlung, die gemacht wird. Vidi wird folgendermaßen konjugiert:

mi estas vidata – ich werde gesehen
vi estas vidata – du wirst gesehen
li (ŝi, ĝi) estas vidata – er (sie, es) wird gesehen
ni estas vidataj – wir werden gesehen
vi estas vidataj – ihr werdet gesehen
ili estas vidataj – sie werden gesehen

Der Gebrauch von „de“ zur Bezeichnung des Urhebers

2. Die Person oder die Sache, durch die etwas getan wird, wird mit einer Präpositionalgruppe eingeleitet durch de (im Deutschen analog „von“ oder „durch“) angegeben:

La lanco estas portata de mi. – Die Lanze wird von mir getragen.
La libroj estas jam presataj de li. – Die Bücher sind schon gedruckt durch ihn.
La vojoj estas kovrataj de neĝo. – Die Wege sind bedeckt von Schnee.
Ŝi estas laŭdata de la sinjoro. – Sie wird von dem Herrn gelobt.

Die allgemeine Bedeutung von „de“

3. Die Präposition de drückt grundsätzlich die Idee von Separation aus. Die Distanz kann räumlich oder zeitlich sein. Diese Bedeutung umfasst auch die Idee der Quelle, von der eine Verbindung oder der Besitz ausgeht, und auch die Idee des Urhebers (siehe oben). Die Präpositionalgruppe, die durch de eingeleitet wird, muss so im Satz platziert sein, dass Zweideutigkeit vermieden wird, oder es muss ein Adverb zur Verdeutlichung hinzugefügt werden.

La arbo estas malproksima de la domo. – Der Baum ist weit entfernt vom Haus.
Ĝi estas proksima de la ĝardeno. – Es ist nah vom Garten.
Mi prenas la libron for de la knabo. – Ich nehme das Buch dem Jungen weg (weg von dem Jungen).
Mi prenas la libron de la knabo. – Ich nehme das Buch des Jungen.
La afero dependas de vi. – Die Sache hängt von dir ab.

Wortableitung von ursprünglichen Adverbien

4. Adjektive, Verben und Substantive können von den ursprünglichen Adverbien (siehe Kap. 15 #2) sowie von Präpositionen (siehe Kap. 26 #3 und Kap. 33 #5) abgeleitet werden:

La nunaj metodoj – Die jetzigen Methoden
Mi adiaŭis lin per adiaŭa saluto. – Ich verabschiedete mich von ihm durch einen Abschiedsgruß. (siehe auch 273)
Ni faris tujan interŝanĝon. – Wir haben einen sofortigen Wechsel gemacht.
Ĉu li skribis jesan aŭ nean respondon? – Hat er eine affirmative oder eine verneinende Antwort geschrieben?
Anstataŭ nei, li respondis jese. – Anstatt zu verneinen, antwortete er bejahend.
La morgaŭa festo estos pli agrabla ol la hieraŭa. – Das morgige Fest wird angenehmer sein als das gestrige.
La tiamaj personoj estis liaj samtempuloj. – Die damals lebenden (damaligen) Personen waren seine Zeitgenossen.

Das Suffix „-ist-“

5. Das Suffix -ist- drückt einen Beruf oder eine Beschäftigung aus:

floristo – Florist
komercisto – Händler, Kaufmann
servisto – Bediensteter
okulisto – Augenarzt
presisto – Drucker
ŝtelisto – Dieb

Vokabeln

administri – administrieren, verwalten
antikva – antik
Eŭropo – Europa
grava – wichtig, ernst
itala – italienisch
kvadrata – quadratisch
monto – Berg
nomo – Name
proksima – nächst, nahe
reprezenti – repräsentieren
respubliko – Republik
tirano – Tyrann

Anmerkung: Die Worte „antikva“, „maljuna“, „malnova“, die alle manchmal mit „alt“ übersetzt werden können, dürfen im Gebrauch nicht verwechselt werden: Mi havas malnovan ĉapelon – „Ich habe einen alten Hut (einen Hut, der nicht neu ist)“. Li estas maljuna sinjoro – „er ist ein alter (gealterter) Herr“. Li estas malnova amiko mia – „er ist ein alter Freund von mir (eine Freundschaft von langer Dauer)“. La ĉinoj estis kleraj eĉ en la antikva tempo – „die Chinesen waren auch in alten Zeiten gebildet“. La antikvaj kleruloj jam sciis tre multe – „Die alten Gelehrten wussten schon sehr viel“. La maljuna sinjoro en la malnovaj vestoj estas antikvisto – „Der alte Herr mit den alten Kleidern ist ein Antiquar“.

Antikva respubliko (Leseübung)

La plej antikva respubliko en Eŭropo kuŝas en la norda parto de la bela itala lando, inter la maro kaj la rivero, proksime de la montoj. Ĝia nomo estas San Marino, kaj ĝi estas respubliko de antaŭ mil kvarcent jaroj. Kvankam la ĉirkaŭaj landoj kaj nacioj apartenis en antikva tempo al la tiamaj reĝoj, San Marino jam estis libera. Ĝiaj aferoj estas ankoraŭ administrataj tiel, kiel la anoj (Kap. 30 #5) volas, ne kiel unu aŭ alia reĝo aŭ tirano deziras. Dufoje en la jaro la anoj elektas personojn, kiuj administros la gravajn aferojn de la respubliko dum la sekvontaj ses monatoj. Kvardek ses el tiuj personoj reprezentas la anojn, kaj unu alia estas reĝo tiun duonon da jaro. Per tia metodo, la anoj estas bone reprezentataj, kaj la aferoj estas administrataj kiel eble plej saĝe. La tuta respubliko enhavas nur dudek du kvadratajn mejlojn da tero. En la respubliko kaj la tiea (Kap. 36 #4) urbo kiu havas la saman nomon, ne estas tiom da personoj kiom en multaj italaj urboj. Tamen ĉi tiu respubliko estas pli granda ol multaj antikvaj grekaj respublikoj. La grekaj respublikoj estis bonekonataj, kaj enhavis multe da kleruloj inter siaj anoj. Sed en la nuna tempo la grekoj havas reĝon. Oni ne trovas tre klerajn personojn en San Marino, tamen la laboristoj estas energiaj, kaj laboras kiel eble plej multe. La rikoltistoj plej ofte havas bonajn rikoltojn, kaj la plimulto da personoj estas treege kontenta kaj feliĉa. Oni ne pensas pri komerco aŭ eksterlandaj (Kap. 35 #4, a) aferoj kaj ne volas vojaĝi malproksimen de la bone amata hejmo. Oni preferas gaje amuzi sin ĉehejme (Kap. 35 #4, a), en la libertempo inter la rikoltoj, kaj la vivo tute ne ŝajnas malfacila aŭ teda.


Übersetzungsübung

  1. Die ernsten Angelegenheiten einer Republik werden von Personen geregelt, welche die Personen repräsentieren, die dort leben.
  2. Die Einwohner sind gut repräsentativer und so frei wie möglich.
  3. Aufgeklärte Menschen ziehen es oft vor, in einer Republik zu leben.
  4. Menschen, die einen guten König haben, sind sehr glücklich, aber diejenigen, welche einen schlechten König haben, sind so unglücklich wie möglich.
  5. Heutzutage (nuntempe) gibt es sehr wenige Tyrannen.
  6. Die Mehrheit der Könige von Europa sind lobenswert.
  7. Die Nation, die vor tausend Jahren am aufgeklärtesten war, war China.
  8. Die damaligen Chinesen hatten gute Drucker unter sich.
  9. Es heißt (Kap. 12 #2), dass die Chinesen soviel Tee trinken wie zwei oder drei zeitgenössische Nationen.
  10. Die älteste Republik in Europa heißt San Marino.
  11. Es ist nahe bei den Bergen [gelegen], im nördlichen Teil des vielgelobten Italien.
  12. Es beinhaltet nur 22 Quadratkilometer und ist darum eine der kleinsten Republiken der Welt.
  13. Vor vierzehnhundert Jahren war es schon eine Republik, und es ist immernoch dieselbe Republik.
  14. Die Einwohner sind temperamentvoll und geduldig und haben so viel zu essen, wie sie benötigen.
  15. Es gibt Bankiers und Ladenbesitzer und viele Arbeiter unter ihnen.
  16. Sie denken nicht über Handel nach oder verändern ihre Gewohnheiten sehr (multe).
  17. Nur selten machen sie ermüdende Reisen, sondern sie bleiben friedlich (pace) zu Hause.



Kapitel 37

Das Distributiv-Pronomen

1. Das (adjektivische) Distributiv-Pronomen ist ĉiu (jeder/jede/jedes). Der Plural ĉiuj entspricht dem Deutschen „alle“. Zwischen ĉiuj und einem Substantiv steht nie der bestimmte Artikel wie etwa in all die Dinge (englisch all the things, französisch toutes les choses). Folgende Konstruktion mit el+Artikel ist aber möglich: ĉiuj el la aferoj.

Anmerkung: „ganz“ wird übersetzt mit tuta.

Ĉiu, kiu studos, lernos. – Jede(r), der/die studiert, wird lernen.
Mi vidis ĉiun el ili, kaj parolis al ĉiu knabo. – Ich sah sie alle und sprach mit jedem Jungen.
Mi dankas vin ĉiujn! – Ich danke euch allen!
Ni ĉiuj estas reprezentataj. – Wir werden/sind alle repräsentiert.
Ĉiuj el la maristoj alvenis. – Alle Seefahrer kamen an.

Die possessive Form des Distributiv-Promomen „ĉies“

2. Das Distributiv-Pronomen hat eine possessive Form (die dem Genitiv entspricht): ĉies (deutsch „jedermanns“ oder umschrieben mit „von jedem“)

Li konas ĉies nomon. – Er kennt den Namen von jedem.
Ĉies opinio estis diversa. – Die Meinung von jedem war anders.
Kies voĉojn mi aŭdas? Ĉies. – Wessen Stimmen höre ich? Jedermanns.

Die Präposition „po“

3. Die Präposition po (je, pro, zu) wird hauptsächlich vor Kardinalzahlen benutzt und hat distributiven Charakter:

Li marŝas po kvar mejloj ĉiutage. – Er läuft jeden Tag (je) vier Meilen.
Mi aĉetis kafon po malalta prezo. – Ich kaufte Kaffee zu einem niedrigen Preis.
Mi aĉetis viandon po kvarono da dolaro por funto. – Ich kaufte Fleisch zu einem Vierteldollar pro Pfund.
La ĉapelisto aĉetas ĉapelojn pogrande. – Der Hutverkäufer kauft Hüte en-gros.

Abhängige Zusammensetzungen

4. Eine Wortzusammensetzung, deren erster Teil ein Substantiv ist, das eine präpositionale Verbindung zum zweiten Teil hat, nennt man eine „abhängige Zusammensetzung“. Wenn die zwei Wörter nicht zu einem vereint wären, würde dem ersten Element eine Präposition vorhergehen oder es wäre im Akkusativ. Die Endung -o des ersten Elements kann weggelassen werden.

Anmerkung: Ein Personalpronomen, das den ersten Teil einer solchen Zusammensetzung darstellt, kann die Akkusativ-Endung behalten um die Konstruktion anzuzeigen: sinlaŭdo (Eigenlob), sinekzameno (Selbstuntersuchung), sindefendo (Selbstverteidigung), sinkontraŭdira (widersprüchlich in sich selbst).

Abhängige Zusammensetzung mit Präposition Übersetzung
jarcento cento da jaroj Jahrhundert
manĝoĉambro ĉambro por manĝoj Esszimmer
noktomezo mezo de la nokto Mitternacht
paperfaristo faristo de papero Papiermacher
sunbrilo brilo de la suno Sonnenschein
tagmezo mezo de la tago Mittag
vespermanĝo manĝo je la vespero   Abendessen
ventoflago flago por la vento Wetterhahn

Vokabeln

ĉies – jedermanns (Kap. 37 #2)
ĉiu – jeder (Kap. 37 #1)
decidi – beschließen, entscheiden
devo – Verpflichtung, Zwang
fleksi – beugen, biegen, krümmen
genuo – Knie
intenci – beabsichtigen
juĝi – urteilen
lago – See
po – je, pro (Kap. 37 #3)
severa – streng
stango – Stange
sviso – Schweizer
vendi – verkaufen
Vilhelmo – Wilhelm
vorto – Wort

La ĉapelo sur la stango (Leseübung)

Antaŭ ol Svislando estis tiel libera kiel la nuna svisa respubliko, ĝiaj aferoj estis administrataj de personoj kiuj reprezentis aliajn naciojn. Ofte tiuj personoj estis kiel eble plej severaj juĝistoj al la svisoj. Unufoje plej kruela tirano estis administranta aferojn svisajn. Li elpensis rimarkindan metodon por montri sian povon (Macht), kaj por esti malagrabla al la svisoj. Li decidis meti sian ĉapelon sur altan stangon en la vendejo (hier: Marktplatz), en malgranda vilaĝo apud bela lago inter la altaj montoj. Li diris ke de nun tiu ĉapelo reprezentas lin, kaj portos lian nomon. Saluti la ĉapelon estos la grava devo de ĉiu persono en la vilaĝo. Estos ĉies devo ne nur saluti la ĉapelon, sed ankaŭ genufleksi (hier: einen Kniefall machen) antaŭ la stango. La tirano diris ke li forprenos la domon, la kampojn kaj tiom da mono, kiom li povos, de ĉiu vilaĝano aŭ kamparano kiu forgesos genufleksi. „Mi intencas sendi gardistojn,“ li diris, „kiuj rimarkos ĉu vi ĉiuj genufleksos kiam vi estas proksimaj de la stango.“ Je tagmezo alvenis gardistoj, por rimarki ĉu la necesaj salutoj estos farataj de ĉiuj, kaj por kapti ĉiujn svisojn kiuj ne genufleksis. Baldaŭ la kamparanoj komencis eniri la vendejon, por vendi legomojn po kiel eble altaj prezoj, kaj por aĉeti vestojn kaj aliajn aferojn po treege plej malaltaj prezoj. Ĉiu, kiu iris proksimen de la stango, zorge genufleksis antaŭ la ĉapelo de la malamata tirano, pro timo pri la hejmoj kaj la familioj. Fine, kamparano, kies nomo estis Vilhelmo Tell, eniris la vendejon, kaj staris du aŭ tri minutojn proksime de la stango, dum li diris kelkajn vortojn al amiko. Sed anstataŭ fari tujan saluton, aŭ genufleksi, li tute ne rigardis la stangon.


Übersetzungsübung

  1. Vorgestern saß mein jüngster Cousin auf meinem Knie und ich sagte ihm, dass ein Regenbogen (ĉielarko) aus Sonnenschein und Regen gemacht ist.
  2. Mein Cousin geht jeden Tag in die Schule, nachdem er zu Morgen gegessen hat (isst) im Esszimmer.
  3. Eine neue Schule wird gebaut, nicht weit vom Haus („Heim“) des Richters.
  4. Es ist die Pflicht meines Cousins, täglich zehn Seiten aus diesen Büchern zu studieren.
  5. Mein Cousin und ich entschieden gestern Abend (Kap. 21 #3), neue Hüte für uns zu kaufen.
  6. Wir beabsichtigen, morgen früh zum Huthändler zu gehen.
  7. Ich denke, dass alle Kleider zur Zeit zu einem niedrigen Preis verkauft werden.
  8. Während eines Besuchs bei einem Freund las ich ein interessantes Buch über das antike Europa.
  9. Es erzählt, dass vor mehreren Jahrhunderten ein ernster und gemeiner Tyrann die Angelegenheiten in der Schweiz regelte.
  10. Einmal legte er seinen Hut auf einen Pfosten auf dem Marktplatz und sagte, es sei jedermanns Pflicht, sich davor zu verbeugen.
  11. Diese üble Sache geschah in einem Dorf beim See und nicht weit von den Bergen, durch das man geht um nach Italien zu gelangen.
  12. Wilhelm Tell verbeugte sich nicht und schaute den den Tyrannen repräsentierenden Hut nicht einmal an.



Kapitel 38

Das distributive Adjektiv

1. Das „distributive Adjektiv“, das mit dem distributiven Pronomen ĉiu verwandt ist, heißt ĉia („jeder Art“)

Oni vendas ĉiajn fruktojn tie. – Dort verkauft man alle Arten von Früchten.
Estas ĉiaj personoj en la mondo. – Es gibt Menschen jeder Manier in der Welt.

Das Passiv der Vergangenheit

2. Die aus dem Partizip Präsens Passiv (auf -ata) und der Vergangenheit des Hilfsverbs esti (estis) zusammengesetzte Zeitform heißt „Imperfekt Passiv“. Diese Form bringt eine in der Vergangenheit getätigte Handlung zum Ausdruck. Vidi wird wie folgt konjugiert:

mi estis vidata – ich wurde gesehen
vi estis vidata – du wurdest gesehen
li/ŝi/ĝi estis vidata – er/sie/es wurde gesehen
ni estis vidataj – wir wurden gesehen
vi estis vidataj – ihr wurdet gesehen
ili estis vidataj – sie wurden gesehen

Zusammengesetzte Zeitformen von unpersönlichen Verben

3. Wenn unpersönlich benutzte Verben in einer zusammengesetzten Zeitform stehen, bekommt das Partizip die Endung -e wie Adverbien (siehe Kap. 30 #2):

Estis dirite, ke li atendu la matenon. – Es wurde gesagt, er solle den Morgen abwarten.
Tiel estis dirite. – So war es gesagt worden.
Estis vidate, ke ĉiu ploras. – Man sah, dass alle weinten.

Reziproke Ausdrücke

4. Das reziproke „einander“ oder „gegenseitig“ heißt auf Esperanto unu la alian, unu al la alia (etc.) oder ganz einfach reciproke:

Estas nia devo helpi unu la alian. – Es ist unsere Pflicht, einander zu helfen.
Ili parolas unu al la alia. – Sie sprechen miteinander.
La viroj reciproke uzis siajn pafilojn. – Die Männer benutzten gegenseitig ihre Gewehre.
Ili falis unu sur la alian. – Sie fielen übereinander (her).

Das Suffix „-uj-“

5. Das Suffix -uj- bezeichnet einen Behälter für das Wort, an dem das Suffix angehängt wird. Es kann auch für Länder (statt -lando) und für Bäume (statt -arbo) benutzt werden.

ujo – Behälter
patrujo (patrolando) – Vaterland
monujo – Geldbörse
sukerujo – Zuckerdose
supujo – Suppenschüssel
pomujo (pomarbo) – Apfelbaum
leterujo – Setzkasten
sagujo – Köcher (sago=Pfeil)

Vokabeln

agi – agieren, handeln
cetera – restlich, übrig
ĉia – jeglich (Kap. 38 #1)
fiera – stolz
imagi – sich etwas vorstellen
konduki – leiten, lenken
koro – Herz
morti – sterben
peti – bitten, ersuchen
prepari – vorbereiten, zubereiten
puni – ahnden, bestrafen
reciproka – aufeinanderbezüglich, beiderseitig
simila – ähnlich, gleichartig
tuŝi – berühren

Vilhemo Tell kaj la pomo (Leseübung)

Tuj kiam la gardistoj rimarkis ke la ĉapelo sur la stango ne estis salutata de Vilhelmo Tell, ili kaptis lin, kaj kondukis lin al la tirano, por esti juĝata. La tirano demandis de Tell kial li ne genufleksis antaŭ la ĉapelo, simile al la aliaj vilaĝanoj. Tell respondis fiere ke li ne sciis pri la ĉiutagaj genufleksoj de la aliaj personoj. Li diris ke li tute ne intencis agi kontraŭ la deziroj de la juĝistoj. Sed la tirano malamis la altan fortan svison, tial li decidis puni lin per severa puno, kaj demandis „Kiun el viaj infanoj vi plej amas?“ Vilhelmo Tell ne povis imagi kial la demando estas farata al li, kaj respondis „Mi amas ĉiujn el ili, sinjoro.“ La tirano diris „Nu, estas rakontate inter la vilaĝanoj ke vi estas rimarkinda arkpafisto (Bogenschütze). Ni eltrovos kia arkpafisto vi estas. Ni vidos ĉu vi povos forpafi pomon de sur la kapo de via plej juna filo. Aldone (Zusätzlich), estos via devo forpafi la pomon per la unua sago, alie (anderenfalls) mi punos vin kaj vian filon per tuja morto.“ Tell diris ke li estas preta por ricevi ĉian alian punon, anstataŭ tia puno, sed malgraŭ ĉies petoj la tirano estis jam elektanta pomon de apuda pomarbo. Li kondukis la knabon malproksimen de la ceteraj personoj, kaj metis la pomon sur lian kapon. Tell kaj la filo reciproke rigardis sin, dum la patro diris ke li ne tuŝos haron de lia kapo. Tiam li elprenis sagon el la sagujo, faris la necesajn preparojn, kaj rapide pafis. Tuj la pomo forfalis de la kapo de la infano, kaj ĉiu havis feliĉan koron. Dum Tell ĉirkaŭprenis la filon, la tirano demandis „Kial vi havas tiun ceteran sagon en la mano.“ Tell laŭte respondis „Por mortpafi vin, tuj post la infano, ĉar mi treege timis pro la vivo de mia kara filo.“


Übersetzungsübung

  1. Wilhelm Tell hatte einen starken, dehnbaren Bogen.
  2. Er konnte ausgezeichnet bogenschießen (arkpafi), darum war er ein gut bekannter Bogenschütze.
  3. Er tat sechs oder acht Pfeile in seinen Köcher und ging mit seinen Söhnen ins Dorf.
  4. Vielleicht sah er den Hut auf dem Pfosten, doch er kniete nicht nieder davor.
  5. Im Dorf war schon bekannt, dass Tell den Tyrannen hasste.
  6. Als die Wachen ihn festnahmen für die Tat und ihn zum Tyrannen führten, der auch der Richter war, sagte Tell: „Ich wusste nichts von dieser neuen Pflicht und konnte mir nicht vorstellen, warum der Hut dort auf dem Pfosten war.“
  7. Der Tyrann antwortete mit (per) gehässigen Worten, denn er hasste den stolzen Schweizer, den jeder andere liebte.
  8. Er sagte ernst: „Es heißt, du seist ein lobenswerter Bogenschütze.“
  9. Darum fragte ich mich, ob du einen Apfel vom Kopf deinen Sohnes schießen kannst.
  10. Jetzt werden wir sehen, ob du den Apfel vom Kopf des Kindes schießen kannst oder ob du den Kopf des Kindes berühren wirst.
  11. Inmitten von Klagen von allen schoss Tell den Apfel erfolgreich ab.
  12. Ein ähnlicher zweiter Pfeil war schon in seiner Hand.
  13. Der Tyrann sah den zweiten Pfeil und befahl, Tell mit dem Tode zu bestrafen.
  14. Aber er entkam und die Schweizer gratulierten einander herzlich (kore).
  15. Nach einiger Zeit folgten sie ihm bei sechs Meilen pro Stunde.



Kapitel 39

Das distributive Adverb des Ortes „ĉie“

1. Ĉie ist das „distributive Adverb des Ortes“ und bedeutet ähnlich wie ĉiu (jeder), überall, also allumfassend auf den Ort bezogen. Mit ĉien wird eine Richtung einer Bewegung angegeben:

Oni trovas tiajn virojn ĉie. – Solche Männer findet man überall.
Li iris ĉien, kie mi estis estinta. – Er ging überallhin, wo ich gewesen war.
Mi vidas lin ĉie, kien mi iras. – Ich sehe ihn überall, wo ich hingehe.

Das Passiv des Futurs

2. Futur Passiv wird in der Schriftsprache durch Kombinieren des Partizip Präsens (gleichzeitig) Passiv (auf -ata) mit dem Verb esti, konjugiert im Futur (estos), gebildet. Es bezeichnet eine Aktion, die in der Zukunft gemacht werden wird. Vidi zum Beispiel wird konjugiert wie folgt:

mi estos vidata – Ich werde gesehen werden.
vi estos vidata – Du wirst gesehen werden.
li/ŝi/ĝi estos vidata – Er/Sie/Es wird gesehen werden.
ni estos vidataj – Wir werden gesehen werden.
vi estos vidataj – Ihr werdet gesehen werden.
ili estos vidataj – Sie werden gesehen werden.

Sogenannte possessive Zusammensetzungen

3. Zusammengesetzte Adjektive können mit einer adjektivischen Wurzel als erstes Element und einer Substantivwurzel als zweites Element gebildet werden. Solche Adjektive haben die Bedeutung „besitzt ein ...“, daher die Bezeichnung possessive Zusammensetzung. Ähnliche Adjektive werden im Deutschen gebildet, wobei die letzte Silbe -ig ist. Nicht immer ist eine Übersetzung als Adjektiv möglich oder sinnvoll:

belbrova – mit schönen Brauen
longnaza – langnasig
bonintenca – mit guter Absicht
kvarpieda – vierfüßig
dumana – zweihändig
ruĝhara – rothaarig

Die Uhrzeit

4. Die Ordinalzahlen werden verwendet, um die Stunde anzugeben; horo darf fehlen. Die Minuten werden durch Kardinalzahlen ausgedrückt. In Fragen wird das Adjektiv kioma (von kiom – wieviel) verwendet:

Kioma horo estas? – Wieviel Uhr ist es?
Je kioma horo vi venos? – Um wieviel Uhr wirst du kommen?
Estas la dua horo – Es ist zwei Uhr. (Es ist die zweite Stunde.)
Estas la tria kaj kvin minutoj – Es ist fünf Minuten nach drei. (Es ist die dritte [Stunde] und fünf Minuten.)
Ni iris je la sesa kaj duono – Wir gingen um halb Sieben. (Wir gingen um die sechste Stunde und einer halben.)
Estas la oka kaj kvardek kvin – Es ist acht Uhr fünfundvierzig.
Estas unu kvarono antaŭ la naŭa – Es ist (ein) Viertel vor neun.

Das Suffix „-obl-“

5. Das Suffix -obl- wird verwendet um Vielfache wie zweifach, dreifach vierfach, usw. zu bilden:

duoblo – ein Doppeltes
duobla – doppelt
duoble – doppelt (Adverb)
kvarobla – vierfach
kvindekobla – fünfzigfach
multobla – vielfach
trioble du estas ses – Drei mal zwei ist sechs.

Vokabeln

bileto – Ticket
cendo – Cent
ĉie – überall (Kap. 39 #1)
esprimo – Ausdruck, Äußerung
giĉeto – Schiebefenster, Abfertigungsschalter
horloĝo – Uhr
pagi – bezahlen
preter – vorbei an
stacio – Station
telefoni – telefonieren
vagono – Wagon
valizo – Handkoffer

Anmerkung: Die Präposition preter beschreibt eine Bewegung eines Objektes an einem anderen Objekt vorbei (zum Beispiel ein Auto fährt an einem Haus vorbei). Da es nicht die Bewegung auf etwas „zu“ beschreibt, kann auch kein (Richtungs-)Akkusativ folgen.

En la stacidomo (Leseübung)

Du bonkoraj (Kap. 39 #3) amikoj miaj loĝas en la urbo B----. Ni reciproke konas nin de antaŭ ses jaroj. Mi estis duoble ĝoja hieraŭ kiam mi ricevis leteron de ili, ĉar en tiu ili petis de mi baldaŭan viziton. Tial mi telefonis hieraŭ posttagmeze al la stacidomo, por demandi je kioma horo foriros la vagonaro (Zug) al B----. Oni respondis per la telefono ke la vagonaro foriros je la tria kaj tridek kvin. Tuj poste mi enmetis kelkajn vestojn en mian jam preskaŭ eluzitan valizon, kaj faris ĉiujn preparojn por la mallonga vojaĝo. Je la dua horo, tuj post la tagmanĝo (Mittagessen), mi kuris stacidomon. Survoje mi eniris butikon kaj aĉetis paron da novaj gantoj. Kiam mi eniris la stacidomon, mi kuris preter la aliaj personoj al la giĉeto kie biletoj estas vendataj. Mi diris al la sinjoro ĉe la giĉeto „Mi deziras bileton al B----. Kiom estos necese pagi?“ La brunokula sinjoro respondis „Tia bileto kostos dolaron dudek cendojn.“ Mi puŝis tiom da mono tra la giĉeto, kaj tuj ricevis la bileton, kiun la sinjoro jam havis en la mano. Tiam mi iris proksimen de la pordego tra kiu oni estos enlasata al la vagonaro. „Kiom da tempo antaŭ la foriro de la vagonaro al B----?“ mi demandis al la gardisto. Li laŭtvoĉe respondis „Nur sep minutojn. Ĉu vi ne vidas tiun horloĝon?“ Mi ne estis rimarkinta la horloĝon, tial mi almetis la montrilojn de mia poŝhorloĝo (Taschenuhr) por montri la saman horon. Mi estis multe tuŝata de ĉiaj bonintencaj personoj kurantaj ĉien preter mi, kaj puŝantaj unu la alian. Fine oni malfermis la pordegon. Mi kaj la ceteraj personoj rapidis al la vagonaro kaj kiel eble plej baldaŭ eniris ĝin.

Anmerkung: Posttagmezo, Nachmittag, ist zusammengesetztes Wort aus Adverb und Nomen (Kap. 35 #4c), dessen zweite Komponente tagmezo selbst eine abhängige Zusammensetzung ist (Kap. 37 #4).


Übersetzungsübung

  1. Auf Anfrage meines Freundes, dessen Bruder kürzlich verstorben ist, ging ich ihn letzte (la antaŭan) Woche besuchen.
  2. Die übrigen Personen seiner Familie waren nicht zu Hause.
  3. Ich habe telefoniert, um herauszufinden, um welche Zeit mein Zug abfahren würde.
  4. Mir wurde gesagt (Kap. 12 #2), dass er um vier Uhr 27 fährt.
  5. Ich steckte genug Geld in meine Brieftasche und nahm (kunportis) einen Koffer mit, in welchen ich ein paar Kleider eingepackt hatte.
  6. Als ich in den Bahnhof eintrat, eilte ich zu den anderen Leuten beim Törchen und bat um (petis) eine Fahrkarte nach Bern.
  7. Der Fahrkartenverkäufer sagte: „Zwei Euro und 40 Cent, bitte.“
  8. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es nötig war, so viel zu zahlen, aber ich stieß sogleich soviel Geld durch das Fenster und erhielt die Fahrkarte.
  9. Danach schaute ich auf meine Uhr und ging zum Tor, aber der gelbhaarige Wächter, welcher die Leute zu den Zügen leitet, sagte: „Personen, die durch dieses Tor gehen, bevor der Zug ankommt, werden schwer bestraft werden.“
  10. So standen wir alle beim Doppeltor.
  11. Die Züge sind sich sehr ähnlich und es ist besser, so zu handeln, wie der Wächter bittet, und keine Ungeduld zu zeigen (ausdrücken).



Kapitel 40

Das distributive Adverb der Zeit „ĉiam“

1. Analog zu ĉiu kann man ĉiam bilden, das übersetzt wird mit „immer“:

Vi ĉiam pagas tro multe. – Du zahlst immer zu viel.
Mi estas ĉiam preta por helpi vin. – Ich bin immer bereit, dir zu helfen.

Das distributive Adverb des Grundes „ĉial“

2. Ĉial ist das distributive (allumfassende) Adverb des Beweggrundes oder des Motivs. Im Deutschen gibt es dafür kein einzelnes Wort, die Übersetzung lautet aus jedem Grunde, aus allen Gründen:

Ĉial li estas feliĉa hodiaŭ. – Heute ist er aus allen Gründen glücklich.
La mia ĉial estas la plej bona. – Meins ist aus jedem Grund das beste.

Das Partizip Passiv Perfekt

3. Das passive Partizip der Vergangenheit (oder auch: vorzeitiges Partizip Passiv) bezeichnet etwas, das „getan worden ist“, mit dem also in der Vergangenheit etwas geschehen ist. [Anmerkung: Diese Form existiert auch im Deutschen, wird aber nicht strikt passiv und vorzeitig gebraucht. Ein Beispiel, in dem es passiv und vorzeitig gebraucht wird, wäre zum Beispiel „der verlassene Ehemann“]

Dieses Partizip wird durch das Suffix -ita gebildet, zum Beispiel vidita (etwas/jemand, der/das gesehen wurde).

La prezo pagita de vi estis tro granda. – Der Preis, den du bezahlt hast, war zu hoch. (wörtlich: Der von dir bezahlte Preis ...)
La punita infano ploras. – Das bestrafte Kind weint. (oder: Das Kind, das bestraft wurde, weint.)
Mi aĉetos bonefaritajn gantojn. – Ich werde gut verarbeitete Handschuhe kaufen.
Li serĉis la forgesitan bileton. – Er suchte die vergessene Fahrkarte.

[Anmerkung: Wir mit deutscher Muttersprache neigen dazu, eine Vergangenheit mit dem vorzeitigen passiven Partizip plus Hilfsverb havi (haben) zu bilden. Diese Form ist nicht korrekt. Auf Esperanto wird als Hilfsverb stets esti (sein) verwendet und in diesem Falle das vorzeitige Partizip Aktiv, ich habe gegessen würde also auf Esperanto heißen mi estis manĝinta oder einfach mi manĝis]

Das Perfekt Passiv

4. Das Passiv Perfekt wird aus Partizip Perfekt Passiv und esti konjugiert im Präsens gebildet. Es bezeichnet etwas, das getan wurde. Vidi wird wie folgt konjugiert:

mi estas vidita – ich bin gesehen worden (ich wurde gesehen)
vi estas vidita – du bin gesehen worden
li/ŝi/ĝi estas vidita – er/sie/es ist gesehen worden
ni estas viditaj – wir sind gesehen worden
vi estas viditaj – ihr seid gesehen worden
ili estas viditaj – sie sind gesehen worden

Die Präposition „laŭ“

5. Laŭ bedeutet abstrakt gemäß, zufolge, laut und konkret entlang.

Li agis laŭ sia opinio. – Er handelte gemäß seiner Einstellung.
Mi faros ĝin laŭ bona metodo. – Ich werde es nach einer guten Methode tun.
Laŭ kia maniero li agis? – Wie handelte er?
Mi kuris laŭ la strato. – Ich rannte die Straße entlang.
Li iris laŭ la rivero per tiu vojo. – Er ging den Fluss entlang auf diesem Wege.
Nuboj nigraj kuris laŭ la ĉielo. – Schwarze Wolken zogen den Himmel entlang.
Ĝi kuŝas laŭlonge de la domo. – Es liegt entlang des Hauses.

Das Suffix -em

6. Ein Adjektiv mit dem Suffix -em- bezeichnet eine Neigung oder einen Charakterzug:

agi – handeln > agema – aktiv, pragmatisch
paco – Frieden > pacema – friedlich, friedfertig
labori – arbeiten > mallaborema – faul
pensi – denken, überlegen > pensema – nachdenklich

Vokabeln

atendi – warten, erwarten
ĉial – aus jedem Grund (Kap. 40 #2)
ĉiam – immer (Kap. 40 #1)
gazeto – Zeitschrift, Zeitung
ĵurnalo – Journal, Tageszeitung
kompati – bedauern
larmo – Träne
laŭ – entsprechend, gemäß (Kap. 40 #5)
maniero – Benehmen, Manier
movi – bewegen (transitiv)
okupi – in Anspruch nehmen
pala – bleich
polico – Polizei
trankvila – ruhig

La perdita infano (Leseübung)

Dum mi estis atendanta hieraŭ posttagmeze en la stacidomo, mi subite rimarkis palan sinjorinon kun larmoj en ŝiaj okuloj. Ŝi rigardis ĉien kun esprimo de nekaŝebla timo, kaj estis videble maltrankvila. Ŝi serĉis du aŭ tri minutojn inter la personoj ĉirkaŭ si, kaj fine ŝi vidis bluevestitan policanon, kiu estis parolanta al unu el la gardistoj. Ŝi rapide diris kelkajn vortojn al li, kaj tuj li ankaŭ komencis serĉi cie. Mi tre kompatis la ploreman sinjorinon, kaj kiam la policano preteriris, mi demandis ĉu mi ne povas helpi. Mi diris ke mi ne estos okupata (beschäftigt) ĝis la alveno de la vagonaro. Li respondis ke la filo de tiu virino estas perdita, kaj li donis al mi la sekvantan priskribon de la infano, laŭ la vortoj de la patrino: la knabo estas agema brunhara sesjarulo, kun bluaj okuloj, kaj li estas ruĝe vestita. Lia patrino estis ĵus aĉetinta sian bileton ĉe la giĉeto, kaj post kiam ŝi pagis la naŭdek cendojn por ĝi, subite ŝi rimarkis ke la infano ne estis kun ŝi. Kvankam ŝi jam serĉis ĉie, la filo ŝajnas ankoraŭ netrovebla. Ŝi multe timas pro li, kvankam li ĉiam estas bona knabo. Mi tuj komencis iri ĉien inter la personoj ĉirkaŭ mi, kaj fine eniris malgrandan ĉambron apud la horloĝo ĉe la fino de la stacidomo, kie estas vendataj tagĵurnaloj (Tageszeitungen), gazetoj kaj libroj. Tie antaŭ nemovebla tablo kovrita de brile koloritaj ĵurnaloj staris malgranda ruĝevestita knabo. Mi diris al li „Mia studema juna amiko, oni ne vojaĝas laŭ tiu metodo. Via patrino jam de longe atendas vin. Mi montros al vi kie ŝi estas.“ Li venis kun mi, kaj proksime de la pordo kie mi estis lasinta mian valizon staris la sinjorino. Ŝi estis ĉial ĝoja kiam ŝi vidis nin, kaj dankeme ĉirkaŭprenis la infanon.


Übersetzungsübung

  1. Die zu bemitleidende Dame, deren kleiner Sohn gestern am Bahnhof verloren gegangen war, war ziemlich besorgt um ihn aus jedem Grund.
  2. Sie war bleich und tränenüberströmt (plorema), als ich sie sah, und schaute sehr ungeduldig in alle Richtungen.
  3. In ihrem Gesicht stand die Angst („Ausdruck von Angst“) und sie ging so schnell wie möglich zu einem Polizist in der Nähe und sagt einige (kelkajn) Worte zu ihm.
  4. Ich hörte die letzten Worte und sagte zu mir selbst: „Es ist jetzt erst zehn nach zwei.
  5. Mein Zug wird erst um halb drei abfahren (foriros), also habe ich etwas Zeit, um zu helfen.“
  6. Ich sagte zu dem blau angezogenen Polizisten: „Während der nächsten (sekvontajn) zwanzig Minuten werde ich nicht beschäftigt sein. Soll ich (deziri) helfen?“
  7. Er antwortete: „Ja, Sie sind sehr nett (ĝentila). Der Sohn dieser Dame ging verloren.
  8. Laut ihrer Beschreibung ist er ein gelbhaariger, blauäugiger Fünfjähriger und anscheinend (ŝajne) zu ruhelos (movema).
  9. Ich werde ihn so bald wie möglich finden, trotzdem werde ich Ihre Hilfe gerne annehmen.
  10. Das Kind ist gekleidet in weiß und trägt einen roten Hut.“
  11. Weil (ĉar) ich überhaupt nicht faul bin (mallaborema), ging ich den festen (nemoveblaj) Tischen entlang bis zum Ende des Bahnhofes und dort sah ich solch ein Kind, das die Magazine und Zeitungen anschaute.
  12. Ich führte es zu der Dame, die mit Tränen in den Augen gerade ihren Mann anrufen wollte.



Kapitel 41

Das distributive Adverb der Art und Weise „ĉiel“

1. Das Adverb der Art und Weise, das distributiv („allumfassend“) ist, heißt ĉiel („auf jede Art, in jeder Weise“):

Li povas ĉiel prepari sin. – Er kann sich auf jede Art vorbereiten.
Li estos ĉiel helpata. – Ihm wird auf jede Weise geholfen werden.

Das distributive Adverb der Quantität „ĉiom“

2. Analog zu ĉiel wird auch ĉiom, das distributive Adverb der Quantität (Anzahl) gebildet. Es wird übersetzt mit „alles, das ganze“ und bezieht sich auf eine Menge.

Li prenis multe da sukero, sed ne ĉiom da ĝi. – Er nahm viel Zucker, aber nicht allen.
Li elprenis ĉiom de la teo el la teujo. – Er nahm den ganzen Tee aus der Kanne.

Das Plusquamperfekt Passiv

3. Das Plusquamperfekt („Vorvergangenheit“) im Passiv wird ähnlich wie das Perfekt Passiv gebildet, nur wird hier das Hilfsverb esti statt im Präsens (estas) in der Vergangenheit konjugiert (estis). Das Plusquamperfekt Passiv wird also gebildet aus Person + estis + Partizip Passiv Perfekt (endet auf -ita):

mi estis vidita – ich war gesehen worden
vi estis vidita – du warst gesehen worden
li/ŝi/ĝi estis vidita – er/sie/es war gesehen worden
ni estis viditaj – wir waren gesehen worden
vi estis viditaj – ihr wart gesehen worden
ili estis viditaj – sie waren gesehen worden

Das Perfekt Passiv, das aus der letzten Lektion bekannt ist, drückt etwas aus, das vor der Gegenwart getan worden ist. Wenn eine Geschichte in der Vergangenheit erzählt wird (auf -is), wird etwas, das noch vorher getan worden war, im Plusquamperfekt Passiv ausgedrückt: Mi manĝis la pomon, post kiam (nachdem) ĝi estis plukita. (Ich aß den Apfel, nachdem er gepflückt worden war.)

Anmerkung: In der gesprochenen Sprache würde man wohl eher sagen Mi manĝis la pomon, post kiam mi plukis ĝin.

Das Futur II Passiv

4. Das Futur (I) drückt bekanntlich etwas aus, das in Zukunft geschehen wird. Das Futur II drückt etwas aus, das zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft geschehen sein wird. Das Futur II Passiv schließlich wird gebraucht, um auszudrücken, dass etwas getan worden sein wird. Das kommt in der gesprochenen Sprache nicht oft vor, aber auch das kann man in Esperanto durch Kombination zweier Verbformen ausdrücken. Das Futur II Passiv wird gebildet durch: esti im Futur (estos) plus Partizip Passiv der Vergangenheit (-ita):

mi estos vidita – ich werde gesehen worden sein
vi estos vidita – du wirst gesehen worden sein
li/ŝi/ĝi estos vidita – er/sie/es wird gesehen worden sein
ni estos viditaj – wir werden gesehen worden sein
vi estos viditaj – ihr werdet gesehen worden sein
ili estos viditaj – sie werden gesehen worden sein

Beschaffenheit und Material

5. Woraus etwas besteht oder gemacht wurde, wird ausgedrückt durch die Präposition el. Alternativ kann man auch ein Adjektiv gebrauchen:

La tablo estas farita el ligno. – Der Tisch ist aus Holz gemacht.
La tablo estas ligna. – Der Tisch ist aus Holz („hölzern“).
La infanoj konstruis domon el neĝo. – Die Kinder bauten aus/mit Schnee ein Haus.
Oni faras supon el asparago. – Man macht eine Spargelsuppe (aus Spargeln eine Suppe).

Das Suffix „-et-“

6. Das Suffix -et- wirkt verkleinernd oder abschwächend (diminutiv). Im Deutschen haben wir dafür die Suffixe „-lein“ und „-chen“ Es ist das Gegenteil des Augmentations-Suffixes -eg- (siehe Kap. 26 #5):

bela – schön beleta – hübsch
libro – Buch libreto – Büchlein
dormi – schlafen dormeti – dösen
monto – Berg monteto – Hügel
floro – Blume floreto – Blümlein
ridi – lachen rideti – lächeln
lago – See lageto – Teich, kleiner See
vojo – Weg vojeto – Pfad, Weglein

Das aus dem Suffix allein gebildete Adjektiv eta bedeutet klein.

Vokabeln

besto – Tier
ĉiel – auf jede Weise (Kap. 41 #1)
ĉiom – alles (Kap. 41 #2)
donaco – Gabe, Geschenk
drapo – Tuch
hundo – Hund
konsisti – beschaffen sein (aus)
leono – Löwe
ludi – spielen
materialo – Material
posedi – besitzen
pupo – Puppe
rosti – rösten, braten
verŝi – gießen, schütten

La donaco (Leseübung)

Mi volas doni beletan donacon al mia plej juna fratino morgaŭ, sed ju pli mi pensas pri ĝi, des pli malfacile estas decidi pri la afero. Estas duoble malfacile, ĉar ŝi jam posedas ĉiun ludilon (Spielzeug) kiun oni povas imagi. Ĉiu el ŝiaj amikoj ĝoje donacas (schenken) al tiel afabla knabino. Tamen mi iris hieraŭ matene al ludilobutiko, kaj rigardis la ludilojn tie. Multaj konsistis el diversaj pupoj, grandaj kaj malgrandaj, kaj belege vestitaj. Sed mi estas certa ke la fratineto jam posedas sufiĉe da pupoj--tial mi ne aĉetis tian ludilon, kvankam ili estas ĉiam interesaj al knabinetoj. Sur unu tablo kuŝis ĉiaj malgrandaj bestoj, faritaj el ligno, drapo, kaj diversaj materialoj. Estis ĉevaletoj, hundetoj, katetoj, kaj flavaj leonetoj. Proksime de tiuj staris malgrandaj brile koloritaj vagonaroj, kiujn oni povis rapide movi, laŭ la maniero de grandaj vagonaroj. Etaj policanoj staris apude, kaj estis ĉial malfacile elekti la plej interesan el tiom da interesaj ludiloj. Baldaŭ mi rimarkis knabineton apud mi. Ĉiel ŝi tre similis al mia fratino, kaj tial mi decidis elekti tian ludilon, kia estos elektita plej frue de la nekonata knabineto. Mi atendis trankvile, kaj eĉ legis unu aŭ du paĝojn de miaj ĵus aĉetitaj gazetoj kaj tagĵurnaloj. Fine la beleta infano estis rigardinta preskaŭ ĉiom de la ludiloj kiuj okupis la tablojn, dum la kompatinda servistino lace ŝin sekvis. Tiam la knabineto kriis „Ho, kiel beleta pupodomo! Estas litoj en la dormoĉambroj; legomoj kaj rostita viando, faritaj el papero, kuŝas sur la tablo en la manĝo-ĉambro; kaj mi vidas tie pupon, kiu certe ĵus faris la teon, kaj estas elverŝonta ĝin en tiujn tasetojn!“ Tuj mi faris decidon laŭ la plezuro de la knabineto, kaj baldaŭ la pupodomo estis aĉetita por mia fratineto.


Übersetzungsübung

  1. Meine bleiche, kränkliche (malsanema) kleine Schwester ist immer froh, wenn sie ein neues Spielzeug hat.
  2. Ihre Puppen waren aus Stoff gefertigt, als sie [noch] ein ganz kleines Mädchen war, weil sie sie sonst zu einfach kaputt machen konnte.
  3. Aber gestern schenkte ihr meine Großmutter eine Puppe und seit diesem Moment ist sie so glücklich wie [nur] möglich.
  4. Ich habe keine Tränen in ihren Augen gesehen oder ein böses (koleretan) Wort gehört.
  5. Diese neue Puppe ist aus Stoff gemacht und ihr Kleid besteht aus sehr hübschem Material.
  6. Meine Schwester entschied, dass sie sie lieber hat als ihre anderen Spielsachen und ich denke, dass diese armen (kompatindaj) anderen Puppen bald vergessen sein werden.
  7. Die Puppe scheint in jeder Hinsicht interessanter als die kleinen Tiere aus Stoff oder Holz, die mit ihren Puppen auf dem Tisch stehen.
  8. Sie besitzt einen kleinen Hund, eine kleine Katze und einen kleinen Löwen und bis gestern hatte sie ein hölzernes Pony.
  9. Das Pony ist schon kaputt und wurde einem armen (malriĉa) Kind weggegeben, der Tochter unserer Wäscherin (lavistino).
  10. Meine Schwester besitzt einen kleinen Wagenzug, den sie überall hin bewegen kann und sie liebt dieses Spielzeug innig (ametas).
  11. Es hat kleine Sandsäcke in den Wagen und normalerweise ist sie glücklich, wenn sie den Sand aus einem in einen anderen leert oder wenn sie den ganzen Sand mit einem Löffel in eine Schachtel tut.
  12. Aus jedem Grunde bin ich doppelt glücklich, dass sie so (tiamaniere) beschäftigt ist.
  13. Ich würde gerne (deziras) einen Spaziergang machen entlang diesem hübschen kleinen Pfad zum Hügel, anstatt auf meine kleine Schwester zu warten.
  14. Ich muss das Gemüse für das Abendessen kaufen, bevor ich von meinem Spaziergang nach Hause komme.



Kapitel 42

Das Partizip Futur Passiv

1. Das Partizip Futur Passiv beschreibt etwas, das „getan werden wird“. Es endet auf -ota und kann im Deutschen als Einzelform umschrieben werden mit „im Begriff sein, getan zu werden“. Im Zusammenhang wird es meist mit einem Relativsatz ins Deutsche übertragen:

La naskota infano ŝanĝas sian situon en la ventro de la patrino. – Das Kind, das (bald) geboren werden wird, ändert seine Lage im Bauch der Mutter.
La formovota tablo estas peza. – Der Tisch, der (bald) weggetragen werden wird, ist schwer.
La konstruota domo estos bela. – Das Haus, welches (bald) gebaut werden wird, wird schön sein.

Umschreibende Futur-Passiv-Formen

2. Eine konjugierte Form von esti in der Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft und das Partizip Futur Passiv (für Aktiv siehe Kap. 32 #4) umschreiben etwas, das im Begriff war/ist/sein wird, getan zu werden. Diese Formen werden hier nur der Vollständigkeit halber erläutert, sie sind sehr theoretisch und werden wohl nur selten gebraucht.

Umschreibendes Futur Passiv im Präsens
mi estas vidota
ich bin im Begriff, gesehen zu werden
Umschreibendes Futur Passiv im Imperfekt
vi estis vidota
du warst im Begriff, gesehen zu werden
Umschreibendes Futur Passiv der Zukunft
ni estos vidotaj
wir werden im Begriff sein, gesehen zu werden

Der generische Artikel

3. Der Artikel wird Nomen vorangestellt, wenn eine allgemeine Aussage gemacht wird, wie zum Beispiel in „Das Leben ist kurz“. Im Deutschen gibt es jedoch beide Fälle: mit und ohne Artikel.

La pacienco estas laŭdinda. – Geduld ist lobenswert.
La vivo surtera estas nur parto de la vivo ĉiama. – Das Leben auf der Erde ist nur ein Teil des ewigen Lebens.
La viro estas pli forta ol la virino. – Der Mann ist stärker als die Frau.

Anmerkung: Vergleiche französisch La patience est amère, mais son fruit est doux (Geduld ist bitter, aber ihre Früchte sind süß), italienisch La speranza e il pan de miseri ([Die] Hoffnung ist das Brot der Armen), spanisch Las riquezas son bagajes de la fortuna (Reichtümer sind das Gepäck des Glücks) usw.

Das Suffix „-ec“

4. Das Suffix -ec- bezeichnet ein Abstraktum, wie das deutsche „-heit“, „-keit“ oder „-nis“:

amiko – Freund amikeco – Freundschaft
fleksebla – flexibel, biegbar fleksebleco – Flexibilität, Biegbarkeit
ofte – oft, häufig ofteco – Häufigkeit
patrino – Mutter patrineco – Mutterschaft
inda – würdig indeco – Würde
bela – schön beleco – Schönheit
maltrankvila – unruhig maltrankvileco – Unruhe

Vokabeln

bordo – Rand, Strand, Ufer
brako – Arm
fabriki – fabrizieren, herstellen
kruta – schroff, steil
lano – Wolle
meblo – Möbel, Möbelstück
pasi – passieren, vorübergehen (intransitiv)
pitoreska – malerisch
ponto – Brücke
sonori – klingeln (intransitiv)
mantelo – Mantel
svingi – schwingen
ŝipo – Schiff
ŝtono – Stein
vaporo – Dampf
veturi – fahren (in einem Fahrzeug)

Sur la vaporŝipo (Leseübung)

Inter la plezuroj de la kampara vivo (des Landlebens) estas la multaj okazoj veturi ĉien, kien oni volas veni, sur kvietaj pitoreskaj vojoj. En nia vilaĝo ni havas eĉ unu okazon pli (eine Gelegenheit mehr), ĉar ni povas veturi per vaporŝipo sur la bela lago ĉe kies bordo kuŝas la vilaĝo.

Hieraŭ du kuzinoj venis por viziti nin, kaj tuj post la tagmanĝo ni decidis promeni laŭ tiu pitoreska vojeto (Pfad) al la lago. Kiam ni alvenis al la lago, ni rimarkis ke baldaŭ foriros beleta vaporŝipeto (ein hübscher kleiner Dampfer). Tial mi aĉetis tri biletojn, kaj kiel eble plej rapide ni suriris la ŝipeton. La sonoriloj (Glocken) estis jam sonorintaj (hatten schon geläutet), kaj tuj post kiam ni transmarŝis la ponteton de la tero al la planko de la ŝipeto, oni forprenis la ponteton. Kelkaj personoj kiuj estis ankoraŭ sur la tero kuris kun granda rapideco al la ponteto. Ili svingis la brakojn kaj la ombrelojn tre energie, sed la ŝipeto ne atendis eĉ unu minuton. La personoj ŝajnis tre koleraj pro sia malfrueco, kaj ankoraŭ pli koleraj pro la trankvila foriro de la ŝipeto. Ĉiu sur la ŝipeto ridetis, ĉar la koleremo (Jähzorn) estas ĉiam amuza.

Tiam ĉiu komencis sin amuzi laŭ deziro. Mi kunportis dikan lanan surtuton, sed pro la varma vetero mi ne bezonis ĝin, kaj metis ĝin sur apudan seĝon. Kun plezuro ni atendis por vidi la krutajn montetojn, videblajn tuj, post paso malgranda arbaro. La pitoreskan bildon de la belaj montetoj (Hügel) difektos grandaj fabrikoj, kiujn oni konstruos ĉe la piedo de la montetoj. La ŝtonoj por la muroj jam kuŝas pretaj apude, kune kun grandaj stangoj kaj aliaj lignaj pecoj. Tie oni fabrikos tablojn, seĝojn, kaj aliajn meblojn el zorge elektita ligno.


Übersetzungsübung

  1. Es ist nicht leicht, Spielsachen für ein Kind auszuwählen, das bereits viele besitzt.
  2. In einer Spielwarenhandlung schaute ich mir gestern Puppen an, die aus Wolle und anderen Materialien hergestellt wurden.
  3. Ich sah mir auch verschiedene kleine Tiere an.
  4. Es gab Ponys, kleine Hunde und kleine Löwen und Kamele.
  5. Mir gefiel (plaĉis al mi) das Mobiliar (meblaro), das aus Tischen, Sofas und Stühlen bestand.
  6. Auf den Tischen standen kleine Teller, die Gemüse und Obst enthielten.
  7. Dort gab es auch kleine Tassen und Krüge aus dünnem Glas, in das man Wasser oder Milch gießen (verŝi) kann.
  8. Als von meinem gesamten Geld nur noch ein Euro übrig blieb, verließ ich das Geschäft.
  9. Ich ging eine steinigen, aber malerischen Pfad entlang, der mich zum See führte.
  10. Da der Dampfer zur Abfahrt bereit war, entschloss ich mich mitzufahren.
  11. Die Küste, die wir passierten, ist sehr malerisch, aber ihre Schönheit ist in Gefahr (danĝero), weil der Bau einer großen Möbelfabrik bevorsteht.
  12. Die Fabrik braucht die Nähe zum See.
  13. Für die Produktion wird Wasser benötigt.



Kapitel 43

Das unbestimmte Pronomen „iu“

1. Das unbestimmte Pronomen iu (jemand, ein gewisser) zeigt die Vorstellung irgendeiner Person oder Sache, ohne sie näher zu bestimmen.

Mi parolas pri iu, kiun vi konas. – Ich spreche über jemanden, den du kennst.
Mi vizitis iujn el viaj amikoj. – Ich besuchte einige deiner Freunde.
Mi havas kelkajn pomojn, sed iuj ne estas bonaj. – Ich habe mehrere Äpfel, aber manche sind nicht gut.
Iuj pontoj estas bone faritaj. – Einige (irgendwelche) Brücken sind gut gemacht.

2. Das Indefinitpronomen iu hat eine Genitivform ies („jemandes, eines gewissen“):

Mi tuŝis ies brakon. – Ich berührte den Arm von irgendjemandem.
Ĉu ies surtuto kuŝas sur la tablo? – Liegt jemandes Mantel auf dem Tisch?
Ies ludiloj estas rompitaj. – Jemandes Spielsachen wurden kaputt gemacht.

Partizipiale Substantive

3. Substantive können von Partizipien abgeleitet werden, indem die Adjektivendung -a durch die Substantivendung -o ersetzt wird. Solche partizipialen Substantive zeigen Personen, die provisorisch oder unprofessionell das tun, das durch die Wurzel ausgedrückt wird:

helpanto – ein Helfer; jemand, der hilft
esperanto – ein Hoffender
elpensinto – Erfinder; jemand, der sich etwas ausgedacht hat (von elpensi: ersinnen, ausdenken, erfinden)
legonto – jemand, der vorhat zu lesen
vidato – der Gesehene; jemand, der gerade gesehen wird
sendito – Gesandter; jemand, der gesandt wurde
juĝoto – Angeklagter; wörtlich: derjenige, über den gerichtet werden wird

Die partizipialen Substantive sind nicht zu verwechseln mit den Berufen auf -ist-. Vergleiche hierzu:

rajdanto – ein Reitender
rajdisto – Reiter, Jockey
juĝanto – ein Richtender; jemand, der ein Urteil fällt
juĝisto – (beruflicher) Richter
laboranto – jemand, der gerade arbeitet
laboristo – Arbeiter

Das Präfix „ek-“

4. Plötzliche oder momentane Handlungen oder der Beginn einer Handlung oder eines Zustandes werden mit dem Präfix ek- gekennzeichnet. Im Deutschen kann dies oft mit „los-“ oder „anfangen etwas zu tun“ übersetzt werden:

ekdormi – einschlafen
ekkanti – anfangen zu singen
ekiri – losgehen
ekridi – loslachen
ekrigardi – anfangen etwas zu betrachten

Das Suffix „-id-“

5. Wörter, die einen Nachfahren, ein Kind oder ein Junges – von Menschen wie von Tieren – bezeichnen, werden mit dem Suffix -id- gekennzeichnet:

ĉevalido – Fohlen (von ĉevalo, Pferd)
hundido – Welpe (von hundo, Hund)
katido – Katzenjunges / Kätzchen (von kato, Katze; nicht zu verwechseln mit dem „Kätzchen“ als kleine Katze: kateto!)
leonido – Löwenjunges (von leono, Löwe)
reĝidino – Tochter eines Königs, Prinzessin (reĝo – König; reĝido – Königskind, Prinz).

Vokabeln

amaso – Haufen, Masse, Menge
daŭri – andauern
hirundo – Schwalbe
homo – Mensch
humoro – Humor, Laune
ies – irgendjemandes (Kap. 43 #2)
iu – jemand, irgendwer (Kap. 43 #1)
kuglo – Kugel
militi – Krieg führen, kriegen
osto – Gebein, Knochen
renversi – umkehren, umstürzen
signo – Zeichen, Abzeichen
tendo – Zelt
truo – Loch

La nesto sur la tendo (Leseübung)

Unufoje iu reĝo estis farinta militon kontraŭ la homoj de lando ĉe la bordo de pitoreska rivero. La soldatoj ne venis tien per vaporŝipoj, sed estis konstruintaj ponton trans la rivero, por la veturiloj (Fahrzeuge). Estis necese resti kelkan tempon apud urbo kiun la reĝo volis ekataki, kaj li havis grandan tendaron (Zeltlager) antaŭ tiu urbo. Unu tagon en la daŭro de la milito, iuj el la soldatoj pasis preter la tendo de la reĝo, laŭ la ŝtona vojeto laŭ kiu ili ĉiutage marŝis por gardi la tendaron. Unu el ĉi tiuj ekrimarkis ke hirundo estas konstruinta sian neston sur la reĝa tendo. Sur la nesto, kiu estis bone konstruita el koto, sidis trankvile la hirundo. Dum la soldatoj svingis la brakojn kaj ekridis unu post la alia, pri la kuraĝa birdo, la reĝo aŭdis ies voĉon. Li elvenis el sia tendo por eltrovi kial la parolantoj faras tiom da bruo, kaj kial ili tiel ekkriis kaj ekridis. Kiam la viroj montris al li la birdon, li diris kun bonhumora rideto, „Tiu hirundo estos mia gasto. Ĉiuj el la militistoj certe zorgos de nun pri la hirundo kaj la hirundidoj.“ Tial la nesto restis netuŝata en la daŭro de ĉiu batalo. Kelkaj kugloj pasis preter ĝi, sed la trankvileco de la birdo daŭris same kiel antaŭe. Fine la reĝo venkis, per kruelega batalo. Tuj la venkintoj forportis la tendojn, kune kun multaj militkaptitoj (Kriegsgefangene). Nur la tendon de la reĝo oni lasis tie, ĉar la reĝo diris ke ĝi nun apartenas al la hirundo. Ĝi jam estis malnova kaj eluzita, tra kiu la pluvo eniris per multe da truoj. Sed ĝi ankoraŭ staris, ĝis iu tago somera kiam la hirundidoj povis jam bone flugi. Tiam la vento subite renversis ĝin, kaj ĝi ekfalis, kaj kuŝis, amaso da ĉifonoj, inter multe da kugloj, homaj ostoj, kaj la ceteraj malgajaj postsignoj („Spuren“) de ies venko sur la batalejo.


Übersetzungsübung

  1. Es ist eine hübsche Geschichte über eine Schwalbe, die ihr Nest für ihre Jungen (idoj) auf das Zelt des Königs baute.
  2. Die Soldaten, die hinter dem Zelt liefen, dem steilen Pfad entlang, warfen einen Blick darauf und sahen den Vogel.
  3. Einige von ihnen brachen in Lachen aus und deuteten mit dem Arm (svingis la brakon) in Richtung des Vogels, um ihre Kameraden darauf hinzuweisen.
  4. Der gut gelaunte König saß auf einem dicken Wollmantel und kam aus seinem Zelt, um zu fragen, warum die Soldaten so laut redeten.
  5. Es war ein teures Zelt und enthielt teure Möbel sowie (kaj ankau) eine Glocke, die immer sofort erklang, wenn jemand (tuj kiam) sie berührte.
  6. Der König bemerkte sofort das Schwalbennest und sagte mit einem liebenswürdigen Lächeln „Sicher ist so ein mutiger Vogel ein würdiger Gast für einen König“.
  7. Die Krieger sorgten für die Schwalbe während des Krieges, so gut es möglich war.
  8. Als die Sieger weggingen, ließen sie das Zelt dort.
  9. Schließlich stieß der Wind es um, und es fiel auf den Boden.
  10. Zu (je) dieser Zeit konnten die jungen Schwalben schon fliegen.
  11. Das Schlachtfeld ist mit Kugeln, Haufen von Menschenknochen und ähnlichen melancholischen Spuren des Krieges bedeckt.
  12. Krieg ist böse und schändlich.
  13. Warum wünschen Könige und Prinzen es, gegeneinander Krieg zu führen?
  14. Wenn ihre Söhne zum Kriegführen gegangen sind, sind die Mütter der Soldaten sehr unruhig.
  15. Vielleicht werden ihre Söhne Gefangene des Krieges.



Kapitel 44

Das unbestimmte Adjektiv „ia“

1. Zu dem unbestimmten Pronomen iu gibt es das unbestimmte Adjektiv ia (irgendein[er], eine Art, eine bestimmte Art). Es drückt die unbestimmte Qualität oder Eigenschaft einer Person oder einer Sache aus:

Estas ia birdo sur tiu arbo. – Es ist irgendein Vogel auf diesem Baum.
Mi vidis iajn ostojn sur la tero. – Ich sah irgendwelche Knochen auf dem Boden.
Estas ia homo en tiu tendo. – Da ist irgendein Mensch in diesem Zelt.

Das unbestimmte Adverb des Ortes „ie“

2. Zu dem unbestimmten Pronomen iu gibt es das unbestimmte Adverb des Ortes ie (irgendwo, überall, an irgendeinem Platz). Für Bewegungen in eine Richtung wird der Akkusativ ien (irgendwohin) gebraucht (Kap. 26 #4):

Ie en tiu arbaro estas leono. – Irgendwo in diesem Wald ist ein Löwe.
Ie malantaŭ la soldatoj vi trovos amason da kugloj. – Irgendwo hinter den Soldaten wirst du einen Haufen Patronen finden.
La hirundo flugis ien. – Die Schwalbe flog irgendwo hin.
Mi iros ien, sed mi ankoraŭ ne scias kien. – Ich gehe irgendwo hin, aber ich weiß noch nicht, wohin.

Adjektive als Prädikate von Objekten

3. Ein Adjektiv kann in einer prädikativen Beziehung zum direkten Objekt eines transitiven Verbs, sowie Adverbialobjekt eines intransitiven Verbs (Kap. 3 #4) stehen (zum Beispiel Adverbialobjekt „auf dem Stuhl“ zum Verb „sitzen“). Solch ein adjektivisches Prädikat (Kap. 3 #6) stimmt mit dem Objekt in der Zahl überein, bleibt jedoch im Nominativ; es wird also kein -n angehängt.

Das Prädikat gibt das Ergebnis der Handlung auf das Objekt, die Bedingung, die Qualität oder den ursprünglichen Zustand des Objektes an:

Li faris la mondon feliĉa. – Er machte die Welt glücklich.
Mi lasis la knabon trankvila. – Ich ließ den Jungen in Ruhe (unbeeinträchtigt).
Mi trovis la truon farita. – Ich fand das Loch bereits gemacht.
Mi lasis ilin punitaj. – Ich verließ sie bestraft (sie wurden bestraft).

Anmerkung: Vergleiche die obigen Beispiele und Sätze mit denselben, als Attribut gebrauchten Wörtern (Kap. 2 #4):

Dio faris la mondon feliĉan. – Gott machte die glückliche Welt.
Mi lasis la knabon trankvilan. – Ich verließ den ruhigen Jungen.
Mi trovis la faritan truon. – Ich fand das bereits gemachte Loch.
Mi lasis ilin punitajn. – Ich verließ diejenigen, die bestraft worden waren.

4. Ein Substantiv kann in einer ähnlichen Beziehung nach einem transitiven Verb, sowie nach einem intransitiven Verb (Kap. 3 #5) verwendet werden:

Ŝi nomis sian filinon Mario. – Sie nannte ihre Tochter Maria.
Oni elektis tiun reprezentanto. – Man wählte diesen (Mann) zum Vertreter (Repräsentanten).
Mi vidos lin venkinto. – Ich werde ihn als Sieger sehen.
Mi trovis lin ŝtelisto. – Ich halte ihn für einen Dieb.

Anmerkung: Vergleiche die oben angeführten Beispiele und die folgenden Sätze, die dieselben Wörter als attributive Beziehung (Kap. 2 #4) verwenden:

Ŝi nomis sian filinon Marion. – Sie erwähnte ihre Tochter Maria.
Oni elektis tiun reprezentanton. – Man wählte diesen Repräsentanten. (Er war bereits vor der Wahl ein Repräsentant.)

Vokabeln

anonci – ankündigen
ia – irgendein (Kap. 44 #1)
ie – irgendwo (Kap. 44 #2)
justa – gerecht
klara – deutlich, klar
kreski – wachsen, größer werden
oportuna – angebracht
paŝti – (Vieh) hüten, weiden lassen
plendi – jammern, klagen
proceso – Gerichtsverfahren, Prozess
rajto – Anrecht, Befugnis
ripari – ausbessern, reparieren
suferi – aushalten, erdulden
ŝnuro – Schnur

La ĉevalo kaj la sonorilo. (Leseübung)

Unufoje en malgranda urbeto (Kleinstadt) en Italujo, la reĝo, kiun oni estis nominta Johano, metis grandan sonorilon en la vendejon. Li anoncis ke ĉiu plendanto pri maljusteco havos la rajton alvoki (herbeirufen) juĝiston per tiu sonorilo. Tiam la juĝisto faros proceson en la juĝejo pro tiaj plendantoj. Oni multe uzis la sonorilon, laŭ la anonco de la reĝo, kaj multe da plendantoj ricevis justecon. Sammaniere, granda nombro da maljustuloj estis punata per ĝia helpo. Kiam okazis ke iu homo montris sin maljusta al alia, ĉi tiu anoncis la aferon per la oportuna sonorilo. Kiam iu faris la edzinon malfeliĉa, la sonorilo tuj sonoris por anonci ŝiajn suferojn, kaj por alvoki la juĝiston. Fine, oni tiom uzis la sonorilon justecan, ke la ŝnurego (Seil) estis tute eluzita, kaj ĝia lasta uzinto okaze forrompis ĝin. Sed iu preterpasinto vidis la duonon de la ŝnurego kuŝanta sur la tero, kaj riparis ĝin per kelkaj branĉetoj de apuda arbo. Li pensis en si „Iu plendonto nun trovos ĝin preta por esti uzata.“ Rimarkinde, la branĉetoj ne velkis, sed restis verdaj, kaj kreskis kiel antaŭe.

En la sama urbo loĝis riĉulo kiu estis forvendinta preskaŭ ĉiom de siaj domoj, ĉevaloj, ĉevaletoj, ĉevalidoj, hundoj kaj multekostaj vestoj, ĉar en sia maljuneco li amis nur la monon, kaj tiun li amegis. Li ankoraŭ posedis nur unu maljunan ĉevalon, kaj fine li forsendis eĉ tiun, por sin paŝti laŭ la vojo. En la daŭro de la tago, la ĉevalo ekrimarkis la branĉetojn kreskantajn sur la ŝnurego de la sonorilo. Tuj ĝi kaptis la branĉetojn, por manĝi ilin, kaj tuj la juĝisto aŭdis la sonorilon klare sonoranta. Li rapidis al la vendejo, kaj laŭte ekridis kiam li vidis ies ĉevalon tie. Li decidis puni la riĉulon ĉar tiu ĉi ne donis sufiĉe por manĝi al la maljuna militĉevalo.


Übersetzungsübung

  1. Das Pferd erblickte die Zweige, mit denen ein Vorbeigehender das Glockenseil geflickt hatte.
  2. Da es die die grünen Blätter essen wollte, packte es das Seil, und die Glocke erklang sogleich laut und klar.
  3. Das Pferd warf beinahe die Pfosten um, die die Gerechtigkeitsglocke trugen (Kap. 34 #1).
  4. Jeder (Kap. 37 #1) hatte das Recht, die Glocke zu benutzen, um jegliche Arten von Ungerechtigkeiten zu verkünden.
  5. Der Richter brach in ein Lachen aus, sobald er diese Art von Kläger dort stehen sah.
  6. Er sah öfter menschliche Wesen als Kläger als Tiere.
  7. Wenn ein Arbeiter lieblos mit seiner Frau und seinen Kindern umging, so konnten diese ihre Leiden mittels der praktischen Glocke verkünden.
  8. Leute nannten sie die Glocke der Gerechtigkeit.
  9. Der allgemeinen Meinung nach ist es die Pflicht eines gerechten Richters, Übeltäter und ungerechte Personen zu bestrafen.
  10. Er beschloss, dass er ein Verfahren (faros proceson) gegen den Eigner (Kap. 43 #3) des Pferdes einleiten würde.
  11. Der Mann hatte das Pferd weggetrieben, und es graste (sin paŝtanta) entlang der Straße.
  12. Es war eines jeden Pflicht, seinem Pferd eine Art Behausung zu geben.
  13. Der Richter sagte, „Ich werde herausfinden, wessen Pferd dieses arme Biest ist, und werde einen Eintrag zum Namen dieses Mannes setzen.“
  14. „Ich werde ihm keine Ruhe lassen (trankvila), sondern mich sehr streng zeigen.“



Kapitel 45

Das unbestimmte zeitliche Adverb „iam“

1. Vom unbestimmten Pronomen iu abgeleitet wird das unbestimmte zeitliche Adverb iam (einmal, jemals, irgendwann [einmal]).

Iam mi rakontos la aferon al vi. – Irgendwann einmal werde ich Ihnen die Angelegenheit erzählen.
Reĝo iam loĝis tie. – Ein König wohnte irgendwann einmal dort.
Ĉu vi iam faris proceson kontraŭ li? – Gingen Sie jemals gegen ihn vor Gericht?
Estis iam... – Es war einmal...

Das unbestimmte Adverb „ial“

2. Das unbestimmte Adverb des Motivs oder Grundes ist ial (aus irgendeinem Grund, aus bestimmten Gründen):

Ial li ne riparis la tendon. – Aus irgendeinem Grund reparierte er das Zelt nicht.
Ĉu vi opinias ke ial li maljuste suferas? – Denkst du, dass er aus irgendeinem Grund ungerecht leidet?

Das Kausativ-Suffix „-ig-“

3.a Das Suffix -ig- wird für Verben verwendet, die etwas verursachen, was in ihrem Stamm angegeben wird. Solche Verben werden als „Kausativ“ bezeichnet. Auch das Deutsche enthält viele kausative Verben, wenn sie auch nicht mehr als grammatische Form empfunden werden, zum Beispiel:

fali – fallen
faligi – fällen, zum Fallen bringen
dormi – schlafen
dormigi – (ein)schläfern
sidi – sitzen
sidigi – setzen (zum Setzen bringen)
trinki – trinken
trinkigi – tränken

Weitere Beispiele, die keine direkte Kausativ-Form im Deutschen haben:

dolĉigi – etwas süßen, süß machen (von dolĉa, süß; dolĉi = süß sein)
moligi – weich machen (von mola, weich)
plilongigi – verlängern, länger machen (von pli longa, länger)
faciligi – vereinfachen (von facila, leicht, einfach)
beligi – verschönern (von bela, schön)
konigi – miteinander bekannt machen (von koni, kennen)
mirigi – verblüffen, überraschen (von miri, sich fragen/wundern)
mortigi – töten (von morti, sterben)
okazigi – verursachen, bewirken (wörtlich: „geschehen machen“)

Anmerkung: Das Suffix -ig- kann oft mit „ver-“ oder „... machen“ übersetzt werden. Anstelle des Kausativs kann oft auch das Prädikat des Objekts (Kap. 44 #3) verwendet werden, vergleiche:

Li faris la mondon ĝoja. – Er machte die Welt glücklich.
Li ĝojigis la mondon. – Er beglückte die Welt. / Er machte die Welt glücklich.

b. Kausative Verben können von Wortstämmen, Präpositionen, Adverbien, Präfixen und Suffixen abgeleitet werden, solange es Sinn ergibt:

amasigi – anhäufen, ansammeln (von amaso, Haufen, Menge)
kunigi – vereinen, zusammenbringen (von kun, mit)
forigi – entfernen, „weg machen“ (von for, weg)
ebligi – ermöglichen, möglich machen (von -ebl-, Kap. 34 #2)
igi – bewirken, dazu bringen etwas zu tun

Betonung mittels „ja“

4. Die emphatische Form des Verbs wird im Esperanto dadurch ausgedrückt, dass das Adverb ja (tatsächlich) vor das Verb gesetzt wird:

Vi ja mirigas min! – Du überraschst mich wirklich!
Li ja estas justa juĝisto. – Er ist tatsächlich ein aufrechter Richter.
Li ja havis tiun rajton. – Er hatte wirklich dieses Recht.

Anmerkung: Im Englischen wird dazu das Wort do (tun) verwandt. I do work!, „Ich arbeite wirklich!“ Im Deutschen muss man dazu Adverbien verwenden, „Ich tue arbeiten“ gehört allenfalls der Umgangssprache an.

Vokabeln

akompani – begleiten
danĝero – Gefahr
gvidi – leiten, führen
ial – aus irgendeinem Grund (Kap. 45 #2)
iam – irgendwann (Kap. 45 #1)
indiferenta – gleichgültig
ja – ja, doch (Kap. 45 #4)
kredi – glauben
salti – springen
tiri – ziehen

Anmerkung: Im Englischen werden esti indiferenta und ne esti zorga mit not to care for übersetzt. Im Deutschen gibt es dabei in der Regel keine Schwierigkeiten.

  • Li estas indiferenta al la libro. – He does not care about (is indifferent to) the book. – Das Buch ist ihm gleichgültig.
  • Li ne zorgas pri la libro. – He does not care for (take care of) the book. – Er kümmert sich nicht um das Buch.
  • Estas indiferente al mi ĉu li venos, aŭ ne. – I do not care whether he is coming or not. – Es ist mir egal, ob er kommt oder nicht.

Ĉe la malnova ponto (Leseübung)

Iam loĝis en nia urbeto junulo kiu havis afablan pli junan fratinon. Unu tagon en la daŭro de la bela printempa vetero la junulo invitis la fratinon veturi ien en veturilo tirata de du ĉevaloj. La invito ĝojigis la knabinon, kaj ŝi respondis ke ŝi kun plezuro akompanos la fraton. Tuj ŝi pretigis sin por iri, kaj ili ekveturis. Ili pasis preter pitoreskaj kampoj kaj arbaretoj, kaj fine alvenis al ponto trans la rivero. Ili kredis ĝin malnova kaj ne tre forta, kaj ial la junulino estis treege timigita (verängstigt). „Ho, kara frato,“ ŝi ekkriis, kun eksalteto pro timo, „tiu ponto ja estas danĝera! Mi deziras kuri trans ĝin, ĉar iam la pezeco de unu persono estos tiom tro multe por veturilo sur malforta ponto!“ Sed la timemaj petoj de lia fratino ŝajne kolerigis la junulon, kaj li respondis malafable, „Nu, vi ja mirigas min! Vi montras vin tre malsaĝa, ĉar la konstruintoj de tiu ponto certe faris ĝin sufiĉe forta por tia veturilo kia la nia. Ne estos necese eksalti de ĝi, kaj piede transiri la ponton.“ Tiamaniere li penis trankviligi la kompatindan knabinon, sed tiaj vortoj nur silentigis ŝin, kaj ŝi komencis mallaŭte ploreti. Tamen la frato montris sin indiferenta al ŝiaj timemaj sentoj, kaj tute malatentis ŝiajn larmojn. Li gvidis la ĉevalojn rekte trans la ponton, dum la fratino atendis la bruegon de rompigita ligno, kaj imagis ke ŝi estas tuj mortigota. Tamen, la ponto estis tiel forta kiel la junulo estis klariginta, kaj tute ne estis danĝera. Sed pro la malafableco de la frato al la fratino, ili tute ne agrable pasigis la ceterajn horojn de la posttagmezo, malgraŭ la beleco de la vetero kaj de la kamparo.


Übersetzungsübung

  1. Irgendwo in derselben Stadt lebte ein anderer Junge, der auch eine liebenswerte Schwester hatte.
  2. Eines bequemen Tages begleitete sie ihn bei einer Fahrt in einem von einem schnellen Pferd gezogenen Gefährt.
  3. Als sie die Brücke erreichten (alvenis al), war dieses Mädchen aus irgendeinem Grund ebenfalls beängstigt, genau wie das Mädchen in der anderen Geschichte.
  4. Sie sagte „Ich beabsichtige nicht, mich zu beschweren, aber die Last wird sicherlich zu schwer sein, solange wir darin sind.
  5. Ich befürchte, dass die Brücke gefährlich ist, daher werde ich herausspringen und zu Fuß gehen.
  6. Ich werde auch irgendwelche Blumen pflücken (kolektos), zwischen den Blumen, die da wachsen, nahe dort wo jemandes Pferde grasen.
  7. Ich werde dich nicht lange aufhalten (atendigi).“ Er antwortete: „Diese Brücke ist völlig sicher (nedanĝera), aber anstatt dir davon zu erklären, werde ich die Pferde über die Brücke führen, während du hinübergehst, da mir deine Angst nicht gleichgültig ist.“
  8. Dann half er seiner Schwester aus dem Wagen heraus (eliri) und führte die Pferde hinüber.
  9. Dann sagte er mit einem freundlichen Lächeln: „Es war nicht nötig, zu Fuß hinüberzugehen.“ Sie antwortete: „Nein, aber du hast dich als ein höflicher Bruder gezeigt und warst sehr geduldig.“
  10. Dann ritten sie weiter (antaŭen) und sprachen sehr freundlich miteinander.



Kapitel 46

Das unbestimmte Adverb „iel“

1. Zum Indefinitpronomen iu gibt es ein unbestimmtes Adverb der Art und Weise iel (irgendwie, auf irgendeine Weise):

Mi penis vin iel gvidi lin tien. – Ich versuchte irgendwie, ihn dorthin zu führen.
Iel ni anoncos la decidon. – Wir werden die Entscheidung irgendwie bekannt geben.

Das unbestimmte Adverb „iom“

2. Das unbestimmte Adverb der Menge ist iom (einige, ein bisschen, ein bestimmter Betrag):

Ĉu vi havas iom da tempo? – Hast du ein wenig Zeit?
Ŝi varmigos iom da akvo. – Sie wird etwas Wasser warm machen.
Tiu metodo estas iomete (iom-et-e) danĝera. – Dieser Weg ist ein bisschen gefährlich (Kap. 41 #6).
La ŝnuro estas iom tro longa. – Die Schnur ist etwas zu lang.

Das Suffix „-ad-“

3.a Das Suffix -ad- wird bei Verben benutzt, um sogenannte „Frequentativa“ zu bilden. Ein Frequentativum ist ein Verb, das eine wiederholte, regelmäßige oder gewohnte Handlung ausdrückt. Im Deutschen gibt es kaum Frequentativa. Einige Beispiele sind „kränkeln“ (oft krank sein), „sticheln“ (oft stechen) oder „klingeln“ (wiederholt klingen), allerdings hat diese „-eln“-Endung auch eine abschwächende Wirkung. („werkeln“ – an etwas ein bisschen arbeiten)

frapadi – wiederholt klopfen
rigardadi – wiederholt betrachten, immer wieder hingucken
vizitadi – öfters besuchen, häufig vorbeikommen
Antaŭ du jaroj ŝi tre dolĉe kantadis. – Vor zwei Jahren sang sie häufig sehr süß.
Tiu homo vizitadas la librejo. – Dieser Mann besucht regelmäßig die Bücherei.

b. Ein substantiviertes Frequentativum (zum Beispiel frapado zu frapadi, siehe oben) entspricht im Allgemeinen der Substantivierung eines Verbes im Deutschen, zum Beispiel:

krii – schreien
la krio – der Schrei
kriadi – oft schreien
la kriado – das Schreien (Substantitivierung), das Geschrei
movado – Das Bewegen, Bewegung im Allgemeinen (von movi, bewegen)
pafado – Beschuss, Salve ( = viele Schüsse, von pafo, Schuss)
parolado – eine Rede (= viele Wörter, von parolo, Wort)
pensado – Nachsinnen (= viele Gedanken, von penso, Gedanke)

Mit dem generischen Artikel (Kap. 42 #3) kann ein solches Substantiv mit -ad- ein Subjekt und manchmal ein Objekt eines Verbes ersetzen:

La promenado donas plezuron. – Das Spazierengehen macht Spaß.
Mi preferas la legadon de tiaj libroj. – Ich bevorzuge das Lesen solcher Bücher.

Im Vergleich dazu das Substantiv ohne -ad-:

La promeno donas plezuron. – Der Spaziergang macht Spaß.

Der Gebrauch des Pronomens „mem“

4. Das unveränderliche Pronomen mem (selbst) legt Betonung auf das Substantiv selbst, das ihm vorangeht oder zu dem es offensichtlich gehört. (Die Kombination von mem mit Personalpronomina darf nicht mit Reflexivpronomina [Kap. 8 #2–3] verwechselt werden:)

Mi mem akompanos vin. – Ich selbst werde dich begleiten.
La gvidisto mem perdis la vojon. – Der Führer selbst verlor den Weg.
Mi kredos al la viro mem. – Ich werde dem Mann selbst Glauben schenken.
La viroj mem defendis sin. – Die Männer selbst verteidigten sich.
Ĝi pendas sur la muro mem. – Es hängt selbst auf der Mauer.
Ŝi venis mem por vidi vin. – Sie kam selbst um dich zu sehen.
Mi ekvidis la ŝteliston mem. – Ich erblickte den Dieb selbst.

Vokabeln

Arĥimedo – Archimedes
bani – baden (transitiv)
falsi – fälschen, verfälschen
Hierono – Hiero
honesta – anständig, rechtschaffend
ideo – Idee
iel – irgendwie (Kap. 46 #1)
iom – etwas, ein wenig (Kap. 46 #2)
ĵeti – werfen
kompreni – verstehen
krono – Krone
levi – anheben, aufheben, aufrichten
loko – Ort, Platz, Stelle
mem – selbst (Kap. 46 #4)
oro – Gold
Sicilio – Sizilien

Arĥimedo kaj la kronoj (Leseübung)

Iam bonekonata reĝo, nomita Hierono, vivadis en granda urbo en Sicilio, kiu estas sudokcidenta de Italujo. Li suspektis ke iam la kronfaristoj, kiuj fabrikadis kronojn por li, ne uzis ĉiom de la oro donita al ili de la reĝo, sed falsadis ĝin per la uzado de iu alia materialo. Tamen, Hierono ne povis per si mem eltrovi ĉu oni falsadas la oron. Tial li venigis grekan klerulon, kies nomo estis Arĥimedo, kaj rakontis al li sian timon pri la falsita oro. Arĥimedo certigis lin ke iel li ja eltrovos pri la falsado, kaj helpos la reĝon kontraŭ la falsintoj, kiuj estis tiel indiferentaj al la honesteco. Ĉiutage li multe pensadis pri la afero, sed ju pli longe li pensadis, des malpli sukcesaj estis liaj penoj, ĝis iu tago, kiam li okaze faris interesan eltrovon. Li estis ĵus baninta sin, kaj subite ekrimarkis ke dum li mem restis en la akvo, ial ŝajnis esti iomete pli multe da akvo en la banujo ol antaŭe. Tuj li komprenis ke lia korpo estas forpuŝinta iom de la akvo el ĝia loko. Li komprenis ke tiom da akvo estas elpuŝita, kiom antaŭe estis en tiu loko kie li mem estas. Tia levado de la akvo per lia korpo donis al li saĝan ideon, kaj li prenis en la mano du aŭ tri orajn kronojn. Li ĵetis ilin unu post la alia en la banujon, kaj zorge rimarkis al kiu alteco ĉiu el ili levis la akvon. Tiam li eltiris ilin, kaj enmetis la kronon pri kiu Hierono estis plej suspektema. Li rimarkis ke ĉi tiu ne tiel alten levis la akvon, tial li estis certa ke la oro en ĝi estas multe falsita. Oni diras ke kiam li eltrovis ĉi tiun metodon por montri la falsadon de la malhonestaj kronfaristoj, li eksaltetis pro ĝojo kaj ekkriis „eŭreka“, kiu estas la greka vorto por „mi estas trovinta.“ Tiun saman vorton oni ankoraŭ nun uzadas en la angla lingvo.


Übersetzungsübung

  1. Vor einigen Jahrhunderten lebte in Sizilien ein reicher und mächtiger (multepova) König namens Hiero.
  2. Manchmal war er argwöhnisch gegenüber den Kronschmieden, die ihm aus dem Gold, das er selber ihnen gab, Kronen fertigten (faris).
  3. Er fragte sich, ob diese Männer ehrlich waren.
  4. Er vermutete, dass sie vielleicht (eble) nicht alles Gold verwendeten, das ihnen gegeben wurde, sondern etwas davon für sich behielten.
  5. Er konnte nicht von sich aus (per si mem) herausfinden, ob sie das Krongold entwerteten, also rief er einen weisen Mann aus (el) Griechenland herbei.
  6. Diesem sehr kundigen Mann, dessen Name Archimedes war, trug er seine Befürchtungen vor.
  7. Archimedes versicherte dem König, dass er den Sachverhalt irgendwie herausfinden werde.
  8. Er meditierte jeden Tag mehrere Stunden und versuchte eine befriedigende (kontentiga) Methode herauszufinden, scheiterte aber aus irgendwelchen Gründen.
  9. Eines Tages jedoch bemerkte er, als er sich badete, dass etwas mehr Wasser als vorher in der Badewanne zu sein schien, wenn er selbst darin war.
  10. Der Anstieg des Wassers brachte ihn auf eine Idee.
  11. Er warf die Kronen nacheinander ins Wasser und vermerkte, wieviel Wasser jede verdrängte.
  12. Auf diese Weise (tiamaniere) erkannte er, um wieviel jede von den örtlichen (lokaj) Kronschmieden verunreinigt worden war, welche Hiero bald ins Gefängnis warf (la malliberejon).



Kapitel 47

Das negative Pronomen

1. Das negative Pronomen (und pronominales Adjektiv) ist neniu, keiner, niemand, nicht (gebildet ne und iu, mit einem mittleren wegen des Wohlklangs eingefügten n):

Neniu el vi komprenas min. – Keiner von euch versteht mich.
Mi trovis neniun preta por iri. – Ich fand niemanden bereiten zu gehen.
Li havis neniun honestan serviston. – Er hatte keinen ehrlichen Diener.

2. Das negative Pronomen neniu hat eine possessive oder Genitivform, nenies, niemandes, niemandes:

Ĉies afero estas nenies afero. – Jedermanns Angelegenheit ist niemandes Angelegenheit.
Li laŭdos nenies ideojn. – Er wird niemandes Ideen loben.

Der adverbielle Gebrauch des Partizips

3. Partizipien können dazu verwendet werden, ein Substantiv näher zu beschreiben, wie in la parolanta viro (der sprechende Mann) oder la sendota knabo (der zu sendende Junge). Ebenso können Partizipien adverbiell genutzt werden, also einen Satz oder ein Verb näher beschreiben.

Auch im gehobenen Deutsch werden gelegentlich adverbielle Partizipien gebraucht um Gleichzeitigkeit auszudrücken: „Er verließ den Raum lachend“, „Ich ging trottend die Straße entlang.“ Ebenso drücken auch im Esperanto solche Partizipien Begleitumstände, Grund, Art und Weise und Ähnliches aus. Wird ein Partizip adverbiell verwandt, so erhält es auch die Adverbendung -e.

Ĝojante, mi ridis. – Mich freuend lachte ich.
Forironte, ni adiaŭis lin. – Weggehend verabschiedeten wir uns von ihm.
Baninte la infaneton, ŝi dormigis ĝin. – Den Säugling gebadet habend (nachdem sie ihn gebadet hat) legte sie ihn zum Schlafen hin.
Estante ruzaj, ili falsis la oron. – Durchtriebenerweise fälschte er das Gold.
Tiel helpate de vi, mi sukcesos. – Da mir so (auf diese Weise) von dir geholfen wird, werde ich Erfolg haben.
Silentigite de li, ili ne plendis. – Nachdem sie von ihm zum Schweigen gebracht wurden, beschwerten sie sich nicht.
Punote, li ekkriis. – Kurz davor, bestraft zu werden gab er einen Schrei von sich.
Ne parolinte, li foriris. – Nicht gesprochen habend (Ohne ein Wort) ging er weg.
Li venis, ne vokite. – Er kam ungerufen.

Anmerkung: Es ist streng voneinander zu trennen, ob ein Partizip adverbiell gebraucht wird oder ob es das Subjekt oder ein Objekt beschreibt. Im ersten Fall endet es auf -e, im zweiten auf -a und im dritten auf -a oder -an (Akkusativ).

Das Präfix „re-“

4. Das Präfix re- gibt die Wiederholung oder „Wiederkehr“ einer Handlung, einer Person oder eines Zustandes an (im Deutschen „wieder-“ oder in Fremdwörtern „re-“).

rekapti – wieder aufgreifen
renovigi – erneuern
rekoni – wieder (er-)kennen
Ĝis la revido! – Auf Wiedersehen!
ree – noch mal, wieder
Li iras ien kaj reen. – Er geht auf und ab (hin und her).
rebrili – reflektieren, widerspiegeln
reteni – zurückhalten
reveni – wiederkehren, zurückkommen
reiri – zurückgehen
reĵeti – zurück werfen
redoni – zurückgeben

Vokabeln

bruli – brennen
cilindro – Zylinder
detrui – zerstören
fama – berühmt
filozofo – Philosoph
fiziko – Physik
insulo – Insel
maŝino – Maschine
nenies – niemandes (Kap. 47 #2)
neniu – niemand (Kap. 47 #1)
problemo – Problem
Sirakuzo – Syrakus
spegulo – Spiegel
ŝraŭbo – Schraube

La filozofo Arĥimedo (Leseübung)

Eble neniu greka klerulo estis pli fama ol la filozofo Arĥimedo. Longe studadinte la problemojn de la geometrio kaj de la fiziko, li faris multe da eltrovoj. Li tiel multe komprenis pri la uzado de la levilo (Hebel) ke oni rakontas la sekvantan rakonteton pri li: Li diris al la reĝo Hierono „Kiam oni donos al mi lokon sur kiu mi povos stari, mi mem ekmovos la mondon per mia levilo!“ Zorge ekzameninte la ecojn (202) de la ŝraŭbo kaj de la cilindro, li elpensis diversajn maŝinojn en kiuj ŝraŭboj kaj cilindroj estas iamaniere kunigitaj. Uzante unu el tiuj maŝinoj, oni povis facile puŝi al la akvo la ŝipojn (necese konstruitajn sur la tero); kiujn antaŭe la viroj mem enpuŝis en la akvon, kun multe da laboro, aŭ tiris tien per ĉevaloj. Uzante alian maŝinon elpensitan de tiu greko, oni povis levi akvon de unu loko al alia. Ankoraŭ nun oni nomas tian maŝinon la „ŝraŭbo de Arĥimedo“. En la daŭro de granda militado kontraŭ la urbo Sirakuzo, sur la insulo Sikelio, Arĥimedo elpensis diversajn maŝinojn por helpi la Sirakuzanojn. Vidinte ke la sunlumo rebrilas de spegulo, li faris el speguloj maŝinon per kiu li ekbruligis (in Brand setzen) la ŝipojn de la malamikoj. Ĉi tiuj, ne komprenante kiamaniere* la ŝipoj ekbrulis, estis multe timigitaj. Sed eĉ helpite de Arĥimedo la Sirakuzanoj ne venkis. Post iom da tempo, la malamikoj kaptis kaj tute detruis la urbon Sirakuzon. Nenies domo restis netuŝita, kaj centoj da personoj estis mortigataj. Oni ne scias per kia morto Arĥimedo mortis, sed eble la malamikoj, iel rekoninte la elpensinton de la spegulmaŝino, ĵetis lin en la maron aŭ alimaniere lin mortigis.

Anmerkung: Die Verwendung von kiamaniere (welche Art und Weise) ist hier der Verwendung von kiel (Kap. 33 #2) vorzuziehen, denn letzteres wird in indirekten Fragen verwendet und kann auch als Relativpronomen auftreten, wobei es dann oft mit wie übersetzt wird.


Übersetzungsübung

  1. Der griechische Philosoph Archimedes war nicht nur früher unter seinen Zeitgenossen (Kap. 35 #4b, Kap. 28 #4) berühmt, sondern auch heute ist sein Name überall bekannt.
  2. Niemandes Wissen über die Probleme der Geometrie und Physik war größer.
  3. Niemand verstand die Eigenschaften des Zylinders und der Schraube besser.
  4. Nach langem Studium dieser Eigenschaften und viel Meditation darüber verstand er sie ein wenig (Kap. 46 #2) besser als alle anderen (iu alia).
  5. Die Geschichte über die Entwertung der Goldkronen ist bereits erzählt worden.
  6. Es existiert eine weitere Anekdote, nämlich (nome) dass er zu Hieron, dem König von Syrakus, bemerkte, dass er mit einem Hebel die Welt bewegen würde, sobald er einen Platz hätte, auf dem er selber stehen könne.
  7. Nach der Entdeckung, wie (kiamaniere) das Sonnenlicht von einem Spiegel reflektiert wird und das Holz erwärmt, auf das es scheint, erfand er eine Maschine aus Spiegeln.
  8. Mit Hilfe dieser Maschine war es den Syrakusern möglich, die hölzernen Schiffe ihrer Gegner in Brand zu setzen.
  9. Die Feinde wurden jedoch nicht von der Insel vertrieben, sondern erneuerten und reparierten sogleich ihre Schiffe und schickten sie wieder zum Angriff auf die Stadt.
  10. Als sie schließlich die Stadt eingenommen hatten, zerstörten sie sie und töteten eine große Anzahl der Einwohner (loĝantoj), auch Archimedes selbst.



Kapitel 48

Das negative Adjektiv „nenia“

1. Das negative Adjektiv, verbunden mit dem negativen Pronomen neniu, ist nenia (keine Art, keine Sorte, keinerlei) drückt eine negative Idee bezüglich der Qualität einer Person oder einer Sache aus:

Mi havas nenian spegulon. – Ich habe keinerlei Spiegel.
Nenia problemo estas tro malfacila por li. – Kein wie auch immer geartetes Problem ist für ihn zu schwierig.

Das negative Adverb des Ortes „nenie“

2. Das negative Adverb des Ortes ist nenie nirgends. Die Endung -n wird hinzugefügt, wenn eine Richtung gemeint ist (nirgendwohin):

Nenie estas pli bona maŝino. – Nirgendwo ist eine bessere Maschine.
Mi iros nenien morgaŭ. – Ich werde morgen nirgendwo hingehen.

Das negative zeitliche Adverb „neniam“

3. Das negative Adverb der Zeit ist neniam nie, niemals, in keiner Zeit:

Neniam vivis pli fama filozofo. – Nie lebte ein berühmterer Philosoph.
Vi neniam trovos tiajn ŝraŭbojn aŭ cilindrojn. – Sie werden niemals solche Schrauben oder Zylindern finden.

Das Suffix „-aĵ-“

4. Das Suffix -aĵ- wird zur Bildung von Wörtern, die etwas konkretes bezeichnen, verwendet. Es stellt somit einen Gegensatz zum Suffix -ec- (Kap. 42 #4) dar.

a. Ein Wort, das mittels des Suffixes -aĵ- aus einem Verb als Wurzel abgeleitet wird, bezeichnet ein konkretes Beispiel aus, das der Aktion der Wurzel unterworfen ist, oder, im intransitiven Fall, aus der Aktion der Wurzel resultiert:

konstruaĵo – Gebäude, Konstruktion
sendaĵo – Sendung
manĝaĵo – Essen, Nahrung
kreskaĵo – Pflanze, Gewächs
rebrilaĵo – Reflexion
restaĵo – Rest

b. Ein mittels des Suffixes -aĵ- aus einer adjektivischen Wurzel gebildetes Wort bezeichnet ein Ding, das durch die Eigenschaft, die durch die Wurzel ausgedrückt wird, charakterisiert werden kann oder diese Eigenschaft hat.

belaĵo – etwas schönes
maljustaĵo – Ungerechtigkeit
mirindaĵo – Wunder
okazintaĵo – Vorkommnis

c. Wird das Wort aus einer substantivischen Wurzel mittels des Suffixes -aĵ gebildet, so bezeichnet es ein Ding, das aus dem, für das die Wurzel steht, hergestellt oder abgeleitet ist:

sukeraĵo – Süßigkeit
ovaĵo – Omelette
oraĵo – vergoldeter Gegenstand
araneaĵo – Spinnennetz

Das Adverb „jen“

5. Das Adverb jen wird verwendet, um auf etwas hinzuweisen oder Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken. Es hat damit etwa die gleiche Bedeutung wie französisch voici und voilà, welche so viel wie „sieh mal hier/da“ heißen.

Jen estas la problemo! – Da liegt das Problem!
Jen la filozofo! – Sieh mal da, der Philosoph!
Jen ŝi ludas, jen ŝi studas. – Jetzt spielt sie, jetzt studiert sie.
Mi faris ĝin jene. – Ich tat es, wie folgt.
Mi agis laŭ la jena metodo. – Ich handelte folgendermaßen. (gemäß dieser/folgender Methode)
Li diris la jenajn vortojn. – Er sprach die folgenden Worte.

Vokabeln

aranĝi – arrangieren
arto – Kunst
bero – Beere
jen – da, hier ist (Kap. 48 #5)
ĵaluza – eifersüchtig
konkurso – Wettstreit
lerta – geschickt
nenia – keinerlei (Kap. 48 #1)
neniam – nie (Kap. 48 #3)
nenie – nirgendwo (Kap. 48 #2)
pentri – malen
postuli – fordern, verlangen
precipa – hauptsächlich
regulo – Regel
trompi – täuschen
vino – Wein

Du artkonkursoj (Leseübung)

Vivadis en Grekujo antaŭ multaj jarcentoj du lertaj famaj pentristoj. Ili estis reciproke ĵaluzaj, kaj neniam povis interparoli paceme. Ne povinte decidi la problemon, kaj eltrovi kiu el ili estas la plej lerta, ili fine aranĝis konkurson pri la pentrado. Laŭ ĝiaj reguloj, ĉiu el ili pentris pentraĵon, por montri sian lertecon. Unu pentris teleron da vinberoj (Weintrauben). Ĝi estis tiel mirinde kolorigita ke eĉ la birdoj venis kaj penis ĝin manĝi, pensinte ĝin ne nur pentraĵo, sed la vinberoj mem. „Nenia pentraĵo povos superi la mian,“ ĝojege ekkriis la pentristo, „jen, la birdoj mem rekonas mian lertecon!“ Tiam li diris al la alia artisto, „Nu, kial vi ne fortiras tiun kurtenon? Mi volas rigardi vian pentraĵon.“ La dua pentristo respondis kun rideto, „Jen estas mia pentraĵo. Nenie apud vi estas kurteno, sed vi vidas nur pentraĵon de kurteno antaŭ tiu konstruaĵo.“ Tre mirigite, la pentrinto de la vinberoj diris „Vi ja superas min en la pentrado. Mi trompis la birdojn per mia pentraĵo, sed vi trompas eĉ aliajn artistojn! Tia lerteco estas ja mirindaĵo!“

Oni rakontas similan okazintaĵon pri fama artisto kiu pentris multe da pentraĵoj por Aleksandro Granda. Malgajninte en konkurso kontraŭ iuj aliaj artistoj, li opiniis ke la juĝintoj estas maljustaj al li, precipe pro la ĵaluzeco. Li ekkriis „Ĉar niaj pentraĵoj estas bildoj de ĉevaloj, ili certe postulas ĉevalajn juĝantojn!“ Tial oni enkondukis du aŭ tri ĉevalojn. La ĉevaloj, tute ne rigardinte la pentraĵojn de la aliaj artistoj, kuris rekte al tiu de la plendinta artisto, kaj klare montris sian rekonadon de la tie pentritaj ĉevaloj. Surprizite, oni diris „Jen estas justaj juĝantoj!“ Tuj oni laŭdis la pentriston kaj severe punis la malhonestajn homajn juĝintojn.


Übersetzungsübung

  1. Syrakus war die größte Stadt auf der Insel Sizilien.
  2. Der berühmte Philosoph und Physiker Archimedes verlor sein Leben, als die Stadt zerstört und vollständig niedergebrannt wurde.
  3. Zumindest scheint nach diesem Ereignis keinerlei Spur von ihm gefunden worden zu sein.
  4. Möglicherweise war nie ein gelehrterer Mann in Syrakus.
  5. Griechenland war berühmt für seine geschickten Maler, und es gibt viele Anekdoten über diese.
  6. Ein Maler, der in einem bestimmten Wettbewerb versagte, glaubte, die Schiedsrichter seien ungerecht zu ihm gewesen.
  7. Er rief aus: „Schaut auf diese Ungerechtigkeit! Nirgends kann ich einen Menschen finden, der nicht neidisch ist.
  8. Da die Gemälde hauptsächlich Pferde darstellen, brauchen sie da nicht Pferde als Schiedsrichter?“
  9. Sein Vorschlag wurde angenommen (Kap. 12 #2), und einige Pferde wurden hereingeführt.
  10. Ohne die anderen Gemälde zu beachten (Kap. 47 #3), gingen die Pferde sogleich zu dem Gemälde des erfolglosen Künstlers und zeigten sofortiges Erkennen der dort gemalten Pferde.
  11. Diese Vorführung zeigte, welcher Wettbewerber (konkursinto) der geschicktere war.
  12. Der Maler, der die Pferde getäuscht hatte, wie ein anderer Künstler einst Vögel mit Bildern von Trauben getäuscht hatte, sagte: „Tiere entscheiden nicht nach Regeln, sondern nach Gefühl.“



Kapitel 49

Die negativen Adverbien „nenial“, „neniel“, „neniom“

1. Das negative Adverb des Motivs oder Grunds, verbunden mit dem negativen Pronomen neniu, ist nenial, aus keinem Grund, ohne Grund, grundlos:

Li estas nenial ĵaluza. – Er ist grundlos eifersüchtig.
Nenial li trompis vin. – Ohne Grund täuschte er dich.

2. Das negative Adverb der Weise ist neniel – keineswegs, auf keine Weise:

Mi povos neniel aranĝi konkurson. – Ich kann keineswegs einen Wettbewerb arrangieren.
Tiu ago estas neniel laŭregula. – Diese Tat ist keineswegs fair (regelkonform, gemäß Regel).

3. Das negative Adverb der Menge ist neniom – nichts von, kein:

Tiu pentraĵo postulas neniom da lerteco. – Solch eine Malerei verlangt keine Geschicklichkeit.
Estas neniom da vino en lia glaso. – Es ist kein Wein in seinem Glas.

Das Suffix „-iĝ-“

Das Suffix -iĝ- wird benutzt, um aus intransitiven Verben inchoative Verben zu bilden, das sind solche, die den Beginn der bezeichneten Handlung ausdrücken.

4. Inchoative Verben, die sich aus einer intransitiven Verbwurzel ableiten, deuten den Beginn oder die Entstehung der in der Wurzel benannten Handlung oder Bedingung an:

sidiĝi – sich setzen, sich hinsetzen, einen Sitz einnehmen
stariĝi – aufstehen, sich erheben, sich aufrichten

5. Intransitive Verben können auf ähnliche Weise aus Wurzeln transitiver Verben gebildet werden. Sie bezeichnen dann eine Handlung des Verbs, die nicht direkt mit der Aktion des Subjekts auf sich selbst zusammenhängt (wie im Falle reflexiver Verben, Kap. 8 #4) und die nicht durch eine direkte Aktion verursacht werden (wie im Passiv, Kap. 36 #2):

La pordo fermiĝas. – Die Tür schließt sich.
La veturilo moviĝas – Das Fahrzeug ist in Bewegung.
La branĉo rompiĝas. – Der Ast bricht.
Grupo da personoj kolektiĝis. – Eine Gruppe von Personen sammelt sich.

Anmerkung: Vergleiche die Beispiele in den folgenden Sätzen, in denen dieselbe Verbwurzel in einfacher Form und im Passiv verwendet wird:

Ni fermas la pordon. – Wir schließen die Tür.
La pordo estas fermita. – Die Tür wurde geschlossen.


Oni movas la veturilon. – Man bewegt das Fahrzeug.
La veturilo estas movata. – Das Fahrzeug ist bewegt worden.


Mi rompas la branĉon. – Ich zerbreche den Ast.
La branĉo estas rompita. – Der Ast ist zerbrochen worden.


Li kolektis florojn. – Er pflückte Blumen.
Floroj estas kolektitaj. – Es sind Blumen gepflückt worden.

6. Intransitive Verben können auf ähnliche Weise aus adjektivischen Wurzeln gebildet werden. Sie bezeichnen dann den Erwerb der charakteristischen Eigenschaft, die durch die Wurzel ausgedrückt wird.

laciĝi – müde werden, ermüden
varmiĝi – warm werden
maljuniĝi – alt werden, altern

7. Verben können auf diese Weise auch von Wurzeln gebildet werden, die Substantive, Präpositionen, Präfixe und Suffixe sind, wenn dies einen Sinn ergibt:

amikiĝi – Freunde werden, sich anfreunden
kuniĝi – verbunden werden
foriĝi – weggehen, verschwinden
ebliĝi – möglich werden

Vokabeln

apenaŭ – kaum, gerade noch
atmosfero – Atmosphäre
dubi – bezweifeln
efektiva – effektiv, tatsächlich
hela – hell
horizonto – Horizont
krepusko – Dämmerung
nenial – aus keinem Grunde (Kap. 49 #1)
neniel – auf keine Weise (Kap. 49 #2)
neniom – nichts (Kap. 49 #3)
ombro – Schatten
pejzaĝo – Landschaft
radio – Strahl
tropika – tropisch

La krepusko (Leseübung)

Estas tre agrable eksidi sur herbo kaj rigardi dum bela somera tago la plilongiĝantajn ombrojn. Iom post iom la suno sinkas kaj fine malaperas malantaŭ monteto. La nuboj eklumas en belaj koloroj, kaj la tuta pejzaĝo pli kaj pli beliĝas. Malrapide kreskas la krepusko kaj anstataŭas la helan sunlumon, kaj fine ĉie noktiĝas. La krepusko estas la rebrilado de la sunlumo en la atmosfero, post la malapero de la suno. Tio okazas en jena maniero: la radioj suprenbriladas, en la aeron super niaj kapoj, en la okcidenta parto de la ĉielo. De tie ili rebriladas tiamaniere ke la ĉielo lumiĝas. Kiam estas iom da nuboj sur la ĉielo okcidenta, la sunradioj briladas rekte kontraŭ ilin, belege kolorigante tiujn nubojn. En tropikaj landoj la krepuskiĝo okazas tre rapide. Ĝi ne nur komenciĝas subite, sed ankaŭ daŭras tre mallongan tempon. La noktiĝo preskaŭ tuj sekvas la taglumon, kun rimarkinda subiteco. Apenaŭ komenciĝas la krepusko, kiam la subiranta suno ŝajnas fali preter la horizonto. Tute male okazas en landoj tre nordaj. Tie krepuskiĝas tre frue en la tago, kaj la krepusko daŭras longan tempon antaŭ ol venas la nokto. Efektive en tiuj landoj la krepusko dum ses monatoj de la jaro tute anstataŭas la nokton. Tie oni havas krepuskon dum jarduono, kaj la taglumon dum la sekva jarduono. Krepusko daŭranta tiom da tempo estas tiel rimarkinda kiel tago de tia sama longeco. Mi dubas ĉu tia disdivido de la tempo inter tago kaj malhela nokto estas agrabla, sed oni ne povas eviti tion. Ĉiu tre norda lando havas en ĉiu jaro tiun travivaĵon kaj fakte oni apenaŭ rimarkas ĝin.


Übersetzungsübung

  1. Nirgends habe ich eine amüsantere Geschichte gelesen als die von (pri) den zwei Malern, die – aufeinander (Kap. 38 #4) neidisch – einen Wettbewerb vereinbarten.
  2. Einer malte ein Büschel (Kap. 27 #4) Trauben, so vortrefflich, dass die Vögel hinflogen.
  3. Der andere täuschte seinerseits seinen Konkurrenten mit einem Gemälde eines Vorhanges.
  4. Die berühmtesten Künstler jedoch zeigen oft ihre Fähigkeiten durch das Malen (Kap. 47 #3) von Bildern von Sonnenuntergängen – hauptsächlich wegen den leuchtenden Farben, denke ich.
  5. Tatsächlich (efektive) bezweifle ich, ob es einen schöneren Anblick (Kap. 48 #4b) gibt als den Sonnenuntergang.
  6. Er entsteht durch die hellen Sonnenstrahlen, die durch die Atmosphäre zurückstrahlen, lange nachdem die Sonne den Horizont unterschritten hat.
  7. Je mehr Feuchtigkeit (malsekaĵo) in der Luft ist, desto strahlender sind die Farben, und desto schöner wird die ganze Landschaft.
  8. In tropischen Landen bricht die Nacht sehr plötzlich herein, und es gibt fast keinerlei Zwielicht.
  9. Tatsächlich tritt dort kaum ein Zwielicht auf.
  10. In den Ländern im hohen Norden dauert das Zwielicht dagegen sechs Monate, und im Rest des Jahres ist es Tag.
  11. Sich in einem solchen Land aufzuhalten, ist sicherlich eine bemerkenswerte Erfahrung.
  12. Es ist für Personen, die dort nie gelebt haben, in keiner Weise nachvollziehbar.
  13. Solche Dinge steigern mein Verlangen, diese nördlichen Lande zu besuchen.
  14. Keinesfalls jedoch wünsche ich in den tropischen Ländern zu verweilen.



Kapitel 50

Auf „-o“ endende Pronomen

1. Im Gegensatz zu den auf -u endenden Pronomen (tiu, kiu, ĉiu, iu, neniu), beziehen sich die analog auf -o endenden Pronomen auf ein Objekt, eine Tatsache oder eine Handlung welche nicht genau definiert ist (handelt es sich jedoch um Personen, werden stets die -u-Pronomen verwendet). Da diese Pronomen stets etwas vage sind, können sie weder in der Pluralform noch als pronominale Adjektive verwendet werden.

Demonstrativ:

tio – das (Ding, Fakt oder Handlung)
ĉi tio – dieses (Ding, Fakt oder Handlung)

Interrogativ und Relativ:

kio – was?, was

Distributiv:

ĉio – alles
ĉio ĉi – dies alles

Indefinit:

io – irgendeines, etwas

Negativ:

nenio – nichts

2. Ein unpersönliches Pronomen im Prädikat oder der Verhältnisbeziehung zu einem Pronomen, das in -o endet, muss selbst aus obiger Reihe sein:

Kio estas ĉi tio, kion vi diras? – Was ist das, was Sie sagen?
Ŝi vidis tion, kio ĵus okazis. – Sie sah das, was gerade vorkam.
Ĉio ĉi, kion vi vidas, estas farita de ili. – Alles hier (all das), das Sie sehen, wurde von ihnen gemacht.
Li havas ion por vi, sed nenion por mi. – Er hat etwas für Sie, aber nichts für mich.

Tabellwörter

3. Pronomina, Adjektive und Adverbien, die mit einander als entsprechend demonstratives, interrogatives, Verwandten usw. verbunden sind, werden „Korrelate“ genannt. Im Esperanto ist das korrelative System abgeschlossener als in jeder anderen Sprache und kann wie folgt zusammengefasst werden:

ki-
fragend
ti-
hinweisend
i-
unbestimmt
ĉi-
allumfassend
neni-
verneinend
-u
Person, benannte Sache
kiu (Kap. 31 #1)
wer, welcher, welche, welches
tiu (Kap. 13 #1)
jener, der
iu (Kap. 43 #1)
jemand, irgendein
ĉiu (Kap. 37 #1)
jeder
neniu (Kap. 47 #1)
keiner, niemand
-o
unbenannte Sache
kio (Kap. 50 #1)
was
tio (Kap. 50 #1)
jenes, das
io (Kap. 50 #1)
irgendwas, etwas
ĉio (Kap. 50 #1)
alles
nenio (Kap. 50 #1)
nichts
-e
Ort
kie (Kap. 32 #2)
wo
tie (Kap. 16 #1)
dort, da
ie (Kap. 44 #2)
irgendwo
ĉie (Kap. 39 #1)
überall
nenie (Kap. 48 #2)
nirgendwo
-am
Zeit
kiam (Kap. 33 #1)
wann
tiam (Kap. 17 #1)
dann
iam (Kap. 45 #1)
irgendwann
ĉiam (Kap. 40 #1)
immer
neniam (Kap. 48 #3)
nie
-a
Eigenschaft
kia (Kap. 32 #1)
wie, was für ein
tia (Kap. 15 #1)
solch ein
ia (Kap. 44 #1)
irgendein
ĉia (Kap. 38 #1)
jederlei
nenia (Kap. 48 #1)
keinerlei
-el
Art und Weise
kiel (Kap. 33 #2)
wie, auf welche Weise
tiel (Kap. 20 #1, Kap. 33 #2)
so
iel (Kap. 46 #1)
irgendwie
ĉiel (Kap. 41 #1)
auf jede Weise
neniel (Kap. 49 #2)
in keiner Weise
-om
Menge
kiom (Kap. 35 #1)
wieviel
tiom (Kap. 23 #4)
soviel
iom (Kap. 46 #2)
etwas, ein wenig
ĉiom (Kap. 41 #2)
alles
neniom (Kap. 49 #)
nichts
-al
Grund
kial (Kap. 28 #1)
warum
tial (Kap. 18 #1)
darum
ial (Kap. 45 #2)
aus irgendeinem Grund
ĉial (Kap. 40 #2)
aus jedem Grund
nenial (Kap. 49 #1)
aus keinem Grund
-es
Besitz
kies (Kap. 31 #2)
wessen
ties (Kap. 14 #4)
dessen, deren
ies (Kap. 43 #2)
irgend jemandes
ĉies (Kap. 37 #2)
jedermanns
nenies (Kap. 47 #2)
niemandes

Die Verwendung von „ajn“

4. Das Wort ajn kann hinter jedes fragende oder unbestimmte Relativpronomen gesetzt werden und gibt diesem einen verallgemeinernden Sinn. Um eine Verwechslung mit einer Akkusativ-Plural-Endung zu vermeiden, wird es niemals mit dem vorhergehenden Pronomen verschmolzen:

kio ajn – was (auch) immer
kies ajn – was (auch) immer
kies ajn – wo (auch) immer
kiam ajn – wann (auch) immer
kiom ajn – wieviel (auch) immer
ia ajn – welcher Art (auch) immer

Das Suffix „-ing-“

5. Das Suffix -ing- wird zur Bildung von Wörtern verwendet, die etwas bezeichnen, das den in der Wurzel genannten Gegenstand (ent)hält:

glavingo – Schwertscheide
plumingo – Federhalter
lumingo – Fackelhalter
ingo – Behältnis, Gehäuse, Hülse

Vokabeln

ĉio – alles (Kap. 50 #1)
Gordio – Gordios
io – irgendwas (Kap. 50 #1)
jugo – Joch
klini – beugen, neigen (transitiv)
kio – was (Kap. 50 #1)
ligi – verbinden
nenio – nichts (Kap. 50 #1)
ofero – Opfer
regi – regieren
sankta – heilig
templo – Tempel
tio – das, dies (Kap. 50 #1)
utila – nützlich

La gordia ligaĵo (Leseübung)

Unufoje en antikva tempo la regatoj de iu reĝolando en Azio ne havis reĝon. Ne sciante kion fari, ili demandis de la dioj. La dioj respondis, „Kiu ajn venos unue en nian sanktan templon hodiaŭ, por fari oferojn, estos via reĝo.“ Okaze kamparano nomita Gordio venis al la templo, ĵus post la tagiĝo. La regatoj tuj rekonis la estontan reĝon, kvankam li veturis sur peza malbela veturilo. Salutinte la surprizitan kamparanon, oni nomis lin reĝo. Decidinte fari dankoferon al la dioj, Gordio metis en la templon la veturilon mem sur kiu li tien veturis, antaŭ ol li komencis regi kiel la nova reĝo. La jugo estis alligita (fest verbunden) per granda ligaĵo el ŝnurego. Post la morto de Gordio oni grade komencis kredi ion tre interesan pri tio. Oni diris ke tiu, kiu povos iel ajn malligi tiun ligaĵon, fariĝos reganto super ĉiuj reĝoj de Azio.

Post kelkaj jaroj Aleksandro Granda decidis fari grandan militadon kontraŭ Azio, kaj alproksimiĝis al la lando kie estis reginta Gordio. Kiam li demandis, „Kio estas ĉi tie la plej interesa vidindaĵo?“ oni rakontis al li tion, kion oni diras pri la ŝnurega ligaĵo sur la veturilo de Gordio. Kompreneble (Selbstverständlich) Aleksandro deziris fari ion ajn utilan por venki Azion, tial li tuj venigis gvidiston por konduki lin al la templo. Alveninte tien, li zorge rigardadis la ligaĵon, kaj ekzamenis la ŝnuregon el kiu ĝi estis farita. Tiam, elpreninte sian glavon el la glavingo, subite kliniĝante li rekte tratranĉis la tutan ligaĵon. „Nenio estas pli facila ol tio,“ li diris, „kaj nun mi ne dubas ĉu mi certe regos super ĉiuj reĝoj de Azio.“ Pro tio, kion faris Aleksandro Granda, oni ankoraŭ nuntempe diras, kiam iu ajn superas malfacilaĵon per kia ajn subita metodo, „Li tranĉis la gordian ligaĵon.“


Übersetzungsübung

  1. Man hört oft die Äußerung: „Ich werde diesen Gordischen Knoten zerschlagen.“
  2. Es gibt eine interessante Geschichte darüber.
  3. Ein Wagen, dessen Ziehgeschirr mit einem großen Knoten an den Pfahl gebunden war, war mitten in den Tempel gestellt worden.
  4. Es war ein Dankesopfer für die heiligen Götter, durch deren Hilfe Gordios in alten Zeiten König geworden war.
  5. Es wurde gesagt, dass wer auch immer fähig sein würde, diesen Knoten aufzulösen, ohne Zweifel Herrscher über ganz Asien würde.
  6. Alexander der Große kam während eines Feldzugs gegen Asien auf die Stadt zu, wo dieser Tempel war.
  7. Als er die Geschichte gehört hatte, ließ er sofort einen Führer kommen und ging unter seiner Führung dort hin.
  8. Er begehrte alles zu tun, was für die Eroberung Asiens nützlich war.
  9. Als er den Knoten sorgfältig untersucht hatte, bückte er sich und versuchte ein paar Minuten, ihn aufzubinden.
  10. Dann wählte er eine andere Methode.
  11. Er ergriff sein Schwert und schnitt den ganzen Knoten plötzlich durch.
  12. Danach steckte er das Schwert zurück in die Scheide.
  13. Das tat er, anstatt mit seinen Versuchen fortzufahren (daŭrigi), den Knoten aufzubinden.
  14. Tatsächlich war er mangels Geduld überdrüssig geworden.
  15. Vielleicht war die Eroberung Asiens in keinster Weise aufgrund dessen möglich geworden, aber zumindest ist die Geschichte interessant, was auch immer sich eigentlich (efektive) zugetragen hatte.
  16. Nichts ist unmöglich, wenn es jemand genug versucht.
  17. In einem tropischen Land, wie es Asien zum Teil ist, sind die Landschaften schön.
  18. Das tropische Zwielicht ist sehr kurz, und die Schatten sind kaum lang geworden, wenn die Sonne plötzlich unter den Horizont zu sinken scheint, wobei die letzten hellen Strahlen wenige Minuten lang weiterhin durch die Atmosphäre zurückscheinen.



Kapitel 51

Das Pronomen „ambaŭ“

1. Das Pronomen (und pronominale Adjektiv) ambaŭ bezeichnet zugleich zwei Personen oder Dinge, von denen man annimmt, dass sie zusammengehören. Seine Form bleibt immer gleich:

Ili ambaŭ venis al la templo. – Sie beide kamen zum Tempel.
Ambaŭ faris oferojn al la dioj. – Beide brachten den Göttern Opfer dar.
Vidante kaj la plumon kaj la plumingon, mi prenis la ambaŭ. – Die Feder und den Federhalter sehend, nahm ich beide.

Anmerkung: Dieses Pronomen darf nicht verwechselt werden mit der Verwendung von kaj, das „beide“ übersetzt werden kann im Sinne von „sowohl als auch“ wie bei kaj 1 kaj 2 (Kap. 4 #3).

Wortbildungen mit „-ig-“ und „-iĝ-“

2. Manche Verben können in der einfachen Form benutzt werden, aber auch mit den beiden Suffixen -ig und . Dadurch können aus einem Wortstamm eines Verbes drei Verben unterschiedlicher Bedeutung gemacht werden. Die Bildung mit -ig kann, da sie transitiv ist, auch passiv benutzt werden.

sidi – sitzen
  sidiĝi   – sich hinsetzen, Platz nehmen
  sidigi   – jemanden/etwas zum Sitzen bringen
  esti sidigata   – zum Sitzen gebracht werden
silenti – still sein, schweigen
  silentiĝi   – still werden
  silentigi   – jemanden/etwas zum Schweigen/Verstummen bringen
  esti silentigita   – zum Schweigen/Verstummen gebracht worden sein
kuŝi – liegen
  kuŝiĝi   – sich hinlegen, zu Bett gehen
  kuŝigi   – jemanden/etwas hinlegen/zu Bett bringen
  esti kuŝigita   – hingelegt/zu Bett gebracht worden sein
stari – stehen
  stariĝi   – aufstehen
  starigi   – jemanden/etwas erheben/zum Aufstehen bringen
  esti starigita   – zum Aufstehen gebracht worden sein

Bedingungssätze

3. Ein Bedingungssatz besteht aus zwei teilen, einer Voraussetzung und einer Folgerung. Die Voraussetzung ist ein Nebensatz, der üblicherweise mit „wenn“ eingeleitet wird und in dem angenommen wird, irgendetwas sei wahr oder Wirklichkeit geworden. Die Folgerung ist die Aussage, deren Wahrheit oder Verwirklichung von dieser Annahme abhängt.

Derartige Tatsachenbedingungen können die Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft betreffen:

Se li vidas tion, li ploras. – Wenn er dies sieht, weint er.
Se li vidis tion, li ploris. – Wenn er dies gesehen hat, dann hat er geweint.
Li ploros, se li vidos tion. – Er wird weinen, wenn er dies sehen wird.
Se li venis hieraŭ, li foriros morgaŭ. – Wenn er gestern gekommen ist, wird er morgen fortgehen.
Se li estas vidinta tion, li nun ploras. – Wenn er dies gesehen hat, (dann) weint er jetzt.
Se tio estas vidota, li estas punota. – Wenn er im Begriff ist dies zu sehen, wird er bestraft werden.
Se li estas kaptita, li estos jam punita. – Wenn er gefangen wurde, wird er schon bestraft worden sein.

Vokabeln

ambaŭ – beide (Kap. 51 #1)
azeno – Esel
beni – segnen
dorso – Rücken
formo – Form
halti – (an)halten (intransitiv)
monaĥo – Mönch
muta – sprachlos, stumm
orelo – Ohr
petola – ausgelassen, mutwillig
propra – eigen, eigentümlich
se – falls
spiri – atmen
turmenti – foltern

La monaĥoj kaj la azeno (Leseübung)

Iam du monaĥoj reiris tra la arbaro al la monaĥejo, dum grade krepuskiĝis. Ambaŭ portis pezajn sakojn da terpomoj, kaj baldaŭ laciĝis, sed ne sciis kion fari. Okaze ili ekvidis azenon ligitan al arbo, kaj unu monaĥo, haltinte, diris petole al la alia „Se vi anstataŭos la beston, mi havos portanton por miaj propraj sakoj, kaj ankaŭ por la viaj.“ Lia kunulo respondis „Nu, se la azeno portos miajn sakojn, mi mem ĝoje restos en ĝia loko.“ Ĵus dirite, tuj farite (kaum gesagt, schon getan). Malliginte la ligaĵojn kiuj tenis la azenon, ili ĵetis la sakojn trans la dorson de la utila besto. Unu monaĥo tuj forkondukis la azenon, dum ambaŭ viroj laŭte ridis. Post tio, la dua monaĥo sin ligis per la sama ŝnurego kiu antaŭe tenis la azenon. Kiam revenis la kamparano, kies azeno estis ĵus ŝtelita, li ekhaltis, multe mirigite, vidante homon tie ligita. La monaĥo anoncis al li, „Ĉar mi estis tro manĝema, Dio faris azenon el mi, antaŭ du jaroj. Mi ĵus rericevis mian propran formon.“ Tuj la kredema kamparano invitis la petolan monaĥon al sia hejmo. La monaĥo restis tiun nokton ĉe la kamparano, kaj la sekvintan tagon li foriris, beninte la kamparanon, sed kaŝe ridante pri la afero. Tiam la kamparano iris vendejon, por aĉeti alian azenon. Li ekvidis sian propran azenon, kiun la unua monaĥo estis sendinta tien, post sia reveno al la monaĥejo. La malsaĝa kamparano, kliniĝinte al la besto, diris „Ho, bona monaĥo, mi vidas ke duan fojon vi jam estis tro manĝema!“ La muta besto forte svingis la orelojn kaj skuis la kapon, pro la varma elspiraĵo apud sia orelo. Tio ŝajne estis respondo al la ĵus diritaj vortoj, tial la malsaĝa kamparano ree aĉetis sian propran azenon. Ĉiam poste li nek turmentis nek eĉ laborigis ĝin, kredante la azenon la sankta monaĥo mem.


Übersetzungsübung

  1. Wenn im Altertum die Untertanen irgendeines Königreiches keinen König hatten, so befragten sie gewöhnlich die heiligen Götter dazu.
  2. Wenn die Götter sie wissen ließen (sciigis), dass irgendein Mann, der zuerst zum Tempel käme, ihr König werde, so erwählten sie sogleich den ersten Ankömmling (la unuan veninton) als König.
  3. Wer auch immer als König erwählt wurde, bereitete den den heiligen Göttern ein Dankesopfer, das aus etwas von seinen eigenen Besitztümern (Kap. 48 #4a) bestand.
  4. Gordios bot den Göttern nicht nur das Zuggeschirr seines Wagens, sondern den ganzen Wagen an.
  5. Ein Knoten wurde zwischen dem Geschirr und dem Pfahl geknüpft.
  6. Leute sagten bald: „Wenn irgendjemand diesen Knoten auflösen kann, wird er der Herrscher Asiens werden.“
  7. Wenn irgendwelche anderen Männer das Seil zu lösen versuchten, scheiterten sie.
  8. Alexander aber (tamen) war kaum angekommen, als er sein Schwert aus der Scheide zog und den Knoten zerschnitt.
  9. Wenn ihr euch setzen werdet, werde ich euch von den zwei schelmischen Mönchen erzählen, die zum Kloster zurückkehrten.
  10. Beide atmeten beschwerlich, und sie hielten an, um zu rasten.
  11. Gewahr eines Esel in der Nähe banden sie ihn los.
  12. Einer führte das langohrige, dumme Tier fort, während der andere sich an seiner Stelle anband.
  13. Der leichtgläubige (Kap. 40 #6) Bauer glaubte alles, was ihm erzählt wurde (Kap. 12 #2), sogar dass der Mönch früher die Gestalt eines Esels hatte.



Kapitel 52

Der konditionale Modus

1. Die Sichtweise des Sprechers nennen wir Modus. Bisher hatten wir meist mit dem Modus „Indikativ“ zu tun, das heißt, der Sprecher stellte eine Handlung oder einen Zustand als Tatsache dar. Oder sie waren im Modus „Infinitiv“, der eine Verbidee in ganz allgemeiner Weise ausdrückt.

Der Modus „Konditional“ drückt nur eine Annahme aus, keine Tatsache.

Ein Beispiel:

mi vidus – ich sähe
vi vidus – du sähest
li (ŝi, ĝi) vidus – er (sie, es) sähe
ni vidus – wir sähen
vi vidus – ihr sähet
ili vidus – sie sähen

Zusammengesetzte Zeiten des konditionalen Modus

2. Theoretisch kann man vom Konditionalmodus auch zusammengesetzte Zeiten bilden, drei aktive und drei passive, und zwar indem man die Partizipien mit estus kombiniert.

Aktiv(es Genus verbi)

Präsens: mi estus vidanta – ich würde gerade sehen / ich sähe gerade
Präteritum: mi estus vidinta – ich würde gesehen haben / ich hätte gesehen
Futur: mi estus vidonta – ich würde gleich/dann sehen

Passiv(es Genus verbi)

Präsens: mi estus vidata – ich würde gesehen (werden)
Präteritum: mi estus vidita – ich würde gesehen worden sein / ich wäre gesehen worden
Futur: mi estus vidota – ich würde gesehen werden

In der Sprachpraxis haben sich die Formen mi vidus, oni vidus min als völlig ausreichend erwiesen. Für die zeitliche Präzisierung sorgt in der Regel der Kontext.

Verknüpfung von Annahme und fiktivem Ereignis

3. Handlungen oder Vorgängen können in Abhängigkeit von bestimmten (real nicht zutreffenden) Annahmen als möglich dargestellt werden.

Se li vidus tion, li plorus. – Wenn er das sehen würde / sähe, würde er weinen / weinte er.
Mi ĝoje helpus al vi, se mi povus. – Ich würde dir gerne helfen / ich hülfe dir gerne, wenn ich können würde / könnte.
Se vi metus la korbojn sur la dorson de la azeno, ĝi portus ilin. – Wenn du die Körbe auf den Rücken des Esels legen würdest /legtest, würde er sie tragen / trüge er sie.
La atenta policisto notus la ŝoforon (de la aŭto), se tiu ne estus lia amiko. – Der aufmerksame Polizist würde den Fahrer (des Autos) notieren / Der aufmerksame Polizist notierte den Fahrer (des Fahrers), wenn dieser nicht sein Freund sein würde / wäre.
Se oni kaptus lin, li ricevus punon. – Wenn man ihn fangen würde / finge, würde er eine Strafe erhalten / erhielte er eine Strafe

Unabhängige Anwendung des Konditionalmodus

4. Der Konditionalmodus kann in einer Schlussfolgerung verwendet werden, deren Annahme nur impliziert wird, und dient so dazu, die Aussage oder Frage, in der er verwendet wird, abzuschwächen oder vage zu halten.

Mi ĝoje helpus vin. – Ich würde dir gerne helfen.
Ĉu vi bonvole dirus al mi? – Würdest du mir dies freundlicherweise sagen?
Kiu volus enspiri tian aeron? – Wer würde wünschen, solche Luft einzuatmen?
Estus bone reteni vian propran. – Es wäre gut dein eigenes zu behalten.
La ĉielo vin benus pro tio. – Der Himmel würde dich dafür segnen.

Das Präfix „dis-“

5. Das Präfix dis- zeigt Trennung oder gleichzeitige Bewegung in verschiedene Richtungen an:

disdoni – verteilen
dispeli – auseinandertreiben
disigi – trennen (transitiv)
disiĝi – sich trennen (intransitiv reflexiv)
disiĝo – Trennung, Teilung, Auseinanderbrechen
dissendi – verschicken an viele Adressen / senden in viele Richtungen

Vokabeln

ĉesi – aufhören
densa – dicht
difini – definieren, festlegen
ekzisti – existieren
flui – fließen
graviti – gravitieren
kaŭzi – verursachen, veranlassen
leĝo – Gesetz
naturo – Natur
objekto – Gegenstand, Objekt (auch grammatisch)
plu – mehr, weiter
turni – drehen (transitiv)

Anmerkung: Das Adverb plu zeigt die Idee der Fortsetzung beim Wort, das es modifiziert, an. Wenn es mit ne verwendet wird, geben diese zusammen eine Idee des Abbruchs einer vorherigen andauernden Handlung oder eines vorherigen andauernden Zustandes an: Ambaŭ parolis plu, Beide redeten weiter. Mi ne plu haltos, Ich werde nicht mehr anhalten. Li ne plu ŝajnis muta, Er schien nicht länger stumm zu sein.

Pri la gravito (Leseübung)

Se vi portas objekton, vi sentas ĝian pezon. La pezon kaŭzas forto, kiun oni nomas gravito. Pro tiu forto ne nur objektoj sur Tero, sed ankaŭ Tero mem, havas pezon. La pezon de nia planedo jam antaŭ longa tempo kalkulis sciencistoj. Ankaŭ Suno kaj Luno havas pezon. Ambaŭ moviĝas, same kiel nia planedo, laŭ la influo de la gravito. Fakte la gravito regas ĉiujn korpojn de la universo.

Se la gravito ĉesus efiki, la riveroj ne plu fluus al la maro. Ne plu fluante de lokoj altaj al malaltaj, la akvo disfluus, aŭ restus tie, kie ĝi estus. Ne falus pluvo. La akvovaporo restus en la aero, en la formo de densaj mallumaj nuboj ĉiamaj. Ĉiuj vivaj estaĵoj, ĉiuj konstruaĵoj, jes vere ĉio, baldaŭ dissvebus, for de la rapide turniĝanta planedo. Imagu ĉion, kio nun devas resti sur la tero pro la efiko de la gravito. Se la gravito ne plu ekzistus, nenio restus sur la tero. Ankaŭ la aero ne plu ĉirkaŭus nin. Ankaŭ ĝi forlasus la planedon. Per aliaj vortoj: La atmosfero iĝus pli kaj pli maldensa kaj finfine malaperus.

La fama angla sciencisto Newton estis la unua, kiu studis, kial objektoj falas. Oni rakontas, ke iam li vidis falantajn pomojn. Tio okazis, kiam li promenis en sia ĝardeno. Nu, ŝajnas, ke sciencistoj neniam povas vere ripozi. Antaŭ tri jarcentoj li eltrovis nekonatan forton, la graviton, kaj priskribis la naturan leĝon laŭ kiu efikas gravito.

Ĉi tiu forto, kiu tenas ĉion sur la tero, estas ankaŭ la kaŭzo de nia laciĝo, kiam ni marŝas aŭ kuras. La gravito faras nin pezaj. (Jes, ankaŭ la ĉokolado, sed tio estas alia temo.) Do mi ripetas: La gravito faras nin pezaj. Tial ni ofte deziras halti kaj ripozi. Nun provu difini per propraj vortoj kio estas gravito!


Übersetzungsübung

  1. Newton war ein Engländer, der vor drei Jahrhunderten lebte.
  2. Eines Tages, als er gerade in seinem Garten spazieren ging, sah er fallende Äpfel.
  3. Er blieb stehen und fragte sich: „Warum fallen die nach unten, warum nicht nach oben ... oder zur Seite?“
  4. Er wollte den Grund unbedingt herausfinden.
  5. Newton dachte: Vielleicht kann ich hier ein Gesetz entdecken, ein Naturgesetz, das alles erklärt.
  6. Er beobachtete verschiedene fallende Gegenstände und versuchte ihre Geschwindigkeit zu berechnen.
  7. Letztendlich entdeckte er eine Kraft, die wir heute Erdanziehungskraft nennen.
  8. Selbstverständlich gab es diese Kraft schon immer.
  9. Schon immer fielen Gegenstände nach unten.
  10. Aber vor Newton hat niemand so intensiv darüber nachgedacht.
  11. Gäbe es, sagen wir: ab heute, keine Erdanziehungskraft mehr, würde es nie mehr regnen.
  12. Das Wasser und die Luft würden bleiben, wo sie sind.
  13. Aber allmählich würden Luft und Wasser den Planeten verlassen.
  14. Würdest du einen Sprung machen, würdest du nicht zur Erde zurückkehren.
  15. Bliebe nur „Gute Reise“ zu wünschen.



Kapitel 53

Annahme entgegen den Tatsachen

1. Eine Annahme entgegen den Tatsachen zeigt an, dass das Gegenteil dessen, was erwähnt wird, wirklich stattgefunden hat oder stattfindet; für eine Erfüllung der Bedingung ist es somit zu spät. Es drückt die Gewissheit des Sprechers aus, dass eine Tat oder ein Zustand eingetreten wäre, wenn eine andere Tat oder ein anderer Zustand auch eingetreten wäre. Solche Bedingungen können sich nicht auf die Zukunft, aber nur auf die gegenwärtige oder vorige Zeit beziehen. Es wird das Konditional verwendet:

Se vi estus turninta vin, vi estus vidinta tion. – Wenn du dich umgedreht hättest, hättest du das gesehen.
Se la malsekaĵo ne estus densiĝinta, ne estus pluvinte. – Wenn die Feuchtigkeit nicht kondensiert wäre, hätte es nicht geregnet.
Se li estus kaptita, li estus punita. – Wäre er gefangen worden, so wäre er bestraft worden.
Se li estus sidinta tie, mi estus vidinta lin. – Wenn er dort gesessen hätte, hätte ich ihn gesehen.

Das Verb „devi“

2. Das Verb devi bedeutet „müssen“, „verpflichtet sein“, eine unausweichliche Konsequenz; es steht wie im Deutschen mit dem Infinitiv.

Im konditionalen Modus ist die Bedeutung abgeschwächt zu „sollte“ und kann als eine moralische Verpflichtung verstanden werden.

Objektoj en la aero devas fali. – Dinge in der Luft müssen fallen.
Ni devas agi laŭ la leĝoj. – Wir müssen nach den Gesetzen handeln.
Vi devos iri. – Du wirst gehen müssen.
Ŝi ne volas devi fari tion. – Sie will das nicht tun müssen.
Oni devigis min iri. – Man trieb mich dazu zu gehen.
Vi devus iri. – Du solltest gehen.
Oni devus pensi antaŭ ol paroli. – Man sollte denken, bevor man spricht (wörtlich: vor sprechen).
Li estus devinta veni. – Er sollte gekommen sein.
Tio devus esti farita. – Das sollte gemacht sein.

Das Verhältniswort „sen“

3. Das Verhältniswort sen, ohne, zeigt die Weglassung, die Abwesenheit oder den Ausschluss davon an, was durch seine Ergänzung ausgedrückt wird. Es kann als ein Präfix (Kap. 34 #1) verwendet werden und damit dem Wort den Sinn einer Beraubung oder eines Ausschlusses geben:

Li difinis la vorton sen eraro. – Er definierte das Wort ohne einen Fehler.
La rivero senĉese fluas. – Der Fluss fließt unaufhörlich.
Tio estas ne nur senutila sed eĉ malutila. – Das ist nicht nur nutzlos, sondern sogar schädlich.
Li ne plu estas senmona. – Er ist nicht mehr mittellos.
Li sentime alproksimiĝis al ĝi. – Er näherte sich ihm furchtlos.

Vokabeln

akuzi – beschuldigen
instrui – unterrichten
kondamni – verurteilen, verdammen
konfesi – anerkennen, zugeben
konscienco – Gewissen
kulpo – Schuld
meriti – verdienen, würdig sein
nobla – nobel
pardoni – verzeihen
peki – sündigen
prava – recht, richtig
sen – ohne (248)
Sokrato – Sokrates
veneno – Gift

La filizofo Sokrato (Leseübung)

Unu el la plej famaj grekaj filozofoj estis nomata Sokrato. Li estis malbela malalta persono, kun senhara kapo kaj dika korpo, sed malgraŭ tio li estis treege bona, nobla kaj saĝa. Li instruadis per interparolado kun la lernantoj. Kutime li komencis per demando pri io ajn, pri kio la aŭskultanto respondos. Fine, la lernanto grade komprenis ĉu liaj propraj opinioj pri la afero estas pravaj. Ankoraŭ nun oni nomas tiun metodon de instruado per la interparolado „la Sokrata metodo.“ Sokrato diradis tute sen timo ĉion, kion li pensis, eĉ pri la dioj kaj pri la nekredeblaj rakontoj pri la dioj. Se li ne estus tiel multe klariginta, eble li estus vivinta pli longan tempon. Sed multaj personoj malamis lin, precipe ĉar li donis novajn ideojn al la junuloj, kiuj sekve komencis pensi por si mem, anstataŭ fari tion kion faras ĉiu alia. Tial oni akuzis Sokraton en la juĝejo, nomante lin pekanto kaj malbonfaranto, unue, ĉar li ne disdonas oferojn al la dioj, due, ĉar li enkondukas novajn diojn (ĉar li diris ke supernatura voĉo, kiu sendube estis lia nomo por la konscienco, parolis mallaŭte ĉe lia orelo), trie, ĉar li malbonigas la junularon de la urbo. Se li estus konfesinte la kulpon kaj petinte pardonon, tiam la juĝistoj eble estus punintaj lin per nura („bloß“) monpago („Geldbuße“). Sed li fiere respondis ke efektive li multe plibonigas la junularon, kaj anstataŭ esti malutila, aŭ eĉ neutila, li treege utilas al la urbo. Li diris ke oni havas nenian rajton puni lin, sed ke, kaŭze de sia bonfarado al la urbo, li efektive meritas ĉiutagan manĝon senpagan. Tamen, tute ne kompreninte kiel prava Sokrato estas, la juĝistoj mortkondamnis lin. Oni devigis lin trinki la venenon. Iom poste, en la malliberejo, li trankvile adiaŭis siajn plorantajn amikojn, kaj akceptinte la venenan trinkaĵon, sentime ĝin trinkis.


Übersetzungsübung

  1. Sokrates glaubte, dass derjenige, der weiß, was gut ist und was schlecht, das Gute tut und nicht das Schlechte.
  2. Deshalb wollte er der Menschheit (homaro) helfen, indem er lehrte, was das Gute ist.
  3. Er wollte auch für sich selbst herausfinden, was recht und falsch ist.
  4. Also fragte er jeden, den er traf nach, seinen Ansichten, und der Gesprächspartner würde ebenso merken, ob seine Vorstellungen richtig waren oder nicht.
  5. Aber die Mitbrüder von Sokrates waren neidisch und hassten ihn, weil sie ihn nicht verstanden.
  6. Deswegen klagten sie ihn an, nannten ihn einen Sünder und verbreiteten (Kap. 52 #5) falsche Kunde (falsajn sciigojn) über ihn.
  7. Weil er sagte, dass Gewissen ihn leitete (in der Form einer sanften Stimme an seinem Ohr), beschuldigten sie ihn der (pri) Einführung (Kap. 46 #3b) neuer Götter.
  8. Sie sagten auch, er verderbe die Jugend der Stadt.
  9. Wenn Sokrates auf schuldig plädiert und um eine Geldstrafe anstatt der Todesstrafe gebeten hätte, wäre er ohne Zweifel begnadigt und mit einer Geldstrafe belegt (monpunita) worden.
  10. Aber er sagte: „Ich habe nie im Leben in irgendeiner Weise gesündigt und verdiene keinerlei Strafe.“ Daher verurteilten ihn die Richter zum Tode durch den Giftbecher.



Kapitel 54

Zusammenfassung zum Konditional

1. Die drei Arten von Konditionalsätzen, zusammen mit den Stimmungen und in ihnen verwendeten Tempi, können wie folgt tabellarisiert werden:

Art möglich unwahrscheinlich unmöglich (entgegen den Tatsachen)
Thema Tatsache Annahme Annahme
Zeit Gegenwart/Zukunft Gegenwart/Zukunft Vergangenheit/Gegenwart
Modus/Tempus Indikativ Präsens/Futur Konjunktiv Präsens/Futur Konjunktiv Präteritum/Präsens
Beispiel Se mi vidas lin, mi salutas lin. Se mi havus monon, mi ne devus iri tien. Se mi estus vidinta lin, mi estus salutinta lin.
Immer, wenn ich ihn sehe, grüße ich ihn. Wenn ich Geld hätte, müsste ich nicht dorthin gehen. Wenn ich ihn gesehen hätte, hätte ich ihn gegrüßt.

Sätze des fantasievollen Vergleichs

2. Sätze des fantasievollen Vergleichs werden durch die Verbindung kvazaŭ, als ob, ausgedrückt. Manchmal kann das Verb im Vergleich unausgesprochen bleiben oder bloß impliziert werden:

Li trinkas la venenon kvazaŭ ĝi estus vino. – Er trinkt das Gift, als wäre es Wein.
La kondamnito marŝis kvazaŭ kun malfacileco. – Der Verurteilte ging, als hätte er damit Schwierigkeiten.
Li konfesis kvazaŭ kulpulo. – Er gestand wie ein Schuldiger.

Der Gebrauch von „al“, um Verweisung

3. Personalpronomina – weniger oft Substantive – können mit dem Verhältniswort al verwendet werden, um „in Sorge“ oder „Interesse“ seitens der durch die Ergänzung dieses Verhältniswortes angezeigten Person auszudrücken:

Li bruligis al si la manon. – Er verbrannte seine Hand.
Ili tranĉis al li la barbon. – Sie schnitten seinen Bart (den Bart für ihn).
Ŝi preparas al ni bonan manĝon. – Sie bereitet uns eine gute Mahlzeit vor.
Ĉu vi faros servon al mi? – Werden Sie mir einen Dienst tun?

Anmerkung: Der Gebrauch von al in diesem Sinn ist vergleichbar dem von por, aber weniger zweckmäßig und bestimmt; er ähnelt dem „Dativ der Verweisung“ und dem „ethischen Dativ“ anderer Sprachen wie: Französisch je me suis brule la langue (ich habe meine Zunge verbrannt), Deutsch „ich wasche mir die Hände“, Latein sese Caesari ad pedes proicerunt (sie warfen sich Cäsar zu Füßen), Griechisch ti soi mathesomai (was soll ich für Sie lernen?) usw.

4. Um die Verwendung seines Gebrauchs in Ausdrücken des Verweises zu erweitern, kann al häufig anstelle von de die Trennung (Kap. 36 #3) ausdrücken, während der Gebrauch von de den Handelnden (Kap. 36 #2) oder das Besitzverhältnis (Kap. 11 #1) anzeigen könnte:

La luno estas kaŝata al ni de la nuboj. – Der Mond wird vor uns (zu uns) durch die Wolken verborgen.
Ĝi estas stelita al mi de li. – Es ist mir von ihm gestohlen worden.

Anmerkung: Dieser Gebrauch ähnelt der „Dativtrennung“ anderer Sprachen wie auf Deutsch „er stahl mir das Leben“, Französisch il me prend la vie (er nimmt mir das Leben), Latein hunc mihi timorem eripe (entfernt diese Angst von mir), Griechisch dexato oi skaeptron (nahm er sein Zepter von ihm) usw.

Das Suffix „-estr-“

5. Mithilfe des Suffixes -estr- wird ein Oberhaupt oder ein Vorgesetzter des in der Wortwurzel angegebenen Begriffs ausgedrückt.

lernejestro – Schulleiter (lernejo = Schule)
monaĥestro – Abt (Oberhaupt der Mönche)
policestro – Polizeileiter
urbestro – Bürgermeister
estraro – Leiterschaft / die Leitenden
ŝipestro – Schiffskapitän

Vokabeln

Aristejdo – Aristeides
ekzili – verbannen
enui – sich langweilen
ĝusta – genau, richtig
kvazaŭ – als ob, als wenn (Kap. 54 #2)
ostro – Auster
ostracismo – Scherbengericht
popolo – Bevölkerung, Volk
poto – Topf
senco – Bedeutung, Sinn
signifi – bedeuten
soni – erklingen, tönen
stranga – seltsam
ŝelo – Rinde, Schale

Anmerkung: Achtsamkeit ist geboten zur Unterscheidung von ĝusta – richtig und ĝuste – richtigerweise, genau von justa – gerecht, aufrecht, juste – berechtigterweise und auch von dem Adverb ĵus – gerade, soeben.

La ostracismo de Aristejdo (Leseübung)

La vorto ostracismo havas interesan devenon (Herkunft). En ĝia komenco oni rekonas la grekan vorton kiu signifas „ŝelon de la ostro.“ En ĝia fino oni vidas la saman „-ismon“ kiu, deveninte de la greka, ankoraŭ estas uzata kiel vortfino en multaj diversaj lingvoj. La nuna senco de la vorto, facile trovebla en anglaj vortaroj (Wörterbücher), devenas de la jena greka kutimo:

Sepdek jarojn antaŭ ol vivadis Sokrato, oni faris strangan leĝon en lia urbo. Laŭ tiu, oni povis ekzili iun ajn estron kies ideoj pri la administrado de la urbo ne ŝajnis pravaj. Ĉi tion oni povis fari, tute sen juĝado aŭ eĉ akuzado, ĉar oni havis la jenan metodon: se ĉe popola kunveno ses mil urbanoj voĉdonis (wählen) kontraŭ iun ajn, tiu estis devigata foriri de la urbo, kaj forresti dek jarojn. Li povis neniel havigi (beschaffen) al si pardonon, sed devis tuj foriri kvazaŭ konfesinta kulpulo. Por voĉdonoj, oni skribis la nomon de la kondamnoto sur peco da potaĵo (Töpferware), aŭ pli ofte sur ostroŝelo. Ĝuste tial oni nomas la kutimon ostracismo. Unufoje, kelkaj malamikoj proponis voĉdonadon pri la ostracismo de tre bona kaj nobla viro, nomita Aristejdo, kiu tute ne meritis tian punadon.

Antaŭ ol la kunveno disiĝis, kamparano alproksimiĝis al Aristejdo (kiu mem ĉeestis), petante lian helpon, ĉar la neinstruita kamparano ne povis skribi. La saĝulo diris „Kion vi volas skribi sur la ŝelo?“ La kamparano, ne sciante ke li parolas al la viro mem, respondis „Aristejdon.“ Skribinte ĝin, Aristejdo demandis kun trankvila konscienco „Pro ĝuste kiaj pekoj vi malamas Aristejdon?“ La kamparano respondis, „Ho, mi ne kaŝos al vi ke mi eĉ ne konas lin! Sed mi deziras ekzili lin nur ĉar min enuigas la sono de lia nomo. Mi tre enuas ĉiam aŭdante lin nomata Aristejdo la justa!“


Übersetzungsübung

  1. Aristeides war eben bei der Volksversammlung angekommen, als ein Bauer zu ihm trat.
  2. Hätte Aristeides nicht ein sympathisches Gesicht und eine melodische (belsonan) Stimme gehabt, hätte der Bauer zweifellos nicht seine Hilfe erbeten.
  3. Hätte Aristeides seinen eigenen Namen auf die Muschelschale oder Keramikscherbe schreiben sollen, die als Stimme gegen ihn eingesetzt werden sollte?
  4. Ohne genau diese Hilfe hätte der Bauer nicht abstimmen können.
  5. Während er ihm den erbetenen Dienst erbrachte, sagte Aristeides, als ob (Kap. 54 #2) er nicht selbst der fragliche Mann wäre (Kap. 43 #3): „Warum hasst du Aristeides?“
  6. „Könntest du mir sagen, wie er sich gegen die Stadt versündigt hat?“
  7. Das dumme Geschöpf (Kap. 28 #4) antwortete: „Oh, ich weiß nichts über ihn, aber ich bin es leid, ihn immer den Gerechten genannt zu hören.“
  8. Sollten solche Personen wie dieser ignorante Bauer das Recht haben, über wichtige Angelegenheiten abzustimmen?
  9. Das altertümliche Gesetz zum Ostrakismos war ein befremdliches.
  10. Der Name der zu verbannenden (Kap. 42 #1) Person wurde gewöhnlich auf eine Muschelschale geschrieben, und die Bedeutung des Wortes für diesen Brauch kommt daher.
  11. Durch (per) Ostrakismos konnte jeder Führer verbannt werden, gerechtfertigterweise oder nicht, ohne jegliche Anhörung oder Erklärung von Gründen.



Kapitel 55

Der Imperativ

1. Für Ausdrücke des Befehls, der Ermahnung, des Gesuchs, usw., gibt es, genau wie im Deutschen, einen Imperativ. Dieser besitzt die Endung -u. Im Gegensatze zum Deutschen können in Esperanto alle Personen mit dem Imperativ verwendet werden. Auch mit dem Imperativ können zusammengesetzte Zeitformen gebildet werden, welche jedoch nur selten benutzt werden.

Vidi, „sehen“ wird wie folgt gebeugt:

Mi vidu! – Ich will sehen! Ni vidu! – Sehen wir!
Vidu! – Sieh! Vidu! – Seht!
li/ŝi/ĝi/oni vidu! – Er/Sie/Es/Man sehe!  Ili vidu! – Sie (sollen) sehen!

Die zusammengesetzten Zeitformen lauten:

Aktiv Passiv
Präsens Mi estu vidanta! Mi estu vidata!
Präteritum  Mi estu vidinta!  Mi estu vidita!
Futur Mi estu vidonta! Mi estu vidota!

Entschlossenheit und Ermahnung

2. Um Entschlossenheit bezüglich der eigenen Handlung auszudrücken wird der Imperativ mit der ersten Person verwandt. Steht sie im Singular (mi), so bezieht man sich auf die eigene Handlung; steht sie im Plural (ni), so bezieht sie sich auf eine gemeinsame Handlung:

Mi pensu pri tio! – Ich will daran denken!
Mi ne forgesu tion! – Ich werde das nicht vergessen!
Ni ekzilu lin! – Lasst uns ihn verbannen!
Ni ne sidiĝu tie! – Lassen Sie uns nicht da unten sitzen!
Ni estu grize vestitaj! – Lasst uns in grau gekleidet sein!

Anmerkung: Im Französischen gibt es für die erste Person Plural eine eigene Form: Allons!, „Lasst uns gehen!“ Im Englischen wird dies meist mit Let's beziehungsweise Let me plus Infinitiv ausgedrückt: Let's go!, „Lasst uns gehen!“

Befehle und Verbote

3. Die zweite und dritte Person der Befehlsform werden verwendet, um kategorische Befehle und Verbote auszudrücken.

a. In der zweiten Person wird das Pronomen normalerweise wie im Deutschen weggelassen, es sei denn es wird spezieller Wert darauf gelegt:

Estu trankvila! – Sei ruhig! (Eine Person wird angeredet.)
Estu pretaj por akompani min! – Seid bereit, mich zu begleiten! (Aus pretaj geht hervor, dass mehrere Personen angeredet werden.)
Parolu kvazaŭ vi komprenus! – Sprich, als würdest du verstehen!
Ne fermu tiun pordon! – Schließ’ diese Tür nicht!
Ne estu vidata tie! – Sei dort nicht gesehen! (Lass dich dort nicht blicken!)

b. In der dritten Person entspricht der Imperativ dem Konjunktiv I im Deutschen.

Li estu zorga! – Er sei sorgfältig! (Er hat sorgfältig zu sein!)
Ŝi ne faru tion! – Sie tue das nicht! oder: Sie hat das nicht zu tun!
Ĉio estu pardonata! – Alles ist zu verzeihen!
Oni lasu min trankvila! – Man lasse mich in Ruhe!
Ili neniam revenu! – Sie dürfen nie zurückkehren!
La kulpuloj estu punataj! – Die Schuldigen müssen bestraft werden!

Der weniger kategorische Imperativ

4. Der Imperativ wird nicht ausschließlich benutzt um Entschlossenheit, Ermahnungen, Ge- und Verbote auszudrücken; ebenso kann er für Bitten, Wünsche, Ratschläge etc. verwandt werden.

Bitten: Ĉesu tiun bruon, mi petas! – Beende diesen Lärm, ich bitte (dich darum)!
Bonvolu fari tion! – Bitte tu das! (Sei so gut, dies zu tun.)
Pardonu al ni niajn pekojn! – Vergib uns unsere Sünden!
Wünsche: Ili estu feliĉaj! – Sie seien glücklich!
Dio vin benu! – Gott segne dich!
Vivu la reĝo! – Es (/lang) lebe der König!
Ratschläge: Pensu antaŭ ol paroli! – Erst denken, dann sprechen! (Denk nach, bevor du sprichst!)
Foriru, se vi ne estas kontenta! – Wenn du nicht zufrieden bist, geh doch weg!
Zustimmung:  Nu, parolu, sed mi ne aŭskultos! – Rede ruhig, ich höre dir (eh) nicht zu!
Iru tuj, se vi volas. – Du kannst gehen, wenn du willst. (Geh sofort, wenn du willst.)
Fragen: Ĉu mi faru tion aŭ ne? – Soll ich das machen oder nicht?
Ĉu ni disdonu la librojn? – Sollen wir die Bücher austeilen?
Ĉu li estu kondamnita? – Soll er verurteilt werden?
Ĉu ili venu ĉi tien? – Sollen sie hierher kommen?

Benutzung von „moŝto“

5. Das Wort moŝto kann allein oder nach einem Titel verwandt werden um Respekt und Ehrerbietung auszudrücken. Wird es mit einem Titel benutzt, so hat der Titel ein Adjektiv zu sein:

Lia reĝa moŝto. – Eure, Seine königliche Hoheit. (Ein König wird angesprochen.)
Lia juĝista moŝto. – Der ehrenwerte Richter.
Ŝia reĝina moŝto. – Eure, Ihre königliche Hoheit. (Eine Königin wird angesprochen.)
Lia urbestra moŝto. – Der ehrenwerte Bürgermeister.
Ĉu via moŝto lin aŭdis? – Haben Euer Gnaden ihn gehört?

Vokabeln

Afriko – Afrika
barbaro – Barbar
Damoklo – Damokles
flanko – Seite
imperio – Imperium
konsenti – einverstanden sein
konsili – beraten
moŝto – Eminenz (siehe Kap. 55 #5)
ordoni – anordnen
permesi – erlauben
plaĉi – gefallen
sklavo – Sklave
sola – allein
volonte – bereitwillig

La glavo de Damoklo (Leseübung)

Antaŭ pli multe ol dumil jaroj vivis en Sirakuzo, sur la insulo Sikelio, tre kruela tirano. Li diris al si „Mi estu ĉiopova (allmächtig)!“ Tial li faris multe da militadoj, kaj venkis ne nur barbarajn popolojn, sed ankaŭ multajn urbojn en Italujo kaj norda Afriko. Detruinte ĉion sen kompato, li ordonis „La loĝantoj estu vendataj por sklavoj!“ Li deziris fari por si, el la venkitaj kaj sklavigitaj popoloj, unu grandan imperion. Sed la urboj ĉie, eĉ en Grekujo, ne kaŝis al li sian grandan malamon al tia tirano. Tial li ĉiam timis pri sia vivo, timante ke iu subite mortigos lin. Unufoje Damoklo, amiko de la tirano, diris al li, „Se mi estus tiel riĉa kaj pova kiel via reĝa moŝto, mi estus treege feliĉa!“ La tirano respondis, „Venu al festo ĉe mi, se tio plaĉas al vi, kaj eltrovu ĉu mi devus esti feliĉa aŭ ne.“ „Mi venos tre volonte,“ ekkriis Damoklo, „kaj mi dankas vian moŝton pro tia afableco!“ La tirano ĝentile respondis „Ho, estas nenio (Ach, das ist doch nichts)! Nur ne forgesu la deciditan horon!“ Je la ĝusta horo Damoklo iris al la festo, kie oni donis al li seĝon flanke de la tirano mem. „Manĝu kaj trinku kiom ajn vi volas,“ konsilis la tirano, „kaj poste ni parolos pri la feliĉeco.“ Damoklo tuj konsentis al tia propono, kaj agis laŭ la permeso tiel afable donita al li. Manĝante bonegan manĝaĵon, kaj trinkante dolĉan vinon, li tute ne enuis ĉe la festo. Baldaŭ la tirano diris „Rigardu supren, kaj vidu ĝuste kian feliĉecon mi havas!“ Supren rigardinte, Damoklo ekvidis akran glavon, antaŭe kaŝitan al li de kurteno. Subtenate de unu sola haro, la glavo ŝajnis kvazaŭ tuj falonta sur la kapon de Damoklo. „La dioj min helpu!“ li ekkriis, forsaltinte de la tablo. Pro la ĵus dirita stranga rakonto, oni ankoraŭ nun nomas la atendadon por io timeginda, kio ŝajnas ĉiam okazonta sed efektive ne okazas, „la glavo de Damoklo.“


Übersetzungsübung

  1. Das Wort „Ostrakismos“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Austernschale“.
  2. Es hat seine heutige Bedeutung, da Muschelschalen oder Keramikscherben für das Abstimmen benutzt wurden.
  3. Die Geschichte über Aristeides ist interessant, aber die über das Schwert des Damokles ist auch interessant.
  4. Sein Freund, der syrakusische Tyrann, ließ allerlei Ungerechtigkeiten zu, nicht nur gegen Barbaren, sondern sogar gegen Griechen.
  5. Sein einziges Geheiß war gewöhnlich: „Lasst alle Einwohner als Sklaven verkaufen!“
  6. Er dachte: „Mache ich ein einziges Reich aus Afrika, Italien und Sizilien!“
  7. Damokles sagte zu ihm: „Eure königliche Hoheit muss sehr glücklich sein!“
  8. Der Tyrann antwortete: „Komme morgen zu einem Fest und erfahre es. Ich werde dir einen Sitz neben mir geben (Kap. 45 #3b).“
  9. Damokles willigte gerne ein und ging hin.
  10. Der Tyrann empfahl: „Lasst uns essen und trinken bis Mitternacht, wenn das euch gefällt. Dann lasst uns das Problem des Glücks erörtern.“
  11. Nach ein paar Stunden hörte Damokles ein leichtes Geräusch über seinem Kopf, und der Tyrann sagte zu ihm: „Schau hoch, und du wirst sehen, welcher Art mein Glück ist.“
  12. „Himmel beschütze mich!“ rief Damokles aus, als er ein an einem einzelnen Haar hängendes, scharfes Schwert erblickte.



Kapitel 56

Der Imperativ in Nebensätzen

1. Im Imperativ steht das Verb eines Nebensatzes, wenn das Verb des übergeordneten Satzes etwas Ähnliches wie der Imperativ ausdrückt: Entschlossenheit, einen Befehl, ein Verbot, eine Einwilligung, einen Wunsch, eine Bitte, einen Ratschlag etc. Der Imperativ übernimmt in solchen Fällen die Funktion des Konjunktiv I im Deutschen. Nebensätze, deren Verben im „konjunktivischen“ Imperativ stehen, werden immer von der Konjunktion ke (dass) eingeleitet.

Befehle und Verbote

Li diras ke vi iru. – Er sagt, du musst gehen. (..., dass du gehen müssest.)
Ŝi skribis al li ke li venu. – Sie schrieb ihm, er solle kommen.
Mi malpermesas ke vi restu. – Ich verbiete im, zu bleiben. (Ich verbot, dass er bleibe.)
Ni ordonis ke li estu punata. – Wir befahlen, dass er bestraft werde.

Nachfragen und Wünsche

Mi petas ke vi ne lasu min. – Ich bitte euch, mich nicht allein zu lassen. (Ich bitte darum, dass ihr mich nicht allein lasset.)
Mi petegas ke vi estu trankvilaj. – Ich bitte euch darum, ruhig zu sein.
Li deziras ke ili estu sklavigitaj. – Er wünscht sich, dass sie versklavt seien.
Ni volis ke li ne forgesu tion. – Wir wollten, dass er dies nicht vergesse.

Ratschläge und Erlaubnis

Mi konsilis al li ke li iru. – Ich riet ihm, zu gehen. (wörtlich: Ich empfahl ihm, dass er gehe.)
Mi konsentis ke li restu. – Ich erlaubte ihm, zu bleiben. (wörtlich: Ich erlaubte, dass er bleibe.)
Ili permesos ke la barbaroj forkuru. – Sie werden es erlauben, dass die Barbaren entkommen.

Fragen

Li demandas ĉu ili foriru. – Er fragt, ob sie bleiben sollen.
Oni demandis ĉu lia moŝto eniru. – Sie fragten, ob ihre Hoheit eintreten solle.
Mi miras ĉu mi faru tion. – Ich frage mich, ob ich das tun soll.

Vorsätze, Absichten, Bedürfnisse etc.

Ni intencas ke vi estu helpata. – Wir beabsichtigen, dass dir geholfen werde.
Lia propono estas ke ni ricevu la duonon. – Sein Vorschlag ist, dass wir die Hälfte erhalten.
Lia lasta ordono estis, ke vi venu. – Sein letzter Befehl war, dass ihr gehet (gehen sollt).
Estos bone ke vi ne plu nomu lin. – Es wird besser sein, ihn nicht mehr zu erwähnen. (wörtlich: dass ihr ihn nicht mehr erwähnet.)
Estas dezirinde ke ni havu bonan imperiestron. – Es ist wünschenswert, einen guten Herrscher zu haben.
Estis necese ke ĉiu stariĝu. – Es war nötig, dass sich jeder erhebe.
Plaĉos al li ke vi iru. – Es wird ihm gefallen, dass er gehen soll.

Anmerkung: Im Deutschen werden Wünsche und Ratschläge oft mit dem Infinitiv mit zu ausgedrückt, was im Esperanto wesentlich seltener möglich ist. Der Infinitiv kann nur verwandt werden, wenn er das Subjekt eines Verbes ist, zum Beispiel: Foriri estas necese, „Es ist nötig, wegzugehen.“

Die Präposition „je“

2. Da Präpositionen in unterschiedlichen Sprachen nie gleich verwendet werden, ist es nicht immer möglich, Präpositionen wörtlich von einer Sprache in eine andere zu übersetzen, ohne dabei die eigentliche Bedeutung zu verfälschen. Um dies zu vermeiden, gibt es in Esperanto die Präposition je, die keine feste Bedeutung hat, sondern immer dann verwendet wird, wenn keine andere Präposition die Bedeutung richtig wiedergibt.

Je wird somit nicht nur für Zeit- und Tagesangaben benutzt (siehe Kap. 20 #2, Kap. 39 #4), sondern auch für Ausrufe, Proteste, Messungen und bei unklaren Beziehungen zum Prädikat.

Je la nomo de Dio! – Um Gottes willen!
Je mia honoro mi ja elfaros tion! – Bei meiner Ehre, ich werde das schaffen!
Ĝi estas longa je du mejloj. – Es ist zwei Meilen lang. (Es hat die Länge von zwei Meilen.)
Ili venis je grandaj nombroj. – Sie kamen in großer Zahl. / Sie kamen zuhauf.
Li estas tenata de la policano, je la brako, per forta ŝnurego. – Er wird vom Polizisten am Arm mit einem starken Seil festgehalten.

(Unübersetzbares Wortspiel, im Englischen werden alle drei Präposition zu by: He is held by the policemen, by the arm, by a strong rope.)

Die Präposition wird bei unklaren Beziehungen zwischen Verben und deren Objekten verwandt, wofür einige Beispiele folgen. Dahinter stehen in Klammern Präpositionen, die manchmal ebenfalls benutzt werden.

ekkrii je (pro) – aufschreien wegen/vor
enui je – gelangweilt sein von
fiera je (pri) – stolz auf
fidi je (al) – sich verlassen auf
ĝoji je (pri) – sich freuen über
gratuli je (pri) – gratulieren zu
honti je (pri) – sich einer Sache schämen (Genitiv)
inda je – etwas wert sein (Genitiv)
interesiĝi je – sich interessieren für
kapti je – ergreifen bei
kontenta je (kun) – zufrieden mit
kredi je – glauben an
(sin) okupi je – sich beschäftigen mit
plena je (de) – voll einer Sache (Genitiv)
preni je – greifen bei
provizi je (per) – versorgen mit
riĉigi je (per) – anreichern mit
ridi je – lachen über
satiĝi je – gesättigt sein mit
senigi je – etwas entziehen
simila je (al) – etwas ähnlich
sopiri je (al) – verlangen nach
ŝarĝi je – beladen mit
teni je – halten bei

Anmerkung: Die Übersetzung der Präposition gilt nur für die häufigsten Fälle. Alle möglichen Verbindungen von Präposition und Verb oder Adjektiv aufzuzählen, alle Ausnahmen zu nennen und die genauen Bedeutungsnuancen zu erklären würde den Rahmen dieses Buches sprengen.

Das Suffix „-op-“

3. Das Suffix -op- wird benutzt um Gruppen mit einer bestimmen Anzahl zu benennen:

duopo – Paar
duope – zu zweit, in Paaren
kvarope – zu viert
triopo – Dreiergruppe
milope – zu tausenden (in Tausendergruppen)
sesopigi – in Sechsergruppen einteilen

Vokabeln

celi – zielen
Ciruso – Kyros
fidi – vertrauen
ĝui – genießen
honoro – Ansehen
krom – ausgenommen, außer
plena – komplett, voll
prokrasti – aufschieben, verzögern (transitiv)
provizi – versehen (mit)
rezulti – resultieren
sopiri – sich sehnen
spaco – (freier) Raum
terura – schrecklich
vero – Wahrheit

La marŝado de la dekmil grekoj (Leseübung)

Iam Ciruso, nepo de Ciruso Granda, sopiris je la imperio de sia pli maljuna frato, kiu sekvis la patron de ambaŭ fratoj kiel reĝo, aŭ pli ĝuste imperiestro. Decidinte forigi de la reĝeco (entthronen) sian fraton, Ciruso petis la grekojn ke ili partoprenu (teilnehmen) en kelkaj negravaj militadoj. Multaj tiamaj grekoj tre volonte sin okupis je la batalado, pro la granda pago ricevata. La venditaj sklavoj kaj la detruitaj konstruaĵoj ĉiam provizis ilin je multe da riĉaĵo, kaj krom tio la militistoj ŝajnis ĝui eĉ la militadon mem. Estis tute indiferente al ili ĉu la kaŭzo de la militado estas prava kaj justa aŭ ne. Unue Ciruso nur petis ke ili helpu liajn proprajn soldatojn kontraŭ iuj najbaroj. Li kaŝis al ili sian veran celon, ĉar se la grekoj estus suspektintaj tion, kion li intencis fari, ili neniam estus akompanintaj lin tiel malproksimen de sia patrolando. Grade li kondukis ilin trans tutan Azion, kaj fine la dekmil grekoj komprenis ĉion, kaj treege koleriĝis. Paroladante al ili, Ciruso tuj diris „Mi ne permesas ke vi reiru, kaj mi petegas ke vi antaŭen marŝadu kun mi, sen plua (weiteren) prokrasto! Se mi sukcesos kontraŭ mia frato, mi certigas vin je mia honoro ke ĉiu el vi revenos havante sakojn plenajn je riĉaĵo! Estas nur necese ke vi fidu je mi, kaj ĉio estos bona!“ Tiam la soldatoj hontis je sia antaŭa timo, kaj kuraĝe antaŭen marŝadis. Fine, apud granda urbo, la frato de Ciruso elvenis havante okcentmil soldatojn, por batali kontraŭ la centmil de Ciruso. Per la helpo de siaj grekoj, Ciruso estis preskaŭ venkinta en terura batalo, kiam subite li ekvidis sian fraton, je malgranda interspaco. Ekkriante „Mi vidas la viron!“ li rajdis rekte al la reĝo, ĵetante sian pezan lancon al li. La sola rezulto estis la morto de Ciruso mem, ĉar la amikoj de la reĝo, kvinope kaj sesope atakinte Ciruson, lin tuj mortigis.


Übersetzungsübung

  1. Kyros wünschte, dass sein Bruder nicht König bleiben sollte.
  2. Er entschied: „Lasst mich selber König werden (fariĝi)! Ich würde es sehr genießen!“
  3. Also bat er die Griechen um Hilfe in Kämpfen gegen nahe Feinde.
  4. Allmählich versammelte (Kap. 49 #5) sich eine Armee (Kap. 27 #4) von hunderttausend Männern um ihn, von denen zehntausend Griechen waren.
  5. Er führte sie weiter und weiter inmitten Asien, bis die Griechen schließlich sein wahres Ziel argwöhnten.
  6. Sie sprachen mit Entsetzen zueinander: „Er sagte anfangs nicht, dass wir gegen den großen König kämpfen. Lasst uns unverzüglich heimkehren!“
  7. Kyros wandte sich (Kap. 46 #3) folgendermaßen an sie: „Sollte ich euch erlauben umzukehren? Ich flehe euch an, tapfer zu sein, und empfehle euch, euer Verlangen nach (Kap. 56 #2) Ruhm nicht zu vergessen!
  8. Seid nur eures Führers würdig, und verlasst euch auf mich! Wollt ihr nicht mit Reichtum versehen heimkehren, nebst dem Geld, das ich euch zahlen werde?“
  9. Sogleich waren die Soldaten beschämt über ihre Angst und rückten voller Mut zu hunderten vor.
  10. Bald näherte sich der Bruder von Kyros mit (havante) achthunderttausend Männern.
  11. Mit Hilfe der Griechen gewann Kyros die Schlacht, verlor selber aber sein Leben.
  12. So konnten weder er noch die Griechen das Ergebnis ihrer Anstrengungen genießen.



Kapitel 57

Nebensätze des Zweckes

1. Der Zweck einer Handlung kann durch einen untergeordneten Nebensatz ausgedrückt werden. Dieser wird durch por ke eingeleitet. Das Verb darin steht in der Befehlsform (Imperativ):

Mi faras ĝin por ke li helpu vin. – Ich tue es, damit er dir hilft (wörtlich: helfen möge).
Mi kriis por ke vi aŭdu. – Ich schrie, damit du es hörest.
Li venos por ke ni estu feliĉaj. – Er wird kommen, damit wir glücklich sind. („auf dass wir glücklich seien.“)
Ili restu por ke ni punu ilin. – Sie sollen bleiben damit wir sie strafen.
Mi studas por ke mi lernu. – Ich studiere, damit ich lerne.
Aber: Mi studas por lerni. – Ich studiere, um zu lernen.

Anmerkung: Zu beachten ist der Unterschied, ob man por einen Infinitiv oder einen Nebensatz folgen lässt. Ersterer folgt direkt, während Zweiterer mit ke angeschlossen wird und im Imperativ steht. Der Infinitiv kann nur verwandt werden, wenn das Subjekt des Hauptsatzes und des Nebensatzes gleich wären.

Weitere Benutzungsmöglichkeiten des Akkusativs

Vergleiche hierzu:

2. Der Akkusativ der Richtung kann auch nach Substantiven, die eine Bewegung ausdrücken, gebraucht werden.

Lia eniro en la ĉambron estis subita. – Sein Eintreten in das Zimmer war plötzlich.
La irado tien estos plezuro. – Dorthin zu gehen wird ein Vergnügen sein.
Ĝia falado teren timigis min. – Sein Fall zu Erde erschreckte mich.

3. Auch ein intransitives Verb kann ein Akkusativobjekt erhalten, wenn dessen Bedeutung nah an der des Verbes liegt.

Li vivas agrablan vivon. – Er lebt (verbringt) ein angenehmes Leben.
Ŝi dancis belan dancon. – Sie tanzte (vollführte) einen schönen Tanz.
Ili ploris maldolĉajn larmojn. – Sie weinte bittere Tränen.

4. Wird ein Verb der Bewegung (iri, veni, pasi, marŝi, veturi etc.) mit einer Präposition oder einem Adverb, die beziehungsweise das eine Richtung ausdrückt, verbunden, so kann das zugehörige Nomen auch als Akkusativobjekt benutzt werden, damit die Präposition beziehungsweise das Adverb nicht wiederholt werden muss. Dasselbe gilt auch für Verbindungen aus einem Verb der Ruhe (esti, stari etc.) und einer Präposition oder einem Adverb der Lage.

La viro preterpasis la domon. – Der Mann schritt am Hause vorbei.
Lin antaŭvenis du sklavoj. – Ihm gingen zwei Sklaven voraus.
Ni supreniru la ŝtuparon. – Lass uns die Treppen hinaufsteigen!
Mi ĉeestis la feston. – Ich besuchte das Fest. (Ich war bei dem Fest.)
Mi kontraŭstaras vian opinion. – Ich widerspreche deiner Meinung. (Ich stehe dagegen.)

5. Auch einige andere Präpositionen wie pri oder el können als Präfixe verwandt werden, um intransitive Verben transitiv zu machen. Dabei verändert sich leicht ihre Bedeutung.

Ŝi ploris pri la mortinta birdo. – Sie weint um den toten Vogel.
Ŝi priploris la mortintan birdon. – Sie beweint den toten Vogel.
Mi pensos pri la afero. – Ich werde über diese Angelegenheit nachdenken.
Mi pripensos la aferon. – Ich werde diese Angelegenheit bedenken.
Ni pri ĝi parolos. – Wir werden darüber sprechen.
Ni ĝin priparolos. – Wir werden es besprechen.
Li klare parolas el la vortoj. – Er spricht die Wörter klar heraus. (?)
Li klare elparolas la vortojn. – Er spricht die Wörter klar aus.

Anmerkung: In diesem Falle entspricht pri- der deutschen Vorsilbe „be-“, wie in „beklagen“, „besprechen“, „beweinen“ etc.

6. Ist es schwierig zu entscheiden, ob ein Akkusativ- oder ein Präpositionalobjekt benutzt werden soll, so darf beides verwendet werden. Dies ist häufig bei der Präposition al der Fall, denn sie wird meist mit dem Dativ und nicht mit einem Präpositionalobjekt ins Deutsche übersetzt. Dadurch sind insbesondere deutsche (aber auch beispielsweise englische) Esperantisten versucht, Mi helpas vin, zu sagen, obwohl streng genommen Mi helpas al vi korrekt wäre.

Mi pardonas lin (al li). – Ich verzeihe ihm. (Ich gebe Verzeihung an ihn.)
Mi helpis lin (al li). – Ich half ihm. (Ich gab an ihn meine Hilfe.)
Ĝi plaĉas min (al mi). – Das gefällt mir. (Es ist für mich eine Freude.)
Li obeis min (al mi). – Er gehorchte mir. (Er gab an mich seinen Gehorsam.)
Ŝi ridis mian timon (je mia timo). – Sie belachte meine Angst. (Sie lachte über meine Angst.)

Anmerkung: Wenn durch solch eine Konstruktion Verwirrung entsteht, zum Beispiel, weil der Satz bereits einen Akkusativ enthält, so darf sie nicht verwandt werden. Beispielsweise kann man zwar sagen: Pardonu nin (Verzeih uns.), aber muss dagegen sagen: Pardonu al ni niajn pekojn. (Verzeih uns unsere Sünden.)

7. Ganz ähnlich verhält es sich mit Adverbien. Solange der Satz eindeutig bleibt, dürfen auch die präpositionalen Glieder nach bestimmten Adverbien in einen Akkusativ umgeformt werden.

Rilate tion (rilate al tio) – bezüglich dessen (in Bezug darauf)
Escepte tion (escepte de tio) – außer diesem (mit Ausnahme davon)
Koncerne la aferon (koncerne je la afero) – hinsichtlich der Sache (in Hinsicht auf diese Sache)
Kompare la alian (kompare kun la alia) – im Vergleich zu dem anderen
Konforme la leĝon (konforme al la leĝo) – entsprechend dem Gesetze

Zusammenfassung der Verb-Konjugation

8. Als Beispiel dient vidi „sehen“.

Aktiv Passiv
INDIKATIV
Präsens
(Einfache Form) mi vidas
Präsens Perfekt
mi estas vidinta mi estas vidita
Präsens Verlaufsform
mi estas vidanta mi estas vidata
Vorausweisendes Präsens
mi estas vidonta mi estas vidota
Präteritum
(Einfache Form) mi vidis
Plusquamperfekt
mi estis vidinta mi estis vidita
Präteritum Verlaufsform
mi estis vidanta mi estis vidata
Vorausweisendes Präteritum
mi estis vidonta mi estis vidota
Futur
(Einfache Form, Futur I) mi vidos
Futur Perfekt (Futur II)
mi estos vidinta mi estos vidita
Futur Verlaufsform
mi estos vidanta mi estos vidata
Vorausweisendes Futur
mi estos vidonta mi estos vidota
Aktiv Passiv
KONJUNKTIV
(Einfache Form) mi vidus
Perfekt
mi estus vidinta mi estus vidita
Verlaufsform
mi estus vidanta mi estus vidata
Vorausweisend
mi estus vidonta mi estus vidota
IMPERATIV
(Einfache Form) mi vidu
Perfekt
mi estu vidinta mi estu vidita
Verlaufsform
mi estu vidanta mi estu vidata
Vorausweisend
mi estu vidonta mi estu vidota
INFINITIV
(Einfache Form) vidi
Perfekt
esti vidinta esti vidita
Verlaufsform
esti vidanta esti vidata
Vorausweisend
esti vidonta esti vidota

Das Suffix „-um-“

9. Das unbestimmte Suffix -um- hat dieselbe Bedeutung wie die Präposition je (Kap. 56 #2). Es wird verwendet, wenn kein anderes Suffix die Bedeutung trifft.

aerumi – lüften
buŝumo – Maulkorb (von „buŝo“, Mund)
gustumi – schmecken
kolumo – Kragen (von „kolo“, Hals)
plenumi – vollbringen, leisten
proksimume – annähernd, etwa (im Gegensatz zu „proksime“, unweit, in der Nähe von)

Vokabeln

ebena – eben, flach
escepto – Ausnahme
esperi – hoffen
fremda – fremd
historio – Geschichte
kompari – vergleichen
koncerni – betreffen
konformi – übereinstimmen
nepre – absolut, ausdrücklich
obei – befolgen, gehorchen
obstina – hartnäckig, störrisch
promesi – versprechen
rilato – Beziehung
sata – satt
savi – retten, bewahren
verki – schreiben, schöpfen (Bücher, Musik, usw.)

La reirado de la dekmilo (Leseübung)

La grekaj militistoj sentis grandan teruron kiam Ciruso ne plu vivis. La celo de la longa marŝado ne povis esti plenumata, pro la morto de la obstina trokuraĝa militestro mem. Kvankam la grekoj estis venkintoj, ili estis tute solaj en fremda lando, ĉirkaŭitaj de barbaroj kiuj, per trompemaj proponoj kaj falsaj promesoj pri amikaj interrilatoj, tuj okazigis la morton de la grekaj estroj. Senigite je siaj estroj, la kompatindaj viroj tute malesperis. Sed kelkaj subestroj, rapide kunveniginte la soldatojn, diris, „Ni mem kondukos vin per kiel eble plej rekta vojo hejmen! Ni faros nian eblon (äußerstes) por ke ni ĉiuj estu savitaj!“ Ĉar restis nenio alia por fari, la malfacila malgaja reirado de la grekoj komenciĝis sen prokrasto. Ili transiris varmegajn ebenaĵojn (Ebenen), supreniris kaj malsupreniris krutajn neĝkovritajn montojn, meze de la vintro, kaj sen pontoj transiris larĝajn riverojn. Ĉie la malfidindaj barbaroj atakis ilin, kvazaŭ por ke neniu greko restu viva. Krom tio, la grekoj mortis dekope kaj dudekope ĉiutage, pro varmegeco, malvarmegeco, laceco kaj malsateco (Hunger). Fine, post nekredeblaj suferoj, la restaĵo de la dekmil soldatoj alvenis sur monton, kaj ekvidis la maron. Laŭta ekkriego „La maro! La maro!“ eksonis inter la lacaj viroj, el kiuj multaj ploris larmojn de ĝojo. De infaneco ili alkutimis al la vojaĝado per akvo, kaj post iom da ripozo ili sin provizis je ŝipoj, por transiri la maron al la patrujo je kiu ili estis tiel longe sopirintaj. Treege interesa historio koncerne la tutan aferon estas verkita de fama greka verkisto (Schriftsteller) kiu estis akompaninta Ciruson por ke li povu ĝui kaj studi ĉion interesan sur la vojo. Tiu azia militado de Ciruso nepre estas unu el la plej rimarkindaj okazintaĵoj iam priskribitaj, eĉ sen escepto de la posta irado tien de Aleksandro Granda.


Übersetzungsübung

  1. Die Führer der griechischen Krieger wussten nach dem Tod von Kyros nicht, was sie tun sollten.
  2. Im Laufe des folgenden Tages sandte einer der Führer der Feinde einen Boten (Kap. 43 #3) mit betrügerischen Hilfsversprechen.
  3. Er sagte „Versammelt euch im Zelt unseres Führers, damit ihr alle die Angelegenheit bereden könnt.“
  4. Obwohl sie Gefahr ahnten, gingen die griechischen Führer hin, da sie nicht wussten, wie sie sonst ihre Männer retten könnten.
  5. Doch sie kamen nie zurück, und die Griechen verstanden bald, dass die Barbaren sie umgebracht hatten.
  6. Sie weinten Tränen der Verzweiflung und sagten „Die Barbaren werden uns unausweichlich zerstören, da wir in einem fremden Land sind, wo wir weder die Sprachen noch die Wege kennen und die Bevölkerung uns ausnahmslos feindlich ist.“
  7. Doch die niederrangigeren Führer sagten „Gehorcht und folgt uns, und wir werden unser bestes geben, um euch zu retten!“
  8. Ihre Rückkehr über heiße Ebenen und schneebedeckte Berge, erschwert durch Hunger und die unaufhörlichen Angriffe der Barbaren, ist in der Geschichte überliefert, die ein berühmter griechischer Historiker geschrieben hat.
  9. Man kann diese interessante Erzählung immer noch lesen, auf Griechisch oder in einer Übersetzung.



Kapitel 58

Möglichkeit und Erlaubnis

1. Erlaubnis wird üblicherweise mittels der Verben permesi und lasi oder mit dem Imperativ ausgedrückt.

Ĉu vi permesas ke mi restu? – Erlaubst du, dass ich bleibe?
Jes, mi permesas. (Jes, restu). – Ja, ich erlaube es (Ja, bleib).
Ne estas permesate eniri tien. – Es ist nicht erlaubt dort hinein zu gehen.
Lasu lin veni. – Lass ihn kommen.

2. Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit werden vorrangig mit Adverbien, beispielsweise eble, kredeble und verŝajne ausgedrückt.

Eble li obeos al vi. – Möglich, dass er dir gehorchen wird.
Kredeble li sukcesos. – Vielleicht (glaubhafterweise) wird er Erfolg haben.
Verŝajne vi estas prava. – Wahrscheinlich hast du Recht.
Eble oni lin savus, se... – Vielleicht hätte man ihn gerettet / wäre er gerettet worden / wenn...
Ili certe ne batis lin. – Sie haben ihn sicherlich nicht geschlagen.
Tio estas neebla! – Das ist unmöglich!

Das Präfix „ge-“

3. Wörter mit dem Präfix „ge-“ stehen sowohl für männliche als auch für weibliche Vertreter:

gepatroj – Eltern
geavoj – Großeltern
gefratoj – Geschwister
gefiloj – Kinder (Sohn/Söhne und Tochter/Töcher)
genepoj – Enkelkinder
geedzoj – Eheleute
gesinjoroj – Damen und Herren, Herr und Frau

Selbstverständlich gilt für Wörter mit „ge-“ grundsätzlich der Plural.

Das Suffix „-aĉ-“

4. Das Suffix „-aĉ-“ hat eine pejorative Bedeutung, der Sprecher drückt damit seine Geringschätzung oder gar Verachtung gegenüber dem bezeichneten Ding oder der genannten Tätigkeit aus.

domaĉo – Hütte, baufälliger Schuppen
hundaĉo – Köter
obstinaĉa – stur, halsstarr
pentraĉi – herumschmieren, kritzeln
popolaĉo – Pöbel, Mob
ridaĉi – (hässlich) laut lachen

Interjektionen

5. Interjektionen sind Wörter, mit denen Gefühle ausgedrückt oder Aufmerksamkeit auf sich gezogen werden. Die am häufigsten verwandten Interjektionen in Esperanto sind:

Adiaŭ! – Tschüss! Ade!
Fi! – Igitt!
Ho! – Ach! Oh! Oje!
 
Hura! – Hurra!
Nu! – Na!
Ve! – Wehe! (Ho ve! O weh! )
Ho Ve! – O weh! Herrje! Ach!

Ebenso können auch Adverbien und Verben im Imperativ als Interjektionen gebraucht werden.

Attentu! – Pass auf!
Aŭskultu! – Höre zu!
Bonvenu! – Willkommen!
Antaŭen! – Vorwärts!
Bone! – Gut!
For! – Weg! Verschwinde!
Ja! – In der Tat! Gewiss!
Jen! – Da! Sieh da!

Anmerkung: Die Interjektion fi wird manchmal als Pejorativ-Präfix gebraucht und hat dann dieselbe Bedeutung wie das entsprechende Suffix -aĉ-. Beispiele sind fibirdo, „widerlicher Vogel“ und fiĉevalo, „hässlicher Gaul“.

Vokabeln

Aleksandrio – Alexandria
Ameriko – Amerika
Aristotelo – Aristoteles
Aŭstralio – Australien
biblioteko – Bibliothek
eduki – aufziehen, erziehen
Egipto – Ägypten
estimi – achten, schätzen
firma – firm, fest
fondi – begründen
hispano – Spanier
kapabla – fähig
komuna – gemeinsam
kontinento – Kontinent
Kristo – Christus
miliono – Million
spite – trotz, ungeachtet
vasta – breit, ausgedehnt

Aleksandro Granda (Leseübung)

Permesu ke mi diru kelkajn vortojn pri la vivo de Aleksandro Granda, kiu ne estis matura viro sed havis nur dudek jarojn kiam li fariĝis reĝo. Liaj gepatroj estis tre zorge edukintaj lin, kaj la filozofo Aristotelo, kiun li tre alte estimis, estis unu el liaj instruistoj. Aleksandro firme tenadis sian propran reĝolandon, kaj ankaŭ Grekujon, kiun lia patro estis venkinta; krom tio, li faris militadojn kontraŭ diversaj fremdaj landoj, unue en Azio, tiam en Afriko, kie li fondis urbon, kaj ĝin nomis Aleksandrio. Aleksandrio nepre estis belega riĉa urbo. Tie troviĝis* poste la fama Aleksandria biblioteko. Se ĝi ne estus detruita de fajro, en la daŭro de iuj militadoj, ni sendube konus multe pli bone la sciadon de la antikvaj grekoj, kiuj verŝajne estis la plej klera popolo iam vivinta en Eŭropo. Venkinte Egipton, Aleksandro reiris en Azion, ĝis ties tre orienta kaj suda partoj, venkante ĉiujn ĉie, kvazaŭ ili estus la plej malkuraĝaj popolaĉoj en la mondo. Sed spite ĉies petoj li estis obstinaĉe nezorgema pri sia sano, kaj subite, ho ve, li mortis pro febro, tricent dudek tri jarojn antaŭ Kristo. Se li ne estus tiel frue mortinta, kiel multe li estus eble farinta! Li esperis venki Hispanujon, Italujon, kaj, mallongavorte, tiom de la okcidenta mondo kiom li jam posedis de la orienta. Tiam li celis kunigi ĉion en unu vastan imperion, kvazaŭ por fari el la mondo unu grandan familion. Li intencis ke la milionoj da enloĝantoj akceptu komunajn leĝojn kaj kutimojn, eĉ komunan lingvon, -- kredeble la grekan. Eble li ja havis la kapablecon por fari ĉion ĉi. Estas pro tio ke oni ofte aŭdas la diron „Aleksandro sopiris je aliaj mondoj por venki.“ Tamen, kiel malgranda estis tiu mondo kiun li konis! La tiamuloj konis nur malgrandan parton de Afriko, de Azio, eĉ de Eŭropo. Ili sciis nenion pri Anglujo, aŭ pri la vastaj kontinentoj Aŭstralio, norda kaj suda Ameriko.

Anmerkung: Die Benutzung von „troviĝi“ und auch von „sin trovi“, „kuŝi“, „stari“ und „sidi“ in einer Bedeutung, die nicht weit von der von „esti“ ist, vermeidet die monotone Wiederholung von Formen von „esti“, wie im Deutschen aus ähnlichen Gründen in Erzählungen liegen, befinden, gelegen sein, stehen usw. verwendet werden:

Multaj vilaĝoj troviĝas tie. – Dort befinden sich viele Dörfer.
Egipto troviĝas en la nordorienta parto de Afriko. – Ägypten befindet sich im nordöstlichen Teil Afrikas.
Li sin trovis sola en la dezerto. – Er befand sich alleine in der Wüste.
La urbo kuŝis inter du lagoj. – Die Stadt lag zwischen zwei Seen.
Sur la montflanko sidis vilaĝeto. – An der Bergflanke stand ein kleines Dorf.


Übersetzungsübung

  1. Alexander der Große wollte die ganze Welt in einem riesigen Reich vereinigen.
  2. Er sah vor, dass sich alle Völker nach gemeinsamen Gesetzen richten und ihre Nachfahren eine gemeinsame Sprache sprechen sollten und entgegen ihrer Liebe zu ihren nationalen Sprachen deren Nutzung einstellen sollten.
  3. Möglicherweise hätte er sein Ziel zu einem gewissen Maße (Kap. 46 #2) erreicht, wenn er nicht schon im Alter von zweiunddreißig Jahren gestorben wäre.
  4. Seine Soldaten marschierten weinend an seinem Zelt vorbei, um von ihrem sterbenden Führer Abschied zu nehmen.
  5. Sie müssen ihn sehr hochgeschätzt haben!
  6. Es war Alexander, der die Stadt Alexandria in Ägypten gegründet hat, wo sich nahezu dreihundert Jahre vor Christus die berühmte alexandrinische Bibliothek befand.
  7. Sie enthielt eine gewaltige Büchersammlung – nahezu siebenhunderttausend.
  8. Leider wurde diese Bibliothek durch Feuer zerstört.
  9. Alexander, der nach weiteren neuen Welten lechzte, die er erobern hätte können, wusste nicht einmal von der Existenz von Nord- und Südamerika, Australien oder sogar England und Nordeuropa.
  10. Neben seinem asiatischen Reich wusste er sehr wenig von Asien, nicht einmal von China mit seinen Millionen Einwohnern.
  11. Wie klein die Welt doch heute geworden ist!



Kapitel 59

Die Stellung nicht betonter Pronomen

1. Nicht besonders hervorgehobene Personal-, Indefinit- oder Demonstrativpronomen gehen in der Praxis dem Verb, zu dem sie gehören, häufig voraus. Dies trifft insbesondere bei Infinitiven zu:

Mi volas lin vidi. – Ich will ihn sehen.
Li povos tion fari. – Er wird das machen können.
Vi devus ion manĝi. – Du müsstest etwas essen.
Ĉu vi ĝin kredis? – Glaubtest du es?
Se li min vidus, li min savus. – Falls er mich sähe, würde er mich retten.

Anmerkung: Vergleiche hierzu auch andere Sprachen.

  • Deutsch: „Ich möchte ihn sehen.“
  • Fanzösisch: „Je veux le voir.“
  • Latein: „Se alunt, me defendi.“
  • Englisch: „Let her come.“

Speziell im Englischen zeigt sich, dass diese Pronomen unbetont sind, da sie häufig teilweise assimiliert werden: „Let'er come“, „make'im stop“

Einige intransitive Verben

2. Einige intransitive Verben haben dieselbe Schreibweise wie das bedeutungsverwandte transitive Verb des selben Wortstammes.

In Esperanto muss das Suffix -ig- (Kap. 45 #3) verwendet werden, wenn die transitive Bedeutung gewünscht ist. Einige Beispiele finden sich in der folgenden Tabelle:

Verb Intransitiver Gebrauch Transitiver Gebrauch
boli La akvo bolas. Li boligas la akvon.
Das Wasser kocht. Er kocht das Wasser.
bruli La fajro brulas. Li bruligis la paperon.
Das Feuer brennt. Er verbrannte das Papier.
ĉesi La bruo ĉesas. Li ĉesigas la bruon.
Der Lärm hört auf. Er beendet den Lärm.
daŭri La bruo daŭras. Li daŭrigas la bruon.
Der Lärm dauert an. Er macht weiter Lärm.
degeli La glacio degelas. Li ĝin degeligas per fajro.
Das Eis taut. Er taut es mit Feuer auf.
droni La knabino dronis. La viro ŝin dronigis.
Das Mädchen ertrank. Der Mann ertränkte sie.
eksplodi  Pulvo eksplodas. Li ĝin eksplodigos.
Schießpulver explodiert. Er wird es explodieren lassen.
halti Li haltis timigite. Li haltigis la soldatojn.
Erschreckt hielt er an. Er hielt die Soldaten an.
lumi La suno lumas. Li lumigis la lampon.
Die Sonne scheint. Er machte die Lampe an.
pasi La tempo pasas. Tiel li pasigis la tagon.
Zeit vergeht. So verbrachte er den Tag.
pendi Ĝi pendas de branĉo. Li ĝin pendigis de branĉo.
Es hängt an einem Ast. Er hing es an einen Ast.
soni La saluta pafo sonis. Oni sonigis la salutan pafon.
Der Salutschuss erschallte. Sie ließen den Salutschuss erschallen.
sonori La sonorilo sonoris. Oni sonorigis la sonorilon.
Die Glocke läutete. Sie läuteten die Glocke.

Anmerkung: Eine transitive Verwendung solcher intransitiver Verben wäre wie die Verwendung des deutschsprachigen intransitiven Verbs „lernen“ anstatt des transitiven Verbs „lehren“, wie bei „Ich werde dich lernen“ (anstatt „Ich werde dich lehren“) in gebrochenem Deutsch.

Das Suffix „-er-“

3. Wörter mit dem Suffix -er- bezeichnen einen Bestandteil oder eine Einheit des Wurzelwortes.

fajrero – (Feuer-)Funke
monero – Münze
neĝero – Schneeflocke
sablero – Sandkorn

Die Präfixe „bo-“ und „duon-“

4. Das Präfix bo- gibt eine Verwandtschaft durch Heirat an. Um Stiefverwandtschaft und daraus resultierende Verwandtschaft auszudrücken, wird dem Nomen duon (von duono, „Hälfte“) vorangestellt.

bofratino – Schwägerin
bopatro – Schwiegervater
duonpatro – Stiefvater
duonfrato – Halb-/Stiefbruder

Anmerkung: Duonfrato kann sowohl „Halbbruder“ als auch „Stiefbruder“ heißen!

Korrespondenz

5. a. Briefe sollten nach folgenden Mustern datiert werden:

  • Bostono, je la 24a de decembro, 1912a.
  • Nov-Jorko, la 24an decembro, 1912a.
  • Sirakuzo, 1912-12-24. (internationaler Standard ISO 8601)

b. Die gewöhnlichen Möglichkeiten der Adressangabe (gegenüber Fremden und in Geschäftsbriefen): Sinjoro, Sinjorino, Estimata Sinjoro, Karaj Sinjoroj, Tre estimata Fraŭlino etc.; (gegenüber Freunden und Verwandten) Kara Fraŭlino, Karaj Gefratoj, Kara Amiko, Kara Mario, Patrino mia (das besitzanzeigende Adjektiv auf diese Weise nach dem Nomen zu platzieren ergibt eine herzlichen Bedeutung, wie im Englischen „Mother mine“ etc.) etc.; (an Personen, deren Meinungen in Bezug auf ein bestimmtes Thema als übereinstimmend mit der des Schreibers bekannt sind) Estimata (Kara) Samideano („Anhänger derselben Idee“).

c. Einige der gewöhnlichen Formen für einen Briefabschluss sind (gegenüber Fremden und in Geschäftsbriefen): Tre fidele la via, Tre vere, Kun granda estimo, Kun plej alta estimo etc.; (an Freunde): Kun amika saluto, Kun ĉiuj bondeziroj, Kun samideanaj salutoj, Frate la via etc.

Vokabeln

adreso – Adresse
aparta – separat
bedaŭri – bedauern
ĉefa – hauptsächlich
do – also
fontano – Fontäne
hotelo – Hotel
inko – Tinte
konvena – passend, angemessen
koverto – Briefumschlag
krajono – Stift
mendi – bestellen
Novjorko – New York
numero – Nummer
ofico – Amt
poŝto – Post
respekto – Respekt
speciala – speziell
ŝtato – Staat
tramo – Straßenbahn

Anmerkung: Ĉef- wird oft beschreibend in Wortverbindungen verwendet (Kap. 35 #4b) als ĉefkuiristo (Ober-Koch), ĉefurbo (Hauptstadt), ĉefanĝelo (Erzengel).

Kelkaj leteroj (Leseübung)

Sirakuzo, la 2an de marto, 1911.

Kara Amiko,

sendube vin surprizos ricevi leteron skribitan de mi ĉe hotelo en ĉi tiu urbo, ne tre malproksime de via propra oficejo! Via bofrato, kiun mi okaze renkontis hieraŭ en la poŝtoficejo, donis al mi vian adreson. Ĝis nun, mi estas tiel okupata ke mi ne havis la tempon eĉ por telefoni al vi. Sed nun mi havas du aŭ tri minutojn da libera tempo, kaj mi tuj ekkaptas la okazon por skribi letereton, petante ke vi vespermanĝu kun mi hodiaŭ vespere, ĉe la hotelo kie, kiel vi vidas, mi loĝas de antaŭ unu tago. (Pardonu, mi petas, „ke“ mi finas ĉi tiun leteron per krajono, sed mi ĵus eltrovis ke restas neniom plu da inko en mia fontanplumo.) Venu je la sesa, se tiu horo estas konvena. Bedaŭrinde („leider“), mi devos forresti de la hotelo la tutan posttagmezon, pri komercaj aferoj, alie mi vin renkontus ĉe la tramvojo, kie haltas la tramveturiloj („Straßenbahnwagen“). Estos plej bone, mi opinias, ke vi iru rekte al mia ĉambro, numero 26, kie mi senprokraste vin renkontos, se mi ne estos efektive jam vin atendanta. Ni esperu ke la ĉefkuiristo preparos al ni bonan manĝon! Mi esperas ke vi malatentos la falantajn neĝerojn, kaj nepre venos, responde al mia iomete subita invito, ĉar ni ja havos multe da komunaj travivaĵoj por priparoli. Do ĝis la baldaŭa revido je la vespermanĝo!

Kun plej amikaj salutoj,
Roberto.

Anmerkung: Das Wort tial kann in der Verbindung tial ke ausgelassen werden (Kap. 18 #6), wenn die Bedeutung offensichtlich ist.


Boston, 1911-12-13.

Wilson kaj Jones,
Nov-Jorko.

Estimataj Sinjoroj,

bonvolu sendi al mi per revenanta poŝto vian plej novan prezaron („Preisliste“). Ni baldaŭ bezonos iujn novajn meblojn por niaj oficejoj, precipe skribtablojn, tablojn konvenajn por skribmaŝinoj („Schreibmaschinen“), kaj specialajn librujojn, farotajn laŭ niaj bezonoj. Se viaj prezoj estas konvenaj, ni sendube volos mendi de vi tian meblaron.

Kun respekto,
J. F. Smith,
ĉe Brown kaj Brown.


Nov-Jorko, 1911-12-17.

Sinjoro J. F. Smith,
ĉe Brown kaj Brown,
Nov-Jorko.

Estimata Sinjoro,

ni havas la honoron sendi al vi en aparta koverto nian plej novan prezaron, al kiu ni petas ke vi donu vian atenton, precipe al paĝoj 15–29. Tie vi trovos priskribitaj niajn plej bonajn oficejajn meblarojn. Ni senpage metos ĉiujn aĉetitajn meblojn sur la vagonaron, sed kompreneble ni ne pagos la koston de la sendado.

Ni plezure fabrikos specialajn librujojn laŭ viaj bezonoj, kaj volonte ricevos viajn ordonojn pri tio. Niaj prezoj estos kiel eble plej malaltaj.

Esperante ke la meblaroj priskribitaj en nia prezaro, kune kun la tie-presitaj prezoj, estos plene kontentigaj, kaj certigante al vi ke ni zorge plenumos ĉiun mendon, ni restas,

Tre respekte la viaj,
Wilson kaj Jones.


Bostono, la 27an Majo.

Sinjoro B. F. Brown,
Sirakuzo, Nov-Jorka Ŝtato.

Kara Sinjoro,

vian adreson ni dankas al niaj komunaj amikoj Sinjoroj Miller kaj White, kaj per ĉi tio ni permesas al ni proponi al vi niajn servojn por la vendado de tiaj infanludiloj, kiajn vi fabrikas. Ni havas bonegajn montrajn fenestrojn („Schaufenster“), en nia butiko, preskaŭ meze de la ĉefstrato en la urbo, kaj en nia butiko troviĝas sufiĉe da grandaj vitramebloj („Schaukasten“). Tial ni povus tre oportune administri tian aferon. Ni multe ĝojos se vi respondos kiel eble plej baldaŭ, sciigante al ni kiom da procento vi donos, kaj kiajn aranĝojn vi volus fari. Ni certigas al vi ke en ĉiu okazo ni penos fari nian eblon por via plej bona intereso.

Kun alta estimo,
D. Rose.




Kapitel 60

Einige transitive Verben

1. Einige transitive Verben haben deutsche Bedeutungen, die sich in ihrer Form nicht von den verwandten intransitiven deutschen Verben unterscheiden (vergleiche Kap. 59 #2). Im Esperanto muss die Endung -iĝ- (Kap. 49 #4) oder eine andere Wurzel angehängt werden, wenn eine intransitive Bedeutung gemeint ist.

Im Folgenden die häufigsten Verben dieses Charakters, zusammen mit Beispielen der intransitiven Nutzung.

balanci – balancieren
etendi – ausweiten
fermi – schließen
fini – beenden
fleksi – biegen, beugen
hejti – erhitzen
klini – beugen
kolekti – sammeln
komenci – beginnen
mezuri – messen
montri – zeigen
movi – bewegen
paŝti – (Vieh) hüten, weiden lassen
renversi – umdrehen
rompi – brechen
ruli – rollen (Rad, Ball etc.)
skui – schütteln
streĉi – dehnen
svingi – schwingen
ŝanceli – Schwingungen verursachen
ŝanĝi – ändern
ŝiri – tränen
turni – drehen
veki – aufwachen
verŝi – gießen
volvi – rollen (etwas umherrollen)
La laboro nun finiĝas. – Die Arbeit kommt nun zum Ende.
La glavo fleksiĝis. – Das Schwert bog sich.
La folioj disvolviĝas. – Die Blätter entrollen sich.
Ĉiu kutimo ŝanĝiĝos – Jeder Brauch wird sich ändern.
La vintro jam komenciĝas. – Der Winter beginnt schon.
Mi vekiĝos je la sesa. – Ich werde um sechs aufwachen.
La montrilo ŝanceliĝis. – Der Zeiger wackelte.
Vasta ebenaĵo etendiĝis antaŭ li. – Eine große Ebene breitete sich vor ihm aus.

Apostrophierung

2. Verkürzungen durch Apostroph sind ungewöhnlich, und im Schreiben wie im Sprechen sollten sie vermieden werden. Am häufigsten tritt dies in Gedichten und teilweise auch in Liedern auf.

a. Das -a eines Artikels darf vor einem Vokal oder auch nach einer mit einem Vokal endenden Präposition wegfallen:

L' espero, l' obstino kaj la pacienco.
De l' montoj riveretoj fluas.
Kaj kantas tra l' pura aero.

b. Die Endung -o eines Nomens darf im Gedicht wegfallen; die Betonung ändert sich aber nicht.

Ho, mia kor', ne batu maltrankvile.
Sur la kampo la rozet'.

c. Die Endung -e eines Adverbs fällt äußerst selten weg (außer im Ausdruck dank' al, der auch in der Prosa auftritt):

Ke povu mi foj' je eterno ekdormi!
Dank' al vi, mi sukcesis. – Vielen Dank, ich habe es geschafft.

Das Präfix „eks-“

3. Das Präfix eks- entspricht dem deutschen beziehungsweise lateinischen „Ex-“, das heißt um eine ehemalige Position auszudrücken:

eksprezidanto – Ex-Präsident
eksreĝo – Ex-König
eksigi – aus dem Amt entheben, entlassen
eksiĝi – zurücktreten, verlassen

Das Präfix „pra-“

4. Das Präfix „pra-“ drückt den Status eines Vorfahren aus:

praavo – Urgroßvater
pranepo – Urenkel
prapatroj – Vorfahren, Ahnen
pratempa – urzeitlich

Die Suffixe „-ĉj-“ und „-nj-“

5. Das Suffix -ĉj- wird benutzt, um Verkleinerungen männlicher Wörter zu bilden. -nj- ist die weibliche Form.

Joĉjo – Johnnie, Joe
Paĉjo – Papa
Manjo – May, Mamie
Panjo – Mama

Gewichte und Maße

6. Nationale Maßsysteme, übersetzt in eine internationale Form wie mejlo für Meile oder funto für Pfund, haben für mit dem System nicht Vertraute keine Bedeutung. Deshalb wird das metrische System benutzt.

Länge und Oberfläche Gewicht Volumen
milimetro – Millimeter
centimetro – Zentimeter
decimetro – Dezimeter
metro – Meter
dekametro – Dekameter
hektometro – Hektometer
kilometro – Kilometer
kvadrata metro – Quadratmeter
hektaro – Hektar
gramo – Gramm
dekagramo – Dekagramm
hektogramo – Hektogramm
kilogramo – Kilogramm
decilitro – Deziliter
litro – Liter
dekalitro – Dekaliter
hektolitro – Hektoliter
kilolitro – Kiloliter

Abkürzungen

7. Die folgenden Abkürzungen werden des Öfteren benutzt:

bv. – bonvolu (bitte)
D-ro. – Doktoro (Dr.)
Fino. – Fraŭlino (Frl.)
Pro. – Profesoro (Prof.)
Sro. – Sinjoro (Hr.)
Sino. – Sinjorino (Fr.)
Ko. – K-io., Kompanio (Co.)
No. – N-ro., Numero (Nr.)
k.t.p. – kaj tiel plu (u.s.w.)
k.c. – kaj ceteraj (etc.)
k.sim. – kaj simila(j) (et. sim.)
t.e. – tio estas (z. B.)
e. – ekzemple (z. B.)
p.s. – postskribaĵo (P.S.)

Vokabeln

aboni – abonnieren
aparato – Apparat
aŭtomata – automatisch
bovo – Ochse
dimensio – Dimension
ekzemplo – Beispiel
fokuso – Fokus
fotografi – fotografieren
funkcii – funktionieren
kamero – Kamera
ledo – Leder
metalo – Metall
momento – Moment
negativo – Negativ, Verneinung
objektivo – Linse, Objektiv
originalo – Original
plato – Platte (auch fotografisch)
provi – versuchen
reklami – werben
streĉi – dehnen

Anmerkung: Achte auf den Unterschied zwischen provi im Sinne von „testen, ausprobieren“ und peni „sich bemühen um“.

Pri la kamero (Leseübung)

Bostono, 1910–11–12.

Brown kaj Ko.,
Nov-Jorko.

Sinjoroj,

vidinte vian reklamon en gazeto al kiu mi abonas, mi skribas por peti ke vi sendu al mi priskribaĵon de via kamero nomita „La Infaneto,“ kiun eble mi deziros provi.

Bonvolu ankaŭ sendi dekduonon da platoj, 6×9 centimetrojn, por kiu mi ĉi* kune sendas spesmilon kaj duonon.

Kun respekto,
J. C. Smith.

Anmerkung: Das Wort ĉi (mit tiu, tio, ties, ĉiu, ĉio) kann auch bei bestimmten Adverbien wie ĉi sube „untenstehend“, ĉi supre „obenstehend“, ĉi kune „hiermit“ etc. stehen.


Nov-Jorko, 18an novembro, 1910.

Kara Sinjoro,

respondante al via estimata letero de la 12a, ni donas ĉi sube mallongan priskribaĵon de nia bonega fotografilo nomita „La Infaneto“.

„La Infaneto“ kamero havis neesperitan sukceson, kaj estas vendita po miloj da ekzempleroj. Ĉie oni unuvoĉe laŭdas ĝian malgrandan kaj tamen bonegan konstruon, kaj ankaŭ ĝian firman samtempe facilan funkciadon. Ĝi ne estas pli granda ol monujo, tial ĝi ne bezonas pli multe da spaco ol tiu, kaj povas esti portata kaj uzata treege konvene.

La dimensioj de la fermita kamero estas 8×5×6.5 centimetroj. La pezo, kun objektivo, tri platingoj, kaj malbrila vitro, estas 365 gramoj. „La Infaneto“ estas konstruita tute el metalo, kaj kovrita de bonega bovledo. Kiam oni malfermas la aparaton, la objektivo samtempe enfokusiĝas, tiamaniere ke la kamero estas preta por uzado post unu sekundo, ĉar la objektivfermilo (Verschluss) estas ĉiam streĉita. Sekve: neniaj preparadoj, nenia prokrasto je la ekfotografado.

La negativoj estas klaraj ĝis la bordo, kaj tial konvenaj por pligrandigo. Cetere, oni scias ke bona pligrandigo ofte pli kontentigas ol malgranda originalo. Precipe ĉe promenoj kaj vojaĝoj oni tial volonte preferas la malgrandan „Infaneton“, por poste pligrandigi la negativojn.

Por la pligrandigo ni fabrikas specialajn taglum-pligrandigajn aparatojn, kies prezoj estas malaltaj (vidu en nia prezaro).

Ni ne ŝanĝis la konstruon de „La Infaneto“ de post 1909, ĉar ĝis nun ĝi estas ĉiurilate kontentiga. Sole la rapideca reguligo de la momenta (augenblicklich) fermilo estas plibonigita, ĉar ni ĝin fabrikas kun speciala aŭtomata fermilo, kiu estas aranĝita por malfermoj daŭraj (Langzeitbelichtung), kaj momentaj, je unu sekundo ĝis unu centono da sekundo.

Esperante ke ni baldaŭ ricevos mendon de vi, kaj certigante al vi ke ni tre zorge plenumos iun ajn mendon, ni restas.

Tre respekte la viaj,
Brown & Ko.
Per C.



Übersetzungen der Leseübungen

Kapitel 1

Saluton, offenbar bist du neugierig was die Wörter in der Leseübung bedeuten. Diese Wörter musst du jetzt nicht lernen, sie werden nach und nach über das Buch verteilt eingeführt.

Leseübung

  1. afero, trairi, najbaro, aero, hodiaŭ
  2. pacienco, centono, ĉielo, eĉ, samideano
  3. treege, obei, obeu, Eŭropo, gvidi
  4. ĝojo, ĉiujn, justa, ĝuste, juĝi
  5. ĵaŭdo, lingvo, knabo, larĝa, pagi
  6. kvieteco, ekzemplo, ellerni, fojo, krajono
  7. forrajdi, kuirejo, ĉevalejo, sankteco, scio
  8. nescio, edzo, meze, duobla, ŝipo
  9. ŝarĝi, poŝo, svingi, sklavo, palaj
  10. ŝafaĵo, atmosfero, monaĥo, geometrio, laŭdi
  11. vasta, eksplodi, senĉesa, sensencaĵo, malluma
  12. arbaranoj, manĝo, freŝa, aŭskulti, daŭri

Übersetzung

  1. Sache, durchgehen, Nachbar, Luft, heute
  2. Geduld, Hundertstel, Himmel, sogar, Gleichgesinnter
  3. außerordentlich, befolgen, gehorche!, Europa, leiten
  4. Freude, allen, gerecht, richtig, urteilen
  5. Donnerstag, Sprache, Junge, breit, zahlen
  6. Ruhe, Beispiel, auslernen, Mal, Stift
  7. wegreiten, Küche, Pferdestall, Heiligkeit, Kenntnis
  8. Unkenntnis, Gatte, mitten, doppelt, Schiff
  9. beladen, Tasche, schwingen, Sklave, bleiche(n)
  10. Schafsfleisch, Atmosphäre, Mönch, Geometrie, loben
  11. ausgedehnt, explodieren, unaufhörlich, Unsinn, dunkel
  12. Waldbewohner, Essen, frisch, zuhören, dauern

Kapitel 2

Leseübung

  1. Bona viro.
  2. La granda tablo.
  3. Blanka floro.
  4. Flava birdo.
  5. La bela birdo kantas.
  6. Forta knabo kuras.
  7. La bona viro iras.
  8. La bela ĉevalo kuras.
  9. La suno brilas.
  10. Birdo flugas kaj knabo kuras.
  11. Blanka ĉevalo iras.
  12. La bela luno brilas.
  13. La knabo kantas kaj la viro dormas.
  14. Bela granda pomo.
  15. La bona knabo kantas.
  16. La granda ĉevalo dormas.
  17. La suno brilas kaj la luno brilas.
  18. Granda forta tablo.
  19. Flava violo.
  20. La bona flava pomo.

Übersetzung

  1. Ein guter Mann.
  2. Der große Tisch.
  3. Eine weiße Blume.
  4. Ein gelber Vogel.
  5. Der schöne Vogel singt.
  6. Ein starker Junge rennt.
  7. Der gute Mann geht.
  8. Das schöne Pferd rennt.
  9. Die Sonne scheint.
  10. Ein Vogel fliegt und ein Junge rennt.
  11. Ein weißes Pferd geht.
  12. Der schöne Mond scheint.
  13. Der Junge singt und der Mann schläft.
  14. Ein schöner, großer Apfel.
  15. Der gute Junge singt.
  16. Das große Pferd schläft.
  17. Die Sonne scheint und der Mond scheint.
  18. Ein großer, starker (stabiler) Tisch.
  19. Ein gelbes Veilchen.
  20. Der gute gelbe Apfel.

Kapitel 3

Leseübung

  1. La alta viro estas en la ĝardeno.
  2. Blanka ĉevalo estas sur la kampo.
  3. Belaj birdoj sidas sur la verda arbo.
  4. La bonaj knaboj estas en la domo.
  5. La ĉambroj en la bela domo estas grandaj.
  6. Freŝaj floroj kuŝas sur la tablo.
  7. La violoj en la kampo estas belaj.
  8. La luno kaj la suno ŝajnas grandaj.
  9. La kolomboj estas belaj birdoj.
  10. La knaboj ŝajnas fortaj.
  11. Ruĝaj pomoj estas sur la tablo en la ĉambro.
  12. La fortaj viroj sidas sur seĝoj en la longa ĉambro.
  13. La arboj estas altaj kaj verdaj.
  14. La kolomboj sur la arboj kantas.
  15. Fortaj ĉevaloj iras kaj kuras en la verdaj kampoj.
  16. La knaboj dormas en la granda domo.
  17. Ruĝaj, flavaj, kaj verdaj folioj estas en la ĝardeno.
  18. Longa tablo estas en la domo.
  19. Belaj birdoj flugas kaj kantas en la kampo.
  20. Freŝaj rozoj ŝajnas belaj.
  21. La folioj estas verdaj kaj ruĝaj.

Übersetzung

  1. Der große (hohe) Mann ist im Garten.
  2. Ein weißes Pferd ist auf dem Feld.
  3. Schöne Vögel sitzen auf dem grünen Baum.
  4. Die guten (netten) Jungen sind im Haus.
  5. Die Zimmer im schönen Haus sind groß.
  6. Frische Blumen liegen auf dem Tisch.
  7. Die Veilchen auf dem Feld sind schön.
  8. Der Mond und die Sonne scheinen groß.
  9. Die Tauben sind schöne Vögel.
  10. Die Jungen scheinen stark (zu sein).
  11. Rote Äpfel sind auf dem Tisch im Zimmer.
  12. Die starken Männer sitzen auf Stühlen im langen Zimmer.
  13. Die Bäume sind hoch und grün.
  14. Die Tauben auf den Bäumen singen.
  15. Kräftige Pferde schreiten und rennen auf den grünen Feldern.
  16. Die Jungen schlafen im großen Haus.
  17. Rote, gelbe und grüne Blätter sind im Garten.
  18. Ein langer Tisch steht im Haus.
  19. Schöne Vögel fliegen und singen im Feld.
  20. Frische Rosen scheinen schön.
  21. Die Blätter sind grün und rot.

Kapitel 4

Leseübung

  1. La knaboj ne estas en la ĉambro en la blanka domo.
  2. Ili estas en la granda ĝardeno.
  3. La ĝardeno ŝajnas kaj longa kaj larĝa.
  4. La feliĉaj knaboj vidas la belan ĝardenon.
  5. Ili vidas florojn apud alta arbo.
  6. La floroj havas diversajn kolorojn.
  7. La knaboj kolektas kaj ruĝajn kaj flavajn florojn.
  8. Sed ili ne trovas fruktojn en la ĝardeno.
  9. Florojn blankajn ili ne vidas.
  10. La alta arbo havas verdajn foliojn sur la branĉoj.
  11. La knaboj rompas branĉon, kaj kolektas la fruktojn.
  12. Ili vidas florojn sur la branĉoj, sed la florojn ili ne kolektas.
  13. La knaboj ne sidas sur benkoj en la ĝardeno, sed kuŝas sur la mola herbo.
  14. La kolomboj sidas sur la arboj, kaj ili estas feliĉaj.
  15. La knaboj vidas la belajn birdojn.
  16. Fortaj nigraj ĉevaloj manĝas la herbon en la kampo.
  17. La knaboj vidas la ĉevalojn, sed la ĉevaloj ne vidas la knabojn.
  18. La ĉevaloj ne dormas, ili manĝas.
  19. La freŝa herbo estas verda kaj mola.
  20. Feliĉaj estas kaj la knaboj kaj la ĉevaloj.
  21. La pomo estas bona frukto.

Übersetzung

  1. Die Jungen sind nicht im Zimmer im weißen Haus.
  2. Sie sind in dem großen Garten.
  3. Der Garten scheint sowohl lang als auch breit.
  4. Die glücklichen Jungen sehen den schönen Garten.
  5. Sie sehen Blumen neben einem hohen Baum.
  6. Die Blumen haben unterschiedliche Farben.
  7. Die Jungen sammeln sowohl rote als auch gelbe Blumen.
  8. Aber Früchte finden sie im Garten nicht.
  9. Weiße Blumen sehen sie nicht.
  10. Der hohe Baum hat grüne Blätter an den Ästen.
  11. Die Jungen brechen einen Ast und sammeln die Früchte.
  12. Sie sehen Blumen an den Ästen, aber die Blumen sammeln sie nicht.
  13. Die Jungen sitzen nicht auf Bänken im Garten, sie liegen aber auf dem weichen Gras.
  14. Die Tauben sitzen auf den Bäumen und sie sind glücklich.
  15. Die Jungen sehen die schönen Vögel.
  16. Starke schwarze Pferde fressen das Gras im Feld.
  17. Die Jungen sehen die Pferde, aber die Pferde sehen die Jungen nicht.
  18. Die Pferde schlafen nicht, sie fressen.
  19. Das frische Gras ist grün und weich.
  20. Glücklich sind sowohl die Jungen als auch die Pferde.
  21. Der Apfel ist eine gute Frucht.

Kapitel 5

Leseübung

  1. Ĉu persiko estas ruĝa?
  2. Jes, ĝi estas kaj ruĝa kaj dolĉa.
  3. Ĉu ĉerizoj estas brunaj?
  4. Ne, ili estas nek brunaj nek nigraj, sed flavaj.
  5. Ĉu la pomo estas frukto? Jes, ĝi estas bona frukto.
  6. Ĉu la viro kaj la knabo havas pomojn?
  7. Ne, ili havas nek pomojn nek persikojn.
  8. Ĉu Mario havas la maturan frukton?
  9. Mario kaj Gertrudo havas la frukton.
  10. Ili estas en la domo, kaj manĝas la maturan frukton.
  11. La persikoj havas dolĉan guston.
  12. La knabinoj volas havi florojn, sed la knaboj preferas kolekti diversajn fruktojn.
  13. Ili volas trovi maturajn ĉerizojn kaj flavajn persikojn.
  14. La ĉerizoj havas belan ruĝan koloron.
  15. La persikoj ŝajnas molaj kaj bonaj.
  16. Mario rompas branĉon, kaj vidas ĉerizojn sur la branĉoj.
  17. Gertrudo estas feliĉa, kaj volas havi la belan frukton.
  18. Gertrudo estas alta, bela knabino.
  19. Mario ŝatas ĉerizojn.
  20. La knaboj kaj knabinoj sidas sur la verda herbo, kaj manĝas la ĉerizojn.
  21. Ili ne volas manĝi pomojn, ili preferas la dolĉajn ĉerizojn.
  22. La folioj apud la ĉerizoj estas nek larĝaj nek longaj.

Übersetzung

  1. Ist ein Pfirsich rot?
  2. Ja, er ist sowohl rot als auch süß.
  3. Sind Kirschen braun?
  4. Nein, sie sind weder braun noch schwarz, sondern gelb.
  5. Ist der Apfel eine Frucht? Ja, er ist eine gute Frucht.
  6. Haben der Mann und der Junge Äpfel?
  7. Nein, sie haben weder Äpfel noch Pfirsiche.
  8. Hat Maria die reife Frucht?
  9. Maria und Gertrud haben die Frucht.
  10. Sie sind im Haus und essen die reife Frucht.
  11. Die Pfirsiche haben einen süßen Geschmack.
  12. Die Mädchen wollen Blumen haben, aber die Jungen bevorzugen (es) verschiedene Früchte zu sammeln.
  13. Sie wollen reife Kirschen und gelbe Pfirsiche finden.
  14. Die Kirschen haben eine schöne rote Farbe.
  15. Die Pfirsiche scheinen weich und gut (zu sein).
  16. Maria bricht einen Zweig ab und sieht Kirschen an den Zweigen.
  17. Gertrud ist glücklich und will die schöne Frucht haben.
  18. Gertrud ist ein großes schönes Mädchen.
  19. Maria mag Kirschen.
  20. Die Jungen und Mädchen sitzen auf dem grünen Gras und essen die Kirschen.
  21. Sie wollen nicht Äpfel essen, sie ziehen die süßen Kirschen vor.
  22. Die Blätter neben den Kirschen sind weder breit noch lang.

Kapitel 6

Leseübung

  1. Knabiĉoj, ĉu volas vi sidi en la domo aŭ en la ĝardeno?
  2. Ni preferas sidi hodiaŭ en la ĝardeno, sub la granda arbo.
  3. Ĉu havas vi pomojn aŭ ĉerizojn?
  4. Ni havas nek pomojn nek ĉerizojn, sed ni havas dolĉajn persikojn.
  5. Arturo donas al vi la maturajn persikojn, ĉar al li kolekti fruktojn plaĉas.
  6. Arturo, ĉu rompas ci la branĉojn?
  7. Ne, sed mi skuas branĉon, kaj la persikoj falas.
  8. Mi staras sub la arbo, kaj kolektas la dolĉan frukton.
  9. La frukton mi donas al Mario kaj Gertrudo.
  10. Mi volas doni persikon al Heleno, sed hodiaŭ ŝi estas en la domo.
  11. Ŝi sidas apud la fenestro kaj kudras.
  12. Ŝi preferas kudri, kaj volas nek iri nek sidi en la ĝardeno.
  13. Kaj ŝi kaj la virino apud ŝi volas kudri hodiaŭ.
  14. Ili estas feliĉaj, ĉar ili la birdojn en la arbo apud la fenestro vidas.
  15. La birdoj estas kolomboj, kaj sidas sur la arbo.
  16. Sub la arboj en la kampo staras ĉevaloj, kaj ili manĝas la verdan molan herbon.
  17. Ni donas pomojn al ili, ĉar al ili pomoj plaĉas.
  18. Ni estas feliĉaj, ĉar ni belajn persikojn maturajn kaj bonajn havas.
  19. Roberto, ci estas alta, sed vi, knabinoj, ne estas altaj.

Übersetzung

  1. Jungen, wollt ihr im Haus sitzen, oder im Garten?
  2. Wir bevorzugen es heute im Garten zu sitzen, unter dem großen Baum.
  3. Habt ihr Äpfel oder Kirschen?
  4. Wir haben weder Äpfel noch Kirschen, aber wir haben süße Pfirsiche.
  5. Arthur gibt euch die reifen Pfirsiche, weil er es mag, eine Frucht zu sammeln.
  6. Arthur, zerbrichst du die Äste?
  7. Nein, aber ich schüttele einen Ast und die Pfirsiche fallen.
  8. Ich stehe unter dem Baum und sammle die süße Frucht.
  9. Die Frucht gebe ich an Maria und Gertrud.
  10. Ich will einen Pfirsich an Helena geben, aber heute ist sie im Haus.
  11. Sie sitzt neben dem Fenster und näht.
  12. Sie bevorzugt es zu nähen und will weder im Garten gehen noch sitzen.
  13. Sie als auch die Frau neben ihr wollen heute nähen.
  14. Sie sind glücklich, weil sie die Vögel auf dem Baum neben dem Fenster sehen.
  15. Die Vögel sind Tauben und sitzen auf dem Baum.
  16. Unter den Bäumen im Feld stehen Pferde, und sie fressen das grüne, weiche Gras.
  17. Wir geben ihnen Äpfel, weil sie Äpfel mögen.
  18. Wir sind glücklich, weil wir schöne Pfirsiche haben, reife und gute.
  19. Robert, du bist groß, aber ihr, Mädchen, seid nicht groß.

Kapitel 7

Leseübung

  1. Hodiaŭ la knaboj kaj knabinoj estas en la granda domo.
  2. Ili staras apud la tablo, en agrabla luma ĉambro.
  3. Ĝi havas altajn larĝajn fenestrojn.
  4. Sub la tablo kaj seĝoj, mola tapiŝo kuŝas sur la planko.
  5. La tapiŝo havas belajn kolorojn, ruĝan, bluan, flavan, kaj verdan.
  6. Virino iris tra la pordo, kaj staris apud la tablo.
  7. Ŝi havis interesajn bildojn, kaj donis ilin al la knaboj kaj la knabinoj.
  8. Ŝi diris: „Ĉu vi volas rigardi la bildojn?“
  9. „Jes, ni dankas vin,“ diris la infanoj, kaj ŝi donis al ili la bildojn.
  10. Granda bildo falis de la tablo kaj Arturo nun havas ĝin.
  11. Li donas ĝin al Mario, ŝi dankas lin, kaj donas ĝin al Roberto.
  12. Li volis doni ĝin al Gertrudo, sed ŝi diris: „Ne, mi dankas vin, mi ne ŝatas rigardi bildojn.“
  13. Ŝi iris de la tablo al la fenestro kaj diris: „Mi preferas kudri.“
  14. Ŝi volis sidi en granda seĝo apud la fenestro.
  15. La virino rigardis ŝin kaj diris: „Mi donis la bildojn al vi, knaboj kaj knabinoj, ĉar ili estas interesaj bildoj.“
  16. Gertrudo diris: „Vi estas bona al ni, sed mi volas sidi apud la pordo aŭ la fenestro.“
  17. „Mi kolektis bluajn violojn en la ĝardeno, kaj nun mi volas rigardi la belajn florojn, kaj kudri.“

Übersetzung

  1. Heute sind die Jungen und Mädchen im großen Haus.
  2. Sie stehen neben dem Tisch, im angenehmen hellen Zimmer.
  3. Es hat hohe breite Fenster.
  4. Unter dem Tisch und den Stühlen, liegt weicher Teppich auf dem Boden.
  5. Der Teppich hat schöne Farben, rot, blau, gelb und grün.
  6. Eine Frau ging durch die Tür und stand neben dem Tisch.
  7. Sie hatte interessante Bilder und gab sie den Jungen und Mädchen.
  8. Sie sagte: „Wollt ihr die Bilder anschauen?“
  9. „Ja, wir danken dir“, sagten die Kinder und sie gab ihnen die Bilder.
  10. Ein großes Bild fiel vom Tisch und Artur hat es nun.
  11. Er gibt es Maria, sie dankt ihm und gibt es Robert.
  12. Er wollte es Gertrud geben, aber sie sagte: „Nein, ich danke dir, ich schaue nicht gerne Bilder an.“
  13. Sie ging vom Tisch zum Fenster und sagte: „Ich ziehe es vor zu nähen.“
  14. Sie wollte in einem großen Stuhl neben dem Fenster sitzen.
  15. Die Frau schaute sie an und sagte: „Ich gab die Bilder euch, Knaben und Mädchen, weil es interessante Bilder sind.“
  16. Gertrud sagte: „Du bist gut zu uns, aber ich will neben der Türe oder dem Fenster sitzen.“
  17. „Ich sammelte blaue Veilchen im Garten und nun will ich die schönen Blumen anschauen und nähen.“

Kapitel 8

Leseübung

  1. Johano kaj Alfredo amuzis sin en la ĝardeno.
  2. Johano kaŝis sin, kaj Alfredo trovis Johanon.
  3. Alfredo sin kaŝis en alta arbo, kaj Johano trovis Alfredon.
  4. Mario kaj Gertrudo sin kaŝis apud la floroj, kaj la knaboj trovis la knabinojn.
  5. La knabinoj ne volas perdi sin en la agrabla kampo.
  6. Johano komencis amuzi sin en luma ĉambro en la domo.
  7. La muro havas interesajn bildojn sur si.
  8. Tra la fenestro antaŭ si Johano rigardas la virojn kaj la virinojn sur la strato.
  9. Li havas molan grizan tapiŝon sub si, kaj ne volas seĝon.
  10. Li kaj Alfredo volis iri al la strato kaj amuzi sin.
  11. Ili iris al la pordo, kaj trovis ruĝan skatolon antaŭ si.
  12. En la skatolo estis libro, kaj Johano diris al si: „La libro ne apartenas al mi.“
  13. Li diris al Alfredo: „Ĉar ni trovis ĝin, mi volas legi la libron.“
  14. Virino antaŭ pordo komencis rigardi la knabojn, kaj ili diris al ŝi: „Ĉu la libro apartenas al vi? Ni trovis ĝin en skatolo.“
  15. La virino diris: „Jes, ni perdis ĝin, kaj mi dankas vin, ĉar vi donas al mi la skatolon kaj la libron.“
  16. Ŝi iris al la strato, kaj la knaboj iris al la domo.

Übersetzung

  1. Johann und Alfred amüsierten sich im Garten.
  2. Johann versteckte sich und Alfred fand Johann.
  3. Alfred versteckte sich in einem hohen Baum und Johann fand Alfred.
  4. Maria und Gertrud versteckten sich neben den Blumen und die Jungen fanden die Mädchen.
  5. Die Mädchen wollen sich nicht im angenehmen Feld verlieren.
  6. Johann begann sich zu amüsieren in einem hellen Zimmer im Haus.
  7. Die Mauer hat interessante Bilder an sich.
  8. Durch das Fenster vor sich schaut Johann die Männer und die Frauen auf der Straße an.
  9. Er hat einen weichen grauen Teppich unter sich und will keinen Stuhl.
  10. Er und Alfred wollten zur Straße gehen und sich amüsieren.
  11. Sie schritten zur Tür und fanden eine rote Schachtel vor sich.
  12. In der Schachtel war ein Buch und Johann sagte zu sich: „Das Buch gehört nicht mir.“
  13. Er sagte zu Alfred: „Weil wir es gefunden haben, will ich das Buch lesen.“
  14. Eine Frau vor der Tür fing an die Jungen anzuschauen und sie sagten zu ihr: „Gehört das Buch dir? Wir haben es in einer Schachtel gefunden.“
  15. Die Frau sagte: „Ja, wir haben es verloren und ich danke euch, weil ihr mir die Schachtel und das Buch gebt.“
  16. Sie ging zur Straße und die Jungen gingen ins Haus.

Kapitel 9

Leseübung

In Sätzen

  1. Hieraŭ mi perdis mian grizan katon.
  2. Ilia kato kaptis nian birdon.
  3. Via kolera diro surprizis mian patron.
  4. Ĉu la granda kampo apartenas al ŝia patro?
  5. Ne, ĝi ne estas la lia.
  6. La lia estas bela, sed mi preferas la mian.
  7. Ĉu vi ŝatas vian libron aŭ la ilian?
  8. Li havas nek siajn ĉevalojn nek la iliajn.
  9. La knabinoj ŝajnas esti koleraj.
  10. Ili komencis legi siajn librojn.
  11. La viro kaptis kaj tenis siajn ĉevalojn, sed li ne trovis iliajn ĉevalojn.
  12. Ŝia libro kuŝas sur la planko, post ŝia seĝo.
  13. Ŝi ne trovis ilian libron, sed la junaj infanoj trovis la nian.

La kato kaj la pasero

Griza kato iris de la domo ĝis la strato. Ĝi vidis paseron antaŭ si, kaj volis manĝi ĝin. La kato staris post granda arbo, kaj kaptis la paseron. La pasero diris: „Bona kato lavas sin antaŭ sia manĝo, sed vi ne lavis vian vizaĝon.“ La interesa diro surprizis la katon. La kato ne tenis la paseron, sed komencis lavi sian vizaĝon. La pasero flugis de la kato ĝis la arbo. La kolera kato diris: „Mi perdis mian manĝon, ĉar mi komencis lavi min antaŭ la manĝo!“

Nun la katoj ne lavas sin antaŭ la manĝoj. Ili havas siajn manĝojn, kaj post la manĝoj ili lavas la vizaĝojn. La paseroj ne surprizas ilin nun, sed ili tenas la paserojn. La katoj estas feliĉaj, sed la paseroj ne estas feliĉaj. La junaj paseroj volas flugi al la nestoj en la arboj.

Übersetzung

  1. Gestern verlor ich meine graue Katze.
  2. Ihre Katze fing unseren Vogel.
  3. Deine wütende Äußerung überraschte meinen Vater.
  4. Gehört das große Feld ihrem Vater?
  5. Nein, es ist nicht seins.
  6. Seins ist schön aber ich ziehe meins vor.
  7. Magst du dein Buch oder ihres?
  8. Er hat weder seine (eigenen) Pferde noch ihre.
  9. Die Mädchen scheinen verärgert zu sein.
  10. Sie fingen an ihre (eigenen) Bücher zu lesen.
  11. Der Mann fing und hielt seine (eigenen) Pferde, aber er fand ihre Pferde nicht.
  12. Ihr Buch liegt auf dem Boden hinter ihrem Stuhl.
  13. Sie fand ihr Buch nicht, aber die jungen Kinder fanden unseres.

Die Katze und der Spatz

Eine graue Katze ging vom Haus zur Straße. Sie sah einen Spatz vor sich und wollte ihn fressen. Die Katze stand hinter einem großen Baum und fing den Spatzen. Der Spatz sagte: „Eine gute Katze wäscht sich vor ihrem Essen, aber du hast dein Gesicht nicht gewaschen.“ Die interessante Äußerung überraschte die Katze. Die Katze hielt den Spatzen nicht (mehr), sondern fing an ihr Gesicht zu waschen. Der Spatz flog von der Katze zum Baum. Die verärgerte Katze sagte: „Ich habe meine Mahlzeit verloren, weil ich angefangen habe mich vor dem Essen zu waschen!“

Nun waschen sich Katzen vor den Mahlzeiten nicht (mehr). Sie haben ihre Mahlzeiten und nach den Mahlzeiten waschen sie sich das Gesicht. Die Spatzen überraschen sie nun nicht (mehr), sondern sie halten die Spatzen. Die Katzen sind glücklich aber die Spatzen sind nicht glücklich. Die jungen Spatzen wollen zu den Nesten in den Bäumen fliegen.

Kapitel 10

La arabo kaj la kamelo

Arabo sidis en sia domo en la urbo. Apud domo trans la strato li vidis kamelon. La kamelo iris trans la straton ĝis la pordo, kaj diris al la arabo: „Frato, mi ne estas varma, mi volas meti nur la nazon en vian varman domon.“ La arabo skuis la kapon, sed la kamelo metis la nazon tra la pordo en la ĉambron. La kamelo komencis puŝi sian tutan vizaĝon en la domon. Baldaŭ li havis la kapon ĝis la kolo en la domo. Post la kapo iris la kolo en ĝin, kaj baldaŭ la tuta korpo estis en la domo.

La arabo estis kolera, ĉar li ne volis havi tutan kamelon en sia domo. Li kuris al la kamelo, kaptis lin, tenis lin, kaj diris: „Frato, vi volis meti nur la nazon en mian domon. La ĉambro ne estas granda sed ĝi estas la mia, kaj mi preferas sidi en ĝi.“ „Via diro estas bona,“ diris la kamelo, „via domo ne estas granda, sed ĝi estas varma, kaj mi ŝatas stari en ĝi. Mi preferas stari kaj kuŝi en ĝi, kaj mi donas al vi mian arbon trans la strato. Ĉu vi ne volas iri sub la arbon?“ Kaj la kamelo puŝis la arabon de lia domo en la straton de la urbo. La kamelo nun trovis sin en varma ĉambro, sed la juna arabo staris trans la strato kaj ne estis varma.

Der Araber und das Kamel

In der Stadt saß ein Araber in seinem Haus. Neben einem Haus gegenüber der Straße sah er ein Kamel. Das Kamel ging über die Straße bis zur Tür und sprach zu dem Araber: „Bruder, mir ist nicht warm. Ich möchte nur die Nase in dein warmes Haus stecken.“ Der Araber schüttelte seinen Kopf aber das Kamel steckte die Nase durch die Tür in das Zimmer. Das Kamel begann seinen ganzen Kopf in das Haus zu drücken. Bald hatte es den Kopf bis zum Hals in dem Haus. Nach dem Kopf ging der Hals ins Haus (in es), und bald war der ganze Körper im Haus.

Der Araber war verärgert, weil er nicht ein ganzes Kamel in seinem Haus haben wollte. Er lief zum Kamel, ergriff es, hielt es (fest) und sprach: „Bruder, du wolltest nur die Nase in mein Haus stecken. Das Zimmer ist nicht groß aber es ist meines und ich ziehe es vor in ihm zu sitzen.“ – „Gut gesprochen (Deine Rede war gut)“, sagte das Kamel, „dein Haus ist nicht groß aber es ist warm und ich mag es in ihm zu stehen. Ich möchte in ihm stehen und liegen und ich schenke dir meinen Baum gegenüber der Straße. Willst du nicht unter den Baum (gehen)?“ Und das Kamel stieß den Araber aus dem eigenen Haus auf die Straße der Stadt. Das Kamel befand sich nun in einem warmen Zimmer aber der junge Araber stand gegenüber der Straße und es war nicht warm.

Kapitel 11

La arabo en la dezerto

Arabo iris trans grandan sekan dezerton. Kamelo, lia fidela amiko, portis lin. La kamelo ankaŭ portis belajn tapiŝojn, ĉar la arabo estis riĉa viro. La arabo havis ne nur tapiŝojn, sed ankaŭ sakojn. En la sakoj estis akvo, ĉar en la dezerto nek pluvas nek neĝas. La viro trinkis akvon, kaj ankaŭ donis akvon al sia kamelo.

La kamelo marŝis kaj marŝis, sed ne venis al la domo de la arabo, ĉar ili perdis la vojon. La suno brilis, kaj la sablo de la dezerto ŝajnis varma. La arabo ne trovis la vojon, kaj baldaŭ li ne havis akvon. Tamen la kamelo marŝis kaj marŝis, kaj baldaŭ la arabo vidis sakon antaŭ si, sur la seka sablo. Li estis feliĉa kaj diris al si: „Ĉu estas akvo en ĝi? Mi volas trinki, kaj volas doni akvon al mia fidela kamelo.“ Li ankaŭ volis lavi la tutan vizaĝon en la akvo, ĉar li estis varma.

Post sia diro li kaptis la sakon, kaj komencis rigardi en ĝin. Li metis la nazon en ĝin, sed ne trovis akvon en la sako. Nek li nek lia fidela kamelo havis akvon, ĉar estis nur mono en la sako. La arabo estis kolera, ĉar li ne volis monon, li bezonis akvon. Li havis monon en sia domo en la urbo, kaj volis trovi akvon. Ĉu li tamen metis la sakon trans la kolon de sia kamelo? Ne, li ne volis meti ĝin sur sian kamelon, ĉar li estis kolera. Li ne tenis la sakon, sed ĝi falis sur la sablon, kaj kuŝis apud li. La sako nun kuŝas sur la sablo de la granda dezerto, kaj la mono estas en ĝi.


Der Araber in der Wüste

Ein Araber ging durch eine große, trockene Wüste. Ein Kamel, sein treuer Freund, trug ihn. Das Kamel trug auch schöne Teppiche, denn der Araber war ein reicher Mann. Der Araber hatte nicht nur Teppiche, sondern auch Säcke. In den Säcken war Wasser, denn in der Wüste regnet es nicht, noch schneit es. Der Mann trank Wasser, und gab auch seinem Kamel Wasser.

Das Kamel lief und lief, aber kam nicht zum Haus des Arabers, weil es den Weg verloren hatte. Die Sonne schien und der Sand der Wüste schien warm zu sein. Der Araber fand den Weg nicht und bald hatte er kein Wasser (mehr). Dennoch lief und lief das Kamel, und bald sah der Araber einen Sack vor sich, im trockenen Sand. Er war glücklich und sagte zu sich: „Ist da Wasser drin? Ich will trinken und meinem treuen Kamel Wasser geben.“ Er wollte auch das ganze Gesicht im Wasser waschen, weil ihm warm war (wörtlich: weil er warm war).

Nachdem er gesprochen hatte, nahm er den Sack und fing an rein zu schauen. Er steckte die Nase rein, aber fand kein Wasser im Sack. Weder er noch sein treues Kamel hatten Wasser, weil nur Geld im Sack war. Der Araber war wütend, weil er kein Geld wollte, er brauchte Wasser. Er hatte Geld in seinem Haus in der Stadt, und wollte Wasser finden. Legte er den Sack trotzdem über den Hals seines Kamels? Nein, er wollte ihn nicht auf sein Kamel legen, weil er wütend war. Er nahm den Sack nicht, sondern er (der Sack) fiel in den Sand und lag neben ihm. Der Sack liegt nun im Sand der großen Wüste und das Geld ist (noch) drin.

Kapitel 12

La ventoflago

Estis varma vetero, la suno brilis, kaj suda vento blovis. Tamen la nova ventoflago sur la domo diris al si: „La sudan venton mi ne ŝatas. Mi preferas orientan venton.“

La vento orienta aŭdis la diron kaj ĝi venis kontraŭ la ventoflagon. Pluvis kaj pluvis, kaj oni estis kolera kontraŭ la ventoflago, ĉar ĝi montris orientan venton. Ĝi diris: „Pluvas nun, sed la greno en la kampoj bezonos sekan veteron. Oni estos kolera kontraŭ mi, ĉar mi montras orientan venton.“

La okcidenta vento aŭdis la ventoflagon, kaj baldaŭ venis. Ĝi ne estis forta, sed ĝi estis seka kaj agrabla vento, kaj ne portis pluvon. La viroj, virinoj, kaj junaj infanoj volis trinki, sed ili ne havis akvon. La greno kaj la floroj velkis, kaj la fruktoj ankaŭ falis. La nova ventoflago diris: „Oni estos kolera kontraŭ mi, ĉar ne pluvas. Oni opinios ke, ĉar mi montras okcidentan venton, la fruktoj falas, kaj la greno kaj floroj velkas. Mi ŝatas montri nek okcidentan nek orientan venton!“

La norda vento aŭdis kaj venis al la ventoflago. La vetero ne estis agrabla, kaj la virinoj kaj la junaj infanoj ne estis varmaj. Neĝis, kaj oni estis kolera. Oni diris „La greno kaj la fruktoj bezonas varman veteron, sed hodiaŭ neĝas. Ni preferas la sudan venton. Ni havis ĝin, antaŭ la orienta, la okcidenta, kaj la norda ventoj. La ventoflago ne estas fidela amiko al ni. Ĝi ne montras bonajn ventojn, kaj ni volas rompi ĝin!“ Oni kuris al la domo, kaptis la novan ventoflagon, kaj ankaŭ rompis ĝin. Ĝi falis, kaj kuŝis sur la vojo antaŭ la domo.

Die Wetterfahne

Es war einmal warmes Wetter, die Sonne schien und ein Südwind blies. Trotzdem sagte die neue Wetterfahne auf dem Haus zu sich: „Der Südwind gefällt mir nicht. Ich mag lieber Ostwind.“

Der Ostwind hörte das Gesagte und er kam gegen die Wetterfahne. Es regnete und regnete und man war wütend auf die Wetterfahne, weil sie Ostwind anzeigte. Sie sagte: „Nun regnet es, aber das Getreide auf den Feldern wird trockenes Wetter brauchen. Man wird wütend auf mich sein, weil ich Ostwind anzeige.“

Der Westwind hörte die Wetterfahne und kam bald. Er war nicht stark, aber er war ein trockener und angenehmer Wind und trug keinen Regen mit sich. Die Männer, Frauen und jungen Kinder wollten trinken, aber sie hatten kein Wasser. Das Getreide und die Blumen welkten, und die Früchte fielen auch. Die neue Wetterfahne sagte: „Man wird wütend auf mich sein, weil es nicht regnet. Man wird denken, weil ich Westwind zeige, fallen die Früchte und das Getreide und die Blumen welken. Ich mag weder West- noch Ostwind zeigen!“

Der Nordwind hörte das und kam zur Wetterfahne. Das Wetter war nicht angenehm und den Frauen und jungen Kindern war nicht warm. Es schneite und man war wütend. Es wurde gesagt: „Das Getreide und die Früchte benötigen warmes Wetter, aber heute schneit es. Wir bevorzugen den Südwind. Wir hatten ihn vor dem Ost-, dem West- und dem Nordwind. Die Wetterfahne ist kein treuer Freund zu uns. Sie zeigt keine guten Winde an und wir wollen sie zerbrechen!“ Man rannte zum Haus, griff die neue Wetterfahne und zerbrach sie auch. Sie fiel und lag dann auf dem Weg vor dem Haus.

Kapitel 13

En la parko

Miaj junaj amiko kaj amikino, kaj ankaŭ ilia patrino, iris hieraŭ al la parko. La infanoj diris al la patrino ke la parko estas agrabla, kaj ke ili volas promeni en ĝi. La knabino parolis al sia frato pri la belaj floroj. Ŝi diris al li ke la floroj velkas, kaj ke la herbo en preskaŭ la tuta parko bezonas pluvon. La knabo diris hodiaŭ al mi ke hieraŭ li kaj lia fratino aŭdis la birdojn en la arboj super siaj kapoj. Li diris ke li miris pri tiuj birdoj, tamen li opinias ke la birdoj baldaŭ konstruos siajn nestojn en tiuj arboj.

La infanoj promenis, kaj baldaŭ ili vidis ke grizaj nuboj venas sur la ĉielon, kaj mia juna amikino timis ke pluvos. Ŝi parolis al la patrino pri la nuboj kaj la pluvo, montris al ŝi la grizajn nubojn, kaj diris ke ŝi volas iri al la domo. Ili komencis marŝi al la strato, kaj preskaŭ kuris, ĉar ili ne havis ombrelon. Tra la fenestroj de la domoj oni rigardis ilin, kaj la knabo miris ĉu li kaj liaj patrino kaj fratino amuzas tiujn virojn kaj virinojn. Tamen la patrino diris ke ŝi ne timas ke ŝi amuzos tiujn, sed ke ŝi timas la pluvon.

Ŝi kaj la filino volas esti zorgaj pri almenaŭ la novaj ĉapeloj. La filo diris al ŝi ke li ankaŭ estas zorga, sed ke li opinias ke ne pluvos. Baldaŭ la patro venis al ili, kaj portis ombrelojn, ĉar li ankaŭ timis la pluvon. Li miris ĉu la infanoj kaj ilia patrino havas ombrelojn. Baldaŭ pluvis, sed ili estis sekaj, ĉar ili havis la ombrelojn. Morgaŭ ili ne promenos en la parko, sed iros al la urbo.

Im Park

Mein junger Freund und meine junge Freundin und auch deren Mutter, gingen gestern in den Park. Die Kinder sagten der Mutter, dass der Park angenehm sei und dass sie darin spazieren wollten. Das Mädchen redete mit ihrem Bruder über die schönen Blumen. Sie sagte ihm, dass die Blumen welkten und dass das Gras fast im ganzen Park Regen brauche. Der Knabe sagte mir heute, dass er und seine Schwester gestern die Vögel in den Bäumen über ihren Köpfen gehört hätten. Er sagte, dass er sich über diese Vögel wunderte; trotzdem dachte er, dass die Vögel bald ihre Nester in diesen Bäumen bauen würden.

Die Kinder spazierten, und bald sahen sie, dass graue Wolken am Himmel aufkamen, und meine junge Freundin fürchtete sich davor, dass es regnen würde. Sie sprach mit der Mutter über die Wolken und den Regen, zeigte ihr die grauen Wolken und sagte, dass sie zum Haus gehen wolle. Sie fingen an zur Straße zu gehen und rannten sogar fast, denn sie hatten keinen Regenschirm. Durch die Fenster der Häuser schaute man sie an und der Knabe wunderte sich, ob er und seine Mutter und seine Schwester diese Männer und Frauen amüsierten. Trotzdem sagte die Mutter, dass sie sich nicht davor fürchte, dass sie diese Menschen amüsieren werde, doch dass sie den Regen fürchte.

Sie und die Tochter wollen wenigstens mit den neuen Hüten sorgfältig sein. Der Sohn sagte ihr, dass er auch sorgfältig sei, aber dass er meine, es werde nicht regnen. Bald kam der Vater zu ihnen und trug Regenschirme mit sich, denn er hatte auch Angst vor dem Regen. Er wunderte sich, ob die Kinder und deren Mutter Regenschirme hätten. Bald regnete es, aber sie waren trocken, weil sie Regenschirme hatten. Morgen werden sie nicht im Park spazieren, sondern in die Stadt gehen.

Kapitel 14

La manĝo

Hieraŭ mi miris ĉu mi havos bonan manĝon en la domo de mia amiko. Sed mi opiniis ke mi havos tre bonan manĝon, ĉar mia amiko ŝatas doni bonajn manĝojn al siaj amikoj. Oni metis tre bonan supon antaŭ mi, kaj mi manĝis tiun per granda kulero. Post la supo mi havis viandon. Ĉi tiun mi tenis per forko, kaj tranĉis per akra tranĉilo. La forko, tranĉilo kaj kulero estas manĝiloj. Mi havis ne nur viandon, sed ankaŭ novajn terpomojn. Mi tranĉis tiujn ĉi per la tranĉilo, sed mi metis ilin en la buŝon per forko. Mi tenis la forkon en la dekstra mano, kaj metis la tranĉilon trans mian teleron. Oni bezonas akran tranĉilon, sed oni ne bezonas tre akran forkon.

Post la viando kaj la terpomoj, oni donis al mi freŝajn maturajn ĉerizojn. Ili kuŝis sur granda telero, kaj havis belan koloron. Ilia gusto estis ankaŭ bona. Mi preskaŭ ne diris ke mi ankaŭ havis kafon. Mi parolos morgaŭ al mia amiko pri lia kafo, kaj laŭdos ĝin.

Post la manĝo, najbaro de mia amiko venis en ĉi ties domon, kaj ili parolis al mi pri siaj novaj domoj. Per la helpo de sia patro, mia amiko konstruos grandan domon. Lia najbaro volas konstrui belan sed ne tre grandan domon. Ties nova domo estos bela, sed mi opinias ke mi preferos ĉi ties domon. Mia amiko volis doni almenaŭ kafon al sia najbaro, sed li diris ke li ne volas trinki kafon. Tamen li volis persikon. Li tenis tiun en la mano, kaj manĝis tiun.

Die Mahlzeit

Gestern fragte ich mich, ob ich eine gute Mahlzeit im Haus meines Freundes haben werde. Aber ich dachte, dass ich eine sehr gute Mahlzeit haben werde, denn mein Freund mag es, seinen Freunden gute Mahlzeiten zu servieren. Man stellte eine sehr gute Suppe vor mich hin und ich aß diese mit einem großen Löffel. Nach der Suppe hatte ich Fleisch. Dieses hielt ich mit der Gabel fest und schnitt es mit einem scharfen Messer. Die Gabel, das Messer und der Löffel sind Esswerkzeuge. Ich hatte nicht nur Fleisch, sondern auch neue Kartoffeln (Erdäpfel). Ich schnitt sie mit dem Messer, aber ich legte sie mir mit einer Gabel in den Mund. Ich hielt die Gabel in der rechten Hand und legte das Messer über meinen Teller. Man braucht ein scharfes Messer, aber man braucht keine allzu scharfe Gabel.

Nach dem Fleisch und den Kartoffeln gab man mir frische reife Kirschen. Sie lagen auf einem großen Teller und hatten eine schöne Farbe. Ihr Geschmack war auch gut. Ich habe fast nicht erwähnt, dass ich auch einen Kaffee hatte. Ich werde morgen mit meinem Freund über seinen Kaffee sprechen und ihn loben.

Nach dem Essen kam ein Nachbar meines Freundes in dessen Haus und sie redeten mit mir über ihre neuen Häuser. Mit der Hilfe seines Vaters wird mein Freund ein großes Haus bauen. Sein Nachbar will ein schönes aber nicht sehr großes Haus bauen. Das erste Haus wird schön werden, aber ich glaube, dass ich das zweite bevorzugen werde. Mein Freund wollte seinem Nachbar wenigstens Kaffee geben, aber er sagte, er wolle keinen Kaffee trinken. Doch er wollte einen Pfirsich. Er hielt diesen in der Hand und aß diesen.

Kapitel 15

La ruza juna viro

Ruza juna viro kaj bona maljuna viro iris trans dezerton. Tiu havis nigran ĉevalon, ĉi tiu havis blankan ĉevalon. „Vi gardos niajn ĉevalojn dum la nokto, ĉu ne?“ diris la juna viro per dolĉa voĉo al sia amiko, „Ĉar dum la nokto oni ne povos vidi mian nigran ĉevalon, sed malamikoj povos tuj vidi vian blankan ĉevalon. Oni povos ŝteli tian ĉevalon, ĉar vi estas maljuna kaj malforta, kaj ne povos malhelpi malamikojn.“

Tia propono ne ŝajnis agrabla al la maljuna viro. Li ne estis kontenta, tamen li ne volis perdi sian ĉevalon, ĉar li estis malriĉa. Li diris al si ke li donos sian blankan ĉevalon al la juna viro, kaj prenos ties nigran ĉevalon. Tuj li diris al ĉi tiu: „Sed per via helpo mi ne perdos mian ĉevalon: Mi donos la mian al vi, kaj prenos vian ĉevalon. La via estas malbela, sed ĝi estas almenaŭ nigra; vi donos ĝin al mi, ĉu ne?“ – „Jes,“ respondis la ruza juna viro, kaj li donis sian nigran ĉevalon al tiu, kaj prenis la blankan ĉevalon.

„Nun,“ diris la maljuna viro, „Vi estas kuraĝa kaj forta, kaj vi gardos la ĉevalojn, ĉu ne? Vi povos malhelpi malamikojn per tiu granda akra tranĉilo, kaj oni ne povos ŝteli vian blankan ĉevalon.“ La ruza juna viro ne hontis. Li respondis: „Mia kara amiko, mi nun dormos, ĉar oni ne ŝtelos blankan ĉevalon. Mi povos vidi tian ĉevalon dum la nokto, kaj malhelpi malamikojn. Sed tiu ĉevalo via havas la koloron de la nokto, kaj eĉ nun oni povas ŝteli ĝin.“ La malkontenta maljuna viro diris per kolera voĉo: „Ĉu vi ne hontas pri tia propono?“ Tamen la ruza juna viro tuj komencis dormi, kaj la maljuna viro gardis la ĉevalojn dum la tuta nokto.

Der listige junge Mann

Ein listiger junger Mann und ein guter alter Mann gingen durch eine Wüste. Der Erstere hatte ein schwarzes Pferd und der Letztere hatte ein weißes Pferd. „Du wirst unsere Pferde während der Nacht bewachen, oder?“ sagte der junge Mann in einer süßen Stimme zu seinem Freund. „Weil man in der Nacht mein schwarzes Pferd nicht sehen werden kann, aber Feinde werden sofort dein weißes Pferd sehen können. Man wird so ein Pferd stehlen können, weil du alt und schwach bist und die Feinde nicht daran hindern können wirst.“

So ein Vorschlag schien dem alten Mann nicht angenehm. Er war nicht zufrieden, doch trotzdem wollte er sein Pferd nicht verlieren, da er arm war. Er sagte sich, dass er sein weißes Pferd dem jungen Mann geben werde und dessen schwarzes Pferd nehmen werde. Sofort sagte er zu diesem: „Aber durch deine Hilfe werde ich mein Pferd nicht verlieren: Ich werde dir meins geben und dein Pferd nehmen. Deins ist hässlich, aber es ist wenigstens schwarz; du wirst es mir geben, oder?“ – „Ja“, antwortete der listige junge Mann und gab diesem sein schwarzes Pferd und nahm das weiße Pferd.

„Nun“, sagte der alte Mann, „Du bist mutig und stark und du wirst auf die Pferde aufpassen, gell? Du wirst die Feinde mit diesem großen scharfen Messer aufhalten können und man wird dein weißes Pferd nicht stehlen können.“ Der listige junge Mann schämte sich nicht. Er antwortete: „Mein lieber Freund, ich werde nun schlafen, weil man kein weißes Pferd stehlen wird. Ich werde so ein Pferd während der Nacht sehen können und die Feinde aufhalten. Aber dieses deinige Pferd hat die Farbe der Nacht und sogar jetzt kann man es stehlen.“ Der unzufriedene alte Mann sagte mit wütender Stimme: „Schämst du dich nicht für deinen Vorschlag?“ Doch der listige junge Mann fing sofort an zu schlafen und der alte Mann bewachte die Pferde die ganze Nacht lang.

Kapitel 16

Malamikoj en la dezerto

Juna viro kaj lia saĝa patro volis iri trans la dezerton, kun siaj amikoj. La amikoj estis fortaj, kaj la juna viro estis tre kuraĝa. Ili restis en malgranda urbo dum la nokto, kaj forrajdis kun tiuj amikoj. La patro kaj la filo opiniis ke la amikoj kun ili povos helpi per siaj akraj glavoj. Ili opiniis ke ili povos forpeli la malamikojn. Eĉ en la dezerto oni trovas malamikojn. Tiaj malamikoj forprenas la monon de bonaj viroj. La juna viro estis kontenta, ĉar li estis kun la amikoj. La maljuna viro estis kontenta ĉar li estis kun sia filo.

Baldaŭ la nokto venis. Estis tre malluma tie en la dezerto, kaj ili preskaŭ ne povis vidi. Dum la fruaj horoj de la nokto la patro aŭdis voĉojn, kaj preskaŭ tuj li vidis la malamikojn. La ruzaj malbonaj viroj rapidis tien, kaj vokis la maljunan viron. La malkuraĝaj amikoj de la patro kaj filo nek restis tie, nek helpis forpeli la malamikojn. Ili tuj forkuris. La malamikoj staris ĉirkaŭ la patro, kaj forpuŝis lin de lia ĉevalo. La filo volis malhelpi ilin, sed li ne povis. Li povis nur resti kun la patro, kaj gardi lin tie kontraŭ la glavoj de la malamikoj.

Baldaŭ la malamikoj komencis forpreni la monon el la poŝoj de la saĝa maljuna viro. La kolera filo diris per maldolĉa (bitter) voĉo: „Ĉu vi ne hontas? Ĉu vi lasos al ni nek la ĉevalojn nek nian monon?“ Sed la malamikoj respondis: „Ne, ni lasos al vi nek la ĉevalojn nek la monon. Ni ne estas malsaĝaj.“ Post tiu diro ili tuj forrapidis, kaj prenis kun si la ĉevalojn.

Feinde in der Wüste

Ein junger Mann und sein weiser Vater wollten mit ihren Freunden durch die Wüste gehen. Die Freunde waren stark und der junge Mann war sehr mutig. Sie blieben über die Nacht in einer kleinen Stadt und ritten mit jenen Freunden fort. Der Vater und der Sohn dachten, dass die Freunde mit ihnen [dabei] mit ihren scharfen Schwertern helfen werden könnten. Sie dachten, dass sie die Feinde vertreiben könnten. Sogar in der Wüste findet man Feinde. Solche Feinde nehmen guten Menschen das Geld weg. Der junge Mann war zufrieden, weil er mit seinen Freunden zusammen war. Der alte Mann war zufrieden, weil er mit seinem Sohn war.

Bald kam die Nacht. Es war sehr dunkel dort in der Wüste und sie konnten fast nicht sehen. In den frühen Stunden der Nacht hörte der Vater Stimmen und fast sofort sah er die Feinde. Die schlauen bösen Männer eilten dorthin und riefen den alten Mann. Die feigen Freunde des Vaters und des Sohns blieben nicht dort, noch halfen sie, die Feinde zu vertreiben. Sie rannten sofort weg. Die Feinde standen um den Vater herum und stießen ihn von seinem Pferd weg. Der Sohn wollte sie hindern, konnte aber nicht. Er konnte nur beim Vater bleiben und ihn dort gegen die Schwerter der Feinde beschützen.

Bald fingen die Feinde an, das Geld aus den Taschen des weisen alten Mannes wegzunehmen. Der wütende Sohn sagte mit bitterer Stimme: „Schämt ihr euch nicht? Werdet ihr uns weder die Pferde noch unser Geld lassen?“ Aber die Feinde antworteten: „Nein, wir werden euch weder die Pferde noch das Geld lassen. Wir sind nicht dumm.“ Nachdem sie dies gesagt hatten, eilten sie sofort davon und nahmen die Pferde mit sich.

Kapitel 17

Frederiko la Granda kaj la juna servisto

Hieraŭ mi legis interesan libron pri Frederiko la Granda („der Große“). En ĝi oni rakontas ke la reĝo kun plezuro legis aŭ skribis per sia plumo, dum malfruaj horoj de la nokto. Agrabla juna knabo, la plej juna el la servistoj, tiam restis ekster la pordo. Ĉar la reĝo legis plej interesan novan libron, li ne opiniis ke la horo estas malfrua. Li vokis sian malgrandan serviston, sed la knabo, nek venis nek respondis. La reĝo iris tien, kaj trovis la knabon ekster la pordo. Li vidis ke la knabo dormas sur malalta seĝo. Tiam Frederiko la Granda ne estis kolera, sed hontis ĉar li vokis la infanon.

La reĝo Frederiko vidis leteron en la poŝo de la knabo. Tuj li prenis la leteron el lia poŝo, kaj rigardis ĝin. Ĝi estis letero al la servisto, de lia patrino. Ŝi ne estis riĉa virino, ŝi ŝajnis esti tre malriĉa. En ĉi tiu letero la patrino diris per la plumo ke ŝi amas la filon. Ŝi dankis al li, ĉar li skribis al ŝi longan leteron. Ŝi ankaŭ dankis al li, ĉar li donis al ŝi monon. La reĝo volis esti tre bona al tia filo. Kun la plej granda zorgo li metis monon el sia poŝo kun la letero kaj tiam lasis la leteron en ties poŝo.

Tiam li formarŝis al sia ĉambro, kaj vokis la malgrandan serviston. La knabo tuj aŭdis, kaj rapidis tra la pordo. Li kuris tra la ĉambro, kaj staris antaŭ la reĝo. „Ĉu vi dormis?“ diris Frederiko Granda. „Jes, mi timas ke mi preskaŭ dormis,“ respondis la knabo, „kaj mi tre hontas.“ Tiam li metis la manon en la poŝon, kaj trovis la monon. Li ŝajnis malfeliĉa kaj diris kun granda timo „Malamiko metis ĉi tiun monon en mian poŝon! Oni opinios ke mi ŝtelis ĝin! Oni malamos min, kaj forpelos min!“ Frederiko respondis, „Ne, mi donis ĝin al vi, ĉar mi ŝatas bonajn knabojn. Mi gratulas al via patrino, ĉar ŝi havas tian filon.“

Friedrich der Große und der junge Diener

Gestern las ich ein interessantes Buch über Friedrich den Großen. In ihm erzählt man, dass der König in späten Stunden der Nacht mit Freude las oder mit der Schreibfeder schrieb. Ein angenehmer junger Knabe, der jüngste der Diener, wartete zu dieser Zeit außen an der Tür. Weil der König das interessanteste neue Buch las, fand er nicht, dass die Stunde spät sei. Er rief seinen kleinen Diener, doch der Knabe kam nicht, noch antwortete er. Der König ging dorthin und fand den Knaben außen an der Tür. Er sah, dass der Knabe auf einem niedrigen Stuhl schlief. Hierauf war Friedrich der Große nicht wütend, sondern schämte sich, dass er das Kind gerufen hatte.

Der König Friedrich sah einen Brief in der Tasche des Knaben. Sofort nahm er den Brief aus der Tasche und schaute ihn an. Es war ein Brief an den Diener, von seiner Mutter. Sie war keine reiche Frau, sie schien sehr arm zu sein. In diesem Brief sagte die Mutter mittels der Feder, dass sie ihren Sohn liebe. Sie dankte ihm, weil er ihr einen langen Brief geschrieben hatte. Sie dankte ihm auch, weil er ihr Geld gegeben hatte. Der König wollte sehr gut sein zu so einem Sohn. Mit größter Sorgfalt legte er dem Brief Geld aus seiner Tasche bei und ließ dann den Brief in dessen Tasche.

Dann ging er weg zu seinem Zimmer und rief den kleinen Diener. Der Knabe hörte es (diesmal) sofort und eilte durch die Tür. Er rannte durch das Zimmer und stand vor dem König. „Hast du geschlafen?“, sagte Friedrich der Große. „Ja, ich fürchte ich habe fast geschlafen“, antwortete der Knabe, „und ich schäme mich sehr.“ Dann steckte er die Hand in die Tasche und fand das Geld. Er schien noch unglücklicher zu werden und sagte mit großer Furcht: „Ein Feind hat mir dieses Geld hier in meine Tasche getan! Man wird glauben, ich hätte ihn bestohlen! Man wird mich hassen und mich vertreiben!“ Friedrich antwortete: „Nein, ich habe es dir gegeben, weil ich gute Knaben mag. Ich gratuliere deiner Mutter, weil sie so einen Sohn hat.“

Kapitel 18

Pri la sezonoj

La vintro estas la malplej agrabla sezono el la tuta jaro. Neĝas tre multe, kaj tial oni nur malofte promenas, ĉar la stratoj estas tro malsekaj. Oni marŝas kun granda zorgo, kaj malrapide, tial ke oni ne volas fali kaj preskaŭ rompi la kolon. Oni zorge gardas sin tiam kontraŭ la malvarmaj nordaj ventoj. La manojn oni metas en la poŝojn, sed la vizaĝon oni ne povas bone gardi. Mi ne ŝatas resti ekster la domo dum tia vetero. Mi multe preferas sidi en varma luma ĉambro, kaj skribi leterojn per bona plumo.

La monatoj de la printempo estas marto, aprilo kaj majo. La bela printempo ŝajnas pli agrabla ol la vintro. Ĝiaj tagoj estas pli longaj kaj pli varmaj, ĝiaj ventoj blovas malpli forte. En ĉi tiu sezono la kampoj kaj arboj frue komencas montri plej belajn kolorojn. La birdoj konstruas siajn nestojn, kaj dolĉe kantas. Oni povas promeni sur la mola herbo, anstataŭ sur malsekaj malagrablaj stratoj. Pluvas pli multe en aprilo, tamen post la pluvo la herbo ŝajnas pli verda, kaj la nuboj baldaŭ forflugas de la blua ĉielo. Dum majo oni trovas violojn, kaj en junio oni vidas tre multajn rozojn.

Sed la plej agrabla el la sezonoj estas la somero. Anstataŭ malvarmaj ventoj la somero havas la plej belan veteron, kun suda aŭ okcidenta ventoj. La longaj tagoj estas varmaj, sed la noktoj estas tute agrablaj. Tiam oni havas pli bonajn fruktojn ol dum la printempo. La monatoj de la somero estas junio, julio kaj aŭgusto. Mi plej ŝatas junion. Ĉu vi ŝatas ĝin pli multe ol mi? Ĉu vi ŝatas aŭguston pli multe ol julion?

Über die Jahreszeiten

Der Winter ist die unangenehmste Jahreszeit des ganzen Jahres. Es schneit sehr viel, und darum geht man nur selten spazieren, weil die Straßen zu nass sind. Man marschiert mit großer Sorge und langsam, denn man will nicht hinfallen und sich fast den Hals brechen. Man schützt sich dann sorgfältig gegen die kalten Nordwinde. Die Hände steckt man in die Taschen, aber das Gesicht kann man nicht gut schützen. Ich bleibe bei solchem Wetter nicht gerne außer Haus. Ich bevorzuge vielmehr, in einem warmen hellen Zimmer zu sitzen und mit einer guten Schreibfeder Briefe zu schreiben.

Die Monate des Frühlings sind März, April und Mai. Der schöne Frühling scheint angenehmer zu sein als der Winter. Seine Tage sind länger und wärmer und seine Winde blasen weniger stark. In dieser Jahreszeit fangen die Felder und die Bäume früh an, die schönsten Farben zu zeigen. Die Vögel bauen ihre Nester und singen süß. Man kann auf dem weichen Gras spazieren anstatt auf nassen unangenehmen Straßen. Im April regnet es mehr, doch nach dem Regen scheint das Gras grüner zu sein und die Wolken verfliegen bald aus dem blauen Himmel. Im Mai findet man Veilchen und im Juni sieht man sehr viele Rosen.

Aber die angenehmste der Jahreszeiten ist der Sommer. Anstatt kalten Winden hat der Sommer das schönste Wetter, mit Süd- oder Westwinden. Die langen Tage sind warm, aber die Nächte sind ganz angenehm. Man hat dann schönere Früchte als im Frühling. Die Monate des Sommers sind Juni, Juli und August. Ich mag den Juni am liebsten. Magst du ihn mehr als ich? Magst du den August mehr als den Juli?

Kapitel 19

La aŭtuno kaj la vintro

La sezonoj de la jaro estas la vintro, la printempo, la somero, kaj la aŭtuno. La aŭtuno estas inter la somero kaj la vintro. Ĝiaj monatoj estas septembro, oktobro kaj novembro. En septembro oni povas kolekti maturajn fruktojn. Tiam ankaŭ oni rikoltas la flavan grenon de la kampoj. Dum ĉi tiu monato kaj dum oktobro la folioj sur la branĉoj komencas esti ruĝaj kaj flavaj, anstataŭ verdaj. La herbo velkas, kaj bruna tapiŝo ŝajnas kovri la teron. Baldaŭ la folioj falas al la tero, kaj en novembro la arboj estas tute nudaj.

Pli aŭ malpli frue neĝas. La glacio ofte kovras la akvon en la riveroj, kaj restas sur la stratoj kaj la vojoj. La mola blanka neĝo kovras la teron, kaj kuŝas sur la branĉoj de la arboj. Tiam, pro la fortaj ventoj, ĝi falas de la branĉoj al la tero. La birdoj frue lasas tian veteron, kaj flugas de ĉi tie al pli sudaj kampoj kaj arboj. Ili ne povas resti, pro la malvarmaj tagoj kaj noktoj. Ili malŝatas la neĝon kaj la glacion pli multe ol ni.

Ju pli multe neĝas; des pli malofte ni volas promeni. Ni preferas resti en la domo, anstataŭ ekster ĝi. Ju pli ni rigardas la nudajn branĉojn de la arboj, des pli malagrabla ŝajnas la vintro. Tamen la junaj infanoj tre ŝatas tian veteron, kaj ju pli neĝas, kaj ju pli forte la norda vento blovas, des malpli ili estas kontentaj en la domo. Ili volas kuri sur la neĝo, ĉirkaŭ la arboj kaj inter ili, kun siaj junaj amikoj. Ili povas bone amuzi sin per la neĝo. La monatoj de la vintro estas decembro, januaro kaj februaro. Ĝi estas la plej malvarma sezono.

Der Herbst und der Winter

Die Jahreszeiten sind der Winter, der Frühling, der Sommer und der Herbst. Der Herbst ist zwischen dem Sommer und dem Winter. Seine Monate sind der September, der Oktober und der November. Im September kann man reife Früchte pflücken. Dann erntet man auch das gelbe Getreide der Felder. Während dieses Monats und während des Oktobers fangen die Blätter an den Ästen an, rot und gelb anstatt grün zu sein. Das Gras welkt und ein brauner Teppich scheint die Erde zu bedecken. Bald fallen die Blätter zu Boden und im November sind die Bäume vollständig nackt.

Früher oder später schneit es. Das Eis überbedeckt oft das Wasser in den Flüssen und bleibt auf den Straßen und den Wegen. Der weiche weiße Schnee bedeckt die Erde und liegt auf den Ästen der Bäume. Wegen starker Winde fällt er dann von den Ästen zu Boden. Die Vögel (ver-)lassen so ein Wetter früh und fliegen von hier zu südlicheren Feldern und Bäumen. Sie können wegen der kalten Tage und Nächte nicht bleiben. Sie mögen den Schnee und das Eis noch viel weniger als wir.

Je mehr es schneit, desto seltener wollen wir spazieren gehen. Wir bevorzugen es, im Haus zu bleiben, anstatt draußen. Je mehr wir die nackten Äste der Bäume anschauen, desto unangenehmer scheint der Winter. Dennoch mögen die jungen Kinder solches Wetter sehr, und je mehr es schneit und je stärker der Nordwind bläst, desto weniger sind sie zufrieden im Haus. Sie wollen mit ihren jungen Freunden auf dem Schnee rennen, um die Bäume und zwischen ihnen. Sie können sich gut mit dem Schnee amüsieren. Die Monate des Winters sind der Dezember, der Januar und der Februar. Es ist die kälteste Jahreszeit.

Kapitel 20

En septembro

Antaŭ multaj jaroj ni preferis resti en nia malgranda domo trans la rivero, dum la tuta aŭtuno. Sed nun ni restas tie nur ĝis oktobro. De aŭgusto ĝis oktobro la vetero estas tre agrabla tie, sed baldaŭ post tiu monato la fortaj ventoj blovas, kaj la folioj komencas fali. La frosto kovras la teron, kaj baldaŭ neĝas tre ofte. Ju pli nudaj estas la arboj, des pli malbelaj ili ŝajnas. La vetero antaŭ novembro ne estas tro malvarma, sed post tiu monato ni opinias ke la urbo estas pli agrabla ol domo inter kampoj kaj arboj, trans larĝa rivero.

La frosto, neĝo kaj glacio kovras la teron en decembro, januaro kaj februaro. Sed la monato septembro ŝajnas tre agrabla, pro siaj multaj plezuroj. La viroj laboras energie en la kampoj, de la mateno ĝis la vespero. Ili rikoltas la flavan grenon, kaj kolektas la fruktojn. Sed je dimanĉo oni ne laboras tiel energie, sed dormas ĝis malfrua horo, tial ke je tiu tago oni ripozas. Je lundo oni komencas labori tre frue, kaj je mardo oni ankaŭ laboras energie.

En septembro la vojoj ne estas tro kotaj, kaj longaj promenoj estas ofte agrablaj. Ju pli ofte mi promenas kun miaj amikoj, des pli multe mi ŝatas tiajn promenojn. Sed hieraŭ mi estis tre laca post la promeno, tial mi ripozis sur granda mola seĝo. Antaŭ ne longe la patro promenis kun mi, sed ni ne estis tiel lacaj je tiu tago. Ŝajnas ke ju pli ofte ni promenas, des malpli lacaj ni estas post la promenoj. Post ne longe mi estos pli forta.


Im September

Vor vielen Jahren zogen wir es vor, in unserem kleinen Haus jenseits des Flusses zu bleiben, während des ganzen Herbstes. Aber nun bleiben wir nur bis zum Oktober dort. Von August bis Oktober ist das Wetter dort sehr angenehm, aber bald nach diesem Monat blasen starke Winde und die Blätter beginnen zu fallen. Der Frost bedeckt die Erde und bald schneit es sehr oft. Je nackter die Bäume sind, desto hässlicher erscheinen sie. Das Wetter vor dem November ist nicht zu kalt, aber wir denken, dass nach diesem Monat die Stadt angenehmer ist als ein Haus zwischen Feldern und Bäumen, jenseits eines breiten Flusses.

Der Frost, der Schnee und das Eis bedecken die Erde im Dezember, Januar und Februar. Aber der Monat September scheint sehr angenehm zu sein, wegen seiner vielen Freuden. Die Männer arbeiten voller Energie auf den Feldern, von morgens bis abends. Sie ernten das gelbe Getreide und sammeln die Früchte. Aber am Sonntag arbeitet man nicht so stark, sondern schläft bis zu später Stunde, da man sich an diesem Tag ausruht. Am Montag fängt man sehr früh an zu arbeiten und am Dienstag arbeitet man auch energiegeladen.

Im September sind die Wege nicht zu dreckig und lange Spaziergänge sind oft angenehm. Je öfter ich mit meinen Freunden spazieren gehe, desto mehr mag ich solche Spaziergänge. Aber gestern war ich sehr müde nach dem Spaziergang, darum ruhte ich mich in [auf] einem großen weichen Sessel aus. Vor kurzem [nicht lange] ging mein Vater mit mir spazieren, aber wir waren nicht so müde an diesem Tag. Es scheint, dass je öfter wir spazieren gehen, desto weniger müde sind wir nach den Spaziergängen. Nach nicht langer Zeit werde ich stärker sein.

Kapitel 21

La sezonoj kaj la mondo

Antaŭ tre longa tempo Dio faris la mondon. Li vidis ke la floroj havas belajn kolorojn, ke la arboj estas altaj kaj verdaj. Tiam li vokis la sezonojn kaj diris „Belan mondon mi faris por vi. Ĉu vi gardos ĝin tage kaj nokte, kaj estos tre zorgaj pri ĝi?“ La sezonoj respondis „Jes,“ kaj ridis pro ĝojo.

Mallongan tempon ili ŝajnis esti tre feliĉaj inter la arboj kaj floroj de la nova mondo. Sed ne multajn semajnojn ili tiel zorge gardis la mondon. Ili komencis malpaci („streiten“) inter si, de la mateno ĝis la vespero, kaj ofte forgesis la arbojn kaj florojn. Ju pli ili malpacis, des malpli zorge ili gardis la mondon. La malkonstanta printempo ne ŝatis la kvietan vintron, kaj ploris pri la malvarma neĝo. La varma brila somero diris ke la aŭtuno estas tro malbrila. La laca aŭtuno volis ripozi, kaj riproĉis la malkonstantan printempon pri ĉi ties kota vetero.

Pli kaj pli multe ili malpacis, kaj post ne longe ili tute ne restis amikoj. Tiam la aŭtuno diris „Mi ne povas pli longan tempon labori kun vi pro la mondo. Niaj gustoj estas tro diversaj. Tial hodiaŭ matene ni dividos la mondon inter ni.“ La vintro respondis „Bone! Mi estas preta,“ kaj la somero kaj la printempo ridis pro ĝojo. Tiun tagon ili dividis la mondon inter si.

La vintro konstruis sian domon en la plej nordaj kaj sudaj landoj. Tie la frosto, neĝo kaj glacio kovras la tutan landon, dum la tuta jaro. La brila energia somero prenis por si la mezon de la mondo. Tial la vetero tie estas plej varma kaj brila. La aŭtuno kaj la printempo prenis por si la landojn inter la vintro kaj la somero. Tial la vetero estas nek tro varma nek tro malvarma en ĉi tiuj landoj. Tiam la sezonoj rakontis al Dio ke ili tiel dividis la mondon inter si.

Die Jahreszeiten und die Welt

Vor sehr langer Zeit erschuf Gott die Welt. Er sah, dass die Blumen schöne Farben hatten, dass die Bäume sehr hoch und grün waren. Dann rief er die Jahreszeiten und sagte: „Eine schöne Welt habe ich für euch geschaffen. Bewacht ihr sie Tag und Nacht und werdet ihr sehr sorgsam zu ihr sein?“ Die Jahreszeiten antworteten: „Ja!“, und lachten vor Freude.

Für eine kurze Zeit schienen sie sehr glücklich zu sein inmitten der Bäumen und Blumen der neuen Welt. Sie bewachten die Welt aber nicht für mehrere Wochen so sorgfältig. Sie fingen an sich untereinander zu streiten, von morgens bis abends, und vergaßen oft die Bäume und Blumen. Je mehr sie stritten, desto unsorgfältiger bewachten sie die Welt. Der unbeständige Frühling mochte den ruhigen Winter nicht und weinte über den kalten Schnee. Der warme, strahlende Sommer sagte, dass der Herbst zu matt sei. Der müde Herbst wollte sich ausruhen und tadelte den unbeständigen Frühling für dessen schmutziges Wetter.

Mehr und mehr stritten sie sich und nach kurzer Zeit [nicht lange] waren sie gänzlich keine Freunde mehr. Dann sagte der Herbst: „Ich kann wegen der Welt nicht längere Zeit mit euch arbeiten. Unsere Geschmäcker sind zu verschieden. Deshalb werden wir heute Morgen die Welt unter uns aufteilen.“ Der Winter antwortete: „Gut! Ich bin bereit“, und der Somer und der Frühling lachten vor Freude. An diesem Tag teilten sie die Welt unter sich auf.

Der Winter baute sein Haus in den nördlichsten und südlichsten Ländern. Dort bedeckt der Frost, der Schnee und das Eis das ganze Land, während des ganzen Jahres. Der strahlende, energische Sommer nahm sich die Mitte der Welt. Darum ist das Wetter dort am wärmsten und am strahlendsten. Der Herbst und der Frühling nahmen sich die Länder zwischen dem Winter und dem Sommer. Deshalb ist das Wetter weder zu warm noch zu kalt in diesen Ländern. Dann erzählten die Jahreszeiten Gott, dass sie die Welt so unter sich aufgeteilt hätten.

Kapitel 22

Diogeno kaj Aleksandro la Granda

Antaŭ multaj jaroj saĝa greka viro, Diogeno, loĝis en granda urbo. Li opiniis, ke ju pli malmulte oni bezonas, des pli feliĉa oni estas. Por montri al la mondo, ke li ne bezonas multe, kaj ke tial li havas sufiĉe por esti feliĉa, li loĝis en granda malnova barelo, anstataŭ havi domon. Anstataŭ kuŝi nokte sur lito aŭ almenaŭ sur mola tapiŝo, li eĉ dormis en tiu barelo. Oni multe parolis pri Diogeno en la urbo, ne nur ĉar li tiel loĝis, sed ankaŭ pro liaj saĝaj diroj.

Post kelke da tempo la reĝo Aleksandro la Granda venis tien por viziti la urbon. Dum li estis tie, li aŭdis pri Diogeno, kaj demandis pri li: „Ĉu li loĝas en la urbo?“

Aleksandro diris: „Kvankam mi ne konas lin, mi opinias ke mi volas vidi tian viron.“ Oni respondis „Diogeno estas saĝa viro, sed anstataŭ loĝi en domo, li preferas sidi la tutan tempon en malnova barelo. Anstataŭ porti purajn vestojn, li portas nur malpurajn ĉifonojn, ĉar li opinias, ke ju pli malmulte li bezonas, des pli feliĉa li estas. Aleksandro diris:„Antaŭ ol foriri de via lando mi vizitos tiun viron.“

Antaŭ ol li foriris de la urbo, Aleksandro iris kun kelkaj amikoj por viziti Diogenon, kaj trovis lin en lia barelo. „Ĉu tiu viro volas paroli al mi?“ demandis Diogeno per laŭta voĉo. Aleksandro la Granda respondis: „Mi estas la reĝo Aleksandro, kaj mi volas ekkoni vin. Mi vidas, ke vi estas tre malriĉa, kvankam vi estas saĝa. Ĉu vi ne volas kelkajn novajn vestojn anstataŭ tiuj malpuraj ĉifonoj?“ Diogeno tuj diris: „Antaŭ ol vi venis kaj staris inter mi kaj la suno, ĉi tiu tre varme brilis sur min. Ĉu vi venis por fari bruon kaj por veki min?“ Aleksandro ridis kaj diris: „Mi vidas ke vi havas sufiĉe por esti feliĉa. Tial mi estas preta por foriri.“

Diogenes und Aleksander der Grosse

Vor vielen Jahren wohnte ein weiser griechischer Mann, Diogenes, in einer großen Stadt. Er dachte, dass je weniger man benötigt, desto glücklicher ist man. Um der Welt zu zeigen, dass er nicht viel braucht, und dass er deshalb genügend hat um glücklich zu sein, wohnte er in einer großen, alten Tonne anstatt ein Haus zu haben. Anstatt nächtlich auf einem Bett oder mindestens einem weichen Teppich zu liegen, schlief er sogar in jener Tonne. Man sprach viel über Diogenes in der Stadt, nicht nur weil er so wohnte, sondern auch wegen seiner weisen Äußerungen.

Nach einiger Zeit kam der König Aleksander der Grosse dorthin um die Stadt zu besuchen. Während er dort war, hörte er von Diogenes und fragte betreffs [über] ihm: „Wohnt er in der Stadt?“

Aleksander sagte: „Obwohl du ihn nicht kennst, denke ich, dass ich einen solchen Mann sehen will.“ Man antwortete: „Diogenes ist ein weiser Mann, aber anstatt in einem Haus zu wohnen, zieht er es vor, die ganze Zeit in einer alten Tonne zu sitzen. Anstatt reine Kleidung zu tragen, trägt er unreine Lumpen, weil er denkt, dass je weniger er benötigt, umso glücklicher er sein wird. Aleksander sagte: „Bevor ich dein Land weggehe, werde ich jenen Mann besuchen.“

Bevor er aus der Stadt wegging, ging Aleksander mit einer Anzahl Freunden um Diogenes zu besuchen und fand ihn in seiner Tonne. „Will jener Mann mit mir sprechen?“ fragte Diogenes mit lauter Stimme. Aleksander antwortete: „Ich bin der König Aleksander und ich will dich kennen. Ich sehe, dass obwohl du weise bist, bist du sehr arm. Willst du nicht einige neue Kleider anstelle jenen unreinen Lumpen?“ Diogenes sagte sofort: „Bevor du kamst und zwischen mir und der Sonne standest, strahlte diese sehr warm auf mich. Bist du gekommen um Lärm zu machen und mich zu wecken?“ Aleksander lachte und sagte: „Ich sehe, dass du genug hast um glücklich zu sein. Also [Deshalb] bin ich bereit um fortzugehen.

Kapitel 23

En la butiko

Hodiaŭ matene mi iris kun la patrino al la plej granda butiko en nia vilaĝo. Tie ŝi aĉetis tiom da legomoj kaj fruktoj ke ni tute ne povis porti ilin. Tial juna knabo venis kun ni, kaj portis kelke da ili por ni. La patrino ne aĉetis tiel multe je vendredo, sed hodiaŭ estas sabato, kaj ŝi volis aĉeti legomojn por dimanĉo, ĉar dimanĉe oni ne povas iri en la butikojn. Tial sabate oni kutime aĉetas sufiĉe por la manĝoj de sabato kaj dimanĉo.

Meze de la butiko staras multe da bareloj. En ĉi tiuj oni trovas grandan nombron da freŝaj puraj legomoj. La patrino aĉetis tiel multe da asparago kaj novaj pizoj, kaj tiel grandan sakon da terpomoj, ke la tablo restis preskaŭ nuda. Mi vidis brasikon tie, sed tiun legomon mi malŝatas, kvankam oni diras ke ĝi estas tre bona legomo.

Antaŭ ol foriri de la butiko la patrino aĉetis kelke da ovoj, kaj rigardis la fruktojn en bareloj apud la pordo. Ili ŝajnis tiel bonaj ke ŝi aĉetis kelkajn maturajn pomojn kaj skatolon da fragoj. Dum oni donis al ŝi la fruktojn, mi aĉetis kelkajn funtojn da sukero. Tiam ni estis pretaj por foriri el la butiko.

Sur la vojo ni aŭdis tiel grandan bruon ke mi lasis la patrinon kaj kuris trans la straton. Mi trovis tie infanon,la filon de nia najbaro. Li faris la bruon, ĉar li falis de la arbo antaŭ sia domo, kaj tre laŭte ploris. Li diris al mi ke li havas multajn kontuzojn sur la kapo. Ĉar mi bone konas la infanon, mi demandis „Ĉu vi volas grandan ruĝan pomon? Mi havas tian pomon por vi.“ Li tuj kaptis la pomon, kaj mi foriris. Tiam la patrino kaj mi iris al la domo.

Im Laden

Heute Morgen ging ich mit meiner Mutter zum größten Laden in unserem Dorf. Dort kaufte sie so viel Gemüse und Früchte, dass wir sie überhaupt nicht tragen konnten. Deshalb kam ein junger Knabe mit uns und trug einige von ihnen für uns. Die Mutter kaufte nicht so viel am Freitag, aber heute ist Samstag und sie wollte Gemüse für Sonntag kaufen, weil man sonntags nicht in die Läden gehen kann. Darum kauft man samstags gewöhnlich [kutime] genug für die Mahlzeiten vom Samstag und Sonntag ein.

Mitten im Laden stehen viele Fässer. In diesen findet man eine große Anzahl frischer sauberer Gemüse. Meine Mutter kaufte so viel Spargeln und neue Pilze und einen so großen Sack Kartoffeln, dass der Tisch fast bloß zurückblieb. Ich sah einen Kohl dort, aber dieses Gemüse mag ich nicht, obwohl man sagt, dass es ein sehr gutes Gemüse ist.

Bevor wir den Laden verließen kaufte meine Mutter einige Eier und sah die Früchte in den Fässern neben der Tür. Sie schienen so gut, dass sie mehrere reife Äpfel und eine Schachtel Erdbeeren kaufte. Während man ihr die Früchte gab, kaufte ich mir mehrere Pfund Zucker. Dann waren wir bereit um aus dem Laden fortzugehen.

Auf dem Weg hörten wir einen so großen Lärm, dass ich meine Mutter ließ und über die Strasse lief. Ich fand dort ein Kind, der Sohn unseres Nachbarn. Er machte den Lärm, weil er vom Baum vor seinem Haus gefallen ist und sehr Laut weinte. Er sagte mir, dass er mehrere Prellungen auf dem Kopf habe. Weil ich Kinder gut kenne, fragte ich ihn: „Willst du einen großen roten Apfel? Ich habe jenen Apfel für dich.“ Er ergriff den Apfel sofort und ich ging fort. Danach gingen meine Mutter und ich zum Haus.

Kapitel 24

En nia domo

Oni ofte miras kies domo en nia vilaĝo estas plej bela, kaj kiu domo estas la plej agrabla loĝejo. Nia domo ne estas tre granda, sed ĝi estas nova kaj ni multe ŝatas ĝin. Ĝia salono estas granda, kun belaj puraj kurtenoj kovrantaj la fenestrojn, kaj mola dika tapiŝo kovranta la plankon. Ĉi tie estas kelkaj seĝoj, malgranda tablo, kaj longa kanapo. Personoj vizitantaj nin kutime sidas en ĉi tiu ĉambro, kaj dum ni estas sidantaj tie ni nur parolas, anstataŭ skribi aŭ legi.

Alia ĉambro en la domo estas tre luma kaj agrabla, sed malpli granda. Ĉi tie staras tablo sufiĉe granda por nia tuta familio, kaj en tiu ĉambro oni manĝas. Ofte ni restas tie longan tempon post la manĝo, ĉar la patro rakontas interesajn rakontojn al ni, kaj ni multe ridas, kaj demandas pri tiuj rakontoj, kaj tiel bone amuzas nin ke mi preskaŭ forgesas pri miaj lecionoj. Tamen mi havas multe da lecionoj por lerni, kaj ili tute ne estas facilaj.

Je tre frua horo matene mi iras al la lernejo, kun miaj fratoj kaj fratinoj. Nur sabate kaj dimanĉe ni ne iras tien. La lernejo estas malnova kaj malgranda, sed oni estas nun konstruanta novan pli grandan lernejon apud nia domo. Dum la infanoj estas lernantaj siajn lecionojn tie, la patrino kutime iras al la bakejon, por aĉeti sufiĉe da pano, por la manĝoj de la tago. Ofte ŝi iras ankaŭ al aliaj butikoj.

Ĵaŭdon ŝi aĉetis kelke da novaj fungoj, kaj da asparago. Vendredon ŝi aĉetis kelkajn funtojn da sukero, skatolon da fragoj, kaj sufiĉe da kremo kaj lakto. Hodiaŭ ŝi estas aĉetanta brasikon kaj sakon da terpomoj. Ŝi volas kuiri tre bonan manĝon, tamen ŝi havas tro multe por fari en la kuirejo, ĉar ŝi ne havas servistinon.

In unserem Haus

Man fragt sich oft, wessen Haus in unserem Dorf am schönsten ist und welches Haus die schönste Unterkunft ist. Unser Haus ist nicht groß, aber es ist neu und wir mögen es sehr. Sein Salon ist groß, mit schönen, reinen Gardinen, die das Fenster verdecken, und einem weichen, dicken Teppich, der den Fußboden zudeckt. Hier sind ein paar Sessel, ein kleiner Tisch und ein langes Sofa. Leute, die uns besuchen, sitzen gewöhnlich in diesem Zimmer, und während wir dort am Sitzen sind, reden wir nur anstatt zu schreiben oder lesen.

Ein anderes Zimmer im Haus ist sehr hell und angenehm, aber kleiner. Hier steht ein genügend großer Tisch für unsere ganze Familie und in jenem Zimmer isst man. Oft bleiben wir dort für lange Zeit nach der Mahlzeit, weil der Vater uns interessante Geschichten erzählt und wir viel lachen und betreffend dieser Geschichte Fragen stellen und uns so gut amüsieren, dass ich fast meine Lehraufgaben vergesse. Trotzdem habe ich viele Lektionen zu lernen und sie sind alle nicht leicht.

Zu sehr früher Morgenstunde gehe ich zur Schule, mit meinen Brüdern und Schwestern. Nur samstags und sonntags gehen wir nicht dorthin. Die Schule ist alt und klein, aber man ist nun dabei, eine neue größere Schule neben unserem Haus zu bauen. Während die Kinder dort ihre Lektionen am Lernen sind, geht meine Mutter gewöhnlich in die Bäckerei, um genügend Brot zu kaufen für die Mahlzeiten des Tages. Oft geht sie auch zu anderen Geschäften.

Am Donnerstag kaufte sie einige neue Pilze und Spargel. Am Freitag kaufte sie mehrere Pfund Zucker, eine Schachtel Erdbeeren und genügend Schlagrahm und Milch. Heute ist sie einen Kohl und einen Sack Kartoffeln am Einkaufen. Sie will eine sehr gute Mahlzeit kochen, doch sie hat zu viel zu tun in der Küche, weil sie keine Dienerin hat.

Kapitel 25

La nepo vizitas la avinon

Hieraŭ matene mi vizitis la avinon. Ŝia hejmo estas apud la granda nova bakejo. Mi vidis ŝin tra la fenestro, ĉar la kurtenoj kovrantaj ĝin estas tre maldikaj. Ŝi estis sidanta sur la kanapo, kaj skribanta per plumo sur granda papero. Antaŭ ol frapi sur la pordo mi vokis ŝin kaj diris „Bonan matenon, kara avino!“ Tuj ŝi demandis „Kiu estas tie? Kies voĉon mi aŭdas?“ Mi respondis „Estas via nepo. Ĉu vi ne konas mian voĉon?“

Antaŭ ol ŝi povis veni al la pordo mi estis malfermanta ĝin. Mi iris en la salonon kaj donis al la avino bukedon da floroj. „La patrino donas ĉi tiujn al vi, kun siaj plej bonaj salutoj“, mi diris. La avino respondis „Nu, kia plezuro! Multan dankon al ŝi pro la bela bukedo, kaj ankaŭ al vi, ĉar vi portis ĝin ĉi tien por mi!“ Dum ŝi estis metanta la florojn en glason da akvo la avino diris „Nu, kiajn lecionojn vi havis hodiaŭ en la lernejo?“ Mi respondis ke mi bone konis la lecionojn, ĉar mi zorge studis ilin. „Ni estas lernantaj la germanan lingvon“, mi diris, „kaj ju pli longe ni studas ĝin, des pli multe mi ĝin ŝatas, kvankam ĝi estas tre malfacila.“

Mi rakontis ankaŭ pri la lecionoj de geometrio, kaj aliaj lecionoj, sed diris ke la ekzamenoj estos baldaŭ komencantaj. „Je tiu tempo“, mi diris, „mi estos skribanta la respondojn al la ekzamenoj, preskaŭ la tutan semajnon.“ La avino demandis kun intereso „Ĉu la demandoj de la ekzamenoj estos malfacilaj?“ Mi respondis „Mi ne scias, sed mi timas ke ni estos tre lacaj post tiom da laboro.“ Post kelke da aliaj demandoj kaj respondoj, mi opiniis ke estas la horo por foriri. Dum mi estis foriranta, la avino diris „Multajn salutojn al la tuta familio!“ Mi dankis ŝin, diris „Bonan tagon!“ kaj tiam foriris.

Der Enkel besucht die Großmutter

Gestern Morgen besuchte ich meine Großmutter. Ihr Zuhause ist neben der grossen, neuen Bäckerei. Ich sah sie durch das Fenster, weil die Vorhänge, die es verdecken, sehr dünn sind. Sie war sitzend auf dem Sofa und war mit der Feder auf ein grosses Papier am schreiben. Bevor ich an die Tür klopfte, rufte ich sie und sagte: "Guten Tag, liebe Großmutter!" Sie fragte sofort: "Wer ist dort? Wessen Stimme höre ich?"

Ich antwortete: "Es ist dein Enkel. Kennst du meine Stimme nicht?" Bevor sie zur Tür kommen konnte, war ich sie schon am öffnen. Ich ging in das Wohnzimmer und gab meiner Großmutter ein Bouquet Blumen. "Die Mutter gibt dir diese mit ihren besten Grüssen", sagte ich. Die Großmutter antwortete: "Na, was für eine Freude! Vielen Dank an sie für dieses schöne Bouquet, und auch an dich, weil du es für mich hierher getragen hast!" Während sie die Blumen in ein Glas Wasser am stellen war, sagte die Großmutter: "Na, was für Lektionen hattest du heute in der Schule?" Ich antwortete, dass ich die Lektionen gut kenne, weil ich sie sorgfältig studiere. "Wir sind die deutsche Sprache am lernen", sagte ich, "und je länger wir sie studieren, desto mehr mag ich sie, obwohl sie sehr schwierig ist."

Ich erzählte auch über die Geometrielektionen und andere Lektionen, aber sagte, dass die Prüfungen bald beginnen werden. "Zu jener Zeit", sagte ich, "werde ich die Antworten auf die Prüfungen am schreiben sein, fast die ganze Woche." Die Großmutter fragte mit Interesse: "Werden die Fragen der Prüfungen schwierig sein?" Ich antwortete: "Ich weiss nicht, aber ich fürchte, dass ich sehr müde sein werde, nach so viel Arbeit." Nach einigen anderen Fragen und Antworten, dachte (meinte) ich, dass es Zeit (die Stude) war um wegzugehen. Während ich am weggehen war sagte die Großmutter: "Viele Grüsse an die ganze Familie!" Ich dankte ihr, sagte "Guten Tag!" und ging dann (weg).

Kapitel 26

La pluvego

Nu, kia pluvego okazis hieraŭ vespere! Post kvieta varmega mateno, subite multaj nuboj kovris la ĉielon. La aero ŝajnis peza, kaj estis tute silenta kelkan tempon. Tiam forte blovanta vento frapegis la arbojn, kaj komencis fortege skui la branĉojn. Multege da polvo kaj malgrandaj pecoj da papero dancis en la aero kaj flugis ankaŭ ĉielen. Falis tiam kelkaj grandaj gutoj da pluvo, kaj ni sciis ke baldaŭ pluvegos.

Ni malfermis niajn (pluv)ombrelojn, kaj kuris antaŭen, por veni hejmen antaŭ ol falos multe da pluvo. La fulmo tiel ofte brilis ke ni fermis la okulojn pro ĝi, kaj treege ĝin timis. Preskaŭ tuj la tondro sekvis ĝin. Tondris tiom kaj tiel laŭtege ke la bruo ŝajnis frapi kontraŭ niajn kapojn. Tiam subite ekis pluvego, sed je tiu tempo ni estis jam preskaŭ sub la tegmento de nia domo. Dume la vento blovis pli kaj pli, kaj ju pli forte ĝi blovis, des pli pezaj pluvogutoj falis teren. Mi opinias ke mi antaŭe malofte vidis tian pluvegon.

La sekvan tagon mi promenis tre frue, kaj vidis ke la pordego al la ĝardeno de mia avo kuŝas sur la tero. Apude mi vidis ventoflagon falintan de la tegmento de granda ĉevalejo. Velkintaj floroj kuŝis sur la tero ĉirkaŭ mi, kaj inter ili kuŝis branĉoj. Eĉ ilin forrompis la grandega forto de la vento, tiel ke ili falis de la arboj. Sur malgranda branĉo restis nesto, sed kie estis la birdoj? Mi serĉis la junajn birdojn, sed tute ne povis trovi ilin, tial mi opinias, ke ili forflugis antaŭ ol la ventoj forrompis de la arbo ilian malgrandan hejmon. Mi ne scias kien ili flugis, sed mi opinias ke ili flugis suden al la arboj en tiu granda kampo trans la rivero.

Der Platzregen

Na, was für ein Platzregen [oder Wolkenbruch] gestern stattfand! Nach einem ruhigen, heißen Morgen, bedeckten plötzlich viele Wolken den Himmel. Die Luft schien schwer und war für einige Zeit ganz still. Dann schlug ein kräftig blasender Wind auf die Bäume ein und begann heftig die Äste zu schütteln. Sehr viel Staub und kleine Papierfetzen tanzten und flogen im Wind (auf und) umher und auch himmelwärts. Es fielen dann einige große Regentropfen und wir wussten, dass es bald stark regnen würde.

Wir öffneten unsere (Regen-)Schirme und rannten vorwärts um nach Hause zu kommen, bevor viel Regen fallen würde. Der Blitz strahlte so oft, dass wir wegen ihm die Augen schlossen und ihn außerordentlich fürchteten. Fast sofort folgte ihm der Donner. Es donnerte soviel und so extrem laut, dass der Lärm uns gegen die Köpfe zu schlagen schien. Da fing es plötzlich an heftig zu regnen, aber zu dieser Zeit waren wir fast schon unter dem Dach unseres Hauses. Währenddessen blies der Wind mehr und mehr, und je stärker er blies, desto schwerere Regentropfen fielen zu Boden. Ich meine, dass ich zuvor selten einen solchen Platzregen sah.

Am folgenden Tag ging ich sehr früh spazieren und sah, dass das Tor zum Garten meines Großvaters auf der Erde lag. Daneben sah ich eine Wetterfahne, die vom Dach eines großen Pferdestalls gefallen war. Ringsum lagen verwelkte Blumen auf der Erde und dazwischen lagen Äste. Sogar sie brach die riesig Kraft de Winde ab, so dass sie von den Bäumen fielen. Auf einem kleinen Ast blieb ein Nest, aber wo waren die Vögel? Ich suchte die jungen Vögel, konnte sie aber überhaupt nicht finden, deshalb meine ich, dass sie fortflogen bevor der Wind ihr kleines Zuhause wegbrach. Ich weiß nicht wohin sie flogen, aber ich meine, dass sie südwärts flogen, zu den Bäumen in jenem großen Feld jenseits des Flusses.

Kapitel 27

Roberto Bruce kaj la araneo

Oni rakontas la sekvantan interesan rakonton pri Roberto Bruce, reĝo en Skotlando antaŭ multaj jaroj. Okazis ke li rigardis de la fenestro de granda ĉevalejo la soldataron de siaj malamikoj. Por povi rigardi plej facile, kaj ankaŭ por sin kaŝi, li forsendis siajn soldatojn kaj restis la tutan tagon sub tiu tegmento. Kvankam la ĉevalejo estis granda ĝi estis malnova, kaj li opiniis ke la malamikoj ne serĉos lin tie. Je la fino de la tago li subite rimarkis araneon sur la muro apud si.

La araneo estis rampanta supren, sed baldaŭ ĝi falis en la polvon ĉe liaj piedoj. Tuj la falinta araneo komencis alian fojon supren rampi. Alian fojon ĝi falis teren, sed post ne longe ĝi komencis rampi alian fojon. „Kia pacienco!“ diris la reĝo al si. „Mi ne sciis ke la araneo havas tiel multe da pacienco! Sed kien ĝi nun estas falinta?“ Li rigardis ĉirkaŭen kaj fine li vidis la falintan araneon. Kun granda surprizo li rimarkis ke ĝi komencas rampi supren. Multajn fojojn ĝi supren rampis, kaj tiom da fojoj ĝi falis malsupren. Fine, ĝi tamen sukcese rampis ĝis la plafono.

La reĝo malfermis la buŝon pro surprizo, kaj diris al si „Kiam antaŭe mi vidis tiom da pacienco? Mi opinias ke la fina sukceso de tiu malgranda araneo donas al mi bonegan lecionon. Mi ofte estas malsukcesa, sed malpli ofte ol tiu araneo sur la muro. Mi perdis multe da soldatoj, kaj la malamikoj venkis multajn fojojn, ĉar ili havas multe pli grandan nombron da soldatoj. Tamen, mi estos pacienca, ĉar oni ne scias kiu fine sukcesos.“ La sekvan tagon, la reĝo Roberto Bruce komencis treege labori kontraŭ siaj malamikoj. Post mallonga tempo li bone sukcesis, kaj tute venkis la malamikojn en granda venko ĉe Bannockburn (Banokb'rn).

Robert Bruce und die Spinne

Man erzählt die folgende spannende Geschichte über Robert Bruce, König vor vielen Jahren in Schottland. Es geschah, dass er die Armee der Feinde am anschauen war, vom Fenster eines großen Stalls. Um am besten zu sehen zu können und auch um sich zu verstecken, sandte er seine Soldaten fort und blieb den ganzen Tag unter jenem Dach. Obwohl der Stall groß war, war er alt und er dachte, dass die Feinde ihn dort nicht suchen werden. Am Ende des Tages bemerkte er plötzlich eine Spinne an der Wand neben sich.

Die Spinne ist hochgekrochen, aber sie fiel bald in den Staub bei seinen Füßen. Sofort begann die heruntergefallene Spinne ein weiteres Mal hochzukriechen. Ein weiteres Mal fiel sie zu Boden, aber nach nicht langer Zeit begann sie ein weiteres Mal zu kriechen. "Was für eine Geduld!", sagte der König. "Ich wusste nicht, dass Spinnen so viel Geduld haben! Aber wohin ist sie nun gefallen?" Er schaute um sich und sah schlußendlich die heruntergefallene Spinne. Mit großer Überraschung bemekrte er, dass sie am beginnen war hochzukriechen. Viele Male kroch sie hoch und so viele Male fiel sie herunter. Schließlich, trotzdem, kroch sie erfolgreich bis zur Decke.

Der König öffnete vor Überraschung den Mund und sagte zu sich: "Wann zuvor sah ich so viel Geduld? Ich meine, dass der schlussendliche Erfolg jener kleinen Spinne erteilte (gab) mir eine extrem gute Lektion. Ich bin oft gescheitert, aber weniger oft als jene Spinne an der Wand. Ich bin viele Soldaten am verlieren und die Feinde waren viele Male erfolgreich, weil sie eine größere Anzahl Soldaten haben. Dennoch, werde ich geduldig sein, weil man nicht weiß wer am Ende Erfolg haben wird." An den folgenden Tagen begann der König Robert Bruce außerordentlich gegen seine Feinde zu arbeiten. Nach nicht langer Zeit, hatte er guten Erfolg und besiegte gänzlich die Feinde im großen Sieg bei Bannockburn.

Kapitel 28

Pri la avo kaj la avino

Mia avo estas tre afabla persono. Li estas maljunulo kun blankaj haroj kaj blanka barbo. Li havas bluajn okulojn, kaj la brovoj super ili estas eĉ pli blankaj ol liaj haroj. Kvankam li loĝas en nia vilaĝo de antaŭ kelkaj jaroj, li antaŭe loĝis en Skotlando. Antaŭ multaj jaroj li estis soldato, kaj li ofte parolas al mi pri la bataloj kaj venkoj de tiu tempo. Sidi kviete sur la verando kaj rakonti tiajn rakontojn al la nepo ŝajne donas al li multe da plezuro. Multajn fojojn je la fino de la tago li sidas tie, kaj parolas pri tiaj aferoj ĝis malfrua horo de la vespero. Sidi ĉe liaj piedoj kaj aŭdi liajn rakontojn estas tre interese al mi.

Komence, dum mi estas ĉe li, mi kutime demandas „Ĉu oni sukcesis en tiu batalo?“ Tuj li balancas la kapon kaj komencas pacience rakonti pri la venkoj kaj malvenkoj („Niederlagen“). Li malofte respondas „Mi ne scias,“ al miaj demandoj „Kiam,“ kaj „Kial.“ Kelkajn fojojn li diras „Mi havas tiun opinion, sed mi ne bone scias pri la tuta afero, kaj mi miras ĉu aliaj personoj scias pli bone.“ Ĉar li estas multe studinta kaj pensinta, liaj opinioj estas treege interesaj. Li ĝojas tial ke mi demandas pri aferoj okazintaj, ĉar tiaj demandoj montras ke mi ankaŭ pensas pri ili.

Mia avino estas malgranda, kun belaj bukloj da tute blankaj haroj. Ŝi havas belajn brunajn okulojn, kun longaj nigraj okulharoj. Oni diras ke antaŭ multaj jaroj ŝi estis belulino. Eĉ nun estas plezure rigardi ŝin, kaj vidi ŝiajn ruĝajn vangojn. De antaŭ kelkaj jaroj ŝi portas okulvitrojn por legi, skribi aŭ kudri, kaj ŝi bezonas ripozon post malmulte da laboro. Promeno de eĉ kilometro estas tro longa nun por la avino. Oni diras ke ŝi ne vivos tre longan tempon, kaj tia penso donas malĝojon al ni, ĉar ni treege amas la afablan paciencan avinon.

Über Großvater und Großmutter

Mein Großvater ist eine sehr nette Person. Er ist ein Greis mit weißen Haaren und einem weißen Bart. Er hat blaue Augen und die Augenbrauen über ihnen sind sogar weißer als seine Haare. Obwohl er seit einigen Jahren in unserem Dorf wohnt, wohnte er vorher in Schottland. Vor vielen Jahren war er ein Soldat und er erzählt mir oft von den Schlachten und Siegen von dieser Zeit. Ruhig auf der Veranda zu sitzen und solche Geschichten dem Enkel zu erzählen scheint ihm viel Vergnügen zu bereiten (geben). Viele Male am Ende des Tages sitzt er dort und spricht über solche Angelegenheiten bis zu später Abendstunde. Bei seinen Füßen zu sitzen und seine Geschichten zu hören ist sehr interessant für mich.

Anfänglich, während ich bei ihm bin, frage ich gewöhnlich: "Hatte man Erfolg in jener Schlacht?" Sofort wiegt er den Kopf und beginnt geduldig über die Siege und Niederlagen zu erzählen. Er antwortet oft: "ich weiß nicht" auf meine Fragen "Wann" und "Weshalb". Manchmal (einige Male) sagt er: "Ich habe jene Meinung, aber ich weiß nicht genau (gut) über die ganze Angelegenheit (bescheid) und ich frage mich ob andere Personen es besser wissen." Weil er oft studiert & nachgedacht hatte, ist seine Meinung außerordentlich interessant. Er freut sich so, dass ich über geschehene Dinge frage, weil solche Fragen zeigen, dass auch ich über sie denke.

Meine Großmutter ist klein mit schönen Locken gänzlich weißen Haares. Sie hat schöne braune Augen mit langen schwarzen Wimpern. Man sagt, dass sie vor vielen Jahren eine Schönheit war. Sogar jetzt ist es vergnüglich sie anzuschauen und ihre roten Wangen zu sehen. Seit (vor) einigen Jahren trägt sie eine Brille um zu schreiben, lesen oder nähen und sie benötigt eine Rast nach wenig Arbeit. Spaziergang von sogar einem Kilometer ist jetzt zu lang für meine Großmutter. Man sagt, dass sie nicht mehr lange (Zeit) leben wird und ein solcher Gedanke beschert (gibt) uns Traurigkeit, weil wir die nette, geduldige Großmutter außerordentlich lieben.

Kapitel 29

Nia familio

Mi rakontos al vi kian familion ni havas. Ni estas ses personoj kaj ni loĝas en ĉi tiu domo de antaŭ preskaŭ kvar jaroj. Antaŭ ol veni ĉi tien al la urbo, ni estis loĝintaj tri jarojn en kvieta vilaĝo en la kamparo. Mia patro estas alta, kun grizaj haroj kaj griza barbo. Kvankam li ne estas riĉulo, li tamen havas sufiĉe da mono por vivi kontente kaj feliĉe. Li ŝatas marŝi, kaj ofte li estas marŝinta kvin aŭ ses kilometrojn por unu promeno. Unu fojon mi demandis „Kiel vi povas marŝi tiel multe?“ Li respondis „Dum mi estis junulo mi estis soldato, kaj tiam mi estis tre multe marŝanta. Tial mi ne forgesas la plezurojn de longaj promenoj.“

La patrino estas malpli alta ol mi, kaj kiel bluajn okulojn ŝi havas, sub nigraj okulharoj kaj nigraj brovoj! Ŝiaj haroj estas nigraj kaj buklaj, kaj ŝiaj vangoj estas ruĝaj. Ŝi havas dolĉan voĉon, kaj estas plezuro aŭdi ŝiajn kantojn. Por legi aŭ skribi ŝi kutime portas okulvitrojn. Mi havas du fratojn kaj unu fratinon. La fratino havas dek unu jarojn. (Wie zum Beispiel auch im Französischen sagt man auf Esperanto „ich habe 11 Jahre“, nicht „ich bin 11 Jahre [alt]“.)

Unu el la fratoj havas ok jarojn, la alia havas dek du jarojn. Ili povas bonege kuri, rajdi, kaj fari aliajn interesajn aferojn. Ili lernis siajn lecionojn en la lernejo tiel bone ke ses fojojn en unu monato oni laŭdis ilin. Ni multe ĝojis pri tiom da laŭdo por la fratoj. La fratino estas malpli forta, tamen ŝi ofte promenas kun ni eĉ du aŭ tri kilometrojn. La avino ankaŭ loĝas ĉe ni de antaŭ sep aŭ ok jaroj. Unu el ni kutime restas ĉe la hejmo kun ŝi, dum la aliaj promenas, ĉar ŝi ne estas sufiĉe forta por marŝi eĉ unu kilometron. Mi ofte miras kial ŝi preferas sidi sur la verando, kaj mi demandas al ŝi „Ĉu vi estas tro laca por marŝi?“ Ŝi kutime balancas la kapon kaj diras „Jes, mia nepo, mi estas tro laca.“

Unsere Familie

Ich erzähle dir was für eine Familie wir haben. Wir sind sechs Personen und wohnen seit ungefähr (vor) vier Jahren in diesem Haus. Bevor hierher, in die Stadt, zu kommen, hatten wir drei Jahre in einem ruhigen Dorf auf dem Land gewohnt. Mein Vater ist groß, mit grauen Haaren und grauem Bart. Obwohl er nicht ein Reicher ist, hat er dennoch genug Geld um zufrieden und glücklich zu leben. Er mag marschieren und oft ist er fünf oder sechs Kilometer marschiert für einen Spaziergang. Einmal fragte ich: "Wie kannst du so viel marschieren?" Er antwortete: "Während ich ein junger Mann war, war ich ein Soldat, und damals war ich sehr viel am marschieren. Deshalb vergaß ich das Vergnügen langer Spaziergänge nicht.

Meine Mutter ist weniger groß als ich, und was für blaue Augen sie hat, unter schwarzen Wimpern und schwarzen Augenbrauen! Ihre Haare sind schwarz und lockig und ihre Wangen sind rot. Sie hat eine süße Stimme und es ist eine Freude ihre Lieder zu hören. Um zu lesen oder schreiben trägt sie gewöhnlich eine Brille. Ich habe zwei Brüder und eine Schwester. Die Schwester ist elf Jahre (alt). Einder der Brüder ist acht Jahre (alt), der andere ist zwölf Jahre.

Sie können extrem gut laufen, reiten und andere interessante Sachen machen. Sie lernen ihre Lektionen in der Schule so gut, dass man sie sechs mal in einem Monat lobte. Wir freuten uns über so viel Lob für meine Geschwister. Die Schwester ist weniger stark, dennoch spaziert sie oft sogar zwei oder drei Kilometer. Die Großmutter lebt auch bei uns seit (vor) sieben oder acht Jahren. Einer von uns bleibt gewöhnlich zu Hause mit ihr, während andere spazieren gehen, weil sie nicht genug stark ist um sogar einen Kilometer zu marschieren. Ich wundere mich oft wie sie es vorzieht auf der Veranda zu sitzen und ich frage sie: "Bist du zu müde um zu marschieren?" Sie nickt normalerweise den Kopf und sagt: "Ja, mein Enkel, ich bin zu müde."

Kapitel 30

Leciono pri aritmetiko

Estas malvarme hodiaŭ, kaj tute ne agrable ekster la domo. La urbanoj ne estas promenantaj en la parko, ĉar ili preferas resti en la domoj. Mi ankaŭ restis en la domo, kaj parolis al mia juna frato. Mi helpis lin pri la leciono en aritmetiko, tial ke li baldaŭ havos ekzamenojn, kaj li volas esti preta por skribi tre bonajn respondojn. Mi demandis al li „Kiom faras dek tri kaj dek kvar?“ Li respondis ke tiuj faras dudek sep. Tiam mi demandis kiom faras dudek unu kaj tridek kvar. Li kalkulis kvin aŭ ses sekundojn, per mallaŭta voĉo, kaj diris „Ili faras kvindek kvin.“

Mi demandis kiom faras ducent tri kaj sepcent ok, kaj li respondis ke ili faras naŭcent dek unu. Li tute ne faris erarojn al mi, kaj fine mi diris al li ke li povas bonege kalkuli. Mi opinias ke li ricevos bonan gradon en la ekzamenoj. Post kelkaj minutoj ni komencis paroli pri aliaj aferoj. Mi demandis „Kiom da tagoj havas en la monato septembro?“ La frato respondis „Septembro, novembro, aprilo kaj junio havas tridek tagojn. Kvankam tiuj monatoj havas tiom da tagoj, la aliaj monatoj havas tridek unu tagojn. Sed la monato februaro havas nur dudek ok tagojn.“

Estas interese lerni pri ĉi tiu monato februaro. Dum tri jaroj ĝi havas dudek ok tagojn, sed en la sekvanta jaro ĝi havas dudek naŭ tagojn. La jaro havanta tian februaron estas la „superjaro.“ Mi rakontis tiun interesan aferon al la frato, kaj li diris ke li bone memoros ĝin. Li diris ke li ne antaŭe sciis pri la superjaro. Li ne sciis ke la superjaro havas tricent sesdek ses tagojn, kvankam la aliaj jaroj havas nur tricent sesdek kvin tagojn. Li diris ke li ankaŭ memoros pri la nombro da tagoj en la superjaro, kaj ke li rakontos la aferon al la aliaj knaboj.

Lektion über Arithmetik

Es ist kalt heute und überhaupt (gänzlich) nicht angenehm draußen. Die Stadtbewohner sind nicht im Park am spazieren gehen, weil sie es vorziehen im Haus zu bleiben. Ich bin auch im Haus geblieben und rede mit meinem kleinen Bruder. Ich half ihm bei der Lektion in Arithmetik, da er bald einen Examen haben wird und er bereit sein will sehr gute Antworten zu geben. Ich fragte ihn: "Wie viel macht dreizehn und vierzehn?". Er antwortete, dass jenes siebenundzwanzig mache. Dann fragte ich wie viel einundzwanzig und vierunddreißig mache. Er rechnete fünf oder sechs Sekunden mit leiser Stimme und sagte: "Das macht fünundfünzig."

Ich fragte wie viel zweihundert und drei und siebenhundert und acht machen und er antwortete, dass das neunhundert und elf macht. Er machte überhaupt keine Fehler bei mir und ich sagte schließlich, dass er gut rechnen könne. Ich meine, dass er einen guten Grad erhalten wird in der Prüfung. Nach einigen Minuten begannen wir über andere Dinge zu sprechen. Ich fragte: "Wie viele Tage gibt (hat) es im September?". Der Bruder antwortete:September, November, April und Juni haben dreißig Tage. Obwohl jene Monate so viele Tage haben, haben die anderen einunddreißig Tage. Aber der Monat Februar hat nur achtundzwanzig Tage."

Es ist interessant über diesen Monat Februar zu lernen. Während drei Jahren hat er achtundzwanzig Tage, aber im folgenden Jahr hat er neunundzwanzig Tage. Das Jahr, das diesen Februar hat ist das "Schaltjahr". Ich erzählte diese interessante Angelegenheit meinem Bruder und er sagte, dass er es gut erinnern wird. Er sagte, dass er vorher nicht vom dass Schaltjahr wusste. Er wusste nicht, dass das Schaltjahr dreihundert sechsundsechzig Tage hat, obwohl die anderen Jahre dreihundert fünfundsechzig Tage haben. Er sagte, dass er sich auch die Anzahl Tage in einem Schaltjahr erinnern wird und dass es (über) diese Sache den anderen Geschwistern erzählen wird.

Kapitel 31

Alfredo la Granda kaj la libro

Antaŭ pli multe ol mil jaroj vivis Alfredo la Granda, unu el la plej interesaj personoj pri kiuj ni estas aŭdintaj. Li estis la unua angla reĝo, kiu deziris legi librojn. Li estis ankaŭ la lasta, kiu povis legi ilin, ĝis post multaj jaroj. Unu tagon, dum li estis malgranda knabo kun flavaj buklaj haroj, lia patrino, tre saĝa reĝino, montris al li kaj al liaj fratoj belegan libron. Ŝi diris ke la libro kostis multe da mono en lando trans la maro, kaj ke ĝi nun apartenas al ŝi. Si diris „Miaj filoj, mi donos ĉi tiun libron al tiu el vi, kiu lernos legi ĝin. Kiu el vi estos la unua, kiu povos legi? Tiu ricevos la libron.“

Nu, Alfredo komencis studi, kaj post ne longe li gajnis la belegan libron. Liaj fratoj eĉ ne penis gajni ĝin. Tiam oni tre malmulte pensis pri libroj. La reĝoj kaj iliaj filoj nur malofte povis legi, kaj treege malofte povis skribi. Oni laŭdis nur personojn, kiuj bone rajdis kaj batalis per sagoj kaj pafarkoj. Sed oni opiniis ke tute ne estis necese scii pri la aferoj, kiujn la libroj rakontas. Tial Alfredo ne ricevis laŭdon pro sia deziro por legi.

La sesan aŭ sepan jaron post sia ricevo de la libro, Alfredo volis lerni la latinan lingvon, ĉar tiam oni skribis latine („auf Latein“) la librojn, kiuj estis plej bonaj. Oni serĉis ĝis la finoj de la lando, kaj iris multajn mejlojn, sed preskaŭ ne povis trovi personon, kiu eĉ estis aŭdinta pri tia lingvo. Fine oni trovis personon por helpi Alfredon, kiu tiam lernis la latinan lingvon. Tiu sama Alfredo estis reĝo multajn jarojn, kaj estis unu el la plej bonaj reĝoj, kiujn la angla lando estas havinta. Alfredo skribis librojn en la latina lingvo, kaj ankaŭ tradukis latinajn librojn en la anglan lingvon.

Alfred der Große und das Buch

Vor mehr als tausend Jahren lebte Alfred der Große, einer der interessantesten Personen, von welcher wir gehört haben. Er war der erste englische König, welcher wünschte, Bücher zu lesen. Er war auch für viele Jahre der letzte, welcher sie lesen konnte. Eines Tages, während er ein kleiner Junge mit gelben, gelockten Haaren war, zeigte seine Mutter, eine sehr weise Königin, ihm und seinen Brüdern ein wunderschönes Buch. Sie sagte, dass das Buch in einem Land jenseits des Meeres sehr viel Geld kostete und dass es nun ihr gehöre. Sie sage: "Meine Jungen, ich werde dieses Buch jenem von euch geben, welcher lernen wird, es zu lesen. Welcher von euch wird der erste sein, der lesen kann? Jener wird das Buch erhalten."

Nun begann Alfred zu lernen, und nach nicht lange(r Zeit) gewann er das wunderschöne Buch. Seine Brüder bemühten sich nicht einmal, es zu gewinnen. Damals dachte man nur selten über Bücher nach. Die Könige und ihre Söhne konnten nur selten lesen und konnten außerordentlich selten schreiben. Man lobte nur Leute, die gut ritten und mit Pfeil und Bogen kämpften. Aber man meinte, dass es überhaupt nicht nötig war, von Sachen zu wissen, welche die Bücher erzählten. Deshalb erhielt Alfred kein Lob für seinen Wunsch zu lesen.

Das sechste oder siebte Jahr nach dem Erhalt des Buches wollte Alfred Latein lernen, weil man damals die Bücher, die die besten waren, auf Latein schrieb. Man suchte bis ans Ende des Landes und ging viele Meilen, aber konnte fast keine Person finden, welche auch nur über so eine Sprache gehört hatte. Schließlich fand man eine Person, die Alfred helfen konnte, welcher damals die lateinische Sprache lernte. Jener gleiche Alfred war viele Jahre König und war einer der besten Könige, die das englische Land hatte. Alfred schrieb Bücher in der lateinischen Sprache und übersetzte auch lateinische Bücher ins Englische.

Kapitel 32

Alfredo la Granda kaj la kukoj

Unu fojon antaŭ pli multe ol mil jaroj, soldatoj venis de trans la maro por ataki la anglan reĝon Alfredon la Grandan. Ili nek konis nek malamis lin, sed ili sciis ke li estas persono kies landon ili deziras gajni. Ĉi tiuj malamikoj estis venintaj tiel subite ke Alfredo ne estis preta por defendi sian landon kontraŭ ili. Tial li forkuris kelkajn mejlojn de la urbo, kaj sin kaŝis en granda arbaro malantaŭ vilaĝo. Anstataŭ porti reĝajn vestojn li aĉetis tiajn ĉifonojn kiajn kamparanoj kaj malriĉuloj portas.

Li loĝis ĉe malriĉa sed laŭdinda kamparano, kiu ne konis la reĝon, kaj tute ne suspektis kia persono lia gasto estas. Unu memorindan tagon Alfredo estis sidanta apud la fajro, kaj estis rigardanta siajn sagojn kaj pafarkon dum li pensis malĝoje pri sia lando. La edzino de la arbarano demandis „Ĉu vi ankoraŭ sidos tie dekkvin aŭ dudek minutojn?“ „Jes,“ respondis la reĝo. Ŝi diris „Nu, estos necese fari pli varmegan fajron por tiaj kukoj kiajn mi nun estas bakonta. Ĉu vi gardos tiujn kukojn kiuj nun estas super la fajro, dum mi kolektos pli multe da ligno?“ Alfredo respondis „Certe mi gardos ilin kontraŭ la fajro.“

La virino serĉonta lignon foriris en alian parton de la arbaro, kie estis multe da ligno, kaj la reĝo penis zorgi pri la kukoj. Sed baldaŭ li forgesis ilin, kaj la fajro ilin difektis. Kiam la virino venis kaj flaris la kukojn ŝi kriis „ho, vi riproĉinda viro! Kvankam vi ankoraŭ sidas tie, vi ne pensas pri la kukoj, kaj la fajro estas difektinta ilin!“ Ŝi estis kruele batonta la reĝon, kiam li diris al ŝi kiu li estas, kaj kial li forgesis la kukojn. Tiam ŝi tre hontis, kaj anstataŭ mallaŭdi lin ŝi volis esti ankoraŭ pli bona al li.

Alfred der Große und die Kuchen

Ein Mal vor mehr als tausend Jahren kamen Soldaten von jenseits dem Meer um den König Alfred den Großen anzugreifen. Weder kannten noch hassten sie ihn, aber sie wussten, dass er die Person war, dessen Land sie zu gewinnen wünschten. Alle diese waren so schnell gekommen, dass Alfred nicht bereit war um sein Land gegen sie zu verteidigen. Deshalb lief er einige Meilen von der Stadt weg und er versteckte sich in einem großen Wald hinter einem Dorf. Anstatt die königlichen Kleidungsstücke zu tragen kaufte er solche Lumpen, wie die Landbewohner und Arme tragen.

Er wohnte bei einem armen aber lobenswerten Landbewohner, welcher den König nicht kannte und überhaupt nicht verdächtigte, was für eine Person er war. Eines erinnernswerten Tages war Alfred neben dem Feuer gesessen und schaute seine Pfeile und Schiessbogen während er traurig über sein Land dachte. Die Ehefrau des Waldbewohners fragte: "Werden Sie noch 15 oder 20 Minuten dort sitzen?". "Ja", antwortete der König. Sie sagte: "Nun, es wird nötig sein ein sehr viel heißeres Feuer zu machen für solche Kuchen, wie ich jetzt backen werde. Werden Sie diese Kuchen, welche jetzt über dem Feuer sind überwachen während ich mehr Holz sammeln werde?". Alfred antwortete: "Gewiss werde ich sie gegen das Feuer bewachen.

Die Frau, die gleich Holz suchen würde, ging weg in einen anderen Teil des Waldes, wo mehr Holz war und der König bemühte sich, sich um die Kuchen zu sorgen. Aber bald vergass er sie und das Feuer beschädigte sie. Als die Frau kam und die Kuchen roch, schrie sie: "Oh, sie beschimpfenswerter Mann! Obwohl Sie noch dort sitzen, denken Sie nicht an die Kuchen und das Feuer hat sie beschädigt!" Sie war im Begriff ihn grausam zu schlagen als er ihr sagte wer er war und wieso er die Kuchen vergaß. Dann schämte sie sich sehr und anstatt ihn zu tadeln, wollte sie noch besser zu ihm sein.

Kapitel 33

La invito

Hieraŭ matene mia kuzo vizitis ĉe ni, kaj invitis min al malgranda festo kiu okazos morgaŭ vespere. Tiam li festos la lastan tagon de la jaro. Li diris ke la gastoj sidos ĉirkaŭ la fajrejo kaj rakontos rakontojn ĝis malfrua horo. Mi akceptis lian ĝentilan inviton, kaj diris ke mi certe venos. Mia kuzo loĝas en la sama urbo kie nia familio loĝas, sed en alia parto. Lia hejmo estas preskaŭ du mejlojn de la nia. Tamen, ni estas bonaj kunuloj, kaj ofte promenas kune. Ĵus kiam li estis elironta el la pordo hieraŭ, mi uzis la okazon („Gelegenheit“) por proponi mallongan promenon. Li respondis ke li ĝoje promenos kun mi, malgraŭ la neĝa vetero. Tial ni formarŝis tien, kie la stratoj estis malplej kotaj. La kuzo havas dek ok jarojn, sed mi estas preskaŭ tiel alta kiel li. Mi estas certa ke mi estas ankaŭ tiel forta kiel li. Ni parolis pri multaj interesaj aferoj, kaj bonege nin amuzis, ĝis kiam estis necese hejmen iri. La kuzo diris „adiaŭ,“ kaj iris rekte hejmen, sed mi iris al granda butiko. Unue, mi volis aĉeti paron da novaj gantoj, por anstataŭi la malnovajn gantojn kiujn mi ankoraŭ estis portanta, kvankam mi aĉetis ilin antaŭ tri monatoj. Due, mi bezonis paron da novaj ŝuoj. Mi iris en la butikon kie pendis tiaj gantoj, kiajn mi ŝatas, kaj oni tuj venis por renkonti min, kaj demandis „Kiajn vestojn vi volas aĉeti?“ Oni montris al mi preskaŭ dudekon da paroj da gantoj. Mi elektis tre bonan paron, kaj estis ĵus aĉetonta ilin, malgraŭ la tro granda prezo, kiam mi vidis alian pli belan paron. Tial mi aĉetis ĉi tiun, kaj poste mi rigardis la ŝuojn. Mi trovis rimarkinde bonan paron, ĉar estas centoj da ŝuoj en tiu butiko. Mi tuj aĉetis tiun paron, kaj tiam hejmen iris.

Die Einladung

Gestern Morgen besuchte uns mein Cousin und lud mich zu einer kleinen Feier ein, die morgen Abend stattfinden wird. Dann wird er den letzten Tag des Jahres feiern. Er sagte, dass die Gäste rund um den Kamin sitzen und bis zu später Stunde Geschichten erzählen werden. Ich nahm seine höfliche Einladung an und sagte, dass ich bestimmt kommen würde. Mein Cousin lebt in der selben Stadt wie unsere Familie, aber in einem anderen Stadtteil. Ihr Haus ist fast zwei Meilen von dem unsrigen. Aber wir sind gute Gefährten und gehen oft gemeinsam spazieren. Gerade als er im Begriff war, die Tür zu verlassen gestern, habe ich die Gelegenheit genutzt, um einen kurzen Spaziergang vorzuschlagen. Er antwortete, dass er sich freuen würde, mit mir zu gehen, trotz des verschneiten Wetters. Also gingen wir da hin los, wo die Straßen weniger dreckig waren. Der Cousin ist 18 Jahre alt, aber ich bin fast so groß wie er. Ich bin mir sicher, dass ich auch so stark bin wie er. Wir sprachen über viele interessante Dinge und auch wir hatten Spaß, bis es notwendig war, nach Hause zu gehen. Der Vetter sagte „Auf Wiedersehen“ und ging geradewegs nach Hause, aber ich ging zu einem großen Geschäft. Zuerst wollte ich ein Paar neue Handschuhe kaufen, um die alten Handschuhe zu ersetzen, die ich noch trug, obwohl ich sie vor drei Monaten gekauft hatte. Zweitens brauchte ich ein Paar neue Schuhe. Ich ging in den Laden, wo es solche Handschuhe gab, wie ich sie mag, und man kam sogleich auf mich zu und fragte: „Was für Kleidung wollen Sie kaufen?“ Sie zeigten mir fast zwanzig Paar Handschuhe. Ich habe ein sehr gutes Paar gewählt und hatte sie trotz des zu hohen Preises gerade kaufen wollen, als ich ein anderes, noch schöneres Paar sah. Also kaufte ich mir das und betrachtete dann die Schuhe. Ich fand ein bemerkenswert gutes Paar, weil es in diesem Geschäft Hunderte von Schuhen gibt. Ich kaufte sofort dieses Paar und ging dann nach Hause.

Kapitel 34

Ĉe la festo

Hieraŭ vespere mi iris al la hejmo de mia kuzo, kiu estis invitinta min al malgranda festo ĉe li. Ĉar mi deziris alveni kiel eble plej frue, mi foriris de mia loĝejo kiel eble plej baldaŭ, malgraŭ la neĝa vetero. Mi estis surmetinta paron da dikaj gantoj, kaj mi portis dikajn ŝuojn. Mi ankaŭ havis mian ombrelon, kvankam pro la vento mi ne povis uzi tiun. Tuj kiam mi supreniris la ŝtuparon ĉe la hejmo de la kuzo, li aŭdis min, kaj venis por malfermi la pordon kaj akcepti min. „Bonan vesperon, kia estas via sano?“ li diris. Mi respondis „Mi sanas bonege, dankon,“ kaj eniris la domon kun li. Ni supren iris per granda ŝtuparo al ĉambro kie mi lasis la ĉapelon, gantojn kaj ombrelon, tiam ni malsupren venis kaj eniris la salonon. Mi salutis la onklinon, kiu afable parolis al mi, kaj ankaŭ la du kuzinojn. Unu kuzino estis ĵus priskribonta interesan libron, kiun ŝi antaŭ ne longe tralegis, kiam la aliaj gastoj komencis alveni. Sinjoro B. ĉeestis, kaj Doktoro C., kun sia filino sinjorino Maria, kaj multaj aliaj sinjoroj kaj sinjorinoj. La gastoj sidis aŭ staris en malgrandaj grupoj, kaj interparolis kun videbla plezuro. Unu rakontis pri vojaĝo, kaj tiam oni komencis priparoli la prezojn en aliaj landoj. Mi atente aŭskultis kelkajn minutojn, kaj poste foriris al alia grupo, kie oni gaje babilis pri estontaj (zukünftige) promenoj kaj festoj. Post unu aŭ du horoj, la servistinoj alportis al ni bonan malgrandan manĝon, kune kun bonega kafo. Fine, je malfrua horo ni ĝentile dankis al la familio de mia kuzo, kaj diris „adiaŭ“. Tiam ni foriris hejmen, kun sentoj de granda plezuro pro la agrabla festo.

Bei dem Fest

Gestern ging ich abends in das Heim meines Cousins, der mich zu einem kleinen Fest bei ihm eingeladen hatte. Da ich anstrebte so früh wie möglich anzukommen, ging ich von meiner Wohnung möglichst bald, trotz des Schneewetters. Ich war dabei mir ein Paar dicke Handschuhe anzuziehen und ich trug dicke Schuhe. Ich hatte auch meinen Schirm (dabei), obwohl ich diesen wegen des Windes nicht nutzen konnten. Sofort als ich die Treppe bei dem Heim meines Cousins hinauf ging hörte er mich und kam um die Tür zu öffnen und mich zu empfangen. „Guten Abend, wie geht es dir?“ (Wie ist deine Gesundheit?), sagte er. Ich antwortete: „Mir geht es sehr gut, Danke.“ und ging mit ihm in das Haus. Wir gingen über eine große Treppe hinauf, wo ich den Hut, die Handschuhe und den Schirm ließ, dann kamen wir herunter und gingen in den Salon. Ich begrüßte die Tante, die freundlich mit mir redete und auch die zwei Cousinen. (Die) Eine Cousine war gerade dabei ein interessantes Buch zu beschreiben, welches sie vor kurzem durchgelesen hatte, als die anderen Gäste begannen einzutreffen. Herr B. war da, und Doktor C., mit seiner Tochter Frau Maria, und viele andere Herren und Damen. Die Gäste saßen oder standen in kleinen Gruppen und unterhielten sich mit sichtbarem Vergnügen. Einer erzählte über eine Reise und dann begann man über die Preise in anderen Ländern zu sprechen. Ich hörte aufmerksam einige Minuten zu und ging danach zu einer anderen Gruppe, wo man freudig plauderte über zukünftige Spaziergänge und Feste. Nach ein oder zwei Stunden brachten die Serviererinnen uns ein gutes, kleines Essen zusammen mit sehr gutem Kaffee. Abschließend zu später Stunde dankten wir höflich der Familie meines Cousins und sagten: "Ade". Dann gingen wir (fort) nach Hause mit Gefühlen großer Freude wegen des angenehmen Festes.


Kapitel 35

La ĉinoj Die Chinesen
Antaŭ miloj da jaroj la ĉinoj estis la plej klera nacio en la mondo. Vor Tausenden von Jahren waren die Chinesen die gebildetste Nation der Welt.
Dum aliaj nacioj ankoraŭ ne konis metodojn por presi librojn, kaj ankoraŭ faris ilin skribe, la samtempaj ĉinoj jam estis forlasintaj tiun multekostan kaj tedan metodon. Während andere Nationen noch keine Buchdruckverfahren kannten und Bücher noch durch Abschrift herstellten, hatten gleichzeitig die Chinesen diese teure und langweilige Methode bereits hinter sich gelassen.
Ili jam estis presantaj la paĝojn de miloj da libroj. Sie hatten bereits die Seiten tausender Bücher bedruckt.
Aliaj nacioj tiam estis batalantaj kiel eble plej kruele, per sago kaj pafarko, kaj per lanco. Andere Nationen kämpften damals aufs grausamste mit Pfeil und Bogen und mit dem Speer.
Sed ili ankoraŭ ne havis pafilojn, ĉar pulvo estis tute nekonata al ili. Aber sie hatten noch keine Schusswaffen, weil ihnen Pulver völlig unbekannt war.
Tamen la ĉinoj jam bone konis metodojn por fari kaj por uzi pulvon, kaj faris tiajn amuzajn flavruĝajn fajrojn, kiajn ni ankoraŭ hodiaŭ aĉetas de ili, por uzi je festaj tagoj. Allerdings sind den Chinesen Verfahren zur Herstellung und Verwendung von Schießpulver bereits gut bekannt und sie machen solch unterhaltsames gelbrotes Feuer(werk), welches wir noch heute für die Verwendung an Festtagen von ihnen kaufen.
Sed la ĉinoj ne multe ŝatis la komercon, kaj ne deziris aĉeti aŭ lerni de aliaj nacioj. Aber die Chinesen sind dem Handel abgeneigt und wollten nicht von anderen Nationen kaufen oder lernen.
Ili ankoraŭ nun havas la samajn metodojn por presi librojn kaj por fari pulvon, kiajn ili havis antaŭ mil jaroj. Sie haben immer noch die gleichen Verfahren zum Drucken von Büchern und Herstellen von Schießpulver, die sie vor tausend Jahren hatten.
Ili malofte ŝanĝas siajn kutimojn. Sie ändern selten ihre Gewohnheiten.
Tial la aliaj nacioj, kiuj antaŭe ne estis tiel kleraj, antaŭeniras pli rapide ol la ĉinoj. Daher schreiten die anderen Nationen, die zuvor nicht so gebildet waren, schneller voran als die Chinesen.
La lando de la ĉinoj enhavas tiom da personoj, kiom tri aŭ kvar aliaj nacioj. Das Land der Chinesen hat so viele Einwohner wie drei oder vier andere Nationen.
Granda parto de tiu lando estas ankoraŭ nekonata al okcidentaj nacioj, kvankam plej multe da nia teo elvenas el la ĉina lando. Viel von diesem Land ist in westlichen Nationen noch unbekannt, aber der größte Teil unseres Tees kommt aus China.
Oni diras ke la parolata lingvo kaj la skribata lingvo de la ĉinoj estas du tre malsamaj aferoj. Man sagt, dass die gesprochene Sprache und die Schriftsprache der Chinesen zwei sehr verschiedene Angelegenheiten sind.
La lingvo estas almenaŭ treege malfacila, kaj post kiam oni estas longe studinta ĝin, oni tamen estas nur duone lerninta ĝin. Die Sprache ist zumindest sehr schwierig und nachdem man sie lange studiert hat, hat man sie doch nur halb gelernt.
Mi ĝojas tial ke la lingvoj studataj en la lernejoj de nia lando ne estas tiel malfacilaj kiel la ĉina lingvo. Deshalb freue ich mich, dass die in den Schulen unseres Landes gelehrten Sprachen nicht so schwierig sind wie die chinesische Sprache.
La latina kaj germana lingvoj estas sufiĉe malfacilaj, kvankam ili estas tre interesaj kaj ankaŭ konataj de la kleruloj en multaj landoj. Die lateinische und die deutsche Sprache sind sehr schwierig, aber sie sind sehr interessant und auch den Gelehrten in vielen Ländern bekannt.
La latina lingvo jam ne estas parolata lingvo. Die lateinische Sprache wird nichtmehr gesprochen.

Kapitel 36

 

Antikva respubliko Alte Republik
La plej antikva respubliko en Eŭropo kuŝas en la norda parto de la bela itala lando, inter la maro kaj la rivero, proksime de la montoj. Die älteste Republik in Europa liegt im nördlichen Teil des schönen Italiens, zwischen dem Meer und dem Fluss, in der Nähe der Berge.
Ĝia nomo estas San Marino, kaj ĝi estas respubliko de antaŭ mil kvarcent jaroj. Ihr Name ist San Marino und es ist seit tausendvierhundert Jahren eine Republik.
Kvankam la ĉirkaŭaj landoj kaj nacioj apartenis en antikva tempo al la tiamaj reĝoj, San Marino jam estis libera. Obwohl die umliegenden Länder und Nationen in der Antike den damaligen Königen gehörten, war San Marino bereits frei.
Ĝiaj aferoj estas ankoraŭ administrataj tiel, kiel la anoj volas, ne kiel unu aŭ alia reĝo aŭ tirano deziras. Ihre Angelegenheiten werden immernoch nach dem Willen der Mitglieder geregelt, nicht wie der eine oder andere König oder Tyrann es wünscht.
Dufoje en la jaro la anoj elektas personojn, kiuj administros la gravajn aferojn de la respubliko dum la sekvontaj ses monatoj. Zweimal im Jahr wählt das Mitglied Leute, die während der nächsten sechs Monate die bedeutenden Angelegenheiten der Republik verwalten werden.
Kvardek ses el tiuj personoj reprezentas la anojn, kaj unu alia estas reĝo tiun duonon da jaro. Sechsundvierzig dieser Menschen vertreten die Mitglieder und ein anderer ist König für dieses halbe Jahr.
Per tia metodo, la anoj estas bone reprezentataj, kaj la aferoj estas administrataj kiel eble plej saĝe. Mit einem solchen Verfahren werden die Mitglieder gut vertreten und die Angelegenheiten möglichst weise verwaltet.
La tuta respubliko enhavas nur dudek du kvadratajn mejlojn da tero. Die ganze Republik umfasst nur zweiundzwanzig Quadratmeilen an Land.
En la respubliko kaj la tiea urbo kiu havas la saman nomon, ne estas tiom da personoj kiom en multaj italaj urboj. In der Republik und der dortigen Stadt gleichen Namens sind nicht so viele Menschen wie in vielen italienischen Städten.
Tamen ĉi tiu respubliko estas pli granda ol multaj antikvaj grekaj respublikoj. Allerdings ist diese Republik größer als viele der antiken griechischen Republiken.
La grekaj respublikoj estis bonekonataj, kaj enhavis multe da kleruloj inter siaj anoj. Die griechischen Republiken waren wohlbekannt und hatten eine Menge von Gelehrten unter den Mitgliedern.
Sed en la nuna tempo la grekoj havas reĝon. Aber in der heutigen Zeit haben die Griechen einen König.
Oni ne trovas tre klerajn personojn en San Marino, tamen la laboristoj estas energiaj, kaj laboras kiel eble plej multe. Man findet keine sehr gebildeten Menschen in San Marino, aber die Arbeiter sind tüchtig und arbeiten so viel wie möglich.
La rikoltistoj plej ofte havas bonajn rikoltojn, kaj la plimulto da personoj estas treege kontenta kaj feliĉa. Die Erntearbeiter haben in der Regel gute Ernten und die meisten Menschen sind sehr zufrieden und glücklich.
Oni ne pensas pri komerco aŭ eksterlandaj aferoj kaj ne volas vojaĝi malproksimen de la bone amata hejmo. Man denkt nicht an Handel oder Außenpolitik und will nicht zu weit von der vielgeliebten Heimat reisen.
Oni preferas gaje amuzi sin ĉehejme, en la libertempo inter la rikoltoj, kaj la vivo tute ne ŝajnas malfacila aŭ teda. Man bevorzugt es sich in der Freizeit zwischen den Ernten fröhlich zu Hause zu amüsieren und das Leben scheint keinesfalls schwierig oder langweilig.

Kapitel 37

La ĉapelo sur la stango

Antaŭ ol Svislando estis tiel libera kiel la nuna svisa respubliko, ĝiaj aferoj estis administrataj de personoj kiuj reprezentis aliajn naciojn. Ofte tiuj personoj estis kiel eble plej severaj juĝistoj al la svisoj. Unufoje plej kruela tirano estis administranta aferojn svisajn. Li elpensis rimarkindan metodon por montri sian povon (Macht), kaj por esti malagrabla al la svisoj. Li decidis meti sian ĉapelon sur altan stangon en la vendejo (hier: Marktplatz), en malgranda vilaĝo apud bela lago inter la altaj montoj. Li diris ke de nun tiu ĉapelo reprezentas lin, kaj portos lian nomon. Saluti la ĉapelon estos la grava devo de ĉiu persono en la vilaĝo. Estos ĉies devo ne nur saluti la ĉapelon, sed ankaŭ genufleksi (hier: einen Kniefall machen) antaŭ la stango. La tirano diris ke li forprenos la domon, la kampojn kaj tiom da mono, kiom li povos, de ĉiu vilaĝano aŭ kamparano kiu forgesos genufleksi. „Mi intencas sendi gardistojn,“ li diris, „kiuj rimarkos ĉu vi ĉiuj genufleksos kiam vi estas proksimaj de la stango.“ Je tagmezo alvenis gardistoj, por rimarki ĉu la necesaj salutoj estos farataj de ĉiuj, kaj por kapti ĉiujn svisojn kiuj ne genufleksis. Baldaŭ la kamparanoj komencis eniri la vendejon, por vendi legomojn po kiel eble altaj prezoj, kaj por aĉeti vestojn kaj aliajn aferojn po treege plej malaltaj prezoj. Ĉiu, kiu iris proksimen de la stango, zorge genufleksis antaŭ la ĉapelo de la malamata tirano, pro timo pri la hejmoj kaj la familioj. Fine, kamparano, kies nomo estis Vilhelmo Tell, eniris la vendejon, kaj staris du aŭ tri minutojn proksime de la stango, dum li diris kelkajn vortojn al amiko. Sed anstataŭ fari tujan saluton, aŭ genufleksi, li tute ne rigardis la stangon.


Der Hut auf der Stange

Bevor die Schweiz so frei war wie die heutige Schweizer Republik, wurden ihre Angelegenheiten von Personen verwaltet, die andere Nationen repräsentierten. Oft waren diese Personen den Schweizern gegenüber (wörtl.: zu den Schweizern) so strenge Richter wie möglich. Einmal wurden die Schweizer Angelegenheiten von einem sehr grausamen Tyrannen verwaltet. Er dachte sich eine bemerkenswerte Methode aus, um seine Macht zu zeigen und um den Schweizern unangenehm zu sein. Er beschloss, seinen Hut auf eine hohe Stange auf dem Marktplatz (wörtl.: im Geschäft) in einem kleinen Dorf bei einem schönen See in den hohen Bergen zu setzen. Er sagte, dass dieser Hut ihn ab jetzt repräsentiert und er seinen Namen tragen wird. Den Hut zu grüßen wird die wichtige Verpflichtung jeder Person im Dorf sein. Es wird jedermanns Verpflichtung sein, nicht nur den Hut zu grüßen, sondern auch einen Kniefall (wörtl.: Kniebeugen) vor der Stange zu machen. Der Tyrann sagte, dass er das Haus, die Felder und so viel Geld wie möglich (wörtl.: wie (viel) er können wird) von jedem Dorfbewohner oder Bauer wegnehmen wird, der vergessen wird, einen Kniefall (wörtl.: Kniebeugen) zu machen. „Ich beabsichtige Wächter zu senden“, sagte er, „die bemerken werden, ob ihr alle einen Kniefall (wörtl.: Kniebeugen) machen werdet, wenn ihr euch der Stange nähert (wörtl.: wenn ihr nahe der Stange seid).“ Mittags kamen Wächter an, um zu beobachten (wörtl.: wahrzunehmen/zu bemerken), ob die nötigen Grüße von allen gemacht worden waren, und um alle Schweizer festzunehmen (wörtl.: zu fangen), die keinen Kniefall (wörtl.: keine Kniebeugen) gemacht hätten. Bald begannen die Bauern, den Marktplatz (wörtl.: das Geschäft) zu betreten, um Gemüse zu so hohen Preisen wie möglich zu verkaufen und um Kleidung und andere Dinge zu äußerst niedrigen Preisen zu kaufen. Jeder, der in die Nähe der Stange ging, machte vor dem Hut des verhassten Tyrannen sorgsam einen Kniefall (wörtl.: Kniebeugen), aus Angst um sein Heim und seine Familie. Schließlich betrat ein Bauer, dessen Name Wilhelm Tell war, den Marktplatz (wörtl.: das Geschäft) und stand zwei oder drei Minuten nahe der Stange, während er zu einem Freund einige Worte sagte. Aber anstatt einen unmittelbaren Gruß zu machen oder einen Kniefall (wörtl.: Kniebeugen) zu machen, schaute er die Stange überhaupt nicht an.

Kapitel 38

Vilhemo Tell kaj la pomo

Tuj kiam la gardistoj rimarkis ke la ĉapelo sur la stango ne estis salutata de Vilhelmo Tell, ili kaptis lin, kaj kondukis lin al la tirano, por esti juĝata. La tirano demandis de Tell kial li ne genufleksis antaŭ la ĉapelo, simile al la aliaj vilaĝanoj. Tell respondis fiere ke li ne sciis pri la ĉiutagaj genufleksoj de la aliaj personoj. Li diris ke li tute ne intencis agi kontraŭ la deziroj de la juĝistoj. Sed la tirano malamis la altan fortan svison, tial li decidis puni lin per severa puno, kaj demandis „Kiun el viaj infanoj vi plej amas?“ Vilhelmo Tell ne povis imagi kial la demando estas farata al li, kaj respondis „Mi amas ĉiujn el ili, sinjoro.“ La tirano diris „Nu, estas rakontate inter la vilaĝanoj ke vi estas rimarkinda arkpafisto (Bogenschütze). Ni eltrovos kia arkpafisto vi estas. Ni vidos ĉu vi povos forpafi pomon de sur la kapo de via plej juna filo. Aldone (Zusätzlich), estos via devo forpafi la pomon per la unua sago, alie (anderenfalls) mi punos vin kaj vian filon per tuja morto.“ Tell diris ke li estas preta por ricevi ĉian alian punon, anstataŭ tia puno, sed malgraŭ ĉies petoj la tirano estis jam elektanta pomon de apuda pomarbo. Li kondukis la knabon malproksimen de la ceteraj personoj, kaj metis la pomon sur lian kapon. Tell kaj la filo reciproke rigardis sin, dum la patro diris ke li ne tuŝos haron de lia kapo. Tiam li elprenis sagon el la sagujo, faris la necesajn preparojn, kaj rapide pafis. Tuj la pomo forfalis de la kapo de la infano, kaj ĉiu havis feliĉan koron. Dum Tell ĉirkaŭprenis la filon, la tirano demandis „Kial vi havas tiun ceteran sagon en la mano.“ Tell laŭte respondis „Por mortpafi vin, tuj post la infano, ĉar mi treege timis pro la vivo de mia kara filo.“


Wilhelm Tell und der Apfel

Gleich als die Wächter bemerkten, dass der Hut auf der Stange von Wilhelm Tell nicht gegrüßt worden war, nahmen sie ihn fest (wörtl.: fingen sie ihn) und leiteten ihn zu dem Tyrannen, um geurteilt zu werden. Der Tyrann fragte Tell, warum er keine Kniebeugen vor dem Hut gemacht hatte, ähnlich der anderen Dorfbewohner. Tell antwortete stolz, dass er nichts (wörtl.: nicht) über die täglichen Kniebeugen der anderen Personen wusste. Er sagte, dass er überhaupt nicht beabsichtigte, gegen die Wünsche der Richter zu handeln. Aber der Tyrann hasste den großen, kräftigen Schweizer, weshalb er beschloss, ihn mit Hilfe einer strengen Strafe zu bestrafen, und er fragte: „Welches deiner Kinder liebst du am meisten?“ Wilhelm Tell konnte sich nicht vorstellen, warum ihm die Frage gestellt wurde, und antwortete: „Ich mag alle von ihnen, mein Herr.“ Der Tyrann sagte: „Na, es wird unter den Dorfbewohnern erzählt, dass du ein bemerkenswerter Bogenschütze bist. Wir werden herausfinden, was für ein Bogenschütze du bist. Wir werden sehen, ob du einen Apfel vom Kopf deines jüngsten Sohnes wegschießen können wirst. Zusätzlich, wird es deine Verpflichtung sein, den Apfel mit Hilfe des ersten Pfeiles wegzuschießen, anderenfalls werde ich dich und deinen Sohn mit (dem) unmittelbaren Tod bestrafen.“ Tell sagte, dass er bereit sei, um eine jegliche andere Strafe zu erhalten, anstatt so einer Strafe, aber trotz jedermanns Bitten/Ersuchen war der Tyrann schon beim Auswählen eines Apfels von einem benachbarten Apfelbaum. Er leitete den Jungen weit weg von den übrigen Personen und legte den Apfel auf seinen Kopf. Tell und der Sohn schauten sich einander an, während der Vater sagte, dass er nicht (die) Haare seines Kopfes berühren wird. Dann nahm er einen Pfeil aus dem Köcher heraus, machte die nötigen Vorbereitungen und schoss schnell. Sofort fiel der Apfel vom Kopf des Kindes und jeder hatte ein glückliches Herz. Während Tell den Sohn umarmte, fragte der Tyrann: „Warum hast du diesen übrig gebliebenen (wörtl.: restlichen/übrigen) Pfeil in der Hand.“ Tell antwortete laut: „Um dich zu erschießen, sofort nach dem Kind, weil ich äußerst befürchtete wegen des Lebens meines lieben Sohns.“

Kapitel 57

La reirado de la dekmilo

La grekaj militistoj sentis grandan teruron kiam Ciruso ne plu vivis. La celo de la longa marŝado ne povis esti plenumata, pro la morto de la obstina trokuraĝa militestro mem. Kvankam la grekoj estis venkintoj, ili estis tute solaj en fremda lando, ĉirkaŭitaj de barbaroj kiuj, per trompemaj proponoj kaj falsaj promesoj pri amikaj interrilatoj, tuj okazigis la morton de la grekaj estroj. Senigite je siaj estroj, la kompatindaj viroj tute malesperis. Sed kelkaj subestroj, rapide kunveniginte la soldatojn, diris, „Ni mem kondukos vin per kiel eble plej rekta vojo hejmen! Ni faros nian eblon (äußerstes) por ke ni ĉiuj estu savitaj!“ Ĉar restis nenio alia por fari, la malfacila malgaja reirado de la grekoj komenciĝis sen prokrasto. Ili transiris varmegajn ebenaĵojn (Ebenen), supreniris kaj malsupreniris krutajn neĝkovritajn montojn, meze de la vintro, kaj sen pontoj transiris larĝajn riverojn. Ĉie la malfidindaj barbaroj atakis ilin, kvazaŭ por ke neniu greko restu viva. Krom tio, la grekoj mortis dekope kaj dudekope ĉiutage, pro varmegeco, malvarmegeco, laceco kaj malsateco (Hunger). Fine, post nekredeblaj suferoj, la restaĵo de la dekmil soldatoj alvenis sur monton, kaj ekvidis la maron. Laŭta ekkriego „La maro! La maro!“ eksonis inter la lacaj viroj, el kiuj multaj ploris larmojn de ĝojo. De infaneco ili alkutimis al la vojaĝado per akvo, kaj post iom da ripozo ili sin provizis je ŝipoj, por transiri la maron al la patrujo je kiu ili estis tiel longe sopirintaj. Treege interesa historio koncerne la tutan aferon estas verkita de fama greka verkisto (Schriftsteller) kiu estis akompaninta Ciruson por ke li povu ĝui kaj studi ĉion interesan sur la vojo. Tiu azia militado de Ciruso nepre estas unu el la plej rimarkindaj okazintaĵoj iam priskribitaj, eĉ sen escepto de la posta irado tien de Aleksandro Granda.

Der Rückzug der Zehntausend

Die griechischen Soldaten fühlten großes Entsetzen, als Ciruso nicht mehr lebte. Das Ziel des langen Marsches konnte wegen des Todes des hartnäckigen übertapferen Feldherrs nicht erreicht werden. Obwohl die Griechen Sieger waren, waren sie ganz allein in einem fremden Land, umgeben von Barbaren, die durch betrügerische Vorschläge und falsche Versprechungen von freundschaftlichen Beziehungen alsbald den Tod der griechischen Führer herbeiführten. Ihres Führers beraubt verzagten die erbärmlichen Männer vollends. Aber einige Unterführer versammelten schnell die Soldaten und sagten: „Wir werden euch selber auf schnellstem Weg nach Hause führen! Wir werden unser Möglichstes tun, damit jeder gerettet wird!“ Weil nichts anderes übrig blieb, begann unverzüglich der harte traurig Rückzug der Griechen. Sie durchquerten die heißen Ebenen, überstiegen steile, schneebedeckte Berge, mitten im Winter, und überquerten breite Flüsse ohne Brücken. Überall griffen sie die tückischen Barbaren an, als wenn kein Grieche überleben solle. Darüber hinaus starben die Griechen täglich zu zehnt und zu zwanzigst an Hitzeschäden, Unterkühlung, Müdigkeit und Hunger. Endlich, nach unglaublichen Leiden, kam der Rest der zehntausend Soldaten auf einen Berg und erblickte das Meer. Laute Schreie „Das Meer! Das Meer!“ erklangen unter den müden Männern, von denen viele Freudentränen weinten. Von Kindheit an waren sie an die Fortbewegung zu Wasser gewöhnt und nach ein wenig Ruhe versahen sie sich mit Schiffen, um das Meer zu überqueren, hin zu dem Land, nach dem sie sich so lange gesehnt hatten. Die äußerst interessante Geschichte der ganzen Sache ist von einem berühmten griechischen Schriftsteller beschrieben, der Ciruso begleitet hatte, damit er unterwegs alles interessante genießen und studieren könne. Dieser asiatische Kriegszug von Ciruso ist sicher eine der bemerkenswertesten Begebenheiten, die jemals beschrieben wurden, sogar ohne Ausnahme des letzten Feldzuges von Alexander dem Großen.

Kapitel 58

Aleksandro Granda

Permesu ke mi diru kelkajn vortojn pri la vivo de Aleksandro Granda, kiu ne estis matura viro sed havis nur dudek jarojn kiam li fariĝis reĝo. Liaj gepatroj estis tre zorge edukintaj lin, kaj la filozofo Aristotelo, kiun li tre alte estimis, estis unu el liaj instruistoj. Aleksandro firme tenadis sian propran reĝolandon, kaj ankaŭ Grekujon, kiun lia patro estis venkinta; krom tio, li faris militadojn kontraŭ diversaj fremdaj landoj, unue en Azio, tiam en Afriko, kie li fondis urbon, kaj ĝin nomis Aleksandrio. Aleksandrio nepre estis belega riĉa urbo. Tie troviĝis* poste la fama Aleksandria biblioteko. Se ĝi ne estus detruita de fajro, en la daŭro de iuj militadoj, ni sendube konus multe pli bone la sciadon de la antikvaj grekoj, kiuj verŝajne estis la plej klera popolo iam vivinta en Eŭropo. Venkinte Egipton, Aleksandro reiris en Azion, ĝis ties tre orienta kaj suda partoj, venkante ĉiujn ĉie, kvazaŭ ili estus la plej malkuraĝaj popolaĉoj en la mondo. Sed spite ĉies petoj li estis obstinaĉe nezorgema pri sia sano, kaj subite, ho ve, li mortis pro febro, tricent dudek tri jarojn antaŭ Kristo. Se li ne estus tiel frue mortinta, kiel multe li estus eble farinta! Li esperis venki Hispanujon, Italujon, kaj, mallongavorte, tiom de la okcidenta mondo kiom li jam posedis de la orienta. Tiam li celis kunigi ĉion en unu vastan imperion, kvazaŭ por fari el la mondo unu grandan familion. Li intencis ke la milionoj da enloĝantoj akceptu komunajn leĝojn kaj kutimojn, eĉ komunan lingvon, -- kredeble la grekan. Eble li ja havis la kapablecon por fari ĉion ĉi. Estas pro tio ke oni ofte aŭdas la diron „Aleksandro sopiris je aliaj mondoj por venki.“ Tamen, kiel malgranda estis tiu mondo kiun li konis! La tiamuloj konis nur malgrandan parton de Afriko, de Azio, eĉ de Eŭropo. Ili sciis nenion pri Anglujo, aŭ pri la vastaj kontinentoj Aŭstralio, norda kaj suda Ameriko.

Anmerkung: Die Benutzung von „troviĝi“ und auch von „sin trovi“, „kuŝi“, „stari“ und „sidi“ in einer Bedeutung, die nicht weit von der von „esti“ ist, vermeidet die monotone Wiederholung von Formen von „esti“, wie im Deutschen aus ähnlichen Gründen in Erzählungen liegen, befinden, gelegen sein, stehen usw. verwendet werden:

Multaj vilaĝoj troviĝas tie. – Dort befinden sich viele Dörfer.
Egipto troviĝas en la nordorienta parto de Afriko. – Ägypten befindet sich im nordöstlichen Teil Afrikas.
Li sin trovis sola en la dezerto. – Er befand sich alleine in der Wüste.
La urbo kuŝis inter du lagoj. – Die Stadt lag zwischen zwei Seen.
Sur la montflanko sidis vilaĝeto. – An der Bergflanke stand ein kleines Dorf.

Alexander der Große

Erlaubt, dass ich einige Worte über das Leben von Alexander dem Großen sage, der kein reifer Mann, sondern nur zwanzig Jahre alt war, als er König wurde. Seine Eltern hatten ihn sehr sorgfältig erzogen, und der Philosoph Aristoteles, welchen er sehr hoch schätzte, war einer seiner Lehrer. Alexander hielt sein eigenes Königreich fest in der Hand, und auch Griechenland, welches sein Vater besiegt hatte. Außerdem unternahm er Feldzüge gegen diverse fremde Länder. Zuerst in Asien, dann in Afrika, wo er eine Stadt gründete und sie Alexandria nannte. Alexandria war eine absolut wunderschöne und reiche Stadt. Dort befand sich danach die berühmte Bibliothek von Alexandria. Wäre diese nicht, in der Dauer irgendwelcher Kriege, den Flammen zum Opfer gefallen, würden wir das Wissen der alten Griechen zweifelsohne viel besser kennen, welche wahrscheinlich das gebildetste Volk waren, das jemals in Europa lebte. Nachdem er Ägypten bezwungen hatte, ging Alexander erneut nach Asien, bis zu seinem südöstlichsten Teil, wo er alle Menschen dort unterwarf, als wären sie das feigeste Gesindel auf der Welt. Aber ungeachtet aller Bitten (Ratschläge) ging er stur sorglos mit seiner Gesundheit um, und plötzlich, oh weh, starb er an Fieber, 323 v. Chr. Wäre er nicht so früh gestorben, wie viel mehr hätte er möglicherweise vollbracht! Er hoffte Spanien, Italien und, kurzgesagt, soviel von der westlichen Welt zu unterwerfen, wie er bereits von der östlichen Welt besaß. Dann hatte er vor alles in einem gewaltigen Imperium zu vereinen, quasi um aus der Welt eine große Familie zu machen. Er beabsichtigte, dass alle Einwohner gemeinsame Gesetze, gemeinsame Gebräuche und sogar eine gemeinsame Sprache – denkbarerweise die griechische – akzeptieren sollten. Vielleicht hatte er tatsächlich die Fähigkeit all das umzusetzen. Deswegen hört man oft den Ausspruch: „Alexander ersehnte eine andere Welt um zu siegen!“ Trotzdem, wie klein war die Welt die er kannte! Die Menschen damals kannten nur einen kleinen Teil Afrikas, Asiens und sogar Europas. Sie wussten nichts über Britannien oder die gewaltigen Kontinente Australien, Nord- und Südamerika.

Kapitel 59

Einige Briefe

Sirakuzo, la 2an de marto, 1911.

Kara Amiko,

sendube vin surprizos ricevi leteron skribitan de mi ĉe hotelo en ĉi tiu urbo, ne tre malproksime de via propra oficejo! Via bofrato, kiun mi okaze renkontis hieraŭ en la poŝtoficejo, donis al mi vian adreson. Ĝis nun, mi estas tiel okupata ke mi ne havis la tempon eĉ por telefoni al vi. Sed nun mi havas du aŭ tri minutojn da libera tempo, kaj mi tuj ekkaptas la okazon por skribi letereton, petante ke vi vespermanĝu kun mi hodiaŭ vespere, ĉe la hotelo kie, kiel vi vidas, mi loĝas de antaŭ unu tago. (Pardonu, mi petas, „ke“ mi finas ĉi tiun leteron per krajono, sed mi ĵus eltrovis ke restas neniom plu da inko en mia fontanplumo.) Venu je la sesa, se tiu horo estas konvena. Bedaŭrinde („leider“), mi devos forresti de la hotelo la tutan posttagmezon, pri komercaj aferoj, alie mi vin renkontus ĉe la tramvojo, kie haltas la tramveturiloj („Straßenbahnwagen“). Estos plej bone, mi opinias, ke vi iru rekte al mia ĉambro, numero 26, kie mi senprokraste vin renkontos, se mi ne estos efektive jam vin atendanta. Ni esperu ke la ĉefkuiristo preparos al ni bonan manĝon! Mi esperas ke vi malatentos la falantajn neĝerojn, kaj nepre venos, responde al mia iomete subita invito, ĉar ni ja havos multe da komunaj travivaĵoj por priparoli. Do ĝis la baldaŭa revido je la vespermanĝo!

Kun plej amikaj salutoj,
Roberto.

Syrakus, den 2. März, 1911

Lieber Freund,
Sie müssen zweifellos überrascht sein, von mir einen Brief zu erhalten, der in einem Hotel in dieser Stadt, nicht sehr weit von Ihrem eigenen Büro geschrieben wurde! Ihre Schwiegermutter, die ich gestern zufällig bei der Post getroffen habe, gab mir Ihre Adresse. Bisher bin ich so beschäftigt, dass ich nicht die Zeit hatte, Sie selbst anzurufen. Aber jetzt habe ich zwei oder drei Minuten freie Zeit und ich ergreife umgehend die Gelegenheit, einen kurzen Brief zu schreiben, mit der Bitte mit mir heute Abend in dem Hotel zu Abend zu essen, wo ich, wie Sie sehen, seit einem Tag gastiere. (Entschuldigen Sie mir bitte, dass ich diesen Brief mit einem Bleistift fertigschreibe, aber ich habe gerade herausgefunden, dass es garkeine Tinte mehr in meinem Füller ist.) Kommen Sie um sechs, wenn Ihnen die Zeit passt. Leider muss ich aus geschäftlichen Gründen dem Hotel den ganzen Nachmittag fernbleiben, sonst müsste ich Sie an der Straßenbahn treffen, wo die Straßenbahnwagen halten. Ich meine es wird besser sein, wenn Sie direkt in mein Zimmer, Nummer 26, kommen, wo ich Sie unverzüglich treffen werde, wenn ich Sie wirklich nicht schon erwartet haben werde. Lassen Sie uns hoffen, dass der Oberkoch uns eine gute Mahlzeit zubereiten wird! Ich hoffe, dass Ihnen die fallenden Schneeflocken nichts ausmachen und sie trotzdem kommen, in der Antwort auf meine kleine plötzliche Einladung, denn wir haben eine Menge von gemeinsamen Erlebnisse zu besprechen. Also bis zum baldigen Wiedersehen beim Abendessen!

Mit den freundlichsten Grüßen,
Robert.


Boston, 1911-12-13.

Wilson kaj Jones,
Nov-Jorko.

Estimataj Sinjoroj,

bonvolu sendi al mi per revenanta poŝto vian plej novan prezaron („Preisliste“). Ni baldaŭ bezonos iujn novajn meblojn por niaj oficejoj, precipe skribtablojn, tablojn konvenajn por skribmaŝinoj („Schreibmaschinen“), kaj specialajn librujojn, farotajn laŭ niaj bezonoj. Se viaj prezoj estas konvenaj, ni sendube volos mendi de vi tian meblaron.

Kun respekto,
J. F. Smith,
ĉe Brown kaj Brown.

Boston, 1911-12-13

Wilson und Jones,
New York.

Geehrte Damen und Herren,
bitte senden Sie mir in einem Antwortbrief Ihre neueste Preisliste. Wir werden bald einige neue Möbel für unsere Büros brauchen, vor allem Schreibtische, Tische für Schreibmaschinen und spezielle Bücherschränke, gefertigt nach unseren Bedürfnissen. Wenn Ihr Preis angemessen ist, wollen wir zweifellos bei Ihnen solche Möbel bestellen.

Mit Hochachtung,
J. F. Smith,
Brown und Brown.


Nov-Jorko, 1911-12-17.

Sinjoro J. F. Smith,
ĉe Brown kaj Brown,
Nov-Jorko.

Estimata Sinjoro,

ni havas la honoron sendi al vi en aparta koverto nian plej novan prezaron, al kiu ni petas ke vi donu vian atenton, precipe al paĝoj 15–29. Tie vi trovos priskribitaj niajn plej bonajn oficejajn meblarojn. Ni senpage metos ĉiujn aĉetitajn meblojn sur la vagonaron, sed kompreneble ni ne pagos la koston de la sendado.

Ni plezure fabrikos specialajn librujojn laŭ viaj bezonoj, kaj volonte ricevos viajn ordonojn pri tio. Niaj prezoj estos kiel eble plej malaltaj.

Esperante ke la meblaroj priskribitaj en nia prezaro, kune kun la tie-presitaj prezoj, estos plene kontentigaj, kaj certigante al vi ke ni zorge plenumos ĉiun mendon, ni restas,

Tre respekte la viaj,
Wilson kaj Jones.

New York, 1911-12-17

Mr. J. F. Smith,
Brown und Brown,
New York.

Geehrter Herr,
wir haben die Ehre, Ihnen in einem separaten Umschlag unsere neueste Preisliste zu senden, der wir Sie bitten Ihre Aufmerksamkeit zu schenken, insbesondere auf Seiten 15-29. Hier finden Sie unsere besten Büromöbel beschrieben. Wir verladen alle gekauften Möbelstücke kostenlos auf den Zug, aber natürlich werden wir nicht die Kosten für den Versand zahlen.

Gerne machen wir spezielle Bücherschränke nach Ihren Bedürfnissen und sind bereit, Ihre Aufträge in dieser Angelegenheit zu bekommen. Unsere Preise werden so niedrig wie möglich sein.

In der Hoffnung, dass die Möbel in unserer Preisliste beschrieben, zusammen mit den dort abgedruckten Preisen, voll zufriedenstellend sein werden, und versichern Ihnen, dass wir sorgfältig jeden Wunsch erfüllen werden, wir verbleiben

sehr hochachtungsvoll,
Wilson und Jones.


Bostono, la 27an Majo.

Sinjoro B. F. Brown,
Sirakuzo, Nov-Jorka Ŝtato.

Kara Sinjoro,

vian adreson ni dankas al niaj komunaj amikoj Sinjoroj Miller kaj White, kaj per ĉi tio ni permesas al ni proponi al vi niajn servojn por la vendado de tiaj infanludiloj, kiajn vi fabrikas. Ni havas bonegajn montrajn fenestrojn („Schaufenster“), en nia butiko, preskaŭ meze de la ĉefstrato en la urbo, kaj en nia butiko troviĝas sufiĉe da grandaj vitramebloj („Schaukasten“). Tial ni povus tre oportune administri tian aferon. Ni multe ĝojos se vi respondos kiel eble plej baldaŭ, sciigante al ni kiom da procento vi donos, kaj kiajn aranĝojn vi volus fari. Ni certigas al vi ke en ĉiu okazo ni penos fari nian eblon por via plej bona intereso.

Kun alta estimo,
D. Rose.

Boston, den 27. Mai.

Herr B. F. Brown,
Syrakus, Staat New York.

Sehr geehrter Herr,
Ihre Adresse, die wir unseren gemeinsamen Freunden Ritter Miller und Weiß verdanken, und durch diese erlauben wir uns, Ihnen unsere Dienstleistungen für den Verkauf solcher Kinderspielzeuge, was Sie machen. Wir haben ausgezeichnete Schaufenster, in unserem Geschäft, fast in der Mitte der Hauptstraße in der Stadt und in unserem Geschäft sind ausreichend große Schaukästen. So konnten wir sehr bequem verwalten so eine Sache. Wir freuen uns sehr, wenn Sie so schnell wie möglich reagieren, uns mitzuteilen, wie viel Prozent Sie geben, und welche Maßnahmen Sie gerne tun würden. Wir versichern Ihnen, dass wir in jedem Fall unser Bestes für Ihre besten Interesse zu tun versuchen.

Mit Hochachtung,
D. Rose.

Lösungen der Übersetzungsübungen

Kapitel 2

Übersetzungsübung

  1. Eine schöne Blume.
  2. Ein guter großer Tisch.
  3. Ein gelbes Veilchen und ein weißes Veilchen.
  4. Der Mond scheint.
  5. Der gute Junge läuft.
  6. Der schöne gelbe Vogel fliegt.
  7. Der starke Mann schläft.
  8. Der weiße Vogel singt.
  9. Ein starkes Pferd läuft, und ein Mann geht.
  10. Die Sonne scheint, und der Junge singt.
  11. Der große gelbe Apfel.
  12. Ein Apfel groß und gut.

Lösung

  1. Bela floro.
  2. Bona granda tablo.
  3. Flava violo kaj blanka violo.
  4. La luno brilas.
  5. La bona knabo kuras.
  6. La bela flava birdo flugas.
  7. La forta viro dormas.
  8. La blanka birdo kantas.
  9. Forta ĉevalo kuras kaj viro iras.
  10. La suno brilas kaj la knabo kantas.
  11. La granda flava pomo.
  12. Pomo granda kaj bona.

Kapitel 3

Übersetzungsübung

  1. Die Bäume im Garten sind groß und grün.
  2. Die Zimmer im Haus sind lang.
  3. Die Blumen auf dem Tisch sind rot, gelb und weiß.
  4. Die Blätter sind lang und grün.
  5. Die Männer sitzen auf Stühlen im Garten.
  6. Im Garten sind gelbe Rosen.
  7. Die Vögel im Feld sind Tauben.
  8. Die Jungen im Zimmer im Haus scheinen groß (zu sein).
  9. Frische Veilchen sind schöne Blumen.
  10. Die Pferde in den grünen Feldern scheinen stark (zu sein).
  11. Tauben singen im Garten.
  12. Die Männer schlafen in dem großen Haus.
  13. Das Haus ist lang und hoch, und die Zimmer in dem Haus sind groß.
  14. Rote und gelbe Äpfel liegen auf dem großen Tisch.
  15. Grüne Blätter sind auf den Bäumen in dem großen Garten.

Lösung

  1. La arboj en la ĝardeno estas grandaj kaj verdaj.
  2. La ĉambroj en la domo estas longaj.
  3. La floroj sur la tablo estas ruĝaj, flavaj kaj blankaj.
  4. La folioj estas longaj kaj verdaj.
  5. La viroj sidas sur seĝoj en la ĝardeno.
  6. En la ĝardeno estas flavaj rozoj.
  7. La birdoj en la kampo estas kolomboj.
  8. La knaboj en la ĉambro en la domo ŝajnas altaj.
  9. Freŝaj violoj estas belaj floroj.
  10. La ĉevaloj en la verdaj kampoj ŝajnas fortaj.
  11. Kolomboj kantas en la ĝardeno.
  12. La viroj dormas en la granda domo.
  13. La domo estas longa kaj alta kaj la ĉambroj en la domo estas grandaj.
  14. Ruĝaj kaj flavaj pomoj kuŝas sur la granda tablo.
  15. Verdaj folioj estas sur la arboj en la granda ĝardeno.

Kapitel 4

Übersetzungsübung

  1. Grüne Blätter sind auf den Bäumen.
  2. Die Jungen zerbrechen Äste und sammeln Äpfel.
  3. Sie sind neben dem hohen Baum in dem Garten.
  4. Sie finden Blätter auf dem Baum, aber sie sehen nicht die Frucht.
  5. Das Haus ist lang, breit und hoch.
  6. Die Zimmer in dem Haus sind sowohl lang als auch breit.
  7. Die Männer haben starke schwarze Pferde.
  8. Die Pferde essen frisches grünes Gras in dem Feld.
  9. Die Männer sitzen auf Bänken im Garten.
  10. Die Jungen schlafen nicht, sondern (aber) sie liegen auf dem weichen Gras.
  11. Sie sehen sowohl die Vögel als auch die Blumen, und sie scheinen glücklich (zu sein).
  12. Die Blumen haben verschiedene Farben, aber das Gras ist grün.
  13. Die Tauben sitzen nicht auf dem Baum, sie fliegen neben den Bäumen.
  14. Schöne rote Rosen liegen auf dem Tisch im Haus.
  15. Die großen roten Äpfel sind neben den gelben Rosen.

Lösung

  1. Verdaj folioj estas sur la arboj.
  2. La knaboj rompas branĉojn kaj kolektas pomojn.
  3. Ili estas apud la alta arbo en la ĝardeno.
  4. Ili trovas foliojn sur la arbo, sed ili ne vidas la frukton.
  5. La domo estas longa, larĝa kaj alta.
  6. La ĉambroj en la domo estas kaj longaj kaj larĝaj.
  7. La viroj havas fortajn nigrajn ĉevalojn.
  8. La ĉevaloj manĝas freŝan verdan herbon en la kampo.
  9. La viroj sidas sur benkoj en la ĝardeno.
  10. La knaboj ne dormas, sed ili kuŝas sur la mola herbo.
  11. Ili vidas kaj la birdojn kaj la florojn kaj ili ŝajnas feliĉaj.
  12. La floroj havas diversajn kolorojn, sed la herbo estas verda.
  13. La kolomboj ne sidas sur la arbo, ili flugas apud la arboj.
  14. Belaj ruĝaj rozoj kuŝas sur la tablo en la domo.
  15. La grandaj ruĝaj pomoj estas apud la flavaj rozoj.

Kapitel 5

Übersetzungsübung

  1. Haben die Mädchen schöne Blumen?
  2. Nein, sie haben frische Früchte.
  3. Die Jungen wollen nicht Blumen sammeln.
  4. Sie bevorzugen, Zweige zu zerbrechen und süße Kirschen zu finden.
  5. Gertrud will Äpfel essen, aber Maria hat weder Äpfel noch Pfirsiche.
  6. Sitzen die Mädchen im Haus und essen Früchte?
  7. Ja, Sie mögen es im Haus zu sitzen, aber sie bevorzugen, im Feld (spazieren) zu gehen.
  8. Sind reife Pfirsiche braun?
  9. Nein, sie sind rot und gelb.
  10. Hat der Pfirsich einen süßen Geschmack?
  11. Sehen die Mädchen die schönen schwarzen Pferde in den Feldern?
  12. Ja, sie sehen die Pferde, aber die Pferde scheinen die Mädchen nicht zu sehen.
  13. Maria sitzt auf dem weichen grünen Gras und isst reife Früchte.

Lösung

  1. Ĉu la knabinoj havas belajn florojn?
  2. Ne, ili havas freŝajn fruktojn.
  3. La knaboj ne volas kolekti florojn.
  4. Ili preferas rompi branĉojn kaj trovi dolĉajn ĉerizojn.
  5. Gertrudo volas manĝi pomojn, sed Mario havas nek pomojn nek persikojn.
  6. Ĉu la knabinoj sidas en la domo kaj manĝas fruktojn?
  7. Jes, ili ŝatas sidi en la domo, sed ili preferas iri en la kampo.
  8. Ĉu maturaj persikoj estas brunaj?
  9. Ne, ili estas ruĝaj kaj flavaj.
  10. Ĉu la persiko havas dolĉan guston?
  11. Ĉu la knabinoj vidas la belajn nigrajn ĉevalojn en la kampoj?
  12. Jes, ili vidas la ĉevalojn, sed la ĉevaloj ne ŝajnas vidi la knabinojn.
  13. Mario sidas en la mola verda herbo kaj manĝas maturajn fruktojn.

Kapitel 6

Übersetzungsübung

  1. Bricht Arthur den Ast und sammelt die Äpfel?
  2. Nein, er schüttelt den Ast, und die Äpfel fallen.
  3. Sie sind reif und süß.
  4. Robert, möchtest du unter dem Baum stehen?
  5. Nein, ich möchte nicht unter ihm stehen, sondern (aber) daneben (neben ihm).
  6. Ich möchte sowohl die Pfirsiche als auch die Äpfel der Frau geben.
  7. Sie sitzt im Haus neben dem Fenster.
  8. Maria sitzt auf einem Stuhl neben ihr.
  9. Sowohl Maria als auch die Frau nähen.
  10. Sie bevorzugen es zu nähen und möchten heute nicht im Garten gehen.
  11. Sie sind glücklich, weil sie es gerne haben zu nähen.
  12. Sie möchten nicht Blumen sammeln, (spazieren) gehen oder die Vögel sehen.
  13. Sie haben sowohl Äpfel als auch Pfirsiche, aber sie möchten nicht essen.
  14. Sie geben die Früchte den Jungen und Mädchen.
  15. Sie laufen entweder zu den schwarzen Pferden oder zum großen Baum.
  16. Weder Äpfel noch Pfirsiche liegen im Gras.

Lösung

  1. Ĉu Arturo rompas la branĉon kaj kolektas la pomojn?
  2. Ne, li skuas la branĉon kaj la pomoj falas.
  3. Ili estas maturaj kaj dolĉaj.
  4. Roberto, ĉu vi volas stari sub la arbo?
  5. Ne, mi ne volas stari sub ĝi, sed apud ĝi.
  6. Mi volas doni kaj la persikojn kaj la pomojn al la virino.
  7. Ŝi sidas en la domo apud la fenestro.
  8. Mario sidas sur seĝo apud ŝi.
  9. Kaj Mario kaj la virino kudras.
  10. Ili preferas kudri kaj ne volas iri hodiaŭ en la ĝardeno.
  11. Ili estas feliĉaj, ĉar ili ŝatas kudri.
  12. Ili ne volas kolekti florojn, iri aŭ vidi la birdojn.
  13. Ili havas kaj pomojn kaj persikojn, sed ili ne volas manĝi.
  14. Ili donas la fruktojn al la knaboj kaj la knabinoj.
  15. Ili kuras aŭ al la nigraj ĉevaloj aŭ al la granda arbo.
  16. Nek pomoj nek persikoj kuŝas en la herbo.

Kapitel 7

Übersetzungsübung

  1. Wollen die Jungen und Mädchen gut sein?
  2. Sie sammelten frische Blumen und gaben sie (zu) der Frau.
  3. Die glücklichen Kinder waren im Garten, aber jetzt sind sie im Haus.
  4. Die Räume in dem Haus sind hell, weil sie große, breite Fenster haben.
  5. Die Türen in dem Raum sind breit und hoch.
  6. Die Teppiche auf dem Boden scheinen weich (zu sein) und haben verschiedene schöne Farben.
  7. Ein großer fester (starker) Tisch stand neben der Tür.
  8. Wir mögen es, neben dem Tisch zu sitzen und durch das Fenster zu schauen.
  9. Gertrud schaute die verschiedenen Bilder an.
  10. Sie schaute auf sie (Plural) und scheint glücklich zu sein.
  11. Sie gab mir ein Bild, und ich dankte ihr.
  12. Helen ging an den Tisch und schüttelte ihn.
  13. Arthur sah nicht die Bilder, weil sie auf dem Boden lagen.
  14. Er schaute auf die Bilder an der Mauer, aber sie waren weder interessant noch schön.
  15. Robert schaute durch das Fenster und sah uns in dem angenehmen Garten.

Lösung

  1. Ĉu la knaboj kaj la knabinoj volas esti bonaj?
  2. Ili kolektis freŝajn florojn kaj donis ilin al la virino.
  3. La feliĉaj infanoj estis en la ĝardeno, sed nun ili estas en la domo.
  4. La ĉambroj en la domo estas lumaj, ĉar ili havas grandajn larĝajn fenestrojn.
  5. La pordoj en la ĉambro estas larĝaj kaj altaj.
  6. La tapiŝoj sur la planko ŝajnas esti molaj, kaj havas diversajn belajn kolorojn.
  7. Granda forta tablo staris apud la pordo.
  8. Ni ŝatas sidi apud la tablo kaj rigardi tra la fenestro.
  9. Gertrudo rigardis la diversajn bildojn.
  10. Ŝi rigardis ilin kaj ŝajnas esti feliĉa.
  11. Ŝi donis bildon al mi kaj mi dankis ŝin.
  12. Heleno iris apud la tablo kaj skuis ĝin.
  13. Arturo ne vidis la bildojn, ĉar ili kuŝis sur la planko.
  14. Li rigardis la bildojn al la muro, sed ili estis nek interesaj nek belaj.
  15. Roberto rigardis tra la fenestro kaj vidis nin en la agrabla ĝardeno.

Kapitel 8

Übersetzungsübung

  1. Das Buch in der grauen Schachtel gehört mir nicht.
  2. Ich fand es vor mir, neben der Tür.
  3. Du begannst dich zu loben, aber ich lobe mich nicht (selbst).
  4. Sie versteckten sich, und ich stand nahe ihnen.
  5. Die Vögel sitzen auf den Baum, weil er reife Kirschen auf sich hat. (..., weil er reife Kirschen trägt.)
  6. Alfred amüsiert sich auf der Straße, wir aber mögen es, uns im Haus zu amüsieren.
  7. Die Bäume haben gute Früchte auf sich.
  8. Sie fand sich in einem schönen, hellen Raum (wieder).
  9. Der Teppich auf dem Boden hatte verschiedene Farben an sich, und die hohe Wand hatte Bilder an sich.
  10. Die Bilder haben Jungen und Mädchen in sich. (Die Bilder zeigen Jungen und Mädchen.)
  11. Das Buch gehört ihr, aber es fiel von der Schachtel.
  12. Der Tisch hat rote, blaue und gelbe Blumen auf sich. (Auf dem Tisch stehen...)
  13. Sahst du die Tauben neben den Blumen vor dir?
  14. Die Vögel sahen die Frucht auf dem Baum vor sich und flogen zu den Zweigen.
  15. Ich saß auf der Bank im Garten und fing an, ein interessantes Buch zu lesen.
  16. Sie versteckten sich in den Blättern und fingen an zu singen.
  17. Das Kind ist in einem angenehmen Raum.

Lösung

  1. La libro en la griza skatolo ne apartenas al mi.
  2. Mi trovis ĝin antaŭ mi, apud la pordo.
  3. Vi komencis laŭdi vin, sed mi ne laŭdas min.
  4. Ili kaŝis sin kaj mi staris apud ili.
  5. La birdoj sidas sur la arbo, ĉar ĝi havas maturajn ĉerizojn sur si.
  6. Alfredo amuzas sin sur la strato, sed ni ŝatas amuzi nin en la domo.
  7. La arboj havas bonajn fruktojn sur si.
  8. Ŝi trovis sin en bela luma ĉambro.
  9. La tapiŝo sur la planko havis diversajn kolorojn sur si, kaj la alta muro havis bildojn sur si.
  10. La bildoj havas knabojn kaj knabinojn en si.
  11. La libro apartenas al ŝi, sed ĝi falis de la skatolo.
  12. La tablo havas ruĝajn, bluajn kaj flavajn florojn sur si.
  13. Ĉu vi vidis la kolombojn apud la floroj antaŭ vi?
  14. La birdoj vidis la frukton sur la arbo antaŭ si kaj flugis al la branĉoj.
  15. Mi sidis sur la benko en la ĝardeno kaj komencis legi interesan libron.
  16. Ili kaŝis sin en la folioj kaj komencis kanti.
  17. La infano estas en agrabla ĉambro.

Kapitel 9

Übersetzungsübung

  1. Die Jungen sind nicht in ihrem (eigenen) Haus, aber sie sind in seinem.
  2. Ist das große, schöne Haus deins?
  3. Die Frau ging durch die Tür von ihrem (deren) Haus, bis zu ihrem (eigenen) Zimmer.
  4. Im Zimmer gibt es interessante Bilder an den Wänden.
  5. Wir haben die Blumen gestern bewundert (gelobt), und sie haben sie uns gegeben.
  6. Die Bücher sind in ihrer (der Bücher) Kiste.
  7. Sie liegen auf ihrem (der Jungen) Tisch.
  8. Die graue Katze war verärgert, weil sie den Vogel nicht hielt.
  9. Der Spatz hat sie überrascht, und sie fing an, ihr Gesicht zu waschen.
  10. Der Spatz wollte bis zum großen Baum fliegen, aber die Katze hat ihn festgehalten.
  11. Der Spatz sagte: „Eine gute Katze wäscht ihr Gesicht, aber du bist keine gute Katze.“
  12. Der Spatz war verärgert, weil die Katze ihn fing und festhielt.
  13. Der Vogel hat sein Essen nicht verloren, aber die verärgerte Katze verlor ihr Essen.
  14. Siehst du ihre Katze oder seine?
  15. Ich sehe sowohl seine als auch ihre, aber unsere ist nicht in unserem Garten.
  16. Mein Vater ist ein großer, kräftiger Mann.
  17. Ich sehe ihn gerne an.
  18. Die Kinder haben die jungen Vögel im Nest gesehen.

Lösung

  1. La knaboj ne estas en sia domo, sed ili estas en la lia.
  2. Ĉu la granda bela domo estas la via?
  3. La virino iris tra la pordon de ilia domo, ĝis al sia ĉambro.
  4. En la ĉambro, la muroj havas interesajn bildojn sur si.
  5. Hieraŭ ni laŭdis la florojn, kaj ili donis ilin al ni.
  6. La libroj estas en sia skatolo.
  7. Ili kuŝas sur ilia tablo.
  8. La griza kato estis kolera ĉar ĝi ne tenis la birdon.
  9. La pasero surprizis ĝin, kaj ĝi komencis lavi sian vizaĝon.
  10. La pasero volis flugi ĝis al la granda arbo, sed la kato ĝin tenis.
  11. La pasero diris "Bona kato lavas sian vizaĝon, sed vi ne estas bona kato."
  12. La pasero estis kolera, ĉar la kato ĝin kaptis kaj tenis.
  13. La birdo ne perdis sian manĝon, sed la kolera kato perdis sian manĝon.
  14. Ĉu vi vidas ŝian katon aŭ la lian?
  15. Mi vidas kaj la lian kaj la ŝian, sed la nia ne estas en nia ĝardeno.
  16. Mia patro estas granda forta viro.
  17. Mi ŝatas rigardi lin.
  18. La infanoj vidis la junajn birdojn en la nesto.

Kapitel 10

Übersetzungsübung

  1. Die Katze lief über die Straße.
  2. Jenseits der Straße fand sie einen Spatz.
  3. Sie fing den Vogel, aber sie fing an, ihr Gesicht zu waschen, und der Spatz flog zum Nest.
  4. Ich ging in den Garten bis zu dem großen Baum.
  5. Ich hielt mein Buch nicht (fest), und es fiel auf den Fußboden.
  6. Es begann unter den Tisch zu fallen, aber ich fing es auf.
  7. Mein Bruder schob die Bücher in ihre Kiste und stellte sie auf den Tisch.
  8. Wir gingen gestern in ein schönes Haus in der Stadt Köln.
  9. Der Araber schüttelte den Kopf und sagte: „Nein“.
  10. Aber das Kamel begann durch die Tür zu gehen.
  11. Seine Bemerkung schien das Kamel nicht zu überraschen.
  12. Das Kamel schob Kopf und Hals und bald seinen ganzen Körper in das warme Haus.
  13. Es wollte nur seine Nase hineinstecken (in es stecken).
  14. Der Araber war verärgert, weil es sich ins Haus schob.
  15. Er sagte: „Bruder, das ist mein Haus, und ich will dich nicht darin haben.“
  16. Aber bald nach der Bemerkung war das ganze Kamel im Haus.
  17. Es schob den jungen Araber auf die Straße.
  18. Er ging über die Straße und stand auf dem Gras unter dem Baum.

Lösung

  1. La kato kuris trans la straton.
  2. Trans la strato, ĝi trovis paseron.
  3. Ĝi kaptis la birdon, sed ĝi komencis lavi sian vizaĝon kaj la pasero flugis al la nesto.
  4. Mi iris en la ĝardenon ĝis la granda arbo.
  5. Mi ne tenis mian libron kaj ĝi falis sur la plankon.
  6. Ĝi komencis fali sub la tablon, sed mi kaptis ĝin.
  7. Mia frato puŝis la librojn en ilian skatolon kaj metis ĝin sur la tablon.
  8. Hieraŭ ni iris en belan domon en la urbo Kolonjo.
  9. La arabo skuis la kapon kaj diris: „Ne“.
  10. Sed la kamelo komencis iri tra la pordo.
  11. Lia diro ŝajnis ne surprizi la kamelon.
  12. La kamelo puŝis (sian) kapon kaj kolon, kaj baldaŭ la/sian tutan korpon en la varman domon.
  13. Ĝi volis puŝi nur sian nazon en ĝin.
  14. La arabo estis kolera, ĉar ĝi puŝis sin en la domon.
  15. Li diris: „Frato, ĝi estas mia domo kaj mi ne volas havi vin en ĝi.“
  16. Sed baldaŭ post la diro la tuta kamelo estis en la domo.
  17. Ĝi puŝis la junan arabon sur la straton.
  18. Li iris trans la straton kaj staris sur la herbo sub la arbo.

Kapitel 11

Übersetzungsübung

  1. Heute regnet es, aber gestern hat es geschneit.
  2. Hat dein Freund Johann den Stuhl ins Haus getragen?
  3. Ich habe deine guten Freunde auf dem Weg in die Stadt gesehen.
  4. Gehört der große Sack hinter der Tür ihnen? (wörtlich: Ist er ihrer?)
  5. Entweder sie oder ihr großer Bruder hat die ganze Stadt gesehen.
  6. Sie gingen nach Boston und haben sich verlaufen.
  7. Auf der anderen Straßenseite gibt es interessante Häuser.
  8. Der Körper des Kamels ist groß, und sein Hals ist lang.
  9. Das Kamel steckte seinen Kopf in das Haus des Arabers, und er war wütend.
  10. Auf dem Wüstensand liegt ein Sack.
  11. Im Sack war Geld.
  12. Dem Araber war warm, und er wollte Wasser trinken.
  13. Er wollte auch dem treuen Kamel Wasser geben.
  14. Dennoch fand er nur Geld in dem Sack.
  15. Er war wütend und hat den Sack nicht behalten.
  16. Gestern wollte er Geld finden, doch heute hätte er lieber Wasser. (wörtlich: bevorzugt er Wasser)
  17. Trotzdem gibt es nur Sand in der Wüste.
  18. Er wünschte sich, aus der trockenen Wüste zum Haus eines treuen Freundes zu gelangen.
  19. Sowohl er als auch seine Freunde sind reich.
  20. Sie gingen gestern in sein Haus und kamen heute in ihres (Plural).
  21. Sie brauchen das Geld nicht.

Lösung

  1. Pluvas hodiaŭ, sed neĝis hieraŭ.
  2. Ĉu via amiko Johano portis la seĝon en la domon?
  3. Mi vidis viajn bonajn amikojn sur la vojo al la urbo.
  4. Ĉu la granda sako post la pordo estas la ilia?
  5. Aŭ ŝi aŭ sia granda frato vidis la tutan urbon.
  6. Ili iris al Bostono kaj perdis la vojon.
  7. Trans la strato estas interesaj domoj.
  8. La korpo de la kamelo estas granda kaj sia kolo estas longa.
  9. La kamelo metis sian kapon en la domon de la arabo, kaj li estis kolera.
  10. Sako kuŝas sur la sablo de la dezerto.
  11. En la sako estis mono.
  12. La arabo estis varma kaj li volis trinki akvon.
  13. Li volis ankaŭ doni akvon al la fidela kamelo.
  14. Tamen li trovis nur monon en la sako.
  15. Li estis kolera kaj ne tenis la sakon.
  16. Hieraŭ li volis trovi monon, sed hodiaŭ li preferas akvon.
  17. Tamen havas nur sablon en la dezerto.
  18. Li volis veni de la seka dezerto al la domo de fidela amiko.
  19. Kaj li kaj siaj amikoj estas riĉaj.
  20. Hieraŭ ili iris en lian domon, kaj hodiaŭ venis en la ilian.
  21. Ili ne bezonas la monon.

Kapitel 12

Übersetzungsübung

  1. Man kann sehen, dass die Wetterfahne den Wind (an)zeigt.
  2. Man sagt, dass der Westwind ein trockener Wind sein wird.
  3. Die Wetterfahne zeigt nun, dass ein angenehmer Südwind bläst.
  4. Man wird wütend über (gegen) die Wetterfahne sein, weil sie einen Nordwind anzeigt.
  5. Ein Nordwind ist nicht warm, Getreide und Früchte werden aber einen warmen Wind brauchen.
  6. Es schneite, und den jungen Kindern war kalt (nicht warm), weil der Nordwind blies.
  7. Man wird einen Südwind mögen, aber ein Ostwind wird Regen bringen.
  8. Kann man Geld in der Wüste finden?
  9. Denkst du, dass er im Haus ist?
  10. Man sagt, er sei auf der Straße.
  11. Man denkt, dass ein Kamel ein treuer Freund ist.
  12. Mir wird erzählt, dass das Kamel einen großen Körper und einen langen Hals hat.
  13. Man sieht, dass es nicht schön ist.
  14. Die Menschen mögen kein warmes Wasser.
  15. Dennoch werden wir warmes Wasser in der Stadt trinken.
  16. Es war gutes Wetter gestern, aber heute werden wir auch gutes Wetter haben.
  17. Ich denke, dass bald ein warmer Wind blasen wird.
  18. Mein Freund hat ein schönes neues Haus.

Lösung

  1. Oni povas vidi, ke la ventoflago montras la venton.
  2. Oni diras, ke la okcidenta vento estos seka vento.
  3. La ventoflago nun montras, ke agrabla suda vento blovas.
  4. Oni estos kolera kontraŭ la ventoflago, ĉar ĝi montras nordan venton.
  5. Norda vento ne estas varma, sed greno kaj fruktoj bezonos varman venton.
  6. Neĝis, kaj la junaj infanoj ne estis varmaj, ĉar la norda vento blovis.
  7. Oni ŝatos sudan venton, sed orienta vento portos pluvon.
  8. Ĉu oni povas trovi monon en la dezerto?
  9. Ĉu vi opinias, ke li estas en la domo?
  10. Oni diras, ke li estas sur la strato.
  11. Oni opinias, ke kamelo estas fidela amiko.
  12. Oni diras al mi, ke la kamelo havas grandan korpon kaj longan kolon.
  13. Oni vidas, ke ĝi ne estas bela.
  14. Oni ne ŝatas varman akvon.
  15. Tamen ni trinkos varman akvon en la urbo.
  16. Hieraŭ estis bona vetero, sed hodiaŭ ni ankaŭ havos bonan veteron.
  17. Mi opinias, ke baldaŭ varma vento blovos.
  18. Mia amiko havas belan novan domon.

Kapitel 13

Übersetzungsübung

  1. Der Ostwind ist trocken, und der Südwind wird zu warm sein.
  2. Ein Westwind blies gegen den Wetterhahn, aber das Getreide brauchte einen Südwind.
  3. Ein Nordwind weht, und ich denke, dass es bald schneien wird.
  4. Es (Kap. 11 #4) wird morgen schönes Wetter geben, da jetzt ein angenehmer Wind weht.
  5. Die Blumen werden welken, weil jene Kinder sie gepflückt haben.
  6. Sie sprechen über jenen Park, aber ich will nicht spazieren gehen, weil es Wolken am Himmel gibt.
  7. Wir nehmen wenigstens einen Regenschirm mit, und mein Bruder wird ihn über unsere Köpfe halten.
  8. Meine Schwester sagt: „Mutter und ich befürchten, dass es regnen wird.“
  9. Meine junge Schwester wird vorsichtig mit jenem neuen Regenschirm umgehen. (wörtlich: sein)
  10. Ich frage mich, ob sie morgen spazieren gehen wird.
  11. Jener Park ist angenehm, und das Gras ist weich und grün.
  12. Die Vögel bauen jetzt ihr Nest in jenen Zweigen über unseren Köpfen.
  13. Der Himmel über uns ist blau, und ein Westwind fängt an zu wehen.
  14. Ich kann jenen Wetterhahn sehen, auf jenem großen Haus in der Nähe des Parks.
  15. Mutter sagt, dass meine Schwester morgen einen neuen Hut haben wird.
  16. Sie wird vorsichtig mit jenem Hut umgehen. (wörtlich: sein)
  17. Der Freund meines Vaters passt sehr auf seinen Sohn auf.
  18. Man sieht, dass er kein starker Junge ist.

Lösung

  1. La orienta vento estas seka kaj la suda vento estos tro varma.
  2. Okcidenta vento blovis kontraŭ la ventoflago, sed la greno bezonis sudan venton.
  3. Norda vento blovas kaj mi opinias ke neĝos baldaŭ.
  4. Morgaŭ estos bela vetero, ĉar nun blovas agrabla vento.
  5. La floroj velkos, ĉar tiuj infanoj kolektis ilin.
  6. Ili parolas pri tiu parko, sed mi ne volas promeni, ĉar nuboj estas sur la ĉielo.
  7. Ni almenaŭ portas ombrelon, kaj mia frato tenos ĝin super niaj kapoj.
  8. Mia fratino diras: „Patrino kaj mi timas, ke pluvos.“
  9. Mia juna fratino estos zorga pri tiu nova ombrelo.
  10. Mi miras, ĉu ŝi morgaŭ promenos.
  11. Tiu parko estas agrabla kaj la herbo estas mola kaj verda.
  12. La birdoj nun konstruas sian neston en tiuj branĉoj super niaj kapoj.
  13. La ĉielo super ni estas blua kaj okcidenta vento komencas blovi.
  14. Mi povas vidi tiun ventoflagon sur tiu granda domo apud la parko.
  15. La patrino diras, ke mia fratino morgaŭ havos novan ĉapelon.
  16. Ŝi estos zorga pri tiu ĉapelo.
  17. La amiko de mia patro estas tre zorga pri sia filo.
  18. Oni vidas, ke li ne estas forta knabo.

Kapitel 14

Übersetzungsübung

  1. Die Vögel haben sehr starke Flügel an ihren Körpern, aber sie haben keine Hände.
  2. Sie werden ihre Nester bauen und über die jungen Vögel singen.
  3. Jene Kinder redeten gestern mit mir über ihre Katze.
  4. Sie sagen, dass sie gerne Spatzen fängt und isst.
  5. Morgen wird sie sich hinter einem Baum verstecken und wird einen jungen Spatzen fangen.
  6. Die Kinder werden in dessen Garten Pfirsiche sammeln und werden sie auf einen Teller legen.
  7. Sie werden den gesamten Baum mittels eines Zweiges schütteln.
  8. Die süße Frucht über ihnen wird auf das weiche grüne Gras fallen.
  9. Die Kinder wunderten sich, ob die Kirschen reif waren.
  10. Sie scheinen schon fast reif zu sein und morgen werden die Kinder sie mit der Hilfe ihres Vaters sammeln.
  11. Es wird gesagt (Kap. 12 #2), dass das Getreide in dessen Feld sehr [dringend] Regen braucht.
  12. Man denkt auch, dass die Blumen verwelken werden, weil es weder gestern noch heute geregnet hat.
  13. Mein sorgfältiger junger Freund wird morgen einen Regenschirm in seiner Hand tragen, weil er Angst vor Regen hat. (wörtlich: sich vor Regen fürchtet)
  14. Er sieht jene grauen Wolken im Himmel.
  15. Er hält den Regenschirm an seinem Griff.
  16. Der Wetterhahn ist ein Indikator bezüglich des Wetters.
  17. Man isst Fleisch mit einer Gabel und Suppe mit einem Löffel.
  18. Man hält den Löffel in der rechten Hand.
  19. Ein Messer ist scharf, aber man braucht keine scharfe Gabel.
  20. Wir werden ein sehr gutes Essen und auch einen sehr guten Kaffee haben.

Lösung

  1. La birdoj havas tre fortajn flugilojn sur sia korpo, sed ili ne havas manojn.
  2. Ili konstruos siajn nestojn kaj kantos pri la junaj birdoj.
  3. Tiuj infanoj hieraŭ parolis al mi pri sia kato.
  4. Ili diras, ke ĝi ŝatas kapti kaj manĝi paserojn.
  5. Ĝi morgaŭ kaŝos sin post arbo, kaj kaptos junan paseron.
  6. La infanoj kolektos persikojn en ties ĝardeno kaj metos ilin sur teleron.
  7. Ili skuos la tutan arbon per branĉo.
  8. La dolĉa frukto super ili falos sur la mola verda herbo.
  9. La infanoj miris, ĉu la ĉerizoj estas maturaj.
  10. Ili ŝajnas preskaŭ maturaj, kaj morgaŭ la infanoj kolektos ilin per la helpo de sia patro.
  11. Oni diras, ke la greno en ties kampo tre bezonas pluvon.
  12. Oni ankaŭ opinias, ke la floroj velkos, ĉar pluvis nek hieraŭ nek hodiaŭ.
  13. Mia zorga juna amiko portos ombrelon en sia mano, ĉar li timas pluvon.
  14. Li vidas tiujn grizajn nubojn sur la ĉielo.
  15. Li tenas la ombrelon per ĉi ties tenilo.
  16. La ventoflago estas montrilo pri la vetero.
  17. Oni manĝas viandon per forko kaj supon per kulero.
  18. Oni tenas la kuleron en la dekstra mano.
  19. Tranĉilo estas akra, sed oni ne bezonas akran forkon.
  20. Ni havos tre bonan manĝon kaj ankaŭ tre bonan kafon.

Kapitel 15

Übersetzungsübung

Kursive Wörter müssen mit einem Gegenteil mit „mal-“ gebildet werden.

  1. Isst man Kartoffeln und Fleisch mit einer Gabel oder einem Löffel?
  2. Man steckt Suppe in den Mund mithilfe eines Löffels.
  3. Man schneidet Früchte mit einem Messer und stellt die Früchte auf einen Teller.
  4. Der Kaffee war kalt und ich war sehr unzufrieden.
  5. Mein Messer war stumpf, trotzdem schnitt ich mir fast sofort in die linke Hand.
  6. Ich schämte mich, aber ich denke, dass der Griff dieses Messers sehr kurz war.
  7. Das Gras ist nass heute und ich fürchte, dass wir nicht spazieren gehen können, nicht einmal in diesem kleinen Park.
  8. Ich mag nicht spazieren gehen auf diesen harten Straßen.
  9. Der mutige junge Mann und sein alter Freund sprachen über ihre Feinde.
  10. Sie wollten sorgfältig mit ihren Pferden umgehen (sein).
  11. Der junge Mann war sehr schlau und wollte die Nacht über schlafen.
  12. Er sagte, dass man während der dunklen Nacht ein Pferd stehlen könne.
  13. Er sagte, dass entweder (aŭ) er oder der alte Mann die Pferde bewachen werde.
  14. Der alte Mann antwortete, er gebe ihm sein (eigenes) weißes Pferd.
  15. Er nahm dessen schwarzes Pferd.
  16. Er schämte sich und war sehr wütend auf seinen untreuen Freund.
  17. Aber er blieb wach (in einem Wort) und passte auf die Pferde auf.

Lösung

  1. Ĉu oni manĝas terpomojn kaj viandon per forko aŭ kulero?
  2. Oni metas supon en la buŝon per kulero.
  3. Oni tranĉas fruktojn per tranĉilo kaj metas la fruktoj sur teleron.
  4. La kafo estis malvarma kaj mi estis tre malkontenta.
  5. Mia tranĉilo estis malakra, tamen mi preskaŭ tuj tranĉis en la maldekstran manon.
  6. Mi hontis, sed mi opinias, ke la tenilo de tiu tranĉilo estis tre mallonga.
  7. Hodiaŭ la herbo estas malseka kaj mi timas, ke ni ne povas promeni, eĉ ne en tiu malgranda parko.
  8. Mi malŝatas promeni sur tiuj malmolaj stratoj.
  9. La kuraĝa juna viro kaj sia maljuna amiko parolis pri siaj malamikoj.
  10. Ili volis esti zorga pri siaj ĉevaloj.
  11. La juna viro estis tre ruza kaj volis dormi dum la nokto.
  12. Li diris, ke oni povas ŝteli ĉevalon dum la malluma nokto.
  13. Li diris, ke aŭ li aŭ la maljuna viro gardos la ĉevalojn.
  14. La maljuna viro respondis, ke li donas sian blankan ĉevalon al li.
  15. Li prenis ties nigran ĉevalon.
  16. Li hontis kaj estis tre kolera kontraŭ sia malfidela amiko.
  17. Sed li maldormis kaj gardis la ĉevalojn.

Kapitel 16

Übersetzungsübung

  1. Die dummen Freunde des jungen Mannes und dessen alter Vater verweilten nicht mit ihnen.
  2. Sie halfen ihnen nicht mit ihren Schwertern sondern rannten sofort (tuj) weg und schämten sich nicht.
  3. Der alte Mann hörte unangenehme Stimmen hinter ihm und bald sah er die Feinde.
  4. Der Feind rief sie und eilte dorthin.
  5. Jene schlauen, schlechten Männer nahmen das Geld aus den Taschen des mutigen jungen Mannes.
  6. Sie standen um ihn herum und auch um seinen Vater.
  7. Der Vater und der Sohn konnten nicht einmal ihre Pferde schützen.
  8. Der Feind ließ (zu) ihnen nicht einmal die Pferde, sondern nahm beides, die Pferde und das Geld.
  9. Bald ritt der Feind weg, während den späten Stunden der Nacht.
  10. Der Vater und der Sohn waren wütend und unzufrieden.
  11. Sie sagten: „Wir fürchten solche Menschen und mögen sie nicht.“
  12. Der Vater sagte: „Mit der Hilfe unserer Nachbarn werden wir diese bösen Männer finden und sie aus der Wüste wegbringen können.“
  13. Der Sohn antwortete: „Lieber Vater, so ein Vorschlag tönt (scheint) gut und ich werde helfen mit meinem langen, scharfen Schwert.
  14. Aber jetzt sind wir in der Wüste und der Weg zur Stadt ist lang.
  15. Wir können nicht dorthin reiten, wir können nur (zu Fuß) gehen.
  16. Kannst du dich nicht beeilen mit meiner Hilfe?“
  17. Der weise alte Mann antwortete: „Ja, mein Sohn, mit solcher Hilfe kann ich dorthin (zu Fuß) gehen.“

Lösung

  1. La malsaĝaj amikoj de la juna viro kaj ties maljuna patro ne restis kun ili.
  2. Ili ne helpis ilin per siaj glavoj, sed tuj forkuris kaj ne hontis.
  3. La maljuna viro aŭdis malagrablajn voĉojn post si kaj baldaŭ vidis la malamikojn.
  4. La malamikoj vokis ilin kaj rapidis tien.
  5. Tiuj ruzaj malbonaj viroj forprenis la monon el la poŝoj de la kuraĝa juna viro.
  6. Ili staris ĉirkaŭ li, kaj ankaŭ ĉirkaŭ lia patro.
  7. La patro kaj la filo eĉ ne povis gardi siajn ĉevalojn.
  8. La malamikoj eĉ ne lasis al ili la ĉevalojn, sed forprenis kaj la ĉevalojn kaj la monon.
  9. Baldaŭ la malamikoj forrajdis, dum la malfruaj horoj de la nokto.
  10. La patro kaj la filo estis koleraj kaj malkontentaj.
  11. Ili diris: "Ni timas tiajn homojn kaj ne ŝatas ilin."
  12. La patro diris: "Per la helpo de niaj najbaroj ni povos trovi tiujn malbonajn virojn kaj forpeli ilin el la dezerto."
  13. La filo respondis: "Kara patro, tia propono ŝajnas bona kaj mi helpos per mia longa akra glavo.
  14. Sed nun ni estas en la dezerto, kaj la vojo al la urbo estas longa.
  15. Ni ne povas rajdi tien, ni nur povas marŝi.
  16. Ĉu vi ne povas rapidi, per mia helpo?"
  17. La saĝa maljuna viro respondis: "Jes, mia filo, per tia helpo, mi povas marŝi tien."

Kapitel 17

Übersetzungsübung

  1. Man erzählt eine interessante Geschichte über Friedrich den Großen.
  2. Sein jüngster Diener blieb außen an der Tür.
  3. Der König rief ihn und er eilte dorthin und stand vor ihn hin.
  4. Gestern hörte er den König nicht.
  5. Der König rief ihn, aber er antwortete nicht.
  6. Der König dachte, der Junge sei mit den älteren Dienern weggegangen und war verärgert.
  7. Er ließ sein Buch auf dem Tisch und ging zur Tür.
  8. Dann sah er, dass der kleine Junge dort schlief.
  9. Er sah ihn mit größerem Interesse an und sah einen Brief in seiner Hosentasche.
  10. Der Brief war von der Mutter des Jungen.
  11. Er hatte ihr einen Brief geschrieben mit seiner Schreibfeder und seiner Mutter Geld gegeben, weil sie arm war.
  12. Er schrieb längere Briefe mit Freude, er war der treueste Sohn.
  13. Der König gratulierte der Mutter des Jungen, weil sie so einen treuen Sohn hatte.
  14. Der König Friedrich wollte besser zum Jungen sein.
  15. Er legte sein Buch auf den Tisch neben sein Schwert und sprach mit seinem kleinen Diener.
  16. Dann kamen ältere Diener und standen um den König herum.
  17. Sie gingen mit größter Sorge, aber der jüngere Diener hörte sie nicht.
  18. Sie liebten den jungen Knaben und wollten ihm helfen.

Lösung

  1. Oni rakontas interesan rakonton pri Frederiko Granda.
  2. Lia plej juna servisto restis ekster la pordo.
  3. La reĝo vokis lin, kaj rapidis tien, kaj staris antaŭ li.
  4. Hieraŭ li ne aŭdis la reĝon.
  5. La reĝo vokis lin, sed li ne respondis.
  6. La reĝo opiniis, ke la knabo foriris kun la pli maljunaj servistoj, kaj estis kolera.
  7. Li lasis sian libron sur la tablo kaj iris al la pordo.
  8. Tiam li vidis ke la malgranda knabo dormas tie.
  9. Li rigardis lin kun pli granda intereso, kaj vidis leteron en lia poŝo.
  10. La letero estis de la patrino de la knabo.
  11. Li skribis leteron al ŝi per sia plumo, kaj donis monon al sia patrino, ĉar ŝi estis malriĉa.
  12. Li skribis pli longajn leterojn kun plezuro, li estis la plej fidela filo.
  13. La reĝo gratulis la patrinon, ĉar ŝi havis tian fidelan filon.
  14. La reĝo Frederiko volis esti pli bona al la knabo.
  15. Li metis sian libron sur la tablo apud sia glavo, kaj parolis al sia malgranda servisto.
  16. Tiam pli maljunaj servistoj venis kaj staris ĉirkaŭ la reĝo.
  17. Ili marŝis kun plej granda zorgo, sed la pli juna servisto ne aŭdis ilin.
  18. Ili amis la junan knabon kaj volis helpi lin.

Kapitel 18

Übersetzungsübung

  1. Ich las ein sehr interessantes Buch über Friedrich den Großen.
  2. Es erzählt, dass er oft wach blieb und während den späteren Stunden der Nacht mit großem Interesse las.
  3. Sein jüngster Diener war ein kleiner Junge.
  4. Der König liebte diesen Jungen mehr als die anderen Diener.
  5. Der Winter ist eine weniger angenehme Jahreszeit als der Frühling, aber der Sommer ist angenehmer als jene Jahreszeit.
  6. Während des Märzes bläst der Ostwind am stärksten und schüttelt die Bäume sehr fest.
  7. Im April braucht man seinen Regenschirm, weil es oft Wolken am Himmel hat und sehr viel regnet.
  8. Die Straßen sind sehr nass, aber das Wasser scheint sie nicht zu waschen.
  9. Im Mai beginnt man, schöne Veilchen zu finden und die Vögel in den Bäumen über unseren Köpfen singen sehr schön.
  10. Im Juni sieht man die schönsten Rosen.
  11. Juli und August sind die wärmsten Monate des ganzen Jahres.
  12. Die Tage sind länger als die Nächte und der Wetterhahn zeigt West- und Südwinde statt jenen unangenehmen Nord- und Ostwinden.
  13. Man bleibt dann draußen (außerhalb des Hauses) mit größerer Freude und geht spazieren in den Parks.
  14. Ich denke, dass ich den Sommer mehr liebe als du.
  15. Deshalb rühme ich den Sommer mehr als du.
  16. Dennoch lobe ich dich mehr als deinen jüngeren Bruder.
  17. Er ist weniger schlau als du.

Lösung

  1. Mi legis tre interesan libron pri Frederiko Granda.
  2. Ĝi rakontas, ke li ofte maldormis kaj legis kun granda intereso dum la pli malfruaj horoj de la nokto.
  3. Lia plej juna servisto estis malgranda knabo.
  4. La reĝo amis tiun knabon pli multe ol la aliajn servistojn.
  5. La vintro estas malpli agrabla sezono ol la printempo, sed la somero estas pli agrabla ol ĉi tiu sezono.
  6. Dum marto, la orienta vento blovas plej forte kaj skuas la arbojn tre multe.
  7. En aprilo, oni bezonas sian umbrelon, ĉar ofte havas nubojn sur la ĉielo kaj pluvas tre multe.
  8. La stratoj estas tre malsekaj, sed la akvo ne ŝajnas lavi ilin.
  9. En majo, oni komencas trovi belajn violojn kaj la birdoj sur la arboj super niaj kapoj kantas tre bele.
  10. En junio, oni vidas la plej belajn rozojn.
  11. Julio kaj aŭgusto estas la plej varmaj monatoj el la tuta jaro.
  12. La tagoj estas pli longaj ol la noktoj, kaj la ventoflago montras okcidentajn kaj sudajn ventojn anstataŭ tiujn malagrablajn nordajn kaj orientajn ventojn.
  13. Tiam oni restas ekster la domo kun pli granda plezuro kaj promenas en la parkoj.
  14. Mi opinias, ke mi amas la someron pli multe ol vi.
  15. Tial mi laŭdas la someron pli multe ol vi.
  16. Tamen mi laŭdas vin pli multe ol vian pli junan fraton.
  17. Li estas malpli ruza ol vi.

Kapitel 19

Übersetzungsübung

  1. September, Oktober und November sind die Herbstmonate.
  2. In diesen Monaten erntet man das gelbe Getreide und sammelt verschiedene Früchte.
  3. Die Blätter auf den Bäumen um uns herum sind rot und gelb.
  4. Sie beginnen, von den Ästen zu fallen und liegen auf dem Boden.
  5. Je stärker der kalte Nordwind durch die Äste bläst, desto eher fallen die Blätter hinunter.
  6. Sie liegen unter den kahlen Bäumen zusammen mit dem braunen Gras.
  7. Je eher es schneit, desto eher wird es scheinen, der Boden habe einen weißen Teppich.
  8. Der Schnee wird das Gras gänzlich bedecken während den Wintermonaten.
  9. Diese Monate sind Dezember, Januar und Februar.
  10. Ab dann werden Eis und Schnee die Straße bedecken und sie ganz verstecken.
  11. Es wird oft Eis auf dem Wasser des Flusses sein.
  12. Wir mögen diese Jahreszeit mehr als März, April und Mai.
  13. Wir mögen sie sogar mehr als den Sommer.
  14. Die Monate von letzterem (Kap. 14 #4) sind Juni, Juli und August.
  15. Der Sommer ist die wärmste Jahreszeit des ganzen Jahres.
  16. Darum sagen wir oft, der Sommer sei die angenehmste Jahreszeit.
  17. Wegen seiner vielen Freuden ist mir der Sommer lieb.
  18. Er ist zwischen dem Frühling und dem Herbst.

Lösung

  1. Septembro, oktobro kaj novembro estas la monatoj de la aŭtuno.
  2. En ĉi tiuj monatoj oni rikoltas la flavan grenon kaj kolektas diversajn fruktojn.
  3. La folioj sur la arboj ĉirkaŭ ni estas ruĝaj kaj flavaj.
  4. Ili komencas fali de la branĉoj kaj kuŝas sur la tero.
  5. Ju pli forte la malvarma norda vento blovas tra la branĉoj, des pli baldaŭ la folioj falas.
  6. Ili kuŝas sub la nudaj arboj, kun la bruna herbo.
  7. Ju pli baldaŭ neĝas, des pli baldaŭ la tero ŝajnos havi blankan tapiŝon.
  8. La neĝo tute kovros la herbon dum la monatoj de la vintro.
  9. Tiuj monatoj estas decembro, januaro kaj februaro.
  10. De tiam, glacio kaj neĝo kovros la straton kaj tute kaŝos ĝin.
  11. Glacio ofte estos sur la akvo de la rivero.
  12. Ni pli ŝatas tiun sezonon ol marton, aprilon kaj majon.
  13. Ni eĉ pli ŝatas ĝin ol la someron.
  14. La monatoj de ĉi tiu estas junio, julio kaj aŭgusto.
  15. La somero estas la plej varma sezono de la tuta jaro.
  16. Tial ni ofte diras, ke la somero estas la plej agrabla sezono.
  17. Pro ĝiaj multaj plezuroj mi ŝatas la someron.
  18. Ĝi estas inter la printempo kaj la aŭtuno.

Kapitel 20

Übersetzungsübung

  1. Vor vielen Jahren hatten wir ein kleines Haus jenseits des Flusses.
  2. Wir blieben nicht dort während des ganzen Jahres, sondern nur in den wärmeren Sommermonaten.
  3. Oft blieben wir bis September oder sogar bis Oktober.
  4. Meine jüngeren Brüder und Schwestern amüsierten sich dort sehr gut von Morgen bis Abend.
  5. Sie amüsierten sich inmitten der Blumen und Bäume oder gingen von dort in die großen Felder.
  6. Hier arbeiten die Leute hart und ernten das reife gelbe Getreide.
  7. Nur am Sonntag ruhen sie sich aus, weil man an diesem Tag nicht arbeitet.
  8. Zwischen August und November arbeiten die Leute mehr als im Winter.
  9. Im Dezember und nach diesem Monat ruhen sie sich aus, da ab dieser Zeit Frost, Eis und Schnee den Boden bedecken.
  10. Wegen des Schnees am Boden sind lange Spaziergänge nicht angenehm im Winter.
  11. Vor kurzer Zeit gingen wir im Park gegenüber dem Fluss spazieren, aber wir waren so müde nach diesem Spaziergang.
  12. Je länger der Spaziergang ist, desto balder will man sich ausruhen.
  13. Am Montag regnete es, deshalb lasen wir Geschichten und schrieben Briefe in einem angenehmen Raum in unserem Haus.
  14. Vor dem Abend schien dennoch die Sonne und die Straßen waren nicht so schmutzig.
  15. Am Dienstag waren diese Straßen fast trocken und bald werden die Straßen in der Nähe des Flusses und zwischen den Feldern auch trocken sein.
  16. Vor wenigen Jahren waren diese Straßen sehr gut.

Lösung

  1. Antaŭ multaj jaroj ni havis malgrandan domon trans la rivero.
  2. Ni ne restis tie dum la tuta jaro, sed nur en la pli varmaj monatoj el la somero.
  3. Ofte ni restis ĝis septembro aŭ eĉ ĝis oktobro.
  4. Miaj pli junaj fratoj kaj fratinoj amuzis sin tie tre bone de la mateno ĝis la vespero.
  5. Ili amuzis sin inter la floroj kaj la arboj aŭ iris de tie en la grandajn kampojn.
  6. Ĉi tie la homoj laboras energie kaj rikoltas la maturan flavan grenon.
  7. Nur je dimanĉo ili ripozas, tial ke oni ne laboras je ĉi tiu tago.
  8. Inter aŭgusto kaj novembro, la homoj laboras pli multe ol en la vintro.
  9. En la decembro kaj post ĉi tiu monato ili ripozas, ĉar de ĉi tiu tempo, frosto, glacio kaj neĝo kovras la teron.
  10. Pro la neĝo sur la tero longaj promenoj ne estas agrablaj en la vintro.
  11. Antaŭ mallonga tempo, ni promenis en la parko trans la rivero, sed ni estis tiel laca post la promeno.
  12. Ju pli longa la promeno estas, des pli baldaŭ oni volas ripozi.
  13. Je lundo pluvis, tial ni legis rakontojn kaj skribis leterojn en agrabla ĉambro en nia domo.
  14. Antaŭ la vespero, tamen la suno brilis kaj la stratoj ne estis tiel kotaj.
  15. Je mardo ĉi tiuj stratoj estis preskaŭ sekaj kaj baldaŭ la stratoj apud la rivero kaj inter la kampoj estos ankaŭ sekaj.
  16. Antaŭ malmultaj jaroj tiuj stratoj estis tre bonaj.

Kapitel 21

Übersetzungsübung

  1. (Am) Dienstag hörte mein Bruder eine interessante Geschichte und Mittwoch Abend, nach einem vergnüglichen Spaziergang, erzählte er sie mir.
  2. Die Geschichte ist, dass vor vielen Jahren Gott die schöne, neue Welt schuf und sie dann den Jahreszeiten gab.
  3. Diese lachten vor Freude und sagten, dass sie gut auf sie Acht geben würden.
  4. Sie waren bereit zur Freude und wollten auch entschlossen für das Wohl [Gute] der jungen Welt arbeiten.
  5. Für fast ein Jahr waren sie glücklich, doch diese Jahreszeiten waren zu verschieden und konnten nicht lange Freunde bleiben.
  6. Der strahlende Sommer weinte und tadelte den müden Herbst.
  7. Der Herbst zog es vor sich auszuruhen und mochte das dreckige Wetter des unbeständigen Frühlings nicht.
  8. Der stille Winter verbarg sich unter dem Frost und dem zarten, weißen Schnee und wollte schlafen.
  9. Je länger sie die Welt gemeinsam bewachten, desto mehr stritten sie.
  10. Bald machte der Herbst den Vorschlag: „Wir werden die Welt teilen.“
  11. Sogleich an diesem Morgen teilten die Jahreszeiten die Welt unter sich auf.
  12. Die nördlichen und südlichen Länder gehören nun dem Winter und die Mitte der Welt gehört dem Sommer.
  13. Der Frühling und der Herbst nahmen die Länder zwischen Winter und Sommer für sich.

Lösung

  1. Mardon mia frato aŭdis interesan rakonton, kaj merkredon vespere, post la plezura promeno li rakontis ĝin al mi.
  2. La rakonto estas ke antaŭ multaj jaroj dio faris la belan novan mondon, kaj tiam donis ĝin al la sezonoj.
  3. Ĉi tiuj ridis pro ĝojo, kaj diris ke ili bone zorgos pri ĝi.
  4. Ili estis pretaj por la ĝojo, kaj ankaŭ volis energie labori por la bono de la nova juna mondo.
  5. Preskaŭ jaron ili estis feliĉaj, sed ĉi tiuj sezonoj estis tro diversaj, kaj ne longe povis resti amikoj.
  6. La brila somero ploris, kaj riproĉis la lacan aŭtunon.
  7. La aŭtuno preferis ripozi, kaj malŝatis la kotan veteron de la malkonstanta printempo.
  8. La kvieta vintro kaŝis sin sub la frosto kaj la mola blanka neĝo, kaj volis dormi.
  9. Ju pli longe ili gardis la mondon inter si, des pli ili malpacis.
  10. Baldaŭ la aŭtuno faris la proponon: "Ni dividos la mondon."
  11. Tuj ĉi tiun matenon la sezonoj dividis la mondon inter si.
  12. La nordaj kaj sudaj landoj nun apartenas al la vintro, kaj la mezo de la mondo apartenas al la somero.
  13. La printempo kaj aŭtuno prenis por si la landojn inter la vintro kaj somero.

Kapitel 22

Übersetzungsübung

  1. Diogenes war ein weiser Mann und lebte vor vielen Jahren in einer griechischen Stadt .
  2. Um der unbeständigen Welt zu zeigen, dass man nicht viel braucht, um glücklich zu sein, hatte er nichteinmal ein Haus oder ein Bett.
  3. Er verweilte Tag und Nacht in einer großen Tonne anstatt in einem Haus zu wohnen.
  4. Er zog es vor alte Lumpen zu tragen an Stelle von guten, sauberen Kleidern.
  5. Er sagte: „Je weniger man braucht, desto glücklicher wird man sein.”
  6. Während Alexander der Große diese Stadt besuchte, erzählten die Leute ihm von Diogenes.
  7. Sie fragten: „Kennst du den weisen Mann?”
  8. Bald ging der König mit einigen Freunden zu der großen Tonne dieses Mannes in der Mitte der Stadt.
  9. Diogenes schlief, aber das Geräusch der lauten Stimmen weckte ihn und er sagte ärgerlich: „Du stehst vor der Sonne! Wirst Du nicht sofort weggehen?”
  10. Obwohl einige der Leute lachten, sagte Alexander: „Wir sind nicht gekommen, um mit Dir zu streiten.”
  11. „Ich sehe, dass du genug hast, um glücklich zu sein, also werden wir dich sofort wieder (ver-)lassen, anstatt zu reden und Krach zu machen.”
  12. Bevor Diogenes antworten konnte, war Alexander still fortgegangen.

Lösung

  1. Diogeno estis saĝa viro, kaj loĝis en greka urbo, antaŭ multaj jaroj.
  2. Por montri al la malkonstanta mondo ke oni ne bezonas multe por esti feliĉa, li eĉ ne havis domon aŭ liton.
  3. Li restis tage kaj nokte en granda barelo anstataŭ loĝi en domo.
  4. Li preferis porti malnovajn ĉifonojn anstataŭ bonajn purajn vestojn.
  5. Li diris: "Ju malpli multe oni bezonas, des pli feliĉa oni estos."
  6. Dum Aleksandro Granda vizitis la urbon, la homoj rakontis al li pri Diogeno.
  7. Ili demandis: "Ĉu vi konas la saĝon viron?"
  8. Baldaŭ la reĝo iris kun kelkaj da amikoj al la granda barelo de tiu ĉi viro, en la mezo de la urbo.
  9. Diogeno dormis, sed la bruo de la laŭta voĉo vokis lin, kaj li diris kolere: "Vi staris antaŭ la suno! Ĉu vi ne tuj foriros?"
  10. Kvankam kelkaj de la homoj ridis, Aleksandro diris: "Ni ne venis por malpaci kun vi."
  11. "Mi vidas ke vi havas sufiĉe por esti feliĉa, tial ni tuj lasos vin anstataŭ paroli kaj fari bruon."
  12. Antaŭ ol Diogeno povis respondi, Aleksandro kviete foriris.

Kapitel 23

Übersetzungsübung

  1. Ich werde heute mit meiner jüngeren Schwester ins Dorf gehen.
  2. Wir wollen ein paar Eier, Gemüse und Früchte für Mutter kaufen.
  3. Mutter zieht es vor im Haus zu bleiben, denn es regnet.
  4. Es regnete am Donnerstag und am Freitag, aber heute regnet es nicht sehr (fest).
  5. Der Regen ist warm und angenehm und wir werden Regenschirme mit uns tragen.
  6. Wir werden neue Erbsen, ein Körbchen Erdbeeren und ein paar Pfunde Zucker kaufen.
  7. So werden wir genug haben für die Mahlzeiten am Samstag und Sonntag.
  8. Ich frage mich, ob wir solche Spargeln und solchen Kohl sehen werden.
  9. Obwohl ich nicht oft solche Gemüse esse, mögen Mutter und Vater sie, Kohl und Spargeln.
  10. Wir werden auch genug Milch für mehrere Gläser Milch kaufen und wir werden viel Schlagsahne für die Erdbeeren brauchen.
  11. Es scheint, dass wir so viele Gemüse kaufen werden, dass wir es nicht werden tragen können.
  12. Während wir bei der Tür standen, bereit um ins Dorf zu gehen, hörten wir eine laute Stimme.
  13. Ein Kind stand auf der Straße und weinte.
  14. Er wollte mit seiner Mutter mitgehen um ein paar Freunde zu besuchen.
  15. Ich denke, dass ein Lärm von der Straße ihn weckte und er nicht im Bett bleiben wollte.

Lösung

  1. Hodiaŭ mi iros en vilaĝon kun mia pli juna fratino.
  2. Ni volas aĉeti kelkaj da ovaj, legomoj kaj fruktoj por la patrino.
  3. La patrino preferas resti en domo, ĉar pluvas.
  4. Pluvis ĵaŭdon kaj vendredon, sed hodiaŭ ne tre pluvas.
  5. La pluvo estas varma kaj agrabla kaj ni portos umbrelojn kun ni.
  6. Ni aĉetos da novajn pizojn, skatolon da fragoj kaj kelkajn fundojn da sukero.
  7. Tiel ni havos sufiĉe por la monĝoj de sabato kaj dimanĉo.
  8. Mi miras ĉu ni vidos tiajn asparagojn kaj brasikon.
  9. Kvankam mi ne ofte manĝas tiajn legomojn, la patro kaj patrino ŝatas ilin, brasikon kaj asparagojn.
  10. Ni ankoraŭ aĉetos sufiĉe por kelkaj glasoj da lakto, kaj ni bezonas multe da kremo por la fragoj.
  11. Ŝajnas ke ni aĉetos tiom da legomoj ke ni ne povos porti ĝin.
  12. Dum stari apud la pordo, pretaj por iri en vilaĝon, ni aŭdis laŭtan voĉon.
  13. Infano staris sur la strato kaj ploris.
  14. Li volis iri kun sia patrino por viziti kelkajn amikojn.
  15. Mi opinias, ke bruo de la strato vekis lin, kaj li ne volis resti en lito.

Kapitel 24

Übersetzungsübung

  1. Wer ist die Frau, die gerade auf dem Sofa im Salon sitzt (Kap. 24 #3)?
  2. Ich kann sie nicht leicht erkennen, aber ich höre ihre Stimme.
  3. Ich frage mich wessen Stimme das ist.
  4. Jedoch denke ich, dass es die Stimme einer Freundin von Mutter ist.
  5. Jetzt kann ich sie sehen, obwohl sie mich nicht sieht.
  6. Ich kenne sie gut.
  7. Sie ist eine Freundin unserer ganzen Familie und ist gerade einen Nachbarn von uns („najbaron nian“) in dieser Stadt besuchen (Kap. 24 #5).
  8. Meine Schwester sitzt gerade auf dem Sofa in einem anderen Zimmer und lernt ihre Lektionen. (Kap. 24 #5)
  9. Bald wird sie in die Schule gehen.
  10. Wessen Buch liest sie gerade (Kap. 24 #5)?
  11. Jenes dicke Buch ist meins, aber die anderen Bücher auf dem Tisch bei ihr sind ihre.
  12. Sie sitzt lieber im Nähzimmer um zu lesen oder zu schreiben, weil die Vorhänge vor den Fenstern nicht zu dick sind und daher der Raum sehr hell und angenehm ist.
  13. Sie mag es auch dem fallenden (Kap. 24 #3) Schnee zuzuschauen und den Männern und Frauen [in einem Wort], die gerade auf der dreckigen Straße gehen (Kap. 24 #3).
  14. Wegen des kalten Wetters tragen die Leute gerade dicke Kleider (Kap. 24 #5).
  15. Die Männer und Knaben lassen ihre Hände beim Gehen in den Taschen.
  16. Die Mädchen, die zur Schule gehen (Kap. 24 #3), sind Freundinnen meiner Schwester.
  17. In dieser Schule lernen sie kochen. Bald werden sie Brot backen oder sogar eine ganze Mahlzeit kochen können.
  18. Ich denke, so eine Fähigkeit ist sehr gut.
  19. Viele Personen können nicht gut genug kochen.

Lösung

  1. Kiu estas la virino sidanta sur la kanapo en la salono?
  2. Mi ne povas facile vidi ŝin, sed mi aŭdas ŝian voĉon.
  3. Mi miras kies voĉo tiu estas.
  4. Tamen mi opinias ke tiu estas la voĉo de amikino de la patrino.
  5. Nun mi povas vidi ŝin, kvankam ŝi ne vidas min.
  6. Mi bone konas ŝin.
  7. Ŝi estas amikino de la tuta familio, kaj estas visitanta najbaron nian en la urbo
  8. Mia fratino estas sidanta sur la kanapo en alia ĉambro, kaj estas lernanta siajn lecionojn.
  9. Baldaŭ ŝi iros en lernejon.
  10. Kies libron ŝi estas leganta?
  11. Tiu dika libro estas la mia, sed la aliaj libroj sur la tablo apud ŝi estas la ŝiaj.
  12. Ŝi preferas sidi en la kudrejo por legi aŭ skribi, ĉar la kurtenoj antaŭ la fenestroj ne estas tro dikaj, tial la ĉambro estas tre luna kaj agrabla.
  13. Ŝi ankaŭ ŝatas rigardi la falantan neĝon kaj la gevirojn marŝantajn sur la kotaj stratoj.
  14. Pro la malvarma vetero la homoj estas portantaj dikajn vestojn.
  15. La viroj kaj knaboj tenas la manojn en siaj poŝoj dum ili marŝas.
  16. La knabinoj irintaj al la lernejo estas amikinoj de mia fratino.
  17. En ĉi tiu lernejo ili lernas kuiri. Baldaŭ ili povas baki panon aŭ eĉ kuiri tutan manĝon.
  18. Mi opinias ke tian povo estas tre bona.
  19. Multaj personoj ne povas sufiĉe bone kuiri.

Kapitel 25

Übersetzungsübung

  1. Was für ein Geräusch höre ich draußen vor der Tür?
  2. Sind einige meiner Freunde am klopfen?
  3. Wir haben uns gestern über die Prüfungen in unserer Schule unterhalten und diese Knaben kommen zu mir nach Hause, um mit mir zu lernen.
  4. Ich werde zur Tür gehen um sie zu öffnen und um meine Freunde zu begrüßen.
  5. Guten Morgen! Seid ihr gekommen um Geometrie oder die deutsche Sprache zu lernen?
  6. Welche von diesen ist gewöhnlich schwerer und in welcher wird die Prüfung länger sein?
  7. Na, wir brachten unsere Deutschbücher mit, weil wir es vorziehen dies zu lernen.
  8. Wir wollen diese Sprache gründlich (ganz) kennen.
  9. Wir werden in den Schreibraum gehen (Kap. 24 #6), weil (Kap. 18 #6) einige Freunde meiner Großmutter in der Stube sind.
  10. Wir können ihre Stimmen hier hören und wir können nicht sehr gut lernen, während sie am sprechen sind.
  11. Sie trugen gerade viele Blumen und gaben meiner Großmutter einen schönen Strauß.
  12. Sie sagte: „Vielen Dank für (Kap. 19 #3) die schönen Veilchen! In wessen Garten haben sie geblüht?“
  13. Die Enkelin ihres Freundes ist eine Freundin von meiner jüngsten Schwester.
  14. Na, werden wir mit dem Lernen anfangen? Hast du genug Papier und hast du einen guten Schreiber?
  15. Ich werde die andere Tür schließen, weil sie in der Küche Brot backen und Fleisch kochen.
  16. Wir werden die Stimmen von so vielen Personen hören, dass ich weiß, dass wir nicht werden lernen können.

Lösung

  1. Kian bruon mi aŭdas antaŭ la pordo?
  2. Ĉu kelke da amikoj estas frapantaj?
  3. Hieraŭ ni estis parolanta pri la ekzamenoj en nia lernejo, kaj ĉi tiuj knaboj venis en mian hejmon por studi kun mi.
  4. Mi iros al la pordo por malfermi ĝin kaj por saluti miajn amikojn.
  5. Bonan Matenon! Ĉu vi venis por studi geometrion aŭ germanan lingvon?
  6. Kiu el ĉi tiuj estas kutime pli malfacila, kaj en kiu la ekzameno estos pli longa?
  7. Nu, ni kunportis niajn germanajn librojn, ĉar ni preferas lerni tiun ĉi.
  8. Ni volas tute koni tiun ĉi lingvon.
  9. Ni iros en la skribejon, ĉar kelke da amikoj de mia avino estas en la salono.
  10. Ni povas aŭdi iliajn voĉojn kaj ni ne tre bone povas lerni dum ili estas parolantaj.
  11. Ili estis portanta multe da floroj kaj donis belan bukedon al mia avino.
  12. Ŝi diris: "Multajn dankojn pro la belaj violoj! Ĉu en kies ĝardeno ili floris?
  13. La nepino de ŝia amiko estas amikino de mia plej juna fratino.
  14. Nu, ĉu ni komencos studi? Ĉu vi havas sufiĉe da papero, kaj ĉu vi havas bonan skribilon?
  15. Mi fermos la alian pordon, ĉar ili estas bakanta panon kaj kuiranta viandon.
  16. Ni estos aŭdanta la voĉojn de tiom da personoj ke mi scias ke ni ne povos studi.

Kapitel 26

Übersetzungsübung

  1. Als wir gestern von der Schule nach Hause gingen, begann es plötzlich zu regnen.
  2. Was für ein Sturm (Kap. 26 #5) das war!
  3. Wir sprachen über die letzte Geometriestunde und schauten (uns) die Bücher über die deutsche Sprache an.
  4. Darum sahen wir die Wolken am Himmel nicht.
  5. Wir vergaßen die Prüfungen und fingen an, uns zu fragen, wohin wir gehen sollten.
  6. Wir wussten nicht ob die Zeit reicht, um zu Großvaters Haus zu rennen, bevor es regnen würde.
  7. Der Wind erfasste viele (Papier-)Blätter, die aus den Büchern gefallen waren.
  8. Der Wind blies sie weg von uns und sie schienen ringsum in der Luft zu tanzen.
  9. Dennoch fingen wir sie leicht wieder ein und dann rannten wir vorwärts.
  10. Plötzlich donnerte es sehr laut und wir sahen den sehr hellen Blitz am Himmel.
  11. Wir schlossen fast unsere Augen wegen des Blitzes.
  12. Große Regentropfen fielen auf den Staub der Erde.
  13. Die Luft war schwer und still und den letzten Regentropfen folgte plötzlich ein Sturm (Kap. 26 #5).
  14. Wir hasteten (Kap. 26 #5) über die Straße und rannten schneller und schneller.
  15. Wir waren todmüde (Kap. 26 #5) und unsere Kleider waren ganz nass bevor wir ins Haus gingen.
  16. Der Regen tropfte vom Dach, aber wir rannten durch ihn hindurch und klopften an die Tür
  17. Wir blieben einige Zeit dort bevor wir heimgingen.

Lösung

  1. Kiam hieraŭ ni iris hejmen de la lernejo, subite ekpluvis.
  2. Kia ventego tio estis!
  3. Ni parolis pri la lasta leciono de geometrio kaj rigardis la librojn pri la germana lingvo.
  4. Tial ni ne vidis la nubojn en la ĉielo.
  5. Ni forgesis la ekzamenojn kaj komencis demandi kien ni iru.
  6. Ni ne sciis, ĉu sufiĉas la tempo por kuri al la domo de la avo antaŭ ol pluvos.
  7. La vento kaptis la paperojn falintajn el la libroj / kiuj falis el la libroj.
  8. La vento blovis ilin for de ni kaj ili ŝajnis danci ĉirkaŭe en la aero.
  9. Tamen ni facile kaptis ilin kaj kuris antaŭen.
  10. Subite laŭtege tondris kaj ni vidis helegan fulmon en la ĉielo.
  11. Ni preskaŭ fermis niajn okulojn pro la fulmo.
  12. Grandaj pluvogutoj falis sur la polvon de la tero.
  13. La aero estis peza kaj silenta kaj la lastajn pluvogutojn subite sekvis ventego.
  14. Ni rapidegis trans la straton kaj kuris pli kaj pli rapide.
  15. Ni estis lacegaj kaj niaj vestoj estis tute malsekaj antaŭ ol ni iris en la domon.
  16. La pluvo gutis de la tegmento, sed ni trakuris ĝin kaj frapis la pordon.
  17. Ni restis tie kelke da tempo antaŭ ol hejmeniri.

Kapitel 27

Übersetzungsübung

  1. Obwohl die Feinde von Robert Bruce ihn viele Male besiegten, besiegte er sie schließlich in Schottland, da er geduldig und sehr mutig war.
  2. Er saß in einem großen Pferdestall um sich zu verstecken und auch um direkt von seinem Dach das Militär der Gegner kommen zu sehen.
  3. Am Ende des Tages bemerkte er eine Spinne, die die Wand aufwärts kroch.
  4. Plötzlich fiel die Spinne in den Dreck und lag bei den Füßen des Königs, aber bald begann sie hochzukriechen.
  5. „Wohin will sie gehen?“ sagte der König zu sich selbst.
  6. „Wie viel Geduld sie zeigt! Sie ist viele Male hinaufgekrabbelt und heruntergefallen.“
  7. Schließlich gelang es der Spinne und sie kroch bis hinauf zur Decke.
  8. Der König sagte, dass er eine Lektion gelernt habe von der geduldigen Spinne.
  9. Er sagte: „Obwohl die Feinde viele Male siegten, weil sie eine größere Anzahl Soldaten haben, werde ich sie schlussendlich besiegen.“
  10. Bald geschah es, dass der Wind sehr stark blies und es stark regnete.
  11. Der Wind schüttelte das Laub (Kap. 27 #4) auf den Bäumen und brach viele kleine Äste ab.
  12. Eine Gruppe Soldaten rannte direkt auf den Stall zu und Robert Bruce hatte große Angst, dass sie ihn finden würden.
  13. Aber sie stahlen nur die Pferde und ritten davon.

Lösung

  1. Kvankam la malamikoj de Roberto Brus estas venkintaj lin multaj fojoj, li venkis ilin en Skotlando, ĉar li estis pacienca kaj tre kuraĝa.
  2. Li estis sidanta en granda ĉevalejo por kaŝi sin kaj ankaŭ por vidi veni de la tegmento la soldataron de la malamikoj.
  3. Je la fino de la tago li rimarkis araneon, kiu estis rampanta supren sur la muro.
  4. Subite la araneo falis sur la koton kaj kuŝis ĉe la piedoj de la reĝo, sed baldaŭ ĝi komencis rampi supren.
  5. "Kien ĝi volas iri?", la reĝo diris al si mem?
  6. "Kiom da Pacienco ĝi montras! Ĝi estas rampinta supren multaj fojoj kaj falis malsupren."
  7. Fine la araneo sukcesis kaj ĝi rampis supren ĝis la plafono.
  8. La reĝo diris, ke li estas lerninta lecionon de la pacienca araneo.
  9. Li diris: "Kvankam la malamikoj estas venkintaj multaj fojoj, ĉar ili havas pli grandan nombron da soldatoj, mi fine sukcesos.
  10. Baldaŭ okazis ke la vento tre forte blovis kaj tre forte pluvis.
  11. La vento skuis la foliaron sur la arboj kaj rompis multe da malgrandaj branĉoj.
  12. Aro da soldatoj rekte kuris al la ĉevalejo kaj Roberto Brus tre timis ke ili trovos lin.
  13. Sed ili nur ŝtelis la ĉevalojn kaj forrajdis.

Kapitel 28

Übersetzungsübung

  1. Unser Großvater ist ein alter Mann und sie sagen, dass er nicht mehr lange leben werde.
  2. Er ist nicht sehr stark und kann keine langen Spaziergänge machen.
  3. Der Kilometer zwischen seinem und unserem Haus scheint jetzt zu lange für ihn.
  4. Er zieht es vor, ruhig im Haus oder auf der Veranda zu sitzen und nachzudenken, den ganzen Tag.
  5. Er ist sehr angenehm und kann äußerst interessante Geschichten erzählen über Siege und Niederlagen, die sich vor vielen Jahren ereigneten.
  6. Ich denke, solche Dinge sind schlimm und ich bin froh, dass heutzutage keine solchen Schlachten stattfinden.
  7. Großvater hat einen langen, weißen Bart und viel weißes Haar.
  8. Es ist sehr interessant, seine Geschichten zu hören und auch, ihn direkt anzusehen während er sie erzählt.
  9. Er erzählt solche Geschichten mit großer Freude.
  10. Obwohl er seit Februar bei uns lebt kennt er nicht viele Nachbarn oder andere Leute, die nahe wohnen.
  11. Großmutter hat blaue Augen, rote Backen und weiche, weiße Locken.
  12. Sie spricht langsam, mit einer süßen Stimme und ist sehr geduldig.
  13. Heute sagte sie zu mir: „Guten Morgen, mein Lieber, ich habe meine Brille verloren. Suchst du sie für mich?“ Ich nickte (den Kopf) und bald fand ich die Brille.

Lösung

  1. Nia avo estas maljunulo kaj ili diras ke li ne plu vivos longan tempon
  2. Li ne estas tre forta kaj li ne povas fari longajn promenojn.
  3. La kilometro inter sia kaj nia domoj nun ŝajnas esti tro longa.
  4. Li preferas kviete sidi kaj pensi en la domo aŭ sur la verando.
  5. Li estas tre afabla kaj povas rakonti treege interesajn rakontojn pri venkoj kaj malvenkoj okazintaj antaŭ multe da jaroj.
  6. Mi pensas ke tiaj aferoj malbonas kaj mi ĝojas ke en niaj tagoj tiaj bataloj ne okazas.
  7. La avo havas longan blankan barbon kaj multe da blankaj haroj.
  8. Estas tre interese aŭdi liajn rakontojn kaj ankaŭ rekte rigardi lin dum li rakontas ilin.
  9. Li rakontas tiajn rakontojn kun granda plezuro.
  10. Kvankam li loĝas ĉe ni de februaro li ne konas multe da najbaroj aŭ homoj proksime loĝantaj.
  11. La avino havas bluajn okulojn, ruĝajn vangojn kaj molajn, blankajn bukojn.
  12. Ŝi malrapide parolas, per dolĉa voĉo kaj estas tre pacienca.
  13. Hodiaŭ ŝi diris al mi: "Bonan matenon, mia karulo, mi estas perdinta miajn okulvitrojn. Ĉu vi serĉas ilin por mi?" Mi balancis la kapon kaj baldaŭ mi trovis la okulvitrojn.

Kapitel 29

Übersetzungsübung

  1. 3 + 4 = 7
  2. 2 + 6 = 8
  3. 1 + 5 = 6
  4. 2 + 7 = 9
  5. Ich studiere Geometrie seit fünf Monaten und lerne Deutsch seit Januar.
  6. Ich habe schon drei Bücher auf Englisch gelesen, aber ich werde noch nicht in dieser Sprache sprechen können bis nach August.
  7. Es ist schwierig, eine solche Sprache zu lernen.
  8. Neun von den Kindern an unserer Schule lernen jetzt Englisch mit mir.
  9. Manche lernen es leicht, andere haben es nicht gern.
  10. Drei von den Knaben und zwei von den Mädchen in dieser Schule sind von England.
  11. Sie hatten zehn Jahre in einer großen Stadt gewohnt, aber ich denke, sie leben zufriedener in unserem ruhigen Dorf.
  12. Sie können nicht sehr gut mit uns sprechen, sondern nicken nur wenn wir mit ihnen sprechen.
  13. Ich hatte sie nicht gesehen, bevor sie zur Schule kamen, obwohl sie Nachbarn von uns sind.
  14. Sie sind freundliche Kinder, mit blauen Augen, roten Backen und gelbem Haar.
  15. Sie können sehr gut reiten und oft reiten sie acht oder zehn Kilometer in einem Tag.
  16. Sie reiten normalerweise in einem Park, der drei Kilometer breit und vier Kilometer lang ist, wo es nur wenig Staub hat.

Lösung

  1. tri kaj kvar estas sep
  2. du kaj ses estas ok
  3. unu kaj kvin estas ses
  4. du kaj sep estas naŭ
  5. Mi studas geometrion de antaŭ kvin monatoj kaj la germanan lingvon de januaro.
  6. Mi jam estas leginta tri anglajn librojn, sed mi ankoraŭ ne povos paroli en/per tiu ĉi lingvo ĝis post aŭgusto.
  7. Estas malfacile lerni tia lingvon.
  8. Naŭ el la infanoj en nia lernejo nun estas lernanta la angla lingvon kun mi.
  9. Kelkaj facile lernas ĝin, aliaj ne ŝatas ĝin.
  10. Tri el la knaboj kaj du el la knabinoj en tiu ĉi lernejo estas de Anglujo.
  11. Ili estis loĝintaj dek jarojn en granda urbo, sed mi pensas ke ili pli kontente loĝas en nia vilaĝo.
  12. Ili ne tre bone povas paroli al ni, sed ili nur balancas la kapon kiam ni parolas al.
  13. Mi ne estis vidintaj ilin antaŭ ol ili venis al la lernejo, kvankam ili estas najbaroj niaj.
  14. Ili estas afablaj infanoj kun bluaj okulaj, ruĝaj vangoj kaj flavaj hararoj.
  15. Ili tre bone povas rajdi kaj ili ofte rajdas ok aŭ dek kilometrojn en unu tago.
  16. Ili kutime rajdas en parko, kiu estas larĝa tri kilometrojn kaj longa kvar kilometrojn, kie nur havas malmulte da polvo.

Kapitel 30

Übersetzungsübung

  1. Wie heißen folgende Zahlen auf Esperanto? 14, 18, 42, 86, 79, 236, 431, 687, 788, 1240, 1885, 9872, 4500, 2006
  2. Es gibt zwölf Monate in einem Jahr und die meisten der Monate haben 31 Tage.
  3. Es hat nur dreißig Tage in den Monaten April, Juni, September und November.
  4. Es gibt sieben Tage in der Woche und vierundzwanzig Stunden am Tag.
  5. Zwölf dieser Stunden machen den Tag und die anderen machen die Nacht.
  6. Eine Stunde hat sechzig Minuten und eine Minute sechzig Sekunden.
  7. Ein Monat hat vier Wochen und noch zwei oder drei Tage.
  8. Ein Jahr hat 52 Wochen.
  9. Wie viele Wochen gibt es in zehn Jahren?
  10. Mindestens ein Jahr in zehn Jahren ist ein Schaltjahr.
  11. In einem Schaltjahr gibt es 366 Tage statt 365.
  12. Weise Männer rechneten vor vielen Jahren „über diese Frage“.
  13. Es ist gut für uns, dass sie gerne Arithmetik studierten.
  14. Ich habe oft gute Grade in Arithmetik bekommen.
  15. Ich kann mich gut daran erinnern und mache nur selten Fehler.

Lösung

  1. Kia nomas la sekvantajn nombrojn en Esperanto? dek kvar, dek ok, kvardek du, okdek ses, sepdek naŭ, ducent tridek ses, kvarcent tridek unu, sescent okdek sep, sescent okdek sep, sepcent okdek ok, mil ducent kvardek, mil okcent okdek kvin, naŭmil okcent sepdek du, kvarmil kvincent, dumil ses.
  2. Havas dek du monatojn en unu jaro kaj plej monatoj havas tridek unu tagojn.
  3. Havas sep tagojn en la semajno kaj dudek kvar horojn je tago.
  4. Dek du el tiuj ĉi horoj faras la tagon kaj la aliaj faras la nokton.
  5. Unu horo havas sesdek minutojn kaj unu minuto havas sesdek sekundojn.
  6. Unu jaro havas kvindek du semajnojn.
  7. Kiom da semajnojn havas en dek jaroj?
  8. Almenaŭ unu jaro el dek jaroj estas superjaro.
  9. En unu superjaro havas tricent sesdek ses tagoj anstataŭ tricent sesdek kvin.
  10. Saĝaj viroj kalkulis antaŭ multe da jaroj pri tiu demando.
  11. Estas bone por ni, ke ili studis kun plezuro aritmetikon.
  12. Mi ofte ricevis bonajn gradojn en aritmetiko.
  13. Mi povas bone memori pri tiu kaj nur malofte faras erarojn.

Kapitel 31

Übersetzungsübung

  1. 37ste, 59ste, 73ste, 92ste, 846ste, 119te, 1274ste, 1910te, 14.235ste
  2. Bevor mein Freund diese Villa fertig gebaut haben wird, wird es 20.000 Dollar gekostet haben.
  3. Bevor ich dich besuche, werde ich zwölf Meilen auf meinem Pferd geritten sein.
  4. Die Note, die du bald nach dem ersten März bekommen haben wirst, wird ausgezeichnet sein.
  5. Du machst nicht oft Fehler in den Lektionen.
  6. Ich werde in ein paar Minuten versuchen, dieses Lateinbuch zu übersetzen, weil es interessant (zu sein) scheint.
  7. Es ist notwendig, Latein zu lernen, denn ich wünsche die Geschichten zu lesen, die in meinem Lateinbuch sind.
  8. Das 1904. Jahr war ein Schaltjahr.
  9. Das 4. Jahr nach jenem war auch ein Schaltjahr.
  10. Das 2012. Jahr wird ein Schaltjahr sein.
  11. Es hat 366 Tage in so einem Jahr.
  12. Alfred gewann das Buch, das seine Mutter gekauft hatte.
  13. So ein Buch kostet 400 oder 500 Dollar.
  14. Alfred der Große war der letzte König bis viele Jahre später, der lesen und schreiben konnte.
  15. Er war der erste König in diesem Land, der sogar wünschte Bücher lesen zu können.
  16. Wir reden oft über den selben König Alfred und sagen, er sei der Vater der englischen Sprache gewesen.
  17. Er ist jener, dessen Bücher du im neunten Schuljahr gelesen hast.

Lösung

  1. tridek-sepa, kvindek-naŭa, sepdek-tria, okcent-kvardek-sesa, cent-dek-naŭa, mil-ducent-sepdek-kvara, mil-naŭcent-deka, dek-kvar-mil-ducent-tridek-kvina
  2. Antaŭ ol mia amiko estos konstruinta la domegon, ĝi estos kostinta dudek mil dolarojn.
  3. Antaŭ ol mi vizitos vin, mi estos rajdinta dudek mejlojn sur mia ĉevalo.
  4. La noto, kiu vi estos ricevinta baldaŭ post la unua marto, estos bonega.
  5. Vi ne ofte faras eraro dum la lecionoj.
  6. Mi provos post kelkaj minutoj traduki ĉi tiun latinan libron, ĉar ĝi ŝajnas interesa.
  7. Estas necese lerni latinon, ĉar mi deziras legi la rakontojn, kiuj estas en mia latina libro.
  8. La 1904a jaro estis superjaro.
  9. La kvara jaro, post tiu, ankaû estos superjaro.
  10. La dumil dudeka jaro estos superjaro.
  11. Havas tricent sesdek ses tagoj en tia jaro.
  12. Alfredo gajnis la libron, kiun sia patrino estis aĉetinta.
  13. Tia libro kostas kvarcent aŭ kvincent dolarojn
  14. Alfredo Granda estis la lasta reĝo ĝis post multaj jaroj, kiu povis legi kaj skribi
  15. Li estis la unua reĝo en tiu ĉi lando, kiu eĉ deziris povi legi librojn.
  16. Ni ofte parolas pri la sama reĝo Alfredo kaj diras, ke li estas la patro de la angla lingvo.
  17. Li estas tiu, kies librojn vi estas legintaj dum la naŭa lerneja jaro.

Kapitel 32

Übersetzungsübung

  1. Alfred der Große war ein lobenswerter König, der vor mehr als tausend Jahren lebte.
  2. Die Leute reden noch von ihm, weil er nicht nur viele Bücher aus dem Lateinischen auf Englisch übersetzte, sondern auch auf Englisch schrieb.
  3. Er wollte den armen Bauern (Landbewohner) noch mehr helfen.
  4. Aber Feinde griffen ihn oft an und schließlich besiegten sie seine Soldaten.
  5. Dann beeilten sie sich dorthin, wo Alfred war.
  6. Sie waren im Begriff ihn anzugreifen als er heimlich (kaŝe) wegritt in einen großen Wald.
  7. Dort verharrte er einige Zeit im Hause eines armen Waldbewohners.
  8. Er trug solche Klamotten wie ein Landbewohner normalerweise trägt und sagte dem Förster nicht, wer er ist.
  9. Eines Tages saß er beim Feuer und fragte sich: „Wird der Feind meine Soldaten nächste Woche besiegt haben?“
  10. Die Frau des Försters fragte: „Werden Sie noch einige Minuten dort sitzen und auf diese Kuchen aufpassen? Ich gehe (bin im Begriff zu) mehr Holz sammeln.“
  11. Er antwortete: „Sicher, ich werde versuchen, Ihnen zu helfen.“
  12. Aber als die Frau nach ein paar Minuten die Kuchen roch, wusste sie, dass das Feuer sie beschädigt hatte.
  13. Sie rief aus: „Oh, was für ein tadelnswerter Mann!“
  14. Sie begann, den König grausam zu schlagen, aber er verteidigte sich nicht.
  15. Aber er sagte ihr, wer er war.

Lösung

  1. Alfredo Granda estis laŭdinda reĝo, kiu vivis antaŭ pli multe ol mil jaroj.
  2. La homoj ankoraŭ paroli pri li, ĉar li ne nur tradukis multajn librojn el latino en la angla, tamen ankaŭ angle skribis.
  3. Li volis ankoraŭ pli helpi la malriĉajn kamparojn.
  4. Sed malamikoj ofte atakis lin, kaj ili fine venkis liajn soldatojn.
  5. Tiam ili rapidis tien, kien Alfredo estis.
  6. Ili estis atakontaj lin kiam li kaŝe forrajdis en grandan arbaron.
  7. Tie li restis kelke da tempo en domo de malriĉa arbarano.
  8. Li portis tiajn vestojn, kiajn kamparano normale portas kaj ne diris al la arbarano kiu li estas.
  9. Unu tagon li estis sidanta apud/ĉe la fajro kaj demandis sin: "Ĉu la malamiko estos venkinta miajn soldatojn la sekvanta semajno?"
  10. La edzino de la arbarano demandis: "Ĉu vi ankoraŭ sidos tie kelkaj minutoj kaj gardos la kukojn? Mi estas serĉonta pli multe da ligno."
  11. Li respondis: "Certe, mi provos helpi vin."
  12. Sed kiam la virino flaris la kukojn kelkaj minutoj pli malfrua, ŝi sciis ke la fajro estis difektinta la kukojn.
  13. Ŝi kriis: "Ho, kia riproĉinda viro!"
  14. Ŝi komencis kruele bati la reĝon sed li ne defendis sin.
  15. Sed li diris kiu li estas.

Kapitel 33

Übersetzungsübung

  1. Mein Freund lebt gerne in der Stadt, aber seine Frau lebt lieber in ihrem Holzhaus auf dem Land.
  2. Dort kann sie die Blumen sehen und riechen und sie kann lange Spaziergänge machen im nahen Wald.
  3. Es hat oft hunderte von Personen in einem Dorf, aber in einer Stadt hat es tausende.
  4. Je größer eine Stadt ist, desto besser sind ihre Läden.
  5. Zweitens kann man in der Stadt besseres Brot, Gemüse und Kuchen kaufen.
  6. Drittens kann man dort auch bessere Handschuhe, Hüte und Schuhe finden und der Preis ist oft tiefer.
  7. Darum nutze ich die Gelegenheit wenn ich in die Stadt gehe und kaufe normalerweise ein neues Paar Handschuhe.
  8. Ich trage immer noch ein Paar Handschuhe, die der Regen kaputt gemacht hat.
  9. Trotz ihrer hässlichen Farbe sind sie noch dick und gut.
  10. Aber bald werde ich solch ein Paar kaufen, wie es im Schaufenster dieses Ladens hängt.
  11. Der Preis ist tief und ich brauche jetzt ein neues Paar, weil mein Cousin mich zu einer kleinen Feier (festo) in sein Haus eingeladen hat.
  12. Ich akzeptierte seine Einladung höflich und sagte, ich wäre gern sein Gast.
  13. Wir sind gute Bekannte, obwohl er jünger als ich ist.
  14. Meine Cousine, seine Schwester, ist älter als er, aber er ist so groß wie sie.
  15. Ich war gerade im Begriff, ihm einen Brief zu senden in der Minute als er an die Tür klopfte.
  16. Sein Besuch wird meinen Brief ersetzen.
  17. Als er wegging, sagte ich Tschüss zu ihm und sagte, dass ich ihn morgen im Park sehen würde.
  18. Ich denke, wir werden einen angenehmen Spaziergang haben, obwohl das Wetter immer noch ziemlich kalt ist, so wie vor zwei oder drei Monaten.

Lösung

vidu -> diskuto
siehe -> Diskussion

Kapitel 34

Übersetzungsübung

Diese Lösung wurde von von einem Anfänger (mir) erarbeitet und hat vermutlich noch Fehler. Tiu solvo estis farita de komencanto (mi) kaj probable havas eraroj.

Es gibt dutzende von essbaren Früchten, aber die Früchte von hunderten von Bäumen überhaupt sind nicht essbar.

Estas dekduoj de manĝebla fruktoj, sed la fruktoj de centoj de arboj tute ne estas manĝebla.

Die durchsichtige Kanne auf dem Tablett ist sehr zerbrechlich.

La travidebla kruĉo sur la pleto estas tre rompebla.

Ich sage voraus, dass du sie zerbrechen wirst, sobald du danach greifst.

Mi antaŭdiras, ke vi ĝi rompos, tuj kiam vi prenas ĝin.

Dieser Brief ist lesenswert.

Tiu letero estas leginda.

Aber er ist schwierig zu lesen, er ist nicht sehr lesbar.

Sed li estas malfacila legi, ĉar ĝi ne estas tre leginda.

Er ist von meinem Onkel, der so früh wie möglich zu uns kommen will.

Ĝi estas de mia onklo, kiu plej eble frue venis al ni.

Er ist noch in der Stadt, aber bald wird er hier sein, die Stufen hinaufsteigen und an die Tür klopfen.

Li estas ankoraŭ en la urbo, sed baldaŭ li estos ĉi tie, supreniros la ŝtuparon kaj frapos la pordon.

Es gibt sehr wenige Leute, die seinen Ansichten widersprechen.

Estas tre malmultaj personoj, kiuj kontraŭdiras liajn opiniojn.

Seine Ansichten sind jedenfalls „beachtenswürdig“ und normalerweise höre ich höflich zu wenn er spricht.

Liaj opinioj estas ĉiuokaze rimarkindaj kaj kutime mi aŭdas ĝentile, kiam li parolas.

Jetzt aber höre ich lieber der Gruppe von Damen im nebenanliegenden Zimmer zu.

Sed nun mi preferas aŭskulti la grupon da virinoj en la apuda ĉambro.

Sie schwatzen fröhlich und hören der jungen Dame zu, die im Begriff ist, zu singen.

Ili babilas ĝoje kaj aŭskultas la junan virinon, kiu estas kantonta.

Meine Dame, spüren Sie den Wind? Ich beobachte, dass er die Vorhänge, die vor diesem Fenster hängen, wegbläst.

Sinjorino, ĉu vi sentas la venton? Mi observas, ke ĝi forblovas la kurtenojn, kiuj pendigas antaŭ la fenestro?

Ich werde das Fenster schließen, denn mich geht es nicht sehr gut heute („ich bin heute nicht sehr gesund“).

Mi fermos la fenestron, ĉar mi ne estas tre sana hodiaŭ.

Ist dieser Herr dort drüben ein Autor (aŭtoro)?

Ĉu tiu viro tie estas aŭtoro?

Ja. Er beschreibt gerade eine Reise und die Leute die er getroffen hat.

Ja. Li estas priskribanta vojaĝon kaj la homojn, kiujn li renkontis.

Vokabular: Esperanto–Deutsch

Vortaro: A B C Ĉ D E F G Ĝ H Ĥ I J Ĵ K L M N O P R S Ŝ T U Ŭ V Z ?

A

Esperanto Deutsch Kapitel
abon-i – abonnieren 60
aĉet-i – kaufen 23
adiaŭ – ade, tschüss 33
administr-i – administrieren, verwalten 36
adres-o – Adresse 59
aer-o – Luft 26
afabl-a – angenehm, nett 28
afer-o – Angelegenheit, Ding, Sache 28
Afrik-o – Afrika 55
ag-i – agieren, handeln 38
agrabl-a – angenehm 7
akcept-i – akzeptieren 33
akompan-i – begleiten 45
akuz-i – beschuldigen 53
akv-o – Wasser 11
al – zu, in Richtung 6
Aleksandri-o – Alexandria 58
Aleksandr-o – Alexander 22
Alfred-o – Alfred 8
ali-a – anderer, anders 24
almenaŭ – mindestens, wenigstens 13
alt-a – hoch, groß 3
amas-o – Haufen, Masse, Menge 43
ambaŭ – beide (Kap. 51 #1) 51
Amerik-o – Amerika 58
am-i – lieben 17
amik-o – Freund 11
amuz-i – amüsieren, unterhalten 8
angl-a – englisch 31
ankaŭ – auch 11
ankoraŭ – noch 32
anonc-i – ankündigen 44
anstataŭ – anstatt 18
antaŭ – vor, bevor (örtlich und zeitlich) 8
antikv-a – antik 36
aparat-o – Apparat 60
apart-a – separat 59
aparten-i – angehören, gehören zu 8
apenaŭ – kaum, gerade noch 49
april-o – April 18
apud – neben, bei 4
arab-o – Araber 10
arane-o – Spinne 27
aranĝ-i – arrangieren 48
arb-o – Baum 3
Arĥimed-o – Archimedes 46
Aristejd-o – Aristeides 54
Aristotel-o – Aristoteles 58
aritmetik-o – Arithmetik 30
art-o – Kunst 48
Artur-o – Arthur 6
asparag-o – Spargel 23
atak-i – angreifen, attackieren 32
atend-i – warten, erwarten 40
atent-a – aufmerksam 34
atmosfer-o – Atmosphäre 49
– oder 6
aŭ ... aŭ ... entweder ... oder ... 6
aŭd-i – hören 12
aŭgust-o – August 18
aŭskult-i – anhören, zuhören 34
Aŭstrali-o – Australien 58
aŭtomat-a – automatisch 60
aŭtun-o – Herbst 19
av-o – Großvater 25
azen-o – Esel 51
Azi-o – Asien 27

B

Esperanto Deutsch Kapitel
babil-i – plaudern 34
bak-i – backen 24
balanc-i – balancieren, wiegen 28
baldaŭ – bald 10
ban-i – baden (transitiv) 46
barbar-o – Barbar 55
barb-o – Bart 28
barel-o – Fass, Tonne 22
batal-o – Kampf, Schlacht 28
bat-i – schlagen 32
bedaŭr-i – bedauern 59
bel-a – schön 2
ben-i – segnen 51
benk-o – Bank 4
ber-o – Beere 48
best-o – Tier 41
bezon-i – brauchen, benötigen 11
bibliotek-o – Bibliothek 58
bild-o – Bild 7
bilet-o – Ticket 39
bird-o – Vogel 2
blank-a – weiß 2
blov-i – blasen, wehen 12
blu-a – blau 7
bon-a – gut 2
bord-o – Rand, Strand, Ufer 42
Boston-o – Boston 10
bov-o – Ochse 60
brak-o – Arm 42
branĉ-o – Ast 4
brasik-o – Kohl 23
bril-a – glänzend, strahlend 21
bril-as – scheine(n), schein(s)t 2
brov-o – Augenbraue 28
brul-i – brennen 47
brun-a – braun 5
bru-o – Lärm 22
buked-o – Bukett, Blumenstrauß 25
bukl-o – Haarlocke 28
buŝ-o – Mund 14
butik-o – Geschäft, Laden 23

C

Esperanto Deutsch Kapitel
cel-i – zielen 56
cend-o – Cent 39
cent – hundert (Kap. 30 #3) 30
cert-a – bestimmt, gewiss 32
ceter-a – restlich, übrig 38
cilindr-o – Zylinder 47
Cirus-o – Kyros 56

Ĉ

Esperanto Deutsch Kapitel
ĉambr-o – Zimmer 3
ĉapel-o – Hut 13
ĉar – da, weil 6
ĉe – an, bei (Kap. 27 #3) 27
ĉef-a – hauptsächlich 59
ĉeriz-o – Kirsche 5
ĉes-i – aufhören 52
ĉeval-o – Pferd 2
ĉi – hier (Kap. 14 #1) 14
ĉia – jeglich (Kap. 38 #1) 38
ĉial – aus jedem Grund (Kap. 40 #2) 40
ĉiam – immer (Kap. 40 #3) 40
ĉie – überall (Kap. 39 #1) 39
ĉiel – auf jede Weise (Kap. 41 #1) 41
ĉiel-o – Himmel 13
ĉies – jedermanns (Kap. 37 #2) 37
ĉifon-o – Lumpen 22
ĉin-o – Chinese 35
ĉio – alles (Kap. 50 #1) 50
ĉiom – alles (Kap. 41 #2) 41
ĉirkaŭ – etwa, um... herum 16
ĉiu – jeder (Kap. 37 #1) 37
ĉu – Fragepartikel (Kap. 5 #3) 5

D

Esperanto Deutsch Kapitel
da – etwas von (Kap. 22 #4) 22
Damokl-o – Damokles 55
danc-i – tanzen 26
danĝer-o – Gefahr 45
dank-i – danken 7
daŭr-i – andauern 43
de – von/aus (Ort) 7
decembr-o – Dezember 19
decid-i – beschließen, entscheiden 37
defend-i – abwehren, verteidigen 32
dekstr-a – rechts 14
demand-i – fragen 22
dens-a – dicht 52
des – desto (siehe Kap. 19 #1) 19
detru-i – zerstören 47
dev-o – Verpflichtung, Zwang 37
dezert-o – Wüste 11
dezir-i – wünschen 31
difekt-i – beschädigen 32
difin-i – definieren, festlegen 52
dik-a – dick 24
dimanĉ-o – Sonntag 20
dimensi-o – Dimension 60
Di-o – Gott 21
Diogen-o – Diogenes 22
dir-i – sagen 7
dir-o – Äußerung, Sagen 9
divers-a – verschieden/e 4
divid-i – aufteilen, dividieren 21
do – also 59
doktor-o – Doktor 34
dolar-o – Dollar 31
dolĉ-a – süß 5
dom-o – Haus 3
donac-o – Gabe, Geschenk 41
don-i – geben 6
dorm-as – schlafe(n), schläf(s)t, schlaft 2
dors-o – Rücken 51
drap-o – Tuch 41
dub-i – bezweifeln 49
dum – während 15

E

Esperanto Deutsch Kapitel
eben-a – eben, flach 57
– sogar 15
eduk-i – aufziehen, erziehen 58
edz-o – Ehemann 32
efektiv-a – effektiv, tatsächlich 49
Egipt-o – Ägypten 58
ekster – außer, außerhalb 17
ekzamen-o – Prüfung, Examen 25
ekzempl-o – Beispiel 60
ekzil-i – verbannen 54
ekzist-i – existieren 52
el – aus, von 16
elekt-i – auswählen 33
en – in 3
energi-a – energisch, entschlossen 20
enu-i – sich langweilen 54
erar-o – Fehler, Irrtum 30
escept-o – Ausnahme 57
esper-i – hoffen 57
esprim-o – Ausdruck, Äußerung 39
est-as – ist, sind, seid, bin 3
estim-i – achten, schätzen 58
Eŭrop-o – Europa 36

F

Esperanto Deutsch Kapitel
fabrik-i – fabrizieren, herstellen 42
facil-a – einfach 24
fajr-o – Feuer 32
fal-i – fallen 6
fals-i – fälschen, verfälschen 46
fam-a – berühmt 47
famili-o – Familie 24
far-i – tun, machen 21
februar-o – Februar 19
feliĉ-a – glücklich 4
fenestr-o – Fenster 6
ferm-i – schließen 25
fest-i – feiern, festlich begehen 33
fidel-a – treu 11
fid-i – vertrauen 56
fier-a – stolz 38
fil-o – Sohn 13
filozof-o – Philosoph 47
fin-o – Ende, Abschluss 27
firm-a – firm, fest 58
fizik-o – Physik 47
flank-o – Seite 55
flar-i – riechen 32
flav-a – gelb 2
fleks-i – beugen, biegen, krümmen 37
flor-o – Blume 2
flug-as – fliege(n), flieg(s)t 2
flu-i – fließen 52
foj-o – Mal (Kap. 27 #5) 27
fokus-o – Fokus 60
foli-o – Blatt 3
fond-i – begründen 58
fontan-o – Fontäne 59
for – fort, weg (Kap. 16 #4) 16
forges-i – vergessen 21
fork-o – Gabel 14
form-o – Form 51
fort-a – stark, kräftig 2
fotograf-i – fotografieren 60
frag-o – Erdbeere 23
frap-i – klopfen, pochen 25
frat-o – Bruder 10
fraŭl-o – Junggeselle 34
Frederik-o – Frederick 17
fremd-a – fremd 57
freŝ-a – frisch 3
frost-o – Frost 20
fru-a – früh 16
frukt-o – Obst, Frucht 4
fulm-o – Blitz 26
funkci-i – funktionieren 60
funt-o – Pfund 23

G

Esperanto Deutsch Kapitel
gaj-a – fröhlich, heiter 34
gajn-i – verdienen, gewinnen 31
gant-o – Handschuh 33
gard-i – bewachen, beschützen 15
gast-o – Gast 32
gazet-o – Zeitschrift, Zeitung 40
genu-o – Knie 37
geometri-o – Geometrie 25
german-a – deutsch 25
Gertrud-o – Gertrud 5
giĉet-o – Schiebefenster, Abfertigungsschalter 39
glaci-o – Eis 19
glas-o – Trinkglas, Becher 23
glav-o – Schwert 16
grad-o – Grad 30
grand-a – groß 2
gratul-i – gratulieren 17
grav-a – wichtig, ernst 36
gravit-i – gravitieren 52
grek-a – griechisch 22
gren-o – Getreide (Weizen, Mais etc.) 12
griz-a – grau 8
grup-o – Gruppe 34
gust-o – Geschmack 5
gut-o – Tropfen 26
gvid-i – leiten, führen 45

Ĝ

Esperanto Deutsch Kapitel
ĝarden-o – Garten 3
ĝentil-a – höflich 33
ĝi – es 5
ĝis – bis 9
ĝoj-o – Freude 21
ĝu-i – genießen 56
ĝust-a – genau, richtig 54

H

Esperanto Deutsch Kapitel
halt-i – (an)halten (intransitiv) 51
har-o – Haar (einzelnes) 28
hav-as – habe(n), ha(s)t, habt 4
hejm-o – Heimat, Zuhause 25
hel-a – hell 49
Helen-o – Helena 6
help-i – helfen 15
help-o – Hilfe 14
herb-o – Gras 4
hieraŭ – gestern 9
Hieron-o – Hiero 46
hirund-o – Schwalbe 43
hispan-o – Spanier 58
histori-o – Geschichte 57
ho! – Oh! 32
hodiaŭ – heute 6
hom-o – Mensch 43
honest-a – anständig, rechtschaffen 46
honor-o – Ansehen 56
hont-i – sich schämen 15
horizont-o – Horizont 49
horloĝ-o – Uhr 39
hor-o – Stunde 16
hotel-o – Hotel 59
humor-o – Humor, Laune 43
hund-o – Hund 41

Ĥ

I

Esperanto Deutsch Kapitel
ia – irgendein (Kap. 44 #1) 44
ial – aus irgendeinem Grund (Kap. 45 #2) 45
iam – irgendwann (Kap. 45 #1) 45
ide-o – Idee 46
ie – irgendwo (Kap. 44 #2) 44
iel – irgendwie (Kap. 46 #1) 46
ies – irgendjemandes (Kap. 43 #2) 43
ili – sie (3. Person Plural) 4
imag-i – sich etwas vorstellen 38
imperi-o – Imperium 55
indiferent-a – gleichgültig 45
infan-o – Kind 7
ink-o – Tinte 59
instru-i – unterrichten 53
insul-o – Insel 47
intenc-i – beabsichtigen 37
inter – mitten unter, zwischen (Kap. 19 #2) 19
interes-a – interessant 7
interes-o – Interesse 17
invit-i – einladen 33
io – irgendwas (Kap. 50 #1) 50
iom – etwas, ein wenig (Kap. 46 #2) 46
ir-i – gehen 2
ital-a – italienisch 36
iu – jemand, irgendwer (Kap. 43 #1) 43

J

Esperanto Deutsch Kapitel
ja – ja, doch (Kap. 45 #4) 45
jam – schon 35
januar-o – Januar 19
jar-o – Jahr 18
je – an, von (Kap. 20 #2) 20
jen – da, hier ist (Kap. 48 #5) 48
jes – ja 5
Johan-o – John 8
ju – je (siehe Kap. 19 #1) 19
juĝ-i – urteilen 37
jug-o – Joch 50
juli-o – Juli 18
jun-a – jung 9
juni-o – Juni 18
just-a – gerecht 44

Ĵ

Esperanto Deutsch Kapitel
ĵaluz-a – eifersüchtig 48
ĵaŭd-o – Donnerstag 23
ĵet-i – werfen 46
ĵurnal-o – Journal, Tageszeitung 40
ĵus – just, gerade eben 33

K

Esperanto Deutsch Kapitel
kaf-o – Kaffee 14
kaj – und 2
kalkul-i – kalkulieren 30
kamel-o – Kamel 10
kamer-o – Kamera 60
kamp-o – Feld 3
kanap-o – Kanapee, Sofa 24
kant-as – singe(n), sing(s)t 2
kapabl-a – fähig 58
kap-o – Kopf 10
kapt-i – fangen 9
kar-a – lieb 15
kaŝ-i – verstecken 8
kat-o – Katze 9
kaŭz-i – verursachen, veranlassen 52
ke – dass (Konjunktion) 12
kelk-aj – manche, mehrere 22
kia – was für ein (Kap. 25 #1) 25
kial – weshalb (Kap. 28 #1) 28
kiam – wann (Kap. 27 #1) 27
kie – wo (Kap. 26 #1) 26
kies – wessen (Kap. 24 #2) 24
kilometr-o – Kilometer 28
kio – was (Kap. 50 #1) 50
kiom – wieviele (Kap. 30 #1) 30
kiu – welcher, welches, wer (Kap. 24 #1) 24
klar-a – deutlich, klar 44
kler-a – aufgeklärt, gebildet 35
klin-i – beugen, neigen (transitiv) 50
knabin-o – Mädchen 5
knab-o – Junge 2
kolekt-as – sammeln, sammel(s)t, sammle 4
koler-a – verärgert, wütend 9
kol-o – Hals 10
kolomb-o – Taube 3
kolor-o – Farbe 4
komenc-i – beginnen 8
komerc-o – Handel 35
kompar-i – vergleichen 57
kompat-i – bedauern 40
kompren-i – verstehen 46
komun-a – gemeinsam 58
koncern-i – betreffen 57
kondamn-i – verurteilen, verdammen 53
konduk-i – leiten, lenken 38
konfes-i – anerkennen, zugeben 53
konform-i – übereinstimmen 57
kon-i – kennen 22
konkurs-o – Wettstreit 48
konscienc-o – Gewissen 53
konsent-i – einverstanden sein 55
konsil-i – beraten 55
konsist-i – beschaffen sein (aus) 41
konstant-a – konstant 21
konstru-i – errichten, konstruieren 13
kontent-a – zufrieden 15
kontinent-o – Kontinent 58
kontraŭ – gegen 12
kontuz-o – Prellung, Quetschung 23
konven-a – passend, angemessen 59
kor-o – Herz 38
korp-o – Körper 10
kost-i – kosten 31
kot-a – dreckig, schmutzig 20
kovert-o – Briefumschlag 59
kovr-i – abdecken, bedecken 19
krajon-o – Stift 59
kred-i – glauben 45
krem-o – Sahne 23
krepusk-o – Dämmerung 49
kresk-i – wachsen, größer werden 44
kri-i – schreien 32
Krist-o – Christus 58
krom – ausgenommen, außer 56
kron-o – Krone 46
kruel-a – grausam 32
krut-a – schroff, steil 42
kudr-i – nähen 6
kugl-o – Kugel 43
kuir-i – kochen 24
kuk-o – Kuchen 32
kuler-o – Löffel 14
kulp-o – Schuld 53
kun – mit (Kap. 16 #3) 16
kuraĝ-a – mutig 15
kur-as – laufe(n), lauft, läuft 2
kurten-o – Gardine, Vorhang 24
kuŝ-as – lieg(s)t, liege(n) 3
kutim-e – gewöhnlich 23
kutim-o – Gepflogenheit, Gewohnheit 24
kuz-o – Cousin, Vetter 33
kvadrat-a – quadratisch 36
kvankam – obwohl 22
kvazaŭ – als ob, als wenn (Kap. 54 #2) 54
kviet-a – still, ruhig 21

L

Esperanto Deutsch Kapitel
la – der, die, das 2
labor-i – arbeiten 20
lac-a – müde 20
lag-o – See 37
lakt-o – Milch 23
lanc-o – Lanze, Speer 35
land-o – Land, Staat 21
lan-o – Wolle 42
larĝ-a – weit, breit 4
larm-o – Träne 40
las-i – lassen 16
last-a – letzter, letztes 31
latin-a – lateinisch 31
laŭ – entsprechend, gemäß (Kap. 40 #5) 40
laŭd-i – loben 8
laŭt-a – laut 22
lav-i – waschen 9
lecion-o – Lektion, Lehraufgabe 24
led-o – Leder 60
leg-i – lesen 8
leĝ-o – Gesetz 52
legom-o – Gemüse 23
leon-o – Löwe 41
lern-i – lernen 24
lert-a – geschickt 48
leter-o – Brief 17
lev-i – anheben, aufheben, aufrichten 46
liber-a – frei 35
libr-o – Buch 8
lig-i – verbinden 50
lign-o – Holz 32
lingv-o – Sprache 25
lit-o – Bett 22
loĝ-i – wohnen 22
lok-o – Ort, Platz, Stelle 46
long-a – lang 3
lud-i – spielen 41
lum-a – leuchtend, hell 7
lund-o – Montag 20
lun-o – Mond 2

M

Esperanto Deutsch Kapitel
maj-o – Mai 18
malgraŭ – trotz, ungeachtet 33
manĝ-as – esse(n), isst, esst 4
manĝ-o – Essen, Mahlzeit 9
manier-o – Benehmen, Manier 40
man-o – Hand 14
mard-o – Dienstag 20
Mari-o – Maria 5
mar-o – Meer 31
marŝ-i – marschieren 8
mart-o – März 18
maŝin-o – Maschine 47
maten-o – Morgen 20
material-o – Material 41
matur-a – reif 5
mebl-o – Möbel, Möbelstück 42
mejl-o – Meile 31
mem – selbst (Kap. 46 #4) 46
memor-i – erinnern 30
mend-i – bestellen 59
merit-i – verdienen, würdig sein 53
merkred-o – Mittwoch 21
metal-o – Metall 60
met-i – legen, setzen, stellen 10
metod-o – Methode 35
mez-o – Mitte 21
mil – tausend (Kap. 30 #3) 30
milion-o – Million 58
milit-i – Krieg führen, kriegen 43
minut-o – Minute 30
mir-i – sich wundern 13
mol-a – weich 4
moment-o – Moment 60
monaĥ-o – Mönch 51
monat-o – Monat 18
mond-o – Welt 21
mon-o – Geld 11
mont-o – Berg 36
montr-i – zeigen, darlegen 12
morgaŭ – morgen 13
mort-i – sterben 38
moŝt-o – Eminenz (siehe Kap. 55 #5) 55
mov-i – bewegen (transitiv) 40
mult-a – viel (multaj – viele) 18
mur-o – Mauer, Wand 7
mut-a – sprachlos, stumm 51

N

Esperanto Deutsch Kapitel
naci-o – Nation 35
natur-o – Natur 52
naz-o – Nase 10
ne – nicht, nein 4
neces-a – erforderlich, notwendig 31
negativ-o – Negativ, Verneinung 60
neĝ-i – schneien 11
neĝ-o – Schnee 19
nek – weder, noch 5
nenia – keinerlei (Kap. 48 #1) 48
nenial – aus keinem Grunde (Kap. 49 #1) 49
neniam – nie (Kap. 48 #3) 48
nenie – nirgendwo (Kap. 48 #2) 48
neniel – auf keine Weise (Kap. 49 #2) 49
nenies – niemandes (Kap. 47 #2) 47
nenio – nichts (Kap. 50 #1) 50
neniom – nichts (Kap. 49 #3) 49
neniu – niemand (Kap. 47 #1) 47
nep-o – Enkel 25
nepr-e – absolut, ausdrücklich 57
nest-o – Nest 9
nigr-a – schwarz 4
nobl-a – nobel 53
nokt-o – Nacht 15
nombr-o – Anzahl 22
nom-o – Name 36
nord-a – nördlich, nordisch 12
not-o – Note 31
nov-a – neu 12
novembr-o – November 19
Novjork-o – New York 59
nu! – na, nunwohl 25
nub-o – Wolke 13
nud-a – nackt, unbedeckt 19
numer-o – Nummer 59
nun – nun, jetzt 7
nur – nur 10

O

Esperanto Deutsch Kapitel
obe-i – befolgen, gehorchen 57
objektiv-o – Linse, Objektiv 60
objekt-o – Gegenstand, Objekt (auch grammatisch) 52
obstin-a – hartnäckig, störrisch 57
ofer-o – Opferung 50
ofic-o – Amt 59
oft-a – häufig, oftmals 18
okaz-i – geschehen, stattfinden 26
okcident-a – westlich, abendländisch 12
oktobr-o – Oktober 19
okulhar-o – Augenwimper, Wimper 28
okul-o – Auge 26
okulvitr-oj – Augengläser, Brille 28
okup-i – in Anspruch nehmen 40
ol – als (bei Vergleichen) (Kap. 18 #5 18
ombrel-o – Regenschirm 13
ombr-o – Schatten 49
oni – man (siehe Kap. 12 #2) 12
onkl-o – Onkel 34
opini-i – denken, meinen 12
oportun-a – angebracht 44
ordon-i – anordnen 55
orel-o – Ohr 51
orient-a – östlich, orientalisch 12
original-o – Original 60
or-o – Gold 46
ost-o – Gebein, Knochen 43
ostracism-o – Scherbengericht 54
ostr-o – Auster 54
ov-o – Ei 23

P

Esperanto Deutsch Kapitel
pac-i – in Frieden leben 21
pacienc-o – Ausdauer, Geduld 27
pafark-o – Schießbogen (als Schusswaffe) 31
paf-i – feuern, schießen 31
pag-i – bezahlen 39
paĝ-o – Seite 35
pal-a – bleich 40
pan-o – Brot 24
paper-o – Papier 25
pardon-i – verzeihen 53
park-o – Park 13
par-o – Paar 33
parol-i – reden, sprechen 13
part-o – Teil 31
paser-o – Spatz, Sperling 9
pas-i – passieren, vorübergehen (intransitiv) 42
paŝt-i – (Vieh) hüten, weiden lassen 44
patr-o – Vater 9
pec-o – Teil (eines Ganzen) 26
pejzaĝ-o – Landschaft 49
pek-i – sündigen 53
pel-i – antreiben, hetzen 16
pend-i – hängen 33
pen-i – sich bemühen, sich anstrengen 31
pens-i – denken 28
pentr-i – malen 48
per – per, mittels (Kap. 14 #6) 14
perd-i – verlieren 8
permes-i – erlauben 55
persik-o – Pfirsich 5
person-o – Person 24
pet-i – bitten, ersuchen